Selbstmach Samstag 171 (13.01.2018)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen.

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123 Gedanken zu “Selbstmach Samstag 171 (13.01.2018)

  1. Ich bin vor ein paar Tagen eher zufällig auf einen dritten Selbstmord gestoßen, der ziemlich offensichtlich durch die #MeToo-Kampagne verursacht wurde. Es handelte sich um einem Mitarbeiter der Labour Party, dessen Name nicht veröffentlicht wurde. Hier einige Quellen. Der Vorfall wurde von vielen Zeitschriften in GB berichtet, außerhalb von GB offenbar so gut wie nicht.

    • mitm,

      Danke. Ich finde es gut, wenn solche Vorfälle gesammelt und an möglichst vielen Stellen dokumentiert werden und nicht im massenmedialen Dauerfeuer untergehen.

    • Danke für Deinen Hinweis!

      Deinen Text an der verlinkten Stelle finde ich nicht so ganz glücklich. Du schreibst dort:

      „Sexuelle Übergriffe sind in diesem sehr speziellen Milieu – von Würfel als „Berliner Kulturelite“ bezeichnet – offenbar sehr häufig.“

      Soweit ich sehe, ist das nur die halbe Wahrheit. Es fehlt der Hinweis darauf, daß es bei einem solchen „extremen Überangebot an Personen“ etliche Leute gibt, die ihre Karriere dadurch befördern wollen, daß sie einflußreichen Leuten der Branche sach-fremde Leistungen anbieten. Dies setzt nun wiederum andere Bewerber unter Druck, die sich nun vor die Wahl gestellt sehen, ebenfalls sachfremde Leistungen anzubieten, um in der übergroßen Konkurrenz bestehen zu können und nicht zurückgeworfen zu werden.

      Wir haben also zwei Phänomene, die einem einzigen Effekt zuarbeiten: sachfremde Leistungen werden von Bewerbern erbracht, obwohl diese das eigentlich nicht tun wollen.

      Es wäre auch schön, wenn bei Dir irgendwie der Hinweis käme, daß es sich meißt um eine Form der Korruption handelt, bei welcher der Bewerber kooperiert, also mitmacht – wenn vielleicht auch widerwillig. Ein Zwang jedenfalls liegt nicht vor: der Bewerber kann auch die Branche wechseln … Konsequenz: auch der Bewerber trägt Verantwortung, wenn vielleicht auch in einigen Fällen mildernde Umstände geltend gemacht werden können.

      • @Jochen Schmidt: danke für den Hinweis, ich hätte ihn fast übersehen.

        “ Es fehlt der Hinweis darauf, daß es bei einem solchen „extremen Überangebot an Personen“ etliche Leute gibt, die ihre Karriere dadurch befördern wollen, daß sie einflußreichen Leuten der Branche sach-fremde Leistungen anbieten.“

        Dieser Hinweis stand (und steht) schon etwas allgemeiner und ggf. zu verschwurbelt formuliert etwas darüber beim Link „klassische Korruption mit Frauen als aktiv Bestechenden vor.“ Ich habe den monierten Absatz jetzt umformuliert.

    • Das geschickte aussuchen und weglassen beim Veröffentlichen gehört zu den fiesesten Tricks der Manipulationsmedien. Man muss die diese Fassade hinter der die Realität versteckt wird möglichst oft und immer wieder niederreißen, zumindest durchlöchern. Wie man an Kommentarseiten der großen Manipulationsmedien sieht, zeigt diese Fassade ja erste zarte Risse.

    • Vielleicht bin ich ja zu kritisch, aber diese 6 Frauen sagen:

      Auf der anderen Seite befremdet uns das Auftauchen einer Reihe von männlichen Frauenverstehern, die Zustimmung für #MeToo äußern und allen Ernstes meinen, diese künstlich geschürte Aufregung trage irgendetwas zur Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse zwischen den Geschlechtern bei. Wir werden den Verdacht nicht los: mit #MeToo haben diese „sensibilisierten“ Männer uns wieder einmal dort, wo sie uns haben wollen.

      Natürlich. Männer. Es sind zwar Frauen die hier wegen irgendwelche Berührungen vor 20 Jahren jetzt Vergewaltigung rufen und es sind auch massenhaft Feministinnen, die #MeToo pushen und auch fordern das man keine Rücksicht auf unschuldige Männer nehmen soll. Aber diese 6 Frauen sind ja Feministinnen und daher kann die Ursache oder das schlechte an #MeToo natürlich nicht von Frauen ausgehen.

      Wie im 19. Jahrhundert meinen die Männer, uns Frauen vor allem, was ans Geschlechtliche rührt, bewahren zu müssen.

      Diese Männer gibt es sicherlich. Feminismuskritiker bezeichnen solche Männer als „White Knights“ und haben deren Bild von der unmündigen Frauen schon sehr lange kritisiert.

      Es wird behauptet, die #MeToo-Aufregung habe ein „Bewusstsein“ für die Häufigkeit von sexueller Belästigung gegenüber Frauen geschaffen. War dieser Umstand denn nicht – spätestens zum Beispiel seit der Kölner Silvesternacht 2016 – einer breiten Öffentlichkeit bekannt?

      Was hat den #MeToo mit der allgemeinen westlichen Gesellschaft zu tun. Lasst mich noch Mal eben schnell nach sehen… genau. Gar Nichts! Sowas wie in der Kölner Silvesternacht 2016 gab es schon sehr, sehr, sehr lange nicht im sogenannten Westen. Also was zeigt uns das?
      Hier wird von Feministinnen wieder Mal versucht das was in Köln passierte als etwas alltägliches darzustellen, so wie es auch mit dem Oktoberfest versucht wurde.

      Auch der in der Debatte gebrauchte Begriff des Sexismus ist irreführend und entpolitisierend. Womit wir zu kämpfen haben, ist nicht Verachtung wegen des Geschlechts oder ein Vorurteil über Frauen am Arbeitsplatz. Das Problem besteht viel eher darin, dass Verlierertypen dort, wo sie die Überlegenheit von Frauen – in Fachkompetenz oder Klassenzugehörigkeit – wahrnehmen, mit sexuellen oder persönlichen Über-/Untergriffen antworten.

      Den Zusammenhang möchte ich gerne Mal sehen. Wo kommt das überhaupt her? Klassenzugehörigkeit? Wo.Ôt? Was hat #MeToo mit irgendwelchen unbekannten Verlierertypen zu tun? Und was ist die „Überlegenheit von Frauen“? Gibt es auch eine Überlegenheit von Männern?

      Die Propagierung eines patriarchalen Frauenbildes. #MeToo verkündet ein antifeministisches Frauenbild. Frauen werden als hilflose Opfer dargestellt; Männer als böse Raubtiere.

      Das kann man so sogar stehen lassen, wenn man dazu sagt das Anti-Feministen heute feministische Einstellung haben und Feministen entsprechend anti-feministische Ideen verfolgen. Das viktorianische Frauenbild wird von Konservativen UND Feministen propagiert. Schon vergessen: Die sex-feindlichen Feministen haben gewonnen. Es sind gerade die Feminismuskritiker die die Opferideologie des heutigen Feminismus kritisieren, die sowas kritisieren:

      Das sind nicht Anti-Feministen oder Konservative die solche Poster aufhängen, sondern ohne jeden Zweifel Feministen. Feministen denken das eine Frau die Alkohol gerochen hat, nicht mehr Zustimmen kann und das ein Mann sich bis zur Unterlippe zuschütten kann und trotzdem noch für alle sein (und ihre) Handlungen verantwortlich ist.

      Die feministische Filmtheoretikerin Laura Kipnis hat das als ein primitives melodramatisches Klischee bezeichnet. Es leugnet jegliche Handlungsmacht von Frauen. Gerade Feministinnen hatten jedoch dafür gekämpft, dass Frauen als mündige und darum gleichberechtigte Menschen wahrgenommen werden, die eigene sexuelle Interessen verfolgen können.

      Wie sie schreiben: Hatten. Die sex-feindlichen Feministen haben gewonnen. Heute gibt es Mikroaggressionen, weil sich mit richtiger Gewalt in den Augen von Feministinnen nicht mehr genug Frauenopfer finden lassen. Frauen an Universitäten brauchen Triggerwarnungen und Save Spaces um nicht durch irgendwas das in einem Buch steht oder das jemand sagt, traumatisiert zu werden. Aber ich wette in ein paar Jahren, wenn auch die letzte hirnverbrannte Feministin festgestellt hat, dass das der falsche Weg ist, werden sie sich einige sein das Triggerwarnungen und Save Spaces eine Erfindung des Patriarchat sind. So wie das pink eine Mädchenfarbe ist.

      Nun hingegen scheint der Sex immer als etwas Böses immer von den Männern zu kommen und die Frauen völlig zu überfordern.

      Tja und wer ist dabei genau dieses Bild wieder und immer wieder zu predigen? Wer hält Kurse über toxische Maskulinität, spricht von Male Gaze und versucht jede Handlung von Männer als eine Zumutung umzudeuten?

      Wenn wir Frauen zulassen, dass unsere Mündigkeit und unsere Handlungsmacht dermaßen in Abrede gestellt werden, laufen wir Gefahr, bereits erkämpfte Rechte wieder zu verlieren und bald wieder, wie damals, ähnlich wie Kinder behandelt zu werden. Die Idee, dass Sexualität uns Frauen grundsätzlich fremd und unangenehm wäre, ist die patriarchale Idee par excellence.

      Na, klar. Nur das wir nicht in einem Patriarchat leben. Also wer will diese Idee in die Köpfe der Leute setzen?

      Es gibt gute Ansätze, aber verpackt ist das ganze wieder mal in feministischer Ideologie. Schädliche Denkenweisen die gerade durch Feministen befeuert werden, werden hier Männern oder einem Patriarchat zugeordnet, während Rechtsstaatlichkeit und Unschuldsvermutung als feministische Ideale dargestellt werden, obwohl diese Ideale gerade erst wegen der heutigen Feministen überhaupt wieder energisch verteidigt werden müssen.

        • @mitm

          „Du hat mMn den Text in weiten Teilen falsch verstanden, nach meinem Eindruck wollen die Damen so ziemlich das Gegenteil dessen sagen, was Du verstanden hast. Beispiel:
          „Sie schreiben: „Es ist nicht notwendig, Sex zu dämonisieren.“ – die Dämonisierung MÄNNLICHER Sexualität erfolgt schon seit Jahrzehnten.“
          Woher weißt Du, daß DIESE Damen die MÄNNLICHE Sexualität in der Vergangenheit dämonisiert haben?“

          Entschuldige mal, DU hast MEINEN Text völlig falsch verstanden.

          Im nächsten Absatz, nämlich dem direkt darauf folgenden, sage ich, dass die Dämonisierung männlicher Sexualität ein Bestandteil feministischer Theorie und Praxis war und ist.

          Womit sich die Aussage, „Es ist nicht notwendig, Sex zu dämonisieren.“ als plumpe Heuchelei entlarvt, wenn die feministische Sichtweise auf sexuelle Beziehungen zwischen zwei Menschen darauf hinausläuft, dass es eine „böse“ männliche und eine „gute“ weibliche Sexualität gibt.
          Diese dichotome Sichtweise auf Sexualität zu propagieren und dann *irgendwie* zu hoffen, es hätte keinerlei Auswirkungen auf „Sex an sich“ ist schlicht idiotisch.

          Sich gegen die aktuellen Kampagnen abzugrenzen, in dem so getan wird, als wäre sie nicht die FORTSETZUNG und ZUSPITZUNG der feministischen Kampagnen der letzten drei Jahrzehnte ist abenteuerlich.
          Sie werden lediglich immer dümmer und immer lautstärker.

          Der Zweck der Durchsetzung der „Definitionsmacht“, in Kombination mit dem damit durchgesetzten radikalen Subjektivismus, war schon immer die Aushebelung der Unschuldsvermutung.
          Wer im Nachhinein die MACHT hat zu definieren, eine freiwillige sexuelle Begegnung sei unfreiwillige Begegnung, schiebt die Beweislast dafür seinem Gegenüber auf.
          SIE muss nicht mehr beweisen sie sei unfreiwillig, sondern ER, sie sei freiwillig gewesen.
          Das fällt ihnen JETZT auf?
          Wie lange wird „listen and believe“ schon propagiert?
          Seit gestern?
          Den gesamten Pseudo-Aufreger #metoo muss man im Zusammenhang sehen: Kachelmann, Arnold, Matratzenmädchen, Rolling Stone – die geballte Kampagne kam nicht, weil es um die feministische Sache besonders gut stand, es stand eher schlecht.
          Es ist eine Kampagne, mit der sie versuchen, das verloren gegangene Terrain wieder gut zu machen und das Gelände heißt natürlich #allmen.

          Nur so bekommen sie ein moralisches Kapital in die Hand, das sie in ein finanzielles umwandeln können wenn es um Posten geht – das immerhin haben die Autorinnen wenigstens ansatzweise als Zweck der Unternehmung artikuliert.

          „Wir werden den Verdacht nicht los: mit #MeToo haben diese „sensibilisierten“ Männer uns wieder einmal dort, wo sie uns haben wollen.“ Diese Kritik richtet sich ausschließlich gehen weiße Ritter bzw. feministische Allies. Sie sagt nichts über andere Männer.“

          BULLOCKS.
          Die Denunzierung von Vernunft und Rationalität als „männlich“ haben Feministinnen alleine besorgt, die Verwandlung von politischer Kritik in rein moralische haben Feministinnen alleine besorgt. Die (Selbst-)Darstellung von Frauen als moralisches Geschlecht haben Feministinnen alleine besorgt.
          Eine LÜGE ist, sie hätten zu diesem Zweck auch nur die Hilfe männlicher allies benötigt oder in Anspruch genommen. Sie BENUTZEN Männer als proxy für ihr eigenes TOTALVERSAGEN und sie nutzen den allerersten Absatz ihres Artikels mit ihren albernen Verschwörungstheorie, die ich oben zitiert habe. Ihr Versuch, dieses individuelle Versagen auch noch Männern anzulasten: Erbärmlich.

          Das sind nicht meine Allies, das sind nur weitere „Mein-Feminismus“ creeps, denen so langsam klar wird, es gibt keine „Kollateralschäden“ mehr, sondern nur noch Schäden.
          JEDE Frau wird in Zukunft so eingeschätzt werden, den Vorwurf der sexuellen Belästigung als Waffe zu benutzen – kein Wunder, denn das ist die feministische INTENTION in diesem Machtspiel.
          Dass Sex oder sexyness als weibliches *Spiel*, über einen Umweg zu bekommen was frau wirklich will hat sich damit ins Aus katapultiert hat, weil kein Mann mit einer Frau ein Spielchen treibt, hinter deren Rücken eine geladene Pumpgun verborgen ist; ein lustiges Resultat von #metoo.

          Ihnen schwant, ihnen wird die Kampagne um die Ohren fliegen.
          Wie viele klammheimliche Hinterzimmer-Gespräche um Etats und Posten wird es in Zukunft geben? Private Absprachen unter vier Augen? Kleine Kneipendeals und großes Geschacher in Restaurants?
          Das Private ist politisch, mitm!
          Dass sich durchsetzt, was sich Feministinnen schon immer gewünscht haben ist der chinesische Fluch, der endlich in Erfüllung gegangen ist.

          • „Das sind nicht meine Allies, das sind nur weitere „Mein-Feminismus“ creeps, denen so langsam klar wird, es gibt keine „Kollateralschäden“ mehr, sondern nur noch Schäden.“

            Aber wie man immer wieder liest, stört Feministinnen nur das Feminismus immer mit Männerhass in Verbindung gebracht wird, nicht der Männerhass an sich.

            Über den werden sie auch tunlichst nicht reden, denn das würde ja heißen einzugestehen das ihre Ideologie damit durchseucht ist.

            Sie werden nicht sagen das der Feminismus scheiße gebaut hat. Feminismus ist gut PUNKT

      • Ja, ich glaub, Du bist ein wenig zu kritisch…
        Aber Einigem in Deiner Kritik stime ich durchaus zu.

        Bin jetzt leider zu müde, um noch zu diskutieren – dennoch danke für das Feedback, die Kritik.

        • Danke für deinen Hinweis, Jochen! das mit dem „Antworten“ ist wirklich schwierig geworden.

          @mitm

          „Du hat mMn den Text in weiten Teilen falsch verstanden, nach meinem Eindruck wollen die Damen so ziemlich das Gegenteil dessen sagen, was Du verstanden hast. Beispiel:
          „Sie schreiben: „Es ist nicht notwendig, Sex zu dämonisieren.“ – die Dämonisierung MÄNNLICHER Sexualität erfolgt schon seit Jahrzehnten.“
          Woher weißt Du, daß DIESE Damen die MÄNNLICHE Sexualität in der Vergangenheit dämonisiert haben?“

          Entschuldige mal, DU hast MEINEN Text völlig falsch verstanden.

          Im nächsten Absatz, nämlich dem direkt darauf folgenden, sage ich, dass die Dämonisierung männlicher Sexualität ein Bestandteil feministischer Theorie und Praxis war und ist.

          Womit sich die Aussage, „Es ist nicht notwendig, Sex zu dämonisieren.“ als plumpe Heuchelei entlarvt, wenn die feministische Sichtweise auf sexuelle Beziehungen zwischen zwei Menschen darauf hinausläuft, dass es eine „böse“ männliche und eine „gute“ weibliche Sexualität gibt.
          Diese dichotome Sichtweise auf Sexualität zu propagieren und dann *irgendwie* zu hoffen, es hätte keinerlei Auswirkungen auf „Sex an sich“ ist schlicht idiotisch.

          Sich gegen die aktuellen Kampagnen abzugrenzen, in dem so getan wird, als wäre sie nicht die FORTSETZUNG und ZUSPITZUNG der feministischen Kampagnen der letzten drei Jahrzehnte ist abenteuerlich.
          Sie werden lediglich immer dümmer und immer lautstärker.

          Der Zweck der Durchsetzung der „Definitionsmacht“, in Kombination mit dem damit durchgesetzten radikalen Subjektivismus, war schon immer die Aushebelung der Unschuldsvermutung.
          Wer im Nachhinein die MACHT hat zu definieren, eine freiwillige sexuelle Begegnung sei unfreiwillige Begegnung, schiebt die Beweislast dafür seinem Gegenüber auf.
          SIE muss nicht mehr beweisen sie sei unfreiwillig, sondern ER, sie sei freiwillig gewesen.
          Das fällt ihnen JETZT auf?
          Wie lange wird „listen and believe“ schon propagiert?
          Seit gestern?
          Den gesamten Pseudo-Aufreger #metoo muss man im Zusammenhang sehen: Kachelmann, Arnold, Matratzenmädchen, Rolling Stone – die geballte Kampagne kam nicht, weil es um die feministische Sache besonders gut stand, es stand eher schlecht.
          Es ist eine Kampagne, mit der sie versuchen, das verloren gegangene Terrain wieder gut zu machen und das Gelände heißt natürlich #allmen.

          Nur so bekommen sie ein moralisches Kapital in die Hand, das sie in ein finanzielles umwandeln können wenn es um Posten geht – das immerhin haben die Autorinnen wenigstens ansatzweise als Zweck der Unternehmung artikuliert.

          „Wir werden den Verdacht nicht los: mit #MeToo haben diese „sensibilisierten“ Männer uns wieder einmal dort, wo sie uns haben wollen.“ Diese Kritik richtet sich ausschließlich gehen weiße Ritter bzw. feministische Allies. Sie sagt nichts über andere Männer.“

          BULLOCKS.
          Die Denunzierung von Vernunft und Rationalität als „männlich“ haben Feministinnen alleine besorgt, die Verwandlung von politischer Kritik in rein moralische haben Feministinnen alleine besorgt. Die (Selbst-)Darstellung von Frauen als moralisches Geschlecht haben Feministinnen alleine besorgt.
          Eine LÜGE ist, sie hätten zu diesem Zweck auch nur die Hilfe männlicher allies benötigt oder in Anspruch genommen. Sie BENUTZEN Männer als proxy für ihr eigenes TOTALVERSAGEN und sie nutzen den allerersten Absatz ihres Artikels mit ihren albernen Verschwörungstheorie, die ich oben zitiert habe. Ihr Versuch, dieses individuelle Versagen auch noch Männern anzulasten: Erbärmlich.

          Das sind nicht meine Allies, das sind nur weitere „Mein-Feminismus“ creeps, denen so langsam klar wird, es gibt keine „Kollateralschäden“ mehr, sondern nur noch Schäden.
          JEDE Frau wird in Zukunft so eingeschätzt werden, den Vorwurf der sexuellen Belästigung als Waffe zu benutzen – kein Wunder, denn das ist die feministische INTENTION in diesem Machtspiel.
          Dass Sex oder sexyness als weibliches *Spiel*, über einen Umweg zu bekommen was frau wirklich will hat sich damit ins Aus katapultiert hat, weil kein Mann mit einer Frau ein Spielchen treibt, hinter deren Rücken eine geladene Pumpgun verborgen ist; ein lustiges Resultat von #metoo.

          Ihnen schwant, ihnen wird die Kampagne um die Ohren fliegen.
          Wie viele klammheimliche Hinterzimmer-Gespräche um Etats und Posten wird es in Zukunft geben? Private Absprachen unter vier Augen? Kleine Kneipendeals und großes Geschacher in Restaurants?
          Das Private ist politisch, mitm!
          Dass sich durchsetzt, was sich Feministinnen schon immer gewünscht haben ist der chinesische Fluch, der endlich in Erfüllung gegangen ist.

      • Danke für die Analyse !

        Wenig überraschend, Frauen scheitern regelmäßig daran in kritischer Selbstreflektion eigene Verantwortung oder Schuld wahrzunehmen und anzuerkennen. Am Ende jedes Gedankenganges steht die Schuld der Männer, das ist bei Frauen so genetisch einprogrammiert, da kommen sie nicht von weg.

    • @Kostya

      Ich teile deine positive Einschätzung nicht und versuche mal in ein paar Teilen zu antworten.
      Der Artikel in „Der Standard“ ist durchwachsen bis offen verlogen, weil er – typisch weiblich-feministisch – nicht darauf verzichten *kann*, Verantwortung für eigene Theorien und Handlungen auf *Männer* abzuwälzen.

      Ihre feministische Verschwörungstheorie findet sich bereits im ersten Absatz des Artikels: „Sensibilisierte“ Männer haben uns dort, wo sie uns haben wollen. Wir sind reine Empfindungswesen, nur zu undifferenziertem Aufschrei und angeblich weiblicher Hysterie befähigt, nicht aber zu präzisem Urteilen, politischer Einschätzung und Strategie.“

      Als wäre die Entscheidung für Art und Argumentationsweise feministischer Kampagnen durch „sensibilisierte Männer“ gefällt worden.
      Das ist lächerlich, selbst nach feministischen Standards.
      Aber durch diese Volte gelingt es ihnen, Männern zuzuschieben, was die politische Wirksamkeit der feministischen Kampagnen ausgemacht hat.
      Die #metoo Kampagne war der *vorläufige* Höhepunkt von moral panic, emotional reasoning a la „rape culture“ und sonstigen feministischen Erpressungen und Erpressungsversuchen ist, die schon seit Jahrzehnten laufen.

      Die feministischen Kampagnen hatten und haben politische Ziele – in den neun einzelnen Punkten, die die Autorinnen anführen werden sie unzureichend kritisiert, weil sie weit über diese einzelne Kampagne hinausreichen und miteinander verbunden sind.

      Sie kritisieren in Punkt 5: „Gerade Feministinnen hatten jedoch dafür gekämpft, dass Frauen als mündige und darum gleichberechtigte Menschen wahrgenommen werden, die eigene sexuelle Interessen verfolgen können. Nun hingegen scheint der Sex immer als etwas Böses immer von den Männern zu kommen und die Frauen völlig zu überfordern.“

      Das „nun hingegen“ ist die Untertreibung und Heuchelei des Jahres.
      Sie schreiben: „Es ist nicht notwendig, Sex zu dämonisieren.“ – die Dämonisierung MÄNNLICHER Sexualität erfolgt schon seit Jahrzehnten.
      Diese Dämonisierung ist jedoch kein „Betriebsunfall“. Das Thema der „sexualisierten Gewalt“ zur Unterdrückung von *allen* Frauen durch *alle* Männer gehört zu den Kernbestandteilen feministischer Theorie und es ist durch die Allianz mit den (traditionellen und neuen sozialen) Medien und ihrer Personalisierungs- und Skandalisierungslogik gelungen, eben diese moral panic *politisch wirksam* durchzusetzen.

      In diesem Narrativ *können* Männer nur als Täter und Frauen nur als Opfer, Männer nur als aktiv, Frauen als passiv erscheinen und letztlich von Frauen fordern, was diese selber gar nicht wollen; nämlich Sex.
      Das ist das gute alte patriarchale Rollenbild – aber made by feminism.
      Es lässt sich damit erklären, warum Männer *aktiv* „Konsens“ erst herstellen müssen, denn der default der *passiven* Frau in diesem Weltbild ist NICHT-Konsens oder anders ausgedrückt: Widerwillen.
      Von hier zur naheliegenden Frage, ob es *überhaupt möglich ist*, dass eine Frau in einem patriarchalen Zwangsverhältnis – in dem männliche Sexualität STRUKTURELL dazu dient, alle Frauen zu unterdrücken – ein Einverständnis zu einem Sexualakt zu geben ist es nicht weit.

      Erst diese Idee des passiven, asexuellen, verantwortungslosen, fainting couch-Weibchens bildet die ideologische und moralische Grundlage dafür, „einvernehmlich vollzogene Sexualkontakte, die erst im Nachhinein als unerwünscht empfunden werden“ als Vergewaltigung zu bezeichnen.
      Wenn die Autorinnen schreiben: „Frauen sind durchaus in der Lage, sich zu informieren und an einmal getroffenen Entscheidungen festzuhalten“, dann konterkarieren die real existierende feministische Realität und die Ziele der #metoo-Kampagne ihre Aussage als bloßes Wunschdenken.

      Die weibliche DEFINITIONSMACHT über den sexuellen Akt als Machtfrage verstanden besteht darin, dass es Frauen – als „reinen Empfindungswesen“/sarcasm off – selbstverständlich *zusteht*, ein einmal gegebenes Einverständnis ex-post beliebig zu widerrufen.
      Weil sie es eben so EMPFINDEN – das Drohpotential gegenüber Männern basiert also gerade darauf, *nicht* „an einmal getroffenen Entscheidungen festzuhalten.“

      Der feministische Appell an die weibliche Unterverantwortlichkeit lässt sich auch in aktuellen feministischen Erklärungsansätzen finden, warum konsensueller Sex im Nachhinein nicht-konsensuell gewesen sein soll.
      Es wird auf „Gewalt oder Nötigung“ oder sonstige Zwangsmittel zur Begründung verzichtet, beliebt hingegen ist die „Schockstarre“ oder das „Unvermögen“, bzw. die „Hilflosigkeit“ zum Entziehen des einmal erteilten Einverständnisses.
      Es handelt sich um Darstellungen zutiefst weiblicher Passivität – d.h. politisch wirksam ist nicht die emanzipierte, sondern die zutiefst traditionelle Frau und DESHALB spielt der heutige Feminismus auf dieser Klaviatur.

      #Metoo und andere moral panic Kampagnen bauen also nicht auf einem emanzipierten Frauenbild auf, sondern auf einem reaktionären.
      All diesen reaktionären Unsinn haben sich aber nicht Männer ausgedacht, sondern dieser Hirnriß ist state of the art Feminismus, welcher Frauen gar nicht unmündig/unemanzipiert genug haben kann.
      Auch das ist kein bug, sondern ein feature. Denn nur so gelingt es, sich zu ihren VORMÜNDERN aufschwingen zu können.

      • Vorweg, Crumar, finde Deine Kommentare und Beiträge immer sehr lesenswert.

        Hier scheinst Du mir aber dem Text gegenüber ein wenig ungerecht. Er stellt ja genau dieselbe Diagnose zu Metoo wie Du. Es ist hauptsächlich Kritik am Metoo-Feminismus – die das ja auch bemerken und in den Postings gleich ganz gereizt reagieren.
        Der Text bezieht allerdings darüberhinaus auch die feministischen Männer (man wird da vor allem an Politiker von „links“ denken – vor allem Grüne und SPD/SPÖ) in diese Kritik mit ein.

        Ich glaube Du bist einem Trick der Redaktion aufgesessen: die Überschrift ist nicht von den Autorinnen und die (fettgedruckte) Einleitung offensichtlich auch von der Redaktion vorangestellt. Der Versuch feministischer Kader in Der/DieStandard, dem Artikel eine andere Richtung zu geben, ihn zu manipulieren, ihn umzudeuten.
        Denk Dir das mal weg, Überschrift und Einleitung – und lies es unbefangen noch einmal: liest sich gleich ganz anders.

        Ist noch immer nicht so ganz meine Meinung. Gehörte auch noch kräftig ergänzt. Aber. Das ist eine Haltung und eine Meinung, die hat bei mir zumindest mal Respekt. Mit der würde ich auch gerne in den intelektuellen Ring steigen – was beim Großteil des heutigen Feminismus angesichts dessen geistiger, intellektueller und moralischer Dürftigkeit einfach Zeitverschwendung wäre.

      • Man man, Danke. hier im Forum kann man dazu wirklich in kurzen Zeilen exzellente fundierte Analysen lesen, Danke. Der Kontrast zu den Medien und der sich beschleunigt auf eine allgemeine kollektive Verblödung zubewegenden Medienwelt könnte nicht größer sein.

    • Ein sehr ähnlicher, etwas längerer Text ist schon im Dezember 2017 auf http://www.adultsforadults.org publiziert worden:
      https://docs.wixstatic.com/ugd/2dc745_6e558a33b1a44939b6ec8dab53796243.pdf.

      Hinter adultsforadults steckt offenbar Robert Pfaller (Professor of Philosophy and Cultural Theory University of Art and Industrial Design in Linz, Austria), s. https://www.adultsforadults.org/people

      @Matze (und crumar): „Vielleicht bin ich ja zu kritisch,“

      Ja.
      Ich finde den Text i.w. in Ordnung. MMn lest Ihr den Text falsch. Viele Passagen sind nicht die Meinung der Autorinnen, sondern die Meinung oder das Tun anderer Personen, die hier kritisiert werden. Beispiel: „Wir werden den Verdacht nicht los: mit #MeToo haben diese „sensibilisierten“ Männer uns wieder einmal dort, wo sie uns haben wollen.“ Diese Kritik richtet sich ausschließlich gehen weiße Ritter bzw. feministische Allies. Sie sagt nichts über andere Männer.

      @Matze: „Hier wird von Feministinnen wieder Mal versucht das was in Köln passierte als etwas alltägliches darzustellen, so wie es auch mit dem Oktoberfest versucht wurde.“

      Nein, das kann man aus der zitierten Textstelle mMn nicht herauslesen. Diese Textstelle wendet sich nur gegen die Glorifizierung der #MeToo-Kampagne, die angeblich „ein „Bewusstsein“ für die Häufigkeit von sexueller Belästigung gegenüber Frauen geschaffen“ habe. Dem widersprechen die Damen, das ist sachlich korrekt, und mehr sagen sie hier nicht.

      „Aber diese 6 Frauen sind ja Feministinnen“

      Mit der Sorte Feminismus, die die adultsforadults-Damen vertreten wird, kann ich ganz gut leben. Das ist jedenfalls nicht der übliche Jammer- und Quoten-Feminismus. Dem liegt zumindest eine einigermaßen korrekte Sicht auf die Realität zugrunde. Die Punkte, die man anders sieht, kann man mit solchen Frauen immerhin sinnvoll diskutieren.

      @crumar: Du hat mMn den Text in weiten Teilen falsch verstanden, nach meinem Eindruck wollen die Damen so ziemlich das Gegenteil dessen sagen, was Du verstanden hast. Beispiel:

      „Sie schreiben: „Es ist nicht notwendig, Sex zu dämonisieren.“ – die Dämonisierung MÄNNLICHER Sexualität erfolgt schon seit Jahrzehnten.“

      Woher weißt Du, daß DIESE Damen die MÄNNLICHE Sexualität in der Vergangenheit dämonisiert haben? Hier und heute wenden sie sich klar gegen eine solche Dämonisierung (damit sind sie Deine Allies 😉 ), und aus dem Gesamtbild dieses Textes kann ich mir nicht vorstellen, daß das vorher anders war.

      • „Diese Kritik richtet sich ausschließlich gehen weiße Ritter bzw. feministische Allies. Sie sagt nichts über andere Männer.“

        Meine Kritik ist nicht das sie alle Männer unter einen Hut bringen wollen, sondern das sie zuerst ein Mal wieder irgendwelche Männer als Schuldige ausmachen, obwohl #MeToo und der Schaden hauptsächlich von Frauen verursacht wird.

        Sie schreiben:

        „Es wird behauptet, die #MeToo-Aufregung habe ein „Bewusstsein“ für die Häufigkeit von sexueller Belästigung gegenüber Frauen geschaffen. War dieser Umstand denn nicht – spätestens zum Beispiel seit der Kölner Silvesternacht 2016 – einer breiten Öffentlichkeit bekannt?“

        Köln hat überhaupt nichts über Häufigkeit von sexueller Belästigung gegenüber Frauen ausgesagt, weil Köln nicht normal war. Wenn irgendwer denkt das Frauen in DE ständig sexuell belästigt werden weil in einer Nacht eine Gruppe von vor kurzem erst in DE angekommenen Immigranten Frauen ausgeraubt, begrapscht und schlimmeres hat, der sieht sehr seltsame Schlüsse. Und selbst vor #MeToo und vor Köln wurde sexuelle Belästigung nur von Frauen schon umfangreich diskutiert. Journalistinnen behaupten jedes Jahr wieder das jetzt Mal über Frauenopfer geredet werden soll und wenn man als Mann mal anmerkt das man selbst schon gleiches erlebt hat, wird einem regelmäßig erzählt das JETZT ERST MAL Frauen dran sind… so wie im Jahr davor und davor und davor.

        „Dem liegt zumindest eine einigermaßen korrekte Sicht auf die Realität zugrunde. Die Punkte, die man anders sieht, kann man mit solchen Frauen immerhin sinnvoll diskutieren.“

        Einigermaßen sachlich, aber wenn es um Verantwortung und Ursachen geht, scheinen die in meinen Augen die gleiche Grundüberzeugung zu haben wie andere Feministen: Patriarchat, Feministen gut, Anti-Feministen schlecht. Bloß wo sind die Nachweise? Es sind die gleichen Axiome und die werden nicht in Frage gestellt.

        • Ich denke, Du hast den Braten der sechs Köchinnen gerochen. Ich übrigens nicht: ich hab‘ Deine Kritikpunkte alle überlesen.

      • @ mitm

        Ich würde mich in der Bewertung irgendwo dazwischen verorten. Die Dämonisierung würde ich ihnen auch nicht in der Form hininterpretieren, wie es crumar getan hat. Man neigt vielleich einfach manchmal dazu, wenn ein Text einen etwas seltsamen Spin an einer Stelle aufweist, automatisch gleich alles weitere übersensibel zu lesen.

        Diesen Spin habe ich beim Lesen aber auch gleich am Anfang empfunden. Welche Männer sie da in die Kritik nehmen, spielt für mich da keine Rolle (und ja, sie meinen eindeutig die „White Knights“ und „Lila Pudel“). Grundsätzlich hat die ganze Passage so einen Anklang, als seien es eben diese Männer, die nun ihr Ziel erreicht haben; dass also das Patriarchat so mächtig ist, dass Männer, die vermeintliche Freunde der Feministinnen sind, eben diese dazu gebracht hätten, sich so zu verhalten, wie man es auf Basis der schlimmsten Frauenklischees als Ultrasexist erwarten würde. Dieses weiblich passive Narrativ zieht sich durch den ganzen Text. Es wirkt, als spürten die Autorinnen regelrecht, dass die Ideologie, der sie sich selbst verschworen haben und sie vielleicht tatsächlich deutlich liberaler und egalitärer leben wollen als dieser ganze Mob (diese Gruppe ist mir unbekannt, daher verlasse ich mich auf deine Expertise), aber irgendwie immer noch nach Rationalisierungen suchen, um sich die Toxizität dieser Ideologie selbst verschleiern zu können. Sie versuchen es vor sich selbst zu verbergen, dass Dogmata ihrer eigenen Ideologie Menschen dazu bringen, derartige Hexenjagden 😉 zu veranstalten. Fast könnte man ihr Handeln mit dem liberaler Muslime vergleichen, die mit verzweifelter Beharrlichkeit beschwören, dass islamistischer Terror aber wirklich rein gar nichts mit dem Islam zu tun hat.

        Denn letzlich liest man im Text eines eben nicht: Dass es Theorien sind, die nicht erst neuerdings zum feministischen Standardrepertoir gehören, die Anhänger dieser Ideologie zu solch irrationalen, feindseligen Bestien mutieren lässt. Stattdessen wird auch hier wieder der Spin in Richtung Patriarchat hingedeixelt. Und so lange man sich derart der Kritik an dieser Ideologie verwehrt, werden auch solche Texte mutmaßlich wohlmeinender Feministinnen nichts bringen. Ideologien haben allesamt das Potential, Menschen aufzuhetzen. Dessen muss man sich, gerade als Anhäger einer solchen Ideologie bewusst werden, sonst wird man eben diesen Knallköppen in den eigenen Reihen nie Herr werden können. Auch wenn ich den Feminismus derzeit in einer diesbezüglich fast aussichtslosen Position sehe, denn die Knallköppe haben nicht nur die zahlenmäßig erdrückende Mehrheit, sondern sie sind es auch, die als „Gleichstellungs“-Beauftragte in öffentlichen Einrichtungen ihr Unwesen treiben, den medialen Takt zum Thema Geschlechterdebatte ditkieren und, last but not least, in Parteien Landes- und Bundespolitik maßgeblich mitbestimmen. 😦

      • Gut gedacht udn gut gesagt, danke.
        (Bin heute schon zu müde, meide Gedanken gut zu sammeln.)

        Eines vielleicht, hab es oben schon geschrieben:
        Ich glaube, die abwertenden Leser haben sich von der feministische Redaktion von der/die Standard manipulieren lassen:
        Die Überschrift ist nicht von den Autorinnen, sondern von der Reaktion!
        Und mit einiger Wahrscheinlichkeit die fettgedruckte Einleitung ebenso.
        Der Versuch feministischer Kader in der Redaktion dem Artikel eine andere Richtung zu geben, ihn zu manipulieren, ihn umzudeuten.
        Denkt Euch das mal weg – Überschrift und Einleitung – und lies es unbefangen noch einmal:
        liest sich gleich ganz anders…

        Die Feministinnen in den Redaktionen sind halt von ihrer Sache besessen, haben keinen Anstand und viel Zeit und jedes Mittel ist ihnen recht.

        • „lies es unbefangen noch einmal:“

          Das ist der entscheidende Punkt. Ich merke es an mir selber, daß mir das unbefangene Lesen z.T. schwer fällt, weil sich die Wahrnehmung durch die zahllosen Horrorstories hier und woanders von durchgeknallten und / oder männerhassenden Hard-Core-Feministinnen verändert: Man assoziiert bei der kleinsten Andeutung bestimmte gängige „feindliche“ Streitpunkte und neigt zu einer maximal negativen Interpretation. Das ist aber oft gar nicht gemeint, und mit einer überzogenen Reaktion stellt man sich im realen Leben nur in die Randalierer-Ecke.

          Wie unten schon gesagt ist der Gesamteindruck des Papiers Pi mal Daumen der klassische equity feminism, den Christina Hoff Sommers vertritt, ebenso z.B. Steven Pinker. Bei dem Gesamteindruck gibt es bei mir einen gewissen Vertrauensvorschuß – man kann ja leider nicht nachfragen, wie die Texte wirklich gemeint waren.

          • @mitm

            „Man assoziiert bei der kleinsten Andeutung bestimmte gängige „feindliche“ Streitpunkte und neigt zu einer maximal negativen Interpretation.“

            Völlig falsch.
            Diese lustigen Versuche „Mein-Feminismus“ zu retten klage ich an.
            Wir kennen die in diesem Forum seit *wie vielen Jahren*?
            Es gibt die neueste feministische Kampagne und „mein Feminismus“ hat nichts damit zu tun – übrigens, die MÄNNER (allies) sind schuld.
            SURPRISE!

            Das ist deine „kleinste Andeutung“?
            Der „maximal negativen Interpretation“?
            Mitm, ganz, ganz schlecht.

            Du versuchst ganz offensichtlich, diesen Beitrag nicht *analytisch* zu betrachten, sondern „politisch“.
            Und weil er dir politisch in den Kram passt, muss sich die Analyse dem unterordnen. Schatz, diese Ideologie kenne ich schon ein wenig länger!
            Die Theorie den politischen und taktischen Erfordernissen unterzuordnen nannte man früher ganz offen: STALINISMUS.

            Aber komischerweise haben Freunde und andere FeindInnen inzwischen einen anderen Namen für den identischen Vorgang gefunden.

          • @mitm
            „Das ist der entscheidende Punkt. Ich merke es an mir selber, daß mir das unbefangene Lesen z.T. schwer fällt, weil sich die Wahrnehmung durch die zahllosen Horrorstories hier und woanders von durchgeknallten und / oder männerhassenden Hard-Core-Feministinnen verändert: Man assoziiert bei der kleinsten Andeutung bestimmte gängige „feindliche“ Streitpunkte und neigt zu einer maximal negativen Interpretation.“

            Viele Rufzeichen der Zustimmung.
            Ich halte das für etwas, woran man arbeiten könnte: es ist ein zentraler Schwachpunkt der „Männerbewegung“.
            Und das meine ich nicht moralisch oder intellektuell – das wäre mir wurscht – sondern politisch.
            Für mich ist der heutige Feminismus ein (1) zentrales Problem unserer Gesellschaft. Er ist höchst einflußreich – man könnte ihn durchaus „mächtig“ nennen – und höchst schädlich.
            Als Individuum ist mir das, offen gesagt, relativ egal. Feminismus tangiert mich als Mann nur peripher, Schwachsinn gibt es viel in der Welt, Bösartigkeit und Dummheit auch. Mein Leben ist davon glücklicherweise nicht essentiell betroffen, auch nicht mein Leben mit Frauen. Feministinnen sind ja nicht typisch für Frauen, werden zwar mehr, sind aber dennoch eine Minderheit. Ich mag Frauen und verachte Feministinnen. Das Mögen prägt mich weitaus mehr als die Verachtung.
            In dem Kontext ist es mir auch egal, wenn jemand bei allem, was irgendwie nach Feminismus riecht, sofort auf Kampfmodus umschaltet. Ich versteh´s und kann es nachvollziehen.

            Die politische Ebene ist aber eine andere. Hier geht es mir – simpel gesagt – um Veränderung. Bin kei homo oeconomicus, sehe mich als Teil einer Gesellschaft, zu der ich etwas beitragen möchte, etwas, das sie verbessert bzw. verhindert, daß sie destruktiv wird, korrumpiert, etc.
            In diesem Kontext ist der Feminismus für mich ein politischer Gegner. Und zwar ohne jede Kompromiß, ohne jeden Zweifel und mit völliger Sicherheit.
            Aber eben: ein politischer Gegner. Den es zu bekämpfen gilt, zu schwächen, einzudämmen, etc.
            Es geht nicht um „Recht haben“, es geht um Machtverhältnisse. Es geht nicht um Emotionen, es geht um Strategie. Es geht um Veränderung bzw. Abwehr des Falschen.

            Und das reflexhaft ablehnende Reagieren auf den (vermeintlichen) Gegner ist politisch schwach. Es verändert nicht, es zementiert Verhältnisse. Es übersieht Schwachpunkte des Gegners, weil die pauschale Ablehnung blind für das Detail macht. Es übersieht mögliche Verbündete in den Reihen der „anderen“, weil es den Gegner voreilig als Block des „Bösen“ zusammenfaßt. Es kann nicht spalten, weil es die Risse nicht sieht. Es schreckt mögliche Verbündete ab, weil die Definition es negativo wenig attraktiv für Außenstehende ist, etc., usw.
            Es führt dazu, daß man sich eingräbt, und es gar nicht einmal bemerkt. Grabenkämpfe sind nicht zu gewinnen.

            Es braucht den wachen, selbstbewußten, manchmal vielleicht sogar sanften Krieger. Und er muß immer wissen, was sein Ziel ist.
            Die sechs Frauen, die diese Text geschrieben haben, sind meiner Meinung nach auf MEINER Seite.
            Nicht ich auf ihrer.

            PS.: Irgendwo fiel das Stichwort „Equity Feminismus“. Genau. Gleiche Rechte, gleiche Chancen, freie Wahl. Mehr braucht´s nicht. Dieser Feminismus ist schon allein deshalb kein politischer Gegner, weil er kaum mehr zu tun hat in unserer Gesellschaft. Ist alles erfüllt. Mission accomplished. Und dort, wo tatsächlich aufgrund des Geschlechts benachteiligt wird, bin ich durchaus dafür, das zu ändern. Und ja: natürlich auch, wenn die Benachteiligung Männer betrifft.

      • >Ich finde den Text i.w. in Ordnung. MMn lest Ihr den Text falsch.

        Der Text hat seine Stärken, aber an der zentralen Stelle liegt die Kritik schon richtg: Mal wieder ist der Einstiegspunkt eine Schuldverschiebung zu Männern, wenn auch diesmal zu den „sensibilisierten Männern“.

        Diese angeblichen mächtigen Akteure wurden vom Feminismus herangezüchtet. Die Zuchtobjekte waren Oportunisten, die jede Mimikri anwenden, wenn sie meinen, es führt sie zu den Schlüpfern der Damen. Also passten sie sich an die neuen Anforderungen an.

        Diese Gestalten jetzt zu den eigentlichen Akteuren zu stilisieren, anstatt offen zu sagen „wir waren es, wir haben innerhalb des feministischen Lagers letztlich immer die Frau als das passive Opfer herangezüchtet, weil wir nur dadurch an öffentliche Gelder kamen“ – für dieses mea culpa fehlt das intellektuelle Rückrat.

    • Witzig ist ja wirklich, dass dieser Text wohl bereits im Dezember verfasst wurde, aber erst jetzt – nach dem Deneuve-Brief den Weg in die Massenmedien gefunden hat.

      Ansonsten ist er m.M.n. genauso wie der Deneuve-Brief keineswegs ein flammendes Plädoyer Pro Mann. Sondern ein Statement von Egalitätsfeministinnen gegen eine Position der Gynofeministinnen. Zickenkrieg halt. Also, Popcorn gemacht und dann mal quergelesen:

      „befremdet uns das Auftauchen einer Reihe von männlichen Frauenverstehern, die Zustimmung für #MeToo äußern und allen Ernstes meinen, diese künstlich geschürte Aufregung trage irgendetwas zur Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse zwischen den Geschlechtern bei“

      Übersetzt: „Verpisst Euch, ihr dreibeinigen Schleimbeutel, das hier geht Euch nichts an“

      Oder auch nett:

      „Auch der in der Debatte gebrauchte Begriff des Sexismus ist irreführend und entpolitisierend. Womit wir zu kämpfen haben, ist nicht Verachtung wegen des Geschlechts oder ein Vorurteil über Frauen am Arbeitsplatz. Das Problem besteht viel eher darin, dass Verlierertypen dort, wo sie die Überlegenheit von Frauen – in Fachkompetenz oder Klassenzugehörigkeit – wahrnehmen, mit sexuellen oder persönlichen Über-/Untergriffen antworten.“

      „Überlegenheit in Klassenzugehörigkeit“…wow, solche Phrasen lese ich in dem Kontext eher seltener. Dass Frauen Loser-Typen verachten, ist ja nichts Neues. Aber ging es in mee-too wirklich darum, dass der nach Pferdemist riechende Stallknecht der reitenden Dame an den Unterrock wollte?

      😀

      „Sexuelle Übergriffe finden sozial in alle Richtungen statt: nach unten wie nach oben (übrigens auch durch Frauen – in höherem Maß, als die meisten glauben; auch dieses Stereotyp gehört kritisiert!)…Wenn wir Frauen zulassen, dass unsere Mündigkeit und unsere Handlungsmacht dermaßen in Abrede gestellt werden, laufen wir Gefahr, bereits erkämpfte Rechte wieder zu verlieren und bald wieder, wie damals, ähnlich wie Kinder behandelt zu werden.“

      Ja, es sind Egalitätsfeministinnen der alten Schule. Recht haben sie. Allerdings müssten sie dann nicht nur gegen Mee-too sondern gegen den gesamten 3. Welle-(Wellness-)Feminismus argumentieren.

      Und – last but not least:

      „Hier ist, gerade aus feministischer Perspektive, festzuhalten: Der entscheidende Unterschied ist, ob sexuelle Handlungen durch Gewalt oder Nötigung erzwungen werden oder ob dabei Einvernehmen herrscht (und sei es auch Einvernehmen auf Basis unvollständiger oder falscher Information). Frauen sind durchaus in der Lage, sich zu informieren und an einmal getroffenen Entscheidungen festzuhalten. Und es darf keine Verpflichtung des Staates geben, speziell Frauen davor zu schützen, dass jemand, mit dem sie ins Bett gehen, in Wirklichkeit vielleicht nicht Pilot ist.“

      Interessanter Punkt und der einzige, der eigentlich wirklich Pro-Mann ist. Deswegen werden die ihn nie zur Konsensmeinung pushen können.

      • „Interessanter Punkt und der einzige, der eigentlich wirklich Pro-Mann ist. Deswegen werden die ihn nie zur Konsensmeinung pushen können.“

        Du empfindest das als „pro Mann“?
        Du bist aber leicht zufrieden zu stellen..
        Richtig ist lediglich, dass es (die vielleicht einzige?) Stelle ist, bei der nicht offen „dem Mann“ oder dem Patriarchat eine Schuld untergeschoben wird, wie an allen anderen Stellen im Text. Irgend etwas läuft verkehrt bei MeeToo? Nein, das ist nicht etwas feministisches, was da schief läuft, sondern MeeToo ist Antifeministisch und Patriarchalisch, denn feminismus ist per definition gut und patriarchat und männlich per definition böse.
        Das ist der Grundtenor.
        Und dieser Grundtenor wird im hier benannten Absatz nicht offen kommuniziert. Verdeckt aber schon.
        Denn der Grund dafür, dass das Verhältnis der Geschlechter im beschriebenen Beispiel kompliziert ist, liegt ja durchaus daran, dass ein Man offenbar lügt, ein Pilot zu sein, um eine Frau ins Bett zu bekommen.
        Die Argumentation des Artikel an der Stelle ist ja grundsätzlich richtig, dass der Staat Frauen davor nicht zu schützen hat und Frauen auch eine eigene verantwortung haben.
        Aber im Gesamtkontext eines Artikels, der letztlich überall das Patriarchat als Quelle allen Übels identifiziert, ist das als die „positivste“ Sicht auf Männer und Männlichkeit doch sehr entlarvend.

        • Ja, was Frauen angeht, hat mich das Alter Bescheidenheit gelehrt.

          Dass Männer ab und an übertreiben und manchmal auch lügen um eine Frau ins Bett zu kommen, halte ich für ein unabänderliches Phänomen. Da ist halt der männliche Sexualtrieb stark und es kommt noch die Mama-Ebene dazu. Der kleine Junge im Mann, der von Mama gelobt werden möchte. Was dann eben durch die (oft geheuchelte) Bewunderung durch die Frau angesichts seiner geschilderten Heldentaten fortgeführt wird.

          Immerhin brezeln sich Frauen im Gegenzug optisch auf. Was ja auch eine Art Lügen ist und so manchesmal dem Mann morgens beim Aufwachen einen Schock beschert hat…

          Also Gleichstand 😉

          Ansonsten hast Du recht. Vielleicht hätte ich auch schreiben sollen „der einzige, der am ehesten Pro-Mann ist“. Feministas können per definitionem nicht Pro-Mann sein. Sonst wären sie Humanistinnen.

          Es ist also immer Lobbyismus der Frauen Vorteile einbringen soll. Im besten Fall ist das schadlos für die Männer (und der Egalitäts-Feminismus hat hier auch seine Schwerpunkte). Im Zweifel (bei Zielkonflikten) ist aber der Mann für Feministas immer ein legitimes Angriffsziel.

          • Genau.
            Ich habe kein Problem damit, dass da erwähnt wird, dass Männer auch mal lügen, um eine Frau ins Bett zu bekommen.
            Ich habe ein Problem damit, wenn das positivste, dass da über Männer zu sagen ist, im wesentlichen lautet:
            Manchmal lügen Männer Frauen einfach nur an, um sie ins Bett zu bekommen, anstatt sie gleich umstandslos zu vergewaltigen.
            Und darum sollte man froh sein, wenn sie einen mal einfach lediglich anlügen.

            Das scheint mir so die Quintessenz aus dem Artikel zu sein.

            Etwas real positives findet sich da über Männer ansonsten nicht.

            Und das unterscheidet diesen Artikel eben sehr wohl von einem equity-Feminismus wie bei Christina Hoff Sommers, die tatsächlich auch mal reale Leistungen von Männern für unsere Kultur, unsere Lebensgrundlagen etc betont.
            Nichts dergleichen findet sich hier.

    • Das Ende von diesem Video stellt sehr gut heraus, wo das Problem liegt. Es sind Vertreter von Identitätspolitik, wie z.B. Feministen, die Frauen nichts zutrauen, die PoCs nichts zutrauen und die meinen das Frauen und PoCs Bevorzugungen und Quoten brauchen, weil sie sich ansonsten nicht durchsetzen können. Gerade diejenigen die Identitätspolitiken und Feminismus kritisieren sind auch die die glauben das Frauen keine Quote brauchen um nach oben zu kommen und man nicht die Anforderungen für sie oder PoCs runter setzen muss, damit sie was auch immer schaffen.

    • Zu Kostya 14. Januar 2018 um 10:26 am, crumar 14. Januar 2018 um 1:40 am und anderen bisherigen Kommentaren:

      Auf die Gefahr hin, jetzt Eulen nach Athen zu tragen, will ich versuchen, auf den Kern der Debatte zu kommen.

      In zwei Sätzen: 1. werden hier inhaltlich-analytische Probleme mit Kommunikationsproblemen verwechselt. 2. die Denkweise, daß jeder, der nicht in allen Analysen mit mir übereinstimmt, meim Feind ist, ist falsch und unproduktiv. Dahingehende Bemerkungen von Kostya sehe ich genauso.

      Im Detail:

      @crumar: „Du versuchst ganz offensichtlich, diesen Beitrag nicht *analytisch* zu betrachten, sondern politisch“

      Nicht ganz, aber Du bist schon nah dran, mich zu verstehen.

      Es geht mir hier um ein reines Kommunikationsproblem, nicht um die inhaltliche Analyse. Verdeutlichen kann man das sehr gut an dem Hickhack darum, was die 100 Französinnen mit ihrem offenen Brief gemeint hatten, insb. mit der Ausdrucksweise „liberté d’importuner“. Um es mathematisch ausdzudrücken:

      Jemand hat eine Idee X,
      er versucht, sie in der sprachlichen Formulierung Text(X) auszudrücken,
      jemand anders versucht, den Text zu verstehen und kommt zu Y = Decodierung(Text(X)) und glaubt fest daran, der andere hätte Y gesagt.

      U.U. weicht Y wesentlich von X ab. Dieses Problem ist bei dem offenen Brief sehr schön klar geworden, weil hier infolge der Übersetzung in eine andere Sprache die Verständnisfehler sichtbar geworden sind. Das Problem hat man aber immer. Unter Gleichgesinnten löst man es durch einen Vertrauensvorschuß, daß die anderen schon das richtige meinen. djadmoros hat das damals sehr schön mit seiner Stammtisch-Theorie auf den Punkt gebracht: „… man zusätzlich zu den reinen Aussageinhalten über Kontext- und persongebundene Informationen zur sprachpragmatischen Deutung einer Aussage verfügt. … die Chance, eine korrekte Interpretation von Sprecherintentionen vorzunehmen … sind in solchen Kontexten vergleichsweise hoch.“

      Noch mal zu „Du versuchst ganz offensichtlich, diesen Beitrag nicht *analytisch* zu betrachten, sondern politisch“:

      Analytisch kann ich immer nur mein Verständnis Y = Decodierung(Text(X)) betrachten. Solange der Verdacht besteht, daß die analytischen Kritikpunkte womöglich auf der Differenz zwischen X und Y, also einer falschen Interpretation des Textes beruhen, bin ich erst einmal zurückhaltend mit Kritik und Anfeindungen.

      Zu meiner „sprachpragmatischen Deutung“ und Einordnung des Textes der adultsforadults-Damen: sein Kontext ist die metoo-Debatte, er positioniert sich grundsätzlich als Kritik an dieser Kampagne (die meisten Kritikpunkte sind allgemein bekannt und Konsens), d.h. alle Details ordne ich dieser deutlich erkennbaren generellen Absicht des Textes unter. Er ist außerdem an die Gegner in dieser Debatte gerichtet, also die feministischen Aktivisten, Journalisten, Politiker etc., und natürlich an das allgemeine Publikum, das noch unentschieden ist und sich wenig mit der Debatte auskennt. Deshalb muß er allgemeinverständlich und ggf. nur beispielhaft formuliert werden (das gilt genauso für den französischen offenen Brief).

      Man kann jetzt gerne darüber debattieren, welche Wirkung solche offenen Brief in der Öffentlichkeit erzeugen kann und welche Bandbreite von Interpretationen zu erwarten ist. Aber das wäre wieder nur die gleiche Frage, ob die Empfänger der Botschaft deren Inhalt richtig interpretieren.

      @Kostya 14. Januar 2018 um 10:26 am: der ganze Kommentar entspricht genau meiner Auffassung, einen Punkt möchte ich vertiefen:

      Und das reflexhaft ablehnende Reagieren auf den (vermeintlichen) Gegner ist politisch schwach. … Es übersieht mögliche Verbündete in den Reihen der „anderen“, weil es den Gegner voreilig als Block des „Bösen“ zusammenfaßt.

      Ob die adultsforadults-Damen wirklich unsere Gegner sind oder wir vielleicht Konsens in 80% der Fragen und Differenzen in 20% haben, ist alles andere als klar, trotzdem werden sie gleich in eine Schublade wie fanatische Männerhasserinnen gesteckt. Also didaktisch gesehen erreicht man mehr, indem man Gutes belohnt als wenn man Schlechtes bestraft (auch wenn die Damen hier nicht mitlesen…)

      Ein weitere falsche Haltung ist mMn, prinzipiell jeden, der oder die sich als Feminist deklariert, zum Feind zu erklären. 1. ist „Feminismus“ eine inhaltsleere Worthülse geworden, man muß schon genauer hinsehen. 2. muß ich dem Debattengegner prinzipiell das Recht zugestehen, seinen Standpunkt zu äußern und ggf. zu anderen Analysen zu kommen als wir (sonst würden wir behaupten, Besitzer ultimativer Wahrheiten zu sein). Genau das gleiche verlangen wir ja auch von „den anderen“. D.h. „die Frauen“ haben das gleiche Recht wie wir, ihre Interessen zu formulieren und zu vertreten. Solange sie keinen eindeutigen Unsinn reden, haben sie auch einen Anspruch darauf, nicht immer möglichst negativ ausgelegt zu werden, sondern bei Unklarkeiten auch mal wohlwollend. In dubio pro reo.

      Wahrscheinlich mache ich hier den Fehler, genauso zu argumentieren wie im analogen Leben. Da springe ich auch nicht jedem gleich an den Hals, wenn er einen Satz sagt, der nicht 100% meiner Auffassung oder meiner Sprechweise entspricht. Das mache ich erst, nachdem ich geklärt habe, daß hier kein Mißverständnis vorliegt, und danach werde ich auch in analogen Leben ziemlich grantig. Wenn ich aber ein Chance habe, den Konsensgrad von 80% auf 90% zu steigern, werde ich sie nutzen.

      Zur inhaltlichen Kritik an dem adultsforadults-Papier:

      Die dort geäußerten 9 Kritikpunkte an der metoo-Kampagne kann ich – nach nochmaliger Lektüre – in allen Punkten unterschreiben bzw. habe sie so ähnlich selber schon x Mal genauso vorgetragen, und sie liegen auch im hier herrschenden Konsens. Nur bei der Begründung oder Erläuterung dieser Kritik kommen stellenweise Argumente, über die zu diskutieren wäre. Deswegen sind das in meinen Augen nur Nebenbemerkungen.

      Man kann nun argumentieren, daß hier eine U-Boot-Methode vorliegt und hinter vordergründig korrekten Behauptungen wichtige Botschaften versteckt werden, denen man nie zustimmen würde. Im Moment fällt mir keine Opfergruppe ein, die auf diese Tricks hereinfallen könnte, aber darüber müßte ich noch mal in Ruhe nachdenken. Im Moment schätze ich jedenfalls den Nutzen dieses Textes als weitaus höher ein als den potentiellen Schaden. Das ist in der tat „politisch“ gedacht 😉

      • #mitm
        Chapeau für diesen Kommentar! Blendend auf den Punkt gebracht.
        Würde mir wünschen, daß das Verstehen dessen, was Du sagst, sich ausbreitet und die Zustimmung dazu unter „Anti-Feministen“ zunimmt. Und entsprechend verstärkt und mit Wachheit und Augenmaß danach gehandelt wird.
        Warum ich mir das wünsche? Vor allem weil es den Feminismus (den heutigen) schwächen wird. Weil es dessen politische Gegner stärkt. Weil es politisch die stärkste und selbstbewußteste Haltung ist.
        Und nebenbei: es ist auch ziviler und entspannter. Außerdem vermeidet es da und dort Ungerechtigkeit – auch kein Fehler.

        Ad
        „Man kann nun argumentieren, daß hier eine U-Boot-Methode vorliegt und hinter vordergründig korrekten Behauptungen wichtige Botschaften versteckt werden, denen man nie zustimmen würde.“

        Meine Vermutung ist, daß es tatsächlich auch eine U-Boot-Methode war: nämlich um den Text an den feministischen Torwächtern vorbeizukriegen. War auch zuerst auf DieStandard, feministische Pravda, haben offenbar nicht gleich erkannt, was hier steht. Nach keinen 24 Stunden war es dort wieder weg und in einen anderen Teil der Online-Ausgabe verschoben, geradezu versteckt.
        Oder die inktiminierten Gedanken (die Männer, die #Metoo zustimmen) waren ein wenig notwendig, um den Schrecken über die eigene Häresie zu mildern. Glaub ich aber nicht. Dazu formulieren die Damen zu präzise und selbstbewußt.

    • Aus dem adultsforadults-Text:
      „Österreich hat seit 2015 ein präzises und detailliertes Gesetz (einige von uns waren federführend an seiner Formulierung beteiligt). In all jenen Fällen, in denen Frauen sich nicht selbst schützen können, …“

      Waren bzw. sind diese Damen in Österreich tatsächlich derart einflußreich? Wenn ja, welche? (Ich habe keine Zeit und keine Lust, das selber zu recherchieren.) Wäre für die Einschätzung des Artikels nicht unwichtig.

    • Bezahlung ist der interessante Teil im Drecksgeschreibsel.
      Denn die Damen haben das Privileg die hohen Millionengagen in jungen Jahren zu bekommen.
      Neeson und Hoffmann mussten sich erst einmal einen Ruf als Darsteller machen.

    • Der Vergleich mit „Hexenjagd“ ist völlig daneben, denn damals wurden (mehrheitlich) Frauen verbrannt. Dustin Hoffman wurde nicht verbannt. Und jetzt fordert auch keiner, dass Neeson für seine Meinung verbrannt wird, er soll nur seinen Job verlieren! VOLLkommen daneben der Vergleich.

      Das schreibt:

      Hamburger, Jahrgang 1970. Schrieb während seines Soziologie-Studiums als freier Journalist für diverse Zeitungen und Magazine (u.a. Prinz, Gala, Musikexpress) und wurde 1997 Musikredakteur bei der Hamburger Morgenpost, danach bei der deutschen Ausgabe des Rolling Stone. Seit Mai 2000 ist er als Kulturredakteur bei SPIEGEL ONLINE, seit Juni 2001 Ressortleiter Kultur, seit Februar 2012 Autor.

      • „VOLLkommen daneben der Vergleich.“

        Ironie? Es ist klar, daß die Rede von „Hexenjagd“ eine Hyperbel ist. Klar ist ebenso: sobald ein Hollywood-Schauspieler diese Vokabel in den Mund nimmt, ist auch die Anspielung auf die McCarthy-Kampagne sowie die Anspielung auf des Drama von Arthur Miller gegeben.

        Daß Disanalogien zwischen der früheren Hexenverbrennung und der heutigen #MeToo-Kampagne bestehen, zeigt noch nicht, daß dieser Vergleich völlig verfehlt ist.

      • Stimm, man will ihn nicht verbrennen, man will nur seine bürgerliche Existenz vernichten. Es herrscht genau das gleich Klima wie während der Hexenverfolgung, die bloße Beschuldigung ohne Beleg reicht schon aus, um den Angeklagten schuldig zu sprechen. Zurück ins Mittelalter mit Feminismus.

    • Er hat Jehova gesagt!

      Es ist egal was ein Mann sagt. Es kann noch so richtig und wahr sein. Wenn du die Hexenjagd kritisiert, bist du der Todfeind und sollst kein grün mehr sehen.

    • Der Spiegel: „Witch hunt“, also Hexenjagd, ist ein in mehrfacher Hinsicht unpassender Begriff. Er verortet die öffentlichen Berichte mutiger Frauen, die belästigt wurden, nicht nur im Hysterischen, er verharmlost auch die historischen Hexenjagden und -verbrennungen des Mittelalters, bei denen bis zu 200.000 Menschen, mehrheitlich Frauen, getötet wurden. Ein wahrscheinlich gedankenloser, aber böser Fauxpas.“

      Hatten wir da nicht diesen Einbürgerungstest, wonach man ein grundlegende Deutschkenntnisse haben muß?
      Zur Bedeutung von „Hexenjagd“ meint der Duden https://www.duden.de/rechtschreibung/Hexenjagd :
      Bedeutungsübersicht:
      1. grausame Verfolgung von als Hexen verdächtigten Personen
      2. (abwertend) unbarmherzige, meist unrechtmäßige Verfolgung und Verurteilung von Menschen
      Beispiele:
      eine Hexenjagd auf Andersdenkende
      die Presse veranstaltete eine Hexenjagd auf den Politiker

      Dann noch zwei sachliche Fehler (zufällig feministische Mythen) in
      „denen bis zu 200.000 Menschen, mehrheitlich Frauen, getötet wurden:

      1. Die tatsächliche Männerquoten unter den Opfern der Hexenverfolgung waren regional und historisch uneinheitlich. In Nordeuropa waren überwiegend Männer betroffen (zwischen 50 % in Finnland und bis zu 90 % in Island). In ganz Europa waren es mit 75 bis 80 % der Verfolgten überwiegend Frauen. Die vielfach verbreitete These, es habe sich um organisierten Massenmord ausschließlich an Frauen gehandelt (Gynozid), ist vor diesem Hintergrund unhaltbar.

      2. Die im 15. – 17. Jahrhundert stattgefundene Hexenverfolgung wurde schon seinerzeit und später immer wieder massiv verfälscht dargestellt und für politische Zwecke instrumentalisiert. Insbesondere wurden die Opferzahlen stark überhöht dargestellt. Während seriöse Schätzungen auf ca. 30.000 – 60.000 Opfer kommen, ist in vielen Propagandaschriften von 9 Millionen und mehr die Rede. Behringer (1998) gibt eine sehr ausführliche und interessant zu lesende Übersicht.

      Dies + weitere Details s. Feministische Falschaussagen: Hexenverfolgungen als „Frauen-Holocaust“ und Beweis für historischen Frauenhaß

      • „Mittelalter“.. Autsch! Wie wenig Allgemeinbildung kann man zu dem Thema haben? Und dazu noch die Unfähigkeit zu erfassen, was eine Metapher ist. Und das alles als Ressortleiter Kultur. Das sind unsere „Bildungsbürger“.

        Was an Kompetenz fehlt, wird dann mit dem Heben des Zeigefingers versucht zu kompensieren.

  2. Surprise Surprise…

    Anscheinend wurden und werden auch männliche Fashionmodels sexuell belästigt.

    [ÄTZ]Ein tolles Patriarchat haben wir da beeinander….[/ÄTZ]
    Mal sehen, ob der real existierende Feminismus da auch drauf eingeht…
    Ich glaube es zwar nicht, aber es geschehen manchmal Zeichen und Wunder.

    • „Mal sehen, ob der real existierende Feminismus da auch drauf eingeht…“

      Ich weiß die Frage ist eher rhetorisch. Wir wissen beide, dass der „real existierende Feminismus“ sich nicht für männliche Opfer interessiert. Nicht mal dann, wenn sie besonders jung sind, wie z.B. der Junge, der für Sex verkauft wurde. Weder dass er ein Junge ist, noch dass seine Mutter bei dem ganzen mitgemacht hat, wird „echte Feministen und -innen“ interessieren.

      • Feminismus konstituiert sich nicht daraus, etwas für Frauen zu tun, sondern aus Männerhass.
        Daher tun sie nichts für Männer.
        Im Fall wie hier interessiert daher nicht, dass Männer Opfer geworden sind, sondern allein, wie allüberall in der meetoo-„debatte“, dass der Täter ein Mann ist.
        Das Mantra ist: „Männer sind schuld“.

        Im Fall des Jungen, der für Sex verkauft wurde, waren einerseits (laut der Darstellung, wie ich sie gelesen habe) vor allem Männer die „Kunden“, aber die Haupttäterin war die Mutter, die den Jungen eben „verkauft“ hat – also kein Mann als (Haupt-)Täter, da interessiert der Junge als Opfer nicht.
        Hier ist das wie gesagt anders, wir haben hier einen Mann als Täter – deshalb durchaus passend ins feministische Schema.
        Merke: Wenn Männer „opfer“ werden, dann nur wegen patriarchat, und sind deshalb im Grunde nicht einfach selber schuld, sondern überhaupt vor allem Schuld an dem Umstand, dass es die Misere überhaupt gibt.

        Darum, um das Feindbild Mann, vor allem darum und nur darum dreht sich der Bauchnabel des Feminismus.
        Um Frauen geht es eher am Rande.

    • Nachtrag:
      jetzt auch in der Zeit
      http://www.zeit.de/kultur/2018-01/metoo-sexismus-vorwuerfe-mario-testino-bruce-weber
      und in der SZ
      http://www.sueddeutsche.de/panorama/sexuelle-gewalt-models-beschuldigen-starfotografen-weber-und-testino-1.3824398

      Es handelt sich eben nicht um eine Zwischengeschlechtliches Problem, sondern um genau die Probleme, die sich aus einer Kombination hoher Machtgefälle und mangelder Selbstbeherrschung der Mächtigen ergeben.

      Aber sowas den Radfems klarzumachen ist wohl Zwecklos…

    • Danke für das Video, auch wenn ich fassunglos bin… Vor Gericht, auf hoher See, innerhalb von Staaten und Konzernen und in jeder Beziehung mit einer Frau bist du in Gottes Hand.

      • Das Buch ist sehr gut und lohnt sich auch zu lesen. Bei den Fällen die der Anwalt da beschreibt kann man nur den Kopf schütteln.
        Das Fazit ist, dass Sex heutzutage echt gefährlich geworden ist. Es ist wie russisch Roulette spielen mit einem MG. Von 100 Patronen ist eine echte dabei und der Rest Platzpatronen. Du weißt aber nicht wann die echte kommt. Ich bin daher sehr froh, dass die Entwicklung von Sexbots und von VR-Sex Fortschritte macht. Inzwischen können die Teile bereits ihre Mimik mit der Sprache in Einklang bringen. Sehr beeindruckend. Nächstes Jahr soll die Gestik folgen. Ich hoffe, dass die Bots bald laufen können und auch im Bett schön mitmachen. Dann kann sich auch keine Feministin mehr beschweren denn die meisten Frauen sind im Bett nicht viel aktiver als eine Gummipuppe für 10 €.

        • Konnte die Geschichten nicht lesen und das Video war schon gesperrt. Bin bei der 36. Frau und mir ist nichts schlimmes passiert.
          Versteht mich nicht falsch, da geht einiges schief. Jedoch müssen wir auch nicht hysterisch werden wie #metoo . Auch wenn es Probleme gibt kann man im großen und ganzen mit vernünftigen Frauen auch noch vernünftig vögeln. Geht mal mehr aus der Filterblase. Die Gesundheit einer Gesellschaft lässt sich schlecht in der Notaufnahme messen

          • „Konnte die Geschichten nicht lesen und das Video war schon gesperrt. Bin bei der 36. Frau und mir ist nichts schlimmes passiert.
            Versteht mich nicht falsch, da geht einiges schief. Jedoch müssen wir auch nicht hysterisch werden wie #metoo . Auch wenn es Probleme gibt kann man im großen und ganzen mit vernünftigen Frauen auch noch vernünftig vögeln. Geht mal mehr aus der Filterblase. Die Gesundheit einer Gesellschaft lässt sich schlecht in der Notaufnahme messen“
            Und ich bin bei weit über hundert. Na und? Es kann bei der ersten oder der 1000sten passieren.
            Lies mal das Buch, da wird dir vielleicht einiges klar. das Problem sind nicht die Frauen, sondern der unsichtbare Dritte der bei jedem Schritt neben dir steht. Der Staat.

          • „das Problem sind nicht die Frauen, sondern der unsichtbare Dritte der bei jedem Schritt neben dir steht. Der Staat.“

            Genau so ist es. Es sind nicht die Frauen oder ihr Verhalten oder Einstellung das Problem sondern das der Staat dich als Mann auf ein Wort von ihnen aus deinen Haus schmeißen kann.

  3. Was für ein Tweet.

    „Feminismus sagt NICHT, dass alle Männer das Problem sind.
    Feminismus sagt, dass Sexisten das Problem sind.

    Ach ja, und dann sagt Feminismus noch, dass alle Männer Sexisten sind“

    • LOL

      Alle Weißen tun rassistische Dinge, weil sie weiß sind.
      Alle Männer tun sexistiche Dinge, weil sie weiß Männer.

      Frauen und PoCs tun nichts davon.

      SOOOO IMPORTANT!!!!

      Dann…

      I hate feminist for the concept of a system and a culture that teaches, incentives and legitimizes misandric acts and normalizes misandic acts so that feminist constantly do misandirc things without realizing is and that’s really fucking annoying.

      If you are offended by this, you are the problem…

      ^^

      • Das ist diskriminierend, daß ich als Nichtpiepvogel diese ganzen sensiblen Bilder nicht sehen kann!
        Da will mann mal kein grober Dreibeinklotz sein und dann das ……


  4. Feministen selbst werden nichts gegen den Männerhass im Feminismus machen.
    Sie wollen auch nicht das andere etwas dagegen machen oder ihn kritisieren.
    Sie wollen das Männer Feminismus unterstützen.
    Den Männerhass im Feminismus sollen sie dabei ignorieren.

    Das ist so als ob man jemanden Gift gibt und ihm auch sagt das es Gift ist, aber ihm weiß machen wollen dass das nur zu seinem Besten ist.

  5. Neuer Job: sensitivity Reader

    https://www.publishersweekly.com/pw/by-topic/columns-and-blogs/soapbox/article/75806-let-s-talk-about-sensitivity-readers.html

    Ich wette die Verlage haben Angst sie einen Shitstorm einzufangen, weil Autor X das Wort Y gebraucht hatte – welches in der Vorlesung Z zum Unwort erklärt wurde und deswegen, ….

    Wofür gab es früher Lektoren?Sollte ich irgendwann Kinder haben kaufe die Kinderbücher bei Ebay. Aus einer Zeit vor dem großen Umschreiben.

  6. Wenn man Bürger sagt, fühlen Frauen sich nicht mitgemeint.

    Aber wenn man von Weißen redet, stellen die Menschen sich auch Farbige vor.

    LOL

    • Aber ein verdammt strammes Programm!
      „14.45-15.45 Uhr

      Simon Schulze (Trier): Die Interaktionsprozesse zwischen den Vereinten Nationen und antikolonialen Unabhängigkeitsbewegungen bei der Entwicklung der Menschenrechtsnorm

      Philipp Bernhard (Augsburg): Geschichtsunterricht unter postkolonialer Perspektive. Postkoloniale Theorie und Geschichtsdidaktik“

      Was die da wohl in dieser halben Stunde an „Erkenntnisbandbreite“ so ( natürlich ganz sachlich und fachlich umfassend ) vermittelt haben ( können ) ……

  7. Twenty-four hours ago—this is the speed at which we are now operating—Aziz Ansari was a man whom many people admired and whose work, although very well paid, also performed a social good. He was the first exposure many young Americans had to a Muslim man who was aspirational, funny, immersed in the same culture that they are. Now he has been—in a professional sense—assassinated, on the basis of one woman’s anonymous account. Many of the college-educated white women who so vocally support this movement are entirely on her side. The feminist writer and speaker Jessica Valenti tweeted, “A lot of men will read that post about Aziz Ansari and see an everyday, reasonable sexual interaction. But part of what women are saying right now is that what the culture considers ‘normal’ sexual encounters are not working for us, and oftentimes harmful.”

    Irgendwo, irgendeine Frau, die natürlich anonym bleibt, macht einen Vorwurf und die Karriere eines Mannes ist dahin.

    Wie können Frau da erwarten das man als berühmter Mann in Zukunft nicht verdammt vorsichtig ist.

  8. Auch hübsch.

    Aus

    Results consistently demonstrated that male participants preferred women with lower SES. Female participants, in contrast, preferred men with higher SES

    macht editionF

    Je ehrgeiziger eine Frau im Arbeitsleben ist, desto mehr schwächt sie ihre Chance darauf, im privaten Bereich einen geeigneten Partner zu finden: Viele Männer bevorzugen Frauen, die im Berufsleben weniger ehrgeizig sind als sie selbst, das legt die Forschung zum Thema nahe.

    Diese für Feministinnen völlig unerklärlichen Mysterien des Universums immer. WIESO finden Männer Frauen mit hohem Status nicht attraktiv?!?

  9. Eilmeldung!
    Sprach-Jury benutzt alternative Fakten bei der Auswahl des Unworts des Jahres!!! s. http://www.tagesschau.de/inland/unwort-des-jahres-105.html

    „Außerdem prangerten die Sprachwissenschaftler die Formulierung „Genderwahn“ an. Mit diesem Ausdruck würden in konservativen bis rechtspopulistischen Kreisen zunehmend Bemühungen um Geschlechtergerechtigkeit in undifferenzierter Weise diffamiert.“

    Korrekt ist, daß Geschlechtergerechtigkeit ein feministischer Kampfbegriff ist, mit dem Grundrechtsverletzungen kaschiert werden und wissenschaftlich unhaltbare Thesen, a.k.a. Alternative Fakten als Subtext transportiert werden.

    Korrekt ist ferner, daß die Kritik am Genderwahn nicht „in undifferenzierter Weise“, sondern gestützt auf umfassende wissenschaftliche Erkenntnisse erfolgt.

  10. „Zwar lautet die offizielle Sprachregelung, wie sie die Funktionäre der lesbisch-schwulen Bewegung verbreiten, dass sie in gleichgeschlechtlichen Beziehungen etwa ebenso häufig sei wie in heterosexuellen. Wissenschaftliche Studien, vor allem aus den USA, zeichnen aber ein anderes Bild. Sie liefern dramatische Zahlen. Das gilt vor allem für lesbische Partnerschaften. Wenn Frau und Frau zusammenleben, ist das Risiko, Gewalt zu erleben, doppelt so hoch wie einer herkömmlichen Beziehung zwischen Mann und Frau. Die Gefahr, im „Ehebett“ vergewaltigt zu werden, ist zehnmal höher.

    http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/pruegel-beleidigungen-demuetigungen.html

    Die feministische Lösung müsste dann doch ein „teach Lesbians not to rape“ und Kurse zum toxic lesbiality.

    Gewalt ist männlich.

  11. Was für ein Interview…

    Eine Feministin von Channel 4 versucht eine halbe Stunde lang, ihm das Wort im Mund umzudrehen.

    Nach den letzten 15 Monaten scheint es ihm allerdings nicht mehr sehr schwer zu fallen, kalt wie eine Gurke zu bleiben, wie der Engländer sagt.

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