Nahles: „wenn es einfach wäre, dann könnte es ja auch ein Mann machen“

Warum auch nicht erst einmal einen Großteil der Wähler beleidigen, wenn man eine Partei neu aufstellen will, der die Wähler davonlaufen?

45 Gedanken zu “Nahles: „wenn es einfach wäre, dann könnte es ja auch ein Mann machen“

    • Aber Nobelpreisträger und führende Wissenschaftler in der Krebsforschung verlieren ihren Job und alle positionen in der Forschung für einen Spruch über Frauen.

      FRAUEN SIND HEILIGE

  1. Vermute die legt sich schon mal ihre Erklärung zurecht, für den Zeitpunkt wenn sie scheitert – dann war die Gesellschaft einfach noch nicht bereit für eine Frau an der Spitzemerkel.

  2. Wenn sich in ein paar Jahren herausstellt, dass Nahles bloß die Nahlesver … äh, Nachlassverwalterin der deutschen Sozialdemokratie gewesen ist, wird sie schon Gründe dafür finden, warum trotzdem die Männer daran schuld sind.

  3. Wie ist die Nahles eigentlich einzuschätzen (von ihrem burschikosen Humor mal abgesehen, der mir egal ist)?

    Ich kenne die schon ewig, die war schon im TV, als ich noch zur Schule ging.

    Trotzdem weiß ich nicht, für was die steht. Also mal so von der Ausrichtung: schlimmer als Schwesig oder Maas oder weniger schlimm?

    • „Also mal so von der Ausrichtung: schlimmer als Schwesig oder Maas oder weniger schlimm?“

      Nach den Kriterien nicht einzuordnen.
      Auf jeden Fall intelligenter, als Schwesig, auch wenn ich diese Äußerungen als fatale Fehleinschätzung in ihrer Wirkung halte.
      Nahles ist ein perfektes Beispiel für einen Machtmenschen, wie es Schröder war. Sie ist fokussiert auf das Ziel, Kanzlerin zu werden und hat die dafür notwendige Bereitschaft, auch über (politische) Leichen zu gehen.
      Maas ist für mich zu farblos, ein eher schlichter Apparatschik.

      • Danke, dachte ich mir fast, deshalb bekommt man sie auch nicht zu greifen. Sobald man ein Profil hat, wird man nicht mehr Kanzler 🙂

        • „Sobald man ein Profil hat, wird man nicht mehr Kanzler“

          Deshalb wundert mich ja auch diese Instinktlosigkeit der Nahles so sehr.
          Eigentlich hatte sie bisher alles richtig gemacht. Jetzt setzt sie ohne jede Not auf radikalfeministische Verbalinjurien und macht sich angreifbar.
          Sie KANN nicht liefern, weil es keine „weibliche“ Politik gibt.
          Sie hat eigentlich nur noch eine Chance, wenn die Groko an die Wand fährt, bevor sie überhaupt was falsch machen kann.

  4. Ist bestimmt kein schönes Gefühl sich als Frau Männern so sehr unterlegen zu wissen. Warum sollte man sonst so krampfhaft seine angebliche weibliche Überlegenheit herausstellen? Was für eine armselige Frau und Partei. Widerlich und armselig.

      • Ich finde ehrlich gesagt das ist kein Konterargument. Jetzt einmal lösgelöst von der Tatsache, dass sie links ist und ihre Erfahrungen wahrscheinlich verzerrt wahrnimmt – das man als Frau in männlichen Kreisen teilweise als inkopoment dargestellt wird kann ich zumindest aus meinen Erfahrungen belegen. (Liegt aber mehr an der Präsentation der Persönlichkeit.) Ob das in ihre angeführten Erfahrungen also im humoristischen Kontext stattfanden, keine Ahnung.

        „Wir müssen an unserer Sprache arbeiten. Sie muss klarer und emotionaler sein.“

        Dieses Sprachspolizeiargument ist wohl eher was dagegen. Aus meiner Sicht, zumindest

        • „Ob das in ihre angeführten Erfahrungen also im humoristischen Kontext stattfanden, keine Ahnung.“

          Als Politiker musst Du davon ausgehen, dass JEDES Wort, das Du in Mikros hauchst, von Millionen gehört und interpretiert wird. Das macht das Handwerk sehr anstrengend und riskant.
          Nahles hat es bis jetzt geschickt verstanden, sie zielsicher an die Spitze der Partei zu manövrieren. Selbst den politischen Selbstmord Schulzes hat sie anscheinend unbeschadet überstanden, ja sogar für ihren weiteren Aufstieg nutzen können.
          Aber Äußerungen a la „Männer sind inkompetent (weil sie Männer sind)“ KANN man nicht humoristisch interpretieren, außer vielleicht, wenn sie aus der Bütt heraus getroffen wurden.
          Dazu aber hat sich Nahles schon mehrfach in der Richtung geäußert.

          Ob man solche Äußerungen mit Augenzwinkern sehen kann, kann man im Zweifelsfall einfach dadurch checken, indem man das Subjekt im Satz austauscht, also hier „Mann“ oder „Männer“ durch „Frau“ oder „Frauen“.
          Würdest Du einen solchen Satz dann immer noch „humoristisch“ sehen?

          • Punkt 1: Ja, Worte von Politikern werden von jeglicher Schicht immer vollkommen anders wahrgenommen.

            Punkt 2: Das geht nicht. Witze finden im Kontext statt. Männer sind seid Jahr und Tag in der Politik tätig, ihnen die Kompetenz für das anzuerkennen wäre dumm (simpel weil Erfahrung das Gegenteil beweist).
            Da nicht so viele Frauen in der Politik aktiv sind, hatte das im öffentlichen Raum eine gewisse Implikationen. Man macht sich nicht über Schwächen lustig.

            Bsp 1: Zieh jemanden auf, der gut zeichnen kann aber Verständnisprobleme hat. Wie würdest du ihn wohl aufziehen?

            Bsp 2: Eine Erzieher macht frech einen Kommentar in einer Zeitschrift: „Ich war schon immer eher der sozialere Typ. Und wenn es so einfach wäre, könnte es ja auch irgendeine andere Frau machen“

          • Mich stört nicht der lahme Witz, sondern dieser verdammte Doppelstandard. Ein Beispiel aus der jüngeren Geschichte der SPD: Sawsan Chebli wurde als jung und hübsch bezeichnet. Aufschrei! Sexismus! Twitter-Shitstorm!
            Der Sexismus liegt nicht in dem Viertklässlerwitz, sondern im Doppelstandard.

        • Bei Frau Nahles, die sonst gern auf der Sexismuswelle und im #metoo Kielwasser mittrollt und versucht sich aus ihrem Frausein, rein sexistische ungerechtfertigte Vorteile zu erschleichen, oder eher zu erpoltern, bätschi bis es quietscht, braucht es doch nun wirklich keine Gegenargumente.

          Gegenargumente, wogegen eigentlich? Sind Frauen nun besser oder schlechter? Will sie wirklich wieder dieses Fass aufgemacht haben? Hat sie bedacht, daß sie auf der Verliererseite im Geschlechterkampf stehen könnte und ihre Geschlechtsgenossinnen meist ungefragt mit hineinzieht?

          • Ehm. Das war immer noch ein Witz 😀 Wieso fühlt man sich davon so angegriffen? Man soll doch gegen die Snowflake-Mentailtat stehen und nicht alles so ernst nehmen?

          • Hast Du Dir mal das Partei- und das, auch von ihr verhandelte, Koalitionspapier angesehen? Ist der dortige Männerhass auch nur ein Witz, der sich allerdings bis in Gesetze hinein lacht?

            A.nahles ist ein Witz, das stimmt. Trifft allerdings auf die Männchen solcher Parteien tatsächlich auch zu. Und das ist leider nicht zum Lachen.

          • „Wieso fühlt man sich davon so angegriffen?“

            Ich bin kein SPDler, die Partei ist mir herzlich wumpe.
            Aber ich habe selbst mal Kommunalpolitik gemacht und weiß, wo die Fettnäpfchen stehen und warum man sie besser vermeidet. Solche dummen, wie überflüssigen Aussagen werden irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft Nahles – und ihrer Partei – um die Ohren fliegen.
            Was sie und die Küstenbarbie Schwesig mit solchen Äußerungen erreichen – und DAS ist es, was mich ärgert und wo mir der Humor dann vergeht – ist, das politische Renommee ALLER Frauen, nicht nur das der SPDlerinnen zu ruinieren.

            „Man soll doch gegen die Snowflake-Mentailtat stehen und nicht alles so ernst nehmen?“

            Wie schon geschrieben, immer mal die Perspektive ändern.
            Was meinst Du, wie sich die Äußerung: „Wenn’s leicht wäre, könnte es ja eine Frau machen.“ auf die politische Karriere eines, z.B., Sigmar Gabriel auswirken?
            Ich sag’s Dir: er wäre politisch mausetot!
            Eine solche Äußerung würde ihm keine Feministin durchgehen lassen.

    • In einer Partei, die als Wahlspruch hat, dass eine männliche Gesellschaft per se unmenschlich ist, KANN das kein Witz sein.
      Das liegt am Kontext.
      Wenn es als Witz *gemeint* war, kennt Nahles den Kontext ihrer eigenen Partei nicht.
      Männer zu entfernen gehört zum Programm der SPD.

      „Haha, wir sind männerfeindlich. LOL. Oh, shit, sind wir ja wirklich!“

      • Ja, okey, das ist ein Argument. Wenn die SPD von „euch“ (sorry das ich euch jetzt alle in eine Box tue) als explizit Männerfeindlich wahrgenommen wird, ist das Rumreiten auf Details verständlich. Aus meiner Perspektive hat sie nicht den Männerfeindlichen Touch der Feministinnen-Internetkultur sondern galoppiert einfach mit dem öffentlichen „Standardfeminismus“ mit. Welcher aus meiner Sicht(!) oberflächlich und kritikwürdig ist, aber nicht per se Männerfeindlich

        • „Aus meiner Perspektive hat sie nicht den Männerfeindlichen Touch der Feministinnen-Internetkultur sondern galoppiert einfach mit dem öffentlichen „Standardfeminismus“ mit.“

          Opportunismus ist in Grenzen Standardrepertoire von Politik, das ist an sich noch kein Problem.

          „Welcher aus meiner Sicht(!) oberflächlich und kritikwürdig ist, aber nicht per se Männerfeindlich“

          Er ist einfach dumm, unnötig dumm. Und er beweist, dass Nahles nicht instinktsicher ist.
          Ob sie den Spruch männerfeinlich meint, werden wir nicht erfahren. Aber er ist in einem politisch männerfeindlichen Kontext getroffen worden. Damit KANN er nicht anders interpretiert werden.

  5. „Wenn’s leicht wäre, könnte es ja ein Mann machen“

    Welcher Teufel reitet die Frauen, ohne Not solche Sprüche rauszuhauen?
    Sie treten mit dem garantierten VERSPRECHEN an, es besser zu machen und werden dafür dann auch gewählt.
    Der Spott und die Verachtung, wenn sie am Ende nicht liefern, ist ihnen jetzt schon gewiss. Was sie nicht raffen ist, dass sie gute Politik mit Weiblichkeit gleichsetzen und dass – wenn es in die Hose geht – schlechte Politik eben genauso mit Weiblichkeit verbunden wird.

    Wie kann man sich den eigenen Brotkorb nur so hoch hängen, dass man ihn selbst nicht mehr erreicht?

    DAS spricht nicht gerade für Frauen in der Politik.

  6. supercute, genau wegen derartiger kommentare inkl. politik ist die SPD heute eine 15% (-) partei.

    auf gehts Nahles, bring die SPD gemeinsam mit anderen loosern wie Maas entgültig ind nirvana.

  7. Die GroKo ist schlecht für die SPD, aber möglicherweise gut für Frau Nahles. Als Oppositionspartei hätte die SPD Schulz sehr wahrscheinlich behalten.

    Aber ja, wenn Frauen besser als Männer für Politik geeignet sind, warum Opposition gegen Frau Merkel machen?

  8. Pingback: Männerhass und der Dinosaurier im Wohnzimmer | man tau

  9. Pingback: Wählen Frauen eher weibliche Politiker? | Alles Evolution

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