Der Mann als Beschützer und Fremden helfen, die blöd angemacht werden.

Merle Stöver schildert folgendes:

Ich nehme an, dass sie statt ignorieren reagieren meint. Interessant wäre gewesen, was eigentlich gesagt worden ist. Aber gut, man kann sich denken, dass es nichts sehr gehaltsvolles war.

Es stellt sich natürlich die Frage: Warum hätte jemand reagieren sollen, wenn sie schon weiter ist und anscheinend der Situation dadurch entgeht, dass sie den Weg fortsetzt?

In den Tweets darunter berichtet jemand, der in einer anderen Lage mal geholfen hat:

Der weiße Ritter zu sein ist eben ein häufig ein undankbarer Job, der einen allenfalls selbst einer Gefahr aussetzt.

Und die Situation, dass sie die Hilfe gar nicht wollte, tritt sehr schnell ein. Es bringt eben nur Ärger und zusätzlichen Aufwand für sie zu reagieren. Und der Gewinn für die Person selbst durch eine Bestrafung der anderen ist sehr gering, die Kosten aber vergleichweise hoch. 

 

 

53 Gedanken zu “Der Mann als Beschützer und Fremden helfen, die blöd angemacht werden.

  1. Lassen wir einfach mal die Geschlechter außer acht.
    In öffentlichen Verkehrsmitteln oder an öffentlichen Plätzen sind solche Szenen leider eine Seltenheit mehr.
    Die zuständigen Stellen, Polizei und Ordnungsamt interessiert mehr der Falschparker oder der Blitzer. Dort kommt Geld in die Staatskassen.
    Die Politik ruft zur Zivilcourage auf, dir Polizei rät davon ab.
    Dann kommt es zu totgeschlagenen Menschen in Bahnhöfen, die Täter müssen sich keine Sorgen machen, mehr als 6 Monate bekommen sie nicht. Da sorgen dann Psychologen für, Zivilcourage wird aber von der Staatsanwaltschaft gerne verfolgt.

    Unter diesen Aspekten, warum sollte jemand helfen? Ich wäge da immer ab, was für ein Mensch ist das? Älteren Menschen hilft Mann gerne. Jungen Frauen? Ich zucke da nur die Schultern, Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.. Nicht mein Problem, sie hat ein Handy.

    Und diese Einstellung, meine Einstellung, ärgert mich.

      • @only-me
        Ich habe mal gelernt, dass wir aufeinander aufpassen sollen, schwächeren Menschen soll man helfen, Rücksicht auf andere
        Da werden Menschen vor Gericht gestellt weil sie einen Überfall verhindert haben. Oder wie der beschriebene Fall, man hilft einem vermeintlichen Opfer und steht am Ende vor Gericht.
        Ja es geht sogar soweit, dass Polizei und Staatsanwaltschaft Leute vor Gericht zerren, weil sie sich gegen Einbrecher wehren.
        Eingeläutet hat es der Kohl, der Teufel bewahre ihn gut und fortgesetzt hat es die phelegmatische Merkel.

        • „Ich habe mal gelernt, dass wir aufeinander aufpassen sollen, schwächeren Menschen soll man helfen, Rücksicht auf andere“

          Das war zu Zeiten, als du noch Teil eines großen Tribes warst.
          Die Zeiten sind bis auf weiteres vorbei.

          Schön ist das nicht.

          • Ja, ich bin schon ein sehr alter Sack, mit alten Wertvorstellungen.
            Mädchen haut man nicht, von kratzen, beissen und treten hat keiner was gesagt

    • Nein, natürlich lassen wir die Geschlechter nicht außer Acht.
      Denn es ist ja nunmal dummerweise so, dass gerade Männer häufiger Opfer von Gewalttaten werden und Frauen aufgrund des quasi ungeschriebenen Gesetzes „Man schlägt keine Frauen!“ einen Freibrief haben.
      Es ist also eben gerade vom Geschlecht abhängig, wer das erhöhte Risiko trägt, einen aufs Maul zu kriegen – und das sind nicht die Frauen! Insofern hätte es insbesondere für einen Mann keinen Sinn gemacht, sich in dieser Situation besonders für die Frau einzusetzen und auf die Pöbelei zu reagieren. Ich würde sogar behaupten, dass die meisten Männer den/die Typen auch nur einfach dumm stehen lassen hätten, wenn sie in der selben Situation gewesen wären.
      Falls es bei Verbalauswurf geblieben wäre.

      Btw. Ganz spontan fiel mir dazu dieser Artikel ein.
      https://scheidendegeister.wordpress.com/2017/03/13/dumme-aggressive-frauen/
      Das obere Video scheint wohl nur ein Fake zu sein, weiter unten wird aber auf Videos verlinkt, wo man sie, wie sich Frauen auf „Man schlägt keine Frau!“ verlassen – dann allerdings zu Unrecht.
      Und größtenteils bin ich dann auch ein bisschen schadenfroh, zumindest in den Fällen, wo wirklich ein Angriff der Frau abgewehrt wird – also der Notwehrtatbestand erfüllt ist.

  2. In Bezug auf sie als FRAU werden es Pöbler in der Regel bei Worten belassen. Wer ihr als MANN beisteht, hat eventuell die Faust oder – irgendwann liegend – die Schuhe im Gesicht. Nein danke!

    • Das ist ja genau der Witz. Frauen sind normalerweise kaum gefährdet im öffentlichen Raum, im Gegensatz zu Männern. Ihre haluzinierte oder auch gespielte Angst ( oder heimliches Wunschdenken ?) vor ständiger Gefahr ist aber oft genug Katalysator für Gewalt von Männern untereinander.

      Frauen brauchen keine Hilfe, es schmeichelt aber ihrer Eitelkeit welche zu bekommen.
      Ich helfe, wenn, dann alten armen Männern, da bekommst Du eigentlich immer Dankbarkeit, und die haben es auch am nötigsten.
      Fremden Frauen helfe ich eigentlich nie, gucke aber gerne zur Unterhaltung und zum Amüsement zu, wenn sie Schwierigkeiten haben, z.B. Koffer schleppen oder so. Dafür werde ich aber oft von „meinen“ Frauen getadelt. (Es gibt halt so eine Art allgemeines weibliches Solidargefühl, das allerdings jederzeit durch Zickereien gefährdet ist.)
      Auf der anderen Seite finden sie es aber auch irgendwie souverän und sexy.
      Frauen sind halt widersprüchlich.

      • Ist schon seltsam, auf einem Volksfest hat sich eine vollkommen besoffene Frau auf den Bart gelegt. Heulte rum ob der Gemeinheit dieser Welt. Ich konnte mich zurücklehenen und zuschauen.
        In Thailand, hatte eine Frau einen Unfall mit ihrem Moped. Ich hab meine Erste Hilfe Tasche ausgepackt und ein Verband angelegt und ein paar Pflaster aufgeklebt. Meine Frau war irritiert. Ich sagte ihr, dass die Frau mir dankbar wäre und die Deutsche mich vermutlich angepöbelt hätte.
        Dabei sind thailändische Frauen wesentlich emanzipierter.

      • Ich helfe meinen Rudel, meinen Stamm, meiner Familie und meinen Freunden. Der Rest der Welt kann brennen, da vergieße ich keine Träne. Der Nutzen einem Fremden zu helfen ist sehr gering aber die daraus entstehende Gefahr riesig. Dieses Risiko gehe ich nur für die meinen ein.

    • Ja.
      Fäuste hoch und ab dafür.
      Kommt ihr nicht in den Sinn.
      Weil sie körperliche Auseinandersetzungen auf Männerniveau nicht kennt. Und weil sie das Grundvertrauen anerzogen bekommen hat, dass sie ein Mann retten wird. Grimmsche Märchen halt. Die fallen auf weibliche Instinktdispositionen. Bei den vermeintlich unbeteiligten Männern kämpft der Beschützerinstinkt mit dem Kampfkalkül. Was springt für mich dabei raus? Und da sie nicht zur Sippe gehört, wahrscheinlich kein Sex.
      Eine Frau ohne Mann ist Beute.
      🙂

      • „Grimmsche Märchen halt“

        Wenn ich mal viel Zeit hab, will ich mal das Frauenbild der Grimmschen Märchen rausdröseln.
        Die Pechmarie ist viel zu sehr in Vergessenheit geraten.

        Denn bei Grimm ist eigentlich noch sehr klar, was mit dummen, faulen, garstigen Weibern passiert..

        • „Wenn ich mal viel Zeit hab, will ich mal das Frauenbild der Grimmschen Märchen rausdröseln.“
          Würde ich gerne lesen.

          Das motiv des Retters wirkt auf Faruen stärker. Die blenden Pechmarie aus.
          Wie bei „Titanic“.
          Für Frauen ein romantischer Liebesfilm.
          Für Männer eine Horrorstreifen.
          (Im Schnitt. 😉 )

          • Ein Freund wäre beinahe vor dem Kino von riner aufgebrachten Meute Furien gelyncht worden wegen seiner „erklärenden“ Kommentare im Film.
            Zum Beispiel, dass sich Jack mit Sicherheit nicht 20 Minuten mit Kate unterhalten hätte, bei 4 Grad kalten Wasser. 4 maximal 5 Minuten. Und Kate wäre auch nicht mehr nach 30 Minuten im Wasser geschwommen usw,
            Nun ich kenne ihn. Er wird den Mädels einen medizinischen Vortrag gehalten haben.
            So hat er es aber geschafft, dass er mit seiner Frau solche Filme nicht mehr sehen muss

  3. Der Mann soll helfen und beschützen aber das Maul halten. Wo kommen wir denn da hin, wenn diese Männer auch noch Dank für ihren Schutzdienst wollen. Schließlich sind die Angreifer ja auch Männer, selber schuld, dass er so geboren wurde.

  4. und wer glaubt, dass darauf jemand im Zug reagiert: Fehlanzeige.

    Ist das der Ruf nach der ständig präsenten und einsatzbereiten (männlichen) Bürgerwehr? Da gilt es das Risiko sorgfältig abzuschätzen.
    Ich habe einmal in einer eskalierenden Situation einen Mann davon abgehalten, seine Alte zu verdreschen. Ich habe nicht nur sie geschützt, sondern auch ihn, denn hätte er sie so richtig übel zugerichtet, dann hätte er es mit der feministischen Staatsmacht zu tun gekriegt und dann wäre er erledigt gewesen.
    Ich habe mich übrigens später mit dem Mann sehr gut verstanden (er wohnte in unmittelbarer Nähe von mir und ich traf ihn öfters im Bus). Er hat mir dann auch erzählt, was so an Provokation der Eskalation vorausgegangen war und ich habe ihm gesagt, dass er bei schwerer Körperverletzung wohl im Knast gelandet wäre, ganz egal, was da im Vorfeld gelaufen ist.

  5. Ich helfe grundsätzlich nur, wenn das Risiko für mich minimal ist. Ansonsten rufe ich die Polizei. Die werden dafür bezahlt und sind deutlich besser ausgerüstet als ich für solche Sachen.

  6. Alkohol setzt wirklich bei vielen das Schlimmste frei. Hab eine ähnliche Situation im Park vor kurzem erlebt.
    Hoffentlich sieht das mancher nicht unter einer Annahme das hier manchmal beliebten naturalistischen Fehlschlusses als ganz normales männliches Verhalten an.

  7. Der Attraction-Switch ist „protector of loved ones“, nicht „protector of women“. Um von der einen Kategorie in die andere zu kommen, muss Frau schon was tun.

    • Korrekt, nur leider denkt die holde Weiblichkeit von heute, dass die komplette Gesellschaft sie daten würde.

      Nope, keine Autorität, keine Verantwortung, die „strong independent woman who doesn’t need no man“ soll das allein lösen.

  8. Das Frauen, ist halt echte Emanzipation bzw. die für Euch so schwere Erkenntnis, dass jeder Vorteil mit einem Nachteil verbunden ist.

    Willkommen also in der Welt der Männer. Denn wenn einer von uns an einer Gruppe Männer vorbei geht und „nur“ verbal abgepöbelt wird, dann darf er noch viel weniger mit Hilfe von anderen Männern rechnen. Das ist bei uns so üblich dass wir nur in ernsten Fällen darüber nachdenken, einzuschreiten.
    Selbst bei leichteren physischen Attacken, wie Schubsen, Pieken oder Rempeln wird erstmal geschaut, ob das Opfer die Situation selbst regeln kann.

    Und wenn Ihr Frauen als nächstes lernt, dass es für die eigene Entwicklung ganz schlecht ist, sich finanziell an jemand anderes ranzuhängen, dann sind wir vom Geschlechter-Utopia zwar immer noch Lichtjahre entfernt, aber es ist ein Anfang.

    Weiter so! 😀

  9. Ich helfe anderen Keuten kaum.
    Auch mit der Polizei spreche ich nicht und rufe sie nicht.
    Frauen würden mir auch nie helfen. Die lassen Männer eiskalt verrecken und finden es maximal aufregend wenn ein Mann verletzt wird.
    Solchen Leuten sollte man nie helfen.

        • „1)ja
          2) ich wohne im Saarland aufm Dorf.“

          Ok, dann scheint es persönliche Verbitterung zu sein, keine großstädische Abstumpfung. Hat mich nur interessiert. Danke für die Antwort.

          Gefühlsmäßig kann ich es nachvollziehen, weil ich auch schon so drauf war, aber vermutlich hätte ich in der Praxis dann doch anders gehandelt.

          • Nun ja, Verbitterung oder Erfahrung ? Ich sehe die Polzei, besser viele Polizisten auch recht zwiespältig, auf Grund mancherlei Erfahrungen eigener so wie der von bekannten Männern, das würd hier den Rahmen sprengen.

  10. Mein Eindruck ist, daß bei vielen der Beiträge oben eine verkehrte Alternative unterstellt wird: „sich mit dem vermeintlichen Angreifer kloppen“ vs. „sich einfach verpissen“. Es gibt aber nicht nur diese beiden Optionen. Worauf die Polizei ja immer wieder hinweist: Man kann dem vermeintlichen Opfer auch *indirekt* helfen, ohne sich direkt mit dem vermeintlichen Angreifer anzulegen, ohne sich selbst also direkt in Gefahr zu begeben.

    Wie man das am geschicktesten anstellt, hängt natürlich sehr stark von der konkreten Situation vor Ort ab. Die Polizei spricht in diesem Zusammenhang häufig von „Öffentlichkeit herstellen“, also irgendwie andere Leute in das Geschehen involvieren, ihre Aufmerksamkeit auf den vermeintlichen Täter fokussieren und diesem wiederum klarmachen, daß er mit seinem Tun einer Vielzahl anderer Leute gegenübersteht.

    Das klingt jetzt ziemlich weltfremd und unrealistisch. Wichtig wäre aber trotzdem, sich im Falle eines Falles zu überlegen, ob man dem vermeintlichen Opfer irgendwie „über drei Ecken hinweg“ zur Hilfe kommen kann, irgendwie indirekt eben – oder sollte ich besser sagen: irgendwie indirekt unreal und weltfremd? Dann fällt einem ja vielleicht doch noch eine Option ein, wie man helfen kann, ohne sich dabei selbst zu exponieren und in Gefahr zu bringen.

  11. Oberste Regel: wenn man durch Flucht die Probleme lösen kann, sollte man es tun (es sei denn man will partout die Frau beeindrucken). Falls nicht, zuerst die Polente rufen und die auf dem laufenden halten, wo es hingeht.

    Eskalieren immer vermeiden, die Frau aus der Gefahrenzone bringen oder aufpassen, dass ihr nicht gefolgt wird und ansonsten seiner Wege gehen, keine Diskussion, schon gar keine moralisch aufgeladene. Heutzutage werden schnell Messer gezückt, die Höhe des Einsatzes so gering wie möglich halten. Eine lebenslange Behinderung hat man sich ebenso schnell eingehandelt, wie Leichenstarre. Da ist eine vergewaltigte Frau letztlich ein Witz dagegen, den Held sollte man also nur spielen, wenn man tatsächlich wenigstens eine kleine Chance sieht.

  12. Da ist eine vergewaltigte Frau letztlich ein Witz dagegen.

    Danke !, endlich rückt mal jemand die Maßstäbe wieder ins richtige Lot.
    Dieser Hype um die Heiligkeit der der weiblichen Sexualität ins seiner an religiösen Wahn gemahnenden Hysterie ist tatsächlich schwer erträglich.
    Es ist eben gerade NICHT dieses Problem, das uns Gewalteskalation beschert, sondern der geringe Wert der männlichen Leben beigemessen wird, auch von Männer sich selbst gegenüber, der Gewalt in der Gesellschaft hervorruft.
    Aber das ist tiefenpsychologisch, dem will sich kaum ein Mann stellen.

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