Söhne, die ohne Väter aufwachsen, und Gewalt

Ein Artikel bringt angesichts der neuerlichen Schulschießereien einen interessanten Aspekt:

in the aftermath of tragedies like Charleston or Sandy Hook, Americans hear the shared characteristics of the shooters: typically they are young males who obtained a gun (duh), used drugs (legally or illegally), dropped out of school, and committed or planned suicide as the grand finale to their murders. But to focus on these characteristics is to focus arbitrarily on the 12 to 24 months before the shooting. It ignores the roots of the problem: the household.

As University of Virginia Professor Brad Wilcox pointed out back in 2013: “From shootings at MIT (i.e., the Tsarnaev brothers) to the University of Central Florida to the Ronald E. McNair Discovery Learning Academy in Decatur, Ga., nearly every shooting over the last year in Wikipedia’s ‘list of U.S. school attacks’ involved a young man whose parents divorced or never married in the first place.” His observation is largely ignored.

In contrast, conversations about black-on-black violence often raise the link between broken households (or fatherless homes) and juvenile delinquency. But when the conversation turns to mass shootings, we seem to forget that link altogether.

Now, this isn’t to say that every single mom is doomed to raise a mass shooter. Not every kid who grows up without his father will turn into Roof, and not every mass shooter grew up without his dad. Mental instability can be a product of any number of factors. But to ignore the link between a mass shooter and his fatherless childhood would be to simply ignore the facts. On CNN’s list of the “27 Deadliest Mass Shootings In U.S. History,” seven of those shootings were committed by young (under 30) males since 2005. Of the seven, only one—Virginia Tech shooter Seung-Hui Cho (who had been mentally unstable since childhood)—was raised by his biological father throughout childhood

Dann bringt der Artikel noch andere Zahlen:

But what does any of this have to do with mass shootings? Let’s revisit some those characteristics of mass shooters. Violence? There’s a direct correlation between fatherless children and teen violence. Suicide? Fatherless children are more than twice as likely to commit suicide.Dropping out of school? Seventy-one percent of high school dropouts came from a fatherless background. Drug use? According to the U.S. Department of Health and Human Services, “Fatherless children are at a dramatically greater risk of drug and alcohol abuse.” How about guns? Two of the strongest correlations with gun homicides are growing up in a fatherless household and dropping out of school, which itself is directly related to lack of an active or present father.

It’s no coincidence that, much like the number of fatherless children, the number of mass shootings has exploded since the 1960s. Throughout the entire 1960s, six mass shootings took place. That number doubled in 1970. Heck, 2012 alone saw more mass shootings than the sixties did.

Ich habe keine Ahnung, ob die Zahlen stimmen. Es wäre auch interessant, näher auf die Gründe einzugehen: Geschiedene oder getrennt lebende Kinder dürften gleichzeitig auch ärmer sein, haben einen großen Verlust mit einem gewissen Trauma erlitten (neulich hörte ich, dass die Trennung der Eltern für viele Kinder so traumatisch sein soll, wie der Verlust  eines Bruders oder einer Schwester).

Es muss also nicht per se die Abwesenheit des Vaters sein, sondern schlicht die Abwesenheit eines Elternteils bzw die Änderungen die damit einhergehen.

Und – als alter Biologist muss ich darauf hinweisen – natürlich werden sich auch Väter mit entsprechenden Veranlagungen, die einen Massenmord begünstigen – vielleicht eine gewisse Psychopathie oder soziale Nichtangepasstheit, die sie zum Aussenseiter macht – eher trennen oder eher verlassen werden. Und die Veranlagungen könnten auch bei der Mutter vorhanden sein, weswegen auch diese evtl eher verlassen wird oder verläßt.

Aber jedenfalls ein interessantes Thema. Wer mehr Studien dazu hat, die das etwas näher beleuchten, der kann ja darauf in den Kommentaren hinweisen.

59 Gedanken zu “Söhne, die ohne Väter aufwachsen, und Gewalt

  1. Beim Rollo ist das auch gerade Thema: https://therationalmale.com/2018/02/19/good-humans/

    Rollo präzisiert das Problem der fehlenden Väter deutlich genauer: Die gynozentrische Gesellschaft der alleinerziehenden Mütter, Erzieherinnen und Lehrerinnen, die das soziale Umfeld kleiner Jungen konstituieren, sieht Jungs als so etwas wie „fehlerhafte Mädchen“ und erzieht sie entsprechend. Was fehlt sind männliche Vorbilder und Einflüsse, die Jungs zeigen was einen Mann ausmacht und wie man ein guter Mann ist. Mädchen haben es an der Stelle sehr viel einfacher, weil allein das Vorhandensein einer Gebärmutter ihnen den nötigen Status und Wert verschafft. Wenn Jungs dieses Fehlen der Gebärmutter nicht durch Extra-Leistung kompensieren, scheitern sie daran für die Gesellschaft wertvoll zu werden, was sich dann in mangelndem sexuellen Erfolg zeigt, der wiederum zu Frustration und Aggression führt.

    Für ein solches Scheitern ist es streng genommen nicht erforderlich, dass die Mutter alleinerziehend ist. Schwache oder wenig anwesende Väter können sehr ähnliche Effekte haben. Es geht letztlich darum, ob irgendjemand den Jungs beibringt, was einen Mann ausmacht und wie man das wird. Wenn man ihnen stattdessen nur das beibringt, was man Mädchen beibringt, züchtet man zwangsläufig frustrierte Loser.

    • „Mädchen haben es an der Stelle sehr viel einfacher“

      Als Kind haben sie es einfacher. Als 15-25-jährige sind sie dann unvorbereitet damit konfrontiert, dass sie keine Ahnung haben, wie der Umgang mit Männern funktioniert.

      • Das macht aber nichts. Denn im Zweifel sind sie natürlich Opfer und Jungen bzw. Männer Täter.
        Und mit der gewünschten Deutungshoheit ist es im Prinzip egal, ob sie mit dem anderen Geschlecht umgehen können.

        • Sehe ich auch so. Man muß schon unterstellen, daß junge Frauen ein Interesse an gelingenden Beziehungen mit Männern haben – intim oder nur kollegial -, aber wenn’s damit nicht klappt, zieht eben das Opfer-Abo der Frauen.

      • dass müssen sie doch gar nicht, der Mann muss wissen wie die Frau funktioniert, wenn er kein Looser sein will. Könnte man sagen, wäre aber zu einfach. Mädchen wissen schon sehr genau, wie Jungs funktionieren, aber es ist gewissermaßen ein Teilwissen, wie wenn ich von einer komplexen Maschine, mit unendlich vielen Funktionen und Einstellmöglichkeiten, nur ein paar kenne und nutze.

  2. https://manndat.de/jungen/bildung/jungen-in-der-schule.html
    https://manndat.de/vaeter/rezension-scheiden-tut-weh-elterliche-trennung-aus-sicht-der-vaeter-und-jungen.html

    Das Thema ist ja leider schon älter.
    Wer Jungen ständig benachteiligt und diffamiert, sie zu Bildungsverlierern macht und ihnen männliche Vorbilder und „Richter“ nimmt (die Verhalten jungengerecht beurteilen), muss sich nicht wundern, wenn diese Frust aufbauen und diesen dann ggf. auch raus lassen.

  3. Ohne Vater aufwachsende Jungen gibt es in ähnlicher Zahl in der gesamten westliche Welt. Aber nur in den USA gibt es regelmäßig Amokläufe.
    In den USA wachsen schwarze Jungen weitaus häufiger ohne Vater auf, als weiße. Fast alle Amokläufer in den USA sind weiß.

      • Es sagt uns, dass Korrelationen nicht in jedem Fall auf einen ursächlichen Zusammenhang hinweisen. Genau so gut könnte man darauf hinweisen – was Adrian getan hat – dass (fast?) alle Amokläufer weiß waren und behaupten, das „Weißsein“ sei ursächlich.
        Also Vorsicht: In dieser Sache – „fehlender“ Vater der Amokläufer – neigen einige hier zum Bestätigungsfehler.

        • Naja, wenn es NUR die Statistik gäbe…

          Aber es gibt ja auch noch z.B. die ganze psychologische Literatur dazu, wie aus Männern gesunde Human Doings werden.

          Aus der folgt, dass eine extreme Leistungsgesellschaft (vor allem unter Weißen in Amerika) auf der einen Seite und eine rein weibliche Erziehung auf der anderen Seite, nicht gut zusammenpassen.

          • Der Blödsinn fängt schon damit an, sich auf Jungen und Väter zu beschränken, da man dann in die Detailebene abrutscht, wo die individuellen Unterschiede kein klares Bild mehr erlauben.
            Grundsätzlich ist der Verlust eines Elternteils regelmäßig traumatisch.
            der wesentliche Unterschied ergibt sich aus der Fähigkeit des Loslassens ( wie der Psychofredi so sagt ). Stirbt der Elternteil, so kann man sich ( u.U. erst nach entsprechenden Therapien ) von ihm verabschieden, wird der Kontakt zu einem lebenden Elternteil abgerissen, geht das so gut wie gar nicht. Es bildet sich ein permanentes Trauma aus, das insofern praktisch „unheilbar“ ist.
            Das verursacht ( übrigens umgehrt bei den Eltern genau so ) lebenslange Beschädigungen.
            Und die wirken sich ( wie sollte es anders sein ) auf die sozialen Kompetenzen aus.

            Grundsätzlich ist das bei Müttern und Töchtern und auch bei ansonsten intakten ganzen Elternpaaren genau so.
            Erst „danach“ sind spezielle Problematiken, die bei Jungen und Vätern möglw. stärker o. schwächer ausgeprägt sind, zu bewerten.

          • Nachtrag:
            Anstatt sofort zu versuchen selbst irgendwelche „Studien“ wild zu interpretieren, sollte man sich zu dem Thema erstmal ein wenig einlesen.

      • Ich denke es ist die soziale und ökonomische Abwärtsfahrt der weißen Unter und Mittelschicht. Außerdem vermute ich, daß feministische Verblödung mit allen psychosozialen Folgen für die Gesellschaft und das Individuum unter weißen Frauen noch ausgeprägter ist als unter Schwarzen, aber wie gesagt nur eine Vermutung.

    • Trotzdem schafft diese kleine Gruppe ca. 50% der Morde.
      Hier ist doch nur der Ort ein anderer und die Bezeichnung.
      Einmal Gang Violence und einmal der Amoklauf.

      • Das bestreite ich nicht.
        Ich möchte nur noch mal erwähnen, dass es in Europa sowas nicht in diesem Maße gibt, obwohl bei uns ebenso viele Jungen vaterlos sind.

    • Und die gefängnisinsassen überdurchschnittlich oft schwarz. Hat vielleicht auch seinen Grund darin dass die Farbigen Problemkinder meist eine noch kürzere Schulbiographie haben und auch weniger auf die Leistung in der Schule reduziert werden, sondern sich mehr aufs Gangleben im farbigenviertel konzentrieren.

      • Die Schwarzen sind angeblich auch überdurchschnittlich oft vaterlos.

        In GB angeblich über 50% (!):
        http://www.zeit.de/online/2007/12/grossbritannien-gewalt/seite-2

        In den USA angeblich über 70% (habe auch schon 80% gelesen):
        https://www.welt.de/print/die_welt/politik/article134958034/Vielfach-wird-das-von-uns-Schwarzen-selbst-verursacht.html

        Die Gründe würden mich interessieren, sind die Mütter problematischer und verprellen die Männer? Haben die Männer weniger Familiensinn oder mehr Sexualtrieb? Stehen soziale oder IQ-Probleme dahinter? Stimmen die Zahlen überhaupt oder sind sie den Sozialstützegesetzen geschuldet (sich arm rechnen, damit man einen Anspruch erhält). Aber wahrscheinlich würden solche Studien sofort unter Rassismusverdacht fallen.

        Auch Längsstudien fände ich spannend, wie und warum (konkret am Einzelfall) kommt es in schwarzen Familien zur Trennung?

        • Meine Theorie ist, dass schwarze Männer aufgrund ihrer eigenen wirtschaftlichen Situation schlechter als Versorger der Familie geeignet sind und die Frauen daher die Väter nicht brauchen. Sie müssen (und können) sich und die Kinder sowieso selber versorgen. Und dann gibt es die Rolle des sozialen Vaters, die gegenüber der Frau daraus entsteht, dass die Frau den Mann als Versorger braucht, eben gar nicht.

          Sehr ähnliches passiert, wenn der Mann als Zahler von gesetzlichem Unterhalt die Funktion auszufüllen hat, ohne da sein zu müssen/können. Die schwarze Gesellschaft ist ein Blick in unsere eigene Zukunft der „befreiten Frauen“.

    • Trotzdem gibt es einen Zusammenhang zwischen Vaterlosigkeit und Gewalttätigkeit. Der wird nur nicht gerne ins Schaufenster gestellt. Als ich vor 10 Jahren ganz überrascht auf diesen Zusammenhang gestoßen bin und einen Bekannten (links, Sozialwissenschaften) gefragt habe, ob diese Aussage valide sei, druckste er herum und meinte schließlich, ja, es gäbe Untersuchungen, der einen Zusammehang nahelegen würde.

      Ich habe mir damals gedacht – siehste, passt nicht ins Weltbild (Familie, insbesondere Väter, haben doch eine positive Funktion), wird totgeschwiegen. Und so ist es auch noch heute.

    • Fast alle Amokläufer in den USA sind weiß.

      „The media outlet had found that roughly 70 percent of the shooters in mass killings were white—certainly a majority. But according to Census Bureau estimates for 2012, whites accounted for 73.9 percent of all Americans.“

      Erstaunlich das in einem Land mit weißer Mehrheit, Weiße die meisten Massenmörder stellen.

  4. Schade, dass das nicht übersetzt wird.
    Aus meiner Sicht besteht hier eine Forschungslücke. Für mich ist das unmittelbar augenscheinlich, dass Kinder, deren Vater sich nicht um sie kümmert – sei es durch Trennung, Alkohol, zu viel Arbeit oder (psychische) Abwesenheit – problematische Entwicklungen zeigen. Wobei selbstverständlich andere männliche Bezugspersonen die Sache auffangen können. Aber je Älter der Junge wird, desto wichtiger für seine Entwicklung wird der Vater. Wenn der ausfällt – und dass sie durch die vielen Kriege der Vergangenheit leider immer noch sehr oft – haben wir alle, die Gesellschaft ein Problem. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    • Da liegst Du ziemlich falsch.
      Der Themenbereich wurde schon nach WW2 ziemlich gut und umfassend erforscht ( Kriegs- u. Nachkriegswaisen ). Und obwohl er seit ein paar Jahrzehnten unter den Teppich gekehrt wird, gibt es immer noch einige Leute – ein paar ganz wenige auch in D. – die da immer noch am Ball sind.
      Und nein, irgendwelche männliche Ersatzbezugspersonen können nicht mal eben „selbstverständlich“ den Vater ersetzen.

        • Statistiken dazu kenne ich nicht, aber was es so am Psychiatrie- u. Psychologieforschung zu gibt, geht afaik von ungefähr gleichwertigen Folgen auf Kinder u. Eltern aus. Insofern dürfte es mit den Folgesymptomatiken in der Kinderentwicklung auch ähnlich sein.
          Mir reicht es zu wissen, daß der Verlust eines Elternteils die durchschnittliche soziale Entwicklung erheblich verschlechtert.
          Wobei ich allerdings nicht weiß, was es an Neuigkeiten bez. möglw. spezieller geschlechtsspezifischer Unterschiede bei verschiedenen „Detailerziehungskompetenzen“ gibt. Vermute aber, daß die individuellen Unterschiede auch da größer sind, als die Geschlechterunterschiede.

  5. Die Untersuchungen liegen vor, die Wissenschaft bietet sie an, aber keinen interessiert es. Die Kinder von Alleinerzeihenden sind bei Schulabbrechern, Drogenkonsumenten und jugendlichen Straftätern deutlich überrepresentiert und jugendliche Gefängnisinsassen sind zu 86% Kinder Alleinerziehender. Allein es will keiner wissen und deshalb bringen es Parteien doch tatsächlich fertig, auf ihren Webseiten monatelang die Gleichung aufzumachen: Alleinerziehende = hero. Welch ein Wahnsinn!

    • Vielleicht ist es kein „Wahnsinn“, sondern einfach nur Absicht.

      Jungen und Männer als Soziopathen oder Psychopathen, oder einfach nur als Verlierer, das ist doch das Beste, was dem Feminismus passieren kann. Das ist genau die Mischung, die der Feminismus als Feindbild braucht: auf der einen Seite erfolglos, auf der anderen Seite problematisch, um nicht zu sagen: allgemeingefährlich. Und dann gibt’s noch drei männliche Milliardäre, die braucht man für den Gender Pay Gap …

  6. Möglicherweise gibt es auch ein Merkmal X, das zum Verlust des Vaters führt und zu den oben beschriebenen Problemen der Kinder, so dass das Fehlen des Vaters gar nicht die Ursache ist. Wie sieht es denn in Familien aus, in denen der Vater wegen einer unschuldigen Ursache wie einem Verkehrsunfall (ohne Alkoholeinfluss) fehlt?

  7. Was nicht überrascht, ist das beredte Schweigen in den Medien zu den schrecklichen Morden im März 2017 in Herne, begangen von einem ausgegrenzten, orientierungslosen, von seiner AE-Mutter kaum geliebten jungen Mann, dem der väterliche Einfluss zur Ausbalancierung der Mutterdominanz wie zum positiven Rollenvorbild – nicht nur fehlte, sondern vorenthalten wurde. Die Mitschuld der Mutter an dem Drama, die Schuld der feministisch durchorientierten Jugendbehörden und Familien-Gerichte, die den Kontakt mit dem Vater voreilig einschränken, bleibt ausserhalb jeder publizierten Betrachtung …

  8. Das ist ja nichts Neues, dass insbesondere die Kinder bzw. Söhne von alleinerziehenden Frauen überpropotional viele Probleme für die Gesellschaft verurachen (Gefängnisquoten, Gewalttäter, Sozialhilfeempfänger, Obdachlose, Drogensüchtige, Suizide, …).
    Kinder von alleinerziehenden Väter liegen hingegen ungefähr im Durchschnitt der Gesamtgesellschaft.

    So geistern im Internet, insbesondere auf amerikanischen Seiten, entsprechende Zahlen umher. So sollen in den USA angeblich ca. 8 % der Kinder von alleinerziehenden Müttern betreut werden und ca. 39 % der Gefängnisinsassen stellen. Hingegen werden angeblich in den USA ca. 3% der Kinder von alleinerziehenden Vätern betreut, die ca. 3% der Gefängnisinsassen stellen.

    Am Besten schneiden demnach die Kinder ab, die beide Elternteile haben.

    In den Jugendgefängnissen soll das noch dramatischer sein. Da sollen angeblich über 80% der Insassen von alleinerziehenden Müttern stammen (Einfach mal „fatherless kids“ bei Google eingeben).

    Im Prinzip kann man eigentlich alle Negativstatistiken hernehmen (Vergewaltiger, Selbstmordrate, weglaufende Kinder, Kinder in Therapie, …) und wird wohl feststellen, dass überall die Kinder von alleinerziehenden Mütter überproportional viele Probleme verursachen.

    Und auch bei den schrecklichsten Taten, haben die Täter (zumindest gefühlt) überdurchschnittlich oft ihren Vater nicht die gesamte Jugend hindurch als Lebensanker erleben dürfen. So stammen z.B. folgende Täter von alleinerziehenden Müttern bzw. haben den Vater während ihrer Jugend verloren Breivik, Hitler, Charles Manson, Stalin, Chérif und Saïd Kouachi (Charlie Hebdo), Andreas Baader …

    Es scheint somit so, als würden Frauen in ihrer Gesamtheit nicht mal auf dem Gebiet der Kindererziehung überdurchschnittliche Leistungen erbringen können, da wie gesagt die Kinder von alleinerziehenden Vätern einigermaßen im Gesamtdurchschnitt liegen. Oder andere Vermutung: Ein Vater scheint in der Jugend für Kinder eine wichtige sozialprägende Rolle darzustellen, die weniger einfach ersetzt werden kann.

    Das wären jedenfalls wirklich mal interessante Fragen für eine seriöse Genderforschung, woran es tatsächlich liegt, dass alleinerziehende Frauen so viel schlechter abschneiden. Denn aus einer derartigen seriösen Forschung könnte man dann tatsächlich vernünftige Schlüsse für das Kindeswohl ziehen und versuchen, im Falle einer Trennung die Ursachen für die Negativstatistiken abzustellen. Und da Richter im Falle der Trennung insbesondere das Kindeswohl im Auge haben sollen, wäre es möglicherweise anzuraten, die Kinder eher dem Vater als der Mutter zuzusprechen.

    Aber von einer ideologieverblendeten bzw. die Frau glorifizierenden Gender“forschung“, die tatsächlich mit Wissenschaft nichts zu tun hat und eine reine Propagandaabteilung darstellt, wird man hierzu wohl kaum etwas finden. Die erfinden dort lieber ideologisch geheimnisvolle Patriarchen, gläsernde Decken, … um die bereits vorher erwünschten Ergebnisse zu begründen.

    • „Kinder von alleinerziehenden Väter liegen hingegen ungefähr im Durchschnitt der Gesamtgesellschaft.“
      Beleg zu den Prozentangaben pro Elternteil bitte.

      „Es scheint somit so, als würden Frauen in ihrer Gesamtheit nicht mal auf dem Gebiet der Kindererziehung überdurchschnittliche Leistungen erbringen können, da wie gesagt die Kinder von alleinerziehenden Vätern einigermaßen im Gesamtdurchschnitt liegen.“
      Dito! Warum sollten Frauen denn die besseren „Erzieher“ sein?

      „Oder andere Vermutung: Ein Vater scheint in der Jugend für Kinder eine wichtige sozialprägende Rolle darzustellen, die weniger einfach ersetzt werden kann.“
      Wie kommst Du auf diese steile These?

      „Das wären jedenfalls wirklich mal interessante Fragen für eine seriöse Genderforschung, woran es tatsächlich liegt, dass alleinerziehende Frauen so viel schlechter abschneiden.“
      Um wieviel Prozent denn?

  9. Ach ja und man könnte noch auf die Kamikaze Sister verweisen die Im Jihadisten-Gafändnis zwanzig jihadistenprofile erstellt haben. der Titel Thease Temperamente-Bericht von 2014 ist leider nicht mehr in der Mediathek. Aber eines der Ergebnisse, keiner der Jihadisten hatte eine Positive Vaterfigur. meist waren sie allein erzogen oder der Vater hat ihnen nicht die Achtung und Aufmerksamkeit gegeben. die Rolle hat dann ein Haßprediger übernommen.
    http://www.dailystar.com.lb/News/Lebanon-News/2014/Nov-24/278668-kamikaze-sisters-profile-lebanons-jihadis.ashx

  10. Väter wie auch Mütter können ihre Kinder verderben, wenn sie brutal, gefühllos, psychopathisch etc. sind, das ist nichts Neues.

    Interessant ist aber, dass ganz normale alleinerziehende Mütter Probleme mit ihrem männlichen Nachwuchs haben und der dann auch problematisch werden kann.

    Dabei ist das naheliegend, sie verstehen heranwachsende Männer nicht, sind oft im falschen Moment hart und an falscher Stelle zu nachgiebig, später fehlt ihnen als Frau schlicht die Autorität und körperliche Kraft gegen die halbstarken Testosteronbolzen. Und denen fehlen Grenzen und integrierende Vorbilder.

    Sehe ich doch bei meinem Sohn, die Selbstkontrolle fehlt da manchmal einfach noch, wenn er gerade wegen irgendwas wütend ist (Spiel verloren etc.) und man kommt dann mit irgendeiner berechtigten Forderung, etwa Hausaufgaben machen, kann es sein, dass er einfach ausrastet. Was macht eine Frau? Sie ist entweder überstreng und schichtet noch Strafen oben drauf, die Wut und Frust nur steigern oder sie ist zu mild und lässt es durchgehen. Beides ist schlecht. Ich kann das hingegen körperlich abfangen, ein bisschen balgen und er ist wieder abgekühlt, wenn ein Mann laut wird, wirkt das auch wesentlich bedrohlicher und die Kinder spuren besser, einfach weil da körperliche Stärke dahinter steht (obwohl ich sie nie geschlagen habe) oder so, der genaue Grund ist mir nicht klar, aber ich beobachte das immer wieder.

    • päter fehlt ihnen als Frau schlicht die Autorität und körperliche Kraft gegen die halbstarken Testosteronbolzen. Und denen fehlen Grenzen und integrierende Vorbilder.

      Du kannst ziemlich sicher davon ausgehen, dass auch Vätern irgendwann die körperliche Kraft fehlt.
      Dann ist es aber vielleicht zu spät. Hier ist dann die Frage, ob erlebte Gewalt in der Kindheit dazu führt, dass die ehemaligen Kinder später auch gewalttätig werden.
      Imho muss das glücklicherweise nicht der Fall sein.

      • Du kannst ziemlich sicher davon ausgehen, dass auch Vätern irgendwann die körperliche Kraft fehlt.

        Ja, so ungefähr 10 Jahre später wie der Frau 🙂

        Was bis dahin an Erziehung nicht stattgefunden hat, ist eh zu spät.

        „Hier ist dann die Frage, ob erlebte Gewalt in der Kindheit dazu führt, dass die ehemaligen Kinder später auch gewalttätig werden.“

        Was hat das jetzt mit körperlicher Stärke zu tun?

  11. Da gibt es inzwischen (lange wurde das komlplett übergangen und Studien zu Vätern wurden oft nur aus Mutter-Sicht betrachtet) einige Untersuchungen die zeigen, dass Väter die Entwicklung der Kinder positiv beeinflussen und insbesondere Jungen davon profitieren, weniger gewalttätig werden und weniger oft kriminell.

    „Fathers play a surprisingly large role in their children’s development, from language and cognitive growth in toddlerhood to social skills in fifth grade, according to new findings from Michigan State University scholars.“
    http://msutoday.msu.edu/news/2016/dads-play-key-role-in-child-development/

    „Even from birth, children who have an involved father are more likely to be emotionally secure, be confident to explore their surroundings, and, as they grow older, have better social connections with peers. These children also are less likely to get in trouble at home, school, or in the neighborhood. Infants who receive high levels of affection from their fathers“

    Klicke, um auf fatherhood.pdf zuzugreifen

    „Paternal engagement decreases boys’ negative social behaviour (e.g., delinquency) and girls’ psychological problems in early adulthood.“
    http://www.child-encyclopedia.com/father-paternity/according-experts/impact-fathers-children

  12. Ich dachte das sei ein alter Hut, dass das Fehlen des Vaters Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung stark begünstigt … gerade bei Jungen ist das Fehlen eines männlichen „role models“ fatal, das werden meist entweder „Mr. Nice Guy“s oder tendieren zum anderen Extrem, zu Aggression und Gewalt. Man muss sich nur in eine Gruppentherapie setzen und den Leuten zuhören … die haben (fast) alle Ihren Schlag in der Kindheit/Jugend mitgekriegt

    • Ich würde hier nicht einmal „(fast)“ schreiben, weil da kann man durchaus von 99,9% ausgehen.

      Hat auch Erin Pizzey in ihrem Buch „Prone to Violence“ so beschrieben, dass alle Täter von DV, männlich wie weiblich, selber Opfer von Gewalt in der Kindheit waren bzw. als Kinder Gewalt ihrer Eltern mitbekommen haben.

      Das heißt nicht, dass alle Kinder, die Gewalt im Elternhaus mitbekommen selber gewalttätig werden, aber umgekehrt, alle Gewalttäter haben selber Gewalt im Elternhaus erlebt, teilweise am eigenen Leib.

      Interessant ist auch das Bild, was sie mehrmals in diesem Zusammenhang nutzte, auch bezüglich geschlechtlicher Unterschiede von Gewalttätigkeit: „Meine Mutter warf die Bombe und mein Vater ist explodiert“.

  13. „Ich dachte das sei ein alter Hut, dass das Fehlen des Vaters Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung stark begünstigt … “

    Vor zwanzig Jahren war allgemeiner Konsens, dass Väter ihre Söhne zu gewalttätigen Machos erziehen, die Frauen hassen und unterdrücken. Das fand direkt auch seinen Niederschlag in der Rechtsprechung, Väterentsorgung zum Wohle einer friedfertigen Gesellschaft wurde zum edelsten Ziel der familiengerichtlichen Alltagspraxis. Gegenteilige Erkenntnisse aus der Soziologie und Psychologie konnten noch problemlos ignoriert werden.
    Vor zehn Jahren wurden die Belege, die die Schädlichkeit dieser Praxis nachwiesen, erdrückend und konnten auch in den Gerichtssälen nicht mehr ignoriert werden. Seitdem steigt – sehr langsam, aber stetig – der Wert väterlicher Erziehungsleistung im gesellschaftlichen Ansehen.
    Heute wird die Notwendigkeit väterlicher Erziehungsarbeit außerhalb feministischer Kreise trotz ihres grotesken Theaterdonners nicht mehr ernsthaft bezweifelt, wenn sie auch im gerichtlichen Alltag immer noch nur mangelhaft gewürdigt und – im Gegensatz zur mütterlichen – IMMER unter Vorbehalt steht.

    Es IST also ein alter Hut, der sich aber gegen massiven politischen Widerstand durchsetzen musste.

  14. Es macht schon einen Unterschied, ob die Ansage an den Sohn von mir kommt oder von der Mutter. Ganz besonders natürlich bei Männerthemen.

    Z.B. bei der Computernutzung (Spiele, soziale Medien etc.) kann die Frau überhaupt nicht mitreden, weil sie geradezu grotesk wenig Ahnung hat. Da hat die Mutter auch gegenüber der Tochter schon jegliche Autorität verspielt.

  15. Wie heisst es in Mindhunters so schön über das kleinste gemeinsame von Serienmördern:

    Bill Tench: It’s always the mother. They all have a crazy, angry mother.
    Holden Ford: Or an absent father. Benjamin only changed after his father took off.

  16. Das ist alles höchst interessant und richtig. Vielleicht noch ein Gedanke zum Thema. Es geht um Auswüchse und Entgleisungen. Wenn etwas schief läuft muss auch etwas da sein was normalerweise gerade läuft. Und wenn man dann ganz tief gräbt kommt man auf das hypergame weibliche Partnerwahlverhalten.
    1.Der Mann hat an sich keinen Wert, er kann Selbstwert nur aus Leistung schöpfen, Maßstab und Richter ist in letzter Instanz weibliche Beurteilung, selbst wenn sie indirekt durch Männer erfolgt.
    Das führt natürlich zu tiefem Frust, wenn er erkennt, daß er sine soziale Rolle nicht erfüllen kann.
    2. Von Männer wurde schon immer Gewalttätigkeit erwartet. Wichtig ist, daß er verinnerlicht, daß diese ausschließlich in ritualisierter Form und nur unter Männern zu erfolgen hat.
    das wichtigste ist also eine starke Vaterfigur, die ihm 1. soweit Bildung, Disziplin und Fähigkeiten beibringt, daß er sich einen Platz in der Gesellschaft erobern kann.
    Und 2. daß man niemals nie Frauen schlägt oder angreift.

    Am idealsten wäre natürlich ein Vater, der dem Jungen ein gesundes Selbstbewusstsein ausschließlich aus sich selbst heraus vermittelt. Das ist aber nach meiner Beobachtung selten der Fall.

    Heute heißt es meist imperativ Junge sei ein Mann ! Bei Mädchen eher, sei wie Du willst so ist es richtig.
    sehr bedenklich finde ich.

  17. Pingback: Kinder aus vaterlosen Haushalten | Alles Evolution

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