Was am besten zu einem „Time’s up“ T-Shirt kombinieren?

Dieses geniale Bild aus der „InTouch“ sagt eigentlich alles aus:

InTouch zu Times Up

InTouch zu Times Up

Die „InTouch“ hat eine Rubrik „Wer trägt es besser“, in denen zwei Stars mit gleichen Outfit (ungewollt) gegeneinander antreten.

Hier eben in diesem Fall das gleiche „Message-T-Shirt“. Was die Message ist? Wen interessiert es eigentlich wirklich, abseits des Virtue Signalling. Interessanter ist, wie man das ganze zu einem schicken Outfit arrangiert.

25 Gedanken zu “Was am besten zu einem „Time’s up“ T-Shirt kombinieren?

  1. Dann wiederum… Das IST ja letztlich der Hintergrund von sowohl #timesup als auch #metoo: EGAL, was die Frau tut, jedes sexuell angehauchte Vorkommnis, das ihr nicht gefällt, ist ein Verbrechen des Mannes.

    Sie steigt zum Producer in die Wanne, um die Rolle zu kriegen, aber der Film floppt? RAPE!
    Sie bläst dem Boss der Plattenfirma einen, damit der das Musikvideo finanziert, durch das sie halbnackt rumstolpert, aber das wird kein Hit? RAPE!

    usw.

    Ich sehe keinen Widerspruch, nicht mal einen performativen.

    • „Ich sehe keinen Widerspruch …“

      Also wenn ich den Hauptbeitrag oben recht verstehe, dann geht es dort ja nicht um einen Widerspruch. Sondern es wird ein Phänomen thematisiert, daß man auf zwei gegensätzliche Weisen beschreiben könnte:

      – eine wichtige inhaltliche Positionierung wird zum modischen Accessoire degradiert: aus Politik wird Fashion

      – ein Outfit wird modisch aufgewertet, sozusagen ästhetisch veredelt, durch ein politisches Statement: aus Fashion wird Hyperfashion, Transfashion

      Wie auch immer man es beschreibt, es hat mit Widerspruch eigentlich nichts zu tun. Es geht ja eher um eine hybride Angelegenheit, die man als Verfall, Niedergang, Entartung beschreiben kann – oder aber als Anreicherung, Enhancement, Veredelung.

      Von dem modischen Aspekt einmal abgesehen, haben wird das seltsame Phänomen, das eine prominente Person für eine Sache Partei ergreifen kann und eben damit genau diese Sache dafür mißbrauchen kann, für eben diese Person Partei zu ergreifen – sprich: Werbung für sie zu betreiben. Diese merkwürdige Form der gegenseitigen Werbung gibt es ja auch im Fall der normalen Reklame: Wenn Boris Becker für Whisky Reklame macht, dann benutzt er hierbei diesen Whisky, um für Boris Becker Reklame zu machen …

      • Die Forderung hinter #timesup ist: „Es muss aufhören, dass Frauen sexuelle Anmache erfahren“

        InTouch diskutiert, wer diese Forderung am besten auf möglichst sexuell provokative Weise vortragen kann.

        Darin erkennst du – aus sachlicher Perspektive – keinen Widerspruch?

        Es ist ausschließlich dann kein Widerspruch, wenn man auf den feministischen Gedankenzug aufspringt, dass es zwischen sexueller Provokation und sexueller Reaktion nicht den geringsten Zusammenhang zu geben habe.

        • Ich finde ebenfalls, dass Scarlett J. deutlich weniger attraktiv signalled.
          Die Jeans stehen ihr überhaupt nicht und ich dachte zuerst, sie hat einen Penis.
          Jedenfalls würde ich mit meinem Schottenrock und dem T-Shirt deutlich besser aussehen, denn ich habe auch nicht so fette Schenkel.
          Übrigens kann man Frauen gar nicht objektifizieren, denn Frauen *sind* Objekte.
          Beweis ist Bild 2: Was malt man denn sonst an?

          • Wenn Scarlett Johannson Fette Schenkel hat, dann habe ich ein kognitives Problem.
            Und dein Schottenrockbild würde das Hoi Polloi auch gerne mal sehen.
            (wers Maul aufreisst, braucht für Spott nicht zu sorgen)

          • @Mike

            „Wenn Scarlett Johannson Fette Schenkel hat, dann habe ich ein kognitives Problem.“

            Beide Aussagen sind richtig.
            Und mit dem Penis sind wir uns auch einig?

        • Ich glaube das kann sogar funktionieren. Ich meine es gibt Studien, das extrem attraktive und erfolgreiche Frauen weniger angesprochen werden als nicht ganz so attraktive Frauen. Ich kann mich da aber auch irren.

          • Wie oft extrem attraktive Frauen angesprochen werden, liegt am sozialen Status der betreffenden Männer. Männer mit mittlerem oder niedrigem Status werden solche Frauen nicht ansprechen, weil sie sich dabei keinerlei Chancen ausrechnen. Männer mit hohem Status sprechen auch solche Frauen an, weil sie davon ausgehen, daß ihr eigener hoher Status ausreicht, um diese Frauen zu beeindrucken.

          • Ich habe von der Kombination extrem attraktiv und beruflich extrem erfolgreich geredet. Da wagen sich Männer mit zu niedrigen Status schon einmal doppelt nicht ran. Aber das Problem für diesen Typ Frau ist ja eher, dass selbst die oberen 1% der Männer sich lieber einen jüngeren Partner suchen, weil es ihnen schlicht egal ist, wie viel der andere verdient.

  2. Das ist wieder mal so ein Moment, wo man sich fragt: Ist das noch ernst gemeint oder ist das Satire?
    Selbst ein Modemagazin, was Frauen sowieso gern einreden will, was sie tragen und wie sie sich geben sollten, prämiert die freizügigere Variante der Inszenierung eines angeblichen „pro Frauenrechte-T-shirts“, obwohl das ja gerade immer die strittigen Darbietungen sind und Frauen sich selbst beschweren „ich will nicht immer nur auf das Äußere reduziert werden!“.
    Da fragt man sich immer wieder kopfkratzend: Ja, was denn nun?
    Irgendwie braucht die Welt anscheinend mehr Asexuelle in irgendwelchen Gesellschaftspositionen, wo es darum geht, anderen zu sagen, was sie tun oder lassen sollen. Vielleicht hört dann mal dieser Sexy-Wahnsinn auf ohne sich in ein Mauerblümchenköstum zu stecken und prüde zu werden, nur damit dieser Wettbewerb im Schenkel-zeigen nicht ständig an alle weiblichen Mitbürger als Bewertungsmaßstab angelegt wird.
    Und zur Abwechslung könnte es dann vielleicht mal wieder einfach um Fach- und Sachkritik gehen, selbst sogar bei Mode.

  3. „Wen interessiert es eigentlich wirklich, abseits des Virtue Signalling. Interessanter ist, wie man das ganze zu einem schicken Outfit arrangiert.“

    Ja eben. Und die Definition von schickem Outfit ist hier „zieht viele Blicke auf sich“. Durch die Kennzeichnung als „besser“ macht die InTouch deutlich, dass eine Maximierung der Blicke angestrebt werden soll.

    Offen bleibt, ob hierbei neidische Blicke anderer Frauen oder lüsterne Blicke von Männern gemeint sind.

    Wäre das Statement auf dem Shirt denn überhaupt ein Widerspruch zum Outfit, wenn nur auf neidische Blicke abgezielt würde?

    😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.