Pornos in der Beziehung

Bei Bento geht es darum, dass gerade Männer trotz Beziehung auch weiter Pornos schauen:

Glücklich war sie mit meinem Bekenntnis nicht.
Sie fragte mich, warum ich mich an anderen Frauen aufgeilte und ob sie mir nicht genug sei.

Das scheint mir etwas zu sein, was eher häufiger von Frauen genannt wird. Die Darstellerinnen im Pornos werden in eine intrasexuelle Konkurrenz eingeordnet und man sieht sich als nicht genug an.

Wir suchten nach einer Lösung des Problems und setzten uns gemeinsam vor den Laptop. Mit eher mäßigem Erfolg. Es machte uns überhaupt nicht an.

Dazu fällt mir das folgende Zitat ein:

Girl version of hot sex = strawberries in bed.

Guy version of hot sex = a stripper named Strawberry with her tongue in his girlfriends ass.

Und auch wenn es nicht gleich Anallingus sein muss sind die Fantasien der meisten Männer wesentlich „perverser“ als die der meisten (nicht aller) Frauen. insofern ist es wenig erstaunlich, dass die meisten Frauen eher entsetzt sind.

Das größte Problem war, dass ich auch Filme mit Darstellerinnen gut fand, die ihr so gar nicht ähnlichen sahen. Dass ich sie nicht geil genug finden oder nicht gut genug im Bett sei, steht seitdem unausgesprochen im Raum.
Das macht mir extreme Gewissensbisse. Das Gefühl nicht genug zu sein, wollte ich ihr auf keinen Fall vermitteln. Und so war es ja auch nicht.

Tatsächlich hat das eine mit dem anderen wenig zu tun. Natürlich sind die Pornodarstellerinnen häufig das, was man gerne hätte. Aber das bedeutet ja nicht, dass man seine Freundin nicht attraktiv findet.

Selbstbefriedigung ist meine Zeit ganz für mich allein.
Hier mache ich, was ich will, gucke und denke, was ich will und brauche mich für nichts zu schämen. Jeder Mensch braucht diese Momente mit sich selber. Wir müssen uns auch mal gehen lassen können, ohne Bewertung und Aufsicht. Sonst platzen wir irgendwann.

Zu dieser Entspannung gehören im 21. Jahrhundert auch Pornos. Sie zu gucken heißt nicht, dass man lieber mit anderen Menschen, als mit dem Partner schlafen würde, oder dass dieser nicht attraktiv ist. Es ist vielmehr ein unverbindliches Erkunden der eigenen Ideen.
Hier kann sich jeder auf seine Art und Weise treiben lassen.

Selbstbefriedigung kann wirklich etwas sehr entspannendes haben, eine gute „Me Time“, also Zeit für sich. Einfach auch, weil man sich ganz auf sich konzentriert und niemand anders befriedigen muss, weil man selbst seinen Orgasmus am besten herauszögern kann, weil man seine Fantasien treiben lassen kann.

Schließlich konfrontierte sie mich mit einer Gegenfrage: Wie würde ich es finden, wenn sie Pornos gucken und sich an anderen Männern aufgeilen würde?

Tatsächlich ist das für mich kein Problem. Sex und Selbstbefriedigung sind Eigelb und Eiweiß. Eng miteinander verbunden, lassen sie sich mit ein wenig Übung aber gut voneinander trennen.

Ich glaube auch die meisten Männer hätten da wenig Probleme mit. Eher würde es sie geil machen. Natürlich wird es auch hier welche geben, die sich schlecht fühlen, wenn sie sehen, dass sie nach „Big Dicks“ oder „besonders muskulösen Männern“ sucht. Aber die meisten würden denke ich eher damit klarkommen und die Fantasien ihrer Freundinnen interessant finden.

Ich hatte allerdings noch keine Freundin, die viele Pornos geschaut hat. Eher wäre meine Erfahrung, dass die meisten Frauen von Pornos keine Ahnung haben und bei der Nennung von Begriffen wie „Gangbang“ oder „Cumshot“ eher fragend schauen.

77 Gedanken zu “Pornos in der Beziehung

  1. Wenn wir die Prämisse akzeptieren, dass Feminismus die formalisierte Projektion weiblicher Sichtweisen auf Den Mann ist, dann drängt sich der Gedanke auf, dass es der Frau um Macht geht.

    Den Mann durch Entzug von Sex zu bestrafen und zu kontrollieren ist ja auch Standard für viele Frauen. Eine Strafe, die massiv an Wirkung verliert, wenn er eine Ausweichmöglichkeit hat.

    Er kann sie ja mal fragen, ob es ihr lieber wäre, wenn er so was trägt:

  2. „Das Gefühl nicht genug zu sein, wollte ich ihr auf keinen Fall vermitteln. Und so war es ja auch nicht“

    Doch, so ist es.

    „Tatsächlich hat das eine mit dem anderen wenig zu tun.“

    Gewagte These. Beleg?

    „Natürlich sind die Pornodarstellerinnen häufig das, was man gerne hätte. Aber das bedeutet ja nicht, dass man seine Freundin nicht attraktiv findet.“

    Das ist das Argument? Wo ist der Zusammenhang zwischen jemanden attraktiv finden und mir sexuell ausreichen? Wenn man also Gouda lecker findet, ist es ausgeschlossen, auch Camembert essen zu wollen?

          • Holy shit, seid ihr verklemmt.
            Meine erste langjährige Freundin habe ich auf dem Boden des Wohnzimmers ihrer Eltern gevögelt, nachdem wir uns einen Porno auf dem Videorecorder ihrer Eltern angesehen haben.
            Werden Frauen spitz auf Porno?
            Na klar!
            Es gibt inzwischen selbst auf „youporn“ die Kategorie „female friendly“, die braucht es aber gar nicht, denn über 30% der user sind Frauen.
            Hol dir einen runter, deine Freundin tut es auch! 😉

          • @Adrian

            Na klar sind es *derzeit* 30% vs. 70%.
            Aber die Fallhöhe feministischer Behauptungen zwischen: „Frauen schauen SO ETWAS gar NICHT!“ sowie „Pornos richten sich AUSSCHLIESSLICH an Männer!“ oder „Nur Männer holen sich mal schnell einen runter!“ und den realen 30% Marktanteil weiblicher Zuschauerinnen bei youporn ist gigantisch.

          • @Adrian

            Es verschiebt sich sogar noch Richtung 50/50 wenn man in den Altersgruppen Richtung Teenager geht.

            Ein Schuft könnte gar auf die Idee kommen, daß Mädchen das ähnlich sehen wie Bibis Beauty Channel.

  3. Meine Frau mag Pornos und wir haben manchmal (viel zu selten 🙂 welche zusammen geschaut, um in Stimmung zu kommen. Leider organisatorisch schwierig, seit die Kinder da sind.

    Meine erste richtige Freundin konnte damit nicht umgehen, sie verstand es nicht und es erregte sie angeblich nicht (allerdings hat sie sich auch immer gesträubt, sowas überhaupt anzuschauen).

    Ich habe meine Frauen nie gefragt ob es sie stört, wenn ich welche schaue. Damit müssen sie klarkommen, es geht sie schlicht nichts an. Da darf man weder Mitleid noch ein schlechtes Gewissen haben.

    Wenn sie partout Probleme macht, dann muss man halt ehrlich sein und sagen, dass man als Mann ein mehr an Perversion und Quantität braucht, als sie zu bieten bereit ist und man sollte ihr die Angst nehmen und darauf hinweisen, dass das bei Männern normal ist und kein Problem für die Beziehung, im Gegenteil diese sogar stabilisiert. Frauen glauben nämlich gerne, in einer Beziehung müsse alles harmonisch und ausgeglichen sein, die Vorstellung auch in einer Beziehung Defizite dauerhaft auszuhalten, ist ihnen (mittlerweile) fremd, während es für Männer meist normal ist.

    Kapiert sie das nicht und hilft ignorieren auch nicht, sollte man die Frau bei nächster Gelegenheit loswerden. Es gibt einfach persönliche Freiheiten, die auch in einer Beziehung gewahrt werden sollten, sonst fühlt man sich irgendwann zu sehr eingeengt. Gerade Männer, denn die Empathie der meisten Frauen gegenüber Männern reicht in den meisten Fällen von gering bis nicht vorhanden. Es ist durchaus nicht so, dass nur Männer Frauen nicht verstehen, umgedreht gilt das offenbar genauso.

    • Ich schließe mich mal diesem Kommentar an mit einer Kurz-Genese:

      Mit first love hab ich die ersten Pornos gemeinsam gesehen (allein war ich schon viel früher dabei), damals sind wir auch noch zusammen in die Videothek um welche auszuleihen. Ich war noch minderjährig und fand es furchtbar lustig wie erschrocken die übrigen Männer dort auf meine Präsenz reagierten 🙂 Einmal hab ich mich sogar dazu hinreißen lassen GV mit ihm zu haben während seine Augen weiter am Bildschirm klebten. Das war schrecklich demütigend und das würde ich in der Form sicher nicht mehr dulden.

      Die folgende Fernbeziehung hatte einen wahnsinnigen Pornokonsum, der auch nicht versteckt wurde. Er knackte die Premiere-Box vorallem um Zugriff zu erhalten auf diverse rund-um-die-Uhr-Pornokanäle, und sein normales, tägliches Freizeitprogramm „um abzuschalten“ bestand im Grunde in Counter Strike zocken während auf dem Bildschirm in seinem Rücken nonstop gestöhnt wurde, ab und an – bei Ladezeiten und so – guckte er dann auch mal hin. Gestritten haben wir uns einmal über das Thema, und zwar weil er meinem 15-jährigen Nachhilfeschüler eine ganze DVD voll mit Pornos schenkte. Ich mein: hallo?!? Ach ja, und er hat in meiner Abwesenheit mal meinen Rechner nach Schweinkram durchsucht… und war entsetzt über die Funde, richtig entsetzt. Konnte dann aber drüber lachen.

      Mein Mann hat lebenslang bereits sehr wenig Interesse an Pornos, und so ist es mir auch am Liebsten.

      • „Mein Mann hat lebenslang bereits sehr wenig Interesse an Pornos, und so ist es mir auch am Liebsten.“

        Gibt es, kenne ich auch von Männern. Vielleicht verheimlicht er es dir auch nur, kommt vermutlich darauf an, ob er sich dafür schämt und wie er dich einschätzt.

        Der Anteil desinteressierter Männer wäre interessant. Eigentlich gäbe es wahnsinnig viel zu tun, für „gender studies“, wenn die sich nicht auf ihre poststrukturalistische Schei**e fixiert hätten, sondern forschen würden…

        • „Vielleicht verheimlicht er es dir auch nur“

          Es gäbe keinen Grund dafür und ich bin mir sicher er tuts auch nicht. Klar reden wir drüber, klar hat er mir auch schon gezeigt was ihn aus dem Bereich noch am ehesten anmachen kann, Pornos sind ihm aber im Großen und Ganzen zu stumpfsinnig und langweilig. Er war gänzlich ohne durch seine Pubertät gekommen sowie fast ohne durch seine erwachsenen Solo-Jahre, und das halte ich für ganz entscheidend dafür, dass ihm auch heute noch (überwiegend) seine eigenen Phantasien bzw. auch Erinnerungen zur mentalen Stimulation ausreichen. He is probably one of the last ones of his kind.

      • Und weil Frau selber keine Premiere oder auch sonst keine Box knacken kann, lässt sie sich dann von dem einen unter hundert Counter Strike süchtigen knackseln, der 24/7 Pornos im Hintergrund laufen hat?
        Die anderen 99 haben nämlich wirklich Musik laufen (wir Jungs hören sowas ja, wir sind ja ständig im Teamspeak).
        Und dann auch noch eine DvD voller Porn. Da passt ja Gina Wilds Lebenswerk drauf. Welches aus sieben Tagen Arbeit und somit sieben CDs und somit 7*670 MB und somit ca. den 4700 MB einer DvD besteht.
        Die Welt ist ein schmutziger Ort. 😉

        Gute Genesung!

      • „bestand im Grunde in Counter Strike zocken während auf dem Bildschirm in seinem Rücken nonstop gestöhnt wurde, ab und an – bei Ladezeiten und so – guckte er dann auch mal hin. “
        Soll das heißen, die Motivation zum Bekriegen und sich gegenseitig Abknallen wird auch für den verschrobensten Computernerd durch die Präsenz virtueller weiblicher Sexualität im Hintergrund gesteigert?
        Das sollte vielleicht mal Anlass geben,über die destruktive Rolle von Weiblichkeit in unserer Welt nachzudenken.
        Ist es etwa die holde Weiblichkeit, die Männer und Jungen konditioniert und motiviert, sich als Kanonenfutter bereit zu stellen, bzw. wo durch Zwang, die Rolle relativ klaglos hinzunehmen?

  4. „Schließlich konfrontierte sie mich mit einer Gegenfrage: Wie würde ich es finden, wenn sie Pornos gucken und sich an anderen Männern aufgeilen würde?

    Tatsächlich ist das für mich kein Problem. Sex und Selbstbefriedigung sind Eigelb und Eiweiß.“

    Tja, da hat sie die falsche Frage gestellt 😋

    Ihr Maßstab ist halt nicht DER Maßstab

        • Hierzu hat Vera F. Birkenbihl sehr viel Erhellendes beizutragen:
          Vera F Birkenbihl Männer und Frauen Teil 1 und 2 – YouTube

          ———————————-
          In diesen Videos, sowie vielen weiteren hat Vera F. Birkenbihl zum Thema der mentalen Unterschiedlichkeit von Männern und Frauen sehr humorvoll und kurzweilig wissenschaftlich-empirisch basierte Fakten ausgeführt.

          • Ich hab nach ner halben Stunde abgebrochen.

            Was für eine Ansammlung von Männerbashing und Humbug.

            „Männer bauen ihre Identität über andere Männer, Frauen über Menschen“
            „Männer hauen Frauen übers Ohr, wenn diese ihnen versehentlich in die Augen schauen.“
            „Auf dem Y-Chromosom ist ja nix drauf, also erbt jeder seine Intelligenz nur von der Mutter“

            mann, mann, mann

          • Selten so unterhaltsam in die Ecke des kulturlosen Schrats gesteckt worden 😉

            Man kann auch kritisieren, ohne zu beleidigen, habe ich als besondere Essenz mitgenommen.
            Aber man muss schon viel Zeit mitbringen, um einen über zweistündigen Vortrag (einschließlich folgender Diskussionen) anzusehen.

            Wie alt sind die Vorträge, wenn von D-Mark gesprochen wird?

          • „Selten so unterhaltsam in die Ecke des kulturlosen Schrats gesteckt worden “

            Ja, ihr Vortragsstil ist sehr gut und kurzweilig.

    • 🙂

      Wie soll sie das auch verstehen? Da optimiert sie jahrelang den Mann, bis sie ein passendes Exemplar gefunden hat und dann stellt sich heraus: er genügt ihr zwar, aber umgedreht gilt selbiges nicht. In ihrer Logik hat sie damit zu hoch gepokert und wird ihn wieder verlieren bzw. muss sich schnell einen Ersatz suchen, mit dem es besser harmoniert.

      Dass das ein Spiel ist, welches sie nicht gewinnen kann, sieht sie aus ihrer Perspektive nicht, weil sie nicht ahnt, dass einem Mann eine einzige Frau nur höchst selten vollkommen ausreicht.

      Dass Männer, falls sie eine Familie haben wollen, diesen Spagat einfach aushalten müssen, übersteigt ihr Vorstellungsvermögen. Sie sollte für einen Wichser dankbar sein, denn immerhin bedeutet das: er macht nicht mit anderen rum und geht nicht ins Bordell. Mehr darf sie nicht erwarten.

      • Natürlich nur davon ausgehend, dass der Wichser sich nicht nebenbei ein Budget gesetzt hat dass er im Bordell ausgeben kann, ohne dass es auffällt…
        5-10€ pro Tag rechnen für Mittag im Büro und stattdessen für 1,50€ ne Wurststemmel… da ist sowas sicher drin 😀

  5. Naja, halt mal wieder die zwei unterschiedlichen sexuellen Strategien der Geschlechter die sich evolutionär herausgebildet haben?

    Für den Mann ist die beste Strategie sein Genmaterial so weit wie möglich zu verbreiten. Mit Pornos schafft man sich die Illusion vieler Weibchen.

    Frauen-‚Pornos‘ gibts auch, die sind aufgrund der grundlegend anderen sexuellen Strategie aber komplett anders. Das sind die bändeweise Kitschromane die alle das exakt gleiche Schema haben: Junge Schönheit trifft wilden mysteriösen Kerl, sie kriegt ihn mit ihrer Liebe auf den ‚richtigen‘ Weg umgebogen, und zum Schluss rennt der ehemalige Piratenkapitän brav in einem adretten Wams mit Spitzenkragen rum. Passenderweise hört die Geschichte exakt zu diesem Moment auf.

    Weibliche sexuelle Strategie „Alpha fürs Genmaterial, und dann ihn zu einem braven Versorger-Beta umbiegen“. Das Zeug wird von Frauen jeder Couleur verschlungen. In gewisser Weise ‚geilen‘ sich Frauen an solchem Zeug auf. Befreundete Informatikerin, intelligente Frau, hat mir mal etwas peinlich berührt gestanden als ich eine Komplettsammlung solcher Kitschromane in ihrem Bücherregal gesehen hatte: „Ja, manchmal brauche ich sowas einfach“. Als Mann schafft man es normalerweise nicht auch nur 5 Seiten von sowas durchzuhalten, der Kitschlevel wird dann so hoch daß ich dringend einen Whisky brauche und gepflegten Black Metal auflegen muss.

    Sollte man als Mann wenn die Frau neben einem im Bett liegt und dabei ihren täglichen Schundroman liest ihr eine ähnliche Frage stellen? „Bin ich dir nicht mehr Alpha genug?“. Muss man dann auch sich gemeinsam um eine „Lösung des Problems“ kümmern?

    Oder kann Frau einfach akzeptieren daß man als Mann Pornos manchmal einfach braucht und daß das keinerlei Problem darstellt?

    • Ach, manchmal passt das mit dem Gene verteilen einfach nicht.
      Du glaubst doch nicht im Ernst, die meisten Männer, die fremdgehen, wollen im Grunde die Geliebte schwängern? Und die Fremdgeherinnen wollen eigentlich ein Kind vom Geliebten?
      Das sind für die untreuen Partner jeweils DIE Horrorvorstellungen, solange die
      Partnerschaft halbwegs gut funktioniert, oder sowas wie Liebe etc. im Spiel ist.
      Ich glaube, das ist eine höchst theoretische Ansicht von Außenstehenden.
      Mir ging’s damals um Spaß, Abwechslung und ein bisschen war es ein etwas dummer Fall von spontaner Geilheit. Gelegenheit macht Diebe usw.
      Papa werden wollte ich damals ganz bestimmt nicht, mit hat schon der Tripper als Mitbringsel gereicht, den ich mir dummerweise eingefangen hatte.
      Und irgendwie war es dann angebracht, zu beigten, und naja, da hätte ich mich vielleicht drücken können, aber bei einm Kind?
      Da wäre wohl reiner Tisch noch mehr angesagt, wobei ich gar nicht weiß, ob ich dann die Beziehung deswegen hätte beenden wollen, um mit der hypothetischen Mutter eine anzufangen. Oder ob die das gewollt hätte.
      Und Porno spielte dabei übrigens gar keine Rolle, das war vor dem Internet.

      Und mal ganz davon abgesehen, in manchen Kreisen oder Kulturen kann das auch nur potentielle Schwängern einer anderen Frau dazu führen, dass Mann sein Gene niemals weitergeben kann, wenn er es bis dahin nicht schon getan hat. Allein, was mein Kumpel, der nach Thailand zog, mir alles erzählt hat, was Thaifrauen gelegentlich so tun, wenn Männe fremdgeht, da ist Lorena Bobbit gerade mal das Einstiegslevel..

      • Mit anderen Worten: Dein Fremdgehen war in jeder Hinsicht irrational und unverantwortlich.

        Und trotzdem hast du es getan.

        Welcher Teil von dir war es denn, der deinen Verstand ausgeschaltet hat und wie kommt es dass der so eine Macht über dich hat?

        Wenn du eine bessere Antwort hast als „Das Tier in dir“, lass hören.

        • Ich hatte enfach Bock, und die Frau war irgendwie ziemlich willig.
          Wir kannten uns von lange vorher, hatten uns aber jahrelang nicht gesehen.
          Außerdem war sie vom Aussehen mein Typ.
          Also irgendwie war das schon eine animalische Sache, aber meine „Begierde“ wurde nicht durch das Bedürfnis, oder den Wunsch ausgelöst, meine Gene zu verbreiten. Eher „trotzdem“.
          Und der größere Teil der animalischen Geilheit war eher die Wahrnehmung von Gefahr (erwischt zu werden z.B.), der Tabubruch, die Versautheit und spontane Geilheit des Luders, ich hatte ihr gesagt, ich hätte eine Freundin, sie sagte sinngemäß „ist doch egal, kriegt doch keiner mit“.
          Sie war sowieso eher der Typ „Komplizin“, etwas, wovon viele Frauen keine Ahnung mehr haben, weil sie ungefähr 18 Stunden am Tag mit Geschlechterkampf und PC im Kopf rumrennen, besonders, wenn Männer das Thema sind.
          Warum sie eigentlich so spontan bei mir angetanzt ist, oder ob sie einen Freund hat, hab ich auch nicht gefragt. Vielleicht war es Rachesex, weil ihr Freund einer Anderen schöne Augen gemacht, oder sie vernachlässigt hat, oder sie hatte irgendwo im Hinterkopf noch eine angenehme Erinnerung an mich.
          Auf jeden Fall war der Auslöser nicht der Wille, zu schwängern, oder eine Familie zu gründen. Wir wollten einfach geilen Sex. Sie wollte, kam vorbei, und ich wollte auch, es war ein wenig deja vu dabei, aber wir hätten es auch lassen können. Allerdings wäre sie dann vermutlich etwas eingeschnappt oder geknickt gewesen. Und das wollte ich natürlich auch nicht, ich bin eben einfach ein viel zu guter Mensch, um einer willigen, attraktiven Frau die Bestätigung zu verweigern und sie so zu bedrücken.
          Im Grunde war es also zu 33% Altruismus.:-D

    • Du sagst einerseits Pornos schauen sei die Illusion dass man viele Frauen hat, andererseits dass das ja kein Problem sei. Ernsthaft? Das passt nicht zusammen und beruhigt einen als Frau keineswegs. Es IST ein Problem in einer Beziehung wenn einer von beiden das Bedürfnis nach anderen Partnern hat.

      • „Es IST ein Problem in einer Beziehung wenn einer von beiden das Bedürfnis nach anderen Partnern hat.“

        Denke an diesen Satz, wenn du das nächste Mal einen romantischen Film siehst und für den George Clooney von heute schwärmst.

        Und nein, das ist überhaupt nicht „was ganz anderes“.

        • Ich stehe weder auf romantische Filme noch auf George Clooney.
          Für mich steht Treue und Loyalität an erster Stelle in einer Beziehung und zwar egal und welcher Art von Beziehung.

          • oooh, ich sehe groooße Aufgaben auf deinen Rationalisierungshamster zukommen.

            Irgendwann werden die Loyalitätserwartungen von Person A mit denen von Person B kollidieren und du wirst einem gegenüber illoyal sein müssen.
            Oder noch haariger: Zwei verschiedene Verpflichtungen Person A gegenüber widersprechen sich. eieiei.

            Aber ich bin sicher, dass dein Geist es schafft, das alles irgendwie auszublenden.

          • Mein „Rationalisierungshamster“ ist vorhanden und President in einem Motorradclub deren Aussagen nach bekanntermaßen Loyalität Treue und Respekt groß geschrieben werden. Er für seinen Teil sieht die Sache folgendermaßen: Wer seiner Frau gegenüber nicht treu und loyal sein kann der ist es seinen „Brüdern“ und seiner Familie gegenüber auch nicht. Selbst wenn er mal wöllte (einen Porno) macht er es nicht. Und genau das ist der Unterschied. Ihr glaubt doch nicht ernsthaft dass die komplette Mannheit solche Schlappschwänze sind die so schwach sind dass sie ihre Triebe nicht im Griff haben. Wir schauen aber öfter mal zusammen Pornos.
            Du bist im übrigen ganz schön beleidigend dafür dass du mich nicht kennst und NICHTS über mich weißt.

  6. Vielleicht ist sie ja von sich aus bereit, auf Chick Flicks und romantische Romane zu verzichten.
    Denn sonst zeigt sie ja, dass er ihr auf romantischer Ebene nicht genug ist.

  7. Zitat: „… sind die Fantasien der meisten Männer wesentlich „perverser“ als die der meisten (nicht aller) Frauen.“

    Da gibt’s aber auch Hinweise darauf, was die tief versteckten Phantasien angeht, dass das anders ist.

  8. Statt über die Serienlügner Bento sich das Hirn zuk****n zu lassen, was ja auch eine Art von Scatp**n sein mag, könnte man sich ja auch mal einfach mit den echten Daten von Pornhub & Co auseinandersetzen.

  9. „Und auch wenn es nicht gleich Anallingus sein muss sind die Fantasien der meisten Männer wesentlich „perverser“ als die der meisten (nicht aller) Frauen. insofern ist es wenig erstaunlich, dass die meisten Frauen eher entsetzt sind.“

    Hahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaha
    Du bist geil Christian, sonst stimme ich dir ja in vielen Dingen zu aber hier scheinst du etwas zu viel wihite knighting zu betreiben. Die Fantasien von Frauen sind so um 10er Potenzen perverser als dass was Männer betrifft. Glaub mir, das was Frauen an mich rantragen und was sie gerne erleben möchten sprengt meine eigenen Fantasien um Längen. Falls du mir nicht glaubst, dann geh mal auf die Singleböse Fetlife.com. Schau dir die Frauenprofile an und ihre Vorstellungen, dann wirst du schnell feststellen wer hier der Perverse ist. Männer sind meist viel zu fantasielos im Vergleich zu Frauen.
    Ein guter Lesetipp ist hier „My secret Garden“ welcher einen noch recht konservativen Blick in die Frauenfantasien gibt.

    Ach so, und nur für den Fall, dass du denkst es handelt sich hier um eine Spezialgruppe von Frauen – 50 Shades of Grey wurde auch deshalb ein Bestseller, weil er die Frauenfantasien so gut bedient hat, nicht weil er literarisch so toll geschrieben wurde.
    Ich würde behaupten, dass die absolute Mehrzahl aller Frauen auf dominante Männer steht die sich rücksichtslos nehmen was ihnen gefällt. Frauen die das bestreiten lügen sich meist was vor. Ich habe mal einen Interessanten Youtube Beitrag von Barbarossa gesehen in dem dies dadurch erklärt wurde, dass die sexuelle Dominanz eine Art Manöver ist. Ganz nach dem Motto: Er kann sich gegen mich durchsetzen also kann er das auch gegen andere Männer. Und viele Frauen schwelgen in diesen Fantasien wo ein starker Mann sich nimmt was immer ihm gefällt während ihre Fantasien in der Erniedrigung kreisen.
    Deshalb halte ich den Feminismus in gewissen Teilen auch für einen massiven Shittest wo es darum geht die weichen lila Pudel auszusortieren.

    • „Ich würde behaupten, dass die absolute Mehrzahl aller Frauen auf dominante Männer steht die sich rücksichtslos nehmen was ihnen gefällt. “

      Damit hast du auch schon die ach so wilden weiblichen Phantasien auf den Punkt gebracht. Die Handlungen selbst sind nicht die Phantasie, die sind nur der Indikator für die eigentliche Phantasie: den dominanten Mann.

      Wohingegen einem Mann, der auf Fisting steht, die Natur der involvierten Frau vergleichsweise egal ist.

    • Soll viele Frauen geben, die auf dominante Männer stehen. Wieviele wie sehr, ist m.W. nicht wirklich ermittelt.

      Der ganze BDSM-Bereich ist aber eine eigenständige Welt und meiner Erfahrung nach auch mit Männerüberschuss. Frauen die das machen, sind m.E. schon sehr explizit in ihren Wünschen, wissen was sie wollen und haben entsprechende Phantasien, keine repräsentativen Vertreter ihres Geschlechts.

          • Snopes ist so ein Facebook Faktenchecker Verein.
            Die wurde von einem Ehepaar betrieben. Barbara und David Mikkelson, die sich wohl gerade scheiden lassen.
            Dabei kommt dann heraus, dass er wohl mal eben lockere 98.000 $ für Prostituierte ausgegeben hat.
            Musste er angeblich, da er unterhalb des „Industriestandards“ von geschmeidigen 360.000 $ pro Jahr verdient hat. (Ich muss da an unseren Tagesschau Wahrheitsprediger denken)
            Seine neue Frau heißt Elyssa Young und ist nun als Administratorin bei Snopes.com angestellt. Ehemalige Escort Dame und Pornodarstellerin.
            Snopes „main fact checker“ nennt sich Kimberly LaCapria und betreibt einen Blog namens ViceVixen, „Sündiges Füchschen“ wäre wohl eine wohlmeindende Übersetzung, auf welchem sie mit ihrer dominanten Seite in Einklang ist.
            Die Fakten checkt sie übrigens gerne mal während sie an der Bong zieht.

            Weshalb ich mir dachte, das passt hier irgendwie gut.

            Ich schätze deshalb müssen die Jusos in Deutschland feministische Pornos fördern, wie wir ja aus den Jamaika Verhandlungen erfahren konnten.
            Wer sonst, wenn nicht eine SPD geprüfte, feministische und dominante Nachwuchsdarstellerin mit dem richtigen Mao Parteibuch, sollte sonst für Onkel Heiko maasvoll die Fakten beurteilen?

            pS. Die vice vixen mit der Bong steht auch auf schmutzigen Harry Potter Fanfic, womit es ja auch von der UN abgesegneter HeForShe Feminismus sein muss. 🙂
            Emma – sie war erst elf auf der Casting Couch – Watson lässt grüßen

      • „Der ganze BDSM-Bereich ist aber eine eigenständige Welt und meiner Erfahrung nach auch mit Männerüberschuss. “
        Tatsächlich ist es auch hier wie im echten Leben – 20% der Männer ficken 80% der Frauen. Aber anders als im echten Leben sind es hier nicht die schönsten, sondern die dominantesten, die sadistischsten und die fantasievollsten – Dinge die sich jeder selbst aneignen kann. Meine aktuelle Freundin hat bekommt 20 Mails von irgendwelchen Doms pro Tag – ich brauchte genau eine Mail.

  10. Der Sexualtherapeut Christoph Ahlers sagt bspw., täglich begegneten ihm in seiner Praxis Männer, die keine Lust mehr hätten mit ihrer Partnerin Sex zu haben, weil sie Internetporn dem real-Erlebbaren vorzögen.

    Man muss man halt auch ganz klar sehen, dass erwachsene Männer nicht beliebig oft am Tag abspritzen können. Mit zunehmendem Alter wird es schwieriger für sie mehr als vielleicht – wenns gut läuft – zwei oder drei Mal am Tag bzw. hintereinander körperlich erregt zu sein. Ganz besonders übel wäre dann ja noch, wenn er außerdem mehr der Gattung Schnellspritzer angehörte oder derjenigen, die Schwierigkeiten hätte während des Verkehrs das Equipment entspannt durchblutet auf Betriebszustand zu halten (die es in Pornos – meist wahrscheinlich u.a. medikamentös bedingt – eher nicht gibt).

    U.U. ist die „Konkurrenz“ also eine echte, keine imaginierte. Pornos werden dann zur Ersatzbefriedigung, die bei Männern einen völlig anderen „Druck abbauen“ als den körperlichen Sextrieb.

    Dann ist außerdem halt noch bedeutend, was genau ausgewählt wird.
    Für Frauen, die „unmoderiert“ mit dem echten Sehverhalten ihres Gefährten konfrontiert sind (zufällig oder absichtlich), kann das bestimmt zuweilen extremst schockierend sein. Es gibt unter dem Banner „Sex“ ja mitunter wirklich die unglaublichsten Gewalthandlungen. Sich damit nicht auseinanderzusetzen/setzen zu müssen, ist irgendwo schon ein Privileg.

    Die Darstellerinnen verhalten sich meist (ich spreche hier nicht über Streifen mit Spielfilmcharakter) auf eine völlig lächerliche Weise, meinem Eindruck nach im VR-porn nochmal gesteigert. Es fällt nicht unbedingt schwer sich vorzustellen, was genau Männer an einem spezifischen Genre anspricht – es wirft nur häufig kein besonders gutes Licht auf sie.

    • „Der Sexualtherapeut Christoph Ahlers sagt bspw., täglich begegneten ihm in seiner Praxis Männer, die keine Lust mehr hätten mit ihrer Partnerin Sex zu haben, weil sie Internetporn dem real-Erlebbaren vorzögen.“

      Was er meint:
      „Männer wichsen lieber, als ihr unansehnlich gewordene Partnerin zu umwerben, die sowieso wieder keine Lust hat“

      „Man muss man halt auch ganz klar sehen, dass erwachsene Männer nicht beliebig oft am Tag abspritzen können.“

      Pfff. Immer noch 10 mal öfter, als die Durchschnittsfrau Sex will.

      Mit zunehmendem Alter wird es schwieriger für sie mehr als vielleicht – wenns gut läuft – zwei oder drei Mal am Tag bzw. hintereinander körperlich erregt zu sein. Ganz besonders übel wäre dann ja noch, wenn er außerdem mehr der Gattung Schnellspritzer angehörte oder derjenigen, die Schwierigkeiten hätte während des Verkehrs das Equipment entspannt durchblutet auf Betriebszustand zu halten (die es in Pornos – meist wahrscheinlich u.a. medikamentös bedingt – eher nicht gibt).

      Joooh. Da fällt mir nix dazu ein. Märchenland. Welcher Mann (außer vielleicht unter 20ig-Jährige und Amphetamin-Schlucker wichst mehr als einmal pro Tag? Und ist dann noch ein „Schnellspritzer“?

      „U.U. ist die „Konkurrenz“ also eine echte, keine imaginierte. Pornos werden dann zur Ersatzbefriedigung, die bei Männern einen völlig anderen „Druck abbauen“ als den körperlichen Sextrieb.“

      Was du meinst:
      „Männer müssen sich nicht mehr beliebig zum Affen machen, um mal einen Stich zu bekommen und ihr Leid zu mindern“

      Wenn du es so meinst, schreib es doch auch so. Und ja: das ist richtig. Allerdings kenne ich keinen Mann, der nicht eine echte Frau (wenn sie nicht gar zu hässlich und widerborstig ist) den bewegten Bildern vorzieht. Aber im Alltag sind die Allüren der Frauen das größte Hindernis und Pornos eine Erleichterung für den geplagten Mann.

      „Die Darstellerinnen verhalten sich meist (ich spreche hier nicht über Streifen mit Spielfilmcharakter) auf eine völlig lächerliche Weise“

      Ja sie sind, obwohl sie hübsch sind, nicht widerborstig, sondern willig…

      „meinem Eindruck nach im VR-porn nochmal gesteigert.“

      Oh, du konsumierst VR-Porn? Oder dein Mann? Ich muss zugeben, das lockt mich seit langem, aber bisher war es mir zu teuer. Du kannst nicht zufällig etwas (gern total Unrealistisches) empfehlen?

      „Es fällt nicht unbedingt schwer sich vorzustellen, was genau Männer an einem spezifischen Genre anspricht – es wirft nur häufig kein besonders gutes Licht auf sie.“

      WAS wirft denn ein gutes Licht auf weiblichen Trieb? Richtig, ebenfalls nichts. Also tu mal nicht so arrogant, wir sind alle nur Tiere mit rudimentärem Gehirnfortsatz. Bei Licht betrachtet ist Sex generell eine ekelhafte und unhygienische Sache…

      • „Männer wichsen lieber, als ihr unansehnlich gewordene Partnerin zu umwerben, die sowieso wieder keine Lust hat“

        Warum ist Deine Frau denn unansehnlich geworden bzw. seit wann empfindest Du das so?
        In welchen Momenten zieht sie Dich noch an und lässt Du sie das dann auch wissen?
        Willst Du überhaupt, dass Euer Verhältnis nochmal wieder besser wird?

        „Männer müssen sich nicht mehr beliebig zum Affen machen, um mal einen Stich zu bekommen und ihr Leid zu mindern“

        Was denn für ein Leid?

        • „Warum ist Deine Frau denn unansehnlich geworden bzw. seit wann empfindest Du das so?“

          Meine (Gott sei Dank, noch) nicht. Dafür ist sie umso unzugänglicher und umständlicher.

          Aber machen wir uns nichts vor: die meisten Frauen sind ab Mitte 30 Wale, manche richtiggehend ungepflegt. Da muss ich nicht mal aus der Familie weg, meine Mutter ist ein anschauliches Beispiel für desinteressierte Verlotterung und ich habe auch hier in der Gegend genügend Anschauungsbeispiele, die die Aussage des erwähnten Therapeuten erklärbar machen…

          Was denn für ein Leid?

          Das Leid, ständig unbefriedigt zu sein und wenn mal nicht, dann so gut wie nie den Sex zu bekommen, den man gerne hätte. Dass ihr uns sogar wichsen und Pornos missgönnt (und neuerdings Sexpuppen und -roboter) ist unverzeihbar.

          Im Übrigen gäbe es keine Prostitution, wenn es nicht so wäre und Pornos ausreichen würden…

          • „Das Leid, ständig unbefriedigt zu sein und wenn mal nicht, dann so gut wie nie den Sex zu bekommen, den man gerne hätte.“

            Wer beim Sex mit Partner zum Orgasmus kommt, hat eigentlich doch überhaupt keinen Grund sich zu beschweren?

            Frauen erleben es sicher um Potenzen häufiger, dass sie gerad erst so richtig in Fahrt kommen und schon ist der Spaß auch schon wieder vorbei (Lernerfahrung auf Dauer: der Aufwand lohnt nicht oder kaum).

            Frauen wissen, dass sie für ihren Orgasmus selbst verantwortlich sind, der des Mannes (plus die Verhütungsverantwortung für beide zu tragen) ist hingegen eine Form von Beziehungsarbeit, die sie weit mehrheitlich regelmäßig leisten müssen/sollen/wollen.

            Für Frauen wirklich befriedigender Sex dauert. Ein Quickie (für Männer: „normaler Sex“) kann eine gewisse Bestätigung (auf Beziehungsebene) bedeuten, aber satt werden lässt er SIE nicht.

            Wenigstens alle paar Wochen sollte Zeit für eine ausgiebige Orgie sein, wo wirklich der ganze Mensch – nicht bloß einzelne Körperteile – Liebkosungen erfährt. Wer diese Aufmerksamkeit seiner Frau beständig bereit ist zu schenken, wird aller Wahrscheinlichkeit nach reich belohnt.
            (Es sei denn, es gibt wirklich tiefer liegende Probleme)

          • „Aber machen wir uns nichts vor: die meisten Frauen sind ab Mitte 30 Wale, manche richtiggehend ungepflegt. Da muss ich nicht mal aus der Familie weg, meine Mutter ist ein anschauliches Beispiel für desinteressierte Verlotterung und ich habe auch hier in der Gegend genügend Anschauungsbeispiele, die die Aussage des erwähnten Therapeuten erklärbar machen…“

            Bemühen die dazugehörigen Männer sich denn so deutlich mehr um optische Attraktivität, was meinste?
            Statistisch gesehen sind übrigens mehr Männer als Frauen übergewichtig.

            Aber ja: für Frauen ist die Fallhöhe eine Andere, und auch die Anlässe, die zu einem „sich gehen lassen“ führen können, sind m.E.n. vielfältiger. Ich glaube z.B., dass es für Frauen nach einer Hysterektomie nahezu unmöglich ist kein übermäßiges Bauchfett anzusetzen, vielleicht betrifft das ja sogar Deine Mutter (oder die eine oder andere Dame aus der Nachbarschaft) zufällig (1 in 6 war da ja die Quote)?

            Desinteresse der eigenen Erscheinung gegenüber kann wie ich meine auch als Reaktion auf die Lieblosigkeit des Partners gedeutet werden, eine indirekte (und nicht zwangsläufig intendierte) Form der Bestrafung quasi. Wobei ich den Eindruck habe, dass Männer teilweise echt schon so Kleinigkeiten wie unrasierte Beine und/oder Achseln darunter zählen (bei Jüngeren vielleicht inklusive unrasierter Schambehaarung).

            Resignation angesichts der medial-vermittelten Schönheitsideale ist eigentlich ziemlich gewöhnlich bzw. erwartbar. Nix genaueres weiß ich leider nicht mehr, aber es muss wohl mal vor Jahren eine Untersuchung gegeben haben wo Selbstvertrauen und -zufriedenheit junger Mädchen und Frauen vor Einführung des TVs in ihrer Gegend gemessen wurde, und dann nochmal ein paar Jahre danach. Mit dem Ergebnis, dass beides signifikant gesunken war. Was man vergessen hatte zu studieren waren die Effekte des Mediums auf die Wahrnehmung der Jungen und Männer. Vermutlich hätte man herausgefunden, dass die die weiblichen Wesen ihrer Community auch nicht mehr als so attraktiv einschätzten wie zuvor.

          • „Bemühen die dazugehörigen Männer sich denn so deutlich mehr um optische Attraktivität, was meinste?“
            Die Schwerpunkte sind bei Frauen nunmal auch anders gelagert. Sie achten mehr auf Status, Geld und Versorgerfähigkeiten bei einem Mann. Wenn sich dein Mann beispielsweise „gehen“ lassen würde, d.h. nicht mehr arbeiten gehen würde, kein Geld mehr bringen und nur noch faul auf der Couch herumlungern würde. Hätten wir doch da ein Problem, was meinste?

            „Aber ja: für Frauen ist die Fallhöhe eine Andere, und auch die Anlässe, die zu einem „sich gehen lassen“ führen können, sind m.E.n. vielfältiger.“

            Ausreden, Ausreden und nochmals Ausreden.
            Ein flüchtiger Blick auf den Ernährungsplan bzw. Auf den nicht vorhandenen Sportplan genügt, um zu sehen, wo die Probleme liegen. Wenn ihr nur halb soviel Zeit für Sport aufwenden würdet, wie für das Erfinden von Ausreden wäre das doch schonmal ein guter Anfang.

          • Ich kann da ja nur für mich sprechen, aber mir ist es schon sehr (!) wichtig, dass er auch nicht aus dem Leim geht. Der Winter (verstärkt nochmal im Advent) ist traditionell ja die Zeit im Jahr wo diverse Süßigkeiten und Nüsse usw. unkontrolliert ihren Weg in den Mund finden, und gerad weil ich jetzt schwanger bin und mich selbst keinen Restriktionen unterwerfen mag, verkneif ich mir auch spitze Bemerkungen in seine Richtung… aber angekündigt habe ich ihm bereits, dass wir dann zum Frühling hin gemeinsam abspecken werden, „ich 15 und Du 10 kg“ lautete die Ansage. Und natürlich habe ich die (allerhöchstwahrscheinlich) tatsächliche Zielmarke damit zu hoch angesetzt… just to get the idea
            ^^

          • Jo. Die Sache ist: Man kann meist nicht einfach mal so über die werte Gattin rutschen, wenn man Bock hat zu ejakulieren. Je älter die werden, desto mehr muss man investieren. Vorspiel etc oder noch schlimmer: Das Kuscheln danach.

            Da wichs ich lieber, wenn sie schläft. Die paar Mal im Monat, wo wir beide zufällig beide gleichzeitig Bock auf Sex haben, ist es dann zugegebenermassen ziemlich geil, aber ist anstrengender als sich mal eben einen zu schütteln. Geht auch schneller, und ich krieg dabei auch noch geile Weiber zu sehen ;).

    • „Der Sexualtherapeut Christoph Ahlers sagt bspw., täglich begegneten ihm in seiner Praxis Männer, die keine Lust mehr hätten mit ihrer Partnerin Sex zu haben, weil sie Internetporn dem real-Erlebbaren vorzögen.“
      Liegt am Ugly-girlfriend Syndrom aber der Arzt traut sich aus gründen der politischen Korrektheit nicht dies auszusprechen.
      Frauen wollen doch auch nur Sex mit ansprechenden Personen, warum soll das bei Männern anders sein. Aber tröste dich – eine Katze und ein Dildo helfen auch Feministen weiter. Und das beste ist, uns Männern ist es egal wie sehr ihr uns objektifiziert. Letztlich ist jeder Dildo ein Zugeständnis, dass euch etwas fehlt.

  11. Kernpunkt, dass dieses immer wieder Streitthema in Beziehung wird, würde ich meinen, ist, dass an dem Punkt Frauen und Männer im Durchschnitt etwas unterschiedlich ticken, wobei dabei für mich dabei auch der Aspekt „Sozialisation“ in Form von „kulturelle Prägung“ auch mitschwingen.
    Der letzte Begriff klingt etwas unglücklich, wusste leider nichts richtiges, um es zu umschreiben.
    Gemeint ist das Brauchtum, dass, wenn sich ein Partner für einen anderen Partner entscheidet, dass beide gegenseitig nur einander gehören und niemand anderem mehr. D. h. da darf niemand anderes mehr dazwischenkommen, sonst kracht es und wird als „Untreue“ angesehen.
    Da diese Idee selbst nicht nur in den westlichen Ländern verbreitet ist, sondern weltweit, ist es schwer, da einen umfassenden Begriff für zu finden.
    Und es ist auch so, dass beide Geschlechter da mit ähnlichen Gedanken reagieren können, darum steht es im Raum, es als ein Stück Sozialisation zu sehen, weil beide es so erlernen können.
    Als Kernstück fungiert dabei, wie schon erwähnt, der Gedanke der Exklusivität, d. h. man ist nur für eine Person reserviert und niemand anderen, sobald man eine Bindung eingeht. Sieht sich einer von beiden auch links und rechts um, so wird das als Bruch dieser Exklusivität gewertet und daher als Verletzung dieses Prinzips, was bei der Sozialisation mit diesem Prinzip natürlich als Todsünde gilt und von daher sanktioniert wird.
    Männer wie Frauen können aber von sich selbst aus Abweichungen von diesem Prinzip aufweisen, weil es individuell in ihnen so bedingt ist. Da man aber fest mit dem Prinzip sozialisiert wurde, dass man sich nur einer Person verschreibt, führt dies dann zu dem Eindruck, das als widernatürlich anzusehen und sich deswegen schlecht zu fühlen, weil man denkt, es habe was mit persönlicher Schwäche zu tun.
    Männer kommen in diesen Konflikt eher, weil für sie in der Regel Sex im Kopf anders verarbeitet wird als bei Frauen. Das scheint auch irgendwas mit dem Testosteron zu tun zu haben, denn Leute, die dem Hormon durch eine medizinische Therapie ausgesetzt werden, entwickeln ähnliche Denkmuster we Bio-Männer.
    Für Männner ist sexuelle Aktivität eher etwas wie Schlafen oder Essen. Man macht es halt einfach, Essen und Schlafen kann man aber allein. Dazu braucht man nicht zwingend eine andere Person.
    Eine Frau zu finden, die instinktiv ähnlich funktioniert, wird im Durchschnitt schon schwierig – dadurch kommt dann auch der Konflikt zustande, der oben benannt wird.
    Vereinfacht ausgedrückt: Er hat andere Bedürnisse als Sie, weil Ihm das seine Natur so vorschreibt.
    Kann aber genausogut auch umgekehrt sein. Oder, dass er sein höheres Triebbedürfnis nur mit ihr ausleben will, sie aber nicht das gleiche Level an Bedürfnis der Stelle hat. Was auch immer.

    Summa summarum ergibt das: Diese Exklusivitätsidee ist für’n Arsch. Und zwar für beide.
    Es erledigt Druck auf, dem beide nicht unbedingt gerecht werden können, weil die Natur ihnen eventuell was anderes vorschreibt.
    Es gibt natürlich auch Leute, die dem ohne Anstrengungen gerecht werden können (oder mit sehr wenigen), weil sie an dem Punkt eben von Natur aus so gestrickt sind. Jeder Mensch hat schließlich andere Bedürfnisse und in unterschiedlicher Intensität.
    Genausogut braucht man es auch nicht mittragen, wenn jemand ständig mit anderen Partnern schläft als demjenigen, mit dem offiziell eine Beziehung unterhalten wird. Manche Leute haben da ein Problem, zu erkennen, wo sie zuhause sind. Oder sie sind schlichtweg einfach Arschlöcher, die überall essen gehen, weil es ihnen Spaß macht.
    Sowas braucht man da nicht mitzutragen, weder sozial noch als Involvierter.
    Es sollte aber nicht weiter als ein Dogma aufgebaut werden, auch wenn in Zeiten großer Verunsicherung in der Welt dieser Exklusivitätsgedanke sehr verführerisch ist. Man sieht nur, wohin es führt – die Leute werden davon nicht treuer, wenn man ihnen einredet, dass sie MÜSSEN. Aufeinanderhocken und Klammern ödet beide mit der Zeit an und führt dazu, dass sie sich in die Haare kriegen. Ist diese Exklusivität dann was gutes, wenn man zwischen wonnig-fühlender Symbiose und Heimkrieg hin und her pendelt? (Wahrscheinlich würden manche das beantworten mit „erzieht ihnen beiden ihre aggressiven Triebe ab – wozu brauchen sie die?!“, aber lassen wird das, darum soll’s jetzt nicht gehen.)

  12. Im PickUp-Bereich werden übrigens die Vorteile von Abstinenz auf die eigenen Game-Fähigkeiten gesehen. NoFap führt sicher zunächst mal dazu, dass der „Hunger“ größer wird und birgt einige mentale Schwierigkeiten, nach ein paar Wochen aber kann sich wohl die Ausstrahlung deutlich verbessert haben. Neediness muss – für Männer – nicht schlecht sein, sie bauen dann mitunter eine Art sexuelle Aura auf, die anziehend auf Frauen wirken kann.

    Frauen erreichen das Gleiche eher dann, wenn sie sexuell sehr aktiv sind. Männer riechen das.

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