2 Gedanken zu “Status und Reproduktionserfolg bei Männern und Frauen

  1. @Christian

    1. Mir sind solche Statistiken und Theorien unheimlich, weil sie mehr verschleiern als offen legen und es sagenhaft schaffen, die heutige Kindersterblichkeit in die Ära der Jäger und Sammler zu verlegen.
    Es werden zudem Zeitalter miteinander verglichen, die nichts miteinander zu tun haben.

    2. Wie viel von den *geborenen* Kindern haben denn das erste, zweite, dritte Lebensjahr überlebt?
    DASS Kinder geboren worden sind, heißt erst einmal *nichts* für den Reproduktionserfolg.
    Sterben von 7 geborenen Kindern 6 bis zum dritten Lebensjahr, dann haben 2 geborene Kinder, von denen 2 dieses Alter überleben deinen Erfolg verdoppelt.
    Habe ich mehr (materielle) Ressourcen, um Option 2 wahrscheinlicher werden zu lassen, dann ist der scheinbare reproduktive Erfolg der Option 1 gar keiner mehr.
    Die Option für *weniger* Kinder, denen ich dann *mehr* Ressourcen zuteilen kann, wäre dann das erfolgversprechendere Reproduktionsmodell.

    3. Nur ab Agrargesellschaften sind Kinder billige Arbeitskräfte und haben daher einen Nutzen. Den Inuit zu erzählen, dass mehr Kinder besser sind wäre vergebens. Die haben auch nicht aus Spaß überflüssige Kinder ins Eis ausgesetzt, sondern es war nicht mehr da, was zu teilen gewesen wäre.
    Dass MEHR besser ist, ist eine lustige Erfindung der Neuzeit.
    Daran krankt auch die gesamte Theorie.

    4. Mir geht auf den Sack, es wird hervorgehoben, Besitz spiele für Frauen zunächst keine Rolle für den Reproduktionserfolg – Kunststück, musste er ja auch nicht.
    Neuzeitlich gesprochen ist doch die Verwandlung von „erotischem Kapital“ in „soziales Kapital“ gerade das Privileg von Frauen.
    Das war historisch *immer* schon eine Einbahnstraße.
    Der Witz am Status des Mannes ist nicht, er besitzt diesen, sondern er ist *bereit* ihn mit der Frau zu *teilen* – egal, auf was dieser beruht.

    5. Mir geht auch auf den Sack, dass historisch ein Riesensprung gemacht wird, um bei den Orden zu landen, in die die Töchter der Adligen verfrachtet worden sind.
    Aber um dabei zu bleiben: Die Erbfolge produzierte in erster Linie ÜBERFLÜSSIGE Männer.
    Du warst der dritt- oder viertgeborene Sohn? Pech gehabt.
    Kein Anspruch auf Titel und Land und jetzt viel Spaß im Leben!
    Ebenso erging es dann den Mädchen, für die keine Mitgift aufgebracht werden konnte.

    Dass hier eine Mitleidlenkung erfolgt ist für mich offensichtlich – gleiches Schicksal, aber wir sind aufgefordert genau EIN Geschlecht zu bedauern.
    Diese Analogie der biologischen Erklärung zu einer feministischen Weltsicht sollte so langsam aber sicher auffallen.

  2. @crumar , teile voll und ganz ihre Meinung, schon echt ätzend was manchmal unter Wissenschaft verkauft wird; Vorurteile , Wunschdenken, Ideologie

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