„Darf ich mit den Jungs weggehen oder bist du dann sauer?“

Eine Bekannte, kurz vor der Entbindung, erzählt davon, dass ihr Freund sie gefragt hat, ob er Abends mit ein paar Kumpels weggehen kann. Die Kumpels wollten noch weiterziehen in eine Disko und er wollte mit ihr absprechen, ob das okay für sie sei.

Sie stimmt zu, warum solle er nicht mal was mit den Jungs machen, auch wenn sie gerade nicht könne, man müsse ja nicht alles miteinander machen und sie mache ja auch mal einen Mädelsabend.

Er habe dann noch mal angerufen, die Jungs hätten gesagt, dass sie das nicht ernst meinen kann, sie habe das bestimmt nur so gesagt und sei dann doch sauer, wenn er geht. Ob es wirklich okay sei.

Natürlich, habe sie gesagt. Überhaupt kein Problem. Sie habe aber überall seine Spione und er solle die Mädels gefälligst den anderen Jungs lassen, habe sie aus Scherz noch lachend dazu gesagt.

Gib, es zu sagt eine Freundin, du warst am morgen dann doch sauer. Sie lacht. War sie nicht.

Warum auch?

Für mich daran interessant war Folgendes:

1.

Die Situation, dass ein Mann bei seiner Freundin „unter dem Pantoffel“ steht, kennt jeder. Männer fürchten in der Hinsicht in relativ normalen Beziehungen weitaus eher den Zorn oder die schlechte Laune ihrer Freundinnen als umgekehrt. Oder ist das nur eine Wahrnehmung, weil ich eben eher dabei bin, wenn eine Männerrunde losziehen will und jemand nachfragt als eine Frauenrunde?

2.

Die Selbstverständlichkeit mit der Frauen oft zugestanden wird, dass sie Ja sagen, aber Nein meinen. Auch gerne versehen mit Begründungen wie „Es war doch klar, was ich meine“. Eine gewisse Willkür und Unberechenbarkeit und eine gewisse höhere Bereitschaft so etwas als Streit auszutragen wird Frauen in der Hinsicht zugestanden. Es ist ein gewisse „Shock and awe“ Taktik, bei der aus der Sicht des Mannes aus Kleinigkeiten ein großer Streit entstehen kann, der dann in einer Aufzählung diverser anderer Punkte, in denen er sich falsch verhalten hat, führen kann. Viele Männer riskieren das lieber nicht. Dieser „Machtaspekt“ in Beziehungen, der auch im Feminismus ausgeklammert wird.

Ich hatte dazu bereits einmal zitiert:

The Creative Conflict Resolution study found that 68% of men preferred to say, “yes dear” or “uh huh” instead of sharing their true feelings to please their quarreling mate. The Arizona study found that girlfriends and wives are not fooled by this capitulation and that this “no mas” defense actually antagonizes and frustrates these women, who then have a lower opinion of the relationship because there is no real satisfactory resolution of the conflict.

Oder aus einer anderen Studie die Bestätigung von „Happy wife, happy life“:

Die Zufriedenheit der Frau ist viel wichtiger als die des Mannes, wenn es ums Eheglück geht. Der Mann mag vielleicht gar nicht so positive Gefühle über die Beziehung hegen, solange die Frau glücklich ist, ist alles gut

73 Gedanken zu “„Darf ich mit den Jungs weggehen oder bist du dann sauer?“

  1. „68% of men preferred to say, “yes dear” or “uh huh” instead of sharing their true feelings“

    Tja, warum nur?

    Selbst moderne, emanzipierte Frauen reagieren manchmal verschreckt, wenn ihr Mann wirklich einmal Schwäche zeigt. Therapeuten berichten, dass Frauen erst von ihrem Mann einfordern, Gefühle zu zeigen – und ihn genau dann verlassen, wenn er negative Gefühle, beispielsweise Depressionen, eingesteht. So haben diese Frauen sich das mit der Partnerschaft auf Augenhöhe dann nämlich doch nicht vorgestellt. Auch Erfolglosigkeit ist ein Liebestöter. Kein Jahr brauchte Bettina Wulff, laut stern die „unkonventionelle, moderne Frau“ in Schloss Bellevue, um sich von ihrem Mann, dem gestrauchelten Bundespräsidenten, loszusagen.

    http://www.zeit.de/2014/02/maenner-krise-maennerbewegung/seite-4

  2. Ist altbekannt: Nie Schwäche vor der Frau zeigen und immer eine dominante Grundhaltung haben.
    Leider sind wir Menschen und selbst der stärkste Mann schwankt manchmal und wenn die Frau sich gegen die Grundhaltung stellt, muss man bereit sein Schluss zu machen – wenn man der Frau emotional verbunden ist, bleibt das schwierig. Andererseits bleibt die Frage warum man eine Beziehung überhaupt braucht wenn man nicht manchmal auch Schwäche zeigen kann und seine Emotionen komplett kontrollieren muss? Dann ist es doch viel einfacher die Alte du bumsen und anschließend raus zu schmeißen aber ansonsten alleine zu leben.

    • Ja, ein ONS ist vermutlich die einfachste Alternative. Abschleppen, drübersteigen, spätestens am nächtsten Morgen heißt es dann „Auf Wiedersehen“.
      Muss aber nicht. Wenn ich sie schon mal frage, ob ich mit den Jungs um die Häuser ziehen darf und sie sich einverstanden erklärt, dann gilt das! Wenn sie danach dann doch sauer ist, hat sie halt Pech gehabt.
      Als Mann muss man auch mal aushalten können, wenn sie leicht verstimmt auf einen reagiert.
      Und wenn sie keine Lust hat, hat die gute Mutter Natur ja immer noch zwei Wunderwerke mit insgesamt 10 Fingern erschaffen.

      Aber vielleicht bin ich genau wegen meiner Einstellung ja auch gerade solo (und momentan recht glücklich damit). Ich würde einer Konfrontation auf jeden Fall nicht aus dem Weg gehen.

    • @PfefferumdSalz:

      Du stellst eine sehr wichtige Frage: Warum braucht man eine Beziehung, wenn man nicht einmal dort Schwäche zeigen darf?!
      Darauf wäre meine Antwort: gar nicht!
      In einer Beziehung muss es möglich sein, dass man ehrlich miteinander umgeht und auch Probleme gehören dazu.
      Ich habe schon mehr als einmal nach außen sehr dominante Männer weinen sehen und keiner hat dadurch bei mir irgendeinen Respekt verloren.
      Ganz im Gegenteil war es bei einem sogar so, dass es unsere Freundschaft für mich sogar gestärkt hat, da ich gemerkt habe, eben für ihn etwas ganz Besonderes zu sein, wenn er solche Gefühle vor mir zeigt während er nach außen immer der starke, coole Typ war, der die tollsten Parties schmeißt etc.

      Ich verstehe auch nicht, wie jemand aufgrund dass ein Mann Schwäche zeigt, irgendwie negativ reagieren würde.
      Damit meine ich natürlich ausdrücklich etwas anderes als irgendein Typ der bei jeder Gelegenheit und überall rumheult etc.

      • Es ist meinem Eindruck nach durchaus möglich bzw. manchmal sogar ganz gern gesehen, wenn ein Mann Schwäche zeigt – allerdings nur, wenn es sich um einen üblicherweise starken Mann handelt und hinreichend klar ist, dass er immer noch alles im Griff hat und es sich nur um eine vorübergehende emotionale Phase handelt.
        Aber wehe dem Mann, der wirklich den Boden unter den Füßen verliert und auf Unterstützung seiner Partnerin angewiesen wäre…

      • „Ganz im Gegenteil war es bei einem sogar so, dass es unsere Freundschaft für mich sogar gestärkt hat“

        Ja, in einer Freundschaft mag das funktionieren. In einer Beziehung wird es bereits schwierig.

        • Das war mehr als eine normale Freundschaft!
          Und auch in meiner Beziehung habe ich meinen Freund schon einen gesehen und das war bei weitem kein Grund Schluss zu machen.

    • Auf der einen Seite bin ich ja MGTOW und mir gehen traditionelle Beziehungsprobleme inzwischen am Arsch vorbei.

      Auf der anderen Seite, ist das auch von Rollo Tomassi propagierte „Nie Schwäche vor der Frau zeigen und immer eine dominante Grundhaltung haben.“ wirklich eine Lösung?

      Oder wenn Matze zitiert, „dass Frauen erst von ihrem Mann einfordern, Gefühle zu zeigen – und ihn genau dann verlassen, wenn er negative Gefühle, beispielsweise Depressionen, eingesteht.“ – wem bringt das etwas, Frauen immer mit kultivierter Doppelmoral und Doppelstandards davon kommen zu lassen?

      Erinnert ihr euch noch an diesen verlogenen Artikel „Die Schmerzensmänner“ von Nina Pauer aus dem Jahr 2012?
      http://www.zeit.de/2012/02/Maenner

      Zitat: „Denn auf die junge Frau wirkt die neue männliche Innerlichkeit, das subtile Nachhorchen in die tiefsten Windungen der Gefühlsregungen schrecklich kompliziert. Und auf die Dauer furchtbar unsexy.“

      Selbstverständlich kann dieser Mann gar nicht existieren, denn Männer haben keine Gefühle, keinen Kontakt zu ihrer Innenwelt und können ihnen daher auch nicht „subtil Nachhorchen“/sarcasm off.

      Wäre es nicht komisch, wie medial Geschlechterstereotype über „die primitiven, emotional verkrüppelten Männer“ verbreitet werden, wäre es noch lustiger, wenn die Anzeichen, dass Männer „komplette Menschen“ sind und daher keine Frau „zur Vervollständigung“ brauchen, von Frauen ebenso abgelehnt werden.

      Christian schließlich mit dem Klassiker: „Die Zufriedenheit der Frau ist viel wichtiger als die des Mannes, wenn es ums Eheglück geht.“
      Nope.
      Es geht nicht nur um das „Eheglück“, sondern auf allen Ebenen dieser gynozentrischen Gesellschaft steht das Wohl der Frau nicht nur im Mittelpunkt, sondern das Wohl des Mannes zählt schlicht nicht.
      In der Beziehung vollendet und verdichtet sich, was *vorher* gelernt worden ist, nämlich eine *weibliche Dominanz* in Beziehungsfragen, die mit weiblichen Mitteln errungen und verteidigt wird.

      Die weibliche Dominanz zeigt sich gerade darin, widersprüchliche Ansprüche an Männer zu haben und im tiefen Glauben zu leben, in beiden Fällen recht zu haben.
      Wohlbemerkt, es geht mir nicht um die Frage, wie viel Alpha im Beta sein sollte, sondern dass die weibliche Beschwerdekultur diktiert, wie ein Mann nach jeweiligem Bedürfnis der Frau zu sein *hat*.
      Demzufolge ist der *reale Mann* immer nur der „Mann-minus-der-jeweils-idealisierten-weil-weiblich-gewünschten-Eigenschaften“.
      Dieses „Zugeständnis“ stellt „Frau“ erst auf ein Podest und macht sie zum Mittelpunkt der Beziehung, die dann *nicht mehr* aus *zwei Menschen* besteht, deren Bedürfnisse gleich wichtig sind.

      Wie gesagt, kann mir eigentlich Wurst sein, aber grundsätzlich muss das m.E. geändert und überwunden werden.

      • Wie gesagt, kann mir eigentlich Wurst sein, aber grundsätzlich muss das m.E. geändert und überwunden werden.

        Ja, es wäre wirklich schön, wenn Beziehung beim Menschen so ähnlich wie „Team“ funktionieren würde. Aber leider sind Frauen nun einmal hypergam. Die einzige Möglichkeit das zu überwinden wäre Frauen ihre sexuelle Selbstbestimmung vollständig zu nehmen.

        • „Die einzige Möglichkeit das zu überwinden wäre Frauen ihre sexuelle Selbstbestimmung vollständig zu nehmen.“

          Bzw. eben wesentlich konsequenter und kompromissloser sein. Sie deutlich in ihre Schranken verweisen und nicht jedes absolute Fehlverhalten der Frau noch als bezauberndes Feature interpretieren, mit dem der Mann auf gekonnte und spielerische Art und Weise fertig werden muss.
          Die meisten Trennungen gehen ja von Frauen aus. Vielleicht sollte sich da zuerst etwas ändern, sobald sie sich scheisse verhält ihr das deutlich machen, wenn sie sich nicht einsichtig zeigt (was meist der Fall sein wird) dann auch direkt Schluss machen. Männer machen noch viel zu selten Schluss.
          Das Problem ist, dass viele Männer, selbst wenn sie von ihrer Frau mit brachialer Gewalt mit der Nase voran in einen Haufen Scheiße gedrückt werden, selbst dann noch nicht mal merken, dass da was stinkt.

          • Auch damit entkommt man dem Machtkampf nicht, man lässt sich nur drauf ein und versucht zu gewinnen.

            Im Ergebnis denke ich auch, dass der vernünftigste Weg mit dem Problem umzugehen darin besteht, knallharte Standards zu haben, was man von einer Frau erwartet und wie man sich behandeln lässt und dann konsequent Frauen den Arschtritt zu geben, die das nicht einhalten – egal wie viele Kinder man zusammen hat.

          • „dann konsequent Frauen den Arschtritt zu geben“

            Mein Eindruck ist, dass bei den meisten Frauen die Wahrnehmung, dass der Mann so drauf ist, Wunder wirkt.

        • Was du meinst ist „Weibliche Hypergamie beschränken“. Halte ich im Interesse aller für die beste Idee. Und bevor ein Einspruch kommt: Bei männlicher Dominanz ist es jedem klar warum es eine gute Idee ist diese zu beschränken. Nein, Männer sind nicht hypergam.

      • Das kann geändert und überwunden werden, aber nur individuell. Es hat nämlich mit (emotionaler – also wirklicher -) Reife zu tun. Wenn man in seiner Reife in einer bestimmten kindlichen Entwicklungshase emotional steckengeblieben ist, weil es eine Entwicklungsblockade gab/gibt (Trauma, v.a. bzgl. Bindung), dann bringt das mit sich, dass man eine überhöhte emotionale Bedürftigkeit hat (eben entsprechend des jeweiligen Reifestatus) und dementsprechend in einer Beziehung zu andern (v.a. emotional ähnlich reifen und reiferen) Menschen in einer Abhängigkeitsposition ist. Um den Andern stark – und schnell – an sich zu binden (auf dass er eine – weil viel Aufmerksamkeit schenkende – Vater-/Mutter-Rolle einnehme), wird er idealisiert, was demjenigen natürlich umso mehr gefällt, je mehr auch er bedürftig nach dieser (bestimmten) narzisstischen Zufuhr ist. Ist er es stark genug, wird auch er den Ersteren ebenso an sich binden wollen, um mehr von dem Stoff zu bekommen (das nennt sich dann Ineinanderverliebtsein).
        In einer (guten, geeigneten) Psychotherapie werden die emotionalen Entwicklungsblockaden/Traumata gelöst und Nachreifung kann stattfinden; man wird innerlich freier und erfüllter; man lernt sich selbst (mehr) zu lieben (respektieren und annehmen), sodass man dann auch andere (mehr) lieben kann (–>Beziehungsfähigkeit wächst). Dann fragt mann sich nicht mehr: Was wollen Frauen (und wie kann ich dem gerecht werden, damit ich sie an mich binden kann)? Sondern: Was will/brauche ich? Und mit welchem Menschen passe ich gut zusammen?
        Und interessanterweise 😉 wirkt das attraktiver auf andere Menschen. Es ist aber dann nur ein netter Nebeneffekt. 🙂 Wer hat (und somit geben kann), dem wird gegeben …

        • Nein, kann es nicht, was ihr lernen könnt ist nicht auf den hypergamen Instinkt zu hören. Das gelingt aber nur wenn es Konsequenzen für hypergames Verhalten gibt. Soziale Schmähung wäre eine Möglichkeit. In der Ehe wäre eine entschädigungslose Scheidung eine Möglichkeit (Kein Unterhalt, Kind bleibt beim Vater) usw.

          • Benyi R., mein Kommentar war eine Antwort auf Crumars Kommentar (sollte zumindest).
            Aber mal als Antwort auf – sagen wir: – „Hypergamie als Ursache für weibl. Anspruchsdenken und (zu) narzisstisches Verhalten“ (so wie du allerdings den Begriff gebrauchst, bin ich mir nicht sicher, ob du seine etablierte Bedeutung kennst) möchte ich folgenden Blog-Artikel empfehlen:
            https://www.weiblichkeit-leben.de/missbrauch.html
            Vielleicht eröffnet er dem interessierten Leser – besonders einem solchen, der Crumars Kommentar beipflichten kann – eine andere Perspektive (ergänzend zu denjenigen Perspektiven, die hier v.a. auf dem hiesigen Blog eingenommen werden) … Störe dich nicht am seltsamen – und m.E. noch ein wenig erklärungsbedürftigen – Titel.
            Wen meintest du eigentlich mit „ihr“? „Wir“ Frauen? Me, I’m a man. 😉

    • @Miria
      Die typische Frauenantwort. Fakt ist, dass ich es bereits 2 Mal erlebt habe, dass Schwäche oder Zweifel negativ ausgelegt wurde. Klar gibts Frauen die das nicht so auslegen aber die sind in der absoluten Minderheit. Vielleicht mal aus den Nähkästchen: Frauen hassen Schwäche so sehr und beenden eine Beziehung so zuverlässig, dass ich dies inzwischen zum Schlussmachen nutze. Ich mache nicht gerne Schluss und damit ich Sie dazu bringen kann Schluss zu machen, erzähle ich ihr immer von meinen (erfundenen) Schwächen. Davon sind die Frauen meist so angewidert, dass sie Schluss mache und ich keine Sorge vor irgendwelchen Racheaktionen von enttäuschten Frauen haben muss.

      Wenn ich Probleme habe, dann erzähle sie ich meiner Familie oder meinen Freunden – Männer verstehen einen und die Blutsverwandtschaft steht hinter mir. Partner, egal wie sehr man sie liebt, sind und bleiben immer Fremde und als Mann kommst du bei einer Frau hinter ihren Kindern, hinter ihrer Familie und hinter ihren Freunden.

      • Fakt ist, dass du es schon zweimal erlebt hast. SO passiert Statistik. Sehr sachlich.
        Nun, ich habe es schon mehrmals erlebt, dass mein langjähriger Partner sauer war, wenn ich übers Wochenende zu meinen Freund(inn)en nach Deutschland gefahren bin, während ich nie sauer war, wenn er das Wochenende mit seinen Freunden verbracht hat (solange er auch wirklich nicht stockbesoffen nach Hause gekommen ist, sondern eben dort seinen Rausch ausgeschlafen hat – ich bin Emetophobikerin). Darf ich jetzt auch so tun, als hätte ich den Gegenbeweis?

        Interessant ist auch die Meinung, dass Männer keine Schwäche zeigen dürfen, wenn ich doch meine, gelesen zu haben, dass Paare sich wesentlich öfter trennen, wenn die Frau schwer krank wird, umgekehrt jedoch nicht. Eine schwere Erkrankung, wie etwa Krebs oder MS ist doch das ultimative Zeigen von Schwäche. http://edition.cnn.com/2011/LIVING/07/21/sick.couples.o/index.html
        „A 2009 study published in the journal Cancer found that a married woman diagnosed with a serious disease is six times more likely to be divorced or separated than a man with a similar diagnosis. Among study participants, the divorce rate was 21 percent for seriously ill women and 3 percent for seriously ill men. A control group divorced at a rate of 12 percent, suggesting that if disease makes husbands more likely to split, it makes wives more likely to stay.“

          • Wenn es so einfach und schön/erstrebenswert für eine Frau wäre, wie ihr immer tut, einen Mann finanziell bluten zu lassen, wäre es doch DIE Gelegenheit, ihn dann bluten zu lassen, wenn er am schwächsten ist. Aber natürlich, wahrscheinlich haben ausgerechnet alle Männer, die von ihren Frauen umhegt und umpflegt werden, statt verlassen, einen Ehevertrag angelegt.

          • Natürlich. Die kranken, verlassenen Frauen werden sich alle denken: „Ah, verlassen wir den Kerl mal eben und sterben/siechen lieber alleine weiter.“ Obwohl, in dieser deiner Studie offensichtlich, Menschen mit liebenden Partnern eher gesunden und eher nicht unter Depressionen leiden.

          • Naja, fällt halt schwer sich um die kranke Frau in ihren letzten 3-4 Jahren zu kümmern, wenn Mann schon 2 Jahre vorher gestorben ist.
            Aber lieber argumentert man (also anscheinend Frau) mit eine Stöckchen. 😉

          • Was für ein „sachlicher“ Einwand..

            Von „alle“ hat niemand gesprochen, und beispielsweise mit der Diagnose Krebs geht noch lange nicht weder Siechtum noch die Gewissheit des nahen Todes einher. Körperliche Symptome sind da meistens noch lange nicht spürbar und die allermeisten hoffen darauf, dem Tod von der Schippe zu springen.

            Was eine solche Diagnose allerdings mit sich bringt ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Leben und natürlich auch mit der Liebesbeziehung. Da ist es durchaus nicht weltfremd in Betracht zu ziehen, dass die Frau die Beziehung beendet. Tu dich einfach mal in Krebsforen um.

            Es ist schlicht lächerlich anzunehmen, dass keine Frau ihren Mann verlässt, wenn sie eine derartige Diagnose hat.

            Das ist nicht „meine Studie“, sondern diejenige, auf die sich Dein Artikel bezieht. Es werden einfach ohne weitere Betrachtung Scheidungsquoten von Männern und Frauen mit Diagnose verglichen. Daraus wird dann gefolgert, dass Männer häufiger als Frauen ihre Partner im Krankheitsfall verlassen.
            SO passiert Statistik. Sehr sachlich bzw. wissenschaftlich.

        • Die Frage ist, wie oft sich Frauen von Männern trennen wenn die Männer krank sind und die Frauen finanziell unabhängig sind. Zudem spielen noch andere Faktoren eine Rolle. Ich hab die Studie nicht gelesen aber bezweifle, dass diese Faktoren berücksichtigt wurden.

          • Ja, du hast die Studie nicht gelesen, bezweifelst aber einfach mal. Anders habe ich es nicht erwartet.

          • Hast du die Studie denn gelesen oder nur das selektive Geschreibsel der „Qualitätsmedien“? Die Studie ist nämlich weder verlinkt noch so zitiert, dass man sie finden kann. Deswegen gehe ich erst einmal von Fake-News aus bevor mir das Gegenteil bewiesen wird.

          • @sharkathotep
            Jo, wenn deine Studie gegen die Empire geht, dann bezweifelt man die zurecht.
            Ich brauch nicht jeden Junk-Science Ausfluss lesen.

            Wie wärs wenn DU ein Argument bringst, dass in das vorhandene Framework passt, anstatt andere zu schmähen, die dir widersprechen, weil du dem vorhandenen Framework widersprichst?

            Danke.

        • Interessant! Endlich einmal eine Studie, die das Positive des Weiblichen sinnvoll und glaubwürdig belegt.
          (Im Gegensatz zu den unzähligen falschen, ungenauen, manipulativen „Studien“, die das Negative des Männlichen belegen wollen.)

        • Er hat nicht gesagt, dass alle Frauen so sind. Aber wenn er eine Aussage darüber trifft, dass ein Ereignis eintritt, wenn er diese Verhaltensweise an den Tag legt, erhebt er nicht den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Wenn du die gleiche Beobachtung als Frau machen kannst, ist das auch O.K. Ich sehe da kein Problem.
          Aber ich glaube hier werden 2 verschiedene Sachverhalte vermischt. Wenn man eine Hypothese aufstellt, dass Frauen bei schwerer gesundheitlicher Krise ( mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit) verlassen werden, könnte auch die These gelten, dass Männer von Frauen (mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit) als unattraktiv empfunden werden, wenn sie Schwäche zeigen.

          • Er hat gesagt, dass „Frauen“ so sind. Hätte er es einschränken wollen, hätte er gesagt: „einige/viele/manche“ Frauen. Hat er aber nicht, und ich behaupte, ganz bewusst.
            Und tja, man könnte sich alles so hindrehen, damit es in die eigene Überzeugung passt. Ist aber relativ lächerlich.

          • @sharkathotep
            So fucking what?
            Frauen… das heißt Frauen im Allgemeinen… sind so, da sie die entsprechenden Instinkte haben.
            Der einzige der „alle Frauen“ sagte bist du. Ok?

            Hör mit dem Gejammer auf, dieser „Not All“ Bullshit ist nichts weiter als eine Nebelkerze.
            Reiß dich zusammen und bring ein ordentliches Argument vor, nicht diesen Ad-Hominem bullshit.
            (Du behauptest implizit dein Diskussionsgegner ist ein Frauenfeind, nur falls du das ad hominem anzweifelst)

        • „Eine schwere Erkrankung, wie etwa Krebs oder MS ist doch das ultimative Zeigen von Schwäche.“

          Naja, so lange das Geld weiterhin fließt und die Lebensstandards (der Frau) weitestgehend aufrecht erhalten werden können, gibt es für sie ja auch keinen Grund sich von dem Mann zu trennen.
          Das Motiv „Gesicht bewahren“ ist eines – wenn nicht das wichtigste – Leitmotiv der Frauen. Trennt sie sich nun von ihm, kann sie auch schlecht die Opferkarte spielen, da ER es ja ist der Krebs hat und es würde dementsprechend auch im sozialen Umfeld nicht gut für sie aussehen – sie will ja schließlich die Gute sein. Außerdem kann sie dann in ihrer Lieblingsrolle der umsorgenden Frau, die sich liebevoll um den Mann kümmert (möglicherweise auch noch um die Kinder, falls vorhanden) auf deren Schultern das gesamte Gewicht der Welt lastet, voll aufgehen. Besser geht es ja quasi nicht.
          Außerdem ist Krebs ja eine „richtige“ Krankheit. Nicht so emotionale Schwäche, Depressionen und Burnout, vielleicht auch Mobbing. Zumindest wird es weiten Teilen der Gesellschaft so wahrgenommen – ist natürlich nicht meine Meinung.

          • O ja, natürlich. Da kommt eine Studie auf, die zeigt, dass es doch nicht so eindeutig ist, wie ihr meint, und Frauen eben doch nicht aufgrund männlicher Schwäche davonlaufen, und dann werden rasch alle möglichen Dinge zusammengetragen, warum die Frau, die ihren Mann pflegt, statt ihn ausbluten zu lassen, wenn er am schwächsten ist, gar grässliche Hintergründe haben könnte. Man dreht sich schlicht alles so zurecht, damit es zur eigenen Ideologie passt. Egal ob es Sinn ergibt, oder nicht.

            Wenn du meinst, dass (diagnostiziert!) depressive/traumatisierte oder an Burnout leidende Männer eher verlassen werden, dann belege das mit Studien.

      • @PfefferumdSalz:

        Mir tut leid, was du erlebt hast! Aber ich finde es sehr schade, dass du aufgrund dessen, alle über einen Kamm scherrst bzw dich nicht mehr in der Lage siehst, eine „normale“ Beziehung zu führen!
        Denn das gegenseitige Vertrauen kau dich die Grundlage. Und damit eigentlich auch die Annahme, dass man sich nicht trennt.
        Das, was du als „Beziehung“ bzw deinen Umgang damit beschreibst, hatte ich nicht so aufgefasst. Deshalb gehe ich auch keine Beziehung ein, wenn ich Bedenken habe, dass es schief gehen könnte. Weder dir Sex, noch für meinen Lebensunterhalt brauche ich eine Beziehung!
        Wenn man sich doch auf eine Beziehung einlässt, sollte man allerdings nicht so ein verlogenes Spiel spielen wie du bist erzählst.

        Was bedeutet Liebe für dich, wenn du davon ausgebessert, dein Partner bleibt immer Fremd?
        Mein Partner ist immer auch mein bester Freund, ich könnte mir so etwas wie du es beschreibst niemals unter Liebe vorstellen!

        • Liebe ist immer so ein großes Wort das eigentlich nur Spaß an einer emotionalen Abhängigkeit bedeutet. So ähnlich wird sich ein Koksabhängiger fühlen.
          Liebe wie sie die Mehrheit offenbar empfindet kann ich nicht mehr empfinden aber ich empfinde dies eher als Gewinn denn als Verlust.

          Auf Frauen lasse ich mich dennoch gerne ein, der Sex und alles drin herum ist viel schöner wenn man sich besser kennt als bei einem ONS. Trotzdem schmeiße ich eine Frau schnell wieder aus meinen Leben sobald sie mehr von mir will als das sie gibt. Eine Beziehung sollte das Leben verbessern und nicht noch anstrengender machen.

          Ich glaube die beste Beziehungsform für Männer wie mich ist eine Kumpeline die man auch mal ficken kann, die sich aber ansonsten wie ein (männlicher) Freund verhält. Leider gibt’s diese Frauen nur in Pornos und in der Fantasie.

          • @PfefferundSalz:
            „Liebe ist immer so ein großes Wort das eigentlich nur Spaß an einer emotionalen Abhängigkeit bedeutet. So ähnlich wird sich ein Koksabhängiger fühlen.“

            Interessante Interpretation. Aber der Unterschied ist, dass Liebe in dem Moment nicht schadet, wenn sie beiderseitig empfunden wird.

            „Liebe wie sie die Mehrheit offenbar empfindet kann ich nicht mehr empfinden aber ich empfinde dies eher als Gewinn denn als Verlust.“

            Da geht es mir ähnlich. Aber mein Eindruck ist, dass das was die Mehrheit empfindet wenig mit dem zu tun hat, wie ich Liebe interpretiere, sondern mehr tatsächlich „Abhänigkeit“ oder auch die Angst davor, allein zu sein, ist. Ich sehe überall Beziehungen von Menschen, die ständig schlecht übereinander reden und sich mehr streiten als alles andere – so etwas verstehe ich auch nicht.

            „Auf Frauen lasse ich mich dennoch gerne ein, der Sex und alles drin herum ist viel schöner wenn man sich besser kennt als bei einem ONS.“

            Da stimme ich dir zu, aber dafür braucht man doch keine Beziehung. Und Liebe würde ich das in dem Fall auch nicht nennen.

            „Trotzdem schmeiße ich eine Frau schnell wieder aus meinen Leben sobald sie mehr von mir will als das sie gibt.“ „Eine Beziehung sollte das Leben verbessern und nicht noch anstrengender machen.“

            Was genau meinst du damit, dass sie mehr von dir will als sie gibt? Es gibt Situationen, das ist man nunmal schwach und benötigt Hilfe und genau dann sollte der Partner/Freund doch da sein statt zu gehen. Das jetzt ganz geschlechtsunabhängig.

            „Eine Beziehung sollte das Leben verbessern und nicht noch anstrengender machen.“

            Genau das! Deshalb verstehe ich auch nicht, wie du „Beziehungen“ führen kannst, in denen du der Frau offenbar immer unterstellst, dich ausnutzen zu wollen etc. Wie schön kann denn ein Leben sein, dass von ständigem Misstrauen geprägt ist?

            „Ich glaube die beste Beziehungsform für Männer wie mich ist eine Kumpeline die man auch mal ficken kann, die sich aber ansonsten wie ein (männlicher) Freund verhält.“

            Eine solche „Beziehung“ hatte ich mit dem zuvor erwähnten Freund. Problem war dann leider, dass er mehr wollte als ich. Er sprach von „Liebe“ und für mich war es das in dem Moment noch nicht.
            So lange ich nicht denjenigen treffe, bei dem ich von Liebe sprechen würde, ist das auch für mich die beste Beziehungsform.

            „Leider gibt’s diese Frauen nur in Pornos und in der Fantasie“

            Dieser Eindruck könnte damit zusammenhängen, dass du überhaupt nicht bereit bist, Frauen an dich heranzulassen. Wenn mir ständig jemand mit Misstrauen begegnet und man kein Vertrauen aufbauen kann, wie sollte eine solche „Beziehung“ funktionieren?

          • @Miria
            „Was genau meinst du damit, dass sie mehr von dir will als sie gibt? Es gibt Situationen, das ist man nunmal schwach und benötigt Hilfe und genau dann sollte der Partner/Freund doch da sein statt zu gehen. Das jetzt ganz geschlechtsunabhängig.“
            Nein, jeder ist mal krank, das ist kein Problem. Nur will ich auch gerne umsorgt werden wenn ich es bin und nicht nur umsorgen wenn der Partner es ist. Tatsächlich habe ich aber oft den Eindruck gehabt, dass ich mehr gebe als nehme. Auch wenn es mal bei mir auf Arbeit schlecht läuft will ich mich aussprechen können, statt dessen muss ich mir immer das Geheule meines Gegenübers anhören, selbst wenn es gar nicht um den Partner geht.

            „Genau das! Deshalb verstehe ich auch nicht, wie du „Beziehungen“ führen kannst, in denen du der Frau offenbar immer unterstellst, dich ausnutzen zu wollen etc. Wie schön kann denn ein Leben sein, dass von ständigem Misstrauen geprägt ist?“
            Tja, es ist sicher nicht so schön wie in der Märchenwelt aber ich lebe als Mann leider nicht in einer Märchenwelt. Es gibt keine bedingungslose Liebe (außer die der Mutter). Als Mann musst du der Frau immer wieder beweisen, dass du der Richtige, der Beste, der Stärkste usw. bist und das ist anstrengend. Ich bin dieser Scharade müde.

            „Eine solche „Beziehung“ hatte ich mit dem zuvor erwähnten Freund. Problem war dann leider, dass er mehr wollte als ich. Er sprach von „Liebe“ und für mich war es das in dem Moment noch nicht.
            So lange ich nicht denjenigen treffe, bei dem ich von Liebe sprechen würde, ist das auch für mich die beste Beziehungsform.“
            Tja, in dieser Beziehungsform könnte auch ich Liebe empfinden. Ich vermute aber aus deinen Aussagen, dass dir nicht klar ist, dass Männer und Frauen Liebe vollkommen anders empfinden, oder?
            Denk immer daran, dass wir auf genetischer Ebene weiter auseinander liegen als wir von den Schimpansen auseinander liegen. Im Prinzip sind Männer und Frauen in keinster Weise gleich.

            „Dieser Eindruck könnte damit zusammenhängen, dass du überhaupt nicht bereit bist, Frauen an dich heranzulassen.“
            Das stimmt nicht aber Frauen wollten halt immer etwas anders als ich wollte und ich habe wie erwähnt einfach auch keine Lust mehr mich andauernd neu beweisen zu müssen. Vermutlich gehört zu einer „glücklichen“ Beziehung (nach Ansicht der Frau), dass der Mann irgendwie devot ist.

          • Gib auf, du kommst mit Rationalität nicht gegen emotionale Denker an.
            Frauen sind emotionale Denker.

            Gib nicht auf weil du unrecht hast, sondern weil es nicht zielführend ist.

          • @PfefferundSalz:
            „Nein, jeder ist mal krank, das ist kein Problem. Nur will ich auch gerne umsorgt werden wenn ich es bin und nicht nur umsorgen wenn der Partner es ist.“

            Genau das sollt aber doch in einer Beziehung der Fall sein!

            „Tatsächlich habe ich aber oft den Eindruck gehabt, dass ich mehr gebe als nehme. Auch wenn es mal bei mir auf Arbeit schlecht läuft will ich mich aussprechen können, statt dessen muss ich mir immer das Geheule meines Gegenübers anhören, selbst wenn es gar nicht um den Partner geht.“

            Du sagst einerseits, du willst dich aussprechen können, behauptest aber andererseits, dass du mit einer Frau über so etwas nicht reden könntest, sondern dafür dein Freunde hättest. Was denn nun?
            Ich halte es ebenfalls für eine Selbstverständlichkeit, dass man innerhalb einer Beziehung auch über solche Probleme miteinander reden kann.

            „Tja, es ist sicher nicht so schön wie in der Märchenwelt aber ich lebe als Mann leider nicht in einer Märchenwelt.“

            Dann kann ich mich ja richtig glücklich schätzen, dass ich bereits eine Beziehung wie in einer Märchenwelt hatte. Vielleicht ist genau das der Grund, dass ich nicht bereit bin solche Abstriche zu machen, wie du es tust: Weil ich weiß, dass es auch gute Beziehungen in der Realität geben kann – und nicht nur in der Märchenwelt 😉 (und nein, unsere Ansichten sind nicht unterschiedlich, weil du ein Mann und ich eine Frau bin, sondern weil wir vermutlich unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben)

            „Es gibt keine bedingungslose Liebe (außer die der Mutter).“

            „Bedingungslos“ klingt sehr merkwürdig in dem Zusammenhang. Liebe ist immer an die Bedingung geknüpft, dass man zueinander passt etc. Aber doch nicht an Bedingungen die du hier vermutest.

            „Als Mann musst du der Frau immer wieder beweisen, dass du der Richtige, der Beste, der Stärkste usw. bist und das ist anstrengend. Ich bin dieser Scharade müde.“

            Könnte es vielleicht sein, dass genau das in der Vergangenheit dein Fehler war: Das Scharade spielen. Dann mögen dich nämlich die Frauen nicht einfach, weil du bist wie du bist, sondern du ziehst diejenigen an, die auf die Art, die du darstellst (weil du denkst, das kommt bei Frauen generell gut an), stehen statt auf den Typ Mann, der du bist!
            Wenn du aufhörst, Scharade zu spielen, könnte es passieren, dass du die Frau triffst, die dich einfach so nimmt wie du bist 😉

            „Tja, in dieser Beziehungsform könnte auch ich Liebe empfinden.“

            Es ist auch das wie ich eine Beziehung gestalte, der einzige Unterschied ist, dass man innerhalb einer Beziehung gewisse Verpflichtungen (z.B. sexuelle Treue) hat und bei einer „Freundschaft“ nicht.

            „Ich vermute aber aus deinen Aussagen, dass dir nicht klar ist, dass Männer und Frauen Liebe vollkommen anders empfinden, oder?“

            Ich kann nicht wissen, wie ein Mann Liebe empfindet, nicht einmal wie dies eine andere Frau tut. Ich denke nicht, dass in dem Fall Pauschalisierungen in der Art angebracht sind, da ich eher den Eindruck habe, dass individuelle Menschen Liebe unterschiedlich definieren.
            Für meinen „Freund“ war es damals vielleicht Liebe in der Art Beziehung, auch ich hatte natürlich starke Gefühle für ihn, aber hätte das einfach nicht als Liebe bezeichnet. Liebe bedeutet für mich, der andere Mensch ist mir wichtiger als ich selbst. Deshalb bin ich vielleicht auch so vorsichtig damit, diese Bezeichnung leichtfertig zu wählen.

            „Das stimmt nicht aber Frauen wollten halt immer etwas anders als ich wollte und ich habe wie erwähnt einfach auch keine Lust mehr mich andauernd neu beweisen zu müssen.“

            Mit dieser Intention hast du vielleicht einfach die für dich falschen Frauen angezogen…

            „Vermutlich gehört zu einer „glücklichen“ Beziehung (nach Ansicht der Frau), dass der Mann irgendwie devot ist.“

            Das sehe ich überhaupt nicht so. Im Gegenteil: ein devoter Mann wäre für mich persönlich überhaupt nicht attraktiv!

            @Benjy:
            Besser emotionale Denker, als keine Denker.
            Deinen Aussagen nach zu urteilen bist du zum Denken eher gar nicht in der Lage, tut mir leid für dich!

    • „Nie Schwäche vor der Frau zeigen“ stimmt so.
      „Immer eine dominante Grundhaltung“ nein eher funktionierende Maschine. Wie ein Robotersklave.

  3. Das ‚Pantoffelhelden‘- Syndrom sollte tatsächlich etwas ausführlicher betrachtet werden. Darin verdeutlicht sich die stets präsente Macht und das Gewaltpotential von Frauen. Aufgrund der Emotionalität, die für Männer nicht lesbar ist, kontrolliert die Frau ihren Partner. Der Pantoffelheld lebt in der ständigen Angst vor dem ‚Ausflippen‘ der Geliebten, das sich in Liebesentzug bis zu körperlich gewalttätigen Angriffen manifestieren kann. Wenn man die emotionale Überlegenheit von Frauen der körperlichen Überlegenheit von Männern gegenüberstellt, ergibt sich ein anderes Bild von Unterdrückung, Machtgefälle und Gleichstellung. Klar, dass der Feminismus darüber nicht sprechen will.

    • Ja aber das ist doch Pseudoangst. Frauen fahren sich immer gespielt hoch. Kenne ich von der Chefin.
      Die bedroht immer alle. Ihr Mann hat da Angst. Hatte neulich beim Zahnarzt Probleme wman der Füllung. Sie so“ich prügel ihnen die raus.“ Ich ganz cool:“ich war jahrelang Schwergewichtsboxer. Versichen sie es.“ Da hat sie direkt auf weinen geschaltet.

  4. Ich hatte alles ich das gelesen habe, jetzt nicht das Gefühl, dass er bei ihr unter dem Pantoffel steht.
    Wenn man eine Beziehung führt, die nicht nur was lockeres ist (d.h. zusammen lebt oder wie in dem Beispiel sogar eine Familie gründen will), sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, solche Dinge abzusprechen. Ich wäre nie Abends mit Freunden ausgegangen in der Situation ohne das zuvor mit meinem Partner abzusprechen. Aber Gleiches erfahre ich auch. Das ist doch mehr ein normaler Umgang miteinander als dass irgendwer unter dem Pantoffel steht.

    Zum zweiten Teil, dass die Freunde der Meinung sind, dass sie dass nicht so meint, war mein erster Gedanke, was ist denn mit denen los bzw was haben die dir komische Erfahrungen mit Frauen gemacht…
    Da würde ich als Mann ähnlich handeln wie hier schon jemand beschrieben: natürlich geben und wenn sie dann sauer ist, Pech gehabt. Wenn das ein paarmal so läuft, wird sie schon lernen, sich so auszudrücken, dass man nicht erst raten muss, was gemeint ist.

  5. „…because there is no real satisfactory resolution of the conflict.“

    Gibt es zufriedenstellende Lösungen in Konflikten mit Frauen? Meinem Eindruck nach ist es nahezu ausgeschlossen, Probleme mit Frauen wirklich zufriedenstellend zu klären. Wobei es Frauen zumeist auf eine Klärung gar nicht anzukommen scheint, sondern eher auf emotionale Wertungen oder so.

    • Da hat der Chris doch genau die für ihn richtige Frau gefunden. Wenn man selbst keinen Mut hat, eigene Entscheidungen zu treffen (die der Frau missfallen könnten), muss man sich eben jemanden suchen, der sie für einen trifft. Dass das Ergebnis nicht immer in seinem Sinne ist, ist leider unumgänglich. Die Frage ist doch, wie weit gibt man sich selbst für den „lieben Frieden“ auf?

  6. 1. „unter dem Pantoffel“
    Wieso ist das „unter dem Pantoffel“ stehen? Er hat sie (so wie ich den Text verstanden habe), doch nicht um Erlaubnis gebeten, sondern ihr Bescheid gegeben, und angefragt, ob dem nichts entgegensteht (z.B. andere Pläne, oder – da sie ja kurz vor der Entbindung steht – vielleicht gesundheitliche Bedenken, die seine Anwesenheit bei ihr sinnvoll bis notwendig erscheinen lassen). So spricht man das normalerweise miteinander ab, statt einander vor vollendete Tatsachen zu stellen.

    2. „es war doch klar, was ich meine“
    Vielleicht gibt es dazu eine Vorgeschichte.
    Gelegentliche Unternehmungen ohne den Partner sind völlig in Ordnung und durchaus wünschenswert. Kritisch kann es werden, wenn es überhand nimmt, so dass sich der andere vielleicht vernachlässigt fühlt. Möglicherweise hatten die anderen Freunde entsprechende Erfahrungen gemacht.

  7. Is „Happy Wife, happy life“ nicht das beste Rezept um schnell geschieden zu werden?

    „You WILL become a clearer, stronger, more confident man only through other men. Your woman cannot take you there – and she doesn’t WANT to…trust me on that.“

    Gibt nen Platz für Whiskey in einer Ehe und einen für Likörchen.

  8. Punkt 1 trifft in der Mehrheit der Beziehungen zu. Ein wichtiger Grund warum ich die „Alle Männer sind immer und überall Unterdrücker These“ der Feministinnen ablehne. Wie (emotional) schlecht viele Frauen ihre Männer behandeln lässt mich oft erstaunen. Oft auch bei älteren Paaren zu sehen.

    1. Liegt es daran dass Frauen wissen dass sie in der Beziehung der mächtigere Part sind weil sie mehr Optionen haben eine neue Beziehung zu finden oder besser ohne Beziehung leben können?

    2. Ist das ein tradiertes Verhaltensmuster das sich irgendwann eingespielt hat, Frauen haben es von ihren Müttern übernommen?

    3. Eine neue Entwicklung im Zuge des Feminismus?

    • zu 1: Dazu kommt das schüchterne/sensible/wenig dominante Männer die sich so eine Behandlung gefallen lassen auch diejenigen sind die am schwersten eine neue Beziehung bekommen (oder das vermuten).

    • „Wie (emotional) schlecht viele Frauen ihre Männer behandeln lässt mich oft erstaunen.“

      Hab ich hier schon 1-2 Mal erwähnt: Ich habe eine Tante, Vollzeit Hausfrau mit erwachsenem Kind, die jedes Mal schon Luft holt wenn der Mann etwas erzählt, um ihn dann gleich runter zu buttern oder zu widersprechen.

  9. Wer fragt bekommt Antworten 🙂

    Klingt trivial, muss man sich aber immer vor Augen halten: es kann ein Fehler sein, bei ureigenen Angelegenheiten jemanden mitreden zu lassen, das kann auch die eigene Freundin betreffen.

    Wenn er einen Männerabend machen will und sie auch Frauenabende macht, dann versteht sich schon aus Symmetriegründen, dass sie kein Recht auf Einspruch hat und wenn sie trotzdem blöd rumzickt, muss man ihr das auch klar machen. Frauen müssen manchmal erzogen werden, nichts ist schlimmer, als eine Frau, die glaubt das alleinige Sagen zu haben und der man auch noch im vorauseilenden Gehorsam seine Wünsche opfert. Und wenn es partout nicht funktioniert, ist halt die Frau einfach nicht die richtige…

    Allerdings geht es natürlich auch nie ohne Rücksichtnahme, man könnte ja optimalerweise die Frauen- und Männerabende zeitgleich machen, damit niemand alleine rumhocken muss…

  10. @PfefferundSalz
    Du schreibst:
    „Tatsächlich habe ich aber oft den Eindruck gehabt, dass ich mehr gebe als nehme. Auch wenn es mal bei mir auf Arbeit schlecht läuft will ich mich aussprechen können, statt dessen muss ich mir immer das Geheule meines Gegenübers anhören, selbst wenn es gar nicht um den Partner geht.
    (…)
    Es gibt keine bedingungslose Liebe (außer die der Mutter). Als Mann musst du der Frau immer wieder beweisen, dass du der Richtige, der Beste, der Stärkste usw. bist und das ist anstrengend. Ich bin dieser Scharade müde.“
    Du musst gar nichts unbedingt (außer zu sterben). In dem Satz mit „stattdessen muss ich“ fehlt noch ein Halbsatz, der entweder mit: „, um zu“ oder mit: „, damit“ beginnt. 😉
    Es hört sich für mich an, als ob du so sehr bedürftig bist, dass du vom weiblichen Wesen (zu) abhängig bist. Es gibt bedingungslose Liebe, wenn man es zulässt: von sich selbst für sich selbst. Btw: Die „Liebe“ meiner Mutter war mitnichten bedingungslos … Sie hat mich eher emotional missbraucht – das ist der Grund, warum ich lange Zeit sehr abhängig von Andern war (weil ich aufgrund der – ins Unbewusste abgespaltenen – seelischen Schmerzen meine Gefühle nicht/kaum wahrnehmen konnte, denn mit ihnen [also mit mir richtig] in Berührung zu kommen, hätte mich auch mit den extremen Schmerzen [wieder]verbunden, wozu es aber eines räumlichen, zeitlichen und psychosozialen Schutzraumes zur Öffnung dazu/Verarbeitung/Heilung bedurfte).
    Und lernt man, sich selbst zu lieben (wirklich), wodurch man dann erfüllt(er) ist, und kann man es aushalten, allein zu sein, so ist man auch nicht mehr (so) abhängig von anderen und fängt nicht mehr an, sich für andere zu verbiegen. Letzteres schadet der Beziehung nämlich immer, denn die Aggression, die der [ins Unbewusste abgespaltene] Schmerz, der damit einhergeht, auslöst, wird – meist unbewusst – auf den Andern gerichtet – und sei es auch nur z.B. in Form von Schuldzuweisungen, also Forderungen, dass der Andere sich minderwertig zu fühlen hat (d.h. nicht gut genug sei, bis auf dass Wieder-gut-Machung oder Vergebung geschehe, wobei beides vom Beschuldigten i.d.R. die Anerkennung des vom Beschuldigenden gesetzten Verbots/Tabus und dem diesem zugrundeliegenden Wirklichkeitspostulat fordert, also letzterer sich in herrschende Position bringt) und sich zu unterwerfen hat, damit man selbst sich nicht so elend vorkommt und den [zumindest als solchen wahrgenommenen:] Schmerz“verursacher“ unter Kontrolle hat und mehr [von ihm] „KRIEGen“ kann.
    Das geht also so lange, wie der Mensch Unerlöstes/Ungeheiltes in sich hat (röm.-kath. Theologen nennen’s „Erbsünde“, ‚Asiaten‘ nennen’s „Karma“, Soziologen nennen’s „strukturelle Gewalt“, Psychologen nennen’s „kollektive/transgenerationale Traumastrukturen“ …).

  11. Pingback: „Männer sind Schweine, Frauen erst recht“ | Alles Evolution

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