Selbstmach Samstag 166 (02.12.2017)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen.

198 Gedanken zu “Selbstmach Samstag 166 (02.12.2017)

      • Gibt’s einen anderen?
        Die Menschheit ist so nett, und sich so des Ausmaßes des Problems bewusst, dass wir netterweise in der guten alten Geschichte einen Mann den Part übernehmen haben lassen.
        Aber in Zeiten des sozialen Medien, wer kann da ernsthaft behaupten, Narzissmus sei nicht die das Weibliche definierende Eigenschaft?

        • „Gibt’s einen anderen?“

          Der typische Narzist war ein Mann. Ob damit ausgedrückt werden sollte, dass dies eine eher männliche Marotte sein sollte?
          Wenn wir mal mit diesem Gedanken weiterdenken, wäre weiblicher Narzissmus vielleicht eine Folge vom Nacheifern des männlichen Geschlechts. Die traditionelle Einschätzung weist den Frauen ja auch die Tugend der Bescheidenheit zu, was geradezu das Gegenteil von Narzissmus ist.
          Wie auch immer – eine „das Weibliche definierende Eigenschaft“ — dafür kann sich Narzissmus jedenfalls nicht qualifizieren.

          • Nein. Mein Gedanke ist, dass Frauen schon damals so krankhaft neurotisch waren, dass, hätte man die Geschichte wahrheitsgemäß mit einer Frau erzählt, die Erzähler gemeuchelt worden wären.

          • Nein, Narziss in der griechischen Mythologie war erwähnenswert, weil es gerade ein Mann- untypisches Verhalten war.

            Und Tugenden wurden Frauen nicht zugewiesen, sie wurden (meist vergeblich) eingefordert.
            Man sehe sich nur mal die vielen Kleiderordnungen des Mittelalters und der frühen Neuzeit an, die Frauen meist ebenso vergeblich, davon abhalten sollten sich als Sexobjekt zu kleiden und zu präsentieren.
            (Daneben hatten Kleiderordnungen aber auch das Ziel Standesunterschiedliche Standards einzufordern)

          • @dr
            Mythologien zielen idR auf typische Muster ab, im Falle des Narziss kann man immerhin sagen, dass diese Geschichte eine Warnung sein soll und abschreckend. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass insbesondere Männer, im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stehend, die originalen Selbst-Verliebten waren und die Geschichte vom Narziss darauf abstellt.

            Heute dann spielen Frauen ebenfalls eine Rolle in der Öffentlichkeit: sie drängen sich vor allem mit ihrer „Schönheit“ so vor, wie Männer das mit ihrer „Geistigkeit“ oder mit dem Prunk der Macht taten. Das erinnert natürlich besonders stark an den Narziss, da es bei ihm auch unmittelbar um rein körperliche Schönheit ging… Kein Wunder also, dass Narzissmuss jetzt vor allem weiblich konnotiert ist. Hätten wir eine seriöse Geschlechterforschung, die keine zielorientierte Magie ist, wüssten wir darüber sicherlich viel mehr.

  1. Es wächst zusammen, was zusammen gehört.

    „Zur grünen DNA gehört die anthroposophisch angehauchte Lebensreformbewegung, der alles Moderne, Amerikanische und Jüdische von jeher ein Graus war.“ Ja, der „Judengeist“ (Karl Marx), hatte wir.

    „Verwunderlich ist, dass linke Parteien, allen voran die SPD, diese fatalen Forderungen unterstützen ….“

    Die sind genauso in dieser völkisch-linken Ideenwelt verwurzelt, das ist daher alles nur folgerichtig, genauso mit dem Feminismus der SPD.

    „Es ist leicht zu durchschauen, dass es bei der „Schlacht um Glyphosat“, die derzeit noch nicht beendet ist, überhaupt nicht um Glyphosat geht.“

    Absolut korrekt, Herr Wess.

    „Was sich hier breitmacht, ist eine eschatologische Religion, die die Moderne bekämpft, egal, ob sie kapitalistisch oder sozialistisch daherkommt.“

    Leider ist vermutlich auch der Sozialismus nichts anderes als eine Form des antimodernistischen Traditionalismus. Dass man dies für links gehalten hat, könnte sich als einer der fatalsten Fehler der Moderne erweisen.

    Aber in einem muss ich dem Autor Wess widersprechen: das ist bestimmt nicht das Ende, sondern erst ein Anfang der Umweltschutzbewegung, bzw einer „Globalen Progressiven Linken“ oder wie man das immer nennen muss.

      • Gibt es denn Hinweise darauf? Die BIenenstämme sind schon häufig wegen der verschiedensten Ursachen unter Druck geraten…
        Oder meinst du jetzt dieses ominöse „Insektensterben“?

          • Bienenstöcke sind nicht so einfach zu unterhalten und sind anfällig, es gibt sehr viele fiese Parasiten zB. Ich meine nicht, dass die Probleme der jüngsten Vergangenheit irgendwie besonders gewesen wären…
            Ausserdem sind die Honigpreise doch sehr moderat geblieben, würde man auch nicht erwarten….

        • Der Verdacht, krebserregend zu sein, scheint bis auf eine Restwahrscheinlichkeit widerlegt zu sein

          https://de.wikipedia.org/wiki/Glyphosat#Karzinogenität_und_Genotoxizität

          Die öffentliche Diskussion ist hysterisiert.

          Allerdings ist es auch ein naheliegender Verdacht, dass Monsanto deswegen Glyphosat pusht, weil sie das als Hintertür für den Vertrieb ihres genentisch modifizierten Saatguts (Glyphosat-tolerant) nutzen möchten.

          Im Gegenzug schüren sicher einige Akteure der Gegenseite die Hysterie weil sie als U-Boote der Reformbewegungen der Lebensreform agieren.

          • Hmmm, keine Ahnung.

            Ich bin nicht in der Lage die Studien zu bewerten und ich traue niemandem mehr, die lügen und manipulieren doch alle, schei** Kapitalismus, schei** korrupte Politiker.

            Ich kaufe soviel wie möglich bio, vor allem für die Kinder, um mich habe ich weniger Sorgen. In eine Landwirtschaftsgegend würde ich allerdings nicht ziehen. Ob die das verbieten oder nicht, ist mir weitgehend egal, sie ersetzen es ohnehin nur durch anderen Dreck, so ist es doch immer. Wir sind einfach zu dicht besiedelt um verträglich wirtschaften zu können.

            Allerdings wünsche ich den Säcken von Monsanto alles erdenklich schlechte. Der Konzern ist wirklich gefährlich.

      • „Ist es widerlegt, dass Glyphosat zum Bienensterben führt?“

        Meines Wissens nach weder wider- noch belegt.

        Aber es ist ein wahres Höllenzeug.
        Wenn ich in den 80ern im Sommer mit dem Motorrad von Hamburg nach Hannover fuhr, musste ich dort meinen Scheinwerfer mit einem nassen Schwamm putzen, so viele Insekten hatten auf dem Glas ihr Leben ausgehaucht. Wenn mir damals jemand prophezeit hätte, dass man dereinst die Insektenpopulationen in die Knie zwingen würde, hätte ich demjenigen einen Vogel gezeigt und gelacht.

        Heute fahr ich zweimal im Monat die dreifache Strecke und putz vielleicht zweimal im Jahr die Windschutzscheibe.

        In vielen Gärten gibt es eine Pflanze, die nicht zufällig „Schmetterlingsflieder“ (Buddleia) heißt. In den 80ern umhüllten ganze Wolken von Schmetterlingen die Buddleia im Garten meiner Eltern, dieses Jahr habe ich nicht einen Schmetterling an Nachbars Pflanze gesehen.

        Ich bin überzeugt, dass Glyphosat einen entscheidenden Anteil am Zusammenbruch der Insektenpopulationen hat.
        Wenn ich im Sommer bei uns in die Feldmark gehe, dann sind die Äcker bis an den Wegrand genutzt und selbst das kümmerliche Grün auf den Wegen wurde abgespritzt. Damit fehlt selbst solchen Insekten das Futter, die sonst überhaupt kein Interesse an den Kulturpflanzen gehabt hätten. Brennesseln sind z.B. Futter für viele Schmetterlingsraupen.

        Und bezogen auf die Bienen fehlt denen angesichts unserer Monokulturen eventuell einfach ein Minimum an nektarspendenden Wildpflanzen.

        Glyphosat weiter zu erlauben, ist in meinen Augen verantwortungslos.

        • @carnofis

          Das ist das Problem, auf einen ganz einfachen Nenner gebracht: „sind die Äcker bis an den Wegrand genutzt“ und dieses Glyphosat ist nur ein Mittel dazu.
          Die Schmetterlinge, also insbesondere die Brennessel-Arten die so gerne an Budleia gehen, sind wegen der viel häufiger gewordenen Autos weg! Der Wendepunkt der Entwicklung war so in den 90ern. Das hat sicher nichts mit der Intensivierung der Landwirtschaft zu tun, jedoch sind die ganzen Heufalter etc davon betroffen.
          Die Landwirtschaft müsste mE anders organisiert werden, nicht so rigoros intensiv. Da gibt es unendlich viele gute Ansätze, aber die sind leider alle unter die Räder gekommen, der Klimawandel und der Kampf gegen das „Grosskapital“ geht ja vor….

          • Ja das ist Fakt, der Rückgang und wer hier Beweise fordert, wenn man will kann man recherchieren, aber dazu muss man seinen Geist und seinen Arsch hochkriegen, also eher was für Männer.
            Ebenso kompliziert. Der ganze Problemkreis um Umweltgifte und Insektensterben ist komplex, multikausal da kann man nicht platt drüber diskutieren.

          • Sorry, onky-me, aber das ist eine Sammlung von populistischem Quatsch. Die Politisierung in diesem Feld ist heute vollkommen und wir sind bei einer Schlagwort-Maschine angekommen, mit allen möglichen Arten von „Artensterben“, wobei die, die da nicht zustimmen, immer als Ketzer bzw als bezahlte Agenten finsterer Mächte hingestellt werden.

            Nimm mal diese Rede vom Bund-Vorsitzenden, da wird klar: es geht vor allem um traditionalistische Werte: „Doch unser höchster gesellschaftlicher Wert ist die Gier“ und da sind diese Konzerne einfach die richtigen Feindbilder…

            http://www.mitwelt.org/insektensterben-bayer-monsanto-syngenta-rede.html

            „Wer früher mit dem Auto übers Land gefahren ist, hatte insektenverschmierte Scheiben
            Heute sind die Insekten weg und die Scheiben sauber“

            Vor allem weil die jetzt optimal stromlinienfömig sind….
            Allerdings: Schmetterlinge werden schon durch den Luftschwall geschädigt und sind empfindlicher.

    • Ich kann nicht beurteilen, welche schädlichen Folgen Glyphosat tatsächlich hat und inwiefern diese Folgen nur durch ein gänzliches Verbot angemessen behoben werden können. Meinem Eindruck nach gibt es allerdings überhaupt niemanden, der das hinreichend konkret beurteilen kann. Und angesichts dessen ist die derzeitige hysterische Anti-Glyphosat-Propaganda aus meiner Sicht nicht zu rechtfertigen.
      Man hat sich mal wieder aus bestimmten Gründen auf irgendetwas eingeschossen und das wird dann mit aller Macht zu Tode gehetzt, sachliche Diskussionen ausgeschlossen. So läuft das halt heutzutage in unserer demokratischen Politik und den Qualitätsmedien…

        • „Auf der einen Seite Gutmenschen auf der anderen milliardenschwere Konzerne, die ihr Profite schützen wollen.“

          Ich empfinde mich nicht als Gutmensch.
          Ich kann einfach ein wenig die Wirkmechanismen beurteilen, da ich eine landwirtschaftliche Ausbildung habe.
          Und ich bin zumindest bemüht, meine Beobachtungen so nüchtern und wertfrei wie möglich in Worte zu fassen.
          Als ich meine Ausbildung machte, waren Herbizide noch reine Herbizide. Was von dem Mittel getroffen wurde, starb ab, ohne Rücksicht auf Kraut und „Un-„Kraut. Nutzflächen musste man also vor oder nach der Vegetation der Nutzpflanzen abspritzen, während der Vegetationsperiode blieb nur mechanisches Bearbeiten der Fläche, will heißen – Hacken (daher der Name „Hackfrüchte“, z.B. für Rüben).
          Glyphosat erlaubt die Bekämpfung der Unkräuter über die gesamte Vegetationsperiode, weil die Nutzpflanzen durch eine genetische Veränderung vom Mittel unangreifbar gemacht wurden.
          By the way: sowohl das Mittel, als auch die zugehörige Saat wird von Monsanto vertrieben.

          Man kann das Herbizid also flächendeckend, ohne Rücksicht auf Wind und Grenzen ausbringen, was daher auch alle Randbewüchse einbezieht.
          Während früher durch die herbizidfreie Zeit über den Sommer immer noch genug wilde Kräuter hochkamen, dass Insekten ausreichend Futterpflanzen fanden, werden diese Kräuter heute komplett auf Null unterdrückt.
          In den letzten 10 Jahren beobachten wir sogar immer mehr die Gewohnheit, in die abgeernteten Flächen Senf einzusäen, was uns im Herbst einen eigenartigen 2. Frühling beschert. Der Senf hat in erster Linie die Aufgabe, Wildkräuter bis zum Ende der Vegetationsperiode im November weiter zu unterdrücken.

          Weiters wurden die früher noch verbreiteten Knicklandschafen aufgrund der immer größeren Landmaschinen weitgehend weggepflügt und eingeebnet. Es gibt also immer weniger Zonen, an denen entlang noch Insekten zueinander finden.

          Auch ohne letzten Beweis erscheint mir der Zusammenhang zwischen Glyphosat und Insektensterben zwangsläufig.

          „Meinem Eindruck nach gibt es allerdings überhaupt niemanden, der das hinreichend konkret beurteilen kann.“

          Bedarf es immer eines finalen BEWEISES, bevor wir aktiv werden dürfen? Genügt nicht eine hinreichende Wahrscheinlichkeit? Ökologische Veränderungen funktionieren nicht wie Maschinen, die man nur abzuschalten braucht, um ihr Wirken sofort zu beenden.

          „Und angesichts dessen ist die derzeitige hysterische Anti-Glyphosat-Propaganda aus meiner Sicht nicht zu rechtfertigen.“

          Ich neige nicht zur Hysterie, aber mir fiel das Verschwinden der Insekten schon auf, bevor es zu einem medialen Thema wurde. Und Glyphosat kenne ich schon seit den frühen 80ern unter dem Namen „Roundup“. Und das Zeug heißt nicht umsonst so.
          Vor dreißig Jahren waren die Feldwegränder noch ein interessantes Biotop vielerlei Gewächs und Getier. Heute sind diese Wege staubige Schotterpisten. Das beunruhigt mich schon.

          WIE krass der Unterschied ist, ist mir mal aufgefallen, als ich vor ein paar Jahren am französischen Jura auf einem Campingplatz Urlaub machte und mir fast die Augen ausfielen vor Staunen, schon auf dem Gelände mehrere verschiedene Orchideenarten so häufig, wie hier Löwenzahn, anzufinden.

          • Danke , gute Zusammenfassung.

            Nebenbei lustigerweise haben sich manche Männer schon so von Frauen ins Boxhorn jagen lassen, wie echte Männer zu sein haben, daß sie Angst haben
            irgendwelche Sorge um die Umwelt oder Lebewesen zu zeigen, weil das ja unmännlich, weicheimäßg wirken könnte, ist schon irgendwie lustig. Solche Männer haben ja auch eine komische Vegetarierphobie, nur weil viele Frauen, obwohl selbst Blattnagerinnen, meinen echt Männer müssen notorische Grillsteakverzehrer sein.

          • „Es gibt einen Einwand:“

            Lies nochmal meinen Beitrag.
            Ich schrieb „… weil die Nutzpflanzen durch eine genetische Veränderung vom Mittel unangreifbar gemacht wurden.“

            Genetische Veränderungen sind Kennzeichen ALLER Nutzpflanzen, gezüchtet durch Selektion.
            GenTECHNISCH veränderte Pflanzen haben ein artfremdes Gen eingebaut bekommen, das die Pflanze gezielt mit bestimmten Eigenschaften versieht.

            Der glyphosatresistente Mais ist schon vor dem Einsatz der industriellen Gentechnik gezüchtet worden.

            Ich hab hier mal – für Alex vom „bösen grünen Feind“ – ne Website gefunden, die – wie ich finde – die Problematik recht nüchtern beschreibt.
            Schau da einfach mal rein und mach Dir selbst ein Bild:
            https://www.keine-gentechnik.de/dossiers/gift-und-gentechnik/glyphosat-roundup-herbizide/fakten-zu-roundup-und-glyphosat/

          • „Ich hab hier mal – für Alex vom „bösen grünen Feind“ – ne Website gefunden“

            Schade, dass du es nicht direkt sagst, was wichtig ist.

            Ich jedenfalls kenne alle Fronten, die Ökos, die Wissenschaft, die Industrie und die Politik. Die ganze Angest-Schürerei mit der Genetik und ihren angeblichen Gefahren hängt ja auch noch dran, „intersektional“, das lässt die Öko-Apokalypse, die immer beschworen wurde, zur Notwendigkeit dieses postfaktischen Ökologismus werden 😦
            Besonders diese wissenschaftsfeindliche Sache mit der Genetik macht die Grünen zu einer Art Religion, bzw ein politischer Kult.

          • „Schade, dass du es nicht direkt sagst, was wichtig ist.“

            Das wäre hier wohl Zeitverschwendung. Du hast meine Sorgen ja schon als „wissenschaftsfeindliche Sache mit der Genetik“ geoutet.
            Und – was ist WICHTIG?

            Ich persönlich halte Gentechnik – ziemlich ungrün – für ein äußerst wertvolles Instrument bei der Bekämpfung von Krankheiten.
            Und vielleicht wird es auch in der Nahrungsversorgung einen nutzbringenden Beitrag leisten.
            Aber darum ging es hier nicht.
            Das Thema war das auffällige Aussterben von Insekten und das macht mir – da bin ich wieder ganz grün – große Sorgen.
            Tatsache ist, dass die Bienen flächendeckend auf dem Rückzug sind und dass dies einen großen Einfluss auf unsere Obsternten hat. Fast alle hier in D angebauten Obstarten (Kirsche, Apfel, Birne, Pflaume, Erdbeere, Hagebutte, Pfirsich, Mandel …) sind Rosengewächse, haben also vermutlich dieselbe Bestäubergruppe. Fällt die aus, sieht’s düster aus.
            Ich behaupte nicht, dass Glyphosat die Ursache ist, will es aber aus den geschilderten Gründen nicht ausschließen.
            Glyphosat – erst recht in Verbindung mit den entsprechend gentechnisch veränderten Nutzpflanzen – ist vielleicht eine Katastrophe für die Natur.

      • @Hugor
        Das ist ja nicht das erste Mal, dass bei den Grünen irgendwelche Kampagnen sich vollkommen verselbstständigen. Was habe ich nicht da alles erlebt! Übrig blieb die Erkenntnis, dass die Grünen eben doch kein Interesse am Naturschutz haben und das nur für ihre Antimodernismus-Politik nutzen. Heute mit „Klimawandel“ und Glyphosat ist es mir einfach unerträglich geworden.

        • Grüne sind denkbefreite Feiglinge.
          Von Monsanto gibt’s einfach keins „Auf die Fresse“.

          Warum ist es schlimm Ölsand im kanadischen Inland zu reinigen, aber gut den am Strand zu reinigen?

          Schön gegen Monsanto sein und Bio predigen, aber gleichzeitig mehr Fresser importieren.

          Das sind die selben Truller und Trullas die Vögelchen „retten“ und 2 Wochen später wieder ins Nest legen.

    • Also die Lebensreformbewegung galt zu ihrer Zeit nicht als links sondern eher als bürgerlich-naturromantisch, wie z.B. auch die Wandervögel.
      Vom klassisch linken Standpunkt damals aus gesehen als rechtsliberal/eskapistisch.
      WiderstandskämpferInnen aus der Lebensreformbewegung sind mir jedenfalls keine bekannt.

      Die ReformhausbesitzerInnen z.B. ,die ich im Laufe der Jahre kennenlernen durfte, waren immer recht konservative, geschäftstüchtige Leute, mit einem gewissen, ebenfalls nicht gerade geschäftsschädigenden Hang zur Esoterik.
      Erst durch die Hippiebewegung der siebziger Jahre und entscheidend durch die Grünen in den Achtzigern und ihre Klientel wurde das plötzlich als „auch irgendwie links“(weil als öko, und Naturschutz und authentische Lebensweise, süße Robbenbabies mit Kulleraugen usw.) wahrgenommen.
      Als Gegenmodell zur ältlich-konservativen Reformhausbewegung haben dann die Hippies die Bioladenbewegung ausgerufen.
      Das „zurück zur Natur“ war, für manche vielleicht überraschend, für manche weniger, ganz gut mit der Naziherrschaft kompatibel.
      Schließlich war auch der Führer Vegetarier, und zumindest nach außen enthaltsam und bescheiden im Privatleben.
      Er war ganz mit dem deutschen Volk und seinem Sieg im „Naturkampf der Völker und Rassen“ verheiratet. Frei von den bösen unzüchtigen Trieben, der Fleischeslust und den bösen Genussmitteln. Antialkoholiker, Nichtraucher, Vegetarier, im Sinne der Lebensreform eigentlich der natürliche und moralisch gerechtfertigte Führer des völkischen Überlebenskampfes. Der Vertreter der wahren, reinen, „eigenlichen“ deutschen „Volksnatur“.

      Wie Sie diesen grünen Humbug und seine Schäden jetzt plötzlich als „völkisch-links“ identifizieren können, bleibt mit ein Rätsel, Meister Androsch.
      Es scheint für Sie wie auch z.B. für Danisch, ein unbeherrschbarer Reflex zu sein, einfach alles, was einem in der Welt nicht gefällt, als „links“ zu plakatieren. Was einfach grober Unfug ist.
      Dass völkische-ideologische Erbe der Nazis wird nicht einfach links, nur weil man das Wort „links“ daneben schreibt, und dass die Grünen dafür gesorgt haben, dass ihr esoterisch-romantischer Symbolpolitikmischmasch irgendwie als Synomym für links und Weltveresserung steht (was er nach knapp 40 Jahren Betrachtung der grünen Politik auch nicht ist, sondern einer der Gründe für einen Rechtsruck der „Linken“), ist auch kein Ausdruck dafür, dass Deutschland irgendwie linker geworden ist.
      Sondern dass Opportunismus, Selbstverwirklichung auf Kosten Anderer (bei gleichzeitiger endloser Moralrhetorik), völkische Naturmystik und -metaphysik, Selbstverleugnung und Selbstoptimierung, instinktgesteuerte Reflexhaftigkeit(Triggering), Verlust des rationalen Denkvermögens und sonstige allgemeine Verblödung, eben sehr gut mit der neoliberalen Wirtschaftsideologie seit den Siebzigern und ihren Strategien zusammenpassen.
      Die Grünen haben sich hier unsterbliche Verdienste um dieses organische Zusammenwachsen von linker Attitüde, sowohl post-wie auch vormoderner Ideologiepampe, und Neoliberalismus erworben, wie auch um das Abdriften linker Gesellschaftskritik in postmodernen Relativismus, Radikalsubjektivismus, verklemmte, empathielose Frömmigkeit und Lynchmobmentalität.
      Also das Völkische (wie es wirklich existierte und existiert) und das Linke sind im Grunde weltanschaulich nicht kompatibel, wenn das mittlerweile so erscheint, dann ist das ein ideelle Kapitulation, ein Identitätsverlust sozusagen, der Linken vor der Herrschaftsideologie, nicht umgekehrt.
      Die Hauptkategorie linken Denkens, besonders des marxistischen, war die meiste Zeit seit dem 19.Jh. „Klasse“, nicht „Volk“, die Strategie für eine Lösung der sozialen Frage hieß „Klassenkampf“, nicht „Volksgemeinschaft“ (außer damals zum Teil in der frühen SPD, die immer vom „Volksstaat“ schwärmte) was das klassische Narrativ der Rechten seit dem Aufkommen der Moderne war.
      Also völliger Unfug, das „Völkische“ als aus dem „Linken“ enstanden hinzustellen.

  2. Alles eigentlich recht absehbar, keine Überraschungen. Was diese Panik wie jetzt allerdings verursachen müsste, also die rein rationale Reaktion auf die gesellschaftlichen Entwicklungen, ist die Vermeidung weiblicher Kollegen bei der Arbeit, insbesondere der irgendwie links eingestellten. Als Personaler wird man Frauen nicht mehr gerne einstellen, denn diese stellen mit wachsenden Privilegien ein übergrosses Risiko da, zumal auch der Betriebfrieden leicht auf dem Spiel stehen könnte.
    So unbeabsichtigt ist das vom Feminismus nicht, denn das schafft ja wieder eine Situation, in der man „Benachteiligung“ schreien kann! Ist also positiv für den Feminismus.

    • Man kann zum Ausgleich ja problemlos rein weibliche Belegschaften einsetzen. Den entsprechenden Link muss ich jetzt denk ich nicht raussuchen, wir kennen die Geschichte alle 😉

    • Bald werden sich Frauen vermehrt darüber beklagen, dass sie keine Männer mehr ansprechen. Früher oder später bleibt ihnen nichts mehr anderes übrig, als sich als ein Stück Fleisch auf dem Internet anzubieten. Wenn sich erst die Sex-Roboter verbreiten, wird richtig die Panik ausbrechen.

  3. WTF?! Im Zentrum dieser ganzen Skandal-Kiste um „Hochverrat mit den Russen“ steht am Ende diese antisemitische Trope mit der „doppelten Loyalität“?!

  4. Wenn man sieht, was für Experten sich gegen Antisemitismus einsetzen wollen, dann wird einem Angst und Bange, hier Marina Chernivsky, Leiterin des „ZWST-Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment“ (wie fancy!) „und ist Mitglied im Expertenkreis Antisemitismus des Deutschen Bundestages“.

    Es darf nicht länger übersehen werden, wie »normal« Judenfeindlichkeit geworden ist

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/30257

    „Die leise Stimme, die Juden seien »doch ein wenig anders«, oder auch die Annahme, Juden seien ganz besonders privilegiert und genössen einen besonderen Schutz vor Diskriminierung, tragen dazu bei, dass Antisemitismus nicht erkannt wird.“

    Wie halbherzig und apologetisch Cernivsky die Hauptursache der neuen Toleranz gegenüber dem Antisemitismus doch heherunterspielt! Das Problem ist die links-progressive Ansicht, dass Vorurteil nur zusammen mit *Macht* relevant ist, das berüchtigte „Prejudice & Power“, die für solche Ideen verantwortlich ist, dass Frauen gar nicht „sexistisch“ und Moslems gar nicht eigentlich „antisemitisch“ sein können — das ist stattdessen immer nur „der Westen“, „der Mann“, der „weisse Mann“ oder auf die letzte Zuspitzung gebracht „der Nazi“ schuld.
    Das Ideologem von „Prejudice & Power“ ist nicht nur eine „Annahme“, sondern fester Bestandteil des „wissenschaftlichen“ Kanons in der Soziologie, bzw ein Zentraldogma von Feminismus und Post-Kolonialismus und rechtfertigt, ja verlangt eine Parteinahme *gegen Israel* und eine unbedingte Parteinahme *für die palästinensischen Araber*.

    Wer das nicht zum Dreh- und Angelpunkt seines Bemühens um den Vormarsch des Antisemitismus macht, kann seine Arbeit eigentlich gleich an den Nagel hängen…

    Vollkommen verworren ist dann die Annahme der „eigentliche Triebfaktor antisemitischer Impulse“ sei die „Emotion“, ein pseudokluges Phrasengedresche. Dann faselt Frau Cernivsky von einem „antisemitismussensiblen Gedächtnis“, was wohl bedeuten soll, dass man wegen politischer Schonung der Linken den Antisemitismus zu einem Phänomen der Vergangenheit und damit zu einem Problem von den „Ewiggestrigen“ erklären muss. Möglicherweise ist das auch nur ihre Umschreibung von „Kollektivschuld“, denn Frau Cernivsky scheint damit vor allem zu verbinden, dass dieses „Gedächnis“ von einem „Großteil der Gesellschaft konsequent abgespalten und schließlich derealisiert“ wird.

    Konkret wird Frau Cernivsky selten. Nur als sie behauptet „wie die antisemitische Sprache sich im Alltag entfaltet“ belegt sie das mit dem Hinweis „»Jude« wird zunehmend als Schimpfwort benutzt“, sagt aber nicht, von wem das ausgeht. Damit schliesst sie sich gleich denen an, die „nichts sagen“ und nichts wissen wollen: „Es geschieht meistens vor den Augen anderer, und nur selten gibt es Widerstand dagegen.“ Nein, denn da gibt es nur ein „Willkommen“ dagegen ….

    Massnahmen natürlich gegen „Gewalt im Netz“ (rote Fahne!): „wie dringend notwendig eine offene Debatte darüber ist, was wir unter Antisemitismus verstehen und mit welchen Ansätzen ihm wirksam begegnet werden kann.“

    Und was passiert? Alles mögliche wird dank NetzDG gelöscht und zensiert, der Antisemitismus aber bleibt und wird auch nicht angerüht. Man könnte fast den Eindruck bekommen, die Zensoren würden den durch die Zensur auch noch fördern.

    Ich schlage also vor Frau Cernivsky berät sich mit dem feministischen Shootingstar und oberster Antisemitismusbekämpferin, der US-Amerikanerin Linda Sarsour, die ist vielleicht ganz auf ihrer Wellenlänge!

  5. „Lehrer in Berliner Schulen sind der Neutralität verpflichtet. Kopftuch oder Kreuzkette sind tabu. Die Grünen bezeichnen die Praxis als „Kulturkampf“. Neutrale Bildung lasse sich nicht an Kleidungsvorschriften festmachen.“

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article171200477/Berliner-Gruene-fordert-Lehrerinnen-mit-Kopftuch.html

    Gegen religiöse Symbole haben die Grünen hier auf einmal gar nichts mehr und finden das sogar ausgesprochen prima: „Ich möchte, dass es Lehrerinnen mit Kopftuch an Berliner Schulen gibt“, sagte die ehemalige Landeschefin Bettina Jarasch.“

    Die Grünen haben also nicht prinzipiell was gegen Religionen, sondern nur was gegen ganz gewisse. Und den Islam lieben sie aus irgendeinem Grund, wie sich immer wieder zeigt.

    • Nutzer fragt: In meiner Religion ist es üblich ein Schwert mitzunehmen und Feministen zu erschlagen (dafür gibts beim großen Oberpatriarchen Pluspunkte), darf ich die jetzt auch ausleben?

  6. “heist” = Raub, wie in zB „Räuberbarone“. Diese abgegriffene Klaviatur soll hier anklingen, wie vor 100 Jahren.

    Doch das Edeitorial Board ist einfach nur zum Weglachen. Da geschieht mal ausnahmsweise etwas Positives, dass weniger Staatsverschuldung, dafür mehr Staatsausgaben und *weniger* Staatsausgaben – wie Pipi Langstrump 😀 möglich sind und ausgerechnet dann muss eine zutiefste Verdammung drüber ausgesprochen werden…. über Steuererleichterungen.
    In Deutschland kennt man ja die klassische Neiddebatte in jeder erbaulichen aufklärerischen Sendung (Monitor und andere), auch diese nutzt die Figur der Verschuldung der „Kinder“.

    Hey – und das sind die Leute, die gar keine Kinder wollten und das zur lifestyle-Sache geradezu machten…

    Und DIE faseln immer was von den „nachfolgenden Generationen“.

    Das nenn ich Bullshit. Also eine unverschämte und widerwärtige Anmassung von Menschen, die ganz selbst dazu eine völlig verschiedene Meinung haben, also vollkommen bigott sind. Das zeigt ja, dass sie etwas ganz anderes wollen.

    Jetzt wächst die US Wirtschaft mit 4 %. Genau dieses Tempo konnte man erwarten, durch Ausgaben wie ein besoffener Matrose 🙂
    Und dass es den USA bald besser geht, das erfüllt diese „Experten“ dann mit Besorgnis.

    • Was wächst denn da jetzt so stark, dass da netto 4% bei rauskommen?
      Oder wachsen alle Sektoren gleichmäßig.
      Ich meine, wir wollen ja sachlich bleiben, und nicht ideologisch werden, deswegen hätte ich zu „Amerikas Wirtschaft wächst“ gern noch ein paar vertiefende Fakten, weil, „irgendwas wächst“ ist doch ein wenig simplifiziert für eine qualitative Beurteilung.
      Wenn ein Arzt einem Patienten oder einer Patirntin nur sagen würde, bei ihnen wächst etwas, insgesamt um 4%, da fragt Mensch sich doch auch, was genau, also ein Fötus, Hautkrebs, ein Wasserkopf, das Bauchfettgewebe, die Leber, die Gesäßmuskulatur?
      Wächst vielleicht ein Ding so extrem, dass ein anderes Ding dafür schrumpft, z.B. Patient nimmt pro Monat 8% an Fettgewebe zu, dafür sinkt die Muskulatur um 4%, und das Herzvolumen nimmt ab, so dass Blutdruck und Herzfrequenz steigen?

      • Das ist schwierig zu analysieren, woher die Kohle stammte, in was sie floss, etc. Trump hatte bei seinen Rallys immer angekündigt, dass er staatliche Ausgaben für die Infrastruktur und Rüstung ankurbeln wolle. Das wird es sein, das muss es sein. Im privaten Sektor hat sich ja nichts getan die letzten Jahre, warum also sollte der für den Anstieg verantwortlich sein?!
        Eine weitere Beschleunigung dürften diese Steuererleichterungen mit sich bringen.

        • Also endlich eine wunderschöne Mauer und noch mehr Geld für das Militär, dar7ber soll sich jetzt Amerika freuen, weil das Zeichen sind, dass es für sie, die Amerikaner, prinzipiell bergauf geht?
          Und das, wobei der Militärsektorder größte Bereich von Korruption und Verschwenudung öffentlicher Gelder ist,allin schon, weil es eben der größte staatsabhängige Sektor ist?
          Also in etwa das Gleiche, wie die hiesigen „zukunftsweisenden“ Infrastrukturprojekte Milliardengräber sind, wie S21, BER und etliche andere Großprojekte und Schildbürgerstreiche der letzten Jahrzehnte?

  7. Das britische Gesetz in Israel und wie sich das auf die Fälle von „Vergewaltigung“ (legaler Begriff) auswirkt. Extrem informativ, die haben genau das gleiche Problem wie üblich. Es ist faszinierend, dass es immer das gleiche Strickmuster ist und …. wie geschlechtliche Ungerechtigkeit schon durch das Gesetz festgelegt wird.

    Rape by Deception, a Cautionary Tale

    • Lüge des Mannes = Vergewaltigung
      Lüge der Frau = gibt es nicht, irrelevant

      Wenn das nicht mal repressiver Sexismus ist. Das ist Lehrbuch 101

      Und die Chefideologen, die das nicht sehen wollen, geben vor für „Gleichberechtigung“ zu sein.

      Da ist eine Gesellschaft doch schwer krank, wenn solche ungesunden Lügen herrschen.

      Und alles, was den Progressiven dazu einfällt, ist den gender Gerechtigkeitsgap weiter zu vertiefen und Männer für alles verantwortlich machen und wie Unmenschen zum Dank dazu in jeder erdenklichen Weise verteufeln.

      Bravo, ihr Irren.

  8. Interessant: Das US-amerikanische Forschungsinstitut Pew Research Center hat wissenschaftliche Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung in Europa veröffentlicht.
    Ein paar Passagen dazu aus einem Text auf ihrer Internetseite:

    „Um zu sehen, wie sich die Größe der muslimischen Bevölkerung Europas in den kommenden Jahrzehnten verändern wird, hat das Pew Research Center drei mögliche Szenarien entworfen, die sich jeweils nach dem künftigen Migrationsniveau unterscheiden. Diese Entwürfe sind keine Bestrebungen, vorherzusagen, was in der Zukunft geschehen wird, sondern vielmehr eine Reihe von Projektionen, wie sich Europa unter verschiedenen Umständen entwickeln könnte.

    Die Grundbasis für alle drei Szenarien ist die muslimische Bevölkerung in Europa (hier definiert als die 28 Mitgliederländer der Europäischen Union, plus Norwegen und die Schweiz) von Mitte 2016, geschätzt auf 25,8 Millionen (4,9% der Gesamtbevölkerung) – angestiegen von 19,5 Millionen (3,8%) Mitte 2010.

    Selbst wenn alle Formen der Einwanderung nach Europa sofort und endgültig enden würden – ein “Null-Migration”-Szenario – würde die muslimische Bevölkerung in Europa bis zum Jahr 2050 erwartungsgemäß von derzeit 4,9% auf 7,4% steigen. Das liegt daran, dass Muslime jünger sind (durchschnittlich um 13 Jahre) und eine höhere Fertilität haben als andere Europäer (durchschnittlich ein weiteres Kind pro Frau), was eine globale Entwicklung widerspiegelt.

    Ein zweites, “mittleres” Migrationsszenario geht davon aus, dass alle Flüchtlingsströme Mitte 2016 enden, sich aber die “reguläre” Migration nach Europa fortsetzt (d.h. Migration von Personen, die aus anderen Gründen kommen als Asyl zu suchen). Unter diesen Bedingungen könnten Muslime bis 2050 einen Anteil von 11,2% der europäischen Bevölkerung erreichen.

    Ein “hohes” Migrationsszenario sieht vor, dass die Rekordzahlen von Flüchtlingen nach Europa zwischen 2014 und Mitte 2016 auch zukünftig uneingeschränkt und in der gleichen religiösen Zusammensetzung (d.h. größtenteils aus Muslimen bestehend) unverändert bleiben, zusätzlich zum üblichen jährlichen Fluss von regulären Migranten. In diesem Szenario könnten Muslime bis 2050 14% der europäischen Bevölkerung ausmachen – fast das Dreifache des heutigen Anteils, aber immer noch erheblich kleiner als die Anteile von Christen und Menschen ohne Religion in Europa.

    (…)

    In Ländern, in denen in den letzten Jahren relativ viele muslimische Flüchtlinge aufgenommen wurden, sind die größten Veränderungen im hohen Migrationsszenario zu erwarten – das einzige Szenario, das in Zukunft weiterhin starke Flüchtlingsströme projiziert. So wird die deutsche Bevölkerung (6% muslimisch im Jahr 2016) im hohen Szenario bis 2050 voraussichtlich 20% muslimisch sein – eine Widerspiegelung der Tatsache, dass Deutschland in den letzten Jahren viele muslimische Flüchtlinge aufgenommen hat – verglichen mit 11% im mittleren Szenario und 9% im Szenario der Null-Migration.

    Schweden, das auch eine relativ hohe Anzahl an Flüchtlingen aufgenommen hat, würde noch größere Auswirkungen sehen, wenn die Migrationsraten von 2014 bis Mitte 2016 auf unbestimmte Zeit anhalten würden: Schwedens Bevölkerung (8% muslimisch im Jahr 2016) könnte im hohen Szenario auf 31% anwachsen bis 2050, verglichen mit 21% im mittleren Szenario und 11% ohne weitere muslimische Migration.“

    http://www.pewforum.org/2017/11/29/europas-wachsende-muslimische-bevolkerung/

    • Dann lernt schon mal wie man richtig betet, denn außer, dass die Muslime immer mehr werden, sie stehen auch für ihre Religion ein. Wer steht denn bitte für den Atheismus ein?
      Und mit Einstehen meine ich nicht irgendwelche Petitionen schreiben, sondern sich dafür in die Luft jagen. Wer würde sich für seinen Atheismus in die Luft jagen? Vermutlich keiner und genau deshalb werden in 100 Jahren die Frauen hier alle Kopftücher tragen und die Männer einen langen Salafistenbart tragen.

  9. Ich find immer irre komisch, wenn die Leute einen Einblick in die Realität nehmen 😀

    hier, dieser tweet:

    „Das #Ehegattensplitting ist ökonomischer Irrsinn: verheiratete Frauen mit weniger als 40.000 € Jahreseinkommen zahlen durchschnittlich das Doppelte an Einkommensteuern im Vergleich zu Männern.“

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-11/gleichberechtigung-frauen-steuern-gender-pay-gap-regierung/komplettansicht

    Das ist so verlogen-idiotisch, dass es nur noch lustig ist 😀

    Natürlich geht es darum: „Die nächste Regierung muss endlich das Ehegattensplitting abschaffen.“

    Entdeckt werden muss „die systematische Benachteiligung von Frauen durch das Steuer- und Abgabesystem“!

    Mein Vorschlag: runter mit der Einkommensteuer auf 10 % für alle, für alles Einkommen, fertig. Kein Ehegattensplitting mehr, nix. Keine Abzüge für gar nichts mehr. Und Eingangsgrenze der Besteuerung 100 k /Jahr 🙂

    Na, wie würde unseren progressiven Totalitaristen das gefallen?!

    „Wenn der Staat Kinder und Familien fördern will….“

    Ach, das ist auch so eine Unsitte. Warum sollen die Menschen für die Kinder anderer aufkommen?! Das ist ohnehin abzulehen. Das ist überhaupt so Adolf-haft, Mutterkreuz und so. Bremst ausserdem die Vermehrung asozialer Bevölkerungsgruppen und dämmt den totalitären Zugriff des Staates auf seine Bürger via die Kinder ein.
    Aber das ist ja genau das, was die Progressiven wollen….

    • Es ist eine Kolumne, die im Kern darauf hinweist:

      „Unser Steuersystem setzt falsche Anreize: Frauen bleiben zu Hause, Männer verdienen das Geld.“

      Und diese Aussage ist zweifellos richtig. Wenn wir also Frauen dazu bewegen wollen, ihren Hintern aus der warmen Stube zu bewegen, dann müssen natürlich sowohl reale Anreize als auch scheinbare Anreize (wie das Ehegattensplitting, welches halt eine Ausschnittsbetrachtung „Gehaltszettel“ möglich macht wenn man die Jahresabrechnung und den Aspekt Ehe als Wirtschaftsgemenschaft ausblendet) abgeschafft werden.

      Ich denke, dies wird in den nächsten Jahren ein Thema werden. Zuerst ist allerdings die kostenlose Mitversicherung in der gesetzlichen KV zum Abschuss fällig. Eventuell über den „Umweg“ Bürgerversicherung…

      • „müssen natürlich sowohl reale Anreize“

        Also Steuern und Abgaben senken. Diese sind ja die *Ursache* für den „Hintern in der warmen Stube lassen“, eine übrigens vollkommen *vernünftige* Wahl unter diesen Umständen. Wer für die paar Extrakröten arbeiten geht, der muss es wohl nötig haben.
        Und das alles wird natürlich nie gesagt von denen, die angeblich für irgendeine „soziale Gerechtigkeit“ sich einsetzen.

        „Bürgerversicherung“

        Logisch. Auch dies wieder, um die Chose zu verteuern. Geht ja nur darum.

        • „Also Steuern und Abgaben senken.“

          Warum? Im übrigen wird jede Erhöhung der Massenkaufkraft sofort von der dann einsetzenden Inflation aufgezehrt werden. Nutzt also eh niemandem, wenn er 10 % mehr in der Tasche hat, wenn alles am nächsten Tag 10% mehr kostet. Makroökonomisch kommen wir da schnell in eine Spirale, die abzuwürgen Massenverelendung und die damit verbundenen Folgen (Bürgerkrieg) mit sich bringt. Und sie laufen zu lassen das gleiche Ergebnis hat.

          „Und das alles wird natürlich nie gesagt von denen, die angeblich für irgendeine „soziale Gerechtigkeit“ sich einsetzen.“

          Natürlich nicht. Die sind ja nicht blöd 😉

          • „Im übrigen wird jede Erhöhung der Massenkaufkraft sofort von der dann einsetzenden Inflation aufgezehrt werden.“

            Nein, denn diese Massnahmen würden die Menge des zikulierenden Geldes nicht erhöhen und das ist die entscheidene Grösse für die Inflation. Es spielt ja keine diesbezüglich Rolle, *wer* das Geld ausgibt, der es verdient oder der Staat. Du kannst aber sicher sein, dass die vielen Leute ihr Geld im Schnitt volkswirtschaftlich wesentlich sinnvoller ausgeben als der Staat…

          • „Es spielt ja keine diesbezüglich Rolle, *wer* das Geld ausgibt, der es verdient oder der Staat.“

            Das spielt sogar die entscheidende Rolle 😉

          • und mit der Einschränkung EU System. Da sind Steuern mit Staatsausgaben gleichzusetzen (im Unterschied zur USA etwa, wo Staatsausgaben auch eine Geldquelle, wie Kredit, sein können).

  10. „Freiheit für Frauen in türkischen Communities ist nicht selbstverständlich. Lange glaubte ich daher, dass die deutsche Gesellschaft frei von Sexismus sei. Ein Trugschluss“

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-11/gleichberechtigung-sexismus-deutschland-tuerkei/komplettansicht

    Natürlich ist die „deutsche Gesellschaft“ das eigentliche Problem, welches Frauen in „türkischen Communities“ haben. Weil:

    „Geschminkte Augen gelten als Zeichen von Inkompetenz“

    Das „Kopftuch“ ist demgegenüber aber ein emanzipiertes Mittel, um „Sexismus“ zu „umgehen“. Erste Wahl allerdings wäre die Freiheit im Westen. Aber die existiert nicht, ganz im Gegenteil. Es ist alles schlimmer: „Der deutsche Sexismus ist deshalb so fatal, weil er das Weibliche insgesamt abwertet.“

    Im Umkehrschluss: der Islam (die „türkischen Communities“) ist viel besser, weil er „das Weibliche“ angeblich respektieren würde, wir kennen dieses Islamisten-Argument ja zur Genüge.

    Zum Einstieg in diese Schilderung der „sexistischen“ deutschen Gesellschaft wird diese erst mal mit der türkischen gleichgesetzt:

    „Den Kampf, den ich lange gegen die Regeln in meiner Herkunftskultur führte, musste ich in der deutschen Mehrheitsgesellschaft erneut aufnehmen.“

    Was für eine Heldin, es jetzt auch mit den deutschen Sexisten aufzunehmen! Highlights ihres emanzipatorischen Kampfs:

    „Frauen werden hierzulande gerne als das dümmere Geschlecht dargestellt.“ Uh, viel schlimmer als jede körperliche Züchtigung, ohne Zweifel.

    Aber darauf, sich gleich selbst wiedersprechend:

    „Kluge, selbstbewusste und gut aussehende Frauen, die ihre Ziele konsequent verfolgen, werden ausgerechnet in gebildeten Kreisen als unliebsame Konkurrenz betrachtet – von Männern und anderen Frauen gleichsam.“

    Also werden sie ja doch ernstgenommen. Sonst würde man ja keine Konkurrenz sehen …. Nichts anderes ist doch zu erwarten, wenn Frauen nicht anders als Männer wahrgenommen werden, oder? Auf diesen Gedanken kommt man bei der links-regressiven Zeit natürlich gar nicht, da „Konkurrenz“ für die eh etwas sexistisch-kapitalistisch-patriarchales ist.

    „Figurbetonte Kleidung und geschminkte Augen gelten als Zeichen von Inkompetenz.“

    Ist doch nur logisch, dass die Betonung körperlicher Merkmale tendenziell als Überspielen des Mangels geistger Vorzüge gesehen wird, wenn Mann und Frau gleich sind ….. vor allem in einer Konkurrenzsituation. Aber nein, die regressive Islamistin der Zeit will hierin jetzt den grossen Beweis für den „Sexismus“ der Deutschen festmachen 😀

    „Frauen mit türkischen Wurzeln werden zudem exotisiert.“

    Vielleicht lag es einfach nur am Parfüm?

    „Dass es auch anders gehen kann, erlebte ich, als ich nach meinem Bachelorstudium für eineinhalb Jahre in Istanbul in einer türkischen Anwaltsfirma arbeitete. In den säkularen und modernen Kreisen werden Frauen ernst genommen, auch wenn sie einen kurzen Rock oder roten Lippenstift tragen.“

    Weil das *dort* als westlich gilt und die Antithese zum eigenen Islam ist. Wobei diese Leute das Kopftuch sicherlich in keinster Weise als „Emanzipation“ verstehen können, wie aber die Zeit-Autorin hier meint…
    Weiss die das alles nicht oder lügt sie uns nur an, um ihre links-regressive Agenda anzudrehen?

    Dann behauptet die Märchenerzählerin von der Zeit, aus heiterem Himmel:

    „Türkische Männer sind Feministen“

    Wieso diese Überschrift überhaupt gerechtfertigt sein mag, wird aus dem anschliessenden Text leider nicht klar, da dieser vollkommen verworren ist, bitte einfach mal lesen:

    „Aber säkulare und modern-religiöse Türken sind sich bewusst, dass viele Frauen in der Türkei herabgewürdigt, diskriminiert, geschlagen und sogar umgebracht werden. Dass in vielen Köpfen noch die Idee vorherrscht, man müsse die Frauen selbst und die Gesellschaft vor der gefährlichen weiblichen Sexualität schützen. Jeder, der sich in der Türkei als europäisch und fortschrittlich definiert, ist deshalb in gewisser Weise feministisch. Frauen wie Sexobjekte zu behandeln oder ihre Kompetenz infrage zu stellen, wird in aufgeklärten Kreisen verurteilt. Komplimente sind nur dann erlaubt, wenn es das Selbstwertgefühl der Frau stärkt, und sie nicht in ihrer Würde verletzt.

    Als mich mein damaliger türkischer Chef während eines Geschäftstermins in Berlin einem Unternehmer vorstellte, sagte der: „Schön, wenn man so junge Mitarbeiterinnen hat.“ Meinem türkischen Chef war dieser Kommentar unangenehm, für den Deutschen war es eine ganz normale Bemerkung.“

    Und schon sind wir wieder bei den rückständigen Deutschen …. 🙂

    Und ihr Urteil über „die Deutschen“ fällt nicht so günstig aus, wie über die feministischen Türken:

    „Die deutsche Gesellschaft hat keine Vision davon, wie ein Land ohne Sexismus aussehen kann. Denn starke und selbstbewusste Frauen sind nicht erwünscht.“

    Ich wünsche Frau Cigdem Toprak also ein selbstbestimmtes und besseres Leben in der Türkei, denn dort sollte sie eher glücklich werden als im hoffnungslos sexistischen Deutschland.

    Und der „Zeit“ wünsche ich den Ruf als intellektueller Leutturm Deutschlands 😀

    Einmalig, wie ehrlich und mutig man bei dieser Zeitung an die Wahrheit herangeht!

    • Nach knapp fünf Stunden online schon fast 400 Kommentare. Solche Texte kommen halt immer gut an 🙂

      Hihi, und diese Passage hier

      „Unsere türkischen Väter, Brüder und Onkel mussten akzeptieren, dass wir die Waffe, die sie uns selbst in die Hand gegeben haben – Bildung, Stärke und Schlagfertigkeit – auch gegen sie richten mussten, wenn wir unsere Freiheit und Unabhängigkeit gewinnen wollten. “

      erinnert mich an die alte Fabel vom Fuchs und dem Skorpion… 😀

    • Guter Kommentar! Auch wenn ich mir den ZEIT-Artikel nicht antun werde, mit der ZEIT bin ich längst durch. Ich hasse dieses Blatt!

      „Jeder, der sich in der Türkei als europäisch und fortschrittlich definiert, ist deshalb in gewisser Weise feministisch.“

      Dann hoffen wir mal, dass die 0,05% dort noch zur Mehrheit werden, dann erledigt sich die Türkei so schnell und selbstverständlich, um sich dem weiblichen Narzissmus zu unterwerfen, wie Deutschland.

      „Schön, wenn man so junge Mitarbeiterinnen hat.“ Meinem türkischen Chef war dieser Kommentar unangenehm, für den Deutschen war es eine ganz normale Bemerkung.“

      Muhahaha. Da schlägt sie zurück, die Gendergleichschaltung. Vermutlich wollte der Deutsche sagen: „schön, wenn man so junge Mitarbeiter hat“ (gut für die Firma) und hat es dann noch schnell gegendert, damit die Tusse nicht herumkeift. Tja Pech gehabt, jemand der böswillig auslegt, legt er, pardon SIE, IMMER böswillig aus…

    • psychologisch hoch interessant was die Dame da von sich gibt. Sie verrät sehr viel interessantes über sich und Frauen im Allgemeinen.
      Kurz gesagt sie ist besessen von ihrer eigenen Sexualität, und deren provokanter Darstellung nach außen, will aber gleichzeitig das Männer dieses ignorieren oder doch nicht oder wie oder was ?..

    • Also werden sie ja doch ernstgenommen. Sonst würde man ja keine Konkurrenz sehen …. Nichts anderes ist doch zu erwarten, wenn Frauen nicht anders als Männer wahrgenommen werden, oder? Auf diesen Gedanken kommt man bei der links-regressiven Zeit natürlich gar nicht, da „Konkurrenz“ für die eh etwas sexistisch-kapitalistisch-patriarchales ist.

      Gut beobachtet. Vielleicht sollte man mal eine Sammlung feministischer Selbstwidersprüche anlegen. So als Nachschlagewerk damit man immer was zur Hand hat, wenn wieder was gefordert wird.

  11. Den höchsten Leuchtturm der Wahrheit und Rechtschaffenheit aber ehrt unser geschätzter Präsident Steinmeier, der die New York Times „mit dem Marion-Dönhoff-Preis für internationale Verständigung“ geehrt hat.

    https://www.welt.de/politik/ausland/article171210397/Steinmeier-erinnert-an-Inhaftierung-Deniz-Yuecels.html

    „ein Flaggschiff der Pressefreiheit“

    Ja, die Bundesregierung und Steinmeiers SPD ist auch so ein „Flaggschiff der Pressefreiheit“, mit dem NetzDG, zweifelsohne.

    • Keine Ahnung warum um Deniz Yücels so ein Gewese gemacht wird. Der Typ ist ein Antideutscher und würde, wenn er die Gelegenheit hätte, den Repräsentanten des Staates die ihn hier versuchen zu befreien ins Gesicht spucken. Zitat: „Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite.“
      Deswegen hoffe ich natürlich, dass er NICHT freikommt. 20 Jahre Gefängnis bei Erdogan können auch lehrreich sein – so was lernt man an keiner Universität. Würde ich übrigens auch allen anderen Linksradikalen mal empfehlen. Man lernt bestimmte Dinge erst schätzen wenn sie einem fehlen.

      • „warum um Deniz Yücels so ein Gewese gemacht wird“

        Das habe ich mich auch gefragt. Wahrscheinlich baucht man eben diesen *einen* propagandistischen Fokus, um davon abzulenken, dass man in der deutschen Politik mit Islamisten und Diktatoren immer ganz besonders gut kann. Da kommt der als Symbol für die eigene Rechenschaffenheit ganz recht.

  12. Neulich im Deutschlandfunk: Moralismus mit totalitären Zügen. Ein Interview mit Alexander Grau über sein Buch „Hypermoral – Die neue Lust an der Empörung“, Claudius Verlag, 2017, 128 Seiten. Ich fand das Interview äußerst interessant und überlege, mir das Buch zuzulegen. Kennt es schon jemand hier?

  13. Weiß eigentlich jemand was über die weitere politische Karriere dieser „Maus“ Jenna Behrends, die vor einem guten Jahr ihren Mentor öffentlich in die Pfanne haute („Wir müssen reden!“)
    Ich hatte ihr ja den politischen Selbstmord prognostiziert und würde gern wissen, ob ich recht hatte.

    Den SPIEGEL trieb wohl die gleiche Frage um, jedenfalls stieß ich bei meiner Recherche auf ein ziemlich aktuelles Interview vom 20.11., das sich aber hinter einer PayWall verbirgt.

    • Feinkost Paranoia – Süße Maus (feat. Björn Figginsor)
      1998,Dorn im dritten Auge

      Also hinter dem Song kann sie nicht stecken, da war sie ja erst acht.
      Toller Soundtrack zu Half-Life damals. 😉

    • Kann man das nicht besser „window dressing“ nennen? :mrgreen:

      Bei den Grünen sollen künftig 50 % der Abgeordenten aus Vögeln, Schmetterlingen und Bienen bestehen. So sieht heute der wahre Beitrag zu einer intergral-inklusiven Demokratie aus, die CDU ist mal wieder von gestern!

  14. Vielleicht sollte auch ihre Partei erst mal die pro-islamistische Propaganda mit der „Islamophobie“ runterfahren? Das könnten *Sie* selbst ja leisten, so nah an der Quelle ….

    Davon mal abgesehen, dass alle möglichen Straftaten von der Justiz ohnehin halbherzig bis gar nicht verfolgt werden. Eine Entwicklung, für die „Alternativen“ massgeblich mit verantwortlich sind.

    Kommt nur fadenscheinig rüber, nach Demontage von Justiz und „Law & Order“ nach „Zivilcourage“ zu rufen.

    Ein Kommentar: „Vielleicht war es auch nicht Angst oder fehlende Empathie, sondern klammheimliche Sympathie für die antisemitischen Täter, die zum Nichthandeln motivierte.“

    Die wohl bekloppteste Annahme, die man machen kann.

    • Übrigens wird dieser Übergriff wohl unter der Kategorie „Rechtsextreme Straftat“ oder ähnlich, jedenfalls unter „rechtsextrem“ gebongt, einfach weil Antisemitismus per def. eben „rechtsextrem“ ist.

  15. Nein, Nordkorea:

    Scrappy underdog „Germany“ seen as team most likely to challenge all-conquering DPRK mens football in inevitable onslaught to another world cup.

    Keine Chance haben Jogis Löwen gegen King Jong Ills Tiger!

  16. Und so fängt es an

  17. „Es ist zwar kein Widerspruch an sich, aber es scheint, dass das Prisma, durch das die Feministinnen die Welt betrachten, verlangt, dass Männer irgendwie schlecht sind, egal was passiert. Wenn Männer etwas Böses tun, dann weisen sie „toxische Männlichkeit“ auf, wenn sie etwas Gutes tun, dann beweist das nur, dass Männer Frauen diskriminieren, denn es gibt keine Möglichkeit, dass Männer etwas besser tun könnten als Frauen, ohne sie zu unterdrücken.“

    http://dailycaller.com/2017/12/02/why-toxic-masculinity-is-a-toxic-concept/

    So ist es.
    Jungs sind besser in Mathe -> Mädchen werden diskriminiert.
    Mädchen sind sonst überall besser -> Jungs sind doof.

  18. Das ist die Geschichte der Teddy-Bären! Also, dieser Stoff-Teile…, ganz nebenbei:

    „Arguably the most famous visit by a U.S. president to Mississippi was the November 1902 hunting trip by President Theodore Roosevelt, an avid big game hunter. Unable to find a bear to shoot, Roosevelt declined as unsportsmanlike an offer to shoot a bear that had been captured and tied up. News stories and a cartoon about the incident near Onward led a toy manufacturer to begin mass production of stuffed “Teddy bears” that remain popular today.“

    Aber dies ist der aktuelle Anlass:

    „President Donald Trump will visit Jackson for the opening of the Mississippi Civil Rights Museum, several media reports say.“

    Noch mal zum Rekapitulieren: Trump wird ein Museums Jübiläum feiern, für ein Zivilrechtliches in Mississippi! Welch ein Kontrast zu seinem sonstigen Bild!

    „The opening of the The Museum of Mississippi History and the Mississippi Civil Rights Museum are the keystone events marking the 200th anniversary of Mississippi becoming the 20th state to enter the union.“

    https://mississippitoday.org/2017/12/04/reports-trump-to-visit-mississippi-for-civil-rights-museum-opening/

    Whoah!

    • zum 200jährigem:

      ‘This Little Light of Mine’ shines at Civil Rights Museum

      „the fabric/light sculpture This Little Light of Mine, a metaphor for the civil rights movement, is unlike any other, anywhere.“

      „is a centerpiece art element and integral part of the visitor experience. It serves as a contemplative counter to exhibits of dark, hard truths about the civil rights movement, as a celebratory symbol encircled by faces of the struggle and as an engaging beacon with tendrils that carry the spirit forward.“

      „The center gallery became that area for reflection, processing and internalizing, plus honoring martyrs of the movement.“

      https://mississippitoday.org/2017/12/02/this-little-light-of-mine-shines-at-civil-rights-museum/

    • „A must watch: Legal Scholar Alan Dershowitz was just on @foxandfriends talking of what is going on with respect to the greatest Witch Hunt in U.S. political history. Enjoy!“

  19. Dieser antiaufkläerische, neorassistische Artikel in der „Zeit“ macht den „Orientalismus“ als Problem aus, aber klärt seine Leser natürlich nicht über die Quelle dieser antiwestlichen Ideologie auf, die sich „Postkolonialismus“ nennt und die auf Eward Saids „Orientalismus“ zurückgeht, ein Meilenstein in der Entwicklung des „Intersektionalismus“.

    http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2017/04/orientalismus-kino-hollywood-georg-seesslen/komplettansicht

    Dass hier ein sogenannter „Filmhistoriker“, ein Georg Seeßlen, nur seine Ideologie reproduzieren will und gar kein Interesse an einer Analyse von Filmen und Filmgeschichte hat wird zB überdeutlich aus:

    Zu „Lawrence von Arabien“ fällt ihm ein: „Die Araber sind zwar fähig zu einer Revolution, aber nur unter Führung eines Europäers, der für sie denkt. Immerhin steht der Zuschauer, gemeinsam mit dem Helden Lawrence, auf ihrer Seite.“

    Dass es das absolute Standardmittel der Wahl ist, dem Zuschauer Identitfikation mit dem Helden zu ermöglichen, indem er so ist wie er selbst … daran denkt dieser „Filmhistoriker“ nicht, der besser als revisionistischer Ideologe zu bezeichnen wäre.

    Ironischerweise wäre auch die progressiv-neulinke Islamophile als einen klassischen „Orientalismus“ zu charakterisieren. Als „Bigotterie der niedigen Erwartungen“, herablassenden Rassismus und all das. Aber das kommt diesen Deppen vor allem wohl nur in ihren Alpträumen unter. Oder sie tun es ab wie dieser Ideologe hier:

    „Seeßlen: Die Araber als edle Wilde, ja, dieses Bild existiert auch. Darin liegt aber ebenfalls eine Form der Geringschätzung: Solange klar ist, dass sie letztlich mittelalterliche Krieger sind, kann man sie ruhig unterstützen. Vorausgesetzt, sie bleiben, wo sie sind.“

    Im Gegenteil, die sollen jetzt alle hierher kommen!

    „ZEIT Geschichte: Im Grunde wünschen sich die Europäer den Orient als eine Art Themenpark?

    Seeßlen: Eine Erlebniszone, ja. ….“

    Jepp, jeder Weihnachtsmarkt ist für den progressiven Linken heute derart aufgepeppelt, für seine klammheimliche Erwartungshaltung. Bitte aber die, die es erwischt hat, nicht zeigen — dann kann man das als Opfergabe auf dem Schuldaltar verbuchen.

    „Sultan Saladin erscheint auch in neueren Filmen über die Kreuzzüge wie Königreich der Himmel als mindestens so gebildet und weise wie seine christlichen Widersacher. Da deutet sich eine Schuldfantasie an, die mit dem von den USA ausgerufenen „Krieg gegen den Terror“ und den islamistischen Attentaten zu tun haben könnte. Die Filme zeigen, dass es im kollektiven Unterbewusstsein des Westens rumort und man sich mit dem Bild des schreienden, schießenden orientalischen Attentäters nicht zufriedengibt.“

    Hier wäre die rationale Erklärung mit Intersektionalismus, Geschichte der Linken und „Orientalismus“ von Said fällig…. Aber Aufklärung ist hier nicht das Ziel, sondern Mythologisierung.

    Die Zeit weiss das auch, denn man will ja den Leser sanft auf Said stossen, ohne zu enthüllen, dass er die *zentrale* Grundlage der eigenen Ideologie und dieser Farce von einem Interview ist… In einer Frage wird Said so ganz „nebenbei“ erwähnt:

    „ZEIT Geschichte: Der Literaturtheoretiker Edward Said hat 1978 in seinem viel zitierten Werk Orientalism argumentiert, dass alle westliche Kulturproduktion, die orientalisierend ist, ein Werkzeug von Imperialismus und Kolonialismus bleibt. Hat er die Rechnung ohne die Ambivalenzen und Widersprüche der Popkultur gemacht?“

    Seeßlen: Ich glaube, es ist in der Tat Zeit, Said einmal beiseitezulegen. …..“

    Mit anderen Worten: Wir laufen ja nicht ganz bestimmten Chefideologen wie Said (oder die darauf aufbauende Judith Butler im Falle von „Gender Forschung“) hinterher, sondern da gibt es ja viel mehr ….
    So lenken diese Ideologen immer von ihren Quellen ab und tun so, als sei ihre Ideologie nichts als die nackten Tatsachen, die ja schliesslich jeder selbst sehen kann, was brauch es dafür auch eine Quelle?!

    Diese Art von Kulturschaffenden sind natürlich für den ganzen Antisemitismus und die Terrorismus-Apologie in den Medien, insbesondere der „Öffentlich-Rechtlichen“ verantwortlich. Chefideologen wie der genannte Edward Said spielen dabei eine entscheidene Rolle.

    • Wer was gegen den Antiintellektualismus der „Zeit“ braucht, der ist mit diesem Aufsatz vom Richard Landes gut bedient:

      http://www.meforum.org/6400/celebrating-orientalism

      „Whether one views the impact of Edward Said (1935-2003) on academia as a brilliant triumph or a catastrophic tragedy, few can question the astonishing scope and penetration of his magnum opus, Orientalism.[1] In one generation, a radical transformation overcame Middle Eastern studies: A new breed of „post-colonial“ academics, boasting a liberating, anti-imperialist perspective, replaced a generation of scholars disparaged by Said as „Orientalists.“ Nor was this transformation limited to Middle Eastern studies: Said and his post-colonial paradigm assembled a wide range of acolytes in many fields in the social sciences and humanities. …..“

      Dieser Aufsatz ist sehr erhellend und erklärt den „Orient“ so gut wie kaum etwas anderes, auch aus der Geschlechterpersektive sehr aufschlussreich. Zentral ist die Erkenntnis, dass das öffentliche Leben von einer „Ehre-Scham“-Kultur beherrscht wird, in der der schöne Schein der Ehre alles zählt und das Individuum dagegen nichts ist.

      „Any effort to understand what is happening in the Arab world today needs to take into account this religio-cultural dynamic. And yet, by and large, this dynamic is not only ignored but those underscoring it are rebuked for (supposedly) contributing to worsening the conflict rather than understanding it.[14] Much of this ignorance (both active and intransitive) can be traced back to Said, who made „honor-shame“ analysis an especially egregious „Orientalist“ sin.[15] Even before his work anthropology had moved away from such analysis, he made it dogma. So much so, that in the last third of the twentieth century, it became paradoxically shameful—indeed racist—for an anthropologist to discuss Arab or Muslim „honor-shame.“[16]“

      Jeder, der mit Leuten aus dem „Orient“ zu tun hatte und der irgendwas wie „Empathie“ hat, weiss von der zentralen, alles beherrschenden, Bedeutung des Ehrbegriffs.

      Also viel Spass mit diesem langen (und zugegeben nicht so einfachen) Essay. Wem danach nicht die Schuppen aus den Haaren fallen, ist selbst schuld ….

  20. Warum das nichts wird, mit der Gleichstellung.

    Papi. Bitte, gibst du mir Erlaubnis, ganz doll rebellisch zu sein? Bitte, bitte?!?

    Feministinnen sind sooo bad-ass, das zieht dir echt die Socken aus.

  21. An Ignoranz, Einfältigkeit und Verlogenheit kaum zu übertreffen ist dieser Feminismus-apologetische Artikel hier, der wie üblich so ganz naiv rüberkommt. Anders ist der Feminismus ja auch gar nicht vermittelbar als mit Infantilismus. Dazu gesellt sich dann natürlich die penetrante Opferhaltung bei Widerspruch, der natürlich nur als „Hasskommentare“ gesehen werden kann – so gibt es ja die „emanzipatorische“ eigene Ideologie vor ….

    https://sternenleben.wordpress.com/2017/12/03/aus-gegebenem-anlass/

    Der Klassiker „Feminismus ist auch für Männer da“ darf natürlich nicht fehlen 😀

    In den Kommentaren zum ersten Beitrag leist man dann diese erstaunlichen Einlassungen. Ist das nur krass ignorant oder einfach nur gelogen?

    „Wenn Feministinnen sich gegen Männerhäuser oder Männerbeauftragte einsetzen, dann haben sie den Gedanken hinter Feminismus nicht verstanden und ich verurteile ein solches Verhalten.“

    „Mir ist bewusst, dass es Feministinnen gibt, die das männliche Geschlecht unterdrücken wollen, oder generalisieren, etc – Allerdings haben diese „Feministinnen“ den Grundgedanken hinter dieser Bewegung verloren. Natürlich gibt es Sexismus gegen Männer.“

    Ein paar unverbesserliche Patriarchen beteiligen sich an der Diskussion, die natürlich weniger als nix brachte, dh eine Klarstellung „Was Feminismus eigentlich ist“ und natürlich wieder die Vorwürfe a la „Jeder, der mir widerspricht ist ein Hasser“:

    https://sternenleben.wordpress.com/2017/12/03/was-feminismus-eigentlich-ist/

    „Was mir aber in den letzten Stunden so an den Kopf geworfen wurde, war nicht nur einfach ideologisch und beleidigend, sondern eben auch einfach von Unwissenheit geprägt.“

    Klar, die Ehre des heiligen Feminismus ist nicht hinterfragbar und wer das macht kann nur „ideologisch und beleidigend“ sein, Ketzer halt.

    „Es geht um Gleichberechtigung beider Geschlechter, nicht darum, Frauen über alles zu stellen.“

    Genau darum geht es: Frauen über alles. Über das Gesetz und über alle Realität. Was Frauen behaupten ist zentrale und wichtigste Tatsache. Genau darauf will „Sternenleben“ ja auch hinaus, nur *ihre eigene Erfahrung* ist ja relevant: „da ich eine Frau bin und kein Mann“.

    Erkenntnisvermögen so absolut abhängig vom Geschlecht zu machen ist natürlich ein 100%iger Sexismus.

    Hier sieht man auch schön, dass das Verständnis für Männer nur vorgeschoben ist, um den sexistisch-diskriminatorischen Charakter des Feminismus zu vertuschen. Kommt man dann konkret mit Dingen, dann ist man ja „nur eine Frau“, die nur die Frauenwelt beurteilen kann! Und dann:

    „Aber ich erwarte von Männern auch genauso, dass sie sich nicht anmaßen, über die Diskriminierung Frauen gegenüber zu urteilen …“

    Sie verhaspelt sich hier in ihren Lügen. Denn genau das tut sie doch, wie alle Feministinnen und beständig: Sie fordert, dass Männer sich bessern und ihre Fehler einsehen! Einen Satz weiter schon ist „Sternenkind“ dann auch schon wieder bei der Sache und will über die Männer Bescheid wissen:

    „Was ich weiß, ist dass Männer genauso in Geschlechterklischees und -rollen gefangen sind wie Frauen“

    Die einzigen, die vollkommen in „Geschlechterklischees“ gefangen sind, sind die Feministinnen, wie diese Bento-Nachwuchskraft.

    • Heute schreibt die doch glatt:

      „Ich bin enttäuscht von dem Land, in dem ich lebe und von den Menschen, die mit mir darin leben.“

      Die lebt nur in ihrer Einbildung. Und da spielen „Menschen“ sicher keine Rolle.

    • Das ist ein relativ junges Mädchen, die nicht weiß, wo sie hingehört und das Heilsversprechen ihrer Religuon dringend braucht.
      Das machts nicht besser, aber verständlich.

      Es ist wirklich erschreckend, welchen Schaden der Feminismus bei Mädchen anrichtet.

      • Ich habe gar nicht beachtet, wer das überhaupt sein könnte. Im Internet ist halt alles virtuell und wer weiss, ob die Identität eines „jungen Mädchen“ überhaupt stimmt…

      • Die wirklich enttäuschende Rolle spielen da doch Onyx und die hohle Nuss, die das Mädchen in großer Schwester Manier da noch weiter in die Bubble aus Konsumeterrorismusfeminismus (Zeit und Bento) und Obrigkeitshörigkeit (In meiner Schule sind alle meiner/einer Meinung) hineinpresst.

        Und ihr erzählt, das was sie da, in den von Bertelsmann geschriebenen Schulbüchern, sowie den Zeitungen von Friede & Liz zu lesen und eingetrichtert bekommt, sei „ihre Meinung“.

  22. Ein gutes Elternhaus diskriminiert andere.
    Eine glückliche Familie diskriminiert andere.
    Seinen Kinder etwas vorlesen diskriminiert andere.
    usw. usf.

    Alles was Menschen wirklich hilft, wird von intersektionalen Linken angegriffen. Die Ideologie soll Vater und Mutter zugleich sein und es darf keinen anderen Bezugs- oder Haltpunkt geben.

  23. Fischer kommentiert die Begriffsverwirrungen in Debatten über „sexuelle Gewalt“ in der Zeit und kommt zu dem Schluss, dass sie Zwecken dienen:

    Wenn aber Begriffe, die gesellschaftlich geächtete Verhaltensweisen bezeichnen, so ausgedehnt werden, dass sie buchstäblich alle Menschen erfassen, verlieren sie ihren Sinn. Die Konturlosigkeit, ja Wahllosigkeit einer solchen Begriffsverwendung hat Folgen für die Wahrnehmung. Zu jemandem „Trottel“ zu sagen ist eine Beleidigung, keine Körperverletzung. Kein Bürger käme auf die Idee, jemanden, der ihm den „Vogel“ oder den Stinkefinger zeigt, als „Gewaltverbrecher“ zu bezeichnen. Sprachliche und begriffliche Unterscheidungen sind wichtig, denn sie strukturieren unsere Kommunikation nach Sinn-Inhalten. Wenn eine staatliche Folterzentrale „Ministerium für Liebe“ genannt wird oder eine Atombombe „Beruhigungsmittel“, wenn „totale Kontrolle“ als „umfassender Schutz“ bezeichnet wird und „Kindesmisshandlung“ als „Erziehung“, dann sind das nicht bloß Ungenauigkeiten, sondern gezielte Verkehrungen des Sinns. Werden sie lange genug und mit genügend sozialem Druck eingeübt, fressen sie sich ins Bewusstsein und verändern die Sicht auf die Welt. Genau das ist der Zweck.

    Warum findet gerade auch bei sexualitätsbezogenen Zumutungen und Grenzverletzungen diese Begriffsverwirrung statt? (…)

    Erschreckend ist das Maß an Irrationalität, das sich breitmacht. Den ProtagonistInnen von Frauennotruf bff e. V. und anderen MoralunternehmerInnen verspricht Irrationalität Macht, Bedeutung und Einkommen. Das sollte man keinesfalls vergessen, auch wenn sie sich als VerfechterInnen des ganz und gar Guten präsentieren und immerzu irgendjemandem „helfen“ wollen. Ich glaube, dass die Damen Schele, Himmelreich und Will, wie sehr viele andere, vor allem und an allererster Stelle sich selbst helfen möchten. Und dann kommt erst mal ganz lange nichts.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-12/sexualstrafrecht-sexismus-debatte-zahlen/komplettansicht

    • Deshalb wäre eine Rückbesinnung auf Sinn haben und Sinn ergeben anstatt Sinn zu machen dringend Notwendig.
      Insbesondere sollte man mal beachten, woher die Gegenargumente geliefert werden.

    • „vor allem und an allererster Stelle sich selbst helfen möchten“

      Das ist eine Beschönigung auf persönliches Wohlergehen abzustellen. Als ob die Ideologie und Intressen austauschbar wären….
      Nein, es gibt Ideologien, die ausgesprochen menschenfeindlich sind, und die ihren Vertretern notgedrungen früher oder später auf die Füsse fallen …. und es scheint immer rätselhaft warum Menschen für Ideen einstehen, die auch ihnen selbst nur schaden.

      Der Zweck, Gewalt zu trivialisieren, indem Gewalt überall verortet wird, kann nur in dem Ziel bestehen Gewalt als Mittel der Politik einsetzbar zu machen. Die Links-Progressiven normalisieren hier Gewalt und liefern damit ein Argument für den Einsatz „angemessener“ Gegengewalt. Wenn Worte „Gewalt“ sein sollen, dann ist auch physische Gewalt gegen einen Redner eine angemessene Antwort.

      Direkt können sie ja die Redefreiheit nicht in Frage stellen – also muss man die Deligitimierung der Redefreiheit über Umwege wie „Meinungen sind Gewalt“ gehen. Traurig, dass insbesondere in Deutschland das sogar schon in Gesetze zur Zensur gegossen wurde.

  24. Ein Gänsemarschschritt in Richtung Frieden ist immer gut, egal wann und vom wem.

    Die Unbedingtheit einen falschen Frieden aufrecht zu erhalten, führt nur in den Krieg. Dies an die „Pazifisten“, an die Grünen.

  25. Sollte man das hier nicht einer Staatsanwaltschaft übermitteln?

    „Feminismus ist unnötig? Schön wär’s“

    https://sternenleben.wordpress.com/2017/12/05/feminismus-ist-unnoetig-schoen-waers/

    Die Autorin offenbart Kenntnis über eine mögliche Straftat:

    „Letztes Jahr hat eine Freundin von mir viel zu viel getrunken und ein Typ hat die Tatsache, dass sie zu betrunken war um „Nein“ zu sagen, gnadenlos ausgenutzt. Im Klartext: Er hat sie vergewaltigt. Als sie irgendwann wieder bei unserer Gruppe aufgetaucht ist konnte sie nicht einmal sprechen, weil sie so sehr geweint hat. Aber sie will keine Anzeige erstatten, weil sie der Meinung ist, dass sowieso nichts passieren wird und weil sie nicht will, dass alle davon erfahren. Weil sie sich schämt.“

    Es sieht so aus, als sei das nicht angezeigt worden….

  26. „Das ist schlimmer als ein Verbrechen. Es ist ein Fehler.“ soll mal ein Diplomat gesagt haben, angeblich Tallyrand. Es würde jedenfalls auf die Positionierung Europas in diesem globalen Schachspiel passen:

    „… Instead they are turning the Arab leader who is fighting their common enemy, and who may be prepared to make a historic peace with their ostensible ally, into a foe.“

    http://www.melaniephillips.com/europe-picks-wrong-side/

    Die Frage ist, ob Europa je auf einer anderen Seite stand. Schon immer haben sie die Politik des Nahen/Mittleren Osten kolonialistisch gesehen. Und der Islam ist genauso ein neokolonialistisches Projekt, von den Amerikanern nur nicht mehr durchgesetzt. Das müssen die Europäer ihre Anstrengungen jetzt vermehren! 😉
    Sorry, aber es wird echt lachhaft, Europa hat nix aufzubieten. Jetzt werden sie von Nordkorea aus bedroht (hallo Berlin!) und von Teheran bald auch noch … Und dann fallen sie den Saudis in den Rücken, weil die mit den Israelis Frieden schiessen wollen – und setzten ihr Veto ein? Wer ist hier der fucking Kriegstreiber? Das ist klar Europa, welches mit gespaltener Zuge spricht.

    So unehrenhaft jedenfalls wäre kein Araber, wie die Christen hier die Juden an die Araber verraten! Und erst recht kein Jude. Und kein moderner Liberaler aus dem Westen. 🙂
    Leider sind zu viele zu verblendet, dass dieses stattfinden kann, dank Feminismus und Intersektionalismus, Klimawandel und Rettet den Planeten hier und da.

    • Ach so, deshalb ist Trump so schlimm? Weil die Palästineser so tun als hätte es ihnen Trump persönlich gesagt?!

      Welch ein Eigentoooor! 1:0 für Trump, dank fremdem Eigentor LOL

      Bitte nicht mit deutschem Fussballspiel vergleichen – das ist immer umgekehrt!

      Im Ernst, der Trump hat herzlich wenig gemacht oder gesagt. Es ist eher ein Gerücht darum.

      • Völlig unverständlich war auch diese Affäre um die Dead Sea Scrolls, Quamram Rollen, ein Kulturgut allerersten Ranges, welches mit der jüdischen Identität und Verbindung mit Israel seit ältesten Zeiten untrennbar verbunden ist, wo Zweifel über das Eigentum daran in Deutschland aufkamen, dass sie nicht hinkommen können.

        Eine Art Selbstboykott, der mir antisemitisch vorkommt. Echt Wahnsinn.

        Das allererste, was eine vernünftige Regierung täte wäre, diesem Wahnsinn gar nicht erst aufkommen zu lassen.

        Die SPD erweist sich als regierungsunfähig. Gabriel ist so eine Abdankungsurkunde der Regierung Merkel.

  27. Das ist so richtig abartig puritanisch und wie in so einer Inqusition, in der gleich der Teufel ausgetrieben wird:

    Mia Merrell ist bestimmt eine total sympathische Person…. und so kultiviert und kunstverständig

  28. Natürlich ist das Problem „moslemischer Antisemitismus“!

    Moslems sind ausserdem de facto „unantastbar“ und die Justiz wird dir nicht helfen oder beistehen. Weil diese Leute um die Wette lügen mit ihrer Sippe und jede Menge Helfershefer der Linken haben!

    Die Polizei will selbst in möglichst nix verwickelt werden, was gefährlich ist!

    Zivilcourage in Deutschland gibt es nicht, für Niemanden. Und daran sind nicht zuletzt die Linken mit ihrer Politik gegenüber der Polizei schuld und eine konsequente Entschuldigung der Täter! Das mag tiefenpsychologisch mit Antisemitismus zu tun haben, weswegen jetzt Moslems extrem begünstigt werden, weil sie so an den Nazi-Opa erinnern oder weswegen auch immer ….

    Dieser Typ, der das posted, lebt abgeblich in Berlin. Entweder ist er vollkommen ahnungslos oder ein verkappter Islamapologet, der einen auf Kämpfer gegen Antisemitismus macht …

    • Der Antisemitismus ist Hauptindoktrinierungsmittel für die Mobilisierung und Radikalisierung. Deshalb sind diese Leute überhaupt so gewalttätig. Die wollen ja nicht Mickey Mouse ans Leder.

  29. Das sind fast alles Arten von Sekundärtugenden…. die sich schnell ins Gegenteil verkehren, wenn sie nicht unter dem Leitstern von Wahrheit und Gerechtigkeit stehen, den zwei höchsten Werten des Westens.

    Wie bezeichnend, dass diese hier „vergessen“ wurden….

    Was früher „Fleiss“ und „Ordnung“ waren, das ist heute „Respekt“ und „Toleranz“.

  30. Also …. wer davon überrascht ist, der hat den real existierenden Intersektionalismus, bzw die links-progressive Religion, nicht verstanden! Also bitte!

    „7. Viele Genderama-Leser fragen sich vermutlich: „Was kann ich tun, um meine hegemonische Männlichkeit zu reduzieren?“ Eine Autorin des „Magazins für feministische Geographie“ gibt eine überraschende Antwort: Essen Sie kein Fleisch mehr – denn Fleisch essen stärkt das Patriarchat. Dem gegenüber sei Vegetarismus eine Möglichkeit, wie Frauen ihre Handlungsfähigkeit und Autonomie durchsetzen könnten. Nicht nur das Geschlecht, sondern auch andere Hierarchien könnten damit destabilisiert und der soziale Wandel voran getrieben werden.“

    http://genderama.blogspot.de/2017/12/anne-will-co-wenn-irrationalitat-macht.html

    Kam über den Hinduismus in die progressive Religion, als „kulturelle Appropriation“ (wie man heute sagen würde), nur das mit den „heiligen Kühen“ nicht.

    Hare Krishna, hare hare. Hare Gaia, hare, hare….

    • Wobei ich mir vorstellen könnte, dass Feministas ganz feucht werden bei dem Gedanken, sich den Status der Kühe im Hinduismus aneignen zu können.

      Sie üben ja auch schon fleißig die passende Sprache

      Muuuuhhhh

      D:

  31. “ Die frühere Familienministerin und heutige WELT-Autorin Kristina Schröder“:

    Abschaffung des Ehegattensplittings wäre perfide

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article171315882/Abschaffung-des-Ehegattensplittings-waere-perfide.html

    „… In fortschrittlichen Kreisen ist es eine ausgemachte Sache, dass diese Methode der gemeinsamen Besteuerung von Ehepaaren unglaublich schädlich sei. Erwähnen Sie auf einer Konferenz von Gleichstellungsbeauftragten mal das Wort „Ehegattensplitting“. … “

    Schröder legt lang und breit dar, dass:

    „Ein Vorteil für Ehepaare also, in der Tat, der aber eben auch der Lebensrealität des gemeinsamen Wirtschaftens entspricht.“

    „Kommen wir zum zweiten Einwand gegen das Ehegattensplitting, der ist ohnehin der spannendere. Denn an diesem Punkt knallt es. Das Splittingverfahren hat nämlich eine bemerkenswerte liberale Eigenschaft: Es mischt sich nicht in die Rollenverteilung von Paaren ein. ……

    Das finden die einen gut, weil das Ehegattensplitting dafür sorgt, dass alle Paare unabhängig von ihrer Rollenverteilung gleich behandelt werden. Und die anderen schlecht, weil eben alle Paare unabhängig von ihrer Rollenverteilung gleich behandelt werden.

    Weil aber letztere Position kritische Gegenfragen provozieren könnte, wird kunstvoll drum herum argumentiert. Und so lautet der zweite zentrale Einwand gegen das Splittingverfahren: „Das Ehegattensplitting bevorzugt die Alleinverdienerehe.““

    Bravo, ausnahmsweise kann hier mal jemand analysieren und eine fundierte Meinung schreiben!

    Weiter:

    „Der wirkungsvollste Angriff aber kommt fürsorglich daher: „Das Ehegattensplitting hält Frauen vom Arbeitsmarkt fern“, heißt es. Es müsse abgeschafft und durch ein modernes Steuersystem ersetzt werden, „das Frauen nicht länger hohe Hürden in den Weg hin zu mehr Freiheit und Eigenverantwortung legt“, so Marcel Fratzscher, immerhin Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), vor einigen Tagen in einer schlichten Polemik gegen das Ehegattensplitting in der „Zeit“.

    Dieses Argument lohnt einer genaueren Betrachtung, gerade auch in der Art, wie es sprachlich vorgebracht wird. Welches Menschenbild, genauer: Welches Frauenbild steckt dahinter? Offenbar eines, das uns auch in der Debatte über das Betreuungsgeld und in dem Gerede über angebliche „Teilzeitfallen“ begegnet: Frauen werden als naive Wesen beschrieben, die wegen eines kleinen kurzfristigen ökonomischen Vorteils sämtliche berufliche Ambitionen über Bord werfen und dümmlich in die Heimchen-am-Herd-Falle tappen.

    Da man Frauen aber wiederum nicht derart direkt attackieren möchte, werden zur Beschreibung dieses Prozesses stets gesellschaftliche Strukturen betont, die die beteiligten Frauen so frappant passiv erscheinen lassen: Frauen werden vom Arbeitsmarkt „ferngehalten“, sie stoßen an „gläserne Decken“ und „strukturelle Barrieren“, ihnen werden „Hürden in den Weg gelegt“, gar „hin zu mehr Freiheit und Eigenverantwortung“.“

    Den ebenso brillianten Schluss von Frau Schröder lese man doch an Ort und Stelle weiter!

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