Kann man einen Mann wegen sexueller Belästigung anzeigen, wenn man nach der Tat mit ihm eine Beziehung hatte?

In einem Ratgeber wird von einer Leserin folgender Fall zur Diskussion gestellt:

The dilemmaShould I report sexual harassment I received even though I later had a sexual relationship with the harasser? Years ago I worked as a volunteer for a political party and while showing me some work on a computer, a senior staff member repeatedly touched my knee. He said sorry, and then did it again, about seven times. He finished by saying: “I’ll need to report myself for sexual harassment now.”

At the time I laughed as I was really not sure how else I could respond. Months after I split from my husband, the harasser started to pursue me, giving me the attention I had been so lacking. Vulnerable, emotional and drinking too much, I started a relationship with him. I also used him for a job reference, and have his glowing praise for my work on my LinkedIn profile.

I was an adult who made poor decisions, but with the stories in the press I wonder if I should report his behaviour. Or have I invalidated the harassment, and let women down, by sleeping with my harasser and using him for a job reference? I know I will get abuse for this.

Tatsächlich fehlen aus meiner Sicht ganz wesentliche Informationen, die zur Beantwortung der Frage erforderlich ist.

Wir wissen nicht, ob es vollkommen unvorbereitet war oder eine flirtende Atmosphäre vorhanden war, ob sie ihm Signale gegeben hat, dass sie interessiert ist, wie beiläufig er es gemacht hat, ob es beim ersten Mal ein versehen gewesen sein kann und ihre Reaktion dann dazu beigetragen hat, dass er dachte, dass er es noch einmal machen sollte, weil sie es positiv aufnimmt.

Anscheinend fand sie ihn ja sympathisch, und auch seine Äußerung, dass er sich selbst anzeigen sollte, scheint eher darauf hinzudeuten, dass er es mit einem gewissen Charme gemacht hat.

Sich damit rauszureden, dass man verwundbar war und nur deswegen eine Beziehung angefangen hat, scheint mir etwas arm zu sein. Sie fand ihn anscheinend interessant und das trotz seines vorherigen Verhaltens.

Für mich wäre interessant, wie sie sich damals gefühlt hat. Hat sie gedacht, dass er was will, fand das interessant  und hat sie das vielleicht auch dazu gebracht, dass sie ihre Beziehung zu ihrem Mann hinterfragt hat? Dann scheint er ein gutes Gefühl für die Situation gehabt zu haben.

Fand sie es widerlich und fühlte sich in die Ecke gedrängt? (warum hatte sie dann eine Beziehung mit ihm?) Dann wäre es schon wieder etwas ganz anderes.

Bei letzteren sollte sie dann überlegen, ob sie andere Frauen schützen muss, die in eine gleiche Situation kommen könnten. Und ob sein Verhalten so bedrängend war, dass es fair ist, ihn bloß zustellen.

Bei ersteren würde ich es persönlich für ein absolutes Unding halten, dass sie ihn meldet und damit erheblich belastet. Denn sie scheint ihn als Freund gesehen zu haben, ihn einmal geliebt zu haben und ist es der damaligen Verbundenheit schuldig, dass sie ihn nicht wegen einer solchen Kleinigkeit ans Messer liefert.

Ich würde auch genau hinterfragen, ob sie sich wegen einem eventuellen Scheitern der Beziehung an ihm rächen will oder ob sie sein Verhalten bereits damals so skandalös fand, dass sie ihn melden wollte.

Die Beraterin rät:

In your case, whether you later had a relationship with this man, or used his reference, doesn’t condone his initial transgression, but it suggests enough ambiguity to make it worth examining your motives in coming forward. If you’d been more confident of your own voice, as with so many of these cases, you would no doubt have removed his hand and ended the matter there and then. Only you know whether the knee touching was the opening gambit in an ill-judged flirtation or an abuse of power – and it sounds like you felt it was the latter. As for “letting women down” it would be an act of sisterhood to now draw attention to his historic behaviour in order to support others who may have suffered at his hands.

It’s been heartwarming to see so many women speaking out not for themselves but to lend credibility to more serious cases that might otherwise lack supporting evidence. But truths and lies, allegations and denials, fake news and real stories are spreading fast. In such a frenzied climate it’s even more important to breathe deep, act rationally and determine why we feel propelled into a particular course of action.

On social media, perpetrators and victims, the traumatised and the traumatising, the innocent and the cynical find themselves gathered with amplifiers blaring out valid claims, ludicrous fancies and filthy abuse in equal proportion. Sexual harassment has never been higher on the agenda, but headlines move on and at the moment it’s hard to determine whether it’s facilitating real and lasting behavioural change or simply fuelling column inches.

We all should think long and hard about how we play our part in changing the status quo. I hope I’ve given you food for thought – and now we probably both need to raise our deflector shields.

Was würdet ihr sagen?

44 Gedanken zu “Kann man einen Mann wegen sexueller Belästigung anzeigen, wenn man nach der Tat mit ihm eine Beziehung hatte?

  1. 1) Christian die Atmosphäre ist egal. Sowas ist nicht objektiv. Objektiv war nur die Hand sonst nichts.
    2) Interessant, wie Frau zwar den Mann für ihre Vorteile nutzen will, der Sex aber strafbar sein soll.

    • Ich überlege welchen Vorteil sie sich jetzt davon erhofft.
      Will sie auf der aktuellen Welle #MeToo nur mitreiten um ihre besagten „15 Minuten Ruhm“ zu haben? Erwartet sie sich finanziell Vorteile? Ist es Rache für einen vergessenen Tag?
      Welche Vorteile hat sie sich erhofft zum Zeitpunkt der Sache?

      Ich persönlichen denke, dass sie auf der aktuellen Welle mitreiten möchte.
      Die Gute scheint mir gerne im Rampenlicht zu stehen. Sie genießt die Aufmerksamkeit. Denn in unserer modernen Welt nehme ich an, dass gerade jüngere Frauen wissen wo und wie Grenzen zu setzen sind. Diese Unwissenheit kann man ihr schwerlich abnehmen, dann geht sie eine Beziehung mit dem Mann ein, hier frage ich mich in welcher Position er im Unternehmen steht. Es muss nicht zwangsläufig eine Führungsposition sein, es kann schon ausreichen wenn er Dienstältester mit einer gewissen Weisungsbefugnis war/ist.
      Auch wenn wir Menschen Gut und Böse erfunden haben, funktionieren wir noch nach dem Prinzip funktioniert oder funktioniert nicht. Was mir einen kleinen Vorteil bringt bringt mich weiter.

    • Angebaggert worden zu sein, obendrein noch von einem „powerfull male“, dient eben offenbar bisweilen der Identitätsstiftung, als begehrenswertes Weibchen.

      Der Dorfmacho prahlt lauthals in der Dorfkneipe mit seinen sexuellen Eroberungen. Die Hippstertrulla macht das Gleiche, nur eben auf passiv-aggressiv.

      meetoo! meetoo! meetoo! [hand hoch, aufgeregt mit den Fingern schnipsen!]

      Schade, ich finde es nicht mehr: In einer Doku über Miniröcke berichteten in die Jahre gekommene Damen über das Aufkommen der Miniröcke in den 1970ern. Eine meinte sinngemäß: „Man zog sich einen superknappen Minirock an und stellte sich im Bus so hin, dass jeder was sehen konnte. Natürlich glotzte dann früher oder später irgendein älterer Herr – Woraufhin man „entrüstet“ zu seiner Possy rennen und aufgeregt Bericht erstatten konnte“
      Die anderen Damen waren etwas pikiert, aber sie meinte recht selbstbewußt, dass man doch dazu stehen könne, dass man ein Bedürfnis nach solcher Aufmerksamkeit gehabt hätte.

      • Ich glaube es geht noch nicht mal um „früher einmal hat sich ein attraktiver Mann für mich interessiert“. Es geht einfach nur darum sich im Zuge der Kampagne auch irgendwie die Aufmerksamkeit zu sichern, sich in den Mittelpunkt zu stellen. Es ist so verdammt erbärmlich.

  2. „Was würdet ihr sagen?“

    Es spielt für die Beurteilung keine Rolle, was die Hintergründe und wie die Situationen waren.

    Es spielt nur eine Rolle, dass für sie die Hintergründe und Situationen keine Rolle in Bezug auf ihre Fragestellung spielen.

    Es scheint so gut wie keine Frauen zu geben, die innehalten und sich fragen, was diese Hysterie bei anderen Männern auslöst.

    „…while showing me some work on a computer,…“

    In jeder Umgebung, in der ein Mann wegen eines Belästigungsvorwurfs wie diesem schikaniert wird, werden andere Männer zu dem Schluss kommen, dass es zu gefährlich ist, Frauen behilflich zu sein.

    Ich frage mich, wo der Tipping Point zum nächsten viktorianischen Zeitalter ist.

  3. Sie sollte es auf jeden Fall machen. Hätte letztlich 2 Vorteile:
    1. Die linksliberalen Männer bekommen noch mehr Angst und ihre Vermehrungsrate (sowohl Genetisch als auch Psychologisch) fällt gegen 0, was den Feministen früher oder später die Unterstützer raubt, so dass wir diese Hexen endlich verbrennen können (mit Segen der Kirche und des Staates9
    2. Sollte das erste nicht zustande kommen, dann wird es wenigstens die Entwicklung der Sexbots fördern, da sich der Bedarf erhöht. Männer die sich dem Verweigern können dann hoffentlich auch von 3. angezeigt und verurteilt werden (da gab es vor kurzem einen Fall in den USA).
    Hätte auch den Vorteil, dass sich dann Völker die noch richtig mit Frauen umgehen können (z.b. Nordafrikaner) dann hier alles übernehmen und es wieder etwas entspannter wird da wir die Feministen endlich steinigen können.

    Kann jeder für sich selbst entscheiden ob das Sarkasmus war.

  4. „the harasser started to pursue me, giving me the attention I had been so lacking. Vulnerable, emotional and drinking too much, I started a relationship with him. “

    Himmel ist das peinlich!
    Und solche Leute wollen in Aufsichtsräte und in die Politik!
    Kein Wunder dass unsere Gesellschaft immer mehr emotionalisiert und Debatten immer weniger auf der Basis von Fakten stattfinden. Der Einfluss von Frauen und ihre gefühlsbasierte, narzisstische Weltsicht ist hier nicht sonderlich positiv.

  5. „Kann man einen Mann wegen sexueller Belästigung anzeigen, wenn man nach der Tat mit ihm eine Beziehung hatte“

    Nein. Offensichtlicher kann eine Racheaktion ja gar nicht sein. Allein sowas zu erwägen ist absurd.

    Tatsächlich fehlen aus meiner Sicht ganz wesentliche Informationen, die zur Beantwortung der Frage erforderlich ist.

    Nicht wirklich. Würdest du ernsthaft erwägen, ihr zur Öffentlichmachung der „sexuellen Belästigung“ zu raten. Wie zur Hölle müsste das Setting denn sein, um sowas zu rechtfertigen? Der hat sie doch nur am Knie berührt!

    „I was an adult who made poor decisions, but with the stories in the press I wonder if I should report his behaviour. „

    Oh mein Gott, wie bescheuert kann man eigentlich sein? Ja klar Mädel, vernichte den Mann endlich! Hattest ja nur eine Beziehung mit ihm und er hat dir einen Job verschafft! So sollte man unbedingt mit Freunden umgehen, die einen gut behandeln. Denn ans Knie fassen ist natürlich eine furchtbare, nicht wieder gut zu machende Tat, die man unmöglich aufwiegen kann.

    Eine „poor decision“ mehr oder weniger macht es jetzt auch nicht.

    Die Frau muss dringend in eine Klinik oder wenigstens eine Lebensberatung.

    • Der klassische Fall von: früher war es für viele Frauen besser, da mussten sie sich nicht mit solchen Fragen herumschlagen, sondern nur erwägen was sie zum Mittag auf den Tisch bringen und sich darüber aufregen, dass die Nachbarsfrau sie nicht gegrüßt und der Heinz von obendrüber wieder Asche neben die Mülltonne geschüttet hat. DAS waren angemessene intellektuelle Aufgaben für solche wie die Artikelschreiberin.

  6. Erinnert an Jessica Valenti.
    Die hatte ja auch abzuwägen zwischen Vergewaltiger und Heiratsmaterial.
    Nach der Scheidung wird der Nochehemann dann wieder zum Vergewaltiger werden.

  7. Ich würde hier nach dem Prinzip „Erfolgt gibt Recht“ gehen. Wenn die „sexuelle Belästigung“ direkt dazu führt, dass eine Beziehung entsteht, dann ist es keine sexuelle Belästigung sondern eine erfolgreiche Annäherung. Es ist vollkommen irre, dies dann als Frau zur Anzeige zu bringen.
    Natürlich ist es trotzdem theoretisch möglich, dass die Tat von Amts wegen verfolgt wird, da eben abstrakt die Rechtsordnung geschützt werden muss. Da wir aber in diesem Kontext faktisch nie von strafbaren Verhalten reden, ist diese Frage nicht relevant.

    • Ich würde hier nach dem Prinzip „Erfolgt gibt Recht“ gehen.

      Dann wäre, im Fall des Scheiterns, der einzig mögliche Vorwurf der, dass er nicht attraktiv genug war.

      . Da wir aber in diesem Kontext faktisch nie von strafbaren Verhalten reden, ist diese Frage nicht relevant.

      Leider unzutreffend, siehe §184i StGB.

      Darüber hinaus sollen aber auch ganz subjektiv motivierte Umstände des Täters, die ein sexuelles Gepräge haben, also solche mit denen der Täter ein sexuelles Interesse an einer anderen Person zum Ausdruck bringen oder werbend einwirken will, unter den Tatbestand fallen. Das wiederum heißt, dass das Streicheln von Körperteilen wie Hand, Arm, Bein, Knie gleichfalls als sexuelle Belästigung zu ahnden ist, denn die Gesetzesbegründung stellt allein auf die subjektive Motivation ab und erwähnt ausdrücklich Küssen des Halses …

      https://www.anwalt.de/rechtstipps/das-neue-sexualstrafrecht-grapschen-und-sexuelle-belaestigung_109874.html

      Wie die Gerichte am Ende damit umgehen werden, wissen wir nicht. Dieser Paragraph ist ja letztlich Menschenrechtswidrig. Es ist aber zu befürchten, dass gerade Männer mit wenig gesellschaftlichem Rückhalt bzw. mit wenig Verteidungsressourcen bluten müssen.

      • „Dann wäre, im Fall des Scheiterns, der einzig mögliche Vorwurf der, dass er nicht attraktiv genug war.“
        Das ist ein Trugschluss. Es ist ja auch möglich, dass die Anmache schlicht zu dreist oder zu ungeschickt war. Gut, dies kann man vielleicht auch unter Attraktivität (des Angebots) im weitem Sinne laufen lassen, es ist aber nicht wirklich das gleiche.

        Im konkreten Fall ging es, wenn ich mich nicht verlesen habe, um einen einfachen Griff ans Knie. Das ist im Moment strafrechtlich nicht erfasst.

        • Gut, dies kann man vielleicht auch unter Attraktivität (des Angebots) im weitem Sinne laufen lassen, es ist aber nicht wirklich das gleiche.

          Für das subjektive Belästigungsempfinden der Frau ist es das Gleiche.

          Im konkreten Fall ging es, wenn ich mich nicht verlesen habe, um einen einfachen Griff ans Knie. Das ist im Moment strafrechtlich nicht erfasst.

          Da irrst du dich. Siehe den verlinkten Text.

          • „Da irrst du dich. Siehe den verlinkten Text.“
            Ein einfacher Text regelt eine Rechtsfrage nicht abschließend. Ich bräuchte zumindest einige Urteile, wo Leute wegen eines einzigen Griffes ans Knie verurteilt wurden. Wohlgemerkt: Griff an das Knie und kein Streicheln oder ähnliches.

          • „Ein einfacher Text regelt eine Rechtsfrage nicht abschließend.“

            Das ist das Gesetz. Und: „Wie die Gerichte am Ende damit umgehen werden, wissen wir nicht.“ Logisch wäre nur, dass die Gerichte mit dieser Vorgabe nichts anfangen können. Sie müssten ja Gedanken, nämlich die des Angeklagten, lesen können. Das Gesetz wartet also auf seine Richter. Und die müssten ziemlich fanatisch sein und ganz massiv-geballt auftreten.

  8. Das objektive Geschehen einer Straftat kann sich nicht durch späteres Verhalten des Opfers ändern. Wenn mir jemand die Nase bricht, bleibt das eine Körperverletzung, auch wenn ich später irgendwann mit ihm Bier trinken gehe. Das gilt im Prinzip natürlich auch für sexuelle Belästigung. Nur spricht hier wohl recht wenig dafür, dass objektiv eine sexuelle Belästigung vorlag. Ist ja aber für #metoo nicht so wichtig…

    Interessant finde ich übrigens: „…so many women speaking out not for themselves but to lend credibility to more serious cases…„. Macht #metoo berichtete Fälle ernsthafter Sexualstraftaten wirklich glaubhafter? Mir scheint der Effekt eher negativ zu sein.

    • „Mir scheint der Effekt eher negativ zu sein.“

      Das sehen die Feministinnen ganz anders als du. Und die halten sich nun mal für den Nabel der Welt. Und daher merken sie auch nie, wie sehr sie sich selbst unfreiwillig selbstparodieren.

    • Im Prinzip ja. Wenn er sie nur einmal berührt hätte, müsste man in dubio zu seinen Gunsten annehmen, dass das ein Versehen war, aber bei 7x wohl eher nicht.
      Problem hier ist, dass das Verhalten hier nicht sofort beanstandet wurde. Nach Treu und Glaube wird der Mann anführen, dass sie nicht erkennen ließ, dass ihr das unangenehm war.

      Zum Vergleich, wenn zwei Männer in einem Boxklub gehen, zusammen trainieren, bei einem Trainingsunfall bricht der eine dem anderen die Nase, die wird verarztet, dann gehen die beiden zusammen einen trinken und DANN zeigt der zweite den ersten wegen Körperverletzung an…

  9. Guardian: „…. it would be an act of sisterhood to now draw attention to his historic behaviour in order to support others who may have suffered at his hands.“

    –> Zeig ihn unbedingt an, denn das ist der politische Kampf, den wir führen wollen!

    „We all should think long and hard about how we play our part in changing the status quo.“

    –> Jede kann eine Rolle darin spielen, auch wenn gar nichts passiert ist!

    Den Leserbrief hätte der Guardian genauso gut selbst schreiben können, so gut liefert er eine Vorlage für den Aufruf zur politischen Hexenjagd!

    Möglichst jede Frau möge also bitte in den Chor einstimmen, „to lend credibility to more serious cases that might otherwise lack supporting evidence“ dann liefert das die richtige Kulisse für die „wichtigeren Fälle“, die sonst keine unterstützenden Beweise auf ihrer Seite hätten!

    Das ist klar eine Verhetzung zur Falschanklage, zu politisch motivierten Straftaten. Sei eine Schwester und liefere auch du mit deiner Falschaussage das richtige Gleitmittel für die „wichtigen Fälle“! (zB Weinstein darf man raten)

  10. Der armen Schlampe wurde ans Knie gefasst! Ich bin überwältigt von Trauer und Wut über derart brutale gesellschaftliche Zustände!

    Also mal im Ernst: Wer kann solche dummen Nüsse eigentlich noch ernst nehmen? Gibt es ausser Spott noch andere angemessene Reaktionen darauf?

    • „Gibt es ausser Spott noch andere angemessene Reaktionen darauf?“

      Fassungslosigkeit!

      Diese Schranze des Feminismus will einem – vermutlich inzwischen abgelegten – Lover rückwirkend noch in die Eier treten, um sich in der #MeToo-Kampagne zu verewigen und vergisst, dass sie später von einem dieser Schwanzträger einen Job haben will.
      Was wird diese Kampagne bewirken, außer, dass Männer – immer noch bei Weitem die Mehrheit der Arbeitgeber – sich bei der nächsten Stellenausschreibung vor der Einstellung einer Frau hüten werden, nach der Devise „Wehre(t) den Anfängen“.
      Hatte ich schon Mal geschrieben, dass ich der Meinung bin, dass der Feminismus den Frauen den größten Bärendienst in der Geschichte der Menschheit leistet?
      🙂
      Und seine Opfer klatschein fleißig Beifall.

  11. a senior staff member repeatedly touched my knee. He said sorry, and then did it again, about seven times. He finished by saying: “I’ll need to report myself for sexual harassment now.”

    At the time I laughed as I was really not sure how else I could respond.

    Sie sagt nicht das er aufhören soll, sondern lachte. Wie konnte er da nicht merken das er ein Belästiger ist?

    Months after I split from my husband, the harasser started to pursue me, giving me the attention I had been so lacking. Vulnerable, emotional and drinking too much, I started a relationship with him. I also used him for a job reference, and have his glowing praise for my work on my LinkedIn profile.

    Dann hilft er ihr, als sie Hilfe brauchte und sie führt sogar eine Beziehung mit ihm.

    Und jetzt weiß sie nicht ob sie ihn Anzeigen sollte, für etwas das sie damals und dann auf später als nicht schlimm empfunden hat?

    Das klingt für mich als ob ihr völlig der Maßstab fehlt um überhaupt selbst bewehrten zu können was eine sexuelle Belästigung ist und was nicht.

    Mich würde mal interessieren ob sie denkt und erwartet das Männer bei der Kontaktanbahnung immer der ersten Schritt zu machen haben.

    • „Mich würde mal interessieren ob sie denkt und erwartet das Männer bei der Kontaktanbahnung immer der ersten Schritt zu machen haben.“

      Wenn du die story überhaupt glauben möchtest, dann hat der Mann sogar den ersten Schritt zu seiner Anklage gemacht, nämlich nach dem Anfassen eingerämt, dass er anzuzeigen wäre: „I’ll need to report myself for sexual harassment now.”“

      Super glaubwürdig, dieser „Leserbrief“.

    • Und jetzt weiß sie nicht ob sie ihn Anzeigen sollte, für etwas das sie damals und dann auf später als nicht schlimm empfunden hat?

      Ob das schlimm war, ist ja auch nicht der Punkt. Dazu schreibt sie nicht. Sie will nur wissen, ob sie sich jetzt so verhalten soll wie alle anderen (with the stories in the press I wonder if I should report his behaviour).

  12. Das geht die Reise hin.

    Macht euch gefasst auf eine Welle von Beiträgen von Frauen darüber das Männer nicht mehr flirten oder Frauen ansprechen…

    • Zitat: „Und er weist darauf hin, dass Frankreich oder Deutschland die Umkehr der Beweislast bereits vollzogen hätten.

      Ist das tatsächlich so?

  13. Harassment bleibt in der Situation zwar immer noch Harassment, die Frage ist nur, ob einem das, angesichts der späteren Ereignisse, noch einer glauben wird. Schwierige Lebenssituation hin oder her.
    Zudem, der Kerl wurde für eine gewisse Form von „Diensten“ später ja auch missbraucht.
    Das Problem, was sich daraus ergibt, ist das: Sprichwörtlich sitzen beide im Glashaus.
    Fängt der eine mit seinen Schritten an, das Verhalten des anderen zu ahnden, kann der andere jeweils ebenso damit anfangen. Angesichts, dass da zwei Tatbestände gegenander stehen, wo der eine moralisch nicht besser ist als der andere, ist es dann eine Frage, ob sich überhaupt jemand ein Urteil darüber erlauben will, gerade weil da ein beidseitiges missbräuchliches Verhalten gegeben ist.

  14. Ein besonders unfassbarer Fall der selbstverschuldeten Unmündigkeit, des moderne Feminismus‘.
    Sie schiebt komplett alle Verantwortung für eine Beziehung und alles von sich ab, selbst, dass sie damit (zielgerichtet) Karrierevorteile erlangte, ändert für sie nichts daran, bloßes Objekt in den Händen des Mannes gewesen zu sein und der Gedanke, dass sie ihm vielleicht hätte Signale geben können, wäre für sie vermutlich reines Victim Blaming.

  15. I was an adult who made poor decisions, but with the stories in the press I wonder if I should report his behaviour.

    Offenbar ist sie aus dem Status der poor decisions noch nicht herausgekommen.

  16. Eine nur wenig ältere Lehrerin, auch eine sehr viel ältere Professorin haben mit mir als ihr Schüler (zehnte Klasse) und Student leicht geflirtet und mich auch zärtlich am Arm und am Po berührt. Fand ich damals harmlos und hab auch mitgeflirtet. Mehr war nicht. Es war auch völlig normal, dass ich die Damen gesiezt und zumindest die Lehrerin mich geduzt hat.
    Aber die Zeiten sind heut anders.
    Berufliches und Privates ist strikt zu trennen. Alles andere ist höchst unprofesionell.
    Man flirtet nicht mehr mit Kollegen, Untergebenen, Kunden, Patienten oder auch umgekehrt mit dem Chef, dem Arzt. Private Gespräche beschränken.sich auf das Wetter. Alles andere (Familienstand, Kleidung, Mode, Politik etc) ist tabu. Das Geschlecht des anderen wird komplett ignoriert, lange Blicke vermieden, zwei Personen unterschiedlichem Geschlechts in einen Raum geht gar nicht.
    Partnersuche? Dafür gibts das Internet.

  17. Das Problem ist hier, das es neuerdings keine soziale Verjährung mehr geben soll, worauf sie ja in ihrer Überlegung, ob sie ihn „reporten“ soll, spekuliert.

    Der hätte sie natürlich nicht am Knie anfassen dürfen und natürlich war das sexuelle Belästigung. Nun gibt es aber aus guten Gründen die juristische Verjährung, ausser bei Mord, und wer zu lang wartet, hat eben das Recht verwirkt, sich noch beschweren zu dürfen.

    Frauen wollen es aber wohl am liebsten so haben, dass Sex-Taten nie verjähren, dass also auch an’s Knie fassen Jahrzehnte später noch geahndet werden kann. Und über so Dinger wie #metoo kriegen sie das jetzt auch hin, können nach belieben, und ohne Nachweis, soziale Hinrichtungen durchführen wie es ihnen passt.

    Soviel Stil sollte man aber haben, dass man nach Ablauf der juristischen Verjährungsfrist es dann eben sein lässt.

  18. „Das Problem ist hier, das es neuerdings keine soziale Verjährung mehr geben soll, worauf sie ja in ihrer Überlegung, ob sie ihn „reporten“ soll, spekuliert.“
    Eine immerwieder erwähnte Beweislastumkehr ist ergänzend nötig.
    Nur so kann gewährleistet sein, dass in Zukunft jeder Mann der sich „seelischer Grausamkeit“ (also u.a auch Nichtbeachtung als Frau), als auch unerwünschter, sexueller Anzüglichkeiten einer Frau gegenüber schuldig gemacht hat, seiner gerechten Strafe zugeführt wird und zwar auch dann, wenn zwischen Handlung und Anzeige ein Paar Jahre glücklicher Beziehung oder fairer Berufspartnerschaft liegen. Das ursprüngliche Verbrechen als solches bleibt ja davon unberührt.

  19. Ich sehe diese ganze gesellschaftliche Entwicklung durchaus postiv.
    Unberechtigte Ansprüche (Trag meine Akten, Koffer etc.Rücksicht auf „schwache“ Frau), Erziehungsversuche, launisches, unprofesionelles oder unverschämtes Verhalten (Rumgrölen, Handtasche auf Sitzplatz) werden auch bei Frauen nicht mehr toleriert.
    Man wird nicht dumm angequatscht und hat seine Ruhe.
    (Fahrt mal wieder Zug, beobachtet und vergleicht es mit früher)

  20. Tja, demnächst wird niemand mehr im Job Frauen auch nur mit der Kneifzange anfassen und möglichst alle Weiber großflächig aus dem beruflichen Umfeld entfernen, weil zu riskant (zumindest die jungen Frauen, die älteren sind ja meistens noch ganz normal). Dann haben die Feministas endlich die allumfassende Diskriminierung, von der sie immer schwafeln.

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