Mann erhält in Österreich Schadensersatz wegen Diskriminierung bei der Beförderung

Der Spiegel berichtet:

Eigentlich hätte Franzmayr den Job bekommen müssen – er wurde im Bewerbungsprozess mit 0,25 Prozentpunkten besser bewertet als die zweitplatzierte Kandidatin. Dennoch entschied sich die damalige SPÖ-Verkehrsministerin Doris Bures für die Frau. Sieben Jahre ist das nun schon her. Nun hat ein österreichisches Gericht Franzmayr eine Entschädigung in Höhe von 312.000 Euro zugesprochen, weil er damals bei der Bewerbung übergangen wurde.

Das ist eben der Vorteil allgemein neutral formulierter Gesetze: Sie wirken sich auf alle Geschlechter aus. Was viele Feministinnen merkwürdig vorkommen muss, schließlich vertreten diese, dass Männer gar nicht diskriminiert werden können.

Franzmayr hatte sich ungerecht behandelt gefühlt und war vor Gericht gezogen. Eine Gleichbehandlungskommission entschied: Die Vorgehensweise sei „sachlich nicht nachvollziehbar“. Die Frau hätte nur bei exakt gleicher Qualifikation bevorzugt werden dürfen.

Die ehemalige Verkehrsministerin Bures rechtfertigte die Personalentscheidung: Die Entscheidung sei aufgrund der „massiv bestehenden Unterrepräsentation von Frauen“ sowie „nach dem gesetzlich vorgesehenen Verfahren“ erfolgt. Sie hofft, „dass durch die nun vorliegende Entscheidung nicht das Prinzip des Frauenförderungsgebotes infrage gestellt wird“.

Frau Bures scheint noch nicht einmal zu verstehen, was das Urteil bedeutet: Es sagt eben, dass ein Verfahren fair sein muss und niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt werden darf und das gerade im öffentlichen Dienst eine Bestenauslese stattfinden soll.