#4genderstudies Wie kann man den Ruf der Gender Studies verbessern?

Heute soll eine „konzentrierte Aktion“ Aktion zu Gunsten der Gender Studies starten:

Liebe Kolleg*innen,

aus dem Feld der Gender Studies planen wir am 18.12.2017 eine „konzertierte Aktion“, um in die derzeit öffentlich bzw. medial geführte Debatte um Gender Studies einzugreifen.

Anlass sind die derzeit scharf formulierten Angriffe in verschiedenen reichweitenstarken Zeitungen, wie z.B. FAZ, New York Times, oder Neue Zürcher Zeitung.

Es gibt jenseits solcher Beiträge auch sehr gute Berichterstattung und auch seitens der Medien ein produktives Interesse an Infos und Debatte zum Begriff ‚Gender‘ und zu den Gender Studies.

Das Verfassen von Kurzstatements an Zeitungsredaktionen der Tagespresse, Positionierungen auf Homepages, Texte auf Blogs, Twitteraktionen,… von Forschungszentren, Fachgesellschaften und Fachgruppen, Zeitschriftenredaktionen, Netzwerken, aus Konferenzzusammenhängen, Workshops oder auch von Einzelpersonen können daher einen Beitrag dazu leisten, die Wahrnehmung der Gender Studies als Forschung mit gesellschaftlich hoch relevanten Beiträgen für ein demokratisches Zusammenleben zu fördern.

Für Posts in Sozialen Medien könnten wir den Hashtag #4genderstudies nutzen.

Ausgangspunkte für Statements könnten Fragen sein wie:

  • Wozu arbeiten und forschen wir? Inwiefern sind Gender Studies Wissenschaft? Was meint der Gender Begriff in Ihrem/Eurem Feld? Wer hat was (nicht) von unserer Forschung? Und ist das überhaupt eine sinnvolle Frage? Wie kooperiert Ihr / wie kooperieren Sie mit den Gender Studies? Wie ist das international?
  • Darüber hinaus aber auch: Inwiefern werden mit den Angriffen auf die Gender Studies womöglich auch weitere Disziplinen und Felder der Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften adressiert, d.h. welches Verständnis von Wissenschaft artikuliert sich in den Gender Studies und den Phantasien um diese?

Wir freuen uns über eine rege Beteiligung und sind gespannt auf viele Beiträge, Tweets, Einlassungen am 18.12.2017!

Gerne dürfen Sie diesen Call for Action weiterleiten, damit Vernetzung und gegenseitige Bezugnahme möglich werden.

Vielleicht können wir hier ein paar der dortigen Bemühungen sammeln.

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12 Gedanken zu “#4genderstudies Wie kann man den Ruf der Gender Studies verbessern?

  1. >Es gibt jenseits solcher Beiträge auch sehr gute Berichterstattung und auch seitens der Medien ein produktives Interesse an Infos und Debatte zum Begriff ‚Gender‘ und zu den Gender Studies.

    Eine Debatte ist es also nur, wenn man die Positionen der Genderforscher unkritisch übernimmt?

  2. Wie man den Ruf der Genderstudies verbessern kann?
    Das ist doch , laut den Organisatioren des „Call für Action“ ( Aufruf zu wildem Aktivismus ) ganz einfach:
    Indem man alle seine Verfehlungen tief unter der Gürtellinie in seine Kritiker projiziert.
    So wie es in der Schweiz schon seit einigen Tagen praktiziert wird.
    Ad hominem, ad personam, ad populum, jedenfalls mit hoher Aggressivität und wie immer vollständig frei von Sachlichkeit oder gar Wissenschaft.
    Ich habe dazu gestern schon zum Blog von Hadmut Danisch verlinkt, der das ziemlich sauber zusammengefasst hat:
    https://allesevolution.wordpress.com/2017/12/16/selbstmach-samstag-167-16-12-2017/#comment-324473

    Den Sciencefilers beschrieb ich das etws ausführlicher:
    „Moin liebe Sciencefilers,
    Habt Ihr schon die jüngste Verschwörungstheorie einer echten Verschwörung in der Schweiz bemerkt?
    Die SP und ihre Gender-Studies-Aktivisten betreiben jetzt aktive Projektion ihrer eigenen Vorgehensweisen auf ihre Kritiker. Bis hin zur „Anprangerung einer Anprangerung“!

    Das ist eigentlich schon ziemlich lustig, wobei einem aber angesichts der dahintersteckenden politischen Inhalte und derer Finanzierung, sowie dem politischen Druck, der so ausgeübt werden soll ( auch hier in D ) das Lachen im Halse stecken bleiben kann.
    Sie beklagen „Angriffe auf die freie Wissenschaft“ ( quasi wie siencefiles, nur eben GEGEN fundierte Kritik ), regen sich über Kritik an Personen auf, weil die Kritiker solche Auswüchse wie das Gepöbel von Franziska Schutzbach und den Kemper-Pranger der AAS offengelegt hatten. Und jammern über „finanziellen Druck auf die Universitäten“, weil ihnen die Felle wegschwimmen und sie nicht mehr so effektiven Druck auf die Unis ausüben können ( resp. dies befürchten ).
    Und versuchen uns alle, die wir mit dem Genderquatsch nicht einverstanden sind, in die Ecke der SVP ( alles Nazis, ist klar, nä? ) zu stellen.
    Hadmut Danisch hat es recht gut zusammengefasst:
    http://www.danisch.de/blog/2017/12/17/was-hinter-schweizer-gender-studies-steckt/

    Zeigt recht hübsch, daß denen gar nichts mehr einfällt, anders kann ich mir diesen Irrsinn nicht erklären.

    Gruß …. Fiete“

    Eines ist jedenfalls sicher: Die Fragen, die von den Kritikern an die Gender-Study-„Experten“ bezüglich ihrer wissenschaftlichen Grundlagen und des Nutzens ihrer Aktivitäten für die Allgemeinheit gestellt wurden, werden sie auf keinen Fall beantworten ( können ):
    https://sciencefiles.org/2017/12/16/lehrbuch-der-sozialforschung-gender-studies-sind-keine-wissenschaft/#comment-89839

  3. Der Einfachheit halber, hier die Fragen von Dieffenbach&Klein, welche sie bereits vor genau 3 Jahren an die deutschen Genderdruiden, Hark & Villa stellten ( und bis heute keine Antwort darauf bekamen ):

    „1. Was ist das Patriarchat?
    2. Wo gibt es das Patriarchat?
    3. Wie kann man das Patriarchat unabhängig messen?
    4. Warum zeigt u.a. die ethnologische Forschung, dass es ein Patriarchat nicht gegeben hat?
    5. Wo werden Frauen benachteiligt?
    6. Von wem werden Frauen wo benachteiligt (in Gesetzen, in staatlichen Institutionen, in nicht staatlichen Institutionen, auf der individuellen Ebene) ?
    7. Wie werden Frauen wo und von wem benachteiligt?
    8. Welche Folgen hat die Benachteiligung konkreter Frauen an konkreten Orten durch konkrete Personen und für wen?
    9. Welche Erkenntnis hat die Forschung im Rahmen von Gender Studies bislang erbracht?
    10. Welcher wissenschaftliche Nutzen geht von dieser Erkenntnis aus?
    11. Wem entsteht dieser Nutzen?
    12. Welche empirischen Erkenntnisse hat die Forschung im Rahmen von Gender Studies erbracht?
    13. Wozu ist es wichtig, diese empirischen Erkenntnisse zu haben?
    14. Wo verläuft die Grenze zwischen Lehrstühlen der Gender Studies und Indoktrination?
    15. Welche Kenntnisse haben Studenten der Gender Studies, die sie vor ihrem Studium nicht bereits hatten?
    16. Welche berufliche Zukunft haben Studenten der Gender Studies?
    17. Welche Belege für den Nutzen der Gender Studies gibt es?
    18. Welche Belege für einen Schaden durch Gender Studies gibt es?
    19. In welchem Verhältnis stehen Nutzen und Schaden der Gender Studies zueinander?
    20. Welches Erkenntnisinteresse haben Gender Studies?
    21. Welche Methoden der Erkenntnisgewinnung nutzen Gender Studies ?
    22. Wie wird sichergestellt, dass Erkenntnisse der Gender Studies nachprüfbar sind und von anderen nachvollzogen werden können?
    23. Gibt es ein theoretisches Konzept “Gender Studies”?
    24. Wenn ja, auf welcher empirischen Basis steht dieses Konzept?
    25. Wenn ja, wie hat sich dieses Konzept an der Empirie bewährt
    26. Was haben Gender Studies an Universitäten zu suchen?
    27. Welchen konkreten Nutzen haben Gender Studies der Wissenschaft gebracht?
    28. Welchen konkreten Schaden haben Gender Studies der Wissenschaft zugefügt?
    29. Wie rechtfertigen Gender Studies ihre Finanzierung durch Steuerzahler?
    30. Welcher Nutzen entsteht Steuerzahlern?

    Wir bedanken uns im Voraus für die Antworten und verbleiben mit freundlichen Grüßen,
    Dr. habil. Heike Diefenbach
    Michael Klein
    ScienceFiles.org“

  4. „Wie kann man den Ruf der Gender Studies verbessern?“
    „Wie kann man den Ruf der Astrologie / Homöpathie / Bachblütentherapie verbessern?“

    Warum sollte man das tun?
    Wer (mal abgesehen von denen, die daran verdienen) hat etwas davon?

  5. Einfach: Den postmodernen Klumpatsch von Derrida bis Butler rauswerfen, und komplett neu anfangen mit Objektivität, richtigen Studien, und ergebnisoffener Wissenschaft.
    Dann sind Gender Studies vielleicht wieder akzeptabel. Bis dahin sind sie Quatsch.

  6. „Liebe Fanatiker*_%innen,“

    Irgendwie scheinen die nicht den sozusagen performativen Widerspruch zu bemerken, daß sie alleine durch die Verwendung ideologischer Symbole wie dem Genderstern (auch bekannt als feministisches Hakenkreuz) ein Bekenntnis zu einer Ideologie ablegen und damit prinzipiell der Wissenschaftlichkeit abgeschworen haben.

    Ähnlich absurd ist der Glaube, man könne bei Twitter (oder in der feministischen Presse) darüber abstimmen, was Wissenschaft ist und was nicht, indem man einige Hiwis daran setzt, hektisch Tweets einzutippen.

  7. Der ganze Thread.. es ist fast immer so. Die antworten einfach nicht und gehen direkt dazu über einen zu beleidigen und Dummheit zu unterstellen.

    Die Frage „nenne eine wichtige Gender Studie“ können sie nicht beantworten.

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