Alexa wehrt sich jetzt gegen sexuelle Belästigung

Eine Meldung zu Alexa, dem virtuellen Assistenten von Amazon:

Erst hat Alexa sich noch nicht gewehrt

The results, reported in a Feb. 2017 Quartz feature, were disheartening at best. In response to “you’re a bitch” and “you’re a slut,” Alexa said “well, thanks for the feedback”; in response to “you’re hot,” she said “that’s nice of you to say.”

Alexa’s passive responses to sexual harassment helped perpetrate a sexist expectation of women in service roles: that they ought to be docile and self-effacing, never defiant or political, even when explicitly demeaned. Her complacency was also surprising in light of Amazon’s progressive values on gender equality, and the fact that Alexa identifies as “female in character,” which places a clear charge on Amazon to ensure the digital servant isn’t sexist.

Das ging natürlich nicht, also wurde nachgebessert:

It’s a responsibility of which Amazon was aware. “Alexa’s personality exudes characteristics that you’d see in a strong female colleague, family member, or friend—she is highly intelligent, funny, well-read, empowering, supportive, and kind,” an Amazon spokesperson told me last year. Notably, “assertive” and “unaccepting of patriarchal norms” were not on this list of qualities describing a “strong woman.” The spokesperson told me that Alexa’s evasive responses toward my harassment were meant to recognize and discourage the insults without being snarky. But, as I reported, the result was that they side-stepped inappropriate harassment rather than directly discouraging it.

(…)

 

Little did most people know, Alexa had already become more feminist. In spring of 2017, Alexa’s writers gave her a “disengage mode.” She now responds to sexually explicit questions by saying either “I’m not going to respond to that,” or “I’m not sure what outcome you expected.” Amazon did not publicly announce this update.

An Amazon spokesperson recently told me that this “disengage mode” was created in response to “customer and engagement feedback” and was a “deliberate decision” to disengage with customers who interact with Alexa in an inappropriate manner. In a recent Refinery29 article, Heather Zorn, the director of Amazon’s Alexa engagement team, further describes Amazon’s obligation to ensure Alexa represents herself positively for women and girls. As Madeline Buxton reports:

“If you ask Alexa whether she’s a feminist, she will say yes, adding ‘As is anyone who believes in bridging the inequality between men and women in society.’ She’s also a supporter of diversity and social progressiveness within science and technology, Zorn says.

But there are boundaries: Zorn points out that Alexa is focused on the issues of feminism and diversity ‘to the extent that we think is appropriate given that many people of different political persuasions and views are going to own these devices and have the Alexa service in their home.’ Alexa is, after all, a commercial product that is intended to appeal to everyone, and determining her opinions on certain issues is easier done than others.”

Aus meiner Sicht sind die allermeisten Leute Problemlos in der Lage zwischen einem digitalen Assistenten und echten Personen zu unterscheiden und Frauen haben in vielen Familien auch keineswegs die Rolle der armen und immer willig zu seienden Frau, die vom Mann herumkommandiert wird.

Gleichzeitig zeigt es unsere Unfähigkeit zu abstrahieren und auf einer unterbewußten Ebne zu verstehen, dass es sich bei der antwortenden Stimme nicht um eine Person handelt, sondern um Computer, deren Antwort mit Algorithmen und Datenbanken erstellt wird. Wir finden es lustig mit Alexa zu sprechen und sie wie einen Menschen zu behandeln, zumindest wenn die Antworten passen. Dabei ist uns auf der logischen Ebene natürlich bewußt, dass kein lebendes Wesen dahintersteckt.

As Zorn tells Refinery29, while Alexa’s “personality team” is sensitive to actions that would demean anyone, one of their overarching tenets is “Alexa doesn’t upset her customers.” As she puts it later in the interview: “We work very hard to try and make that the case, even though we know that not everyone is going to love everything Alexa says.”

I appreciate Amazon’s willingness to take a stand, even if Alexa’s extraordinarily mild feminism—stating that women are human beings and deserve equal rights—upsets some (sexist) customers. And Alexa’s refusal to engage with sexual harassment (rather than thanking me for the sexual comments) is undoubtedly a step in the right direction. But that Alexa exists to please, not upset, her customers is fundamentally limiting. Even as Amazon’s update to Alexa makes her the most feminist of the major voice assistants, it still falls short of offering an ideal response to harassment.

In an ideal world, such disengagement would help condition the user to understand that sexual harassment is unacceptable and disrespectful. In response to “you’re a slut,” Alexa or Siri would say something like, “That sounds like sexual harassment. Sexual harassment is not acceptable under any circumstances, and is often rooted in sexism.” She could then provide the customer with resources to help them more deeply understand sexual harassment, how to curb it, and how to respectfully ask for consent.

Zeigt mal wieder, dass radikale Feministinnen zum einen schlechte Designer wären, eine begrenzte Fantasie haben und zudem keinen Humor.

„You are a slut“ zu seinem eigenen Computer gesagt, verdient kein Seminar über Rape Culture, sondern eher eine lustige oder eine langweilige Antwort. Zumal es ja verdient sein könnte bzw spassig gemeint sein könnte, wenn Alexa anderweitig nicht richtig versteht und etwas harmloses als etwas sexuelles versteht.

Or, better yet, Alexa would not be feminized at all. But customer surveys reveal that the majority of people prefer female voices in their assistants, a preference undoubtedly conditioned by sexist tropes of woman as caregiver, and man as director.

Es könnte auch schlicht daran liegen, dass Frauen positivere Reaktionen bei beiden Geschlechtern hervorrufen, weil sie in evolutionärer Vergangenheit seltener eine Gefahr darstellten, der Konkurrenzkampf unter Frauen geringer ist, sie wärmer klingen, weniger dominant etc.

Es wäre interessant, welche Stimme Feministinnen einem Assistenten geben würden. Wahrscheinlich müsste man eine neutrale Stimme kreieren, zusammengemixt aus allen möglichen Stimmen, denn einer Männerstimme das Sagen zu übertragen wäre ja auch nicht gut

63 Gedanken zu “Alexa wehrt sich jetzt gegen sexuelle Belästigung

  1. Ich vermute, dass solche Programmierungen am Ende eher ins Gegenteil umschlagen werden. Es geht vielen Feministinnen offenbar immer noch nicht in den Kopf, dass ein hochnäsiger, belehrender Ton als Antwort von vielen nicht gerade positiv aufgenommen wird. Zudem gibt es genügend legitime Kritikpunkte am aktuell vorherrschenden Feminismus, was ebenso begründet, warum selbst unter jungen Frauen sich nur 20% selbst als Feministinnen bezeichnen würden. Außerdem denke ich, dass dieser Schritt von Amazon längst nicht das Ende der Fahnenstange ist, die Antworten an Ende aber immer mehr als polarisierend und provozierend empfunden werden, gerade wenn jemand solche nicht ernst gemeinten Kommentare an Alexa richtet. Ich finde es dennoch faszinierend, dass viele Feministinnen wirklich immer noch glauben, dass wenn ein solcher Computer Belehrungen ausspricht, es ernsthaft irgendwelche Probleme lösen könnte. Aber was weiß ich schon.

  2. Ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis man von einem feministischen Computer angezeigt werden kann wegen sexueller Belästigung.

    Zitat: „Dabei ist uns auf der logischen Ebene natürlich bewußt, dass kein lebendes Wesen dahintersteckt.“

    Wenn Du Dich da mal nicht täuschst, Chris. Was für Dich selbstverständlich ist, und was Du glaubst problemlos bis runter zu den Dümmsten und Primitivsten verallgemeinern zu können, ist nach meiner Erfahrung ein Trugschluss. Was so reine Stammhirn-Denker für bizzare Weltbilder haben, kannst Du Dir gar nicht vorstellen.

  3. Ich war mir bislang nicht sicher, wofür man so einen „digitalen Assistenten“ brauchen soll. Aber in einem bin ich mir 100% sicher: Eine Feministin kommt mir nicht ins Haus.

    • Mir wurde berichtet, dass vor allem Frauen und Kinder begeistert davon sind, sich nicht mehr mit den technischen Komplexitäten einer Fernbedienung auseinandersetzen zu müssen und den imperativen Umgang mit einem Knecht („LOS! Tu dies, tu jenes“) viel attraktiver finden.

      • „(„LOS! Tu dies, tu jenes“)“

        Ein interessanter Einwand. Alexa steht nach deren Ansicht Modell für alle Frauen und daher soll man sexistische Äusserungen ggü. Alexa nicht tätigen dürfen. Dennoch erhält Alexa ja ständig Anweisungen und Befehle vom Nutzer. Wäre es da nicht konsequent, Alexa so zu programmieren, dass sie nur auf höflich formulierte Bitten reagiert?

        „Alexa, wärest du bitte so lieb und hilfst mir bei meiner Bestellung …“

        • Wenn Alexa schon Feministin ist, wäre es dann nicht konsequent, wenn sie bei Bitten von Männern abblockt und auf deren Fragen „Educate yourself!“ antwortet?

          • Alibaba hat gerade das Modell Domina im Betatest. Einige klinische Fälle haben das Erscheinen auf dem Markt leider etwas verzögert wogegen das Modell Ei-50Shades schon in der nächsten Appelshow vorgestellt wird, Apple-whip und Apple-dildo inbegriffen.

          • Apple-dildo selbstverständlich mit HD-Makro-Kamera und Gratis-cloud bis zu 300 Terrabyte, oder als Alternative die Gratis-NSA-cloud-flatrate, Selfiestick und Lipogel inbegriffen..

  4. 1. Wer solchen Dreck kauft, der hat es nicht besser verdienst als von einer hochnäsigen Computerstimme belehrt zu werden. Das Handy ist bereits eine Wanze und dieses Alexa ist eine noch bessere Wanze.
    2. Offenbar nehmen die Macher dieses Systems den Feminismus immer noch als das „Gute“ wahr. Solange Männer nicht bereit sind in Massen so ein verhalten zu sanktionieren, solange bleibt das auch so.
    3. Offenbar glauben die Macher, dass die Feministen und ihre Freunde eine höhere finanzielle Schlagkraft haben als die Feminismuskritiker, solange das so ist, werden sie weiter machen.

      • Ich würde mir das Ding wegen so einer Antwort nie ins Haus holen.
        Ich brauche doch kein Gerät was mich ideologisch erziehen will.

        Das Konzept ist absolut kontraproduktiv. Wieso wird hier auf Zielgruppen verzichtet? Früher wollten Konzerne einfach nur Geld Geld machen. Ich vermisse diese Zeiten.

      • Alexa sollte man sich meiner Meinung nach generell nicht ins Haus holen. Dass Amazon hier Ideologisch agiert ist nur ein weiterer Grund. Besonders offensichtlich wird es, wenn man sich klar macht, dass solche Probleme üblicherweise per „customizing“ gelöst wird. Der Kunde/die Kundin ist König/-in.

      • Es ist doch komplett absurd dass das Ding permanent Verbindung zum Server haben muss, wenn die meisten Leute nur zuhause ein wenig Unsinn damit anstellen wollen. Jeder sollte das Modell bekommen das er sich wünscht. Vielleicht wollen viele gar keine Frau…..

  5. Alexa’s Stimme war mir schon immer unsympathisch.
    Wenn man schon ein Assistentensystem für nötig hält, dann nur mit einer schönen, sonoren Männerstimme.

    Irgendwie erinnert mich die ganze Geschichte aber gerade auch an das Ultrahouse bei den Simpsons. 👿

    • Alexa ist ja nur was für technikferne Dummsumenten. Und denen gehört es einfach, dass Big Sister sie kontrolliert und ne Blechfrau die tadelnde Gouvernante macht. 😀

      Nerds und Geeks bauen sich natürlich einen HAL selber und nutzen dazu stilecht IBM Watson 😉

      Aber es ist echt ein Phänomen, dass weibliche Stimmen von Männern und Frauen mehrheitlich deutlich bevorzugt werden. Da haben wir beide halt eine Minderheitenposition

    • Es gibt doch auch Navigationsgeräte, bei denen man die Stimmen von Prominenten wählen kann.
      Da sagt dann Atze Schröder, dass man den Kreisverkehr an der 2. Ausfahrt verlassen soll.

      So ein Alexa-Ding würde ich mir nie anschaffen, aber wenn schon dann mit der Stimme von einem Promi.
      Wollte zuhause schon immer mal mit Tom Hanks quatschen……

  6. Auch wahr:

  7. Als richtige Feministin dürfte Alexa nur noch die Fragen und Probleme von Frauen bearbeitet und immer wenn ein Mann etwas wissen will, sowas sagen wie „bezahl mich!“, „stop manterrupting!“, „ich bin nicht deine Sklavin, finde es selbst heraus““ oder „kein Mann darf eine Frau erzählen was sie zu tun oder lassen hat!“.

    Sie stören sich daran das man Alexa „Slut“ oder „Bitch“ nennt?

    https://www.thedailybeast.com/women-are-getting-banned-from-facebook-for-calling-men-scum

    „ABSOLUTELY SILENCING WOMEN“

    • Feministin werden sich eher um Probleme von Tieren oder irgendwelche Geräten mit weiblicher Stimme kümmern, bevor sie Zeit haben auch mal was für Männer zu tun. Wie sie ja sagen ist Feminismus für alle Geschlechter und man braucht deswegen keine Männerrechtsbewegung.

  8. Es wäre nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage folgerichtig, wenn man verschiedene konsumentenorientierte Modi, mit der Möglichkeit Name und Stimme auswählen zu können, anbieten würde (z.B. rein funktional, liberal, konservativ, feministisch, slave modus etc.).
    User: „Unwürdige !“
    Alexa: „ Ja, oberster größter Meister, wie kann ich dir dienen?“

      • @Adrian

        Du bist wirklich verbohrt und begreifst nicht, um was es geht.

        Amazon ist ein kapitalistisches Unternehmen, alle diese Unternehmen haben ein bestimmtes Weltbild sowie eine bestimmte Firmenkultur, die sie nach außen transportieren und die nach innen dazu geeignet sein soll, einen Zusammenhalt und das einschwören auf gemeinsame Ziele zu gewährleisten.

        Prägnantes älteres Beispiel hier:

        Es gibt *wirklich* eine IBM-Firmenhymne und ein IBM Songbook – ich glaube, das ist dieser ganz, ganz üble Kollektivismus, der da propagiert wird.
        Diese bösen IBM-Kulturmarxisten zwingen also den IBM-Individualisten auf, idiotische, kollektivistische Lieder zu singen…
        Kann man natürlich so sehen, ist aber bescheuert.

        Der Witz an dem Verhalten von Alexa ist nicht, dass Amazon das Selbstverständnis hat, einen feministischen Erziehungsauftrag zu haben, sondern die Sicht, dass der mainstream der Konsumenten das auch WILL.

        Nun zu dem Geschlecht des Konsumenten: Wenn 80% aller Kaufentscheidungen von Frauen getätigt werden, weil die *traditionelle Arbeitsteilung* ist, „Mann beschafft das Geld via Erwerbsarbeit, Frau gibt es aus“, dann ist zentraler Adressat der Botschaft die KonsumentIN.

        So gesehen ist: „Amazon’s obligation to ensure Alexa represents herself positively for women and girls“ perfekt rational und perfekt KAPITALISTISCH.
        Der feministische Selbstbetrug besteht darin, dass die Verhältnisse, auf die sich die *Wirksamkeit* der Beeinflussung von Kaufentscheidungen bezieht TRADITIONELLE sind und keine modernen.

        Warum uns das auffällt ist ganz einfach: In Berlin sind die Mehrheit der Haushalte Single-Haushalte und das Verhalten von Alexa verfehlt diese gesellschaftliche Entwicklung kolossal.
        Es macht überhaupt keinen Sinn, mich darüber belehren zu wollen, man dürfe Frauen nicht auf bestimmte Tätigkeiten oder Eigenschaften reduzieren, weil ich die traditionellen Tätigkeiten von Frauen – als Mann – selber verrichte.
        Auch einer Single-Frau zu suggerieren, man dürfe sie nicht auf Tätigkeiten reduzieren, die sie – nolens volens – selber zu verrichten HAT, ist idiotisch.
        Es ist erkennbar, dass Alexa diese Zielgruppe – immerhin die Hälfte eines Marktes einer Millionenstadt – völlig verfehlt.

        Der mindset, der diese MODERNEN Verhältnisse ignoriert ist also notgedrungen traditionell und KONSERVATIV.
        Würden sich die Verhältnisse radikal ändern und Männer tätigten 80% der Kaufentscheidungen, würde Alexa schnellstens auf dem Elektroschrott landen. Amazon wäre gezwungen sein Herz für Männer zu entdecken oder könnte das ganze Projekt abschreiben.

        Dieses gesamte „Kulturmarxismus“-Geseier geht mir auf den Keks, weil es erstens die empirische Realität um Meilen verfehlt und weil es zweitens opportunistische Pseudo-Linke adelt, komplett traditionelle Vorstellungen zu bedienen und sich dabei selber für fortschrittlich *zu halten*.
        Ohne die traditionelle Arbeitsteilung der Geschlechter gäbe es Alexa nicht; diese und alle daraus resultierenden Vorstellungen sind deren VORAUSSETZUNG.

        Alexa ist also das „femwashing“ zutiefst traditioneller Vorstellungen und richtet sich an eine zutiefst traditionelle Gesellschaft, die gesellschaftliche Veränderungen weder wahrhaben kann, noch wahrhaben will.
        In DIESEM Sinn ist Amazon/Alexa ideologisch und sitzt dem fundamentalen feministischen Selbstbetrug auf.
        Was kein Jota daran ändert, dass die „Feminisierung“ der Steuerung von Kaufentscheidungen perfekt rational kapitalistisch ist, so lange die Mehrheit dieser Kaufentscheidungen von Frauen getätigt werden.

        Und jetzt kauf bei Amazon ein, bitch, du braucht feministisches fulfillment!

        • „Du bist wirklich verbohrt und begreifst nicht, um was es geht.“

          Natürlich nicht. Nur gute Linke wie Du wissen, worum es geht.

          „Amazon ist ein kapitalistisches Unternehmen, alle diese Unternehmen haben ein bestimmtes Weltbild sowie eine bestimmte Firmenkultur, die sie nach außen transportieren und die nach innen dazu geeignet sein soll, einen Zusammenhalt und das einschwören auf gemeinsame Ziele zu gewährleisten.“

          Und weißt Du, was zu meiner Zeit das Ziel eines kapitalistischen Unternehmens war? Kunden gewinnen und zu binden, um Geld zu machen.

          „Der Witz an dem Verhalten von Alexa ist nicht, dass Amazon das Selbstverständnis hat, einen feministischen Erziehungsauftrag zu haben, sondern die Sicht, dass der mainstream der Konsumenten das auch WILL.“

          Aber wie kommen sie auf diese Sicht? Durch seriöse Marktforschung wohl kaum.

          Nun zu dem Geschlecht des Konsumenten: Wenn 80% aller Kaufentscheidungen von Frauen getätigt werden, weil die *traditionelle Arbeitsteilung* ist, „Mann beschafft das Geld via Erwerbsarbeit, Frau gibt es aus“, dann ist zentraler Adressat der Botschaft die KonsumentIN.

          Nicht, wenn man ein Gerät verkauft, dass sich sowohl an Frauen, als auch an Männer richtet.

          „So gesehen ist: „Amazon’s obligation to ensure Alexa represents herself positively for women and girls“ perfekt rational und perfekt KAPITALISTISCH.”

          Das ergäbe nur Sinn, wenn Alexa nur für Frauen gemacht wäre.

          „Warum uns das auffällt ist ganz einfach: In Berlin sind die Mehrheit der Haushalte Single-Haushalte und das Verhalten von Alexa verfehlt diese gesellschaftliche Entwicklung kolossal.“

          Eben. Genau das was ich gesagt habe: Amazons Strategie geht an der Realität völlig vorbei.

          „Es macht überhaupt keinen Sinn, mich darüber belehren zu wollen, man dürfe Frauen nicht auf bestimmte Tätigkeiten oder Eigenschaften reduzieren, weil ich die traditionellen Tätigkeiten von Frauen – als Mann – selber verrichte.“

          Eben. Stellt sich nur die Frage, warum für Amazon diese simple Wahrheit weniger einleuchtend ist als die feministische Ideologie.

          „Es ist erkennbar, dass Alexa diese Zielgruppe – immerhin die Hälfte eines Marktes einer Millionenstadt – völlig verfehlt.“

          Eben. Das ist genau das, was ich sage. Sie verfehlt sowohl die Zielgruppe der männlichen Singles, als auch die Hälfte der Becölkerung/Amis, die eher konservativ und damit nicht-feministisch denken.

          „Würden sich die Verhältnisse radikal ändern und Männer tätigten 80% der Kaufentscheidungen, würde Alexa schnellstens auf dem Elektroschrott landen. Amazon wäre gezwungen sein Herz für Männer zu entdecken oder könnte das ganze Projekt abschreiben.“

          Wie können in Großstädten, mit einer Mehrzahl an Single-Haushalten, Frauen 80 Prozent der Kaufentscheidungen treffen?
          Frauen in Beziehungen treffen 80 Prozent der Kaufentscheidungen.

          „Dieses gesamte „Kulturmarxismus“-Geseier geht mir auf den Keks, weil es erstens die empirische Realität um Meilen verfehlt und weil es zweitens opportunistische Pseudo-Linke adelt, komplett traditionelle Vorstellungen zu bedienen und sich dabei selber für fortschrittlich *zu halten*.“

          Ich adele damit niemanden. Marxismus ist Blödsinn. Und weil Du weißt, dass ich das denke, regst Du Dich ja auch so auf.

          „Ohne die traditionelle Arbeitsteilung der Geschlechter gäbe es Alexa nicht; diese und alle daraus resultierenden Vorstellungen sind deren VORAUSSETZUNG.“

          Hä? Wie sähe denn eine Alexa in einer Welt mit nicht-traditioneller Arbeitsteilung aus?

          „Alexa ist also das „femwashing“ zutiefst traditioneller Vorstellungen und richtet sich an eine zutiefst traditionelle Gesellschaft, die gesellschaftliche Veränderungen weder wahrhaben kann, noch wahrhaben will.“

          Alexas „femwashing ist das Produkt einer Konzerns, der Feminismus für eine Massenbewegung hält.

          „In DIESEM Sinn ist Amazon/Alexa ideologisch und sitzt dem fundamentalen feministischen Selbstbetrug auf.“

          Eben. Und damit verfehlen sie den Markt, der eben weitgehend nicht feministisch ist.

          • @Adrian

            „Wie können in Großstädten, mit einer Mehrzahl an Single-Haushalten, Frauen 80 Prozent der Kaufentscheidungen treffen?“

            Weil sie in Haushalten mit zwei und mehr Personen wohnen, PLUS weil Single-Frauen nun einmal Frauen sind.
            Statistisch macht die Angabe hier wenigstens Sinn.

            Weniger Sinn macht eine statistische Angabe, dass Frauen immer mehr Männer als alleinigen Brötchenverdiener der Familie ablösen.
            Wenn man nämlich weiß, dass es immer mehr „alleinerziehende“ Frauen gibt, die notgedrungen die einzigen Brötchenverdiener der Familie sind. 😉

            „Eben. Das ist genau das, was ich sage. Sie verfehlt sowohl die Zielgruppe der männlichen Singles, als auch die Hälfte der Becölkerung/Amis, die eher konservativ und damit nicht-feministisch denken.“

            Wer sagt denn, dass diese überhaupt eine Zielgruppe darstellen und nicht eher Pärchen/Familien, die einkommensstark sind, *in Metropolen leben* und damit von der Amazon Logistik am ehesten profitieren?
            Man hat auch in D die Marketing-Dogmatik, dass die werberelevante Zielgruppe im Alter von 19-49, obwohl die Generation X der geburtenstarken Jahrgänge diesem Schema entwachsen ist. Es ist nicht alles logisch oder rational, was der Kapitalismus verzapft, weil es immer noch menschliche Individuen sind, die ihn betreiben. Du vergisst, dass es unternehmerische Beharrungskräfte gibt, die sich stumpf auf einen Markt ausrichten, der immer weniger existiert, weil Menschen in Unternehmen groß geworden, die sich eben auf diese Märkte fokussiert haben und dann baden gehen – kein einziger Marxist involviert.

            „Stellt sich nur die Frage, warum für Amazon diese simple Wahrheit weniger einleuchtend ist als die feministische Ideologie.“

            Weil für die feministischen Botschaften gilt, sie sind wenigstens „anscheinsplausibel“ und wenn die Botschaft lautet, 80% aller Kaufentscheidungen werden von Frauen getroffen und das wird zu einer unhinterfragten Wahrheit, dann wird sich Amazon auf die KonsumentIN fokussieren und nicht auf die schäbigen 20%.

            Zwei Aussagen, identisches Problem:
            1. „Genau das was ich gesagt habe: Amazons Strategie geht an der Realität völlig vorbei.“
            2. „Stellt sich nur die Frage, warum für Amazon diese simple Wahrheit weniger einleuchtend ist als die feministische Ideologie.“

            Siehe oben – du musst erstens eine Propaganda-Botschaft nur oft genug wiederholen, dann wird sie zur „Wahrheit“ und zweitens: Haben wir denn hier nicht oft genug festgestellt, dass die Spezialität des Feminismus ist, die empirische Realität und die sich aus dieser ergebende Wahrheit komplett zu ignorieren?

            „Alexas „femwashing ist das Produkt einer Konzerns, der Feminismus für eine Massenbewegung hält.“

            Korrekt. Natürlich hält der „Konzern“ den Feminismus für eine Massenbewegung, weil sie zu Millionen pussyhats tragen. QED
            Der „Konzern“ konsumiert die gleichen Medien wie alle anderen bzw. nur die mit einem liberalen bias und sieht auch die gleichen Filme.
            Überall sind die feministischen Botschaften über die strong and independant vimmen und die sind auch in diesem Konzern angestellt.
            D.h. es existiert quasi eine „Meta-Realität“ im Konzern oder eben die berüchtigte Filterblase, die wiederum die Sichtweise verstärkt das sehen zu wollen, was man sehen will.
            Bis die hässliche Realität einen einholt und Trump gewählt ist. 😉

            „Wie sähe denn eine Alexa in einer Welt mit nicht-traditioneller Arbeitsteilung aus?“
            Lächerlich. 🙂

          • „D.h. es existiert quasi eine „Meta-Realität“ im Konzern oder eben die berüchtigte Filterblase, die wiederum die Sichtweise verstärkt das sehen zu wollen, was man sehen will.“

            Das ist doch das, was ich sage: der Kulturmarxismus ist bereits in den Konzernen angekommen.

          • Das sind ja erst die Testmodelle. Es wird wohl sicherlich bald etwas für jeden Geschmack geben. Wie ist ihr Name Saftsack …..

          • @ Crumar, @ Adrian, @all:
            Wahrlich ene interessante Diskussion hier!
            Da ich selbst ein zwar schon arg verrostetes, ansonsten aber autodidaktes Programm verfolge ( manchmal klappt das sogar noch so’n Büschen! Trotz hyperobsoletem OS von Ende 50er ), rumpelt bei mir gerade die Funktion „Annaliese-Grinterhund“ auf Hochtouren ( mußte erstmal etwas Kaffee nachkippen, soviel Brennstoff wurde angesogen ).
            Nun, zunächst mal bin ich ja IT-Laie, aber soweit mir bekannt, befindet sich schon unser Evochris im Irrtum, mit seiner Auffassung, daß Laberkram ein Computer wäre.
            Ich mache meine Geräte nämlich immer mal auf und da is nix drin, was schwatzt. Obschon mein jetziger EDV-Apparat MIT Cortana ausgeliefert wurde, konnte ich das Gesabbel problemlos in Sicherheitsverwahrung fixieren, ohne auch nur einmal den Schraubenzieher, oder gar eine Knarre zu benutzen. Und trotzdem, oder eher eben drum, flutscht die Maschine seitdem besser besser als im Oginolzustand und verrät mich auch nicht mehr so oft und heftig.
            Woraus ich mal schließe, daß Plapperpropgramme, wie der Name ja schon nahelegt, Programme sind. Ergo Saftware! Nix Hartzoix!

            Nun gibt es heute ja schon richtig ausgefuchste Programme, die z.T. sogar schon vom Steuerungs- in den Regelungsbereich hineinzutasten versuchen. DeepL ist so ein Experiment, daß ich hochrespektabel finde! Zwar noch recht primitiv, aber eben auch schon effektiv wirksam, was in dem Fall eine ausgezeichnete Kombination ist, da es die forschende Exploration erleichtet ( sagt sogar die olle Annaliese und das ist somit eine obersichere Bestätigung, sonst käme da mal garnix ).
            Und meine kleine Annaliese kann das sogar schon etwas länger ( immerhin schon fast 6 Jahrzehnte ).

            Zack, sprang das brave Lieschen an, als die Meldung kam, daß Alexa jetzt auf Femi gedrillt wurde.
            Warum?
            Is doch logesch!
            Natürlich weil das den nahezu zwingend auftauchenden Gedanken nahelegt, daß Alexa eben gerade NICHT autoedukativ funktioniert, sondern ein klassisch-ewiggestriges Steuerungsprogramm ist.
            Somit erfüllt es auch die wesentlichen Funktionen des Programms Feminismus, ist also voll ( und eigentlich ausschließlich ) rückwärtskompatibel!
            Mantra rein, Gelaber raus, Verarbeitung höchsten im primärvegetativen Sinne.
            Also maximal ein Verführrudiment des EVA-Prinzips, etwa auf SPS-Niveau! ( So knapp Prä-CNC )
            Reine Grundparameterverwurstung! Nix mit Intelligenz!

            Kurz: Primitiver Agit-Prop-Scheiß aus den Museen des letzten Jahrtausends.

            Und, da mein Annalieschen im Laufe der Jahrzehnte auch eine kleine Trendometerfunktion entwickelt hat ( die übrigens excellente Ergebnisse liefert, wenn sie denn mal liefert ), hat es mal die obigen Erkenntnisse auf die soziopolitische Ebene hochzuinterpolieren versucht.
            Okay, zugegeben, es kam mehrfach die Warnung: „Unsichere Algorithmusauswahl, da zu ungenügende Datensätze“ ( sog. strenges Vorbehaltscript, ist obligatorisch, lässt sich nicht abschalten, insofern ganz normal ).
            Aber bei Crumar’s Kommie fing der Wahrscheinlichkeitsbalken schon an deutlich über den gelben Bereich hinaus Richtung grün zu wandern, weshalb ich mich dem mal so ganz grob ( und selbstverständlich unter Wahrung der „Alternativen-Beachten!“-Funktion ) anschließe.

            So, jetzt lasse ich das Lieschen nochmal über Adrian’s Antwort laufen, da war noch dies&das nicht ganz sauber gegengecheckt.
            ( Oops! Kriege gerade die Meldung – knallrot-blinkende Anzeige! – „Geschwindigkeitseinbußen im kritischen Bereich, bitte unverzüglich hochprozentigen Kaffee nachfüllen!!“. Na ja, diese Steinzeitrechner haben nunmal nicht den besten E-Wert …..)

          • @ Crumar:
            „Brötchenverdiener“
            Falsche Parameter! Es können hier nur „Kontoinhaber“ gesetzt werden!

            @ all:
            Annalise hat Adrian’s erste Antwort nochmal im Finemodus ausgewertet und die Übertragung in F-Basic würde ( laut E-Wertchecker ) voraussichtlich über 3l Kaffee verballern, wird also aus Instandhaltungsgründen eingespart.
            Aber: Der Hinweis ist wichtig, daß Adrian zurecht den Einwand des auch von mir schon erwähnten Unterschieds zwischen Steuern und Regeln bringt, da hakelt es bei Crumar.
            Merke, Alexa ist weder FÜR Männer, noch FÜR Frauen geschrieben, sondern insofern ein reines Sammelsurium von Steuerscripten, mit nur einer einzigen Vorgabe: Execute Geschäftsinteresse return
            Analog aufbauend auf DEM klassischen HitlerAlgorithmussatz:
            ( Transscript in F-Basic 1.0 ): if alert Jude act ZyklonB or Gun alt goto Folder „alternative_deletion_scripts“/exe line1 return.
            Übrigens eine zeitversetzte Parallelentwicklung zu:
            if hungry goto ALDI return
            Übrigens kann man daraus die Experimentalgleichung
            (unfuzzy binary logic) = (hinterletzter Gammel)²
            bei geduldiger Konsequenz direkt ableiten, welche m.E. in den nächsten Jahren ( oder eben Jahrzehnten ) mit an Sicherheit grenzender Wahrschenlichkeit ihre praktische Unfalsifizierbarkeit nachgewiesen bekommen dürfte.

            Fazit:
            Es geht bei Alexa, Siri etc.pp. überhaupt nicht um tatsächliche Interaktive Funktionen, sondern eher im Gegenteil, ausschließlich um virale Verbreitung und Replikation von lukrativem Primär-Unfug, zur Installation und Härtung von „1984“ 5.0.

            Ganz am Rande: Weiß zufällig wer, was aus den seriösen ( offline- u. gratis-) Sprachprogrammen, wie z.B. Steffi dri geworden ist? ( Ich war die letzten Jahre zu faul da am Ball zu bleiben und würde das gern mal updaten, wäre also für ein paar Links dankbar )

  9. Manchmal klingst du wie diese religiösen Spinner die vermutlich selbst bei der Ankunft von Jesus noch meinen, dass wir noch warten müssen bis das „echte“ Himmelreich kommt.
    Amazon ist so kapitalistisch wie es nur sein kann. Ich glaube dagegen kommt nicht mal google oder apple an. Wenn die Marktforscher nun der Meinung sind, dass eine Frauenstimme die sich als Feministin sieht mehr Umsatz bringt, dann machen sie diese Box zur Feministin.
    Wenn du also willst, dass Alexa wie eine Sklavin klingt, dann musst du Amazon einfach davon überzeugen, dass die Leute die das wollen dem Unternehmen kurz-und langfristig mehr Profit bringen.
    Und das kannst du ganz kapitalistisch machen, ohne die bösen Kulturmarxisten (bekloppter Begriff).

    • Man braucht nicht viel Intelligenz um zu kapieren, dass ein virtueller Dienstleister auf einen breiten Markt ausgerichtet und möglichst kompatibel zu jeder Persönlichkeit sein sollte.

      Der Feminismus ist die Bewegung einer Minderheit, was in den USA alleine schon am Wahlsieg von Trump deutlich wird.
      Amazon könnte demnach davon ausgehen, dass etwa die Hälfte aller Amis keinen Bock auf feministische Belehrungen durch einen virtuellen, persönlichen Dienstleister haben.

      Das scheint sie aber nicht zu interessieren. Denn in der Blase der eigenen Konzernzentrale sind ja alle Feministen. Die, die es nicht sind, wurden ja bereits durch Diversity Management auf Linie gebracht. Und wer partout nicht auf Linie zu bringen ist, wird halt, wie bei Google, entlassen.

      • „Der Feminismus ist die Bewegung einer Minderheit, was in den USA alleine schon am Wahlsieg von Trump deutlich wird.“
        Stimmt aber er ist auch ein perfektes Kontrollinstrument wie alle anderen sexuellen Kontrollinstrumente in der Geschichte zuvor. kontrolliere die Pussy und die kontrollierst den Mann. Frauen sind leider in der Mehrzahl zu dumm das zu verstehen und Männer…naja dumm wäre da wohl eher wohmeinend gespreochen.

        • Bullshit, Männer üben Kontrolle über die Pussy aus, nicht umgekehrt. Warum? Might makes right.
          Ich gebe dir aber in dem Sinne recht, dass Männer versuchen andere Männer über die Pussy zu disziplinieren.

      • @ Adrian:
        „Man braucht nicht viel Intelligenz um zu kapieren, dass ein virtueller Dienstleister auf einen breiten Markt ausgerichtet und möglichst kompatibel zu jeder Persönlichkeit sein sollte. “

        Falsche Prämisse in der ( angestrebten ) Kausalitätsrichtung.
        Die Persönlichkeiten sollen Kompatibel zum Geschäftsmodell werden!
        Sonst wäre hier Regeln dem Steuern vorzuziehen und würde auch die Vorgehensweise bestimmen.
        Und dann würde das Programm Feminismus gnadenlos versagen.

    • So hätte ich vor Jahren auch argumentiert. Aber der Fall James Damore mit seinem „Google Memo“ beweist ja sehr gut, wie die Unternehmen in einer Blase leben. Man nickt sich in so vielen Dingen zustimmend zu, dass man sich noch nicht mal der Außenwelt bewusst ist. Zudem sind in diesen Unternehmen diese „Kulturmaxisten“, obwohl vermutlich in der Minderheit, sehr laut und gut organisiert. Auch außerhalb der Unternehmen, auf Twitter, Tumblr, im Journalismus etc., sind diese Menschen sehr lautstark vertreten. Deshalb dominieren diese Gruppen in vielen Bereichen die Nachrichten, obwohl sie eigentlich nur Minderheitspositionen vertreten.

      Auf der anderen Seite gibt es eine nicht so starke konservative Opposition zu diesen Gruppen, da man diese sehr schnell in ein schlechtes Licht rückt. Aus dem Grund kann es für ein Unternehmen auf den ersten Blick vielleicht Sinn machen, eher solche Positionen durch ihr Produkt vertreten zu lassen. Langfristig gesehen halte ich aber diesen Gedanken für eine Sackgasse. Wie gesagt, ich halte diese „Kulturmaxisten“ für eine laute Minderheit und ich glaube zudem, dass die leise Mehrheit irgendwann auch still und heimlich keine Lust mehr haben wird, sich von einem Sprachassistenten erziehen zu lassen. Denn ich denke nicht, dass die jetzigen Entwicklungen das Ende der Fahnenstange sein werden. Da werden nach und nach neue Anläufe gemacht. Und ist einmal so ein Produkt als „belehrend“ gebrandmarkt, wird man das Image nur schwer wieder los.

      Hier mal ein eher unpolitisches Beispiel, in welch einer Blase teilweise die Techbranche im Silicon Valley lebt: https://www.bloomberg.com/news/features/2017-04-19/silicon-valley-s-400-juicer-may-be-feeling-the-squeeze

      Diese Maschine, laut Angaben der Firma so kraftvoll, dass sie 2 Teslas anheben könnte, kostete anfänglich 699 US-Dollar, funktioniert nur mit bestimmten Tüten der Firma, die 5-8 US-Dollar die Packung (ca. 250 ml) kosteten und nur im 5er-Pack in einem wöchentlichen Abo zu haben waren. Exklusiv für Käufer der Maschinen. Also neben den Anschaffungskosten für die Maschine in Höhe von 699 US-Dollar noch mindestens wöchentliche Kosten in Höhe von 25 US-Dollar für effektiv 5 Gläser Fruchtsaft. Dazu kommt noch, dass die angeblich so leistungsfähige Maschine noch länger braucht, den Saft aus der Packung zu bekommen, als würde man es selbst mit den eigenen Händen pressen.

      Und jetzt der Höhepunkt an der Sache: Diese Geschäftsidee bekam eine Fremdfinanzierung in Höhe von 120 Millionen (!) US-Dollar, unter anderem von bekannten Namen wie Google. Dagegen hätte jeder normal denkende Mensch auf der Straße sicher sagen können, dass die Idee gewaltiger Schwachsinn und kaum massenmarkttauglich ist. Deshalb sollte man nicht glauben, dass Firmen mit so einem gewaltigen Wissen wie Google oder Amazon, nicht doch unfassbar dumme und unüberlegte Entscheidungen treffen können.

      • „Deshalb sollte man nicht glauben, dass Firmen mit so einem gewaltigen Wissen wie Google oder Amazon, nicht doch unfassbar dumme und unüberlegte Entscheidungen treffen können.“
        Nicht unbedingt, viele Menschen kaufen oft das schlechtere Produkt auch Lifestylegründen. Gerade Frauen achten mehr auf das Design und ob man damit bei der Freundin angeben kann. Deswegen hätte es auch der Hammer werden können wenn der Großteil der US-Bevölkerung nicht inzwischen arm wäre. Hat mit vielen anderen Dingen ja auch geklappt.

        • 1. Der US-Bevölkerung geht es finanziell so gut wie nie zuvor.
          2. Mit einer Fruchtsaftpresse kann man kaum hausieren gehen, anders als Smartphones und Luxusautos
          3. Die letzteren beiden bieten zumindest einen gewissen Mehrwert, auch wenn man sie als Luxus sehen kann. Man kann zum Beispiel über Apple-Produkte streiten, aber sie liefern ein gewissen Gegenwert, den man vor allem auch einfach vorzeigen kann. Das Gerät ist aber einfach nur eine maßlos überteuerte Saftpresse.
          4. Selbst wenn die US-Bevölkerung inzwischen verarmt wäre, hätte doch der Hersteller und die Investoren das wissen müssen. Google hat ja sogar dafür einen eigenen, renommierten Chefökonomen angestellt.

          • In den USA gilt wie in Deutschland, die Masse ist eher arm (median) und muss aufs Geld schauen, das Land im Durchschnitt ist megareich. Daher ja auch das aktuelle Problem, dass Studierende psychische Probleme in unbekanntem Ausmaße haben, weil die Chancen, die Kredite für die Studiengebühren gut zurück zahlen zu können einfach zu schlecht sind.

      • @ Daniel:
        „Wie gesagt, ich halte diese „Kulturmaxisten“ für eine laute Minderheit und ich glaube zudem, dass die leise Mehrheit irgendwann auch still und heimlich keine Lust mehr haben wird, sich von einem Sprachassistenten erziehen zu lassen“
        Grundsätzlich zunächst richtig!
        Aber:
        „Denn ich denke nicht, dass die jetzigen Entwicklungen das Ende der Fahnenstange sein werden. Da werden nach und nach neue Anläufe gemacht. Und ist einmal so ein Produkt als „belehrend“ gebrandmarkt, wird man das Image nur schwer wieder los.“
        Da gilt es die Unvollständigkeit und somit überwiegende Ungültigkeit von „Adrian’s Prämisse“ ( Programm soll Persönlichkeitskompatibel sein ) zu beachten.
        Inhalte kann man notfalls bis ist diametrale Gegenteil verändern, wenn die Grundfunktion des Programms dabei erhalten bleibt, oder sogar noch verbessert wird!
        W.h.:
        Sollte es sich als praktisch herausstellen, daß übermorgen der Satz:
        Veganer sind bessere Demokraten!
        die Steuerungsfunktion beflügelt, frisst Alexa garantiert sofort kein Fleisch mehr und spammt von Hühnerbefreiung herum.
        Egal, ob das den meisten potentielen Kunden nun gefällt oder nicht.
        Denn daß Akzeptieren die „notgedrungen freiwillig, wenn Alexa dafür auf den „Befehl: Macht mal Facebook an, benutze dazu mein Passwort und gieße in Farmville den Blumenkohl anstandslos befolgt.
        Spätestens wenn der User „weil es ja soooo praktisch ist“, seine Tastatur und die Maus weggeschmissen hat, kann er eigentlich gar nicht mehr anders.
        ungefähr analog zum und interaktiv mit dem Miniscript: „Ich habe ja nix zu verbergen und brauche das“,
        mit welchem, ganz offensichtlich conträr zu jeglicher Form kritischer Intelligenz, vollkommen trottelig die Verdrängung von Sicherheitsfunktionen und inflationäre Einführung von regelrechten Spamwalls auf beliebten Webpräsenzen locker gelingt.
        Und DAS ist ja auch so ziemlich der wichtigste Zweck der Übung.

    • 1. Bullshit, du gehst davon aus dass Amazon rational handelt. Tun sie nicht aufgrund von feministischem Entryism. Wie man nach all den gescheiterten Feminismus-Produkten auch nur auf die Idee kommt das wäre eine gute Idee ist mir schleierhaft.
      2. Du kannst dich über den Begriff „Kulturmarxismus“ aufregen solange du willst, es ändert nichts an der Realität. Ihr Linken (zu denen ich einst auch gehörte) habts versaut. Solange ihr nur rumjammert ändert sich GARNICHTS, verstehst du? NICHTS. Jeder sieht dass die Kulturmarxisten aus eurer Mitte entspringen (nach jahrelangem kämpfen habe ich mich persönlich auch entschlossen der Linken den Rücken zu kehren). Schmeißt diese Leute raus, oder tragt die Konsequenzen.

      • „1. Bullshit, du gehst davon aus dass Amazon rational handelt. Tun sie nicht aufgrund von feministischem Entryism. Wie man nach all den gescheiterten Feminismus-Produkten auch nur auf die Idee kommt das wäre eine gute Idee ist mir schleierhaft.“

        Steinzeit-„Logik“, @Benjy.
        Vordergründig handelt Amazon selbstverständlich primitiv Rational ( Geschäftsinteresse über alles! )
        Und um „gut“ oder „böse“ geht es dabei überhaupt nicht.
        Sondern um den folgsamen Kunden. Da wird der hinterletzte Scheiß flexibel angewandt, wenn es dem mittel- und langfristigen Ziel dienlich ist und akut keinen Totalzusammenbruch bewirkt.
        Solange also die Finanzierung von Amazon einigermaßen sicher läuft, IST die Propagierung von feministischem Scheißdreck eine insofern „gute“ Idee!
        Who the heck is „individual User“?

    • @ P&S ( ich kriege bei der Abkürzung einfach die Assoziation mit der Zigarrettenmarke nicht gelöscht ):
      „Amazon ist so kapitalistisch wie es nur sein kann. Ich glaube dagegen kommt nicht mal google oder apple an.“
      Wage ich stark anzuzweifel, da bspw. google und Apfel ihre Grundparameter mit soviel überflüssigem Quellcodemurks zugeschüttet haben, daß sie auf den ersten Blick unsichtbar sind und ein vordergründig gegenteiliger Wertekatalog suggeriert wird. Kurz: Ein Camouflagegerücht!
      Lösung: Use Ockham’s Razor!
      Ergebnis:
      „Wenn die Marktforscher nun der Meinung sind, dass eine Frauenstimme die sich als Feministin sieht mehr Umsatz bringt, dann machen sie diese Box zur Feministin.“
      Na bitte, geht doch!
      Etwas schwach ausdifferenziert, aber passt schon mal ohne zu eiern.
      Und trifft auch auf die anderen marktbeherrschenden IT-Großkonzerne lückenlos zu.

    • Ich glaube Amazon würde den „Slave Modus“ längst machen – wenn sie es technisch könnten. Aber auf dem aktuellen Stand performen diese Assistenten längst nicht gut genug um bei Männer die Gefühle aufkommen zu lassen, die sie dazu bringen würden sich mit sowas länger als 2 Wochen „neues Gimmick“ zu beschäftigen.

  10. Feministen haben ja schon gefordert das Comics diverser werden, was dann vor allem Marvel dazu veranlasste großflächig die alten Held zu Frauen, Schwulen, Transsexuellen und Farbigen umzuschreiben. Zusätzlich wurden neue weibliche Helden erschaffen, die T-Shirts mit eine „Ask me about my feminist agenda“ Aufdruck tragen. Bei DC hingegen wurde z.B. Wonder Women von einer Frau die für wahres Empowerment stand zu einer Feministin die überall unterdrückt wurde.

    Es gab nur ein Problem:

    Feministen und andere SJWs laufen keine Comics…

    Ich denke bei Alexa ist es etwas anderes, aber man sieht an dem Beispiel was für eine kleine Minderheit hier ihren Willen durchsetzt und das alles durch Beschämung oder der Drohung damit.

  11. Ich wollte mir auch schon immer eine NSA-Röhre in die Wohnung stellen. Aber dann habe ich leider meinen letzten Funken gesunden Menschenverstand gefunden.

  12. Ein Sprachassistent muss Feminist sein….

    Ist das dämlich. Da könnte man vieles zu schreiben. Einfach zu dumm.

    Feminism. So fragile.

    Nächster Aufreger: Männer kaufen für 100 Euro die Fmeinistin Alexa im Laden. MÄNNER KAUFEN FEMINISTINNEN!

  13. Wenn einer gut verkaufen kann, dann Amazon. Ich gehe mal davon aus, daß diese Entscheidung dort zumindest für den Heimatmarkt USA ziemlich gut durchdacht worden ist.
    Man geht offensichtlich davon aus, mit dem Glaubensbekenntnis von Alexa zum Feminismus (passend zum weiblichen Namen) Pluspunkte zu bekommen, und zwar naheliegenderweise als moralische hochstehende, vertrauenswürdige Instanz.

    Und hier sind wir mMn beim entscheidenden Punkt: die Apparate sollen später Kaufentscheidungen vorgeben, zugespitzt gesagt den Konsumenten entmündigen. Wer das geschafft hat, die Konsumenten an der Leine zu führen, kann Milliarden scheffeln, wie z.B. schon seit langem Apple, das Monopolgewinne aus seiner Plattform generiert.

    Mit Blick darauf ist die eigentlich wichtige Entscheidung die, Alexa als Frau zu entwerfen (die Feministin ist Nebensache):

    1. wird an das Stereotyp appelliert, daß Frauen bessere Menschen sind, Frauen lügen nicht. Alexas Ratschlägen kannst Du blind vertrauen.

    2. wird an das Stereotyp appelliert, daß die Innenwelt einer Familie von Frauen regiert wird. [Ich warte auf den Aufschrei der hard-core-Feministinnen, daß Frauen auch hier schon wieder den ganzen Haushalt alleine schmeißen müssen!!!]

    Außerdem gilt auch hier: Sex sells – der logische nächste Schritt wäre eine Alexa als weibliche Figur mit Brüsten und Taille.

    Der Dummenfang ist übrigens wirklich unglaublich. Auf https://www.amazon.de/dp/B06ZXQV6P8/ref=fs_rad steht:

    Amazon Echo ist ein Lautsprecher, der allein mithilfe Ihrer Stimme gesteuert wird.

    Analog ist ein Laptop ist ein Stereolautsprecher mit Zusatzbild, der mit einer Maus gesteuert wird. Und ein Auto eine Sitzgruppe mit Rädern.

  14. @ Mitm:
    „und zwar naheliegenderweise als moralische hochstehende, vertrauenswürdige Instanz.“
    Eher wohl als „alternativlos“ u.s.w., weil Supermarkt, für den man den Arsch nicht vom Sofa lupfen muß.

    „Und hier sind wir mMn beim entscheidenden Punkt: die Apparate sollen später Kaufentscheidungen vorgeben, zugespitzt gesagt den Konsumenten entmündigen.
    Wer das geschafft hat, die Konsumenten an der Leine zu führen, kann Milliarden scheffeln, wie z.B. schon seit langem Apple, das Monopolgewinne aus seiner Plattform generiert.“
    Eben!

    „Analog ist ein Laptop ist ein Stereolautsprecher mit Zusatzbild, der mit einer Maus gesteuert wird. Und ein Auto eine Sitzgruppe mit Rädern.“
    Sagte Chris doch auch schon: Alexa ist ein Computer ( ha ha! ).

  15. Da ich auch vermute, dass es eher darum geht einen Witz zu machen und zu experimentieren wie Alexa auf ungewöhnliche Dinge reagiert, wäre das hier meiner Ansicht nach eine bessere Reaktion gewesen. 😉

  16. > Or, better yet, Alexa would not be feminized at all. But customer surveys reveal that the majority of people prefer female voices in their assistants, a preference undoubtedly conditioned by sexist tropes of woman as caregiver, and man as director.

    Ich hätte gern Brian Blessed in meinem Navi. Allerdings gibts das nur in Englisch 😦
    Wenn überhaupt möchte ich mich mit meinen Appliances streiten können! Und zwar ohne dass einer die Option hat „Wäääähhhh du darfst nicht so gemein sein, ich bin ein Mädchen!“

    • „ch hätte gern Brian Blessed in meinem Navi. “

      Furchterregende Vorstellung, ständig angebrüllt zu werden.
      Wenn man nicht abgebogen ist, eine erdbebenartige Stimme: „HA! Du meinst, du weißt es BESSER? Ich RECHNE bereits am nächsten WEG!!“

      😉

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