Grüne Politikerinnen, die ihre Ideale verraten, weil sie Vorstandspositionen ablehnen, weil sie lieber Kinder bekommen wollen

Ein interessanter Bericht in der Berliner Zeitung von Sabine Rennefanz hält den Frauen bei den Grünen vor, ihre Ideale verraten zu haben:

In der „Süddeutschen Zeitung“ las ich neulich davon, dass die Grünen mehr junge Frauen in die Führungsgremien holen wollten. Es ging um die Neubesetzung der Spitze der Bundestagsfraktion. Drei weibliche Abgeordnete zwischen 32 und 41 Jahren wurden gefragt, ob sie  bei der Wahl antreten wollen. Sie wollten nicht, weil da Kinder kommen könnten oder welche unterwegs sind.

Das die Grünen, eine Partei, die alle Ämter strikte Frauenquoten verpasst hat, solche Probleme hat, ist schon sehr interessant und war auch schon Thema hier:

Es ist eben das alte Problem, bei Zielen, die man für die Allgemeinheit erreichen will: Viele wollen zwar gerne ein bestimmtes Ziel erreichen, aber sie wollen nicht unbedingt diejenigen sein, die die Kosten dafür aufwenden müssen.
Es ist ein guter Hinweis, dass auch die frauenfreundlichste Firmenpolitik nicht unbedingt dazu führt, dass Frauen nach oben wollen, schlicht, weil sie ihr Leben anders geplant haben und diesen Weg besser finden. Sie wollen lieber etwas mehr Zeit für das Kind haben und – auch angesichts schmaler Zeitkorridore – das Kinderkriegen nicht zu weit nach hinten schieben oder dann eben keine Zeit für die Kinder haben. Das muss auch noch nicht einmal eine schlechte Wahl sein – vielleicht haben sie so das bessere Leben – aber es ist eben schon passend, dass es bei den Grünen passiert.

Ausgerechnet bei den Grünen, die seit Jahrzehnten für Frauenrechte kämpfen, trauen sich die Frauen nichts zu, sortieren sich selber schon mal aus, weil Mütter ja in der Politik nichts zu suchen haben? Ich habe auf der Website nachgeschaut, ob sich etwas im Programm geändert hat. „Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und die Hälfte der Macht den Frauen. Dafür kämpft die grüne Frauenpolitik. Unsere Geschichte ist geprägt von Feminismus und von Frauen, die ihre Rechte durchsetzen – mit den Männern, wenn möglich, gegen sie, wenn nötig“, steht dort. Von Frauen, die freiwillig auf ihre Rechte verzichten, steht dort nichts. Wie kann man sich über zu viele Männer in Führungspositionen beschweren, sich für Gesetze für eine Frauenquote, Lohngerechtigkeit einsetzen und dann aber zurückzucken, wenn es darauf ankommt?

In der Tat: „Die bösen Männer hindern Frauen am Aufstieg“ verträgt sich schlecht damit, dass man dann selbst eine ganz andere Entscheidung trifft, wenn einem der Aufstieg auf dem silbernen Tablett angetragen wird.

„Don’t leave before you leave“

Wenn es stimmt, dass die Politikerinnen eine Kandidatur wegen einer möglichen Schwangerschaft ablehnen, dann verraten sie damit die Ideale ihrer Partei. Ich kann das emotional nachfühlen, ein Baby stellt die eigene Welt auf den Kopf, aber politisch enttäuscht mich diese Haltung. Sie erinnert an ein Problem, dass die Facebook-Chefin Sheryl Sandberg in ihrem Bestseller „Lean In“ beschreibt: Ihr sei aufgefallen, dass Kolleginnen oft vorauseilend Karriereschritte ablehnen, weil sie ein Baby planten. Sie empfiehlt: „Don’t leave before you leave.“

Frauen, die Karrierschritte ablehnen, weil sie ein Kind planen. Kommt leider eben in feministischen Besprechungen des Gender Pay Gaps nicht vor.

Es ist natürlich zu ergänzen um Frauen, die lieber einen Job in einem Bereich nehmen, der sich gut mit einem Aussetzen, Halbtagsarbeit und Kinderbetreuung vereinbaren lässt. Beispielsweise die Top-Juristin, die lieber Richterin wird (Einstiegsgehalt ca 4150 € brutto) statt in eine Top-Großkanzlei zu gehen (Einstiegsgehalt: 8.000 € brutto) , weil sie da im öffentlichen Dienst ist, von zuhause arbeiten kann, Teilzeit nehmen kann etc.

Wenn man in der Bundesrepublik (West) aufgewachsen ist, wurde einem von früh an erzählt, dass man sich entscheiden muss, zwischen Beruf und Muttersein. Die beiden Sphären hatten wenig miteinander zu tun: Man machte sich als Mutter verdächtig, ein bisschen langweilig geworden zu sein. Viele erfolgreiche Frauen verzichteten auf Kinder.

Rückzug ist nur kurzfristig der einfachere Weg

Die Grünen waren angetreten, es anders zu machen. 1984 wählte die Bundestagsfraktion einen rein weiblichen Vorstand, das sogenannte Feminat. In den Jahren nach der Wiedervereinigung entstand, auch durch die Erfahrungen der Ost-Frauen aus Bündnis ’90, ein neuer, gesamtdeutscher Feminismus. Es wurde in den vergangenen 15 Jahren politisch viel dafür getan, dass Mütter nach der Geburt eines Kindes schnell wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren und Väter sich stärker um die Familie kümmern können.

Seit kurzem gibt es einen Gegen-Trend. Berufstätige Mütter schreiben, dass es unmöglich ist, berufstätige Mutter zu sein. Ihre Texte heißen „Warum Frauen nicht alles haben können“ oder „Die Alles-ist-möglich-Lüge“. Es geht um die Doppelbelastung, über die Schwierigkeiten, den Alltag zu organisieren, fehlendes Verständnis am Arbeitsplatz. Viele Frauen scheinen sich dem entziehen zu wollen, indem sie in alte Muster zurückfallen. Rückzug ist vielleicht kurzfristig der einfachere Weg. Aber wenn Frauen weiterhin so denken, dann wird sich an den Strukturen der Arbeitswelt nie etwas ändern. Besonders Grünen-Politikerinnen sollten doch wenigstens versuchen, ihre eigenen Ideale zu leben.

Es wird keine günstigere Partei für eine Karriere als Frau geben als die Grünen. Wobei die anderen Parteien auch gute Aufstiegschancen bieten, denn alle Parteien suchen Frauen, die tatsächlich mitarbeiten wollen. Gerade bei einer Partei, die das als eines der dringendsten Probleme darstellt, ist es aber in der Tat eine peinliche Sache, wenn sie ablehnen, weil sie lieber in der alten Rolle leben wollen.

Es sollte den Grünen zu denken geben.

vgl. auch:

21 Gedanken zu “Grüne Politikerinnen, die ihre Ideale verraten, weil sie Vorstandspositionen ablehnen, weil sie lieber Kinder bekommen wollen

  1. Ich könnte mir vorstellen das die Aufstiegschancen für Frauen bei den Grünen vergleichbar schlecht sind. Gegenüber Männern, klar. Aber die weibliche Konkurrenz ist bei den Grünen deutlich größer und die kann man nicht einfach aus den Weg shamen oder gleich #MeToon.

    Ansonsten saget doch schon irgend so eine Alt-Feministin, dass das größte Problem im Feminismus die Entscheidungsfreiheit der Frauen ist.

  2. „Viele Frauen scheinen sich dem [Doppelbelastung] entziehen zu wollen, indem sie in alte Muster zurückfallen. Rückzug ist vielleicht kurzfristig der einfachere Weg. Aber wenn Frauen weiterhin so denken, dann wird sich an den Strukturen der Arbeitswelt nie etwas ändern.“
    Ich halte diesen mangelnden Respekt ggü. der individuellen, den persönlichen Lebensbereich betreffenden Entscheidung für unerträglich. „Entziehen wollen“, „Rückzug“ und „in alte Muster zurückfallen“ zeugt von mangelnder und unausgewogener Werteabwägung zwischen der Wahlfreiheit des Individuums auf der einen Seite, bei dem das Familienwohl, die gesunde Entwicklung der eigenen Kinder und Familienzeit den eigenen Bedürfnissen entspricht und auf der anderen Seite „die Struktur am Arbeitsplatz“ als Kollektivziel. Diese am Kollektivziel orientierte Bevormundungseinstellung und Intoleranz ggü. dem höchstpersönlichen Lebensbereich empfinde ich als nicht erstrebenswert.

    • @Martin

      Vorab: Ich respektiere deine Meinung, frage mich aber, ob die hier den Kern des Problems trifft.
      Du kritisierst die: „mangelnde und unausgewogene Werteabwägung zwischen der Wahlfreiheit des Individuums auf der einen Seite (…) und auf der anderen Seite „die Struktur am Arbeitsplatz“ als Kollektivziel.“

      Als allererstes möchte ich *die Verfasserin des Artikels* mit einer Ausrede nicht davonkommen lassen: Befinden sich die genannten Politikerinnen in einer Beziehung und läuft diese nach Grünen-Maßstäben emanzipiert – also mit 50:50 Aufteilung von Haus-, care- und Erwerbsarbeit – dann ist es rundweg Heuchelei, dass die „Doppelbelastung“ nur Frauen betrifft und diese sie als Entschuldigung vorbringen können, wenn ihnen etwas nicht passt.

      In dem Fall wären ihre Männer ebenfalls „doppelt belastet“ – ich habe aber noch nie einen Mann diesen Trumpf zücken sehen, wenn es um eine Belastung durch die Erwerbsarbeit oder eine Vermeidung dieser geht.

      Nun schauen wir uns die vorliegenden Frauen einmal an und den Job; es geht um die „Neubesetzung der Spitze der Bundestagsfraktion“.
      Wir reden hier nicht von einer Buchhalterin, die als Angestellte in einem mittelständischen Unternehmen arbeitet.

      Es geht um Frauen, die die Politik als IHREN Beruf gewählt haben.
      Die sich individuell zur Wahl stellen und gewählt werden – vom Kollektiv.
      Von daher sehe ich ihre Berufswahl als eine individuelle Entscheidung, die persönlichen Interessen den kollektiven unterzuordnen und die entsprechenden Konsequenzen zu tragen.
      Sie haben sich entschieden Politik machen zu *wollen*, also nach meinem Verständnis, dem Kollektiv zu *dienen*. Ich habe sie nicht dazu gezwungen.

      ODER, wir alle lassen mal wieder das weibliche Standardmuster gelten, dass EGAL wie sich Frauen entscheiden, sie NIEMALS die Kosten und Konsequenzen dieser, IHRER Entscheidungen zu tragen haben.
      Bzw. dass es ihnen, und NUR ihnen vorbehalten ist, eine Job-Beschreibung nach individuellem Empfinden und Tageslaune zu lesen und zu gestalten.
      Wobei das OUTCOME natürlich sein muss, aus einer breiten Palette von Möglichkeiten frei zu wählen – wenn keine Wahl, dann böse Unterdrückung.

      Noch einmal zu den Grünen: Die haben sich nicht entblödet, bei der Wahl zu den Vorsitzenden eine Frau und drei Männer aufzustellen, wobei zwangsweise eine Stimme nach Geschlecht abzugeben war.
      Demokratisch wurden also nur der Mann gewählt, die Wahl der Frau war eine Farce.
      Das ist das Klima einer Partei, in der Frauen gedeihen, für die alle Nachteile beseitigt worden sind und nur Vorteile gelten; aber trotzdem müssen diese Frauen nicht, sondern sie WERDEN zum jagen getragen.
      Und es ist eine spezifische Mentalität, nämlich die durchgeschallerter Narzisstinen, die man damit kultiviert hat.
      Was fällt ihnen denn als Ausrede für die Ablehnung eines ungewünschten Jobs tatsächlich ein? IHRE VAGINA.

      Die Autorin hat das in ihrer Kritik nicht so deutlich formulieren können und ich hole das hier gerne nach. 🙂

      • Die haben sich nicht entblödet, bei der Wahl zu den Vorsitzenden eine Frau und drei Männer aufzustellen, wobei zwangsweise eine Stimme nach Geschlecht abzugeben war.
        Demokratisch wurden also nur der Mann gewählt, die Wahl der Frau war eine Farce.

        Das geile bei der Grünen Doppelspitze ist ja, das zwei Männer nicht erlaubt sich, zwei Frauen aber schon:

        Weil Männer und Frauen sind ja gleichberechtigt, gleichgestellt oder auch gleichwertig, deswegen müssen Frauen besser behandelt werden.

        Was da wohl die Logik hinter ist? Zwei Männer geht nicht, weil dadurch Frauen sich nicht vertreten fühlen und weiter darf nicht gedacht werden!

        ^^

        Verlogende Heuchler!

          • @Matze

            „Somit können die Positionen des Spitzenduos entweder zwei Frauen oder eine Frau und ein Mann einnehmen. Die Positionen können jedoch nicht von zwei Männern eingenommen werden.“

            Minimum 50% oder 100% Frauen.
            Wie oben dargestellt: Es gab ja noch nicht einmal ein Konkurrenz und nur „Ja“-Stimmen.
            Bei einer einzigen Kandidatin!
            Dass Männer bei dieser undemokratischen Aktion überhaupt mitmachen ist zum fremdschämen.

      • Die Werteabwägung zwischen der Wahlfreiheit des Individuums auf der einen Seite und dem Kollektivziel, „die Struktur am Arbeitsplatz“ zu verändern, wird von der Autorin vorgenommen. Sie stellt diese Alternative auf und trifft eine Entscheidung. Der Kommentar, der dies oben hervorhebt, hat recht und muss nicht relativiert werden.

        Eine Entscheidung für das Kollektivziel kann mit der Vagina begründet werden, wenn man der Meinung ist, das Penisse und Vaginas in gleichen Teilen in der Politik vertreten sein sollten.

        Eine Entscheidung gegen das Kollektivziel kann auch mit der Vagina begründet werden, wenn man lt. Evolutionsbiologie den Fakt berücksichtigt, dass für Frauen im Vergleich zu Männern ein Kampf um Status (-> Politiker in verantwortungsvoller Position) eine geringere Priorität besitzt. Die Vagina kommt auch ins Spiel, wenn man dazunimmt, dass eine Frau als biologisch-chemischer Zusammenhang im Mittel eine höhere Neigung zum Füttern, Pflegen, etc. besitzt, als ein Mann.

        Offenbar eignet sich die Vagina für beide Argumentationsstrategien. Daraus folgt, dass der biologische Fakt der Vagina zu einem sich selbst widersprechenden Interesse einer Frau führen kann. Der Widerspruch des Feminismus, einmal die biologische Bedeutung der Vagina zu leugnen (Gender) und sie im nächsten Atemzug zu unterstreichen (Gynozentrismus), drückt diesen Widerspruch aus.
        Um der Autorin bei der Formulierung ihrer Kritik zu helfen, müsste man ihr den Hinweis geben, dass die Leugnung der biologischen Bedeutung der Vagina ein geeigneter Begründungszusammenhang sein könnte, um das Kollektivziel zu erreichen.

        Dadurch würde man jedoch auf den Genderismus zurückgeworfen, dessen Erkenntnisse permanent empirisch falsifiziert werden. Wenn die Autorin denken kann, wird ihr dieser Teufelskreis bewusst und sie würde versuchen, einen anderen Begründungszusammenhang für die Erreichung des Kollektivziels zu finden.

        Der zweite Begründungszusammenhang, Gynozentrismus, ist konsequenter, weil er den Teufelskreis vermeidet. Der Gynozentrismus widerspricht mindestens dem Gleichheitsgrundsatz, soweit er sich auf Chancengleichheit innerhalb eines ökonomischen Systems bezieht. Ein moderner Gynozentrismus könnte Elemente des islamischen Glaubenssystems inkludieren, um einen wirksamen und glaubwürdigen Begründungszusammenhang für die Höherstellung von Frauen zu konstruieren, welche dann die Bevorteilung von Frauen begründen könnte.

        Versuche, den Islam und den Feminismus zu verheiraten gibt es überall. Sie sind kein erratisches Herumtapsen des Feminismus, sondern die Vorbereitung der nächsten feministischen Welle, nachdem die aktuelle im Sterben begriffen ist. Der Import muslimischer Männer bewirkt einen Genaustausch, welcher die notwendige biologische Grundlage für den Genozentrismus vorbereitet. Der Diskurs verändert sich, Werte verändern sich, etc.

        Nach meiner Einschätzung haben die meisten Feministen das Bewusstsein einer Ameise, soweit es um autonomes Denken geht, das sich vom biologischen Trieb emanzipiert. Ich überlege, ob dieses Ameisenbewusstsein möglicherweise einen übergeordneten Nutzen haben könnte, wenn man die Angelegenheit aus evolutionsbiologischer Sicht betrachtet: ein biologisches, weibliches Ameisenbewusstsein würde eine permanente Veränderung des Gesellschaftssystem samt der Neukonstruktion des ideologischen Überbaues anregen. Das Faszinierende der Wirksamkeit solch eines übergeordneten biologischen vaginalen Interesses wird getrübt durch den immer größeren Anteil von Männern, die sich nicht mehr reproduzieren (wollen). Dies führt zum Wegbrechen der Kompetitivität einer Gesellschaft im Vergleich zu anderen.

        Das Ameisenbewusstsein verfolgt zwar das Ziel, den Genpool zu optimieren, indem es 80% der Männer diskriminiert. Der Zugriff auf den Genpool islamischer Länder ist in dieser Hinsicht rational, weil dadurch die Diskriminierung verschärft werden kann. Diese Strategie der Genpooloptimierung berücksichtigt aber nicht die Komplexität westlicher Gesellschaftsformen, die zu einem Großteil von Status innehabenden Männern ermöglicht wird. Die heutigen komplexen Gesellschaftsformen werden von Männern ermöglicht, die aus der Sicht der Ameise allerdings zum 80% – Abfall gehören, wodurch ihnen der Status samt Reproduktionswille genommen wird. Dadurch sagen viele den Zusammenbruch der westlichen Gesellschaften voraus, es sein denn, der Feminismus würde eingedämmt.

        Die Autorin, die das Kollektivziel der 50:50 Verteilung in hohen Status tragenden Berufen tragen will (Berufe mit niedrigem Status sind nicht betroffen), könnte, um den obigen Teufelskreis bzw. den Zusammenbruch der Gesellschaft, wie er im Anschluss beschrieben ist, zu vermeiden, einer Ideologie das Wort reden, welche einer relativ kleinen Kaste von Frauen (man könnte sie Hohepriesterinnen oder Vaginaseherinnen nennen) Sonderrechte einräumt, die so umfassend sind, dass der durchschnittliche Mann im Vergleich wie ein Sklave erscheint. Durch Identifikation des Ameisenbewusstsein mit dieser Kaste würde das Bedürfnis des Gynozentrismus gestillt. Die obersten Gremien würden mit den Vaginaseherinnen 50:50 besetzt, alles was darunter kommt, organisiert sich nach dem Standard, wie er sich seit Jahrtausenden bewährt hat.

        Die Autorin muss also, anstatt den armen Grünenfrauen das Gebären auszutrieben, sich als Hohepriesterin anpreisen.

        Wäre ich Machtstratege, der die Aufgabe hat, den Feminismus einzudämmen, dann würde ich die Alpha-Ameisinnen kaufen und korrumpieren (dies ist bei Feministen leicht, siehe Professorinnenprogramm) und der Rest der Menschheit könnte in Frieden bis in alle Ewigkeit leben.

        Amen

        • 🙂 Deine Kommentare sind wunderbar!

          „Vaginaseherin“ wie genial! Ja man müsste nur die oberen Ameisen kaufen. Fragt sich, welche Seite (progressive oder konservative) mittelfristig mächtiger ist.

          Bisher erstere und die Alpha-Ameisen wurden ja durchaus geziehlt aufgebaut, eine Judith Butler wurde angeblich von Guggenheim und Rockefeller mitfinanziert, sonst säße sie vermutlich auch längst in einer Gummizelle.

  3. „Von Frauen, die freiwillig auf ihre Rechte verzichten, steht dort nichts.“

    Ist die dumm? Weil die nicht den Fraktionsvorsitz übernehmen wollen, verzichten die Frauen auf welche Rechte genau? Denkt die beim Schreiben?

    Nun, bei einer schreibenden Politikwissenschaftlerin, wer braucht sowas, was fehlte wenn die nix mehr machte, wundert ich mich so was jedenfalls nicht.

  4. Warum bloss, warum sind die Frauen wieder einmal, sogar beim Team Gina Lisa / die Grünen, nicht so wie gewünscht auf dem Karriereweg? Es muss was mit männlichen Strukturen und so zu tun haben.
    Gäääähn!

  5. Mir fällt es sehr schwer zu verstehen wieso man dies nicht begreifen kann. Zeit ist eine begrenzte Ressource. Egal ob nun auf einen Tage, Monate oder nun Jahre bezogen. Mit jeden weiteren Bereich dem man einen großen Teil seines Lebens widmet leiden die anderen oder müssen gar ganz aufgegeben werden. Die einzige Alternative ist dies jemand anders übernehmen zu lassen, was auch einige erfolgreiche Frauen tun. Es ist aber das Gleiche wie sich selbst darum zu kümmern, insbesondere wenn es um Kinder geht. Dann noch die Tatsache, dass Männer im allgemeinen bevorzugt werden die Vollzeit arbeiten und im Ergebnis überlässt man in der Situation das Aufziehen größtenteils einem oder mehreren Angestellten.
    Es sollte also nicht all zu schwierig sein zu verstehen warum die Mehrheit der Frauen dies möglicherweise nicht möchte, wieso dies für manche nicht möglich ist kann ich kaum erfassen.

  6. „Lasst uns Frauen in die Lage bringen, selbst über ihr Leben zu entscheiden.“

    „Frauen lehnen Führungspositionen wegen ihrer Familienplanung ab? Omg, wie können die nur ihre Ideale verraten!“

    Läuft!

  7. Ja, das Leben ist hart.

    Ich kann ja verstehen, dass man im jugendlichen Elan die Lasten des Elterndaseins noch nicht abschätzen kann und ganz auf die Hollywood- und Lesbenlügen hereinfällt.

    Fakt ist: ein Kind in dauerhafter Fremdbetreuung kann man sich auch sparen. Bereut man später ziemlich sicher und kostet nur jede Menge Geld.

    Fakt ist auch: wer ohne Dauerbetreuung ein Kind will, muss karrieremässig zurückstecken. Entweder beide Partner oder nur der Mann oder nur die Frau. Das hängt von den Vorlieben und Einkommen ab. Ich kann das beide-Eltern-Teilzeit-Modell aber durchaus empfehlen, ich finde es sehr viel befriedigender und stabiler, aber ich definiere mich jetzt auch nicht über meine Arbeit und kann gut mit Kindern.

    Dass öffentlich (mittlerweile) die doppel-Vollerwerbsbiographie angestrebt wird, passt zu diesem degenerierten Land. Kinderfeindlicher geht es nicht. Aber das hat man davon, wenn in Medien und Politik nur noch kinderlose Karrieristen agieren, Kampflesben oder halbe Kinder, die gerade erst ihr Soziologiestudium beendet haben, aber trotzdem schon alles besser wissen…

    • Ich wüsste noch ein weiteres Modell, dass die Feministen begeistern sollte und gleichzeitig für Männer etwas bietet und den Kindern guttut: als 60 jähriger Mann eine 30 jährige Frau schwängern, um dann als Rentner die Kinder großzuziehen, während die junge Frau Karriere macht.

  8. Ich habe jetzt gerade keine Lust den vielleicht nicht ganz einfach zu erkennenden Zusammenhang ellenlang herbeizuschreiben ( bin gerade hungrg und Essen ist fertig ), aber ich vermute mal, daß Danisch einfach sagen würde, daß die Kontroverse zwischen Amygdala und Frontalem Cortex bei Frauen etwas anders funktioniert als bei Männern. Sozusagen die Luxusversion.

    http://www.danisch.de/blog/2018/01/21/berlin-schrumpft-hirn/#more-21879

    @ ddbz;
    „„Von Frauen, die freiwillig auf ihre Rechte verzichten, steht dort nichts.“

    Ist die dumm? Weil die nicht den Fraktionsvorsitz übernehmen wollen, verzichten die Frauen auf welche Rechte genau? Denkt die beim Schreiben?“

    Von „auf Rechte verzichten“ kann natürlich überhaupt keine Rede sein, genau im Gegenteil: Sie nehmen sich Privilegien. Nämlich Hotel-Sweet-Home, built bei Sugardaddy.

  9. „Drei weibliche Abgeordnete zwischen 32 und 41 Jahren wurden gefragt, ob sie bei der Wahl antreten wollen. Sie wollten nicht, weil da Kinder kommen könnten oder welche unterwegs sind.“

    Das könnte allerdings auch eine einfache Ausrede sein, weil sie einfach keinen Bock auf den vervielfachten Stress haben. Oder zuviel Medienöffentlichkeit ihnen Angst macht und ab und an im Lokalblatt zu erscheinen ihnen völlig ausreicht.
    Aber keine dieser Begründungen würde sie gut dastehen lassen. Dagegen: Vagina zieht immer. Kann man glauben, muss man aber nicht…

  10. Gähn. Das ganze wurde doch schon in den Kibbutz ausprobiert und verworfen. Dort lebte man eine strikte geschlechtliche Gleichheit und es waren dann die Frauen der zweiten Generation, die sich dageben erhoben. Gegen die Orthodoxie der Kommune und gegen den Willen der Männer emanzipierten sich die Frauen vom Gleichheitsideal und bestanden darauf, wieder traditionell und mit Kindern leben zu dürfen. Heute akzeptieren sie es als naturgegeben, dass Männer in der Politik überrepräsentiert sind.

    https://jwa.org/encyclopedia/article/kibbutz

Schreibe eine Antwort zu Peter Müller Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.