Auswirkungen kostenloser Kindertagesstätten auf die Erwerbstätigkeit der Frau

Der Spiegel berichtet über eine Studie:

Eine aktuelle Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) zeigt: Ob der Kita-Besuch kostenlos ist oder nicht, hat auf die Erwerbstätigkeit von Frauen kaum Einfluss. Frauen arbeiten demnach nicht mehr, wenn sie für den Kita-Besuch ihrer Kinder keine Gebühren zahlen müssen.

Allerdings geben mehr Eltern ihre Kinder zur Betreuung, wenn diese kostenlos ist – vor allem in einkommensschwachen Familien. Messen lässt sich der Effekt allerdings nur für jüngere Kinder: Im letzten Kindergartenjahr bleibt auch mit Gebühren ohnehin kaum noch ein Kind zu Hause.

Für ihre Studie haben die Heidelberger Forscherinnen Anna Busse und Christina Gathmann Daten des Sozio-Oekonomischen Panels (SOEP) von rund 9000 Haushalten aus den Jahren 2010 bis 2015 untersucht. Die Ergebnisse beziehen sich nur auf Westdeutschland und Berlin.

Wenn mehr Eltern ihre Kinder in die Kita stecken, dann hätte man erwartet, dass dann Zeit frei wird,  mit der man wieder in den Beruf einsteigen kann. Anscheinend passiert das aber nicht.

Aus der Studie:

For mothers of younger children, we do not find an effect on labor force participation or working hours on average (see columns (2), (5) and (8)). Yet, we find some effect if we allow the treatment effect to vary across childcare years. Mothers of very young children (2-3 year-old) do not adjust their labor supply though we did find that their children were more likely to attend daycare and less likely to be cared for at home (see table 3). Hence, labor supply of mothers with very young children is highly inelastic to price changes in our context. A comparison with evidence from East Germany reveals that East German women with preschool children have not only higher employment rates than their West German counterparts but are also more responsive to daycare prices – with estimated price elasticities of between -0.1 and -0.2 (Gathmann and Sass, 2018). For children aged between 4 and 5 in turn, we find that the labor force participation of mothers decreases if their child has access to free
daycare. Such an effect is expected if the income effect raises the demand for maternal leisure.
However, the decline is with 2.2 percentage points or 3.9% ((0.01 0.029)*1.18/0.57=0.039) quite modest. Taken together, the provision of free daycare has little effect on daycare choices for older children but reduces their mothers’ labor supply. For very young children in turn, a free daycare
policy encourages earlier entry into public daycare rather than home care; yet, that does not

Der fett gedruckte Satz lautet, wenn ich ihn richtig verstehe:

Für Kinder im Alter zwischen 4 und 5 haben wir festgestellt, dass die Beteiligung der Mütter an der Erwerbsgruppe abnimmt, wenn das Kind Zugang zu freier Betreuung hat. Ein solcher Effekt ist zu erwarten, wenn der Einkommenseffekt den Bedarf für mütterliche Entspannung erhöht.

Ich verstehe es so, dass die kostenlose Betreuung quasi eine Form zusätzliches Einkommen darstellt, die man vorher nicht hatte, bzw dass eben mehr Einkommen zur Verfügung steht und damit die Mutter weniger verdienen muss und die Zeit damit für die mütterliche Entspannung genutzt wird.

36 Gedanken zu “Auswirkungen kostenloser Kindertagesstätten auf die Erwerbstätigkeit der Frau

  1. Das ist mit Ganztagsschulen auch nicht anders. Zudem:

    Wie aus Untersuchungen der OECD hervorgeht, beträgt der Anteil des Mannes am Haushaltseinkommen von Paaren in Deutschland beachtliche 77 Prozent. Das ist der höchste Wert aller Industrienationen.

    https://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wirtschaft/article163570408/Die-Illusion-der-Ganztagsschule.html

    Hilft nix, man muss Frauen entweder direkt zwingen zu arbeiten oder das Leben so teuer machen das innen gar keine andere Wahl bleibt. Anders ist das Patriarchat nicht zu besiegen.

      • Das ist durchaus nicht generell so.

        Natürlich wollen fast alle einen Mann der sie absichert, brauchen sie ja auch, mindestens während der Schwangerschaft und Babyzeit.

        Aber ebenso legen fast alle (zumindest deutschen und länger integrierten) Mütter die ich kenne (und das sind aktuell eine Menge), großen Wert darauf, auch selbst zu arbeiten. Schon allein deshalb, weil ihnen sonst die Decke auf den Kopf fällt und weil es sich auch für viele Frauen nicht gut anfühlt, vollkommen abhängig zu sein.

        Die Einkommenshöhe ist dabei meist weniger wichtig und die Arbeit muss sich mit der Familie vereinbaren lassen (m.E. eine extrem sinnvolle Forderung), wobei einige da ihre eigenen Grenzen zu überschätzen scheinen (und dann entsprechend gestresst sind). Ich habe in der Familie sogar einen Fall, wo die Frau gerne mehr arbeiten würde und das Einkommen höher oder vergleichbar dem des Mannes wäre, er sich aber stur stellt.

    • „Hilft nix, man muss Frauen entweder direkt zwingen zu arbeiten oder das Leben so teuer machen das innen gar keine andere Wahl bleibt. “
      In manchen Großstädten ist dies ja jetzt schon der Fall. Da arbeitet Frau, damit sich die Familie überhaupt die kleine Wohnung leisten kann.

  2. Wobei allerdings auch die Frage ist, ob die Studie auch die Situation an Arbeitsmarkt berücksichtigt.
    Nicht jeder, der Vollzeit gegen Entgelt arbeiten möchte, kann dies auch.
    Gerade in „typischen“ Frauenberufen wie im Einzelhandel ist geringfügige Beschäftigung ja usus.

    • Mag vielleicht sein. Bei uns im Rheinland allerdings eher nicht, da hängen an jeder Ecke Jobangebote aller Art. Aber das die Erwerbstätigkeit der Mütter SINKT bei kostenloser Bereitstellung von Kitaplätzen, hat wohl kaum was mit dem Arbeitsmarkt zu tun.

      • Andererseits führt es zu einem logischen Paradoxon, weil es impliziert, dass Mütter arbeiten, um ihre Kinder abgeben zu können. Warum sollten sie das tun? Die Heimarbeit mit Kindern gegen gering bezahlte Maloche einzutauschen?

        Zumindest mit den Argumenten die in der deutschen Debatte für gewöhnlich so auftauchen, ist das nicht ohne weiteres erklärbar.

        • „Die Heimarbeit mit Kindern gegen gering bezahlte Maloche einzutauschen?“

          Nicht jede Mutter ist geringqualifiziert. Auch Frauen mit akademischen Abschlüssen bevorzugen die Zuarbeit auf Teilzeitstelle, während der Mann die Hauptlast der Versorgung trägt.
          Für die Mütter scheint die Erwerbstätigkeit eher eine Art Kränzchen gegen Entgelt zu sein.
          Man kommt raus, pusselt ein wenig vor sich hin, kann aber den Bettel bei Nichtgefallen sofort wieder hinwerfen.
          Für Männer ändert sich also nichts durch diese Schulreform. Sie bleiben allein in der Fron.

        • „Zumindest mit den Argumenten die in der deutschen Debatte für gewöhnlich so auftauchen, ist das nicht ohne weiteres erklärbar.“
          Das bestätigt nur, daß diese Agumentationsmuster gewöhnlich ziemlicher Bullshit sind.
          Mit Logik kommt man oft weiter.
          Leute die Arbeiten bringen mehr Umsatz. Die Kosten ( von mir ja schon erwähnt ) werden oben drauf gerechnet und schwupps sieht das BIP gleich wieder ’ne Ecke schöner aus.
          Dazu der Machtfaktor. Unabhängig aufgewachsene Kinder werden kritischere Erwachsene, denen man nicht so leicht Humbug vorbeten kann, wie z.B. daß soziale Grundbildung ein studier- u. lehrbares Unterrichtsfach wäre, ö.ä. Rubbish.
          Und man kann kann sagen: „D. tut was für seine Kinder mit dem flächendeckenden Betreuungsangebot“, daß das nur unter der Prämisse stimmt, daß man noch : “ …und gegen deren Familien“, dranhängt, muß man ja nicht gleich verraten, gell?
          Davon ganz abgesehen schafft man damit einen wunderhübschen gesellschaftlichen Zwang, denn daß eine Mutter, die zuhause bleibt, dadurch in die Kategorie „Nazischlampe am Herd“ rückt, und auch das Argument „…aber ich muß doch zuhause sein, falls das Kind mich braucht“,. ausgehebelt wird, dürfte wohl auch klar sein. Ganz nebebei lässt sich so der Lohn drücken, weil je mehr Frauen in prekären Halbzeitjobs herumwurschteln, desto weniger wird bezahlt.
          Und Vollzeitfrauen drücken den Lohn bei Vollzeitmännern.
          Dadurch hat man dann auch gleich wieder einen vorzeigbaren GPG u.s.w.
          Von den heiß ersehnten Kosten für psychische Schäden, Ritalinopfer etc. pp. ganz zu schweigen.
          Du siehst, flächendeckende Fremdbetreuung ist eine reine Wunderwaffe.

  3. Grundsätzlich ist es sowieso so, dass eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie die Geburtenrate weiter senkt. Daher ist es auch überhaupt nicht verwunderlich, dass ein Ausbau der Kindertagesstätten nicht dazu führt, dass mehr Frauen arbeiten, sondern zum genauen Gegenteil. Diese Befunde sind aber in der Regel so weit von der politisch gewollten Realität entfernt, dass man sie gar nicht erst bespricht, oder einfach nach weiteren 200 Gründen sucht, warum irgendein Störfaktor (der natürlich sofort mit viel Geld beseitigt werden muss) nun doch dazu geführt hat, dass seit 60 Jahren das genaue Gegenteil dessen eintritt, was medial verkauft wurde.

    Die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie hätte primär dazu führen sollen, dass die Geburtenrate und Erwerbsquote in Deutschland sich auf einem Niveau stabilisiert, sodass die Bürger nicht bereits in einer Generation merken, dass alle Sozialversicherungen und Renten des Staates wie Schneeballsysteme aufgebaut sind. Jetzt hat man punktgenau diese Institutionen durch politisches Virtue Signalling weiter geschädigt.

    • „Grundsätzlich ist es sowieso so, dass eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie die Geburtenrate weiter senkt.“

      Warum sollte das so sein? Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist bei vielen nach wie vor schlecht, auch wenn sie sich leicht verbessert haben dürfte.

      Über die tatsächliche Nachwuchsquote zu spekulieren, weigere ich mich, sofern man da nicht zwischen Mihigrus mit 9 Kindern und Einheimischen unterscheidet.

      Last not least ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nur ein Thema von vielen (die immer hinten runter fallen). Erst kürzlich kamen mehrere TV-Dokus über Stadtfamilien, die keine geeignete, bezahlbare Wohnung mehr finden. Wie wirken solche Zustände wohl auf Leute im Familiengründungsalter? Ähnliches gilt mit Immobilienpreisen, die (zumindest bei Neubauten) auch auf dem Land leicht schwindelerregend werden.

      Ein anderes eng verknüpftes Thema: die Überakademisierung. Wenn die Frau erst mit 30 aus der Uni purztelt, vielleicht noch aus einem Spaßstudium, dann wird das biologische Zeitfenster eng und die Planungsmöglichkeiten sind sehr eingeschränkt.

      usw.

    • „Grundsätzlich ist es sowieso so, dass eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie die Geburtenrate weiter senkt.“
      Quelle?

      • Ich habe die starke Vermutung, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden, also Gesellschaften, die mit sinkender Geburtenrate zu kämpfen haben und Gegenmaßnahmen treffen, mit Gesellschaften zu vergleichen, die dieses Problem in geringerem Maße haben und daher keine Gegenmaßnahmen ergreifen. Ergebnis der Milchmädchenwissenschaftler dann: die Maßnahmen helfen nicht.

        Es gibt einfach nicht genug Gesellschaften, die eine vergleichbare Datenbasis schaffen, ohne total verschiedene Gesellschaften zu vergleichen, was dann hanebüchen ist.

        • Quatsch, natürlich kann man das vergleichen.
          Fakt ist erstmal: „Frauen machen Karriere“ und „niedrige Geburtenraten“ bilden erstmal eine Korrelation.
          Dabei ist es auch egal, ob wir über die USA, Deutschland, Japan oder den Iran reden. All diese Nationen haben das Problem (die USA hat dies lange Zeit über Immigration kompensiert).
          Länder mit traditionalistischen Familienmodellen haben das Problem nicht.

          Fakt ist auch: Vereinbarkeit lässt sich nur begrenzt erreichen, ist fürchterlich teuer (weniger Arbeitskraft für die gleiche Kohle) und damit auch hinderlich im globalen Wettbewerb.

          Dein Standard für valide Argumente (wir brauchen mehr Daten) ist so absurd hoch, dass ich davon ausgehen kann das du nicht darüber reden möchtest.

      • Empire. Zeig mir bitte die Korrelation zwischen Vereinbarkeit und Geburtenrate, die etwas anderes impliziert. Ja mir ist bewusst das wir gerade nur über Korrelationen sprechen.

  4. @Christian:
    „wenn der Einkommenseffekt den Bedarf für mütterliche Entspannung erhöht“

    Das klingt komisch, so, als ob durch höheres Einkommen ein zusätzlicher Bedarf an Entspannung entstünde. Ich würde es eher so übersetzen:
    wenn der Einkommenseffekt den Entspannungsanspruch bei Müttern erhöht

    Ich habe mehrere Anmerkungen dazu:

    1) Man muss unterscheiden zwischen Halbtags- und Ganztagsstellen, weil sowohl Kosten, wie auch Sinnhaftigkeit stark mit der Dauer der Fremdbetreuung korrelieren.

    2) Bei Halbtagsbetreuung von „Entspannungsanspruch“ zu reden, ist m.E. Hohn, die wenigen Stunden sind (zumindest bei mir) i.d.R. mit dringender Hausarbeit und sonstigen Sachen (z.B. Körperpflege) angefüllt, zu denen man sonst gar nicht kommt oder die halt wesentlich schneller vonstatten gehen, wenn nicht alle 2 Minuten ein kleines Kind quengelt. Davon abgesehen geht es eben auch nicht nur um Mütter. Ich kann nur jedem Vater empfehlen, wenigstens während der Elterngeldzeit, mal diese Arbeit zu übernehmen, normalerweise erhöht sich dadurch das Verständnislevel schlagartig.

    3) Geht es immer auch um die Bedürfnisse der Kinder:

    3.1) Migrantenkinder (auch innereuropäische) lernen deutsch oft fast ausschliesslich im KiGa, eigentlich müssten die sogar verpflichtet sein, dahin zu gehen, sofern kein Sprachnachweis der Eltern erbracht wird. Der Umgang der deutschen Politik mit diesem Thema ist schlicht skandalös.

    3.2) Kinder brauchen für eine gute Entwicklung zwingend auch Kontakt zu anderen Kindern. Der ist in der modernen Welt nicht mehr (wie vielleicht noch in den 50igern) automatisch gegeben. Er kann auch nicht in KiGa-Qualität und -Quantität von den Eltern bereitgestellt werden. Dieser Punkt fehlt mir irgendwie immer in der deutschen KiGa-Diskussion. Von daher kann es nämlich sogar sinnvoll sein, jemand gibt sein Kind in Fremdbetreuung und zwar im Interesse des Kindes.

    4) Last not least geht es auch um die Attraktivität des Familienmodells an sich. Singles sehen durchaus, ob bei Eltern die Nerven ständig blank liegen, oder ob man Kinder gut in sein Leben integrieren kann, denn auch das ist nicht mehr wie in den 50igern, Kinder werden nicht mehr automatisch angestrebt und die Alternative muslimischer und schwarzer Zuwanderung, zum Erhalt einer sinnvollen Altersstruktur, scheint (zumindest mir) nicht sehr attraktiv.

    Muss man Kindergartenplätze deshalb kostenlos machen? Nein, aber es kann sinnvoll sein. Muss man deshalb Ganztagsbetreuung machen?: da gilt dasselbe. Ich persönlich lehne Ganztagsbetreuung sogar ab, weil man dann fast nichts mehr von seinen Kindern hat und die auch sehr viel von ihren Eltern lernen und abschauen können (zumindest wenn diese das ernst nehmen).

    • Ah ja, Wieder mal die „gute alte“ Özdemirthese: Mehr Fremdverziehung in Gleichaltrigen-Zugführerprogrammen erhöht die „soziale Grundbildung“, ha ha.
      Seltsam bloß, daß die wissenschaftlichen Forschungen das Gegenteil behaupten.
      Sprachkurse werden dadurch nur höchsten für ein paar Migranten unterstützt und die meisten Bürger sind immer noch Einheimische.

      Genauer gesagt ist das einfach radikeler Unsinn.
      Es verstärkt die selffullfilling prophecy, daß man ja draußen im Nachbarschaftskreis keine Kinder mehr findet, mit denen eine gewachsene Entwicklung möglich ist, also muß man das Kind in die Verziehungsanstalten geben, weil es nur so noch an andere Kinder rankommen kann.
      Die Mütter freuen sich, besonders die sog. „Alleinverziehenden“, weil sie mehr Freizeit haben, was den Druck zur gesellschaftlichen Akzeptanz erhöht und den Politfreaks der sog. „linken“ Parteien die Rechtvertägung erleichtert.
      Und die Kosten für die Allgemeinhait werden hübsch nach oben geschraubt, weshalb es uns – laut BIP – mal wieder „immer besser geht“.

      Willkommen in Nordkorea!

      Dissoziale Oberkacke das!

      Übrigens kostete jeder KiGa-Platz schon vor einigen Jahren mindestens 700€ monatlich, zusätzlich zu den Eigenanteilen ( in Ö. sogar 1200€ ).

      • Du hast keine Kinder oder? Ich schon!

        Ah ja, Wieder mal die „gute alte“ Özdemirthese: Mehr Fremdverziehung in Gleichaltrigen-Zugführerprogrammen erhöht die „soziale Grundbildung“, ha ha.

        Ich sprach nicht von „Erziehung“ (das kann ich selbst) sondern von Kontakt mit anderen Kindern. Unser Bube war unerträglich, als er so zwei Jahre alt wurde, während er anfangs gar nicht mehr aus dem Kindergarten weg wollte. Eltern können ein Kind nicht den ganzen Tag bespielen und auch nicht wöchentlich mit neuem Spielzeug eindecken. Kontakt zu anderen Eltern (zum Kindertausch) bekommt man meist auch erst durch den Kindergarten und allein draußen spielen lassen, geht heute gar nicht mehr, in der Stadt schon gar nicht.

        Seltsam bloß, daß die wissenschaftlichen Forschungen das Gegenteil behaupten.

        Jede Wette, dass die nicht gescheit nach Ganztag und Halbtags aufschlüsseln? Jede Wette, dass sie Migrationshintergrund, Bildungslevel und Einkommen nicht sauber rausrechnen? Jede Wette, dass sie nicht aktuell sind? So und jetzt her mit deinem Elfenbeinturmstudien!

        „Sprachkurse werden dadurch nur höchsten für ein paar Migranten unterstützt und die meisten Bürger sind immer noch Einheimische.“

        „Sprachkurse“, die meiste Arbeit übernehmen bei uns im Kindergarten die darin eher ungeschulten Erzieherinnen, Kindern kann man eine Sprache nicht „lehren“, wie einem Erwachsenen, die lernen fast nur im Umgang. Das die meisten Bürger Einheimische sind, mag stimmen, in der Alterskohorte „Kindergartenkind“ sind sie es höchstens noch knapp, ich merke es jedesmal, wenn ich meine Tochter vom Kindergarten abhole und die Eltern mit ihren Kindern sprechen (bei uns in der Gegend, auf dem Dorf! viele Osteuropäer) und ich kein Wort verstehe.

        „Genauer gesagt ist das einfach radikeler Unsinn.“

        Du hast einfach keine Ahnung von der Realität da draußen, unterhalte dich einfach mal mit Eltern!

        „Es verstärkt die selffullfilling prophecy, daß man ja draußen im Nachbarschaftskreis keine Kinder mehr findet, mit denen eine gewachsene Entwicklung möglich ist, also muß man das Kind in die Verziehungsanstalten geben, weil es nur so noch an andere Kinder rankommen kann.“

        Genau das ist der Fall! In unserer Straße wohnt kein einziges anderes Kind. Wegen des Verkehrs überall, selbst auf dem Dorf, kann (darf!) man die im Kiga-Alter auch nicht allein rauslassen. Man muss für jedes Treffen herumtelefonieren, ob jemand Zeit und Lust hat oder mit dem Kind zum Spielplatz wandern, in der Hoffnung, andere Kinder zu treffen. Das wird mit dem Alter besser, da man die auch mal allein irgendwohin schicken kann, aber im Kigaalter ist es das nicht, gerade beim ersten Kind, gerade bei Deutschen mit ihren Kleinsthaushalten.

        „Die Mütter freuen sich, besonders die sog. „Alleinverziehenden“, weil sie mehr Freizeit haben, was den Druck zur gesellschaftlichen Akzeptanz erhöht und den Politfreaks der sog. „linken“ Parteien die Rechtvertägung erleichtert.“

        Du hast offenbar keine Ahnung, von was du schreibst. Du willst mir irgendeine Ideologie unterschieben.

        „Und die Kosten für die Allgemeinhait werden hübsch nach oben geschraubt, weshalb es uns – laut BIP – mal wieder „immer besser geht“.

        Stehe ich jetzt zur Abwechslung mal in der linken Ecke oder bin gar Verteidiger der irren Berliner Politik? Du liegst falsch, wenn du dein konservatives 50iger Jahre Systemverständnis an heute anlegst. Du kannst Leute nicht zwingen Kinder zu bekommen. Du hast genau drei Möglichkeiten

        a) ständige Probleme mit der Demographie und damit Stabilität der Systeme und Wirtschaft
        oder
        b) haufenweise Migration (die schnell noch viel teurer werden kann)
        oder
        c) Kosten um Familienleben attraktiv zu halten
        na gut, eine vierte noch:
        d) nach mir die Sintflut!

        „Willkommen in Nordkorea! Dissoziale Oberkacke das!“

        Ja, zeig uns dein hohes argumentatives Niveau!

        „Übrigens kostete jeder KiGa-Platz schon vor einigen Jahren mindestens 700€ monatlich, zusätzlich zu den Eigenanteilen ( in Ö. sogar 1200€ ).“

        Spannend. Und?

        • „„Sprachkurse“, die meiste Arbeit übernehmen bei uns im Kindergarten die darin eher ungeschulten Erzieherinnen, Kindern kann man eine Sprache nicht „lehren“, wie einem Erwachsenen, die lernen fast nur im Umgang. “

          Erzieherinnen sind also eher ungeschult im Umgang, mit Kindern? Ich würde mir Sorgen machen … 🙂

          • Ungeschult darin, Kindern mit Null deutsch-Kenntnissen deutsch beizubringen. Ergibt sich das nicht aus dem Kontext?

            Ich habe großen Respekt vor unseren Erzieherinnen, sie geben sich wirklich Mühe unter teilweise recht schwierigen Bedingungen, das Beste rauszuholen.

            Platzmangel ist etwa eine weitere Einschränkung, obwohl hier auf dem Land genug Raum da wäre. Die Kommunen scheinen sich dicht an den gesetzlichen Mindestvorgaben zu halten, die vielleicht für Geflügelhaltung ausreichend wären, aber nicht für Kinder. Bei gutem Wetter ist das weniger problematisch, als wenn es Bindfäden regnet. Gerade Jungen im Vorschulalter schlagen dann schnell über die Stränge, mit ihrem Bewegungsdrang. Blöderweise haben wir zu Hause aber eher noch weniger Platz.

        • Stimme dir als Papa in fast allen Punkten zu, möchte aber noch zwei Punkte ergänzen.

          1. Kommt immer auch auf die Kinder an. Meine waren immer schon eher extrovertiert und super gerne in Kinderbetreuung aller Art. Hat auch die Familie immer stark entlastet und insgesamt zu einem sehr auskömmlichen Miteinander geführt. Wäre für meine Frau auch unerträglich gewesen, immer zu Hause zu sein. Ich dagegen hätte sehr, sehr gerne in Teilzeit gearbeitet, aber da waren (selbst verursachten) wirtschaftliche Zwänge im Weg.

          2. @all: So paradox das klingen mag: Wenn die Eltern nicht ausgesprochen gut deutsch können, ist es bei allen Zugezogenen (egal woher) wünschenswert, wenn zu Hause die Muttersprache gesprochen wird. Zweisprachig aufzuwachsen fördert die Sprachkompetenz ungemein und die Kinder tun sich leichter, wenn sie direkt richtig deutsch lernen. Wir haben in der Nachbarschaft dafür ein echt erstaunliches Zeugnis: Eine alleinerziehende (!) Araberin (!) mit vier (!) Kindern. Die Kinder waren logischerweise alle ganz früh in Fremdbetreuung und sprechen nicht nur tadellos deutsch, sondern sind auch durchweg gute Schüler.

          • „Die Kinder waren logischerweise alle ganz früh in Fremdbetreuung und sprechen nicht nur tadellos deutsch, sondern sind auch durchweg gute Schüler.“

            Was natürlich voraussetzt, dass die Kindergärten das auch leisten können, was mit größer werdendem Migrantenanteil natürlich schwieriger wird. Muss man heutzutage ja irgendwie immer mit dazusagen, weil Politiker und Journalisten meist nicht logisch denken können.

            Und eine Kehrseite hat es natürlich auch: die Zeit, die die Erzieherinnen dafür aufwenden, fehlt den anderen Kindern.

          • „Was natürlich voraussetzt, dass die Kindergärten das auch leisten können, was mit größer werdendem Migrantenanteil natürlich schwieriger wird.“

            Richtig. Wenn in der KITA so viele Kinder mit Migrationshintergrund sind, dass untereinander oft ausländisch gesprochen wird, geht der Effekt natürlich verloren. Bei uns (brandenburgische Provinz) ist das zum Glück noch kein Problem.

        • Du hast keine Kinder oder? Ich schon!

          Was soll uns das sagen? Man muss Kinder haben, um beim Thema Kindererziehung mitreden zu können?
          Blödsinn… Ich habe ja auch kein Schwein und weiss trotzdem, dass die Viecher nicht einfach ohne Betäubung geschlachtet werden sollen.

        • „Wegen des Verkehrs überall, selbst auf dem Dorf, kann (darf!) man die im Kiga-Alter auch nicht allein rauslassen. Man muss …“

          Androsch, hier gehen wir 100% d’accord.

          Die Studien, die Fiete meint, stammen alle aus extrem konservativem Lager und verfolgen eher ein ebenso romantisches, wie falsches Familienmodell des 19. Jahrhunderts.

        • @ Androsch:
          Vielen Dank für Dein Outing!
          Eigentlich ist es so Argumentfrei, daß es nicht lohnt auf diese schäbige Pöbelei einzugehen, aber da Du Dich so hübsch ausgekotzt hast, kotze ich einfach mal auf ungefähr adaptiertem Niveau zurück.
          Um es mal, genau wie Du selbst, auf der Ebene Deiner Ad-Hominem-Argumentation vorab zusammenzufassen:
          „Du hast keine Kinder oder? Ich schon!“
          Dein grünbrauner Multikulti-Kim-Jong-Unismus IST zum Kotzen!
          Zu dumm für Kinder, nix als Nachplapperei, menschenverachtender Parolen!

          Solange es meinem Kind erlaubt wurde, mit seinen Eltern unter einem Dach zu leben, war es seiner Alterskohorte ( trotz erheblicher pränataler Handicaps ) körperlich wie sozial weit voraus. Sagten die dafür zuständigen Fachleute.

          „Ich sprach nicht von „Erziehung“ (das kann ich selbst) sondern von Kontakt mit anderen Kindern. Unser Bube war unerträglich, als er so zwei Jahre alt wurde, während er anfangs gar nicht mehr aus dem Kindergarten weg wollte.“
          So? Wie „kannst“ Du das denn selbst, wenn Dein Kind gerade im Gleichaltrigenzug von irgendwelchen Fremdverziehern auf Linie gedrillt wird? Telepathisch, oder wie?
          Ich vertrete die Ansicht, daß man an Kindern so wenig wie überhaupt nur nötig herumverziehen sollte. Komme ich unten noch mal drauf zurück.

          „Eltern können ein Kind nicht den ganzen Tag bespielen und auch nicht wöchentlich mit neuem Spielzeug eindecken. “
          Okay, das ist wohl die beste analytische Zusammenfassung Deiner elterlichen Fähigkeiten: exakt NULL!
          Falls hier verantwortungsbewußte Eltern mitlesen sehen die sicherlich von selbst, was Du da als „Erziehungsmethode im familiären Bereich“ zu bieten hast. Unterirdisch!

          Auch das werde ich im Folgenden gern noch ein wenig weiter ausführen.

          „Kontakt zu anderen Eltern (zum Kindertausch) bekommt man meist auch erst durch den Kindergarten und allein draußen spielen lassen, geht heute gar nicht mehr, in der Stadt schon gar nicht.“

          Daß das exakt die Propaganda der Grünbrauns ist und sich auf eine kinderverachtende selffullfilling prophecy stützt, hatte ich im vorigen Kommentar schon erwähnt. Aber da Du es nicht begriffen hast, vorsichtshalber noch mal etwas in einfacheren Worten für Dummies:
          Nimm die Kinder aus ihrem gewachsenen Umfeld weg und schon bleibt den Eltern gar nichts anderes mehr übrig, als sie in Fremd-Bebildungsanstalten zu stecken, weil sie sonst allein in einem Haufen von Bespielungskram versauern. Schließlich hat man den Eltern ja erfolgreich eingetrichtert, daß man Kinder zwar ganztags bespielen müsse, sie aber niemals allein ihr Ding machen lassen darf, schon gar nicht draußen mit ihren Kumpels. Und wenn das letzte Kind von der Strasse gefegt wurde, geht es ja auch gar nicht mehr anders.
          Super! Stalin, Hitler, Honnecker und ein paar isrealische Kibutzim haben diese Antikinderidelogie auch schon mit aller Macht ausprobiert und sind ALLE AUSNAHMSLOS kläglich daran gescheitert!

          „Jede Wette, dass die nicht gescheit nach Ganztag und Halbtags aufschlüsseln? Jede Wette, dass sie Migrationshintergrund, Bildungslevel und Einkommen nicht sauber rausrechnen? Jede Wette, dass sie nicht aktuell sind? So und jetzt her mit deinem Elfenbeinturmstudien!“
          Ähm, warum sollte ich auf imaginierte Elfenbeinturmstudien mit irgendwelchen Elfenbeinturmstudien o.ä. Junk-science reagieren? So nach der Omma-Methode: „Neueste Studien haben ergeben, daß Männer Scheiße sind“ ( und dann ein LInk auf ein Bertelsmann-Pamphlet ), oder wie?

          Ich beziehe mich schlichtweg auf den Gesamttenor der relevanten Forschungen der letzten Jahrzehnte ( und Jahrhunderte ).
          Und klar wirst Du die sicherlich als „Traditionell“, „Klassisch“, „Ewiggestrig“, „Konservativ“ etc,pp. ( man kennt das ja ) verteufeln. Zumal sie sich auch noch mit dem gesunden Menschenverstand ( Common sense ) und den Erfahrungen wohl der allermeisten Eltern dieses Planeten exakt decken. Sie sind sogar selbst „klassisch-traditionell“, da man auch vor hundert Jahren immer wieder zu ziemlich den gleichen Ansichten kam:
          Kinder brauchen IHRE Eltern, die soziale Grundbildung kann nicht sinnvoll von Pädagogen in Schulen gelehrt werden, sie ergibt und entwickelt sich nahtlos aus dem direkten Bindungserleben und den darauf aufbauenden Erfahrungen, welche sich langsam nach außen weiterentwickeln. Zunächst also aus der Triangulation innerhalb der Kernfamilie, dann über Großeltern, Geschwister, Onkel/Tanten etc., über die Nachbarschaft zu Bildung eigener Bezugskreise im gewachsenen sozialen Umfeld, u.s.w.u.s.f..
          Wobei es wichtig ist, daß es sich dabei eben gerade NICHT um willkürlich zusammengezwungene Gleichaltrigengruppen unter Leitung und Kommando des Zugführers handelt, sondern sich verschiedenaltrige Gemeinschaften flexibel und dynamisch selbst entwickeln, nicht zuletzt um die dazugehörigen Rollen aktiv UND passiv zu entwickeln, zu probieren, ggf. zu korrigieren und auszuleben.
          Kurz: Basistation sind die Eltern und draußen o. im Kinderzimmer passen die älteren auf die jüngeren auf, man lernt die unterschiedlichen Fähigkeiten selbsttätig zu erkennen, einzuschätzen, sie zu unterstützen, resp. Hilfe zu erlangen u.s.w..
          Wobei das Prinzip der autodidakten Aufnahme von Vorbildverhalten in Kombination mit eigener Verantwortungsübernahme eines der wichtigsten ist.
          ( Das ist übrigens eine basale Schnittmenge zu dem was auch Leszek zur sog. „Antiautoritären Erziehung“ ( besser wäre „Antiautoritaristische E.“ ) zurecht anführt.

          Wußtest Du wohl noch nicht, hmmm?

          „„Sprachkurse“, die meiste Arbeit übernehmen bei uns im Kindergarten die darin eher ungeschulten Erzieherinnen, Kindern kann man eine Sprache nicht „lehren“, wie einem Erwachsenen, die lernen fast nur im Umgang.“
          Okay, wenn Dir die Sprachentwicklunbg der Migrantenkinder über das Freiheitsbedürfnis der eigenen Kinder geht, so ist das ( später ) deren Problem, nicht meines.

          „Du hast einfach keine Ahnung von der Realität da draußen, unterhalte dich einfach mal mit Eltern!“
          Ein alter Ruhrpottindianer ( und Vater ) nannte diese Form des implizit negierenden ad-hominems mal:
          „‚Nem alten Seemann in den Bart spucken und sagen das wäre Rauhreif.“
          Ich sage: Keine Ahnung von garnix, davon aber ganze Säcke voll!
          Ich denke, ich habe vermutlich schon ein Mehrfaches an Kindern erwachsen werden sehen, als Dir jemals beschieden sein wird.

          „Genau das ist der Fall! In unserer Straße wohnt kein einziges anderes Kind. Wegen des Verkehrs überall, selbst auf dem Dorf, kann (darf!) man die im Kiga-Alter auch nicht allein rauslassen.“

          Komisch, in meiner Kindheit mitten in der Stadt ging das. Und auf dem Dorf logischerweise sogar noch besser. Und das Thema Erpressung mittels sebsterfüllender Prophezeihungen habe ich oben ja schon abgehakt. So etwas dann auch noch als „gut und richtig“ zu propagieren, anstatt AKTIV nach Lösungen zu suchen ( oder besser, wo möglich auf die schon immer vorhandenen zurückzugreifen ) sagt so einiges über Deinen Hubschrauberflugstil.

          „Man muss für jedes Treffen herumtelefonieren, ob jemand Zeit und Lust hat oder mit dem Kind zum Spielplatz wandern, in der Hoffnung, andere Kinder zu treffen.“

          Dito! Warum schnappst Du Dir die Gören nicht einfach und latscht los? Keine Lust?
          Oder sagst: „Klingel doch mal beim Nachbarn, ob dessen Blag Zeit hat?“
          Keine Lust? Oder hat Führer Özdemir Dir Angst vor anderen Eltern eingetrichtert?

          „Du hast offenbar keine Ahnung, von was du schreibst. Du willst mir irgendeine Ideologie unterschieben.“
          Ähm, ja, wer bis jetzt aufmerksam mitgelesen hat, dürfte selbsttätig erkennen, daß es wohl exakt umgekehrt ist. Aber: Schöner Projektionsversuch, Androsch …..

          „Stehe ich jetzt zur Abwechslung mal in der linken Ecke oder bin gar Verteidiger der irren Berliner Politik?“
          Ganz offensichtlich, zumal Du mir ja ungehemmt irgendwelchen „Nazikram“ unterzuschieben versuchst und das IST irre berliner Politik aus der grünbraunen Ecke! Nicht mehr und nicht weniger!

          Siehe auch:
          „Du liegst falsch, wenn du dein konservatives 50iger Jahre Systemverständnis an heute anlegst.“
          Bitte! Deutlicher geht es wohl nicht.

          „Du kannst Leute nicht zwingen Kinder zu bekommen.“
          Ähhhhhh ….. Wie? Watt ma kurz …..
          Kennst Du den Blog „alles Evoluton“? Da kommentiert gelegentlich mal so ein alter Scheißer, der sich „Fiete“ nennt. Und dieser uralte, rückwärtsgewandte [ … ] Naziknacker, erzählt jedem, der es (nicht ) wissen will, immer wieder, daß wir viel zu viele Menschen auf diesem Planeten sind und viel zu zentralisiert leben, was dringend geändert werden muß, wenn uns das momentane Scheißsystem ( Modell grünbraune Gigacity ) nicht mit lautem Knall und sehr vielen Toten um die Ohren fliegen soll.
          Wer lesen kann, hat mehr vom Internet …..

          Aber schön auswendig gelernt, das vermeintliche Totschlagsargument. Lass mich raten: Irgendeine „Antifa“-Website? Irgendein „Grüne-Jugend“-Blog? Oder vom Trio Infernale Gesterkamp, Kemper, Rosenbrock aufgeschnappt? ASF? Netzfrauen? Irgendeine Querdiversityplattform?
          Oder „gemäßigte Schrifte, bspw. „Eltern“, „Pro Familia“, BPB, „Vorwärts“ o.ä.?
          Latürnich will ich auch Frauen in die 50er zurückbomben, sie mit rostigen Ketten zwischen Küche und SchlaZi fixieren, sie tagtäglich dreimal mit dem Krückstock verprügeln etc. pp…. ( Kopfschüttel … )

          „„Übrigens kostete jeder KiGa-Platz schon vor einigen Jahren mindestens 700€ monatlich, zusätzlich zu den Eigenanteilen ( in Ö. sogar 1200€ ).“

          Spannend. Und?“

          Okay, ich sehe es ein, mit sowas patriarchalem wie z.B. Mathematik, Kosten-Nutzen-Rechnung ( noch dazu im sozialen Bereich, pfui, wo wir doch unendlich reich sind und Kinder eh nur Klotz am Bein ) und solch Natsischeiß gibst Du Dich nicht ab, nä? Sinnlos Dir derart komplexe Materie näher bringen zu wollen. ( doublefacepalm )

          So, mein Lieber, wenn Du die Schnappatmung wieder im Griff hast, kannste es ja nochmal etwas sachlicher versuchen. Dann fahre ich auch wieder auf normale Kommunikationsstrategie zurück.

      • @ Fiete

        Ich kann deine Argumente nicht nachvollziehen.
        Was hat das denn mit Nordkorea zu tun, wenn man sein Kind im Kindergarten anmeldet.
        Unsere Tochter ist sehr gerne in den Kindergarten gegangen. Sie hat sich jeden Tag richtig darauf gefreut.
        Die Zeiten haben sich geändert.
        Uns hat man früher noch zum Spielen auf die Straße geschickt. Da gab es auch noch jede Menge Gleichaltrige im Viertel zum Spielen. Das gibt es heute so in dem Maße nicht mehr.
        Da ist der Kindergarten schon eine gute Sache. Und nicht nur damit die Eltern mehr Freizeit haben.

        • @ Nesrin:
          Auch Du hast ein Freilos und darfst den von Dir kritisierten Kommentar noch mal lesen. Falls das nicht reicht, hilft Dir vielleicht meine Antwort auf Androsch’s Dreschversuche etwas weiter. Da habe ich das nochmal für weniger Bedarfte etwas näher erläutert.

    • Du hast gute Punkte angesprochen.
      Kann dir nur zustimmen.
      „Fremdbetreuung“ hört sich so negativ an. Aber für viele Einzelkinder heutzutage eine gute Möglichkeit regelmäßig mit Gleichaltrigen zusammen zu kommen und Sozialverhalten zu lernen.
      Da kann man sich als Eltern eines Einzelkindes noch so anstrengen und versuchen das Kind rund um die Uhr zu bespaßen. Ein Kind braucht einfach andere Kinder zum Spielen!

      • „Aber für viele Einzelkinder heutzutage eine gute Möglichkeit regelmäßig mit Gleichaltrigen zusammen zu kommen und Sozialverhalten zu lernen.“
        Warum machst Du Dich nicht einfach mal vie Tante Kugel etwas Schlau, was Sozialverhalten ist, und wie es erlernt wird? Das Thema Altergruppenpädagogik im Militarystyle hatte ich auch schon ausgeführt.

        „Da kann man sich als Eltern eines Einzelkindes noch so anstrengen und versuchen das Kind rund um die Uhr zu bespaßen.“
        Ist das wirklich so, daß IHR ALLE heutzutage so dermaßem mit totalitärem Unfug gestopft seid, daß Ihr sogar meint, Kinder müßten 24/7 mit Scheißdreck von Toys’r’US „bespaßt“ werden?
        Das ist erschreckend und erklärt die immer irrer werdende Schlagzeilenlage in den Medien.
        Ja, warum lasst Ihr das Abferkeln dann nicht einfach sein?

  5. Weiß jemand, ob bei der Studie die Effekte auch für mehrere Kinder gefixt wurden? Wenn zusätzlich zu einem 4-5-jährigen Kind mit Kita-Besuch noch ein 2-jähriges Geschwisterkind mit Betreuung zu Hause kommt, dann ist ja erwartbar, dass der Erwerbsanteil auch bei kostenloser Kita nicht steigt. Oder geht es nur um Kinder, die in dem Alter neu in die Kita kommen? (Zumal der Effekt mit 3,9% wirklich eher moderat ist)

    Wichtig ist auch, wie die Zeitintervalle für die Datenzuordnung gewählt werden. Wird bspw. davon ausgegangen, dass mit Eintritt in die Kita sofort auch die Erwerbsbeteiligung vorliegen muss oder gibt es einen gewissen „Spielraum“ (da man einen Job auch erstmal haben bzw. finden muss)?

    Aus eigener Erfahrung kann ich zudem noch ergänzen, dass es auch – ich sage mal „taktische“ – Entscheidungen gibt, sein Kind etwas jünger schon im Kindergarten anzumelden, je nachdem wie begrenzt das Angebot am jeweiligen Ort ist. Je nachdem wie die Zuweisung von freien Kindergartenplätzen auf U2, U3 oder Ü3-Kinder erfolgt und wie sehr abzusehen ist, wie die Zuweisung in Zukunft erfolgt, ist es teilweise gar nicht möglich sein Kind über drei Jahren in einem Kindergarten anzumelden. Und den Rechtsanspruch geltend zu machen, führt meist zu Lösungen, die für die ganze Familie teilweise noch unpraktikabler sind (z.B. wegen stark ansteigender Fahrtzeiten).
    Das hat dann weniger etwas damit zu tun, ob der Kindergartenplatz kostenlos ist oder nicht.

    Um zur Studie zurückzukommen: Ich weiß nicht, ob es in den gerechneten Modellen berücksichtigt ist, aber um den Effekt auf den Faktor der Kosten allein zurückzuführen, müsste daher auch die im betrachteten Zeitraum generelle Zunahme von Kita-Plätzen berücksichtigt werden. Wenn mehr Plätze entstehen, werden natürlich auch mehr Kinder in den jeweils ausgewiesenen Altersklassen angenommen. Und in einigen Bundesländern wurden ja gerade die unteren Altersklassen ausgebaut.

  6. Diesen Schwachsinn, dass Arbeit „Selbstverwirklichung“ bedeutet, und Frauen sofort malochen gehen, wenn sie von der gar schrecklichen Unterdrückung durch Kindeserziehung und Hausarbeit befreit sind, scheinen Femininisitinnen selbst zu glauben.

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