Die Frauenquote als „Einstiegsdroge“, das Interesse von weiblichen Führungskräften an einer Erhöhung des Frauenanteils und Gleichstellung ohne eigene Verantwortung

Crumar schreibt in einem Kommentar:

Du verstehst nicht, dass die feministischen Forderungen lediglich eine EINSTIEGSDROGE sind.

Was C. v. B. schreibt ist: Na gut, jetzt gibt es die Quote bei den Aufsichtsräten, aber wir brauchen noch die für Vorstände und das Top-Management.
Und wenn man beides hat wird man feststellen, dass NACHHALTIG die Quote nur wirkt, wenn alle anderen Positionen darunter EBENFALLS quotiert sind.

Denn a. irgendwie müssen ja Frauen sich für die Führungspositionen qualifizieren, auf die sie dann (zwangsläufig) gelangen.
Und b. braucht man für Frauen in Branchen mit niedrigem Frauenanteil den eingebauten Fahrstuhleffekt, den die Parteien jetzt schon aufweisen.
Wie ich schon mehrfach geschrieben habe: Ist dieser Fahrstuhleffekt erst einmal installiert, der dem Gejammer über den niedrigen Anteil von Frauen an Organisation/Institution X folgt, tun die so installierten Frauen NICHTS, um den Frauenanteil weiter zu erhöhen. Erstens würden sie sich dann weibliche Konkurrenz ins Haus holen und zweitens wäre das (moralische) Druckmittel weg.

Was hier selten beachtet wird: In den DAX-Unternehmen sind ca. 30% der Beschäftigten weiblich.
Aber eben nicht gleich verteilt, sondern mit den üblichen Geschlechterpräferenzen – das reicht von 50% Frauenanteil bei Banken und Versicherungen zu 15% (und niedriger) in den Bereichen Maschinenbau, chemische Industrie, Automobile, Software bspw.

Während man bei Banken und Versicherungen demnach tatsächlich davon ausgehen kann, dass Frauen eine höhere Beteiligung an den Top-Positionen zusteht, ist es bei Software, Maschinenbau, Automobilen etc. eben nicht so.
Eine Quote von 30% in diesen Bereichen VERDOPPELT demzufolge deine Chance als Frau einen Führungsposten zu erhalten. Das ist der Sinn der feministischen Sprachhypnose, die mit dem Begriff „Repräsentanz“ einhergeht.

Es meint nie die „Repräsentanz“ von Frauen gemäß der realen Verteilung der Geschlechter nach Beschäftigten einer Branche, sondern ist eine hypothetische Größe, die Entscheidungen der Geschlechter für eine Branche qua Ausbildung völlig ignoriert.
Ein weiterer sprachhypnotischer Begriff ist der der „Geschlechtersegregation“ auf dem Arbeitsmarkt, der suggeriert, die Geschlechter hätten nicht qua *eigener Präferenz* entschieden, sondern wären eben „segregiert“ WORDEN. Very tricky.

Das geniale an der feministischen Strategie ist zweierlei: Allein durch ihre biologische Existenz steht Frauen die gleichberechtigte Teilhabe an ALLEM ZU.
Das ist der feministische Sinn des Begriffs „Repräsentanz“ – equality of outcome.
Nächster Trick: Sie selber sind aber für das Erlangen der Teilhabe weder verantwortlich, noch dafür zuständig. Ist die Teilhabe demzufolge nicht gewährleistet, ist dies nicht nur eine Diskriminierung von Frauen, sondern alle MÄNNER sind dann aufgefordert, dies zu ermöglichen.

Es handelt sich hier letztendlich um das Modell der (bürgerlichen) Ehe, das auf die gesamte Gesellschaft ausgewalzt wird: Egal wie es zustande gekommen ist, die Hälfte des „Familieneinkommens“ steht der Frau gesetzlich zu. Nichts zeigt die Voraussetzungen eines *bürgerlichen* Feminismus deutlicher auf; diese Grunderfahrung ist der „default“ seiner Wahrnehmung und seiner Ideologie.
Ich will das noch einmal verdeutlichen: Equality of outcome ist nicht etwa eine Erfindung der Linken, sondern eine ganz ordinäre Erfahrung bürgerlicher Frauen in der bürgerlichen Institution der Ehe – egal welchen Beitrag sie selber in dieser Institution für diese Institution geleistet hat, die RESULTATE stehen ihr zur Hälfte zu.

Zu meiner politischen Einschätzung: Wir haben hier eine (feministische) Entrismus-Strategie vorliegen, die zunächst insbesondere auf das einsickern in ehemalige Staatskonzerne bzw. Konzerne abzielt, in denen der Staat, die Kommune noch Anteile hält. Schließlich auf solche, die im weitesten Sinne „Tech“-Konzerne sind. Die bevorzugte Behandlung von Frauen in unmittelbar staatlichen Institutionen (öffentlicher Dienst) ist ja bereits durchgesetzt.

Dies wiederum hat damit zu tun, dass das „Frauenboot“ rappelvoll ist – Frauenanteile von 70-85% in bei Frauen beliebten Fächern sind schlicht schwierig steigerbar.
Nachdem die erste feministische Strategie darauf abzielte, Frauen als besondere soziale, Männer als asoziale Wesen zu verkaufen – was natürlich mit den Qualifikationen zu tun hatte, die diese Frauen erworben haben – und damit die männliche Konkurrenz aus dem Feld zu schlagen, muss sich die Strategie nun ändern.

51 Gedanken zu “Die Frauenquote als „Einstiegsdroge“, das Interesse von weiblichen Führungskräften an einer Erhöhung des Frauenanteils und Gleichstellung ohne eigene Verantwortung

  1. Macht Sinn … andererseits kommt mir das immer ein bisschen wie eine Verschwörungstheorie vor, so als ob das ganze eine straff organisierte Organisation mit Thinktanks iim Hintergrund wäre, die Strategien ausarbeiten und Handlungsempfehlungen geben, wir brauchen noch ne Ministerin hier, und ne Verfassungsrichterin da, das müssen wir so und so einfädeln .. quasi ein feministischer CFR

    mir kommt das öfter mehr wie ein zerstrittener Haufen keifender Weiber vor, jeder darauf bedacht selbst mit dem Arsch an die Wand zu kommen, und als zweite Priorität die eigene Agende zu pushen

    • „andererseits kommt mir das immer ein bisschen wie eine Verschwörungstheorie vor“
      Betrachte es mal unter diesem Aspekt:
      Solche Leute brauchen keine Verschwörung, sie wissen auch so was sie zu tun haben …..

      • sie wissen auch so was sie zu tun haben …..

        Vor allem tun die Männer es für sie weil sie 1) denken dass Frauen grundsätzlich unterdrückt sind und 2) weil sie denken sie könnten damit Wahlerfolge erringen.

    • Das Argument gegen die Verschwörungstheorie steht hier

      „Es handelt sich hier letztendlich um das Modell der (bürgerlichen) Ehe, das auf die gesamte Gesellschaft ausgewalzt wird: Egal wie es zustande gekommen ist, die Hälfte des „Familieneinkommens“ steht der Frau gesetzlich zu“

      Frauen, nicht nur Feministinnen, haben inhärent das Gefühl, ihnen stehe die Hälfte zu, von dem, was da ist.
      Dafür braucht es keine Planung, keine finstere Institution, nur Alltagsgynozentrismus.
      Dann reicht eine, die ruft: „Ich habe einen Topf entdeckt, von dem nicht die Hälfte an Frauen geht!“ und ein aufbrausender Aufschrei von „Das ist UNFAIR!! Das steht uns zu!!“ folgt unvermeidlich.

      • Frauen, nicht nur Feministinnen, haben inhärent das Gefühl, ihnen stehe die Hälfte zu, von dem, was da ist.

        Lass sie einmal für eine Weile 90% bekommen und sie werden ganz schnell das Gefühl haben, dass ihnen 90% zustehen. Mindestens!

      • „Es handelt sich hier letztendlich um das Modell der (bürgerlichen) Ehe, das auf die gesamte Gesellschaft ausgewalzt wird“
        Korrekt, sage ich seit knapp einem Jahrzehnt. Mama Staat bemerkte mit rund 30 Jahren Verspätung, daß sich frei zusammenlebende Paare doch nicht so gut abschöpfen und kontrollieren lassen, wie solche mit staatlich-kirchlichem Knebelvertrag, die zudem auch noch immer weniger wurden, je mehr die Durchschnittsbürger schlauer wurden in dem Punkte.
        Also erdachte man eine Kampagne um denen, die am sichersten ohne Knebel lebten ( also Schwule und Lesben ), einzutrichtern, daß Freiheit = Unterdrückung ist.
        Hat geklappt, everybody wants marry again, hoorai …..

      • Ich denk auch nicht,dass hier ein Verschwörung vorliegt, und die bürgerliche Ehe reflektiert auch nur die Biologie.

        Ersten besitzt die Frau mit der Gebärmutter die knappste Fortplanzungsressource. Für den Zugang dazu muss der Mann sich sowieso schon mal den Allerwertesten aufreißen.

        Dann ist die Frau in natürlicher Umgebung die meiste Zeit ihres Lebens schwanger und/oder hat einen Säugling an der Backe (bzw Brust). Damit ist sie und der Nachwuchs davon abhängig, dass der Mann bzw die Männer der Sippe Ressourcen ranschaffen.

        Wäre also verwunderlich wenn das natürliche Verhalten der Frau nicht darauf optimiert wäre, Männer zum Resourcen ranschaffen zu animieren/verpflichten und diese Verhalten aus ihrer Sicht als das natürlichste der Welt zu sehen.

        • Der grundsätzliche Transfer von Ressourcen zur Frau, die dafür die Kinder versorgt, ist sicherlich biologisch angelegt. Nicht aber, dass sie dafür 50% bekommt. Es wäre ja viel sinnvoller, wenn der Mann all das, was diese Frau und Kinder nicht wirklich brauchen in weitere Frauen und Kinder investieren könnte/würde.

          • „Nicht aber, dass sie dafür 50% bekommt. “

            Aus ihrer Sicht aber, dass sie einen größtmöglichen Teil bekommt. Das zu optimieren, war mit Sicherheit ein Selektionsdruck für Frauen.

          • „Nicht aber, dass sie dafür MINDESTENS 50% bekommt.“

            Wenn das so weiter geht, lesen wir in spätestens einem Jahr die Klage von Frauen, dass sie überhaupt etwas mit dem Mann teilen müssen und nicht einfach die volle Verfügungsgewalt über alles bekommen.
            Was sie ja qua hoher Empathie auch jedenfalls toootaaaaal gerecht verteilen würden.

          • Eine der ersten Folgen „Schlag den Raab“. Herausforder ist ein Mann. Moderator fragt die Freundin im Publikum, was sie denn denkt, wieviel sie abbekommt:

            „Ja, mindestens die Hälfte.“

        • Die bürgerliche Ehe reflktiiert eben nicht die Biologie.
          Sie ist eine, verglichen mit der Dauer der Existenz der menschlichen Evolution, von den frühen Hominiden bis heute, oder meinetwegen von der (schwierig zu datierenden) Manfestation der Gattung Homo bis heute.
          Die paar tausend Jahre sind nichts für die natürliche Auslese, selbst wenn die monotheistischen Religionen bei der Auslese kräftig gewaltsam nachgeholfen haben.
          Die bürgerliche Ehe ist nicht biologisch naturwüchsig.
          Ihre Entstehung folgt aus einer organisatorischen „Notwendigkeit“, die mit der Bildung von sesshaften, arbeitsteiligen, hierarchisch strukturierten, und bis zu einem gewissen Grad zentralistischen Gesellschaften entstanden ist.
          Ein Phänomen staatsförmiger Zivilisation.
          Wie der Name bürgerliche Ehe schon sagt, gab es sie erst mit dem Entstehen von Bürgerlichkeit. Dass die Leute nichts Anderes kennen, liegt vorwiegend daran, es (die monogame, monoandrishe Zweierfamilie) wurde ihnen über Generationen mit Gewalt eingehämmert, und so erscheint die bürgerliche Ehe als überhistorischer, quasi biologisch programmierter Basiszustand.
          Das fängt schon mit der biblischen Genesis an, der Menschheit entsteht als Zweierpärchen, das, aus dem Paradies vertrieben, eine monogame Ehe eingeht, und erst dadurch die Menschheit erzeugt. „Am Anfang war die Einehe!“
          Richtigerweise hätte das Paradies nicht nur aus Adam und Eva bestern dürfen, sondern aus einer Familiensippe, die lange Zeit die Standardform des Zusammenlebens war.
          Genauso das Konzept romantischer Liebe, die die Grundlage ewiger Liebe und eines ewigen Versprechens sein soll. Allerdings, je weiter die bürgerliche Gesellschaft zur vorherrschenden geworden ist, desto mehr kommen wieder (vor Allem in der Gesetzgebung) die ökonomischen Aspekte zum Vorschein.
          Die „Liebesromantik“ kann man sehen als Verwirklichung bürgerlicher Selbstbestimmung gegen die Aristokratie, wodurch dann eine lebenslange Bindung als freier Willensentschluss definiert werden muss, und wenn diese Bindung mehr sein soll als die beeidete, unzertrennliche ökonomische Notgemeinschaft (für die Unterschichten) oder Erwerbsgemeinschaft(für das aufstrebende Bürgertum), und der Entschluss zur Bindung mehr als schnödes betriebswirtschaftliches Denken, dann muss es eben eine tiefsitzende gefühlsmäßige Bindung, eine unsterbliche, aufopferungsvolle Liebe oder eine Seelenverwandschaft sein. Diesem verordneten Ideal laufen zwar viele Paare hinterher, aber nur bei wenigen trifft es zu, und die Verselbstständigung zur fixen Idee, die mit dem realen Ablauf vieler Ehen nichts zu tun hat, dieser innere Widerspruch schafft viel Leid und Unglück, besonders auch für Kinder.
          Die Legalisierung der Ehescheidung hat insofern viel unnötiges Leid beendet, selbst die Kirchen mussten das de facto anerkennen. Der Islam war hier in dem Punkt der Scheidung(ganz ohne Exkommunikation und Höllenstrafe) übrigens konzeptionell seiner Zeit voraus.
          Dieses romantische Ideal ist unschwer als Verbindung(Ehe?) des Aufstiegs des modernen geschäftstüchtig-kalkulierenden (vorwiegend calvinistisch-protestantischen) Bürgertums, das eher wenig Gefühligkeit hergibt, mit der sentimentalen Sehnsucht nach dem Gefühlsüberschwang und der männlichen Selbstaufopferung des mittelalterlichen Minnesangs.
          Die Liebesromantik (über-)kompensiert das kalte bürgerliche Kalkül, das als konstituierendes Gesellschaftsprinzip eher nicht bindungsfördernd ist, denn es beruht auf dem Fetisch der Konkurrenz.
          Die bürgerliche Ehe musste sich halt das Gefühlbetonte extern hereinholen, weil sie sonst im bürgerlichen Zeitalter nur eine zweckdienliche, rein ökonomische Hülle wäre.

          • Ich hatte mal gehört, dass Ehe eine Human Universal sei und mal eben bei Wikipedia nachgeschlagen:

            Language and cognition
            • Language employed to misinform or mislead
            • Abstraction in speech and thought
            • Binary cognitive distinctions
            • Prestige from proficient use of language (e.g. poetry)
            • Planning
            • Units of time
            Society
            • Personal names
            • Family or household
            • Kin groups
            • Peer groups not based on family
            • Statuses and roles
            • Gender roles
            Marriage, though this is disputed
            • Husband older than wife on average
            • Copulation normally conducted in privacy
            • Incest prevention or avoidance, incest between mother and son unthinkable or tabooed
            • Sexual jealousy
            • Sexual violence
            Myth, ritual and aesthetics
            • Magical thinking
            • Attempts to control weather
            • Beliefs and narratives

            https://en.wikipedia.org/wiki/Cultural_universal#List_of_cultural_universals

            Es wird zwar noch diskutiert, aber es spricht einiges dafür…

            Die anderen Punkte fand ich auch interessant.

          • http://archive.is/4C3ep

            „FOCUS: Was bedeutet das praktisch?

            Eibl-Eibesfeldt: Ein generationsübergreifendes Überlebensethos. Ich würde vorschlagen, daß sich Europa unter Einbeziehung Osteuropas großräumig abschottet und die Armutsländer der Dritten Welt durch Hilfen allmählich im Niveau hebt. Wenn wir im Jahr 1,5 Millionen Menschen aus der Dritten Welt aufnähmen, würde das dort überhaupt nichts ändern – das gleicht der Bevölkerungsüberschuß, wie Hubert Markl unlängst betonte, in einer Woche wieder aus, solange es keine Geburtenkontrolle gibt. Man kann gegen eine Bevölkerungsexplosion in diesem Ausmaß sonst nichts tun, bestenfalls das Problem importieren, wenn man dumm ist.“

            Fast so als hätten die der Mutti ein Drehbuch geschrieben.

          • Allein aus der Weise der menschlichen Fortpflanzung müssen Mann und Frau nicht nur ein unterschiedliche Sicht auf Sex haben sondern auch eine unterschiedliche Sicht auf das ökonomische Zusammenleben (aka Ehe).

            Vereinfacht oder überspitz ausgedrückt bestimmt die Biologie folgende „a priori“ Weltsicht:

            – Der Mann „weiß“, dass er sich alles selbst erarbeiten muss und dass er dafür sorgen muss, dass die Früchte seiner Arbeit seinem leiblichen Nachwuchs, oder zumindest dem Nachwuchs enger Verwandter zukommen.

            – Die Frau „weiß“, dass sie schwanger und mit Säugling (was für den Großteil der Menschheitsgeschichte für die Frau Dauerzustand war) keine Chance hat, selber für ihre und ihrer Kinder Grundbedürfnisse zu sorgen. Daher ist es für sie selbstverständlich, dass sie den Mann dazu bringen muss mit ihr zu teilen, genauso wie sie selbsverständlich davon ausgehen muss, dass ihr das zusteht.

            Das ganze Gefühlsgedöns drumherum ist nur ein „Trick“ der Biologie um das zu erreichen.

          • Ich würde vorschlagen, daß sich Europa unter Einbeziehung Osteuropas großräumig abschottet und die Armutsländer der Dritten Welt durch Hilfen allmählich im Niveau hebt.
            Nette Idee. Dazu müssten die Industriestaaten allerdings dort leicht Summen in Höhe des eigenen Staatshaushaltes investieren. Und selbst dann würde über kurz oder lang das Geld nicht mehr reichen, da die Bevölkerung dort zu stark anwächst. Die einzige zielführende Lösung für Afrika und andere betroffene Länder ist Bevölkerungsreduktion. Erst wenn die eigene wirtschaftliche Leistung in einem gesunden Verhältnis steht kann dort Friede und Wohlstand einziehen.

            Humanitäre Hilfen steuern dieser notwendigen Entwicklung allerdings entgegen, da sie immer mehr Menschen helfen zu überleben ohne ihre Situation nachhaltig verbessern zu können. Nur will für eine solche Entscheidung natürlich niemand den Kopf hinhalten und als Mi­s­an­th­rop gebrandmarkt werden.

            Selbst die massiven Versuche aus Afrika auszuwandern können die Probleme nicht lösen, sondern bestenfalls zeitlich nach hinten verschieben.

          • @ Wer denke …:
            Ich habe den Eindruck das Du an manchen Stellen Deines Kommentars, die monogame Paarbeziehung mit der bürgerlichen Ehe durcheinanderbringst.

          • @only_me : Die WP ist bekanntlich leider an vielen Stellen, die das Soziale betreffen, bestenfalls Pennälerniveau. Patriarchat, Matriarchat, Ehe, Familie*¹—so simpel und feststehend ist das alles nicht.

            Zu Familienbegriff und Familienverhältnissen:
            Das ist ein ein Grundirrtum, der durch Betriebsblindheit entsteht, bzw. durch die Befangenheit in der Gesellschaftsordnung, die aktuell die vorherrschende ist. Sicherlich zu einem großen Teil auch durch die christliche Missionierung,
            die diese Vorstellung als einzig mögliche mit dem Schwert durchgesetzt hat.
            Die „Familie“ als Mann/Frau-Einehe ist ein Produkt der Zivilisation, d.h. einer komplexen, hierarchischen, im Grunde bürgerlich-sesshaften Ordnung mit bestimmten religiösen Vorstellungen, bestimmten Besitzbegriffen, und bestimmten Vorstellungen von Loyalität, Verantwortung und Herrschaft.
            Sie existiert erst seit einigen Tausend Jahren.
            Der heutige Mensch projiziert seine Gesellschaftsordnung als überhistorisch, weil sie ihm als naturgegeben vorkommt, denn er kennt keine andere.

            Für viele ist z.B. menschliche Kommunikation verdinglicht in Handy oder Smartphone, außerhalb können manche so gut wie gar nicht vernünftig kommunizieren, sondern nur aufsaugen oder keifen. Irgendwann in der Zukunft werden die sich mal fragen, was die Leute im Jahr 1900 wohl für ein Handy hatten, um miteinander zu sprechen, ohne ging ja wohl nicht, denn worauf sollte die geeignete Social App denn sonst laufen?
            Dass es mal eine App gab, die sich Buschtrommeln nannte, und ohne Akku funktionierte, werden diese Leute dann erstmal für ein Hirngespinst halten, und wenn das einer vorführt, werden sie aus dem Staunen nicht herauskommen.
            Und erst, dass Leute angeblich einst nur mit den Stimmbändern und der Körpersprache kommunizierten, und sogar ohne 3D-Brille……ein Fall für den Psycho-Doc, wer solche Eingebungen hat !
            Das ist das Selbstbild, das jede Gesellschaftsformation von sich erzeugt, nämlich sie sei die natürliche Ordnung, ob man das jetzt pseudowissenschaftlich oder religiös rechtfertigt.
            Vor 3 Jahrhunderten war die Monarchie die natürliche UND göttlliche Ordnung, weil die Natur und alles, was existiert(außer Gott selbst), von Gott erschaffen sei. Die Sonne drehte sich um die Erde, das war gültiges Wissen, das wußte man „von Natur aus“. Es war von der Kirche abgesegnet, und die war die Stellvertreterin Gottes. So wie die Öffentlich-Rechtlichen die Stellvertreterinnen „der Wahrheit“.
            Die ständische Ordnung und die Unterschiede darin galten als ebenfalls und ganz besonders als gottgewollt.
            Wer was Anderes behauptete, war ein Ketzer.
            Damals gab es eine feudale Ständewirtschaft mit Leibeigenschaft und einem gewissen externen Handel. Heute gilt eben Kapitalismus als natürliche Ordnung, früher war es eine Mischung von Geld- und Naturalwirtschaft/Subsistenzwirtschaft.
            Im alten Rom der Republik und der Kaiserzeit gab es Sklavenarbeit, Geldwirtschaft, Tributsystem und ein gewisses Maß an Handel, und die Gesellschaft war wenigstens z.T. bürgerlich, die Gesellschaft unterteilt in die Klassen der Patrizier, freien Plebejer, Priester und Sklaven, und in verschiedene Formen von Gemeinschaften mit institutionellem Charakter, wie Gens*¹, Phratrie, Militärgliederung, die eigene demokratische Körperschaften und gewählte Vertreter hatten, wie wie z.B. Militärtribune, Volkstribune, Senatoren.
            Es gab verschiedene gewählte Volksvertreter (Magistrate) und Versammlungen:
            Der Senat war die Körperschaft der Patrizier, entgegen dem heutigen Vorurteil war der Senat NICHT so eine Art gewählte Volksvertretung, seine Mitglieder wurden aus den Patriziern, meist ehemaligen hohen Amtsträgern durch Censoren ernannt, er war im Prinzip eine Adelsversammlung.
            Die Gesetzesgebung, früher auch die Rechtssprechung, oblag den Versammlungen comitia tributa (Volksversammlung nach Stämmen), comitia centuriata (Volksvers. nach Centurien) und dem concilium plebis (Plebejerversammlung).
            Heute versteht man meist den römischen Staat als Demokratie während der Republik, mit dem Senat als eine Art Bundestag, oder als Monarchie während dem Kaiserreich, mit dem Kaiser als eine Art grenzenloser Tyrann, was aber so nicht stimmt, bzw. deutlich komplizierter war.
            Die Beamtenschaft war anfangs rein patrizisch, später z.T. auch plebejisch.
            Es gab die Einehe, die ein religiöses Sakrament darstellte, aber nicht im katholischen Sinne. Es gab Konkubinat, und Scheidung, und gewisse Ausschweifungen waren religiös missbilligt, andere erlaubt.
            Ziemlich ähnlich war es davor in der attischen Demokratie.
            Auch dort gab es Gens*²(Sippe), Phratrie (Sippengruppe) und Phylos (Stamm), nach denen der Demos eingeteilt war, und die verschiedene Machtbefugnisse und Riten hatten.
            In den Stammesgesellschaften war die Kernfamilie größer, Erbschaftsrecht und Verwandschaften waren anders strukturiert, es gab hier auch Organe der Phratrie, des Stammes, der Gens*², wie noch bei den Römern, siehe Gens Iulia „Gaius Iulius Caesar“, Gens Claudia „Appius Claudius Pulcher“ usw..
            Z.B. gab es ganz andere Familienstellungen als die heutigen, die Rollen waren anders differenziert, es gab Vaterbruder, Mutterbruder, Gattenbruder, Gattinnenbruder, teilweise sprang bei Tod des Ehegatten der Gattenbruder an dessen Stelle als Familienoberhaupt bzw. Ehegatte, sowie Gattenschwester und Gattinnenschwester, Cousins mütterlicherseits und väterlicherseits, Geschwister, die heute Cousins und Cousinen heißen würden, die z.T. ganz verschiedene Rollen und Wertigkeiten, vor allem anders als heute, hatten.
            Weil z.B. je nachdem teils die Töchter außerhalb der Sippe verheiratet wurden, andernteils die Söhne. Es ist klar, dass in einer Sippe der Bruder eines eingeheirateten Mitglieds-Gatten nicht dieselben Funktionen und Vorrechte hatte, wie der Bruder der autochtonen Gattin, oder umgekehrt, wenn die Frauen auswärtig verheiratet wurden; usw. usf.
            Man fand diese unterschiedlichen Familienstrukturen auch noch bei amerikanischen Ureinwohnern wie Irokesen, und bei vielen urwüchsigen Stammesvölkern bis in die heutige Zeit.
            Vgl. z.B. die Versimpelung zu „Onkel und Tante“ aus Onkel, Oheim, Tante, Base usw. hier :
            https://de.m.wikipedia.org/wiki/Verwandtschaftsbeziehung#Onkel_und_Tante
            Ist alles noch gar nicht so lange her, dass man in Deutschland noch von „Oheim“ und „Base“ sprach. Heute gibt es nur Onkel und Tante.
            Gab es sogar in meiner Kindheit in Hessen, Eingeheirateten-Status: „eigeheiert“ war auch noch nach 30 Jahren „eigeheiert“, und die Verwandten der Eingeheirateten waren auch im Prinzip Auswärtige, „Eigeheierte“, im Gegensatz zu den Eingeborenen, ganz zu schweigen von „de Oigeplackte“, die überhaupt nur ganz einfach zugezogen waren und evtl.nach einer Generation immer noch irgendwie nicht dazu gehörten, hinter vorgehaltener Hand.

            „Morgan, der sein Leben großenteils unter den noch jetzt im Staat New York ansässigen Irokesen zugebracht und in einen ihrer Stamme (den der Senekas) adoptiert worden, fand unter ihnen ein Verwandtschaftssystem in Geltung, das mit ihren wirklichen Familienbeziehungen im Widerspruch stand. Bei ihnen herrschte jene, beiderseits leicht lösliche Einzelehe, die Morgan als „Paarungsfamilie“ bezeichnet. Die Nachkommenschaft eines solchen Ehepaars war also vor aller Welt offenkundig und anerkannt; es konnte kein Zweifel sein, auf wen die Bezeichnungen Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Bruder, Schwester anzuwenden seien. Aber der tatsächliche Gebrauch dieser Ausdrücke widerspricht dem. Der Irokese nennt nicht nur seine eignen Kinder, sondern auch die seiner Brüder seine Söhne und Töchter; und sie nennen ihn Vater. Die Kinder seiner Schwestern dagegen nennt er seine Neffen und Nichten, und sie ihn Onkel. Umgekehrt nennt die Irokesin, neben ihren eignen Kindern, diejenigen ihrer Schwestern ihre Söhne und Töchter, und diese nennen sie Mutter. Die Kinder ihrer Brüder dagegen nennt sie ihre Neffen und Nichten, und sie heißt ihre Tante. Ebenso nennen die Kinder von Brüdern sich untereinander Brüder und Schwestern, desgleichen die Kinder von Schwestern. Die Kinder einer Frau und die ihres Bruders dagegen nennen sich gegenseitig Vettern und Kusinen. Und dies sind nicht bloß leere Namen, sondern Ausdrücke tatsächlich geltender Anschauungen von Nähe und Entferntheit, Gleichheit und Ungleichheit der Blutsverwandtschaft; und diese Anschauungen dienen zur Grundlage eines vollständig ausgearbeiteten Verwandschaftssystems, das mehrere hundert verschiedne Verwandtschaftsbeziehungen eines einzelnen Individuums auszudrücken imstande ist. Noch mehr. Dies System ist nicht nur in voller Geltung bei allen amerikanischen Indianern (bis jetzt ist keine Ausnahme gefunden), sondern es gilt auch fast unverändert bei den Ur- |37| einwohnern Indiens, bei den drawidischen Stämmen in Dekan und den Gaurastämmen in Hindustan. Die Verwandtschaftsausdrücke der südindischen Tamiler und der Seneka-Irokesen im Staate New York stimmen noch heute überein für mehr als zweihundert verschiedne Verwandtschaftsbeziehungen. Und auch bei diesen indischen Stämmen, wie bei allen amerikanischen Indianern, stehn die aus der geltenden Familienform entspringenden Verwandtschaftsbeziehungen im Widerspruch mit dem Verwandtschaftssystem.“
            „Die eben erwähnten Verwandtschaftssysteme und Familienformen unterscheiden sich von den jetzt herrschenden dadurch, daß jedes Kind mehrere Väter und Mütter hat. Bei dem amerikanischen Verwandtschaftssystem, dem die hawaiische Familie entspricht, können Bruder und Schwester nicht Vater und Mutter desselben Kindes sein; das hawaiische Verwandtschaftssystem aber setzt eine Familie voraus, in der dies im Gegenteil die Regel war. Wir werden hier in eine Reihe von Familienformen versetzt, die den bisher gewöhnlich als allein geltend angenommenen direkt widersprechen. Die hergebrachte Vorstellung kennt nur die Einzelehe, daneben Vielweiberei eines Mannes, allenfalls noch Vielmännerei einer Frau, und verschweigt dabei, wie es dem moralisierenden Philister ziemt, daß die Praxis sich über diese von der offiziellen Gesellschaft gebotenen Schranken stillschweigend aber ungeniert hinwegsetzt. Das Studium der Urgeschichte dagegen führt uns Zustande vor, wo Männer in Vielweiberei und ihre Weiber gleichzeitig in Vielmännerei leben und die gemeinsamen Kinder daher auch als ihnen allen gemeinsam gelten; Zustände, die selbst wieder bis zu ihrer schließlichen Auflösung in die Einzelehe eine ganze Reihe von Veränderungen durchmachen. Diese Veränderungen. sind der Art, daß der Kreis, den das gemeinsame Eheband umfaßt und der ursprünglich sehr weit war, sich mehr und mehr verengert, bis er schließlich nur das Einzelpaar übrigläßt, das heute vorherrscht.“

            „Nachträglich bemerke ich noch, daß die Berichte der Reisenden und Missionare über Belastung der Weiber mit übermäßiger Arbeit bei Wilden und Barbaren dem Gesagten keineswegs widersprechen. Die Teilung der Arbeit zwischen beiden Geschlechtern wird bedingt durch ganz andre Ursachen als die Stellung der Frau in der Gesellschaft.
            Völker, bei denen die Weiber weit mehr arbeiten müssen, als ihnen nach unsrer Vorstellung gebührt, haben vor den Weibern oft weit mehr wirkliche Achtung als unsre Europäer. Die Dame der Zivilisation, von Scheinhuldigungen umgeben und aller wirklichen Arbeit entfremdet, hat eine unendlich niedrigere gesellschaftliche Stellung als das hartarbeitende Weib der Barbarei, das in seinem Volk für eine wirkliche Dame (lady, frowa, Frau = Herrin) galt und auch eine solche ihrem Charakter nach war.“

            *¹ Begriff „Familie“:

            „Das Wesentliche ist die Einverleibung von Unfreien und die väterliche Gewalt; daher ist der vollendete Typus dieser Familienform die römische Familie. Das Wort familia bedeutet ursprünglich nicht das aus Sentimentalität und häuslichem Zwist zusammengesetzte Ideal des heutigen Philisters; es bezieht sich bei den Römern anfänglich gar nicht einmal auf das Ehepaar und dessen Kinder, sondern auf die Sklaven allein. Famulus heißt ein Haussklave, und familia ist die Gesamtheit der einem Mann gehörenden Sklaven. Noch zu Gajus Zeit wurde die familia, id est patrimonium (d.h. das Erbteil) testamentarisch vermacht. Der Ausdruck wurde von den Römern erfunden, um einen neuen gesellschaftlichen Organismus zu bezeichnen, dessen Haupt Weib und Kinder und eine Anzahl Sklaven unter römischer väterlicher Gewalt, mit dem Recht über Tod und Leben aller, unter sich hatte.“

            *² Gens, Gentes, Gentilverfassung:

            „Nach Grotes griechischer Geschichte wurde speziell die athenische Gens zusammengehalten durch:
            1. Gemeinsame religiöse Feierlichkeiten und ausschließliches Recht des Priestertums zu Ehren eines bestimmten Gottes, des angeblichen Stammvaters der Gens, der in dieser Eigenschaft durch einen besondern Beinamen bezeichnet wurde.
            2. Gemeinsamen Begräbnisplatz (vgl. Demosthenes‘ „Eubulides“)
            3. Gegenseitiges Beerbungsrecht.
            4. Gegenseitige Verpflichtung zu Hülfe, Schutz und Unterstützung bei Vergewaltigung.
            5. Gegenseitiges Recht und Verpflichtung zur Heirat in der Gens in gewissen Fällen, besonders wo es Waisentöchter oder Erbinnen betraf.
            6. Besitz, wenigstens in einigen Fällen, von gemeinsamem Eigentum mit einem eignen Archon (Vorsteher) und Schatzmeister.

            Sodann band die Vereinigung in der Phratrie mehrere Gentes zusammen, doch weniger eng; doch auch hier finden wir gegenseitige Rechte und Pflichten ähnlicher Art, besonders Gemeinsamkeit bestimmter Religionsübungen und das Recht der Verfolgung, wenn ein Phrator getötet worden. Die Gesamtheit der Phratrien eines Stammes hatte wiederum gemeinsame, regelmäßig wiederkehrende heilige Feierlichkeiten unter Vortritt eines aus den Adligen (Eupatriden) gewählten Phylobasileus (Stammvorstehers).

            Der griechischen Gens kommt […] ferner zu:
            7. Abstammung nach Vaterrecht.
            8. Verbot der Heirat in der Gens außer im Fall von Erbinnen. Diese Ausnahme und ihre Fassung als Gebot beweisen die Geltung der alten Regel. Diese folgt ebenfalls aus dem allgemein gültigen Satz, daß die Frau durch die Heirat auf die religiösen Riten ihrer Gens verzichtete und in die ihres Mannes übertrat, in dessen Phratrie sie auch eingeschrieben wurde. Heirat außerhalb der Gens war hiernach und nach einer berühmten Stelle des Dikäarchos Regel, und Becker im „Charikles“ nimmt geradezu an, daß niemand innerhalb seiner eignen Gens heiraten durfte.
            9. Das Recht der Adoption in die Gens; es erfolgte durch Adoption in die Familie, aber mit öffentlichen Formalitäten und nur ausnahmsweise.
            10. Das Recht, die Vorsteher zu erwählen und abzusetzen. Daß jede Gens ihren Archon hatte, wissen wir; daß das Amt erblich in bestimmten Familien sei, wird nirgends gesagt. Bis ans Ende der Barbarei ist die Vermutung stets gegen strikte {2} Erblichkeit, die ganz unverträglich ist mit Zuständen, wo Reiche und Arme innerhalb der Gens vollkommen gleiche Rechte hatten.

            Nicht nur Grote, sondern auch Niebuhr, Mommsen und alle andern bisherigen Geschichtsschreiber des klassischen Altertums sind gescheitert an der Gens. So richtig sie auch viele ihrer Merkmale aufgezeichnet haben, so sahn sie in ihr stets eine Gruppe von Familien und machten es sich damit unmöglich, die Natur und den Ursprung der Gens zu verstehn. Die Familie ist unter der Gentilverfassung nie eine Organisationseinheit gewesen und konnte es nicht sein, weil Mann und Frau notwendig zu zwei verschiednen Gentes gehörten. Die Gens ging ganz ein in die Phratrie, die Phratrie in den Stamm; die Familie ging auf halb in die Gens des Mannes und halb in die der Frau. Auch der Staat erkennt im öffentlichen Recht keine Familie an; sie existiert bis heute nur für das Privatrecht. Und dennoch geht unsre ganze bisherige Geschichtsschreibung von der, namentlich im achtzehnten Jahrhundert unantastbar gewordnen, absurden Voraussetzung aus, die monogame Einzelfamilie, die kaum älter ist als die Zivilisation, sei der Kristallkern, um den sich Gesellschaft und Staat allmählich angesetzt habe.“

    • Ich übersetze mal: „Das passt nicht in mein Weltbild, ergo seid ihr Spinner“. DAS ist es, was das Wort „Verschwörungstheorie“ aussagt, mehr nicht. Und dabei ist es auch egal was die Daten sagen.

      Feministischer Entryism ist real, ich weiß garnicht wie ich es dir klarer machen soll als „Schau dir die Realität an“.

  2. Sucht mal nach Gehalt für eine Hausfrau.

    Da wird also ein Gehalt für die Hausfrau berechnet und gefordert. Die Beträge sind dann Netto und liegen zwischen 1700 Euro bis 5000 Euro. Ohne Abzüge versteht sich.
    Das dürfte stellenweise weit über den 50% liegen, Taschengeld, zur freien Verfügung.
    Es wird dann ein 12 bis 16 Stundentag berechnet, die Zeit läuft mit dem Zeitpunkt des Ausstehen und endet mit dem zu Bett gehen. Ich weiß jetzt nicht ob ehelicher Sex als Dienstleistung berechnet wurde..
    Da müssen dann Durchschnittverdiener noch ein paar Stunden arbeiten gehen.
    Denn es wurde nirgendwo gefordert sich an den Kosten zu beteiligen, Wohnung, Heizung, Strom, Wasser, Nahrung.-

    Gehen wir mal von dem geforderten steuerfreien Einkommen von 2500 Euro aus.
    Die laufenden Kosten für Miete, Strom. Wasser bei einem 3 -4 Personenhaushalt dürften sich dann auf ca. 1600 Euro belaufen. Dann das Taschengeld für die Kinder sagen wir einmal 100 Euro mtl.
    Das Auto kostet noch einmal 500 Euro mtl., Dann wäre alleine hierfür ein Einkommen von 4700 Euro Netto erforderlich. Hinzu kommen dann noch 500 – 600 Euro mtl. für Lebensmittel.
    Alle Achtung.
    Natürlich braucht sich die Frau nicht an den Kosten beteiligen.

    Veranschlage ich einmal was ich als Single täglich an Zeit für Hausarbeit investiert habe und multipliziere das mit 3, dann kommen 6 Stunden zusammen kommen wir auf einen Stundenlohn von knapp ( 2500 / (6*30)) 14 Euro. Bei einer 5 Tagewoche ca. 20 Euro

    Eine Haushälterin kosten mich 10 Euro.

    Jetzt lasst uns das mal auf die Wirtschaft übertragen. Es werden 6 Stunden berechnet wie 8, 10, 12 Stunden. Alle anfallenden Kosten und Arbeiten werden auf die andere Hälfte der Mannschaft verteilt.
    Scheiße, ich will auch Frau sein.

    • Besuche mal eine Jugendpsychiatrische Anstalt, du wirst ne Menge Jungs mit Brüsten sehen und kaum Mädchen mit Bartwuchs.
      Ich denke ich werde mir auch wieder die Ohrlöcher aus den 80ern freistechen und Frau im Perso eintragen lassen und zur Feministin werden.

    • Irgendwie habe ich den Eindruck, daß solche Berechnungen, die auf 1700€ netto für Freizeit kommen, von Leuten publiziert werden, die ernsthaft meinen, den gesamten Rest der Welt für grenzdebil halten zu können.
      Nun, ich habe fast mein ganzes ( Erwachsenen-)Leben außerhäusig gearbeitet.
      Habe keine 1700€ netto gehabt ( zumindest meistens nicht ).
      Und ich habe die meiste Zeit allein, also ohne Paarbeziehung gelebt.
      Und ich konnte mir keinen Butler, keine Putzfrau, keinen Elektriker, keinen Tischler, keinen Schweißer, keinen Mechaniker, keinen Tapezierer, keinen Maler, keinen Fahrer, keinen Koch, keinen Gärtner, keinen Waschservice etc.pp. leisten.
      Ergo habe ich das alles neben der Arbeit auch noch gemacht.
      In meiner Freizeit, für die mir niemand auch nur einen Cent gespendet hat. Ach ja, ein paar Jahrte lang war ich auch noch Vater dabei und hatte die zweite Nachthälfte als Schicht, weil die derzeitige Exe, nicht wach wurde, wenn das Kind irgendein Bedürfnis hatte.

      So!
      Wofür sollen hauptberufliche Freizeithausfrauen denn nun konkret bezahlt werden?
      Zumal die ja immer noch die meisten der oben angeführten Jobs an andere ( i.d.R. irgendwelche Männer ) delegieren.
      Dafür, daß sie vielleicht zwei bis drei Portionen kochen, statt nur einer, was arbeitstechnisch nicht der riesige Unterschied ist, etwas mehr Dreck wegmachen, und die etwas größere Menge Wäsche waschen, plus ein paar Kleinigkeiten, die den Kohl auch nicht fett machen etwa?
      Absurd!

  3. Zitat: „Frauen, nicht nur Feministinnen, haben inhärent das Gefühl, ihnen stehe die Hälfte zu, von dem, was da ist.“

    Ja, ich hab auch immer das Gefühl, dass wenn es etwa gleichviel Männer und Frauen gibt, es eigentlich doch Partnerschaften für fast alle geben müsste.
    Wenn aber mittels Men-Sharing und -Rotation die Hälfte leer ausgeht, wo ist dann die Grundlage für Gleichberechtigung oder gar Gleichstellung?

    Der Gleichstellung bei Einkommen und Macht muss natürlich Gleichstellung bei der Selektion gegenüberstehen!
    Gleichberechtigung haben die Frauen ja längst, und solange die Gleichstellung bei der Selektion nicht erfüllt wird, ja noch nichtmal darüber geredet wird, brauchen Frauen eigentlich gar nicht den Mund aufzumachen, was unverschämte kollektivistische Forderungen angeht!

    Also Frauen, dann macht Euch mal ’nen Kopf, wie das zukünftig mit der 1 zu 1 Zuteilung von Männern und Frauen laufen soll. Und wenn Ihr das gar nicht wollt, dass da wer zwangszugeteilt wird, Ihr Euch aber weiterhin das sozial-zersetzende animalische Recht der Aus(!)selektion nicht nehmen lassen wollt, dann müsst Ihr Euch eben mit Gleichberechtigung begnügen.

  4. Ich würde Crumar an einer Stelle widersprechen:

    „Während man bei Banken und Versicherungen demnach tatsächlich davon ausgehen kann, dass Frauen eine höhere Beteiligung an den Top-Positionen zusteht, ist es bei Software, Maschinenbau, Automobilen etc. eben nicht so.“

    Auch bei Banken und Versicherungen kann man nicht ohne Weiteres davon ausgehen, dass Frauen eine höhere Beteiligung zusteht. Die Formel „Frauenanteil gesamt in der Branche = Frauenanteil in Führungspositionen“ würde nur gelten, wenn man annähme, Männer und Frauen brächten den gleichen Einsatz, die gleiche Leistung. Während ich nicht bezweifle, dass Frauen in vielen Bereichen den gleichen Einsatz und die gleiche Leistung zeigen KÖNNEN, glaube ich nicht, dass sie es (im Schnitt) auch TUN. Wir wissen ja, dass Männern Karriere und Status oft wichtiger ist, während Frauen die Work-Life-Balance wichtig ist.

    Darum glaube ich, dass jede Diskussion darüber, wie groß der Frauenanteil (oder der Anteil irgendeiner Bevölkerungsgruppe)in Führerungspositionen angemessen wäre, grundsätzlich falsch ist. Entscheidend ist, dafür zu sorgen, dass Führungskräfte fair und nach Leistung/Kompetenz ausgewählt werden. Wenn dabei 100% Frauen rauskommen, ok. Wenn dabei 100% Männer rauskommen, auch ok. Und alles dazwischen.

    • Korrekt, Partizipation leitet noch lange keinen Führungsanspruch ab. Nur Leistung. Ja, nicht Leistung im physikalischen Sinne, sondern im wirtschaftlichen. Dazu gehören auch Netzwerken sowie „Smoke and Mirror“ Spielchen, das ist ganz normal.

  5. Ist das heutige Mindset bei vielen. Man forderte ja sogar schon Quoten bei Preisverleihung – also Inhalt und Leistung sind nur Nebensache, Hauptsache irgendwelche Frauen gewinnen.

    Daher wird auch von Feministinnen einfach alles sexualisiert, damit Frauen überall aus der Luft heraus Frauendiskriminierung behaupten können – dann wird auch schon Mal eine Diskussion von zwei Männern Sexismus unterstellt, weil doch keine Frau dabei ist und ihre viel wichtigere Meinung dazu sagt. Ein Podium mit acht Frauen die über Männerprobleme reden ist natürlich kein Problem.

    • „Daher wird auch von Feministinnen einfach alles sexualisiert, damit Frauen überall aus der Luft heraus Frauendiskriminierung behaupten können …“

      Guter Punkt!

    • „Man forderte ja sogar schon Quoten bei Preisverleihung“
      Kein Problem, dann aber gleich getrennte Wettbewerbe UND Preisverleihungen, wie z.B. bei der Schachweltmeisterschaft.

  6. „Es handelt sich hier letztendlich um das Modell der (bürgerlichen) Ehe, das auf die gesamte Gesellschaft ausgewalzt wird: Egal wie es zustande gekommen ist, die Hälfte des „Familieneinkommens“ steht der Frau gesetzlich zu.“

    Das ist pointiert und eingängig. Aber warum sind dann die Feministinnen gegen die Ehe und das Ehesplitting?

    Und dass sie sich für alle Frauen sich einsetzen würden, ist auch glatt gelogen. Die Feministinnen wollen nur eine Quote für die allerwichtigsten, politisch zentralen Jobs in der Wirtschaft.

    Um von diesen zentralen Machtpositionen aus die Gesellschaft feministisch zu beeinflussen und dann vollends beherrschen zu können. Feminsimus ist ein purer Kult der Macht, lustigerweise um das „überlegende weibliche Einfühlungsvermögen“.

    Die „Gleichstellung der Frau“ interessiert die Feministinnen nicht die Bohne, dies ist nur der Vorwand, an die Chefposten zu kommen, in den Medien, in der Politik und demnächst auch in der Wirtschaft.

    Die Feministinnen haben auch nicht vor, irgendeine bürgerliche Ordnung der Gesellschaft zu verschreiben – die Feministinnen wollen eine *totalitäre* Ordnung, die Merkmale von Faschismus und Kommunismus vereint. Eine Diktatur der progressiven Weltanschauung, von der der Feminismus ein Teilaspekt von ist.

    • Die „progressive Weltanschauung“, was soll das sein? Die Feministen und Pseudolinken gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass ihre Ideologie fortschrittlich ist, aber begründen das nur mit ihrer Ideologie – ein Zirkelschluss! Was bitte ist an Gleichstellung fortschrittlich, inwiefern bringt Gleichstellung die Gesellschaft, die Zivilisation oder die Menschheit voran? Der emanzipatorische Aspekt der Suffragetten wird durch den Identitäts-Aspekt, die ökonomische Klassenzugehörigkeit durch Gender ersetzt. Susanne Klatten ist mit Lieschen Müller an der Front gegen das Patriarchat. Verrückt reaktionär.

      • „Die „progressive Weltanschauung“, was soll das sein?“

        Dafür gibt es leider keinen allgemeinen Begriff. Also muss man selbst einen schaffen!
        Es ist ja keine logisch, in sich kohärente Ideologie, sondern ein ziemliches Sammelsurium: deshalb „Weltschauung“. Das ganze hat religiösen Charakter, was auch zu „Weltanschauung“ passt.
        Und „progressiv“, weil die meinen, dass ihr „Fortschritt“ der einzig richtige und notwendige sei.

        „aber begründen das nur mit ihrer Ideologie“ — Dafür wird keine Begründung gegeben. Bestenfalls gibt es noch ein „das ist gut für die nachfolgenden Generationen“ usw.

        „Was bitte ist an Gleichstellung fortschrittlich, inwiefern bringt Gleichstellung die Gesellschaft, die Zivilisation oder die Menschheit voran?“

        Das ist auch recht einfach zu erklären: man muss das vermeintliche Endergebnis der Gleichberechtigung in einer strikt paritätischen Besetzung aller Positionen sehen. Das ist Dogma und wird nie begründet. Die progressive Weltanschauung besteht geradezu aus solchen Dogmen. Ist genauso wie bei einer dogmatischen Religion. Ich meine, die „Progressiven“ sind nichts anderes als eine sakularisierte christliche Sekte, so ist das gesamtgeschichtlich einzuordnen.

        • Das dumme Fehrlerchen war es die Religion insgesammt zu verteufeln und mitsammt der Traditionen über Bord zu werfen.
          Die waren vielleicht nicht perfekt aber der neue Kappes ist noch ungenießbarer.

    • @ Alex:
      „Aber warum sind dann die Feministinnen gegen die Ehe“
      Sind sie doch gar nicht, sie fordern doch sogar, daß Schwule, Lesben, sonstige Randerscheinungen auch alle heiraten sollen.

    • Nur weil sich eine Ideologie und ihre PriesterInnen progressiv nennen oder das selber glauben, müssen sie es noch lange nicht sein.
      Ich sehe nicht, dass der Feminismus irgendwie unsere Gesellschaft zum Besseren verändert, was ich sozialen Fortschritt nennen würde. Im Gegenteil halte ich den Feminismus in seiner Wirkung, auf die es letztlich ankommt, für rückschrittlich.

  7. Archive.org

    A boy and his dog

    Einfach mal anschauen.
    Auch als Apokalypse 2024 bekannt.
    Der Film (public irgendwas, also legal anschau-, downloadbar) befasst sich mit dem Geschlechterzweierlei.
    Diente als Inspiration unter anderem für Mad Max und Fallout.
    Feministinnen scheinen ihn je nach Dekade als feministisch oder antifeministisch gefeiert bzw. verteufelt zu haben.

    Das bürgerlich Ehemodel kommt auch drin vor, wenngleich unterirdisch.

    Der einzige Film mit einem Happy End aus mgtow Sicht. 🐸

  8. Dass das „Patriachat“ bzw „patriachalische“ Kulturen sich in der Vergangeheit immer wieder durchgesetzt haben, ist wahrscheinlich kein Zufall.

    Das ist eine reine Bestandsaufnahme und soll jetzt kein Plädoyer sein, das für immer so fortzusetzen.

  9. „Ich will das noch einmal verdeutlichen: Equality of outcome ist nicht etwa eine Erfindung der Linken, sondern eine ganz ordinäre Erfahrung bürgerlicher Frauen in der bürgerlichen Institution der Ehe – egal welchen Beitrag sie selber in dieser Institution für diese Institution geleistet hat, die RESULTATE stehen ihr zur Hälfte zu.“

    Mal wieder der Versuch eines Linken, die moerderischen Sozialexperimente der Marxisten schoen zu reden und den ‚Anderen‘ in die Schuhe zu schieben. Die monogame Ehe gab es schon vor Marx, vor der Industrialisierung und auch schon vor dem Christentum. In Zeiten des Mangels (wie bei meiner Grosseltern-Generation, die 2 Weltkriege durch machten) stellte sich nie die Frage wer das dickere (oder einzige) Schnitzel bekommt. Das war der Mann, denn jedem war klar, dass wenn der zu schwach ist oder verhungert, es gar kein Essen mehr gibt.

    Die Frage der Verteilung stellt sich nur in Ueberschuss-Gesellschaften (=Zivilisationen). Die haben die Ueberschuesse bisher meist in Kriegen oder beim Monumente-Bau (Pyramiden, Tempel, Kirchen, etc.) verballert. Erst seitdem die Industrialisierung zu extrem hohen Ueberschuessen fuehrte, konnte man sich einen Wohlfahrtsstaat leisten, der durch die Frauen dann auch herbeigewaehlt wurde. Mit der Entscheidung die Nichtsnutze durchzufuettern, anstatt sie wie in den letzten 100.000 Jahren einfach verhungern zu lassen, muss man sich nicht wundern, dass sich die auch noch vehement vermehren.

    Equality of outcome ist durchaus eine Erfindung der Linken und Sozialisten/Marxisten, obwohl Marx/Engels sich das nie so ausgedacht hatten, lieber Crumar. Buergerliche Frauen, um Crumar mal zu interpretieren, sind Frauen in Ueberschussgesellschaften. Die uebertragen ihre evolutioniaere Praegung (dass es allen in der eigenen Familie gut geht) auf die gesamte Gesellschaft, was zu Sozialismus fuehrt und von nichtsnutzigen Maennern auch unterstuetzt wird.

    • Primitives Linkenbashing, Blubbern über Marx und Marxismus, ohne die geringste Ahnung, primitives neurechtsintellektuelles, marktkonformes Virtue Signalling.
      Was hat das alles mit der Argumentation des VP zu tun?
      Wo redet der von mörderischen Sozialexperimenten, was haben die mit Feminismus zu tun? Er sagt nur, die bürgerlichen Forderungen von bürgerlichen Frauen stammen aus bürgerlichen Gedankengängen und bürgerlichen Anspruchshaltungen.
      Die Bürgerprinzessin sieht sich halt als legitime Erbin der Adelsprinzessin, wie der Bürgersmann als legitimer Erbe des Feudalherrschers,. Was soll daran originär sozialistisch oder marxistisch sein? Du sagst doch selbst, diese Ansprüche gab es schon vor der Industriegesellschaft?
      Btw. wir leben nicht einfach in einer Industriegesellschaft, sondern in einer KAPITALISTISCHEN Industriegesellschaft, das wirst doch wohl selbst du nicht bestreiten?
      Und du widersprichst dir doch selbst, das mit dem Mangel galt doch wohl am ehesten für Arbeiterfamilien, und deren Interessen galt doch mal der Einsatz von Sozialisten und Marxisten, von „Linken“ nicht unbedingt, hab eh keine Ahnung, was das eigentlich sein soll, dieses „Linke“.
      Und: Wer bist du, Millionen von Menschen einfach mal zu Nichtsnutzen zu erklären, nur weil sie irgendwelchen überbezahlten Arbeitsscheuen nicht mehr als profitabel erscheinen, obwohl sie bis gerade eben noch ihre Arbeit getan wie vereinbart?
      Wo siehst du denn deinen überdurchschnittlichen Nutzen für die Gesellschaft, dass du dich zu solchen Urteilen berechtigt fühlst? Reich geerbt, nie gearbeitet?
      Jetzt oute dich mal, was für ein Held der Arbeit du bist?
      Und zu deinem Laberschwall: Equality of Outcome haben sich ncht Marxisten/Sozialisten ausgedacht, „Linke“, keine Ahnung, weiß nicht,was das sein soll, aber im Zusammenhang mit Sozialismus kann es dabei nur um gleichen Erfolg für gleiche Arbeitsleistung gehen, nicht um gleichen Erfolg für Geschlecht ohne Bezug zur Leistung.
      Und wenn wir in einer Überflussgesellschaft leben, warum kriegen ausgerechnet die Parasiten wie Maschmeyer und Co., die korrupten Politiker und gekooften Spin-Journalisten, und das ganze Spekulanten-und Erbengesocks so überdurchschnittlich viel davon ab, anstatt die Massen von Leuten, die den Überfluss erwirtschaften oder erwirtschaftet haben?
      Warum landet das alles in irgendwelchen Steueroasen?

      • Das Geseiere erinnert mich doch stark an meinen Lieblingskommentator Leszek. Hat der einen Zwillingsbruder mit einem Avatar-Namen, den er zu aller erst mal auf sich selbst anwenden sollte?

        „Was hat das alles mit der Argumentation des VP zu tun?“
        Hmmm. Ich würde jetzt mal sagen: wer lesen kann ist klar im Vorteil. Mein Kommentar bezieht sich nur auf einen kleinen Absatz der Argumentation von Crumar.

        „Wo redet der von mörderischen Sozialexperimenten, was haben die mit Feminismus zu tun?“
        Massenabtreibungen, Phantasien über „kill all men“ etc.pp. Sieh mal, so schwer ist das gar nicht 😀

        „Die Bürgerprinzessin sieht sich halt als legitime Erbin der Adelsprinzessin, wie der Bürgersmann als legitimer Erbe des Feudalherrschers,.“
        Ich sortiere das mal unter „grober Unfug“ ein, aber nur weil ich lachen musste 😉

        „Du sagst doch selbst, diese Ansprüche gab es schon vor der Industriegesellschaft?“
        Nochmals: wer LESEN kann ist klar im Vorteil. Ich sagte: „Die monogame Ehe gab es schon vor Marx, …“. Weiterhin führte ich aus, dass diese Anspruchshaltung der Frauen bzgl. equal outcome in meiner Großeltern-Generation, die 2 Weltkriege überstand, nicht so vorhanden war.

        „Btw. wir leben nicht einfach in einer Industriegesellschaft, sondern in einer KAPITALISTISCHEN Industriegesellschaft, das wirst doch wohl selbst du nicht bestreiten?“
        Das wird wohl daran liegen, dass es andere Gesellschaftsformen nie bis zur Industriegesellschaft gebracht haben oder die sozialistisch/marxistischen Varianten gottserbärmlich bankrott gegangen sind (jede einzelne). Ergo, es gibt nur kapitalistische Industriegesellschaften, alles andere ist Utopie.

        „Und du widersprichst dir doch selbst, das mit dem Mangel galt doch wohl am ehesten für Arbeiterfamilien, und deren Interessen galt doch mal der Einsatz von Sozialisten und Marxisten…“
        Meinst Du etwa die fleißigen, vorausschauenden Bauern der Ukraine? Die freuen sich noch heute über den Einsatz der Marxisten, aus ihren eisigen Gräbern in den Gulag-Standorten. Nein, in einer Mangel-Gesellschaft, die keine/kaum Überschüsse erzeugt, gilt der Mangel für alle, bis auf die vielleicht 0,01% welche sich Adel/Regierung schimpfen. Frag mal Deine Kumpels in Venezuela.

        „Wer bist Du?“
        Ich bin selbstverständlich ein behinderter, dunkelhäutiger, lesbischer Trans-Mann, der an die Religion des Friedens glaubt. Beat that, mofo. Ich hab zwar keine Ahnung was das bedeutet, aber Du kannst damit bestimmt was anfangen 😉

        „Millionen von Menschen einfach mal zu Nichtsnutzen zu erklären, nur weil sie irgendwelchen überbezahlten Arbeitsscheuen nicht mehr als profitabel erscheinen,…“
        Rein formal kann ich das mit gleichem Recht tun, wie Du Leute zu „ überbezahlten Arbeitsscheuen“ erklärst. Das wäre aber zu einfach. Ein Nichtsnutz ist jemand, der nicht in der Lage ist durch eigene Arbeit sich selbst zu erhalten, sondern sich von anderen durchfüttern lässt, wobei er sich entweder auf den freiwilligen Altruismus der anderen verlässt (Bettler) oder selbst zum Dieb/Räuber wird oder ganz demokratisch eine sozialistische Regierung wählt die für ihn von anderen stiehlt.

        „Wo siehst du denn deinen überdurchschnittlichen Nutzen für die Gesellschaft, dass du dich zu solchen Urteilen berechtigt fühlst?“
        Na ja, ich habe ca. 20 Jahre gearbeitet und andere Leute fanden meine Arbeit so wertvoll, dass sie mir FREIWILLIG soviel Geld gezahlt haben, so dass ich mit Mitte 40 genug Kapital hatte, dessen Ertrag mir ein relativ sorgenfreies Leben erlaubt bis man meinen ausgeleierten Körper mal in die Grube wirft. So schön kann Kapitalismus sein 🙂 Ich habe leider noch nichts nennenswertes geerbt, aber meine Kinder werden das tun. Versuch das halt selbst mal, anstatt bloß rumzujammern.

        „im Zusammenhang mit Sozialismus kann es dabei nur um gleichen Erfolg für gleiche Arbeitsleistung gehen, nicht um gleichen Erfolg für Geschlecht ohne Bezug zur Leistung.“
        Beides gleichermaßen utopische Vorstellungen. Gleiche Schublade, andere Beschriftung. Einfaches Beispiel. Ich und Michelangelo hämmern und feilen 1 ganzes Jahr an einem Marmorblock herum – gleiche Arbeitsleistung! Warum soll der Murks der bei mir dabei heraus kommt zum gleichen Erfolg führen wie das Endprodukt von Michelangelo?
        https://en.wikipedia.org/wiki/David_%28Michelangelo%29

        „Und wenn wir in einer Überflussgesellschaft leben, warum kriegen ausgerechnet die Parasiten wie Maschmeyer und Co., die korrupten Politiker und gekooften Spin-Journalisten, und das ganze Spekulanten-und Erbengesocks so überdurchschnittlich viel davon ab, anstatt die Massen von Leuten, die den Überfluss erwirtschaften oder erwirtschaftet haben?“
        Maschmeyer: Weil viele Leute sein Zeug freiwillig gekauft haben.
        Korrupte Politiker: weil eine Mehrheit sie demokratisch immer wieder wählt.
        Spin-Journalisten: Weil viele Leute deren Müll regelmäßig und freiwillig kaufen.
        Spekulantengesocks: Weil sie die wenigen waren, die Kapitalströme in die richtige Richtung lenkten, im Gegensatz zu den vielen Spekulanten die Pleite gingen.
        Erbengesocks: Weil sie einen Papa hatten, der wie ich, seinen Kindern was übrig lies.
        die Massen von Leuten: Keine Frage, dass die arbeiten, aber sie erwirtschaften keinen Überfluss. Stell Dir vor Michelangelo hätte 20 Hämmerer und Feiler eingestellt, die alle handwerkliche Arbeit gemacht haben. Den Überfluss hätte alleine Michelangelo durch seine Konzepte, Planung und Vorgaben erwirtschaftet. Die 20 Leute hätten, auf sich alleine gestellt, genauso wie ich im Beispiel oben, nur Murks produziert, keinen Mehrwert.

        „Warum landet das alles in irgendwelchen Steueroasen?“
        Damit Leute wie Du es mir nicht klauen können 😉

        Also, Leszeks brother from another mother, stell Dir vor Du könntest denken, dann wärst du auch im Vorteil. Dein Nachplappern von neo-marxistischem Gedankengut bringt Dich nicht weiter.

    • @luisman

      Und – wie immer – geht es in deinem Beitrag wild durcheinander, der eher von Anschuldigungen, als von einer schlüssigen Argumentation zusammen gehalten wird.

      „Mal wieder der Versuch eines Linken, die moerderischen Sozialexperimente der Marxisten schoen zu reden und den ‚Anderen‘ in die Schuhe zu schieben. Die monogame Ehe gab es schon vor Marx, vor der Industrialisierung und auch schon vor dem Christentum.“

      Zunächst einmal gab es die „mörderischen Sozialexperimente“ auch ohne Beteiligung von Marxisten bspw. in der sogenannten BÜRGERLICHEN Revolution.
      Als irgendwelche Hanseln die gottgewollte (!) Herrschaft der Aristokratie in Frage stellte.
      Verwerflich+mörderisch! Aber leider, leider erfolgreich. Nicht?!

      Gehen wir weiter zurück in die Geschichte des Abendlandes, dann war ein weiteres großes Sozialexperiment: Kann das Christentum eine Zweiteilung ertragen? Über die Frage der Toleranz gegenüber Andersgläubigen (Christen) wurde 30 Jahre sehr energisch „gerungen“.
      Sechs Millionen Tote im deutschen Reich (ein Drittel der Bevölkerung).

      D.h. solche „Sozialexperimente“ mit wirst du in der gesamten Menschheitsgeschichte vorfinden und die brauche ich auch nicht „Anderen“ in die Schuhe zu schieben, weil das gar nicht notwendig ist.

      Die monogame Ehe in der Ausgestaltung der BÜRGERLICHEN (deshalb habe ich auch von der *bürgerlichen Ehe* gesprochen) findet ihre Charakterisierung durch den französischen „Code civil“ von 1804. Neu war hier u.a. die Ausgestaltung der Frage des Erbschaftsrechts, insofern der Ehefrau ein 30%iges Nießbrauchrecht juristisch zugesprochen wurde.
      Im Gegensatz zu einem Erbschaftsrecht, das vorher alles den väterlichen Kindern zugesprochen hat.
      Das war der Einstieg in ein Rechtsempfinden, wonach die Institution der Ehe automatisch für eine hälftige Ressourcenteilung sorgt. Der des Mannes. Und dies gerechtfertigt ist.

      „In Zeiten des Mangels (wie bei meiner Grosseltern-Generation, die 2 Weltkriege durch machten) stellte sich nie die Frage wer das dickere (oder einzige) Schnitzel bekommt. Das war der Mann, denn jedem war klar, dass wenn der zu schwach ist oder verhungert, es gar kein Essen mehr gibt.“

      Die CDU hat die Wahl 1957 mit Hilfe der *Frauen* gewonnen, denen das „Umlageverfahren“ der Rente den Ausfall des Ernährers (Mann, Sohn) ersetzen sollte.
      Resultat des letzten Weltkriegs – das „dicke oder einzige Schnitzel“ konnten diese Männer nicht essen, denn die waren ja tot./sarcasm off
      Schwer, die CDU zu einer linken Partei zu machen…

      „Erst seitdem die Industrialisierung zu extrem hohen Ueberschuessen fuehrte, konnte man sich einen Wohlfahrtsstaat leisten, der durch die Frauen dann auch herbeigewaehlt wurde.“

      Der Wohlfahrtsstaat ist prinzipiell ein Erfolg der (männlichen) Arbeiterbewegung.
      Die Bismarcksche Sozialgesetzgebung hat nicht umsonst neben dem Zuckerbrot auch die Peitsche der „gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ gedachten Sozialistengesetze gebracht. Da Frauen in Deutschland erst 1918 wählen durften, passt deine Kausalität nicht.

      „Mit der Entscheidung die Nichtsnutze durchzufuettern, anstatt sie wie in den letzten 100.000 Jahren einfach verhungern zu lassen, muss man sich nicht wundern, dass sich die auch noch vehement vermehren.“

      Es wäre ein weiteres „Sozialexperiment“, dich und deine Kinder als „Nichtsnutze“ zu bezeichnen und „einfach verhungern zu lassen“. Oder? Macht immer weniger Spaß, wenn einen solche Sätze selber betreffen…

      „Equality of outcome ist durchaus eine Erfindung der Linken und Sozialisten/Marxisten, obwohl Marx/Engels sich das nie so ausgedacht hatten, lieber Crumar.“

      „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung“ – ist von Karl Marx für die Etappe des Sozialismus vorgesehen worden. Wenn das outcome aber von den Parametern „Fähigkeit“ und „Leistung“ ABHÄNGIG ist, kann das outcome für alle nicht gleich (equal) sein.
      Der übliche rechte Vorwurf der „Gleichmacherei“ ist substanzlos.

      Noch einmal zur bürgerlichen Ehe: Die Frau erwirbt LEISTUNGSLOS einen Titel auf Einkommen und Besitz des Mannes. Bzw. in der Rechtsprechung gelten alle von ihr verrichteten Tätigkeiten als ebenso WERTVOLL wie die des Mannes. Was bedeutet, egal wie qualifiziert deine und unqualifiziert ihre Arbeit ist, sie heben sich gegeneinander auf, d.h. hier wird komplett von realen, individuellen FÄHIGKEITEN abstrahiert.
      Alles, was Kernanforderungen des Kapitalismus/der bürgerlichen Gesellschaft sind, wie z.B. ökonomisches Denken, Wettbewerb, Konkurrenz, findet in diesem Rahmen der bürgerlichen Ehe/Familie NICHT statt. Schon bemerkt?
      Der „Kommunismus“ (Kicher) der bürgerlichen Gesellschaft ist eine Erfindung der bürgerlichen Männer für ihre Frauen und Familie.
      Das haben nicht „Linke“ erfunden – proletarische und bäuerliche Frauen *mussten* arbeiten, um die Familie zu ernähren.

      • „D.h. solche „Sozialexperimente“ mit wirst du in der gesamten Menschheitsgeschichte vorfinden und die brauche ich auch nicht „Anderen“ in die Schuhe zu schieben, weil das gar nicht notwendig ist.“
        Warum tust Du es dann? Und derzeit sind Du und Deine Gesinnungskumpane halt einsame Spitze bei der Anzahl der Toten. Finde Dich damit ab. Vielleicht werdet ihr bald von einem moslemischen Sozialexperiment von der Spitze verdraengt.

        „*bürgerlichen Ehe* gesprochen) findet ihre Charakterisierung durch den französischen „Code civil“ von 1804.“
        Nein, tut sie nicht, das passt Dir nur fuer Deine Argumentation gut in den Kram. Die Buerger Aegyptens oder Athens oder von Rom hatten auch buergerliche Ehen. Der aelteste Sohn, der vorher alles erbte hatte Pflichten gegenueber seiner Mutter und dem Rest der Familie. Da damals die Menschen in Europa von druchschnittlich 2-3 EUR am Tag lebten, gab es fuer fast alle eh nichts zu erben. Praktische Auswirkung = nahezu null. Wenn Du meinst, dass dieser Gleichheitsgedanke in der Familie sich um 1800 zum ersten Mal in einem Gesetz manifestierte, magst Du recht haben, ich halte es aber fuer irrelevant. Familien waren immer sozialistisch organisiert, bis zum Entsehen des Wohlfahrtsstaates.

        „Die CDU hat die Wahl 1957 mit Hilfe der *Frauen* gewonnen, denen das „Umlageverfahren“ der Rente den Ausfall des Ernährers (Mann, Sohn) ersetzen sollte.“
        CDU/CSU/SPD haben das 1957 gemeinsam beschlossen. Eine sozialistische Umstrukturierung der BRD, obwohl man das temporaere Problem damals auch anders haette loesen koennen – siehe mein Blogpost „Rollatoren Revolution“.

        „Die Bismarcksche Sozialgesetzgebung“
        ist was man heute als ’slippery slope‘ bezeichnen wuerde. Hat sich der Beitragssatz nach dem Frauenwahlrecht 1918 nun verdoppelt oder nicht? Und nach dem 2.WK. als die Waehlerinnen in unangefochtener Mehrheit waren schon wieder?
        https://de.wikipedia.org/wiki/Beitragssatz

        Ich denke wir stimmen darin ueberein, dass Marx und seine Schriften und die Marxisten, die ihm nachfolgten, zwei unterschiedliche Dinge sind, die sich auch ideologisch teilweise erheblich unterscheiden. Wenn man aber – wie ich und viele andere – der Meinung ist, dass sich weder das eine noch das andere mit einem menschenwuerdigen Leben vertraegt, dann kann man beides zur Vereinfachung auch in einen Topf werfen. Und selbstverstaendlich waere unter Crumars oder Leszeks stalinistischer Fuehrung nur Gutes und Edles passiert, weil ihr den Marx richtig verstanden habt. Ich hau mir noch den Kopf gegen die Wand, weil ich diese arrogante Dummheit nicht weiter ertragen kann.

        Wie ich schon sagte, Familien waren immer sozialistisch organisiert. Dieses aber auf die Gesamtgesellschaft zu uebertragen ist eine politisch linke Idee, die immer wieder scheitern wird.

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