Das Schweigen der Männer

In einem Artikel in der Zeit blickt Ursula März im Rahmen der Folgen on #MeToo auf die Männer und stellt fest, dass sehr viele erklärt haben, jetzt zuhören zu wollen und zu Schweigen. Sie schreibt dann:

Selbstverständlich ist die männliche Selbstläuterung zu begrüßen. Aber ein wenig irreal wirkt sie auch. Ob bewusst oder unbewusst, dürfte eines der Motive schierer Selbstschutz sein. Als Frau gerät man in die irritierende Situation, sich zu fragen, wie es für Männer wohl sein mag, einem Geschlecht anzugehören, das sich unter einer so fundamentalen Attacke mit Zuhören begnügt und zusieht, wie die Machtpositionen Zug um Zug entschwinden. Es wäre ja, rein theoretisch, auch ein ganz anderes Szenario denkbar. Es wäre keineswegs unwahrscheinlich, dass das Patriarchat, dessen Showdown sich seit rund hundert Jahren in historischen Etappen vollzieht, zum Ende hin noch einmal zum großen Gegenangriff ausholt. Macht ist noch nie gerne und ohne Widerstand abgetreten. Warum sollte ausgerechnet die der Männer eine Ausnahme sein? Ob sie es wollen oder nicht: In ihrem Schweigen liegt etwas bedrohlich Zähneknirschendes. Es erinnert an das Schweigen der Verlierer, die mit der geballten Faust in der Tasche hinter der Fensterscheibe stehen und zusehen, wie die Sieger durch die Straße marschieren. Es muss nicht, aber es kann das Schweigen kompensierter Aggression sein, die auf den Moment der Rache sinnt. Wer schweigt, äußert ja nicht nichts. Er lässt das Gegenüber wissen, dass er sich nicht zu erkennen geben möchte, und behält sich damit jene Form passiver Machtausübung vor, die in der Unkenntlichkeit liegt.

Also Schweigen und zuhören ist auch nicht richtig, denn es könnte bedeuten, dass man auf den Moment der Rache sinnt?

Eigentlich ist alles, was man macht, in dem Moment falsch.

Aber ich denke das viele Männer die Lage ganz anders sehen:

Sie sind nicht in Hollywood, wo jeden Monat tausende von sehr hübschen Frauen neu in die Stadt kommen und alle von der großen Karriere träumen, von dem Film, der sie groß rausbringt und der ihr Durchbruch ist, wenn man sich doch nur für sie entscheiden würde.

Sie sind auch ansonsten in normalen Jobs, verheiratet, leben in einem normalen Umfeld, sie haben keine Frauen, die von ihrem Wohlwollen und ihrer Entscheidung abhängen, so dass sie dafür mit ihnen schlafen.

Sie sind ganz normale Männer, die Frauen eben nicht belästigen und damit auch keine Macht in der Debatte verlieren.

Und mit #MeToo verlieren sie auch deswegen nicht an Macht, weil Frauen damit immer noch nicht die passenden Studiengänge haben, nicht 60 oder 70 Stunden die Woche durchgehend ohne Kinderpause in einen Job stecken wollen und ganz überwiegend keine Lust auf den Stress haben. Sie wollen nur die entsprechende Ruhe, nicht weil sie Wütend sind, sondern weil sie keine Aktien in dem Streit haben und damit nur negativ auffallen können.  Natürlich müssen sie sich in Zukunft mehr absichern, eben damit sie nicht beschuldigt werden. Besser nichts sagen, aber dann eben auch keine Frau als Mentor unterstützen oder mit ihr Geschäftsessen machen, ohne das jemand dabei ist.

Letztendlich werden eher Frauen die Verlierer sein. Weil Männer vorsichtiger sein werden und Frauen sorgfältiger aussuchen werden. Den meisten Männern ist die Macht der Männer an sich egal. Sie spielen anders als Feministinnen meinen kein Nullsummenspiel zwischen den Geschlechtern, sondern kämpfen mit direkten Konkurrenten um den Platz auf den sie wollen.

73 Gedanken zu “Das Schweigen der Männer

  1. Bei dem Verlierer mit der Faust in der Tasche musste ich an dieses Bild denken:

    Die Autorin hat wohl zu Recht das Gefühl, dass ihr da was auf die Füße fällt.

    Dabei ist die Gefahr für Frauen im Land der nibelungentreuen Deutschen, die mehrheitlich bis zur Selbstaufgabe an der vorgeschriebenen Ideologie festhalten, ja noch geringer als in anderen Ländern.

  2. Wir Männer haben nie die Macht gegenüber Frauen gehabt und warum sollte man mit jemand der unfair spielt noch weiter diskutieren?
    Du willst schummeln? Fein, dann spiel mal alleine weiter – ich gehe lieber PC zocken.
    MGTOW ist die einzige nachhaltige Lösung.
    Nicht den Frauen gefallen wie es die PUAs tun, sondern sich um etwas anderes kümmern. Das Leben hat so viel mehr zu bieten als bescheuerte Frauen. Sollen die doch mit ihren Pudeln und weißen Rittern glücklich werden, wichtiger ist es, dass man selbst glücklich ist.

  3. Wer nicht gerade in der Politik, im Enterainment oder an einer Universität mit Indoktrinationsinstitut arbeiten, sollte nichts zu befürchten haben.

    Selbstverständlich ist die männliche Selbstläuterung zu begrüßen.

    Was ist „die männliche Selbstläuterung“? Ich dachte es geht gar nicht gegen alle Männer? 😉

  4. Pingback: Wer fühlt sich vom bedrohten Mann bedroht? | man tau

  5. Hinter der Überheblichkeit „männliche Selbstläuterung“ steckt offensichtlich ein mulmiges Gefühl. Dem Feminismus bleibt der Triumph im Halse stecken. Langsam scheint es den Journalistinnen zu dämmern, daß sie gegen ein Phantom gekämpft haben: „die Männer“. Solche Männer, die Macht haben kümmern sich einen Scheißdreck um die Feministinnen und vögeln lieber Sternchen. Die Mehrheit der Männer, die ohnehin machtlos sind oder dazu noch von Frauen unterdrückt werden, machen sich aus dem Staub. Die Angst vor der Rache ist das schlechte Gewissen etwas ungerechtes getan zu haben. Der Kampf gegen das Patriarchat löst sich in Luft auf, weil es kein Patriarchat gibt. Scheiße gelaufen Frau Schmiedel, der ganze Aufstand vergeblich.

    • Ich würde es so formulieren: Frau März scheint langsam zu ahnen, dass ein Sieg in einer Scheinschlacht errungen wurde. So ganz eingestehen kann sie sich das aber nicht, weshalb sie sich das Bild der einziehenden siegreichen Truppen und der Faust in der Tasche herbeifantasiert.

      Wenn es das „Patriarchat“ tatsächlich gäbe, wäre es eher ein sich vergnügt ins Fäustchen lachen: „Frauenschutz vor dem allgegenwärtigen männlichen Sexdämon“ ist schließlich eine – wenn nicht DIE – zentrale Legitimationsgrundlage des „Patriarchates“.

      „Gesiegt“ hat allenfalls das Bild des schutzbedürftigen armen Haschels, welches nicht in der Lage ist, sozial angemessen auf einen dummen Anmachspruch zu reagieren.

      Weiter so, meine Damen 😀

  6. Den meisten Männern ist die Macht der Männer an sich egal. Sie spielen anders als Feministinnen meinen kein Nullsummenspiel zwischen den Geschlechtern, sondern kämpfen mit direkten Konkurrenten um den Platz auf den sie wollen.

    Eben. Und deshalb geht ihnen der fast ausschließlich in der Echokammer der „Bildungsbürger“ rabulierende Mob ziemlich am Allerwertesten vorbei, wie übrigens erst recht der großen Mehrheit der Frauen.

    Die meeto-Dabatte „tobt“ – ja, wo denn? Jenseits der veröffentlichten Meinung kenne ich „meetoo“ nur als running gag – und zwar überwiegend von Frauen.

    Im Grunde ist doch der Konflikt ein ganz anderer: Die Gesellschaftsschicht, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Moral zu produzieren, steckt in einer tiefen Sinn- und Bedeutungskrise. In ihrer Verzweiflung klammert sie sich an dem Strohalm „Schützt die armen hilflosen Frauen, vor dem allgegenwärtigen männlichen Sexdämon!!“

    • Ich zitiere mal Schoppe:

      Ich verstehe das gut. Ich habe lange selbst mit dem Klima erheblicher Unterstellungen gegenüber Männern gut leben können und sie als feministische Folklore abgetan. Gewalt sei männlich, und Männlichkeit sei gewalttätig. Jeder Mann sei ein potenzieller Vergewaltiger. Männern ginge es um Macht, aber mit der Liebe hätten sie es nicht so – sie ließen halt die Frauen lieben. Undsoweiter undsoweiter.

      Dass solche Positionen mehr sind als nur der folkloristische Schmuck lustiger, kleiner, feministisch inspirierter Volksstämme, habe ich erst als Trennungsvater verstanden.

      Die angeblich irrelevante Echokammer ist das Indiz, das der Frosch im Kochtopf wahrnehmen könnte, dass da was nicht stimmt.

      • Von der „irrevanten Echokammer“ spricht man gerne um das Problem kleinzureden. Getreu dem Motto: „Mich werden sie sicher nicht holen“. Werden sie aber.

      • Eine Echokammer ist es nmE insofern, als dass die zugrundeliegenden _Ideen_ keinen nennenswerten gesellschaftlichen Resonanzboden finden.

        Das Problem sind die „policy-maker“ (gibt es dafür eigentlich eine vernünftige Übersetzung?), die darauf bauen, dass die veröffentlichte Meinung die öffentliche Meinung widerspiegelt.

        Schoppe beschreibt recht gut, wie die Mehrheit tickt: Man vertraut darauf, dass schon niemand diese absurde Folklore ernst nehmen wird. Das böse Erwachen kommt dann, wenn man merkt dass der Staatsapparat sich von dieser Folklore vor sich her treiben lässt.

        Ja, das Schweigen ist fatal.

        • „„policy-maker“ (gibt es dafür eigentlich eine vernünftige Übersetzung?)“

          Warum nicht einfach „Politiker“? 😉

          „Eine Echokammer ist es nmE insofern, als dass die zugrundeliegenden _Ideen_ keinen nennenswerten gesellschaftlichen Resonanzboden finden.“

          „Echokammern“ sollen ja eine gesellschaftliche Tiefe von „Debatten“ vorspiegeln, die es so gar nicht gibt. „Astroturf“ ist eine andere, ähnliche Methode. Dieses Geschäft wird von 1000den sogenannten „NGOs“ erledigt, die solche unpoplären Massnahmen wie Privilegienpolitik unter dem Etikett „Emanzipation“ verkaufen wollen.

          Das mit der „Folklore“, die man ruhig missachten darf, denn „das kann ja gar nicht wahr sein“ ist auch ganz meine eigene Erfahrung.

          • ups,
            wenn sich ein Kommentar dazwischen schiebt, sind 1-Wort-Kommentare schnell deplatziert.
            Ich meinte: „@Nick: Zustimmung“

          • Mir ging es um was anderes: Auch die policy maker sollten inzwischen gemerkt haben, dass die Mainstreammedien sich in einigen Themengebieten sehr weit von der Bevölkerung entfernt haben.

            Du meintest, die Entscheidungsträger bauten darauf, dass die Medien die tatsächliche Meinung der Bevölkerung widerspiegeln. Du meinst, sie hören die Einschläge nicht?

        • Das Problem sind die „policy-maker“ […], die darauf bauen, dass die veröffentlichte Meinung die öffentliche Meinung widerspiegelt.

          Hat sich das Wort „Lügenpresse“ noch nicht rumgesprochen?

          • Hat sich herumgesprochen – oft bei denen, die auf gleichem Niveau Kampagnen betreiben.

            „Lügenpresse“ greift zu kurz.

          • Mir ging es um was anderes: Auch die policy maker sollten inzwischen gemerkt haben, dass die Mainstreammedien sich in einigen Themengebieten sehr weit von der Bevölkerung entfernt haben.

            Du meintest, die Entscheidungsträger bauten darauf, dass die Medien die tatsächliche Meinung der Bevölkerung widerspiegeln. Du meinst, sie hören die Einschläge nicht?

          • Du meintest, die Entscheidungsträger bauten darauf, dass die Medien die tatsächliche Meinung der Bevölkerung widerspiegeln. Du meinst, sie hören die Einschläge nicht?

            Ich denke, sie gehen den Weg des geringsten Risikos. Es ist ja schließlich auch die veröffentlichte Meinung, die ihr policy-making bewertet.

            Bei den Wahlen fällt dann zunächst nur die immer weiter schwindende Wahlbeteiligung auf, aber die stellt ja die schönen Pöstchen nicht in Frage.

            Und plötzlich ist man geschockt, weil die AfD die SPD zu überholen droht. OMG, warum nur fallen die Wähler auf so etwas herein?? Vielleicht, weil man selber keinen Deut glaubwürdiger ist?

  7. Unter Umständen wittert sie instinktiv, dass der Wind sich dreht und echter Frust der Männer (und mittelbar dann auch der Frauen) unter der Oberfläche brodelt. Machen wir uns nichts vor, die Feministen haben in Deutschland sehr viel Macht und runieren tausende Existenzen. Der „normale Mann“ ist keineswegs sicher, eher noch weniger sicher, da er keine Millionen auf dem Konto hat mit den er sich vom gesellschaftlichen Fallout abschirmen kann.

    Eine Gesellschaft, die Männer kontinuierlich heruntermacht aber gleichzeitig unmögliche Leistungen von diesen verlangt wird nicht ewig stabil bleiben und ein Blick in die Geschichte zeigt, wozu Menschen fähig sind wenn ihnen etwas nicht passt. Die Gesellschaft kann Männer verheizen. Die Gesellschaft kann aber auf Dauer nicht Männer verheizen und sie gleichzeitig heruntermachen und zum absoluten Übel erklären. Da dämmert es uns nämlich langsam was passiert.

  8. Die „Oscar“-Preisfigur wird eingangs als „Allegorie“ auf die Trotzigkeit des „schweigenden Mannes“ bezeichnet. Was soll das überhaupt bedeuten? Die Autorin März wirft hier mit Fremdworten rum, deren Bedeutung sie nicht versteht und die sie mit ihrem schlichten Dafürhalten ausfüllen will. Und von diesem sehr kreativen Ausgestaltungswillen lebt ihre ganze anmassende und zutiefst hasserfüllte Anklage gegen den „schweigenden Mann“. Dieser schweigt nämlich nur deshalb, weil er jetzt vorsichtig sein müsste und nicht mehr ungehemmt Frauen mit dem üblichen „Klaps auf dem Po“ begrüssen könne, noch seiner „Genialität“ frönen, die angeblich an einen „jederzeit zu befriedigenden Geschlechtstrieb gekoppelt“ sei.

    Frau März verachtet nicht nur die Männer einer „rustikalen Machogemeinde“, sondern ebenfalls auch die Männer, die der feministischen Kampagne zustimmen, „die sich vor Läuterungswillen und vorauseilender Solidarität mit dem weiblichen Geschlecht mitunter fast überschlagen.“ Denn die übertriebene Art dieser Solidarität kann doch nur unehrlich und vorgespielt sein.

    Deutlich milder – und das zeigt, dass Frau März eine klassische Männerhasserin ist – fällt ihr Urteil über die „blauäugigen“ Frauen aus, die „angesichts der Schwere und der Evidenz der Vorwürfe, die gegen Wedel erhoben werden“ es gewagt hätten, „ein paar verteidigende oder relativierende Sätze“ zu äussern. Wie nachsichtig die Frau März hier als Grossinquisitorin sein kann. Vielleicht deshalb, da sie voller Zufriedenheit „konstatieren“ kann, dass dem Wedel (fast) kein Mann zu Hilfe gekommen wäre. Und der wäre büsserfertig mit einem Mitleidsbekenntnis einhergegangen. So mag man das bei der feministischen Grossinquisition – die Männer hörten jetzt zu „nach ein paar Jahrtausenden patriarchalen Macht- und Redemonopols“, würden endlich die Fresse halten und „die Bühne den Stimmen von Frauen .. überlassen“. Mit anderen Worten ist es Frau März Ansicht, dass *nur* noch Frauen was zu sagen hätten, denn nur darin kann die moralische Gerechtigkeit den Frauen gegenüber bestehen, als ausgleichende Gerechtigkeit nach Jahrtausenden.

    Wie üblich kommt hier die feministische Idee der Kollektivhaftung *aller Männer* für eine angebliche jahrtausende alte Unterdrückung heraus. Die natürlich immer und vehement verleugnet wird, offenbar weiss man als bigotte Feministin noch, dass man solche Ideen besser nicht in aller Deutlichkeit ausformuliert.

    Doch der Männerhass der Frau März ist stärker als die Befriedigung darüber, dass die Männer jetzt schweigen und zuhören würden. Die bösen Männer können nur etwas Konspiratives, Subversives im Sinn haben. Das orakelt März aus der „schwer greifbaren, eher spürbaren Stimmungslage“ heraus, die ihr zeigt, dass es viel „Opportunismus“ gäbe, wenn auch – so höhnt März – „das männliche Geschlecht“ über die Fähigkeit verfügen würde „Lernprozesse, für die man ein oder zwei Generationen veranschlagen würde, über Nacht zu durchlaufen“. Es ist interessant zu sehen, wie März sich einerseits darüber freut, dass der Feminismus dem „männlichen Geschlecht“ Beine gemacht hätte, gleichzeitig aber paranoides Ressentiment aufbaut, das an der Wirksamkeit der feministischen Massnahmen grundsätzlich zweifelt. Über die „männliche Selbstläuterung“ sei „ein wenig irreal“ und „eines der Motive schierer Selbstschutz“ kommt März ohne viel zu erörtern zu dem Fazit:

    „Es wäre keineswegs unwahrscheinlich, dass das Patriarchat, dessen Showdown sich seit rund hundert Jahren in historischen Etappen vollzieht, zum Ende hin noch einmal zum großen Gegenangriff ausholt.“

    Und daher liegt in dem Schweigen „etwas bedrohlich Zähneknirschendes“.

    Der Feminismus marschiert derweil mit seinen Standarten, die Reihen fest geschlossen, durch die Strassen der Öffentlichkeit …

    „Es erinnert an das Schweigen der Verlierer, die mit der geballten Faust in der Tasche hinter der Fensterscheibe stehen und zusehen, wie die Sieger durch die Straße marschieren.“

    Den neuen Gegner hat man jetzt in „einem phantomhaften männlichen Gegenüber, das bei jedem Satz auf der Hut ist“.

    Wer diesen Text liest, den *muss* der paranoide Grössenwahn und der hemmungslose Männerhass der Autorin anspringen. Wenn nicht, dann hat der Leser keine Lesekompetenz. Und das ist wohl auch der Grund, weshalb so eine Hetze im Deutschland des Jahres 2018 quer durch alle Zeitungen veröffentlicht wird, von Menschen, die sonst für sich reklamieren gegen jedes Vorurteil zu sein…..

    Kann man klarer zeigen als mit der epidemieartigen Zunahme solcher Artikel in den „Leitmedien“, dass die demokratische, rationale Öffentlichkeit abgedankt hat und nunmehr dem irrealen Hass auf das „männliche Geschlecht“ als einem weitgehend unangefochtenen intellektuellem Leitstern huldigt?

  9. Ich glaube ich habe im echten Leben noch keinen Mann (und erst recht keine Frau) getroffen, der/die überhaupt weiß was #metoo ist. Das ist nämlich nur ein Sturm in einer medialen Filterblase.

    Aber innerhalb dieser medialen Blase ist das „Schweigen der Männer“ durchaus problematisch. Es entspricht nämlich ziemlich genau einer auch in Beziehungen nicht selten anzutreffenden Situation, wo die Frau irgendeinen irrationalen Streit sucht und der Mann, dem das zurecht nur auf die Nerven geht, versucht dem aus dem Weg zu gehen. Was aber den aus Enttäuschung über das mangelnde Kontra des Mannes geborenen Furor der Frau nur weiter antreibt. Es wäre eigentlich dringend nötig, diesem Feminismus knallhart kontra zu geben. Schon damit die Frauen durch dieses Feedback überhaupt rausfinden können, was wirklich ist. Leider liegt es in der Natur der medialen Filterblase, dass nur solche Männer gehört werden, die kein sinnvolles Feedback geben und die anderen nicht veröffentlicht, gelöscht oder gefiltert werden. Gerade Zeit-Autorinnen müssten eigentlich nur die Kommentare zu den Artikeln lesen, insbesondere natürlich die, die gar nicht veröffentlicht oder gelöscht werden.

  10. Siegen wird der, der weiß, wann er kämpfen muss, und wann nicht.

    (Sunzi)

    Und damit da keine Missverständnisse aufkommen: Wenn die Frauen unbedingt einen Geschlechterkampf haben wollen, reicht es vollkommen aus, wenn Männer nicht mitmachen. Die Damen verlieren schon alleine.

    • @Shitlord
      „Wenn die Frauen unbedingt einen Geschlechterkampf haben wollen“

      Dummerweise sind es aber keine „Frauen“, die diesen Kampf wollen, sondern autoritäre Extremisten, die der Gesellschaft ein repressives System aufzwingen wollen. Das mit den „Frauen“ und der ganzen „Geschlechtersache“ ist purer Wahn und nur der Vorwand für ihre politische Hetze und Zwangsmassnahmen.

      Leute, wie du, die diese politische Dimension verleugnen, machen im Grunde gemeinsame Sache mit dem Feminismus.

      • > Leute, wie du, die diese politische Dimension verleugnen,

        Du… kennst mich nicht und es war Dir auch zu blöd, mal meinen Username zu klicken?

        Es ist gerade wichtig, den Stuss – und zwar den gesamten, solange er vom existierenden System getragen wird, da *Frauen* die Möglichkeit haben, zu jammern – und ihnen hört dann jemand zu. Als Mann aber sollte dir klar sein, dass Du wirklich die Möglichkeit hast, so wenig wie möglich zu tun, dein Leben zu genießen, gerne auch mit einer (arbeitenden!) Partnerin, und relaxt und mit einer sardonisch-melancholischen Stimmung bei der nächsten dummen Forderung irgendwelcher Feministinnen oder anderweitiger Kommunisten die Zukunft abzuschätzen.

        Die sieht nämlich so aus, dass totalitäre Systeme schlicht nicht funktionieren. Die fahren den Karren in den Dreck, und das machen sie zunehmend schneller, wenn mehr Leute merken, wie der Karren in den Dreck gefahren wird. Man kann da auch schwerlich was tun, weil das Problem ist, dass genügend Leute den Karren ziehen; da muss ich nicht schieben; das verstehen die nur als „Fortschritt“, weíl es ja weiter in die ach so richtige und wichtige Richtung geht.

        Irgendwann aber haben wir dann die von den dämlichen Extremisten gewünschten repressiven Rahmenbedigungen, aber es hat halt aufgehört, Goldstücke zu regnen. Dann merken die, dass man auch mit einem Grund rumjammern kann, und unvermeidlich wird dann jemand mit dem ganzen Mist aufräumen – ein Mann, so rein historisch gesehen. Und dann werden die sich sehr wünschen, sie hätten keinen faschistischen Unterdrückungsstaat geschaffen.

        Ich sage aber gerne auch jetzt schon, dass ich repressive Systeme scheiße finde, ganz grundsätzlich. Mir hört nur keiner zu; den Feministinnen schon. Mei. Werden sehen, was sie davon haben; ich hab mal ein Geschichtsbuch gelesen.

        Und ganz ehrlich, es ist mir relativ egal, ob wir die Feministen als Hexen verbrennen oder ganz multikulturell steinigen. Und denen sicher auch.

        So. Politisch genug?

        • Schon besser 😉

          Bin halt ein wenig allergisch, wenn es „Frauen“ statt „Feminismus“ heisst. Alle Frauen für sich einzunehmen sollte schon ganz dem feministischen Kollektivismus überlassen werden.

          • Wenn er ALLE Frauen gemeint hätte, hätte er ALLE Frauen gesagt.
            Verallgemeinerungen sind völlig normal. Hört endlich auf mit dem Quatsch.

      • @ Alex /shithlord
        natürlich hat es eine gesamtgesellschaftliche Dimension, die in ökonomische, und andere politische Felder hineinreicht, die man nicht übersehen sollte.
        Aber, und da beißt sich die Schlange in den Schwanz. Das diese ganze scheinbar nichts mit der Geschlechterfrage zu tun habende politisch-ökonomische Ebene funktioniert nur so, wie sie funktioniert, weil es diese geschlechtliche Basis gibt – Hypergamie- etc. etc.
        Das ist auch was viele Linke in ihrem Kampf um ökonomische Gerechtigkeit nicht wahrnehmen. Grundlage aller dieser Missstände ist nicht irgendeine abstrakte Profitgier des Kapitals, sondern das menschliche Verhalten und dabei als Basis das Geschlechtsverhalten der Frauen, das ist die entscheidende Steuergröße aller Prozesse in der menschlichen Gesellschaft.
        Denke doch nur daran, daß es ohne entbehrliche zwangsverpflichte oder konditionierte Männer gar keine Kriege in der Form geben könnte usw.
        shitlord hat recht

  11. Zitat Frau März:

    Angesichts der Schwere und der Evidenz der Vorwürfe, die gegen Wedel erhoben werden, darf man ihre Einlassungen blauäugig finden.

    So viel zum Thema: „Nüühmand hatte die Absicht, ein Tribunal gegen Wedel zu errichten!“

    Und überhaupt: „Angesichts der Schwere [..] der Vorwürfe [..] blauäugig“ – Kann es da noch Zweifel an den publizistischen Lnychmobcharakter geben?

    • ..die Schwere eines Vorwurfes sei also ein Maßstab für dessen Glaubwürdigkeit – treffender kann man wohl eine Lynchmob-Dynamik nicht beschreiben.

      • Die „Evidenz“ liegt nach März sicher schon in der Entschiedenheit des Vorwurfes selbst begründet.

        Wie schon bei der „Allegorie“, so scheint sie auch hier ihre ganz eigene Bedeutung von „Evidenz“ im Hinterkopf zu haben.

        • Die „Evidenz“ liegt nach März sicher schon in der Entschiedenheit des Vorwurfes selbst begründet.

          Mit „Evidenz“ meint sie genau das, was Thomas Fischer der ZEIT vorgeworfen, und diese vehement bestritten hat: Die ZEIT hat sich die Rolle eines Ermittlers angemaßt, hat „Beweise“ (Vorwürfe) gewürdigt und ist zu dem Urteil gelangt, dass diese „Erdrückend“ seien. Frau März setzt – in eben dieser Zeitung – noch eins Drauf und bezeichnet es als „blauäugig“, noch eine Unschuld des Herrn Wedel zu vermuten.

          Darüber hinaus meint sie offenbar, dass es schon „Angesichts der Schwere [..] der Vorwürfe [..] blauäugig“ sei, noch eine Unschuld des Herrn Wedel in Erwägung zu ziehen. Und das ist eben die Dynamik eines Lynchmobs: Man wirft dem Opfer derart ungeheuerliche Taten vor, dass die Regeln eines fairen Verfahrens als unangemessene Reaktion erscheinen.

          Entlarvend.

          • „Man wirft dem Opfer derart ungeheuerliche Taten vor, dass die Regeln eines fairen Verfahrens als unangemessene Reaktion erscheinen.“

            Mittelalterliche Hexenverfolgung vom Allerfeinsten.

            Man könnte meinen, die Märzens haben Institoris‘ „Hexenhammer“ (1484) und die diversen Traktate zur „ordentlichen“ Hexenverfolgung intensiv studiert und als geeignet in diese Zeit transponiert.

            So unglaublich es manchmal zu sein scheint, die Geschichte wiederholt sich doch.

        • Verdachtsberichterstattung hat sich eines Urteils – und damit: Einer Würdigung, ob die berichteten Vorwürfe von Personen „Wahr“ sind – zu enthalten. Schon die Wortwahl „Evidenz“ steht dem diametral entgegen.

          Was hat denn die ZEIT an „Tatsachenbelegen“? Nur Vorwürfe von Individuen. Sie spielt eben Gericht, indem sie diese Vorwürfe wie Zeugenaussagen würdigt bzw. bewertet und anhand dessen zu Urteilen bzw. Schlüssen über den Wahrheitsgehalt dieser Vorwürfe kommt.

          Alleine Gerichten steht es zu zu entscheiden, ob ein Vorwurf einen Beweiswert hat.

          • Ich gebe dir völlig recht. Ich würde auch jedem Satz Thomas Fischers zustimmen.

            Mir ging es nur darum: Ursula März meint mit „Evidenz der Vorwürfe“ wahrscheinlich nicht, dass Evidenz sich bereits aus der Schwere der Vorwürfe ergibt. Sie meint wohl eher, dass die Vorwürfe genügend detailreich, konsistent und glaubwürdig sind und zudem durch andere „Belege“ gestützt sind (anwaltliche Schreiben usw.). Insofern einfach unsauber formuliert.

          • Mir ging es nur darum: Ursula März meint mit „Evidenz der Vorwürfe“ wahrscheinlich nicht, dass Evidenz sich bereits aus der Schwere der Vorwürfe ergibt.

            So habe ich den Satz auch nicht gelesen. Nach meiner Lesart meint sie mit „Evidenz“ das, was ihre Kollegin als „erdrückende Beweislage“ beurteilt hat.

            Darüber hinaus spricht sie _auch_ von einer Blauäugigkeit in Anbetracht der Schwere der Vorwürfe. Damit unterstreicht sie den Begriff „Blauäugigkeit“ aus einer ganz anderen Ecke, nämlich aus der, dass diese Frauen eine Gefahr nicht zur Kenntnis nähmen.

            Nach dem Motto: „In Anbetracht der Schwere der Vorwürfe ist es leichtsinnig, Dieter Wedel in Schutz zu nehmen! Ein gefährlicher Täter könnte ungeschoren davon kommen, und noch mehr Frauen ins Verderben stürzen!!“

        • Evidenz kann neben „Beweis“ auch „Beleg“ bedeuten. Ich denke, die Autorin hat diese Doppeldeutigkeit bewusst gewählt, damit es sich so lesen kann als würde sie von „Beweisen“ in einem objektiven Sinn in ihrem Urteil geleitet sein.
          Wir wissen ja auch, dass Objektivität für Feministinnen überlicherweise nur eine männliche Idee zur Unterdrückung der Frauen ist und es nur auf die „Authentizität“ des Weiblichen ankommt, „listen & believe“.

          • Evidenz kann neben „Beweis“ auch „Beleg“ bedeuten.

            Es läuft aufs Gleiche hinaus: Ein Vorwurf wird nur durch eine Würdigung zum „Beleg“.

            Vor dem Hintergrund, dass die ZEIT sich vehement dagegen verwahrt, Tribunal gespielt und ein Urteil über Dieter Wedel gefällt zu haben ist das ziemlich entlarvend.

          • @nick & auch FS
            „Es läuft aufs Gleiche hinaus: Ein Vorwurf wird nur durch eine Würdigung zum „Beleg“.“

            Mein ich eben nicht. Eine *Behauptung* (oder Vorwurf) kann als „Beleg“ und damit als „Evidenz“ für eine angebliche Schuld dienen. Niemals aber kann eine Behauptung allein schon als *Beweis* dienen.

            Sorry für diese Genauigkeit 😉
            Stützt nur deine These, dass es sich um sowas wie einen Hexenprozess handelt.

          • @Alex:
            Mein ich eben nicht. Eine *Behauptung* (oder Vorwurf) kann als „Beleg“ und damit als „Evidenz“ für eine angebliche Schuld dienen.

            Du hast recht, aber in dem Moment, in dem eine Zeitung eine Behauptung als Beleg erachtet, stellt sie eine (eben zu belegende) Schuldhypothese auf.

            Und genau das verstößt fundamental gegen die Regeln für eine Verdachtsberichterstattung.

          • Jo, ein Autodafé ist das, mit Journalismus hat das nichts zu schaffen und verstösst flagrant gegen das Berufsethos.

            Beim originalen Fall Weinstein verhält es sich anscheinend auch nicht anders, habe mal all diese Artikel gelesen. Auch da habe ich jeden schlagenden Beweis vermisst, das war eine fade, dünne Sosse von Behauptungen, die nur durch das Rumreichen eingedickt wurde. Ich erwarte mal, dass es selbst in diesem angeblich so hyper-eindeutigen Fall gar nichts Gerichtsfestes rauskommen wird.

          • Übrigens sagt Fischer ganz richtig, dass Privatpersonen und letztlich auch Journalisten nicht an die Unschuldsvermutung gebunden sind.

            Ich würde auch bezweifeln, dass es so klare Regeln für die Presse gibt. (Die müssten dann ja auch für den Boulevard-Journalismus gelten.) Es ist richtig, dass die Zeit weit mehr gemacht hat als über Verdächtigungen zu berichten. Und es ist verlogen, es „Verdachtsberichterstattung“ zu nennen. Allerdings ist es auch Aufgabe der Medien, im Alleingang Sachverhalte aufzudecken. Insofern ist das eine Abwägungssache.

            Die Methoden des Wedel-Dossiers sind auf unterem Boulevard-Niveau, und die Mehrheit der Journalisten scheint damit überfordert zu sein, die Dürftigkeit der „Beweisführung“ zu erkennen, selbst Jens Jessen, der #MeToo gerade heftig kritisiert.

          • Niemals aber kann eine Behauptung allein schon als *Beweis* dienen.

            Vor Gericht durchaus. Nennt sich „freie Beweiswürdigung“.

          • @FS
            „Übrigens sagt Fischer ganz richtig, dass Privatpersonen und letztlich auch Journalisten nicht an die Unschuldsvermutung gebunden sind.“

            Meinungsfreiheit geht weit und erlaubt natürlich auch Urteile, die nicht berechtigt oder schlüssig sind. Der Journalismus aber hat sich Standesregeln gesetzt und die folgen ganz der Logik und des allgemeinen Anstands. Leute ohne trifftigen Grund in der Öffentlichkeit zu beschuldigen verstösst gegen dieses Berufsethos. Kann man natürlich trotzdem machen, sowas nennt man dann zB Journaillie (Karl Kraus) oder Kloakenjournalismus oder wie auch immer.

            Vernünftige Regeln gibt es noch und nöcher, zB
            https://www.spj.org/ethicscode.asp

            „Die Methoden des Wedel-Dossiers sind auf unterem Boulevard-Niveau, und die Mehrheit der Journalisten scheint damit überfordert zu sein, die Dürftigkeit der „Beweisführung“ zu erkennen, selbst Jens Jessen, der #MeToo gerade heftig kritisiert.“

            An unseren Hochschulen gilt „Wahrheit“ und „Wahrhaftigkeit“ nichts mehr, es wird kein Wert auf Rhetorik und Textanalyse gelegt. Statt dessen gilt als „Journalismus“ was einem gerade so im Bauch rumfährt. Das ist der Hauptgrund, warum die Medien absolut unintellektuell, ja antiintellektuell, geworden sind und zunehmend sich der nackte Irrationalismus gepaart mit politischer Radikalisierung breit macht. Das hat sich über die letzten Jahrzehnte so entwickelt, erst in den letzten Jahren geht es so richtig ab.

      • Je mehr Vorwürfe erhoben werden, um so glaubwürdiger sind die Klagen. So in etwa denkt die Alte und mit ihr viele. Also: Mehr Klagen erhöht die Wahrscheinlichkeit der Schuld. Das ist das „Klatsch- und Tratschniveau“ der Frauenzeitschriften. Gerüchte genügen, um das Leben eines Beschuldigten zu ruinieren. DAS ist Dunkeldeutschland, diese Meute von Hyänen, die Prinzipien des Rechtsstaats so eben mal entsorgen, um ihrem geifernden Hass freien lauf zu lassen.

  12. Was bleibt ist der Verdruss der Männer in einem Milieu, dass Frauen sich einem willig hingeben oder gar an den Hals werfen können, dafür auch Benefits erhalten die über den Sex hinausgeheb, sich aber dann, teilweise Jahre später, massenmedial als Opfer eines Gewaltverbrechens gerieren.

    Diese Lektion über weibliche Loyalität (so ausgeprägt wie der weibliche Orgasmus und auch so lang) ist zwar keine historisch neue, war aber dafür umso nachdrücklicher…

  13. Ob die männlichen Medienpersonen daraus gelernt haben? Kann man nur hoffen, vielleicht werden dann weibliche Darsteller auch aufgrund ihres Talents ausgewählt.

  14. So mancher Mann schweigt, denkt sich aber seinen Teil und das muss nicht unbedingt politisch korrekt sein. Das ahnen die Femischisten und sind entsprechend beunruhigt, denn ihre totalitäre Herrschaft muss sich auch auf den Geist ausdehnen.

  15. Eine Glosse zum Jessen-Stück:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/maenner-sind-weltweit-von-den-emanzen-bedroht-herren-glosse-15527973.html

    Das ist als Glosse geschrieben, damit nicht so deutlich wird, wie sehr ablehnend die Meinung des Autors ist. Dem Herr Dath gehen Vorwürfe gegen den Feminismus gegen die „Mannieren“. Und ausserdem müsse man als Autor eine „besondere Verantwortung für seine entrechteten Brüder“ beweisen und nicht durch „abstruse Vergleiche“ das angeblich allgemein herrschendes unterirdisches Diskussionsniveau bedienen.

    Merkwürdigerweise kommt Dath nicht auf die versöhnliche Idee den Text Jessens als Polemik zu begreifen, so gesehen wäre Übertreibung als Verdeutlichmachung ein legitimes Mittel, vor allem wenn man als Eisbrecher verbreiteter und unreflektierter Vorurteile fungiert. Merkwürdigerweise, da Dath ja auch eine jener Formen des Schreibens wählt, die sich vorbehalten nicht strikt beschreibend sein zu müssen.

  16. Und noch was, auch aus der FAZ, zu Jessen:

    Internet : Widerlich und totalitär

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/internet-widerlich-und-totalitaer-1510707.html

    „Über Jens Jessen, den Kulturchef der „Zeit“, ergießt sich im Internet eine Welle von Schlamm, die in ihrer Monstrosität kaum zu beschreiben ist. Nicht nur der Autor selbst, sondern unsere politische Kultur ist bedroht.“

    „Hier haben wir den Fall, dass Worte …. damit beantwortet werden, dass man ungehindert zu Hausbesuchen beim unliebsamen Autor aufruft, ungehemmt Hass und Hetze gegen ihn in Szene setzt. Was da an sogenannten „Leserkommentaren“ von den „Nutzern“ im Internet gegen Jens Jessen veröffentlicht wird, ist eine Eskalation von Schmähung und Beleidigung, die noch nicht einmal zu dokumentarischen Zwecken zitierbar ist. Wo so geholzt werden darf, schwebt über jeder provokanten Meinungsäußerung und ihrer Gegenrede – also über dem, was man den öffentlichen Diskurs zu nennen pflegt – die Gewaltandrohung.“

    ABER: es geht um einen ganz anderen Jessen-Aufsatz, von vor 10 Jahren …..

  17. Boah ey! So viele Anna-Liesen in einem Thread und die meisten treffen den einen oder anderen Aspekt schon ganz ordentlich.
    Ich denke, das geht viel einfacher, wenn man davon ausgeht, daß auch in der Küchenpsychologie, genau wie in Informatik, Mathematik u.s.w. die einfachste und naheliegenste Lösung i.d.R. die am besten zutreffende ist.

    Also kürze ich die ganzen wirr phantasierten Blubbereien von Frau April-April einfach wech und übrig bleibt ein simples Prinzip:
    Alles ist lebensbedrohlich gefährlich und sowieso schlecht, Normalität ist feindlich!

    Sowas nennt man in Fachkreisen glaube ich paranoide Schizophrenie, oder so ähnlich und die äußert sich oft in irgendwelchen hass- u. angsterfüllten Kreischereien.

    Und mit sowas wollen die normalen Menschen, von denen ja locker die Hälfte Männer sind, nix zu tun haben, weil’s nervt. Siehe auch V. Solanas, die elend in der Gosse verreckt ist, weil trotz ihrer „genialen Satirefähigkeiten“ keine Sau mehr was mit ihr zu tun haben wollte, selbst ihre Femischwestern nicht.
    Niemand hörte ihr mehr zu.

    Der Knut hat den Effekt mal so beschrieben:

    Tja – und damit schließe ich mich einfach mal dem @Shitlord an, resp. der von ihm zitierten Weisheit:
    „Siegen wird der, der weiß, wann er kämpfen muss, und wann nicht.“

    (Sunzi)

  18. Ist doch nur logisch: der „unvernünftige“ Feminismus arbeitet gegen Gleichberechtigung und will, dass für Frauen besondere Rechte gelten, dass Frauen anders behandelt werden zB. Sollte Frau Schrupp wissen, denn sie (wie soviele andere Feministinnen) plädierte ja zB dafür, dass Frauen gar nicht mehr durch Gefängnisstrafen bestraft werden sollen (ja richtig gelesen: *nur* Frauen).
    Wer für Quoten und Besserstellung von Frauen sich einsetzt, ist automatisch gegen Gleichberechtigung.

    Deshalb wollen sie den Begriff „Gleichberechtigung“ auch durch Benutzung im Sinne von „Gleichstellung“ ganz umdefinieren und so aus der Welt schaffen.

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