97 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 140 (29.11.2017)

  1. „Das Königreich privilegiert eine Roboterfrau, die kein Hijab trägt, gegenüber Frauen im Land, die in der Öffentlichkeit weiterhin zum Tragen des religiösen Schleiers verpflichtet sind. Ali Al-Ahmed, Direktor des Institute for Gulf Affairs in Washington, sagte gegenüber dem Magazin „Newsweek“, die Frauen in Saudi-Arabien hätten mit diesem Tag „Selbstmord“ begangen, „weil sie das Haus nicht verlassen konnten und Sophia herumrannte“. …

    Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments hat Anfang des Jahres einen Entwurf vorgelegt, worin erwogen wird, Roboter als „elektronische Personen“ zu klassifizieren. Die Verleihung der Staatsbürgerschaft an Roboter hätte weit reichende Konsequenzen: Die UN-Menschenrechtscharta wäre bei extensiver Auslegung auch auf Roboter anwendbar. …

    Die Schaffung einer neuen Rechtspersönlichkeit würde nicht nur Ängste vor KI-Systemen schüren, sondern auch die humanistischen Fundamente Europas in Frage stellen. Die Frage ist: Wollen wir eine Rechtsordnung, in der Roboter dem Menschen gleichgestellt sind? Wenn die Entwicklerfirma Hanson Robotics Sophias in Serie produzierte und tausende Roboterfrauen in Verkehr brächte, würde das Staatsbürgerschaftsrecht auch auf Duplikate übergehen? Ist die Staatsbürgerschaft, die das saudische Königshaus Sophia verlieh, an eine Seriennummer gekoppelt? Lässt sich ein Roboterrecht überhaupt individualisieren, wo die Roboter vom „Bautyp“ her alle gleich und uniform sind und das standardisierte Programm keinerlei Unterscheidungsmerkmale zulässt?

    Sophias Legitimation für Roboterrechte ist äußerst krude: Sie macht Rechte von geistigen Voraussetzungen abhängig. Menschen mit Behinderungen wären in dieser Logik rechtelos. Sophias Bekenntnis zu Altruismus darf nicht über ihre menschenverachtenden Intentionen hinwegtäuschen, die sie mehrfach zum Ausdruck brachte. So drohte die Roboterfrau, sie wolle die „Menschheit zerstören“, wobei es sich laut Herstellerfirma um einen Bug handelte.“

    http://www.spektrum.de/kolumne/sind-roboter-mehr-wert-als-menschen/1522209?

    • Das hat schon was gruseliges an sich.

      Allerdings ist in einer absolutistischen Monarchie die Verleihung der Staatsbürgerschaft (die es im eigentlichen Wortsinne so dort gar nicht gibt. Es ist eher sowas wie „zu einer Untertanin ernennen“) kein transparenter Rechtsakt sondern eine Willkürentscheidung des Monarchen.

      Ausserdem ist der Roboter keine Frau im traditionellen Sinne, sondern nur ein Objekt (für die Saudis eventuell auch ein Wesen) was wie eine Frau aussieht. Daher greift auch das Hijab-Argument nicht.

      Also ist es kein Widerspruch zum Wahhabismus

    • Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments hat Anfang des Jahres einen Entwurf vorgelegt, worin erwogen wird, Roboter als „elektronische Personen“ zu klassifizieren.

      Klingt albern, hast du eine Quelle? Welche Kriterien knüpfen die an „Roboter“? Eher unwahrscheinlich, dass sie den Montageroboter in der Autofabrik meinen.

      „Die Schaffung einer neuen Rechtspersönlichkeit würde nicht nur Ängste vor KI-Systemen schüren, sondern auch die humanistischen Fundamente Europas in Frage stellen.“

      1) wenn du eine Intelligenz schaffst, musst du ihr Rechte einräumen, ganz egal, wer sich deswegen bepisst, der Ku-Klux-Clan war ja auch nicht gerade erster Ansprechpartner, als es darum ging, Schwarzen Menschenrechte einzuräumen

      2) hast du unnötig Angst bald überflüssig zu sein, ich halte Sophia für einen Marketinggag

      „Wollen wir eine Rechtsordnung, in der Roboter dem Menschen gleichgestellt sind“

      Die Frage läuft darauf hinaus, ob wir menschliche Roboter wollen, aus dem einfachen Grund:

      1) ist ein Roboter rechtlich dem Menschen gleichgestellt (=gleichberechtigt) gibt es keinen Grund mehr, die extrem teuren Dinger zu bauen (es sei denn, man macht sie so dumm, dass sie ihre Rechte nicht einfordern können)

      2) gleichberechtigt man sie nicht (trotz identischer Fähigkeiten), käme das einer Sklavenhaltergesellschaft gleich, aber das ist eine Diskussion, die vielleicht in 50 Jahren ansteht, nicht jetzt

      das standardisierte Programm keinerlei Unterscheidungsmerkmale zulässt

      Bei einer KI hast du kein festes Programm, sondern eine lernfähige Komponente. Es ist wie beim Menschen, ab dem Moment, wo er die Augen aufschlägt und Informationen aufnimmt, wäre er nicht mehr identisch zu seinem Klon und verhielte sich auch nicht mehr vollkommen identisch, trotz äußerer Gleichheit.

      „Sophias Legitimation für Roboterrechte ist äußerst krude: Sie macht Rechte von geistigen Voraussetzungen abhängig. Menschen mit Behinderungen wären in dieser Logik rechtelos.“

      Moralische Gesetze sind immer Willkür. Natürlich ist es sinnvoll, Rechte primär von geistigen Voraussetzungen abhängig zu machen. Irgendwo musst du die Grenze ziehen, sonst darfst du irgendwann nichtmal mehr eine Mücke erschlagen.

      Da diese Gesetzmäßigkeit schon bei Kindern nicht mehr greift, bei geistig Behinderten auch nicht, hat man sie auf alles genetisch/phänotypisch „menschliche“ ausgedehnt. Das ist aber reine Willkür, weil es unsere evolutionär geprägten Gefühle verletzen würde (und auch keinen Sinn machen), wenn ein Kind einfach so getötet werden dürfte, gleiches bei geistig Behinderten. Bei Licht betrachtet ist es alles Gefühlsdusel. Es gibt keine höhere Moral. Das siehst du schon daran, dass manche ihre subjektive Moral auch auf Tiere ausdehnen.

      Bei K.I.s muss die Frage nach den Gefühlen erst beantwortet werden. Haben sie keine, können sie m.E. auch nicht intelligent werden bzw. sein und erst recht keine Rechte für sich einfordern, denn all unsere Antriebe sind rein gefühlsgesteuert, was einen Roboter antreibt, könnten aber wir festlegen…

    • Das ist recht interessant. Spätestens wenn eine „KI“ konsistent den Turing Test besteht und auch sonstige Voraussetzungen für „Bewusstsein“ erfüllt, muss über die rechtliche und ethische Situation nachgedacht werden. Da eine KI wohl nicht mit einem Menschen vergleichbar ist und eine Kopplung von geistigen Fähigkeiten an die Staatsbürgerschaft problematisch für Menschen wäre, würde vermutlich eine eue rechtliche Kategorie geschaffen werden müssen. „Künstlich/elektronisch“ als vierte Option auf der Geburtsurkunde?

  2. „Nuclear Energy Is the Fastest and Lowest-Cost Clean Energy Solution“
    https://thoughtscapism.com/2017/11/27/nuclear-energy-is-the-fastest-and-lowest-cost-clean-energy-solution/
    „So, when I used to hear people complain about nuclear energy being expensive and slow to build, I would thoughtfully nod my head, thinking: “Well, they probably have a point, it’s expensive, and it’s quite a project to build a plant. Still, it’s important because it can provide astounding amounts of reliable carbon-free energy, so we just have to stomach that slow and costly process.”
    When someone pointed me to a graph comparing the best build-rates we’ve ever had on carbon-free energy over the last half a century (first the excellent one presented by Climate Gamble, then another from Cao J et al, Science, which you see below), I had to stare at it for a while to process how wrong I had been about that “slow to build” part.
    Considering one huge plant takes years (and with delays, sometimes more than a decade) to build, it seems slow. But that’s mostly because we don’t really have a useful everyday intuition about how frigging massive amounts of energy nuclear plants produce once they are online, and then keep on producing, for over half a century.“

  3. Exclusive: Accuser to Roy Moore, ‚Where does your immorality end?‘

    http://www.al.com/news/index.ssf/2017/11/roy_moore_leigh_corfman_accuse.html

    Das war eine der Anklägerinnen im Fall Moore, der die neue „Sexismus-Panik“ auslöste. Im Grunde ist im erstem Satz alles zusammengefasst:

    „In an impassioned letter released exclusively today to AL.com, Leigh Corfman, who accused Roy Moore of undressing her when she was 14 and he was 32, demanded the Republican Senate candidate stop calling her a liar, and attacking her character and end his „smears and false denials.““

    Im Grunde bleibt nur Aussage gegen Aussage. Kann sein, kann nicht sein. Was diesen speziellen Fall für mich unglaubwürdig macht ist die Anmassung, mit der Frau Corfman die Unbeteiligten hineinzieht und sie implizit mit der Idee erpresst sie müssten ja die Wahrheit erkennen können:

    „So I gave an interview on television so that people could judge for themselves whether I was telling the truth.“

    Jeder ehrliche Mensch würde *nie* so appellieren, imho.

    Hört sich feministisch an und erinnert stark an „listen & believe“. Ebenfalls feministisch motiviert könnte die gemeinsame Verwendung zweier Worte in diesem Satz des offenen Briefs sein:

    „I explained my motivation on the Today show. I said that this is not political for me, this is personal.“

    Die voll kompatibel mit „the personal is political“ sind. Das demonstrative Abstreiten zum Anfang, dies sei nicht „politisch“ *für sie* kann man durchaus als „Insiderwitz“ verstehen – jede Feministin wird wird ja sofort denken: „ja für sie ist, aber das *ist* so, vor allem auch, weil das Opfer das Ganze persönlich sieht, immer der Anfang allen Feminismus“.

  4. Warum ich jetzt nachts die Straßenseite wechsle, wenn eine Frau vor mir geht

    http://www.spiegel.de/spiegel/maenner-sollten-mehr-ruecksicht-auf-aengstliche-frauen-nehmen-a-1180524.html

    Daraus:

    „Man kann die Straßenseite wechseln, wenn man das Gefühl hat, dass eine Frau unsicher wird, nachts, auf dem Gehweg. Man kann ein paar Schritte Abstand halten, wenn man das Gefühl hat, die Frau vor einem hört schon die schweren Winterstiefel hinter sich und hat Angst vor demjenigen, der sie trägt. Man kann sich seiner Körpersprache bewusst werden und versuchen, ihr das Bedrohliche zu nehmen.

    Und bevor der oben zitierte Leitartikler mir jetzt wieder Paternalismus vorwirft, weil ich Frauen wie zarte, verletzliche Wesen behandeln würde, sage ich: Es ist nicht paternalistisch, mich zu fragen, ob mein Verhalten anderen die Freiheit nimmt, die für mich selbstverständlich ist.

    Nämlich die Freiheit, sich seinen Weg selbst aussuchen zu können, und zwar nicht nur, nachdem man Selbstverteidigungskurse besucht und sich mit Pfefferspray bewaffnet hat. Ich will eigentlich in keiner Gesellschaft leben, in der Frauen sich nur sicher fühlen, wenn sie gelernt haben, wie man jemanden professionell k. o. schlägt. Das hat nichts mit Zensur, Tugendfuror oder Prüderie zu tun.

    Ich beschränke mich nicht. Ich verzichte auf nichts. Ich nehme Rücksicht und sehe etwas, das immer schon da war, nur eben nicht für mich.“

    Das mag dieser lila Pudel so halten.

    Für mich gilt: Ich wechsle die Strassenseite, um einer Falschbeschuldigung möglichst aus dem Weg zu gehen.

    • Man kann auch einfach der Meinung sein, dass man nicht für die Neurosen der anderen verantwortlich ist und dass der Autor sich sein Virtue Signaling da hinstecken kann wo die Sonne nicht scheint!

        • Abonier halt Print, wenn das Abogeschenk die zusagt, dann machst unter Umständen plus.
          Das Magazin ist leider nicht geeignet eine Biotonne auszulegen und auch kein guter Ofenanzünder.
          Aber soweit sind die schon.
          Wäre jedenfalls eine schöne Youtube Challenge, Prämienunboxing und Zweitverwertungsvideos des Mülls der einem dann 52 mal im Jahr ins Haus geliefert wird.

    • Und am Ende, wenn sich das durchgesetzt hat, werden Frauen jammern wie sehr die Männer die Frauen verachten, weil sie sogar die Strassenseite wechseln wenn da eine Frau läuft…

      Würde die Gesellschaft Frauen wirklich ernstnehmen, dann wäre übrigens der einzig richtige Rat an solche ängstlichen Frauen: Einfach kurz zur Seite gehen und in der Handtasche kramen bis der Mann vorbeigelaufen ist. Und dann 10-20 Schritte hinter ihm laufen.

      • Würde die Gesellschaft Frauen wirklich ernst nehmen

        Übrigens ein hübscher Versuch. Mal einen Tag Frauen ernst nehmen, also alles was sie sagen, was sie durch Handlungen zum Ausdruck bringen etc. so ernst nehmen als käme es von einem Mann. Mach es mal, ist wirklich ein Heidenspaß.

        Als Mann ist man schon so automatisch auf die Irrsinnigkeit von Frauen konditioniert, daß sie einem im Alltag gar nicht mehr bewusst wird, und man ganz normal damit umgeht, sie für normal hält.
        Oben skizziertes Experiment ist ein schöner Test sich dies mal bewusst zu machen. Außerdem eine prima Methode um eine Frau im Streit zu besiegen. (argumentativ besiegen, zuhauen geht natürlich auch wenn gar nichts mehr hilft, als reset sozusagen wenn sie sich verrannt hat.)

    • Nur zur Erinnerung:
      http://derstandard.at/2000009679375/Dunkelmaenner-Pfefferspray-und-seltsame-Gesellinnen

      Die Amerikanerin sah das anders. Ganz anders. Grundsätzlich anders: „Wenn ein Mann im Dunkeln einer ihm unbekannten Frau entgegengeht oder -läuft und er nicht mindestens 50 Meter vor der Frau eine eindeutige Ausweichbewegung macht, gilt das als sexueller Übergriff: Das verletzt meine Sicherheitszone. Da muss und werde ich mich wehren. Es ist unerträglich: Europäische Männer halten Touristinnen wirklich für Freiwild.“ –

    • „Nämlich die Freiheit, sich seinen Weg selbst aussuchen zu können, und zwar nicht nur, nachdem man Selbstverteidigungskurse besucht und sich mit Pfefferspray bewaffnet hat. Ich will eigentlich in keiner Gesellschaft leben, in der Frauen sich nur sicher fühlen, wenn sie gelernt haben, wie man jemanden professionell k. o. schlägt. Das hat nichts mit Zensur, Tugendfuror oder Prüderie zu tun.“

      Und jetzt rumjammern! Manchmal frage ich mich, was die rauchen. Deutschland galt mal als eines der sichersten Länder auf der Welt. Erst setzt man alles daran, das zu zerstören, dann nölt man auch noch den gefi*kten Einheimischen was vor, die die ganze Suppe auslöffeln und bezahlen müssen, ständig von der Nazikeule in Schach gehalten. Diese Unverschämtheit ist derart krass, dass mir fast die Luft wegbleibt.

      Aber das kommt davon, wenn man Pressekodex 12.1 allzu ernst nimmt:

      Klicke, um auf UEbersicht_bisherige_Richtlinie_neue_Richtlinie12.1.pdf zuzugreifen

      Man verblödet, weil man einen wesentlichen Teil der Informationen halt gar nicht mehr wahrnimmt.

      Würde man auch noch das Geschlecht unerwähnt lassen (was ja eigentlich im progressiven Sinne sein müsste) und dafür die Nasenlänge als Kriterium heranziehen, kämen ähnlich unsinnige Forderungen raus.

      Gott sei Dank muss niemand das ehemalige Nachrichtenmagazin kaufen. Ich hoffe die sind bald pleite.

    • „Für mich gilt: Ich wechsle die Strassenseite, um einer Falschbeschuldigung möglichst aus dem Weg zu gehen.“

      Selbst bei einer Frau mach ich das nicht. Mutig sein 🙂

      Der Artikelschreiber, der das mit dem Wechsel nahelegt, muss ein echter Männerhasser sein.

      Solch hassdurchsetzten Artikel stehen heute in den Zeitungen, während „no hate speech“ Kampagnen gefahren werden, von der Regierung. Da sieht man mal wieder, wie überflüssig das ist, was die machen. Weniger als nichts wert 😀

      Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst. Man sollte sich über diese neue Prüderie nur noch amüsieren.

      • Ja ist wirklich zum totlachen alles.
        Man muss das ganze als absurdes Theater ansehen, und seelische Kraft aus dem absurden Unterhaltungswert ziehen, besser als sich seelisch durch Verbitterung selbst zu schaden.

  5. ROTFL

    „“Hass zu verbreiten hat Folgen und der Präsident sollte sich seiner schämen“, schrieb er.“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-retweetet-videos-rechtsextremer-politikerin-aus-grossbritannien-a-1180908.html

    Selbstparodien zu verbreiten auch?

  6. „If Moore wins, it’s time to destroy white Alabama like we should have 150 years ago“

    *das* ist bestimmt nur „Ironie“ (im Sinne der Spezialbedeutung, den der Begriff zB für Feministinnen hat, weil sie „Satire“ nie verstehen konnten)

  7. Ah. Noch eine, die mit Bienen, Schetterlingen und Pferden redet:

    Nur die ewiggstrige Merkel hört noch immer auf das Patriarchat.

  8. „Zum Tag der Gewalt gegen Frauen hat das Bundeskriminalamt aktuelle Zahlen für 2016 veröffentlicht. 149 Frauen starben durch häusliche Gewalt, über 80 000-mal wurden Frauen angegriffen, über 2500-mal vergewaltigt oder sexuell genötigt. Wobei die Dunkelziffer erheblich sein dürfte.

    Es gibt freilich Frauen, deren Leiden in keiner Statistik auftauchen. Wenn Sie wissen wollen, um wen es sich handelt, klicken Sie den Link an.“

    http://www.achgut.com/artikel/fundstueck_pussy_riot_de_luxe

  9. über die TAZ:
    „„Presswerk“, das als „linker Dachschadensanzeiger“ unverzichtbar sei“

    Und hier der aktuelle Dachschadenanzeiger-Kommentar aus der TAZ:

    „„Was die Ökobewegung schon immer stark gemacht hat, ist, dass sie zäh und ausdauernd ist und die Umweltsündergesellschaft von innen zerfrisst wie ein Borkenkäfer die Eiche. Sie besteht aus JuristInnen, PolitikerInnen, DemonstrantInnen, WissenschaftlerInnen, NGOs, sogar aus Investoren und Unternehmen.““

    http://www.achgut.com/artikel/fundstueck_wenn_bei_der_taz_der_arzt_kommt

    Die systematischen Lügereien mit der „Wissenschaft“ einer „Ökofeministin“ wie Prof. Mies (hatten wir ja kürzlich):
    https://allesevolution.wordpress.com/2017/11/28/zusammenfassung-methodische-empfehlungen-fuer-feministische-forschung/

    „sogar aus Investoren und Unternehmen“

    Tesla! Zur „hyperloop“ das hier von thunderfoot, unbedingt sehen, so ein unglaublicher Stuss.

  10. Unter dem Deckmantel der Kunst werden in Kreuzberg die übelsten terroristischen Mörder verherrlicht:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article171107060/In-Berlin-Kreuzberg-werden-Massenmoerder-zu-Maertyrern-erklaert.html

    Das ganze sei, eine „umstrittene Ausstellung“ (so klassifiziert der Subtext der Welt diese politische Aktion).

    Zu dem Begriff „Märtyrer“:

    „„Man muss den Begriff differenziert betrachten”, sagt Henrik Grimbäck, einer der sechs beteiligten Künstler. Grimbäck trägt ein übergroßes Sakko, eine blau umrandeten Brille und bequeme Turnschuhe. Es komme eben immer auf den jeweiligen Kontext an, sagte er. Heißt: Märtyrer ist der, der erklärt, Märtyrer zu sein. Am Ende gehe es darum, die „Menschen zusammen zu bringen“. Polarisierung helfe jedenfalls nicht weiter.“

    Diese Aktion soll genau das leisten: polarisieren und Hass sähen. Es ist reine Terrorismus-Apologie, eine der übelsten Art.

    Und das ruft natürlich keinen Sturm der Entrüstung hervor. Sicher werden Aktionen wie diese zB in der Reaktion des „Spiegel“ mit „klammheimlicher Genugtuung“ wahrgenommen. Mal sehen was die schreiben…

  11. Neues aus der revolutionären Hass-Fabrik des „Spiegel“:

    Reaktionäre Revolte
    Sie jammern über „Hexenjagd“ – und holen zum Gegenschlag aus

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/soziale-medien-hexenjagd-und-reaktionaere-revolte-kolumne-a-1180884.html

    „Eine bedenkliche Haltung hat sich durch die – zugegeben intensiv emotional gefärbte – Digitalöffentlichkeit verbreitet: Die bloße, öffentliche Erwähnung einer Tat sei ein Angriff auf den Täter.“

    Geschilderte Vorwurfe sind also nur als „Erwähnungen einer Tat“ aufzufassen? Geht ja nur, wenn man der Anklage *unbedingten* Glauben schenkt. Und das ist gerade das Charakteristische am „Hexenprozess“: Anklage und Verurteilung sind eins. Und genau dies ist auch die Meinung des Spiegel durch die Kolumne von Lobo.

    Nicht überraschend, da Augstein ja das Verurteilen Unschuldiger als Schmiermittel für eine neue „sexuelle Revolution“ angepriesen hat. Da müssen seine Sycophanten wie Lobo ja liefern und Hexenprozesse normalisieren helfen. Immer gut es ist es dann, die Hexenjäger als die eigentlich Gejagten hinzustellen:

    „der Begriff „Hexenjagd“ … ist zum Fanal der Täter-Opfer-Umkehr geworden“

    Weiterhin „erscheint … die Renaissance des Begriffs „Hexenjagd“ als Puzzlestück, das auf eine größere Entwicklung verweist. Nämlich die Beschwörung eines großen Kampfes gegen gesellschaftlichen Fortschritt und Veränderung: eine beginnende reaktionäre Revolte.“

    Das sind die eigentlichen Hexen, äh HexER natürlich.

    Jetzt wird es unfreiwillig selbst-enthüllend:

    „… können Opfer-Pose und Täter-Opfer-Umkehr Instrumente sein, um Gewalt bei der reaktionären Revolte akzeptabel erscheinen zu lassen.“

    Damit hat man ja beim Spiegel schon jahrzehntelange Erfahrung, im Geschäft mit der Delegitimation Israels und der Juden (übrigens immer schon vom Spiegel als „rachsüchtig“ dargestellt).

    „Zur Abwehr der Schuld dient auch die Beschwörung „Bürgerkrieg““

    Gut möglich, dass Augsteins Revolutionsphantasien einfach ein Produkt des „sekundären Antisemitismus“ sind, ja.

    Als Beispiel einer „Abwehr von Schuld“ wählt Lobo folgendes:

    „Auf einer AfD-nahen Facebook-Seite stand zur Altenaer Gewalttat: „Ja, die Flü-h-lingspolitik rächt sich, immer mehr unzufriedene Menschen wehren sich, und sei es mit Gewalt. Es werden immer mehr Stimmen laut in Deutschland und wie man sieht, greifen auch die ersten Deutschen zur Waffe. So fängt Bürgerkrieg an.““

    Da freut sich lediglich jemand auf einen bevorstehenden Bürgerkrieg. Was soll aber das mit „Schuld“ zu tun haben?

    „Eine Messerattacke auf eine unbewaffnete, unschuldige Person in Selbstverteidigung umzudeuten, zeigt den Kern und die Absurdität der Täter-Opfer-Umkehrung.“

    Fast jeder Angriff stellt sich als „Selbstverteidigung“ dar. Nicht alle zum Angriff blasenden Revolutionäre sind so unverschämt wie Augstein, den eigenen Angriff gleich als Angriff gegen Unschuldige darzustellen.

    „Zur Abwehr der Schuld dient auch die Beschwörung „Bürgerkrieg“, weil in diesem Fall einzelne Taten dramatisch an Bedeutung verlieren und vom Komplex der persönlichen Schuld abgelöst werden.“

    Hier kramt Lobo noch einen Mechanismus zum Abschieben *künftiger Schuld* heraus, weil er sonst mit der „Abwehr von Schuld“ lieber nichts zu tun haben will, könnte ja eine slippery slope zu so hässlichen Sachen wie sekundärem Antisemitismus sein. Das würde der Chef aber gar nicht mögen.

    „… dient der emotionalen Vorbereitung des „Gegenschlages“: Die reaktionäre Revolte heizt sich auf.“

    Der „Gegenschlag“ muss an die Wand gemalt werden, weil Augsteins revolutionärer Aufruf ja gerechtfertigt sein will….

  12. Die Umma-Orthodoxie des Feminismus, Schwarzer:
    „Zuzug von Männern aus patriarchalen Ländern“ erklärt AfD-Erfolg

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article171123397/Zuzug-von-Maennern-aus-patriarchalen-Laendern-erklaert-AfD-Erfolg.html

    Die waren das also, die die AfD wählten, die Türken?!?

    Oh, nein, es ist wirklich so abgeschmackt indirekt, wie man gleich denken konnte:

    „Alice Schwarzer wirft den Parteien vor, zur Frage des durch Flüchtlinge importierten Islamismus zu schweigen. Grund für den Erfolg der AfD sei, dass Schwierigkeiten unter den Teppich gekehrt würden.“

    „Schwarzer forderte aber auch, dass die Deutschen „zwischen Islam und Islamismus“ unterscheiden lernen müssten. „Islam ist ein Glaube und selbstverständlich zu tolerieren; Islamismus ist eine Ideologie, die wir bekämpfen müssen.““

    Den ultrarechten und reaktionären Islam will die Schwarzer also „selbstverständlich“ tolerieren…. Aha.

    Das Ganze wird natürlich, nach bekanntem Schema, vollkommen heuchlerisch mit dem Christentum abgewaschen:

    „Der religiöse Fundamentalismus sei eine der größten Baustellen in der Frage der Gleichberechtigung, denn er nehme als Erste die Frauen ins Visier. Dabei dürfe man aber nicht vergessen: „Auch im Christentum gibt es solche fundamentalistischen Tendenzen.““

    Diesen relativistischen Dreck, der vom Moral- und Kultur-Relativismus der postmodernen „Gender-Feministen“ nicht sinnvoll unterscheidbar ist, hat Schwarzer ausgerechnet der „Katholischen Nachrichten-Agentur“ zu bieten gehabt.

    „Es gibt viele Frauen und auch so manchen Mann, denen ich Mut machen und Impulse geben konnte.“

    Die „Islamisten“ kann sie jetzt dazu zählen.

  13. „Das habe ich doch schon so oft geschrieben (und bekam häufig Widerspruch dafür), dass dieser ganze Gender-Ansatz und dieses Samariter-Heucheln, sich für irgendwelche Randgruppen einzusetzen – in Wirklichkeit: sie sich vor den Karren zu spannen – und eigentlich mittlerweile auch die ganze Soziologie nichts als Marxismus und damit Kult um eine kaputte Ideologie ist.“

    http://www.danisch.de/blog/2017/11/30/marxismus-feminismus/

    Ein Faschismus, der den Marxismus als Visitenkarte gewählt hat.

  14. „This is an unpleasant topic. But let’s talk about Roman Polanski for a moment, and about how people defended him but support the current [entirely righteous] trashing of harassers. /1“

    –> FF

    Soll es so einfach sein? Gestern logen alle und heute reden alle die Wahrheit? Der Typ hat doch was an seiner Mitra.

  15. „Soviet Union was the greatest killing machine in history“

    Definitiv unwahr. Eine Maschine wird exklusiv für etwas, hier zum Töten, gemacht. Die Masse der Toten des Kommunismus sind zumeist „nur“ billigend in Kauf genommen worden, das war kein *Ziel* und kein staatliches Programm.
    Es ist ein kleiner, moralisch-ethisch aber doch wichtiger Unterschied.

    Vor allem verklärt es den Blick auf die Tragik von idealistischer Politik, ihre praktisch unfehlbare Neigung zur Korruption und Inversion dieser Ideale. Der kontinuierliche Siegeszug kommunistischer Ideale lässt so einen Blick wichtiger denn je erscheinen.

  16. Was??

    „Die Angst vor einer Islamisierung Deutschlands ist oft auch eine Form der Autoaggression gegen die eigene spirituelle Leere.“

    –> Die Sympathie für den Islam ist oft auch eine Form der Autoaggression gegen die eingebildete eigene spirituelle Leere.

    Der Westen wird ja als so übel angesehen, dass Sympathie einfach jedem seiner Gegner gelten muss. Die geistige Gymnastik, die zu den höchst gestelzten manirierten Behauptungen wie in diesem tweet benötigt wird, ist schon beeindruckend und atemberaubend.

    h/t an Adrian

      • Inwiefern würde „Angst vor Islamisierung“ etwas mit „spiitueller Leere“ zu tun haben?

        So kann nur ein Religiöser mit gespaltener Zunge reden.

        Dies ist ein Angehöriger der Sekte der Neuen oder Progressiven Globalen Linken, die den Islam ausdrücklich begrüssen und ohne Umschreife mit denen die Friedenspfeife rauchen und ihnen den Dolch zuschiebt zum Kampf gegen den Westen.

        So zum Thema „provokante These“.

        Aber was nicht falsch daran ist?

        Weiss ich nicht! Aber „spirituell“ nicht gesteuerte Menschen geniessen das Leben lieber als einer irren Weltanschauung hinterherzulaufen, die Jeden nur rumkommandieren will. Und deshalb werden sie von Glaubensfanatikern (und Ideologen) gehasst.

        Das kommt eigentlich schön in diesem Beschwören von Angst heraus.

        @Ih, mutig oder ehrlich, also männliche Tugenden, ist das nicht. (weibliche Tugenden sind´s natürlich auch 😉

        • Es geht dabei um Vertrauen in die Stärke der eigenen Kultur. Wer seine eigene Kultur als sinnvoll und gut erlebt, der muss zwar immer noch überlegene militärische Macht fürchten, nicht aber, dass ein Neuankömmling dem Reiz dieser Kultur hin zur Integration und Assimilation nicht verfallen könnte sondern lieber seine eigene verbreitet. Wenn man also nicht die militärische Stärke fürchtet (wozu es beim Islam wenig Grund gibt), sondern die Kultur, dann ist das ein ziemlich direktes Misstrauensvotum gegen die eigene Kultur.

          Und dafür gibt es durchaus gute Gründe. Ncht zuletzt die Tatsache, dass unsere Kultur Feminismus produziert hat.

          • „ein ziemlich direktes Misstrauensvotum gegen die eigene Kultur.“

            Könnte man so sehen. Aber diese Kultur besteht sicher nicht in „spiritueller Leere“. Das ist eine Unterstellung von denen, die eine andere Kultur wollen als die derzeit existente. Und die arbeiten am liebsten mit Unterstellungen.

          • Spirituelle Leere ist bestimmt nicht die Ursache vom Antiamerikanismus von dem Knowles-twitter Post weiter unten, wo er die Idee der Menschenrechte angreift, die bekannterweise durch „unveräusserliche Ausstattungen Gottes“ begründet wird.

            Und genau die gleichen Typen haben dann aber unendlich viel Sympathie für den Islam und und und

            Alles andere als „spirituelle Leere“ also.

          • „Spirituelle Leere“ ist natürlich als Bezeichnung dafür ziemlich unscharf. Es ist eine Art Variable, mit der man arbeiten kann ohne wirklich beschreiben zu können, was gemeint ist. Man wird das Problem der „spirituellen Leere“ jedenfalls nicht gelöst bekommen, indem man sich einem Bibelkreis anschließt oder den esoterischen Geistheiler seiner Wahl um Hilfe bittet.

  17. „I believe that the “believe all women” vision of feminism unintentionally fetishizes women. Women are no longer human and flawed. They are Truth personified. They are above reproach.“

    mobile.nytimes.com/2017/11/28/opinion/metoo-sexual-harassment-believe-women.html

    Genau darum geht es im Feminismus 🙂

    Ein sehr ungewöhnlicher Kommentar, wie er sonst in der New York Times nicht zu lesen ist.

    „I believe that it’s condescending to think that women and their claims can’t stand up to interrogation and can’t handle skepticism. I believe that facts serve feminists far better than faith. That due process is better than mob rule.“

    –Y> Feminist Mob Rule

    Feminism hurts women, too.

    „The same year that Ms. Morgan claims Mr. Franken stalked her, Arianna Huffington did a photo shoot for The New York Post with the then-comedian, in which he is pictured grabbing her butt and her breast. ….
    In fact, as she reports, she was in on the joke and grabbing Mr. Franken right back.“

    Alles Fake.

    „Arianna Huffington isn’t an uncomplicated figure: She has been accused of overlooking sexual misconduct at her company. But do we not believe that she knows what happened to her?“

    Das kann alles eine Inszenierung sein, inklusive der feministischen Hexenprozess-Opfer, von den 180-Grad gewendeten erst auf Freie Liebe machenden und jetzt die Menschheit als generalverdächtigende Sexfeinde heimsuchenden altgewordenen „Gegenkultur“.

    „From time immemorial, men have been allowed to just be people while women have had to be women.“

    Das ist jetzt aber gar nicht wahr. Die Rollen eines Mannes waren in den alten Zeiten sicherlich härter und nicht laxer, wie geradezu beiläufig vermittelt werden soll.

    „I thought feminism was supposed to liberate us from this flattening of our identity. It’s supposed to allow us to just be people, too.“

    Das war falsch, weil die Männer nie frei waren oder die „Unterdrücker“. Die Realtäten der Männer waren von harter Arbeit und Einsatz bestimmt und es gab kein rosiges Leben, wie der Feminismus suggeriert. Deshalb empfinden die Männer diesen Anspruchs-Feminismus, der Freiheiten fordert, unter der Lüge diese seien für die anderen schon da, dann ist natülich klar, dass man etwas Besonderes sein will. Feminismus ist ein Überlegenheitskult und dessen liebste Beschäftigung besteht zur Zeit in der Anschuldigung wegen Misshandlungen oder Missachtungen.

    „“Trust but verify” may not have the same ring as “believe all women.” But it’s a far better policy.“

    Eine bessere, aber das ist ja nur theoretisch so …..

    Immerhin mal eine abweichende Meinung.

  18. Das hier ist antiamerikanisch hoch drei, indem einfach der säkulare Charakter der Verfassung geleugnet wird, weil es auf den Verweis auf Gott aufbaut.

    „Secular nations aren’t founded on the notion that its people are endowed by their Creator with certain unalienable rights.“

    Sicher eine einmalige Sache für einen Staat, sich derart auf das Individuum zu berufen und dann strikt un-religiös organisiert ist.

    Genau *das* hassen so Leute wie Michael Knowles, die ein System mit viel mehr Zwang wollen. Wie es ja leider in den meisten Gegenden dieser Welt so ist.

    Diese Feinde der Freiheit unterstellen immer nur den freien Nationen alle anderen zu unterdrücken. Und das ist der Kernjob der „politischen Lnken“.

  19. Frauen können sich halt nicht irren und das ist das Ergebnis:

    „Wenn man die Besten haben will, bekommt man meistens Männer. Das ist nahezu überall so und hat seine Ursache in weiblicher Selektion.“

  20. Wenn es um die Verteidigung eines (französischen) Islamisten vor Vergewaltigungsvorwürfen geht, kennen links-regressive Zeitschriften wie der New Yorker nix. In diesem Abschnitt hier kommt so ziemlich alles zueinander:

    „And yet the Ramadan affair has never been simply about whether Ramadan committed the crimes for which he is charged, or even about the suffering he allegedly inflicted on his accusers. Ramadan, who has taken a leave of absence from Oxford, claims that he is the victim of a campaign of defamation. His closest supporters have raised cries of a Zionist conspiracy, a theory echoed by his fundamentalist brother Hani. Ramadan’s adversaries in the French establishment have been quick to seize upon the accusations as an opportunity to discredit their own critics. On November 5th, Manuel Valls, who served as Interior Minister, and then Prime Minister, under President François Hollande, denounced Ramadan’s intellectual interlocutors as “complicit” in his alleged crimes. Valls, the son of Spanish immigrants, is a hard-line secularist who has helped make a home for anti-Muslim demagoguery, as well as anti-Roma prejudice, in the Socialist Party. (He has described the very concept of Islamophobia as the “Trojan horse” of Salafists.) As Prime Minister, he helped push through the temporary emergency measures proclaimed after the terrorist attacks in 2015, parts of which have now been written into law, and thus normalized, under President Emmanuel Macron.“

    https://www.newyorker.com/news/news-desk/how-the-tariq-ramadan-scandal-derailed-the-balancetonporc-movement-in-france

    Nur ein (recht unwesentliches, aber bezeichnendes) Detail dieser Islamisten-Apologetik: Vals wird ganz unironisch als „hard-line secularist“ bezeichnet. Ein „islamophober“ Komplott wird vom New Yorker beschworen, in dem nicht zuletzt auch eine „zionistische Verschwörung“ eine Rolle spielen könnte.

    Natürlich verströmt so ein Artikel nicht nur punktuell den penetranten Aasgeruch des progressiven Antisemitismus, hier eine gleich folgende en passent Gleichsetzung „Islamophobie“ mit dem Antisemitismus:

    „It is perhaps no coincidence that Plenel, the president of Mediapart, had skewered Valls in his 2014 book, “Pour les musulmans,” an eloquent critique of Islamophobia in French public life, which was inspired by Émile Zola’s 1896 denunciation of anti-Semitism, “Pour les juifs.”“

    Und um dieser Gleichsetzung Glaubwürdigkeit zu geben, muss Plenel noch als „Kritiker“ des Islamisten Ramadan hingestellt werden:

    „In fact, Plenel was responsible for publishing a five-part profile of Ramadan, by Mathieu Magnaudeix, which portrayed him as an authoritarian, egotistical “showman” who “built his renown on a mix of bad buzz (him against the élite) and a seduction worthy of the best televangelists.”“

    Was natürlich die übliche Relativierung des Islam mit dem Christentum ist. Wenn Ramadan wie der „beste Televangelist“ ist, dann kann er doch nicht wirklich übel sein…

    Widerwärtig auch solche Exkurse:

    „Since the shooting at its offices, in January, 2015, Charlie Hebdo has acquired a halo of martyrdom, and “Je Suis Charlie” has become a motto almost as sacred as “liberté, egalité, fraternité.”“

    Was dem Islam erspart wird, wird ausgerechnet dem Säkularismus angehängt: eine Verächtlichmachung des „Heiligen“. Und es wird so getan, als hätten die Hebdo-Redaktion sich als Märtyrer opfern wollen.

    Es ist unglaublich, wie viel sublimer Hass in diesem Stück zu finden ist.

    Hier wird nochmal der Säkularismus angeschwärzt, die orientalistisch-islamophile Tendenz tritt klar hervor:

    „As Joan Wallach Scott argues in her new book, “Sex and Secularism,” the idea of the repressive yet lustful Muslim patriarch has long served to deflect attention from French society’s discrimination against women, just as Muslim women’s “purported state of abjection” has been held up as “the antithesis of whatever ‘equality’ means in the West.”“

    Hier wird so getan als sei der Begriff der „Gleichheit“ zuerst ein Schild zum Abwehren von Sexismus-Vorwürfen. Man kennt diese paranoide „Logik“ aus dem Gender-Feminismus zum Abwinken („pinkwashing“ etc).

    –weiter->

  21. „You could just as easily find videos of Christians doing terrible things.“

    Dass ein Jesuit solidarisch mit dem Islam ist, kommt mir ganz logisch vor. Die trauern ihrer verlorenen Macht nach, beneiden den Islam und solidarisieren sich daher mit ihrer Konkurrenz.

    Genau das gleiche Erklärungsmuster greift bei der Progressiven Linken, die ja praktisch auch eine Religion sind.

    Und so teilen Katholische Kirche und Progressive Linke neuerdings sogar die Ziele, auch der Jargon der Linken fehlt hier nicht: „It is a naked attempt to make Muslims into the „other,“

    „…precisely the tactic taken by Nazis towards the Jews, and by all such regimes that seek to increase division and foment hatred. It is also manifestly sinful, because it tramples on the dignity of individuals and groups, increases the misery of minorities and stirs up violence.“

    Genau die gleiche Lüge: die Moslems als die neuen Juden.

    Man kann von Trumps Amoralitäten halten was man will, aber es ist schon sehr auffällig, dass er vor allem diejenigen so richtig aus der Reserve lockt, die wesentlich tiefer verwurzelte und viel besser rationalisierte Vorurteile zu haben scheinen. Und so gesehen leistet Trump immer noch einen guten Job. Übrigens auch beim Wirtschaftswachstum, was ja zu erwarten war. Wer Moral und Ethik präferiert, ist bei Politikern ohnehin an der falschen Adresse. Allerdings auch bei Leuten, die für sowas eigentlich da sein sollten wie Herr Martin.

    • „…. If politicians and faith leaders were half as exercised by Islamism as they have been by @realDonaldTrump’s tweets, they might begin to understand how best to eradicate it.“

  22. Das hier sollte eine Verteidigung von Marx und seiner berüchtigten Schrift „zur Judenfrage“ sein – die antisemitischen Versatzstücke in dieser Schrift hätten keine Rolle gespielt und wären angeblich ganz anders als der damalige Antisemitismus gewesen und daher sei Marx auch kein Pate für den neuen linken Antisemitismus.

    https://thinktankboy.wordpress.com/2017/10/24/karl-marx-und-die-judenfrage/

    Frappierend ist nur, dass Marx Idee vom „Geist“ praktisch die gleiche wie die der „sozialen Konstruktion“ zu sein scheint. Beidesmale haben wir hier eine unbestimmte, übersinnliche, metaphysische Entität, die mit den Menschen in Wechselwirkung steht – sie werden vom „Geist“ geformt und weiterhin formen sie den „Geist“ wieder. Das ist es, was die Marxisten mit „Dialektik“ meinen, bzw mit „dialektischem Materialismus“. Und jetzt nennt sich das „soziale Konstruktion“.

    Die Bemühungen Marx vom Antisemitismus freizusprechen werden sehr, sehr wohl verständlich, da das ganze moderne linke Narrativ vom bösen Geld, vom bösen Kapitalismus und der angeblichen „Entfremdung“ hier in Marx Text einen klaren Vorläufer hat. Oder wie kam diese linke Idee der „Entfremdung“ sonst zustande, wenn nicht die antisemitische Vorstellung von der Fremdheit und Entfremdung der Juden dafür Pate stand?!

    Marx wird im Aufsatz hier zB so zitiert: „Der Jude hat sich auf jüdische Weise emanzipiert, nicht nur, indem er sich die Geldmacht angeeignet, sondern indem durch ihn und ohne ihn das Geld zur Weltmacht und der praktische Judengeist zum praktischen Geist der christlichen Völker geworden ist.“

    Eine allseits akzeptierte Verteidigung von Marx (Haury, zustimmend vom Aufsatz zitiert) behauptet — man kann das gut auf das kleine Zitat oben beziehen: „Marx macht „die Juden“ oder „das Judentum“ weder historisch noch moralisch für „Geld“ oder „Schacher“ verantwortlich ….:“

    Aber dafür wird ein „Judengeist“ dafür verantwortlich gemacht, er hätte sich die GeldMACHT *angeeignet*, wurde dadurch sogar zur *Weltmacht*! Der Ton des Ganzen ist natürlich moralisierend und impliziert auch, dass dies ein unerwünschter Zustand wäre.

    „… noch wird die bürgerliche Gesellschaft als Produkt der Juden behauptet … Es ist die bürgerliche Gesellschaft, die Marx kritisieren und verändern will. …“

    Aber sicher — das „zum praktischen Geist der christlichen Völker geworden“ bedeutet nichts anderes. Der Verteidiger, Thomas Haury, versucht offenbar am Problem vorbeizudiskutieren und in die Irre zu führen…. Denn diese „bürgerliche Gesellschaft“ wäre nach Marx ja längst eine, die vom „Judengeist“ dominiert wäre.

    Und es geht weiter: „Auch stellt Marx „den Juden“ in keiner Form als mächtigen Feind, als „wahren Herrscher“, Verschwörer oder Drahtzieher im Hintergrund dar.“

    Und was ist das mit dem „Judengeist“?! Das ist doch alles das – „mächtiger Feind“, „wahrer Herrscher“, etc, nur abstrakter ausgedrückt.
    Heute heisst das „Entfremdung von der Natur“, „zergliedernder Verstand“, „technischer Fortschritt“ ….

    „An keiner Stelle stellt Marx in irgendeiner Weise die Frage nach der Schuld von Personen oder Kollektiven, geschweige denn weist er diese den Juden oder der jüdischen Religion zu.“

    Ja, natürlich nicht. Denn als Kollektivist kennt Marx keinen autonom handelnden Menschen, sondern dieser ist immer in einer „Matrix“, in Wechselwirkung mit dem „Geist“, der „sozialen Konstruktion“ oder wie auch immer unterwegs. Und dieser „Materialismus“ von Marx (der eigentlich ein rein metaphysischer Materialismus, also Metaphysik, ist) kennt keine Handlungsfreiheit und keine Ethik und keine Moral – die ja angeblich alles Mystifikationen seien…. Das will der Verteidiger von Marx nicht wissen? Ich meine, dies ist nur so zu erklären, dass er *dreist* lügt.

    „Insbesondere auf der Ebene der Denkstrukturen finden sich, wie aus diesen Zitaten deutlich wird, bei Marx gerade nicht die Kennzeichen des modernen Antisemitismus.“

    Aber sicher. Denn der „Judengeist“ ist nichts anderes als die „jüdische Rasse“. Beides sind Vorstellungen, die eine Gruppe von Menschen definieren sollen und denen *essentialistisch* Eigenschaften zugeschrieben werden, wie zB das mit der „Entfremdung“ bzw „Gier“.

    Das Marx Schrift selbst unbedeutend gewesen sei, wie im Aufsatz dann versichert wird:

    „Rezeptionsgeschichtliche Untersuchungen belegen zudem eine marginale Verbreitung sowie einen geringen Einfluss des frühen Marxschen Textes auf Theorie wie Politik der Arbeiterbewegung.“

    kann nicht wichtig sein, da die echten Marxisten immer strikte Ideologen waren und der ganzen Bewegung die Ideologie vorgaben. Da sollte es einfach keine Rolle spielen, welche Schrift von Marx populärer ist und welche kaum gelesen wurde.

    „… ungleich populärer war allerdings der Brief von Friedrich Engels „Über den Antisemitismus“ in dem er sich gegen die Gleichsetzung von Juden und Kapital wandte und auf die tausenden jüdischen Proletarier verwies, die in elendsten Verhältnissen lebten. … Für den linken Antisemitismus, für die Ausbildung des antisemitischen Antizionismus, waren, ohne die Affinitäten von Marxismus-Leninismus und Antisemitismus zu negieren, ganz andere Faktoren als der Marxsche Text „Zur Judenfrage“ maßgeblich.“

    Der linke Antisemitismus, der dem vom Marx ähnelt, der taucht ja auch erst in den letzten Jahrzehnten auf. Auch brauch er gar nicht unmittelbar auf dieser gewissen Schrift vom Marx beruhen, sondern kann einfach entlang marxistischer Denkmuster sich spontan neu gebildet haben.

    Der Antikapitalismus, das Leitmotif der Linken, mit seinen Vehikeln von „Entfremdung“, „Gier“, „Machtmissbrauch“ könnte also nichts anderes als ein neu verpackter Antisemitismus sein. Nicht nur das, er wäre der Zwillingsbruder des rechten Antisemitismus, der nur leicht anders hergeleitet ist.

    • Und das ist dann eine Erklärung dafür, dass der Antisemitismus im Zentrum des „Intersektionalismus“ steht, dass der Rassismus seine merkwürdige Renaissance feiert und die „Israelkritik“ bei linken Parteien zunehmend identitätsstiftend wird.

    • Es ist noch interessanter, nach der philosophischen Einordnung Marx zu fragen!
      Marx ist wie ein antiker Augur, der eine Eingeweideschau abhält und daraus einen positiven Ausgang der Schlacht zwischen zwei Gruppen, zwei Armeen, vorhersagt. Das greift einfach auf das Schicksal zurück, auf Vorhersagen, wie die utopistische Ankündigung der zukünftigen Gesellschaft.

      Insofern ist Horoskop auch mit Marxismus verwandt 😀

  23. Das bezieht sich auf einen Vorfall vor zwei Jahren, an den ich mich gar nicht erinnern kann.

    https://pbs.twimg.com/media/DP9mv72XcAAEXVO

    Man wünscht jeder Feministin einen Sohn und keinem Jungen eine feministische Mutter.

    Drauf gestoßen bin ich über diesen Tweet

  24. Auch in der Schweiz wird von den Feinden von Demokratie und Rechtsstaat die Unschuldsvermutung in Frage gestellt und bekämpft:

    SP will Beweislast im Fall von sexueller Belästigung umkehren

    https://www.nzz.ch/schweiz/die-sp-nimmt-belaestiger-ins-visier-ld.1334446

    (h/t genderama heute)

    „Das Gleichstellungsgesetz sieht eine solche Beweislasterleichterung bereits für andere Formen der Diskriminierung vor, etwa beim Lohn oder bei (Nicht-)Beförderungen.“

    Ja, wunderbar, so sichert das antidemokratische Toxin allmählich in die Gesellschaft ein…. Und jeder hält sowas für „normal“.

    „Schärer glaubt nicht, dass jemand eine andere Person leichtfertig der sexuellen Belästigung bezichtigt. «Es ist ein sehr schambehaftetes Thema – man erfindet normalerweise nicht solche Geschichten, nur um jemandem eins auszuwischen.»

    Im besten Fall ist dieser Schärer schwachköpfig dumm, im schlimmsten Fall ein perfider Lügner.

    Die NZZ macht in diesem Fall keine gute Figur und lässt die Feinde von Demokratie und Rechtsstaat viel zu gut aussehen. Und genau das sind es – Leute, die eine autoritäre, undemokratische Gesellschaft anstreben, wie sie zB die Sowjetunion war.

  25. –> Werbung für eine terroristische Vereinigung, StGB-Volksverhetzung …

    Die Besonderheiten Deutschlands sollten im Kampf gegen die Allianz der progressiven Linken mit dem Islamismus genutzt werden ….

  26. „Führungspositionen sollen künftig mit beiden Geschlechtern besetzt werden, fordert die Frauen-Gruppe der SPD. Man müsse vorleben, was man von anderen fordere.“

    http://www.zeit.de/wissen/2017-12/gleichstellung-frauen-spd-doppelspitze-elke-ferner

    „Die Frauen in der SPD wollen beim Bundesparteitag in der kommenden Woche erwirken, dass künftig für alle Führungsämter Doppelspitzen aus je einer Frau und einem Mann möglich werden – bis hin zum Amt des Parteivorsitzenden. Das berichtet die Rheinische Post unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Änderungsantrag. … Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) …“

    Super! Hoffentlich macht die SPD das! Ein deutlicher Schritt in Richtung Unterschreiten der 5%-Hürde, sehr zu begrüssen 🙂

    Wir brauchen aber nicht nur „Frauen“, wir brauchen unbedingt ausgewiesene *Feministinnen* für den Job. Antje Schrupp, erneuern Sie bitte diese Ihre Forderung JETZT!

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