84 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 149 (07.02.2018)

    • Krass! Ein Augenöffner!

      Das bestätigt mich wieder darin, dass Ethnopluralismus der richtige Weg ist. Wir wissen fast nichts von den anderen Ländern, außer das, was uns die Medien vorlügen…

      • @ Androsch Kubi

        Der interessante Artikel sollte m.E. eher dazu motivieren die abscheuliche Irrlehre des Ethnopluralismus zu verwerfen und stattdessen eine humanistische, universalistische, menschenrechtliche und integral-antisexistische Perspektive einzunehmen und Diskriminierungen von Männern und Frauen gleichermaßen wahrzunehmen, ernstzunehmen, zu kritisieren und zu bekämpfen – und zwar weltweit.

        Als neu-rechter Ethnopluralist wird es dich aber vielleicht freuen (oder auch nicht), dass ich mal wieder etwas Interessantes über euren französischen Vordenker zu berichten habe (dessen Werk ich gerade analysiere).

        Alain de Benoist, der – wenn er nicht gerade über neu-rechten Schwachsinn wie „Ethnopluralismus“ und „Kritik der Menschenrechte“ schreibt – auch schonmal kluge und interessante Dinge schreibt (z.B. bei Themen wie Kapitalismuskritik, Demokratietheorie, Kritik an der politischen Rechten und Kritik an der linken Political Correctness) erteilt der US-amerikanischen Alt-Right eine Absage:

        “He now sees himself as more left than right and says he would have voted for Bernie Sanders in the 2016 US election. (His first choice in the French election was the leftist candidate Jean-Luc Mélenchon.) He rejects any link between his New Right and the alt-right that supported Donald Trump.

        “Maybe people consider me their spiritual father, but I don’t consider them my spiritual sons,” he said.”

        https://www.buzzfeed.com/lesterfeder/the-man-who-gave-white-nationalism-a-new-life?utm_term=.hexakQK8zG#.hvlbwOjMGm

        Die Alt-Right ist eine besonders abstoßende rechte Bewegung in den USA, die viele Rassisten und Antisemiten beinhaltet und deren Mitglieder gerne „Kulturmarxismus“ durch die Gegend blöken.

        Sie haben ältere Schriften von Alain de Benoist entdeckt und beziehen sich nun darauf. Der ist davon allerdings wenig begeistert. Nicht nur weil Alain de Benoist seinem Selbstverständnis nach Hierarchisierungen von Menschengruppen ablehnt (wobei er aber leider bis in sein Spätwerk hinein am Kulturrelativismus festhält), er verortet sich bekanntlich selbst auch nicht mehr als „rechts“, sondern als „rechter Linker“ bzw. „linker Rechter“ und bezieht sich u.a. positiv und zustimmend auf Karl Marx und die Frankfurter Schule. (Im Gegensatz zu den Alt-Right-Deppen hat er Marx, Adorno, Horkheimer und Marcuse übrigens tatsächlich gelesen.)
        Alain de Benoist bezieht sich bei seiner Kritik an der linken Political Correctness übrigens auch positiv und zustimmend auf Michel Foucault.

        Vielleicht möchtest du eurem neu-rechten Vordenker ja mal erklären, auf welche linken Denker er sich beziehen darf und auf welche nicht, welche linken Denker er verteidigen darf und welche nicht und überhaupt, wie er denn seine geisteswissenschaftliche Arbeit zu machen hat, sowas weißt du doch viel besser, nicht wahr?

        • @Leszek:

          Man merkt, du hast mal wieder nichts verstanden… Du kannst gerne deinen menschenverachtenden Universalismus verteidigen, der deinen Willen und deine Meinung über die aller anderen stellt, weil sie woanders aufgewachsen sind… Aber das ist der wahre Rassismus!

          Und die Bezeichnung als „rechts“ oder „links“ ist völlig irrelevant, wenn es einfach darum geht, dass jemand etwas gutes sagt bzw. gesagt hat. 😉

          Ethnopluralismus bedeutet im Gegensatz zu deiner Universalismusideologie nämlich der Respekt vor anderen und deren Auffassung und Leben! Die Wertschätzung anderer Meinungen und Lebensstile!
          Und das sollte man nie aufgeben für den lächerlichen Wunsch, die ganze Welt nach seinen persönlichen Wünschen zu ordnen (was in letzter Konsequenz nämlich Imperialismus und somit Krieg bedeutet)!

          • @ Miria

            „Man merkt, du hast mal wieder nichts verstanden… Du kannst gerne deinen menschenverachtenden Universalismus verteidigen, der deinen Willen und deine Meinung über die aller anderen stellt, weil sie woanders aufgewachsen sind… Aber das ist der wahre Rassismus!“

            Ich finde es schon recht kurios (und dreist), dass du als Ethnopluralistin Menschen, die in nichtwestlichen Gesellschaften leben, die Menschenrechte de facto absprichst, aber Leszek als menschenverachtenden Rassisten beschimpfst, weil er damit nicht einverstanden ist.

            „Ethnopluralismus bedeutet im Gegensatz zu deiner Universalismusideologie nämlich der Respekt vor anderen und deren Auffassung und Leben! Die Wertschätzung anderer Meinungen und Lebensstile!“

            Ja, die Wertschätzung solcher tollen „Lebensstile“ wie Sklavenhaltung, Beschneidung von Babys, Witwenverbrennungen, Todesstrafe für Meinungsäußerungen etc. Alles Ausdruck von Respekt gegenüber anderen und deren Auffassung und Leben.

            „Und das sollte man nie aufgeben für den lächerlichen Wunsch, die ganze Welt nach seinen persönlichen Wünschen zu ordnen (was in letzter Konsequenz nämlich Imperialismus und somit Krieg bedeutet)!“

            Imperialismus und Krieg sind manchmal durchaus angebracht.

        • @ Miria

          „Man merkt, du hast mal wieder nichts verstanden…“

          Ich vermute mal, ich habe mehr zu dem Thema gelesen als du.
          Und stell dir vor, man kann den menschenverachtenden Ethnopluralismus auch ablehnen, gerade weil man ihn verstanden hat, nämlich dann, wenn man begründet der Ansicht ist, dass die Idee der Gleichwertigkeit aller Menschen – und die darauf aufbauende Ethik universeller Menschenrechte – richtig ist, die Idee der Gleichwertigkeit aller Kulturen aber falsch ist.

          • „…die Idee der Gleichwertigkeit aller Kulturen aber falsch ist.“

            Vertritt der Ethnopluralismus denn eine Gleichwertigkeit aller Kulturen? Meinem (zugegebenermaßen nicht auf tiefgründiger Recherche basierenden) Verständnis nach lehnt der Ethnopluralismus erst einmal nur Einmischungen von außen ab. Ich halte das zumindest im Ansatz für durchaus nachvollziehbar, denn nur, weil Land/Volk X eine bestimmte Kultur für sinnvoll und vorteilhaft hält, heißt das noch lange nicht, dass diese Kultur weltweit universell umsetzbar ist und den Interessen aller Völker am besten gerecht wird.

          • @ Hugor

            „Vertritt der Ethnopluralismus denn eine Gleichwertigkeit aller Kulturen?“

            Der Ethnopluralismus beruht von seinen theoretischen Grundlagen her auf folgenden Annahmen:

            1. Kulturen seien nicht als bloßes Resultat einer Summe einzelner menschlicher Individuen und deren Handlungen zu verstehen. Die Interaktionen der in einer Kultur lebenden Menschen verbänden sich vielmehr auf eine Art und Weise, so dass auf Ebene der Gesamtheit einer Kultur Strukturen entstehen, die einen höheren Komplexitätsgrad besitzen als die Summe ihrer Teile und die daher nicht allein durch Analyse ihrer einzelnen Bestandteile verstanden werden können.

            Diese Annahme scheint mir richtig zu sein und meint offenbar etwas Ähnliches, wie das, was manche Soziologen meinen, wenn sie von den makrosoziologischen strukturellen und systemischen Aspekten von Gesellschaften sprechen. Bei der nächsten Annahme der ethnopluralistischen Theorie wird es dann allerdings etwas mythologischer.

            2. Die Gesamtheit einer Kultur sei als Organismus höherer Ordnung mit eigener Seele bzw. eigenem Geist zu verstehen. Es gebe eine Volksseele bzw. einen Volksgeist in jeder Kultur, der sich gemäß spezifischer Eigenarten und immanenter Gesetzmäßigkeiten in der jeweiligen Kultur zum Ausdruck bringe. Die einzelnen Individuen in einer Kultur seien in diesem Sinne Teilaspekte eines völkischen Organismus auf der Mikroebene, während die Makroebene jeder Kultur von dem spezifischen Volksgeist bzw. der Volksseele getragen wird.

            Ich weiß nicht, wie viele Rechte, die sich formal zum Ethnopluralismus bekennen, nun tatsächlich an die Realexistenz dieser Volksgeister glauben, aber so ist jedenfalls die Theorie.

            3. Weil Völker/Kulturen, verstanden in diesem Sinne, den einzelnen Individuen auf der Mikroebene übergeordnete Organismen mit eigener Volkseele bzw. eigenem Volksgeist darstellen und menschliche Individuen stets nur als Teile von Völkern/Kulturen existieren, stünden universelle Rechte nur den Völkern bzw. völkischen Organismen zu, aber nicht den menschlichen Individuen. Daher sei die Idee universeller Menschenrechte abzulehnen. Stattdessen sollten die Rechte der Völker, verstanden als kollektive Organismen mit eigener Volkseele, anerkannt und gegen Universalismus und Egalitarismus verteidigt werden.

            Die Kritik am Universalismus bezieht sich dabei auf die Idee universeller Menschenrechte für menschliche Individuen. Den Völkern/Kulturen, verstanden als kollektive Organismen mit eigenem Volksgeist, werden in der ethnopluralistischen Theorie hingegen universelle Rechte zugestanden. Die ethnopluralistische Theorie ist universalistisch in Bezug auf Völker, aber nicht in Bezug auf menschliche Individuen.

            4. Da jede Kultur einen eigenständigen, von einem Volksgeist beseelten kollektiven Organismus darstelle, der sich gemäß seiner Eigenarten und immanenten Gesetzmäßigkeiten in der jeweiligen Kultur zum Ausdruck bringe, habe jede Kultur das Recht auf ihre spezifischen Eigenarten – auch wenn dies im kulturellen Wertesystem und der konkreten sozialen Praxis einer jeweiligen Kultur gravierende Menschenrechtsverletzungen impliziert. Alle Kulturen seien gleichwertig.

            5. Die Kohärenz der Völker/Kulturen, verstanden als Kollektiv-Organismen mit eigener Volksseele, könne durch zwei Einflüsse bedroht werden:

            – einmal durch Einflüsse anderer Kulturen, die mit den jeweiligen Eigenarten einer bestimmten Kultur nicht kompatibel sind, daher sei eine zu große Vermischung von Kulturen abzulehnen und Eingriffe einer Kultur in eine andere Kultur zu vermeiden.

            – zweitens durch den Liberalismus, da dieser durch sein Postulat individueller Freiheitsrechte bei gleichzeitiger zu geringer Betonung von Verantwortung und Gemeinwohl die interne Funktionsweise von Völkern/Kulturen untergrabe. Durch den Liberalismus werde die interne Kohärenz der völkischen Kollektiv-Organismen geschwächt und es entstehe Dekadenz, was dann zum kulturellen Niedergang führe. „An Liberalismus gehen die Völker zugrunde“ lautet ein Lieblingsslogan der Neuen Rechten in Deutschland und Europa.

            Das ist so im Wesentlichen die Theorie hinter dem Ethnopluralismus.

            Und nun gibt es noch eine Sache zu berücksichtigen: Es gibt des Weiteren einige wichtige Unterschiede zwischen der Art und Weise, wie die beiden bekanntesten Theoretiker des Ethnopluralismus, der deutsche Soziologe Henning Eichberg und der französische Philosoph Alain de Benoist, ihre Version des Ethnopluralismus verstehen und theoretisch konzeptualisiert haben und der Art und Weise, wie dieses Konstrukt von der großen Mehrheit jener Rechten, die sich heute ethnopluralistisch positionieren, aufgegriffen und verstanden wurde.

            Henning Eichberg und Alain de Benoist sind beide im Laufe ihrer intellektuellen und politischen Entwicklung immer weiter nach links gerückt, (ohne dabei aber spezifisch neu-rechte Teile ihrer politischen Weltsicht völlig aufzugeben). Das führte einerseits dazu, dass ihr Gesamtwerk neben den neu-rechten und ethnopluralistischen Positionen (die ich ablehne) auch andere Positionen beinhaltet, denen man als Linker zustimmen kann, es führte auch zu gewissen Unterschieden ihrer Vorstellung von Ethnopluralismus im Vergleich zu der des rechten Mainstreams, wobei auch ihre Version des Ethnopluralismus m.E. stark kritikwürdig bleibt, aber etwas differenzierter ausfällt als das Konzept ansonsten in der Regel von der politischen Rechten verstanden wird.

            Dazu vielleicht gleich noch was.

          • Zur kritischen Analyse des Ethnopluralismus:

            (Ich nehme Bezug auf meinen Kommentar vom 10. Februar 2018 um 10:29 Uhr.)

            Wie man sieht, hängt die ethnopluralistische Theorie u.a. von der Annahme der Existenz von „Volksgeistern“ ab. In der ethnopluralistischen Theorie wird davon ausgegangen, dass Völker „Wesenheiten mit eigener Persönlichkeit“ seien.

            Da die Annahme, dass Völker Wesenheiten mit eigener Persönlichkeit sind, allerdings schwerlich bewiesen kann und auch ansonsten argumentativ m.E. auf schwachen Füßen steht, bleibt dies ein reiner metaphysischer Glaubenssatz.

            Des Weiteren: Selbst wenn (wovon ich nicht ausgehe) Völker tatsächlich Wesenheiten mit eigener Persönlichkeit wären, wäre daraus keineswegs zwangsläufig zu schließen, dass die Idee universeller Menschenrechte deswegen abzulehnen sei.

            Selbst wenn (wovon ich nicht ausgehe), Völker Wesenheiten mit eigener Persönlichkeit wären, wäre daraus in moralphilosophischer Hinsicht keineswegs zu schließen, dass ein solcher Kollektiv-Organismus, der sich ja aus einer Vielzahl anderer Organismen mit eigener Persönlichkeit zusammensetzen würde, nur weil er quasi eine höhere Komplexitätsstufe repräsentieren würde, er deshalb ein willkürliches Recht hätte mit seinen einzelnen Bestandteilen, bei denen es sich ja auch um Wesenheiten mit Persönlichkeit handelt, zu schalten und zu walten, wie es ihm gefällt und eine willkürliche Macht übe diese auszuüben.

            Wenn Völker Wesenheiten mit eigener Persönlichkeit wären (wovon ich nicht ausgehe), dann könnten die Ethnopluralisten zwar argumentieren, dass ein solcher Kollektiv-Organismus in moralischer Hinsicht berücksichtigt werden müsse, dieser also Rechte habe, sie könnten aber trotzdem nicht plausibel argumentieren, dass individuelle Menschen, bei denen es sich ja auch um Wesenheiten mit Persönlichkeit handelt, nicht moralisch berücksichtigt werden müssen, also keine Rechte hätten bzw. ihre Rechte durch das willkürlichen und beliebige Schalten und Walten des Kollektiv-Organismus moralisch legitimiert oder delegitimiert werden sollten.

            Des Weiteren: Wenn Völker Wesenheiten mit eigener Persönlichkeit wären (wovon ich nicht ausgehe), wäre es ja z.B. plausibel anzunehmen, dass auch Volksgeister entwicklungspsychologische Phasen durchlaufen und psychische Störungen haben könnten. Menschenrechtsverletzungen in einer Kultur könnten dann naheliegenderweise als Resultat des Verhaftetseins auf bestimmten entwicklungspsychologischen Stufen und/oder psychischer Störungen auf Ebene des Volksgeistes interpretiert werden.

            Auch dass größere Vermischungen von Kulturen zwangsläufig abzulehnen seien, kann durch diese Theorie m.E. nicht hinreichend begründet werden. Angenommen (wovon ich nicht ausgehe), Völker seien Wesenheiten mit eigener Persönlichkeit, warum sollten diese Volksgeister dann nicht auch ein starkes Bedürfnis nach Kontakt, Kommunikation und Austausch oder sogar engen Beziehungen mit anderen Volksgeistern haben können?

          • @Leszek&Pjotr:
            Ich teile Pjotr’s Kritik, daß ( grob verkürzt ) Ismus zu Ismus führt.
            In diesem Zusammenhang zum Missionarismus, den man z.Zt. gerade hier in radikaler Form erleben kann.
            Sexismus führt zu Anti-Sexismus, der selbst ein Sexismus ist.
            Rasssismus führt zu Anti-Rassismus, der selbst ein Rassismus ist.
            U.s.w. …

            Selbst für den Humanismus würde ich das glatt unterschreiben.
            Grundlage ist immer:
            Missionarismus beruft sich auf Dogmatismus und wird ( eben dadurch und um seiner selbst willen ) zu Totalitarismus.

            Vulgo auf momentane hiesige Verhältnisse bezogen:
            Nix ist schlimmer, als profitorientierte Unternehmungen, die im Privatleben von Individuen herumschnüffeln, um lukrativ nach irgendetwas zu stöbern, was sie mit der Brechstange als Sexismus ( fehl-)interpretieren können. Etc.
            Das wird zu profitorientierter Inquisition.
            Siehe Rosastinker, oder so …

        • @ Leszek

          Der interessante Artikel sollte m.E. eher dazu motivieren die abscheuliche Irrlehre des Ethnopluralismus zu verwerfen und stattdessen eine humanistische, universalistische, menschenrechtliche und integral-antisexistische Perspektive einzunehmen und Diskriminierungen von Männern und Frauen gleichermaßen wahrzunehmen, ernstzunehmen, zu kritisieren und zu bekämpfen – und zwar weltweit.

          Bei allem Respekt, Leszek, in der Praxis konsequent umgesetzt führt dein Anspruch direkt zu einem Missionierungsauftrag. Da wäre ich im Hinblick auf geschichtliche Erfahrungen etwas zurückhaltender.
          Ich bin ganz bei dir, solange Du mit „bekämpfen“ Überzeugungsarbeit meinst, die intellektuelle Auseinandersetzung zu führen und die eigenen Überzeugungen selbstbewusst zu vertreten. Du scheinst aber zu vergessen, dass unsere Menschenrchtsstandards und Sozialstandards direkte Folge des materiellen Wohlstands sind und weniger Resultat einer überlegenen Moral. Wo der Kampf um die materiellen Ressourcen existentiellen Charakter annimmt, wird Moral zu einem Luxus. Abgesehen davon sind die Menschenrechtsstandards und Sozialstandards nur innerstaatlich bindend, auch wenn ständig das Gegenteil behauptet wird. Damit wirkt die Missionierung ziemlich hohl um nicht zu sagen bigott und wird in der Praxis tatsächlich zu einem Instrument des Imperialismus, in dem man diesem ein humanitäres Mäntelchen umhängt. Die Geschichte ist voll davon. insbesonder der US-amerikanische Imperialismus bedient sich gewohnheitsmässig dieser Argumentationsschiene und behauptet, es gehe primär um die Durchsetzung elementarer Menschenrechte, wenn doch offensichtlich wirtschaftliche und geostrategische Interessen durchgesetzt werden sollen.

          Ich habe mich nicht tiefergehend mit dem Ethnopluralismus auseinander gesetzt und deren Theorien auch nicht intensiv studiert. Mir scheint, der Grundgedanke ist „die Türkei den Türken“ und „da sollen sie auch bleiben und da dürfen sie auch machen, was sie wollen“. Diese migrationskritische bis migrationsfeindliche Anschauung wird sodann rationalisiert und mit einem Theoriegebäude versehen, ohne sich offensichtlich rassistischer Argumentationen zu bedienen. Fragwürdig ist die dabei durchschimmernde Ansicht, dass „der Volkskörper rein gehalten werden müsse“, dies aber, um dem Vorwurf des Rassismus zu begegnen, dies das Recht jedes Volkes sei und diese Anschauung keine Hierarchie von besseren und schlechteren Völkern und Kulturen herstelle, womit dem Vorwurf „Rassismus“ begegnet wird.

          • In der Praxis schiene es logisch, wenn der Volkskörper sich mit den Nachbarn vermischt und nicht mit Menschen aufgrund von geopolitischen Spielchen.

      • Für mich ist auch nicht so recht ersichtlich, wie man diesen Artikel als Bestätigung dafür ansehen kann, „dass Ethnopluralismus der richtige Weg ist.“

        Gewiß, die Medien lügen uns Vieles vor – aber die bloße Tatsache, daß es in Iran anders ausschaut, als unser Qualitätsjournalismus uns weismacht, ist doch kein Beleg für den Ethnopluralismus. Der Ethnopluralismus enthält wesentlich eine bestimmte Wertung. Aber diese Wertung kann nicht schon dadurch bestätigt werden, daß jemand einen Fakten-Check durchführt und damit die feministische Propaganda der Medien entlarvt.

        • @Jochen Schmidt: auf welche Wertung willst du hinaus?

          Ethnopluralismus enthält insbesondere die Wertung, dass ich eben die anderen akzeptiere bzw ihnen nicht von außen vorschreibe wie sie ihr Leben zu leben haben!

          • Udn was hälst Du von Sklavenhaltung, Beschneidungen Witwenverbrennungen, Todesstrafe für Meinungsäußerungen, Strafbarkeit von Homosexualität, Apostasie?

        • „Für mich ist auch nicht so recht ersichtlich, wie man diesen Artikel als Bestätigung dafür ansehen kann, „dass Ethnopluralismus der richtige Weg ist.““

          Das einzige, was ich aus Androsch Kubis Kommentar entnehmne kann, ist, dass er die Benachteiligung von Männern im Iran schon ganz okay findet.

    • Sozialhilfe für Frauen. In den ärmeren Schichten der Gesellschaft erhält jede Frau die behauptet, keinen Vater oder Mann als Ernährer und keine bezahlte Arbeitsstelle zu haben, eine monatliche Zahlung von einer Organisation die Kommiteye Imdad genannt wird. Diese Organisation hilft Frauen jeden Alters, aber Männern nur wenn sie nicht nur kein Einkommen haben, sondern auch schwerbehindert oder alt sind.

      Wo ist der nächste Mann der dafür sorgen muss das die Frau versorgt ist!

      Patriarchat oder Gynozentrismus

      Lachhaft!

      Es gibt momentan 1,7 Millionen arbeitende Kinder (im Alter von 5 bis 15 Jahren) und davon sind 92% Jungen.

      Dafür gibt es ja Organisationen wie Plan International, die dafür sorgen wollen das Jungs die 100% voll schaffen!

      Ein Witz geht durchs Land der besagt, dass Frauen hauptsächlich auf die Uni gehen um ein Diplom in ihrer Mitgift zu haben. Ihre Männer sind für sie verantwortlich, oder, wenn sie nicht heiraten, ihre Väter.

      Das Feministinnen so auf den Islam abfahren, stellt das ganze schon in ein anderes Licht.

      • Das Feministinnen so auf den Islam abfahren, stellt das ganze schon in ein anderes Licht.

        ja klar, der Mann ist für alles verantwortlich, besonders die Versorgung der Frau 100% Übereinstimmung

  1. Heute bei Genderama:

    Die Frage des Frauenwahlrechts stand schon seit langem auf der politischen Tagesordnung, und es herrschte allgemeine Einigkeit darüber, dass Frauen das Wahlrecht haben sollten. Es wurde 1817 von Jeremy Bentham erwähnt, als nur vier Prozent der Männer die Stimme hatten. Es wurde 1867 von John Stuart Mill zum Thema gemacht. Und als 1884 56 Prozent der Männer wahlberechtigt waren, gab es mehrere Versuche, Frauen in gleicher Weise das Wahlrecht zu geben.

    Tatsächlich bemerkte Frau Pankhurst, dass wir 1884 eine Mehrheit für das Wahlrecht im Unterhaus hatten. Zu einem Gesetz, das von Lord Haldane 1890 eingebracht wurde, merkte sie an: „Es war ein wirklich erstaunliches Gesetz, königlich inklusive in seinen Begriffen. Es hat nicht nur alle verheirateten oder unverheirateten Frauen der Haushaltsklassen befreit, sondern sie auch für alle Ämter unter der Krone zugelassen.“

    Was in dieser Zeit weitaus weniger erreichbar schien, war das Stimmrecht für Männer der Arbeiterklasse.

    Millicent Fawcett (Suffrage) hatte als Antwort auf die Gründung der People’s Suffragist Federation erklärt: „Ich glaube nicht, dass es eine große Nachfrage nach einem allgemeinen Wahlrecht gibt. Ich habe jedenfalls nichts davon erlebt, als ich mit meinen Vorträgen durch das Land gezogen bin … Auf jeden Fall ist unsere Position klar. Wir haben nichts zu tun, und wir können nichts zu tun haben, mit einer allgemeinen Änderung des Wahlrechts, soweit es Männer betrifft … Jede Änderung in Richtung des Wahlrechts für erwachsene Männer würde unsere Aufgabe unendlich erschweren.“

    Glücklicherweise sollte Frau Fawcett später ihre Meinung ändern.

    Nicht so Mrs. Pankhurst. Sie war, so wie zuvor Mrs. Fawcett, dagegen, die Stimme für die Männer der Arbeiterklasse zu erkämpfen, und erkannte, dass dies viel härter werden würde, als die Stimme für die „respektablen“ Frauen zu gewinnen. Darüber hinaus scheint ihr Widerstand auf der Verachtung der Arbeiterklasse zu beruhen. Sean Lang berichtet in seinem Buch über die Parlamentsreform: „Die Pankhursts wurden schrill männerfeindlich, ließen rücksichtslos sogar die loyalsten ihrer männlichen Unterstützer aus der Frauen-Sozial-und-Politik-Union fallen und behaupteten, wie Christabel [Pankhurst] es in ihrem 1913 erschienenen Buch The Great Scourge tat, dass Männer „kaum mehr als Träger von Geschlechtskrankheiten“ seien.

    Here is a note: if your movement has existed in its current form for over 60 years, and since its inception people assumed you hated a group, and people still assume your movement hates that group, perhaps it is time to admit your movement hates that group.

    Wusste ich so nicht, das man schon vorher für ein allgemeinen Wahlrecht für Frauen, aber nicht für Männer war. Ist das so korrekt? Kennt sich da jemand genau aus?

    • Pankhurst, eine so edle Seele, hat sogar ihre Kämpfe für ihre Nur-Für-Frauenrechte unterbrochen, um kleine Teenager-Jungen mit weißen Federn in den Krieg zu schämen, während sie und die anderen Frauen zu Hause bleiben durften.

      Wahrlich eine Person über die man mehr Filme machen sollte!

      • „… hat sogar ihre Kämpfe für ihre Nur-Für-Frauenrechte unterbrochen, …“

        Ja, nee – es ist noch besser. Nach Ausbruch des 1. Weltkrieges haben die Suffragetten ihr Ziel – Wahlrecht für die wohlhabenden Frauen – einfach so aufgegeben, ich meine Anfang 1915. Also etliche Jahre gekämpft, Bomben gelegt, Terror veranstaltet, und dann – so mir nichts, dir nichts – die ganze Sache in den Wind geblasen.

        Siehe hierzu das Buch von Simon Webb über den Terror der Suffragetten.

        Man muß der Ehrlichkeit halber erwähnen: Diese Kampagne mit den weißen Federn haben sich nicht die Suffragetten ausgedacht – aber sie haben sich nur zu gerne dafür einspannen lassen.

      • erfreulicherweise wurde ein Artikel über die unsägliche Person, deren Enkelin wohl immer noch rumspinnt bei Tagesschau online von klugen Kommentatoren entsprechend kritisiert und verrissen

  2. So, die GroKo kommt. Den Entwurf des Koalitionsvertrages findet man zB hier:

    http://www.tagesspiegel.de/downloads/20936562/4/koav-gesamttext-stand-070218-1145h.pdf

    Daraus die für uns interessanten Punkte:

    3. Hochschule und Wissenschaft

    „Wir wollen dazu beitragen, dass Frauen vermehrt Führungspositionen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen übernehmen. Orientiert am Kaskadenmodell müssen Wissenschaftseinrichtungen auf eine Steigerung des Frauenanteils verpflichtet
    werden. Wir werden als Kriterium für die Förderung von Wissenschafts- und For-schungseinrichtungen die Vorlage von Gleichstellungs- und Personalentwicklungskonzepten mit verbindlichen Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils sowie die
    Einhaltung von Gleichstellungsstandards einführen. Einen wichtigen Beitrag wird das erneuerte Professorinnenprogramm leisten. Daneben liefert insbesondere die Geschlechterforschung wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse über Ursachen und Mechanismen, die die Gleichstellung behindern.“

      • „Ich verstehe Männer immer weniger, die solche Typen wählen.“
        Die SPD ist doch bereits bei 17%, viele der Wähler werden alte Leute sein die das halt immer gewählt haben und die bereits aus dem Alter sind wo sie sich mit Frauen abgeben müssen bzw. es sind halt auch Frauen unter den Wählern.
        Wenn die SPD jetzt richtig Gas gibt, dann kommt sie vielleicht bei der nächsten Wahl unter 12% und verliert richtig viel Geld. Und nur damit kann man dieser Partei schaden.

    • Orientiert am Kaskadenmodell müssen Wissenschaftseinrichtungen auf eine Steigerung des Frauenanteils verpflichtet werden.

      Das Kaskadenmodell galt auch schon in der radikalfeministischen Regierung Kraft / Löhrmann in NRW.

      Details und die gravierenden Probleme und Falschannahmen des Kaskadenmodells sind hier dargestellt: Das Kaskadenmodell

      Der Text ist ca. 3 Jahre alt. Ob sich unterdessen etwas wesentliches Neues getan hat, weiß ich nicht und muß ich erst noch recherchieren.

      • Guter Hinweis – danke!

        Soweit ich das absehen kann, führt das Kaskadenmodell fast zwangsläufig zu einer Absenkung akademischer Standards, wenn die jeweils geförderte Gruppe – in diesem Fall Frauen – keine allzu große Motivation hat, akademisch aufzusteigen. Denn dann müssen von akademischer Seite drastische Maßnahmen ergriffen werden, um auf der jeweils höheren Stufe den gewünschten Prozentsatz sicherzustellen.

        Doch die akademischen Möglichkeiten hierzu sind begrenzt. Wie schafft man es auch nur, aus einem weiblichen Magister einen weiblichen Doktor zu machen, wenn dieser Magister so gar keine Ambitionen zur Dissertation hat? Indem man ihm den Doktor-Titel nachschmeißt.

  3. Dann das ganze Kapitel
    „3. Gleichberechtigung von Frauen und Männern“

    Gleichstellung von Frauen und Männern ist eine Frage der Gerechtigkeit. Sie ist Voraussetzung und Motor für nachhaltige Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft, national und international.

    Für uns sind die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern, Förderung der Familienfreundlichkeit, die Werteordnung des Grundgesetzes und die von uns ratifizierten internationalen Vereinbarungen eine Verpflichtung, die sich durch die gesam te Regierungsarbeit ziehen muss. Wir haben in der vergangenen Wahlperiode viel erreicht. Daran knüpfen wir an. Wir wollen noch vorhandene strukturelle Hemmnisse abbauen und werden dazu eine ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie entwickeln und mit einem Aktionsplan umsetzen.
    Frauen sind in Führungspositionen noch immer unterrepräsentiert. Mit dem Gesetz für mehr Frauen in Führungspositionen haben wir in der vergangenen Legislaturperiode einen Meilenstein gesetzt. Diesen Weg werden wir weitergehen und bei der regelmäßigen Berichterstattung der Bundesregierung ein besonderes Augenmerk auf Unternehmen ohne Frauen in Führungspositionen legen, die sich eine Zielgröße „Null“ geben. Wir wollen die Wirksamkeit des Gesetzes verbessern, indem wir die Nichteinhaltung der Meldepflicht für Zielvorgaben für Vorstände und Führungsebenen und die Begründungspflicht bei der Angabe Zielvorgabe „Null“ sanktionieren entsprechend den Bestimmungen des § 335 Handelsgesetzbuch (HGB).
    Dem öffentlichen Dienst kommt für die Gleichstellung von Frauen und Männern eine Vorbildfunktion zu. Wir wollen daher die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Leitungsfunktionen des öffentlichen Dienstes bis 2025 erreichen. Dazu werden wir dieses Ziel für den Geltungsbereich des Bundesgleichstellungsgesetzes festschreiben. Im Bundesgremienbesetzungsgesetz werden wir regeln, dass der Bund bereits für Gremien, für die er lediglich zwei Mitglieder zu bestimmen hat, die geltende Quotierungsregelung beachten soll.
    Gleichzeitig werden wir die Teilzeittätigkeit in Führungspositionen stärker als bisher ermöglichen. Bei der Feststellung von Kompetenzen im Rahmen dienstlicher Beurteilungen sind Erfahrungen und Fähigkeiten aus Erziehung und Pflege zu berücksichtigen.
    Wir wollen prüfen, wie eine Erweiterung des Geltungsbereichs des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst auf Unternehmen mit wesentlicher Bundesbeteiligung und Körperschaften des Öffentlichen Rechts auf Bundesebene umge setzt werden kann.
    Strukturelle Ungleichgewichte von Frauen auf dem Arbeitsmarkt, die zur Entgeltlücke wesentlich beitragen, wollen wir gezielt abbauen. Dazu wollen wir u. a. finanzielle Ausbildungshürden bei Sozial- und Pflegeberufen abbauen und streben Ausbildungsvergütungen an.
    Beschäftigte in Unternehmen ab 200 Beschäftigten können seit dem 6. Januar 2018 erstmals einen individuellen Auskunftsanspruch geltend machen und Auskunft über die Entgeltstrukturen im Unternehmen verlangen. Für Betroffene wollen wir bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gezielte Beratungs- und Unterstützungsangebote schaffen sowie zertifizierte Prüfverfahren für Unternehmen anbieten.
    Im Juli 2019 ist eine erste Evaluation zur Wirksamkeit des Gesetzes durch die Bun desregierung vorzulegen. Dabei werden wir ein besonderes Augenmerk auf die Erfüllung der entsprechenden Berichtspflichten und Auskunftsansprüche legen. Auf Grundlage der ersten Erfahrungen ist über weitere erforderliche Schritte zu entscheiden.
    Auch nach 100 Jahren Frauenwahlrecht gibt es noch keine gleichberechtigte politische Teilhabe von Frauen. Aktuell ist der Anteil von Frauen im Deutschen Bundestag zurückgegangen. Wir wollen, dass Frauen und Männer auch in Parlamenten auf allen Ebenen gleichberechtigt beteiligt sind und deshalb verstärkt Frauen für die politische Beteiligung gewinnen. Um eine höhere Repräsentanz von Frauen in der Politik zu erreichen und mehr Frauen den Weg in die Politik zu ebnen, werden wir bewährte politische Programme – wie das Helene-Weber-Kolleg und den Helene-WeberPreis – verstetigen. Wir wollen eine Bundesstiftung gründen, die sich wissenschaftlich fundiert insbesondere Fragen der gerechten Partizipation von Frauen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft widmet.
    Sexismus begegnet uns täglich und überall – in Medien und Kultur, in der Werbung, am Arbeitsplatz und in der Politik. Sexismus würdigt Menschen aufgrund ihres Geschlechts herab. In einer offenen, modernen und gleichberechtigten Gesellschaft hat Sexismus keinen Platz. Wir wollen Sexismus bekämpfen, Maßnahmen dagegen entwickeln und erfolgreiche Projekte fortführen.
    Die gleichberechtigte Mitwirkung von Frauen bei der Prävention und Beilegung von Konflikten wird eine wichtige Rolle spielen.
    Deutschland wird im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft und als Partner der Triopräsidentschaft die Gleichstellung von Frauen und Männern in der EU weiter vorantreiben und sichtbar machen.
    Wir verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf von erwerbstätigen Eltern, Alleinerziehenden, älteren Menschen und pflegenden Angehörigen durch Zuschüsse für die Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen. Gleichzeitig fördern wir damit legale, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, insbesondere von
    Frauen.
    Wir wollen die Teilhabe von Frauen im ländlichen Raum befördern und sie wirtschaftlich stärken. Dabei wollen wir auch kleinere Familienbetriebe in den Blick nehmen.
    Im Deutschen Digitalen Frauenarchiv wird derzeit die Geschichte der deutschen Frauenbewegung digitalisiert und verfügbar gemacht. Dies wollen wir verlässlich ab sichern.
    Zeitgemäße Gleichstellungspolitik nimmt auch Jungen und Männer in den Blick. Auch sie müssen sich auf gesellschaftliche Entwicklungen und neue Anforderungen einstellen. Dies wollen wir politisch unterstützen.“

    • Okay, Frauen sollen gepampert werden. Aber warum? Wurde das jemals irgendwie besser als mit „weil“ begründet? Irgendwelche tragbaren Ergebnisse in irgendwelchen Branchen, mit denen es bei steigendem Frauenanteil in irgendeiner Weise bergauf ging?

      Verwaltung – Träge bis hin zur Funktionslosigkeit.
      Schulbildung – Die PISA Studien sprechen für sich.
      Medizin – Versuch mal, nachmittags einen Arzttermin zu kriegen.
      Politik – Was soll man dazu noch sagen.

      Alles geht den Bach runter. Korrelation, Koinzidenz oder Kausalität?

      • Ah, verflixt … ich wollte ja mal die Ergebnisse aus unserem Betrieb in Sachen AUs ab November 2015 Männlein vs. Weiblein liefern. Sieht (soviel weiß ich jetzt schon) jedenfalls extrem mies für die Weiblein aus. Durchschnittsdauer einer Einzelerkrankung zwar deutlich geringer als bei Männlein, dafür aber davon deutlich mehr. Und (das weiß ich jetzt auch schon) die Einzigen im geprüften Zeitraum mit Null Krankheitstagen sind ausschließlich Männer.

        [Am Wochenende mehr …]

    • Ich ergänze mal den Beitrag von FocusTurnier um weiterePassagen:

      Rz. 1210 ff.
      Wir wollen die MINT-Bildung stärken, beginnend mit der Elementarbildung über die Initiative „Haus der Kleinen Forscher“. Die Potentiale von Mädchen und Frauen wollen wir besonders fördern. Wir unterstützen den Aufbau eines bundesweiten MINT-E-Portals für mehr Transparenz und Information sowie die Entwicklung von Qualitätskriterien. Zudem wollen wir Wettbewerbe im MINT-Bereich weiter fördern.

      Rz. 1858 ff.
      Familie und Unternehmensgründung sollen in Zukunft besser vereinbar sein. Um Gründungen aus der Beschäftigung zu erleichtern, prüfen wir die Einführung einer Gründerzeit ähnlich der Familienpflegezeit. Eltern in der unternehmerischen Gründungsphase wollen wir unterstützen, z. B. mit der Möglichkeit der Inanspruchnahme von Zuschüssen für haushaltsnahe Dienstleistungen. Wir wollen, dass mehr Frauen Gründerinnen werden und entwickeln dafür Unterstützungsinstrumente.

      Rz. 2962 ff.
      Wir wollen den Anteil der Frauen im Erwerbsleben in Deutschland erhöhen. Damit leisten wir auch einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Daher werden wir Frauen und Männern die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen. Wir wollen vor allem auch Frauen den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern. Unterstützungsmaßnahmen für Gründerinnen und Unternehmerinnen wollen wir weiterentwickeln und ausbauen sowie erfolgreiche Gründerinnen und Unternehmerinnen in ihrer Vorbildfunktion stärken.

      Rz. 7360
      Wir treten weiterhin konsequent ein für die Abschaffung der Todesstrafe und das Verbot von Folter, die Stärkung der Rechte von Frauen insbesondere in gewaltsamen Konflikten, den Schutz und die Stärkung von Kinderrechten, für Arbeitnehmer sowie Gewerkschaftsrechte. Wir kämpfen gegen Menschenhandel, illegalen Organhandel sowie Ausgrenzung und Gewalt aufgrund sexueller Orientierung.

      Rz. 7655 f.
      Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie die Förderung der Rechte von Mädchen und Frauen bleiben Grundlage unserer Entwicklungszusammenarbeit.

      Rz. 7810 ff.
      Wir wollen Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit in Kunst, Kultur und Medien weiter ausbauen: Mehr Frauen müssen Führungsverantwortung in Kultur- und Medieneinrichtungen übernehmen und künstlerische Leistungen geschlechterunabhängig honoriert werden. Die Besetzung von z. B. Jurys, Gremien hat ausgewogener zu erfolgen, damit das künstlerische Schaffen von Frauen wie Männern angemessen einbezogen werden kann. Wir beziehen bei Stipendienvergaben und Förderentscheidungen auch das Prinzip der Geschlechtergerechtigkeit ein. Wir wollen den mit dem „Runden Tisch Frauen in Kultur und Medien“ begonnenen Prozess zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit sowie der Verbesserung gleicher Chancen für Frauen und Männer fortführen. Wir unterstützen Maßnahmen für ein diskriminierungs- gewaltfreies Arbeitsumfeld für Künstler.

      • Gleiche Rechte für Männer und Frauen und extra Rechte und Förderung für Frauen.

        Weil alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind und Männer das bezahlen sollen.

    • „Gleichstellung von Frauen und Männern ist eine Frage der Gerechtigkeit.“
      Genau hier ist die Krux des modernen Feminismus.
      Während seit der Aufklärung das Konzept der Gleichheit aller Menschen, gleich welchem Geschlechts, Abstammung, sexueller Orientierung usw etabliert wurdce und daraus rational und folgerichtig gleiche Rechte für Alle eingeführt wurden ist das Konzept der Gleichstellung rein moralisch begründet.
      Auch die Gleichheit der Menschen wird aufgegeben sondern es wird in mehr oder weniger privilegierte Gruppen unterschieden. Durch unterschiedliche Rechte sollen dann alle auf gleiche Augenhöhe gebracht werden, allein aus dem moralischen Grund der Gerechtigkeit, dabei wird das rationale Fundament der Gleichheit unterhölt und das moralische Feigenblatt bedeckt nur dürftig das einegtlich archaische Gesellschaftsbild, das ohne Feigenblatt dem der extremen Rechten entspricht

  4. Und Kapitel 4 „Bekämpfung von Gewalt gegenüber Frauen und ihren Kindern“:

    „Wir werden die Verpflichtungen aus der Istanbul-Konvention umsetzen und dazu ein Aktionsprogramm zur Prävention und Unterstützung von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern auflegen und die Hilfestrukturen verbessern. Um von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern den gesicherten Zugang zu Schutz und Beratung in Frauenhäusern zu ermöglichen, werden wir einen Runden Tisch von Bund, Ländern und Kommunen einberufen. Ziel der Beratungen ist der bedarfsgerechte Ausbau und die adäquate finanzielle Absicherung der Arbeit von Frauenhäusern und entsprechenden ambulanten Hilfs- und Betreuungsmaßnahmen. Wir wollen in diesem Zusammenhang, ein Investitions-, Innovations- und Sanierungsprogramm auflegen, Weiterqualifizierungsmaßnahmen und Schulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen und spezifische psychosoziale Hilfen für traumatisierte Kinder und Frauen sicherstellen.Um für die betroffenen Frauen den Zugang zu ermöglichen und ihnen bei der Tragung der Unterbringungskosten zu helfen, werden wir prüfen, ob und inwieweit analog zum Unterhaltsvorschussgesetz eine vorläufige Übernahme der Kosten bei gleichzeitigem Übergang der Unterhaltsforderung auf den Kostenträger verankert
    werden kann.
    Wir wollen das bundesweite Hilfetelefon für von Gewalt betroffenen Frauen ausbauen, besser bewerben und die Online-Beratungsangebote erweitern. Die anonymisierte Beweissicherung bei Gewalt- und Missbrauchsfällen werden wir in ganz Deutschland ermöglichen.
    Wir werden prüfen, welche weiteren Maßnahmen im Bereich Gewaltschutz von Frauen erforderlich sind.
    Wir wollen eine bundesweite Öffentlichkeitskampagne zur Ächtung von Gewalt gegen Frauen sowie zur Sensibilisierung und Information der breiten Öffentlichkeit zu Hilfe, Unterstützung und Handlungsmöglichkeiten dagegen durchführen.
    Darüber hinaus wollen wir Sensibilisierungsmaßnahmen für Unternehmen und öffentliche Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber entwickeln und mit den beteiligten Akteuren eine gemeinsame Strategie gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erarbeiten.
    Gegen Menschenhandel muss entschieden vorgegangen werden, deshalb wollen wir die Strukturen zur Bekämpfung des Menschenhandels und zur Unterstützung der Opfer stärken.“

    Das war es dann erst mal. Eigentlich kann man, als an echter wirklicher Gleichberechtigungspolitik Interessierter, diese Koalition nur ablehnen.

    • Jeder, an Politik Interessierte, kann diese Koalition nur ablehnen. Ich hatte echt noch Hoffnungen, dass die Verhandlungen platzen. Aber jetzt …

      An die Abstimmung der SPD-Mitglieder habe ich ja nie geglaubt, die Idee halte ich auch für bedenklich. Da werden Leute ins Parlament gewählt, entscheiden sollen das aber andere? Hm …

    • Wenn die Regierungsbildner hier mit gezinkten Karten spielen, auf erfundenen Behauptungen Bundes und Weltpolitik aufbauen, was kann man bei dieser Bande dann noch für voll nehmen?

      Wer Gleichstellung für Gleichberechtigung hält, dem ist doch nicht zu helfen.

      Ich befürchte, die treiben in JEDEM Politikfeld solchen Unsinn.

  5. Das dient alles wieder nur um Frauen zu helfen. Männern haben sie nur feministische Mythen anzubieten, davon das mit mehr Frauen einfach alles besser wird. Und da steht auch nichts davon wie Männer vor Falschbeschuldigung geschützt werden sollen oder das die Verurteilungen nur aufgrund der Beschuldigungen falsch waren. Es gibt keinen Gegenwert, keine Entschuldigung oder Bedauern. Frauen machen Hexenjagd auf Männer und verurteilen oder beschämen sie pauschal aufgrund ihres Geschlechts, aber Männer sollen doch bitte so tun als ob nichts los ist. Das Männer reagieren und zwar ohne sie selbst zu geißeln und zu verurteilen… das war doch nicht geplant!

    • Die Diagnose von Rollo T. ist einfach nur genial! Ich möchte wissen, seit wie vielen Jahrzehnten das so funktioniert. Womöglich geht das schon seit Adam und Eva so? Vermutlich läuft die ganze Weltgeschichte nach diesem Schema ab …?

      Ja, für Männer gibt es keine Erlösung.

  6. Ich wüsste nicht, wo ich mich “so anstelle”. Ich bin etwas älter und kann mich nicht wirklich daran erinnern, beim ersten zarten Wort gleich eine Frau auf dem Schoss gehabt zu haben. Es gibt ein durchaus kunstvolles Spiel des verbalen Abtastens, und viele, sehr viele Frauen erzählen mir, der X. hätte sie angesprochen und sie hätten sich wie die letzte Trotteline verhalten und keinen Ton heraus gekriegt, nur spitze Bemerkungen, und die lägen nun auf dem Weg zur erschwerten Wiedervereinigung und warum zum Teufel hat der nach 48 Stunden nicht wenigstens angerufen und versichert, dass es sehr schön war und er sie toll fand, obwohl sie abweisend waren?

    http://blogs.faz.net/deus/2018/02/06/tarantino-und-wie-der-sexismus-ins-netz-kommt-4843/

    Die Einstellung von manchen Frauen ist echt abgefahren. Deren Wahrnehmung würde ich gerne Mal testen. Wüsste echt nicht ob ich mich dann aber damit noch trauen würde Auto zu fahren oder so.

  7. Mit mehr Frauen wir einfach alles mehr Frauen.

  8. Frauen (insb. Feminsitinnen) haben keine Ahnung von Mathematik.

    Um dieses Gender-Stereotyp zu verstärken, veranstaltet Maclean’s gerade eine große Kampagne (gefunden über http://genderama.blogspot.de/2018/02/ein-nachspiel-wie-sich-ministerin.html ):

    This month, Maclean’s has created two covers with two different prices-one at $8.81, the other at our regular price of $6.99-to reflect the 26 per cent gap between full-time wages paid to men and women in Canada.

    http://www.macleans.ca/society/why-macleans-is-asking-men-to-pay-26-more-for-our-latest-issue/ Why Maclean’s is asking men to pay 26% more for our latest issue

    Nun wir aber leider bei der Berechnung des sinnlosen unbereinigten GPGs der Durchschnittsstundenlohn der Frauen (F) durch den der Männer (M) geteilt, also:

    uGPG = 1 – (F / M)

    Wenn man jetzt 26% auf den Frauenpreis aufschlägt, kommt ein uGPG von 1 – (1 / 1.26) = 0.20635 oder 20.6% heraus.

    Bzw. das gleiche mit den konkreten Preisen: 1 – (6.99 / 8.81) = 0.20659 = 20.6%

    Weil Frauen bzw. Feministinnen noch nicht mal elementare Mathematik beherrschen, verdienen sie auch weniger.

    q.e.d.

    PS: erinnert an die peinliche Falschberechnung des Datums des Equal Pay Days.

    • Und Uepsi bügelt ihm erstmal ab … 😉

      Ich denke, dieser Ally ist bestimmt stark, schön und mutig!
      Stark gegen einen Zug gerannt
      Schöööööön abgeprallt
      Mutig gleich nochmal versucht….

    • @ Matze

      Bescheuerter Cartoon, der ganz ohne Argumente auskommt.
      Political Correctness von rechts.

      Bist du eigentlich auch gegen Bibliotheken?

        • Wieso, sagst du nicht auch, dass der Kommunismus, der bisher versucht worden ist

          Kommunismus gab es weder in der Theorie noch in der Praxis. Kommunismus war in der Theorie diejenige Gesellschaftsform, die dem Sozialismus folgen würde.

          Sechs, setzen!

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