Schwache Frauen, die nur den Männern gefallen wollen vs. Frauen, die sich im Geschäftsleben durchsetzen können

In einem Beitrag zu Aziz Asari und seinem mißglückten Date heißt es:

critics of the Ansari story have pointed out, these aren’t stories where women firmly vocalize a lack of consent; rather, these are stories about how young women — having internalized society’s messages about how it is their responsibility to please men, to be compliant, to be down for anything — end up acquiescing to something that makes them feel rotten inside

Das war auch Tenor einiger anderer Anmerkungen: Man kann nicht von Frauen erwarten, dass sie klar und deutlich Nein sagen, weil die Gesellschaft ihnen beigebracht hat, dass sie Männern gefallen müssen und sie entgegenkommend sein müssen, zu allem bereit und eher nachgeben. Weil die Gesellschaft dieses Bild immer noch an Frauen heranträgt und sie so erzieht, es Bestandteil des weiblichen Rollenbildes ist, wären eben die Männer in der Verantwortung.

Dazu fand ich diesen Tweet ganz interessant:

Ich hatte zu diesem Gegensatz auch schon einmal einen Artikel:

Aus meiner Sicht kann man schwer beides argumentieren:

Die Sozialisierung der Frauen in ihrer Frauenrolle macht jahrzehntelange Frauenquotenprogramme erforderlich, damit Frauen aus dieser Sozialisierung ausbrechen können.

und

Weibliche Führungskräfte stehen im gleichen Umfang wie männliche Führungskräfte zur Verfügung. Es beruht auf Diskriminierung, dass sie nicht nach oben kommen.

Denn die erste Auffassung schildert ja gerade eine Sozialisierung, die bei Frauen insgesamt wirkt und sie von wettbewerbsorientierten Jobs abhält, sie andere Jobs suchen läßt und damit genau diesen Mangel an Kandidatinnen erklären würde, auf den die Wirtschaft sich beruft. Eine weibliche Sozialisierung würde stets ein Ausbrechen aus dieser für die Übernahme solcher Jobs erfordern, was ein Risiko für den Arbeitgeber ist.

Die zweite Auffassung hingegen legt gerade dar, dass diese Sozialisierung von den starken Führungsfrauenkandidatinnen bereits abgeschüttelt wurde und diese quasi auf Abruf stehen.

Es ist letztendlich der Gegensatz zwischen einer Argumentation, die auf Schutzwürdigkeit der Frau aufbaut und diese daher als schwach und gefangen in einer starken, weiblichen Sozialisation gefangen ansieht und einer Argumentation, die auf Stärke der Frau abstellt, aus der gleiche Leistung angeboten wird, die bei einer entsprechenden Sozialisation nach der obigen Argumentation aber gerade nicht gegeben ist.

Wenn Frauen sozialisiert worden sind, dass sie Männer gefallen wollen und eher nachgeben, dann wären sie eben für viele Führungspositionen oder Positionen, in denen sie hart beispielsweise mit Geschäftsmännern auf der Gegenseite verhandeln müssen, ungeeignet. Denn sie würden dann, wenn diese nur hart genug auftreten, eher klein beigeben, eher deren Zustimmung erreichen wollen, indem sie nachgeben und sich eben allgemein weniger durchsetzen können. Es wäre dann durchaus schlau, sie nicht in solche Positionen zu bringen und sie würden sich dann auch eben weniger diesem Wettbewerb stellen können.

Es ist ein altes Phänomen, dass der Feminismus teilweise widersprüchliche Frauenbilder hat, je nach dem, welches für seine Ziele günstiger ist.

34 Gedanken zu “Schwache Frauen, die nur den Männern gefallen wollen vs. Frauen, die sich im Geschäftsleben durchsetzen können

  1. Gibt es eigentlich überhaupt irgendwelche Belege für diese angebliche Sozialisierung von Frauen/Mädchen? Gab es da Studien? Oder wurde das einfach mal vermutet und ist dann zum feministischen Dogma mutiert?

  2. Dieses angebliche „Männern gefallen wollen/müssen“ ist nichts anderes als das im Berufsleben weitverbreitete und geschlechtsunabhängige(!) Arschkriechen gegenüber Vorgesetzten. Sei es weil man sich dadurch Vorteile erhofft oder weil es der Typ Vorgesetzte ist, der mittels Angst und Schrecken regiert.
    Dass Frauen diesen Umstand durch ihre Opferbrille so sehen als ob nur sie betroffen wären, ist nur ein weiterer Beleg für die kalte Emphatielosigkeit der Frauen gegenüber Männern an denen sie nicht interessiert sind.
    Würden Frauen mal genauer hinschauen, und könnten sie nur für einen Moment mal ihre Egozentrik beiseiteschieben, könnten sie das ganz leicht erkennen.
    Männerseilschaften gibt es, wenn überhaupt, nur horizontal in der Hirarchie, nicht vertikal. Und das ist bei Frauenseilschaften kaum anders.

    Mich hat das im Berufsleben immer angekotzt, deswegen hab ich das nie mitgemacht. Kein Wunder dass ich es nicht weit gebracht habe obwohl ich fachlich meist besser war als die Kollegen.
    Schleimen, Blenden und Kriechen bedeutet alles, Können dagegen ist bedeutungslos geworden, daher auch der allgemeine Qualitätsverfall.

    • Ein weiterer Punkt ist noch, dass, und das gilt auch für viele Tierarten, Männer/Männchen vielstufige Hierarchien haben und Frauen/Weibchen nur Zweistufige.
      Von daher kein Wunder dass Frauen keinen richtigen Durchblick haben was die Hierarchie in der Firma betrifft. Mit ihrem zweistufigen Tunnelblick können die ja gar nichts anderes sehen als „wir unten die oben“.
      Erklärversuche kann man sich aber sparen, weil mansplaining.

    • „Männerseilschaften gibt es, wenn überhaupt, nur horizontal in der Hirarchie, nicht vertikal.“

      Nein, das stimmt so nicht.
      Wenn Du in der Politik Karriere machen willst, brauchst Du ein möglichst umfassendes Netzwerk horizontaler UND vertikaler Seilschaften.
      Ganz offensichtlich sind vertikale Seilschaften auch im Militär. Wer gut nach oben kann, wird schneller befördert und genießt mehr Schutz gegenüber Konkurrenten beim Rennen zum Gipfel.
      Der Anführer selbst kann dagegen auf loyale Mitstreiter aus den tieferen Rängen bauen.
      Horizontale Seilschaften, wie sie für Frauennetzwerke typisch sind, bringen dagegen in der Regel die Gemeinschaft nicht voran.

  3. Und ergänzend: Wer hat denn den ganzen Erziehungssektor fest in der Hand? Wenn es diese angeblich so schrecklich hinderliche Sozialisierung tatsächlich gibt und/oder gegeben, dann ist das hauptsächlich euer eigenes Versagen als Mütter, Erzieherinnen und Lehrerinnen.

    Es ist so unfassbar lächerlich. Traumatisiert fürs Leben von einer unerwünschten Hand auf dem Knie, aber sich einbilden, in einem Konzern eine Führungsposition bekleiden zu können.

    • @rano64

      Berechtigter Einwand auch zur Erziehung/Sozialisation von Jungen – wenn man Jungen erst beibringen muss nicht zu vergewaltigen – so das feministische Mantra – dann scheinen Frauen nicht in der Lage zu sein, dieses Erziehungsziel zu erreichen.

      Was zu dem traurigen Schluss führt, addiert man die im Artikel aufgeworfene Frage, ob sich Frauen als Führungskräfte eignen, sie eignen sich auch nicht in der Rolle der Erziehungsberechtigten.
      Da auch noch 70% aller Kindesmorde von Frauen verübt werden, was nach der bestechenden Logik von A. Schwarzer nur bedeuten kann, 70% aller Frauen sind potentielle Mörderinnen, ist es völlig unverantwortlich, nach einer Scheidung die Kinder dem Täterinnengeschlecht zu anzuvertrauen.
      Ich denke, mit dieser Argumentation ist es in Zukunft ausgeschlossen, dass Frauen überhaupt ein Sorgerecht für Kinder beantragen können.

      Ein weiterer Beweis für die Unfähigkeit zur Selbstreflektion von Frauen ist der Terminus „erlernte Hilflosigkeit“ (Learned Helplessness) in Zusammenhang mit feministischer Dogmatik: „Erlernte (auch gelernte) Hilflosigkeit beschreibt die Erwartung eines Individuums, bestimmte Situationen oder Sachverhalte nicht kontrollieren und beeinflussen zu können.“ (Wiki)

      Dieser „Begriff wurde 1967 von den amerikanischen Psychologen Martin E. P. Seligman und Steven F. Maier geprägt“, was nur bedeuten kann, Frauen sind – auch nach über 40 Jahren – nicht in der Lage, solche Konzepte zu verstehen, Maßnahmen zu entwickeln und in die Praxis umzusetzen, mit dem Ziel, diese Hilflosigkeit zu überwinden.

      Genau damit – mit feministischer Theorie also – operierte die letzte Verschärfung des Sexualstrafrechts, wonach Frauen spontan in Schockstarre verfallen können und dann nicht in der Lage sind, einen eigenen Willen verbal zu bekunden. Weshalb es sooooo wichtig ist, non-verbale Signale zu lesen, ob z.B. das letzte Quentchen Enthusiasmus beim blow-job gefehlt hat, denn siehe, Mann, das hättest du merken müssen! Zum Glück sind Männer so unbegrenzt in ihren empathischen Fähigkeiten, dass uns die Weiterentwicklung zum Gedankenleser zugetraut wird. Dieser, mir schmeichelnden, Einschätzung stimme ich daher vorbehaltlos zu!

      Danisch hingegen hat die berechtigte Frage aufgeworfen, ob diese spontane Schockstarre es Frauen ermöglicht, ein Fahrzeug zu führen und auch hier kann man – einer verantwortungsvollen Gesellschaft zu liebe – nur verneinen.
      Es ist daher für den Straßenverkehr und die Ökologie besser, wenn der Führerscheinerwerb von Frauen prinzipiell unmöglich ist. Hier scheint mir Saudi-Arabien vorbildlich (!) prinzipiell feministische Vorstellungen umgesetzt zu haben und daher kann man die nun erteilte Fahrerlaubnis für Frauen nur als maskulistischen backlash verstehen, der vor allem, besonders und insbesondere Frauen so sehr schadet. 😦

      • „Es ist daher für den Straßenverkehr und Ökologie besser, wenn der Führerscheinerwerb von Frauen prinzipiell unmöglich ist“

        Die meisten schweren Unfälle werden aufgrund überhöhter Geschwindigkeit immer noch von Männern verursacht!

        • Männer sind ja nur gezwungen, so schnell zu fahren, weil sie durch all die Frauen, die am Lenkrad in Schockstarre gefallen sind, vorher so aufgehalten wurden.

          Das Problem hat sich sofort erledigt, sobald der Straßenverkehr wieder männlich, also vernünftig, geprägt ist.

          (feministisch Argumentieren macht Spaß)

      • Was zu dem traurigen Schluss führt, addiert man die im Artikel aufgeworfene Frage, ob sich Frauen als Führungskräfte eignen, sie eignen sich auch nicht in der Rolle der Erziehungsberechtigten.
        Da auch noch 70% aller Kindesmorde von Frauen verübt werden, was nach der bestechenden Logik von A. Schwarzer nur bedeuten kann, 70% aller Frauen sind potentielle Mörderinnen, ist es völlig unverantwortlich, nach einer Scheidung die Kinder dem Täterinnengeschlecht zu anzuvertrauen.

        Das lustige/traurige dabei ist das Feministinnen sich nicht entblöden würden, das als eine Position darzustellen die MRAs vertreten, das also MRAs denken das Frauen nicht für Führungspositionen geeignet sind. Dabei ist das Zitierte ja nur eine Schlussfolgerung aus feministischen Positionen. Wenn Feministinnen davon überzeugt sind das X gilt, dann bedeutet das für Y -> Z. Ein Großteil der Antifeministen und Feminismuskritiker sind genau das, weil Feminismus Frauen infantilisiert.

        • Mal wird uns medial das Bild der in Schockstarre verharrenden Unschuld vom Lande vermittelt, dann wieder die Powerfrau, was grad verlangt wird um das entsprechende feministische Narrativ zu transportieren.

          Man nennt das Metamorphose. Das unschuldige und völlig hilflose Hascherl, ständig männlichen Übergriffen ausgeliefert und unfähig, ihren Unwillen zu artikulieren entpuppt sich im nächsten Moment als selbstbewusste Powerfrau, unabhängig und hochqualifiziert, erfolgreich und schwanger zugleich und sämtlichen Männern in allen Belangen überlegen, die es den Männern mal so richtig zeigt und sich von Männern so gar nichts sagen lässt.
          Ja, die Wunder der Natur sind schon erstaunlich!

  4. Das Sozialisierungsgeschwafel ist schon Blödsinn. Das kann man vielleicht im nahen Osten feststellen aber nicht mehr im Deutschland der letzten 30-40 Jahre, zumindest würde ich darauf wetten, dass es keine entsprechenden Studien dazu gibt, sondern nur leere Behauptungen.

    Frauen sind von Natur aus angepasster und ängstlicher, Jungen von Natur aus wagemutiger und rücksichtsloser. Ich kann das jeden Tag bei meinen Kindern beobachten.

    • Dass Frauen Männern gefallen wollen ist so ein Allgemeinplatz, der umgekehrt genau so richtig ist, dass nämlich Männer Frauen gefallen wollen. Beide Geschlechter werden unter anderem auch von den Erwartungshaltungen des jeweils anderen Geschlechts geprägt. Das ist eigentlich jedem klar ausser Feministen, die sich eine Welt zusammen fantasieren, in der Männer die gesellschaftlichen Normen setzen und die Frauen, das passive Objekt, dem handelnden männlichen Subjekt ausgeliefert ist.
      Bei Bedarf wird von Feministen aber auch das Gegenteil behauptet, wenn mal wieder wonderwoman die kognitive Dissonanz überwinden hilft.

      Der Vorname des Feminismus lautet Ambivalenz.

  5. „Es ist ein altes Phänomen, dass der Feminismus teilweise widersprüchliche Frauenbilder hat, je nach dem, welches für seine Ziele günstiger ist.“

    Naja, nicht nur der Feminismus. Derartige Ambivalenzen finden sich auch bei sehr vielen „normalen“ Frauen.

    Dahinter steckt einfach Bequemlichkeit. Oder, wie Basha Mika das mal formulierte, die gläserne Badewanne anstatt der ominösen gläsernen Decke.

    Es ist lästig und unbequem, männliche Avancen abwehren zu müssen. Schön, wenn Papa Staat das im Vorfeld regelt (aber bitte nur bei den lästigen Männern, nicht bei Mr. Right!)

    Es ist lästig und unbequem, die Ochsentour Karriere gegen die ganze Konkurrenz (insbesondere gegen die überlegenen Männer) gehen zu müssen. Schön wenn Papa Staat hier die Anzahl der Konkurrenz für frau beschränkt. Noch besser, wenn es nur weibliche Konkurrenz gibt. Da kann frau kratzen, beissen und intrigieren, da kennt sie sich aus.

    Ausserdem ist bei Stories in der Art „Der hat mir vor 30 jahren ans Knie gefasst, buhuuuhuh“ immer Skepsis angebracht, ob es hier wirklich jemals ein Leid gab. Unsere zutiefst sexistische Gesellschaft macht es Frauen einfach zu leicht, das Klischee vom Sexmonster Mann und der keuschen holden Jungfrau zu bedienen um zusätzliche Aufmerksamkeit zu erhalten…

    • @nesrin
      Ach, du führst den Umstand, dass du hin und wieder unvermittelt in eine Schockstarre hinter dem Lenker verfällst, auf einen Gendefekt zurück?

      Gibt es da Studien zu?

    • „… uns fehlt halt eben das „Raser-Gen““

      Das mag schon sein. Dennoch habe ich nur zweimal in meinem Leben so richtig Angst um dasselbe gehabt, einmal bei einer Frau.
      Anekdote: ich begleite eine Frau von Bremen nach Hamburg in einem VW Polo.
      Sie hat sich gerade von ihrem LG getrennt (oder war’s andersrum?) und während wir mit Tempo 170 über die Autobahn brettern, beklagt sie abwechselnd tränenüberströmt ihr Schicksal, hämmert mit den Fäusten auf das Lenkrad, hupt einen aberwitzig einen Überholvorgang einleitenden Trucker zurück auf die rechte Fahrspur, ohne auch nur mit einem Zucken im kleinen Zeh Bremsbereitschaft anzudeuten, schimpft, flucht, keift, …

      Ich glaube nicht, dass man ihr Raserei nachsagen kann. Vermutlich hatte sie gar nicht mitbekommen, dass sie gefahren ist. Aber wenn Du jetzt eine Bewertung von mir erwarten würdest, was schlimmer ist, dann müsste ich lange nachdenken.

      • @Carnofis

        Das mit der Schockstarre einer Frau im Straßenverkehr habe wiederum ich erlebt.
        Wir auf dem Weg von Hamburg nach Göttingen in einer Baustelle, ebenfalls in einem Polo. Sie auf der auf – ich glaube 2 Meter – verengten linken Spur und setzt zum überholen an.
        Mit der Motorhaube auf der Höhe der Fahrerkabine des LKW angekommen, fängt dieser an hin und her schlingern und kommt dabei unserem Wagen immer näher.
        Sie verfällt nun in eine echte Schockstarre und verbleibt haargenau auf dieser Höhe, was mir den Schweiß auf die Stirn treibt, denn die potentielle Einschlagsstelle liegt ja auf meiner Seite.
        Nach 10-15 Sekunden (gefühlten Stunden) wechselnder Nähe des LKW brülle ich sie an: „GAS!GAS!GAS!“ und sie tritt endlich voll auf das Gaspedal. Natürlich ohne vorher herunter zu schalten. Wir bewegen uns also langsam, aber immerhin aus dem Gefahrenbereich.
        Ich hatte seitdem jedes mal ein mulmiges Gefühl, wenn ich neben einer Frau als Beifahrer sitzend durch eine Baustelle gefahren bin.

  6. „dann wären sie eben für viele Führungspositionen oder Positionen, in denen sie hart beispielsweise mit Geschäftsmännern auf der Gegenseite verhandeln müssen, ungeeignet. “
    Die feministische Antwort wird lauten, dass sich natürlich Umgang, Standards, Gepflogenheiten im Business den Frauen anpassen müssen nicht umgekehrt – oder anders: Männer müssen sich ändern

  7. rather, these are stories about how young women — having internalized society’s messages about how it is their responsibility to please men, to be compliant, to be down for anything

  8. “ having internalized society’s messages about how it is their responsibility to please men, to be compliant, to be down for anything — end up acquiescing to something that makes them feel rotten inside“

    Da ergibt sich ja nun eigentlich die Frage, wieso die Frauen sich denn dann schlecht dabei fühlen können, wenn ihnen doch eingetrichtert wurde, dass sie Männern gefallen müssen? Woher kommt diese innere Abwehr, wieso will eine Frau mit Mann A Sex haben, aber mit Mann B nicht, wenn sie die allmächtige Gesellschaft völlig ohne biologische Einflüsse konditioniert hat DEM Mann zu gehorchen und/oder zu Willen zu sein?

    • PG13,

      Gute Frage. Sie zeigt auf, wie fehlerhaft eine allzu simplifizierte Darstellung (wie in dem Zitat) ist. Da es im Kontext nur um Emo durch simplifizierte Schuldzuweisung an eine abstrakte Institution geht, ist dies zwar irrelevant. Aus einer analytischen Sicht heraus müsste das Zitat allerdings deutlich erweitert werden: Nicht „die Gesellschaft“ sozialisiert, sondern das eigene soziale Nahfeld, flankiert durch Massenmedien. Und dieses prägende Nahfeld ist weiblich. Nicht umsonst versucht man ja mit Quoten-Tussen hinreichend viele Role-Models zu implementieren um eine Eigendynamik auszulösen.

      Es geht auch nicht darum „den Männern zu gefallen“ sondern das Begehren der Männer ist eine Währung im intrasexuellen Konkurrenzkampf. Hinzu kommt noch die eingebauten Minderwertigkeitsgefühle (das fehlende dritte Bein) und die hormonell bedingten Eigenwahrnehmungsstörung. Das fehlende Ruhen in sich selber. Nicht das männliche „Ich denke, also bin ich“ sondern das weibliche „Ich bin weil ich wahrgenommen werde“. Und das noch gefüttert mit der weiblichen Gefallsucht, dem eigentlich dynamischen Element. Da setzt die Sozialisation an.

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