147 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 155 (21.03.2018)

    • Es gibt ein Journal „Academic Questions“, dort stehen viele lesenswerte Artikel, leider häufig recht polemisch, leider selten pedantisch wissenschaftlich. (Nach meinen Eindruck gehört dies zur Policy dieses Journals: „Keine trockene Wissenschaft!“)

      https://link.springer.com/journal/volumesAndIssues/12129

      Jedenfalls finden sich dort einige Artikel über die Lügenpresse namens „Wikipedia“, auch andere nette Geschichten aus dem Bereich der Akademie werden dort diskutiert, z. B. daß die Professorin und Feministin Martha Nussbaum einmal Meineid begangen hat …

  1. Unter Real Scientists DE https://twitter.com/realsci_DE berichten seit einiger Zeit junge Nachwuchsforscher von ihrer Arbeit, immer abwechselnd eine Woche lang. Diese Woche: @ThylacineReport, https://realscientistsde.blogspot.de/2018/03/das-zusammenspiel-von-wissenschaft-und.html

    Die Dame erforscht die Anthropologie und Philosophie der Biologie und der Umweltwissenschaften, Kartographie, postkoloniale und feministische STS sowie Umwelt- und Medizin-Geisteswissenschaften.

    STS = „Science and Technology Studies“ = Analogie zu den Gender Studies, die überall in den Naturwissenschaften nach Stellen suchen, wo ggf. jemand diskriminiert wird.

    Ich will nicht abstreiten, daß man den Wissenschaftsbetrieb im Sinne der Personen und sozialen Strukturen (nicht die eigentliche Wissenschaft) soziologisch betrachten kann. Das ist dann aber Soziologie, keine Naturwissenschaft mehr! So gesehen hat sie auf dem Twitter-Konto nichts zu suchen.

    Die Frage ist aber erlaubt, wer braucht sowas? Bzw. warum investieren die Leute ihre Lebenszeit in diese Fächer. Eine offensichtliche Antwort: um die Deutungshoheit zu erlangen, wer was warum in den MINT-Fächern macht und um die ideologischen Kriege aus den Geisteswissenschaften auf die MINT-Fächer zu übertragen. Ich halte die STS-Leute daher für brandgefährlich.

    Die Dame profiliert sich denn auch – kaum überraschend – als Generator aller erdenklichen feministischen Fakten. Sie predigt natürlich den erkenntnistheoretischen Relativismus. Sie kämpft ferner gegen die postkoloniale Erkenntnisfindung, vermutlich z.B. gegen die postkolonialen Anteile des Ohmschen Gesetzes oder der while-Schleife in postkolonialen Programmiersprachen wie C oder Javascript, die dringend „dekolonisiert“ werden müssen. usw.

    Hier eine Auswahl ihrer Propaganda:

    Der absolute Knüller ist aber folgender Tweet:

    Und jetzt bitte die Transferleistung auf die Gender Studies oder postkolonialen Studies, die sie ständig zitiert: die waren dann wohl erst recht politisch gewollt (und voreingenommen, waren also eine einseitige Suche nach „Argumenten“, die die eigenen vorgefaßten Meinungen bestätigen).

    • das „Sehr richtig!“ bezog sich auf folgenden Tweet:

      • Letztlich stimmt es ja auch.

        Wobei natürlich der politische Teil bisweilen erst am Forschungsergebnis ansetzt.
        Aber oft ist ja schon das „Ermöglichen zu forschen“ eine politische Entscheidung.

        • @Peter

          Nur meinen sie es nicht so, wie du es liest.
          Die Beispiele „Kernforschung“ und „Rassenforschung“ sind nicht umsonst gewählt.
          Sie setzen darauf, dass „Kernforschung“ und „Rassenforschung“ abgelehnt werden, weil sie *moralisch* falsch oder verwerflich sind oder so empfunden werden.
          Was für „Verpackungsforschung“ und „demographische Forschung“ so nicht gelten würde, da sie emotional nicht genug aufgeladen sind.
          Es geht also vom Start weg um Affekte – deren Produktion und deren Ausbeutung.

          Welche Ergebnisse diese Forschungen hervorbringen, ob sie *wahr oder falsch* sind, spielt für sie keinerlei Rolle.
          Sie sind falsch, weil sie moralisch verwerflich sind und richtig, wenn sie moralisch gut sind – das ist das einzige Kriterium für Wahrheit, das sie kennen und gelten lassen.
          Disclaimer: Wobei das, was SIE als moralisch gut *empfinden* eben wahr IST.
          Das ist das Problem an jedem relativistischen Schmodder; wenn es keine Kriterien für wahr oder falsch gibt, weil es auch kein wahr oder falsch mehr gibt, muss irgendetwas an diese Stelle treten.
          Da trifft es sich vorzüglich, wenn sich die „Macht der Gefühle“ und die „Gefühle der Macht“ ganz doll lieb haben.

          Sie sind logisch unfähig ihre eigene Rolle zu reflektieren, denn genau die identische Staats*macht*, die Kernforschung ermöglicht, ermöglicht auch die Existenz von gender studies an den Universitäten.
          Es gibt keinen gender studies Topf im staatlichen Forschungshaushalt (moralisch gut) und einen für Kernforschung (moralisch böse).
          Das „politische Argument“ richtete sich demnach auch gegen sie selbst, wären sie nicht von dem *moralisch Guten* an sich so durchdrungen, diesen Sachverhalt zu ignorieren.

          Demzufolge ist für die „dekolonialen und indigenen Perspektiven von LGBTQ in ihre Methodik einbeziehen“ völlig irrelevant, ob sie irgendein Forschungsgebiet überhaupt betreffen oder diesem nützen, weil „Betroffenheit“ ihr eigentlicher Job und „gesellschaftlicher Nutzen“ eine gemeine Erfindung des Patriarchats ist.
          Wie es auch überhaupt irrelevant ist, um welche Thematik es sich handelt – es gibt immer eine Perspektive, die fälschlicherweise nicht berücksichtigt worden ist und welche das ist, sagen dir die *moralisch Guten*.
          Sie meinen mit „indigener Perspektive“ auch nicht die in Deutschland überwiegend lebenden Deutschen, sondern *anders begabte* Indigene, die nicht den Makel einer *moralisch falschen* Hautfarbe aufweisen.
          Heute ist es Cthulhu, morgen wird man feststellen: Er war transphob!
          Egal, welcher lustige religiöse Kult gerade angesagt ist – das werden dir diese Horde von staatlich alimentierten Religiösen morgen verraten.
          STS=STD

          • Ja, die Ähnlichkeiten mit religiös motivierten Strategien ist schon faszinierend. Die junge Schar bedient sehr offensiv ihr eigenes Bedürfnis „sich gut zu fühlen“, wobei auch das „sich wichtig fühlen“ und das „etwas moralisch gutes vertreten“ gehört. Ob am Ende etwas herauskommt, was auch spätere Generationen nutzbringend verwerten können, bezweifle ich stark.

            Aber im Hier und Jetzt hat es natürlich einen Unterhaltungswert. Finde ich zumindest. Und auch was das Geschlechterthema angeht, lohnt es sich m.E. solche Orchideen wie „Real Scientists DE“ zu betrachten.

            Zum Beispiel aktuell auf dem Blog dort ( http://realscientistsde.blogspot.de/ ) zwei neue „Kuratoren“ (hihi).

            Da haben wir zum einen Aadita Choudhury:

            und zum anderen Gordon Feld:

            und jetzt vergleichen wir mal was beide machen, was sie antreibt, womit sie sich so beschäftigen…und schon wieder ein Klischee bestätigt…

          • „Die junge Schar bedient sehr offensiv ihr eigenes Bedürfnis „sich gut zu fühlen“, wobei auch das „sich wichtig fühlen“ und das „etwas moralisch gutes vertreten“ gehört. Ob am Ende etwas herauskommt, was auch spätere Generationen nutzbringend verwerten können, bezweifle ich stark.“

            Korrekt – es ist gelebter Narzissmus ohne jede Form von gesellschaftlicher Verantwortung.
            Ihr Job ist ebenfalls nicht, Wissenschaft auf diese gesellschaftlichen Verantwortung zu verpflichten, denn ihr Bild von dieser – real existierenden – Gesellschaft ist völlig irreal.
            Eine Wissenschaft im Interesse der *Mehrheit* der Gesellschaft kann gar nicht ihr Anliegen sein, denn die Mehrheit der Gesellschaft hat a. die falsche Hautfarbe oder b. das falsche Geschlecht und dann auch noch c. die falsche sexuelle Orientierung!
            Durch diesen Taschenspielertrick umgehen sie die Frage nach der demokratischen Legitimation ihrer Vorgehensweise, denn die genannten biologischen Merkmale diskreditieren die Mehrheit der Bevölkerung als *moralisch falsch geboren*.
            Das ist nicht nur biologistisch, sondern es ist eine Form von elitärem Bewusstsein 2.0
            Aus ihrer ideologischen Warte – m.E. werden sie deshalb eingekauft – ist es geradezu verpflichtend, gegen Mehrheitsmeinungen *antidemokratisch* zu agieren, denn diese Mehrheit ist qua Biologie Unterdrücker und moralisch verkommen.

            Ihr gesamter Ansatz bezieht sich auf die Vertretung von „Minderheiteninteressen“, die sie (selbst!) nach biologischen Merkmalen ausgesucht haben.
            Genauer gesagt, sie schwingen sich zu den Vertretern dieser Interessen von Minderheiten auf.
            Wer hat sie eigentlich in diese Funktion gewählt?
            Zumal der Ansatz nur *vorgeblich* umfassendere Perspektiven berücksichtigt, denn wer sagt denn, was die authentischen „indigenen Perspektiven von LGBTQ“ sind, die berücksichtigt werden sollen?
            Ganz offensichtlich die *Verkünder* dieser Interessen, nicht die „indigene Bevölkerung“ selbst.
            D.h. wir erhalten hier ein sich selbst erschaffen habendes „Expertentum“, das sich von religiösen Propheten und den Verkündern von heiligen Texten nicht unterscheidet.

            Es sagt eine Menge über einen Staat aus und dessen Absichten, solche Menschen einzustellen, um deren Ideologie unter (vorzugsweise) die zukünftigen Akademiker zu bringen.

          • @cruma
            „Wer hat sie eigentlich in diese Funktion gewählt?“

            Die ist auserwählt, vom Schicksal. Ein Glitsch in der Matrix und der Widerstand formiert sich in diesem lichten Moment — so redet es dir diese progressive Erlösungsreligion ein.

            „Zumal der Ansatz nur *vorgeblich* umfassendere Perspektiven berücksichtigt, denn wer sagt denn, was die authentischen „indigenen Perspektiven von LGBTQ“ sind, die berücksichtigt werden sollen?“

            Zur Dominanz rückt man etwas Exotisches in den Mittelpunkt, um darum einen Kult zu betreiben.

            „Ganz offensichtlich die *Verkünder* dieser Interessen, nicht die „indigene Bevölkerung“ selbst.“

            Wer sich da rumkommandieren lässt, ist geradezu selbst schuld.

            „D.h. wir erhalten hier ein sich selbst erschaffen habendes „Expertentum“, das sich von religiösen Propheten und den Verkündern von heiligen Texten nicht unterscheidet.“

            Das ist nun eine Verleumdung „heiliger Texte“ und von Propheten überhaupt 😉

            „Es sagt eine Menge über einen Staat aus und dessen Absichten, solche Menschen einzustellen, um deren Ideologie unter (vorzugsweise) die zukünftigen Akademiker zu bringen.““

            Ein Selbstläufer, der scientistische Progressitivitismus der Soc Jus

          • „Zur Dominanz rückt man etwas Exotisches in den Mittelpunkt, um darum einen Kult zu betreiben.“
            Es ist ziemlich auffällig, dass die gesellschaftliche Minderheit gar nicht klein genug sein kann…

            Ich bin ein starker Verfechter von Minderheitenrechten – Kunststück, bin ich doch selber Zeit meines Lebens in einer politischen Minderheit gewesen – und ich denke, mit dem AGG und dem Grundgesetz wird dem insgesamt Genüge getan (Verbesserungen sind immer möglich).

            Aber ich verwechsele nicht „Schwarmblödheit“ – nämlich die Eigenschaft von Menschen, *weil* eine Eigenschaft mehrheitlich existiert, diese Eigenschaft für „normal“, also als Grundbedingung der Eigenschaft *aller Menschen* zu halten – mit prinzipieller *Böswilligkeit* der Mehrheit.
            Die Idee, eine weiße, männliche, heterosexuelle Mehrheit unterdrücke die Minderheit operiert mit eben dieser Unterstellung.
            Sie verleiht der Böswilligkeit damit lediglich ein *Motiv*.

            Du sagst: „Wer sich da rumkommandieren lässt, ist geradezu selbst schuld.“, aber das ist m.E. falsch.
            Denn die Akzeptanz der „Schuldfrage“ – *basierend* auf dieser Ideologie – ist das moralische Pfund, mit dem sie wuchern.
            Niemand ist „schuld“ daran, anders geboren zu werden oder sich zu entscheiden anders zu leben als die Mehrheit der Gesellschaft, die ihn umgibt.
            Ebenso wenig wie die Mehrheit der Gesellschaft, die ein Bild von sich nach ihrem Ebenbild zeichnet (s. Schwarmblödheit).
            Aber ebenso wenig, wie die Tyrannei der Mehrheitsmeinung eine Antwort auf die Frage sein kann, was eine tolerierbare oder akzeptable Form der Lebensführung für ein Individuum ist, kann die Tyrannei der Minderheit eine Antwort bieten.
            Man kann diese Frage nur (Ergebnis-) *offen* und geduldig thematisieren, wieder und wieder.

            An diesem Punkt – als Marxist und MGTOW – bin ich jedoch hellwach, denn die „Tyrannei der Minderheit“ ideologisch zu rechtfertigen, das kenne ich bereits.
            Was ich deshalb sehr auffällig finde sind politische Positionen, die demokratische Mehrheiten vom Ansatz her diskreditieren und sie quasi unter Generalverdacht stellen.
            Nicht weil sie ein bedenkliche politische Position äußern, sondern weil sie (biologisch) so sind, wie sie eben sind. Das klingt für mich nach genau den biologisch fundierten bürgerlichen Elitetheorien, die wir alle hinreichend kennen dürften. Wonach eine Minderheit biologisch – und deshalb moralisch et vice versa – ausersehen ist, über die Mehrheit zu herrschen.

            Mein Bedarf an einer solchen Elitetheorie 2.0 ist 0.
            Deshalb bekämpfe ich sie, wo ich ihr begegne.

          • @crumar 22. März 2018 um 9:00 pm: gut beobachtet!

            Beim Lesen ist mir klargeworden, daß ich in meinem Glossar einen Eintrag für den Postkolonialismus brauche. Der fällt zwar nicht direkt in das Geschlechterthema, hat aber dermaßen viele Überscheidungen mit feministischen Argumentationen, daß man ihn rudimentär kennen sollte. Hier meine Null-Version einer kompakten (Limit: ca. 10 Zeilen) Definition; Kommentare sind willkommen:

            Postkolonialismus

            Ideologie, die vom Dogma einer fortdauernden Existenz imperialistischer und kolonialistischer Strukturen in verschiedenen Lebensbereichen wie z.B. der Politik und Ökonomie in westlichen Staaten ausgeht und diese überall nachweisen („Postcolonial Studies“) und aktivistisch als moralisch verwerflich in das öffentliche Bewußtsein implantieren will. Überlappt konzeptuell und personell mit dem Feminismus, insb. hinsichtlich der Vorstellung, das jede soziale Ungleichheit ein Unrecht ist, „von Natur aus“ nicht vorhanden wäre und nur durch patriarchale / imperiale Menschengruppen erzeugt wurde (analog zur Privilegientheorie). Dient zur Abwertung aller Personen, die aufgrund der Hautfarbe (weiß) oder Ethnizität (z.B. deutsch) die „Erbsünde“ mit sich tragen, vor Jahrhunderten andere Völker beherrscht zu haben oder heute wirtschaftlich stärker als diese Völker mit hohen Opferstatus zu sein.

          • crumar,

            naja, ob solche Persönchen wie Aadita Choudhury jetzt wirklich und wirksam eine Ideologie unter die Leute bringen weiß ich nicht. Nimmt die jemand ernst?

            Kommt mir eher wie Deko vor, die man sich aus Lust, Laune und Überfluss heraus hält. Sozusagen eine Art von „costly signal“ in der Art „Schaut mal, wir können es uns leisten, Mädels jahrelang für lustig-dummes Geplapper zu bezahlen anstatt sie zu schwängern“

            Den Job erledigen sie dann aber wirklich gut. Ernsthaft würde z.B. eine Berücksichtigung der „dekolonialen und indigenen Perspektiven von LGBTQ“ bei der Bewertung von Waldbränden ganz schnell zu dem Ergebnis führen, dass auch entkolonialisierte, indigene LGBTQ es entweder Scheiße finden wenn ihr Wald abbrennt oder ganz toll (wenn sie daraus damit dann Acker oder sogar teuer Bauland gemacht haben)…uups…

          • „Du sagst: „Wer sich da rumkommandieren lässt, ist geradezu selbst schuld.“, aber das ist m.E. falsch.“

            Das war von mir sarkastisch gemeint, natürlich ist diese autoritäre Bewegung gefährlich und muss beendet werden.

          • „Da haben wir zum einen Aadita Choudhury …“

            „… und zum anderen Gordon Feld“

            Und was muss mich an den beiden nun aufregen? Ihre Vita klingt sehr bodenständig und seriös.
            Aus dem Intro kann ich keine genderfeministische Verbohrtheit herauslesen.

            Auch die anderen Vorstellungen haben mich nun nicht wirklich erschreckt.

          • Carnofis,

            das war von mir auch nicht im „genderfemistischen“ Kontext gemeint, sondern als reines Genderthema. Also Stereotyp „Gefühlsbeschreibung“ versus „Wissen zur weiteren Nutzung erarbeiten“.

            Oder anders formuliert: Wenn Du z.B. als Entscheider bei einer Wissenschaftsstiftung genau ein Stipendium zu vergeben hättest und nur die beiden zur Auswahl, wer würde es bekommen?

            Die sich selbst verwirklichende, die zum Zeitvertreib die Gefühle von Interessensgruppen nach Waldbränden erforscht oder der Schlafforscher?

    • „die Gender Studies oder postkolonialen Studies, die sie ständig zitiert: die waren dann wohl erst recht politisch gewollt“

      Aber klar doch, es kommt auf den *Willen* an, der Wille ist alles! Und nur mit den X-Studies kann die neue erwünschte Realität erschaffen werden, um die alte Realität, die lediglich Unterdrückung war, abzulösen. Als erstes aber muss man sich in die Wissenschaft einschmuggeln, damit man sie dann kapern kann.

      • Wobei ich mich zum wiederholten Mal über die zunehmende feministische Orientierung der FAZ wundere. Dieser Artikel bespricht einen anderen Artikel von der hard-core Feministin Birte Förster. Der macht schon im Titel mit einem Genderstern klar, wo es hier ideologisch lang geht, und der Inhalt paßt zum Titel. Ich kann die feministischen Hakenkreuze zwar mit binnen-i-be-gone wegmachen, das ist aber nicht der entscheidende Punkt: unterstützt die FAZ jetzt auch diese wissenschaftsfreindlichen Ideologinnen?

  2. Was die AfD von NGOs und Grünen gelernt hat

    https://www.salonkolumnisten.com/afd-ngos-gruene/

    „… ob die „Alternative für Deutschland“ vielleicht nicht nur der erbittertste Gegenspieler der Grünen dieser Tage ist, sondern womöglich auch ihr gelehrigster Schüler. ….

    Spätestens mit dieser Erkenntnis sollte eins klar werden: Es gibt keinen Zweck, der Angst und Panikmache als Mittel der Politik heiligt.“

    Ich fürchte, es liegt in der Natur der Politik mit „Angst und Panikmache“ zu arbeiten. Gewiss gibt es eine Grenze, wo man sagt, dass es eigentlich reicht.

  3. Interessanter Artikel eines geisteswissenschaftlichen Professors, der mit dem französischen poststrukturalistischen Philosophen Jacques Derrida befreundet war und aus Perspektive von Derridas Philosophie Identitätspolitik kritisiert.

    Mark C. Taylor- What Derrida Really Meant

    Ein paar Passagen aus dem Artikel:

    “In a manner reminiscent of Freud, Mr. Derrida insists that what is repressed does not disappear but always returns to unsettle every construction, no matter how secure it seems. As an Algerian Jew writing in France during the postwar years in the wake of totalitarianism on the right (fascism) as well as the left (Stalinism), Mr. Derrida understood all too well the danger of beliefs and ideologies that divide the world into diametrical opposites: right or left, red or blue, good or evil, for us or against us.

    (…)

    By struggling to find ways to overcome patterns that exclude the differences that make life worth living, he developed a vision that is consistently ethical.

    And yet, supporters on the left and critics on the right have misunderstood this vision. Many of Mr. Derrida’s most influential followers appropriated his analyses of marginal writers, works and cultures as well as his emphasis on the importance of preserving differences and respecting others to forge an identity politics that divides the world between the very oppositions that it was Mr. Derrida’s mission to undo: black and white, men and women, gay and straight. Betraying Mr. Derrida’s insights by creating a culture of political correctness, his self-styled supporters fueled the culture wars that have been raging for more than two decades and continue to frame political debate.

    (…)

    During the last decade of his life, Mr. Derrida became preoccupied with religion and it is in this area that his contribution might well be most significant for our time. He understood that religion is impossible without uncertainty. Whether conceived of as Yahweh, as the father of Jesus Christ, or as Allah, God can never be fully known or adequately represented by imperfect human beings.

    And yet, we live in an age when major conflicts are shaped by people who claim to know, for certain, that God is on their side. Mr. Derrida reminded us that religion does not always give clear meaning, purpose and certainty by providing secure foundations. To the contrary, the great religious traditions are profoundly disturbing because they all call certainty and security into question. Belief not tempered by doubt poses a mortal danger.

    As the process of globalization draws us ever closer in networks of communication and exchange, there is an understandable longing for simplicity, clarity and certainty. This desire is responsible, in large measure, for the rise of cultural conservatism and religious fundamentalism — in this country and around the world. True believers of every stripe — Muslim, Jewish and Christian — cling to beliefs that, Mr. Derrida warns, threaten to tear apart our world.

    Fortunately, he also taught us that the alternative to blind belief is not simply unbelief but a different kind of belief — one that embraces uncertainty and enables us to respect others (…). In a complex world, wisdom is knowing what we don’t know so that we can keep the future open.

    • Meine Highlights:

      „By reading familiar works against the grain, he disclosed concealed meanings that created new possibilities for imaginative expression.“
      -> „Indem er bekannte Werke („von Platon bis Joyce“) gegen den Strich las und interpretierte, enthüllte er verborgene Bedeutungen, der Imagination neue Ausdrucksmöglichkeiten schufen.“

      Das finde ich sehr vielsagend.

      „Mr. Derrida’s name is most closely associated with the often cited but rarely understood term „deconstruction.““
      „Verantwortungsvoll verstanden“ wäre das Prinzip der Dekonstruktion auf den *Ausschluss* zurückzuführen. Jede „Struktur“ (vermutlich ein anderes Wort für „Objekt“) würde durch den Ausschluss gewisser anderer Strukturen gebildet.

      Das ist eigentlich trivial. Damit man irgendwas Bestimmtes hat, müssen ganz gewisse Aspekte ausgewählt werden. Der Rest „interessiert nicht“ und wird notwendigerweise ausgeschlossen. Wenn nicht immer ein Rest ausgeschlossen würde, käme man über die allgemeinste Aussage nie hinaus, da ja immerfort alles zu berücksichtigen wäre. Als Farbe gäbe es hier nur schwarz (alles zusammengemischt), nur nach Weglassen von manchen Tönen dann grün etc.

      „Exklusive Strukturen“ nun könnten „repressiv“ werden. Das Reprimierte würde aber nicht verschwinden und das „Kontrukt“ durch Auflösung bedrohen.

      Nach welchen Regeln dies geschehen würde, das wäre jetzt interessant, ja notwendig zum Verständnis. Sonst bleibt es bei simpler Mengenlehre.
      Leider schweift der Autor nun völlig ab und wendet sich der angeblichen Realität Derridas zu: „…. Mr. Derrida understood all too well the danger of beliefs and ideologies that divide the world into diametrical opposites ….“
      Hier haben wir auf einmal „diametrale Gegensätze“, vorher war noch von „Konstrukten“, die ausschlössen die Rede. Warum? Der Autor versichert uns, diese Gegensätze seien „repressiv“, aber wieso sollten Konstrukte einmal mehr und einmal weniger repressiv sein? Warum wären Konstrukte „diametraler Unterschiede“ repressiver als andere Konstrukte? Ist es die Summe des Ausgeschlossenen oder gibt es hier unterschiedliche Qualitäten?

      Ich fürchte, dass es keine Antwort auf diese Fragen gibt, da der Autor allzu leicht drüber hinweggeht und mit viel Farbe in die Bejubelung Derridas umschwenkt und sogleich versichert, er sei missverstanden und seine „Dekonstruktion“ aus dem ursprünglichen Kontext entwendet worden.

      Eine ziemlich normale Sache eigentlich, wenn man ein „obskurer“ Denker ist – dann wird man zum Steinbruch für andere. Derrida hielt es ja selbst so und plünderte andere, um „verborgene Bedeutungen“ herauszustellen. Das Klagen des Autors erinnert mich stark an die Klagen über den angeblichen Missbrauch Nietzsches. Wie dort auch, kann der Autor hier die missbräuchliche Verwendung aber gar nicht nachweisen, sie wird einfach behauptet.

      Dann geht der Autor sogar noch zur Verteidigung Derridas über, den manche einen „heimtückischen Nihilisten, der die Grundlagen der Westlichen Gesellschaft und Kultur bedroht hätte“ nannten. Angeblich weil ethisches Urteilen durch die Ansicht Derridas Wahrheit sei nicht „mit Sicherheit“ ermittelbar verunmöglicht würde.

      Ein seltsames Argument gegen Derrida. Ich könnte mir vorstellen, dass die Kritiker ihm vorhielten, dass Derrida Wahrheit als Konzept oder Idee vollkommen ablehnte. Denn nur das führt zur Verneinung von Ethik. Niemals ist das der Fall, nur weil Wahrheit nicht oder nur teilweise erkennbar wäre (aber trotzdem existiert, unabhängig vom Erkanntwerden). Ich könnte mir vorstellen, dass der Autor hier Derrida durch Flunkern in Schutz nehmen will, allzu grotesk ist die Kritik an ihm.

      Fortsetzung…..

    • Forsetzung:

      Derrida, so Kritiker, würde so skeptizistisch und relativistisch sein, dass auf seinen Gedanken keine ethische Sicherheit eines Urteils mehr ruhen könnte.

      Die Verteidigung Derridas geht dann über die Demontage des vorher aufgebauten (mutmasslichen) Strohmanns, nur die Kenntnis der absoluten Wahrheit ermögliche Ethik. Auch ohne die volle Wahrheit zu kennen, würden Gleichheit, Gerechtigkeit und Freundschaft Sinn machen.
      Wie schon gesagt, die Position mit der vollen Wahrheit, die man kennen müsste, ist eine abseitige Ansicht und hilft bestimmt nicht weiter bei einer Kritik Derridas.

      Später hätte sich Derrida mit Religion beschäftigt und …

      „He understood that religion is impossible without uncertainty. Whether conceived of as Yahweh, as the father of Jesus Christ, or as Allah, God can never be fully known or adequately represented by imperfect human beings.“

      Also genau das, was in diesen Reigionen auch immer geglaubt wurde. Wobei als Ausnahme der Islam ja meint, dass alles definitiv Wissenswerte und -würdige durch den letzten Propheten übermittelt worden sei, auch wenn er sich von Gott kein Bild machen kann und will – das der Welt jedoch ist „fertig“.
      Man hat hier den Eindruck, der Autor ist einfach unwissend und schiebt eine allgemeine Einsicht Derrida unter. Vermutlich braucht der Autor seinen Strohmann von den Religionen, die meinen Gott zu kennen, um seinen nächsten Punkt zu machen: diese Religionen würden auch meinen, Gott sei auf ihrer Seite (und dafür müsste man ihn vermutlich vollständig kennen?):

      „And yet, we live in an age when major conflicts are shaped by people who claim to know, for certain, that God is on their side.“ Seine Schlussfolgerung daraus: „Belief not tempered by doubt poses a mortal danger.“

      Das ist sehr verkürzt und einfach gedacht. Vielleicht entspricht es der Denke Derridas, aber niemals wird den Religionen damit Genüge getan. Die behaupten regelmässig, sie kennen Gott nicht und haben dennoch kein Problem seinen vermeintlichen Befehlen und Weisungen zu folgen. Und dass der auf der eigenen Seite ist, dürfte von vorne herein feststehen. Meine Schlussfolgerung: der Autor gibt uns hier eine simple Morallektion, indem er das Problem der Religionen bei zuwenig Selbstzweifel sieht.

      Und mit der gleichen Morallektion geht es auch weiter, die in einen Rundumschlag gegen die angeblich gefährlichen Religionen (die sind gemeint und nicht nur die „true believer“):

      „True believers of every stripe — Muslim, Jewish and Christian — cling to beliefs that, Mr. Derrida warns, threaten to tear apart our world.“

      Warum sollten diese Religionen die Welt „auseinanderreissen“? Das ist alles nicht mehr als eine antireligiöse Polemik ohne Substanz.

      „Fortunately, he also taught us that the alternative to blind belief is not simply unbelief but a different kind of belief — one that embraces uncertainty and enables us to respect others whom we do not understand.“

      Die Vorstellung man könnte in einen Glauben Unwissen und Unsicherheit „umarmen“ und produktiv nutzen, halte ich für pure Mystik. Denn das Ungewusste kann sich immer als etwas völlig Konträres erweisen, was man eben gar nicht produktiv nutzen kann. Übrig bleibt der vage Imperativ alles zu tolerieren, was man nicht versteht. Was natürlich die Quintessenz der progressiv-linken Religion ist, für die das Fremde *prinzipiell* in Ordnung zu sein hat (während man sich am Eigenen schadlos halten kann).

      Vielelicht kann man Derrida keinen Relativismus vorwerfen, seinem Bekannten, dem Autor hier, definitiv. Ob das nun seine eigene Interpretation von Derrida ist: mag sein.

  4. Die kann man nicht glücklich machen.

    Warum behaupten die nicht einfach das Tomb Raider schon immer eine schwarze, lesbische Frau und Feministin war?

  5. Communism/Socialism: “Great Idea. Wrong Species.”

    ^^

    Was man da so aus Schweden hört, ist echt beängstigend. Schöne neu Welt.

    • ich denke das hängt da auch davon ab auf welcher Strassenseite wer sich befindet. Wenn das Auto erst die Strassenseite wechseln muss, sind die Leute eher dagegen. Es fehlt eine Kontrollgruppe bei der man die Seiten tauscht

      • „ich denke das hängt da auch davon ab auf welcher Strassenseite wer sich befindet. Wenn das Auto erst die Strassenseite wechseln muss, sind die Leute eher dagegen. Es fehlt eine Kontrollgruppe bei der man die Seiten tauscht“

        Glaub ich nicht.
        Man kann aus der Situation folgern, dass – wenn nicht, wie im Fall mit den Großmüttern und dem Mädchen, explizit mit eingebaut – von der Gegenfahrbahn keine Gefahr droht.
        Das wird auch aus der Antwort zu dem Konfliktfall Bankräuber vs. Kinder klar. Dort werden lieber die Bankräuber überfahren. Wobei dann – zumindest für mich – die Frage aufkommt, woher ich als Fahrer überhaupt weiß, dass das Bankräuber sind? Realiter sehe ich nur fünf Männer die Straße – bei Grün – überqueren. Es könnten also auch fünf Väter sein, deren Tod fünf Familien in wirtschaftliche und soziale Not bringt.

  6. „And even when he ultimately apologized, White still claimed that he had no idea that he was posting anti-Semitic material.

    What’s troubling is that this is entirely possible.

    The scandal here is not just that an elected Democrat, the youngest on the D.C. Council, believed that a family that has been the target of anti-Semitic conspiracy theories for centuries is controlling the weather. It’s that he exists in an information bubble where this sort of thing is apparently both common and not considered outrageous or reprehensible. And the existence and influence of that bubble is far more disturbing than any single anti-Semitic eruption.“

    „it is the sign of a broken culture.“

    https://www.washingtonpost.com/news/posteverything/wp/2018/03/21/conspiracy-theories-about-the-rothschilds-are-a-symptom-the-problem-is-deeper/

    „White is more a symptom than a cause — the apparently unwitting product of an underlying anti-Semitic and conspiratorial current, not its producer. It’s not hard to spot the many sources of this ecosystem. Everyone from the far-right conspiracy theorist Alex Jones to the Nation of Islam’s Farrakhan has fulminated about the Rothschilds. YouTube, which purports to filter anti-Semitic and other hateful content, is in fact full of videos propagating the Rothschild conspiracy theory, racking up millions of views. The results are unsurprising: A Jordanian TV analyst declaring that the Rothschilds assassinated six presidents; an Oberlin social-justice writing instructor posting memes of Jacob Rothschild stating, “We own your news, the media, your oil, and your government”; officials in the British Labour Party claiming that the Rothschilds control Britain and the global economy.“

  7. Free Speech on campus ist ja immer wieder mal ein Thema hier auf dem Blog.
    Persönlich bin ich da wohl eher agnostisch, vor allem weil ich es schwer finde, dieses Phänomen aus der Ferne zu beurteilen, wenn man sich im Grunde darauf beschränken muss, dem Bias desjenigen, der gerade darüber berichtet, zu folgen.
    Hier mal zur Einsicht, ein Überblick über Studien zum Thema Free speech, durch die Brille von Skeptiker Steven Novella. Und die scheinen ein anderes weit weniger bedrohliches Bild zu zeichnen:
    https://theness.com/neurologicablog/index.php/free-speech-perception-vs-reality/

  8. Science

    „This is why many scientists from the earliest times onwards have been Christians and Jews. It is why Francis Bacon said God had provided us with two books — the book of Nature and the Bible — and that to be properly educated one must study both. It is why Isaac Newton believed the Biblical account of creation had to be read and understood; why Descartes justified his search for natural “laws” on the grounds that they must exist because God was perfect and so “acts in a manner as constant and immutable as possible” except for the rare exception of miracles; why the German astronomer Johannes Kepler believed that the goal of science was to discover within the natural world “the rational order which has been imposed on it by God”; and why Galileo Galilei said that “the laws of nature are written by the hand of God in the language of mathematics”.

    As C.S. Lewis wrote: “Men became scientific because they expected law in nature, and they expected law in nature because they believed in a lawgiver.” John Lennox writes that faith always played a foundational role in science for precisely this reason. “Dawkins is simply wrong,” he says. “Faith is simply inseparable from the scientific endeavour. Gödel’s Second Theorem gives further evidence for this: you cannot even do mathematics without faith in its consistency—and it has to be faith because the consistency of mathematics cannot be proved.”

    The philosopher Professor John Haldane points out the similarities between the religious and scientific approaches: “Thus science is faith-like in resting upon ‘creedal’ presuppositions, and inasmuch as these relate to the order and intelligibility of the universe they also resemble the content of a theistic conception of the universe as an ordered creation. Furthermore, it seems that the theist carries the scientific impulse further by pressing on with the question of how perceived order is possible, seeking the most fundamental descriptions-cum-explanations of the existence and nature of the universe.”“

    http://www.melaniephillips.com/secularism-and-religion-the-onslaught-against-the-wests-moral-codes/

    • Der Abschnitt ist auch sehr zutreffend, was die kulturelle Prägung angeht

      The other vital factor was the Bible’s linear concept of time. This meant history was progressive; every event was significant; experience could be built upon. Progress was thus made possible by learning more about the laws of the universe and how it worked. As for the Eastern religions, these don’t posit a creation at all. The universe is eternal and thus without purpose; it is a supreme mystery and therefore not to be understood, and so the path to wisdom is not through reason but through meditation and insights. These religions are therefore inimical to knowledge and to reason.

      • Ich fand dieses Buch des Althistorikers Charles Freeman sejr überzeugend, der eine Gegenposition vertritt:

        „When the Emperor Contstantine converted to Christianity in 368 AD, he changed the course of European history in ways that continue to have repercussions to the present day. Adopting those aspects of the religion that suited his purposes, he turned Rome on a course from the relatively open, tolerant and pluralistic civilization of the Hellenistic world, towards a culture that was based on the rule of fixed authority, whether that of the Bible, or the writings of Ptolemy in astronomy and of Galen and Hippocrates in medicine. Only a thousand years later, with the advent of the Renaissance and the emergence of modern science, did Europe begin to free itself from the effects of Constantine’s decision, yet the effects of his establishment of Christianity as a state religion remain with us, in many respects, today.“

        • Sehr interessant, danke! Das ist eine Stimme, die die hellenistisch-römische Tradition als Fundament des Westens herausstellen will. Es entspricht am ehesten dem mainstream, dem was die Historiker so meinen.
          Ganz grob würde ich diese ganze Tradition als tendenziell antichristlich und romantisch ansehen, für diese Leute ist der Hellenismus der Vater von Rationalismus, Wissenschaftlichkeit – und Philosophie! – schlechthin. Allzuviele Sachen passen aber nicht und ausserdem fällt das der Mythologisierung anheim, die schon die Römer mit den Griechen trieben. In der Renaissance dann wurde das auch so ausgesponnen und bewusst an diese Tradition angeknüpft.

          Man darf vor allem nicht vergessen, dass jüdisch-christliche und römisch-hellenistische Tradition alles andere als Verbündete sind und sowohl Rom als auch Hellas erbitterte Feinde von Judäa waren. Dieser Zwiespalt ist wohl der wichtigste in der westlichen Tradition überhaupt und mE mit der grössten Wirkung.

          Und wenn was ein „closing of the mind“ bei frühen Christen verursacht hat, dann war es ihr Beharren auf Rom und seine Staatsidee. Denn das war der Zweck das Judentum zu appropriieren, zu kastrieren (der Messiah war schon da, er heisst Jesus und wir machen eine Religion draus) und dann zur Staatsreligion zu machen. Und da kamen die Griechen Platon und Aristoteles mit ihren Idealismus und ihrer Anti-Empirie gerade recht! Der einleitende Spruch von Augustinus, der sich gegen die „Neugier“ wendet, ist ganz in der geistigen Tradition des Hellenistisch-römischen.

          • „… und sowohl Rom als auch Hellas erbitterte Feinde von Judäa waren.“

            Hab ich da was überlesen?
            Von einer „erbitterten Feindschaft“ Roms oder Hellas gegen Judäa ist mir jetzt noch nichts bekannt gewesen.
            Bei Hellas kann man überhaupt erst von einem Großreich seit dem Macedonier Alexander reden, davor gab es kein homogenes hellenisches Reich. Es gab den attischen Seebund, bei dem Athens Dominanz aber nie zweifelsfrei war.

            Und sowohl Alexander, wie auch später die Römer dürften den Juden gegenüber wenig mehr Emotionen empfunden haben, wie allen anderen Völkern und Stämmen auch, denen sie auf ihren Eroberungszügen begegneten. Judäa gehörte zu keiner Zeit zu den Großreichen als Ziel konzentrierter Feldzüge.
            Vermutlich reichten nicht einmal die teilweise bemerkenswert erfolgreichen nachchristlichen jüdischen Aufstände (Masada, Diaspora, Bar Kochba) zu mehr, als den auch sonst bei den Römern üblichen Repressionsmaßnahmen.

            „Der einleitende Spruch von Augustinus, der sich gegen die „Neugier“ wendet, ist ganz in der geistigen Tradition des Hellenistisch-römischen.“

            Augustinus war das exakte Gegenteil hellenistischer Philosophen, die überhaupt die ersten christlichen Theoretiker mit ziemlicher Verachtung ob ihrer geringen Bildung und geistigen Unflexibilität betrachteten.
            Es gab diverse griechische Strömungen unter den Philosophen, die sich gegenseitig auch widersprachen, aber wenn sie eines auszeichnete, dann „Neugier“.

          • @carnofis
            Im „Makkabäeraufstand“ wurde es für das Judenreich richtig existenziell und da ging es gegen „Griechen“. Die hatten meistens zwar kein einheitliches Reich, waren aber längst nicht nur in Griechenland ansässig, sondern bis in die Levante hinein.
            Die Römer dann haben das Judenreich vernichtet, den Tempel zerstört und die „Diaspora“ verursacht. Alles was die Juden erinnerte, wurde versucht auszulöschen (die Römer waren sonst auch nicht zimperlich, aber gegen Judäa besonders grausam), auch der Name, der zu „Palästina“ wurde. Die Juden wurden auch sonst verfolgt, die sogenannten „Christenverfolgungen“ dürften wohl im wesentlichen Judenverfolgungen gewesen sein. Aber die völlig inhumane, geistig keinen Rückhalt liefernde, bankrotte römische Gesellschaft verlor gegen das Judentum den geistigen Krieg um die Köpfe – so dass man mit dem Christentum, das auf die römischen Interessen zugeschnitten war, reagieren musste.

          • Mit „Neugier“ ist das Entwickeln eigener Beobachtungen, also Empirie, gemeint. Damit hatten es weder Aristoteles noch Platon! Diese wurden einfach als Oberweise gesetzt, neben der heiligen Schrift natürlich. Daraus war alles abzuleiten, Empirie für viele Christen unerwünscht.

  9. Amnesty Int. setzt sich für die armen, verfolgten Frauen ein, denen bei Twitter widersprochen wird. So wacker, wie sich AI für die Menschenrechte der Schwächsten einsetzt.

  10. der 1000ste Beleg

    Schon eigenartig, dass ausgerechnt facebook Lieblingsgegner der Autoritären in der Politik ist. Aber vielleicht ist es ja gerade diese auffällige Parteilichkeit. Da wissen die Zensurleute, dass sie in diesem Unternehmen die richtige politische Einstellung vorfinden, dass dieses Unternehmen schon in ihrem Sinne ist – und da ist Nachhaken dann vielversprechend.

  11. Es ist mir keinerlei Anliegen, die Jordan-Peterson-Diskussion wieder anzuheizen.
    Die bisherige Diskussion befriedigt mich wenig, mir scheint da die Schwarmintelligenz – die bei anderen Themen so gut funktioniert – noch nicht zu greifen.
    Darüber vielleicht ein andermal mehr.

    Aber unabhängig davon ein Video, das mir sehr gefällt. Eine Frau spricht darüber, warum ihr Jordan Peterson so viel bedeutet. Authentisch und klug.
    Ich mochte es sehr. Vielleicht gefällt es noch jemandem. Einfach so, für sich. Ohne jetzt intellektuelle Kämpfe daran knüpfen zu müssen.

  12. „piece of shit garbage humans“ für Leute, mit denen man nicht übereinstimmt — eine „Science Writer“ für BBC, Scientific American, ua, natürlich mit „blue check mark“. Alles love speech, no hate speech.

    • lol

      Der Tweet ist einigermaßen dämlich. Schuld… bei einer Schwangerschaft? Die war also gegen den Willen der Frau? Oder soll hier nur ein allgemeines Schuldverhältnis von Männern gegenüber Frauen konstruiert werden?

  13. das ist ein Jahr alt, passt aber gut zur ganzen Diskussion um Postmoderne, Foucult (sic) und Co 😉

    hab ich erst angelesen, der Anfang ist aber perfekt und verspricht Inhalt!

    „The irrational and identitarian “symptoms” of postmodernism are easily recognizable and much criticized, but the ethos underlying them is not well understood.“

    https://areomagazine.com/2017/03/27/how-french-intellectuals-ruined-the-west-postmodernism-and-its-impact-explained/

    • Pluckrose (die Autorin) zeigt, dass die Schlüsselwerke der postmodernen Linken in ihrem Kern auf Foucault zurückgehen, auf seine Idee, dass alles Wissen nichts anderes als ein bedingter „Diskurs“ ausschliesslich im Dienste politischer Macht sei. Das Formen bzw die Form dieser „Diskurse“, der jeweils gültigen Wahrheiten — das ist die Foucaultsche „Konstruktion“.

      Hier die Schlüsselwerke, Said ist noch wichtiger als Butler btw.

      „Judith Butler drew on Foucault for her foundational role in queer theory focusing on the culturally constructed nature of gender, as did Edward Said in his similar role in post-colonialism and “Orientalism” and Kimberlé Crenshaw in her development of “intersectionality” and advocacy of identity politics.“

      Foucault sei es auch gewesen, der Sprache mit Gewalt gleichsetzte (ohnehin eine logische Folge aus seinem absoluten Machtdenken) und ebenso Rationalität und Liberalismus.

      Dann die „Dekonstruktion“ Derridas. Zuerst ist sie eine erweiterte Text-Exegese oder -Ausdeutung. Erweitert daher, dass die Autoren eines Textes unwissentlich mehr Information in einen Text unterbringen als sie bewusst verarbeiteten. Die Folge: die Absicht des Autors, die Gedanken des Autors und deren logische Verknüpfung sind sekundär und die Texte können radikal neu interpretiert werden. Hier wird der Interpret quasi zum „Genie“, der wirklich versteht, was der Autor in seinem Text kodiert hat.

      „Therefore the author of a text is not the authority on its meaning. The reader or listener makes their own equally valid meaning and every text “engenders infinitely new contexts in an absolutely nonsaturable fashion.”“

      Die Text-Auslegung der „Dekonstruktion“ hängt aber von einer speziellen Methode ab. Nämlich von dem notwenigen Ergänzen des vom Textautor „Unterdrückten“ bzw „Ausgeschlossenen“ (s. Leszeks NYT Aufsatz!). Jede Aussage hätte nach Derrida besonders ein oder das Gegenteil ausgeschlossen und damit unterdrückt und dieses müsste berücksichtigt werden. Später wird behauptet, dass Derrida verneinte, dass der „Ausschluss“ etwas anders als das Gegenteil betreffen könnte:

      „meaning is constructed by the conflict of these elemental oppositions which, to him, always form a positive and negative. “Man” is positive and “woman” negative. “Occident” is positive and “Orient” negative.“

      Der Gegensatz sei nie harmonisch, sondern eine gewaltsame Hierarchie. Der Akt der „Dekonstruktion“ würde ein Umkehren der Machtverhältnisse nötig machen — „making “woman” and “Orient” positive and “man” and “Occident” negative. This is to be done ironically to reveal the culturally constructed and arbitrary nature of these perceived oppositions in unequal conflict.“

      Hier haben wir dann die merkwürdige Verwendung von „ironisch“:

      „We see here the basis of “ironic misandry” and the mantra “reverse racism isn’t real” and the idea that identity dictates what can be understood. We see too a rejection of the need for clarity in speech and argument and to understand the other’s point of view and avoid minterpretation. The intention of the speaker is irrelevant. What matters is the impact of speech.“

      Wir sehen hier die Grundlage der Selbstimmunisierung gegen andere Argumente. Der Andere ist immer und automatisch der Feind! Und das wird damit gerechtfertigt, dass man gegen eine unterdrückerische Machtstruktur kämpft, also ist kein Federlesen angesagt.

  14. „The 6-inch skeleton, nicknamed Ata, was discovered more than a decade ago in an abandoned town in the Atacama Desert of Chile.“

    15 cm gross
    „The researchers found mutations in not one but several genes known to govern bone development; what’s more, some of these molecular oddities have never been described before.“

  15. Britain is fucked up:

    Ist für mich völlig unverständlich wie das alles zugelassen wird. Ist der Keim des Selbsthasses so umfassende von den Linken in die Köpfe der Europäer gepflanzt worden?

    In Schweden, Großbritannien, Australien, Kanada und bestimmt gibt es sowas auch in DE. Muslimische Gangs schnappen sich gezielt weiße Frauen und benutzen sie als Sexsklaven, aber wer das anspricht wird zum verstummen gebracht oder als Nazi beschimpft.

    Aber wehe ein Mann sitzt breitbeinig in der U-Bahn!

    • „Ist der Keim des Selbsthasses so umfassende von den Linken in die Köpfe der Europäer gepflanzt worden?“

      Es ist in allen westlichen Ländern stark und sonst nichtexistent. Es ist näher betrachtet aber kein „Selbst“-Hass, denn die hassen etwas Anderes – die Anderen: Männer, etc, Kapitalismus.

      • Psychologisch muss noch etwas anderes dahinter stecken, etwas was ich nicht so richtig zu fassen bekomme. Ich vermute es hängt stark mit der modernen Entwurzelung, dem Verlust von Traditionen, Sinn, menschlicher Nähe und Verbindlichkeit aus. Ein Überdruß an der aktuellen materialistischen Lebensweise, der auch in der Kapitalismuskritik stets dominant aufscheint.

        Der „Selbsthass“ (und seine Externalisierung auf andere und seiner Romantisierung primitiverer Kulturen) speist sich aus dem konkreten Leben von unzufriedenen Menschen.

        Mit Beginn der Industrialisierung gab es sowas schonmal in Deutschland, damals suchte es sich noch friedliche Auswege in der Wandervogelbewegung:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Wandervogel
        oder
        https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/alltagsleben/wandervogelbewegung.html

        Ein Ausweg der heute schwieriger ist, weil viele junge Leute nur noch an ihren Handys kleben (süchtig), Verkehr und Fortschritt in jeden Winkel vorgedrungen sind und in Deutschland ohnehin alles reglementiert ist und jeder Quadratmeter jemandem gehört.

        Die Bewegung wurde dann vom großen dreißigjährigen Krieg (erster+zweiter WK+Kampfpause dazwischen) mehr oder weniger abgelöst. Auch der war m.E. von ähnlicher Unzufriedenheit zumindest mitgetrieben. Danach war die Not und der Nachholbedarf zu groß und überlagerte alles. Jetzt holt es uns wieder ein.

        Vermutlich hat die „Globalisierung“ mit ihren Verlockungen, Zwängen und Entmündigungen das noch verschärft und im ganzen Westen angefacht.

  16. und warum ist es dann überhaupt ein Thema? Dass Leute sich mit blöder Propaganda wie dieser hier profilieren können?

  17. Männer sollen für sexistische Kommentar (also alles was irgendeiner Frau nicht gefällt) bestraft werden und Frauen können nicht sexistisch sein – vertreten von der gleichen Person, natürlich eine Frau.

  18. Jordan Peterson Saves the World
    The professor with the massive social following isn’t just doing pop psychology. He’s trying to rebuild the West’s moral order.

    http://www.weeklystandard.com/jordan-peterson-saves-the-world/article/2012010#

    „Left or right, European or American, the one thing Westerners seem to agree on is that the Western model is failing. (See Patrick Deneen’s Why Liberalism Has Failed, the biggest seller in political philosophy this year.) We are living through a crisis of faith in the liberal order. This crisis in political ideals comes on top of another crisis of faith—the crisis of faith, itself.“

    „Peterson suggests that Nietzsche foresaw the problem of our times when he declared that God was dead.“

    „For Peterson, the totalitarian movements are a cautionary tale about the limits of a rationalist social order built from first principles. But Peterson also postulates that humans need a set of transcendent myths, narratives, and rituals to live an emotionally healthy life. If a metaphysical ethic cannot be rationally built from first principles, then where can it be found?“

    „Yes, it’s true that some elements of Peterson’s quest to totalitarian-proof the Western world are shallow. His analysis of world mythology and religious imagery is built almost entirely on the writings of Carl Jung and Mircea Eliade. This a painfully limited foundation for the task at hand.“

    „The “Great Awokening” was this generation’s Great Awakening. The dam has already burst; the post-Christian tide has already swept Millennials well onto the pagan course.“

    „To this end, I must salute Jordan Peterson. It takes foresight to recognize that the moral order of your civilization needs patching up; it takes chutzpah to believe that you can do the patching. Peterson’s patches are not perfect, but they are a useful starting point for an effort that is long overdue.“

  19. „„Jeder bleibt für sich allein.“ Als „Nicht-Orte“ beschrieb der Pariser Sozialwissenschaftler Marc Augé die identitätsarmen Raststätten, Bahnhöfe und Flughäfen der Postmoderne, sie seien Orte kommunikativer Verwahrlosung.“

    https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/debatte-um-angstraeume-in-berlin-bahnhof-neukoelln-station-der-rohheit/21085268.html

    „Bei gebührender Strenge seien im Zwiegespräch recht viele einsichtig. Ihnen gehe es eher darum, den Schein des unerbittlichen Mannes zu wahren. Ein Fahnder berichtete, arabische Männer weinten nach Festnahmen zuweilen – wenn ihre Clique nicht dabei sei.“

    • Wenig überraschend. Youtube ist eine Google-Tochter und bei Disney werden auch schon einige Feministinnen sich mit Sexismus-Vorwürfen eine Position gesichert haben.

  20. lol, das ist eine echt originelle Idee, Rabattgutscheine an die Frau zu bringen (ht genderama):

    https://www.wuv.de/agenturen/paisley_fuehrt_eigene_waehrung_fuer_frauen_ein

    „Modelabel Paisley will das ändern und führt daher die „FEM Currency“ ein, die erste Währung nur für Frauen, die den Gender-Pay-Gap schließt. Die Idee dazu hatte die Hamburger Agentur Mayd.“

    Ich glaub mal, viele dieser Scheine werden auch hinter Glas an der Wand landen, sind hübsch gemacht.

  21. „Längst haben die Guerrilla Girls das Spektrum ihrer Kritik erweitert. Sie haben die privaten Sammlungen und Museen im Auge, all die Pinaults, Cartiers, Arnaults, amerikanische und chinesische Milliardäre weltweit. …..“

    http://www.taz.de/Feministische-Ausstellung-in-Hannover/!5487035/

    Na klar, wo die fette Kohle winkt, da ist „Feminismus“. Dax-Vorstände und die hohe Kunst!

    „Was sind ihre vorgeblich mäzenatischen Häuser denn mehr als Modelle zur Steuerersparnis?, fragen sie.“

    So witzig … wie eingeschlafene Füsse.

    „Und warum werden die unzähligen Beschäftigten im Kunstbetrieb meist nicht existenzsichernd bezahlt, während die Werke der einschlägigen Kunststars zu immer höheren Millionenwerten gehandelt werden?“

    Weil ihr einfach nur Scheisse seid.

    „Ihre wirksamsten Waffen, so sagen sie, sind Witz und Humor, beides nicht gerade die Kernqualifikationen heimischer Aktivist*innen jeglicher Orientierung. Und das macht auch diese Dokumente der Guerrilla Girls sehenswert, ihr Engagement erfrischend, zeitlos, subversiv.“

    So erfrischend wie ne verschmimmelte Schachtel voller Mottenkugeln.

    • „Weil ihr einfach nur Scheisse seid.“

      Ja, also das ist vielleicht nicht die ganze Wahrheit.

      Ein wesentlicher Faktor besteht z. B. darin, daß im Kunstbetrieb (ebenso wie im Medienbetrieb) dieses Prinzip „the winner takes it all“ vorherrscht. Ein anderer Faktor ist, daß es einfach zu viele Kunstschaffende gibt und zu wenige Käufer und Konsumenten. Ein weiterer Faktor ist, daß viele Kunstschaffende – vor allem die erfolglosen – sehr leidensfähig sind, was von den Händlern, Vermittlern und Organisatoren gerne ausgenutzt wird. Usw.

      • Das ganze Geschäft ist echt mies. Denn für den Markt gilt: nur ein toter Künstler ist ein guter Künstler. Ok. es gibt Ausnahmen. aber man kann bestimmt sagen, dass es ein echt undankbarer Job ist.

        Es gibt aber auch Kunst, die „dankbar“ ist, und das ist aber nicht dieser schrecklich elitäre bildene Bereich….

    • wenn pornhub sich entschließen würde eine zusatzplattform für nichtpornvideos zu machen, die die Meinungsfreiheit mehr beachtet, ich glaube das wäre enorm. Erstaunlich, dass man da einem Pornoanbietet mehr zutrauen würde als einem „seriösen“ dienst. ich glaube die könnten das durchaus schaffen eine Konkurrenz zu sein

  22. http://www.dailymail.co.uk/news/article-3159904/American-taxpayers-spent-3-5m-skinny-nearly-75-cent-lesbians-obese.html

    Well spent!

    Man hätte das natürlich auch für etwas nützliches ausgeben können, aber solche hochwichtigen Selbsterkenntnisforschungen von einer kleinen narzisstischen Studentinnenschaft werden natürlich gerne steuerfinanziert.

    Die Studien ist aber ein schönes Beispiel für die unterschiedlichen Partnerwahlstrategien: Die Menschen die sich mit Männern verpartnern wollen, legen Wert auf ihr Äußeres, diejenigen Menschen die sich mit Frauen verpartnern wollen, setzen sich andere Prioritäten.

  23. Dieser Thread ist so beispielhaft für @NoHateSpeechDE. Wenn eine Feministin, auch ein bekannte, übelsten Männerhass verbreitet, dann ist das eine Privatunterhaltung und geht @NoHateSpeechDE nichts an.

    Heuchler.

    • Bleib natürlich unbeantwortet. Was wohl in den Köpfen von den Leuten von @NoHateSpeechDE vorgeht, wenn man ich regelmäßig ihre Heuchelei an den Kopf wirft und zeigt das sie Lügen?

      • Das sind die letzten Vollhirnis, durch ihren Glauben voll verdummt. Hier wollen sie der Gesellschaft das mit der feministischen „rape culture“ anhängen:

        „NoHateSpeech“ verbreitet hasserfüllte Polit-Paranoia.
        Danke, liebe Merkel-Regierung, das ist ja echt konstruktiv!

  24. Dummerweise ist das „Dämonisierungs“-Narrativ das seit Jahrzehnten in der deutschen Presse geläufige. Der Begriff „Israelisierung“, die am ehesten eine neue Qualität in diese Propaganda hineinbringt, stammt von Augstein.
    Ist schon lustig, wie diese Linksextremen sich hier alle verheddern, so dass RIA ein Machtwort sprechen muss 😀

    Klasse ist auch die Rechtfertigung des WDR für das peinliche Machwerk, es wäre durch die persönliche Meinungsfreiheit gedeckt. Als würden sie es nicht sein, die hier die mediale Plattform bilden. Welche erbärmliche Replik, die verrät, dass man von der Meinungsfreiheit beim WDR keine gute Meinung hat.

    „Bei dem Artikel von Herrn Mustafa Alp Dağıstanlı handelt es sich um einen in persönlicher Form verfassten Meinungsbeitrag eines freien Journalisten, der vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt ist.“

    Wir sehen, wir brauchen UNBEDINGT mehr DIVERSITY bei den öffentlich-rechtlichen Medien. Die Meinungsfreiheit der über alles geschätzen Bereicherung muss doch sichergestellt werden!

  25. „Daten seien das Erdöl des 21. Jahrhunderts“

    „Datensouveränität“ und „Digitalisierung“ sind vermutlich Chiffren, unter denen Zensur und Kontrolle des Internet vorangetrieben werden sollen.

  26. Vom „Retter der westlichen Welt“ 😉

    On the so-called “Jewish Question”

    https://jordanbpeterson.com/psychology/on-the-so-called-jewish-question/

    Es ist schon merkwürdig, wie Peterson das alles auf den IQ zurückführt. Er hätte leicht den Grund für den höhren IQ nennen können und der liegt ganz sicher und offensichtlich in der Ausbildung, die traditionell extrem viel Wert auf Rationalismus legt, um die ganzen heiligen Schriften und ihre schier endlosen Argumente zu kapieren. Und das ist eben der entscheidene Unterschied zwischen dem Judentum und anderen Religionen: das Verhältnis zum heiligen Wort: stumpf passiv und gehorchend (Extrem ist der Islam) oder eben kritisch analysierend-weiterentwickelnd.

    Es ist ein ganz dummes Vorurteil, dass alle Religionen an sich verdummend wären oder „Opium fürs Volk“.

  27. Der Fratzscher liefert wieder einmal seinen Sermon zum Splitting bei der ZEIT ab:
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2018-03/gender-pay-gap-lohnunterschiede-frauen-berufe-kosten-gesellschaft?

    Wo die Kommentatoren doch gerade den Artikel von Frau Straßner in den Kommentaren auseinander genommen wurde:
    http://www.zeit.de/arbeit/2018-03/ehegattensplitting-steuer-kinder-arbeit-vorteile

    Erstaunlich, dass sich dieser Mann auf seinen Posten „Er leitet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und ist Professor an der Humboldt-Universität in Berlin“ halten kann.

    • @AKuhn
      Dieser Demagoge schreibt nur pro Steuererhöhungen:

      „Besonders schädlich für Frauen ist das deutsche Steuersystem. Das Ehegattensplitting …. “

      und versucht das mit feministischem Bullshit zu rechtfertigen.

      Eine glatte Lüge bzw geballter Stuss das hier:

      „Das Ehegattensplitting führt zur Abhängigkeit vieler Frauen von ihren Ehepartnern und vom Staat.“

      Die Sozialbezüge, Hartz4 und das alles führen zur Abhängigkeit vom Staat. Das Ehegattensplitting? 😀

      „Da Frauen häufig ..weniger verdienen .., bedeutet das Ehegattensplitting, dass sie bei gleichem Einkommen gesamtwirtschaftlich viel höhere Einkommensteuer zahlen als Männer.“

      Völliger Stuss, der Mann hat keine Ahnung, aber davon jede Menge. Sein „Denkfehler“ ist, dass er hier nicht an die Gesamtveranlagung in der Ehe denkt und so tut als gäbe es gar keine Ehe.

      Dieses elende Geschreibsel ist nur dazu da, das Ehegattensplitting abzuschaffen, um die Leute mehr besteuern zu können. Um Leute mit diesen Zahlungen abhängig machen zu können. An die Kohle der Konzerne kommen sie ja nicht, so bleibt im EUR-System nur das verstärkte Abkassieren durch Steuern.

  28. Friedrich Ani von der „Zeit“ macht sich zum „Volksempfänger“ und verkündet wie 95 % seiner Volksgenossen die Welt sehen:

    „Ich dagegen bin überzeugt, dass einhundert minus fünf Prozent der Deutschen Flü**htlinge für Notleidende halten, denen geholfen werden muss, und zwar aus den Mitteln unserer prall gefüllten Sozialsysteme.“

    http://www.zeit.de/freitext/2018/03/23/tellkamp-fluechtlinge-ani/

    Ansonsten rennt Ani in seinem Aufsatz ziellos durch die Gegend, hält sich die Ohren zu und singt merkwürdige Litaneien, ein Auszug:

    „Wahrscheinlich stimmt unser Denken bei einigen Themen des täglichen und nächtlichen Lebens nicht überein, wahrscheinlich würden Sie mich für die eine oder andere Äußerung, die ich im Eifer so kundtue, beschimpfen, weil Sie eine andere Meinung haben, die Sie für richtiger halten. Wahrscheinlich sind wir beide gelegentlich Meinungsverteiler und kuscheln uns wohlig an Gleichgesinnte.

    Vielleicht aber auch nicht. Ich kenne Sie ja nicht. Vielleicht geht Ihnen Ihre Meinung ab und an genauso auf den Wecker wie mir die meine, und Sie sagen sich, so wie ich: Eine Meinung allein macht noch keinen klaren Kopf. Und dann schauen wir – Sie bei sich, ich bei mir – aus dem Fenster und staunen: Da laufen Leute herum, die völlig anders aussehen als wir, die mehrere Sprachen durcheinander sprechen und ziemlich sicher andere Götter anbeten als wir, falls wir so etwas überhaupt noch tun. Und wir denken: Aha, ach so, na gut.“

    Wahrscheinlich gibt es auch Leute, die das für „Argumentieren“ halten und das mit „Diskurs“ verwechseln. Das Zitat oben ist ein echtes Paradebeispiel für einen Diskurs und deshalb habe ich das hier überhaupt gepostet 🙂

    Übertitelt ist das Ganze „Eine Meinung allein macht noch keinen klaren Kopf“ Ausser, man heisst Friedrich Ani, freilich.

  29. Interview mit Autorin Nicole Krauss
    „Liebe kommt nicht ohne Gewalt aus“

    „Nicole Krauss hat mit „Waldes Dunkel“ ihren bislang besten Roman geschrieben. Es geht darin um den Mut, mit alten Rollen zu brechen, und um das Ende einer Ehe.“

    http://www.taz.de/Interview-mit-Autorin-Nicole-Krauss/!5489852/

    Frage: „Es gibt noch andere Spiegelbilder in diesem Buch. Israel spiegelt die Vereinigten Staaten, Palästina spiegelt Israel. Worum geht es da?“

    Krauss: „Einmal erklärt Nicole, sie würde keiner Liebe über den Weg trauen, die ohne Gewalt auskommt. Dazu wurden mir schon viele Fragen gestellt. Es ist aber ganz einfach. Wenn man die Wahrheit darüber, wer der andere wirklich ist, ehrlich an sich heranlässt, dann muss man sich ändern. Weil die alten Glaubenssätze und Sicherheiten zerstört werden. Oft sträuben sich die Menschen dagegen. Denn es kann sich gewalttätig anfühlen. Das gilt für romantische Liebesbeziehungen wie für den Nahostkonflikt.“

    So ein kranker Mist.

  30. „türkeikritischer Beitrag“ 😀

    Demnächst werden alle Artikel, die in die Richtung gehen Trump als Nazi hinzustellen dann „amerikakritische Artikel“ genannt?

  31. Bravo, hier wird gegen die schlimmste Form des „strukturellen“ Antisemitismus gehandelt.

    Sicher wird die EU die Terrorfinanzierung unter „humanitären Gesichtspunkten“ liebend gerne übernehmen.

  32. „Weisser“ „Mann“

    wie war das mit den angeblichen USA-Verhältnissen? Das gibt es auch hier,

    „Historian of colonialism, genocide,Africa&postcol. memory;Prof Global History;director @coloniallegacy Founding president International Netw of Genocide Scholar“

    eine deutsche Top-Adresse für den „Postkolonialismus“

  33. Schaue gerade Dogma.. als die beiden Engel diesem Vorstand ihre Sünden vorlesen, dieser besteht aus 8 Männer und einer Frau. Alle Männer sind Sünder und werden hingerichtet, natürlich nur die Frau ist unschuldig und kann nichts vorgeworfen werden.

    ^^

  34. „Erst durch eine Detailverschiebung verrät der Satz, der der Kanzlerin so wichtig ist, seine Intention. Die Uneindeutigkeit der deutschen Sprache, ob bei diesem Satz das „zu“ als Adverb oder als Präposition gesetzt wurde, führt zu einer Vernebelung der Aussage. Sie lichtet sich erst, wenn man das „zu“ als Präposition durch eine ähnliche Präposition ersetzt: „Der Islam gehört nach Deutschland“. Jetzt erst streift der Satz das Unschuldskleidchen des Beschreibenden vollständig ab, öffnet sich dem Zukünftigen und offenbart den autoritären und imperativen Duktus des Sprechers: „Der Islam gehört nach Deutschland“ entlarvt sich schließlich als der Befehl, der er sein will.“

    http://www.achgut.com/artikel/was_alles_nach_deutschland_gehoert

  35. „Bis heute ist mir unbegreiflich, dass die biodeutschen Frauen ausgerechnet den muslimischen Männern – zum Macho erzogen von deren Müttern – Rabatt gewähren wollten und gleichzeitig die Opferrolle aller Frauen betonten.“

    http://www.achgut.com/artikel/alberne_allianz_gender_und_muslimische_feministinnen

    Ist Zana Ramadani eine Rassistin? Wieso kommt sie sonst auf die Idee, dass es eine Rolle spielen solte, dass besagte intersektionale Feministinnen „biodeutsch“ seien? Das kann natürlich auch Ironie sein, aber ebenso gut eine unechte, da vorgeschobene Ironie.

    Erst später kann Ranadani eine neutrale Bezeichnung verwenden: „All dies scheinen die jungen Genderfeministinnen überhaupt nicht zu erkennen.“

    Dass Ramadani in dem was sie hier schreibt in den allermeisten Dingen einfach nur Recht hat, sind diese Doppeldeutigkeiten mit dem Weiss-Rassismus gelinde gesagt …. zweifelhaft.

  36. Wieder mal ein Beweis für die grassiernde toxische Maskulinität:

    http://www.tagesschau.de/ausland/frankreich-trebes-geiselnahme-polizist-tot-101.html
    Terror in Südfrankreich
    Polizist nach Geiselnahme gestorben
    Stand: 24.03.2018 07:24 Uhr

    Beachtlich übrigens, daß die Tagesschau immer nur von einer Geisel spricht und jeden Hinweis vermeidet, daß es sich um eine Frau handelte. (In deren Haut möchte ich übrigens nicht stecken, ich weiß nicht, wie ich das verkraften würde, daß jemand anders für mich gestorben ist. Aber das ist kein Geschlechterthema.)

  37. „In einem Rechtsstaat sollten private Unternehmen nicht selbstständig darüber entscheiden, welche Äußerungen erlaubt sind und welche nicht.“

    http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/aktuelles/2018/amadeu-antonio-stiftung-erneuert-kritik-an-netzdg/

    Warum decken die das unrechtmässige Gesetz? — In einem Rechtsstaat sollten private Unternehmen NICHT VERPFLICHTET WERDEN KÖNNEN, darüber zu entscheiden, welche Äußerungen erlaubt sind und welche nicht.“

    Indem die AAS so tut, als sei das „freiwillig“ deckt sie den Verfassungsbruch des Gesetzgebers.

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