Umgang zu Weihnachten – ein paar Modelle

Gerade die Weihnachtsfeiertage sind im Umgangsrecht immer wieder eine besondere Frage. Denn schon weil es das wohl größte Fest in unserer Kultur ist, und weil es dort gerade für die Kinder auch Geschenke gibt, hat es eine hohe Bedeutung.

Allerdings sind es eben nur drei Tage, was die Verteilung schon wieder schwierig machen kann.

Beliebte Modelle sind:

  • Weihnachten und erster Weihnachtsfeiertag ist das Kind bei der „Hauptbetreuungsperson“, am zweiten Weihnachtsfeiertag hat es Umgang mit dem anderen Elternteil
  • man wechselt sich ab: Ein Jahr ist das Kind Weihnachten durchgängig bei einem Elternteil und dafür Silvester bei dem anderen Elternteil, die Weihnachtsferien werden also sozusagen geteilt, im nächsten Jahr ist es andersrum.
  • Natürlich bei näheren Wohnungen auch: Das Kind geht dann zu bestimmten Zeiten kurz zu dem anderen Elternteil
  • Und für Paare, die sich ganz gut verstehen, trotz Trennung: Zusammen feiern

Gerade Weihnachten und Neujahr ist es aber eben wegen dieser Regelungen für viele auch noch schwieriger, wenn sie in dieser Zeit alleine sind. Wenn sie ihre Kinder nicht sehen dürfen und noch nachdrücklicher den Verlust empfinden.

Mich würde interessieren, wie Leser des Blogs, die getrennt leben, Weihnachten organisieren und wie sie es lieber organisieren würden.

15 Gedanken zu “Umgang zu Weihnachten – ein paar Modelle

  1. Wir sind bei ebenfalls kinderlosen, dafür nicht-getrennten Freunden und insofern für die Frage irrelevant.

    Mein Bruder hingegen ist bei Kind und Ex-Frau, während seine eigentliche Lebensabschnittsgefährtin mit ihren eigenen Kindern feiert.
    Auch doof.

    Ohne echte Familie leidet das „Fest der Familie“ an signifikanten Reibungsverlusten.

  2. So siehts bei meinem gerichtlich bestimmten Umgangsbeschluss aus: Kinder sind im Wechsel die 1. Woche bei einem Elternteil und die 2. Beim anderen. In dem Jahr, in dem die Kinder nicht über Weihnachten sind, ausnahmsweise noch am 1. Weihnachtstag 12 Uhr bis zum 2. Vollkommen zerrissen.

    KM feiert Heiligabend in dem Jahr, in dem die Kinder nicht bei ihr sind, immer am 21./22. vor., weil sie nicht bis zum 1. Weihnachtstag warten kann. Krank…

  3. Mir liegt nichts an Weihnachten, deswegen sind die Kinder bei der Mutter. In der zweiten Ferienhälfte um Silvester sind sie dann bei mir. Geschenke gibts trotzdem (vor Weihnachten oder nach Weihnachten, wie es gerade passt)

  4. Sicher ist wohl, daß es – egal bei welcher Detailregelung – auf wenige Minuten genau und notfalls vollstreckbar ausformuliert und mindestens gerichtlich gebilligt sein sollte. Ansonsten wären übelste Schweinereien geradezu garantiert.
    Wer da so dumm ist, sich auf „Vertrauen und Toleranz“ einzulassen ( „Man will ja nicht immer nur verbissen kämpfen …“ ) hat quasi schon verloren …

    Merke: So ein Bißchen Gleichgewicht des Schreckens ist im kalten Familienkrieg der beste Friedensgarant! Gerade wenn es um Urlaub, Weihnachten, Geburtstag und so’n Gedöns geht.

    • Welcher Loser hängt denn immer in der Vergangenheit. Echte Männer sehen in die Zukunft. Die bestehen drauf, dass die Exfamilie Ex bleibt und sagen denen, die sollen weg bleiben. Da wollten Leute einen Bruch und sollten ihn mit allen Konsequenzen leben.

    • @Truth,
      echte Männer kämpfen um das was ihnen wichtig ist und sind nicht solche verschissenen Looser wie Du!

      @Fiete
      was Du ansprichst ist Verhandlungsmasse, die Du eben manchmal einsetzen kannst…

      • @Kai:
        „was Du ansprichst ist Verhandlungsmasse, die Du eben manchmal einsetzen kannst…“
        Eigentlich nicht. Es geht mir um das was nach der Verhandlung passiert, resp. ob diese einigermaßen sicher abgeschlossen werden können, oder in die Hypereskalation getrieben werden.
        Kurz: es geht um soziale Disziplin, zusammengesetzt aus gegenseitiger aktiver wie passiver Unterstützung und Kontrolle.
        Und genau das ist es, was in strittigen Fällen das größte Risiko darstellt.
        Da ist Obrigkeitsfurcht ( eigentlich seltsamerweise, aber defakto ) so ziemlich das beste vernunftsfördernde Instrument. Leider, aber is einfach so ….
        Oder andersrum formuliert: Haltet Euch so konsequent wie möglich von Jugendämtern und Gerichten fern. Aber wenn es zum Streit um Sorge und Umgang kommt, dann nutzt sie in voller Konsequenz, sonst werdet Ihr vernichtet. Da sind faule Kompromisse, Zögerlichkeit etc. quasi selbstmörderisch.
        Die wichtigste Floskel in einem Umgangsantrag, ist die, die man laut Gesetz gar nicht braucht, weil sie vorauszusetzendes Obligo ist: Die Vollstreckungsklausel!
        Die MUSS drin sein!
        Und sie funktioniert nur bei gerichtlicher Billigung ( mindestens ) oder Beschluss/Anordnung ( ansonsten wird sie als Armutszeugnis gewertet ).

      • Das sind die selben echten Männer, die nie zum Arzt gehen, Nägel mit der Faust einschlagen, Bierflaschen mit den Zähnen öffnen, nie zum Arzt gehen und alle ihre Feinde töten.

  5. Bei mir wird in der Mitte der Ferien gewechselt. Die oben angegebenen Regelungen sind Quark, gerade mit Hauptbezugsperson… Hier geht es nur darum der Mutter was zuschanzen zu wollen. Wenn Paare zusammen feiern können warum nicht. Kinder brauchen in der Regel etwas Zeit um von einer Wohnung zur anderen zu wechseln, weshalb ich diesen Wechsel mitten im Fest nicht so vorteilhaft finde, lieber dann am 1. XMas bei der anderen Familie und dann wechseln…

  6. Hach Weihnachten das Fest der Liebe. Haha! HoHo! Weihnachten die Erfindung der Wirtschaftsbosse die sich wohl exakt in diesem Moment von selbstbestimmten jungen Dingern die Eier lecken lassen auf der Yacht, schließlich wollen die auch #metoo.

    Weihnachten das Fest wo die ganze verkrachte Sippe sich mit Geschenken vom schlechtem Gewissen freikauft ähnlich der Katholischen Kirche die sich wohl auch exakt in diesem Moment von weniger selbstbestimmten Knaben die….

    Weihnachten, wo narzisstische Frauen die Bühne ihres Dramas haben. Ich hätte Kettensägen verschenken sollen und LSD. Das wäre ein Fest geworden. 🙂

    Hach, Weihnachten.

    Herzlichst,
    Ein Mann

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