Moderne Prüderie

Eine These ist, dass Feminismus in vielen Bereichen nicht gegen ein Patriarchat kämpft, sondern es eher um intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen geht, bei der der Wunsch besteht, dass diese in bestimmten Bereichen vermindert wird, insbesondere im Bereich Schönheit.

Hier scheint es so als würde sich das Klima aufgrund der #MeToo Diskussion gerade wieder verschärfen. Alles, was die Darstellung schöner Frauen betrifft, steht in gewisser Weise auf dem Prüfstand. um so mehr, wenn es eine sexuelle Note hat oder unter „Frauen als Sexobjekt“ eingeordnet werden kann.

Aktuelle Beispiele sind:

a) Das Waterhouse Gemälde Hylas und die Nymphen:

Der Spiegel berichtet:

Eine Kunstgalerie in Manchester hat ein Gemälde aus dem 19. Jahrhundert wegen der Darstellung von Frauen darin aus ihrer Ausstellung entfernt – und damit viel Entrüstung ausgelöst. „Hylas and the Nymphs“ (1896) von dem englischen Maler John William Waterhouse zeigt eine Szene aus der antiken Mythologie, in der ein junger Mann von mehreren nackten Nymphen in einen Teich in den Tod gelockt wird.

Kuratorin Clare Gannaway von der Manchester Art Gallery will eigenen Aussagen zufolge damit eine Debatte auslösen, wie solche Bilder in der heutigen Zeit gezeigt werden sollten. Zensur-Vorwürfe wies sie in einer Pressemitteilung am Donnerstag zurück.

„Dieses Museum präsentiert den weiblichen Körper als entweder „passiv-dekorativ“ oder „femme fatale“. Lasst uns diese viktorianische Fantasie herausfordern!“, teilte sie mit. Das Abhängen sei Teil einer eigenständigen Kunst-Performance in der vergangenen Woche gewesen und teilweise von den derzeitigen Debatten über Debatten über Sexismus, wie unter dem Schlagwort #MeToo, inspiriert gewesen

Waterhouse Hylas und die NymphenWaterhouse Hylas und die Nymphen

Waterhouse Hylas und die Nymphen

Der Fall ist eigentlich besonders dreist, wenn man bedenkt, dass Hylas ein doppeltes Opfer und die Nymphen die Täter sind:

Die Wikipedia zu seiner Geschichte:

Hylas (griech. Ὕλας) ist eine Figur der griechischen Mythologie. Er war der jugendliche und sehr schöne Eromenos des Herakles, den er beständig begleitete. Hylas blieb als Waffenträger bei Herakles, als dieser sich den Argonauten anschloss. Gemeinsam suchten sie nach dem Goldenen Vlies.

Die Wege von Hylas und Herakles trennten sich in Kleinasien, an der Küste von Mysien: Beim Wasserholen zogen Nymphen Hylas in ihren Quellteich. Herakles suchte lange und erfolglos nach ihm. Weil die Argonauten nicht warten wollten, zogen sie ohne Herakles weiter. In einer anderen Version dieses Mythos verlässt Herakles die Argonauten, um nach Hylas zu suchen. In späteren Zeiten suchten die Mysier einmal jährlich nach Hylas.

Der Sage nach tötete Herakles seinen Vater und machte ihn zu seinem „Geliebten“, also eine päderastische Beziehung eines Erwachsenen Mannes mit einem minderjährigen Kind.

Dazu aus der Wikipedia:

Das Alter, in dem Knaben umworben wurden, erstreckte sich vom Beginn der Pubertät bis zum Erwachsenwerden, also etwa vom 12. bis zum 18. Lebensjahr. Zeigte der Eromenos die äußeren Anzeichen eines erwachsenen Mannes, endete der sexuell motivierte Teil der Beziehung zu einem Erastes. Zu diesen Anzeichen zählte noch nicht der erste Flaum; ein stacheliger Bartwuchs und deutliche Körperbehaarung an Beinen und Gesäß galten jedoch als Kennzeichen des Erwachsenseins.[1] Innerhalb der Beziehung galt es als unschicklich, wenn die sexuelle Begierde, die mehr oder minder ausgeprägt jeder Erastes zeigte, obgleich eine Beziehung nicht unbedingt von praktizierter Homosexualität geprägt gewesen sein muss, auch vom Eromenos an den Tag gelegt wurde. Dieser hatte vielmehr die Rolle des Duldenden, der bewundernd und mit Hochschätzung zu seinem Erastes aufblickte.[2] Um mögliche Schande von sich abzuwenden, sollte sich der Eromenos freiwillig auf den Akt einlassen, diesen aber rein passiv erleben: „Denn der Knabe teilt – anders als die Frau – mit dem Mann nicht die Wonnen des Liebesgenusses, sondern sieht nüchternen Sinnes einen von Liebe Berauschten.“[3]

Er kommt dann vom Wasserholen nicht wieder, weil er Wasser-Nymphen in die Hände fällt, die ihn in einen Teich zogen, also wohl ertränkten.

Wir wollen für ihn hoffen, dass das nur das war, was sich Herakles einredete und er in Wahrheit schlicht aus dessen Gefangenschaft (Sexsklaverei?) geflohen ist. Aber auch dann könnten ihn, der als besonders schön beschrieben wurde, natürlich die Nymphen erwischt haben. Er wird nunmehr hier unsichtbar gemacht, weil man meint, die Täterinnen seien hier das Objekt, dabei ist Hylas dies weitaus eher. Er ist ein Minderjähriger, an dem sich ein Erwachsener befriedigt hat und der als Diener gehalten wurde. Um dann von Frauen ertränkt zu werden.

Aber ungeachtet dieser Herleitung erscheint es auch schlicht recht prüde ein solches Bild abzuhängen. Es ist eine Darstellung junger, nackter und schöner Nymphen, aber auch das ist durchaus typisch für Gemälde dieser Art. Nymphen waren, gerade weil sie als sexuell frei galten, eine Form der damaligen zulässigen Pornografie.

Hinzu kommt, dass das Zensieren von Kunst eben immer einen besonderen Geschmack hat, gerade wenn sie einem zu anzüglich erscheint.

b) Walk on Dart Girls

Die „Walk on Girls“ beim Darts wurden abgeschaft:

Wenn ich es richtig verstehe, dann sind das junge und hübsche Damen, die die Spieler auf die Bühne begleiten:

Walk-on-Girls Dart

Walk-on-Girls Dart

Sie wurden als nicht mehr zeitgemäß abgeschafft.

 

b) Grid Girls

Grid Girls sind Teil der Formel 1:

Unter einem Grid-Girl (auch Race-Queen, Pit-Babe oder Umbrella- bzw. Paddock-Girl) versteht man eine Hostess, die als fester Bestandteil des Streckenpersonals im Motorsport zu Promotionszwecken eingesetzt wird.[1] Ihre offizielle Aufgabe besteht darin, auf dem sogenannten Starting-Grid einen Schirm über den Fahrer zu halten, während an seinem Fahrzeug noch gearbeitet wird respektive unmittelbar vor dem Rennstart ein Schild mit seiner Startnummer zu präsentieren. Darüber hinaus kommen sie nach den Rennen auch bei Siegerehrungen zum Einsatz.

Ein weiterer typischer Einsatzbereich ist ihre Präsenz auf Automobil- oder Motorradausstellungen.

Die Tradition des Einsatzes von Hostessen im Boxenbereich geht auf die japanischen Teams der 1960er-Jahre zurück (z. B. Rosa Ogawa (jap. 小川 ローザ)).

Während der Einsatz von Hostessen im Boxenbereich in manchen europäischen Ländern als eher niedere Tätigkeit angesehen und sie mit pejorativen Begriffen wie „Boxenluder“ belegt werden, sind beispielsweise die japanischen race queens (レースクイーン, rēsu kuīn) hoch angesehene Helferinnen der Rennveranstalter.[2]

Das jemand im heißen Wetter einen Schirm über den Fahrer halten muss, dass macht Sinn. Dass man dafür bei einem Sport mit meist männlichen Fans gerne einen attraktive Frau nimmt, sicherlich auch.

Die Grid Girls protestieren:

Das es für die Fahrer auch interessant war, ist wenig überraschend:

Und natürlich wird betont, dass Grid Girls eigentlich eher anständig und wichtiger Teil des Teams sind.

 

Hier eine Diskussion zwischen Grid Girls und einer Frau, die dagegen ist:

Ich hatte allerdings auch das Argument gelesen, dass es den Sportveranstaltern weniger darum geht, dass sie feministischen Forderungen genügen, eher wollten sie sich neue Zuschauergruppen in konservativeren Ländern, insbesondere muslimischen oder anderen Gesellschaften, die gegen das Zeigen von zuviel Haut sind, erschließen. Ob das tatsächlich dahinter steckt wäre interessant.

Dass das alles nicht zusammen passt, wird häufiger angeführt:

Die Grenzlinie scheint mir dabei wie folgt innerhalb des Feminismus zu sein:

Alle Bereiche, in denen besonders hübsche, aber namenlose Frauen eingesetzt werden, die sexy gekleidet sind, werden eher als intrasexuelle Konkurrenz angesehen. Ebenso die Bereiche in denen eine Botschaft transportiert wird, dass man auf schlanke, sportliche Art gut aussieht.
Hingegen scheinen Bereiche, in denen Frauen generell „schlampig“ (=sexuell oder sexuelle Reize ausstrahlend) sein dürfen oder bei denen einzelne bestimmte Frauen „schlampig“ sein wollen gefeiert. Ein Beispiel wäre beispielsweise der Slutwalk:

slutwalk

slutwalk

Letztendlich ist man also insbesondere dagegen Standards oder Anforderungen zu setzen, hingegen für die Freiheit ansonsten Haut zeigen zu dürfen.

119 Gedanken zu “Moderne Prüderie

  1. Gibt es irgendwo ein Bild von einem Slutwalk, auf dem auch nur eine Frau attraktiv ist?
    Das obige Bild überträgt ja Herpes allein durchs Gucken.

    • Lieber Christian
      Wenn du das nächste mal derart verstörende Bilder wie das vom slutwalk zeigst, dann mach doch verdammt noch mal eine Triggerwarnung!
      Slutswalks sollten bewilligungspflichtig sein und wahlweise in der Wüste Gobi oder der Antarktis abgehalten werden. Das fände ich akzeptabel.

    • @only_me: das liegt allerdings nur am Styling. Alle drei Frauen in der Mitte können anders gestylt sehr attraktiv sein.
      Aber bei der Aktion des Slutwalk war das eben nicht gewollt.

      • @Miria,

        du kennst doch den Spruch: „Einen schönen Menschen kann nichts entstellen“?

        Die drei in der Mitte sind 5-6, die rechte in gutem Licht eine 7.

      • das liegt allerdings nur am Styling. Alle drei Frauen in der Mitte können anders gestylt sehr attraktiv sein.

        Nein, nicht wirklich.

        Aber bei der Aktion des Slutwalk war das eben nicht gewollt.

        Das ist richtig. Und welche Frauen haben ein Interesse daran, dass körperliche Attraktivität keine (grosse) Rolle spielt? Natürlich die Hässlichen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die einte oder andere recht hübsch ist.
        Solange sich Frauen vor dem Spiegel aufwändig während Stunden aufdonnern und ausserordentlich viel Wert auf ihr Äusseres legen, ist der Slutwalk offensichtlich eine Veranstaltung von Hässlichen für Hässliche (was aber rein gar nichts ändert).
        Was wäre das „männliche Gegenstück“ zum weiblichen Slutwalk? Eine Horde verarmter Männer, die von Frauen trotz ihrer Armut als potentielle Sexpartner anerkannt werden wollen und „gleiche Teilhabe“ (hehe) fordern. Nur sind Männer nicht derart doof, so dass sie die Sinnlosigkeit eines solchen Unterfangens nicht einsähen.

    • Kann man die Schlampen und Herren nicht in einer öffentlich einsehbaren Datenbank speichern. Keiner will mit solchen Menschen etwas zu tun haben der nicht ihrer Linie entspricht. Dank Biometrie müsste es dann möglich sein mittels eines Addons solche Menschen bei Online-Singlebörsen direkt zu identifizieren und auszusondern.

  2. Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm,
    Da wars um ihn geschehn.
    Halb zog sie ihn, halb sank er hin,
    Und ward nie mehr gesehn.

    Das m.E große konzeptionelle Problem an dem Hylas Motiv ist, dass hier die unglaubliche, unwiderstehliche, nicht-patriarchale MACHT der Frau über den Mann nicht nur dargestellt, sondern regelrecht gefeiert wird.

    Das Bild ruft: „Wir gehen für euch in den Tod. Und wollen es auch gar nicht anders haben. Denn wir bewundern euch.“

    Das widerspricht dermaßen jeder feministischen Lehre vom Patriarchat, kein Wunder, dass die kognitiven Dissonanzen lautstark knartschen.

    • Heute bei Genderama

      Auf jeden Fall liegt [die für die Zensur verantwortliche Galeristin] Gannaway mit ihrer Kritik – das Gemälde zeigt junge Mädchen, die teilweise nackt sind und als passive Objekte für den männlichen Blick dienen, oder so was – weit daneben. Sehen Sie sich das Bild etwas genauer an, und Sie werden feststellen, dass die Nymphen viel Handlungsspielraum haben: Sie schleppen Hylas in ihrer wässrigen Behausung in den Untergang. In der griechischen Mythologie wurde Hylas von den Nymphen entführt, wahrscheinlich vergewaltigt und nie wieder gesehen. (…) Ich vermute also, dass es hier einen #MeToo-Aspekt gibt: Das Gemälde stellt buchstäblich ein Sexualverbrechen dar. Es wäre auch dumm, das Gemälde aus diesem Grund zurückzuziehen, aber zumindest hätte die wahrgenommene Anstößigkeit der Situation entsprochen. Doch die politisch korrekte Kuratorin scheint den Sinn des Gemäldes nicht verstanden zu haben – sie ist zu sehr damit beschäftigt, Feigenblätter auf Kunstwerken anzubringen.

      Und endlich gibt eine Feministin mal zu, dass das Problem hier im Feminismus liegt und schreibt das nicht einem unsichtbaren Patriarchat auf die Fahne.

    • In der griechischen Mythologie und später in der griechischen Philosophie standen sich das männliche „solare“ und das weibliche „chtonische“ Prinzip gegenüber. Der „solare Held“ stand für Rationalität, Vernunft und Weltbeherrschung, während die „chtonische“ Frau die erdverbundene Sinnlichkeit und Triebhaftigkeit repräsentierte. Nun war nach dieser Vorstellung der „solare Held“ ständig der Bedrohung ausgesetzt, von den Frauen in den sinnlichen Sumpf weiblicher Triebhaftigkeit hinabgezogen und damit seines rationalen Wesens beraubt zu werden. Der Frauen- und Sexualhass der Spätantike (Gnosis, Neuplatonismus, frühes Christentum) ist daraus abzuleiten und in dieser Argumentation auch bei den damaligen Autoren (einschließlich Kirchenväter) wiederzufinden. Kirchenvater Origines hat sich sogar eigenhändig kastriert, um den weiblichen Reizen zu entgehen.
      Auch der Tannhäusermythos (den Richard Wagner vertonte) beruht auf diesem Motiv: Tannhäuser ist bei Frau Venus im Venusberg eingesperrt und dient ihr und ihren Gespielinnen als Sexobjekt. Er sehnt sich jedoch nach Befreiung durch sexuelle Askese und spirituelle Erkenntnis. Es wäre interessant, das inkriminierte Bild unter diesen Aspekten zu betrachten, die allerdings der heutigen feministischen Weltsicht völlig fremd sein dürften.
      Die fantasierte Bedrohung der Männer durch den sinnlichen Sumpf der Frauen findet sich übrigens auch in einem kurzen Duett in Mozarts „Zauberflöte“ („Bewahret euch vor Weibertücken“)

      • „Der Frauen- und Sexualhass der Spätantike …“

        Ich frag mich ob das nicht prinzipiell dasselbe ist, wie der Männer- und Sexualhass des postmodernen Feminismus.

        Gehasst wird im Grunde das eigene innere Bild des anderen Geschlecht, wie man/frau es sexuell anziehend findet: Die triebhafte, verführerische Frau in der Sicht des neuplatonischen Mannes bzw. der dominante, aggressive und durchsetzungsstarke Mann in der Sicht der postmodernen Feministin. Und in der Tat muss das, was man/frau anziehend findet nicht immer gut für einen Selbst sein …

        Ich glaube aber nicht, dass es bei der Zensur des Bildes um diese Themen ging, das war einfach feministischer Beißreflex.

        • Es gehört zu meinen Grundeinsichten seit den 1980er Jahren, dass in der Regel Sexualhass und Geschlechterhass zusammenfallen. Von daher gibt es m E. Überschneidungen zwischen den philosophischen und religiösen Auffassungen der Spätantike (die sich nicht mit denen des „gemeinen Volkes“ decken mussten, sondern ein Problem der Oberschichten waren) und denen des radikalen (und des spirituellen) Feminismus, die ebenfalls sozial eher in den „besseren Ständen“ zu verorten sind.
          Hier wären dann noch Parallelen zur sozialen Wertschätzung der „Knabenliebe“ bei den alten Griechen und der „politisch“ motivierten lesbischen Liebe bei manchen Feministinnen zu nennen, die in beiden Fällen auf der Verachtung des anderen Geschlechts beruhen und der gleichgeschlechtlichen Liebe als „wahrer“ Liebe den Vorzug vor der ordinären Triebabfuhr in der Heterosexualität geben.
          Übrigens war die platonische Liebe – so wie Platon sie verstand – die homoerotische Bindung zwischen dem Lehrer und dem Schüler, die aber körperlich nicht ausgelebt, sondern spiritualisiert wurde.

      • „Die fantasierte Bedrohung der Männer durch den sinnlichen Sumpf der Frauen“

        Ich sehe es nicht so negativ.
        Jimmy Carr erzählte mal, dass er im Studium das Glück hatte, von Frauen für nicht attraktiv genug gehalten zu werde. Dadurch hatte er viel mehr Zeit zum Studieren als seine Kommilitonen.

        Das scheint mir eine akkurate Beobachtung zu sein.

        • Ach nee, das ist mir zu puritanisch gedacht, wonach den „Verlockungen des Fleisches“ um „höherer Ziele“ willen zu entsagen ist. Da lobe ich mir dann doch Friedrich Nietzsche: „Alle Lust will Ewigkeit, will tiefe tiefe Ewigkeit“.

          • Es ist nicht puritanisch gemeint.

            Es rutscht faktisch sehr leicht in ein Entweder Oder ab, wie z.B. bei Erec und Enide.
            Mann muss sich entscheiden, ob man monatelang nicht von der Alten runterkommt, oder nach dem heiligen Gral sucht.
            Ich sehe den Fischer und Hylas als Männer, die sich für ersteres entschieden haben und damit der (Männer-)Welt verloren gehen.

  3. …dass hier die unglaubliche, unwiderstehliche, nicht-patriarchale MACHT der Frau über den Mann nicht nur dargestellt, sondern regelrecht gefeiert wird…

    Das ist der heikle Punkt. Denn es ist die sozusagen Lebenslüge des Feminismus, und vielleicht der gesamten, zumindest modernen, Inszenierung gesellschaftlicher Realität gerade diesen Wesenskern der menschlichen Kultur und Gesellschaft, daß im Prinzip die wahre Macht und Herrschaft in der Gesellschaft bei den Frauen liegt, und Männer lediglich Macht in gewissermaßen „Gladiatorenkämpfen“ simulieren dürfen strikt zu leugnen und genau das Gegenteil zu behaupten. Das nämlich diese Kämpfe, dieses Hamsterrad, das zwar einzelnem Männern Macht bringt, ein Ausdruck von allgemeiner Machtstellung des Mannes an sich sei, daß es ein Partiarchat gäbe.
    Wir sehen gerade an der Metoo Debatte, daß, um beim Bild des Gladiatorenkampfes zu bleiben, ein simples Daumen hoch Daumen runter aus der Damenwelt reicht um auch scheinbar mächtige Männer gesellschaftlich zu vernichten.

    Diese Lebenslüge ist aber notwendig, um die Männer bei Laune zu halten, die Farce mitzuspielen. Das scheint mir an MGTOW das gefährliche, es sprengt praktisch die Grundlagen der menschlichen Gesellschaft. Zum Glück für diese wird es sich aber nicht auf große Teile der männlichen Bevölkerung ausweiten, eben gerade weil „die unglaubliche, unwiderstehliche, nicht-patriarchale MACHT der Frau über den Mann “ besteht. Und nur wenige können sich davon lösen, oder haben das Glück eines der wenigen Einhörner als Partnerin zu haben.
    Ob Frauen mal ín größerem Maße durch Sexpuppen ersetzt werden wage ich nicht zu beurteilen.

    • „Das scheint mir an MGTOW das gefährliche, es sprengt praktisch die Grundlagen der menschlichen Gesellschaft. “
      Nur wenn eine gewisse Anzahl an Männern mitmacht. Neben der amorösen müsste aber auch die wirtschaftliche Verweigerung für Frauen stehen, auch was den Staat angeht. Deswegen ist ein MGTOW auch in jedem Fall ein Gegner einer bedingungslosen Solidarität für alle Menschen. Ein MGTOW dürfte nur seinem eigenen Geschlecht Unterstützung in Form von Steuern und Sozialabgaben zukommen lassen. Frauen dürften in keinem Fall von der männlichen Arbeitskraft profitieren.

      • ja genau , und das eben glaube ich nicht, dass eine nennenswerte Anzahl mitmacht, aber man kann sich auch täuschen, auch Minderheiten haben manchmal durchaus Einfluss auf die Entwicklung des gesellschaftlichen Bewusstseins.
        Ja die wirtschaftliche Verweigerung wäre das wesentliche Element, ich habe keine Zahlen, aber der Transfer Mann zu Frau ist sicher in der Größenordnung arm zu reich, aber der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend entzogen.
        Die Tendenz im MGTOW einer völligen individualistischen Entsolidarisierung sehe ich etwas kritisch. Der Mensch ist nun mal ein soziales Wesen und auf andere angewiesen. Viele machen sich das in der modernen Konsumgesellschaft nur nicht so bewusst. (Daher bezeichnen sich ja lustigerweise auch Menschen als Selbstständige (wirtschaftlich) , die Angestellte haben. Sie sind also ganz offensichtlich nicht selbstständig, sonst brauchten sie ja niemanden, der für sie arbeitet.)
        Aber es ist schon richtig, zu überlegen, mit wem man solidarisch ist. Das führt dann wieder zu der Überlegung, daß der Mensch sozial an das Leben in einer kleinen Horde Verwandter und bekannter von ca. 15-30 Personen angepasst ist. Alle größeren Gesellschaften zerfallen tatsächlich wieder in solche Untergruppen (Seilschaften, informelle Gruppen etc.) Die Gesamtstruktur macht es nur möglich, das einige dieser Gruppen sich die Arbeitskraft der anderen aneignen können und so einen immensen Reichtum
        anhäufen können. Der Antrieb für dieses Verhalten ist sicher nicht zuletzt die weibliche Hypergamie mit ihrer nie endenden Anspruchsspirale.
        Im den Bogen wieder zu finden, MGTOW ist daher ein ziemlich großer Schritt vorwärts in der Erkenntnis über die Ursachen des Desasters der menschlichen Gesellschaft, ein Schritt an dem die linken Weltverbesser, warum auch immer bisher scheiterten, und damit auch alle ihre praktischen Versuche.

        • „Im den Bogen wieder zu finden, MGTOW ist daher ein ziemlich großer Schritt vorwärts in der Erkenntnis über die Ursachen des Desasters der menschlichen Gesellschaft, ein Schritt an dem die linken Weltverbesser, warum auch immer bisher scheiterten, und damit auch alle ihre praktischen Versuche.“
          Stimmt genau, ich war als ich mal jung war in mehreren linken Gruppen welche sich über die Weltrevolution und den Kommunismus ausgelassen haben aber das Thema Mann-Frau immer vergessen haben. Ich glaube nicht einmal, dass sie das aus böser Absicht gemacht haben da wir gemeinsam über die „weichen“ Männer in anderen Gruppen abgelästert haben. Ich denke sie gehen wirklich davon aus, dass Frauen eigentlich Männer ohne Pimmel sind und ansonsten genau gleich. Gerade in linken Gruppen ist eine Prüderie zu finden welche ihresgleichen sucht. So was findet man nicht einmal bei den Konservativen.
          Die Idee nur Menschen in kleinen Gruppen zu unterstützen ist in dem Buch „The way of men“ von Jack Donovan aufgegriffen worden. Ich denke, dass dieser Weg die Zukunft gerade für MGTOW Männer ist. Kleine Vereine die sich mit Dingen beschäftigen die Männer gerne tun ohne das Frauen zugelassen sind. Bis max. 100 Leute, eher weniger. Viele Wettkämpfe gegen andere Gruppen um die Gruppenidentität zu stärken. So etwas kann uns wirklich voran bringen.

  4. Obwohl diese moderne Form der Prüderie Besorgnis erregend ist, wäre sie nur halb so schlimm, wenn sie nicht gleichzeitig mit einer Hofierung islamischer Lehren und Sitten einhergehen würden.

    Die kulturmarxistische Strategie, die westliche Freiheit durch Dekonstruktion geschlechtlicher Gewissheiten zu zerstören, geht hier eine Bündnis ein mit der importierten Gefahr des Islam, als Todfeind säkularer und liberaler Werte.

    • Die kulturmarxistische Strategie, die westliche Freiheit durch Dekonstruktion geschlechtlicher Gewissheiten zu zerstören

      Ohoh, geschlechtliche Gewissheiten – sagt der schwule Adrian! Da musste ich gleich mal leer schlucken!

      • Soweit ich weiß ist die Tatsache, dass es gleichgeschlechtliches Begehren gibt, seit Jahrtausenden bekannt.
        Sehr neu ist dagegen die These, dass männliche Sexualität ein Machtinstrument zur Unterdrückung der Frau idt .

        • Natürlich ist das seit langem bekannt. Es wurde und wird aber in vielen Kulturen (auch heute noch) als widernatürliche Abweichung gewertet. Die geschlechtliche Gewissheit wäre in diesem Sinn: Der Mann begehrt die Frau und die Frau den Mann. Jeder schwule Mann und jede lesbische Frau ist ein Angriff auf diese scheinbaren Gewissheiten, was zum Teil die Aggressionen erklärt, mit denen solchen Normabweichungen begegnet wird, weil Gewissheiten Sicherheit vermitteln. Norm verwende ich hier im Sinne von „Verhalten einer (klaren) Mehrheit“ und nicht im Sinne einer moralischen Wertung.
          In dieser Weise argumentieren auch die Vertreter der 4000-Geschlechter-Theorie. In diesem Fall aber zielen sie daneben. Der Ärger, der sich gegen solche Theorien entlädt ist der Umstand, dass Begriffe gekapert werden und ihnen eine Bedeutung untergeschoben wird, die nichts mit der ursprünglichen Bedeutung gemein haben. Geschlecht ist ein ziemlich klar definierter Begriff, der sich unmittelbar auf die Biologie und die Fortpflanzung zurück führen lässt. Es ist der offensichtliche Manipulationsversuch, der ärgert, die Vorstellung, dass allein durch den veränderten Sprachgebrauch eine neue Realität geschaffen werden könne. Diese Vorstellung ist offensichtlich einer radikalkonstruktivistischen Anschauung geschuldet.

          • „In dieser Weise argumentieren auch die Vertreter der 4000-Geschlechter-Theorie. In diesem Fall aber zielen sie daneben.“

            Eben. Aus diesem Grund ist Dein Vergleich hanebüchen. Willst Du tatsächlich die Fiktionen feministischer Thesen mit der realen Existenz von Homosexualität auf eine Stufe stellen?

          • Eben. Aus diesem Grund ist Dein Vergleich hanebüchen. Willst Du tatsächlich die Fiktionen feministischer Thesen mit der realen Existenz von Homosexualität auf eine Stufe stellen?

            Nein, eben nicht, das ist doch meine Aussage.

  5. „Die Grenzlinie scheint mir dabei wie folgt innerhalb des Feminismus zu sein: …“

    Du brauchst gar nicht so kompliziert zu denken. Die Grenze liegt da, wo der Verdacht besteht, dass hübsche Frauen für Männer da sind:
    Formel 1 = für Männer
    Dart = für Männer
    Porno = für Männer
    Avenidas Gedicht = ein Mann bewundert
    Hylas Gemälde = ein Mann ist anwesend.

    Cyrus und der Slut Walk machen dagegen explizit klar, dass die Darstellung empowert und feministisch ist und Männer hier keine Rolle spielen.

    • „Männer hier keine Rolle spielen.“

      Ihr Portemonnaie schon.

      Nacktheit für indirektes Geld ist feministisch. Direkt, also Prostitution, allerdings nicht. -> Plaible Deniability ist sehr feministisch.

    • „Die Grenze liegt da, wo der Verdacht besteht, dass hübsche Frauen für Männer da sind“

      Das Argument von Seiten der Feministin, ist hier, dass die Frau dadurch zum Objekt wird. Mir scheint das total verkürzt, denn der Mann wird ja wie in der Hylas Story zu sehen durch sein Begehren mindestens ebenso zum Objekt.

      Wobei das gesamt Konzept vom „zum Objekt werden“ IMHO völlig bescheuert ist. Aus meiner Sicht gehört das Begehren und Begehrtwerden zum Menschsein dazu, erst dadurch wird man zum Menschen.

      Deswegen ist die Erklrung „hübsche Frauen sollen nicht für Männer da sein“ unsinnig, sexuelle Konkurrenzkämpfe zwischen Frauen sind der bessere Erklärungsansatz.

        • Naja, Männer geben dem ganzen die Würze.
          Evolutionsbiologisch ist es schon so, das bestimmte Eigenschaften, und auch Verhaltensweisen sind Eigenschaften, sich sozusagen verselbstständigen können, oder vom ursprünglichen biologischen Sinn entkoppeln können, oder eine andere Funktion übernehmen können. So haben wir den weitgehend funktionslosen Blinddarm, ein Kieferknochen wird zum Gehörknochen etc.
          Es wäre interessant zu prüfen, inwieweit die intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen mit dem daraus resultierenden Verhalten sich schön zu machen, als Sexobjekt zu präsentieren, zu bemalen usw. sich schon vom ursprünglichen Sinn gelöst hat, Männer anzulocken. Teilweise sind ja bestimmte Verhaltensweisen da kontraproduktiv. Interessant wäre auch wie da biologische und kulturelle Faktoren zusammenwirken.

      • „Wobei das gesamt Konzept vom „zum Objekt werden“ IMHO völlig bescheuert ist.“

        Es ist nicht völlig bescheuert, sondern nur die übliche feministische Korkenzieherverfremdung, die es bescheuert wirken lässt.
        Ich hatte mal über einen Hinweis von Karen Straughn geschrieben, die eine Studie erwähnt, die feststellt, dass die „Objekt“-Eigenschaft nicht entlang so einer Achse passiert:

        sondern entlang so einer:

        Sehr spannend ist folgender Aspekt: Moralische Verantwortung hat jemand in der unteren rechten Ecke. Moralische Rechte jemand links oben.
        Jemand, der handelt, agiert, den kann man vollauf zur Rechenschaft ziehen für das, was er tut.
        Jemand, der nicht agiert, aber empfindet, der muss beschützt werden.

        Mit anderen Worten: Feministinnen beanspruchen für sich das Objektifizierungsmonopol.
        Nur sie dürfen bestimmen, wann und wie eine Frau zum Objekt (=Opfer) bestimmt wird.

        • @Only:
          Ich glaube, es ist sogar noch viel einfacher. Feministische Meinungsführer sind entweder selbst zu blöde eine Definition kontextuell zu sehen ( was durchaus mal vorkommen mag ), oder sie glauben, dem Rest der Welt einreden zu können, daß es immer nur eine absolut zutreffende Definition geben kann ( das scheint mir bei den Ranghöheren durchgehend der Fall zu sein, bspw. bei Schwesig mit ihren scheinbar naiven Barbiesprüchen, mit welchen sie nie zur Bundesministerin hätte aufsteigen können, auch in der SPD nicht ).
          Die wissen ganz genau, daß die „Lateinkenntnisse“ in weniger gebildeten Teilen der Bevölkerung Subjekt und Objekt nur als Schwarz – Weiß – Unterscheidung ( Lebewesen vs. unbelebter Gegenstand ) gebraucht wird.
          Das also ein Objekt der Begierde bspw. ein Lebewesen sein kann und dadurch auch nicht plötzlich zur Salzstange gefriert, lässt sich polemisch locker assoziativ übertünchen.
          Und das ist auch schon die ganze Strategie, die dahintersteckt.
          Objektivierung = Lebens(rechts)entzug.
          Klingt schwachsinnig, ist es auch, funktioniert aber.

      • Das Argument von Seiten der Feministin, ist hier, dass die Frau dadurch zum Objekt wird. Mir scheint das total verkürzt, denn der Mann wird ja wie in der Hylas Story zu sehen durch sein Begehren mindestens ebenso zum Objekt.

        Wer sagt denn eigentlich, dass die Nymphen ihrerseits nicht ihn begehren?
        Die Theorie vom männlichen Opfer eines Sexualverbrechens ist doch gar nicht so abwegig.
        Noch besser – Männer sind wieder einmal selbst schuld, denn selbstverständlich ist er aufgrund seines schändlichen Sexualtriebs ein willfähriger Bettgenosse. Obwohl, ist vielleicht schwierig mit dem Bett, so unter Wasser. 😉

        • „Wer sagt denn eigentlich, dass die Nymphen ihrerseits nicht ihn begehren?
          Die Theorie vom männlichen Opfer eines Sexualverbrechens ist doch gar nicht so abwegig.“
          Was die Mädels allerdings nicht im geringsten daran hindert, ihn nach Gebrauch im Morast zu versenken.
          Analog zu Glenn Close mit Weinstein.
          2012 vergötterte sie ihn, jetzt klatscht sie begeistert, weil er hingerichtet wird.

          • ja schon seltsam, wie weit dieses Verhalten unter Frauen verbreitet ist, dieser entgrenzte Vernichtungswille gegen Männer, dies Hasskrämpfe, die sich aus nichtigstem Anlass Bahn brechen können und ihr ganzes Denken überschwemmt. Es wundert mich wie normal das von vielen angesehen wird, auch Männern. Beim Mann wird man das zweifellos als pathologisches Verhalten ansehen.

      • „Das Argument von Seiten der Feministin, ist hier, dass die Frau dadurch zum Objekt wird. Mir scheint das total verkürzt, denn der Mann wird ja wie in der Hylas Story zu sehen durch sein Begehren mindestens ebenso zum Objekt.“

        Falsche Interpretation.

        Bleiben wir doch einfach bei der Story.
        Hyla ging zum Tümpel zum WASSERHOLEN, nicht, um sich an nackten Nymphen zu ergötzen. Die hatten jederzeit die Option, für ihn unsichtbar zu bleiben.
        Damit wäre die Story vorbei und nie erwähnt worden.

        Sie sind aber aufgetaucht und haben ihre Reize präsentiert, von deren Wirkung auf Männer sie offensichtlich genau wussten. Ob der Jüngling überhaupt darauf reagierte, geht aus dem Bild nicht hervor.
        Genauso korrekt wäre: der verblüffte Hyla wird beim Wasserschöpfen am Handgelenk gepackt und unter Wasser gezogen.

        Die Nymphen waren an keiner Stelle und zu keinem Zeitpunkt Objekte, sondern hatten das Heft des Handelns zu jeder Zeit allein in der Hand.
        Hyla dagegen war zu keiner Zeit handelndes Sujekt, wenn man mal von dem – gescheiterten – Versuch des Wasserschöpfens absieht.

        Aber Tatsachenverdrehung und Geschichtsfälschung ist nunmal die prägnanteste Disziplin der Genderforschung.

        • In der Kulturgeschichte der Menschheit wird sehr oft die „Warnung vor dem Weibe“ kodiert übermittelt. Korrekter ist es die „Warnung vor der Wirkung des jungen Weibs auf den Mann“.

          Modern müsste die Botschaft wohl lauten: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie den Clochard unter der Brücke oder Grabsteine jung verstorbener Männer 😉

          Ebenso wie auch Kernelemente des MGTOW in vielen Kulturen seit unzähligen Generationen in Nischen tradiert sind.

          Im übrigen finde ich es gut, wenn es eine wirksame Gegenbewegung zur Übersexualisierung der westlichen Gesellschaften gibt.

          Zu bedenken ist allerdings:

          Diese Übersexualisierung durch Flutung des öffentlichen Raums mit weiblichen Sexualtriggern (und begleitenden weiblichen Destruktivitäten) ist allerdings unabdingbarer Bestandteil des Konsumismus. Ohne halbnackte Weiber überall kein Konsumismus.

          Wir haben es also mit einer sozio-ökonomischen Transformation der westlichen Gesellschaften zu tun, bei dem die Kulturstürmer nur Mittel zum Zweck sind.

          • „Ohne halbnackte Weiber überall kein Konsumismus.“

            Hmm,

            wenn das stimmt, dann frage ich mich, warum das Paradies des Mannes der Baumarkt ist.

            Nirgendwo gibt es weniger Haut und lange Beine zu sehen, weder in der Werbung, noch im RL 😀

          • Baumärkte sind bestimmt keine Konsumtempel. Zumindest wäre mir nicht bekannt, dass Männer freiwillig und aus eigener Begeisterung heraus alle zwei jahre das Haus innen komplett umstellen/umbauen. Oder jedes Frühjahr die Gartenlaube abreißen und neu bauen, weil die alte in Form und Farbe nicht mehr in Mode ist…

            Die Übersexualisierung des öffentlichen Raums soll ja in erster Linie Frauen zum Konsum anregen und nur mittelbar Männer (mit dem Gequengel des Weibes als Druckmittel)…

    • Es gibt da noch einen anderen Aspekt, den ich für offensichtlich halte.
      Wo Frauen und ihre Körper primär dekoratives Element sind, kriegen Feministen einen Schreikrampf. Die Grid-Girls sind, auch wenn sie einen Schirm halten, offensichtlich dekoratives Element. Eben so die Hostessen bei Automobilausstellungen und Ähnlichem. In krassem Gegensatz dazu bemühen sich die Slutwalkerinnen nicht, attraktiv auszusehen und die meisten sind ausgesprochen hässlich. Muss man so sagen.
      Ich würde es als Protest der Hässlichen interpretieren. Hässlichkeit ist für eine Frau durchaus ein schwerwiegendes Problem. Ich sage das ohne Häme. Es ist nun mal so, dass attraktive Frauen von männlicher Zuneigung profitieren, eine Zuneigung, die hässliche Frauen so nicht erhalten. Lookism ist eine Realität.

  6. Die Grenzlinie scheint mir dabei wie folgt innerhalb des Feminismus zu sein

    Es ist viel einfacher: Männliche Sexualität ist böse, egal wie kulturell wertvoll. Weibliche Sexualität ist dagegen gut, egal wie degeneriert.

  7. Jedes argumentieren ist hier eh sinnlos. Die Befürworter haben sich die ‚wahren‘ Gründe für den gesellschaftlichen Widerstand schon zu recht gelegt und der lauten das Männer Angst haben ihre Macht zu verlieren und unzufrieden sind das es nicht mehr so läuft wie bisher.
    Da ist dann auch jedes Aufzeigen von ähnlichen Beispielen mit verbotener Kunst aus faschistischen Regimen oder so lustiger Argumentationen mit Logik und dem Klarmachen was ihre Forderungen für Konsequenzen haben und wohin sich damit alles bewegen wird, völlig irrelevant.

    Diese Leute haben sich doch schon eingeredet das sie umso richtiger liegen, je mehr Kritik es gibt.

    Die Meinung von Männer ist sowieso egal, aber ich denke auch nicht das die sexpositiven Frauen gegen die Feministen ankommen, da erstere eher eine leben-und-leben-lassen Philosophie vertreten, während die Feministinnen fanatisch alles kontrollieren wollen.

  8. Frage an die eventuell mitlesenden Feministinnen: Müsste man dieses Bild in der Versenkung verschwinden lassen oder eine Sonderausstellung draus machen?

    Immerhin ergötzen sich hier Männer an dem Tod einer Frau, die vom Patriarchat ins feuchte Grab getrieben wurde.
    Dann wiederum klagt es schonungslos an, wie schon immer Frauen zum Opfer männlicher Machenschaften wurden.
    Was ist die richtige Interpretation?

    • Das ist eine echte Frage. Im Viktorianismus gab es ja einen Kult um die schwindsüchtige Frau (z. B. bei den Präraffaeliten, auch bei Künstlern wie Dante G. Rossetti).

      Und das ist ja schon irgendwie dekadent oder gar morbide. Erregen sich das verklemmte Männer an dahin siechenden jungen Damen? Oder huldigen sie der weiblichen Jugend, in dem sie ihre Verletzlichkeit, ja Hinfälligkeit herausstellen (also letztlich melodramatisch gestalten)?

      Ja, sehr seltsam …

  9. Eine These ist, dass Feminismus in vielen Bereichen nicht gegen ein Patriarchat kämpft, sondern es eher um intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen geht, bei der der Wunsch besteht, dass diese in bestimmten Bereichen vermindert wird, insbesondere im Bereich Schönheit.

    Meine These hierzu ist, dass schöne Frauen hier als „Dekorationsobjekte“ für eine Weiblichkeit stehen, die Feministinnen überwinden wollen: Über Prinzessinnen und warum Nymphen aus dem Museum verbannt werden

    • Man braucht sich doch nur einmal das Video von „This Morning“ anschauen: Eine biedere, unattraktive Feministin, die keinen Plan von der Materie hat, erklärt zwei attraktiven Frauen, was sie zu tun und zu lassen haben.

      Das ist intrasexuelle Konkurrenz in Reinkultur: Ich habe keine Chance, ein Grid Girl oder Race Queen zu sein. Ich bin verbittert, unattraktiv und verklemmt. Ich ertrage es nicht, wenn andere Frauen schöner und begehrter sind als ich und darum müssen die weg. Und dabei ist es mir komplett egal, was die betroffenen Frauen selber denken, es reicht dass ich eine Ideologie habe, der die sich zu beugen haben.

        • Ich denke, das Gleiche steckt auch hinter den Protesten gegen Bikinis auf Werbeplakaten.

          Dass die neue linke Prüderie (wir erinnern uns, vor einem halben Jahrhundert waren die Linken mal jene, die für eine offene und freizügigere Gesellschaft protestierten), insbesondere auch den Islamisten gefallen sollte, ist da nur ein Nebeneffekt. Eine komische Allianz aus patriarchaler, rückwärtsgewandter Religion und „progressiven“ (eigentlich sind die heute ja regressiv) Linken.

          • Diese Allianz besteht seit mindestens den 60ern. PFLP und Aktion 2. Juni/RAF waren schon damals verbündet. Gestützt von der Sowjetunion und der DDR.

        • Dazu Nietzsche:

          »Emanzipation des Weibes« – das ist der Instinkthaß des mißratenen, das heißt gebäruntüchtigen Weibes gegen das wohlgeratene – der Kampf gegen den »Mann« ist immer nur Mittel, Vorwand, Taktik.

  10. Frau Wizorek sucht nach Eindeutigkeit, wo es Eindeutigkeit kaum geben kann. Aber da, wo sie angemessen wäre, sucht man sie bei ihr vergeblich. Etwa zwischen strafbaren Handlungen und kommunikativen Irritationen zu differenzieren. Insofern kann es nicht überraschen, wenn Kunstwerke in Vertretung ihres Schöpfers längst zum Gegenstand der Verdammung gemacht werden sollen. So hielt es Frau Wizorek für sinnvoll, den Schauspieler Kevin Spacey nachträglich aus Filme herauszuschneiden. So ein Verhalten müsste „Konsequenzen haben.“ Nun ist dessen Weltkarriere inklusive seines Leumundes in wenigen Wochen regelrecht pulverisiert worden. Aber jenseits dessen ist dieser Zeitgeist sogar bereit, historische Kunstwerke seinem strengen Reglement zu unterwerfen. So geschehen in der Manchester Art Gallery unter dem bemerkenswerten Motto: „Lasst uns dieser viktorianischen Phantasie entgegentreten!“ Warum man das noch mehr als hundert Jahre später machen muss, ist unklar.

    Da fragt man sich wirklich, von welchen Dämonen die Initiatoren dieser Aktion besessen sein müssen. Oder droht uns bei Dieter Wedel Vergleichbares? Unter Umständen werden Wiederholungen seiner Filme bald mit den Worten eingeleitet, es beim Regisseur mit einem Unhold zu tun zu haben. Und während der Übertragung könnten Untertitel eingeblendet werden, um den Zuschauern die Möglichkeit zu geben, sich auf einem virtuellen Pranger zu verewigen. Bei Rainer Brüderle kam übrigens bis heute niemand auf die Idee, sich zu entschuldigen. In der Beziehung funktioniert das Schweigekartell der Puritaner im feministischen Kostüm tadellos.

    http://genderama.blogspot.de/2018/02/immer-mehr-menschen-alarmiert-uber.html

    Cancer

  11. Mir scheint die Forderung nach einer neuen Prüderie eher wie der Versuch, einen Generalstreik zu organisieren. Der Feminismus ist sich der Macht der (jungen) Frau über Männer durchaus bewusst und es scheint mir, als solle den Männern immer wieder eine Mohrrübe vor die Nase gehalten werden, um dann, wenn eine Reaktion auf das Möhrchen sichtbar wird, zu sagen „Ha, ha, reingefallen, Du kriegst die Möhre nicht!“

    Und warum? Wegen der Apex-Fallacy, vermute ich. Frauen sind hypergam, das lässt sich hinreichend gut belegen. Die tonangebenden Feministinnen stammen überwiegend aus dem Bürgertum. Dadurch, und hier beginnt die Spekulation, nehmen diese Feministinnen den unteren Teil der männlichen Hierarchie gar nicht wahr. Es ist ihnen schlicht egal, in welcher Situation sich die männlichen Menschen dort befinden. Der einzig relevante Teil der Hierarchie ist für sie der obere. Dieser obere ist aber aufgrund der Hypergamie für viele Frauen attraktiv und die Männer dort erhalten permanent Angebote. Deshalb können sie nur auf indirekte Weise geschwächt werden: z.B. a) Kriminalisierung schon des Annehmens von Angeboten bzw. Erhöhung der Gefahr der Strafbarkeit und b) Verringern der Möglichkeiten, dass diese Angebote gemacht werden.

    Die hier beschriebenen Tendenzen fallen für mich unter b).

    Eine interessante Frage ist, ob die Gewöhnung an das Überangebot von sexuellen Möglichkeiten für die Männer im oberen Drittel der Hierarchie tatsächlich auch überwiegend zu einer Wahrnehmungsverschiebung und einer eher utilitaristischen Einstellung gegenüber Frauen führt. Dann wäre zumindest zu überlegen, ob es in diesem Teil der Hierarchie tatsächlich auch zu einer Häufung von (in strafrechtlichem Sinn nicht im Sinne von Hashtag-Aktivistinnen) übergriffigem Verhalten von Männern gegen Frauen kommt.

    • „Dadurch, und hier beginnt die Spekulation, nehmen diese Feministinnen den unteren Teil der männlichen Hierarchie gar nicht wahr. “

      Gemäß Hanlon’s Razor ist das keine Spekulation.

      Der Umgang von Feministen mit männlichem Leid (ie. komplettes Ignorieren) lässt sich ausschließlich durch Unwissenheit ODER Boshaftigkeit erklären.

      Im Zweifel ist „Unwissenheit“ die anzunehmende Antwort.

      Das wird bestätigt, wenn man eine MeinFeminismus Feministin mal fragt, was sie für die zu lösenden Probleme von Männern hält. Antwort: Die dürfen nicht weinen und keine Röcke tragen.

      Die haben wirklich nicht den geringsten Schimmer.

      • Unwissenheit ODER Boshaftigkeit braucht man da nicht unbedingt heranziehen.

        Die „biologische Aufgabe“ der Frauen ist es nun mal, schwache Männer sexuell auszuselektieren und den Männer möglichst viele Ressourcen aus dem Rücken zu leiern.

        Angesichts dieser „Aufgabe“ Mitgefühl von ihnen zu erwarten, ist vielleicht etwas viel verlangt.

        • Die „biologische Aufgabe“ des Mannes ist, möglichst viele Frauen zu schwängern, zur Not gegen deren Willen.
          Mit so einem Satz kann man keine ethische Frage beantworten.

          Es bleibt also: Entweder sie wissen es nicht oder sie wissen Bescheid, aber es ist ihnen scheißegal, dass sie lügen, wenn sie mehr und mehr Privilegien fordern. Das läuft unter „boshaft“

          • Mitgefühl braucht man(n) also nicht zu erwarten, man(n) kann allenfalls auf ethische Einsicht hoffen.

            „Die „biologische Aufgabe“ des Mannes ist, möglichst viele Frauen zu schwängern, zur Not gegen deren Willen. Mit so einem Satz kann man keine ethische Frage beantworten.“

            Wenn der Mann so rigoros seiner biologischen Aufgabe folgte, dann würde ein ersprießliches Zusammenleben schwierig werden. Kaum jemand nähme es hin wenn Mutter, Frau, Tochter, Schwester permanent von den Nachbarn vergewaltigt wird. Es ist also im Interesse aller, dass gegenüber dem männliche Trieb ethische Regeln durchgesetzt werden.

            Anders wenn jemand permanent Privilegien/Ressourcen beansprucht. Die werden in der Regel nur gewährt, solange es dem Nachwuchs zugute kommt. Derjenige, dem die Privilegien gewährt werden, bräuchte eine unmenschlich hohe Ethik um von sich aus diese Privilegien nicht weiter zu beanspruchen. Normalerweise funktioniert das nur, wenn der Privilegien Gewährende Grenzen setzt.

          • Man kann die ethische Frage nicht mit so einem Strohmann beantworten. Die Aufgaben des Mannes sind extrem vielfältig, während die Aufgaben der Frau relativ beschränkt ist (Kinder zeugen und gebären)

        • Die „biologische Aufgabe“ der Frauen ist es nun mal, schwache Männer sexuell auszuselektieren und den Männer möglichst viele Ressourcen aus dem Rücken zu leiern.

          In Bezug auf die Selektion bin ich der gleichen Meinung, wobei die Frage ist, was schwach heißt. In der Wissensgesellschaft ist physische Überlegenheit kein kritischer Vorteil. Was die Ressourcen angeht, so haben eigentlich beide Seiten ein Interesse an der erfolgreichen Aufzucht der Nachkommen, zumindest sehe ich keinen Grund, warum eine Frau pauschal daran Interesse haben sollte, wenn der Mann es pauschal nicht hat.

          • Während fast der gesamten Menschheitsgeschichte lag die Kindersterblichkeit bei 50%. Um sich zu vermehren, musste eine Frau also mindestens 5-6 Kinder austragen und danach säugen – unter steinzeitlichen Lebensbedingungen. Das kann nur funktionieren, wenn die Hauptflussrichtung der Ressourcen von Mann nach Frau ist. Eine Frau, die das nicht sicherstellen kann, wird sich nicht vermehren können. Ebensowenig wie ein Mann der nicht bereit ist, diese Flussrichtung zu unterstützen.

      • Die haben wirklich nicht den geringsten Schimmer.

        Die Frage ist aber, ob die Wissenslücke durch einen blinden Fleck in der Wahrnehmung entsteht, der durch die genetisch vorgegebene Hypergamie entsteht. Dann wäre sie nicht oder nur sehr schwer behebbar. Und wenn dem so ist, stellt sich die Frage, wie sehr sollte eine Gesellschaft Strukturänderungen aufgrund der Forderungen dieser (systematisch fehlsichtigen) Gruppe vornehmen oder besser versuchen das gesamte Bild im Blick zu behalten.

        • Werlauer die Gesellschaft muss nichts. Das Problem sehe ich aber an mehreren Stellen. 1) Immer mehr Männer werden aus dem Deal aussteigen und lieber alleine bleiben. 2)Wenn der Staat dann Zwangsabgabe einführt und Zwangsarbeit um Männer uwangsläufig dabeizuhalten, eird es krachen. Momentan haben Männer und Frauen ja gleiche Steuern, Ungleichheit ergibt sich ja aus höherem Verdienst.
          Mache ich jetzt aber Zwangsabgaben oder verpflichtende Vollueitarbeit, dann wirds zu offensichtlich.

          Wobei die Feministinnen sich ja selbst schaden, wenn sie die oberen Männer so schwächen. Wer so viel Geld hat und in Deutschland keine Angebote hat, kann ja auch nach Thailand.

      • Die haben wirklich nicht den geringsten Schimmer.

        hm ? aber doch schon ein Bewusstsein für die emotionale Verstümmelung der Männer viele unterzogen werden, oder sich selber unterziehen? Aus ihrer Sicht sind das sicher ganz furchtbare Einschränkungen.

    • Eine interessante Frage ist, ob die Gewöhnung an das Überangebot von sexuellen Möglichkeiten für die Männer im oberen Drittel der Hierarchie tatsächlich auch überwiegend zu einer Wahrnehmungsverschiebung und einer eher utilitaristischen Einstellung gegenüber Frauen führt. Dann wäre zumindest zu überlegen, ob es in diesem Teil der Hierarchie tatsächlich auch zu einer Häufung von (in strafrechtlichem Sinn nicht im Sinne von Hashtag-Aktivistinnen) übergriffigem Verhalten von Männern gegen Frauen kommt.

      Das ist meine Vermutung.
      Es wäre sehr interessant, die Weinsteinstory mal aus einer neutralen Perspektive zu betrachten, eine Perspektive, die sich nicht damit begnügt, ihn als Charakterschwein zu qualifizieren, sondern sein soziales Umfeld in die Analyse mit einbezieht.
      Typisch für feministische Beliebigkeit ist, dass in der feministischen Erzählung die Frauen passive Opfer waren, männlicher Macht hilflos ausgeliefert und die sich jetzt, halleluja, gepriesen sei der Feminismus, dank me-too ihrer Sprachlosigkeit und passiven Hilfslosigkeit entledigten. Das klingt geradezu nach einem religiösen Erweckungserlebnis, nach einer Wiedergeburt!

      • „ihn als Charakterschwein zu qualifizieren“

        Ich frage mich seit dem Anfang von #metoo, was mit deinem Character und deinem Umgang mit Frauen passiert, wenn dein Leben in etwa so aussieht:

        Ist es wirklich „schweinisch“ dann als default anzunehmen, dass eine Frau Sex mit dir haben will?

        • Also manchmal frage ich mich … das ist doch meine Aussage, und, wenn ich Werlauer richtig verstanden habe auch sein. Inwiefern Weinstein das Label „Charakterschwein“ verdient oder nicht, das müsste sich erst noch zeigen. Diese Qualifizierung ist ja nicht meine und ich mache sie mir auch nicht zu eigen, sondern es ist die medial verbreitete.

          • Ah, unklar formuliert.

            Ich wollte dir zustimmen, nicht widersprechen und habe „du“ im Sinne von „man“ gebraucht.

      • Was ich meine ist, dass die permanente Verfügbarkeit zu einer Haltung führt, in der Weiblichkeit mit Verfügbarkeit gleichgesetzt wird und die innere Einstellung der konkreten Person, die dem entsprechenden „Alpha“ gegenübersteht, gar keine Rolle mehr spielt. In diesem Fall gäbe es eine statistische Häufung von Straftaten in dieser Personengruppe und es wäre tatsächlich zu überlegen, wie Gegenmaßnahmen aussehen könnten. Allerdings ohne die moralischen Atombomben, die aktuell die Diskussion bestimmen.

      • Sage ich doch von Anfang der Kampagne an schon. Hollywood ist ca. seit den 30er Jahren letztes Jahrhundert als das größte und korrupteste Bordell der Welt bekannt.
        Man kann also, rein nsach durchschnittlicher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß Weinstein schon zu Anfang seines Bekanntwerdens von div. dutzenden junger Möchtegernsternchen massiv bedrängt wurde Sex mit ihnen zu haben.
        Und nun mit einmal soll er sagen, daß er ja eigentlich Mönch ist und sich strikt verweigern?
        Da kommen jährlich tausende Mädels im besten sexuellen Alter angelatscht, weil sie eben nicht in Irving, Minnesota als „wind up working in a gasstation“ enden wollen und bringen nix mit als ihren Körper und bestenfalls ein wenig gefühltes Talent
        Ist doch logisch, daß er das Prinzip in sein Geschäftsinteresse mit einbaut.
        Eine Win-Win-Konstellation!

  12. Was passiert jetzt eigentlich mit den Grid Boys? Dürfen sich Fahrerinnen mit leicht bekleideten Chippendales abbilden lassen?

    Ich denke das ist OK. Feministen wissen nicht einmal, dass sowas existiert.

    Wie immer, wenn Kulturfaschisten und Puristen ihr Maul zu Themen aufreißen, von denen sie keine Ahnung haben.

  13. Die Schönheit beschämt die Hässlichen.
    Die Intelligenz beschämt die Dummen.
    Nichts, was eine Burka und der Koran nicht beheben kann.
    Bleibt nur noch, das nervige Idol. Denn dieses beschämt alle.

  14. Das Bild scheint wieder da zu sein.

    http://manchesterartgallery.org/blog/presenting-the-female-body-challenging-a-victorian-fantasy/
    “ As of this morning, following seven days in our art store, this important painting is back on display.“

    In der Presseerklärung der Manchester Art Gallery ist das Werk nun ein „masterpiece“ und ein „important painting“, nachdem es auf der (offenbar entfernten?) Presseerklärung von letzter Woche noch als altbacken und sexistisch diffamiert wurde (wer hat den Wortlaut noch?).

    Zudem überschlägt man sich fast vor Begeisterung über den Erfolg der igenen Aktion. Keinerlei Selbstkritik oder auch nur Erwähnung der breiten Kritik an der gesamten Aktion, alles super.

  15. Hässliche Bekloppte. Mehr muss man dazu vermutlich nicht sagen.

    Am besten man überwächst diesen wuchernden Feministinnenkrebs einfach, nichts kann der Kapitalismus besser als Marktlücken füllen, die aufgrund moralischer Verirrungen entstehen.

  16. Grids grils are bad!
    Grids boys are good!

    Feminism is for equality!

    Diese kognitive Dissonanz ist wirklich atemraubend. Es ist fast so als ob Feministen initial immer von einem Doppelstandard ausgehen und gerade KEINE Gleichbehandlung erwarten. Man stellt einer Feministin die Frage wie man eine Frau in dieser und jener seltenen Situation behandeln soll und dann stellt man ihr die Frage wie ein Mann in genau der gleichen Situation behandeln werden sollte. Nachdem sie sich für die Frau schon ein Lösung ausgesucht hatte, könnte man einfach-halber für den Mann ja genau die gleiche Lösung wählen. Aber genau das schaffen/wollen Feministen nicht. Sie denken sich einen völlig anderen Standard aus, der auch genau das Gegenteil von dem sein kann, was sie bei Frauen empfehlen würden.

    Aber hey, ließ die Definition von Feminismus. Alles was Feministen tun, egal was, läuft unter dieser Definition und kann gar nicht falsch sein.

    Das was sie bei Frauen verurteilen, wollen sie bei Männerm sogar fördern.

    Und diese Leute denken von sich das sie für Gleichberechtigung und Gleichstellung kämpfen.

    Und die Leute hören denen auch noch zu!

    • „Und diese Leute denken von sich das sie für Gleichberechtigung und Gleichstellung kämpfen.“

      Naja, da gibt es auch immer noch die 5.000 Jahre Unterdrückung, die jede Frau zu erleiden hatte.
      Der Hintergedanke bei solcher Doppelmoral ist also der, dass Männer zur ausgleichenden Gerechtigkeit nun auch 5.000 Jahre als Objekte leiden sollen.

      Konsequent wäre es aber erst, wenn ALLE diese – geschichtlich nicht verfizierbaren – Verhältnisse umgedreht würden, also Frauen der alleinigen Erwerbstätigkeit nachgingen, während die Männer zuhause ein bisschen im Haushalt herumpusseln und sich ansonsten vor dem TV bei ner Tüte Chips über die neuesten Klatschnachrichten aus fernen Königshäusern sachkundig machen.
      Dass die Verhältnisse soweit getrieben werden sollen, ist mir aber bisher noch nicht zugetragen worden.

      • So ganz penibel also alle Fehler der Vergangenheit wiederholen. „Rassismus war schlecht.. solange er sich gegen Schwarze richtete. Deswegen sind wir jetzt Mal rassistisch gegen Weiße, das ist sooo progressiv.“

  17. Das ist ja dem Muster nach ein eben nicht ‚zeitgemäßes‘, sondern zeitloses Spiel um ideologische “Zielerreichung“/Befriedigung. Es ist absurd und wie immer bei ideologischen Spielen, versucht die eine Gruppe anderen Gruppenkonstruktionen/-zuordnungen und Individuen autoritär zu diktieren, was ‚man‘ darf und was er und sie nicht darf bis ins (aus westlich-pluraler Sicht) Persönliche. Was man mit dem Körper machen darf und was nicht, was sie sagen darf und was nicht, etc.
    So entsteht ein neues (ideologisch die Energie als Herrschaftsforderung ausrichtendes) Verhaltens-Korsett und — wenn es öffentlich als ideologischer Standard (als Einteilung der Welt) temporär akzeptiert wird — konstruiert sich die eine ideologische Gruppe für eine gewisse Zeit einen “Erfolg“ (den sie aus ihrer partikularen Sicht “Fortschritt“ nennt) und dass sie etwas “erreicht“ hat. Die Freude darüber lässt irgendwann nach und es gibt entweder Widerstand oder man muss sich ein neues Betätigungsfeld für “den Fortschritt“/die ideologische Energie-Projektion suchen.

    Weder aus existenzialistischer noch aus strukturalistischer Sicht spricht etwas dafür, dass das etwas an den Grundmustern ändert. Das sind aus meiner derzeitigen Sicht u.a.: Hierarchie und partikulare reduktive ‚Ordnung‘ konstruieren, um Vorherrschaft kämpfen und verteidigen. Und Herrschende Ideologie-Konformismus-Widerstand/Abweichung/Unvollständigkeit (da alle Ideologien nur parteiisch-einseitig einen partikularen und reduktiven Bereich der Existenz abdecken). Und an der Gleichzeitigkeit von Gleichgewicht und Ungleichgewicht. Struktural kann man vermuten, dass die so unterdrückten Energien (und ‚Wünsche‘, ‚Funktionen‘, etc.) an anderer Stelle herausdrücken (an gleicher bis ‚ganz anderer‘). Existenzial kann man davon ausgehen, dass etwas das existiert (basal oder als sekundäres allgemeines Muster) nicht durch Verbot verschwindet, sondern (wenn es als Muster allgemein da ist, oder wenn es situativ auftaucht/anklingt) nur unterschiedlich ausgelebt/interpretiert werden kann.
    Aber es ist halt eine “neue“ Variante des Spiels um ideologische Vorherrschaft, Disziplinierung, und dann wieder Widerstand (als direkter Widerstand oder Umgehen des partikularen Diktates etc.). So hat man heute schon, und wenn es anhält die “neue“ Generation, irgendwann dann eine Möglichkeit, dagegen zu rebellieren und wieder zurück zu mehr persönlicher Wahlfreiheit statt partikularer (die Welt reduktiv übersichtlich autoritär festlegender) Gruppen-Festlegungen/Feudalismus.

  18. Pingback: Cheerleader – Noch zeitgemäß oder nicht? | Alles Evolution

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