Selbstmach Samstag 182 (07.04.2018)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen.

197 Gedanken zu “Selbstmach Samstag 182 (07.04.2018)

    • Warum habe ich den verdacht, dass der Herr Holtz einer gewissen nahöstlichen Religion mit Daueropferstatus angehört.
      Vielleicht ist er auch einfach nur ein suizidaler Weißer.

    • Kann nicht mal jemand vorschlagen, dass wir Holtzens Plan in die Tat umsetzen und mit IHM anfangen?
      Alle anderen kommen dann auch noch dran, versprochen.

    • Früher hat man solche Typen in die geschlossene Anstalt eingewiesen, vielleicht ist das, das Problem heute.
      Das eigentliche Problem ist aber, dass sich solche Leute in der Anonymität des Internets verstecken. Würden wir noch in kleinen Dörfern leben wo jeder jeden kennt, würde dieser Typ vermutlich verhungern da ihm keiner mehr auch nur ein Stück Brot verkaufen würde.

  1. Da sind natürlich alle „linken“ Totalitaristen herausgefordert:

    Schäm dich, Mann?

    https://www.sozialismus.info/2018/04/schaem-dich-mann/

    „Der Zeit-Autor Jens Jessen schrieb in einem „Wutausbruch“ unter der Überschrift „Schäm dich, Mann“ den Leitartikel der aktuellen Ausgabe von „DIE ZEIT“ (erschienen am 5. April 2018). Darin wendet er sich gegen einen „totalitären Feminismus“, der die kommende „Herrschaft der Frauen“ vorbereite.“

    Das kann denen nicht gefallen, die meinen, dass der Feminismus lediglich *auf seine Weise* für die kommende allgemeine Herrschaft des Proletariat oder der Unterdrückten kämpft 😀

    „Dabei verbindet er einen radikalen Antifeminismus mit antidemokratischen und platt antikommunistischen Vorstellungen und scheut nicht davor zurück, Nazi-Vergleiche anzustellen.“

    Ich liebe es insbesondere, wie hier indirekt „demokratische“ und „kommunistische“ Vorstellungen als kongruent hingestellt werden, obwohl diese beiden völlig inkompatibel zueinander sind, zB weil die kommunistischen immer auch *totalitär* sind. Was das betrifft, so lügt man natürlich ganz genauso wie die Kolleginnen vom Feminismus.

    Natürlich ist alles der verschwörerische Kapitalismus schuld:

    „Wir sind noch weit davon entfernt, dass sich eine Welt verändert, in der Gewalt für Frauen zur täglichen Bedrohung wird und weltweit häufigste Todesursache ist. Nicht zuletzt, weil Sexismus als mächtige Spaltung ein Grundbaustein des kapitalistischen Systems ist …“

    Hier wird die Idee der „Kollektivschuld der Männer“ auf das kapitalistische System abgeladen:

    „Nicht jeder Mann ist ein Vergewaltiger. Jedoch könnte der berühmte Ausspruch von Simone de Beauvoir auch auf auf das andere Geschlecht angewendet werden: „Man kommt nicht als Mann zur Welt, man wird dazu gemacht.“ Mit allem was dazu gehört. Fehlende Selbstreflektion gehört dazu, wenn Herrschaftsverhältnisse reproduziert werden sollen.“

    Nur der stramme Antikapitalist kann frei von dem Verdacht sein, einer der üblichen Vergewaltiger zu sein.

    „Für Jessen ist es ungerecht, Männern negative Eigenschaften wie Machtbesessenheit, Geldgier, Egomanie, Wichtigtuerei, Sexismus und Gemeinheit zu unterstellen. Tatsächlich wäre das zu kurz gefasst, denn es sind keine männlichen Eigenschaften, sondern jene, die der Kapitalismus insbesondere fördert und die Teil des männlichen Rollenverständnisses sind.“

    Ganz nach Art eines verschwörungstheoretischen Geblubbers. Lustig der sich anschliessende Zirkelschluss: „Da die Mehrzahl der Männer damit erfolgreicher ist, als Frauen es sind, finden sich diese Eigenschaften in der Mehrzahl bei ihnen.“

    Da sagt die Feministin dann gleich: Ja, das liegt daran, dass der Kapitalismus eben auch nur ein Ausdruck des Patriarchats ist… sicher ist dann der Kommunismus auch immer nur am männlichen Wesen gescheitert, wenn das bloss die Frauen gemacht hätten …. echter Kommunismus ist eben nur mit Frauen möglich.

    Stark ist auch, wie unser Kommie hier Zensur rechtfertigt:

    „Kein Mann hat ein Recht darauf, nackte Frauen anzugucken.“ Aus dem angeblich fehlenden Recht ergibt sich dann, dass es keine Zensur sein kann, nackte Frauen zu verbieten. Weiterhin kann sich das alles ändern, was als „gut empfunden“ wird und danach hätte sich sicher das „Recht“ zu richten: „Und was früher als gut empfunden wurde, ist deswegen noch lange nicht vor einer Neubetrachtung viele Jahre später gefeit.“

    Mit anderen Worten: die Partei hat immer recht. Heute Krieg gegen Ozeanien, morgen gegen Eurasien und es war immer so und nie anders…

    „Er scheut selbst den Nazivergleich nicht und schreibt von einem „ neuen feministischen Volkssturm“ der #MeToo-Bewegung …“

    LOL, „feministischer Volkssturm“ ist lustig. Ja, man könnte den Eindruck haben, bei metoo ginge es um den feministischen Endsieg. Na los, wo bleiben Eure Wunderwaffen, liebe Feministinnen?

    „Die Richtschnur ist für ihn der „abendländische Rationalismus“, er möchte ein Gespräch mit Argumenten, „die jeder nachvollziehen vermöchte, unabhängig von Herkunft, Klasse und Geschlecht.““

    Wunderbar, der Herr Kommunist hat natürlich was dagegen, genauso wie seine Aliierten von den Femistinnen:

    „Seine abendländische Vernunft ist ein Hirngespinst, ein hohles Konstrukt.“

    Und hier haben wir dann die Absage auf den Rationalismus als blosses „Konstrukt“ des „Patriarchats“ des „Kapitalismus“ oder wie die Grossverschwörung sonst noch genannt werden kann. Nur die „Herrschaftsverhältnisse“ können überhaupt Gegenstand einer „rationalen Diskussion“ sein! Ja, so definiert man Begriffe um, wie es gerade zur politischen Agenda passt.

    „Vor allem der Antifeminismus, also das diffuse Gefühl, ungerecht behandelt zu werden, ist ein Bindeglied zwischen der Mitte und rechtsaußen. Die Rechten gelangen durch ihn in den Mainstream, weil Sexismus Mainstream ist.“

    Warum redet der überhaupt von einer „Mitte“? Nach seiner eigenen Logik müsste jeder, der dem Mainstream folgt „rechtsaussen“ und „kapitalistisch“ sein, was gleichbedeutend ist.

    • Ja, nee – Du hast aber das Wichtigste vergessen: Die so schreiben an der oben verlinkten Stelle sind keine echten Sozialisten – echt nicht, auch wenn sie sich selbst so nennen sollten. Weil echte Sozialisten schreiben sowas nicht. Frag unseren Experten hier im Board.

      • @Jochen

        Es sind Trotzkisten – die funktionieren ungefähr so: 20 Menschen versuchen eine Partei zu gründen. Nach zwei Jahren hat man 10 Parteien, die faktisch Sekten sind und jeder versucht dem anderen zu beweisen, nicht radikal und revolutionär genug zu sein.
        Das ist „Purifikation“ PLUS „race to the bottom“.
        Mit den Spinnern hatte ich in der WASG zu tun, die von Lafonataine gegründet worden ist und sich dann mit der PDS zur „Linken“ vereint hat. Glaub mir, keine schöne Zeit.

        Das damalige Aushängeschild – nicht wirklich zufällig eine Frau:
        „Lucy Redler (* 17. August 1979 in Hann. Münden) ist eine deutsche Politikerin der Sozialistischen Alternative (SAV) und Mitglied in der Partei Die Linke. Sie war zudem Mitglied der WASG, bevor sie am 15. Juni 2007 deren Abspaltung Berliner Alternative für Solidarität und Gegenwehr (BASG) mitgründete. Redler ist Diplom-Sozialökonomin und Redakteurin der monatlich von der SAV herausgegebenen Zeitschrift Solidarität. Sie gehörte 2005–2007 dem geschäftsführenden Landesvorstand der WASG Berlin an.“

        Als die „radikale Alternative“ zur WASG scheiterte, musste sie dann doch „Der Linken“ beitreten.
        Karriereoptionen inklusive.
        Noch ein paar nette Aushängeschilder der – jetzt wirklich, in echt und tatsächlich – viel, viel, viel radikaleren Linken, als ich es jemals gewesen bin:

        „Reinhard Bütikofer kommt ebenso aus einer maoistischen „K-Gruppe“, dem Kommunistischen Bund Westdeutschlands (KBW), von dessen Chef Joscha Schmierer ist Ralf Fücks die rechte Hand gewesen, wie etwa der Mitzeichner des PNAC-Briefes André Glucksmann oder etwa auch Manuel Barroso, der als EU-Präsident wahrscheinlich einen der entscheidendsten „Fehler“ in die gegenwärtige Eskalation hinein beging, als er „im Februar 2013 erklärte, ein Land könne nicht Mitglied einer Zollunion sein und zugleich einer weitreichenden Freihandelszone mit der EU angehören, die Ukraine müsse sich entscheiden. Elisabeth Weber aus dem bereits erwähnten „Fachbeirat Europa/Transatlantik“ der Heinrich-Böll-Stiftung war sogar ein Jahrzehnt im ZK einer solchen Maoistischen Organisation.“
        https://www.heise.de/tp/features/Die-Gruenen-Parteiferne-Anstiftung-3370415.html

        Ich brauchte einfach nur meinen Prinzipien treu zu bleiben und die haben mich mit Karacho rechts überholt. Und der KBW war wirklich, in echt und tatsächlich, aber so was von hagelgranaten Links!
        Maoistisch! BOOOOOOOM!

        Es ist allerdings so, dass man tatsächlich ein Muster erkennt.
        Der radikal subjektivistische Anspruch auf Umwälzung inkl. sich selbst an der Spitze dieser sehend PLUS Enttäuschung und narzisstische Kränkung, weder die Verhältnisse richtig, noch das eigene Vermögen realistisch eingeschätzt zu haben.
        Folgt: „Oh Welt!“ Das Proletariat/die Linke/Islam/Christentum ist schlecht und nun „Auf!“ und/oder zu den Futtertrögen der Macht/des Staats/der Partei/des Kalifats.

        Die „Mit der Herrschaft der Frau wird alles besser!“-Fraktion ordne ich deshalb politisch und psychisch WO ein? Im Übergangstadium zwischen Narzissmus und Staatsfeminismus.
        Ich glaube nicht, dass ich damit so richtig schlecht liege.

        • „Es sind Trotzkisten (…)“

          Dann sind sie – jedenfalls aus anarchistischer Sicht – keine echten Sozialisten.

          Wobei man hier manchmal ein kleines bißchen differenzieren muss. An sich sind Trotzkisten dem sogenannten Marxismus-Leninismus zuzuordnen. Das ist aus anarchistischer Perspektive natürlich autoritärer Murks – Staatskapitalismus.

          Und für den autoritären Leninisten und Anarchistenschlächter Trotzki haben Anarchisten ohnehin null Sympathie.
          Die marxistischen Rätekommunisten übrigens auch nicht, von denen gibt´s sogar ein Buch „Trotzki – der gescheiterte Stalin“:

          https://www.marxists.org/deutsch/archiv/huhn/1973/trotzki/3-bonapartismus.htm

          Allerdings gibt es bei den Trotzkisten machmal auch Personen mit einer Tendenz zu libertär-sozialistischen Ansichten, denen es nur noch nicht gelungen ist, sich endgültig von Trotzki loszusagen. Aus diesem Spektrum sind im Laufe der Geschichte immer wieder mal Leute zum Anarchismus oder zum libertären Marxismus übergewechselt.

          Das sind meist Leute, die enttäuscht vom autoritären Marxismus-Leninismus eine Alternative suchen, dann zuerst beim Trotzkismus landen, nach einiger Zeit bemerken, dass dieser auch nicht freiheitlicher und demokratischer ist und dann Anarchisten oder libertäre Marxisten werden.

          Insofern erfüllt der Trotzkismus hin und wieder die Funktion eines Übergangsbereichs hin zu einer tatsächlich sozialistischen Strömung.
          (Allerdings muss man in organisatorischer Hinsicht bei Trotzkisten stets aufpassen, wenn es mehrere sind, die in eine andere Organisation überwechseln wollen, da die Trotzkisten ja gerne schonmal andere Organisationen unterwandern).

          • Es wird dem Corbyn nachgesagt, Trotzkist zu sein.
            Trotzkismus wird häufig als etwas Drolliges dargestellt, als sei es nicht autoritärer Terror gewesen – von den Antikommunisten. Vielleicht sympathisieren die heimlich mit den Trotzkisten und haben dieses putzige Bild.

          • @Leszek

            „An sich sind Trotzkisten dem sogenannten Marxismus-Leninismus zuzuordnen.“

            Ähh. Nö.

            „Eine zentrale Bedeutung bekam der Begriff (der „permanenten Revolution“) im Werk Leo Trotzkis. Er erweiterte den Begriff zu einem systematischen Konzept, das diverse revolutions-strategische und politische Aspekte miteinander verbindet. Die permanente Revolution umfasst hierbei drei „untrennbar verbundene Teile eines Ganzen“: die Notwendigkeit des unmittelbaren Übergangs von der demokratischen zur sozialistischen Revolution die Abfolge unterschiedlicher sozioökonomischer Transformationen, die „die Gesellschaft nicht ins Gleichgewicht kommen“ lassen den internationalen Charakter der sozialistischen Revolution, deren nationaler Beginn lediglich als revolutionäres Anfangsstadium zu werten ist.
            Josef Stalin etikettierte die Theorie der permanenten Revolution gegen Trotzki als „Abart des Menschewismus“. In der Revolutionslehre Mao Tse Tungs fand das Konzept eine erneute methodisch-systematische Anwendung. Sie bezeichnet dort den Fortschritt von einer ökonomischen, politisch-ideologischen oder technischen Entwicklungsstufe zur nächsten.“

            Hier hast du den ideologischen Charakter der „permanenten Revolution“ in einer Nussschale.
            Es sind „diverse revolutions-strategische und politische Aspekte“ geronnen zu einem „systematischen Konzept“, zu „ehernen Prinzipien“, was die nette Umschreibung für „religiöse Dogmen“ ist.
            Die „Gesellschaft nicht ins Gleichgewicht kommen“ lassen ist die nette Umschreibung für die Notwendigkeit einer permanenten Mobilisierung.
            Oder anders herum: Die Enteignung eben dieser Gesellschaft von der Fähigkeit, die Erreichung eines Ziel festzustellen, was wiederum auf die Notwendigkeit einer permanenten Mobilisierung verweist.
            Womit sich die Avantgarde dadurch kennzeichnet, die Notwendigkeit einer permanenten Mobilisierung festzustellen, was wiederum bedeutet, die Gesellschaft von der Fähigkeit, die Erreichung eines Ziel festzustellen zu enteignen.

            „James Burnham war zeitlebens eine „schillernde Persönlichkeit“. In den dreißiger Jahren ein bekennender Marxist. Zwiespältig dann seine Haltung gegenüber dem Kommunistenjäger Joe McCarthy. Offen rassistisch in der Bürgerrechtsfrage. Doch Ronald Reagan nahm den komplexen, latent politisch unkorrekten Renegaten James Burnham nur aus der rechten Perspektive wahr: als passionierten Cheftheoretiker der konservativen Bewegung, engagierten Kalten Krieger, CIA-Mitarbeiter und gefeierten Autor soziologischer, antikommunistischer und antiliberaler Schriften wie „Der Selbstmord des Westens“. Konservative Kritiker schrieben 1964:

            „Die Welt hat nach diesem Buch gelechzt. Es ist für den Westen mehr Wert als das Bruttosozialprodukt dieses Jahres. Mehr als all die Flugzeuge und Bomben, die gebaut wurden.“

            James Burnham wurde am 22. November 1905 in Chicago geboren. Sein aus England eingewanderter Vater hatte es vom Eisenbahnangestellten zum Eisenbahnbesitzer gebracht und ermöglichte dem hochbegabten Sohn das Philosophiestudium in Princeton und Oxford. Von 1929 bis 1953 lehrte Burnham an der New York University. Er machte als Autor und Herausgeber des literatur- und philosophiekritischen Magazins „Symposium“ von sich reden, bevor er sich in den Jahren der großen Depression den Trotzkisten anschloss und 1934 die „Socialist Workers Party“ (SWP) mitbegründete. Als Trotzki 1939 den Hitler-Stalin-Nichtangriffspakt billigte, erklärte Burnham seinen Austritt aus der SWP. Ernüchtert schrieb er 1941 das Buch, das ihm Weltruhm brachte und für George Orwells „1984“ Pate stand: „The Managerial Revolution“ – im Deutschen erschienen als „Das Regime der Manager“. Mit der kapitalistischen Gesellschaft gehe es zwar zu Ende, lautete Burnhams Hauptthese, aber nachfolgen werde ihr nicht die prognostizierte sozialistische Welt, sondern eine neue, auf Kollektiveigentum basierende Ausbeutergesellschaft der Manager. Geradezu hellseherisch sagte Burnham Amerikas Rolle in der Nachkriegszeit voraus:

            „Die USA bilden den Kern einer der großen zukünftigen Supermächte. Von ihrer kontinentalen Basis aus sind sie dazu berufen, in der Auseinandersetzung mit den anderen Supermächten die Weltmacht zu erringen.“

            Die den Managern folgenden Bücher zementierten Burnhams Ruf als glühender Vorkämpfer des Antikommunismus. Kein Wunder, dass der Geheimdienst CIA anklopfte, als es 1950 darum ging, Amerikas liberale Anti-Stalinisten und Europas linke Intellektuelle für den Westen zu gewinnen. James Burnham gehörte zu den Gründungsmitgliedern des „Congress for Cultural Freedom“, der erst 1967 von der New York Times als CIA-gesteuert entlarvt wurde.

            Zu diesem Zeitpunkt saß Burnham schon 12 Jahre in der Chefetage des konservativen Leitorgans „National Review“. In seiner wöchentlichen Kolumne empfahl er unter anderem, schwarzen Amerikanern nicht das Stimmrecht zu geben, an den Schulen die Rassentrennung beizubehalten, die Kontrolle über den Panamakanal aufzugeben und auf Vietnam die Atombombe zu werfen.

            „Wir sollten auch biologische und chemische Waffen einsetzen. Ratsam wäre es, Nord Vietnams Reisernte zu vernichten, und um die südvietnamesischen Dörfer vom Vietcong zu säubern, wäre ein Betäubungsgas ideal.“
            http://www.deutschlandfunk.de/erst-trotzkist-dann-republikaner.871.de.html?dram:article_id=125338

            Das ist die *Theorie der Elite* nicht aus irgendeinem nicht nachvollziehbaren Grund gewesen. Es ist in der trotzkistischen Theorie selbst enthalten.
            Ich empfehle den heutigen Linken immer, sich gewiss zu sein, dass ALLE linken Klassiker von den Rechten gelesen worden sind.
            Es ist nichts dümmer, als den politischen Gegnern Dummheit vorzuwerfen.
            Und es trifft auf heutige Linke wesentlich eher zu als auf die historische Rechte.

          • Irgendwie klingt „Das Zusammenleben täglich neu verhandeln“ schon so a weng nach „Permanenter Revolution“ und „die Gesellschaft nicht ins Gleichgewicht kommen lassen“. Vielleicht ein kleines bisschen netter.

    • „Jedoch könnte der berühmte Ausspruch von Simone de Beauvoir auch auf auf das andere Geschlecht angewendet werden: „Man kommt nicht als Mann zur Welt, man wird dazu gemacht.““

      Wer sogar zu blöde ist, einen einzigen Satz von Beauvoir zu übersetzen, bzw. sich von einem Sprachkundigen übersetzen zu lassen, kann m.E. auch die die Erweiterung „.info“ aus seiner URL streichen 😉

    • „Zeigt mal wieder das Identity Politics Vorurteile verstärken, anstatt sie, wie behauptet, abzubauen.“

      Hat denn „Identitätspolitik“ überhaupt den Anspruch, Vorurteile abzubauen? Oder geht es nicht ausschließlich darum, eigene Privilegien zu sichern und auszubauen bzw. Positionen „der anderen“ zu schwächen?

      Das originelle ist ja, dass man, wenn man einem Neger so ein Pamphlet wie das in dem Bild in die Hand drückt, ihn entweder auf Hass konditioniert oder ihn total entmutigt.

        • Wo denn?

          „Der Begriff Identitätspolitik (engl. identity politics) ist eine Zuschreibung für politisches Handeln, bei dem Bedürfnisse einer jeweils spezifischen Gruppe von Menschen im Mittelpunkt stehen. Angestrebt werden höhere Anerkennung der jeweiligen Gruppe, die Verbesserung ihrer gesellschaftlichen Position und die Stärkung ihres Einflusses. Um die Mitglieder einer solchen Gruppe zu identifizieren, werden kulturelle, ethnische, soziale oder sexuelle Merkmale verwendet. Menschen, die diese Eigenschaften haben, werden zu der Gruppe gezählt und häufig als homogen betrachtet. Menschen, denen diese Eigenschaften fehlen, werden ausgeschlossen.

          Der Begriff wurde ursprünglich für linke soziale Bewegungen verwendet, wird aber inzwischen auch für Argumentationen und Aktionsformen der Neuen Rechten gebraucht, wie etwa die der Identitären Bewegung.“

          (Wikipedia)

          Es ist ja nicht auszuschließen, dass Identitäre mit „Wir wollen Vorurteile abzubauen“ operieren. Das ist dann aber nur ein Kampfmittel um gegnerischen Widerstand zu schwächen und eigene Vorteile zu erzielen.

  2. Was mich mal interessieren würde: Inwieweit sind die Rollen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer symmetrisch zueinander?

    Zunächst mal stehen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einem komplementären Verhältnis zu einander. Der Arbeitnehmer sucht eine Anstellung, der Arbeitgeber bietet Arbeitsstellen an. Der Arbeitnehmer verrichtet eine Dienstleistung für den Arbeitgeber, der Arbeitgeber bezahlt den Arbeitnehmer in angemessener Weise. Der Arbeitnehmer ist angewiesen auf den Arbeitgeber, der Arbeitgeber ist angewiesen auf den Arbeitnehmer.

    Nun besteht das Gebot, daß der Arbeitgeber bei der Einstellung von Arbeitnehmern niemanden diskriminieren darf, er darf z. B. keine Dinge verlangen, die mit der angebotenen Arbeitsstelle überhaupt nichts zu tun haben.

    Nun wäre meine Frage: Müßte nicht ungekehrt auch ein Gebot bestehen, daß der Arbeitnehmer bei seiner Bewerbung keinen Arbeitgeber diskriminieren darf? Es könnte ja sein, daß der Arbeitnehmer seine Zusage zu einer angebotenen Stelle abhängig macht von Faktoren, die mit der Arbeit, der Bezahlung u. dgl. überhaupt nichts zu tun haben. Müßte man hier nicht sagen, daß dieser Arbeitnehmer den betreffenden Arbeitgeber diskriminiert?

    Wenn ich mich für ein neues Projekt bei einem Kunden vorstelle (bewerbe), dann sitzt bei diesen Gesprächen manchmal ein Mitarbeiter aus der Personalabteilung dabei. Es ist aber klar, daß dieser Mitarbeiter mit meiner zukünftigen Projekt-Arbeit überhaupt nichts zu tun hat, wahrscheinlich werde ich ihn nie wieder sehen.

    Nun könnte es aber sein, daß ich das betreffende Projekt ablehne, weil ich diesen Mitarbeiter aus der Personalabteilung irgendwie blöd finde. Er hat mich vielleicht interessiert angeschaut, vielleicht hat er mir sogar eine Frage gestellt („Welches Know How haben Sie denn bisher bei der praktischen Umsetzung von Serialisierung konkret eingebracht und angewendet?“).

    Wenn ich also aus so einem nichtigen Grunde dieses Projekt ablehne, – habe ich den entsprechenden Kunden dann nicht diskriminiert?

    • Ich finde diesen verlinkten Artikel

      http://quillette.com/2018/04/06/lost-social-constructionisms-epistemic-rabbit-hole/

      nicht ganz so toll, weil er drei (mögliche) Vorgehensweisen der Naturwissenschaften völlig ausblendet:

      – Idealisierung
      – Reduktion
      – Holismus

      Mit allen dieser drei Verfahren entfernt sich die Naturwissenschaft von der Realität – nicht weil die Hypothesen nun „falscher“ würden, sondern weil sich ihr epistemischer Status ändert: Beobachtung wird für ihre Rechtfertigung mehr und mehr irrelevant. Die Anwendung der genannten Methoden geschieht nicht willkürlich (z. B. ad hoc) und muß auch wissenschaftlich gerechtfertigt werden – aber sie geschieht.

      Manchmal wird eine dieser Methoden gewählt, weil man aus der Not eine Tugend machen will. Bspw. gibt es so etwas wie Grenzen der Beobachtbarkeit (z. B. die Heisenbergsche Unschärferelation). Ein Wissenschaftler, der an so einer Grenze nicht haltmachen will, könnte eine der oben genannten Methoden anwenden, um seine Hypothesen auch noch in den Bereich des Nicht-Beobachtbaren auszudehnen.

      Von mir aus könnte man bei den obigen drei Fällen ohne weiteres von „Konstruktion“ od. dgl. reden – nur muß man sich bewußt sein, daß diese drei Verfahren überhaupt nichts mit dem zu tun haben, was in der Postmoderne als „Konstruktion“ oder „soziale Konstruktion“ bezeichnet wird.

      • Wenn Du schon bis zur Erwähnung der Heisenbergschen Unschärferelation ausholst, muß ich bei der Unterstellung, daß Holismus zu den Verfahren gehört, welche zu einer Entfernung von der beobachtbaren Realität führen, widersprechen. Als diskordischer Holist weiß ich zwar sehr gut, daß Holismus ein äußerst vertracktes Ding ist, aber sofern er nicht in den Rang einer Glaubensform erhoben wird ( die Endung …ismus ist insofern recht problematisch, mir fällt bis heute aber auch keine bessere dazu ein ), erlaubt er sogar gelegentlich ( nicht immer ) eine präzisierende ( u.U. sogar einschränkende ) Sicht auf abzuwägende Möglichkeiten.
        Recht gebe ich Dir in dem Punkte allerdings im Bezug auf die selbsternannten „Ganzheitlichen“, da ist jede Menge Esovolk dazwischen.

  3. Ist Co-Parenting ggf. eine Lösung für Redpill-/MGTOW-Männer, die ein Kind in die Welt setzen wollen?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Co-Parenting

    Unter Co-Parenting (zusammengesetzt aus der lateinischen Vorsilbe co = zusammen und dem englischen Wort parenting = Elternschaft) versteht man eine postmoderne Form der Familiengründung, bei der eine Frau und ein Mann sich gezielt zusammentun, um (meist ohne Sex) ein Kind zu zeugen und dann in enger Abstimmung arbeitsteilig aufzuziehen, wobei die Eltern in der Regel in getrennten Haushalten leben. Die Idee besteht darin, es auch solchen Menschen zu ermöglichen, ein biologisch eigenes Kind zu haben und aufzuziehen, die mit dem anderen Elternteil zwar dauerhaft einvernehmlich auskommen, aber nicht in einer Partnerschaft leben wollen. Die Kontaktanbahnung erfolgt meist über einschlägige Webseiten.[1] Einige Frauen berichten, dass es auch hier schwer sei, einen geeigneten männlichen Partner zu finden.[2]

    • Wie bekommt denn der Mann das (geteilte) Sorgerecht für das Kind? Seine biologische Vaterschaft reicht dafür ja nicht aus.

      Und wie kann sich der Mann vor der Forderung nach Unterhaltzahlung schützen?

      • Soweit ich das verstanden habe, soll der jeweilige Vater nicht nur als Samenspender dienen, sondern durchaus die Vaterrolle im Leben des Kindes einnehmen. Alles weitere ist dann – letztlich – Verhandlungs- und Vertragssache. Interessant finde ich hier, dass von Beginn an rationale Erwägungen eine Rolle spielen. Das gemeinsame Kind ist gewissermaßen ein Langeit-Projekt, das zwei Menschen zusammen durchführen. Und Grundlage dieses Projekts ist ein Vertragswerk, das im Idealfall alle Aspekte der künftigen Elternschaft beiderseitig einvernehmlich regelt. Mir scheint, eine solche Grundlage ist in heutigen Zeiten belastbarer, als eine romantische Partnerschaft mit gemeinsamen Kindern. Wie das häufig endet, ist vielen hier ja zu genüge bekannt.

        • Ist Co-Parenting ggf. eine Lösung für Redpill-/MGTOW-Männer, die ein Kind in die Welt setzen wollen?

          Ich verstehe nicht, wie du auf diese Idee kommst. Sobald sich die beiden Eltern nicht mehr leiden können oder sich durch Umzug räumlich voneinander entfernen, hat man fast die gleichen Probleme, wie sonst auch.

          Du meinst, wenn man die Romantik weglässt, wären die Probleme gelöst?

          • Korrekt! Ob die Eltern nun erst verliebt waren, oder eben nicht, oder ob sie natürlichen Sex hatten, oder eben nicht, ist aus Sicht der Kinderrechte, wie der deutschen Rechtschwafelung ( übrigens zwei grundverschiedene Sichtweisen ), vollkommen egal.

          • Ich frage mich bei bei konfliktbeladenen Trennungen immer, was der Grund dafür ist, dass zwei erwachsene Menschen ein gemeinsames Nebeneinander bis zur Adoleszenz der gemeinsamen Kinder nicht hinbekommen. Und zwar selbst dann, wenn Eingangs beide eine aufrichtige Liebe füreinander empfunden haben.

            Und als eine Hauptursache sehe ich in der Tat die idealisierte (unrealistische) Vorstellung von einer immerwährenden romantischen Liebe als Grundlage für Elternschaft.

          • @ Radikal:
            Da gibt es diverse Ursachen. Und manche davon sind so lukrativ, daß sie gewerblich und institutionell gefördert, z.T. sogar ganz gezielt initiiert werden. Die romantische Liebe ist dabei m.E. eine der Unwichtigsten. Denn die zerstört nicht die grundsätzlich vorauszusetzende Vernunftsbasis, über die normale Menschen, zumindest ggü. ihrem Nachwuchs, i.d.R. verfügen. Zumindest ( normalerweise, Ausnahmen bestätigen die Regel ) nicht ausreichend gründlich. Dazu bedarf es schon eines etwas höheren Aufwands, bspw. durch politische Erziehung über Jahrzehnte.

          • „Die romantische Liebe ist dabei m.E. eine der Unwichtigsten.“

            Nein, ich schließe mich da radikalfairs Vermutung an.

            Äußere Einflüsse, wie die offensive und einseitige Parteinahme von Politik, Behörden und Gerichten heizen einen Konflikt allenfalls an und forcieren ein böses Ende. Aber nach meiner Erfahrung ist in erster Linie Enttäuschung, der plötzliche Wandel von Liebe in Hass ausschlaggebend.
            Und für den Hass ist die vorherige Liebe unabdingbar. Ein Paar, das sich schon in der Beziehung gleichgültig gegenüberstand, wird kaum jemals in Hass verfallen, ganz im Gegensatz zu dem Paar, bei dem sich beide Partner in gegenseitiger Liebe aufgaben.
            Und Hass ist derart zerstörerisch, dass er keine Rücksicht auf Verluste nimmt, auch nicht auf die der eigenen Kinder. Sie sind in der Regel nach der Trennung oft die einzigen, immer aber die wirkmächtigsten Waffen, den zum Feind mutierten Geliebten zu vernichten.

            Erst als zweiter Schritt im entflammten Grabenkrieg treten z.B. Gerichte und Jugendämter in Aktion, zumeist in Bewegung gesetzt von den Müttern, die sich dieser staatlichen Institutionen als Verbündete weitgehend gewiss sein können.

      • @ Jochen:
        „Wie bekommt denn der Mann das (geteilte) Sorgerecht für das Kind? Seine biologische Vaterschaft reicht dafür ja nicht aus.“
        Warum sollte die Sorge eines Elternteils denn geteilt werden?
        Gibt es gar keinen Grund für.
        Beide haben die Pflicht zur 100%igen gemeinsamen Sorge.
        Nebenbei ist Vaterschaft immer biologisch! Siehe auch meine Anmerkung zu Radical’s Text ( merkfreie Tautologie ).

    • „wobei die Eltern in der Regel in getrennten Haushalten leben. Die Idee besteht darin, es auch solchen Menschen zu ermöglichen, ein biologisch eigenes Kind zu haben“
      @ Radical:
      Was scheibst Du da für einen Quark?
      Es geht bei getrennt erziehenden Eltern nicht um deren Wohnung, sondern um die der Kinder!
      Welche übrigens immer „biologisch“ sind ( was ’ne hirnfreie Tautologie ) und miemals „Eigentum“!

    • „Die Idee besteht darin, es auch solchen Menschen zu ermöglichen, ein biologisch eigenes Kind zu haben und aufzuziehen, die mit dem anderen Elternteil zwar dauerhaft einvernehmlich auskommen, aber nicht in einer Partnerschaft leben wollen.“

      Hihi, dieses „dauerhaft einvernehmlich“ geht aber auch nur solange gut, wie es keine Konfliktlinien in der Erziehung des Kindes gibt. Und diese Konflikte tauchen quasi zwangsläufig auf, wenn zwei Menschen ein Kind erziehen.

      Ausserdem mag der Begriff neu sein, das Schema dahinter ist uralt. „In einer Partnerschaft leben“ ist nämlich etwas anderes als „nach aussen eine Partnerschaft simulieren“. Und dies war (hierzulande) früher (als Scheidung verpönt war und verheiratet sein gesellschaftlich eingefordert wurde) keine exotische Abweichung sondern weit verbreitet…

    • Solche Leute sollten sich lieber ein Haustier zulegen als aus einem Kind ein solches zu machen.
      Manchmal denke ich, die Ideen Maos während der Kulturrevolution waren so schlecht nicht. Da wurden Intellektuelle öfter mal aufs Land deportiert um zu erfahren wie hart es ein Bauer, ein Arbeiter oder ein Bergarbeiter hat. Umerziehung nannte man dies – ich fand die Idee ziemlich gut, würde vielen Feministinnen gut tun mal 1-2 Jahre die wahren Härten des Lebens kennen zu lernen. Könnte man vielleicht sogar als kulturellen Austausch mit irgendwelchen Somalis machen – würde vermutlich mehr bringen als 20 Jahre Psychotherapie.

  4. Im thread hier zu dem post wird der feministische Unfug schön auseinandergenommen.

    https://broadly.vice.com/de/article/paxz5g/liebe-maenner-wir-muessen-ueber-eure-aengste-reden

    Yasmina Banaszczuk

    „Männer haben Angst vor #metoo und gesellschaftlichem Wandel. Dabei könnte Feminismus sie genauso befreien wie Frauen auch.“

    Der Feminismus ist eine Befreiungstheologie!

    „Von klein auf lernen sie, dass es nur zwei adäquate Reaktionsweisen auf unangenehme Gefühle gibt: Angriff oder Flucht. Wut, Aggression, Leugnen, Wegsehen, Ablenken; all das ist erlaubt. Zu sagen: „Ich habe Angst“, „Ich fühle mich einsam“ oder „Ich schäme mich“, hingegen nicht.“

    Eine totale Unwahrheit, die fast nur in den Köpfen der Feministinnen umherspukt. Eine Lüge, von der man im Feminismus ausgehen muss, sonst könnte man die Unterstellung nicht machen, dass „toxische Männlichkeit“ regiert. Solche gesellschaftspolitischen Quacksalber, mit null Einsicht in die Realitäten um sich herum.

    „Männer lernen in unserer Gesellschaft immer wieder, dass Frauen auf Bad Boys stehen…“

    Ja, wie fast die gesammelte Führungsfrauschaft vom „Womens March“ auf dem Schoss des frauenfeindlichen Extremantisemiten Farrakhan sitzt, wogegen offenbar die gesamte progressive Elite der USA gar nichts hat (die europäischen ignorieren das einfach). Muss schon toll sein, so ein „Bad Boy“ zu sein. Na, wenn man auf hirnamputierte Feministinnen steht, jedenfalls 😀

    „Denn der Feind ist auch für Männer das Patriarchat, seine Waffe toxische Männlichkeit, und die Opfer sind wir alle …“

    DAS PATRIARCHAT, was sonst.

    „Ihr bestimmt selbst, was ein Mann ist. Also überlegt euch, was für einer ihr sein wollt.“

    Die macht zum Schluss verlogen einen auf Pseudoindividualismus, um zu vertuschen, dass Feminismus kollektivistisch und totalitär ist. Wenn man den Rat ernst nehmen würde, wäre der anti-patriarchale Weg ja der einzig mögliche. Und damit ist dieser ein Zwang, auch wenn er als freiwillig verkauft wird.

    • Du hast das Beste weggelassen: die meißten Repliken von Jessica Wagener bestehen aus vier Buchstaben: Nein. Das sind Argumente!

      • Auch wenn dieser Pseudo-Dialog vielleicht Zufall ist, besser kann man die totale Diskussionsverweigerung und die ideologischen Scheuklappen feministischer Journalisten nicht dokumentieren. Fatalerweise hat diese Gruppe nach meinem Eindruck eine 80%-Mehrheit in der Journaille.

    • Vielleicht sollte sich Banaltschuck, oder wie die heißt, erstmal therapeutisch von ihren eigenen Ängsten und deren projektiven Folgen befeien lassen, bevor sie über ihr vollkommen unbekannte Wesen ( Männer ) herzieht.

  5. https://www.heise.de/tp/features/Ein-bisschen-Unfrieden-4012758.html

    Eine Meinung zur Tagung „Familienkonflikte gewaltfrei austragen“

    „Was ist das für ein Gedankensud aus Homophobie, Frauenhass, toxischem Konservatismus, Konvertiteneifer, hauchzartem Antisemitismus und Verschwörungswahn, der sich an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität einnisten will?

    Was sind das für Leute? Sind Sie auch „Untergangster des Abendlandes“, wie die „Identitären“? Sehen sie sich als Speerspitze eines beginnenden christlichen Dschihads, der mit all den modernen Fisimatenten aufräumen will? Eines sind sie auf jeden Fall nicht: gewaltfrei. Denn früher oder später schlagen ihre verkitschten und verlogenen Familien- und Geschlechterbilder in Hass gegen alle um, die nicht zu diesen fixen Ideen passen.“

  6. Hier issa, der „Zeit“-Text vom Jens Jessen:

    Besonders treffend diese Passage hier, die allein für sich jede Feministin schon zur Weissglut bringen dürfte (/meine Ergänzung/):

    „War es das Ziel von #MeToo, den allgemeinen Geschlechterkampf zu eröffnen und diesen prompt mit der Einschüchterung des Gegners zu beginnen, kann die Debatte nur ein Erfolg genannt werden. Der Vorwurf mangelnder Gesprächsbereitschaft (/an die Männer/) wäre dann nichts als Hohn. Die Wortführerinnen der Debatte haben eine Argumentationsstruktur geschaffen, die einem alten Trick beim Mühle-Spiel gleicht: Mit jedem Zug setzt sich der Gegner selber matt. Wenn die Männer schweigen, dann ducken sie sich feige weg oder haben ihre Verantwortung nicht erkannt. Stimmen die Männer zu, maßen sie sich einen (verlogenen) Rollenwechsel an, der ihnen nicht zusteht.“

    • Na, das kann man doch in dieser Kürze kaum besser darstellen, oder?

      „Was sich an Hass hinter einem Hashtag anstaut, findet seinen Weg unverzüglich in die breite Öffentlichkeit. Die Autorinnen solcher Botschaften mögen eine recht überschaubare Szene repräsentieren – doch entfalten ihre Kampagnen erhebliche Wirkung. Hinter dem Hashtag #teamginalisa versammelten sich 2016 Unterstützerinnen einer Angeklagten, die in Berlin vor Gericht stand: Gina-Lisa Lohfink hatte fälschlich behauptet, von zwei Männern vergewaltigt worden zu sein, die Anklage lautete daher: »falsche Verdächtigung«. Doch in einigen Massenmedien wurde der Straftatbestand umgedreht und so getan, als sei ein Vergewaltigungsprozess im Gange. Vor dem Amtsgericht demonstrierte eine aufgebrachte Menge, selbst die damalige SPD-Familienministerin Manuela Schwesig solidarisierte sich im #teamginalisa mit der Frau, die alsbald rechtskräftig verurteilt wurde. Der Fall galt vielfach sogar als Paradebeispiel für die Überfälligkeit einer Sexualstrafrechtsreform, die dann auch überstürzt durchgepeitscht wurde (»Nein heißt nein«, die Leser werden sich erinnern). Die Tatsache, dass eine Frau die Täterin ist, übersteigt inzwischen offenbar die Vorstellungskraft der meisten. Böse können nur Männer sein.“

      • Das hat auch die Wucht einer panzerbrechenden Granate:

        „Man muss einen Mann längst nicht mehr individuell in Augenschein nehmen oder einer Tat überführen. Er steht unter Generalverdacht. Das ist keine Kleinigkeit. Philosophisch gesprochen, wird damit die Conditio humana gekündigt, die allen Menschen ein gleiches Maß an Menschlichkeit zumisst. Wenn für Männer keine Unschuldsvermutung gilt, werden sie – nicht nur in der feministischen Theorie – zu Menschen zweiter Klasse. Männer haben keinen Anspruch auf Gerechtigkeit, das wird in den sozialen Netzwerken des Internets demonstriert, die mehr und mehr die öffentliche Meinung prägen. Das uralte, fast vergessene Instrument der sozialen Ächtung wurde wieder ausgegraben und entrostet; und siehe da, es glänzt und schneidet scharf wie vor zweihundert Jahren. Die Vorwürfe unsittlichen Betragens kosten Professoren, ja Nobelpreisträgern den Lehrstuhl, sie bringen Künstler um das Recht, ihre Werke zu zeigen – in jedem Fall aber beschädigen sie deren Ruf, selbst wenn es sich um anonyme Denunziation handelt.“

        • hier wird´s jetzt themonuklear:

          „Die Grenze zwischen Wahrheit und Lüge verschwimmt, wenn es kein objektives, allgemeiner Vernunft zugängliches Verfahren der Prüfung gibt, sondern alles zu einer Frage der parteilichen Perspektive erklärt wird – der männlichen oder der weiblichen.

          Aber auch dazu hat sich die avancierte feministische Theorie etwas einfallen lassen. Sie sagt: Logik und Vernunft sind auch bloß parteilich. Auch die Annahme einer allen Menschen gemeinsamen Rationalität ist nichts als eine männliche Erfindung. Nichts als »das sture Festhalten an einer Vernunftauffassung, von der Georg Simmel schon vor hundert Jahren sagte, dass sie den Fehler begehe, ›die männliche Wesensäußerung in die Sphäre einer überspezifischen neutralen Sachlichkeit und Gültigkeit‹ zu heben« (schreibt Iris Radisch in der ZEIT).

          Wissen die Feministinnen nicht, dass sie damit ein uraltes Vorurteil wiederbeleben, das Männern einst dazu diente, weibliche Intelligenz herunterzustufen?“

          • „Aber auf jeden Fall geht so die kostbarste Errungenschaft des abendländischen Rationalismus zugrunde, welcher Gleichheit und Menschenrechte auf die allgemeine Akzeptanz von Vernunft und Logik gründete. Es erlischt auch jedes Gespräch, weil es keinen Austausch überindividuell geltender Argumente mehr gibt, die jeder nachzuvollziehen vermöchte, unabhängig von Herkunft, Klasse und Geschlecht. Die Männer hätten dann tatsächlich allen Grund zu schweigen (oder nur mit ihresgleichen zu reden).“

            Ecco Homo! Ein wahrer Intellektueller. Bravo, Herr Jessen!

  7. Der Troll-Journalismus übernimmt

    http://www.bildblog.de/97734/der-troll-journalismus-uebernimmt/

    „Der Journalist Jens Jessen war bisher wohl vor allem Kollegen und „Zeit“-Lesern ein Begriff. Seit dieser Woche kennt ihn zumindest das netzaffine Deutschland zur Genüge: Seine provokative Titelgeschichte über das Ende des Mannes …“

    Nicht Ende, BEDROHUNG des Mannes.

    Das Lustige ist, dass „Bildblog“ hier noch demagogischer als „Bild“ heute ist.

    Ihr Urteil über Jessen, vielmehr die „Hinrichtung“ (bzw ihr Versuch):

    „Was man früher an den „Klowänden des Internets“ bewundern durfte, blickt einem heute von der Titelseite einer journalistischen Institution entgegen.“

    Oder aus einem Interblog, dem „Bildblog“, *würg*

    „s geht nicht um die Qualität des Debattenbeitrags, sondern um Quantität.“

    Genau, Mr Demopath, genau weil Jessen Seltenheitswert hat ist das beachtenswert 🙂

    • Wobei er sich im Artikel eigentlich im letzten Absatz auch gleich mit entblößt:
      „Hauptsache, man ist im Gespräch — nicht mit Menschen mit anderen Meinungen, sondern in der öffentlichen Wahrnehmung. Das macht den Troll-Journalismus so banal wie gefährlich.“

      Ich sag nur:

      Spieglein, Spieglein, an der Wand,
      .
      .
      .
      zeigt dem Journalisten die eigene Schand.

  8. Was umsonst ist, ist viel eher fragwürdig! 😉

  9. das ist schön zu sehen, wie hassig unterkühlt diese hier ist

    „Ich nehme Ihnen Ihre Wut nicht ab.“

    Das ist doch nur die Masche der Zeitung und hat nichts mit dem Stück zu tun. Aber eine Meinung drüber kann man ja immer haben, lol

    • Mit der Vernichtung des Feminismus hat Jessen einen extrem konstruktiven Beitrag zu einer neuen Debatte, aus den Klauen des neuen Totalitarismus entrissen, geliefert.

      Das Jaulen der Femistinnen zeigt: das hat gesessen!

  10. Ein dreifaches Ahu!, Compadres,

    ich möchte Zweierlei mit euch teilen.

    Erstens: im gesamten deutschsprachigen Raum, gibt es *leider* nur einen publizierenden MGTOW von Format. Ich spreche „natürlich“ von Detlef Bräunig und seinem Männermagazin. Ohne EvoChris, der sich eindeutig ablehnend zu Bräunig positioniert hat, auf die Füße treten zu wollen: ich finde ihn brüllend komisch. Man nehme nur folgenden Absatz aus dem unlängst veröffentlichten Beitrag „Endlich bin ich ein weißes Arschloch“.

    „Mit einer Frau über Gleichberechtigung zu diskutieren ist so sinnlos, wie einem Hund beizubringen, einen großen Haufen Würstchen zu bewachen. Der Hund nickt zustimmend und danach beginnt das große Fressen. Nicht anders agieren Frauen.“

    Absolut köstlich auch dieser Beitrag über das fachmännische Einbetonieren der Ex. Unbedingt lesen, ich habe Tränen gelacht! Wer hier die Satire nicht erkennt …

    https://das-maennermagazin.de/blog/die-ehefrau-richtig-einbetonieren

    Zeweitenz: zuletzt hat mich die auf Cathwalk veröffentlichte Serie über MGTOW von André Thiele beschäftigt. Die Serie bietet erstaunliches Denkmateriel. Auch wenn hier schon verlinkt, nochmal eine dicke Leseempefehlung. Man nehme nur folgenden Absatz aus dem zweiten Teil der Serie, sozusagen als Geschmacksprobe:

    „Das Paradoxon der Tradition war, daß die Grenzen, die willkürlich erschienen und dem modernen Verständnis der Freiheit im Wege waren, jedenfalls einen vermittelnden Sinn hatten. Die menschliche Natur braucht Grenzen. Männer wie Frauen haben vorgeprägte Eigenschaften, derer sie nicht aus sich heraus Herr werden können. Diese Eigenschaften sind nicht determinierend, aber sie wirken da determinierend, wo sie ungehemmt walten.“

    Als Liberaler für mich keine schöne These, weil die Schlussfolgerung daraus ist, besagte vorgeprägte Eigenschaften einzuhegen. Das geht (de facto) nur über das Autokratisch-Totalitäre. Umso nagender die Frage: hat er Recht?

    Jedenfalls möchte ich eine These aus dem zweiten Teil der Serie ,

    https://www.thecathwalk.de/2018/03/15/folge-02-mgtow-die-unaussprechlichen/

    herausgreifen und zwar mit der an die Foristen gerichteten Bitte um Erläuterung. Die These:

    „Ohne die Emanzipation der Frau war der Wohlfahrtsstaat nicht machbar, ohne Wohlfahrtsstaat war die Emanzipation der Frau nicht machbar, diese Frage war entschieden, bevor sie überhaupt gestellt wurde.“
    sowie
    „Feminismus“ ist der Markenname, unter dem diese Kooperation des aufstrebeneden Wohlfahrtsstaates mit den Frauen vollzogen wurde.“

    Meine Frage: mir ist schon klar warum das Plus an Entscheidungsfreiheit für die Frau ohne Wohlfahrtsstaat wegfiele. Doch warum zum Teufel braucht der Wohlfahrtsstaat, umgekehrt, die Emanzipation der Frau, um sein zu können?

    Kann mir das jemand erläutern?

    • „ Doch warum zum Teufel braucht der Wohlfahrtsstaat, umgekehrt, die Emanzipation der Frau, um sein zu können?“

      Eine Einheit gleich welcher Art (Wohlfahrtsstaat, gemeinnütziger Verein, Abteilung innerhalb einer Firma) braucht immer eine Daseinsberechtigung. Das Bestreben, den eigenen Aufgabenbereich abzuschaffen, tendiert regelmäßig gegen Null.

      Daher wird der Wohlfahrtstaat auch immer jemanden finden, um den er sich kümmern kann, denn die dahinter stehenden Personen werden Hilfe leisten wollen. Aus ihrer Sicht helfen sie den Personen ja auch unmittelbar.

      Beispiel: Eine Dame referiert vor dem Gleichstellungsausschuss des Landtags über den Gender Pay Gap und welche Aktionen man unternehmen könnte. Alle sind sich einig, wie wertvoll die Arbeit der Dame ist.

      Ein Frauenministerium wird somit immer Organisationen finden und finanziell unterstützen, da unmittelbar Frauen geholfen wird. Auf diese Unterstützung kann zur Stärkung der eigenen politischen Karriere auch werbewirksam hingewiesen werden.

      Nur ein politischer Vollhonk würde daher z.B. gegen eine Frauenquote stimmen. Daher enthält sich die CDU schon mal bei dieser Thematik, während sich die Liberalen, denen vor allem Ergebnisgerechtigkeit im Sinne der Möglichkeit und nicht des Ergebnisses ein moralischer Pfeiler ist, den Spott der übrigen Parteien auf sich ziehen.

      Auf die Abhängigkeit des Wohlfahrtsstaates im Allgemeinen hat Gunnar Kaiser in einem seiner Youtube- Videos hingewiesen. Ich weiß nicht, ob es „Auf einen Gulag mit…“ war, jedenfalls argumentiert er meiner Meinung nach liberal.

    • „Als Liberaler für mich keine schöne These, weil die Schlussfolgerung daraus ist, besagte vorgeprägte Eigenschaften einzuhegen. Das geht (de facto) nur über das Autokratisch-Totalitäre. “

      Warum sollte die Schlussfolgerung sein, die vorgeprägte Eigenschaft zu beschränken?
      Die Freiheit der Wahl für den Einzelnen – auch wenn sie in großen Gruppen wegen der vorgeprägten Eigenschaft einzelne Stereotype hervorbringt – ist meiner Meinung nach aus liberaler Sicht erstrebenswerter als den Zwang ggü. Vielen, sich gegen eine Prädisposition stemmen zu müssen.

    • Vergleich das mit dem Almosen im Judentum. Der Bettler ist wichtig, weil er sonst dem Anderen nicht die Möglichkeit geben kann vor Gott zu glänzen. Deswegen dankt der Schenker auch Beschenkten.

  11. solche Leute wie der hier säen Zwietracht mit ihrer Behauptung, dass „„Muslim“ zum Gegenteil von „Deutsch“ geworden ist““:

    „Liebe Presse, bitte hört auf, „Täter ist Deutscher“ zu schreiben. Was ihr doch eigentlich sagen wollt: „Täter ist kein Muslim“. Aber ich bin deutscher Muslim. Ich bin kein Widerspruch in sich. Und dann lasst uns diskutieren, warum „Muslim“ zum Gegenteil von „Deutsch“ geworden ist“

    Ist „deutscher Nazi“ oder „deutscher Kommunist“ etwa ein „Widerspruch in sich“? Eben nicht. Na, bitte….

    Wenn man der „Presse“ bei der „Meldung“ „Täter ist Deutscher“ irgendwas unterstellen könnte, dann doch wohl, dass sie im guten Glauben die möglicherweise reflexhaft verdächtigten Moslems damit entlasten wollen. Herr Kayman aber macht daraus die bösartige Absicht einer Polarisierung Muslim-Deutsch und befördert damit ein verschwörungstheoretisches Narrativ, ganz wie man es von Islamisten kennt.

    • Warum? Er hat doch recht. Der Begriff „Deutscher“ wurde ganz offensichtlich im völkischen Sinne und als aktive Ausgrenzung von Musels benutzt. Guten Willen kann man unterstellen, ich würde eher schreiben „haben brav die geltenden Sprachregelungen angewandt“

      Die sollen ja tatsächlich verhindern, dass Wutbürger mit Baeballschlägern und Mollis das nächstgelegene Flüli-Heim besuchen um mit den Bewohnern über Gastrecht und anständiges Benehmen zu diskutieren.

      Neulich erst hat sich doch Hotte über die Sprachregelungen lustig gemacht, als er den Plebs mit „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ getriggert hat…

      • „Der Begriff „Deutscher“ wurde ganz offensichtlich im völkischen Sinne und als aktive Ausgrenzung von Musels benutzt.“

        Bitte ein Beispiel aus der „Presse“. Wohlgemerkt – aus dem, was irgendwie und nur halbwegs mainstream ist….

        Dass die Motivation war „Ausländer“, „Moslems“ und andere vor Verdacht in Schutz zu nehmen, wird nicht nur durch „Deutsch“ klar, sondern auch durch die übliche Nennung des „ohne Migrationshintergrund“.

        Natürlich spielt ein gewisser Rassismus dabei eine Rolle, der stillschweigend annimmt ein Deutscher ohne direkten Bezug zur islamischen Kultur könne kein Moslem sein. Das ist aber nur das Gegenbild der neorassistischen „bigotry of low exspectations“ nach der man ja als Moslem bzw aus einem islamischen Land stammend nur überzeugter Anhänger des Islam sein kann.

  12. Schockierender Verdacht bei der SZ: War Hitler Antisemit?

    Kommt diesen Deppen überhaupt in den Sinn, dass Rapmusik zum besseren Teil aus widerwärtigem Sexismus, Gewaltverherrlichung, Drogenverherrlichung und miesem Rassismus besteht?! Nein, denn das ist ja „links“ und irgendwie „empowernd“.

  13. Zum Jessen-Artikel:

    „Wir armen Schweinemänner“ Frank Keil

    Klicke, um auf Keil_Jessen.pdf zuzugreifen

    „… Die #MeToo-Debatte hat alles kaputtgemacht; die #MeToo-Debatte hat uns ins Unglück gestürzt und wird uns weiter ins Unglück stürzen. Uns Männer. Dabei ist das Skurrile an Jessens überbordendem Artikel, dass er den Kern jener Debatte nicht in Frage stellt.“

    Dieser Widerspruch existiert nur in der Phantasie des Herrn Keil, weil *der* unbedingt mit dem Argument loslaufen muss, dass es Jenssen um die grundsätzliche Ablehung von der sogenannten „#MeToo-Debatte“ ginge. Nein, das ist nicht so.

    „Was man etwa dem Filmregisseur Dieter Wedel vorwirft (und DIE ZEIT hat da ja vorgelegt), gilt für Jessen als belegt.“

    Es scheint Herrn Keil, wie die Feministinnen, zu überfordern zwischen „belegt“ und „bewiesen“ oder „behauptet“ zu unterscheiden. Und daher verwickelt sich Herr Keil alsgleich in unauflösbare Widersprüche. Es wird noch schlimmer:

    „Nur sieht er die berechtigten Vorwürfe nun quasi als Einfallstor für eine flächendeckende Verdächtigungskampagne gegen uns Männer.“

    Es ist ganz anders: Jessen stellt sich neutral zu den behaupteten Anschuldigungen (hier verniedlichend „Vorwürfe“ genannt), aber kritisiert die im Fahrwasser der Kampagne entstehenden Hexenjagden. Ob die Anschuldigungen gegen Weinstein, Wedel und andere berechtigt sind oder nicht, spielt keine Rolle für eine daran anknüpfende „Verdächtigungskampagne“. Keil will jetzt aber das gesamte Metoo abwickeln unter: entweder stimmt alles oder nichts. So gewinnt man kein Argument, so erschleicht man sich es.

    „Zentraler Satz: »Heute ist alles, was Männer tun, sagen, fühlen oder denken, falsch – weil sie dem falschen Geschlecht angehören.«“

    Das ist längst nicht der „zentrale Satz“ (er meint wahrscheinlich die zentrale, höchststehende Aussage), sondern nur unbedeutendes Beiwerk. Aber das Ganze mit der Verweigerung des Feminismus Rationalität und Humanität aller Menschen anzuerkennen, dieses heisse Eisen packt man natürlich lieber nicht an, sondern lässt es unter den Tisch fallen. Wäre auch verdammt schwierig dagegen zu argumentieren ohne den Feminismus heftigst zu verleugnen. Lieber polemisiert man auf unterstem intellektuellen Niveau, nämlich auf dem eines „feministischen Volksstums“ rum und schwadroniert endlos über die wahrscheinlich durch die Redaktion erfolgte Fremdzuscheibung des Jessen-Stücks als „Wutausbruch“ rum, in dem man dann den Autor mit „Grössenwahn“ in Zusammenhang bringen kann, denn „die Wut entzieht sich der Vernunft, sie stellt sich über sie.“ Dass Jessen an zentraler Stelle seines Stücks eine allgemeine Vernunft anmahnt, die der Feminismus kategorisch ablehnt, hat man so notdürftig übertüncht.

    „Wobei es interessant gewesen wäre zu erfahren, was denn diese Wut persönlich in Jens Jenssen entfacht hat?“

    Weil das Persönliche ja so entscheidend für das Politische ist, nicht wahr? Und auf irgendeiner Sachebene kann man ja ohnehin nicht mitreden…

    Ist natürlich von den feministischen Hilfstruppen der „Männerbewegung“.

  14. Die Radikalaugstein-Postille „der Freitag“, bzw in ihrem „Blog“ zu Jessen. Sexismus nur mit Rassismus:

    Marius Reisener
    Das Ende des weißen Mannes, bitte
    #metoo Jens Jessen sieht den Mann in der Krise. Doch gibt es die überhaupt?

    https://www.freitag.de/autoren/marius-reisener/das-ende-des-weissen-mannes-bitte

    Oberstes Gebot ist:

    „Dabei ist Männlichkeit vielmehr als Projekt zu verstehen, das – genau wie Weiblichkeit – über diskursive Praktiken konstruiert wird. Wie wir darüber sprechen und schreiben macht Geschlecht – und bringt in Relation anderes hervor.“

    Und daher nimmt man Jessen nur als Stickwort, um vollkommen merkbefreit und antiintellektuell in rassistischen Phantasien zu baden. Das Ganze hat immerhin nicht nur was Jämmerliches, sondern letzlich zur Abwechslung mal etwas Fatalistisch-Heroisches:

    „Aus einer solchen Krise geht der Mann gestärkt hervor, schließlich verweist der aus der Medizin kommende Terminus der Krise den Umschlagpunkt, an dem der Patient entweder versterben oder genesen wird. Und wie an der jahrtausendealten Vorherrschaft des Patriarchats und den noch immer andauernden Debatten ersichtlich wird, ist der Patient bisher noch nicht verendet.“

    Kaum zu glauben, welchen verbohrten, hasserfüllten Mindersinn Leute schreiben können. Wie tief muss da ein Ressentiment sitzen?

    „Denn wer sich wie der ZEIT-Feuilletonist als Mann mit Händen und Füßen gegen seine Verantwortung wehrt, etwas gegen die Untaten anderer Männer zu unternehmen, lässt das Projekt der Emanzipation verkümmern und handelt nicht weniger beschämend als diejenigen, gegen die sich #metoo zunächst gerichtet hatte.“

    Das übliche totalitaristische „Wer nicht ganz ergeben hinter uns steht, ist der Feind“.

    „Dass der respektlose Vergleich mit der „Diskriminierungserfahrung der Muslime“ nicht nur völlig verfehlt ist und Privilegien westlicher Männlichkeit sowie deren historischen Vorherrschaft verkennt, sollte nicht einmal einer Erwähnung wert sein.“

    Von dieser Sache scheinen die Feministen besonders getroffen zu sein 🙂

    Jessens Stück ist „aggressiv und gewalttätig“. Na, da brauch man für „das Projekt der Emanzipation“ doch sicher Abschaffen der Meinungsfreiheit?!

    „All das zeugt nun gerade nicht von einer Krise des Mannes. Vielmehr zeigt es, wie aggressiv und gewalttätig Geschlechterentwürfe sind und mit welchen Mitteln sie aufrecht erhalten werden, auf weltpolitischer wie auf feuilletonistischer Bühne.“

    Ist schon arg unfreiwillig komisch: „auf weltpolitischer wie auf feuilletonistischer Bühne“ 😀

    Auch das absolut keine ernstzunehmende Auseinandersetzung. Feministischer Volksstum der Tauben, Blinden und Lahmen….

    • Islamismus ist nach Cem Özdemir also „genauso krank“ wie eine klammheimliche Freude an islamistischen Anschlägen.

      Özdemir verharmlost damit die Verbrechen und den Terror der Islamisten und das ZDF muss sich vorwerfen lassen, diese Islamistenapologetik auch noch zu verbreiten. Wozu dient das anders als zum Spalten der Gesellschaft?!

      • Diese Feministin haut auch gleich in die Kerbe und setzt Amok und Terrorismus gleich, noch mit der im Sinne des rassistischen „Antirassismus“:

      • und noch ne grüne Islamofaschismus-Apologetin:

        Berivan Aymaz
        „Grüne im Landtag NRW//Sprecherin für Integrationspolitik, Flüchtlin*spolitk, Internationales/Eine Welt// Sprecherin der Säkularen Grünen-NRW“

        Droht die AfD Frankreich (oder einem anderen Land) mit Terroranschlägen?

      • http://www.faz.net/aktuell/politik/anschlaege-und-amoklaeufe-perverser-geht-es-nicht-15532477.html

        „Was Frau von Storch und ein erheblicher Teil ihrer Spießgesellen hierzulande systematisch betreiben, ist mehr als nur geistige Brunnenvergiftung. Es ist Volksverhetzung …“

        Das ist ja ein Straftatbestand, der hier unterstellt wird. Für was?

        „Mit ihrem Tweet „Wir schaffen das“ …“

        Hauptsache, sich aufregen also.

        „Nur unwesentlich leichter machte es sich indes Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime. In welcher Welt lebt der Mann, wenn er der deutschen Gesellschaft vorhält, in jedem Muslim, der Straftaten begeht, einen religiösen Extremisten zu sehen, in jedem deutschen Gewaltverbrecher aber einen psychisch kranken Menschen, der Mitleid heischt? …“

        Ob das jetzt auch schon „Volksverhetzung“ ist? Man erfährt es nicht….

        Natürlich ist das alles zu kritisieren, aber bestimmt nicht mit haltlosen Vorwürfen. Sind alle irre geworden?

  15. Ich werde langsam wirklich allergisch gegen Kraftausdrücke, diese Sitte als „pure Perversion“ zu bezeichnen ist völlig daneben und sollte solchen Taten wie in Münster jetzt zB vorbehalten bleiben.

    Noch schlimmer ist aber die Idee mit diesem Kopftuch würden junge Mädchen „sexualisiert“. Was soll das überhaupt bedeuten?

    Und am Ende wundert man sich, dass diese Sorte Politaktionismus um Pseudoprobleme kreist und Pseudolösungen hervorbringt.

    • Diese Erläuterung von Ali Utlu überzeugt mich, was das mit der Sexualisierung angeht: „heiratsreif machen“, das war sehr hilfreich!!

      „In dieser Grundschule hat man die Mädchen in Brautkleider gesteckt. Das ist ekelhaft und sexualisiert diese Kinder. Wer Kinder in diesem alter als „heiratsfähig“ ansieht ist krank, denn das Kopftuch steht für sexuelle reife. Kranke Religion.“

  16. Mir fiel gerade de alte Manic Street Preachers – song „When you tolerate this…“ bei Youtube auf :

    DIe als Opfer gezeigten Menschen weisen erhebliche Parallelen zu den Opfern aus Säureanschlägen auf.
    Die Jungs waren schon Propheten, hatten nur halt falsche Kausalketten.

    • Das ist das, was als „babylonische Verwirrung“ bekannt ist. Lustig, wie diese alten Geschichten genau aus dem Heute kommen könnten, muss wohl in der Natur der Menschen liegen. Genauso, wie durch Teilung man politisch herrschen kann.

    • ich habe den Ton ausgemacht und nur die Bilder, den Comic angeschaut. Absolut genial ist dieser Hahn. Das hat alles in dem Film allerhöchste Qualität, wirklich schwer beeindruckend.

      Ist das aber nicht paradoxerweise genau dieser Exotismus, der unter extremem Rassismus und Kolonialismusverdacht steht?! bzw eigentlich stehen müsste und Disney gets scott free?

      Die Feministensache habe ich im Film aber nicht gesehen. Das heisst, es ist natürlich Eso-Feminismus, also extrem kitschiger Exotismus, der hier diese übliche Vergöttlichung vom Weiblichen macht. Also nicht der moderne Feminismus, sondern der von gestern.

      • Aus dem Guardian:

        But the veneer of “culture” has always been an important part of colonial profit-making in the Pacific. Think tiki torches, hula skirts and lu’au. As it turns out, “authenticity” makes for even better marketing, and Moana is just one of the Polynesian products that the corporation is hoping to sell.

        Der „Alles Schlechte ist männlich und die Rettung liegt im Weiblichen“ Feminismus ist nicht von gestern. Das ist die sine qua non vom Feminismus egal welcher Zeit.

    • Ziemlich interessant, vor allem unter dem Gesichtspunkt das diese Leute glauben das Mädchen durch diese Figuren in den Filmen geprägt werden. Denken sie dann auch das Jungen ebenso geprägt werden und welches Ziel soll damit erreicht werden alle Bösen und alles Schlechte als männlich zu framen?

      Das die Erlösung in den Film immer durch vagina-ähnliche Symbole erreicht wird, ist schon komisch. Wer denkt noch mal immer mit seinem Geschlechtsteil? LOL

      • Der „böse Mann“ erinnert stark an die Figur des Prometheus. Aber nicht direkt, sondern er scheint eher sein Trottelbuder Epimetheus zu sein.

        „Als Feuerbringer und Lehrmeister ist Prometheus der Urheber der menschlichen Zivilisation.“

        https://de.wikipedia.org/wiki/Prometheus

        „In der Moderne steht er als Symbolfigur für den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt und die zunehmende Herrschaft des Menschen über die Natur. Daher wird er je nach geschichtsphilosophischem Standort unterschiedlich beurteilt: Für Fortschrittsoptimisten stellt er eine Allegorie der sich emanzipierenden Menschheit dar; Zivilisationskritiker hingegen halten den „prometheischen“ Impuls für zwiespältig oder fragwürdig und problematisieren den Drang des Menschen zu möglichst schrankenloser, gottähnlicher Macht.“

        Und ergänzen: „und schufen deshalb den Mythos von der Grossen Göttin Gaia.“

        Interessant auch die Verbindung: Prometheus „Mutter ist eine der dreitausend Töchter des Gewässergottes Okeanos, den Hesiod ebenfalls zu den Titanen zählt, und der Tethys, der Schwester und Gattin des Okeanos.“

        Um die Figur des Prometheus zu brechen, scheint in Mauwi Prometheus Bruder reingemischt zu sein:

        „Die Brüder des Prometheus sind der trotzige Atlas, der gewalttätige und ruhmbegierige Menoitios sowie Epimetheus, der „Nachherbedenkende“, dessen sprechender Name seine Torheit anzeigt: Epimetheus handelt, bevor er nachdenkt. Damit ist er das Gegenteil des umsichtigen „Vorherbedenkers“ Prometheus, den Hesiod als gewandten, listigen Planer charakterisiert. Als Meister der schlauen Überlegung und Voraussicht kontrastiert Prometheus mit seinem unvernünftigen Bruder.“

  17. Eine völlig wirre Story über „katholische Marxisten“

    https://stream.org/catholic-marxist-warns-christians-about-selling-souls-to-politics/

    diese Stelle ist treffend, aus einem Zitat:
    „… the true philosophical materialist doesn’t think there’s anything special about human beings. Expressions like “dignity,” “rights,” “responsibilities,” etc., are empty constructs in a materialist’s world. Instead people are just “material.” Thus like any other material object, they can be shaped—and disposed of—as others will. And the only way to determine who gets to do the molding and terminating in this world is whoever possesses the power to do so and who is least squeamish about using it. The parallel here between the implications of Communism’s philosophical materialism and Nazism’s nihilistic glorification of the Nietzschean will to power is clear.“

  18. „Where is Theresa May’s secret membership in anti-Semitic Facebook groups?“ lol

    • und im scharfen Gegensatz:

  19. So ein misogyner Vollspacken 😀 😀

    der ist vom feministischen Volkssturmsender DLF

    Ist natürlich ein misandrischer Vollspacken, der ironisch sein will. 😉

  20. Sophie Walker, Leiterin der britischen Women’s Equality Party, nennt Sexarbeiterin „Sex Bots“…

    Zu mindestens im Westen sind es nicht die Männer die Frauen in ihrer Freiheit einschränken wollen.

  21. Privilegien haben = kein Zugriff auf Förderung und Hilfe
    Privilegien nicht haben = Zugriff auf Förderung und Hilfe

    Es gibt keine Möglichkeit sein Privilegien aktiv zu nutzen. Niemand kann sagen „in bin so geboren, daher habe ich ein Anrecht.“

    Das können seltsamerweise nur diejenigen, die, wenn es nach Feministinnen geht, gar keine Privilegien haben.

    Das ist schon richtig durchdacht, nicht wahr?
    Privilegien bedeuten aber immer einen unfairen Vorteil, listen and believe. Man kann z.Z. nur nicht sagen welcher das ist.

  22. lol

    Islamisten begehen einen Terroranschlag im Namen Allahs und das erste worüber ein progressiver Linker sprechen will, ist das Christentum und deren Verbrechen.

  23. auch sehr niveauvoll, das hier:

    Können Feministen überhaupt lachen?

  24. Omma zu Jessen, die haben doch einen Rest an argumentativer Stärke, oder?

    Jens Jessen und das Phantom

    https://www.emma.de/artikel/jens-jessen-und-das-phantom-335589

    „Kommen wir zum Theken-Talk des vergangenen Wochenendes: Der Jens Jessen beklagt in der Zeit anlässlich der #MeToo-Debatte den „ideologischen Triumph eines totalitären Feminismus“. Echt jetzt?! Ja, Titelgeschichte, zwei ganze Zeit-Seiten. Sprich: Sehr wichtiges Thema! Prost!“

    Aha, man verweigert sich nicht einfach, sondern zieht das Ganze einfach auf Kneipen-Niveau. So geht linker Antiintellektualismus heute.

    Als erstes lässt sich die Autorin, Alexandra Eul, auf das mit dem „totalitären Feminismus“ ein, den sie „leider auch“ kenne, im „so genannten „neuen“ Feminismus.“ Ok, die klassischen Omma-Radikalfemis sind natürlich die Feinde der intersektionalen Genderbrigade, das kann man nachvollziehen. Eul kenne „tatsächlich auch mehrere Menschen, die an „bolschewistische Schauprozesse“ (Jessen) erinnernde, öffentliche Attacken erlebten.“ — und die „haben alle etwas gemein: Sie sind Frauen.“ Namen nennt Frau Eul natürlich keine. Man muss ja nichts belegen als Frau.

    Nun ist Jenssen natürlich des Sexismus überführt und kann gleich dazu über gehen, Fragmente von Jessens Text in einer expressionistischen Kollage zur Erheiterung zusammenzuwerfen, damit man sich mit dem Inhalt auch ja nicht auseinandersetzen muss.

    „Diese „totalitären“ Feministinnen, schreibt Jessen, der zu der Sorte „älterer weißer Mann“ gehört, nehmen die Männer nämlich im Zuge der #MeToo-Debatte in „Kollektivhaftung“. Stellen also jeden an den Pranger. ….“

    Am liebsten spielen die Femis mit Kollektiv- und Individual-Kategorien, die sie munter zusammenrühren, um logische Widersprüche in den Text hineinzutragen. „Kollektivhaftung“ muss unbedingt bedeuten, dass jetzt jeder einzelne Mann am Pranger steht, es stünden aber „bislang kaum Männer am Pranger“. Komischerweise können Feministinnen in ihren eigenen Texten kollektive Begriffe wie „Frau“ und „Mann“ zuverlässig benutzen, nie aber, wenn der Text vom Gegner kommt. Da wird grösstmögliche Verwirrung gestiftet, als stünde das in einem Manual für feministische Rhetorik ganz oben.

    Das mit den Männern muss der „schüchterne“ Jessen wohl nur auf sich beziehen, impliziert Eul. „Jessen fürchtet sich vor einem Phantom.“

    Interessant ist, woher Eul sie das „schüchtern“ hat. Es ist eine Fremdzuschreibung Jessens für Männer, die sich vom feministischen Geifern übers „manspreaden“ beeindrucken lassen, imo die witzigste Passage des ganzen Textes, über die sich Eul wahrscheinlich so ärgert, dass sie das unbedingt gegen Jessen drehen muss.

    Dann behauptet Eul natürlich noch, dass das ganze mit den Metoo-Anklagen alles iO geht (es ist halt nur viel zu wenig), denn „die Verfahren, in denen vor Gerichten über sexuelle Gewalt geurteilt wird, sind in der Regel alles andere als „objektiv“ und „vernünftig“. Es sind Verfahren, in denen die Opfer meist nur verlieren können.“ Sie halluziniert „Gerade in Deutschland wird zudem so gut wie jeder Vergewaltigungsprozess von dem stets gleichen Sound in den Medien orchestriert: Unschuldsvermutung. Vorverurteilung. Sie wollte es doch auch. Sie war auf Droge. Sie wollte sich rächen. Falschbeschuldigerin.“

    Und dann kommt sie Jessen zum Abschluss so:

    „Kommt Ihnen bekannt vor, lieber Jens Jessen? Klar!“

    Ach so, man muss gar nicht mehr fair mit Männern diskutieren, denn die deutsche Justiz als Vertretung der Männer und des Patriachats ist ja auch nicht fair…. Aber eine Kollektivhaftung wird vom Feminismus an den Mann natürlich nicht herangezogen und Euls Auslassung qualifiziert dazu natürlich auch nicht, weil sie nur Herrn Jessen meinte.

    Mit dem Text hier qualifiziert die Emma-Autorin sich immerhin zum Spiess des feministischen Volkssturms. Oder wie soll man den (vermutlich) bislang gehaltvollsten Artikel zu Jessen sonst würdigen?!

    • “ kann gleich dazu über gehen, Fragmente von Jessens Text in einer expressionistischen Kollage zur Erheiterung zusammenzuwerfen, damit man sich mit dem Inhalt auch ja nicht auseinandersetzen muss.“

      Naja, machen wir hier ja auch bisweilen. Ist ja klar, dass die Mädels das nachmachen wollen 😀

      Sind zwar nicht so gut darin und vermutlich hat auch Christians Blog hier mehr Leser als die Emma, aber als sexistischer WHM kann ich gar nicht anders, als dem Mädel für ihr redliches Bemühen ein Fleißbienchen ins Heft zu malen 🙂

  25. nochmal Jessen, vorher ging es um Fischer/Wedel/Burmester:

    http://spiegelkritik.de/2018/04/08/medienkritik-wo-ist-der-journalismus/

    „Seit Mittwoch nun können wir Zeugen eines weiteren journalistischen Versagens beim Stichwort #metoo werden ….

    Von der ersten Ankündigung an (hilfreicherweise mit einem Coverbild, zu dem viele Empörte keinen Text mehr brauchen) hagelte es die erwartete Häme, Wut, Empörung und verbale Verwüstung. Auch dazu interessieren hier nicht die Details, sondern nur die Metaebene: Wie geht der Journalismus selbst mit diesem Stück um, wie rezensiert er es, wie reagiert er auf die immanente Medienkritik und wie gut gelingt die Berichterstattung über die gesellschaftliche Resonanz?
    Derzeitige Antwort: So, wie immer und überall vor Publikum reagiert wird. In einer Weise, die keinen Journalismus braucht, die kein Interesse an anderen Erfahrungen, Wahrnehmungen und daher auch Meinungen hat. Dass Politiker und andere Billig-Rapper ihre Kontrahenten verhöhnen, als Deppen darstellen, gar als Gefahr für die Allgemeinheit – ist okay, gehört zum Geschäft, ist die Show, die jeder erwartet. Aber wenn dem Journalismus selbst auch nichts anderes einfällt, ist er eben überflüssig, zumindest schon mal entsetzlich langweilig und funktionslos. Aufklärung wird hier verstanden als Berufung, die eigene Weltsicht als die einzig wahre zu preisen und alle Ungläubigen, die die Gefolgschaft verweigern, zu verdammen. ……“

    Geht um die Reaktionen ua von Bildblog, Antje Schrupp, Niggemeier, taz …

    Natürlich alles ohne jegliche Argumente und ohne jede irgendwie intellektuell zu nennende Auseinandersetzung, ich hatte diese Dinge ja auch alle daraufhin durchgeforstet.

    „Das ist das Level des Journalismus! Das ist der Berufsstand, der sich selbst als essentiell für eine Demokratie erklärt …“

    Ja, die „vierte Gewalt“ sein möchte! 😀

    „Nochmal: es geht hier nicht um das Bewerten der Fakten und Argumente, denn genau das sollte ja Tagesgeschäft jedes journalistischen Ressorts sein, – es geht hier nur um die grundlegende Arbeitsweise in der Branche.“

    Der reine Antiintellektualimus herrscht in den Medien und eine hemdsärmelige Arbeitsweise 😦

    Unbedingt den ganzen, noch länglichen Artikel lesen, das brauch ich jetzt nicht mehr zitieren!

    • An Aussenminister Boris Johnson, ihm seine Kompetenz rundum aberkennend:

      „You are the UK Foreign Secretary but you do not speak for the UK when you congratulate a far right party and leader that put the demonisation of immigrants front and centre of their campaign, nevermind naked antisemitism, islamophobia and other hatred. A sickening tweet.“

      Und das macht ein Abgeordeter, der von seinem Wahlkreis ins Parlament kam, für die Labour Partei, die einzig strukturell rassistische und vom antisemitischem Krebs und männerhassenden Feminismus zerfressene Partei in GB! Neben den Nazis (die nur marginal klein sind) natürlich!

      Ist bestimmt interessant, was Chuka Umunna sonst noch macht und sagt….

      • Das hier war der Ausgangstweet, auf den Umunna reagierte

  26. Es gibt eine neue Doku: „The Dating Project“ über die Folgen der Hookup Culture auf die junge Generation.

    Ein für mich bemerkenswerter Absatz:

    And, I would add, sad about it. Cecilia, who hadn’t had a date in years, tells a story about a date she went on in which the man did nothing more than touch her arm. But Cecilia had forgotten what it’s like to have genuine physical contact, so when the man made this gesture she “wanted to cry.” As she tells her story, she chokes up and asks the film crew to “cut” by waving her hand in front of the camera.

    Ich bin mir sicher, dass Cecilia #metoo für eine wirklich große klasse Idee hält…

    https://fxn.ws/2JcH10Z

  27. Der Guardian mit Schaum vorm Mund. „toxic masculanity“ SHOWDOWN

    „In an excerpt from a speech about his new book The Shepherd’s Hut, the author says it is men who need to step up and liberate boys from the race, the game, the fight“

    Ally to the rescue – Story.

    Der „Guardian“ ist erweist sich immer mehr als abgedrehte Gebetsmühle für den Feminismus.

    • Der Guardian-Artikel ist hochtoxisch, hier eine Probe:

      „True, the blokes around me in the water are there, like me, for respite, to escape complexity and responsibility for an hour or two, to save themselves from going mad in their working lives, but their dignified silence in response to misogynistic trash talk allows other messages, other poisonous postures to flourish.“

      Das ist ein Satz! Nur einer! Und dann dieser unvermittelte Turn ins Ultra-Konservative im nächsten Satz:

      „Too often, in my experience, the ways of men to boys lack all conviction, they lack a sense of responsibility and gravity. And I think they lack the solidity and coherence of tradition. Sadly, modernity has failed to replace traditional codes with anything explicit, or coherent or benign.“

      Oder hier, so extra unterwürfig:

      „Toxic masculinity is a burden to men. I’m not for a moment suggesting men and women suffer equally from misogyny, because that’s clearly and fundamentally not true.“

      Und hier ist die Ausweitung ins Metaphysische, um Kollektivismus zu propagieren:

      „Misogyny, like racism, is one of the great engines of intergenerational trauma.“

      So baut sich diese Echokammer zusammen, die das „grosse progressive Narrativ“ bildet. Aber sicher haben diese Artikel aufgehört neue Gläubige zu kreieren, deshalb werden sie immer extremer.

  28. „Die Verbindung zwischen der Kirche und dem Staat hat sich verschlechtert, es obliegt uns, sie zu reparieren.“
    „Le lien entre l’Église et l’État s’est abîmé, il nous incombe de le réparer.“

    Die Verbindung oder die Kirche?

  29. „Düsseldorf – Sogar die Staatsanwältin nannte die blutige Tat „grauenhaft wie aus einem Horrorfilm”! Der Arbeitslose Mehdi M. (28) biss seiner Freundin Julia (27, Name geändert) in Düsseldorf ein großes Stück Fleisch aus dem Gesicht, spuckte es aus.“

    https://www.bild.de/regional/duesseldorf/prozesse/mann-beisst-freundin-fleisch-aus-gesicht-55337526.bild.html

    Das kann man vermutlich mal einen Fall von „toxischer Männlichkeit“ nennen, wenn man unbedingt muss.

  30. „Actually, long before Jordan Peterson, the comparison between radical feminism and Marxism was made by, of all people, Betty Friedan, who referred to the radfem ideology as „sex/class warfare.““

    Ist ja auch ziemlich offensichtlich.

  31. Feminists for Sex Trafficking

    „On Friday, federal law enforcers seized the website and raided the Arizona home of one of its founders. That action followed months of pressure from lawmakers and activists, who alleged that Backpage facilitates prostitution and the trafficking of women and girls. Backpage earlier this year removed its adult section, but many of the same postings migrated to other parts of the site. According to the New York Times, some ads “included what child advocates said were code words for underage girls, including ‘Amber Alert.’”

    „Backpage and its founders will have their day in court; they deserve a presumption of innocence. Even so, it speaks to the Women’s March’s strange ideological priorities that the group rushed to defend Backpage on Twitter: “The shutting down of #Backpage is an absolute crisis for sex workers who rely on the site to safely get in touch with clients. Sex workers rights are women’s rights.”

    Come again? The rights of the prostitution industry–for that is what we are discussing, a vast and seedy global enterprise–most certainly don’t override the rights of exploited and abused women and girls. Or at least, they shouldn’t, in a morally ordered worldview. As the feminist U.K. journalist Julie Bindel noted in a landmark Spectator report last year, euphemisms such as “sex work” and “happy hooker” mask a grimy reality: “Women and girls in prostitution are overwhelmingly from abusive backgrounds, living in poverty, and otherwise marginalised. They are not free or empowered: they are abused and trapped. . . . It is not ‘sex work’. Most of the time, it is modern slavery.“

    https://www.commentarymagazine.com/politics-ideas/feminists-sex-trafficking-womens-march/

  32. „wenn wir uns die Kräfte in den USA, in der Türkei, in Russland anschauen, die Europa kaputtmachen wollen, dann müssen wir dringend darüber reden, wie eigentlich unsere deutsche Rolle ist“

    Die SPD (das ist der Sprecher zu einem Progamm der Erneuerung der Partei!) findet also, dass von allen feindlichen Ländern die USA als allererstes genannt werden, vor den autoritären Diktaturen Türkei und Russland!

    Auf dem Weg in die anti-westliche Shithole-Partei …

  33. Nanu, der staatlich approbierte „Humorist in Wort und Bild“ Herr Florian Schröder wird auf einmal furchbar humorlos, wenn er liest

    „Aber worauf wollen die Aktivistinnen der #MeToo-Bewegung mit ihrem neuen femistischen Volkssturm hinaus, diesem Zusammentreiben und Einsperren aller Männer ins Lager der moralisch Minderwertigen?“

    dass er dann so drastisch falsch und verfälschend zitiert:

    „“Männer werden zusammengetrieben und eingesperrt“, schrieb Jens Jessen in der ZEIT. Ich als Betroffener frage mich: Ist der Kerl zu viel Ryanair geflogen in letzter Zeit?“

    Kein Wunder, dass der Humor die Kurve nicht bekommt.

  34. Irgendwas haben die Feministen mit Hunden….

    Michael Hassemer ist nicht irgendein Troll, sondern Prof. Dr. an der „TU Kaiserslautern, VerfGH Rheinland-Pfalz, OLG Zweibrücken“

    • „Risk-management consultants travel the country to help colleges craft legal rules for student sexual congress. These rules presume that an activity originating in inchoate desire, whose nuances have taxed the expressive powers of poets, artists, and philosophers for centuries, can be reduced to a species of commercial code. The process of crafting these rules combines a voyeuristic prurience and a seeming cluelessness about sex. “It is fun,” writes Alan D. Berkowitz, a popular campus rape lecturer and consultant, “to ask students how they know if someone is sexually interested in them.” (Fun for whom? one must ask.) Continues Berkowitz: “Many of the responses rely on guesswork and inference to determine sexual intent.” Such signaling mechanisms, dating from the dawn of the human race, are no longer acceptable on the rape-sensitized campus. “In fact,” explains our consultant, “sexual intent can only be determined by clear and unambiguous communication about what is desired.” So much for seduction and romance; bring in the MBAs and lawyers.“

      Vermutlich treffen die sich in Pornhubs Tag-Cloud um dort ihre Matches aufeinander abzustimmen und die Rapelaw-App (#HashtagWelcheProfessionWirdBaldNochUnnützerWerdenAlsPferdeMistSammler?)
      wird das Skript für den gemeinsamen VR Porn ausarbeiten.

  35. Alter Hut.

    Aber warum, wenn die USA ökonomische Hitman ausendet, sollte man das, was Yuri Bezmenov über intellektuelle Hitman sagt, nicht mindestens ebenso ernst nehmen?

    • Das ist doch ein Spinner oder gar noch ein Counterintelligence-Agent Moskaus. Dem würde ich kein Wort glauben. Natürlich wird es russischen Einfluss auf alle möglichen Parteien geben, aber so bestimmt nicht.

        • Das Dumme ist nur, dass der Kommunismus schon so lange weg ist. Und dass das ein so langlebiger Selbstläufer wird, mit den Kommis, das ist doch sehr unplausibel. Diese Leute glauben daran, völlig unabhängig von der Fernsteuerung durch Moskau. Das sieht man ja zB an Corbyn und seinen Leuten.

          • Ja. Genau. 1989 ist der Strick für die Corbyns verlustig gegangen, das ist aber dann auch schon der einzige Haken an der Sache. Und glaube ich jetzt mal den MSM drei Sekunden dieser Tage, dann mögen ja die Kommies weg sein, ein KGBler sitzt wohl weiterhin an der entsprechenden Schaltstelle.
            Zersetzung der Grundfeste einer westlichen Gesellschaft lässt sich durchaus feststellen und die „Meinugsmacher“ & nützlichen Idioten von denen er spricht sind ja im Sattel.

  36. Ich habe jetzt auch eine Kritik am Jessen-Essay geschrieben (allerdings mit ganz anderer Kritik als bisher …), inklusive Zusammenfassung für die, die bisher textlos vor der Paywall stehen:

    Pseudo-Debatten in der Wagenburg

    Wäre schön, wenn die Twitterati hier ein paar Tweets abschicken, daß jetzt endlich eine gebühren- und barrierefreie Zusammenfassung des Jessen-Textes zu haben ist. Statt ca. 3000 Worte / 21000 Zeichen nur noch 850 Worte / 6000 Zeichen – wenn das kein Grund zum Zuschlagen ist! 😉

    • @mitm
      „In der Summe komme ich zur Beurteilung, daß dieser Text weitgehend ungeeignet ist, maskulistische bzw. männerrechtliche Standpunkte zu erklären und zu fördern.“

      Das ist weder der Gegenstand des Stücks von Jessen, noch kann es dann überhaupt Ziel sein. Es ist eine Kritik am Feminismus, nichts weiter. Du redest hier am Thema vorbei.

      Du bewertest den Aufsatz als „durchschaubare(n) Versuch, so etwas wie eine offene Debatte über den Feminismus vorzutäuschen“ — diesem Urteil kann man sich nicht anschliessen. Denn dieser Artikel ist nicht einfach nur „feminismuskritisch“, er ist eine Rundumabsage an den Feminismus. Und Jessen begründet das auch und das auf absolut nachvollziehbare Weise. Das ist keine Pseudokritik, die man beim „Vortäuschen einer Debatte“ machen würde, indem man etwa ein wenig rumpolemisiert.

      „Ein zweiter Blick und eine gründliche Lektüre sind dann sehr ernüchternd. Die Thesen des Textes sind umgangssprachlich ziemlich unscharf bzw. pauschal formuliert.“

      Die relative Kürze des Textes erfordert von vorne herein, dass Jessen möglichst verallgemeinernd bleibt. Dass er dabei aber noch so viele ganz konkrete Beispiele nennt, beweist, dass er den Platz optimal nutzt. Der Text ist polemisch getönt aber verlässt nie die zugrundeliegende Sachebene, etwa durch unzutreffende Beobachtungen oder Fehler. Die zentralen Thesen des Aufsatzes sind klar und in ihrer Zurückweisung des Feminismus ganz eindeutig.

      Und das ist das Problem deiner folgenden Textbeschreibung: du suchst einfach nach irgendwelchen Aussagen, die Jessen macht und nummerierst die durch, These 1 bis These 8. In einem strukturerten Text aber gibt es eine Hierarchie von Aussagen und normalerweise eine Hauptthese bzw wichtigste These. Das ist These 7: Der Feminismus lehnt Rationalismus und Objektivität als männlich-patriachal ab. Alles andere ist dem, dieser These eigentlich nur noch untergeordnet und weist die Unvernunft des Feminismus, seine daraus folgende extreme Parteilichkeit und Bigotterie nach, ob das jetzt die Kollektivhaftung (These 5), das praktisch vorprogrammierte Entgleiten von „Metoo“ oder der Vorwurf des „manspreading“ ist.

      Und genau das macht den Essay von Jessen so wichtig: er wirft dem Feminismus wirklich das Allerschlimmste vor, was man ihm vorwerfen kann, nämlich seinen *Antiintellektualismus*, dass er ein anti-rationales System ist. Das rückt den Feminismus automatisch in die Nähe des Faschismus, was durch einige Anspielungen (feministischer Volkssturm, totalitär ua) bestätigt wird.

      • „… Hauptthese bzw wichtigste These. Das ist These 7:“

        Leider kommentiert Jessen hier nicht mit, dann könnte er es uns verraten.
        Die 7. These hätte er mit halb so viel Text überzeugender belegen können, auch der Titel paßt nicht recht dazu. Auch keiner der anderen Kommentare hat diesen Punkt aufgegriffen.
        Aber wir sind uns offenbar einig, daß man so einen Text sehr verschieden lesen kann, genau das habe ich ja als ein Problem benannt.

        • „Leider kommentiert Jessen hier nicht mit, dann könnte er es uns verraten.“

          Du must einfach nur die Hierachie und Abhängigkeit der Aussagen des Textes zueinander beachten, dann ist schnell klar, wo die Hauptaussage ist.

          „Auch keiner der anderen Kommentare hat diesen Punkt aufgegriffen.“

          Du meinst die der Femis? Natürlich werden die einen Teufel tun, das anzurühren, das ist deren Kryptonit 😀

          „Aber wir sind uns offenbar einig, daß man so einen Text sehr verschieden lesen kann, genau das habe ich ja als ein Problem benannt.“

          Da bin ich ganz anderer Meinung. Deine Interpretation ist einfach nicht zutreffend, der Text ist eindeutig. Du bist zu sehr darauf fixiert gewesen, einen Zeit-Artikel als Feigenblatt zu lesen. Bitte kauf dir die Zeitung, die 5 Euronen ist der tolle Artikel allemal wert.
          Wie du wissen müsstest, war ich auch erst sehr skeptisch, als es nur die wenigen Häppchen zu lesen gab. Ich habe meine Meinung aber völlig geändert, nach der vollständigen Lektüre.

    • Bei Deiner und Spiegelkritiks Kritik an der Kritik an Jessen frage ich mich, ob „der Journalismus“ nicht der falsche Adressat ist. Denn es gibt durchaus guten, sachlich argumentierenden Journalismus. Ich meine eher, dass das unterirdische Niveau der Kritik an Jessen tendenziell dem generellen Niveau des (medialen) Feminismus entspricht, was nämlich quasi immer intellektuell unterirdisch ist. Das findet sich angerissen auch schon in Jessens Kritik, aber das ist auch ein gesondert herauszustellender Kritikpunkt am Feminismus. Es gibt eben durchaus objektive Kriterien, nach denen man die Qualität von Argumentationen oder Beiträgen im Diskurs bewerten kann und dabei kommen feministische Texte fast immer ausgesprochen schlecht weg. Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber ich finde die meisten feministischen Argumentationen in ihrer Ignoranz offensichtlicher Fakten und offensichtlichen Gegenargumenten und dem so demonstrierten Mangel an kritischem Denken so dumm, dass ich Angst habe davon Kopfschmerzen zu bekommen.

      • an kritischem Denken so dumm“

        Die Dumheit ist ganz bewusst und selbstgewählt. Das feministische Fussvolk macht daher leider einen etwas barbarischen und geklonten Eindruck.
        Jedes totalitäre System will seine Untertanen möglichst verdummen und das ist dem Feminismus doch absolut gut gelungen! (Lob, wo Lob fällig ist.)

        • Ja natürlich. Feministisches Schreiben ist nichts als der Versuch, die Dinge in einen feministischen Frame einzuordnen und den so durchzusetzen. Und wahrscheinlich muss man in der dreisten Idiotie dieses Framings noch den Versuch der Demütigung dessen sehen, der so einen Frame akzeptiert. Was sonst sollte es sein, wenn man (frau!) an sich zu vernünftigen und differenzierten Gedanken fähige Männer dazu bekommt, eine offensichtliche Dummheit als maßgebliche Weisheit zu akzeptieren?

          • Vermutlich sollte man dabei im Hinterkopf behalten, dass das feministische Frame nur wegen der gynozentrischen Natur funktioniert.
            Man es also mit einem degenerierendem Animismus zu tun hat, der entmenschlicht.

          • auf ->

            „Was sonst sollte es sein, wenn man (frau!) an sich zu vernünftigen und differenzierten Gedanken fähige Männer dazu bekommt, eine offensichtliche Dummheit als maßgebliche Weisheit zu akzeptieren?“

            Unterwerfung. Feminismus ist ein Faschismus. Der letztere ist übrigens auch ziemlich vielfältig und das Sich-rausreden haben die ganz genauso drauf wie die Feministinnen.

      • „Denn es gibt durchaus guten, sachlich argumentierenden Journalismus.“

        Zum Thema Feminismus?
        Das ist mir noch nicht wirklich aufgefallen.
        Aus diesem Berufsstand erlebe ich nur stellenweise sanfte Kritik, immer sicherstellend, dass die Bewegung an sich über jeden Zweifel erhaben ist.

      • „… dem generellen Niveau des (medialen) Feminismus entspricht, was nämlich quasi immer intellektuell unterirdisch ist.“

        Das steuert wieder mal auf die Frage zu, was „der wahrer Feminismus“ ist. Es gibt ein paar liberale, gleichheitsorientierte Feministinnen, die schreiben ganz vernunftige Sachen, auch „in den Medien“.

        Gemeint sind hier eher Frauen wie Stokowski, die heute einen Tobsuchtsanfall ( > Wutanfall !) publiziert hat (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/jens-jessen-reichsbuerger-der-metoo-bewegung-a-1202105.html)

        Bei der Gelegenheit fällt mir gerade auf, daß Jessen keine Definition von Feminismus gegeben hat. Ideologievarianten bzw. Denkschulen scheint er nicht zu meinen, sonst müßte er sich damit herumschlagen, daß es faktisch keinen gemeinsamen Nenner (außer 1 😉 ) für alle die Denkschulen gibt.

        Eigentlich kann er nur Feminismus im Sinne einer sozialen Bewegung, also von bestimmten Gruppen von Aktivisten (die sich als Journalisten tarnen) meinen. Ich habe das gleich mal in dem Blogpost nachgetragen, hier: Unklarer Feminismus-Begriff

    • „Ich habe jetzt auch eine Kritik am Jessen-Essay geschrieben …“

      Hervorragend gelungen!

      Ich – naives Hascherl – gehe ja immer noch von einer wirklich ernstgemeinten Brandrede gegen den Feminismus aus, die ob der begrenzten Fläche nicht den Umfang eines echten Essays mit Quellenverweisen annehmen kann, aber Deine Anmerkungen sind beunruhigend plausibel.
      Sie haben mir einen wichtigen anderen Blick auf Jessens „Wutausbruch“ verschafft.

        • Zustimmung, nachdem ich erst nur den Anriss und die paar von anderen gebrachten Zitate kannte, war ich doch relativ angenehm übergerascht von dem Rundumschlag als Ganzes.

      • Sehe ich auch so!
        Die Kritik an Mitm’s Text geht m.E. von von mangelhaften Voraussetzungen aus.
        Der Schlüssel is der Titel von Mitm’s Blog. Also, daß es eine Art „Beginners Guide“ is.
        Und da muß man man sich dann mal fragen: Wer wendet sich hier an wen?
        Jessen’s Text ist für Insider nix neues, erfreulich umfassend und die Polemik darin klar erkennbar.
        Die Verrisse dazu richten sich aber an Dummies ( übrwiegend ) oder „Gleichgesinnte“ aus der Femiblase.
        Und genau da kommt Mitm in’s Spiel.
        Wer nun das Glück hat, irgendwie auf seinen Blog zu stoßen, z.B. weil er mal „irgendwie skeptisch“ sein möchte und vielleicht hier vorbei geklickt hat ( und bei manchen Kommies erstmal angepisst war, aber brav weiterklickt ), der findet da ein nahezu wikiartiges, recht furztrockenes Werk vor, das trotzdem einigermaßen flüssig lesbar ist und noch dazu unzählige Verweise enthält, die astrein standfest und immer weiter überprüfbar sind. Was darin behauptet wird, ist, im Gegensatz zu den Femischmierfinken und ihrem Gekotze, ziemlich wasserdicht.
        Das zieht, sofern derjenige nicht eh total verblödet ist. Und die Deppen, die nur nach etwas suchen, was sie auch locker ad hominem zerfleischen können, dürften teflonmäßig abperlen.

        Ih schreibt oben:
        „Ich meine eher, dass das unterirdische Niveau der Kritik an Jessen tendenziell dem generellen Niveau des (medialen) Feminismus entspricht, was nämlich quasi immer intellektuell unterirdisch ist.“
        Eben! und das kann ein Außenstehender, der sonst eher auf Tagesshowniveau rumeiert, kaum nachvollziehen, weil die Masse an Blödsinn ihn schlicht erschlägt. Da wirkt Mitm’s Text u.U. wie ne Fernsehbrille, plötzlich kommt Sicht auf.

        „Das findet sich angerissen auch schon in Jessens Kritik, aber das ist auch ein gesondert herauszustellender Kritikpunkt am Feminismus. Es gibt eben durchaus objektive Kriterien, nach denen man die Qualität von Argumentationen oder Beiträgen im Diskurs bewerten kann und dabei kommen feministische Texte fast immer ausgesprochen schlecht weg.“
        Auch richtich! Aber dazu braucht man ein paar trockene Infos als glaubhafte Grundlage. Wer weiß z.B. schon, daß Mäh2 eben NICHT „endlich ganz wenige mutige Vergewaltigungsopfer“ mobilisiert hat, sondern ca. Nummer 70 von einer Kampagnenserie dümmsten Gepöbels ist? Und überhaupt nix mit echten Opfern vorhat, sondern mittels häßlichstem Zickenjazz initiiert wurde, um immer denselben Bullshit zu predigen, noch dazu unter gleichzeitiger Bestreitung eben dessen.
        Kommt ein halbwegs aufmerksamer Leser bei Mitm aber kaum dran vorbei.

        „Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber ich finde die meisten feministischen Argumentationen in ihrer Ignoranz offensichtlicher Fakten und offensichtlichen Gegenargumenten und dem so demonstrierten Mangel an kritischem Denken so dumm, dass ich Angst habe davon Kopfschmerzen zu bekommen.“
        So geht es wohl fast allen hier, denk ich mal so.
        Tja, aber wer sonst von Slomka, Stokowski und Paracetamol lebt, der braucht erstmal so einen leichten Schlach auf den Kinterhopf, bis das zündet.

        Und fieserweise hat diese pöse Masku auch gleich noch Links zu Evochris, Schoppe und Arne da reingebastelt. Geradezu hinterhältig bis potentiell suchtbildend, sowas.

        Ich sehe v.dh. nur einen Nachteil und für den kann Mitm nu wenich:
        Er is nich so vergebreitet wie die TAZ, oder so’n Zeuch.
        Aber das könnte sich ja nach und nach noch ’n Büschen ändern ….

    • Sehr gute Analyse, danke. (Wieder einmal)

      Ein Einwand nur.
      Deine Analyse deutet an – bzw. ist relativ leicht so zu deuten -, daß Du Jessen quasi als Teil eines Vernebelungssystems siehst. Daß er bewußt den Part des Widerspruchs macht, durch den eine Debatte vorgetäuscht und die dummen und gefährlichen Thesen des politischen und medialen Feminismus nur umso besser abgesichert und gestärkt werden.
      Ich glaube, das ist ein Irrtum. Und Du unterschätzt die schwierige Position jener Männer (und manchmal Frauen), die innerhalb dieser feministischen Systeme dem Irr- und Unsinn etwas entgegen zu setzen versuchen.

      Das ist sehr schwierig, auch psychisch belastend, braucht Kraft und verdient großen Respekt.
      Deine Kritik sollte sich ausschließlich gegen jene Medienwelt richten, die Jessens Text dermaßen abwertet und seine Argumente denunziert.
      Jessen selbst hat – auf schwierigem Posten – das seine versucht.
      Und wird es in seinem Milieu zu bezahlen haben.
      Die Wirkung, die das tut, sollte man nicht unterschätzen. Es hat schon seinen Grund, warum dermaßen viel aufgeboten wird, seinen Text unschädlich zu machen.

      Herzlich
      K.

      • Sehe ich nich so. Mtm schließt da zwar nich nur nix aus, deutet sogar leicht an, lässt es aber im Endeffekt offen und bemekt auch, daß Jessen natürlich ein Interesse hat, nicht sofort von Biobrötchen auf Hartz-IV-Marmelade umzusatteln. Er versucht das Sabinchen und die Frauenzimmers etwas bei Laune zu halten, was m.E. durch sein Gesülze bei diesem Schundfunkinterview gestützt ist.
        Er darf mal Bauernopfer spielen und hat vermutlich die Zusage, daß er dafür einen Bleibebonus ( oder so ) kriegt. Und dafür, da stimme ich Dir zu. @Kostya, hat er das ganz ordentlich gemacht.
        Und so ungefähr interpretiere ich auch das was Mitm dazu schreibt.

      • @Kostya: Danke für die Blumen!

        „Daß er bewußt den Part des Widerspruchs macht, durch den eine Debatte vorgetäuscht …“

        In dem Punkt bin ich unsicher. 70% Wahrscheinlichkeit, daß der in der Tat diese Botschaft loswerden wollte. Denn freiwillig liefert sich niemand diesem feministischen Mob aus. Andererseits ist Jessen nach meinem Eindruck ein überzeugter Feminist, insofern will er mMn Schadensbegrenzung betreiben.

        Ebenfalls 70% Wahrscheinlichkeit, daß der Rest der Personen in der Redaktion, die den Essay duchgewunken haben, ihn bewußt als Gladiator verheizt.

        „Du unterschätzt die schwierige Position jener Männer (und manchmal Frauen), die innerhalb dieser feministischen Systeme…“
        Ist Dir schon mal aufgefallen, daß ich anonym poste?

        „Kritik sollte sich ausschließlich gegen jene Medienwelt richten, die Jessens Text dermaßen abwertet “

        Das wäre ein separates Thema, wollte ich eigentlich noch mit hineinnehmen, dann kam aber dieser sehr gute Spiegelkritik-Post, viel besser kann ich es auch nicht. Im übrigen blamiert sich die Journaille mit dieser vollkommen aus dem Ruder gelaufene Haßtirade selber am besten. Ich zitiere Jessen mal wörtlich:

        Aber worauf wollen die Aktivistinnen der #MeToo-Bewegung mit ihrem neuen feministischen Volkssturm hinaus, diesem Zusammentreiben und Einsperren aller Männer ins Lager der moralisch Minderwertigen?

        Also wenn er ein konkretes Beispiel für einen feministischen Volkssturm gebraucht hat, dann hat er jetzt eines.

  37. https://www.welt.de/vermischtes/article175320067/Enissa-Amani-Die-Stigmatisierung-des-Islam-muss-aufhoeren.html

    „Bei „Hart aber fair“ setzte sich Comedy-Star Enissa Amani für Toleranz und eine gerechtere Beurteilung des Islam ein.“

    Ach, ich kapier es: „Comedy-Stars“ sind die neuen Volkserzieher.

    „„Es wird Zeit, Tacheles zu reden!! Die Stigmatisierung des Islams muss aufhören wegen ein paar irre Radikalen, die es in jeder Religion und jeder Ideologie gibt““

    Juden reden Tacheles. Islamistinnen Taqqiya 😀

    „Der Islam gehört zu Deutschland. Konzentriert Euch auf die Gemeinsamkeiten anstatt auf die Unterschiede. Das macht uns stark als Land. …“

    Sicher findet Frau Amani ein offenes Ohr zB beim AfD-Höcke, der hat sicher auch Interesse an einem „starken Land“ ganz ähnlich wie es dem Islam vorschwebt.

    „Kritiker warfen der ehemaligen Jurastudentin unter anderem mangelnde Sachkenntnisse und ihr lautstarkes, teils emotionales Auftreten vor.“

    Was soll man von Leuten auch anderes erwarten, die eine völlig radikale Agenda vorantreiben wollen und noch dazu meinen, völlig im Recht zu sein?!

    „In der Tat ist Enissa Amani bei dem Thema Islam auch emotional involviert: Am Tag nach dem Talk-Auftritt führt die Comedienne die Diskussion nämlich einfach auf ihrem Social-Media-Profil weiter.“

    Die ist eben voll überzeugt von ihrer Sache. Und das darf sie auch so sein, schliesslich flankiert selbst die „Welt“ diese Islamapologetin und bezeichnet schnippische Kommentare als „rechtsnational“:

    „Sondern auch die vielen rechtsnationalen Kommentare und Mitteilungen, die ihre nahelegen, doch wieder in den Iran zurückzukehren. „Wenn der Islam so friedlich und ok ist, warum leben sie dann nicht im Iran, wo dies Staatsreligion ist“, fragt etwa ein Facebook-Kommentator.“

    Kann übrigens gut sein, dass sie den iranischen Pass hat, da gibt es ein Spezialabkommen aus der Kaiserzeit.

    „„Warum wir den Iran verlassen haben? Weil es ein diktatorisches Regime ist, welches Religion und Staat nicht trennen kann. Diese Art von Diktatur, die sich anscheinend viele von den verkappten Faschisten hier für dieses Land zurück wünschen.““

    Besonders viele Möchtegernkommis wollen anscheinend eine Art DDR zurück und das sind die politischen Freunde des Islam, des Iran und sicherlich auch der „Komödiantin“ Amani.

    „Ich werde nicht aufhören, mich für den Islam einzusetzen, aber auch, wenn man über eine andere Religion so hetzen würde.“

    Ganz bestimmt, vor allem für „andere Religionen“, haha.

    Ah zuletzt kommt das mit dem Pass:

    „Letzteren auch deshalb, so sagte sie es WELT 2017 im Interview, weil in ihrem Geburtsland eine Ausscheiden aus der Staatsbürgerschaft rechtlich gar nicht möglich ist.“

    Ja, wegen Kaiserreich-Abkommen mit Persien. Sie hätte den iranischen Pass aber trotzdem zurückweisen können, da bin ich mir ziemlich sicher.

    Na mal sehen, was passiert, wenn Iran zurückgerollt wird, ob diese Dame dann im Quadrat springt.

    • Ich denke, Du nimmst sie zu ernst. Sie wollte Werbung für ihre Tour machen und da schadet es nicht, eine solche Contra-Rolle in einer Talk-Show zu performen.

      Als Comedian fehlt ihr m.E. der Biss. Sie ist zwar unterhaltsam, aber das ist eher dahinplätscherndes Geplapper mit eingestreuten Pointen und immer dem Mainstream nach dem Maul redend. Der Auftritt hier zeigt gut, wie sie die Rolle des plappernden großen Mädchens ohne Plan auf die Bühne bringt. Da stimmt, Kleidung, Stimme, Gestik, Mimik…nichts geschauspielert.

  38. die Kartoffel-Stokowski vom bräunlichen „Spiegel“ orientiert sich natürlich auch am antiintellektuellen Nullpunkt des feminstischen Volkssturms, den sie noch locker unterbietet.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/jens-jessen-reichsbuerger-der-metoo-bewegung-a-1202105.html

    Ihre erste Absurdität zum Einstieg ist es, den Jessen-Aufsatz mit dem 9/11-Anschlag in Zusammenhang zu bringen, um damit anzudeuten, eine neue Zeit könnte begonnen haben, mit einem Jessenschen „Triumpf eines totalitären Feminismus“.

    Stokowski fällt nichts Besseres ein als hämisch zu fragen, wie Jessen seinen Text denn aus dem Gulag herausbekommen hätte. Als gäbe es keine totalitäre Ideologie, die nicht schon vollumfänglich herrschen und perfekte Gulags unterhalten würde und müsste. Jessen müsste schon „die standrechtliche Erschießung drohen“, damit ihm überhaupt zugehört werden kann.

    Das Ganze ist witzig wie deutsche Comedy der ÖR, und eher noch weniger. Das ahnt Stokowski wohl selbst schon und muss sich alsgleich von ihrem Unwitz distanzieren, also erhebt man sich drüber, im Namen der Ehre:

    „Man könnte sich nun leicht über Jessens halt- und ehrloses Geflenne lustig machen …“

    Wie war das noch…. die letzte Zuflucht der Schurkin ist die Ehre?

    Doch nicht Stokowskis Humor und auch nicht ihr nicht näher ausgeführter Ehrbegriff führt durch ihren kolumnistischen Amoklauf, sondern die Behauptung Jessen hätte der feministischen Sache einen echten Dienst erwiesen, weil er „ohne Rücksicht auf Verluste erklärt, dass er verwirrt und ängstlich ist und voller Selbstmitleid.“ Er verstünde „feministischen Diskurse“ einfach nicht, „wie halt einige Männer seit 3000 Jahren“ (einige!?, es sind doch immer alle, ausser diejenigen, die ausdrückliche Feministen sind).

    Und damit wäre Jessen eben doch ein nicht ganz schlechtes Exemplar Mann, denn der „Feminismus braucht Männer, die über ihre Gefühle, ihre Ängste, ihre Überforderung und ihr Unwohlsein mit Geschlechterzuschreibungen sprechen.“

    Was für eine Pointe!

    Der Abspann ist dann viel zu lang (Honorar schinden?) und auch nicht besser als der miese Anfang.

    Diese Penetranz der Stokowski Jessen unbedingt „Weinerlichkeit“ anzuhängen hat etwas richtiggehend pathologisch-sadistisches. Und dies ist eigentlich auch schon der einzige wirkliche Inhalt dieses völlig gehaltlosen Mists.

    • Warum die Feministinnen nicht über eine solche Passage, die Jessens Stück so bemerkenswert macht, reden? Weil sie das ignorieren und totschweigen wollen. Weil das für sie pures Kryptonit ist. Wenn sie die Vernunft frontal angreifen, müssten sie ein Scherbengericht seitens einer grösstenteils schafenden Öffentlichkeit erwarten. Und da hängt jede Menge Geld dran. Wer will die ganzen Forschungsmittel und all die Stellen für all die Femis und andere noch finanzieren, wenn es um die Verbreitung einer wissenschafts- und vernunftfeindlichen Weltanschauung geht, die gegen unsere Gesellschaftsordnung ist?!

  39. Wenn das Adrian wüsste

    There is not only no scientific evidence that sexual orientation is immutable, there is conclusive scientific evidence that most people who experience exclusive same-sex attraction end up developing an interest in the opposite sex over time.

    https://bit.ly/2HrJnZC

  40. Politico Insinuates that Trumps fans are Low Info and Praises the Corporate Media

    https://www.bitchute.com/video/SKMnS-8pXCM/
    https://archive.fo/KcM3G

    Politico stellt die steile These auf, Trump würde dort gewählt, wo Zeitungssterben den Geist belebt und somit die Wähler sich selbst informieren müssen.

    „In late December, Trump wrote on Twitter: “I use Social Media not because I like to, but because it is the only way to fight a VERY dishonest and unfair ‘press,’ now often referred to as Fake News Media. Phony and non-existent ‘sources’ are being used more often than ever. Many stories & reports a pure fiction!”“

    Wo er recht hat, da hat er recht.

  41. Feminismus ist reiner fake ziemlich negativer Vorstellungen, wie man auch hier sehen kann. Die redet Quatsch daher, den sie sich ausdenkt, um ihrem Hass freien Lauf zu lassen, so befreiend. So sympathisch.

    „Frauenmagerzine setzen sich stark für Frauenrechte ein (wenn es gerade Mode ist und man noch leere Seiten hat zwischen was macht Frau während WM (Schnittchen), wie befriedige ich meinen Herrn und Gebieter oral einfach weil ich es muss und wie nehme ich 40kg in 40 Min. ab)“

  42. „Laut Gericht genügt die Aussage seiner Tochter nicht für die Feststellung der erwiesenen Unschuld. Wegen dem Konflikt der Eltern sei sie nicht als objektive Zeugin qualifiziert.“

    Da hängt doch gleich der Unterkiefer …… tiefer.

    Gleich der 1. Punkt „über den Vater Hans Simon, der nach einer im Scheidungsstreit erhobenen Beschuldigung 18 Jahre fälschlich als Pädophiler galt.“

    http://genderama.blogspot.de/2018/04/18-jahre-galt-hans-simon-als-padophiler.html

    • aus dem gleichen post was zu Jessen, was auch schon @mitm monierte:

      „Genau diese eigenen Ziele fehlen in Jessens Artikel tatsächlich. Aus dem von Küppersbusch genannten Grund finde ich reinen Antifeminismus genauso unbefriedigend wie die stramm profeministisch orientierte Arbeit des Bundesforums Männer.“

      Es ist doch unsinnig, Jessen vorzuwerfen er sei kein Politiker oder würde Lösungsvorschläge haben.

      Ist schon faszinierend, als Männerrechtler stört einen der „Antifeminismus“ eines Jessen wie die verkappten Feministen der fake Männerbewegung. Wie kann das denn sein?

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