„Ich habe meine Sexualität unterdrückt, weil man mir eingeredet hat, sie sei Schuld an allem“

Auf dem Blog von Sternenleben fand ich einen interessanten Kommentar:

Mir ging es jahrelang so, dass ich mich nicht getraut habe, irgendwelche Zeichen des Interesses an Mädchen zu senden. Denn jedes Mal habe ich mich in Gedanken verstrickt, ob ich zu aufdringlich bin, oder etwas mache, was sie nicht will, etc. Obwohl mir durch mein großes Hobby Gesellschaftstanz Berührungen selbstverständlich waren, so habe ich doch das sexuelle in mir stets verschlossen gehalten.

Wie groß die sexuelle Verunsicherung ist, sehe ich jetzt, da ich seit einem viertel Jahr eine Freundin habe. Es fällt mir unglaublich schwer, mich ihr auf irgendeine Art sexuell zu nähern, denn immer habe ich die große Angst, von ihr „nur für einen triebgesteuerten Mann“ gehalten zu werden, auch wenn sie mir sagt, dass das vollkommen in Ordnung ist. Ein schlechtes Männerbild hat sich bei mir so stark eingeprägt (auch durch das Elternhaus, in dem mein Vater nichts zu sagen hatte und „immer schuld war“), dass meine Sexualität nichts mehr zu melden hat. Sogar jetzt, wo ich weiß was die Ursache ist (schlechtes Männerbild, „Männer sind triebgesteuerte A*schlöcher, die nur das Eine im Sinn haben und danach Abhauen vor jeglicher Verantwortung usw.“ => Ich will nicht so sein) kann ich mich dennoch nicht dagegen wehren.

Durch die dauerhafte Beschäftigung damit („Bin ich zu aufdringlich, komme ich ihr zu nahe“) sind mir sicher so einige Signale, die Frauen mir gesendet haben entgangen. Meine Freundin hat da sehr stark die Initiative ergriffen, sonst wäre mir das auch entgangen. Wie fein solche Signale sein können, ist mir erst einige Monate später aufgefallen, als ich dafür sensibilisiert war und diese bei einer Kommilitonin festgestellt habe. Früher hätte ich darauf nie reagiert, denn dazu hätte ich ihr ja sexuell nahe kommen müssen. Jetzt reagiere ich nicht, da ich meiner Freundin treu bin, aber es fällt mir auf.

Immer in der Angst zu leben, sie zu belästigen, und der nächste Schritt könnte zu weit sein, führt dazu, keine Schritte mehr zu machen. Das mag ganz schön für Freundschaften sein, zerstört aber jede Basis für eine Beziehung im Keim. Denn man kann sie nicht anfangen.

Und da möchte ich auf dein Zitat zurückgreifen und dir erzählen wie das schlechte Männerbild entstanden ist: Jahrelang habe ich in den Nachrichten und „von der Welt“ gesagt bekommen, dass Männer übergriffig, gewalttätig, verantwortungslos, etc. sind. Jeden Monat gab es einen neuen Skandal über irgendeinen Mann irgendwo auf der Welt der über die Stränge geschlagen hat. Und immer war das begleitet mit einem Aufruf an die Männer „nur ja nicht so zu sein“. Das ist das was man *Männern täglich sagt*.

Und in meinem Willen, gut zu den Menschen zu sein, habe ich meine Sexualität unterdrückt, weil man mir eingeredet hat, sie sei Schuld an allem. Das hat mich nicht glücklich gemacht, denn für die Mädchen, in die ich mich damals verliebt habe, war männliche Sexualität essentiell für eine Beziehung, sodass diese nicht zustandegekommen ist (wie gesagt, sie konnte nicht anfangen, da ich keine Berührung dieser Art einsetzen konnte, weil ich meinte diese wäre übergriffig). Deshalb hatte ich vier unerfüllte Lieben, die alle sehr schmerzhaft für mich waren. Außerdem haben sie mein Selbstwertgefühl zerstört (Ich, der Mann den man nicht lieben kann), was nochmal sehr sehr schmerzhaft war (übrigens „nur“ vier, weil ich dazwischen oft für sehr lange Zeit „außer Gefecht gesetzt war“ und nachtrauerte).

„Wenn du aber dein ganzes Leben lang erzählt bekommst, dass du nur aufgrund von deinem Geschlecht [übergriffig bist] oder [sexuell belästigst], dann beginnen viele das zu glauben.“

Im Nachhinein ist das natürlich dennoch wunderbar, denn so konnte ich auf meine unvergleichliche Freudin warten, die mich mit ihrer Unterstützung und Akzeptanz (so, wie ich bin) für alles entschädigt, was vorher war.

Doch etwas derartiges muss nicht sein. Bei meinem Bruder sehe ich die selben Anzeichen. Er wurde lange von einem Mädchen umschwärmt, die sich wirklich für ihn interessiert hat und die sehr nett gewesen wäre, doch er hat das nicht wahrgenommen. Und in meinem Bekanntenkreis gibt es auch Leute, die damit Schwierigkeiten haben. Sie alle sind gebildet und „von Natur aus“ nette Menschen, die für alle das Beste wollen, und das in diesem Fall auf eigene Kosten.

Es trifft uns alle, dass wir Dinge erzählt bekommen und mit Vorurteilen angegriffen werden. Mit jedem Bericht über eine Frau, die „nicht einparken kann“ oder „für Technik zu doof ist“ wird dein Frauenbild geformt. Mit jedem Bericht über einen Mann, der „sexuell übergriffig war“ oder „sie begrapscht hat“ wird mein Männerbild geformt. Und beides ist nicht gut – aber betroffen sind wir beide.

Die Einsicht, dass schüchtern und zurückhaltend nichts bringt und man dann schlicht Single bleibt, bis eine Frau dann einfach doch mal so aktiv ist, dass es trotzdem klappt, habe ich auch gemacht.

Gut, der Kommentator scheint mir hier sehr schüchtern zu sein. Denn bei seiner eigenen Freundin sollte sich ja diese Angst eigentlich schnell legen, wenn er eine Weile mit ihr zusammen war. Aber auch das ist natürlich eine Typsache und die Frage, wie sehr man sich von feministischen Vorstellungen beeinflussen lässt, dass Frauen allesamt Mimosen sind, die jeden Gedanken an Sex als Übergriff ansehen, auch bei ihrem Freund.

Tatsächlich sind die feministischen Theorien da eher weit entfernt von der Realtität: Die meisten Frauen mögen tatsächlich lieber Männer, die „sich etwas trauen“ (jedenfalls mit einem gewissen sozialen Gespür) als zu schüchterne Männer, die nie den ersten Schritt machen. Und viele mögen es auch, wenn es etwas Hin und Her gibt, wenn ein Mann sie „erobert“ oder sexuelle Spannung aufbaut und danach handelt.

Natürlich gibt es es aber nicht entweder „belästigend“ oder „auf ewig alleine“. Das Problem dürfte eher sein, dass viele Männer zwar Interesse bemerken, aber keine Ahnung haben, wie sie vom Plaudern zum Mehr als Plaudern kommen.

Es gibt aber auch ansonsten weitaus eher als der Feminismus das vertritt eine Grauzone, in der man nicht übergriffig ist, aber frech, in denen man auch Grenzen überschreitet, aber das durchaus eben gewollt sein kann. Ich hatte schon mal etwas geschrieben, was in die Richtung geht und mich etwas an den oberen Text erinnert:

Ich muss etwas gestehen: Auch ich war früher, noch lange bevor ich über Pickup überhaupt etwas gehört hatte, ein „Nein-heißt-Nein“-Vertreter. Wenn eine Frau leichten Widerstand zeigte habe ich mich zurückgezogen, mit ihr darüber geredet, darauf gewartet, dass sie in ihrem Tempo vorgeht. Wer hat das geändert? Frauen selbst!

Typische Konversationen in dieser Zeit waren: „Warum hatten wir eigentlich nie was?“ Du hättest ja was machen können?“ Aber du hast nein gesagt?“ „Du darfst halt nicht so schnell aufgeben“.

Im Partynachgespräch meinte ich zu einer Freundin, dass der Eine ja recht aggressiv vorgegangen wäre, ich hatte schon überlegt, ob ich einschreiten soll. Die Antwort war zuverlässig ein „Immerhin hat er was versucht, auch wenn es vielleicht etwas viel war. Besser als jemand, der sich nichts traut“.

Ich hatte eine Freundin, bei der eine gewisse erotische Spannung in der Luft lag, die mich besuchte und (mit eigener Decke) in meinem Bett schlief. Vor dem Hinlegen sagte sie „Wenn du was versuchst, dann schneide ich dir den Schwanz ab“. Natürlich mit einem Grinsen. Also versuchte ich nichts. Wieder folgte eines dieser Gespräche. Und wieder ein „Du hättest ja was versuchen können“. Das tat ich das nächste Mal, trotz eines ähnlichen Spruches. Natürlich hatten wir Sex.

Auch beim Sex selbst war es nichts anderes. Frauen sagten, dass sie beim ersten Date nie mit einem Mann schlafen würden. Brachten alle möglichen Neins. Und dann, wenn man immer neue Versuche an dem Abend machte – als hätten sie jetzt genug deutlich gemacht, dass sie ja anständige Mädchen waren – hatte man wunderbaren Sex.

Frauen, die die ganze Zeit erzählten, dass man nicht einfach so Sex haben sollte, es wäre nicht richtig. Und ich habe ihnen die meiste Zeit über zugestimmt und auch gesagt, dass ich es nicht gut finde, aber DAS würde sich richtig gut anfühlen.

Ich hatte eine Frau, die etwas Angst vor Sex hatte und bei der es etwa 20 Versuche, immer mit kurzen Pausen brauchte, die sie alle abwehrte und die ich immer wieder neu, allerdings recht vorsichtig aufgenommen hatte, die mir hinterher sagte, dass sie gerade dadurch, dass sie wusste, dass ich ruhig darauf reagiere und wieder anfange, obwohl sie nein gesagt hatte, langsam die Sicherheit aufbauen konnte mit mir zu schlafen.

Ich hatte Sex, bei dem jeder einzelne neue Schritt zurückgehalten und erobert werden musste und es war dem Sex keineswegs abträglich.

(Ich hatte auch Sex, bei den es kein Nein und keinen Widerstand gab)

Sex ist nicht nur Ja und Nein. Nicht nur Lust und Belästigung. Es gibt eine Mittelzone, die sicherlich viel mit Rollenbildern (seien sie biologisch oder kulturell) zu tun hat. Frauen mögen, denke ich, Männer im Schnitt lieber, die es schaffen sich – nach entsprechenden Signalen – in diese Mittelzone vorzuwagen und die Sache voranzubringen als Männer, die zu vorsichtig sind. Sie wissen, dass sie den allermeisten Männern deutlich machen können, dass sie außerhalb der Mittelzone sind und diese es dann lassen. Frauen vorzuschreiben sich klar und deutlich zu verhalten scheint mir eher „hegemoniale Männlichkeit“ zu sein als der andere Weg.

Und auch mein Versuch ein „Nein“ mal mit dem Thunschen Kommunikationsquadrat zu analysieren, passt dazu: Auch ein „Nein“ muss eben nicht bedeuten, dass man sie belästigt hat, es kann auch viele andere Inhalte haben:

Nein heißt Nein betrifft die Sachebene. Nein heißt Nein.

  • In der Selbstoffenbarung kann Nein heißen, dass die Neinsagerin deutlich machen, dass ihre Wert einen One-Night-Stand nicht zulassen oder aber auch nur, dass sie deutlich machen will, dass sie nicht mit jedem ins Bett steigt, sondern es schon ein besonderer Anlass sein muss oder aber, dass sie diese bestimmte Handlung nicht mag oder aber, dass es ihr zu schnell geht und sie noch etwas mehr Sicherheit benötigt, dass er sie nicht verurteilt oder sie als Schlampe abwertet. Dies alles steht nicht zwangsläufig gegen Sex.
  • in der Beziehungsebene kann mit dem Nein angesprochen werden, dass man sich zu fremd für Sex ist oder aber auch nur, dass sie sich nicht klar ist, ob man eher ein Freund ist oder wirklich auch ein Liebhaber. Vielleicht will sie deutlich machen, dass sie nicht nur eine Bettgeschichte ist oder nicht nur eine Kerbe in seinem Bettpfosten, sondern sicher sein muss, dass sie danach in einer respektvollen Beziehung stehen werden.
  • der Appell kann sein, dass man sofort aufhören soll, er kann aber auch sein „versichere mir, dass du mich liebst/auch nach dem Sex noch an mir interessiert bist/unsere Freundschaft nicht kaputt geht/du nicht jedem erzählen wirst, dass ich mich dir geschlafen habe und ich als Schlampe dastehe/du einfühlsam sein wirst/du meine Grenzen beim Sex akzeptierst.

Das alles beseitigt aber nicht die Probleme damit, wie man vorgeht, ohne zu belästigen.

Es wird wenig verwundern, dass ich hier dazu rate, sich mal mit Pickup vertraut zu machen:

Da hätten wir erst einmal das recht einfache 3M System:

The attraction phase is divided into :

A1 – Approach

A2 – Attracting the HB or Female-to-male Interest

A3 – Male-to-Female Interest

The comfort phase is divided into :

C1 – Building rapport

C2 – Building emotional connection and physical connection

C3 – Intimacy

The seduction phase is divided into :

S1 – Foreplay

S2 – LMR

S3 – Sex

Wenn man daraus mitnimmt, dass körperliches im wesentlichen erst in der Phase C2 stattfindet, dann kann man sich bewußt machen, dass man davor noch viele Phasen hat, die in ganz ohne Belästigung in eine normale Konversation eingebunden werden können.

Und man sieht auch, dass der Schritt nachdem sie einem Zeichen gesendet hat, dass sie einen gut findet, einfach der ist, dass man nun etwas an ihr entdecken kann, was toll ist, wobei man etwas finden sollte, was nicht einfach gutes Aussehen ist, sondern etwas darüber hinaus, also dass man in ihr etwas sieht, was andere nicht haben, und sie deswegen respektiert und schätzt.

Ich finde den einfachsten Weg dorthin, sie etwas herauszufordern, beispielsweise, in den man auf eine freche Weise witzig ist (cocky/funny) oder etwas push und Pull macht und dann gut zu finden, wenn sie kontert. Aber da muss eben jeder seinen eigenen Stil finden.

Das nächste wäre dann eine Verbindung mit ihr aufzubauen, eben Comfort.

Ein zweiter wichtiger Punkt wäre, dass man eben nicht gleich zu radikal werden muss, Körperkontakt ist etwas, was auch in „kleinen Dosen“ schon sehr viel aussagt. Es reicht vollkommen, sie zunächst beiläufig am Arm zu berühren etc.

Im Pickup läuft das unter Escaltion Ladder. Beispiele finden sich zB hier:

• Hände schütteln
• Arme streifen
• Leichtes Berühren ihrer Arme zur Betonung deiner Standpunkte
• Leichtes Berühren ihres Ellbogens während des Gesprächs
• Nähe beim Gespräch bis zum gegenseitigen Berühren der Arme

• Umarmung von vorne (am besten als positive Reaktion auf eine verständnisvolle Aussage ihrerseits)
• Begleiten durch die Bar mit der Hand auf ihrem unteren Rücken
• Lege ihr Bein über deins, wenn du neben ihr sitzt
• Sie sanft seitlich am Bauch halten, wenn ihr euch zum Reden hinsetzt
• Ihre Hand auf deinen Oberschenkel legen

• Etwas aus ihrem Gesicht streichen oder so tun als ob
• In lauter Umgebung beim Reden nahe an sie heranrücken, bis sich eure Gesichter leicht berühren
• Berühren einer hübschen Halskette, die sie trägt, und dabei leicht die Finger über ihre Schulter oder Hals streifen lassen
• Spielerisch die Wangen zwicken, Haare zur Seite streichen

• Ihren Kopf auf deine Schulter legen
• An ihrem Hals schnuppern
• Leichte Berührung am Nacken vor dem Kuss bei direktem Blickkontakt
• Mit den Fingern in ihrem Haar kraulen vor dem Kuss bei direktem Blickkontakt
• Leichtes Berühren ihres Halses mit der Handfläche vor dem Kuss bei direktem Blickkontakt

Hier gehen die Berührungen von solchen, die sozial akzeptiert sind, über solche, die man auch als zufällig und unabsichtlich darstellen kann bis zu solchen, die deutlich gewollt und absichtlich sind.

Natürlich noch einmal zu diesen Punkten: Schema und Beispiele dienen dazu, dass man eine Orientierung hat, sie sind kein verbindlicher Plan, den man zwingend abarbeiten muss. Bei passenden Signalen kann es auch schlicht das Passende sein, gleich rumzuknutschen. Es geht nur darum, dass man einmal aufzeigt, dass man auch so etwas sich langsam steigern lassen kann.

40 Gedanken zu “„Ich habe meine Sexualität unterdrückt, weil man mir eingeredet hat, sie sei Schuld an allem“

  1. Der Vollständigkeit halber sei auf die notorische Kontroverse um Scott Aaronson verwiesen, die ich hier mal skiziiert hab:

    https://mundd.wordpress.com/2015/01/02/die-privilegien-des-nerds-i-begged-a-psychiatrist-to-chemically-castrate-me/

    At one point, I actually begged a psychiatrist to prescribe drugs that would chemically castrate me (I had researched which ones), because a life of mathematical asceticism was the only future that I could imagine for myself.

    Interessant auch Scott Alexanders Besprechung der feministischen Reaktionen auf die Diskussion, bei dem das positivste Urteil ist:

    Die maximale Empathie, die Feministinnen für das Leid von Männern, welches Feministinnen verursacht haben, aufbringen können, ist mit „Vielleicht nicht das schlechtest-Denkbare“ vollständig beschrieben.

  2. Ich habe das als Junge ähnlich erfahren. Man hat ein Bild von Mädchen/Frauen vermittelt bekommen, nach dem sie mit Respekt zu behandeln sind, nach dem sexuelle Avancen eine Zumutung für sie sind, und man verhält sich entsprechend. Bis man merkt, dass man damit nicht weiter kommt, dass Großmäuler und Draufgänger mehr Erfolg haben und man mit seinen sexuellen Bedürfnissen allein dasteht, wenn man seine Sicht auf Frauen nicht ändert.

    Proust beschreibt das irgendwo, dass ein älterer Freund ihm erzählt, dass Mädchen nicht sie zerbrechlichen, reinen Wesen sind, für die er sie gehalten hat und sie nur auf erotische Annäherungsversuche von Männern warten, worauf für ihn eine Welt zusammenbricht.

      • Ich habe so gut wie keine Ahnung von Proust, außer, dass es in England einen Wettbewerb gibt, bei dem die Teilnehmer sein Magnum Opus in 30 Sekunden zusammenfassen solllen.

        Aber vielleicht war er auch ein Opfer des Zeitgeistes, den Kucklick rausgearbeitet hat: Frauen als reine Wesen verkörpern das moralische Rückgrat der Menschheit, während Männer in der indutrialisiserten Welt ihre Seele verschachern.
        Wenn man dann feststellt, dass die Flügel nicht die von Engeln, sondern von Raubvögeln sind, hat die Menschheit gar kein moralisches Rückgrat mehr.
        Das kann einen schon durcheinander bringen.

        Ich hatte schwer zu schlucken daran, damals, als ich im Zivildienst mit vielen, vielen garstigen Weibern zu tun hatte.

  3. Der Bericht deckt sich ein gutes Stück weit mit meinen eigenen Erfahrungen im entsprechenden Alter. Meine erste Freundin hat mich (wie mir erst rückblickend klar wurde) nach drei Wochen wieder sitzen lassen, weil ich gar nicht auf die Idee gekommen bin, ich könnte mit ihr schlafen – und sie war zu zurückhaltend, um da auf eindeutige Weise initiativ zu werden. Ich hatte eine Einstellung des »Männer sind für Frauen in erster Linie ein Schmerz im Arsch« so tief verinnerlicht, dass es für mich völlig undenkbar war, ich könnte hier die Initiative ergreifen, bzw. das Sex mit mir von einer Frau überhaupt erwünscht sein könnte.

    Auch bei mir standen die Familienverhältnisse im Hintergrund, also vor allem die Verhältnisse zwischen meinen Eltern, nämlich die von meiner ziemlich dominanten Mutter geübte regelmäßige Abwertung von Männern und das aggressive Niederbügeln von Widerspruch. Das hatte in ihrem Fall nicht mal was mit Feminismus zu tun (sie hat Alice Schwarzer immer verachtet), sondern mit ihrem eigenen Vaterkonflikt. Das Resultat war aber dennoch eine massive Beschädigung meiner Selbstachtung, es hat mich insgesamt wohl an die zehn Jahre gekostet, bis ich zu Frauen normale Beziehungen haben konnte.

    Und selbst dann ist meiner damaligen Frau immer wieder aufgefallen, dass ich gar nicht mitbekommen würde, wenn andere Frauen an mir interessiert sind – was ihr nicht unrecht war, aber sie fand es doch auffällig 🙂 .

    Solche Aspekte der Ausübung psychischer Gewalt durch Mütter im formativen Alter ihrer Kinder kommen meines Erachtens in der ganzen Gewaltdebatte um Längen zu kurz (damit meine ich jetzt keine frühkindlichen Alice-Miller-Modelle, sondern die Pubertätsphase). Meine prägende negative Erfahrung mit dem Feminismus während meiner Studienzeit war dann entsprechend auch die, dass mich diese ideologisierten Mädels trotz meiner Unfähigkeit, einem konventionellen männlichen Verhaltensmuster zu entsprechen, allein nach meiner biologischen Geschlechtszugehörigkeit bewertet haben.

    Die Erinnerung daran kam dann auch wieder hoch, als ich so um 2011 herum dann auf die Männerrechtler gestoßen bin. Da ergab das alles plötzlich einen Sinn.

  4. Was ist das für ’ne irre Welt heutzutage?
    Ich dachte immer, ich hätte es nicht gerade einfach gehabt und auch einiges an Scheiße erlebt.
    Aber wenn ich diese ganzen Theorien, Spekulationen und Analyseversuche lese, denke ich, eigentlich hatte ich es richtig gut mit den Mädels ( bis auf das Ding mit der Mutter meines Ex-Kindes, aber das ist ’ne dermaßen exzentrische Story, daß sie unmöglich nach irgendwelchen üblichen Mustern zu verallgemeinern ist, da spielt jede Menge psychopathologisches Zeugs mit rein ).

    Dabei habe ich fast immer signalisiert, daß ich ein Entgegenkommen ungefähr auf Augenhöhe erwarte, oder es bleibt bei max. Friendzone. Manchen war das nicht recht, andere haben daraufhin mich erobert. Meistens war es einfach okay und lief.
    Und bei einigen war vorher klar, daß es schlicht die falschen Umstände waren und, daß sich mit Sicherheit nichts ergeben würde, warum auch immer und obwohl wir uns sehr gern mochten ( bei der kurz vorher übelst mißbrauchten Tochter eines schwedischen Pastors z.B. ).
    Kann einem zwar im Nachhinein auch mal leid tun, besonders wenn die nächste sich dann als nicht so berauschend herausgestellt hat.

    Scheiß drauf, that’s life!

    Eines ist sicher: Sex( -anbahnung ) nach Gebrauchsanweisung und Regelwerk ist in meinen Augen so ziemlich das bescheuertste was ich mir überhaupt vorstellen kann.
    Da verzichte ich lieber.

    Parole: Neoviktorianismus abschaffen!

  5. Wieder einmal ein schönes und wichtiges Thema.

    Ich glaube, hier spielt häufig etwas mit, das gar nicht unbedingt mit Feminismus zu tun hat, sondern mit der erotischen Beziehung der Mutter zu ihrem Sohn. In der Kürze natürlich Küchenpsychologie, aber: die Liebe der Mutter zum Sohn hat auch eine (unbewußte?) sexuelle Ebene. Diese ist tabuisiert, nicht auslebbar. Eifersucht auf die zukünftige Frau, mit der der Sohn das ausleben wird. Also Erziehung, die das erschwert, verhindert. Der Sohn wird von der Mutter gerade NICHT darin unterwiesen, wie Sexualität, wie „Frau“ funktioniert. Um ihn nicht aus ihrem Bannkreis zu entlassen…
    Wie gesagt, so in dieser Verkürzung klingt das ein bißchen gaga – ich halte das aber für einen sehr realen und sehr häufigen Mechanismus.

    Bei mir war auch längere Zeit diese „Ritterlichkeit“ anerzogen, die mich völlig übersehen hat lassen, wie sexuell attraktiv ich für Frauen meiner Umgebung war. Und was sie deshalb von mir erwarten…
    Nicht wenig versäumte Erfahrungen dadurch in jungen Jahren, mit wunderbaren Frauen. Schad. Auch einige wenig erbauliche Erfahrungen dadurch, da gelegentlicher Sex mit den erotisch wenig interessanten, aber sehr offensiven Frauen. Aber man will ja nicht unhöflich sein…
    Und Dank und Verehrung jenen Liebhaberinnen, die mir dann, ganz ohne Pick Up, die Augen geöffnet haben für das weite, vielschichtige Land von Erotik und Sex. Nicht nur die Augen…

    Die Trennung von der Mutter, von ihrem unbewußten und unausgelebten erotischen Bannkreis nämlich, scheint mir ein entscheidendes Thema im Männerleben. Das wird nun durch Feminismus, und dessen Abwertung des Männlichen, zusätzlich erschwert. Gibt – simpel gesagt – den Müttern zusätzliche Waffen in die Hand.

    Mir scheint übrigens – mit Empathie gesagt – diese oft ungeheuer emotionale Wut auf den Feminismus (von manchen Männern) auch der noch nicht tief und radikal vollzogenen Trennung von der erotisch bedürftigen Mutter geschuldet. Enttäuschung über die „Frau“ spielt da seltsam mit in der Wut auf den Feminismus. Weil er so „unweiblich“, nämlich so „unmütterlich“ ist.

    Wo er damit doch gar nichts zu tun hat. Sondern ganz einfach eine sexistische, berechnende, dumme und wehleidige Ideologie ist, die der Gesellschaft schadet und das Männliche als Feindbild betrachtet. Davon ist man nicht enttäuscht. Das bekämpft oder ignoriert man.

    • Jo, die „Gute alte“ Geschichte über gesunde Verselbstständigung vs. nichtbewältigte (Teil-)symbiotische Mutter-Kind-Beziehung, mal wieder.
      Ein wesentlicher Grund, Alleinverziehung wo immer möglich zu vermeiden.

    • „die Liebe der Mutter zum Sohn hat auch eine (unbewußte?) sexuelle Ebene“

      Nur, wenn die Beziehung zwischen Mutter und Vater nicht aufgeräumt ist. Was allerdings sehr häufig der Fall ist. Dann muss der Sohn halt das sein, was der Vater nicht ist.

      Das Problem ödipaler Mütter in unserer Gesellschaft scheint mir dramatisch unterbetrachtet zu sein.

      • Da hast Du vermutlich recht. Wenn ich mich so umsehe, dann bin ich allerdings nicht sicher, ob es überhaupt möglich ist, eine gesunde Beziehung zwischen Mutter und Sohn als Erwachsene zu haben. In der Praxis betätigen sich die meisten mir bekannten Männer, die noch mit ihren Müttern reden, regelmäßig als deren Dienstboten. Die Frage ist, nur wie sehr das ihr sonstiges Leben beeinträchtigt.

        • „In der Praxis betätigen sich die meisten mir bekannten Männer, die noch mit ihren Müttern reden, regelmäßig als deren Dienstboten.“

          Warum denn nicht? Die Mutter hat ja – bei allen Konflikten – sehr viel mehr für einen getan.
          (Was man nicht ihr zurück gibt, sondern den eigenen Kindern.)

        • Ich denke auch, dass „Dienstbote“ weniger Schäden verursacht als „Kummerkasten“ oder „Liebhaber“, zumal, wenn der Sohn das Maß im Griff hat.

          • Nur irgendwie scheinen diejenigen Männer, die „das Maß im Griff“ haben, dann doch genau die zu sein, bei denen auch die Ehefrau zu Hause der Boss ist. Und die, die das Maß nicht im Griff haben, bleiben Incels.

        • Also, ich rede gerne mit meiner Mutter, und bin nicht deren Dienstbote.
          Ich rede allerdings auch gerne mit meinem Vater.

          Abgesehen davon: Meine Eltern habe viel für mich getan. Dann auch etwas zurückzugeben sollte nicht das Problem sein.

          • Für meinen Vater würde ich fast alles tun und rede auch gerne mit ihm. Der hat nämlich wirklich gearbeitet. Und komischer Weise fragt der nie nach Sachen, für die er nur zu faul ist.

      • only_me,

        „Das Problem ödipaler Mütter in unserer Gesellschaft scheint mir dramatisch unterbetrachtet zu sein.“

        Ja, da stimme ich zu. Es ist weitgehend tabuisiert und wenn es mal hochkommt, wird üblicherweise dem Sohn die Schuld- und Verantwortung zugewiesen.

        Hier spielt der in Mitteleuropa etwas schräge, tradierte Mutterkult schwer mit rein.

  6. „Im Nachhinein ist das natürlich dennoch wunderbar, denn so konnte ich auf meine unvergleichliche Freudin warten, die mich mit ihrer Unterstützung und Akzeptanz (so, wie ich bin) für alles entschädigt, was vorher war.“

    Der feministische Keuschheitsgürtel ist doch klasse: man hebt sich das Gute für die Einzige auf!
    Dieses Argument liest man immer bei konservativ-religiös Eingestellten.

    „Mit jedem Bericht über eine Frau, die „nicht einparken kann“ oder „für Technik zu doof ist“ wird dein Frauenbild geformt. Mit jedem Bericht über einen Mann, der „sexuell übergriffig war“ oder „sie begrapscht hat“ wird mein Männerbild geformt. Und beides ist nicht gut – aber betroffen sind wir beide.“

    Was? Es gibt keine Äquivalenz. Negative statements über Frauen haben einen völlig anderen Charakter als über Männer, wie kann man das vergleichen und gegeneinander verrechnen?!

    Die ganzen medialen Hexenjagden – was gab es da nicht alles! — gegen Kachelmann, gegen diese Studentenschaft („Rolling Stone“), jetzt vermutlich gegen Weinstein und 1001 Leute aus den Meidien in einer grossangelegten Hatz …. und dann kommt jemand und sagt: Uh, da gibt es doch diese Witze übers Einparken der Frauen … verrechnen wir das damit … und dann ist´s ok.

    Dazu zitier ich nur aus „Pulp Fiction“: „nix ist okay“! 😀

  7. Also wenn ich die beschreibungen meiner mittlerweile volljährigen Kinder höre, so hat in deren Bekannten Kreis niemand seine ersten sexuellen Erfahrungen gemacht, ohne das Alkohol im Spiel war, weil die sich Nüchtern alle ähnlich wilde Gedanken gemacht haben, wie der Schreiber des ersten Kommentars. Der Alkohol hat da eine gewisse Gleichgültigkeit geschaffen, so das sise sich dann getraiut haben. wenn man sich dann überlegt, dass man heute Beim Sex mit einer angetrunkenen Frau ja schon fast mit einem Bein im gefängnis steht, weil ihr ja einfallen könnte, dass sie ja gar nicht konsensfähigkeit war (wie es dem Grünen Max Hieber passiert ist, dann bin ich echt froh, dass ich aus diesem Alter raus bin.

    • Ja. Ich selbst habe zu spät damit angefangen, mit Alkohol, meine ich. Mir ging es eine zeitlang ähnlich, wie dem Typ im Artikel und das in den 90igern.

      Ich hoffe meinem Sohn kann ich eine realitätsnähere Sichtweise vermitteln. Mal sehen, ist ja nicht einfach während der Pubertät, aber immerhin habe ich etwas Erfahrung, mein Vater hat seine erste Liebe geheiratet und konnte gar nichts erzählen.

      Und sollte irgendeine dämliche Kuh versuchen, meinen Sohn zu ruinieren, dann ist sie tot. Da liegt sowieso die Zukunft. Seht euch die Ehrenmordtypen an, da läuft das Ding. So wollen Frauen behandelt werden, dann klappt es auch mit dem Nachwuchs…

  8. Schöner Text.

    Sollte man den Frauen sagen das sie mit ihrem Verhalten Männer jetzt zu Straftätern machen?

    Vor dem Hinlegen sagte sie „Wenn du was versuchst, dann schneide ich dir den Schwanz ab“. Natürlich mit einem Grinsen. Also versuchte ich nichts. Wieder folgte eines dieser Gespräche. Und wieder ein „Du hättest ja was versuchen können“.

    Das finde ich schon ein komischen Verhalten. Was denkt diese Frauen dabei? „Ich sage ihn das er mich nicht anfassen soll, damit er mich anfässt“? Denken Frauen das Männer so denken?

    Waren Frauen nicht die mit dem Einfühlungsvermögen? o.Ô

    • Mir ist der Spruch auch aufgefallen. Find ich irgendwie komisch aber ich bin ja selbst etwas seltsam. Bei mir sagen die Frauen meist „Ich will dein Sklave sein“ oder „Schlag mich, ich brauch das jetzt“.
      Dass eine Frau „nein“ sagte aber „ja“ meinte hatte ich irgendwie noch nie. Vielleicht war denen klar, dass ich dann einen eiskalten Freeze-out mache und diesen auch ernst meine. Und vielleicht war deinen auch klar, dass ich 10 Minuten später eine andere Frau am Start habe und solche Spielchen bei mir nix bringen.
      Vielleicht sollte man einfach mal an einer brutal-dominanten Ehrlichkeit arbeiten als an irgendwelchen PU-Spielen.

      • Bei dem Spruch mit der Übertreibung muss einem mit etwas PU-Verständnis eigentlich klar sein, was für ein Shit-Test das ist. Und wenn da vorher noch nichts war, ist ein solcher Flirt dann eine Einladung, wie eine Frau sie innerhalb ihrer klassischen Rolle kaum deutlicher machen kann.

        Wenn man Frauenspielchen so weit kaputtdominieren will, dass man nicht mehr flirten kann, dann schüttet man doch das Kind mit dem Bade aus?

        • „Wenn man Frauenspielchen so weit kaputtdominieren will, dass man nicht mehr flirten kann, dann schüttet man doch das Kind mit dem Bade aus?“
          Du hast recht, ich flirte nicht, ich dominiere nur noch. Alles andere macht mir bei Frauen auch keinen Spaß mehr. Mit einem Schwulen würde ich vielleicht flirten aber bei einer Frau bin ich nur noch dominant – klappt hervorragend, jeder weiß wo er steht und am Ende gibt es keine Missverständnisse. Flirten ist für eine Zeit als zwischen den Geschlechtern noch ein positiver Gleichklang herrschte – ist heute nicht mehr so. Es gibt Sieger und Verlierer beim Ficken und ich bin und bleibe ein Sieger. Verlieren können die Anderen.

          • Ja, mit Frauen funktioniert das. Die Frage ist, wie Du dabei in Stimmung kommst oder wie „gut“ das dann für Dich ist? Begierde entsteht aus Anziehung + Widerstand. Und das Flirten dient dazu, das beiderseitig anzuheizen, was letztlich auch der Intensität des Sex-Erlebnisses zu Gute kommt.

          • “Die Frage ist, wie Du dabei in Stimmung kommst oder wie „gut“ das dann für Dich ist?“
            Ich bin ein einvernehmlicher Sadist. Ich komme am besten in Fahrt, wenn ich der Frau ein paar ordentliche Ohrfeigen gebe. Vanillesex turnt mich genau so viel an wie Volksmusik.
            Deswegen suche ich mir nur devot oder explizit masochistisch veranlagte Frauen. Meine aktuelle Partnerin ist mein exaktes Gegenstück.

    • „Vor dem Hinlegen sagte sie „Wenn du was versuchst, dann schneide ich dir den Schwanz ab“. Natürlich mit einem Grinsen.“

      Einzig sinnvolle Reaktion:
      Wortlos in die Klammotten steigen und vor dem Zuknallen der Tür der Spruch: „Such Dir einen Psychiater, bescheuerte Schlampe!“.
      Rumms! Tür zu!

      Die soll auf keinen Fall noch später versuchen mich blöd von der Seite anzuquatschen, mehr als den Mittelfinger ( höflichstenfalls ) kann sie nicht erwarten.

      Nur so kommt Verstand zustande und wenn nicht, isses auch egal, soll sie mit ihrem Dildo eine lebenslange Ehe eingehen.

      • „Einzig sinnvolle Reaktion:
        Wortlos in die Klammotten steigen und vor dem Zuknallen der Tür der Spruch: „Such Dir einen Psychiater, bescheuerte Schlampe!“.
        Rumms! Tür zu!“

        Bist du verrückt? Die noch durch Beleidigungen rauszufordern?! Gleich aus dem Staub machen, ohne Erklärung. Am besten noch ein wenig mitspielen, dass sie ja auch nicht sicher weiss, warum du weg bist!

        Sonst versucht die sich noch an dir zu rächen.

        • Tja, so verrückt bin ich gern, wenn es pädagogisch die beste Lösung ist.
          Da gilt es den Arsch in der Hose zu behalten, von wegen Vorbildfunktion und so ….
          Dafür wurde ich schon als MC-Member geachtet, trotz meines Scheißpazifismus.

          • das mein ich ja, Klamotten an und Tür zu klang eher so als wäre man bei ihr und Mann haut ab…. also Backbone zeigen und zu einer Frau Nein sagen… gefolgt von einem Fuck You und einem Rausschmiss!!! Um mal Paul Elams Gedanken noch weiterzuführen.

            Genau das Verhalten mach ich zum großen Teil verantwortlich für den State of the Nation, egal wie bescheuert sich solche Psychopathen aufführen, nie gibts angemessene Sanktionen.
            Das gipfelt ja sogar noch in Vorwürfen, dass man die angedrohte schwere Körperverletzung nicht ignoriert hat. HALLO!?! Wie gut kann der Sex denn sein um sich sowas ans Bein zu binden?

            Was für ein Thrillseeker soll man denn noch sein? Als ob heutzutage nicht schon das Einladen von Frauen in die eigene Wohnung nicht schon hochriskant wäre und dem Platzieren der eigenen Eier in einem Nussknacker gleichkommt.

          • Ah ja im Übrigen, MIXED MESSAGES sind einfach nur das Letzte!

            Jede Frau die so nen Scheiß veranstaltet, beweist ganz eindeutig dass sie wissentlich ignoriert was um sie rum in der Welt passiert und ihr schnurz ist mit welcher Kognitiver Dissonanz man als Mann mittlerweile klarkommen muss. WO BLEIBT DER #ANTI-AUFSCHREI!

            Vor 30 Jahren war es vielleicht noch lustig wenn sich eine nackte Frau vor einem im Bett räkelt und sagt „so eine bin ich aber nicht“!

          • @Michael:
            Mir war es völlig wurscht, wer da nun bei wem war, es ging mir um die systemische Rollenspielerei.
            Anders gesagt: letztendlich meinen wir sicherlich das gleiche.
            Man muß solche „Spaßvögel.I.nnen“ einfach mal auf den Boden der Tatsachen nageln, weil ihr verhalten überhaupt nicht witzig ist.

          • @Fiete, mein ich ja… ich bin mir nur ziemlich sicher dass es genug Menschen mit Y-Chromosomen (Männer will ich da nicht schreiben) gibt, die dann eher ganze Nacht wachliegen oder sich in Fötalstellung in der Badewanne zusammenkauern als ihre Gästin eben nicht nach so nem Satz achtkantig rauszuschmeißen. Das hab ich mir so ziemlich bei jedem Beispiel aus dem Orginalpost gemacht.

            Wie gesagt ich finde dieses Verhalten widerlich, ich verstehe wo es herkommt, aber genau sowenig wie ich einem Besoffenen durchgehen lasse wenn er sich scheiße aufführt lasse ich es Frauen durchgehen wenn sie Hormone oder Neandertalergene vorschieben.
            Mir sagt mein Reptiliengehirn auch ständig Dinge die einfach nur asozial sind, aber sich zu benehmen wie der Arsch vom Dienst, DASS entscheidet MENSCH bewusst.

          • „Mir sagt mein Reptiliengehirn auch ständig Dinge die einfach nur asozial sind, aber sich zu benehmen wie der Arsch vom Dienst, DASS entscheidet MENSCH bewusst.“

            Schöne Formulierung! Trifft zu.

  9. Witzig ist, dass die rücksichtsvollen und gebildeten Typen dadurch doppelt ausselektiert werden. Während die Mutigen und Rücksichtslosen den Stich bekommen. Wenn das kein Schuss ins (wortwörtlich) dämliche Knie der Feministinnen ist, dann weiß ich auch nicht…

    • Mut und Bildung schließen sich ja nicht aus. Mit Bildung fragt man sich nur wahrscheinlich häufiger wieviele Mutige denn schon unter die Räder gekommen sind und ob es das einem eigentlich alles wert ist.

      Vielleicht denkt sich der Gebildete auch, was macht mich so besonders dass es bei mir mit ihr klappen wird. Wobei es hier wohl eher um kausales Denken und vor allem Selbsterkenntnis geht und weniger darum wieviele Bücher ohne Bilder mit Wörtern mit mehr als 5 Silben man jetzt gelesen hat.

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