18 Gedanken zu “Sprache richtig gendern: Eine eigene Endung für Männer ist dringend erforderlich

  1. Auch wenn es eigentlich Satire ist, finde ich die Idee gut. Vor allem kann man so auch sehr gut mögliche Verbündete erkennen. Ich bin eh der Meinung, dass man gerade bei den negativ besetzten Wörtern generell die weibliche Form verwenden sollte. Statt Täter Täterin, statt Mörder Mörderin, statt Kinderficker Kinderfickerin usw. Das sollte man auch tun, wenn es sich um einen Mann handelt sozusagen als Gegengewicht zu den Beschreibungen in den Massenmedien.

    • Das ist überaus interessant, hat das schon mal jemand analysiert ob in feministischen Blättern wie der TAZ z.B., die gendergerechte Begriffe verwenden bei negativen Begriffen das auch gemacht wird, oder ob da nur die männliche Form verwendet wird ?
      Das etwa gedruckt wird BeamtInnen aber nur schlicht Mörder, nicht MörderInnen ?
      Ich habe nie darauf geachtet, man sollte es mal zielgerichtet beobachten.

  2. „ist dringend erforderlich“

    Nein, das ist der Strohmann.

    Aber wenn man an einer betont „geschlechtergerechten“ Alternative zum normalen Deutsch interessiert wäre, wäre dies der beste Ansatz.

    Allerdings gab es noch nie eine an Gerechtigkeit oder Gleichheit interessierte Feministin in Deutschland.

    Also müssen wir alle „Liebe Frauen im besonderen und liebe Menschen im allgemeinen“ sagen.
    Vielleicht besser als „Liebe Daseienden“

  3. Jetzt wird mir erstmal klar wie unterdrückt ich die ganze Zeit war. Der verdammte Gynozentrismus versucht uns Männer mit dem generischen Maskulinum unsichtbar zu machen! Werfen wir diese Fesseln ab, Brüder! Wir fordern das echte Maskulinum!

    Und als Ausgleich für tausende Jahre Unterdrückung außerdem: Freie Nutten und Koks für alle!!!!111

  4. Stimmt das, was Danisch schreibt?

    Im Russischen gibt es sprachlich für alles zwei Formen, sogar der Familienname wird unterschieden (Gorbatschows Frau heißt Gorbatschowa), dort fordern die Feministinnen aber im Rahmen der Gleich-Anerkennung ausdrücklich, mit den männlichen Formen benannt zu werden. Die wollen Feuerwehrmann und nicht Feuerwehrfrau sein […] Ging’s also nur darum, etwas zu finden, womit man überall meckern, töbern und sich wichtig machen kann, was auch die allerniedrigsten Tieffliegerinnen nachschwätzen können? So ne Proletariatsparole?
    http://www.danisch.de/blog/2012/12/30/uber-die-lacherlichkeit-des-bundesverfassungsgerichts

    Eigentlich geht’s ja nicht darum, irgendwas bestimmtes zu wollen, sondern wie ein kleines Kind im Supermarkt permanent zu maulen, ich will dies, ich will das, hauptsäche sich darüber wichtig zu machen, immer irgendetwas anderes zu fordern, als man gerade hat. Es geht immer nur darum, unzufrieden zu sein und von allen anderen – also den Männern – anderes zu fordern, als man gerade hat. Hier in Europa wollten Feministinnen, dass sie immer mit der femininen Form angesprochen werden, weil es das generische Maskulinum gibt, um „als Frau sichtbar” zu werden. Russische Feministinnen dagegen forderten das Gegenteil: Weil die Sprache dort viel deutlicher zwischen maskulinum und femininum unterscheidet, wollten sie dort mit den männlichen Formen angesprochen werden, um nicht als Frau abgewertet zu werden. Egal, wie man es macht, sie wollen es immer andersherum. Geht nicht um ein Ziel, geht nur darum, immer unzufrieden zu sein und sich zu beschweren, dass einem irgendwas nicht passt.
    http://www.danisch.de/blog/2016/08/28/feminismus-heute-so-morgen-andersrum

    Aber davon ab. Dass es den Genderideologen nur darum geht, Streit zu provozieren, scheint mir offensichtlich. Sprache wird nicht mehr sprechbar, wenn überhaupt nur noch schriftlich handhabbar. Wie künftig ein*e Deutschlehrer*in seinen/ihren Schüler*innen so etwas beibringt, was niemand sprechen kann, wird noch interessant. Es gäbe auch eine einfachere Lösung, die in der feministischen Sprachwissenschaft schon in den 70ern vorgeschlagen wurde und praktikabel anwendbar wäre. Aber man will die Leute eben nerven.

    • Steht doch heute bei „lollipops4equality“ zur Generation Y:
      „Wir sind die Generation „Vielleicht“, also die die sich nicht festlegen wollen, sei es im Beruf, im Alltag oder in der Liebe – so zumindest das Klischee. Oft wird geschimpft über diese „Millennials“. Verweichlicht sollen wir sein, keinen Durchhaltewillen haben und sowieso, wollen wir alles auf dem Präsentierteller serviert bekommen.“
      So bennnt eine Y-Schneeflocke das Klischee. Lustigerweise widerlegt sie dieses in ihrer Rechtfertigunb in keinster Weise, eher im Gegenteil !

  5. Ich finde es ja lustig, mit welchen Mitteln die Leute versuchen, sich aus der selbst geschaffen Bredouille zu befreien. Man erschafft jetzt alle möglichen Kräfte und Tuenden (sind Bäcker jetzt Backkräfte oder Backende?) und vermeidet den Singular (der ja dummerweise einen Artikel erfordert). Die SPD hat es besonders schwer: Genosse und Genossin lässt sich damit nicht zusammenbringen. So verschleift man es leicht: Liebe Genossnngenossnn. Schön ist das nicht, aber darauf kommt’s ja nicht an.

    • Wie, die erdreisten sich echt noch, “ Genoss‘ „zu sagen?
      War mir echt neu.
      Heißt das nicht „Markenartikel“?

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