138 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 157 (04.04.2018)

    • „Die New York Times treibe eine schlichte, aber bedeutsame Mission: sie wolle Lesern helfen, die Welt zu verstehen, heißt es in der Einleitung des Berichts […] Das gelinge nur, wenn Diversität und Inklusion auch am Arbeitsplatz existiere. Das sei Gebot der Fairness. Und zudem könne nur so hinreichend vielfältig über die gesellschaftliche Entwicklung reflektiert und nur so ein wirklich breites Publikum erreicht werden.
      Dieses Postulat ist vorbildlich.“

      Nein, es ist völlig falsch. Die Hilfe für die Leser, die Welt zu verstehen, erfordert weder Diversität noch Inklusion in der Redaktion der Zeitung. Auch die Fairness gegenüber dem Leser erfordert weder Diversität noch Inklusion in der Redaktion. Und weder Diversität noch Inklusion sind erforderlich, um hinreichend vielfältig über die gesellschaftliche Entwicklung zu reflektieren.

      Das genannte Postulat münzt die Identitäts-Politik der Redaktion um in einen Dienst am Leser der Zeitung. Das ist verlogen.

      • Vor allem, was haben die dann bitte bis dato geliefert?
        Unfaire Lügen den Lesern gegenüber, da die Redaktionen nie divers genug waren?

  1. Uiuiui, was ist denn jetzt los? Haben etwa Maskus die ZEIT-Redaktion unterwandert?

    http://www.zeit.de/2018/15/metoo-debatte-maenner-feminismus-gleichberechtigung
    MeToo-Debatte:
    Der bedrohte Mann
    Seit einem halben Jahr tobt die #MeToo-Debatte. Es geht dabei längst nicht mehr um Gleichberechtigung, sondern um den Triumph eines totalitären Feminismus.
    Von Jens Jessen
    4. April 2018, 16:53 Uhr Editiert am 4. April 2018, 16:57 Uhr DIE ZEIT Nr. 15/2018, 5. April 2018
    Exklusiv für Abonnenten, DIE ZEIT 15/2018

    Ich reibe mir gerade die Augen. „totalitärer Feminismus“ !?! So ein Begriff aus der Feder eines gestandenen Redakteurs im Ressort Feuilleton, DIE ZEIT? Wenn das mal nicht wie bei Thomas Fischer endet.

    Leider (bzw. offensichtlich) habe ich kein ZEIT-Abo – vermutlich bekommt der Artikel trotzdem irgendwie die Kurve hin, daß das Patriarchat daran schuld ist, daß der Feminismus als totalitär gilt. Nun ja, auf meiner Seite über Feminismus und Feminismuskritik kommt das Wort totalitär 5* vor, dann muß an dem Image wohl etwas dran sein…

      • Naja, er ist nicht mehr der jüngste (Bj 1955), s. https://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Jessen_(Journalist).
        (Wieso fällt mir jetzt gerade Gran Torinoein?)

        Das ist aber der Aufmacher (!!) der morgen erscheinenden Papierausgabe der ZEIT 15/2018. D.h. mindestens 51% der Redaktion haben dafür gestimmt.

        Am schärfsten ist das Bild mit dem knackigen nackten Mann:

        Was will uns der Künstler damit sagen?

        Ist das extra für Adrian, damit er auch mal die Zeit kauft? Sex sells. Der Typ sieht völlig erschöpft aus, so als wenn er 3 Stunden lang mit Adrian im Bett herumgeturnt wäre.

        Oder soll zur Abwechslung mal ein Mann objektifiziert werden, weil sonst immer Frauen dran sind? In gewissen Stadtteilen von Berlin dürfte das Heft dann wohl nicht mehr öffentlich ausliegen, weil Sexismus.

        Oder weil man sich nackt besser schämen kann? Gemäß dem Kommando „Schäm dich, Mann!“, das in dicken Lettern daneben steht. Daß sich Männer schämen sollen, ist eigentlich nichts neues, das ist seit ca. 10 Jahren die zentrale Botschaft der Zeit. Aber Nacktschämen wäre mal etwas Neues.

        • „Was will uns der Künstler damit sagen?“

          Na, die böse Aussenwelt hat *den* armen Mann beschämt, niedergeworfen und vollumfänglich geschlagen. Und jetzt setzt sich ein heldenhafter Zeit-Schreiber für den Mann ein ….. mit einem *Wutausbruch*!

          Die Fans werdens vermutlich als „Ironie“ sehen, Aussenstehende es als Kritik am Feminismus sehen.

          Der Feminismus ist ja auch so beknackt, dass man ihn besser unter einer Tarnkappe hält.

        • „Oder weil man sich nackt besser schämen kann? Gemäß dem Kommando „Schäm dich, Mann!“, … Aber Nacktschämen wäre mal etwas Neues.“

          Ich denke, genau das ist die Motivation.

    • Spätestens nach der Fischer-Sache muss die Zeit mal was tun um noch irgendwie das Etikett „Debatte“ draufkleben zu können. Aber wahrscheinlich verspricht der Titel mehr als der Text dann hält.

    • Naja, der erste Absatz bedient so das übliche Klischee.

      Die Botschaft der #MeToo-Debatte ist in der Film- und Medienbranche angekommen. Und viel spricht dafür, dass sie auch die restliche Welt verändern wird, in der Übergriffe, Missbräuche und Gewaltakte üblich waren. Man reibt sich die Augen, dass erst so spät sichtbar geworden sein soll, was Frauen zu leiden hatten – als habe nie zuvor jemand von einer „Besetzungscouch“ gehört oder vom Ausspruch des W. C. Fields, dass alle Hollywoodkarrieren entweder mit Prostitution begönnen oder endeten.

        • Distanz? Das wäre ja ganz und gar auf Linie des Hardcorefeminismus, der ja schon immer gewusst hat, dass das Patriarchat, und selbstverständlich auch Hollywood, nichts anderes machte als Frauen gewaltsam zum unnatürlichen und ungewünschten Sex zu zwingen.

          Der Autor lässt hier keinen Zweifel daran, dass er ein 110 %iger ist. Einer, der es alles schon vor „Metoo“ wusste.

          Wie soll da aber die Kurve zum „Triumph eines totalitären Feminismus“ gelingen? Das geht doch nur, wenn man „totalitär“ radikal und positiv umdeuten würde….

          Wahrscheinlich enthüllt der Autor, dass die Formel des Privaten, welches immer politisch sei, zwar totalitär sei, im Falle des Feminismus aber nichts anderes übrig bleiben würde, diesen Totalitarismus zu begrüssen, anders wäre das Patriarchat ja nicht niederzuringen….. (also eine Begründung mittelst dialektischem Materialismus). Wenn das Ganze noch im Ton einer bedeutungsschweren „Götterdämmerung“ vorgetragen würde, wärs perfekt!

          • Nein, dass lese ich anders: Es ist allgemein bekannt, dass nicht gerade wenige Frauen Sex eingesetzt haben, um sich berufliche Vorteile zu erschleichen (habe ich auch in einer Nicht-Medien/Schauspiel/Gedöns – Branche mehr als einmal erlebt). Und 25 Jahre später, nachdem Frau alle Vorteile abgeräumt hat, fällt ihr ganz plötzlich ein, dass es ja keine Korruption, sondern ganz schrecklicher Missbrauch war.

            M.E. richten sich die Worte des Autors ganz klar gegen diese scheinheilige Verdrehung der Tatsachen

          • @rano
            *Das* finde ich immer das Allerspannenste: wenn verschiedene Leute grundverschiedene Interpretationen haben!
            Du meinst also, dass sich der Autor nicht dem Me-Too-Narrativ anschliesst, sondern das als Heuchelei hinstellt. Hier nochmals der Absatz, mit meinen Kommentaren:

            „Die Botschaft der #MeToo-Debatte ist in der Film- und Medienbranche angekommen. Und viel spricht dafür, dass sie auch die restliche Welt verändern wird, in der Übergriffe, Missbräuche und Gewaltakte üblich waren.“

            HIer lässt der Autor seine eigene Ansicht raus, dass „Übergriffe, Missbräuche und Gewaltakte“ die Norm gewesen wären und dass sich das jetzt durch „Metoo“ endlich ändern würde. Der entscheidene Satz danach bezieht sich also auf die *als Tatsache* gesetzte angebliche Unterdrückung:

            „Man reibt sich die Augen, dass erst so spät sichtbar geworden sein soll, was Frauen zu leiden hatten – als habe nie zuvor jemand von einer „Besetzungscouch“ gehört oder vom Ausspruch des W. C. Fields, dass alle Hollywoodkarrieren entweder mit Prostitution begönnen oder endeten.“

            Und er setzt dann noch einen drauf und moniert, dass es auch weit vor „Metoo“ klare Hinweise auf den allgemeinen Missbrauch gegeben hätte, man hätte es also schon viel früher wissen können und dagegen vorgehen.

            Dass du eine Kritik an den Meetoo-Feministinnen rausliest, hat bestimmt mit deiner vorgefassten Meinung über den Artikel zu tun: du erwartest wegen der Überschrift und Einleitung einen metoo-negativen Aufsatz und liest das bei nächster Gelegenheit auch rein!

            Ich kann mit gut vorstellen, dass diese Irreleitung sogar beabsichtigt ist.

      • Ja genau das meine ich. Er wendet sich gegen irgendeinen strohmannartigen Auswuchs um dann doch nur die Kernbotschaft der Möchtegern-Amazonen als unangreifbar zu verfestigen. Ist das „Social-Engineering“ bei der Arbeit?

      • … die restliche Welt verändern wird, in der Übergriffe, Missbräuche und Gewaltakte üblich waren

        Also für die Aussage, daß in der gesamten Welt außer der Medienbranche Übergriffe, Missbräuche und Gewaltakte üblich waren bzw. wohl immer noch sind, gibt es 9 von 10 möglichen Goebbels-Punkten. Feministische Propaganda vom Allerfeinsten!

        Wobei ich beichten muß, in einem männerdominierten Beruf zu arbeiten, wo kaum Frauen auftauchen, bei denen man sein Pflichtpensum an Übergriffen, Missbräuchen und Gewaltakten (immer in dieser Reihenfolge, damit die Statistik von Herrn Jessen nicht durcheinander kommt) absolvieren könnte.
        Hinterher kommt einer auf die Idee, Übergriffe, Missbräuche und Gewaltakte (irgendwie fast dasselbe, oder? aber egal) seien bei uns nicht üblich und wir würden uns verstellen und das extra machen, um dem dringend notwendigen Feminismus den Wind aus den Segeln zu nehmen.

    • Ist vermutlich nur ein Feigenblatt oder denen laufen die Leser davon. Ich lese schon länger keine Zeit mehr, weder Online noch Offline und merke nicht, dass mir irgendwas fehlt.
      Die Massenmedien sind kacke und sollten nicht mehr konsumiert werden, nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus Qualitätsgründen. Ein Blogbetreiber der sich jahrelang mit nur einem Thema beschäftigt hat in diesem weit mehr Kompetenz als ein Journalist der heute über dies und morgen über das bereichtet, keine Zeit für Recherche hat und den Redakteur bzw. die Werbekunden im Rücken hat.
      Ich würde mich eigentlich eher freuen wenn es irgendwann mal eine Art Zeitung geben würde welche ausschließlich aus Qualitätsblogbeiträgen besteht. Da hätten wir alle mehr von un das wär dann vermutlich auch der endgültige Todesstoß für diese veralteten Dinosaurier von der „Qualitäts“presse.

    • Also wenn Jens Jessen nächste Woche keine gedruckte ZEIT mehr im Briefkasten hat und im Impressum nicht mehr auftaucht, war er wohl zu wütend bei seinem „Wutausbruch“

      😀

    • Ich habe jetzt den Artikel als Ganzes in der gedruckten Zeit gelesen (haben wir im Büro) und ich denke, das ist schon ein recht gutes Stück und in diesem redaktionellen Umfeld nicht zu erwarten gewesen. Jens Jessen beschreibt den totalitären Charakter des #metoo-Feminismus, er zeigt auf, dass es für Männer keine adäquate Reaktion darauf gibt, die Gnade findet vor den feministischen Tribunalen und er klagt an, dass ein Mann durch eine anonyme oder unbewiesene Beschuldigung sozial vernichtet werden kann, mit den Beispielen Rainer Brüderle, Tim Hunt, Jörg Kachelmannn und Nate Parkers. Er thematisiert #teamginalisa und er zitiert jede Menge abwegige Einlassungen von Feministinnen, auch aus der „Zeit“. Da kann man noch an Einzelheiten herumkritteln, aber die Richtung stimmt.

      Zitat: „So ist nach marxistisch-leninistischem Vorbild ein sich selbst immunisierendes System entstanden.(…)So geht es auch heute nicht um die Gleichberechtigung der Frauen, sondern um den ideologischen Triumph des totalitären Feminismus.“

      Und in der nächsten Ausgabe widerspricht an dieser Stelle Bernd Ulrich: Die Emanzipation des Mannes hat gerade erst begonnen.

      • Also tatsächlich eine Absage an den „Femi-Totalitarismus“ und seinen Triumphalismus. Interessant!

        Es macht aber den Eindruck, dass der Feminismus nur um des grössen Ganzen willen, wegen des Intersektionalismus, fallen gelassen wird.

      • „Da kann man noch an Einzelheiten herumkritteln, aber die Richtung stimmt. “

        Danke für den Bericht. Wenn er recht hat, hat er recht, das sollte man dann auch anerkennen. Andererseits macht eine Schwalbe keinen Sommer, es gab ja auch bisher schon eine Handvoll kritische Artikel in der ZEIT zur Metoo-Kampagne, z.B. Rückert (18.11.2017). D.h. eine wesentliche Änderung der ideologischen Position der ZEIt kann man daraus noch nicht ableiten.

        „… mit den Beispielen Rainer Brüderle, Tim Hunt, Jörg Kachelmann …“

        Dann geht es aber nicht alleine um die #MeToo-Debatte, sondern den Hashtag-Aktivismus der letzten 5 Jahre oder sogar noch länger zurück. Bestätigt meine These, daß dieser Hashtag-Aktivismus als Verbund gesehen werden muß.

        „… in der nächsten Ausgabe widerspricht an dieser Stelle Bernd Ulrich:“

        Können die wirklich so lange warten? 😉 auf twitter laufen schon diverse Beschimpfungen.
        100e profeministischen Artikel sind kein Widerspruch zum Jessen-Artikel? Oder geht es vor allem darum, wer das letzte Wort hat?

        „Die Emanzipation des Mannes hat gerade erst begonnen.“

        Pro-Tip: MGTOWs checken! Verspüre den Drang, bis nächsten Mittwoch einen Blogpost zum Thema „Emanzipation des Mannes von den Frauen und vom Feminismus“ zu schreiben. Habe leider zu wenig Zeit.

      • Jesse greift sich eine Menge Zitate aus verschiedenen Zeit-Artikeln heraus, die offensichtlich männerfeindlich oder doppelzüngig sind. Wirorek wird auch oft zitiert. Er widerspricht damit einer gewissen Radikalität, räumt aber nicht grundsätzlich mit feministischen Mythen auf. Was Dieter Wedel betrifft, bleibt er getreu auf Zeit-Linie.

        Das ist nicht annähernd das Niveau von Thomas Fischer.

    • Ob Coco Chanel jetzt Nazi war oder nicht tut nichts zur Sache daß der Ratschlag prinzipiell richtig ist.

      Ist auch genau der Kern von MGTOW: Intersektionale Feministinnen geifern ihren Hass heraus? Lol. Byebye Ladies.

      • „Ratschlag prinzipiell richtig ist.“

        Er ist nebenbei auch noch das exakte Gegenteil der No-Hate-Speech Aktion, die ja gerade auf der „Es berührt mich in der Existenzgrundlage, wenn du etwas sagst“ Einstellung fußt.

        Die merken nichts. Gar nichts.

      • Das ist doch so richtig schön „freudianisch“: opportunistisches Mitläufertum bezeichnen die hier lobend als „produktive Ignoranz“.

  2. „…. the left sowed a fertile terrain for the regrowth of the anti-Semitic sensibility. It did this through embracing in recent decades a degraded form of anti-capitalism that replaced analysis and economic activism with an increasingly conspiratorial view of capitalism as the handiwork of neoliberal cabals and sects of immoral bankers, and a degenerate form of anti-imperialism that increasingly came to see Israel as the key source of the world’s ills and thus a uniquely criminal state whose militarism deserved more anger and protest than the militarism of any other state. This debased new left outlook actively cultivated conspiratorial thinking and it was inevitable that the ultimate conspiracy theory, the one about You Know Who and their awesome power, would take root in this modern version of the socialism of fools.“

    http://www.spiked-online.com/newsite/article/the-return-of-the-socialism-of-fools/#.WsUWiYXxgy4

    Vom genau gleichen Schlage, die konspiritative Zwillingsschwester sozusagen, ist der Feminismus, der Sozialismus der Närrinnen.

    „This raises a profoundly pressing problem for today’s left: this new anti-Semitism cannot be neatly ‘cut out’. Rather, the left must have a far broader and meaningful reckoning with the very politics it has promoted over the past 25 years. It will never understand the new anti-Semitism if it doesn’t first understand itself and the problems it has wrought.“

    Damit sind Feminismus und Antisemitismus untrennbar verknüpft, beide müssen gleichermassen überwunden werden! Aber: glaubt jemand dran, dass das möglich ist?! Viel eher dürfte die Linke dem progressiven Verschwörungswahn verfallen, mit oder ohne neue Rechte als Stimulanz.

  3. „Altersforscher arbeiten an einer Revolution: Wenn wir schon sterben müssen, soll das Altern daran nicht mehr schuld sein. Das klingt größenwahnsinniger, als es ist.“

    http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-03/unsterblichkeit-altern-zellschaeden-alterungsprozess-therapien-sterben/komplettansicht

    „auf der Undoing-Aging-Konferenz“

    Hmm, ist das Zufall, dass das parallel zu „doing/undoing gender“ ist? Alter und Tod ein „soziales Konstrukt“?! Die feministische Visionärin Solanas hat das schon in ihrem Manifest so behauptet: es sei nur der Bösartigkeit und Lebensfeindlichkeit der Männer zu verdanken, dass die Menschen überhaupt sterben würden, sie müssten es gar nicht….

  4. Ich wollte ein bißchen was zur ideengeschichtlichen Dimension jener Varianten linker und rechter Identitätspolitik – politisch korrekte postmodernistische Identitätspolitik und ethnopluralistische Identitätspolitik – schreiben, die Lucas Schoppe in seinem aktuellen sehr lesenswerten Artikel kritisch analysiert:

    https://man-tau.com/2018/04/03/rechts-links-pingpong/

    Leider ist mein Beitrag etwas länger geworden, denn das Thema lässt sich nur schwer kurz behandeln.

    Ich denke, für einen Man-Tau-Kommentar ist das wohl zu lang geworden.
    Da Christian nach mehrmaliger Eigenaussage nichts gegen längere Kommentare hat, poste ich den Beitrag mal hier (und verlinke ihn dann bei Lucas Schoppe).

    Wer die Themen nicht interessant findet, sollte meinen Beitrag überspringen, wer sich für die Themen interessiert, kann ja mal reinlesen.

    Über Postmodernismus, Ethnopluralismus, Differenzphilosophie und Identitätspolitik:

    Die theoretische Legitimierung der in Lucas Schoppes ausgezeichnetem Artikel zu Recht kritisierten spezifischen Varianten zeitgenössischer linker und rechter Identitätspolitik (Ethnopluralismus und politisch korrekter Postmodernismus) gehen in ideengeschichtlicher Hinsicht auf (Miss-)Interpretationen zweier Varianten einer bestimmten, in Frankreich entstandenen philosophischen Richtung zurück, die mit dem Oberbegriff „Philosophie der Differenz“ bezeichnet werden kann.

    Vertreter einer Philosophie der Differenz sind der Ansicht, dass sich der Mainstream der westlichen Philosophie zu stark an Ideen der Ganzheit, der Einheit und der Synthese orientiert habe und dass dadurch dass Partikulare, das Besondere, die Differenz zu stark in den Hintergrund getreten sei. Differenzphilosophen nehmen eine gegenteilige Position hierzu ein, welche – jeweils für bestimmte Kontexte – den Wert der Vielfalt in den Vordergrund zu rücken versucht. „Vielfalt anstatt Einheit“ lautet also das zentrale Motto der Philosophie der Differenz.

    Die Philosophie der Differenz ist, wie gesagt, in Frankreich entstandenen und zwar in zwei Varianten, einer politisch linken und einer politisch rechten.
    Die linke Variante wird oft mit den Begriffen „Poststrukturalismus“, „Postmodernismus“ oder „French Theory“ bezeichnet, die rechte Variante mit dem Begriff „Ethnopluralismus“, hier in der Interpretation der Nouvelle Droite (Neuen Rechten) in Frankreich.

    Der Ethnopluralismus in der Version der Nouvelle Droite in Frankreich stellt also quasi die rechte Variante jener philosophischen Hauptströmung dar, von der der französische Poststrukturalismus/Postmodernismus die linke Variante darstellt. Allerdings ist die Sache streng genommen noch etwas komplizierter, weil der wichtigste französische Theoretiker des Ethnopluralismus, der französische Philosoph Alain de Benoist, im Laufe seiner intellektuellen Entwicklung immer weiter nach links gerückt ist und heute eine spezifische Synthese aus neu-rechtem Ethnopluralismus, kommunitaristischer Demokratietheorie und linker Kapitalismuskritik vertritt. Er bezeichnet sich heute ausdrücklich als „linker Rechter“ bzw. „rechter Linker“ und vertritt inzwischen viele Positionen, die vom rechten und neu-rechten Mainstream abweichen.

    Beide Varianten der Philosophie der Differenz, die linke (französischer Poststrukturalismus) wie die rechte (französischer Ethnopluralismus) sehen sich ihrem Selbstverständnis nach u.a. als kritische Reaktion auf politischen Totalitarismus und Kolonialismus, welche angeblich durch die Überbetonung von Einheit, Ganzheit und Synthese in der traditionellen westlichen Philosophie begünstigt worden seien.

    Dass beide Varianten der Philosophie der Differenz in vulgarisierten, selektiv rezipierten und abgewandelten Formen als Legitimationsgrundlage für destruktive linke und rechte Identitätspolitiken verwendet wurden, liegt m.E. neben intendierten oder nicht-intendierten Fehlinterpretationen auch daran, dass eine Philosophie der Differenz mit ihrer Überbetonung der Vielfalt gegenüber Einheit, Ganzheit und Synthese für identitätspolitische Instrumentalisierungen anfällig ist.

    Ich persönlich halte den Ansatz einer Philosophie der Differenz prinzipiell für falsch und lehne beide Varianten der Philosophie der Differenz hinsichtlich ihrer philosophischen Grundlagen ab, was nicht bedeutet, dass die entsprechenden Philosophen darüber hinaus nicht auch kluge, interessante und bedenkenswerte Dinge geschrieben haben und es bei ihnen keine interessanten Teilwahrheiten gäbe, diese gibt es sehr wohl.

    Wenn Alain de Benoist nicht über Ethnopluralismus und damit zusammenhängenden neu-rechten Stuss schreibt, ist er oft lesenswert, die französischen Poststrukturalisten sind, wenn sie nicht gerade in ihrem „Affekt gegen das Allgemeine“ schwelgen, auch oft lesenswert.

    Der Versuch einer traditionellen philosophischen Überbetonung von Einheit eine philosophische Überbetonung von Vielfalt entgegenzustellen führt m.E. allerdings in die Irre, ich plädiere bei diesem Thema stattdessen klassisch-dialektisch für den Versuch einer ausgewogenen Synthese von Einheit und Vielfalt.

    Der Ethnopluralismus wird von den meisten Rechten, die sich darauf berufen als ein völkischer Nationalismus auf kulturrelativistischer Grundlage verstanden, bei dem die einzelnen Kulturen möglichst wenig gegenseitige Einflüsse austauschen sollen und Einwanderung abgelehnt wird.

    Abweichend von dieser Interpretation des rechten Mainstreams hat der französische Philosoph Alain de Benoist (und ebenso der zweite bekannte Theoretiker des Ethnopluralismus innerhalb der Neuen Rechten, der deutsche Soziologe Henning Eichberg) seine Fassung des Ethnopluralismus stärker regionalistisch, denn nationalistisch konzipiert.

    Bei Alain de Benoist hat der Ethnopluralismus, im Gegensatz zum rechten Mainstream, auch eine nach innen gerichtete Dimension, die auf die Bewahrung von Lokal- und Regionalkulturen abzielt und auch die Erhaltung der kulturellen Identität von schon lange in einem Land lebendenden ethnischen Minderheiten bejaht.

    Kulturen werden von Alain de Benoist als „Wesenheiten mit eigener Persönlichkeit“ betrachtet. Alain de Benoist betont allerdings (wiederum im Gegensatz zum rechten Mainstream) einen von ihm gewünschten dialogischen Charakter von kulturellen Identitäten sowie die unvermeidliche Veränderung von kulturellen Identitäten im Laufe der Geschichte.

    Eine die enge Perspektive der eigenen Kultur transzendierende Perspektive, die einen kulturübergreifenden Dialog ermöglicht, soll dabei gemäß Alain de Benoist im interkulturellen Dialog selbst entstehen.
    Der Ethnopluralismus von Alain de Benoist hat sich des Weiteren in seinem Spätwerk einer Variante des Multikulturalismus angenähert.

    So wurde das Konzept im rechten Mainstream aber natürlich nicht rezipiert, dort ist der Ethnopluralismus, wie gesagt, meist ein völkischer Nationalismus auf kulturrelativistischer Grundlage.

    Auch die differenzierteren Versionen des Ethnopluralismus bei Eichberg und Benoist sind aber m.E. aus linker und liberaler Perspektive stark kritikwürdig, da sie soziozentrische Kollektividentitäten ins Zentrum stellen und nicht die Bewahrung der kulturellen Moderne (Aufklärung, Menschenrechte, Demokratie).

    Zudem ist der Ethnopluralismus weder in seiner groben rechten Mainstream-Version, noch in seiner differenzierteren Fassung bei Eichberg und Benoist dazu geeignet, um auf dieser Grundlage eine für moderne Gesellschaften angemessene Migrations- und Integrationspolitik zu betreiben, die die Integration von Migranten in eine auf der kulturellen Moderne beruhende Gesellschaft tatsächlich fördert.

    Meine zentralen Kritikpunkte an Alain de Benoists Variante des Ethnopluralismus sind seine Ablehnung der Idee universeller Menschenrechte (er spricht bis in sein Spätwerk hinein abwertend von der „Menschenrechtsideologie“ wobei er paradoxerweise allerdings trotzdem seine Gegnerschaft gegenüber jeder Unterdrückung hervorhebt), seine Überbetonung von Kollektividentitäten gegenüber Individuen und innerkulturellem Pluralismus und seine zu undifferenzierte Ablehnung von Einwanderung.

    Es wäre zwar offensichtlich falsch zu behaupten, dass Alain de Benoists Variante des Ethnopluralismus nicht identitätspolitisch orientiert wäre, aber er argumentiert für so etwas wie eine dialogisch orientierte Identitätspolitik auf Grundlage gegenseitiger Anerkennung mit Bezug auf Lokal-, Regional- und Nationalkulturen sowie ethnischen Minderheiten.
    Dabei berücksichtigt er allerdings wesentliche entwicklungspsychologische Voraussetzungen für einen erfolgreichen interkulturellen Dialog m.E. zu wenig, nämlich die Entwicklung postkonventioneller Formen des Denkens und Urteilens (im Sinne von Lawrence Kohlbergs Modell der Moralentwicklung), für deren Entwicklung die ethnopluralistische Betonung soziozentrischer Kollektividentitäten ungünstig ist.

    Dass der Ethnopluralismus im rechtskonservativen und rechtsradikalen Spektrum in der Regel nicht in dieser differenzierteren Fassung aufgegriffen und rezipiert wurde, sondern in eine ideologische Legitimationsgrundlage für nationalistische, klassisch-rechte Identitätspolitik verwandelt wurde, liegt wesentlich daran, dass es vielen Personen innerhalb des politischen Spektrums von rechtskonservativ bis rechtsradikal schwer fällt sich von solchen Einstellungen zu lösen. Innerhalb des rechten Spektrums jenseits eines demokratisch-menschenrechtlichen Konservatismus ist nationalistische und fremdenfeindliche Identitätspolitik von jeher verbreitet.

    Bezieht sich bei der rechten Variante der Philosophie der Differenz in Frankreich, dem Ethnopluralismus in der Version von Alain de Benoist, die Betonung der Vielfalt primär auf Kulturen (Lokal-, Regional-, National- und Minderheitenkulturen), also auf Kollektivsubjekte, so werden bei der linken Variante der Philosophie der Differenz, dem französischen Poststrukturalismus, auch Individuen ausdrücklich berücksichtigt.
    Somit ist der französische Poststrukturalismus die liberalere Variante der Philosophie der Differenz.

    Weder ist das Individuum in der Sichtweise des französischen Poststrukturalismus mit sich selbst völlig identisch (es gebe stets Persönlichkeitsanteile, die nicht völlig in der gerade vorherrschenden Identität aufgehen), noch kann das Individuum in klassisch-poststrukturalistischer Perspektive je ganz in jenen Gruppen aufgehen, denen es angehört und auch zwischen den verschiedenen Gruppen in einer Gesellschaft kann in klassisch-poststrukturalistischer Perspektive nie ein völliger Konsens hergestellt werden.

    Die französischen Poststrukturalisten sind ablehnend oder skeptisch gegenüber allgemeinen und universellen philosophischen Prinzipien und versuchen diese möglichst zu pluralisieren.

    Einige von ihnen vertreten in ihrer Frühphase eine erkenntnistheoretische Position im Spektrum von radikalem Skeptizismus und Wahrheitsrelativismus, später transformieren sie dies in einen Wahrheitskontextualismus.
    Die Möglichkeit der Erfassung universeller/absoluter Wahrheiten weisen die französischen Poststrukturalisten zurück. Sie begründen dies mit der Kontextbezogenheit der Bedeutung sprachlicher Zeichen, die ihrer Ansicht nach stets gewisse interpretative Elemente in Sprache und Denken einfließen lassen.

    Einige der französischen Poststrukturalisten vertreten in ihrer Frühphase moralrelativistische Positionen, in dieser Hinsicht gibt es also eine gewisse Überschneidung mit dem Kulturrelativismus von Alain de Benoist. Später entwickeln die französischen Poststrukturalisten spezifische Ethik-Konzeptionen, bei denen allerdings nicht (wie bei den von mir präferierten neo-kantianischen Strömungen der Moralphilosophie und Moralpsychologie) ein moralischer Universalismus im Vordergrund steht, sondern die Besonderheit des Individuums und die Verantwortung des individuellen Menschen gegenüber dem anderen individuellen Menschen in seiner Andersheit.

    Die meisten französischen Poststrukturalisten wenden sich in ihren moralphilosophischen Auffassungen nicht gegen die Idee der Menschenrechte, machen diese aber auch nicht zu einem zentralen Bezugspunkt ihrer moralphilosophischen Reflektionen, sondern sehen in den Menschenrechten quasi eine Grenze, hinter die Gesellschaften nicht zurückfallen sollten. Man könnte dies als eine Art Rest-Universalismus bezeichnen.

    Nicht nur die Themen Wahrheit und Moral, auch das Thema des Wesens des Menschen möchten einige französische Poststrukturalisten so pluralistisch wie möglich behandeln und lehnen daher die Idee einer universellen menschlichen Natur ab.

    Interessanterweise betrifft das Blank-Slate-Menschenbild im französischen Poststrukturalismus nicht die Geschlechterfrage. Die feministische Strömung im französischen Poststrukturalismus ist differenzfeministisch (was übrigens die Zustimmung von Alain de Benoist findet). So wie sich der französische Poststrukturalismus als Philosophie der Differenz verortet, sieht sich der französische poststrukturalistische Feminismus als Philosophie der Geschlechterdifferenz.

    Wie gelangt man nun vom französischen Poststrukturalismus zu Political Correctness, Gender-Feminismus und postmodernistischer Identitätspolitik? Besonders politisch korrekt erscheint der französische Poststrukturalismus ja nicht und ist er auch nicht.

    Die politisch korrekte und identitätspolitische Variante des Poststrukturalismu/Postmodernismus entsteht im Zuge der US-amerikanischen Rezeption des französischen Poststrukturalismus in den 80er Jahren und muss im Kontext US-amerikanischer soziokultureller Bezüge und soziologisch-struktureller Kontexte analysiert werden.

    Den wesentlichen Grund für die Entstehung der postmodernen Political Correctness in den USA aus soziologischer Perspektive stellt die verbreitete universitäre Institutionalisierung von Departments zum Thema Diskriminierungsforschung bezüglich Frauen, ethnischer und anderer Minderheiten dar, die außerdem primär mit Personen mit ähnlicher politischer Weltsicht besetzt wurden/werden.

    Da der Fortbestand entsprechender universitärer Abteilungen und Jobs nun davon abhängt, dass Diskriminierungsphänomene bezüglich bestimmter Gruppen dauerhaft bearbeitet werden, kommt es leider zu einem soziologisch-strukturellen Effekt, an den vorher niemand gedacht hatte:

    – Ältere Diskriminierungen dürfen nie ganz verschwinden.

    – Es müssen stets neue Diskriminierungen „entdeckt“ werden, seien sie auch noch so subtil.

    – Es müssen stets neue Maßnahmen zur Beseitigung der behaupteten Diskriminierungen entwickelt werden.

    Andernfalls droht irgendwann Verkleinerung oder Schließung der Abteilungen und somit Verdienstverringerung oder Jobverlust.

    Dieser soziologisch-strukturelle Effekt bringt dann automatisch – und zwar ganz ohne die „kulturmarxistische“ oder die „postmodern-neomarxistische“ Weltverschwörung, von der rechte Demagogen uns gerne die Ohren volljammern – Political Correctness und Identitätspolitik hervor.

    Dass in den USA der Poststrukturalismus/Postmodernismus – und nicht eine der anderen linken Theorie-Traditionen (und schon gar nicht die Kritische Theorie der Frankfurter Schule, die damit nichts zu tun hat) – zur zentralen theoretischen Grundlage für die politisch korrekten Anti-Diskriminierungstheorien wurde, liegt also nicht daran, dass die französischen Poststrukturalisten bereits politisch korrekt gewesen wären, es liegt daran, dass alle anderen linken Theorie-Traditionen dafür noch weniger geeignet waren.

    Nach der universitären Etablierung von Abteilungen für Diskriminierungsforschung bezüglich Frauen und verschiedenen Minderheiten benötigten die in diesen Departments arbeitenden Personen eine theoretische Grundlage. Alle anderen linken Theorie-Strömungen waren dafür noch ungeeigneter als der französische Poststrukturalismus und zwar aus drei Gründen:

    – Einige linke Theorie-Traditionen beruhen auf einem moralischen Universalismus, der sich für die Propagierung einseitiger und zu Übertreibungen neigender Partikularinteressen nicht eignet, weil man im Kontext universalistischer Moral nicht mit zweierlei Maß messen darf.

    – Einige linke Theorietraditionen betonen die Klassensolidarität im ökonomischen Klassenkampf. Hier kann sich Identitätspolitik und Political Correctness nur hemmend und spaltend auswirken, daher sind auch diese linken Theorie-Strömungen als zentrale theoretische Grundlage für politisch korrekte Anti-Diskriminierungstheorien ungeeignet.

    – Einige linke Theorie-Strömungen haben eine starke Gemeinwohlorientierung, auch dies ist mit der starken Betonung von Partikularinteressen nicht gut kompatibel.

    Bei allen linken Theorie-Traditionen außer dem französischen Poststrukturalismus sind eine oder mehrere der drei genannten Kriterien vorhanden.

    Der französische Poststrukturalismus hatte hingegen eine Skepsis gegenüber universalistischen Konzepten, des Weiteren bejahte er zwar den ökonomischen Klassenkampf, aber dieses Thema war für ihn nicht so zentral, da der französischer Poststrukturalismus gemäß seiner Neigung alles zu pluralisieren die Pluralität verschiedener sozialer Kämpfe betonte und der französische Poststrukturalismus beschäftigte sich u.a. bereits kritisch mit gesellschaftlichen Ausschlussmechanismen und hatte sich bereits mit Anti-Diskriminierungsthemen beschäftigt, allerdings nicht im Sinne von Identitätspolitik.

    Aus diesen Gründen haben die US-amerikanischen universitären Abteilungen zur Diskriminierungsforschung den Poststrukturalismus als zentrale theoretische Grundlage übernommen und bedienen sich bei anderen linken Theorie-Traditionen nur hin und wieder mal sporadisch.

    Des Weiteren wurde der Wahrheitskontextualismus des französischen Poststrukturalismus im Zuge der US-amerikanischen Poststrukturalismus-Rezeption auf die jeweils als diskriminiert angesehenen US-amerikanischen Gruppen übertragen. Während die französischen Poststrukturalisten die geltenden wissenschaftlichen Standard in ihren jeweiligen Disziplinen einhielten, wurde im politisch korrekten US-amerikanischen Poststrukturalismus/Postmodernismus das Ideal wissenschaftlicher Objektivität als Subjektivität des weißen, heterosexuellen Mannes verunglimpft und die verschiedenen als diskriminiert angesehenen Gruppen bekamen Definitionsmacht für ihre Anliegen zugesprochen. Der postmodernistische Wahrheitskontextualismus verwandelte sich in den USA wieder in einen postmodernistischen Wahrheitsrelativismus.

    Um den Poststrukturalismus zur ideologischen Legitimierung von politisch korrekter Identitätspolitik und kulturrelativistischem Multikulturalismus zu verwenden, musste der Poststrukturalismus als Philosophie der Differenz natürlich von seinem ursprünglichen Bezug auf Individuen gelöst werden und vollständig auf als diskriminiert angesehene Gruppen übertragen werden.

    Gerade dieser Aspekt macht einen wesentlichen Unterschied zwischen dem klassischen französischen Poststrukturalismus/Postmodernismus und dem politisch korrekten US-amerikanischen Poststrukturalismus/Postmodernismus aus, denn im klassischen französischen Poststrukturalismus beinhaltet der Differenzbegriff auch die Besonderheit des Individuums und eine relative Autonomie des Individuums im Hinblick auf soziale Gruppen, denen es angehört. Das Individuum kann und soll in klassisch-poststrukturalistischer Perspektive nicht in der soziozentrischen Kollektividentität einer bestimmten Gruppe aufgehen. Dieser Aspekt musste im politisch korrekten US-amerikanischen Postmodernismus beiseite gelassen werden, um Postmodernismus und politisch korrekte Identitätspolitik zusammenzubringen.

    Es ist nicht zufällig, dass der politisch korrekte Postmodernismus bzw. die postmoderne Political Correctness in den USA entstanden ist und nicht in Frankreich und von den USA aus den Siegeszug in der westlichen Welt angetreten hat – gefördert von neoliberalen ökonomischen Herrschaftseliten und pseudo-linken politischen Parteien, die dadurch ihre Hinwendung zu neoliberaler Politik zu verschleiern versuchen.

    Der wesentliche Grund für die Entstehung der postmodernen Political Correctness in den UA liegt, wie gesagt, in der verbreiteten Institutionalisierung von eigenen Abteilungen zur Diskriminierungsforschung für bestimmte Gruppen in den USA.

    Nicht weil Foucault, Derrida, Lyotard etc. dies oder das gesagt haben, kam es zur Entstehung der postmodernen Political Correctness, sondern als Resultat des oben beschrieben strukturellen Effekts hat die US-amerikanische Poststrukturalismus-Rezeption in den entsprechenden universitären Abteilungen diese ganz spezifische Form angenommen.

    Mit anderen Worten: Die US-amerikanischen politisch korrekten Universitätsangestellten haben sich ihren eigenen Poststrukturalismus/Postmodernismus zurechtgebastelt, wie sie ihn gerade benötigten und haben alles weggelassen oder verändert, was dafür im ursprünglichen französischen Poststrukturalismus nicht geeignet war.

    Sowohl bezüglich der rechten als auch der linken französischen Philosophie der Differenz gilt also, dass das, was zeitgenössische rechte und linke Identitäre im Rahmen ihrer destruktiven Identitätspolitiken vertreten und praktizieren, oft nicht im Sinne der Erfinder der differenzphilosophischen Ideen ist.

    Entsprechend hat sich z.B. Alain de Benoist kürzlich entschieden von der US-amerikanischen Alt-Right distanziert und einige bekannte Vertreter des französischen Poststrukturalismus haben in der Vergangenheit politisch korrekte Identitätspolitik in deutlichen Worten kritisiert.

    Das heißt nicht – wie ich ja oben auch deutlich gemacht habe – dass es bei der französischen Nouvelle Droite oder beim französischen Poststrukturalismus nichts zu kritisieren gäbe – ich bin z.B. entschiedener Anti-Ethnopluralist und teile des Weiteren auch einige Kritiken am französischen Poststrukturalismus von neo-kantianisch orientierten Kritikern des Poststrukturalismus wie Jürgen Habermas, Karl Otto Apel und Ken Wilber.

    Aber die französische Nouvelle Droite in der Tradition von Alain de Benoist ist trotzdem etwas Anderes als die Neue Rechte in Deutschland und erst Recht etwas Anderes als die m.E. besonders abstoßende US-amerikanische Alt-Right.

    Und der klassische französische Poststrukturalismus/Postmodernismus ist etwas Anderes als der politisch korrekte Poststrukturalismus/Postmodernismus, der in den USA entstanden ist und von dort aus dann nach Europa kam.

    Soviel zur ideengeschichtlichen Dimension des Themas.

    • Was jetzt aber eigentlich nichts daran ändert, dass die Bücher von Foucault, Lyotard, Derrida usw. ziemlich überflüssig sind und nur der geistigen Erbauung von Intellektuellen dienen (man könnte auch sagen: der intellektuellen Onanie).

      Für eigentlich alle wichtigen Probleme unserer zeit gibt es besseres und interessanteres. Und judith Butler zitiert sicher auch nicht umsonst ständig diese französischen Philosophendarsteller.

      • Ich würde sogar meinen: man muss diesen Autoren unbedingt vorwerfen, dass sie sich überhaupt dahingehend missbrauchen lassen.
        Das „Missverständnis“ war doch von vorne herein im System angelegt, zu einer völlig „eigenständigen“ Interpretation und Fortentwicklung haben diese Autoren mit diesem „Differenzdenken“ ausdrücklich aufgerufen.
        Wenn es nur das wäre! Viel schlimmer als die intellektuelle Beliebigkeit ist diese absolute Willensphilosophie, insbesondere Foucaults, die sich über alles stellt und die klammheimlich übernommen wurde und bei den „Postmodernisten“ zum Bewusstsein führt, in einer absoluten Wahrheit zu leben. Und letzteres ist, was die „PC-Kultur“ politisch so unerträglich, antidemokratisch und totalitär macht.

        • Am schlimmsten finde ich, dass alle die Welt nur noch im Sinne von „Machtverhältnissen“ sehen, das kommt direkt von Foucault (und Nietzsche). Anstatt sich zu fragen, wie man Bedingungen herstellt, in denen möglichst viele Grund haben, kooperativ zu sein, wird immer mehr gespalten.

    • Meine zentralen Kritikpunkte an Alain de Benoists Variante des Ethnopluralismus sind seine Ablehnung der Idee universeller Menschenrechte (er spricht bis in sein Spätwerk hinein abwertend von der „Menschenrechtsideologie“ wobei er paradoxerweise allerdings trotzdem seine Gegnerschaft gegenüber jeder Unterdrückung hervorhebt)

      Hallo Leszek,
      ich habe Benoist noch nicht gelesen, nur Vieles über ihn. ich weiss deshalb nicht, was genau er am Konzept der „universellen Menschenrechte“ kritisiert.
      Allerdings habe ich selbst ein Problem mit dieser Proklamation der „universellen Menschenrechte“. Konkret denken die meisten von uns an das Verbot der Folter, an das Verbot entwürdigender Behandlung u.a. und es scheint selbstverständlich zu sein, dem zuzustimmen.
      Es gibt aber ganz offensichtlich Bestrebungen, Dinge in die Liste der „elementaren/universellen Menschenrechte“ aufzunehmen, die ganz und gar nicht so unbestritten und allgemein akzeptiert sind wie das Folterverbot und das verbot entwürdigender Behandlung.
      Die Proklamation „universeller Menschenrechte“ ist mit dem Anspruch verbunden, die darin aufgeführten Dinge als sakrosant zu markieren und sie der politischen Auseinandersetzung zu entziehen. So gibt es von feminstischer Seite das Bestreben, das Recht auf Abtreibung als Menschen/Frauenrecht in den Kanon aufzunehmen (dies als ein konkretes Beispiel). In dieser Sache erwarte ich von dir, dich nicht durch das schöne Etikett „universale Menschenrechte“ täuschen zu lassen und daraus folgend eine etwas kritischere Begutachtung.
      „Universell“ heisst in diesem Zusammenhang schlicht „sakrosant“, nichts anderes.

      • @Pjotr
        „„Universell“ heisst in diesem Zusammenhang schlicht „sakrosant“, nichts anderes.“

        Nein, das bedeutet nichts anderes, dass jeder vor dem Gesetz gleich sein soll — universell = für jeden ohne Ausnahme gültig.

        Der Feminismus, wie so viele andere -ismen vermeinen diesen Universalismus und fordern Sonderrechte, Privilegien (-> „Gleichstellung“) für bestimmte Kollektive.

        Die Idee des universellen Menschenrechts ist – vor allem von linker Seite – arg missbraucht und geradezu bösartig missdeutet worden. Das universelle Menschenrecht ist ein strikt *individualistisches* Konzept und daher der absolute Feind jedes Kollektivismus. Damit das nicht so auffällt, versuchen die linken Totalitaristen den Begriff wo sie nur können zu verwässern. zb sprach Bernie Sanders mal vom „Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung“ uä.

        Die grundlegensten Menschenrechte greifen sie aber an, wie Recht auf Leben (Euthanasie), auf Meinungsfreiheit (seit ein paar Jahren, NetzDG uä) und einen fairen Prozess („Listen & Believe“, Beweislastumkehr) und wollen das durch irgendwelche „Rechte“ auf Bildung, Gesundheitsversorgung, Wasser, also alles *materielle Güter* ersetzen.

  5. Okay, wenn oben schon wieder die ZRIT ihr Fett weggriegt, dann sollten auch die ÖR-Propagandisten nicht zu kurz kommen.
    Zwei alte Knacker, die selbst große Teile ihres Berufslebens bei der ARD mitgewurschtelt haben und die heute gern Programmbeschwerden schreiben, zerlegen mal, warum feministische Rundfunkräte und ähnliche Bonzen zwar sehr teuer, ansonsten aber keine gute Idee im Sinne des öffentlichen Konsumentenauftrags sind:

    https://www.rubikon.news/artikel/das-grosse-mauscheln

    • Geht hierrum:

      Wenn Einbrecher kommen und einen angreifen, bitte nicht wehren.

  6. „Heute ist es so, dass manche in der Kirche die wahre christliche Tradition sehen: Die Macht der Liebe, der Aufnahme aller, die krank und verfolgt sind, die Urmutter der Willkommenskultur, und nichts, gar nichts, worauf sich die Seehofers dieser Welt berufen können, die die unbegleiteten minderjährigen Kindlein nicht mehr zu uns kommen lassen möchten.“

    https://www.welt.de/kultur/stuetzen-der-gesellschaft/article175168505/Helfen-und-ausgrenzen-Die-Tuecken-des-realhistorischen-Christentums.html

  7. „Mein erster Eindruck: Zumindest einer in der „Zeit“-Redaktion ist also aufgewacht.“

    https://genderama.blogspot.de/2018/04/zeit-titelgeschichte-scham-dich-mann.html

    Halt mal mein Bier, Arne….
    Mein zweiter Eindruck: der Autor des „Männer“-Leitstücks in der neuen „Zeit“ ist nicht „aufgewacht“, sondern er ist . Eben der typische Neorassist, der so tut als sei der Islam eine angeborene Eigenschaft „der Muslime“. Oder wie kann er sonst die Eigenschaft Mann-Sein damit überhaupt gleichsetzten?

    Das ist intellektuell völlig unredlich. Noch unehrlicher aber ist das: Er hat gegen die „Kollektivverantwortung aller Männer“ nicht wirklich was, denn dem „Tapferen“ sei das eine „heilsame Lektion“!
    Das ist doch das notorische Geschlechterklischee vom „harten Mann“, welches hier herangeführt wird und eben nur für männliche Feministen wie den Autor geeignet ist!

    „In der unterstellten Kollektivverantwortung aller Männer für die Untaten jedes einzelnen liegt etwas, das sehr wohl sprachlos machen kann. Der Feminismus hat damit eine Grenze überschritten, die den Bezirk der Menschlichkeit von der offenen Barbarei trennte. Nur sehr Tapfere erkennen darin eine heilsame Lektion, die es allen Männern erlaubt, die Diskriminierungserfahrung der Muslime zu machen: Was einige getan haben, wird allen zur Last gelegt. Jeder Muslim ein potenzieller Terrorist, jeder Mann ein potentieller Vergewaltiger.“

    Der Feminismus hat auch ohnehin schon genug verschwurbelte Ausweichsmöglichkeiten geschaffen, alles mit „Männlichkeit“, um davon abzulenken, dass man *die Männer* als solche meint. Daran knüpft das hier an, vor allem weil er die Idee der „Kollektivschuld der Männer“ ja grundsätzlich bejaht! Und das letztere ist nun mal der entscheidene Punkt des Absatzes, dass die als „heilsame Lektion“ hingestellt wird.

    Nein, das ist keine „heilsame Lektion“, sondern übelster Sexismus. Und der ist als solcher so zu benennen und abzulehen. Ausser natürlich man ist Sexist oder ein anderer identitärer Halbfaschist.

    „Was den Skeptikern Recht zu geben scheint, ist, dass auf die aktuelle „Zeit“-Titelgeschichte für nächste Woche offenbar eine Replik des stellvertretenden „Zeit“-Chefrdakteurs Bernd Ulrich geplant ist. Ich gehe davon aus, dass ihr das Label „Wutausbruch“ erspart bleiben wird.“

    Ach ja, die „Debatte“! LOL

    • „Mein zweiter Eindruck: der Autor des „Männer“-Leitstücks in der neuen „Zeit“ ist nicht „aufgewacht“, sondern er ist .“

      Da fehlt was: …… WOKE

      • die hier ist noch „woker“: (woke/woker/am wokesten)

        „Immerhin weiß dieser Biodeutscher jetzt, wie es sich erst anfühlen muss, ein muslimischer Mann in Deutschland nach Silvester in Köln zu sein. *facepalm* #nichtalleswashinktisteinvergleich“

    • Erwähnt werden sollte noch, dass zur abgefeimten Perfidie dieses Zeit-Textes gehört, die Idee von einer männlichen Kollektivschuld als „offene Barbarei“ bezeichnen! Der Autor hat das sicher als Stilmittel der masslosen Übertreibung eingebracht, damit man im Gegenzug in Bausch und Bogen abstreiten kann, der Feminismus würde auf der Idee Kollektivschuld gegründet sein!

      „„In der unterstellten Kollektivverantwortung aller Männer für die Untaten jedes einzelnen liegt etwas, das sehr wohl sprachlos machen kann. Der Feminismus hat damit eine Grenze überschritten, die den Bezirk der Menschlichkeit von der offenen Barbarei trennte. ….:“

      „Offene Barbarei“ kann man nur Handlungen, wie Massenmord, nennen. Solanas „Manifest“, der einer der wichtigsten Texte des Feminismus ist, wäre eine Aufforderung zu einer solchen „offenen Barbarei“, bzw weist den Weg in aller Klarheit dorthin.

      Dass das mit der „offenen Barbarei“ der „unterstellten Kollektivverantwortung aller Männer“ eine masslose Übertreibung *sein muss*, wird durch den Kontext klar, denn der Autor selbst ist der Idee der „Kollektivverantwortung“ ja grundsätzlich positiv gegenüber eingestellt, wie oben nachgewiesen.

      • @Matze
        Nein, nur die wenigen Fragmente, die rumgereicht werden! (und die hinterlassen nicht den allergeringsten positiven Eindruck)
        Ich bin aber entschlossen, mir das Print-Teil extra zu holen. Bin zu neugrierig auf die Kernbotschaft des Artikel und noch viel mehr, wie das rhetorisch verpackt ist.

  8. Steile These: das neue linke Ideologem von den grenzenfreien Ländern ist ganz massgeschneidert auf Israel.

    Die Zwei-Staaten-Lösung ist gescheitert und das Aufteilen der „umstrittenen Gebiete“ im Rahmen einer „Drei-Staaten-Lösung“ (Ägypten, Jordanien, Israel) bedroht das „Palästinenderprojekt“ so sehr, dass jetzt gleich alle Grenzen weg sollen, überall. Das mit dem „Grenzenlosen“ ist also nur eine Weiterentwicklung des „Antizionismus“, dahinter steht nur der Antisemitismus — und kein Humanitarismus, wie vorgeschoben wird.

  9. „What are little girls made of Sugar and spice And everything nice That s what little girls are made of“

    Women can’t do wrong!

  10. Der hysterische Mann

    http://genderequalitymedia.org/der-hysterische-mann/

    „Heute erscheint in der ZEIT ein Artikel, getitelt “Der bedrohte Mann.” Der Autor, Jens Jessen, scheint sehr aufgebracht. Die Kernaussage ist schwer zu greifen, aber wohl folgende: Die armen Männer wollen ja den Frauen* helfen, werden aber alle unter Generalverdacht gestellt und damit mundtot gemacht. …..

    Hier aber ein paar Perlen, um das Ausmaß der Panik und auch der Hybris des Autors für euch greifbar zu machen:“

    „Eine steile These wie wir finden, ist dass (weiße-cis) Männer nun wissen wie es verfolgten Muslim*innen geht, mit diesen ganzen Generalverdachten ….“

    Natürlich- wie könnte ein weisser Mann es wagen, Empathie zu haben, mit „PoC“ oder gar mit Frauen?!?

    Irgendwelche Argumente finden sich hier natürlich nicht, dafür aber ein persönlicher Appell (ja, alles ist im totalitären Feminismus immer höchst persönlich und kann es auch anders gar nicht sein):

    „Lieber Jens, nicht alle Männer fühlen sich bedroht …“

    „nicht alle“ lol. Man muss sich auch gar nicht bedroht fühlen, um die Misanthropie des Feminismus abscheulich zu finden. Aber für Menschen, die alles nur persönlich sehen wollen, ist sowas natürlich unverständlich.

    „Ich verstehe die Panik aber. Sie kommt daher, dass eben jetzt die Erkenntnis einsetzt, dass man über jeden Scheiss nachdenken muss den man macht. Willkommen in der Erwachsenenwelt. Das was dich gerade panisch werden lässt ist dieses Unbehagen, weil die Welt auf einmal nicht mehr wie deine Spielwiese erscheint, in der du halt machst was du willst, boys will be boys und so, und das ist dann auch ok so. Das ist sicherlich viel auf einmal, wenn man das nicht sein ganzes Leben lang lernen musste. Aber nach einer Weile, ich verspreche es dir, setzt ein Automatismus ein. Das nennt sich dann erwachsen werden.

    Lieber Jens, ich glaube kaum dass ich das mal sagen muss, aber: Sei mal nicht so hysterisch.

    Viele Grüße
    Penelope Kemekenidou
    Totalitäre Feministin“

    Und ansonsten hilft man dann zB mit Umerziehungslagern nach?

  11. SJW’s = Psychopathen?!
    Social justice Warriors, gefunden bei Danisch: „Mir wird gerade eine Einschätzung einer staatlich geprüften Psychotherapeutin über „Social Justice Warriors” zugetragen:

    [Die] Psychotherapeutin meint, diese SJWs sind gar nicht empathisch und fürsorglich, sondern deren angeblicher Einsatz für Minderheiten sei bloß eine sehr wirksame Methode, aus einem sozial geringen Status heraus Macht über andere auszuüben, und zwar sowohl über die sogenannten Beschützten, als auch über alle anderen. Ansonsten wären sie unreife infantile sexuell verklemmte vertrotzte Narzisten, nichts weiter.

    Ich würde dem nach meinen Beobachtungen der letzten 6 Jahre hinzufügen, dass sie das nicht nur aus einem sozial geringen Status, sondern auch aus einer intellektuell eigentlich aussichtslosen, insolventen und nicht wettbewerbsfähigen Lage heraus tun.“
    Zustimmung.

  12. Früher hätten Linke Leute wie Tobias Schmid, den Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, als „Nazi“ bezeichnet, heute ist man als Linker mit dem in einem Boot und hält dem die Steigbügel für die Einführung einer Gesinnungsstaat in dem „Jeder ,,,für seine Aussagen geradestehen … muss“.

    http://www.taz.de/Medienanstaltsleiter-ueber-Hate-Speech/!5494067/

    Dieser Schmid ist sicher ein Beamter, bei einer „Landesanstalt“. Nimmt man es da mit der Verfassungstreue nicht so genau? Denn ganz offensichtlich will dieser Schmid Zensur und eine Gesinnungsjustiz, was beides nicht nur grundgesetzwidrig, sondern überhaupt antidemokratisch ist.

    „Hassredner sollen wissen, dass Aussagen im Netz gegen unser Recht verstoßen und geahndet werden können.“

    „Hassrede“ ist kein Straftatsbestand, das ist die antidemokratische Privatmeinung des Herrn Schmid.

    Im übrigen: Diese Institutionen wie „Landesanstalten für Medien“ sollten zerschlagen und aufgelöst werden. Wofür sollen die gut sein? Da werden offensichtlich nur demokratiefeindliche Ideen ausgebrütet. Bezeichnend, dass das wieder aus NRW, dem Stammland der SPD, kommt.

  13. Großes Kino! das Imperium schlägt zurück.

    Zwei feminstische Redakteure (RBB / radioeins) interviewen Jens Jessen (mit bebendem Zorn in der Stimme), wieso er in seinem Artikel dem Feminismus vorwirft, eine Filterblase gebildet zu haben, die totalitär andere Meinungen unterdrückt. Sie widerlegen ihn vernichtend mit dem Argument, daß sie in ihrer Filterblase niemanden persönlich kennen, der Jessens Ansicht bestätigen kann.
    #kannstdudirnichtausdenken

    https://www.radioeins.de/programm/sendungen/modo1619/_/der-journalist-jens-jessen-rechnet-mit-der-metoo-debatte-ab.html
    Der Journalist Jens Jessen rechnet mit der MeToo-Debatte ab
    Do 05.04. 16:17
    aus: radioeins

      • „Wenn ich jetzt mal den totalitären Feminismus etwas interdisziplinär-behaviouristisch – nämlich mit dem Matriarchat, wie wir es aus dem Tierreich kennen – gleich setze, dann könnte die Folge sein: Alle Streitigkeiten werden, wie z.B. bei den Bonobo, mit Sex gelöst. Ob der Herr Jessen denn vielleicht davor Angst hat? Man weiß es nicht…“

        Sex, Sex, Sex, Sex, Sex, Sex, Sex, schnauf, Sex, Sex, Sex… 🙂

        • Bei den Bonobos wird den Männchen, die aufmucken, schon mal der Schwanz abgebissen.

          Gibt es irgendetwas wovon Feministinnen nicht ahnungslos sind?

          • Ganz besonders ahnungslos sind sie merkwürdigerweise immer, wenn es um ihr ureigenstes Thema geht, um den Feminismus. So ein Zufall aber auch….

    • „Sie [die Frauen] haben etwas gegen Männer – und die Allgegenwart männlicher Perspektiven. Noch in der schüchternsten männlichen Lebensäußerung sehen sie den Keim zu Sexismus und Machtmissbrauch”, schreibt Jessen.“

      Schreibt Jessen das wirklich oder bezieht er sich da auf [die Feministinnen]?

      • Er bezieht sich natürlich nicht auf alle Frauen, sondern die aktuell wahrnehmbaren Radikalfeministinnen. Jessen versucht zu begründen, warum die Männer zu #metoo „schweigen“ – sie befinden sich in einem Dilemma. Einerseits werden sie beschimpft, egal wie sie sich äußern (sie sollen jetzt mal die Klappe halten und die Betroffenen reden lassen), andererseits wirft man ihnen vor, dass sie sich nicht äußern (Ursula März in der Zeit: „In ihrem Schweigen liegt etwas bedrohlich Zähneknirschendes“).

    • „2+2=5! DAS WEIß JEDER!
      DU DENKST WOHL AUCH, DASS WIR FEMINISTINNEN NUR IDIOTEN SIND, ODER?“

      😀 😀 😀

      Mann, die sind ja noch weit unterirdischer, als ich bisher angenommen hatte.

    • Am Rande: Ich weiß nicht, wie gut Jessen als Autor ist, als Redner bzw. Interviewpartner ist er schwach. Beispielsweise reagiert er auf mehrere Fragen mit Lachen (weil die Fragen nicht gerade qualifiziert sind). Während das bei einem face-to-face-Gespräch als Freundlichkeit rüberkommt, wirkt es im Radio eher dümmlich.
      Außerdem muß man dort noch mehr als sonst kurz und prägnant auf den Punkt kommen, das bekommt er nicht hin.

      Ein Riesenunterschied zu den Interviews von Jordan Peterson.

      • „Ein Riesenunterschied zu den Interviews von Jordan Peterson.“

        Na klar, ich denke auch das der Jessen heute einen ganzen Haufen von Anschuldigungen und Unterstellungen erhalten hat. Stelle dir vor du sitzt in einem Raum mit jemanden und ihr argumentiert mit verschiedenen Standpunkten. Das kann schon aufwühlend sein.

        Und jetzt stell dir vor das da 100 Leute sind die gegen dich argumentieren.

        Das ist eben das Internet.

      • Ich fand Jessen nicht schwach. Peterson ist extrem schlagfertig, kann stundenlang wie ein Wasserfall reden (und abschweifen) und wirkt auf mich, als wäre er ständig auf Koks. Das ist natürlich beeindruckend, finde ich aber nicht unbedingt besser.

        Ich finde, er hat sich ziemlich gut geschlagen. Das Lachen hat mich überhaupt nicht gestört. In Anbetracht der dämlichen Fragen dürfte sein Lachen dem Zuhörer verständlich sein.

        Peterson lacht auch mal über seine Interviewer, z.B. bei Newman. Allerdings weniger freundlich als Jessen.

    • Das Imperium schlägt zurück, Folge 2 – 4 (nach dem RBB):

      2. https://ze.tt/metoo-es-geht-um-sexuelle-belaestigung-nicht-um-einen-geschlechterkampf/
      #MeToo: Es geht um sexuelle Belästigung, nicht um einen Geschlechterkampf
      Marieke Reimann, Philipp Kienzl, Katharina Alexander

      Jens Jessen „sieht sich“ (ist also in Wirklichkeit nicht) von einem männerhassenden Feminismus angegriffen und deutet die Anliegen der Debatte grundlegend falsch und inszeniert – dieser Hetzer!! – einen Geschlechterkampf zwischen Mann und Frau (den der Feminismus peinlichst vermieden hat).

      3. http://www.taz.de/Titelgeschichte-der-aktuellen-Zeit/!5496456/
      Ganz großes Gejammer
      05.04.2018
      Patricia Hecht

      Besonders lustig. Patricia Hecht spuckt i.w. argumentfrei Gift und Galle und imponiert durch die Vielzahl von ad hominem-Attacken, die sie beherrscht.

      4. https://www.vice.com/de/article/59j5d3/der-ultimative-artikel-generator-fuer-empoerte-weisse-maenner
      Der ultimative Artikel-Generator für empörte weiße Männer
      Lisa Ludwig
      Apr. 5 2018

      Lisa Ludwig versucht, durch ironische Übertreibung die Feminismuskritik lächerlich zu machen, kennt aber das Poe’sche Gesetz nicht und macht sich versehentlich selber lächerlich.

      Mal sehen, was noch alles kommt. Bisher ist der Shitstorm noch unter meinen Erwartungen.

      • Gibt es denn publizistische Rückmeldungen von Frauen, die sich wenigstens an dem gutgebauten nackten Mann auf dem Cover erfreuen?

        😀

        • Nein…. ohje, das ist echt traurig 😦

          Sicher wird es aber der Adrian zu schätzen gewusst haben! (Fazit: nur Männer können Männer eben richtig verstehen, lol, und davon auch die meisten nicht.)

          Die Frauen sind wirklich benachteiligt, wenn sie Männer nicht um ihrer selbst willen mögen würden 🙂

        • Das ist überhaupt interessant: Sobald einmal die männliche Perspektive gebracht wird, sieht man als Illustration nackte Männer.

          Sie sind immer nackt.

          Man sieht meistens kein Gesicht, stattdessen viele Muskeln.

          Warum eigentlich?

          Ich glaube, man will damit sagen, dass man gar nicht über die Wirklichkeit redet, sondern von irgendeiner Fiktion. Irgendwelche archaischen Männlichkeitsideale, die mit unserer heutigen Welt nichts zu tun haben. Der Mann als Körper ohne Geist.

          • Statt dessen hätten sie den verfemten Mann zeigen müssen, all seine schlechten Eigenschaften. Wie ihn der Feminismus entworfen hat, als „Klimakiller“ (!) und all den anderen extremen Szenarien.

            Aber *damit* hätte sie sich selbst angeklagt, die „Zeit“. Also wählt sie genau das Gegenteil-Bild, das Opfer. Und gibt das dann zur Verspottung preis.

            Das beste dran ist, dass diese miese Bigotterie sich noch vollkommen frei von Vorurteilen wähnt!

            Glaube kann wirklich Wunder bewirken! Hier ist der Beweis.

          • Ja, leider.

            Irgendwie wünscht man sich, bei dem Bild würden die Mädels anfangen zu tropfen und schnell alleine aufs Klo verschwinden. Aber realistischer dürfte es sein, dass Hassfeministas solche Bilder auswählen weil sie „den Mann“ erniedrigen wollen. So eine Art Adaption des CFNM aus dem Fetisch-Bereich.

          • Einen Clou hast du übersehen, @Peter: die Erniedrigung des Verlangens der damit zu unterdrückenden Geschlechtsgenossinnen. Der Feminismus schadet zuerst den Frauen. Es mag seltsam sein, dass der Spruch ausnahmsweise hier voll zutreffend ist. Ist bei aller Verkehrtheit des F. aber eben auch nicht überraschend.

          • Stell dir vor, sie würden so etwas als Aufmacher nehmen:

            Das wäre, als würden Materie und Anti-Materie aufeinanderprallen.

            Wieviel Wahrheit erträgt, wieviel Wahrheit wagt ein Geist? das wurde für mich immer mehr der eigentliche Wertmesser. Irrtum (– der Glaube ans Ideal –) ist nicht Blindheit, Irrtum ist Feigheit

            In dem Sinne sind sich Feministinnen für kein Klischee zu schade 😉

      • Am schönsten an dem TAZ-Gehetze finde ich die Begründung für die Abschaltung der Kommentarfunktion:

        Wartung und System-Update

        Wir erneuern die Software der Kommune. Dafür brauchen wir etwas Zeit. Voraussichtlich bis Freitag Vormittag Donnerstag wird es nicht möglich sein, Kommentare zu schreiben.

        Wir bitten um Verständnis und senden schöne Grüße.
        Eure Kommune

    • Das Imperium schlägt zurück, Folge 5:

      https://diepresse.com/home/meinung/kommentare/5401020/Schaem-dich-Mann
      Schäm dich, Mann!
      Morgenglosse War es das Ziel von #MeToo, den allgemeinen Geschlechterkampf zu eröffnen?
      Günther Haller
      06.04.2018 um 06:12

      Da ist aber einer aus dem Dornröschenschlaf aufgewacht, es ist 2018! Geschlechterkampf ist die neue soziale Frage!
      „Es geht bei #MeToo nicht um einen Geschlechterkrieg, sondern um Grenzüberschreitungen, um sexualisierte Gewalt.“
      Der klassische Fall der argumentativen wahrer-Schotte-Strategie: Der Feminusmus ist gut, denn alles, was nicht gut ist, ist kein wahrer Feminismus. Herr Haller, der die Zeit als „deutsches Intelligenzblatt“ taxiert, sollte sich vielleicht die Seite http://www.zeit.de/thema/metoo ansehen, dort könnte er lesen: „Die #MeToo-Debatte hat sich inzwischen zu einer umfangreichen Auseinandersetzung über den Stand der Gleichberechtigung von Mann und Frau entwickelt. Sowohl das Privat- und Berufsleben….“
      Also nicht Grenzüberschreitungen und sexualisierte Gewalt, sondern jedes Wehsehchen, das von Feministen zur Diskriminierung erklärt wird und „die Männer“ auf die Anklagebank setzt.

    • In der Sekundarstufe I, also der 5. bis 10. Klasse, gibt es Klassen mit 25 bis 31 SchülerInnen. Die haben von Hause aus weder Erziehung noch Benehmen mitbe­kommen und kommen zum großen Teil völlig gehirngewaschen aus den umliegen­den Moscheen in den Unterricht. Als Lehrer merkt man sofort, welche Kinder „die Ungläubigen“ und das „westliche“ Denken ablehnen.

      Geschrieben von einer Lehrerin ^^

      Unentschlossen? ;-P

      • Das müsste an der Editorin von Emma liegen…. der muss das generische Maskulinum „Lehrer“ durchgerutscht sein.

        Merkwürdig sind btw auch die zahlreichen Wiederholungen im Text.

  14. Interessant ist ja das die Weißen dort gar kein Land weg genommen haben. Das Land war unbewohnt. Die Weißen waren zuerst da. Die Schwarzen kamen erst später.

    Aber keine Sorge…

  15. „In Haight Ashbury it was the Summer of Love, and the new Adams and Eves, barefoot and bedraggled, were spawning cosmic peace. But during the summer of 1967 at Borehamwood Studios, England, Stanley Kubrick’s man apes ran screaming, jabbering and fiercely exulting in prehistory’s first act of bloodshed. Kubrick was filming the Dawn of Man, the opening section of 2001: A Space Odyssey, which astonished the world when it was released fifty years ago this week, on April 2, 1968. ……“

    http://www.tabletmag.com/jewish-arts-and-culture/books/258174/stanley-kubrick-2001-a-space-odyssey

  16. Looool

    Die Politik tut natürlich so, als müsse man die dummen, unmündigen Untertanen vor Facebook und Co „schützen“, was natürlich nur ein Vorwand für den Ausbau der Zensur und Unterdrückung der Meinungsfreiheit ist.

  17. „Es wurde viel über Aygül #Kilic bei der #FDP geredet, daher ein Thread zu ihren politischen Ansichten. ….“

    Diese Islamistentypen wie Kilic spielten bei der Transformation der britischen Labourpartei zu dem antisemitischen Verschwörungstheoretiker-Club, der diese Partei heute ist, eine führende Rolle.

    Es ist schon auffällig, dass die Parteien sich *immer* Islamistinnen zur „kulturellen Bereicherung“ aussuchen, wie die FDP in diesem Fall hier. Dieser Umstand bzw diese Seite der Gleichung ist mE viel zu wenig beachtet. Moslems, die den Islam ablehnen werden wohl in den Parteien nicht gemocht? Dementsprechend fördert man auch nur „konservative“ Islamvertretungen, denen die hohe Politik die Sprecherfunktion *für alle Moslems* zugewiesen hat!

    Von wem geht diese sogenannte „Islamisierung“ eigentlich aus? Von Islamisten, die die demokratischen Parteien infiltrieren oder nicht eher von diesen Parteien selbst, die gezielt sich diese Islamisten aussuchen?!

  18. „Der Erzbischof von Tanger in Marokko, Santiago Agrelo Martínez, sorgt in der spanischen Migrationsdebatte mit einem NS-Vergleich für Aufsehen. Beim Thema Zuwanderung ähnele die Haltung Europas der des deutschen Volkes beim Umgang mit den Vernichtungslagern der NS-Zeit, sagte der Franziskaner der spanischen Zeitung „La Voz de Galicia“.“

    https://www.welt.de/politik/ausland/article175212087/Marokko-Erzbischof-von-Tanger-zieht-in-Migrationsdebatte-NS-Vergleich.html

    Dieser Erzbischof ist ein aufhetzerischer Spalter, der den Holocaust relativiert.

    Der x-te Beleg dafür, dass die ganze Begeisterung für die Migranten wenigstens zum Teil durch einen „sekundären“ Antisemistismus motiviert ist.

    • „They demand that those who support Holocaust denial should be expelled. Yet these shocked souls themselves support as a “moderate” Palestinian Authority leader Mahmoud Abbas, who has a doctorate in Holocaust denial, explicitly venerates the wartime Palestinian Nazi-ally Haj Amin al Husseini and uses his media outlets to transmit Nazi-style demonisation of the Jews.“

      http://www.melaniephillips.com/waking-antisemitism-thing/

      Und was ist die wichtigste Stütze für die nazihafte Autonomiebehörde? Steuerzahlungen aus dem Westen und die UNRWA. Offenbar findet der „Israelfreund“ Maas die toll:

      • Die UNRWA hat den vererbbaren „F – lingsstatus“ erfunden und ist damit direkt verantwortlich für die Vorstellung eines „Rechts auf Rückkehr“, der nicht umsonst der Leitspruch der jetztigen Gaza-Kampagne der Hamas ist und nichts anderes bedeutet wie Zurückeroberung ganz Israels für den Islam.

        Um des Friedens willen in Nahost wäre UNRWA *sofort* abzuwickeln und aufzulösen. UNRWA ist der wichtigste Garant für den Fortbestand des Kriegs gegen Israel.

  19. Wenn es um Feminismus geht, der tatsächlich die Unschuldsvermutung angreift, haben diese bigotten Moralisten von der „Tagesschau“ natürlich nichts Kritisches dazu zu sagen. Geht es aber um das kriminelle Putin-Oligarchie, dann wird das mit der Unschuldsvermutung auf einmal Toppriorität — und das, obwohl es hier um eine rein politische Angelegenheiten geht und nicht um einen imginären Weltvolksgrichtshof!

    Tweets wie dieser hier legen nahe, dass der Krebs des westlichen Selbsthasses die kritische Masse längst überschritten hat. Wenn es nur um den Islam ginge, könnte man ja noch einfache Ignoranz geltend machen – aber der Wahnsinn jeden Feind des Westens zum Freund zu machen hat Methode, ist die Methode.

  20. Was bitte ist „Metoo“ anders als eine Kampagne von Sykophanten??

    https://de.wikipedia.org/wiki/Sykophant

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/staatsanwaltschaft-ermittelt-ehemalige-lebensgefaehrtin-soll-wedel-erpresst-haben-15529030.html

    „Wegen des Verdachts der versuchten Erpressung wird gegen die ehemalige Lebensgefährtin von Dieter Wedel ermittelt. Sie soll 300.000 Euro von dem Regisseur gefordert haben – bevor sie in einem Interview schwere Vorwürfe gegen ihn erhob.“

  21. „Wer #MeToo, wie Jessen in seinem Artikel Der bedrohte Mann, instrumentalisiert, als „Hexenlabyrinth“ bezeichnet oder zu Männerhass umdeutet, verfehlt den Kern der Debatte. Der entzieht sich der Selbstreflexion, die von allen Seiten nötig wäre, um die sexistischen Strukturen unserer Gesellschaft aufzudröseln, abzuschaffen.“

    https://ze.tt/metoo-es-geht-um-sexuelle-belaestigung-nicht-um-einen-geschlechterkampf/

    Genau die ist der Kern der Debatte um den Feminismus: die irre paranoide Verschwörungstheorie von den „sexistischen Strukturen unserer Gesellschaft“. Eine vollverblödender und ultimativ rückverdummender Irrationalismus, der weibliche Suprematie und männliche Dehumanisierung predigt.

    Man sollte auch nur bei diesem Kern bleiben und bei jeder Auseinandersetzung mit Vertretern des Feminismus gleich auf diesen Kern gehen — denn jegliche echte Diskussion ist mit diesen Verschwörungsirren vollkommen umsonst.

    Der Trick dieses pro-feministischen Aufsatzes hier ist es, durch den Verweis auf Individuen das Thema abzulenken und zu zerreden, man kennt das zur Genüge.

    „Nicht jeder Mann fühlt sich durch den neuen, starken Feminismus bedroht.“

    Weil sich eben „nicht jeder Mann“ durch den Männerhass des Feminismus angesprochen fühlt. Weil der so vollkommen irre erscheint, so dass man lieber wegsieht oder den Kopf in den Sand steckt. Und ausserdem brauch man ja keine „Zeit“, „Spiegel“ oder sonstige Zeitung lesen und den ÖR-Dreck muss man sich ja auch nicht geben ….
    Tatsache ist: der Feminismus greift *jeden Mann* an und zwar *nur* und *weil* er Mann ist. Weil der Feminismus eben der reine Sexismus ist.

    „Nicht jede Frau hat einen in die Wiege gelegten Männerhass, vor dem sich Jessen so sehr fürchtet.“

    Hier spielen sie mit dem Dogma des Feminismus, dass der Feminismus der natürliche Ausdruck der Frau ist. Dies legen sie dann einfach dem Gegner in den Mund, dazu noch grotesk verzerrt. Diese Art der Inversion ist *der* Stil, wie der Feminismus seine paranoide Demagogie fährt. Immer dem Gegner das unterstellen, was man selbst denkt.
    Nur so deflektiert man der einfachen Feststellung, dass Feminismus ein Gedankengebäude ist, welches Männerhass verbreitet und das eben niemandem „in die Wiege gelegt wird“, sondern das durch Erziehung und Medien wie „die Zeit“ verbreitet wird.

    „Wir brauchen eine Sexismus-Debatte, die ohne das Geschlechter-Bashing auskommt.“

    Wir brauchen nur eine Debatte über den Sexismus des Feminismus und wie man diese Hetzideologie aus der Welt schafft.

    „Eine reißerische Tonalität ist dabei kontraproduktiv.“

    Nein, diese ist sehr produktiv. Nur nicht für den Feminismus 🙂

    „Alles in allem scheint es momentan so, als würde sich die #MeToo-Debatte nunmehr hauptsächlich in den Feuilletons der Meinungsmedien als Journalist-gegen-Journalistin-Debatte auf einer derartigen Metaebene zerflattern“

    Genau das ist der Fall, ein reine Geister“diskussion“, die morgen schon wieder durch einen ähnliche Mist ersetzt sein wird. Wash, Rinse, Repeat.

    „Um das zu ändern und um #MeToo wieder zu seinen Wurzeln zurückzuführen, haben wir ein öffentlich einsehbares Google-Doc aufgesetzt. In diesem dokumentieren alle ze.tt-Redakteur*innen ein Jahr lang, welche sexuellen Belästigungen sie im Alltag ausgesetzt waren.“

    Wer will die Lügen der Feministinnen noch glauben? Niemand! Schert Euch zum Teufel, keiner wird Eure Dreckszeitung mehr kaufen wollen 😀

  22. Schon seltsam, liegt das am linksradikalen Ursprung des Emma-Feminismus?

  23. Wegen Hysterie in die Psychiatrie einsperren“: Gruppenkeile für Jens Jessen

    https://genderama.blogspot.de/2018/04/wegen-hysterie-in-die-psychiatrie.html

    „Warum gelingt es Feministinnen eigentlich nicht, auch nur im Ansatz zu reflektieren, dass solche Angriffe genau jene Art und Weise widerspiegeln, mit der Feministinnen selbst auftreten?“

    Das kann doch nur ein völlig enthemmter Hass auf alle Männer, alles Männliche sein, der diesen Kurzschluss verursacht?! Verursacht von der Überzeugung, das man das absolute Opfer eben dieser Männer und ihrer Verschwörung gegen die Frauen ist. Nur dann ist alles gerechtfertigt, man kämpft ja um die nackte Existenz und gegen einen völlig unbarmherzigen und uneinsichtigen Feind.

    „Zwischen den feministischen Journalisten und ihren Lesern (aus journalistischer Sicht: zwischen der Elite und dem Pöbel) herrscht eine gewaltige Kluft. Feministische Journalisten versuchen schlicht, Gruppendruck aufzubauen, um weitere Abweichler abzuschrecken. Aber die Veröffentlichung von Jessens Artikel als Titelgeschichte zeigt am besten, dass dieses autoritäre System zu bröckeln beginnt.“

    Die feministische Heilslehre verträgt eben keine Kritik, nicht mal den Anschein davon.

    Diese überaus grosse Empfindlichkeit gegenüber Kritik ist absolut charakteristisch für jedes totalitäre Denken, für jedes totalitäre System.

  24. https://uebermedien.de/26570/du-bist-unser-autor-du-hast-uns-nicht-in-den-ruecken-zu-fallen/

    „Bemerkenswert ist übrigens, dass irgendeine Form von „Loyalität“ die stellvertretende „Zeit“-Chefredakteurin Rückert nicht davon abhielt, im vergangenen Herbst den Beitrag einer „Zeit Online“-Redakteurin öffentlich in schärfsten Worten und mit beißendem Sarkasmus abzukanzeln: „Soll das Journalismus sein“, fragte sie in der Überschrift ironisch. Ihr Text endete mit den Sätzen: „Verbrechen zu verfolgen und zu bestrafen, ist Sache der Justiz. Nicht der Autorin Würfel.““

    Woher wohl die 180 Grad-Wendung binnen weniger Monate kommt?

    • Etwas ähnliches wie das Schassen vom Fischer bei der „Zeit“ ist gerade beim Magazin „The Atlantic“ passiert. Witzig, weil diese Zeitungen mir ein wenig wie Schwestern vorkommen.

    • ich bin ja ganz froh keine Personalverantwortung zu haben und mich um das Thema Personalführung zu kümmern wenn es mich selbst betrifft…. aber so öffentlich auf die eigenen Mitarbeiter einzuklopfen ist normalerweise doch ein Grund das Führungspersonal anzugehen als Oberchef?
      Die haben was von 40k Orkz wenn sie sich so aufführen 🙂

      • Das ist ein Zeichen dafür, dass diese Chefs nicht besonders mächtig sind und von „grauen Eminenzen“ so zusammengestaucht werden, dass sie ihre Meinung stark ändern.

    • Über „10 nach 8“:

      Autor_innen, die in ihrer Filterblase leben.
      Artikel, die mit der wirklichen Welt nahezu nichts zu tun haben
      Artikel, die es nur auf möglichst viele Kommentare (= Clickbaiting) abgesehen haben

    • „Neue Frauenrollen auf der Bühne
      Endlich schärft sich ein Bewusstsein für veraltete Machtstrukturen an Theatern. “

      Feminismus als Meme

      Wenn irgendwo viele Männer sind dann gibt es dort machtstrukturen die aufgebrochen werden müssen.
      Wenn irgendwo der Frauenanteil bei über 80% liegt ist alles supi dupi!

  25. Ist der Dawkins so ein idiotischer Feminist oder wie kann er meinen, dass die monotheistischen Religionen Frauen „hassen“ würden?
    Vielleicht ist es einfach so, dass Dawkins Religion zu sehr hasst, was ihm sein Urteil trübt.

  26. „The cross-party group, which includes Conservative Lord Polak, and Labour’s Lord Turnberg and Lord Beecham; Lord Carlile and Lord Palmer of the Liberal Democrats, and crossbencher Baroness Deech, wrote to Cressida Dick, of the Metropolitan Police Commissioner, yesterday afternoon, describing the groups as promoting “hate speech on social media platforms.

    “We believe that many of the messages may be a breach under the Public Order Act (1986), and would ask that the Metropolitan Police investigate.”

    Citing an article by the Sunday Times, the peers gave examples including relating to a member of a Facebook group called “Supporting Jeremy Corbyn & John McDonnell”, who wrote: „Adolph (sic), you should have finished the job.”“

    https://www.thejc.com/news/uk-news/pro-corbyn-antisemitic-facebook-groups-reported-to-police-by-jewish-peers-1.461951

    • müsste jemand mal die von „No Hate Speech“ fragen, inwieweit sie das Sperren von UK-Labour Accounts befürworten würden! Geht ja um authentische hate speech hier.

      Ich finde es besser, wenn das jeder sehen kann, was bei dieser Partei für Meinungen herrschen.

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