Hazel Brugger zur Benachteiligung von Frauen und Frauenförderung

Hazel Brugger von der Heute Show wurde interviewt und hat einige sehr interessante Antworten gegeben:

SPIEGEL: Für die „heute-show“ führen Sie auf Parteitagen oder Wahlpartys überfallartige Interviews. Reagieren Politiker anders, weil Sie eine junge Frau sind?

Brugger: Bestimmt. Ich glaube, Frauen sprechen nicht so gern mit mir. Weil ich mich, platt gesagt, nicht davon mildern lasse, ob sie einen tiefen Ausschnitt haben. Ein Mann hingegen findet es schon geil, wenn ich sage: Herr Kubicki, Sie haben aber einen tollen Anzug an!

Die erwartete Antwort war wahrscheinlich eher „natürlich nehmen mich die Leute als Frau nicht ernst, Sexismus Sexismus Sexismus“. Sie kehrt es um und erwähnt eher die Vorteile der Frauen bei Männern.

Der Spiegel fragt entsprechend weiter:

„SPIEGEL: Haben Sie mal einen Job nicht bekommen, weil Sie eine Frau sind?

Brugger: Ich wüsste nicht. Manchmal wurde ich nur deswegen engagiert. Viele Sendungen leiden darunter, dass sie fast nur männliche Gäste haben. Frauen haben es deshalb einfacher, eingeladen zu werden. Was wiederum bedeutet, dass der Qualitätsanspruch an Frauen nicht so groß ist. Das hindert mich, mir mehr Mühe zu geben und besser zu werden.

Da will der Interviewer verzweifelt eine Diskriminierung rausholen aus der Interviewten und die sieht eher eine Bevorzugung.

 

SPIEGEL: Das kommt jetzt überraschend.

Brugger: Es geht noch weiter. In 20 Jahren beißt sich das nämlich alles in den Arsch. Wenn man jetzt junge Frauen fördert, bleiben die schlechter. Männer hingegen müssen sich doppelt anstrengen, ins Fernsehen zu kommen, wenn es nur noch halb so viele Plätze gibt. Am Ende gibt es dann wieder mehr gute Männer.

Und dann macht sie sogar noch weiter. Wer Frauen aus dem Wettbewerb nimmt, der hindert ihre Entwicklung – das ist ganz gegen die Doktrin, dass eher nur Männer eingeladen werden, weil Patriarchat

SPIEGEL: Ist das Ironie – oder ein ernst gemeintes Plädoyer gegen Frauenförderung?

Brugger: Es ist ein Fingerzeig, dass ein Teil der Lösung schon das nächste Problem sein könnte. Ein gutes Beispiel war vor zwei Jahren der Versuch, ein Remake der Fantasykomödie „Ghostbusters“ zu drehen, ausschließlich mit Frauen. Es war – leider – ein Scheißfilm. Mit einer Frauenquote steigt auch die Verantwortung, denn man darf nicht enttäuschen. Wenn eine Regisseurin schlecht ist, schadet sie den Frauen noch mehr, weil hinterher alle sagen: Siehste! Ich rege mich auch viel öfter über schlechte Frauen auf als über schlechte Männer. Weil ich dann denke: Jetzt reißt euch doch zusammen!“:

Der Reporter kann es anscheinend gar nicht glauben. Ganz gegen das sonstige Opferschema. Wer Frauen als die Besseren darstellt, wer ihnen deswegen einfach Plätze gibt, der könnte das Problem eher verschärfen.

103 Gedanken zu “Hazel Brugger zur Benachteiligung von Frauen und Frauenförderung

  1. Die kannte ich noch nicht. Das hier ist auch von ihr:

    Slampoetin Hazel Brugger über die Tatsache, dass sie manchmal lieber ein Mann wäre, statt an der Ladies Night den Feminismus hochzupreisen.

    Eigentlich habe ich schon viel zu oft davon profitiert, eine Frau zu sein. Ich habe in der Kleinkunst ganze Karriereästchen erklommen, nur weil ich eine Frau bin. Auftritte bestritten, bei denen man keinen Mann auf der Bühne wollte. Und vermutlich öfter, als mir lieb ist, schreibt man mich nicht an, weil man von Hazel Brugger hören will, sondern einfach, weil gerade irgendein Gender-Statement getätigt werden und daher halt eine Frau angefragt werden soll. Hier ja auch ein bisschen, hier liest man mich in einer Frauenzeitschrift, vornehmlich von Frauen für Frauen geschrieben. Hier würde ich mich wohl nicht zu Wort melden, wenn sie mich im Geburtshaus in San Diego vor 21 Jahren nicht in ein rosa Deckchen gewickelt hätten.

    Manchmal wäre ich dann lieber ein Mann. Männer werden schliesslich nicht gepäppelt wie aus dem Nest gefallene Vogeleier, denen man zurück in die Krone helfen muss. Männer schlüpfen, während sie im Nest sind, und verbleiben dort, bis sie vertrieben werden. Manchmal passiert das nie, manchmal schon früh, aber wenn sie erst mal draussen sind aus der Baumkrone, wird wohl niemand sie engagieren, einfach nur weil sie Männer sind. Wenn ich ein Mann wäre, dann würde ich in einem Meer von mediokrer Kleinkunst schwimmen, niemand wüsste, wie ich hiesse, und wenn ich unterginge, dann würde das niemanden stören. Ich müsste wirklich wirklich gut sein, damit ich einen Eindruck machte, und wenn ich es dann geschafft hätte, könnte niemand mir falsche Bevorzugung vorwerfen, übermässige Päppelung, mir Kuckucksei!

    http://www.annabelle.ch/leben/gesellschaft/meine-meinung-frauenbonus-kann-mich-mal-38191

  2. Och ja, die Propagandaschau will also die Taktik ändern?
    AfD zu sehr MRA lastig, was immer das bedeuten mag, jetzt schickt man also die Bruggel zum Spiegel …
    Gott ist das alles doof.

  3. Sie hat wohl recht: Männer fallen hin, stehen auf, klopfen den Staub ab und passen beim nächsten mal auf.

    Feminist.I.nnen nehmen den Frauen diesen Lernprozess, was eindeutig zu einer minderen Qualität ihrer Fähigkeiten führen wird.

    Damit wird in 20 Jahren der Gender Pay Gap bei 40% liegen, u. zw. völlig zu recht, denn rohe Eier sind nicht gerade robust für den Arbeitsmarkt.

  4. Die Hazel Brugger ist genau so eine Feministin wie alle anderen. Verbal tanzt sie halt so ein bißchen aus der Reihe – man muß sich von den anderen Quotenfrauen ja abgrenzen.

    Ich vermute, das wird zukünftig ein Trend: Feministinnen, die medienwirksam bekennen, daß sie mit dieser ganzen Frauenförderung, ja eigentlich mit dem ganzen Feminismus nicht einverstanden sind, und die dann hinter der Bühne darauf pochen, daß die Frauenförderung noch weiter getrieben wird.

  5. Hazel Brugger – eine Feministin?
    Wohl kaum.

    Jetzt sagt mal eine Frau was gegen diese unsinnige Frauenförderung, und weist auf die negativen Folgen hin, da ist das auch schon wieder nicht richtig.

    Ich finde solche Frauen gut, die sich nicht ständig benachteiligt und als Opfer sehen.

    • Ähm, ich dachte sie sieht sich ständig bevorteilt und als (Mit)Täterin gegenüber den Frauen.
      Erstaunlich wie unterschiedlich das zu lesen ist.

      • Ich lese das sogar so, daß ihr Status als Frau sie entindividualisiert und ihr die Befriedigung raubt, erfolgreich zu sein weil sie es offensichtlich verdient hat.
        Letzten Endes zementiert so ein Text (ich beziehe mich jetzt mehr auf das Zitat von Matze als auf das in Christians Text) in meinen Augen das Bollwerk Feminismus nur noch mehr.
        Wenn die mal irgendwo anders einen Rückschlag erleben oder zu offensichtlich erfolgreich sind können die sich umdrehen und immernoch plärren „Siehste, Frauen geht’s im Patriachat immer noch schlechter als Männern! Ihr hört einfach nicht auf, uns zu unterdrücken!“

        • Jetzt habe ich mal den ganzen Text gelesen, den Matze zietiert hat, und fast meine vorherige Meinung widerrufen, denn nach dem Zitat kommt viel gutes und vernünftiges. Aber dann kommt ganz zum Schluß das hier:

          „Wenn so etwas passiert, möchte ich am liebsten laut kotzen und demonstrativ einen ganzen Raum so lange vollmenstruieren, bis es genauso viele Feministinnen wie Feministen gibt und jeder und jede verstanden hat: Feminismus ist zwar etwas für Frauen, aber nicht einfach und unbedingt nur von Frauen. Und vielleicht schreibt man mir, wenn die Zeit reif ist, ja eines Tages, dass man weder einen Mann will noch eine Frau. Sondern einfach eine Hazel Brugger, zum Kuckuck noch mal.“

          Kann man jetzt so verstehen, daß es – ja, natürlich – zwar einige dumme Nüsse in den feministischen Reihen gibt, daß das eigentliche Problem aber darin besteht, daß es einfach nicht selbstverständlich genug ist, daß Männer sich ernsthaft für Frauen (nur Frauen. Steht da so, lest es ruhig genau) einsetzen und deshalb bei dem Thema halt immer Frauen, vulgo: sie, ranmüssen.
          Wäre Feminismus nur gut genug in der Gesellschaft verankert könnte sie endlich ganz sie selbst sein, bis dahin ist sie einfach verdammt, qua Geschlecht die ‚Gender-Expertin‘ zu sein.

          • Übrigens dachte ich immer, das hier sei ein Ort, an dem es auch darum geht über die *Probleme von Männern* zu reden. Und jetzt wird hier eine Person verteidigt, weil sie *auch mal* was sagt, was auch Christian schomal geschrieben hat, dabei sagt sie doch (ich beziehe mich wieder auf den von Matze verlinkten Text) nichts anderes als „Ach, Männer haben es so gut. Klar, die können auch mal scheitern, aber die Erfolge, ach, die Erfolge! – die sind so viel besser als alles was Frauen jemals zu erleben gestattet ist!“

          • „Ach, Männer haben es so gut. Klar, die können auch mal scheitern, aber die Erfolge, ach, die Erfolge! – die sind so viel besser als alles was Frauen jemals zu erleben gestattet ist!““

            Es ist eine sehr negative Auslegung von dem, was sie sagt. Sie sagt im Endeffekt doch, dass wer echte Gleichberechtigung will, wer will, dass Frauen etwas erreichen, Frauen eben auch fordern muss, statt sie einfach zu fördern. und das beides in einem Gegensatz stehen kann, eben weil eine Förderung einer Forderung entgegenstehen kann

          • @blastmeister das Zitat über das du gestolpert bist, ist eine feministische Heilsgeschichte. Jeder konvertiert zum Feminimus und das geschieht dadurch, dass nur Frauen das Sagen haben. Das steht in dem zentralen Satz:

            „Feminismus ist zwar etwas für Frauen, aber nicht einfach und unbedingt nur von Frauen.“

            Dessen Bedeutung sich erst dann voll erschliesst, wenn man den hinteren Teil mal genauer ansieht, in welchem logischen Bezug der sich befindet:

            „Feminismus ist … unbedingt nur von Frauen.“

            Die Frauen haben das Sagen und:

            „bis es genauso viele Feministinnen wie Feministen gibt“

            bedeutet *alle Männer*.

            Das Ganze ist wie ein Suchspiel, die Ideologie des feministischen Suprematismus ist kodifiziert und versteckt.

          • „Frauen eben auch fordern muss, statt sie einfach zu fördern.“

            Ja, eben — have the cake and eat it too 😀 😀

          • @Christian

            Ich beziehe mich in meinem Beitrag ja auf den von Matze verlinkten Text, nicht auf Deinen Post, das SPIEGEL-Interview ist bei mir eh hinter einer Paywall.

            Und bei Annabelle schreibt die eben u.a.:

            „Wenn ich ein Mann wäre, dann würde ich in einem Meer von mediokrer Kleinkunst schwimmen, niemand wüsste, wie ich hiesse, und wenn ich unterginge, dann würde das niemanden stören. Ich müsste wirklich wirklich gut sein, damit ich einen Eindruck machte, und wenn ich es dann geschafft hätte, könnte niemand mir falsche Bevorzugung vorwerfen, übermässige Päppelung, mir Kuckucksei“

            Ich habe das nur paraphrasiert.

            Ich gehe übrigens davon aus, daß sie erwarten würde, tatsächlich erfolgreich zu sein. Für mich klingt das so, als nage an ihr der Vorwurf, Quotenfrau zu sein, und nicht der unbändige Wunsch nach einem fairen Wettbewerb und das Verlangen danach, ihren wahren Wert zu erkennen, selbst wenn dieser niedriger wäre als heute. Warum sollte sie sich wünschen, weniger erfolgreich zu sein? Wer wünscht sich denn sowas?

            Es kommt mir übrigens nicht mal so sehr auf Hazel Brugger als Person an. Wie ich ja gesagt habe hat die in dem Text teilweise auch gutes und richtiges geschrieben. Ich bin mir aber sicher, ach was, ich weiß es, daß wir eines nicht so fernen Tages mit *genau* solchen, wie von mir beschriebenen, Argumenten penetriert werden, und Texte wie der bei Annabelle werden dann Beweisstück B sein.

            Alles, was dabei kritisch gegen den Feminimus ist wird dann entweder,… äh, vergessen oder aber als bedingt durch den Frust über ihre ihr vom Patriachat aufgezwungene Situation wegschwadroniert werden. Widersprechen wird sie da mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht. Und wenn doch wird ihr niemand zuhören.

            Ohnehin ist ja das *grundlegende* Problem für sie meinem Eindruck nach nicht der Irrsinn von Feministinnen, sondern daß noch nicht „jeder und jede verstanden hat: Feminismus ist zwar etwas für Frauen, aber nicht einfach und unbedingt nur von Frauen.“

            Was sie Männern hier zugesteht ist mMn, daß es unter ihnen tatsächlich ernszunehmende Feministen gibt, (aber natürlich noch viel zu wenige) und an den Feminist*innen* stört sie, daß es unter ihnen einfach viel zu viele gibt, die das nicht kapieren.

            Nette, nachvollziehbare Haltung, die ich aber oft genug schon schneller habe kippen sehen als Du „mieser Ex“ sagen kannst. Einmal davon abgesehen, daß sie uns darüber im Unklaren läßt, was sie von Männern hält, die zwar keine Feministen aber sonst eben doch irgendwie keine Idioten oder Dummköpfe sind. Ob das für sie überhaupt möglich ist?

            Tue ich ihr damit unrecht? Vielleicht. Aber man sollte nicht aus den Augen verlieren, daß Hazel Brugger eben definitiv eine Feministin ist, Vertrauen sollte man da nur mit äußerster Vorsicht schenken. Wenn überhaupt.

            Und das sage ich als jemand, den viele hier im Forum vermutlich als Lila Pudel betrachten würden, wenn sie mich irl erleben würden. Weil ich eben Frauen per se als gleichwertige Menschen betrachte und sie entsprechend behandele. Ich habe sie wirklich gerne um mich, ohne *zwangsläufig* Sex haben zu wollen. Ich bin halt nur ein gebranntes Kind bezüglich Feminismus. Aber da gibt es wirklich nichts mehr zu verbrennen.

          • @ Alex

            „Feminismus ist … unbedingt nur von Frauen.“

            Das mit dem weggelassenen „nicht“ stimmt natürlich für den tatsächlichen Feminismus. Meintest Du das?

            Wenn Du das auf Hazel Brugger beziehst muß ich Dir aber widersprechen.

            Das ist eben ihr Punkt, daß man nicht immer *sie* rufen muß, wenn es um Gender-Themen geht. MMn meint sie, daß es auch genug Männer gibt, die keine „Idioten oder Dummköpfe“ sind und sich genau so gut äußern könnten.

            Das Problem ist, natürlich abgesehen davon, daß es noch zu wenige davon gibt, daß viele Feminist*innen* das nicht kapieren und darauf beharren, daß sich *nur Frauen* äußern dürfen (und außerdem lieber auf Rachefeldzug gegen die Männer im ganzen gehen als den „Krieg“ (ihr Ausdruck) mit den „guten“ (mein Ausdruck) Männern zusammen zu „gewinnen“)

          • @blastmaster
            „Das mit dem weggelassenen „nicht“ stimmt natürlich für den tatsächlichen Feminismus. Meintest Du das?“

            Du hast recht, das „nicht“ in:

            „Feminismus ist zwar etwas für Frauen, aber nicht einfach und unbedingt nur von Frauen.“

            kann sich durchaus *auch* auf „unbedingt nur von Frauen“ beziehen, was die Bedeutung dann von „nur Frauen können Feminismus“ zu „Feminismus nicht unbedingt nur von Frauen“ wandelt, in das Gegenteil.

            Ändert nichts an meiner Deutung als typischer feministischer Heilsplan. Doppeldeutigkeiten und Wortspiele sind ja schliesslich das, was einen komischen Effekt macht und genau das, was „Comedians“ wohl in ihren Texten konstruieren wollen!

            Dass alle Männer Feministen sein sollen, sich bedingungslos unterordnen, diese Forderung Bruggers, ist ja 100%ige Doktrin des Feminismus. Und dass der Feminismus so tut, als sei das alles freiwillig und nur zum Besten der Männer, ist fast auch immer so. Und dass das mit so ekligen Ausdrücken wie „Kotzen“ flankiert wird – dafür sind die Femis auch mehr als bekannt.

          • @ blastmeister

            „dabei sagt sie doch (ich beziehe mich wieder auf den von Matze verlinkten Text) nichts anderes als „Ach, Männer haben es so gut. Klar, die können auch mal scheitern, aber die Erfolge, ach, die Erfolge! – die sind so viel besser als alles was Frauen jemals zu erleben gestattet ist!““

            Nein, sie kritisiert, dass Männer wirklich an der Qualität bemessen werden, während Frauen oft schon Loorbeeren ernten, nur weil sie Frauen sind. Das mag erstmal das Ego streicheln, macht es aber auch schwer, den eigenen Wert auf dem Markt einschätzen zu können.
            Sie hält sich selbst für gut genug, auch im scharfen Wettbewerb gegen andere Comedians (Männer UND Frauen) bestehen zu können, bedauert aber, dass ihr eine echte Einschätzung ihrer FÄHIGKEITEN wegen des Feminismus schwer bis unmöglich gemacht wird. Alles, was sie sagt und tut, wird nicht (nur) auf seinen eigenen Wert bezogen, sondern auf feministische Konformität bezogen.

            Ich habe mir wegen der Diskussion gestern noch einen SPIEGEL besorgt und das Interview komplett gelesen. Es bestätigt meinen Eindruck von einer selbstbewussten Frau, die sich von niemandem weltanschaulich einspannen lassen will.

            Im Interview hat sie sich auch zum Feminismus geäußert.
            SPIEGEL: Sie würden sich vermutlich nicht als Feministin bezeichnen.
            Brugger: Ich praktiziere passiven Feminismus, indem ich auf der Bühne etwas anbiete, was andere Frauen vielleicht inspiriert. Aber ich verplempere nicht meine Zeit damit, sechs Stunden pro Woche in einer Gruppe über die Sorgen von Frauen zu reden. Oft ist ein bewusstes Hinwegsehen über Problme die beste Art, damit umzugehen.
            SPIEGEL: Es ändert nur nichts am Problem.
            Brugger: Doch. Wer sich zwingen will einzuschlafen und dabei nur daran denkt, dass er gerade nicht schlafen kann, wird nie Ruhe finden. Man muss eine Egalheit dem eigenen Schlaf gegenüber entwickeln. So funktioniert auch Feminismus. Wenn man immer sagt: Ich werde unterdrückt, ich habe nichts zu melden, alle behandeln mich schlecht – dann fängt das an, so zu werden.

    • @Nesrin, hast ja recht, aber dass es ein nur ein taktisches Manöver ist, ist doch naheliegend. Brugger kann halt die Hofnärrin spielen, um Dampf abzulassen, sie ist ja auch bei der „Heute Show“.

      Die Frauenprivilegierung dürfte ja höchst unpopulär sein. Daher sind Spassmacherinnen wie Brugger, die „verbotene Wahrheiten“ ausreden, durchaus erwünscht. Spiegelt „Vielfalt“ vor.

      Nur weil jemand was Richtiges sagt, muss er es auch nicht so gemeint sein.

      • Man muss sich überlegen: die bewegt sich in den politisch intolerantesten Kreisen und wird hofiert, weil sie „edgy“ ist und denen die Wahrheit ins Gesicht sagt. Give me a break. 😀

    • Da hab‘ ich mich oben wohl etwas mißverständlich ausgedrückt. Natürlich ist es nicht falsch, was die Frau Brugger da in den obigen Zitaten sagt. Und ja, ich finde solche Frauen auch gut, „die sich nicht ständig benachteiligt und als Opfer sehen.“

      Ich wäre halt nur vorsichtig mit der Annahme, daß die Frau Brugger konsequent gegen die Auswüchse von Feminismus, Genderismus, Gender-Mainstreaming usw. eingestellt ist.

      Das ist natürlich erst mal ein Verdacht von meiner Seite – ein Vorurteil, wenn Du so willst. Man müßte das also detailliert belegen – was ich hier nicht getan habe. Also erst mal die Zitate oben von Frau Brugger, das muß man schon anerkennen, das ist schon richtig.

      • Ich gebe Dir recht insofern, als das im Prinzip jede Frau eine Feministin im dem Sinne ist, dass sie die Besserbehandlung von Frauen als Grundrecht ansieht. In welchem Maße ist eine andere Frage.

      • „Ich wäre halt nur vorsichtig mit der Annahme, daß die Frau Brugger konsequent gegen die Auswüchse von Feminismus, Genderismus, Gender-Mainstreaming usw. eingestellt ist.“

        Ja, da bin ich bei dir.
        Das Interview lässt mich vermuten, dass sie für Frauenbelange eintritt, dem Mainstream-Narrativ nicht folgt und deswegen eine Sonderstellung inne hat.

      • Merkt Ihr eigentlich, wie sehr Ihr hier den Feminismus spiegelt?

        Die Frau sagt genau das, was z.B. Christian oder Arne auch öfters sagen, aber weil sie eine Frau ist, kann es ja nur ein taktisches Manöver sein. Das sieht man schon daran ganz klar, daß sie nicht in jeder freien Minute und mit vollem Einsatz gegen den Feminismus kämpft …

        • „Die Frau sagt genau das, was z.B. Christian oder Arne auch öfters sagen, aber weil sie eine Frau ist, kann es ja nur ein taktisches Manöver sein.“

          Genau das ist auch meine Kritik.
          Beobachten wir (wieder mal) nur eine perfide Verschwörung?

          Wenn den Feminismus bisher was ausgezeichnet hat, dann seine unglaubliche Plumpheit.
          Zu solchen Selbstreflektionen, wie Brugger sie liefert, wäre keine seiner Vertreterinnen auch nur in der Lage, geschweige denn, bereit.

          • Wenn man jemanden nicht einschätzen kann, kann man ja mal hören, was er so sagt.

            Wie zum Beispiel das hier:

            Jetzt kann natürlich jeder Vermutungen anstellen, WAS genau da so traurig ist.
            Dass sie so feministisch indokriniert ist, dass ihr zu „Männerpower“ nichts Positives einfällt?
            Dass ihr zu „Frauenpower“ nur etwas einfällt, was auf dem Niveau von 15-jähirgen Jungs spielt?
            Oder doch, dass in ihren Augen „Männerpower“ = „Zerstörung“ ist?

            Wer weiß.

            Angesichts ihrer anderen Tweets vermute ich c).

          • @onlyme
            Warum raten? „Dekonstrieren“ wir einfach:
            „Dieselaffäre“, herrschendes Narrativ: der Mensch, bzw Mann, vergiftet die Natur
            „Zweiter Weltkrieg“, herrschendes Narrativ: Nazis zerstören alles

            Der Kontext zeigt, dass die progressive Heilskunde dem Tweet von Brugger zugrundeliegt. Und natürlich ein Verweis auf den Anti-Trumpismus: „So sad“, die übliche „ironische“ Aneignung.

          • Dann retweeted Hazel
            @PhilosophyMttrs, die einem die ganze Bandbreite des irrationalen Postmodernismus rüberfunkt, Foucult bis sogar Kirkegaard (!)

            Zum 8. März: „Frohen Weltfrauentag! Und an meinen Vater: Happy Birthday! Du hast mir gezeigt, dass man als Frau wirklich alles sein kann. Auch ein sehr behaarter Professor.“

            Sehe nichts, was nicht „auf Linie“ wäre. Ergo: die ist dabei.

          • „Angesichts ihrer anderen Tweets vermute ich c).“

            Ihr überzeugt mich nicht.
            Aus der Äußerung lese ich nur, dass sie ebenso wenig von „Frauenpower“, wie von „Männerpower“ hält. Beides sind Stereotype, die sie nur gähnen lassen.

            Ich will hier auch noch einmal betonen, dass sie sich nicht ins Männerlager schlagen muss, wenn sie das Frauenlager kritisiert. Sie lässt sich nicht von den Feministinnen vereinnahmen – und auch nicht von den Maskulisten/Männerrechtlern. Das macht sie mir sympathisch, denn das zeigt Selbstbewusstsein und Grips.

            Ich meine, mal ehrlich, auch in „unseren“ Reihen brennen nicht nur hellste Leuchten der Objektivität und Fairness.

          • „Sie lässt sich nicht von den Feministinnen vereinnahmen – und auch nicht von den Maskulisten/Männerrechtlern. Das macht sie mir sympathisch, denn das zeigt Selbstbewusstsein und Grips.“

            Bisschen sehr einfältig, sich nach plakativen Bekenntnissen auszurichten. Was sie sagte, kann sich jeder denken, der sein Hirn nicht an der Gardrobe abgegeben hat.

            Warum also dein Bedürfnis diese Figur so in den Himmel zu loben?

          • „Warum also dein Bedürfnis diese Figur so in den Himmel zu loben?“

            Alex,
            wer von uns beiden ist verblendet?

            Ich habe Brugger an keiner Stelle gelobt, schon gar nicht in den Himmel.
            Ich habe nur festgestellt, was sie erzählt hat und was nicht.
            Ob sie das wirklich meint, kann ich anhand des Interviewausschnitts nicht beurteilen. Ich neige allerdings dazu, ihr zu glauen – wie ich auch jedem anderen Interviewten glauben würde, ständen mir nicht gegenteilige Infos zur Verfügung.
            Und die Datenlage, mit der ihr Nähe zum Feminismus (oder Schlimmeres) nachgewiesen werden soll, deucht mich eher sehr dürftig.

            Vielleicht bin ich durch meine 30 Jahre als F&Eler schon versaut, aber ich verbiete mir ziemlich streng, mehr aus externen Infos herauszulesen, als sie mir bieten.
            Du dagegen interpretierst generell äußerst großzügig und unterstellst dabei sogar Meinungen, die explizit dem widersprechen, was z.B. in einem Interview gesagt wurde.
            So kommt man aber nicht weiter, weil es einen sehr hohen Gehalt an Beliebigkeit hat.

          • @carnofis
            „Ich habe nur festgestellt, was sie erzählt hat und was nicht.“

            Nein, darum ging es nur nebenbei. Es zielte ganz auf ihr Frausein ab. Der Meinung hier (an anderer Stelle im Faden):

            „Die Frau sagt genau das, was z.B. Christian oder Arne auch öfters sagen, aber weil sie eine Frau ist, kann es ja nur ein taktisches Manöver sein.“

            hast du dich zu recht mit „Genau das ist auch meine Kritik.“ angeschlossen.

            Wenn hier wer etwas unterstellt hast, dann bist es du gewesen. Du hast Sexismus und Unfairness unterstellt:

            Unfairness:
            „Ich meine, mal ehrlich, auch in „unseren“ Reihen brennen nicht nur hellste Leuchten der Objektivität und Fairness.“

            Sexismus:
            „Meine Güte, Leute, jetzt gibt endlich mal eine Frau eine intelligente Äußerung von sich – und gleich wird ihr Verlogenheit und feministische Vorteilsannahme unterstellt.
            Brugger kritisiert exakt das, was auch wir den Frauen seit Jahren ankreiden.“

            Lustigerweise ist der Sexismus-Vorwurf von der Sorte, der *dich selbst* mit einbezieht. „Den Frauen“ ist nämlich nichts anzukreiden, nur dem *Feminismus*.

            Nochmal Unterstellung von Sexismus:
            „Was müsste eine Frau denn Eurer Meinung nach sagen, damit Ihr ihr glaubt?“

            Diese ganze Argumentation mit der Sexismus-Unterstellung beruht auf der abenteuerlichen These:

            „Eine echte Feministin wäre zu so einer Intelligenzleistung gar nicht fähig.“

            Halte ich für ein dummes Vorurteil. Feminismus kann man benutzen, es ist ein ideologisches Toolkit, man muss nicht dran glauben.

          • @Carnofis
            Und die Datenlage, mit der ihr Nähe zum Feminismus (oder Schlimmeres) nachgewiesen werden soll, deucht mich eher sehr dürftig.

            Vielleicht bin ich durch meine 30 Jahre als F&Eler schon versaut, aber ich verbiete mir ziemlich streng, mehr aus externen Infos herauszulesen, als sie mir bieten.
            Du dagegen interpretierst generell äußerst großzügig und unterstellst dabei sogar Meinungen, die explizit dem widersprechen, was z.B. in einem Interview gesagt wurde.

            Ich halte es nicht für falsch, politische Äußerungen zu interpretieren, notfalls auch gegen den Wortlaut.

            Aber da du dich offenbar hochprofessionell mit der vorliegenden „Datenlage“ auseinandergesetzt hast – und als F&Eler kannst du das natürlich viel besser als die meisten anderen hier – könntest du uns mal erklären, woraus du folgendes schließt:

            Aus der Äußerung lese ich nur, dass sie ebenso wenig von „Frauenpower“, wie von „Männerpower“ hält.

            Sie lässt sich nicht von den Feministinnen vereinnahmen

            Hier brauch ich auch noch Nachhilfe:

            Ich habe Brugger an keiner Stelle gelobt

            Ergeben sich die folgenden Aussagen auch ganz nüchtern und neutral aus der Datenlage?

            Zu solchen Selbstreflektionen, wie Brugger sie liefert, wäre keine seiner Vertreterinnen auch nur in der Lage, geschweige denn, bereit.

            Das macht sie mir sympathisch, denn das zeigt Selbstbewusstsein und Grips.

        • Dieses reflexartige Draufhauen ist nicht gut. Ich nehme sie ganz einfach beim Wort. Sollte es eine Satire sein, dann hat das gar nicht verfangen. Dazu sind die Aussagen viel zu vernünftig.

          • „Sollte es eine Satire sein, dann hat das gar nicht verfangen.“

            Das Zielpublikum hat genau dieses Verständnis von „Satire“, noch nicht gemerkt, @Pjotr?

        • „Die Frau sagt genau das, was z.B. Christian oder Arne auch öfters sagen, aber weil sie eine Frau ist, kann es ja nur ein taktisches Manöver sein. Das sieht man schon daran ganz klar, daß sie nicht in jeder freien Minute und mit vollem Einsatz gegen den Feminismus kämpft …“
          Tja, wenn man so viele Feinde hat, dann ist man erst einmal misstrauisch wenn sich einer dieser Feinde als Verbündeter outet.
          Trotzdem glaube ich, dass Frauen als Verbündete ungeeignet sind. Wie ein weißer Master der versucht sich für die Belange der schwarzen Sklaven 1830 in den Südstaaten einzusetzen aber trotzdem von der Arbeitskraft der Sklaven profitiert. Nach dem Motto „ich schlage sie ja nicht so hart wie die Anderen“.
          Eines habe ich bei den Linken gelernt: Seine Rechte kann man nur selber erkämpfen – es errettet uns kein höheres Wesen und Frauen schon gar nicht.

          • „Trotzdem glaube ich, dass Frauen als Verbündete ungeeignet sind. Wie ein weißer Master der versucht sich für die Belange der schwarzen Sklaven 1830 in den Südstaaten einzusetzen aber trotzdem von der Arbeitskraft der Sklaven profitiert. Nach dem Motto „ich schlage sie ja nicht so hart wie die Anderen“.
            Eines habe ich bei den Linken gelernt: Seine Rechte kann man nur selber erkämpfen – es errettet uns kein höheres Wesen und Frauen schon gar nicht.“

            Womit Du bündig auf der feministischen Privilegienthese liegst. Tausch nur „Frauen“ gegen „Männer“ aus und Du hörst den Applaus von der anderen Seite.

            Ich unterscheide zwischen Frauen und einer hauchdünnen Patina feministischer Ultras in unserer Gesellschaft.
            Natürlich profitieren einige Frauen von feministischen „Errungenschaften“, meistens aber auch da nur sie selbst durch nutzlose Jobs als Gender-Profs und Frauenbeauftragte.
            Aber warum sollte ich meine drei Weibsen ins feindliche Lager treiben, obwohl sie mit dem ganzen Stuss einer Wieczorek oder Stokowski nichts gemein haben und mit den Autorinnen nur das Geschlecht teilen?
            Ich muss sie nicht auf meiner Seite im Schützengraben haben, es genügt mir, dass sie sich aus diesen Schlammschlachten heraushalten.

          • „Aber warum sollte ich meine drei Weibsen ins feindliche Lager treiben, obwohl sie mit dem ganzen Stuss einer Wieczorek oder Stokowski nichts gemein haben und mit den Autorinnen nur das Geschlecht teilen?“

            Ja, sehe ich auch keinen grund für

          • Aber warum sollte ich meine drei Weibsen ins feindliche Lager treiben

            Ja, sehe ich auch keinen Grund für

            Strohmann. Wenn man eine gegebene Aussage als unglaubwürdig kritisiert, will man also nur die Lagerbildung bestärken? Begründung?

          • @Carnofis
            Ich unterscheide zwischen Frauen und einer hauchdünnen Patina feministischer Ultras in unserer Gesellschaft.

            Das ist als erster Schritt nicht schlecht. Sozusagen die Unterscheidung zwischen schwarz und weiß.

    • „Es ist ein Fingerzeig, dass ein Teil der Lösung schon das nächste Problem sein könnte. “

      Sie sieht also ein Problem, wahrscheinlich zu wenig Frauen. Warum das ein Problem ist das gelöst werden muss, erklärt sie nicht. Die Ungerechtigkeit ist ihr wohl völlig egal.

      • So drückt man ehrliche Kritik am Feminismus aus.
        Was Hazel macht ist nicht mehr als ein „Hier schadet er MIR! Ansonsten aber weiter so Powergörls!!!“.

    • Ich glaube das „Labeln“ ist zwar grundsätzlich menschlich, lenkt aber – wie hier – davon ab, dass sie gute Argumente gegen eine Quote bringt, obwohl sie unmittelbar davon profitiert.

      Sie fordert stärkere Eigenverantwortung und pinkelt denen ans Bein, für die Ergebnisgleichheit das Maß aller Dinge ist.

      • „Sie fordert stärkere Eigenverantwortung und pinkelt denen ans Bein, für die Ergebnisgleichheit das Maß aller Dinge ist.“

        So seh ich das auch.
        Meine Güte, Leute, jetzt gibt endlich mal eine Frau eine intelligente Äußerung von sich – und gleich wird ihr Verlogenheit und feministische Vorteilsannahme unterstellt.
        Brugger kritisiert exakt das, was auch wir den Frauen seit Jahren ankreiden. Auch sie verweist darauf, dass der Genderfeminismus Frauen in lebensunfähige Hascherl verwandelt, was sich irgendwann gegen sie selbst wenden wird.
        Damit ist sie der Antipod zu einer Stokowski, oder einer Wieczorek und eine schallende Ohrfeige für – in diesem Fall – den SPIEGEL-Journalisten.

        Was müsste eine Frau denn Eurer Meinung nach sagen, damit Ihr ihr glaubt?

        • Der Zug ist einfach abgefahren.
          Beziehungsweise müsste erst einmal in die andere Richtung fahren, durch die vierte Dimension, und mit dem weiblichen Geschichtsrevisionismus aufräumen.
          Dann kämen wir bei einer Karen Straughan an.

          Wer würde sich eigentlich noch die Hände schmutzig machen und einen Spiegeljournalisten ohrfeigen?
          Dazu gibt’s doch die Printausgabe. (Mir der niemand einen Hund prügeln sollte, nur Spiegel“journalisten“)

        • „Was müsste eine Frau denn Eurer Meinung nach sagen, damit Ihr ihr glaubt?“

          Sehr gute Frage!
          Vom confirmation bias ist bekanntlich niemand frei, auch niemand hier 😉

          Auch wenn das ganze „nur“ eine Provokation war (s.u.) finde ich es trotzdem gut, weil sich unsere feministische Betonfraktion mit den Argumenten beschäftigen muß, und zwar nicht wegen der Qualität der Argumente, sondern weil sie von einem Sympathieträger kommen.

        • „Was müsste eine Frau denn Eurer Meinung nach sagen, damit Ihr ihr glaubt?“

          Falsche Frage, @carnofis. nicht „sagen“, sondern „sein“. Wenn das eine Ministerin sagen würde, wäre es beachtlich. So ist das nur Hofnarrentum.

          • „Wenn das eine Ministerin sagen würde, wäre es beachtlich.“

            Minister sind grundsätzlich deshalb Minister, weil sie Opportunisten sind und wissen, welche Themen sie umgehen müssen, um keinen Shitstorm zu riskieren.
            Daher wirst Du so eine Äußerung von einem Minister niemals, von einer Ministerin sehr wahrscheinlich niemals hören.

            Und Hofnarrentum ist es überhaupt nicht. Wenn sich ein Sympathieträger aus der TV- oder Kinoszene entsprechend äußert, dann hat das sehr wohl Gewicht.
            Immerhin können wir aus den uns vorliegenden Daten annehmen, dass der ganze genderfeministische Stuss trotz unermüdlichem jahrelangen Einpeitschens durch die Medien bisher nur sehr wenig in der breiten Bevölkerung Resonanz gefunden hat.
            Ich kann mir vorstellen, dass die schweigende Mehrheit bei Themen, wie der omnipräsenten Gewalt von Männern gegen Frauen, ihrem angeblichen inhärenten Frauenhass und auch der berüchtigten GPG ein großes Unbehagen spürt, verarscht zu werden.
            Und wenn es dann so direkt ausgesprochen wird, dann erzeugt es bei den Lesern eher das Gefühl: „Ich hab’s ja schon immer gewusst, alles Quatsch“.
            Wenn Brugger ihre Äußerungen satirisch gemeint haben will, dann wäre es zumindest ein fulminantes Eigentor.

          • „Und Hofnarrentum ist es überhaupt nicht.“

            Sicher, die „Heute Show“ ist ja auch knochentrockener Journalismus.

            „… dass der ganze genderfeministische Stuss trotz unermüdlichem jahrelangen Einpeitschens durch die Medien bisher nur sehr wenig in der breiten Bevölkerung Resonanz gefunden hat.“

            Da brauchst du dich nur mal kurz IRL umsehen.

            Übrigens arbeitet auch *jedes* repressive Regime so, dass es Ventile schafft, in denen Wahrheit rausgelassen wird. Meist ist das Witzemachen, etc. Und das mit der Institution „Hofnarr“ sollte doch auch geläufig sein, oder?

            „Wenn Brugger ihre Äußerungen satirisch gemeint haben will, dann wäre es zumindest ein fulminantes Eigentor.“

            Kein Eigentor, sondern notwendiges Ventil zum Druckablassen.

            Daher ist es so wichtig *wer* was sagt. Und hier ist es jemand, den man eh nicht ernst nehmen kann. Wie eben auch alle „Antifeministen“.

        • Was müsste eine Frau denn Eurer Meinung nach sagen, damit Ihr ihr glaubt?

          Geht nicht. Bei Frauen schaut man immer besser, was sie tut. Und Hazel hier versucht sich als „Nicht-Quoten-Frau“ darzustellen. Ich bin da ganz bei Jochen.

          • „Und Hazel hier versucht sich als „Nicht-Quoten-Frau“ darzustellen.“

            Sag mal, reden wir von derselben Frau?
            Oder – hab ich n Virus auf dem Rechner, der mir ein anderes Interview aufgespielt hat?

            Bei mir steht: „SPIEGEL: Haben Sie mal einen Job nicht bekommen, weil Sie eine Frau sind?

            Brugger: Ich wüsste nicht. Manchmal wurde ich nur deswegen engagiert. Viele Sendungen leiden darunter, dass sie fast nur männliche Gäste haben. Frauen haben es deshalb einfacher, eingeladen zu werden.“

            Damit gibt sie doch exakt das Gegenteil von dem, was Du schreibst, zum Ausdruck,

          • „Sie versucht deutlich zu machen, dass sie die Quote nicht braucht.“

            Stimmt.

            „Ihr ist das ganz egal.“

            Stimmt NICHT.
            Sie beklagt: „Was wiederum bedeutet, dass der Qualitätsanspruch an Frauen nicht so groß ist. Das hindert mich, mir mehr Mühe zu geben und besser zu werden.“

            Sie kritisiert also UNMISSVERSTÄNDLICH die Quote, weil sie Frauen langfristig schadet.

            Du WILLST sie in der feministischen Ecke sehen und argumentierst – an den Fakten vorbei – selbst wie eine Feministin.

          • Carnofis, ist Dir wirklich noch nicht aufgefallen, dass Frauen häufig das Gegenteil davon sagen, was eigentlich abgeht? Die Theorie dazu, die wohl auch Jochen teilt, ist, dass das Reden häufig nur dem Framing dient. Was gesagt wird dient dazu, dass was getan wird auf eine genehme Weise darzustellen. Was insbesondere wichtig ist, dass das Tun hässlich aussieht.

            Und das was sie hier sagt in allen Details ist maßgeschneidert um so zu tun, als bräuchte sie die Quote ja nicht. Sie könnte das auch ohne das Frauen bevorzugt eingeladen werden und wenn nicht, dann liegt das nur daran, dass es Frauen durch das bevorzugt eingeladen werden zu einfach gemacht wird und sie nicht gut genug werden. So kann man die Vorteile der Quote mitnehmen und den komischen Geruch vermeiden.

          • „So kann man die Vorteile der Quote mitnehmen und den komischen Geruch vermeiden.“

            Womit wir wieder bei der Frage wären, was eine Frau sagen oder tun soll, um in Deinen Augen glaubwürdig rüberzukommen.
            Ist Anne (auschfrei) denn für Dich glaubwürdig?
            Und, wenn ja, warum?

          • @carnofis
            „was eine Frau sagen oder tun soll, um in Deinen Augen glaubwürdig rüberzukommen“

            Niemand bezeifelt den Inhalt des Gesagten.

            Warum musst du das so unbedingt auf „Frau“ framen? Du argumentierst hier ganz genau wie ein Sexist, bzw Feminist.

          • Der „feminismuskritische“ Annabelle-Text (von 2015) stützt lh’s Ansicht.

            Der Text ist deutlich Ich-Bezogen. Die letzten Sätze:

            Und vielleicht schreibt man mir, wenn die Zeit reif ist, ja eines Tages, dass man weder einen Mann will noch eine Frau. Sondern einfach eine Hazel Brugger, zum Kuckuck noch mal.

            Es geht ihr darum, dass man sie mehr wertschätzt. Nicht zwar nur wegen ihrer Titten.

            Unmittelbar davor schreibt sie: Feminismus ist zwar etwas für Frauen, aber nicht einfach und unbedingt nur von Frauen. – Damit meint sie, dass zuwenig Männer feministisch sind. (ebenso: möchte ich am liebsten laut kotzen und demonstrativ einen ganzen Raum so lange vollmenstruieren, bis es genauso viele Feministinnen wie Feministen gibt).

            Man kann sie schon deshalb nicht ernstnehmen, weil der Text unzusammenhängend und widersprüchlich ist. Aber eben typische Weibchen-Logik.

            Sie schreibt irgendwo in der Mitte: Manchmal wäre ich dann lieber ein Mann. Davon ist sie weit entfernt.

          • @all
            Dieser Text aus der „annabelle“ zeigt glasklar, dass Hazel eine Feministin ist. Sie redet ganz ernst von einem „Krieg“ gegen die Männer, dessen Sieg aber durch Dummheiten wie „dumpfe Instant-Sexismus-Rache“ gefährdet werden würde.

            Strategisch gesehen hat sie absolut recht, genauso würde ich als Feministin denken und versuchen den gemeinsamen Feldzug von Unsinn zu bereinigen, der nur kontraproduktiv sein kann.

            Hier das Zitat im ganzen Kontext. Daraus kann man auch mühelos erkennen, dass Hazel auch die Quoten für vergleichbar kontraproduktiv halten muss:

            „Aber so haben sich die Frauen eben eigene Nester geschaffen. Weil ich nicht in der Champions League mitkicken darf, dürfen Männer nicht an der Ladies Night auftreten; weil Frauen weniger verdienen, verdiene ich mehr Aufmerksamkeit. Wie du mir, so ich dir; Auge um Auge, Scham um Scham. Das ist dumpfe Instant-Sexismus-Rache, das sind viel zu viele Frauen, die sich emanzipiert schimpfen, ohne zu verstehen, dass es bei beiden Geschlechtern Idioten und Dummköpfinnen gibt und dass ein Krieg nicht gewonnen wird, wenn man einfach parallel dazu einen neuen startet.“

            Gleich darauf kritisert sie die Quote auch ganz unmissverständlich:

            „Ein Flugzeug stürzte ab, Pilotensuizid, und 150 Leute kamen ums Leben. Und was sagten die «Emma»-Redaktions-Giftknilche? Dass das mit der Frauenquote nicht passiert wäre.“

            Dem Emma-Sexismus mit dem „weiblichen Gehirn“ will Hazel interessanterweise nicht widersprechen, sie umgeht ihn einfach. Was nur als Zustimmung gewertet werden kann, die Hazel aber nicht offen machen will:

            „Mit der Begründung, dass das weibliche Gehirn viel weniger dazu neige, einen Selbstmord durchzuziehen. Möglich, dass der Pilot, wenn er eine Frau gewesen wäre, sich nicht umgebracht hätte. ….“

            Es ist ja sehr wahrscheinlich, dass JEDER andere Pilot, ob weibl. oder männl. einen Selbstmord nicht durchgezogen hätte, allein, weil dies so überaus selten ist. Dass Hazel hier überhaupt den Faden von Emma weiterspinnt, zeugt von ihrem eigenen Sexismus.

          • (seufz)

            „Dieser Text aus der „annabelle“ zeigt glasklar, dass Hazel eine Feministin ist.“

            Man kann ihn mit wesentlich weniger geistigen Verbiegungen als genau das Gegenteil verstehen.

            “ Sie redet ganz ernst von einem „Krieg“ gegen die Männer, dessen Sieg aber durch Dummheiten wie „dumpfe Instant-Sexismus-Rache“ gefährdet werden würde.“

            Nein, tut sie nicht. Du ziehst das Wort aus dem Zusammenhang – aber jeder kann zumindest den Absatz mit dem Wort „Krieg“ selbst lesen.

            Hier das Zitat im ganzen Kontext. Daraus kann man auch mühelos erkennen, dass Hazel auch die Quoten für vergleichbar kontraproduktiv halten muss:

            „Aber so haben sich die Frauen eben eigene Nester geschaffen. Weil ich nicht in der Champions League mitkicken darf, dürfen Männer nicht an der Ladies Night auftreten; weil Frauen weniger verdienen, verdiene ich mehr Aufmerksamkeit. Wie du mir, so ich dir; Auge um Auge, Scham um Scham. Das ist dumpfe Instant-Sexismus-Rache, das sind viel zu viele Frauen, die sich emanzipiert schimpfen, ohne zu verstehen, dass es bei beiden Geschlechtern Idioten und Dummköpfinnen gibt und dass ein Krieg nicht gewonnen wird, wenn man einfach parallel dazu einen neuen startet.“

            „Gleich darauf kritisert sie die Quote auch ganz unmissverständlich:

            „Ein Flugzeug stürzte ab, Pilotensuizid, und 150 Leute kamen ums Leben. Und was sagten die «Emma»-Redaktions-Giftknilche? Dass das mit der Frauenquote nicht passiert wäre.“

            Dem Emma-Sexismus mit dem „weiblichen Gehirn“ will Hazel interessanterweise nicht widersprechen, sie umgeht ihn einfach. Was nur als Zustimmung gewertet werden kann, die Hazel aber nicht offen machen will:

            „Mit der Begründung, dass das weibliche Gehirn viel weniger dazu neige, einen Selbstmord durchzuziehen. Möglich, dass der Pilot, wenn er eine Frau gewesen wäre, sich nicht umgebracht hätte. ….““

            Du versuchst ganz unverfroren, uns zu manipulieren. Auch hier reißt Du Sätze sinnverfälschend aus dem Zusammenhang.
            Und – natürlich ist es möglich, dass ein weiblicher Pilot sich nicht umgebracht hätte. Aber das war nur eine wertfreie Feststellung, so wie „Hätte ich letztes Wochenende Lotto gespielt, wäre ich heute vielleicht Millionär“.
            Emma stellte dagegen hier eine Tatsachenbehauptung auf.

            Ich kenne jetzt drei Texte von Brugger und alle drei sind schlüssiger feminismuskritisch zu lesen, als feministisch.

            Ich denke, damit habe ich erschöpfend alles dazu gesagt.

          • @carnofis
            „Du versuchst ganz unverfroren, uns zu manipulieren. Auch hier reißt Du Sätze sinnverfälschend aus dem Zusammenhang.“

            Ich nehme dir dein angeblich fehlendes Textverständnis nicht ab und ziehe die logische Konsequnz, dich für einen feministischen Troll zu halten.
            Ja, richtig gelesen.

          • @carnofis
            Ist dein nick eigentlich eine Anspielung auf „Hunde“?
            Da haben Feministinnen irgendeine Obzession mit.
            Übrigens auch Brugger, im Spiegel-Gespräch sind die auch eines der Themen.

          • @chris
            „Leichter Verfolgungswahn“

            Nein, schwere Enttäuschung. Aber so ist das Internet, dein Gegenüber könnte ein Hund sein.

          • „Ist dein nick eigentlich eine Anspielung auf „Hunde“?“

            Nope.
            Hunde gehören in die Familie der Caniden, ohne „r“.

            Mit Fleisch – carne – hat mein Nick auch nichts zu tun.

          • @Carnofis: Anne äußert sich tatsächlich nie feministisch und lässt sich auch nie mit feministischem Denken erwischen. Das wirkt schon ziemlich konsistent und dadurch auch vertrauenswürdig.

        • „Meine Güte, Leute, jetzt …“

          Ja, das stimmt schon. Die Frau Brugger hat ein paar vernünftige Anmerkungen getätigt – das soll man anerkennen und nicht gleich mit Unterstellung und Vorverdächtigung (oder gar Vorverurteilung) reagieren.

          Man sollte offen und interessiert bleiben und halt schauen, was die Frau Brugger sonst so sagt und tut … Da hast Du völlig Recht.

          • Ja, lobt sie, sie hat ein Glas Wasser in ein Meer aus Pisse geschüttet.
            Womit ja dann auch noch das Glas Wasser verunreinigt wird, denn sie beklagt ja in ihrem Stürmchen genau jene niedrigst Ansprüche.

            Champions vs Ladies …

  6. Markenzeichen von Brugger ist ja ihr völlig regungsloses Pokerface und kombiniert damit der regelmäßige Sarkasmus, völlig hirnrissige, oft provozierende (wenn man will aggressive) Thesen mit diesem regungslosen Gesichtsausdruck aufzustellen (eine Standard-Comedy-Technik, die kann sie sehr gut). Der Witz besteht dann darin herauszufinden, wo sie einem einen Unsinn unterjubelt. Man weiß also meistens nicht genau, was sie ernst meint, und muß ständig aufpassen.

    Genau dieses Gefühl hatte ich bei diesem Interview. Sie tritt ihren medialen Geschlechtsgenossinnen, die fast alle die gängigen feministischen Fakten verbreiten, so heftig vors Schienbein, daß es mich eher an eine ihrer Performances erinnert. Wörtlich genommen wiederholt sie nach **unserer** Weltsicht längst bekannte Wahrheiten, in ihrem sozialen bzw. beruflichen Umfeld sind das aber Kätzereien. Nicht umsonst fragt der SPIEGEL: „Ist das Ironie – oder ein ernst gemeintes Plädoyer gegen Frauenförderung?“
    Ich traue ihr zu, daß sie den Spiegel-Reporter ganz bewußt hochgenommen hat und sich innerlich köstlich über dessen Irritation gefreut hat.
    So oder so ist mir nicht restlos klar, wie ernst sie das alles gemeint hat bzw. wie absolut sie ihre Statements versteht.

    • Wir du oder 90% der Leute das auffassen, wird denen völlig egal sein.
      Der Spiegel und das ZDF werden es als Ironie verbuchen. Deren Weltanschauung ist eben so extrem, dass sie mit der Wahrheit ironisch sein können. Und nichts haben sie mehr nötig als Selbstironie oder den Anschein dessen.

  7. „Ich traue ihr zu, daß sie den Spiegel-Reporter ganz bewußt hochgenommen hat und sich innerlich köstlich über dessen Irritation gefreut hat.“

    Ok, so kann man das auch interpretieren.
    Ich bin da vielleicht zu gutgläubig und unterstelle den Leuten eher Ehrlichkeit.

    WENN sie nur die Antifeministin gespielt hat, dann hat sie es extrem glaubwürdig getan. Sie hat exakt die Argumente gebracht, an denen die ganzen feministischen Theorien und deren Aktionismus kranken – an einer kompletten Befreiung von jeder Wirklichkeit.

    Deshalb nehme ich ihr auch die Kritik ab. Eine echte Feministin wäre zu so einer Intelligenzleistung gar nicht fähig.
    Oder kennst Du auch nur eine, die sich mit Bruggers Argumenten nur für Sekunden auseinandersetzen würde – KÖNNTE?

    • „Eine echte Feministin wäre zu so einer Intelligenzleistung gar nicht fähig.“

      Und eine Mitläuferin?
      Warum kommst du hier mit einem „wahren Schotten“-Argument?

      „Oder kennst Du auch nur eine, die sich mit Bruggers Argumenten nur für Sekunden auseinandersetzen würde – KÖNNTE?“

      Die lachen affektiert und damit ist das dann gegessen. Die Frau mit ihrem komischen, internalisierten Sexismus, wie koooomisch.

  8. Ich verstehe den ganzen Hallas nicht.
    Da hat sich mal jemend kritisch geäußert, ohne in in konsequente Dummplapperei zu verfallen. Und so wie es aussieht in einer Form, daß wohl die meisten Menschen darin keine haltlose Witzelei sehen. Und damit ist m.E. gut.
    Ich muß doch nicht gleich in Lagerdenken, identitäre Kacke, oder gar Sexismus verfallen, nur weil dieser Mensch einen Tittenbonus kassiert hat und das offen zugibt. Im Gegentum. Noch dazu scheint dieses Wesen mit etwas Intelligenz beaufschlagt zu sein. Mal verglichen mit Til Schweiger ( ein wesentlich bekannterer und deutlich dümmerer Künstler ), der einmal einen dicken Hals pro Väter bekommen hat ( was gut war ) und div. Male Blödsinn pro Internetpranger, pro Aufkreisch, pro mäh2, pro Schwesig-Gesetz, abgesondert hat.
    Blöd, aber ehrlich.
    Da verlangt ja auch keiner hier ein Maskuparteibuch von dem.
    Oder eben das exakte Gegenteil, Frau Sünderhauf, eine Feministin, die lediglich konsequent und gut begründet für einen etwas milderen Feminismus eintritt, weil sie offenbar die Kinder nicht zu Kriegsopfern ihrer Scheiß-Ideologie machen will. Die wird, trotz falschem Truppenpass, von irgendwelchen „Männerbewegten“ regelrecht verherrlicht.
    Wieso soll also nicht irgendeine ( mir völlig unbekannte ) Rap-Tante nicht einfach mal eine fundierte, nachvollziehbare Meinung äußern dürfen? Zeigt doch ( sofern nicht hinterher ein [lacht] eingefügt wird ), daß sie Arsch in der Hose hat.
    Moni Ebeling war auch mal Feministin ( eine recht naive noch dazu ), die erst mit ihrer Rolle als Gleichstellungsbeauftragte gecheckt hat, was für eine menschenverachtende Kacke das ist. Und um zu kapieren, daß die heutige SPD geschlechterpolitisch eine eher braune als rote Partei ist, hat sie noch ’ne Ecke länger gebraucht ( ist erst vor etwa 1-2 Jahren da ausgetreten ).

    So what?

    Erst gestern, hatte ich wieder mal Gelegenheit mich relativ ausführlich mit der jungen Sozistudentin und Mutter zu unterhalten. Und da argumentiere ich sehr hart, von wegen Absenkung der Ansprüche, Niveauverfall u.s.w., das muß sie dann aushalten. Aber ich wäre doch total bescheuert, wenn ich das personalisieren und sie damit gleichsetzen würde. Soweit ich es überblicke, macht die astreine Arbeit und denkt selbst und kritisch. Davon brauchen wir dringend mehr Leute!
    Klar könnte ich pauschal auf sie losgehen, nach der Methode: „Ha! Halbtagsstudium allgemeine Soziologie, keine Pläne für Spezialisierung, Halbtagsjob im sozialen Bereich und dazu noch die klassisch-traditionelle Mutterrolle, kann ja nix werden, blah, schwafel, dröhn …“
    Kann man machen, wenn man radikale Polarisierung als für die eigenen Zwecke nützlich erachtet. Hat den Vorteil, daß man stets weiß auf wen man quietschvergnügt schießen kann, weil es dann ja keine normalen Menschen mehr gibt, nur noch Parteigänger und auszurottende Feinde.
    Tatsächlich wüßte ich aber z.Zt. kaum einen Menschen zu nennen, mit dem ich mich, gerade in Punkto Politideologien, besser und schneller ( ! ) verstehe, als diese junge, blitzgescheite Dame, der ich jederzeit, ohne auch nur eine Sekunde zu zweifeln, unter die Arme zu greifen versuche, wenn ich ihr damit einen Gefallen tun kann!

  9. „Ich kenne jetzt drei Texte von Brugger und alle drei sind schlüssiger feminismuskritisch zu lesen, als feministisch.“

    Korrekt.
    Ansonsten sind geschriebene Texte bei Comedy-Leuten natürlich nur die halbe Miete.
    Sie ist übrigens seit langem Inventar bei der Heute-Show, und da holzt sie nach allen Seiten, gegen die AfD sowieso, aber auch hier z.B. gegen Ralf Stegner (muß man erst mal hinkriegen): https://www.youtube.com/watch?v=9IEqHQs1mnQ
    Also daß sie mit ihrer Kritik so ziemlich nach allen Seiten austeilt, ist genügend Evidenz, daß ihre wörtlich genommen harsche Feminismuskritik kein reiner Fake ist.

    • @mitm
      „daß ihre wörtlich genommen harsche Feminismuskritik kein reiner Fake ist.“

      Es kann also keine Feministin geben, die sich eigene Gedanken macht und von der dogmatischen Linie abweicht? Ok, die sind nicht eben häufig, aber ….

      Bitte verrate mir aber, wer statt einer Feministin noch wie selbstverständlich von einem „Krieg“ der Geschlechter bzw gegen „Sexismus“ sprechen würde und Vorschläge macht, wie der besser zu gewinnen sei!

      • „Es kann also keine Feministin geben, die sich eigene Gedanken macht und von der dogmatischen Linie abweicht?“

        Irgendwie scheinen wir aneinander vorbeizureden. Ich versetehe nicht ganz, was gemeint ist.
        Ich wollte gerade ausdrücken, daß sie sich eigene Gedanken macht und von der dogmatischen Linie abweicht. Egal, ob als Feministin (ich weiß nicht, ob sich sich als solche bezeichnet) oder nicht.

        Wo hat sie Vorschläge gemacht, wie der Krieg besser zu gewinnen sei? Die oben schon zitierte Textstelle gibt das nicht her, das steht das Gegenteil:

        … Das ist dumpfe Instant-Sexismus-Rache, das sind viel zu viele Frauen, die sich emanzipiert schimpfen, ohne zu verstehen, dass es bei beiden Geschlechtern Idioten und Dummköpfinnen gibt und dass ein Krieg nicht gewonnen wird, wenn man einfach parallel dazu einen neuen startet.“

        Die ist leider zu kompliziert und unsauber formuliert. Man muß sich erst fragen, was sie mit den beiden parallelen Kriegen meint. Der zweite der beiden ist „Instant-Sexismus-Rache“: Frauen, die sich emanzipiert schimpfen, führen einen Rachekrieg gegen die Männer. Warum: weil die Männer einen Krieg gegen die Frauen führen. Genau von dieser Auge-um-Auge-Denkweise distanziert sie sich völlig eindeutig, auch im Text davor.

        • @mitm
          „Frauen, die sich emanzipiert schimpfen, führen einen Rachekrieg gegen die Männer.“

          Genau, die üben „Rache“ für einen angeblichen allgemeinen *Sexismus* der Männer! Das mit dem Sexismus ist die eigene Meinung Bruggers und damit erweist sie sich an dieser Stelle schon klar als Feministin.

          „Wo hat sie Vorschläge gemacht, wie der Krieg besser zu gewinnen sei?“

          Sie schlägt vor, diesen Rachekrieg aufzugeben und sich auf den eigentlcihen Krieg zu beschränken, statt „parallel einen neuen zu starten“.

          Damit beweist Brugger ihre Hingabe an den Feminismus, der ja den Krieg gegen den angeblichen Sexismus der Männer (-> „Patriarchat“) als unabdingbar notwendig betrachtet. Brugger macht darüber hinaus Vorschläge wie dieser Krieg noch besser geführt werden kann, und zwar indem man den Gegner in Sicherheit wiegt und ihn nicht wegen jeder Kleinigkeit angreift!

          Das spricht dafür, dass Brugger sich richtig kreativ Gedanken macht, wie der Krieg zu gewinnen ist. Und das spricht dafür, dass sie eine 110%ige Feministin ist.

          Die Textstelle ist gar nicht kompliziert, einfach mal sinken lassen.

    • Also daß sie mit ihrer Kritik so ziemlich nach allen Seiten austeilt, ist genügend Evidenz, daß ihre wörtlich genommen harsche Feminismuskritik kein reiner Fake ist.

      Ist das ernst gemeint?

      Im übrigen muss ihre Kritik nicht unbedingt Fake sein, um unglaubwürdig zu sein. Es kann sein, dass sie sich einfach was zurechtrationalisiert, dass sie sich, ohne es zu wissen, selbst belügt.

  10. „Wenn so etwas passiert, möchte ich am liebsten laut kotzen und demonstrativ einen ganzen Raum so lange vollmenstruieren, bis es genauso viele Feministinnen wie Feministen gibt ….“

    die „männerfreundliche“ Halbfeministin und Halbkomödiantin Hazel Brugger. So ein Spass aber auch, da kommt so richtig Laune auf, vgl:

    „Berkeley vegan activist covers herself in poop outside SoMa Trader Joe’s in protest“

    https://www.sfgate.com/bayarea/article/bay-area-radical-vegan-protest-trader-joes-dxe-12773950.php#photo-14003578

    • Das hier ist Comedy vom Allerfeinsten:

      „Als hätte ein Loriot des Jahres 2018 das Drehbuch geschrieben. Der Sketch entwickelt sich bilderbuchmäßig ….“

      https://genderama.blogspot.de/2018/03/professor-aigner-wer-sich-fur.html

      „2. In der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL findet sich ein Artikel, in dem verschiedene Männer und Frauen sich jeweils paarweise über Geschlechterverhältnisse unterhalten. Am besten in seiner herrlichen Absurdität ist das Gespräch zwischen dem Feministen Thomas Meinecke und der Feministin Teresa Bücker. …..“

      Da kann sich Frau Brugger mal eine dicke Scheibe von abschneiden, so geht Humor heute.

  11. Ich bin jetzt erst dazu gekommen, mir die Texte sowie die Kommentare hier durchzulesen, und auch ich kann die Angriffe gegen Frau Brugger nicht verstehen.
    Zwar bin auch ich skeptisch, ob Frau Brugger tatsächlich die Ungerechtigkeiten des Feminismus korrigieren will oder lediglich diejenigen Auswüchse, die sie perspektivisch für Frauen im Allgemeinen und für sich im Speziellen als nachteilig ansieht. Aber für die hier teilweise gebrachte Unterstellung, sie würde alles ganz anders meinen, als sie es formuliert hat, finde ich keine Grundlage und sehe einen solchen Umgang mit im Grundsatz durchaus begrüßenswerten Statements bekannter Frauen als absolut kontraproduktiv an.

    • @Hugor
      „kann die Angriffe gegen Frau Brugger nicht verstehen“

      Beim Danisch und seinem verschwörungstheoretischen Geschwurbel zu „Mein Kampf“ hattest du ja auch nichts auszusetzen gehabt und nicht mal das erkannt.

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