Konflikteskalationsmodell nach Paul Graham

Könnte für viele Debatten interessant sein:

Dazu aus der Wikipedia:

Graham’s hierarchy of disagreement

Graham proposed a „disagreement hierarchy“ in a 2008 essay „How to Disagree“, putting types of argument into a seven-point hierarchy and observing that „If moving up the disagreement hierarchy makes people less mean, that will make most of them happier.“ Graham also suggested that the hierarchy can be thought as a pyramid, as the highest forms of disagreement are rarer.

Following this hierarchy, Graham notes that articulate forms of name-calling (e.g. „The author is a self-important dilettante“) are no different from crude insults.

The hierarchy resembles Friedrich Glasl’s model of conflict escalation[further explanation needed].

 

Konflikteskalationsmodell Graham

Konflikteskalationsmodell Graham

 

Hazel Brugger zur Benachteiligung von Frauen und Frauenförderung

Hazel Brugger von der Heute Show wurde interviewt und hat einige sehr interessante Antworten gegeben:

SPIEGEL: Für die „heute-show“ führen Sie auf Parteitagen oder Wahlpartys überfallartige Interviews. Reagieren Politiker anders, weil Sie eine junge Frau sind?

Brugger: Bestimmt. Ich glaube, Frauen sprechen nicht so gern mit mir. Weil ich mich, platt gesagt, nicht davon mildern lasse, ob sie einen tiefen Ausschnitt haben. Ein Mann hingegen findet es schon geil, wenn ich sage: Herr Kubicki, Sie haben aber einen tollen Anzug an!

Die erwartete Antwort war wahrscheinlich eher „natürlich nehmen mich die Leute als Frau nicht ernst, Sexismus Sexismus Sexismus“. Sie kehrt es um und erwähnt eher die Vorteile der Frauen bei Männern.

Der Spiegel fragt entsprechend weiter:

„SPIEGEL: Haben Sie mal einen Job nicht bekommen, weil Sie eine Frau sind?

Brugger: Ich wüsste nicht. Manchmal wurde ich nur deswegen engagiert. Viele Sendungen leiden darunter, dass sie fast nur männliche Gäste haben. Frauen haben es deshalb einfacher, eingeladen zu werden. Was wiederum bedeutet, dass der Qualitätsanspruch an Frauen nicht so groß ist. Das hindert mich, mir mehr Mühe zu geben und besser zu werden.

Da will der Interviewer verzweifelt eine Diskriminierung rausholen aus der Interviewten und die sieht eher eine Bevorzugung.

 

SPIEGEL: Das kommt jetzt überraschend.

Brugger: Es geht noch weiter. In 20 Jahren beißt sich das nämlich alles in den Arsch. Wenn man jetzt junge Frauen fördert, bleiben die schlechter. Männer hingegen müssen sich doppelt anstrengen, ins Fernsehen zu kommen, wenn es nur noch halb so viele Plätze gibt. Am Ende gibt es dann wieder mehr gute Männer.

Und dann macht sie sogar noch weiter. Wer Frauen aus dem Wettbewerb nimmt, der hindert ihre Entwicklung – das ist ganz gegen die Doktrin, dass eher nur Männer eingeladen werden, weil Patriarchat

SPIEGEL: Ist das Ironie – oder ein ernst gemeintes Plädoyer gegen Frauenförderung?

Brugger: Es ist ein Fingerzeig, dass ein Teil der Lösung schon das nächste Problem sein könnte. Ein gutes Beispiel war vor zwei Jahren der Versuch, ein Remake der Fantasykomödie „Ghostbusters“ zu drehen, ausschließlich mit Frauen. Es war – leider – ein Scheißfilm. Mit einer Frauenquote steigt auch die Verantwortung, denn man darf nicht enttäuschen. Wenn eine Regisseurin schlecht ist, schadet sie den Frauen noch mehr, weil hinterher alle sagen: Siehste! Ich rege mich auch viel öfter über schlechte Frauen auf als über schlechte Männer. Weil ich dann denke: Jetzt reißt euch doch zusammen!“:

Der Reporter kann es anscheinend gar nicht glauben. Ganz gegen das sonstige Opferschema. Wer Frauen als die Besseren darstellt, wer ihnen deswegen einfach Plätze gibt, der könnte das Problem eher verschärfen.