88 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 145 (03.01.2018)

      • Ist es nicht inzwischen völlig durchsichtig, dass z.Z. beliebige Frauen beliebige Männer des sexuellen Missbrauchs beschuldigen können, ohne auch nur den leisesten Beweis vorweisen zu können, und das in den Medien laut herumtrompetet wird?

        Und der Beschuldigte ist sofort in der Defensive und muss seine Unschuld plausibel machen.

      • Sollte man, tut „man“ aber nicht.
        Das Problem, gerade wenn es um sexuellen Missbrauch geht, ist ja, dass ein juristisches Strafverfahren gar nicht notwendig ist, um ein Menschenleben zu zerstören.
        Da wird dann gerne mal vorverurteilt, gemutmaßt – und selbst ein Freispruch ist eher ein Freispruch zweiter Klasse. Schließlich war der mutmaßliche Täter ein Mann und es wird sowieso schon irgendwas dran gewesen sein.
        Wie insbesondere eine berufliche Karriere sich weiterentwickelt, sieht man ja am Beispiel Kachelmann. Selbst nach einem Freispruch und der (zumindest) zivilrechtlichen Verurteilung der Falschbeschuldigerin ist Kachelmann beruflich und finanziell nicht mehr so aufgestellt wie vor der Tat.
        Und latent hängt ihm sicher immer noch der Ruf nach, sich „unerwünscht“ gegenüber Frauen zu verhalten. Wobei der Presse ganz sicher auch eine Mitschuld zu geben ist.
        Ich habe bisher ein einziges Mal in einer Zeitung gelesen, wie ein Unschuldiger „rehabilitiert“ wurde. Das war dann aber keine halbseitige Titelschlagzeile, sondern ein kleiner Text auf Seite 3 oder 4.

  1. Passt alles ein bißchen zusammen:

    Fast niemanden scheinen feministische Theorien zu interessieren, außer vielleicht Anti-Feministen. Aber fragt man eine Wald-und-Wiesen-Feministin hat bis auf ein paar Buzzwörter i.d.R. keine Ahnung. Trotzdem werden feministische Theorien bei der Gesetzgestaltung berücksichtigt, wie z.B. die Privilegientheorie, die dann zu solchen Auswüchsen führt:

    Gehörst du einer Minderheit an, steigen deine Chancen. Oder eben das Manspreading strafbar ist, shebagging aber nicht (weil Equality).

    Zudem wird zu mindestens in den USA und Kanada ein Rassismus gegen Weiße und Sexismus gegen Männer geduldet und sogar von Universitäten gefördert.

    Zu dem Video: Fiamengo hatte früher in so einer Art Frauennotruf gearbeitet und dort war die Pflichtlektüre Andrea Dworkin. Wer sowas liest und sowas glaubt, der ist auf dem besten Weg Männer zu entmenschlichen.

    Genau sowas führt dazu das die Menschen bereit sind zu glauben das z.B. alle Männer sich verhalten wie Harvey Weinstein, auch wenn die Realität eine völlig andere ist. Oder das Beispiel von letzten Samstagletzten Samstag. Das schrieb bei Schrupp eine Frau von „übermäßiger Bereitschaft zu Mord und Totschlag bei Männern“. Aber selbst bei sehr konservativen Rechnungen werden 99,88% der Männer in DE niemals einen Mord begehen.

  2. Habe mir noch Gender Wars – The Last Snowflake angesehen (Achtung SPOILER) und bin darüber auf einen lustigen Artikel von 2015 gestoßen:

    Is Rey, the film’s hero, a “Mary Sue”? The answer is no. Next question?

    [..]

    Over time, the term “Mary Sue” has broadened until it means “any female character who is unrealistically talented or skilled.

    [..]

    Meanwhile, is Rey unrealistically competent? She’s good at fixing machines, having spent her entire life as a scavenger taking apart the crashed spaceships on Jakku. She’s a good pilot, and maybe figures out how to fly an unfamiliar spaceship rather quickly. And she’s strong in the Force, learning to use Force powers incredibly fast.

    [..]

    But still, Rey’s prowess in this film is pretty incredible, considering that she doesn’t have Obi-Wan to train her.

    [..]

    So yes, Rey is a tad unrealistic.

    https://io9.gizmodo.com/please-stop-spreading-this-nonsense-that-rey-from-star-1749134275

    Is Rey, the film’s hero, a “Mary Sue”? The answer is no.

    LOL

  3. „Wenn Weltbilder aufeinanderprallen“
    https://www.heise.de/tp/features/Wenn-Weltbilder-aufeinanderprallen-3914430.html?seite=all
    „Wer den gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft beschreiben möchte, benutzt gern das Wort „polarisiert“. Soll heißen: Im öffentlichen Diskurs stehen sich bei vielen Themen gegensätzliche Meinungen und Weltbilder mehr oder weniger unversöhnlich gegenüber. Die Dinge werden dadurch verkompliziert, dass Weltbilder ja keine Häuser aus „harten Fakten“ darstellen, sondern auch auf Axiomen, Schätzungen, Prognosen, Interpretationen aufbauen. Viel Raum für Gefühle, Ideologie und „einfache Antworten auf schwierige Fragen“, quasi das Spezialgebiet der viel gescholtenen Populisten. Allerdings: Auch intelligente und gebildete Menschen, darunter linke, sind in Zeiten, in denen die Medien uns mit unüberschaubar vielen Informationen überhäufen, nicht gegen „gefühlsgeleitete Realitätsverweigerung“ gefeit.“

  4. „Linke Sprache – rechte Sprache? Erkennungszeichen beim Reden mit Linken und Rechten“
    https://scilogs.spektrum.de/semantische-wettkaempfe/linke-sprache-rechte-sprache-erkennungszeichen-des-sprachgebrauchs/
    „„Wie die Sprache, so die Denkungsart“ schrieb ich zum Blog-Einstieg der „Semantischen Wettkämpfe“. Wenn das stimmt, dann müsste man ja auch rechten und linken Sprachgebrauch unterscheiden können. Sind Sätze wie Der Staat ist auf die Leistungsbereitschaft seiner Bürger angewiesen oder Der Staat muss die gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen eher links oder rechts? Gibt es eine sprachliche Erkennungsstrategie für politisches Denken?“

  5. „Nach dem anstehenden Bitcoin-Crash – Welchen Einfluss werden Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie wirklich haben?“
    https://scilogs.spektrum.de/beobachtungen-der-wissenschaft/nach-dem-anstehenden-bitcoin-crash-welchen-einfluss-werden-kryptowaehrungen-und-die-blockchain-technologie-wirklich-haben/
    „Ein Gespenst geht um in der Finanzwelt, und diesmal ist es nicht wie vor 170 Jahren der Kommunismus, der das Establishment in Europa bedroht. Das Gespenst heute heisst „Bitcoin“, und es bedroht die etablierten Machtstrukturen in der weltweiten Finanzindustrie. Gemeinsamkeiten mit dem Kommunistischen Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels sind nicht gerade offensichtlich, denn unterdessen haben auch die stärksten Apologeten des globalen Finanzkapitalismus Bitcoin für sich entdeckt. So sind unterdessen sogar die Investmentbanken auf den Zug mit Kryptowährungen gesprungen. Die Ähnlichkeiten liegen eher bei den Heilsversprechen, die wir von den Befürwortern der neuen digitalen Währungen hören: Umsturz des traditionell intransparenten, korruptionsanfälligen und völlig überteuerten Geschäftsmodell der Banken, mehr Demokratie in Unternehmen und im Staat, Fairness im globalen Handel, die Durchsetzung sozialer Gerechtigkeit, bis hin zu einem Wohlstands-Turbo-Booster für die Ärmsten der Welt.“

  6. Vielleicht der unteririschste Artikel in der metoo-Debatte und das von einem Mann! Und auf einem Portal, das sich links gibt und Medienkritik üben will. Unfassbar! 🙂

    Machtgehabe inkompetenter «Grüsel»
    Niklaus Ramseyer © Ramseyer Niklaus Ramseyer / 01. Jan 2018 – Die entlarvten Unholde sind – von Dominique Strauss Kahn über Weinstein bis De Schepper – oft erotisch inkompetente Stümper.
    https://www.infosperber.ch/Artikel/Sexismus/sexismus-me-too-sexuelle-belastigung-ubergriffe

  7. 2018 wird das Jahr der des Genderismus. Alles was nicht „Frauen-verträglich“ daher kommt, wird ab- und um-gegendert.

    Den Anfang macht die Oper „Carmen.“

    Im Original wird Carmen von ihrem ehemaligen Liebhaber Don José in eifersüchtiger Wut über ihre Liebe für den Stierkämpfer Escamillo getötet.
    In der überarbeiteten Fassung, die am 7. Januar im Teatro del Maggio Musicale uraufgeführt wird, erschießt Carmen Don José mit einer Pistole, die sie ihm entrissen hat.

    Damit soll Gewalt gegen Frauen thematisiert werden.
    Die Argumentation lautet, „In einer Zeit, in der sich unsere Gesellschaft dem Mord an Frauen stellen muss, wie können wir es wagen, dem Mord an einer Frau zu applaudieren?“
    Ja genau, klatschen wir lieber Beifall für die Tötung von Männern, oder was will uns diese Botschaft vermitteln?

    Als ob man mit der „Fälschung“ von „künstlerischen Darbietungen“, was anders sind Opern nicht, irgendwie Gewalt gegen Frauen verhindern könnte. Das Verlogene an solchen Aktionen ist, wenn man denen als ausgleichende Gegenmaßnahme eine Umschreibung des „SCUM-MANIFESTO“ vorschlagen würde, vermutlich in diesen Kreisen großes Entsetzen hervorrufen wird.

    Quelle:
    http://www.classicfm.com/music-news/carmen-new-ending-violence-women/

    • Der aktuell letzte Kommentar ist auch sehr gut:

      „Irgendwie ist die Gute eine Generation zu spät dran. Ich, Jahrgang 73, gehöre eigentlich der von Ihr herbeigesehnten Generation Peter Pan an. Unsere Eltern mussten nicht im Krieg kämpfen. Sie waren die Generation der Hippies, der 68er. Der Zeitgeist propagierte freie Liebe und antiauthoritäre Erziehung. Wir Jungs taten uns in einer Welt voller Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen sicher nicht durch Gewalt hervor. Wir Jungs wurden allesamt von Frauen erzogen. Gewalt und Machotum wurden nicht belohnt. Wir prügelten uns höchst selten auf dem Schulhof und wenn, tat man sich nicht wirklich weh. Wir spielten mit Star-Wars-Action-Figuren und träumten uns in unentdeckte Welten und ferne Galaxien. Ich kenne keinen Mann meiner Generation, der nicht die Windel seiner Kinder gewechselt hätte, mit ihnen beim Kinderarzt gewesen wäre oder gar von seiner Frau verlangt hätte, nicht zu arbeiten oder nicht mit Freunden auszugehen. Leider greift hier die Zeichenbeschränkung. Selten dummer Artikel.“

      Selbst habe ich keine Kinder und bin auch noch jünger aber aus meinem Bekanntenkreis könnte ich nichts anderes berichten.

      Dieser Abschnitt zeigt noch eine komplette Anhnungslosigkeit der Autorin:

      Vielleicht ist ja das Konzept einer alleinerziehenden Mutter sogar oft besser für die Erziehung eines frei denkenden Jungen als ein vermeintlich intaktes Familienmodell mit einem „Echten Mann“, dessen Verhornungen sich unwiderruflich in das Kind reinschreiben.

      .. und ihren Glauben an das unabdingbar Gute in Frauen… sie ist eine Female Supremacistin (was ist die detusch Übersetzung).

      Studien zeigen das Jungen die ohne Vater aufwachsen leichter aggressiv und wütend sind, das sie eher Depressionen haben, weniger selbstbewusst und schlechter in der Schule sind, eher Drogen nehmen, eher inhaftiert werden oder Selbstmord begehen.
      https://owlcation.com/social-sciences/Psychological-Effects-On-Men-Growing-Up-Without-A-Father

      Ich kann mir ja vorstellen das einige der Eigenschaften von Feministinnen bei Männer (als Gruppe, nicht als Liebhaber) erwünscht sind, aber im Sinne der Jungen ist es ganz bestimmt nicht.

      Aber Fakten sind ja bekanntlich Unterdrückungswerkzeuge des weißen Heteropatriarchats. Man sollte lieber auf aus sich selbst generierten subjektiven Frauenwissen zurückgreifen und wenn das nicht funktioniert oder alles noch schlimmer macht, sind eh die Männer schuld 😉

      • Die meisten Mütter meines Alters, die ich kenne, sind davon überzeugt, dass ein Mann später keine Aggressionen haben wird, wenn sie verhindert, dass er sie als Junge auslebt oder auch nur zeigt.

        Raufen? Mit Waffen spielen? Ein Lineal als Schwert verwenden? Eine Pistole zu Weihnachten? VERBIETEN!!

        Wie kann man nur so doof sein.

      • „Vielleicht ist ja das Konzept einer alleinerziehenden Mutter sogar oft besser für die Erziehung eines frei denkenden Jungen als ein vermeintlich intaktes Familienmodell mit einem „Echten Mann“, dessen Verhornungen sich unwiderruflich in das Kind reinschreiben.“

        Dass heute Väter nach der Trennung/Scheidung Erziehungsfunktionen übernehmen dürfen/sollen, begründet sich auf dem grandiosen Scheitern dieses „Konzepts“.

        Nach der Scheidungsreform von 1977 verloren auch eheliche Väter automatisch das gemSR an ihren KIndern, genau mit der (unausgesprochenen) Begründung, sie würden ihre Söhne zu Militaristen erziehen und ihre Töchter missbrauchen und verängstigen. Bei nichtehelichen Vätern war das eh egal, weil die ja sowieso nur die Karnevalsprinzen waren, die sich nach einer Nacht vom Acker machten.

        Es hat über 40 Jahre und unzählige internationale Studien bedurft, das Fehlen der Väter für die Kinder als schädlich zu erkennen.
        Und dennoch wird unverdrossen dieses Utopia der friedlichen Welt ohne Männer weiter gezeichnet.

  8. Die Frage kam in den letzten Tagen ja schon mehrfach, ob die FAZ feministisch unterwandert ist (Harald Staun: Männer in der Krise : Die Abschaffung der Geschlechter, 31.12.2017, Florentin Schumacher: Manspreading : Macht euch breit! , 01.01.2018, Kat Kaufmann: Toxische Männlichkeit : Zarte Männer braucht das Land , 02.01.2018).

    Heute erscheint auf faz.net schon wieder ein Artikel, der tendenziell eher in die Emma passen würde:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-weisse-scharia-faschismus-und-maennlichkeit-15365778.html?printPagedArticle=true
    Faschismus und Männlichkeit :
    Die weiße Scharia
    Von Carolin Wiedemann
    -Aktualisiert am 04.01.2018-

    Frau Wiedemann arbeitet sich an ihrer These ab, daß „Sexismus und Frauenverachtung Triebkräfte der Neuen Rechten sind.“ Dann kommen solche Sätze:

    Es zeigt sich immer deutlicher, dass …. der Hass auf Feminismus und den vermeintlichen „Gender-Wahn“ all jene verbindet, die sich im „Kulturkampf“ wähnen.

    Man beachte: ganz nebenbei wird untergeschoben, daß der Gender-Wahn nur ein vermeintlicher ist, daß jeder, der sich in einem (von Feministinnen angezettelten) Kulturkampf wähnt, einen Hass auf den Feminismus hat, also ein Haßverbrecher ist. Weiter

    „Männlichkeit ist kein soziales Konstrukt“ lautete einer der Wahl-Slogans, …

    und weil diese Behauptung von der AfD kommt, ist sie falsch. Wenn die AfD behauptet, die Erde sei ein Kugel, dann muß das auch falsch sein, womit bewiesen ist, daß die Erde eine Scheibe ist.

    Das ist auch die Haltung in der Szene der Pick-up-Artists, die mit den Rechten eng verwoben ist.

    „eng verwoben“ ist eine steile These, man meinem Eindruck sind PUAs grundsätzlich unpolitisch.

    Dann wird die „Soziologin Franziska Schutzbach“ noch zwei Mal als Quelle des reinen Wissens in Geschlechterfragen zitiert, dann der berüchtigte Klaus Theweleit und dessen vierzig Jahren altes Buch Männerphantasien. Außerdem

    brüllt …. Jack Donovan, ein ehemaliger Bodybuilder, der jetzt erfolgreich Bücher wie „Der Weg der Männer“ schreibt, den rechten Massen entgegen,

    sich nicht mit „den schlimmsten Feinden der Männlichkeit, den Feministinnen, zu verbünden“. Zu dieser Erkenntnis sind auch viele Leute gekommen, die nicht schwul, ehemaliger Bodybuilder oder Buchautor sind. Frau Wiedemann benutzt hier wieder mal einen demagogischen Standardtrick, durch Nebeneinanderschreibung oder -Erwähnung zu suggerieren, es gebe eine enge Verbindung zwischen zwei Dingen. Belegt wird diese implizite Behauptung natürlich nicht, u.a. weil sie falsch ist.

    Soweit dieser Artikel, dem man, wenn man die Quelle nicht wüßte, wegen seiner Einseitigkeit und der impliziten Behauptungen allenfalls in der Emma oder einer ähnlichen feministischen Plattform vermuten würde. Grund genug, sich den Autor kurz anzusehen:

    Carolin Wiedemann (http://www.faz.net/redaktion/carolin-wiedemann-15133694.html),

    geboren 1983, studierte in Paris Literaturwissenschaften und in Hamburg Journalistik und Soziologie … übernahm mehrere Lehraufträge zum Werk Foucaults und zur Entwicklung der Medienforschung … schrieb Artikel für das „Süddeutsche Magazin“, das „Missy Magazin“ und das Feuilleton der F.A.S.

    Das erklärt so einiges. „Ihre Doktorarbeit „Kritische Kollektivität im Netz“ erschien 2016 im transcript Verlag.“ Der transcript Verlag ist wiederum eine der wichtigsten deutschen feministischen Verlage, hier eine Auswahl einschlägiger Bücher zum Thema Geschlecht (Hinweis: Binnen-I-be-gone de-aktivieren, wenn man einen ungefilterten Eindruck haben will): http://www.transcript-verlag.de/reihen/?f=79385|83941

    • Schön auch: „Um sich vor dem völkischen Flügel der AfD zu behaupten, muss Alice Weidel, die offen lesbisch ist, laut gegen den „Gender-Wahn“ hetzen.
      Dass eine Lesbe Gender aus Überzeugung ablehnt, ist für die Autorin offensichtlich undenkbar.

      Eigentlich ist schon jeder einzelne dieser Artikel der FAZ unwürdig, und in dieser Geballtheit erscheint diese Feminismus-Offensive schon ziemlich seltsam.

      • Ja diese Offensive ist seltsam. Bislang gab es in der FAZ verglichen mit den anderen Großen recht wenige solcher Beiträge und jetzt kommt plötzlich täglich was. Als müsste die FAZ ihre bisherigen „Defizite“ kompensieren?

    • „Sexismus und Frauenverachtung Triebkräfte der Neuen Rechten sind.“

      Dem stimme ich zu. Das, was Feministen Sexismus und Frauenverachtung nennen ist entweder erlogen oder völlig harmlos und für geistig normale Menschen nicht der Rede wert. Das aber Kampagnen wie #Aufkreisch oder #MeToo überhaupt Beachtung finden, genauer gesagt sogar regelrecht gehypt werden und massig Prominente und Politiker auf diesen Virtue-Signalling-Zug aufspringen, das treibt ganz sicher Leute zu AfD und Co.

      • „Ich will als Mann auch mal das Recht haben zu weinen“, sagt Martin Sellner und grinst: „Scherz beiseite.“ Nein, weinen will er natürlich nicht – er ist als Mann schließlich zu anderem geboren. Im Gegensatz zur Frau, wie Sellner, Videoblogger und Chefstratege der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ in Österreich, auf Youtube erklärt. Er interviewt eine Kollegin von den Identitären, die bestätigen soll, was er eh schon weiß: dass Frauen von Natur aus emotionaler sind als Männer. Dass sie sich deshalb als Politikerinnen nicht eignen. Und vielleicht nicht einmal als Wählerinnen. Denn sie würden sich durch Bilder von Flüchtlingskindern manipulieren lassen. Deshalb würden sie dann die Parteien wählen, die „die Grenzen aufreißen“, was dazu führe, dass sie „vergewaltigt werden und Schleier tragen müssen“. Hätten Frauen nicht mitgewählt in Europa in den vergangenen zwanzig Jahren, gäbe es keine „Masseneinwanderung“, keine „Islamisierung“. Schuld an allem Übel ist also der Feminismus, weil er die Frauen wider ihre Natur vom Herd getrennt hat – das ist die Quintessenz von Sellners Videos zur „Frauen-Frage“. Das ist die Ansicht, die er mit seinen Verbündeten in Deutschland und Amerika teilt, mit Politikern und Aktivisten von der AfD und der Alt-Right-Bewegung.

        Wenn das keine Falschdarstellung ist, dann könnte man das schon Frauenverachtung nennen. Passender wäre es als „keine hohe Meinung von Frauen zu haben“ zu bezeichnen. Verachtung und Hass hatten Mal eine andere Bedeutung.

        Das man an feste Geschlechterrollen glaubt (ich tue es nicht) ist m.M.n. auch keine Frauenverachtung und nur weil man Feminimus und Gender Studies kritisiert oder abschaffen will, verachtet man auch nicht zwingend Frauen.

        • „Das ist die Ansicht, die er mit seinen Verbündeten in Deutschland und Amerika teilt, mit Politikern und Aktivisten von der AfD und der Alt-Right-Bewegung.“

          Also, ich bin ja nun wahrlich kein AfD-Anhänger, aber dass das Quatsch ist, belegen nun nahezu täglich Alice Weidel, Frauke Petry und Beatrix von Storch.

          Demnächst lernen wir, dass die Antarktis am Äquator liegt.

    • Ihre Doktorarbeit ist vermutlich ein Verschnitt aus Deleuze, Foucault und Postoperaismus. Soll heißen: empirische Forschung null, nix, sondern vor allem viel Geschwurbel, vor allem näher der Literatur und Philosophie und sicherlich nicht irgendeiner empirischen positivistischen Soziologie. Soll heißen: Im Prinzip ist nicht viel mehr als Geschwurbel mit Konzepten und Begriffen, die überhaupt nicht viel mit der Realität zu tun haben müssen.

  9. Man sollte sich bei historischen Bildern immer wieder klar machen, WIE SEHR Frauen im Patriarchat aller Zeiten versklavt waren und alle schwere Arbeit leisten mussten.

    • Was hat sie da in der rechten Hand?
      Ne Peitsche?

      Ach nee, nur nen Regenschirm.

      Aber Du musst zugeben, dass sie sich mit weit mehr Eleganz und Grazie durch die Plackereien des Lebens zu bewegen weiß, als ihr Mann.
      Sieh nur, mit welcher Anmut sie den Karren mit schiebt 🙂 .

  10. Mich stört das Urteil nicht. Es zeigt nur wie verlogen die Behauptung vom sozial konstruierten Geschlecht ist, die nämlich immer wenn es um Vorteile für Bio-Frauen geht, sofort über Bord geworfen wird.

  11. In Taiwan hat das Oberste Gericht einen ungewöhnlichen Familienstreit entschieden. So muss ein Zahnarzt seiner Mutter umgerechnet etwa 620.000 Euro als Entschädigung dafür bezahlen, dass sie ihn aufgezogen hat. Das Oberste Gericht des Landes urteilte am Dienstag, der 41 Jahre alte Chu müsse sich an einen entsprechenden Vertrag halten, den er vor 20 Jahren mit seiner Mutter abgeschlossen hatte.

    Die Mutter namens Lo war 1990 von ihrem Mann geschieden worden und zog ihre beiden Söhne allein groß. Aus Sorge, dass diese sich im Alter nicht um sie kümmern, schloss sie mit beiden Verträge, nachdem diese 20 Jahre alt geworden waren. Vertraglich vereinbart wurde, dass die Söhne der Mutter 60 Prozent des Nettogewinns ihres Einkommens zahlen müssen.

    Wahre Liebe… 60% meines Nettogehalts Zahlen müsste, würde ich entweder bei dem Einziehen oder nichts mehr mit dem zu tun haben wollen.

    „In Taiwan sorgen zunehmend Fälle von Vernachlässigung alter Menschen für Schlagzeilen. Zuletzt gab es Forderungen nach Gefängnisstrafen für Erwachsene, die sich nicht um ihre alten Eltern kümmern.“

    • „Wahre Liebe… 60% meines Nettogehalts Zahlen müsste, würde ich entweder bei dem Einziehen oder nichts mehr mit dem zu tun haben wollen.“
      Wander doch einfach aus und wechsel die Staatsbürgerschaft. Dann kann der Staat und sein Vertrag dich mal kreuzweise.

  12. Wir hatten hier letztens doch so einen Typen der meinte es geht bei Vergewaltigung hauptsächlich um Macht. Weiß noch jemand zu welchem Artikel das war?

    • Vor etlichen Jahrzehnten soll mal eine erboste Politikerin – im weiten Sinne, vielleicht war sie auch von irgend einem großen Verband -, soll mal eine erboste Politikerin zu Winston Churchill gesagt haben: „Wenn ich mit Ihnen verheiratet wäre, würde ich Gift in Ihren Tee mischen!“

      Darauf Winston Churchill ruhig: „Und wenn ich mit Ihnen verheiratet wäre, dann würde ich den Tee austrinken – ganz.“

    • Es gibt Wörter, mit denen man sich selbst in eine Schublade steckt, aus der so gut wie kein Entkommen ist.
      „Patriarchat“ ist so eins.
      „Equity“, „Unterdrückung“ oder „Intersectionality“ sind andere Beispiele.

      Definitiv auch „linksversifft“

      Ist das deine Absicht gewesen?

      • Die Frage ist doch, ob „linksversifft“ (oder die entsprechenden Varianten) die Schublade ‚Realist‘, ‚vernunftbegabt‘, oder eher ‚Naz‘ (ultimative Bettkastenschublade, da passt jeder mit einer anderen Meinung rein) aufmacht.

        Natürlich gibt es jene, die ein Interesse daran haben, dass solche Schlagworte grundsätzlich bei allen und immer die ‚Nazi‘ Schublade ziehen (natürlich in der Hoffnung, dass diese auch weiterhin das Böse schlechthin konnotiert).

        • Nö, die sich aufdrängenden Schubladenbeschriftungen sind „undifferenziert“, „tribalistisch“ und „mit eindimensionalen Erklärungen zufrieden“
          Nicht mehr in die engere Auswahl kommen „ausgewogen“, „verständig“ oder „ernstzunehmend“

          Mit „Nazi“ hat das nichts zu tun.

  13. Und der Lars musste auch noch was loswerden:
    „Die Männer hampeln herum, nicht einmal Kaffee können sie bestellen wie normale Leute, sie führen zackige, unsichere Bewegungen aus, wie sehr dumme Fische, die an Land gestrandet sind. Weil sie auch das Autofahren verlernt haben, sitzen sie jetzt breitbeinig in der U-Bahn oder kaufen sich die hässliche G-Klasse von Mercedes und parken in meiner Straße alles zu. Und wenn Männer nicht gerade anderen den Platz wegnehmen, geben sie die weinerlichen Opfer.“
    http://www.zeit.de/2018/02/maenner-2018-geschlecht-pro-contra

    • Der Text der „für“ Männer sprechen soll fällt besonders durch seine Halbherzigkeit auf. Der Text gegen Männer, natürlich von einem Mann, ist wahrscheinlich von einem Feministen.

    • „Die einen sind ganz traumatisiert, weil sie, im Erwachsenenalter wohlgemerkt, Kevin Spacey über den Weg gelaufen sind, der ihnen seinen Penis gezeigt hat.“

      Wie wärs mit:
      Die einen sind ganz traumatisiert, weil sie, im Erwachsenenalter wohlgemerkt, Harvey Weinstein über den Weg gelaufen sind, der ihnen seinen Penis gezeigt hat.

      Schöne Satire, stimmts?

      ^^

    • Der ist auch gut:

      „Immerhin zeigen diese Artikel unter einer nur als satirisch zu verstehenden Frage, wie weit sich die Diskussion im Land schon verschoben, ich würde sagen verrannt, hat. Frauen hier, Frauen da, Frauen ganz toll, und wo sie es nicht sind, ist das böse Partiarchat schuld und der Gesetzgeber, sorry, die* Gesetzgeber*In, gefordert.

      Jeder Artikel über Bildung wird mit einem Bild von einem schlauen Mädchen garniert. Wissenschaft – die schlaue junge Frau mit Brille. Arbeitnehmerrechte sind nicht mehr Rechte gegen den Arbeitgeber, sondern Rechte der weiblichen Belegschaft gegenüber ihren männlichen Kollegen.

      Und dann, der Mann, gerade geboren und bis zur Pubertät gewachsen, soll die Aufgabe erfüllen, eine fremde Frau in sein Bett zu bekommen und sie zum Grunzen zu bringen. Die Aufgabe, gestellt von der Biologie, ist ohnehin schon an Peinlichkeit kaum zu überbieten, und wenn der arme Kerl dabei Fehler macht, kann er noch Jahrzehnte später Ansehen und Job verlieren. Frauen, die den Sex zu irgendetwas anderem als ihrem genuinen Vergnügen nutzen, sind aber weiterhin keine Mittäterinnen, sondern Opfer.

      Die Frau wird heute von allem befreit: Vom Kinderkriegen, vom Sex, sogar von Gehaltsverhandlungen. Alles macht der Gesetzgeber für sie. Warum nicht mal den Mann befreien? Vom Firmengründen, vom Erfinden neuer Technologien, von der Wochenendarbeit, vom Müll runtertragen.“

    • Ein sehr guter Beitrag, der eigentlich viel mehr öffentliche Aufmerksamkeit verdiente.

      Dein Zitat wäre noch zu ergänzen mit
      „Solche Frauen begehen nicht nur eine Straftat und zerstören mutwillig das Leben ihres Opfers, sie schaden der Glaubwürdigkeit einer jeden Frau, die die grauenhafte Erfahrung einer Vergewaltigung durchleben musste.“

      Eine Gefahr, auf die ich schon vor über 10 Jahren im Zusammenhang mit der Diskussion über häusliche Gewalt und das Wegweisungsgesetz hingewiesen hatte.

      Meyer fragt (zu Recht): „Wo sind diese #Aufschreie bei den täglichen Meldungen von Vergewaltigungen und gewalttätigen Übergriffen? Und warum wird die Angst von Frauen im öffentlichen Raum aufgrund echter Gewaltvorfälle nicht ernst genommen, sondern im schlimmsten Fall noch als ein Auswuchs rassistischen Denkens gegeißelt?“

      und beantwortet die Frage gleich selbst.

      „Es gibt keinen Aufschrei, stattdessen Verharmlosung, Relativierung und Verunglimpfung von Angstgefühlen. Aber bei teils lächerlichen „Vorfällen“ entdecken gerade Politikerinnen, Journalistinnen und Aktivistinnen irgendwo Sexismus, der ihnen zufolge geahndet werden muss.“

      Eben wegen einer feministisch motivierten Inflation unzähliger Unbilden, die Frauen treffen (könnten) und der gleichzeitigen Radikalisierung jeder männlichen Handlung zu einem Verbrechen, sind die echten Schmerzensschreie im politischen Empörungs-Stakkato gar nicht mehr zu hören.

      „Die Übertreibung und das Aufbauschen solcher Sachverhalte ist eine Verhöhnung des Schicksals einer jeden Frau, deren Willen gebrochen, die tatsächlich gedemütigt, erniedrigt und gezwungen wurde, Haut, Hände, Zunge und Geschlechtsteil überall an und in ihrem Körper zu spüren.“

      Wie wahr, wie wahr!

  14. Das ist der Typ, der seinem Hund den Hitlergruße beigebracht hat. Er kommt dafür vielleicht ins Gefängnis:

    Hier 4 Leute die nicht ins Gefängnis kommen:

    • Lustig, im Dritten Reich gab es Schausteller, die ihren Affen beibrachten, den Hitlergruß zu zegen.
      Der Eigner kam da auch ins Gefängnis.

      Schön, dass in diesen unruhigen Zeiten doch manches noch gleich bleibt.

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