Konflikteskalationsmodell nach Paul Graham

Könnte für viele Debatten interessant sein:

Dazu aus der Wikipedia:

Graham’s hierarchy of disagreement

Graham proposed a „disagreement hierarchy“ in a 2008 essay „How to Disagree“, putting types of argument into a seven-point hierarchy and observing that „If moving up the disagreement hierarchy makes people less mean, that will make most of them happier.“ Graham also suggested that the hierarchy can be thought as a pyramid, as the highest forms of disagreement are rarer.

Following this hierarchy, Graham notes that articulate forms of name-calling (e.g. „The author is a self-important dilettante“) are no different from crude insults.

The hierarchy resembles Friedrich Glasl’s model of conflict escalation[further explanation needed].

 

Konflikteskalationsmodell Graham

Konflikteskalationsmodell Graham

 

9 Gedanken zu “Konflikteskalationsmodell nach Paul Graham

  1. Ziemlich willkürlich zusammengestellt. Es ist gar nicht richtig klar, wie sich die Ebenen abgrenzen lassen sollen, die Anordnung ist nicht nachvollziehbar.

    Ein Beispiel: Jemand macht gute Argumente, vergreift sich aber im Tonfall. Nun soll es besser sein, „den Zentralen Punkt zu widerlegen“, als den Tonfall zu kritisieren?

    Eine fehlerhafte Argumentation lässt sich nur durch Zitate widerlegen?

    Manchmal gibt es vielleicht kein „zentrales Argument“, sondern nur das Zusammenspiel verschiedener Argumente.

    Auch muss ein Ad-hiominem-Angriff mit Kraftausdrücken nicht unbedingt gemeiner oder destruktiver sein als andere Methoden (etwa Verleumdung).

    Im übrigen lässt sich nicht immer alles widerlegen. Manchmal muss man Wahrscheinlichkeiten abwägen (Gefühl/Erfahrung), es liegen unterschiedliche Moralvorstellungen zugrunde usw.

    Sorry, aber ich halte das für wertlos.

  2. Ja, eine grobe Auflistung, was man machen kann und gelegentlich beobachtet, was ist daran denn ein Modell?

    Es gibt ja auch noch weit mehr Rabulistik-Techniken, die besonders fies sind, weil sie sich als Argumente tarnen, aber keine sind. Die meisten kennen das sicher, die:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Eristische_Dialektik#Die_Kunstgriffe_der_Eristischen_Dialektik
    von Schopenhauer.

    Meines Erachtens sind selbst die noch nicht vollständig. Man kann mit ihnen eine Diskussion „gewinnen“ obwohl man eigentlich keine Argumente hat. Hat den Nachteil, dass der Gesprächspartner meist nicht überzeugt ist, sondern wütend oder frustriert. Wird gerne bei den Massenmedien eingesetzt, weil es da nur darum geht, die Zuschauer zu gewinnen, klassischer Teil der Propaganda und sehr schwierig wirkungsvoll gegenzuhalten.

  3. „Konflikteskalationsmodell“? Wie kommt das denn hin? Das ist kein Modell und es wird auch keine Eskalation beschrieben.

    Es ist einfach nur das Schema einer Hierachie von den verschiedenen möglichen Ergebnissen einer Diskussion. Unten im Sockel steht das angeblich häufigste Ergebnis: flucht rum, schon seltener: man münzt eine persönliche Beleidigung, dann, noch seltener, beschwert man sich über den Ton … Am allerseltensten ist das Widerlegen von Fehlern oder gar die Widerlegung einer zentralen These.

    Das ganze macht den Eindruck eines Scherzes, eines leicht missglückten Witzes.

    • Glaube hier, dass Häufigkeit zufällig mit dieser Hierarchie korreliert. Die Krönung einer Auseinandersetzung ist eben die präzise Widerlegung einer Aussage. Das niedrigste Niveau ist die persönliche Beleidigung. Dazwischen mehrere Abstufungen.
      Es ist wie ein Highscore, den man als Diskutant unter Einhaltung der Spielregeln (Diskursethik) erreichen kann.
      Dass der Score häufiger niedrig ausfällt liegt möglicherweise eher an mangelnder Übung und/oder Einsicht.

  4. Nicht falsch aber reduktiv, bzw. auch deshalb nicht falsch, weil bewusst reduktiv und nicht ganzheitsbehauptend. Bei einer Sachargumentation (vermutlich am wenigsten ambivalent bei technischen Problem-Definitionen), bei der sich die Beteiligten auf das Problem und die Ziel-Setzung geeinigt haben. Dann kann ein zentrales Argument überzeugen. In Fällen des sich einig werden sollens von verschiedenen Problem- und/oder Ziel-Festlegungen ist kein ‚klärendes’/’lösendes‘ richtiges Argument zu erwarten. Sonst hätte sich unsere durch Spannungen und Widersprüche aufgespannte Welt vielleicht schon in der Wahrheit aufgelöst. Bzw. die sich wiederholenden Existenz-Aspekte oder Muster von partikularer Problem-Rahmung (und dass der Mensch Teil der Konstellationen ist, aus bzw. mit denen Problem-Definitionen entstehen), Problem-Bearbeitungsweisen und Zielsetzung hätten sich im Laufe der Menschheitsgeschichte geklärt.

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