Bei Männern, die einen Herzstillstand erleiden, machen Leute vor Ort eher eine Herzdruckmassage als bei Frauen

Eine interessante Studie, die ich im Original leider nicht gefunden habe, in der die Forscher  bei der Auswertung von Akten dazu gekommen sein sollen, dass Umstehende bei Männern, die einen Herzstillstand erleiden, eher eine Wiederbelebung mittels Herzdruckmassage durchführen, zumindest in den USA:

Das Ergebnis: nur 39% der Frauen, die einen Herzstillstand in der Öffentlichkeit erleiden, bekommen eine notwendige Herzdruckmassage. Männer, die sich in der gleichen Situation befinden, erhalten hingegen in 45% der Fälle Hilfe. Schätzungen der Gesundheitswissenschaftler zufolge haben sie damit eine 23% höhere Überlebenschance als Frauen.

Dieser Unterschied tritt nur auf, wenn der Herzstillstand in der Öffentlichkeit stattfindet. Bei einer Herzdruckmassage sollte der Ersthelfer ungefähr 100 Mal pro Minute so kräftig auf die Mitte des Oberkörpers drücken, dass dieser etwa fünf Zentimeter tief einsinkt. Die Studienautorin Audrey Blewer von der University of Pennsylvania in Philadelphia vermutet, dass viele Menschen unsicher sind, ob sie Frauen in der Öffentlichkeit im Brustbereich berühren dürfen.

Es wäre interessant, dass näher aufzuschlüsseln. Anzunehmen wäre ja, dass es für Frauen kein so großes Problem darstellt wie für Männer und daher bei den Frauen eher Frauen Ersthelfer sein müssten. Ich vermute mal, man wird auch eher zuwarten, ob es nicht jemand anderes macht, wenn man die Frau nicht anfassen will.

Interessant wäre auch, was „in der Öffentlichkeit“ bedeutet und was dort abschreckt: Schlicht der Umstand, dass jemand anderen einen als Belästiger ansehen könnte oder ist es eher so, dass man außerhalb der Öffentlichkeit die Leute eher kennt?

Dass mehr Hemmungen bestehen eine Frau anzufassen ist aus meiner Sicht gut verständlich. Irrt man sich und sagt dann später „ich dachte sie hat einen Herzanfall“, dann steht man eher blöd dar.  Auch erstaunlich in einer Rape Culture.

Eine andere Idee, die ich gelesen habe, als ich versuchte, die Studie zu finden, ist, dass man immer mit männlichen Puppen trainiert und bei Brüsten im Weg eher das Gefühl hat, dass man es nicht kann. Dass würde aber nicht erklären, dass es nur auftritt, wenn der Anfall in der Öffentlichkeit stattfindet.

 

54 Gedanken zu “Bei Männern, die einen Herzstillstand erleiden, machen Leute vor Ort eher eine Herzdruckmassage als bei Frauen

  1. Bin mir nicht mehr sicher auf welcher Seite ich es gelesen habe, aber das Strafmaß für unterlassene Hilfeleistung ist geringer als das Strafmaß für sexuelle Belästigung.

    Ich hätte wohl kein Problem einer 40 jährigen Muddi oder ner ne Herzdruckmassage zu verpassen. Bei einer jungen Frau mit bunten Haaren und Undercut würde ich aber eventuell ins Nachdenken kommen…

    • Das war bei Danisch.

      Ist mE aber Murks, da ja hier die Hilfe unterlassen wird, um die schwerere Straftat zu verschleiern, gilt diese selbstverständlich!

        • Verstehe ich auch nicht. Welche Straftat soll denn verschleiert werden?
          Es geht hier ja nicht um eine tatsächlich begangene sexuelle Belästigung oder das Ausnutzen einer Notlage, sondern darum, dass einem Helfer unterstellt wird, er würde die Situation ausnutzen – obwohl er gerade Erste Hilfe gemäß § 323c StGB leisten.

          @jk:
          „Nach meinem Kenntnisstand ist in Deutschland noch nie ein Ersthelfer aufgrund der Erste-Hilfe-Maßnahmen straf- oder zivilrechtlich belangt worden.“
          Nein, tatsächlich wird man als Ersthelfer nicht belangt, wenn man hilft. Noch nicht.
          Und genau da liegt ja der Grund für die leicht sarkastische Diskussion.
          Vor ein paar Jahren wäre auch noch niemand auf die Idee gekommen, Frauen einen Persilschein auszustellen, die sich auf der Besetzungscouch hochgefi…t haben

          • Ich hätte folgenden Vorschlag: Bestraft wird in jeden Fall wegen sexueller Belästigung, und wenn keine Wiederbelebung versucht wird, kommt zusätzlich das Strafmaß für unterlassene Hilfeleistung drauf.

            Dann hat man wieder genug Motivation.

      • Kurz noch zur Erläuterung:

        Soweit ich mich erinnere, wird für den Fall, dass jemand mit einer Strafe eine andere Strafe verschleiert, das Strafmaß der stärker bestraften Strafe genutzt.

        Typiesches Beispiel: Herbeiführen einer Nuklearen Explosion (2J), Raubmordtotschlagkopieren (5J).
        Wenn ich nun – hypothetisch – meine – hypothetisch – externe Festplatte mit (mutmaßlich) illegalen Kopien durch eine kleine Atomexplosion unlesbar mache, sind als Strafmaß eben nicht die 2J sondern die 5J ausschlaggebend
        (So hatte ich das zumindest mal von einem Juristen verstanden)

        (Völlig ohne Gewähr, ich bin ja ein anständiger Mensch und kein Jurist 🙂 )

        In diesem Fall hier hat aber bloggenersteve bereits einen Kernpunkt meines Kommentares erläutert.

  2. Danisch hat vor 2 Tagen schon etwas dazu geschrieben.

    § 184i Sexuelle Belästigung

    (1) Wer eine andere Person in sexuell bestimmter Weise körperlich berührt und dadurch belästigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn nicht die Tat in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.

    […]

    Wenn schon ein Griff ans Knie die Karriere kosten kann, möchte Mann vielleicht nicht so genau wissen was bei einem Griff an die Brust passiert. Schließlich weiß man ja nicht vorher ob nicht vielleicht später ein Beobachter genau gesehen haben will, dass man die Frau nur befummeln wollte. Kommt dann noch hinzu, dass man den Oberkörper ggf. bis auf den BH frei machen muss…

    Unterlassene Hilfeleistung wird in der Regel mit Geldstrafe bis maximal 1 Jahr bestraft. Es ist also eine rationale Entscheidung die Finger davon zu lassen. Mit einem einfachen Notruf kommt man ggf. sogar völlig straflos davon.

    In den USA sieht es diesbezüglich ja eher schlimmer als besser aus.

  3. sollte der Ersthelfer ungefähr 100 Mal pro Minute so kräftig auf die Mitte des Oberkörpers drücken, dass dieser etwa fünf Zentimeter tief einsinkt

    Das erscheint mir sehr schwierig und anstrengend, und würde mich zumindest zögern lassen.
    Es heißt ja immer, man könne nichts wirklich falsch machen, und ein paar gebrochene Rippen seien weniger schlimm, als tot zu sein.
    Dennoch würde ich mich wohl eher nach einem verfügbaren Defibrillator umsehen.

    • Als ich Saniausbildung beim Bund gemacht habe, hiess es immer, dass der Ersthelfer immer mit einem Bein im Knast steht, da nach Ersthilfe auch gern geklagt wird. Und das war weit vor den grossen Sexismusdebatten…

    • Es ist auch sehr schwierig und ich weiß auch nicht, ob ich mich das in einer solchen Situation tatsächlich trauen würde…
      Und hast man damals beim Erste Hilfe Kurs sogar ziemlich deutlich gesagt, dass man sich vom Knacken nicht rausbringen lassen soll, da es völlig normal ist, dass die Rippen brechen, wenn man es richtig macht.

      • „Und hast man damals beim Erste Hilfe Kurs sogar ziemlich deutlich gesagt, dass man sich vom Knacken nicht rausbringen lassen soll, da es völlig normal ist, dass die Rippen brechen, wenn man es richtig macht.“
        So ein gefährlicher Unfug.
        Ich glaube, du hast entweder den Sarkasmus des Kursleiters nicht verstanden, weil du ein Millenial bist( keine Meta-Ebenen-Intellignz), oder du redest bewusst Unfug.

        • „So ein gefährlicher Unfug.
          Ich glaube, du hast entweder den Sarkasmus des Kursleiters nicht verstanden, weil du ein Millenial bist( keine Meta-Ebenen-Intellignz), oder du redest bewusst Unfug.“

          Also, zum einen drückt man nicht auf die Rippen, sondern auf das Brustbein.
          Und das kann durchaus bei der Herzmassage brechen. Und auch da muss ich Miria in Schutz nehmen, mein Onkel ist Chirurg und der sagte auch, dass das Brustbein bei der Wiederbelebung relativ schnell bricht und man sich davon nicht beeindrucken lassen soll.

    • Punkt 1: Anstrengend ist es. Sicherlich. Aber letztlich auch weniger als man denkt. Schließlich ist man – gerade als Laie – so mit Adrenalin geflutet, dass man davon verhältnismäßig wenig mitbekommt.

      Punkt 2: Man kann WIRKLICH nichts falsch machen. Außer man macht eben KEINE Herzdruckmassage.

      Punkt 3: Ohne Herzdruckmassage nützt auch der Defibrillator nichts. Abgesehen davon, dass es auch Herzkreislaufstillstände gibt, bei denen der Defibrillator keinen Nutzen hat. Sondern nur die Herzdruckmassage.

      @bloggendersteve:
      Nach meinem Kenntnisstand ist in Deutschland noch nie ein Ersthelfer aufgrund der Erste-Hilfe-Maßnahmen straf- oder zivilrechtlich belangt worden.
      Ich halte das für hanebüchenen Unfug, was euch da erzählt wurde.

      • „Nach meinem Kenntnisstand ist in Deutschland noch nie ein Ersthelfer aufgrund der Erste-Hilfe-Maßnahmen straf- oder zivilrechtlich belangt worden.“

        Die Studie bezieht sich auf die USA. Und ist insofern ein Hinweis, wozu die immer drastischere Gesetzgebung eben führen kann.

        Ist natürlich auch eine Art Maßnahme, die den Gender Age Gap reduziert. Aber in der Richtung (nämlich nach unten) hätte ich mir einen solchen Ausgleich durchaus nicht gewünscht.

    • Es gibt da so Vereine, bei denen kann man sich in Erster Hilfe ausbilden lassen. DRK zum Beispiel.
      Sollte man sowieso nach ein paar Jahren mal wieder auffrischen lassen, der Kurs zum Führerschein dürfte bei vielen ohnehin schon viel zu lang her sein.
      Dort gibt es mittlerweile auch Puppen, an denen man u.a. die Herzdruckmassage lernen und üben kann.
      Und ja – es ist anstrengend… 😉

    • Die FREQUENZ des Pressens sollte 100/min sein, das heißt nicht , dass frau 100 mal drücken sollte.
      Ein Gewehr kann eine Feuerrate von 1000/min haben, aber wenn nur 30 Schuss im Magazin sind, muss man nach 2 Sekunden Magazin wechseln, und bringt am Ende in einer Minute mehr Zeit mit wechseln als mit schießen zu.
      Aber während man schießt, sind es 1000/min bzw. 16/sec.
      Mir wurde beigebracht, nach ca. 15 mal pressen kurze Pause, und erneut prüfen ob das Herz schlägt.
      Jedenfalls, 100 mal pressen am Stück, und dann noch innerhalb einer Minute, ist ein Missverständnis.
      Kann eher schaden, wenn der Kreislauf wieder geht, und man dann weiter hämmert, das könnte z.B. die Atmung behindern.

      • Es ist mir schon klar, dass es sich um die Frequenz (ca. 1.7 Hz) handelt. Allerdings hatte ich angenommen, dass der Vorgang einige Minuten notwendig sein kann.
        Interessant wäre, welche Kraft aufgewendet werden muss, um den Brustkorb niederzudrücken. Dann könnte man die nötige Leistung abschätzen.

        • Die Kraft ist jederzeit auch von eine zierlichen Frau aufzubringen, indem man nämlich seinen Körperschwerpunkt über den Brustbereich der Person bringt, und sich mit beiden Hânden quasi darauf stützt, und mitdem Oberkörper auf und ab wippt. Mit den übereinander gelegten Händen dosiert man die Kraft, die man durch das Wippen auf den Brustkorb der Person ausübt.
          Dann nach etwa 10-20 Sekunden auf Puls bzw. Herzschlag und evtl. Atmung prüfen. Es empfiehlt sich auch immer, vorher und nahher die Freiheit der Atemwege zu prüfen, weil wenn die Person keine Luft mehr bekommt, nützt auv die Herzmassage nix.
          Aber wie Einige hier schon sagten, bei einer weiblichen Person besser nur den Notarzt rufen, denn die Person ist niht einwilligungsfähig, und im Nachhinein kann jede körperliche Berührung als sexuelle Belästigung ausgelegt werden.
          Dies hängt nicht von objektiven Kriterien ab, sondern vom subjektiven Empfinden der Frau, ob sie die Berührung als sexuell empfunden hat.
          Bei Muslimas würde ich hie auch sehr vorsichtig sein, die wird nämlich im Sinne des Korans bei Berührung durch einen nicht familienangehörigen Mann, und besinders drch einen Ungläubigen verunreinigt.
          In einem moslemischen Land könnte Mann hierfür gesteingt werden.
          Bei Kindern muss man natürlich bei der Druckmassage eh vorsichtiger sein.

  4. Interessant wäre auch, was „in der Öffentlichkeit“ bedeutet und was dort abschreckt: Schlicht der Umstand, dass jemand anderen einen als Belästiger ansehen könnte, oder ist es eher so, dass man außerhalb der Öffentlichkeit die Leute eher kennt?

    Bei letzterer Annahme wird ja der Unterschied zwischen Männern und Frauen nicht erklärt.

      • Beatmen macht nur Sinn, wenn das Herz schlägt. Sonst würde der Sauerstoff gar nicht transportiert werden.
        Das ist der Grund, weshalb man sich auf die Herzdruckmassage konzentrieren soll.

        Ich kann’s nur immer wiederholen: der Feminismus kommt in erster Linie die Frauen teuer zu stehen.
        Angesichts der Diskussionen in den Medien in den letzten Tagen würde ich es mir auch zweimal überlegen, ob ich in so einer Situation helfen würde.

        Ich erinnere mich, dass man zuerst beengende Kleidung entfernen soll. Da ich praktisch immer ein Gärtnermesser in der Tasche habe, würde ich in dem Fall wohl nach Hochschieben des Pullis und Öffnen der Bluse den BH in der Mitte aufschneiden.

        Und wenn dann jemand auftaucht und mich mit Messer über einer halbentkleideten Frau auf dem Boden sieht, …

        Wir leben in einer Zeit, in der Männern immer erfolgreicher alles Schlechte dieser Welt angedichtet wird. Da ist es besser, wenn mann sich gar nicht erst in missverständliche Situationen bringt.

        • „Da ich praktisch immer ein Gärtnermesser in der Tasche habe, würde ich in dem Fall wohl nach Hochschieben des Pullis und Öffnen der Bluse den BH in der Mitte aufschneiden.“

          Vorsicht beim Beschädigen von Kleidung! Mein Fahrlehrer hat im letzten Jahrtausend noch im Unterricht erzählt, dass ein Mann, der einem verunfallten Motorradfahrer zweifellos das Bein gerettet hatte, dazu verurteilt wurde die von ihm angeschnittene Lederhose zu ersetzen.

          Mir wurde wiederholt Mund-zu-Nase-Beatmung beigebracht (im Wechsel mit Herzdruckmassage), keine Ahnung, wann das aus der Mode gekommen sein sollte?

          Meine (ehemalige) Krankenkasse hatte mir übrigens auch postnatal kostenfreie Erste-Hilfe-Kurse für Säuglinge angeboten, die ich natürlich dankbar annahm. An winzigen Spezial-Puppen zu Üben was man machen müsste, wenn ein Kind sich an einem Kleinteil verschluckt hätte, oder die (Besonderheiten einer) Herzmassage, oder das Vorgehen bei Vergiftungen durchsprechen etc., halte ich für sehr sehr sinnvoll, das könnte man m.M.n. Allen Eltern antragen (von alleine wär ich nämlich auch nicht auf die Idee gekommen). Das beruhigt ungemein.

          • „Mir wurde wiederholt Mund-zu-Nase-Beatmung beigebracht (im Wechsel mit Herzdruckmassage), keine Ahnung, wann das aus der Mode gekommen sein sollte?“

            Hatte ich auch noch gelernt. Ist aber mindestens seit 10 Jahren obsolet.
            Und es ist auch nachvollziehbar.
            Eine Beatmung ist sinnlos, wenn das Herz nicht schlägt.

          • Ganz so sinnlos war das nicht, denn macht hat es ja abwechselnd gemacht. Aber die Erfahrung hat wohl gezeigt, dass reine Herzmassage (meistens) effektiver ist. Man sollte ja auch seine Kräfte schonen, jedenfalls wenn man allein ist. Zu zweit ist Beatmung sinnvoll.

      • Ich hatte das so verstanden, dass man ab und zu mal kontrollieren solle, ob das Herz wieder schlägt, und wenn, ob die Atmung wieder einsetzt? Weil man, wenn das Herz (wieder) schlägt, das Unfallopfer oder je, nachdem, auch wieder eigenständig atmen muss.

        Den Spruch mit den Brüchen kenne ich aber von verschiedenen Quellen.
        Tenor: eine gebrochene Rippe hat genug Zeit zu heilen, wenn die Person erstmal wiederbelebt ist.

  5. Eigentlich wäre ja genau das gegenteilige Ergebnis zu erwarten. Frauen wird eher schließlich geholfen als Männern.

    Interessant wäre auch ein Vergleich zu früheren Zeiten. Gibt es überhaupt einen Trend?

  6. Die feministisch korrekte Intepretation liegt jedenfalls auf der Hand:
    In Lebensbedrohlichen Situationen hilft man einem Mann und lässt eine Frau halt verrecken.
    Weil Frauenhass.

  7. Zwei aufeinanderfolgende Reaktionen:
    1. Schadenfreude. Das liegt vermutlich daran, dass ich davon angepisst bin, dass in den letzten Wochen mal wieder Männer in Kollektivhaft genommen wurden (metoo). Wir lernen: Feminischismus ist toxisch.
    2. Dann die Erkenntnis, dass nicht alle Frauen Femischistinnen sind, sie also nichts dafür können und damit der Vorsatz, im Notfall zu helfen.

  8. Ich kriege immer mehr den Eindruck, dass die Gleichstellungs Dogmatiker keine Ahnung haben, wo das enden kann. Die machen Frauen z.Zt. zu Unberührbaren und Heiligen Kühen. Kann vielleicht ein Inder mal was dazu sagen?

    • Wenn Männer Gedanken lesen und in die Zukunft sehen könnten, würde die feministische Zukunftsvision vielleicht sogar funktionieren.

      So aber werden Frauen immer mehr zu Denunzianten, in deren Gegenwart man höchste Aufmerksamkeit auf das was man tut und sagt legen muss.

    • Bin zwar kein Inder.
      Aber gleichzeitig Pariah und Heilige, das ist doch eigentlich genau richtig beschrieben.
      Während ich nachdachte, wie ich(siehe hier https://allesevolution.wordpress.com/2017/11/18/selbstmach-samstag-164-18-11-2017/#comment-319992)am besten stimmig die Hypothese aufbaue, dass die selektive Wahrnehmung der FeministInnen die Diskriminierung und rollengemäßige Mehrbelastung von Männern und Jungen wesentlich aufgund von Narzissmus verdrängt, habe ich mich gefragt:
      ob die (laut Hypothese auf narzisstisch getriggerterr selektiver Wahrnehmung erklärbaren) Widersprüche feministischer Argumentationen á la
      „Wir sind für Gleichberechtigung, aber nicht von Männern, wir sind gegen Sexismus, aber nicht, wenn er gegen Männer geht, wir sind für gleiche Bezahlung von Frauen, aber nicht für gleiche Leistung, wir sind das bessere, stärkere Geschlecht, aber wir sind die universellen Opfer“ usw.,
      bei Männern und Jungs nicht so etwas wie „Double Bind“ erzeugt, was laut WP in Menschengruppen im Umgang miteinander Symptome ähnlich der Schizophrenie erzeugt.
      Ich frage mich andererseits, ob Schizophrene nicht etwa diese Widersprüchlichkeit selbst erst ausstrahlen, also ihre Schizophrenie auf die Umgebung projizieren.
      Wenn aber feministischer Narzissmus in Double Bind und damit schizoiden Reaktionen bei Männern resultiert, ist dann ein schizoides Beziehungsschema (oder Geschlechterrollenschema) eine mögliche Konsequenz von Narzissmus?
      Kann man z.B. gewalttätige Ausraster eines Partners in einer Zweierbeziehung mit schizoiden Mustern als resultierend aus dem Narzissmus des anderen Beziehungspartners erklären?
      Man kennt ja das Phänomen der Ko-Abhängigkeit von Frauen, die mit Alkoholikern liiert sind, gibt es dementsprechend eine Art „Ko-Schizophrenität“ bei Partnern von Narzisstinnen?
      Ich kenne mich damit nicht wirklich aus, aber gibt es eine Beziehung von Narzissmus zu Schizophrenität, bzw. eine häufige Komorbidität?
      Erzeugt Narzissmus bei Müttern/weiblichen Bezugspersonen vielleicht schizoides Verhalten oder Hyperaktivität bei (Klein-)Kindern?

      • „Kann man z.B. gewalttätige Ausraster eines Partners in einer Zweierbeziehung mit schizoiden Mustern als resultierend aus dem Narzissmus des anderen Beziehungspartners erklären“

        männliche Gewalt gegen Frauen ist sowieso meisten nur Notwehr, aus einer seelischen Ausnahmesituation heraus, die durch vorangegangene ungeahndete, verdeckte Aggressionen oder Psychoterror der Frau erzeugt wurde. Wenn es sich aufstaut und irgendwann entlädt (der Aufstau entsteht ja oft auch nur durch die verinnerlichte Gewalthemmung gegenüber Frauen, die insofern schädlich ist) trifft es dann irgendeine Falsche, die als Blitzableiter herhalten muss. (Ist aber eigentlich auch egal, da Männer ja auch kollektiv haftbar für die Ausrutscher einzelner gemacht werden)
        Anders verhält es sich natürlich bei überlegt und gezielt eingesetzter Gewalt gegen Frauen, wenn z.B. eine Nutte gefügig gemacht werden soll. Da liegt natürlich keine vorherige Schuld der Frau vor.

  9. Zu gefährlich, kostet Mühe und man kriegt unter Umständen noch eine Klage an den Hals. Und seit dem #metoo Nonsense hast du zudem noch die Gefahr der sozialen Ächtung, von der Gefahr des Grabschgesetzes ganz abgesehen. Nein danke. Ich kann auch noch gut schlafen wenn eine unbekannte Frau ohne meine Hilfe verreckt. Das interessiert mich null.

  10. Konstruktiver Beitrag:
    Einfach nur das machen, was man sich zutraut.

    Bei Nachfrage (wenn überhaupt) aussagen, dass man nur das machte, was man sich zutraute.

  11. „Eine andere Idee, die ich gelesen habe, als ich versuchte, die Studie zu finden, ist, dass man immer mit männlichen Puppen trainiert und bei Brüsten im Weg eher das Gefühl hat, dass man es nicht kann. Dass würde aber nicht erklären, dass es nur auftritt, wenn der Anfall in der Öffentlichkeit stattfindet.“

    Weißt Du das überhaupt? Also dass im Privatbereich kein Gender Gap bezüglich Erster Hilfe bestünde?
    Zwar hab ich gelesen, dass sich in 80 % der Erste Hilfe-Maßnahmen geleistet von Amateuren Notleidender und Nothelfer persönlich bekannt waren, aber was ich las war vollkommen geschlechterneutral gehalten.

    • Ich glaube, wenn wir jetzt Statistiken suchen, welches Geschlecht als ErsthelferIn wie oft hilft(ich meine dirket, durch HLM etc.), unabhängig, wer geholfen bekommt, wird es dermaßen schmächlich für die Frauen, dass ich alle hier DARUM BITTE, es zu LASSEN.
      So sehr möchte ich Frauen nicht durch den Schmutz ziehen lassen, selbst wenn es die Wahrheit ist. Sie sind ja oft feministisch indoktrinert, sich ruhig mal öfter wie asozialster Abschaum aufzuführen, und ihnen wied von Femis eingeredet, auch sowieso völlig inkompetent zu sein.

      Mal ganz unabhängig davon, wie oft Frauen, wenn sie überhaupt mal Wiederbelebung versuchen, das eher bei Frauen oder bei Männern tun.
      Und Feministinnen, naja, die helfen ja nicht mal schwer verletzten Klleinkindern, indem sie wenigsten 112 rufen. Also bei Jungs.
      Je mehr Jungs verrecken, desto besser für Feministinnen. Ohne Zeugen kann man so sehr gut seinen Teil zur Ausrottung der Männer beitragen.

      • Es fällt mir oft, selbst in seriösen Veröffentlichungen auf, daß sehr gezielt darauf geachtet wird, geschlechtergetrennte Betrachtungen dort bewusst wegzulassen, wo sie ein schlechtes Bild auf Frauen werfen. Das ist schon sehr auffällig und zeigt wieder mal schön in welcher Weise heutzutage versucht wird Wirklichkeit zu konstruieren.

      • Wie es der Zufall so will, ist gestern Abend direkt vor unserem Haus ein älterer Herr aus der Nachbarschaft zunächst bewusstlos umgekippt und dann setzten Atmung und Herzschlag aus. Erste Hilfe geleistet haben (wahrlich eine kleine Ewigkeit lang) zwei auch nicht mehr ganz junge Damen aus der Nachbarschaft, obwohl – zufällig – auch mindestens 20 Männer anwesend waren.

        Warum?

        Weil diese Beiden über Jahrzehnte Berufserfahrung in Alten- bzw. Krankenpflege verfügen, d.h. sie konnten die Situation richtig einschätzen, wussten, was sie tun mussten, haben das wahrscheinlich jeweils schon dutzende Male gemacht, und sie sind durch ihre Profession ohnehin so konditioniert, dass sie natürlich fraglos helfen müssen in solchen Notfällen.

        Angesichts der weiblichen Überzahl in allen medizinischen Care-Berufen (mit Ausnahme von höchstens noch Sanitäter), halte ich es für gar nicht mal unwahrscheinlich, dass auch privat-geleistete Nothilfe tatsächlich mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden könnte (wirklich amateurhaft ist die dann allerdings nicht).

        P.S. es war ne ziemlich knappe Kiste, aber für den Moment wenigstens ist das Leben dieses Nachbarn gerettet.

  12. Verdammt, da ist mir doch der WAHRE Grund eingefallen, warum Männer öfter eine Herzmassage bekommen: Deutlich mehr Männer haben überhaupt ein Herz, viele Frauen haben dort wo bei Männern das Herz ist eigentlich nur einen Automaten der erst dann anspringt wenn die passende Geldkarte eingeschoben wird.
    Verdammt – dabei war die Antwort doch so einfach. ^^

    • Was ist denn der Tarif, wenn man Frau eine Herzmassage machen darf, ist der individuell oder gibt es dafür eine Gebührenordnung?
      Bzw. wie erfàhrt man den konkreten Preis?

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