Die Folgen eines Outings als Männerrechtler

Eine interessante Schilderung eines Outings als Männerrechtler findet sich hier

Das Outing an sich hat mir wenig geschadet. Der Klarname schon – das muss man tatsächlich eingestehen.

Vom örtlichen Jugendamt wurden Männer und Frauen nachdrücklich verwarnt, bei MIR Hilfe zu suchen, weil ich „nur an Männer denke“. (Das berichtet mir eine Frau, die sich ERST ans Jugendamt wandte, ob ich mit meiner Einrichtung dort bekannt sei. Die Frau kam trotz der negativen Aussage zu mir und ich konnte ihr in einem Sorgerechtsstreit gut helfen, weil ich mit dem Mann reden konnte. Beide haben jetzt gemeinsames Sorgerecht und wenn mal Schwierigkeiten gab, hat ein Anruf genügt, um das wieder in Ordnung zu bekommen. Die Hilfe des Jugendamtes war NULL (in Zahlen=0) – außer einer Warnung, sich bloß bei mir keine Hilfe zu suchen.

Aber anonym hätte ich gar nichts erreicht.

Ich bekam Drohungen von sogenannten Männerrechtlern, mich bei meinem Arbeitgeber anzuschwärzen, weil sie mit meinem Umgang mit Jungen nicht einverstanden waren.

Aktionen wie das „Netzwerk Pro-Test“ (damals http://www.pro-Test.net) wurden ZUERST von Männerrechtlern attakiert, aus den kurriosesten Gründen heraus, aber wohl, weil man mir auch den Erfolg in Presse und Fernsehen neidete.

Als Geschäftsführer der damaligen Männerpartei musste ich zurücktreten, weil anonyme Postings an das Jugendamt Rosenheim mich als Einzigen mit Klarnamen beinahe ruiniert hätten.

Als Mann, der mit Jungen arbeitet, war ich im Maskulistenkreis und auch in der Bevölkerung immer suspekt – „der steht wohl auf Jungs“ waren die nettesten Formulierungen.

Als Mann, der mit Männern arbeitet, war ich im Maskulistenkreis und auch in der Bevölkerung immer suspekt – „der hats wohl mit Männern“ waren die nettesten Formulierungen.

Finanziell hat mich mein Eintreten für Jungen und Männer ruiniert. Ich bekomme kaum noch Stellen, als Mann ohnehin schlecht im sozialen Bereich, ich erlebe Anfeindungen – auch mal gerne vom der „Männerhilfe Süd-ost-bayern“ der evangelischen Kirche, die mich öffentlich in einem Leserbrief kritisiert hat, dass es ja wohl erwiesen sei, dass Männer diejenigen sind, die häusliche Gewalt ausüben und es sowas bei Frauen gar nicht gäbe. (MÄNNERHILFE nennt sich das!) Inzwischen denkt man dort ein wenig „um“, weil es jetzt auch Geld für häusliche Gewalt an Männer gibt, soviel ich weiß – das ist dann Geschäft und das läßt sich die evangelische Kirche natürlich NICHT entgehen.!

Mein Fazit: Ein Outing ist WICHTIG, auch wenn man sich auf negative Erlebnisse einstellen muss. Ohne ein Outing, kann die Schwulenbewegung nicht existieren, ohne ein Outing kann auch die Maskulistenszene nicht existieren. Aber NIEMAND darf zum Outing gezwungen werden. Das ist die persönliche Entscheidung jedes Einzelnen – denn ER muss ja auch die Verantwortung tragen und muss die Suppe auslöffeln. Ich habe mich im fortgeschrittenen Alter dazu entschlossen. Jetzt, mit 58, nerven mich Anfeindungen nicht mehr. Ich muss – laut Rentenberechnung – mit 1100 Euro Rente zurechtkommen und das schaff ich als Lebenskünstler locker 🙂

Ohne Frau und Kind kann ich mir das erlauben! Andere vielleicht nicht!

Anonymes Bloggen erlaubt mir über alles mögliche zu reden ohne das ich damit direkt in ein schlechtes Licht gerückt werde. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass da – gerade wenn noch Themen wie Pickup dazu kommen – da schnell einige das im beruflichen Umfeld verbreiten würden und ich habe keine Lust da lange Erklärungen abgeben zu müssen. Wäre ich nicht anonym müsste ich vielmehr auf die Goldwaage legen. Ich möchte die obigen Erfahrungen nicht machen.

72 Gedanken zu “Die Folgen eines Outings als Männerrechtler

  1. Bei mir hinterlässt so ein Artikel mehr Fragen als Antworten. Nur Beurteilungen, keine Hintergründe, keine Links zum Nachlesen. Es bleibt der vage, aber eh längst bestätigte, Eindruck, dass „gegen Frauen“ hochpotentes Gift für den Leumund ist.

    tscha

    • Ja, der Text ist in sich widersprüchlich und es gibt fast nur vage Andeutungen. Und was sagt es, dass er sich Männerrechtler nennt, wenn er unter Männerrechtlern nicht anerkannt ist?

          • Er schreibt ja in seinem Coming-Out-Artikel: […] weil mir Frauen als Partner aus bestimmten Gründen immer suspekt waren (Frage nach Geld, Automarke – bei ersten Treffen […]

            Damit würde er eigentlich ganz gut ins wgvdl-Forum passen.

          • Man könnte den Text so deuten, dass er von der feministischen Männerbewegung angegriffen wurde, allerdings nur mit sehr viel Mühe. Die nennen sich ja nicht Männerrechtler, vor allem nicht Maskulisten.

            Was war denn der Grund für die genannten Angriffe?

            Ich bekam Drohungen von sogenannten Männerrechtlern, mich bei meinem Arbeitgeber anzuschwärzen, weil sie mit meinem Umgang mit Jungen nicht einverstanden waren. […] Aktionen wie das „Netzwerk Pro-Test“ (damals http://www.pro-Test.net) [= Aktion für heimliche Vaterschaftstests] wurden ZUERST von Männerrechtlern attackiert […] Als Geschäftsführer der damaligen Männerpartei musste ich zurücktreten, weil anonyme Postings an das Jugendamt Rosenheim mich als Einzigen mit Klarnamen beinahe ruiniert hätten. Als Mann, der mit Jungen arbeitet, war ich im Maskulistenkreis und auch in der Bevölkerung immer suspekt

          • @FS
            Odin war tatsächlich über etliche Jahre im WGVDL-Forum aktiv, wenn dortselbst auch nicht unumstritten. Meines Wissens war (ist?) er auch bei Manndat aktiv. Auch Arne Hoffman schrieb vor vielen Jahren im WGVDL-Forum mit – damals noch unter der Leitung des Forumsgründers Jörg.

            Unabhängig irgendwelcher persönlicher Animositäten ist Odins Leistung in der Jungenarbeit durchaus real und unbestritten.

          • Man könnte den Text so deuten, dass er von der feministischen Männerbewegung angegriffen wurde, allerdings nur mit sehr viel Mühe. Die nennen sich ja nicht Männerrechtler, vor allem nicht Maskulisten.

            Was war denn der Grund für die genannten Angriffe?

            Ich bekam Drohungen von sogenannten Männerrechtlern, mich bei meinem Arbeitgeber anzuschwärzen, weil sie mit meinem Umgang mit Jungen nicht einverstanden waren. […] Aktionen wie das „Netzwerk Pro-Test“ (damals http://www.pro-Test.net) [= Aktion für heimliche Vaterschaftstests] wurden ZUERST von Männerrechtlern attackiert […] Als Geschäftsführer der damaligen Männerpartei musste ich zurücktreten, weil anonyme Postings an das Jugendamt Rosenheim mich als Einzigen mit Klarnamen beinahe ruiniert hätten. Als Mann, der mit Jungen arbeitet, war ich im Maskulistenkreis und auch in der Bevölkerung immer suspekt […]

        • Vor einiger Zeit habe ich mal mit meinem Klarnamen zu einigen Dingen etwas geschrieben, auch im Blog. Doch wer vom Blog zum Klarnamen möchte, der muss schon suchen. Wikidingsbums macht das allerdings ganz öffentlich auf der ersten Seite. Arne z. B. kriegt den Spagat locker hin, Wikidingsbums nicht… Ein Grund warum ich diesen Blog habe auslaufen lassen.
          Und was da so drin steht im Wikidingsbums, naja, mehr als wir haben die dickeren Eier wissen aber auch nicht warum, ist da nicht zu finden…

        • Unglaubwürdig? Finde ich nicht.
          Seit ein paar Wochen teile ich auf Facebook Links zu diversen Artikeln. Bisher haben sich tatsächlich zwei Leute zu Kommentaren hinreißen lassen. Die sind allerdings nicht wirklich positiv – und stammen von Männern.
          Man sollte vielleicht in Betracht ziehen, dass manche Männer (vielleicht auch „Männerrechtler“) es scheinbar nicht verkraften können, wenn man ihnen aufzeigt, dass sie eben doch nicht zum ultimativen, starken Geschlecht gehören, sondern benachteiligt und diskriminiert werden.

          • Korrekt, Männer sind von ihrem Selbstverständnis her Akteure. Daher fällt es intuitiv schwer ein Unterdrücktsein zu aktzeptieren, WEIL man ein Mann ist.

            Vielleicht würde es einfacher fallen, wenn man drauf hinweist, dass man von anderen Männern unterdrückt wird. Frauen sind dazu nicht in der Lage.

          • Vielleicht würde es einfacher fallen, wenn man drauf hinweist, dass man von anderen Männern unterdrückt wird. Frauen sind dazu nicht in der Lage.

            Doch, in unserer Gesellschaft sind Frauen dazu durchaus in der Lage. Aber ich glaube, da erzähle ich im Grunde nichts neues.

        • „Die von WikiMANNia“ behaupten gar nichts. WikiMANNia versucht die großen und kleinen Kriege zu dokumentieren. Das diese real bestehen und nicht „behauptet“ sind, wird ja wohl niemand abstreiten können. Wir sind eine (zumindest in erster Linie) eine Dokumentationsseite, keine „Behauptungs“seite.

    • das Wort Feministinnen kommt aber nicht einmal in dem Text vor? Seltsam

      Er schreibt immerhin:
      Vom örtlichen Jugendamt wurden Männer und Frauen nachdrücklich verwarnt, bei MIR Hilfe zu suchen, weil ich „nur an Männer denke“.

      Die heutigen (twittertypischen) Anschwärzaktionen von radikalfeministischer Seite waren damals wohl nicht so verbreitet.

  2. Ich habe ähnliches erlebt, einmal an die Grünen mit Klarnamen angeschrieben und was zu Sorgerecht geschrieben… Leider von meinem Firmenaccount. Direkt an unsere deutsche Niederlassung ob das denn bitte ein Statement der Firma sei. Aber ansonsten sind die Grünen ja für Klarnamenpflicht im Internet, ein Schelm wer böses dabei denkt.

    Wir haben das Glück das unsere Asso bei Fachkräften bekannt ist, viele schicken uns Fälle, auch weil sie selber keinen Bock drauf haben. Aber das ist uns egal…
    Aber in anderen Kreisen kommt schon mal wir wären böse Maskulininisten und uns wäre nicht zu trauen… Wir würden Vater und Kind priviligieren etc. pp. Und das alles geschieht mit der Rückendeckung von linken und Feministinnen in den Parteien… Eine offene Auseinandersetzung wird gescheut, auch weil sie kaum Argumente haben. Und man sieht es ja auch beim Schiessen gegen den Kongress um häusliche Gewalt.

      • Nun, ich bin in einem anderen Land, trotzdem ging das bis zu unserer HR… Die haben mich abgemahnt, mir gesagt wenn ich nur eine Beleidigung geschrieben hätte wäre ich fristlos rausgeworfen worden und dann musste ich sämtliche privaten Daten von meinem firmenpc löschen. was nun nicht viele waren, ausser halt diese Mail die ich schrieb während ich auf den Shuttle gewatet habe…

  3. Sehr interessanter Artikel.
    Meine Anerkennung für den Autor.

    Ob und inwieweit ein Outing als Männerrechtler einem selbst schaden kann, ist natürlich wesentlich eine Kontextfrage. Man muss diesbezüglich die wesentlichen sozialen Kontexte analysieren, in denen man sich bewegt, mit denen man direkt oder indirekt in Verbindung steht und von deren Einflüssen und Auswirkungen man bis zu einem gewissen Grad betroffen ist und dann eine Abwägung treffen.

    Des Weiteren spielt sicherlich auch eine Rolle, welche weltanschaulichen Positionen man selbst konkret vertrittt und wie man selbst als Männerrechtler auftritt.

    Und ein weiterer zu berücksichtigender Faktor sind offenbar auch Gegnerschaften innerhalb der Männerrechtsbewegung selbst, in der es, wie in jeder sozialen Bewegung ab einer bestimmten Göße, verschiedene Flügel und weltanschauliche und persönliche Konflikte gibt.

      • Zu Wolfgang Wengers Nicknamen Odin gibt es nicht viel zu sagen. In den Diskussionen hat er meines Wissens nie auf die nordische Mythologie Bezug genommen. Vielleicht hat ihn beeindruckt, dass Odin der nordische Göttervater war und das Männliche in starkem und edlem Masse zugleich verkörperte.

        • Schon eine Konstruktion nach der Methode „Wikingerfan = Nazi“ ist hysterischer Quatsch.
          Siehe auch der Keltenkult unter britischen Hippies ( Stichwort Stonehenge ) oder, daß manche Südamerikafans Tolteken toll finden.
          CU in Walhalla …..

  4. Das Outing an sich hat mir wenig geschadet. Der Klarname schon

    Kann mir mal jemand erklären, was das bedeuten soll? So rein logisch scheint mir das nicht zusammenzupassen.

    • Sagen wir mal so, das Outing an sich, dafür wurde er nicht direkt angegriffen. Sondern dadurch das man sich an ihm als Person rächen konnte. Siehe auch mein Beitrag mit den Grünen, die Position die ich gegenüber den Grünen in der Mail vertreten habe ist nicht angreifbar gewesen, sonst hätte man mich entlassen. Einzig das ich mit Klarnamen dafür gestanden habe hat mich angreifbar gemacht.

      • Mit anderen Worten: Man wird aufgrund des Klarnamens angegriffen, egal welche Position man vertritt?

        Daraus folgt dann: JEDER muss anonym bleiben.

        • Nun, solange Du die passenden Positionen hast passiert nicht viel. Aber schau Dir doch die Shitstorms an, die da in letzter Zeit hochkamen. Der gegen Hunt, die Position wurde nicht mal dargestellt, es war ein selbstironischer Witz. Hat aber bestimmten nicht gefallen, deshalb wurde die Person angegriffen. Oder Münkler Watch oder oder oder…

        • Es gilt einfach abzuwägen, was man wie zu tun gedenkt und was man zu verlieren hat.
          Wer an relativ prominenter Stelle Vereinsarbeit o.ä. leisten will, kommt um den Klarnamen nicht herum, wie z.B. Franzjörg Krieg, oder Hartmut Wolters ( von letzterem weiß ich, daß er eigentlich lieber unter Pseudonym im Netz unterwegs war ).
          Wer sich auf ( dafür um so eindeutigere ) Kommentare und Statements im Internet beschränkt, dabei aber einen Job – bspw. an einer Schule – zu verlieren hat, der muß, schon aus Gründen der Existenzsicherung, anonym bleiben, wie z.B. Lucas Schoppe.
          Ähnliches gilt für die Kompromißlosigkeit, mit der man auftritt. Wer Ross UND Reiter outet, steht immer mit einem Bein im Knast, im gemeinen Wesen D..

          Ich habe es bezüglich dieser Frage eigentlich am besten von allen. Ich war schon immer Fiete, auch privat, obwohl ich nicht so heiße. 😉
          Aber auch ich finde es ganz angenehm, daß mein Klarname nicht mehr mal eben in 5 Minuten zu ermitteln ist und habe zusätzlich aufgehört, die Namen akut in Fälle involvierter Täter zu outen ( wenige Ausnahmen mögen die Regel bestätigen ). Irgendwann ist man die ständigen Angriffe und eintrudelnden Strafbefehle auch leid.

        • Gratulation, du hast es verstanden.
          Du wirst für jegliche Position von den Vertretern der Gegenposition angegriffen.

          Aber mal ein wenig ernster:
          Das Problem war der Klarname, das ist doch recht eindeutig sichtbar. Bitte hört auf euch dumm zu stellen.

  5. Solange man sich in Abhängigkeiten befindet – ich denke insbesondere an abhängige Beschäftigung – ist es glaube ich risikobehaftet, sich namentlich als Männerrechtler zu outen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es schwarze Listen gibt, und wenn jemand z.B. zur typischen Arbeitszeit etwas öffentlich postet, dann könnte es doch durchaus von einschlägigen Kreisen einen „diskreten Hinweis“ an den Arbeitgeber geben.

  6. Immer wieder interessant das sobald man sich als Männerrechtler outet, einer der ersten Schritt der Gegner der Versuch ist ihn bei seinem Arbeitgeber anzuschwärzen. Fast egal was man sagt oder vertritt.

    „Oh, siehe da, ein Männerrechtler.“
    „Finde raus wo er arbeitet und ruf seinem Chef an. Er hat einen Mitarbeiter der ‚problematische‘ und sexistische Sachen immer Internet verbreiten. Seine Firma will bestimmt nicht damit in Verbindung gebracht werden.“
    „Was schreibt er denn.“
    „Hä, ich verstehe die Frage nicht.“

    • Immer wieder interessant das sobald man sich als Männerrechtler outet, einer der ersten Schritt der Gegner der Versuch ist ihn bei seinem Arbeitgeber anzuschwärzen. Fast egal was man sagt oder vertritt.
      Mist, da ist ein Bug im System, der längst hätte gefixt werden müssen. In einem richtigen Patriarchat halten alle Männer zusammen.

  7. Vielleicht sollte man sich das Etikett „Männerrechtler“ nicht anheften, sondern einfach das tun, was man für richtig hält.
    Es ist so eine Sache mit den Etiketten. Wenn irgendwo einer, der sich selbst Männerrechtler nennt Scheisse baut, dann fällt das zum Teil auf „die Männerrechtler“ zurück. Hat Mann sich dieses Etikett angeheftet, na dann …

    • Ergänzend dazu: Feministen sind ja bekanntlich nie über Schubladendenken hinausgekommen. Eine sachliche Auseinandersetzung findet nicht statt. Deren Methode ist Beschämumg und Marginalisierung. Sich selbst als „Maskulist“ oder als „Männerrechtler“ zu bezeichnen liefert eine Steilvorlage. Das Geschlechterverhältnis ist derart, dass Frauen schutzbedürftig sind, Männer sind es nicht. Ob das nun auf biologischen Voraussetzungen beruht oder ansozialisiert wurde – von beidem etwas, denke ich – spielt letztendlich keine Rolle. Sich für Männer und deren Interessen einzusetzen gilt als „wider die Natur“. Die Erfahrung, zumindest meine Erfahrungen sagen mir: Dagegen kommst du nicht an. das ist so tief in den Köpfen eingegraben, da kannst du argumentieren, so viel du willst.

      • Dagegen kommst du nicht an. das ist so tief in den Köpfen eingegraben, da kannst du argumentieren, so viel du willst.

        Genau meine Erfahrung. Daher ist diese Gesellschaft und die Menschheit als ganzes letztendlich nicht zu retten. Denn aus dieser Denke resultieren direkt oder indirekt alle Fehler und Gebrechen, die unweigerlich auf den Kollaps der Zivilisation zusteuern.

    • Die Zuschreibung Maskulininininist ist bereits eine Fremdzuschreibung, wie Schwuler auch. Ich kenne Menschen die haben sich nie als Maskudingsbumsirgendwas bezeichnet, nicht mal als was mit Männer etc. trotzdem sind sie ganz böse Maskus weil sie auch Papas helfen den Kontakt zum Kind nicht zu verlieren… Aber auch Mamas…

      • „… trotzdem sind sie ganz böse Maskus weil sie auch Papas helfen den Kontakt zum Kind nicht zu verlieren…

        Stimmt, kann ich bestätigen. „Da draußen“ werden Väterrechtler und Männerrechtler/Maskuli(ni)sten synonym gesehen.
        Am witzigsten waren die Attacken gegen das Elternforum des VAfK. Kam nicht oft vor, aber gelegentlich wütete irgendeine Dumpfbacke gegen die verschworene Männergemeinschaft dort, die Lügen verbreiten und Frauen mundtot machen würde.
        Da konnten wir uns ganz entspannt grinsend zurücklehnen, denn Admin des Forums war (und ist) Ingrid, anerkanntermaßen eine Frau, von den vier Moderatoren waren zugegebenermaßen nur vier Frauen.
        Männerrechte tangierten uns nur im Zusammenhang mit Familienrechten und dass es da klemmte, bekam D ja mit regelmäßigen Abmahnungen aus Strasbourg schriftlich und amtlich.
        Ansonsten hatten wir wenig bis keine Berührungsängste gegenüber Frauen im Allgemeinen.
        Objektiv taugen Väterrechtler also nicht als Feindbild für die Feministas, aber als öffentlich sichtbare Projektionsfläche allemal. Feministas nehmen es mit der Wahrheit eh nicht so genau.

        Zu der Problematik mit den Klarnamen: persönlich kann ich von keinem negativen Fall berichten, denke aber, dass es durchaus Fälle gibt, wo der sichtbar (Klarname) aktive Einsatz in einem Väter- oder Männerverein ein Ausschlusskriterium für einen neuen Job war/ist. Es wird nur eben nicht als Begründung genannt – dann wäre es immerhin ein Klagegrund.
        So sehr ich also liebe, mit offenem Visier zu kämpfen, so empfehle ich doch das geschlossene, weil im Internet-Zeitalter die Folgen eines politischen oder sozialen „Outings“ nicht kalkulierbar sind.

        • Nun, ich würde das mal etwas anders sehen…
          Wechselmodell im Bundestag, da waren Väter die Feindbilder von allen, auch von der AfD (ausser FDP, klar). Und Ihr, als Erfüllungsgehilfen der nichtunterhaltzahlenden Papas wollt doch eh nur eines, keinen Unterhalt zahlen, Kinder interessieren Euch doch nicht!!! Das war doch der Tenor im Bundestag (das der Antrag der Linken sich nur um Unterhalt drehte, egal).
          Das wir alle paar Wochen eine neue Frau hatten mit exakt den gleichen Problemen wie ausgegrenzte Papas, egal. Das wir denen genau so helfen, egal… VAfK hat da wohl eher die zweite Frau die bei Euch richtig mitarbeiten. Doch einige, auch Franzjörg sind ja nicht so glücklich mit Vater im Namen. Oder anders ausgedrückt, ihr würdet auch jeder Mutter helfen die ausgegrenzt ist.

          Und da ist der Unterschied zu den Feministen, wir fordern keine exklusiven Rechte, wir fordern Rechte für alle ausgegrenzten Eltern…

      • Scheiße werfen ist bei denen Standardtaktik, darauf darf man sich nicht einlassen, sondern sie sofort darauf festnageln, das sie nichts können ausser mit Scheiße werfen.

    • Ich verstehe auch nicht, warum sich so viele Leute mit Eigenbezeichnungen selbst einschränken. Es ist doch sowieso nicht aussagekräftig. Ich kann mich auch einfach als „Feminist“ bezeichnen, heißt aber noch lange nicht, dass ich das wirklich bin.
      Niemand mit gesunden Menschenverstand bewertet Leute nachdem, wie sie sich selbst bezeichnen. Da wird darauf geschaut was sie sagen und was sie tun und dann eine Meinung gebildet.

      • Ich habe das Selbstkategorisieren immer als eine Art Verteidigung gesehen, um etwaigen Gegnern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wenn die vermeintliche Anklage kommt, man sei ja ein Männerrechtler, kann man entgegnen: „Richtig. So what?“. Die direkte Folge ist dann aber, dass man u.U. erklären muß, was genau man damit meint.

      • Ich geb dir ja recht, allerdings ist dann gesunder Menschenverstand sehr selten.
        Labels sind ja gerade deshalb so mächtig, weil sie erstmal einen ersten Holzzaun als Verteidigung bieten.

    • @Pjotr
      Vielleicht sollte man sich das Etikett „Männerrechtler“ nicht anheften, sondern einfach das tun, was man für richtig hält.

      Das ist allerdings eine andere Diskussion. Ich würde mir so ein Label auch nicht umhängen.

      Aber sagen, „was man für richtig hält“, recht ja völlig aus, um denunziert zu werden. Dafür braucht es kein Label. Siehe Danisch.

    • Männerrechtler ist schlichtweg das Äquivalent zu „Ketzer“ in der heutigen Zeit. Das müssen die immer wieder auswechseln, da sonst die Schlagkraft verloren geht. Daher „Masku“, „Männerrechtler“, „Nazi“, „Alt-Right“, immer schön im wechsel.
      Ich glaube wir brauchen einen Nachfolger zu Lingua Tertii Imperii. Lingua Tertii Feminista oder sowas.

  8. Zitat Christian
    Anonymes Bloggen erlaubt mir über alles mögliche zu reden ohne das ich damit direkt in ein schlechtes Licht gerückt werde. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass da – gerade wenn noch Themen wie Pickup dazu kommen – da schnell einige das im beruflichen Umfeld verbreiten würden und ich habe keine Lust da lange Erklärungen abgeben zu müssen. Wäre ich nicht anonym müsste ich vielmehr auf die Goldwaage legen. Ich möchte die obigen Erfahrungen nicht machen.

    Anders gesagt: Wenn man so denkt wie Christian, ist man ein gesellschaftliches Schmuddelkind.

    Pfui!

  9. Danke, schöne Mutprobe und- bestanden.
    Aber stehe doch jemand mal mit Klarnamen zur AfD.
    Der EINZIGEN Partei übrigens, die, mit Abstrichen (Wechselmodell) wirklich Emanzipation lebt, mit einer bekennend lesbischen Frau an der Spitze.
    Wer das Gendergesumse NICHT mitdenkt, mit- lallt, nicht mitmacht,
    oder bekennend MGTOW- ohne Soziologische Weihen,
    einfach nur Mann Ist,
    auch hier, ist zum Abschuss freigegeben.
    Getroffen, aber noch lebend:
    Thomas Fügner
    Straight.

      • Was ist falsch an „rechts“?
        Nachdem Links auf wirklich ALLEN politischen Feldern brutal gescheitert ist? (S.u.)
        Und was ist falsch an „nationalen Werten“ wie Deutschland zuerst, nachdem die EU maximal scheitert? (Auch DU haftest für 600 Mrd. Target- Salden!)
        Nur als Beispiel: Familienpolitik:
        auch mit über 200 familienpolitischen Fördermaßnahmen ist es keinem SPD-geführten Bundesland gelungen, die Scheidungsquoten zu senken. Sie verursachen massgeblich die Finanznot der Alleinerziehenden Mütter (zu 95%) die mit über 60% in die Armutsfalle (Hartz IV- Bedüürfdtigkeit) geraten
        * Noch immer werden mit 120.000 Abtreibungen / Jahr allein in Deutschland mehr Unschuldige getötet als weltweit Schuldige hingerichtet. Und die SPD wird nicht müde, dies als Erfolg zu verkaufen, obwohl Deutschland bei der Geburtenrate WELTWEIT am schlechtesten dasteht. Jede einzelne Tötung eines unschuldigen Kindes ist ein Beweis für das Versagen, eine Ohrfeige für die Deutsche Familienpolitik
        * Das Deutsche Scheidungsrecht verursacht jährlich 40.000 Scheidungsweisen. Wer um die Bedeutung der Väter für die Entwicklung der Kinder weiß, der ahnt welch verheerender Schaden für die psychische Gesundheit der Zukunft unserer Kinder damit entsteht. http://www.maennerkongress2010.de/download/vt_franz.pdf
        * Daneben gibt es, ebenfalls durch die SPD initiiert ein namenloses Unrecht des Deutschen Scheidungsrechts. Zwar gut gemeint, aber in den Auswirkungen mit entsetzlichem Leid für alle Beteiligten, besonders der Kinder verbunden, macht es i.V.m. Einer skupellosen Justiz Deutrschland vom Rechts- zum Faustrechtsstaat: http://de.wikimannia.org/images/Vom_Rechtsstaat_zum_Faustrechtsstaat.pdf
        Eicht das nicht, sich von linken Träumereien zu verabschieden?

          • Nicht ganz schlüssig:
            Wir sind (wohl gemeinsam) gegen die Todesstrafe. Auch die höchste, die größte Schuld rechtfertigt niemanden, den Schuldigen zu töten.
            Wie aber rechtfertigst du dann da Töten Ungeborener, die nun wirklich keine Schuld auf sich geladen haben, die „maximal unschuldig“ sind- ohne selbst an dieser Tötung schuldig zu werden?
            Den Unsinn mit dem Rassisimus überspringe ich.
            Und es ist unendlich mühsam, sich mit intelligenten Menschen streiten zu müssen, die der Strohmann Argumentation anhängen- (Wikipedia). Niemand, wirklich niemand, noch nicht mal in der AfD, will Ehepartner „zwanghaft“ in einer Ehe halten.
            Das Plädiyer geht dahin, zum Kindeswohls Scheidungen nicht zu erleichtern, sondern zu erschweren.
            Kinder brauchen beide Eltern. (<- Wallerstein – Langzeitstudie zu Schedungsfolgen)

          • „Leute zwanghaft in einer Ehe zu halten bringt nichts“
            Ich halte das für eine Schutzbehauptung. Mir ist niemand bekannt, der Leute „zwanghaft in einer Ehe halten“. Trotzdem tauchen verwandte Argumentationsmuster immer dann aud, wenn es darum geht, staatliche Eingriffe in private Familienverhältnisse zu legitimieren.

          • „Ich weise schlicht dem Fötus einen anderen Wert zu als du. Das ist ja eine Definitionssache. Es gibt keinen objektiven Wert.“
            Sie dürfen gerne dem von Ihnen selbst gezeugen Fötus einen „anderen Wert“ zuweisen. Aber ich verbitte es mir, dass Sie dem von MIR gezeugen Fötus einen anderen Wert zuweisen. Überhaupt steht es Ihnen nicht zu, Föten anderer Leute irgendeinen Ihnen genehmen Wert „zuzuweisen“.

          • „Sie dürfen gerne dem von Ihnen selbst gezeugen Fötus einen „anderen Wert“ zuweisen. Aber ich verbitte es mir, dass Sie dem von MIR gezeugen Fötus einen anderen Wert zuweisen. Überhaupt steht es Ihnen nicht zu, Föten anderer Leute irgendeinen Ihnen genehmen Wert „zuzuweisen“.“

            Klar steht mir das zu. Wer sollte es mir verbieten? Meine Wertungen und Gedanken sind frei. Es kommt eben darauf an, wie viele Leute und insbesondere wie viele Parteien meinte Wertung (oder eben deine) teilen.

          • Überhaupt steht es Ihnen nicht zu, Föten anderer Leute irgendeinen Ihnen genehmen Wert „zuzuweisen“.

            Wenn es sich verbietet, anderer Leute Föten einen Wert zuzuweisen, warum sollte man dann Abtreibung verbieten?

          • @FS Andersherum wird ein Schuh draus: Sie stehen in der Begründungspflicht, warum Sie das Töten der Föten anderer erlauben (und auch straflos stellen) wollen.

        • Das mit dem „links“ ist leider weniger als die Hälfte der Wahrheit. Es ist leider noch schlimmer:
          «Die Liberalen brachten das Weglauf-Prinzip ins neue Scheidungsrecht ein, das freilich ursprünglich auch keinen Geschiedenen­unterhalt vorsah. Die Sozialdemokraten fügten das nacheheliche Versorgungs-Prinzip hinzu, allerdings in maßvoller Höhe. Und die christlichen Demokraten mit ihrer Sperrmehrheit im Bundesrat pfropften darauf das Mutti-Prinzip, das besagt: Wer den Trauschein geschafft hat, darf sich für sein weiteres Leben aufs Sofa legen, und zwar ein Sofa nach den Verhältnissen des oder auch der Angetrauten.» – Detlef Liebs

  10. Anonymität hat noch einen entscheidenden Vorteil. Es können nur meine Ideen und nicht meine Person angegriffen werden. Das hat in Diskussionen einen nicht zu vernachlässigen Nutzen, schließlich kommt man gar nicht erst in die Versuchung den anderen aufgrund seiner persönlichen Eigenschaften zu attackieren. Aber das mal nur so am Rande.

    Wenn man in der wirklichen Welt Änderung herbeiführen will, muss man dafür auch seinen eigenen Kopf hinhalten. Von anonym im Internet schimpfen ändert sich nichts. Die Gesellschaft ist eben träge und sieht Änderungen selten gerne. Gerade in Jugendämter und „Hilfsorganisationen“ haben es sich viele die gerne wichtig sind, aber ja keine Arbeit haben wollen, gemütlich gemacht. Die räumen das Feld dann doch nicht ohne Kampf.

    Ich würde mich aber nie als Männerrechtler bezeichnen. Warum? Mit diesen mehr oder weniger willkürlichen Label (es gibt schließlich keine einheitliche Definition) schrenkt man sich unnötig ein und gibt ebenfalls unnötige Angriffsfläche ab. Meine Gegner sollen sich zumindest noch die Arbeit machen mussen darzustellen, warum sich aus meine Ansichten ergibt, dass ich wahlweise „Rassist“, „Nazi“, „Männerrechtler oder an einen ganz schlechten Tage auch „Kommunist“ bin.

  11. „Meine Gegner sollen sich zumindest noch die Arbeit machen mussen darzustellen, warum sich aus meine Ansichten ergibt, dass ich wahlweise „Rassist“, „Nazi“, „Männerrechtler oder an einen ganz schlechten Tage auch „Kommunist“ bin.“

    Ach, Du kennst auch die Erfahrung, gestern Nazi, heute Kommunist zu sein? 😀
    In der Schule war ich in der Abschlussklasse eher als Nazi angesehen, wenige Wochen später trat ich meine Lehre an – und mutierte in Echtzeit zum Linken.
    Meine Meinung hatte ich dabei keinen Moment geändert.
    Was mich aber schon in meiner Schulzeit verdrossen hatte, war dieses gedankenlose Nachplappern vorgefertigter Meinungen. Damals war für meine Generation alles rechts von der SPD Nazi und falsch, alles, was die DKP verbreitete wahr und sakrosankt.
    Das passte nicht in meinen geschichtlichen Erfahrungshorizont, also war ich so böse, auf die Gulags, Maos langen Marsch und die Kulturrevolution, oder den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze hinzuweisen.
    In der Lehre übernahm ich dann die Funktion des Advocatus diaboli auf der anderen Seite.

    Es ist eben alles relativ 😉

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