Männer und Frauen in Führungspositionen zeigen gleiche Persönlichkeitseigenschaften

Ein Leser wies mich auf diese Studie hin, die die Aussagen von Jordan Peterson stützt, dass Frauen, die Karriere machen, die gleichen Eigenschaften wie Männer haben (nur das diese eben insgesamt bei Frauen seltener sind).

Highlights

Beliefs that female and male leaders are fundamentally different are widespread.

This study systematically compares personality traits of male and female executives.

Male and female executives reflect highly similar populations.

Similar patterns of traits separate executives from non-executives across genders.

Selection pressures on these agentic traits are stronger among women than among men.

Abstract

It is widely believed that female and male leaders have fundamentally different characteristics and styles, which are thought to explain why organizations with more gender-diverse top management teams perform somewhat better. Unfortunately, few studies have concretely specified such differences or examined whether men and women in leadership roles, particularly executives, indeed differ on core psychological characteristics such as personality traits. Drawing on three alternative perspectives on the roles of personality and gender in leadership ascendancy, this study (a) examined whether men and women are more similar among executives than among non-executive employees, and (b) tested whether similar traits distinguish executives from lower-level employees across genders. Data were from a large (N = 577) sample of European executives (434 male, 143 female) and 52,139 non-executive employees (34,496 male, 17,643 female) who completed high-stakes personality assessments. Results generally supported a gender-similarities perspective. Gender differences on leadership emergence-relevant traits (i.e., Conscientiousness, Emotional Stability, Extraversion) were smaller among executives compared to non-executives. Further, similar traits distinguished executives from non-executives across genders. Both male and female executives tend to demonstrate an archetypical “leader personality” focused on assertiveness, high-level strategic thinking, and decisiveness. However, results also showed that hierarchical level differences in personality were much more strongly pronounced among women than men. Implications for gender equity in organizational leadership are discussed.

Quelle: Personality characteristics of male and female executives: Distinct pathways to success?

Männer und Frauen zeigen also die gleichen Eigenschaften, wobei die Differenz zwischen Männern, die Führungspositionen haben und Männer, die sie nicht haben und Frauen, die Führungspositionen haben und Frauen, die sie nicht haben, größer ist.

Aus einer Besprechung der Studie:

Men and women in non-leadership roles differed in their personality traits in ways consistent with the existing literature – for instance, women scored higher than men on characteristics associated with being more agreeable, such as being cooperative and people-oriented, while scoring lower on emotional stability and aspects of extraversion. In contrast, the personalities of male and female bosses were far more similar, with many sex-linked differences absent altogether or greatly attenuated (although the women still scored higher on aspects of agreeableness).

“…[M]en and women in executive positions demonstrate a similar pattern of classically masculine personality traits,” the researchers said.

This picture was reinforced by the within-sex personality comparisons between bosses and non-bosses. Whereas the personality of female managers contrasted sharply with the traits of non-managerial women, male bosses were not so different in their traits from non-managerial men. “Women tend to be lower on traits that lead individuals to pursue and be selected for leadership roles,” the researchers said.

Passt also gut zu Petersons Angaben. Wird man bei zukünftigen Diskussionen noch gut gebrauchen können.

 

 

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16 Gedanken zu “Männer und Frauen in Führungspositionen zeigen gleiche Persönlichkeitseigenschaften

  1. „Wird man bei zukünftigen Diskussionen noch gut gebrauchen können“

    Sag bitte Bescheid, sollte es je passieren, dass deiin Gegenüber reagiert mit: „Hmmm, wirklich? Na, da werde ich das mit dem Feminismus noch mal überdenken. Ist ja wohl doch Unsinn.“

    • Die Prävalenz von Psychopathie nach Geschlecht deckt sich mit Führungsetagenzugehörigkeit nach Geschlecht. (Jaja, eine Korrelation ist keine Kausalität)
      Ich glaube es ist in Führungsetagen extrem hilfreich ein Psychopath zu sein. Man hat keine sozialen Bedürfnisse, keine hemmende Moral und ist intrinsisch motiviert Macht und Status anzuhäufen. Mit einer deratigen psychischen Ausrichtung ist die 70 Stundenwoche bei gleichzeitiger Verachtung der Untergebenen und die Fähigkeit diese Untergebenen nach Strich und Faden auszunutzen machbar

      • Lustig.

        Ich hab mal deinen Schwurbelsatz bei Google eingegeben, um zu schauen, ob ich die Quele finde, die du nicht nennst.
        Der erste Treffer gleich weiß dies zu berichten:

        Hoch psychopathischen Frauen begegnet man in der forensischen Psychiatrie wohl eher selten. Dennoch ist das Konzept im diagnostischen Prozess im Rahmen von Begutachtung und Behandlung bei weiblichen Probanden nicht unwichtig. Ein Bereich, der bisher in der Forschung nur wenig Beachtung fand, betrifft die sog.„erfolgreichen Psychopathinnen“, die eine hohe Ausprägung psychopathischer Persönlichkeitszüge aufweisen, aber kein delinquentes Verhalten. Basis für die Untersuchung von Geschlechtervergleichen und deren Interpretation ist die Diagnostik. Darin ergeben sich Besonderheiten für weibliche Probanden, insbesondere, wenn es um die Bewertung antisozialen Verhaltens geht. Auf Basis der gängigen diagnostischen Verfahren zugeordnete hoch psychopathische Probandinnen weisen in dem einen Kernbereich der psychopathischen Persönlichkeit, der fehlenden Inhibition, Unterschiede zu den männlichen Probanden auf: Weibliche Psychopathinnen scheinen weniger Inhibitionsdefizite aufzuweisen und gleichzeitig auch weniger aggressives Verhal-
        ten. In dem zweiten Kernbereich, der emotionalen Distanziertheit, dagegen scheint es weniger Geschlechtsunterschiede zu geben, auch wenn dazu noch direkte Vergleichsstudien fehlen. Hoch psychopathische Probandinnen aus der Allgemeinbevölkerung zeigen jedoch einen stärkeren Zusammenhang zwischen psychopathischen Zügen und ihrer Selbstwahrnehmung als Verhandlungspartner: Sie neigen mehr zu manipulativem Verhalten und sehen sich als mächtiger in Verhandlungen. Zukünftige Studien sollten die diagnostische Variabilität, die Geschlechtsunterschiede im direkten Vergleich und insbesondere den Zusammenhang zwischen psychopathischen Persönlichkeitszügen, den Kernsymptomen Inhibition und emotionale Distanziertheit sowie beruflichem Erfolg untersuchen.

        Verstehe ich so, dass wir über den Zusammenhang von weiblicher Psychopathie und ihren Auswirkungen vor allem auf den beruflichen Erfolg noch nicht viel wissen,

  2. Ich glaube, die „persönlichen Eigenschaften“ sind ein schwieriges Terrain, gerade wenn man den (West-) Feminismus heranzieht.

    Es ist nicht zu übersehen, dass dieser von Feminismus anfänglich *von* Frauen geschrieben worden ist, deren akademische Ausbildung in akademisierten „Frauenbereichen“ erfolgte.
    Sich in der Beschreibung von „Frau“ als ideelle Gesamtfrau *an* ähnliche Frauen richtete.
    Was dann wiederum zur Folge hatte, dass das als dichotom entworfene „Mann vs. Frau“-Bild in Sachen „Eigenschaften der Geschlechter“ die (Selbst-!!!) Erhöhung der weiblichen Eigenschaften aufwies, die ohnehin schon als „weiblich“ galten.

    Als Beispiel: „Die friedfertige Frau“ ist der Titel des Klassikers von Margarete Mitscherlich.
    „Friedfertig“ ist die positiv feministische (Selbst-!!!) Beschreibung eines Geschlechts, das spontan in Amnesie verfällt, wenn man auf den Umstand hinweist, es handelt sich um keine genuin weibliche Eigenschaft, sondern Frauen ist historisch erspart worden, in den Krieg zu ziehen. Von Männern.

    Aber der Untertitel (Herv. von mir): „Eine psychoanalytische Untersuchung zur Aggression DER Geschlechter“ lädt geradezu dazu ein, „friedfertig“=“weiblich“ zu lesen.
    In ein feministisch-dichotomes Gegensatzpaar gepackt:
    Frau=friedfertig vs. Mann=kriegerisch oder Frau=friedfertig vs. Mann=aggressiv.
    Nun hat M. Stiehler berechtigt darauf hingewiesen, das lateinische Verb „aggredi“ hat mehr Bedeutungen, als bloß zu attackieren oder anzugreifen, sondern eben auch „darangehen“, „herangehen“.
    Also offensiv oder energisch an ein Problem „heranzugehen“, das Problem ergo „anzugreifen“ und dabei auch Konflikte zu riskieren.

    Wird nun „aggressiv“ als „männlich“ denunziert und als *rein negative* Eigenschaft „des Mannes“ dargestellt, dann passiert zweierlei:
    Eine *Abwertung* des Geschlechts „Mann“ durch die Zuweisung einer einseitig als negativ charakterisierten Eigenschaft als „männlich“.
    Gleichzeitig wird die positive Bedeutung von „aggredi“ vom Feminismus jedoch AUCH Männern zugeschlagen, während Frauen nur noch „friedfertig“ – oder mit der Studie gesprochen „agreeable“ bleibt.

    D.h. der Feminismus hat einen „Teufelskreis“ entworfen, indem „weibliche Eigenschaften“ als positiv charakterisiert worden sind, die in dominant *weiblichen Bereichen* der Gesellschaft, wie Kindererziehung, überhaupt Bildung, Pflege usw. sowohl Sinn machen, sich aber auch erst herausbilden konnten und mussten.
    Damit reproduziert ein solches Denken lediglich eine – wenn man so will – gesellschaftliche „Geschlechtersegregation“ ALS bestimmte Eigenschaften eines Geschlechts.

    Spätestens wenn sich ein solches Denken durchsetzt und als eine „positive Weiblichkeit“ gilt, in der sich alle Charakteristika dieser dominant weiblichen Bereichen wiederfinden, fällt einem genau das auf die Füße.
    In dem „weiblichen“ Kanon der „Teamfähigkeit“, „Empathie“ (=Fürsorglichkeit), „Kommunikationsfähigkeit“ fehlen dann eben „Durchsetzungsfähigkeit“ und „Konfliktfähigkeit“, weil dies (s.o.) Männern zugeschlagen worden ist.

    Wie von selbst hat man in diesem dichotomen Denken „gemischte Teams“ entworfen, die IRRE erfolgreich sein werden, weil zur MÄNNLICHEN „Durchsetzungsfähigkeit“ und „Konfliktfähigkeit“ nun auch die WEIBLICHE „Teamfähigkeit“, „Empathie“ und „Kommunikationsfähigkeit“ kommt.

    Der „Erfolg“ der feministischen frohen Botschaft besteht also darin, noch wesentlich energischer MENSCHLICHE Eigenschaften den Geschlechtern als *biologische* Eigenschaften zuzuweisen, als es jedes „Patriarchat“ jemals vermocht hätte.
    Weil Feminismus doch lediglich und per Definition für die Gleichberechtigung der Geschlechter eintritt – bzw. zumindest die des „friedfertigen Geschlechts“. 😉
    Deshalb bin ich dagegen, die Studie „biologisch“ zu lesen, weil man hier leider auch die Effekte von 200 Jahren bürgerlicher Weiblichkeit und 40 Jahren (bürgerlich-) feministischer Propaganda und beobachten kann

    • “ „Friedfertig“ ist die positiv feministische (Selbst-!!!) Beschreibung eines Geschlechts, das spontan in Amnesie verfällt, wenn man auf den Umstand hinweist, es handelt sich um keine genuin weibliche Eigenschaft, sondern Frauen ist historisch erspart worden, in den Krieg zu ziehen. Von Männern.“

      Mir fällt immer wieder auf, dass diese ganze angebliche Friedfertigkeit der Frauen immer kleiner wird, je genauer man hin schaut. Königinnen haben mehr Kriege geführt als Könige.
      https://www.economist.com/news/europe/21722877-european-history-answer-queens-especially-married-ones-who-gets-more-wars-kings
      In lesbischen Beziehungen gibt es mehr Gewalt als in hererosexuellen UND in schwulen Beziehungen.
      (Thema hatten wir hier schon mehrfach.)
      Frauen/Mädchen werden am häufigsten von anderen Frauen/Mädchen gemobbt und ausgegrenzt und andere Frauen/Mädchen sind die Hauptursache dafür, dass sich Frauen/Mädchen auf Arbeit oder in der Schule unwohl fühlen.
      (Siehe queen bee und social exclusion.)

      Der Unterschied zwischen Frauen und Männern liegen in physischer Aktivität und in Risikobereitschaft, nicht in Friedfertigkeit und Aggressivität. Das was bei Frauen als „Friedfertig“ interpretiert wird, ist oftmals das Gegenteil, nämlich eine unterschwellige Aggressivität, die sich in Psychoterror, Mobbing, Intrigen äußert, aber eben weniger sichtbar ist als Männer, die sich auf das Fressbrett hauen.

      • @mindph

        „Der Unterschied zwischen Frauen und Männern liegen in physischer Aktivität und in Risikobereitschaft, nicht in Friedfertigkeit und Aggressivität.“
        Sehe ich auch so – bzw. die weibliche Aggressivität in intrasexueller Konkurrenz (heterosexueller Frauen) zeigt sich nur anders.

        Mir ging es darum aufzuzeigen, dass die erfolgreiche mediale Vermittlung eines konstruierten Selbstbildes mit der (historischen) Faktenlage nichts zu tun haben muss.
        Es muss nur „anscheinsplausibel“ sein und in Einklang mit den Bedürfnissen derjenigen, die mit dieser Darstellung charakterisiert werden.
        Der Feminin-ismus sagt letztlich das, was Frauen gerne über sich selber hören wollen.
        Was sich jedoch quasi „hinter dem Rücken“ dieses Publikums vollzieht, damit ist Feminismus ein kultureller Verstärker genau der „weiblichen Eigenschaften“, die sich in der Realität vorfinden lassen.
        Abzüglich der (historischen) Praxis, die diese erforderlich gemacht und produziert haben. Damit werden sie zu dem „Mysterium“ genuin weiblicher Eigenschaften erst *gemacht* – von eben diesem Feminismus.

        Der hype um die „gemischten Teams“ bspw. setzt *voraus*, dass „Komplementarität“ vorhanden oder notwendig ist.
        Wären Männer nicht durchgehend mit „männlichen Eigenschaften“ versehen, bräuchte man keine Frauen, um sie „zu ergänzen“.
        Ergo ist eine solche Sichtweise gezwungen, diese Dichotomien *zu sehen*, auch wenn sie gar nicht existieren; weil der Feminismus die dichotomen Gegensatzpaare von männlich vs. weiblich permanent entwirft. Sehr komisch übrigens.

        Was Frauen dann als „positive weibliche Eigenschaften“ einzubringen haben, nagelt sie zugleich auf diese weiblichen Eigenschaften fest.
        Das hat jedoch kein böses Patriarchat erfunden, sondern es entstammt direkt feministischer Theorie. Wer als Frau die besonders tollen weiblichen „kommunikativen Fähigkeiten“ weder besitzt noch ausleben will, ist leider mit feministischen Stereotypen konfrontiert, die ihr eine „weibliche Eigenschaft“ zuschreiben, die sie als individuelle Frau nicht hat.

        PaaQuest hat einen Artikel verlinkt und daraus ein Zitat: „Männliches Führungsgebaren ist nach wie vor die Norm. Wer dieser Norm nicht entspricht, muss gemäß dieser Logik angepasst werden – es bleiben nicht nur unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten der Geschlechter auf der Strecke, auch für Individualität ist bei so viel Anpassung wenig Raum.“

        Nachdem (siehe meinen Beitrag oben) u.a. Durchsetzungs- und Konfliktfähigkeit zu männlichen Eigenschaften *gemacht* worden sind, ist „männliches Führungsgebaren“ tatsächlich männliches Führungsgebaren *geworden*.
        Was er nicht begreift, seine Klage: „auch für Individualität ist bei so viel Anpassung wenig Raum“ richtet sich gegen ihn selbst.
        Er sieht nicht einzelne Individuen mit „unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten“, sondern es sind „Fähigkeiten und Fertigkeiten DER GESCHLECHTER“.
        Das, was er Geschlechtern *vorab* als Eigenschaft zuspricht, steht einer tatsächlichen Erkenntnis dieser *individuellen* Fähigkeiten und Fertigkeiten im Weg. Es wird Individuen per Geschlechtsteil unterstellt, solche Fähigkeiten und Fertigkeiten zu besitzen oder eben NICHT.
        Seine „neue Norm“ ist also genauso kontraproduktiv und anti-individuell wie die alte.

        Ich schrieb: „Der „Erfolg“ der feministischen frohen Botschaft besteht also darin, noch wesentlich energischer MENSCHLICHE Eigenschaften den Geschlechtern als *biologische* Eigenschaften zuzuweisen, als es jedes „Patriarchat“ jemals vermocht hätte.“
        Gemein ist nämlich, das label des Feminismus als „fortschrittlich“ macht Kritik an diesen dichotomen Denkweisen sehr viel schwieriger, obwohl es sich um reaktionären Unsinn handelt.
        Diese Pseudo-fortschrittliche Denkweise reproduziert mit tödlicher Sicherheit solche idiotischen Dichotomien, statt sie zu überwinden.

  3. „although the women still scored higher on aspects of agreeableness“

    Wird sich noch verstärken, wenn mehr Frauen über Quoten (auch unoffiziell nach dem Motto „wir wollen ja fortschrittlich sein, lassen wir mal eine Frau ran“) in höhere Positionen kommen. Sie brauchen dann nicht mehr die Eigenschaften, die Männer noch brauchten, um in Führungspositionen zu kommen und werden den Querschnitt noch weiter verzerren.

  4. Ein Gegenargument welches ich auch oft lese:
    „Perhaps, if there were a cultural change, then people with different personality profiles, including more stereotypically feminine traits, might more often reach leadership roles, which would then favour more women.“ https://digest.bps.org.uk/2018/03/02/male-and-female-bosses-share-the-same-classically-masculine-personality-traits/

    oder

    „Ziel ist dabei immer die Frau, nie das System. Dahinter steckt eine ebenso einfache wie diskriminierende Grundeinstellung: Frauen seien defizitär und müssten für Führungsaufgaben erst fit gemacht werden. Dass damit mehr gemeint ist als die Vermittlung kommunikativer oder fachlicher Fähigkeiten, zeigt ein Blick auf die Details.“ https://www.xing.com/news/klartext/wir-brauchen-nicht-mehr-frauen-in-fuhrungspositionen-2337

    Die Frage ist nur, ob diese „neue cultur“/System eine „Evolutionary Stable Strategy“ ist… also ob diese Unternehmen mit der neuen Kultur von anderen verdrängt werden würden bzw. die entstehung der „neuen cultur“ verhindert…

    Hier ein Bsp. zu Evolutionary Stable Strategy: „In einem Pokerclub spielen alle Spieler die Strategie X. Nun kommt ein fremder Spieler zu Besuch. Wenn seine andere Strategie Y nicht erfolgreich ist und er kein Geld gewinnt, dann ist es wahrscheinlich, dass er zur Strategie X wechselt (ESS ist wirksam). Wenn seine Y-Strategie aber gewinnbringend ist, dann wechseln alle Mitglieder von Strategie X auf Y. Y ist also die ESS; ein zweites Neumitglied mit Strategie Y würde nicht besser fahren als die jetzigen Clubmitglieder.“

    Ich würde ja vermuten, wenn diese „neue culture“ eine bessere performance am Markt hätte, hätte sich diese schon durchgesetzt bzw. diese evtl. auch vom grad Branchenabhängig ist.

    • Ist es nicht eher so, das in einem Casino die Bank auf einmal meint den Spielern und Spielerinnen in die Strategie f****n zu dürfen? 😉

      • Man kann durch Gesetze versuchen Gleichgewichte zu verschieben. Was jedoch evtl. zu Wettbewerbsnachteilen der Unternehmen in diesen Staaten führen würde.

        Da ja Menschen mit geringer Wettbewerbsorientierung und höher agreeableness nun in der Führung wären und mehr Menschen mit höhere Wettbewerbsorientierung & geringere agreeableness in anderen Unternehmensbereichen tätig sind…also sagen wir mal in der Unternehmenskita, wo solche Eigenschaften (höhere Wettbewerbsorientierung & geringere agreeableness) evtl. weniger nützlich/produktiv sind. Bzw. in kurz würde man von einer Fehlallokation sprechen.

  5. Nix Neues dass Geld und Macht den Charakter zersetzen.
    Wieso sollte das bei Frauen, den dauershoppenden Super-Materialisten, anders sein?

  6. Für eine versierte Feministin, ist das doch eine Steilvorlage für mehr Quote im Management, denn feminine Frauen werden offensichtlich strukturell diskriminiert.

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