Zusammenfassung methodische Empfehlungen für feministische Forschung

Hat jemand das als Quelle in Textform?

17 Gedanken zu “Zusammenfassung methodische Empfehlungen für feministische Forschung

  1. Aus der gleichen Quelle:

    If Women’s Studies is to contribute to the cause of women’s emancipation, then women in the academic field have to use their scholarship and knowledge towards this end.
    If they consciously do so they will realize that their own existence as women and scholars is a contradictory one

    O-HA!

    As women they are affected by sexist oppression together with other women, and as scholars they share the privileges of the (male) academic elite

    …ach so…

    • Warum gibt man diesen Feministinnen nicht ein eigenes Land, wo sie ohne Männer leben können? Hawaii wäre doch gut, das ist schön weit weg von allen Männern. Oder Madagaskar, da gibt es auch keine großen Raubtiere. Nach deren Überzeugen wären sie doch ohne Männer nicht mehr unterdrückt.

  2. @Christian

    Ich habe den Originaltext von Maria Mies nicht finden können, aber die Jahreszahl der Veröffentlichung stimmt auch nicht. Alle Verweise, die ich gesehen habe, weisen auf das Jahr 1978 hin.
    Sicherlich ist 1983 das Publikationsdatum der englischen Übersetzung.

    Dafür habe ich einen interessanten Text auf Deutsch gefunden, der ihre Gedankengänge noch einmal komprimiert darstellt (Strukturierung mit Bindestrichen von mir):

    „1978 formulierte Maria Mies die (nicht unumstrittenen) „Methodischen Postulate der Frauenforschung“, in denen sie u.a. folgende Organisationsprinzipien für die Frauenforschung formuliert:

    – bewusste Parteilichkeit für die Aufhebung der Frauenunterdrückung, die Sicht von unten, d.h. Forschung aus der Sicht der Unterdrückten,

    – die Integration der Forschung in die aktive Praxis, um konkrete Emanzipationsprozesse voranzutreiben, und das Prinzip der Veränderung des Status quo als dynamisches Element des Erkenntnisprozesses (vgl. Mies 1978; auch Treibel 1994: 70).
    Eine solche aktionistisch ausgerichtete feministische Wissenschaft folgt nach diesem Verständnis nicht (nur) irgendwelchen Forschungslücken, sondern ist

    – an den strategischen Erfordernissen der politischen, mit emanzipatorischen Zielen verknüpften Praxis ausgerichtet.

    – Mit diesem Anspruch wurden Vorstellungen einer ‚objektiven’ Wissenschaft, wie sie in der herrschenden Sozialwissenschaft vertreten wurden, abgelehnt, da deutlich wurde, dass diese trotz ihres Anspruchs auf Objektivität mit der Ausklammerung des weiblichen Lebenszusammenhangs und historischer Geschehnisse wie der Ersten Frauenbewegung wichtige Teile gesellschaftlicher Wirklichkeit unerforscht gelassen hatten.
    Wie die Sichtbarmachung solcher blinden Flecken deutlich machte, hatte Wissenschaft implizit nur
    männliche Lebenswelten in den Blick genommen und war damit keineswegs objektiv.“

    Tanja Carstensen & Melanie Groß „Feminismen: Strömungen, Widersprüche und Herausforderungen“ (2006)

    Mit der Einschränkung „nicht unumstritten“ wird klar, dass es verschiedene (politische) Strömungen innerhalb des Feminismus und auch des akademischen Feminismus gibt und nicht, wie der angelsächsische OP suggeriert einen einzigen.

    Der Standpunkt, den Mies vertritt war übrigens kein genuin feministischer, sondern 1977 ein in der eher radikaleren Linken weit verbreitet. Die übersetzte Komprimierung nimmt hingegen Zuspitzungen vor, die ich ein wenig holprig finde. Gelinde gesagt.

    Vielleicht liegt es an der US-Mentalität, aber das mit der „Vulgarisierung“ von Denkweisen finde ich ziemlich bemerkenswert.

    • Ja, erinnert stark an den dialektischen Materialismus sowjetischer Prägung, nach dem nur der Standpunkt des Proletariats (sprich: der Führung der KPDSU) objektive Richtigkeit beanspruchen kann, denn in ihm verkörpern sich die Gesetze der Geschichte.

      Demnach nahm Trotzki im Krieg Russlands gegen Polen 1920 an, dass Russland gewinnen müsste, „denn wir haben ein historisches Rechtauf den Sieg“. Sie haben dann aber verloren.

  3. „“Frau muss das selbst in die Hand nehmen!“ – Für die Soziologie-Professorin Maria Mies, geboren 1931, muss Wissenschaft dem Leben nutzen. „Man kann nicht warten, bis sich etwas ändert, das reicht nicht.“ Maria Mies gehört zu den Mitbegründerinnen der deutschen Frauenforschung.“

    https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/erlebtegeschichten/miesmaria102.html

    Aha, nicht erst mit Gender zog die ausgesprochene Antiwissenschaftlichkeit in die „Frauenforschung“ ein. Der WDR verpackt das geschickt propagandistisch und keiner kann sich mehr vorstellen, dass das finstere Mittelalter mitten unter uns ist, normalisiert von den quasi-staatlichen Medien eines Landes, das vorgeblich absolut ablehnend gegenüber solcher politischen Scharlatanerie, die sich als Wissenschaft ausgibt, ist.

    Dieser ganze Hokuspokus ist hoffentlich dabei gerade zu scheitern. Bitte ohne grossen Knall & nur mit einem leisen Wimmern.

    • Na das sieht doch zumindest nach der originalen Übersetzung aus!
      Von 1979 – noch nicht mal Jahreszahlen richtig niederschreiben können diese Dumpfbacken!

      • Ist doch auch logisch, dass die keine Originalzitate mögen! Bloss nicht festlegen.

        Es ist doch ein unglaublicher Skandal, dass solche Leute Professor waren, Wissenschaftsland Deutschland LOL
        Die ermuntern aktiv zu JEDER FÄLSCHUNG, wenn sie nur den politischen Zielen dient. Ja, sie predigen, dass die politischen Ziele jedes Detail dieser „Wissenschaft“ (in REVERSE) automatisch vorgeben oder so gestaltet sein sollen!
        So sieht ein bedeutender Teil der deutschen „Wissenschaftslandschaft“, der völlig entbehrlich ist. Im Gegenteil: diesen organisierten Negativismus, der sich für die Weltrettung hält und nur ein Schema ist andere rumzuschubbsen, brauch kein Mensch. Sonne Kackscheisse.

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