Email an Frau Näser-Lather von Reverse

Ich habe Frau Näser-Lather mal eine Email geschickt

Hallo Frau Dr. Näser-Lather,

ich habe gelesen, dass Sie in einem Forschungsprojekt zu antifeministischen Diskursen schreiben und dachte ich eröffne einmal einen Dialog mit Ihnen. 
 
Ich betreibe einen Blog, auf dem einiges an antifeministischen Diskurs stattfindet und auch viele Studien aus der Biologie, die man entsprechend einordnen können, besprochen werden:
 
Es handelt sich aus meiner Sicht um den größten deutschen Blog zu diesem Thema und ich habe etwa 120.000 Zugriffe pro Monat. 
 
Eine Übersicht gerade zu Argumenten für Geschlechterunterschiede finden sie hier:
 
 
Evolutionsbiologische Argumentatitionen finden sie hier:
 
Und Feminismuskritik hier:
 
 
Ich bin auch bereits auf Artikel eingegangen, die Gender Studies gegen Unwissenschaftlichkeit in Schutz nehmen:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gerne veröffentliche ich auch einen Gastbeitrag von ihnen, wenn sie etwas Feedback zu bestimmten Kritikpunkten haben wollen, die sie an der Kritik anbringen (…)

Ich kenne mich in den evolutionären und biologischen Argumentationen sehr gut aus und würde mich freuen, wenn ich Ihnen in dem Bereich helfen kann. 
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Christian Schmidt

 

41 Gedanken zu “Email an Frau Näser-Lather von Reverse

  1. „…und dachte ich eröffne einmal einen Dialog mit Ihnen. “

    Dialog… Was ist das denn Unanständiges wird sie sich gedacht haben. Ob sie dann noch weiter liest…

    Dennoch, gute Idee!!

  2. Ich denke, die wird sih eher in die Enge getrieben fühlen von so einer „toxischen Belästigung“.
    Wie ein Mafioso vom Staatsanwalt.
    Ich würde eher plädieren für „Lock her up!“

  3. Sehr schön. Voller freundlicher Sachlichkeit die diskursive Konfrontation zu suchen dürfte eine sehr gute Strategie sein. Dagegen lassen sich nicht so leicht halbwegs einsichtige Argumente finden.

    Aber ich befürchte, der Effekt ist doch nur der Raumgewinn. Einem echten Diskurs können sich Genderisten nicht stellen, weil sie wissen, dass sie keine Chance haben. Denn dass Rationalität und Logik als Unterdrückungsinstrumente des Patriarchats gesehen werden, bedeutet ja vor allem, dass sich Frauen darin Männern hoffnungslos unterlegen fühlen (zurecht, wie ich meine).

    • „Denn dass Rationalität und Logik als Unterdrückungsinstrumente des Patriarchats gesehen werden, bedeutet ja vor allem, dass sich Frauen darin Männern hoffnungslos unterlegen fühlen “

      Siehst du falsch.

      Nicht Frauen sind das problem, sondern Feministen/Genderisten. Die Männer darunter stehen den weiblichen Feministen absolut in nichts nach.
      Siehe Kemper, Gesterkamp, Kimmel, Rosenbrock, Rosowski.
      Oder gleich das ganze Bundesforum Männer.

      • Wenigstens einer, der sich noch an „sexistischer Kackscheiße“ stört. Ich war schon beunruhigt. Ich habe allerdings nirgendwo gesagt, dass „Frauen ein Problem“ wären.

  4. Das gefällt mir! Sehr sogar. Hab gelacht, danke.

    Dieses Mail ist in seiner Höflichkeit und Klarheit auf so sanfte Weise selbstbewußt, daß jedem nicht völlig stumpfsinnigem Gegner eigentlich sofort einsichtig sein muß, daß er/sie zeimlich schlechte Karten hat.

    Man könnte sie noch auf Camile Paglia, Christina Hoff Summers, Jordan Peterson, Richard Dawkins, Steven Pinker etc. hinweisen, falls die Kapazitäten von REVERSE sich auch an internationl bekannten Intellektuellen versuchen wollen.
    Sie werden ja nicht nur „Hate Speech“ analysieren, das viele Geld will ja gut benützt sein.

  5. Suboptimal ist die mangelnde Grammatik. Das wirkt ein bißchen dilettantisch. Christian, da mußt du sowieso nachbessern. Wie bist du eigentlich zum Abitur damit gekommen? 🙂

    Versuche mal allgemein deine sprachliche Finesse zu verbessern. Da kannst du durchaus etwas von Frauen lernen.

    Ich betreibe einen Blog, auf dem einiges an antifeministischen Diskurs stattfindet und auch viele Studien aus der Biologie, die man entsprechend einordnen können, besprochen werden:

    Also das tut wirklich weh. Auf deinem Blog finden also Studien aus der Biologie statt. Alles klar.

  6. Dass daraus wirklich was erwächst, glaube ich auch nicht (bestenfalls eine Randbemerkung, dass es auch unter den Misogynazivergewaltigerkinderfressern ein paar ganz nette gibt, die aber blauäugig übersehen, was sie unterstützen), aber ich heiße den Schritt ebenfalls gut.
    Wie kann denn etwas besser werden, wenn man es nicht einmal versucht? Vielleicht wird auch dieser Dialogversuch abgeblockt, aber er hat niemanden geschadet und vielleicht den Boden für den nächsten bereitet.

    Also gute Aktion, Christian!

    • Dass deren Seite sich auf einen Dialog einlassen wird oder diese Einladung eine irgendwie positv geartete Auswirkung auf das ideologisch schon sehr strikt vorgegebene „Forschungsergebnis“ haben wird glaube ich auch nicht.
      Aber es dokumentiert natürlich deutlich, von welcher Seite Dialog angeboten wird und von welcher der Dialog sabotiert (werden) wird.

      Und vielleicht, ganz klein bisschen vielleicht, schlägt sogar eine kleine Mitarbeiterin des Projektes, die das hier findet, tatsächlich eine Auseinandersetzung mit dem hier geschriebenen vor, noch in der Annahme, da solle tatsächlich wissenschaftlich gearbeitet werden, und macht sich dann Gedanken, warum sie so scharf zurückgepfiffen (oder schlimmeres) wird.

      Sprich: Vielleicht merkt Angesichts des Umgangs mit diesem Angebot mal wieder die ein oder andere die ideologische Borniertheit dahinter.

  7. Die Mail fängt ja schon latent gewalttätig an („eröffnen“), aber diese unverhohlenen Bedrohungen (120.000 Zugriffe) lassen einem den Atem stocken. Dass man das nun der johlenden Masse vorwirft, zeigt nur, was man von so einer „Diskussion“ halten kann. Traurig dass unsere Gesellschaft so etwas zulässt.

  8. Hihi, guter Schachzug.

    Vermutlich wird es enden wie bei der Frankfurter Buchmesse, bei der „die Rechten“ auch Gesprächsangebote abgegeben haben und… ignoriert wurden. Nein nicht ignoriert, belästigt und beklaut.

    Die werden einfach behaupten mit Maskulisten könne man nicht reden, oder sollte man nicht (keine Bühne bieten), man wird über allesevolution schwafeln, es verleumden, es in die rechte Ecke stellen, es weltfremd und sexistisch nennen (was in deren irre ausgedehnten Definitionen sogar stimmt) und empfehlen es zu meiden.

    Alles andere wäre eine echte, positive Überraschung und ist schon deshalb unwahrscheinlich, weil die nicht nachgeben können, ohne ihr Weltbild ändern zu müssen. Man kann einen Priester nicht davon überzeugen, dass es keinen Gott gibt, ein hoffnungsloses Unterfangen. Nichtdestotrotz muss man es versuchen und kann dann mit dem Finger darauf zeigen, bis man eine Mehrheit der Menschen überzeugt hat…

  9. Christian,

    gibs zu, die Mail hast Du mit einem breiten Grinsen im Gesicht abgeschickt 🙂

    Ich übertrage den Text mal mit der geänderten Rahmenbedingung einer Frau Kokett als Empfängerin, die über gängige Vorstellungen über die Hölle forscht:

    „Liebe Frau Kokett,

    mir ist von meinen neuen Gästinnen zugetragen worden, dass Sie die Vorstellungen der Menschen über die Hölle erforschen. Da kam mir die Idee, dass es doch hilfreich wäre, wenn Sie auch das Original, sozusagen als Referenz, kennenlernen könnten. Kommen Sie doch mal zu einem Besuch bei mir vorbei, ich zeige Ihnen alles hier. Als ausgewiesener Frauenfreund unterstütze ich Ihre Arbeit doch sehr gerne. Zu essen gibt es übrigens auch was, mein Barbecue ist weltberühmt. Ich freue mich auf ihr freiwilliges Erscheinen.

    Der Teufel

    P.S. Verzeihen Sie wenn das Pergament nach Schwefel riecht, ich schwöre Ihnen es ist ganz frisch…“

    🙂

  10. Ich denke die werden den Brief eher als Aufforderung verstehen Deinen Blog nach moeglichen Copyright strikes und unklaren Aussagen, die man u.U. als Beleidigungen usw. interpretieren koennte zu durchsuchen. Hoffe Du hast genug fuer den Anwalt gespart, nicht dass Du betteln gehen musst, wie Danisch oder Berger. Hut ab fuer den Mut.

  11. warten wir doch ab, wie die Dame reagiert, und ob sie reagiert.
    Ich bin gespannt.
    Der Doppelname lässt ja vermuten, daß es in ihrem Leben einen Mann gab/gibt.
    Was ich ja brennend gerne mal machen würde wäre ein Dialog mit einem solchen Mann, oder auch dem von der Schwesig oder so.

      • passt irgendwie.

        Man (ich) erlebt in speziellen intellektuellen Kreisen schon sehr seltsame Paare.

        Mir kommt der Gedanke, das ein hochrangiger Armeebefehlshaber ja seine Soldaten -(beta)-Männer im Prinzip als zwar sorgsam zu behandelnde aber notfalls eben auch zu opfernde Mittel zur Erreichung von Zielen sehen muss, also eine Sichtweise, der feministisch – weiblichen nicht ganz unähnlich.

        Wobei ich natürlich nicht übersehe, daß in heutigen westlichen Armeen der Vermeidung eigener Opfer größte Priorität eingeräumt wird, unter Inkaufnahme von „Kollateralschäden“

      • „Selten habe ich mich in meinem Leben so sicher gefühlt“
        (Zitat von Marion)

        Meine Herren! Das klassische Schema: Alpha-Mann beschützt Frau in gefährlicher Gegend und sie verliebt sich. Und so eine macht dann auf feministisch, tatsächlich frage ich mich, was ihr maskuliner Alpha-Mann davon hält.

        Jedenfalls wird sie uns wohl erhalten bleiben, einen Oberst zu beerben, der auch noch lange Zeit im Ausland war, dürfte die meisten finanziellen Sorgen wohl ausräumen, schätze ich…

  12. Coole Idee! Finde ich gut, sich als Antifeminist mal proaktiv an dieser Diskussion zu beteiligen und auch gleich entsprechendes Material zu verlinken und auch Reichweiten zu benennen (Was kann man unter 120.000 Zugriffen pro Monat verstehen? Haben soviele Leute hier gelesen oder hat einer die Seite 120.000-mal aufgerufen? Wie sieht eigentlich die Entwicklung der Zugriffe über die letzten Jahre aus?)
    So geht Angriff. Sehr gut.
    Da bin ich echt mal auf die Reaktionen gespannt.

  13. @Chris, die Genderleute von der Uni Marburg haben das hier rausgegeben:

    https://www.uni-marburg.de/genderzukunft/pub/sonstigepublikationen

    „Die hier zum Download bereitgestellte Broschüre „Genderperspektiven in der Biologie“ von Malin Ah-King behandelt genderbezogene Fragestellungen in verschiedenen Bereichen der Biologie …..“

    Diese einschlägige Programmatik zeigt, dass man der Naturwissenschaft spinnefeind gegenüber ist und diese mit einer „feindlichen Übernahme“ schlucken will, die Biologie unter ideologische Kontrolle stellen will — ganz in der „besten Tradition“ der Eugeniker, Sowjets, Nazis et al!

    Gender-Feminismus ist eben direkt *gegen* Wissenschaft und Rationalismus gerichtet und ein pseudoreligiöser, aber umso fanatischerer, Glaube!

    Schön auch, dass das peinliche Akroym „REVERSE“ unfreiwillig aufzeigt, wie stink-REAKTIONÄR man doch eigentlich ist!

    • Oh Gott!

      Das ist sie übrigens „Malin Ah-King“:

      Quelle: http://www.su.se/english/profiles/malinak-1.283768

      Was ist das eigentlich für ein komischer Name, ich musste unwillkürlich an Afrika denken. Sie sieht aber astrein so aus, wie eine schwedische gender-Tante aussehen muss. Vielleicht ist sie mit einem Schwarzen verheiratet?

      Das pdf hat bedauerlicherweise über 70 Seiten, immerhin ist es auf deutsch, was ja keine Selbstverständlichkeit mehr ist:
      https://www.uni-marburg.de/genderzukunft/pub/sonstigepublikationen/genderperspektivenbiologie.pdf

      Überflogen liest es sich wie eine versucht sachliche Annäherung nach dem Motto: warum nicht auch gender-studies in der Biologie? Man möchte also die Ideologie mehr vertreten wissen, bei der Wahl der Studien und der Interpretation der Ergebnisse. Hoffentlich lässt die Biologie sich nicht solche unproduktiven, unwissenschaftliche Ideologieklötze ans Bein binden…

      Man müsste das pdf aber mal durcharbeiten, um zu sehen, wie die Zielrichtung genau ist. Da sind wir wieder in der Defensive, macht halt schon einen Unterschied, ob das Teil des Berufes ist, oder ob man zu den Dummköpfen zählt, die nebenbei noch was nützliches arbeiten müssen…

      • Dass diese Leute die universitären Biologen ganz handfest an die Kandarre nehmen wollen, zeigen zahlreiche Beispiele, besonders in USA, wie Bret Weinstein (zB twitter.com/BretWeinstein).

        Die Schwedin kann ja auch trans sein, in Bezug auf das Schwarzsein. Oder eine Konvertitin der „Nation of Islam“, die nehmen dann auch solche neuen Namen an…. Muss man nicht gleich so heteronormativ an Heirat denken 😉

      • Schon gleich bei der Begriffsdefinition „Gender“ wirds interessant:

        „In den Gender Studies
        […]
        wird Geschlecht als ein Mechanismus begriffen, über den soziale Positionen, Arbeit, Macht, Ressourcen und Anerkennung different und hierarchisch zugewiesen werden.“ (Zentrum für Gender Studies in Marburg)

        Voraussetzung ist also die Anerkennung hierarchischer Strukturen, nicht der Nachweis, mit dem man sich per Dogma gar nicht erst aufzuhalten braucht.

        Männer sind die Herrscher, die Mächtigen, die Täter, Frauen die Opfer, die Ohnmächtigen, Unterworfenen. Das ist die BASIS, auf der die Gender-„Forschung“ BEGINNT.

        Und schon einen Absatz später beginnen die Relativierungen angesichts konträrer Faktenlagen:
        „Kutschera behauptet, der „Genderismus“ (sein abwertender Sammelbegriff für Genderforschung und Gender Mainstreaming) negiere biologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Dabei bezieht er sich implizit auf radikaldekonstruktivistische Theorien, die in den aktuellen Gender Studies eine eher randständige Position einnehmen beziehungsweise historischen Charakter haben.“

        Das zeichnet den Feminismus im allgemeinen und den Genderismus im besonderen aus: pickt man Aussagen aus der Theorie heraus und widerlegt sie, so sind sie nie repräsentativ gewesen und/oder aus „randständigen Positionen“.

        Dann wird es gewohnt vage.
        Hier nur noch dieses eine Beispiel:
        „Gender Studies machen stattdessen auf die Verschränktheit von biologischen Materialitäten, Kultur und Umweltfaktoren aufmerksam. Das heißt, Geschlechterrollen sind von Zuschreibungen und Normierungen bestimmt, und zwar so stark, dass sich diese körperlich niederschlagen können.“

        Auf diese bahnbrechende Erkenntnis hat die Menscheit also seit 5.000 Jahren gewartet und Mio. von Steuergeldern investiert?
        Ich bin mir sicher, dass das seit mindestens drei Generationen Allgemeinwissen ist und auch so schon formuliert wurde – nicht zuletzt von Charles Darwin.
        .
        Man beachte beim Lesen des Absatzes aber auch das relativierende Wörtchen „können“ am Ende.
        Das macht die Aussage so wertvoll, wie ein „Wenn du 5 € investierst, kannst du nächstes Wochenende im Lotto gewinnen“.

  14. „Schön auch, dass das peinliche Akroym „REVERSE“ unfreiwillig aufzeigt, wie stink-REAKTIONÄR man doch eigentlich ist!“

    Reaktionär ist mir zu unpräzise. In der facettenreichen Geschichte Deutschlands kann das alles bedeuten. Und wenn man den Feminismus auf internationalem Parkett betrachtet, wäre alles zwischen Stalinismus und Ultrakapitalismus drin.

    Beschränken wir uns auf einen wissenschaftlichen Ansatz, dann ist der Feminismus eine Richtung des Kreationismus und das Akronym „REVERSE“, also „umkehren“, bekommt einen interessanten und nach derzeitigem Stand der Diskussion durchaus nachvollziehbaren Sinn.
    Dann würde dieses UMKEHREN als Aufruf, in die vorwissenschaftliche Zeit zurückzukehren, zu verstehen sein. Also in die Zeit, in der die Wahrheit vorgegeben und jede Abweichung mit dem Scheiterhaufen bestraft wurde.

    Ein entsprechendes Analogon treibt gerade im Nahen und Mittleren Osten sein Unwesen und nennt sich „Islamischer Staat“

    • „Reaktionär ist mir zu unpräzise.“

      Wollen diese Gender-Irrationalisten nicht komplett hinter die Aufklärung zurück? Absage des Konzepts vom Individuum, von Unschuldsvermutung, Rationalismus (Naturwissenschaften), das innige Verhältnis zum „emanzipatorischen“ Islam….

      Wenn das nicht erz-REAKTIONÄR ist, was wäre es dann?

      „ist der Feminismus eine Richtung des Kreationismus“

      Nein, ist er nicht — der Kreationismus anerkennt die Naturwissenschaft und möchte lediglich den Glauben dort integrieren. Gender will die Naturwissenschaft ganz abschaffen, weil diese nur ein „patriarchales Konstrukt“ zur Unterdrückung von Frauen usw wäre. Kreationismus ist pseudowissenschaftlich, Gender ist *antiwissenschaftlich*, ein erheblicher Unterschied.

      Wer so tut als seien Gender-Feministinnen wie Kreationisten, verharmlost die Gender-Feministinnen.

      Einen Antisemitismus haben die auch noch drauf, der den Anspruch hätte, absolut gleichberechtigt neben dem mittelalterlichen Antijüdaismus und dem modernen rassistischen Antisemitismus gestellt zu werden! Kann man wohl auch ganz treffend unter „erz-REAKTIONÄR“ verbuchen, btw ….

      • „… der Kreationismus anerkennt die Naturwissenschaft und möchte lediglich den Glauben dort integrieren.“

        Ganz sicher nicht!

        Für den Kreationismus ist der Glaube DIE allumfassende Konstante, der sich alles – auch die Naturwissenschaften – unterzuordnen haben.
        Von Integration kann gar keine Rede sein.
        Blutkreislauf und Gravitation werden sicher nicht geleugnet, da offensichtlich, aber bei der Kugelform der Erde wäre ich mir schon nicht mehr so sicher.

    • „Dann würde dieses UMKEHREN als Aufruf, in die vorwissenschaftliche Zeit zurückzukehren, zu verstehen sein. Also in die Zeit, in der die Wahrheit vorgegeben und jede Abweichung mit dem Scheiterhaufen bestraft wurde.“

      Ganz genauso ist es!

      Gender steht ganz klar in der berüchigten westlichen Tradition christlichen Apokalyptik. Ist die erste Variante (meines Wissens), die dabei so tut als sei sie rein säkular. Hier ist so ein typischer Vertreter dieser Tradition des politisch-religiösen Fanatismus:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Girolamo_Savonarola

      Aber anders kann man den herrschenden Rationalismus auch gar nicht angreifen: Man muss so tun, als sei man Teil davon und da rausgewachsen – im ganzen „Postmodernismus“ geht es um nichts anderes als das.

      • Stimmt, Savonarola würde sich im Feminismus wohl fühlen und sehr gut mit einer Schwarzer, Sarkeesian oder Butler verstehen.

        Aber gegen S. hat am Ende ja auch die Vernunft gesiegt. Was ihm nicht gut bekam 😉

        • Am Ende? LOL.
          Ist die Geschichte schon zu Ende?
          Dass es wieder in die andere Richtung gehen kann, sehen wir doch gerade.

    • Naja, um es mal kurz zu fassen:
      Der Kreationismus „erkennt (zu 99%) DIE ERGEBNISSE DER NATURWISSENSCHAFT an“, wo er sie offensichtlich nicht widerlegen kann, aber subsummiert sie ganz einfach unter sein Gottesparadigma.
      Wie der Feminismus „das Patriarchat“.

      Also wenn der Urknall nachgewiesen ist, sagen sie „Gott hat den Urknall bewirkt“.
      Wenn die Wissenschaft nachwiese, dass der Urknall andere Auslöser hatte, z.B. weil es Mulitversum gibt, in dem sich verschiedene Universen tummeln, und mal angenommen dort ein Universum erlischt, und dafür ein anderes durch Urknall entsteht, dann sagen sie „Gott hat das Multiversum erschaffen, und die Naturgesetze gemacht“.
      Aber sie arbeiten in der Erkenntnistheorie eben nicht wissenschaftlich, sondern weichen immer vor bewiesenen Tatsachen zurück, und setzen den christlichen Gott ganz einfach immer als „Erste Ursache“.

      • Jein. Was du beschreibst trifft auf alle überzeugten Gläubigen zu.

        „Kreationisten“, wie ich sie erlebt habe, nutzen lediglich selektiv Forschungsergebnisse, ihr Markenkern ist die wörtliche Auslegung der Bibel, der sie alles unterordnen müssen. Ein Detail, welches ich erinnere, ist: Gott hat die Welt erst vor 10000 Jahren (oder so um die Drehe herum) geschaffen und zwar so, wie sie jetzt ist, inklusive Dinoknochen im Boden, um die Ungläubigen an der Nase herumzuführen.

        Man setzt also nicht nur Gott an den Anfang, sondern unterstellt ihm auch, dass er faktisch sämtliche erkennbaren Kausalitäten und physikalischen Gesetze manipuliert hat, um alle Rationalisten zu verwirren. Du kannst dich also mit einem Kreationisten über Dinoknochen unterhalten, wenn du hingegen anfängst über deren vermeintliches Aussehen und Alter zu forschen oder zu spekulieren, wird der Kreationist nur sein wissendes Lächeln aufsetzen und dich nicht mehr ernst nehmen. Das ist ja auch der Grund, warum sie die Evolutionstheorie so ablehnen.

  15. Pingback: Geld und Gender – Die Marburger Millionenstudie | man tau

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