137 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 138 (15.11.2017)

  1. Basler Zeitung Standpunkte 05.11.2017, Video

    Karriere? Familie? Frauen in Führungspositionen

    Noch immer gibt es relativ wenig Frauen in Führungspositionen, trotz vieler Anstrengungen. Was sind die Gründe? Werden Frauen benachteiligt, liegen die Ursachen auch bei ihnen selbst? Mit welchen Massnahmen kann der Frauenanteil in den Teppichetagen oder im Bundesrat vergrössert werden, und wie gross sollte er sein?

    https://www.srf.ch/play/tv/basler-zeitung-standpunkte/video/karriere-familie-frauen-in-fuehrungspositionen?id=91f42819-21e0-457c-b155-60ba89c028d5

    Leider komplett in Schweizer Dialekten, aber trotzdem erhellend…

    • In der Tat, beeindruckend geschrieben und richtig.

      Interessant auch, Zitat:
      „Gestalten wie „demon driver“ erfüllen die Funktion von Trollen für die brutalste und gewalttätigste westhegemoniale Herrschaftsagenda seit den 1930ern des letzten Jahrhunderts. Aber an der Bodenlosigkeit des niedrigen Niveaus dieser Leute erkennt man, dass ihre Agenda in den letzten Zuckungen liegt.“

      „demon driver“ ein linksradikaler Troll der übelsten Sorte ist immer noch bei TP unterwegs, während sie mich mehrmals rausgekickt haben, bis ich keine Lust mehr hatte (obwohl ich eigentlich nie trolle).

      Ich vermute dahinter den Freundeskreis von Peter Nowak, der selbst eine krude Mischung aus Kommunist, Antifant und Antideutschem zu sein scheint. Aus irgendeinem Grund darf der sich bei TP immer noch austoben, obwohl sein Niveau unterirdisch und szenetypisch einseitig ist.

  2. Ach, lohnt sich eigentlich nicht – die tägliche Sexismus-Kampagne der ZEIT:
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-11/sexismus-buero-arbeit-maenner-frauen-beziehung
    „Der Erfolg und das Selbstbewusstsein der Frauen macht vielen Männern Angst. Sie reagieren mit Abwertung: Sexistische Zoten und das Gelächter darüber sind ihr Kampfmittel. “

    http://www.zeit.de/kultur/2017-11/preis-der-nationalgalerie-2017-kuenstlerinnen
    „Vier nominierte Künstlerinnen haben sich über den Preis der Nationalgalerie beschwert. Jede Ehrung, die jemanden auf Herkunft oder Geschlecht reduziert, ist wertlos. “
    Jede Quote, die jemanden auf Herkunft oder Geschlecht reduziert, ist wertlos.

    http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2017-11/frauen-karriere-index-sexuelle-uebergriffe-arbeitsplatz-deutschland
    „Eine Umfrage unter 131 Firmen in Deutschland zeigt: In 24 Prozent der befragten Unternehmen kommt es regelmäßig zu Meldungen sexueller Übergriffe am Arbeitsplatz.“
    Natürlich ohne Link zur Studie

  3. Das wird je immer gern als Beweis genommen, wie ungerecht die Welt ist:
    Die reichsten 1 Prozent besitzen mehr als 50 Prozent des globalen Vermögens

    Aber was bedeutet das? Dass die reichsten 1% der Welt 50% der Nahrungsmittel vertilgen, 50% der Smartphones besitzen und 50% der ärztlichen Leistungen in Anspruch nehmen? Doc h wohl nicht.

    Wenn die reichstren 1% einen großen Teil der Firmen besitzen, die billige Produkte für weniger bemittelte Menschen herstellen, wo ist das Problem?

    • Man könnte dieses eine Prozent auch unter die Guillotine legen und ihren Reichtum an die weniger bemittelten Menschen verteilen. Wo wäre das Problem?

      Nee, Reiche sind keine Wohltäter, es sind Ausbeuter, das ist das Problem. Siehe westliche Konzerne, die mit Kinderarbeit in armen Ländern ihre Profite erwirtschaften – eins von vielen möglichen Beispielen.

      • Man könnte dieses eine Prozent auch unter die Guillotine legen und ihren Reichtum an die weniger bemittelten Menschen verteilen. Wo wäre das Problem?
        Man verteilt dann aber keine Nahrungsmittel, Smartphones und Dienstleistungen.

    • Mal davon abgesehen, dass so die einen ohne zu Arbeiten im Jet von einem schönen Flecken auf der Welt zum nächsten reisen während andere teilweise trotz Arbeit nicht in der Lage sind, sich gesundes Essen zu leisten, ist das Problem „Financialisation“ oder kurz gesagt: die Blasenhaftigkeit immer größerer Finanzmärkte mit allen zugehörigen Folgen für Zinsen, Wachstum und Arbeitslosigkeit. Das Problem ist gewissermaßen, dass diese Leute eben nicht 50% der Smartphones, des Essens etc. kaufen, sondern (geschätzt) 99% ihres Einkommens nur reinvestieren, vor allem in Finanzvermögen.

      • 99% ihres Einkommens nur reinvestieren, vor allem in Finanzvermögen
        Aber was springt an tatsächlichem Wohlstand dabei raus? Worin besteht der Reichtum, abgesehen von Bits auf Servern? Er besteht doch allenfalls eine gewisse Macht, die Investitionen in eine bestimmte Richtung zu lenken. Wobei sie da Marktmechanismen folgen, die sie gar nicht in der Hand haben.

        • An tatsächlichem Wohlstand springt dabei absolut gesehen wenig bei raus. Das Problem ist die Verteilung des trotzdem entstehenden Wohlstands. Der Mechanismus ist dabei streng genommen nicht, dass die Reichen immer mehr bekommen, sondern dass die Arbeitenden immer weniger vom Arbeiten haben und dadurch relativ (teilweise auch absolut) weniger bekommen. Denn Geld arbeitet nicht. Für jedes Kapitaleinkommen arbeitet jemand tatsächlich, nur eben nicht der, der das Einkommen bezieht. Es ist kein Zufall, dass die großen Reichtumsfortschritte der 1% in der Ära des Neoliberalismus mit stagnierenden Reallöhnen der breiten Masse einhergingen.

          Aber mein Argument war noch ein anderes, ein rein funktionales. Wirtschaft ist ein Kreislaufsystem und so ein Kreislauf muss leidlich geschlossen sein, wenn er weiter laufen soll.

          • Mechanismus ist dabei streng genommen nicht, dass die Reichen immer mehr bekommen, sondern dass die Arbeitenden immer weniger vom Arbeiten haben und dadurch relativ (teilweise auch absolut) weniger bekommen.

            Aber wo fließen die Produkte der Arbeitenden hin? Produzieren die auf Halde?

          • Nein. Die Arbeitenden können nicht genug produzieren weil niemand das Geld hat um die gekauften Sachen zu kaufen (und zu genießen). Die Folge ist einerseits Arbeitslosigkeit und andererseits ein vermeidbares Minus an realem Wohlstand (= Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen, die das Leben schöner machen) bei allen.

            Möglicherweise ist diese neoliberale Ineffizienz aber gut für Umwelt.

          • Das sehe ich ähnlich. Wenn man mehr Wohlstand für alle will, muss man erreichen, dass die Leute aus der Arbeitslosigkeit herauskommen. Abgesehen davon braucht man die Leute in produktiven Berufen*. Um die Binnenwirtschaft anzukurbeln, muss man tatsächlich den Konsum fördern. Aber eine zu beherzte Umverteilungspolitik bringt nichts, denn die entsprechend anwachsenden Arbeitsplätze entstehen nicht von heute auf morgen. Das System hat eine gewisse Trägheit, und es ist ohnehin riskant, ein komplexes System ruckartig zu verändern.

            Abgesehen davon gibt es zur Zeit wohl eine Umverteilung nach Südostasien, wo der allgemeine Wohlstand stark wächst. Das ist eigentlich bewahrenswert.

            Ich befürchte, die alten Industrieländer werden in Zukunft eher das Problem mangelnder Innovationsfähigkeit haben als ein Gerechtigkeitsproblem. Sie sind vielleicht zu sehr mit Gerechtigkeit beschäftigt. Vielleicht ist der Grund dafür, dass die USA in manchen Bereichen noch innovativ sind (Silicon Valley), deren schwächeres Sozialsystem. Ich glaube, man muss da den richtigen Mittelweg finden zwischen sozialer Absicherung und entfesselter Marktwirtschaft – das eine darf das andere nicht unterbinden.

            * Nochmal zu produktiven Berufen: Eine Krankenschwester verdient deshalb nicht soviel, weil ihre Arbeit ineffizient ist; sie kann nur eine begrenzte Zahl Menschen versorgen. Ein Fernfahrer, der alleine 40 Tonnen Konsumgüter von A nach B transportiert, arbeitet effizienter. Was bringt es, der Krankenschwester mehr zu zahlen, wenn sich davon die Konsumgüter nicht vermehren?

          • Ach so, das wollte ich noch sagen: Das obengesagte ist ein Grund, warum ich Feminismus und einige linke Utopien für gesellschaftsschädlich halte.

          • Ja, man muss eine Balance zwischen Umverteilung und Anreizen finden. Und die richtige Balance kann je nach Situation und Zeit (bzw. Position im kapitalistischen Kreditzyklus) anders sein.

            Die Globalisierung nach Asien sehe ich deutlich kritischer und das schon seit den späten 90ern. Für die Kapitalisten, die diese Produktionsverlagerung organisieren, ist das sehr profitabel. Aber für die breite Masse der Arbeitskräfte näher an einem Nullsummenspiel, bei dem wir die Verlierer sind. Der Trick bei der Globalisierung ist, mit niedrigen Lohn-, Sozial-, und Umweltstandards zu produzieren, aber an die Nachfrage aus den Ländern mit den höheren Standards zu verkaufen. Das ist kein nachhaltiges Wachstumsmodell, denn so sind „die fleissigen Asiaten“ und die „innovativen Kapitalisten und Superleister“ in Wirklichkeit die Parasiten der hiesigen Sozialsysteme. Das kann man ihnen freilich nicht vorwerfen. Aber man sollte es dem Kapital nicht so leicht machen, seine Profite zu bekommen.

          • Für die Kapitalisten, die diese Produktionsverlagerung organisieren, ist das sehr profitabel. […] Aber man sollte es dem Kapital nicht so leicht machen, seine Profite zu bekommen.

            Das ist wieder die monetäre Betrachtungsweise.

            Mal ein Gegenbeispiel: Wenn ein mittelaterlicher Herrscher Steuern eintreibt und Arbeitskräfte bindet (sprich: verheizt) für den Bau seines Schlosses, ergibt sich kein Gewinn an Lebensqualität für die Masse der Menschen. Sie arbeiten umsonst.

            Wenn ein Kapitalist viel geld mit einer Firma verdient, die in Bangladesh billig Klamotten nähen lässt, profiert nicht der Kapitalist, sondern die angestrebte Zielgruppe der Käufer. Die haben dann nämlich ein reales Produkt, im Gegensatz zum Kapitalisten, der zwar viel Geld hat, aber eben als „Wertanlage“. Er finanziert vielleicht noch das Leben seiner faulen, unnutzen Erben, aber der gesellschaftliche Schaden dürfte sich in Grenzen halten. Er verbrät eben nicht so viel Resourcen wie sein mittelalterlicher Vorgänger. Die Arbeitskräfte, die er durch sein unternehmerisches Handeln bindet, bindet er nicht für seinen eigenen Wohlstand, sondern für den der Masse.

            Das ist jetzt stark verkürzt. Mir geht es darum, dass die monetäre Betrachtungsweise zu falschen Annahmen führt, was Reichtum betrifft. Man muss die Güter betrachten, die Produziert werden, nicht die auf Banken liegenden Vermögen.

            Der gute Albrecht Müller hat mal darauf hingewiesen, jedoch mit den falschen Schlussfolgerungen:

            http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=4948
            Denken in real terms, das heißt: die güterwirtschaftliche Betrachtung, wäre angesagt

            Populär übersetzt könnte man sagen: Wir essen Bananen und nicht Dollarnoten. – Mit ständigen Leistungsbilanzüberschüssen häufen wir Forderungen gegenüber anderen Völkerschaften an, wie fast im gesamten letzten Jahrzehnt geschehen. Wir leisten mehr, als wir selbst zur Verfügung haben. Wir leben unterhalb unserer Verhältnisse. […] Auch die meisten deutschen Wissenschaftler haben offenbar nie in ihrer Ausbildung gelernt, in real terms zu denken. Ihnen sind offensichtlich die zugrundeliegenden Welfareeconomics fremd. Diese Erfahrung habe ich übrigens schon 1968 gemacht, als ich von einem Institut der Münchner Universität, wo Welfareconomics intensiv gelehrt und studiert wurden, zum Bundeswirtschaftsministerium in Bonn wechselte und dort auf den Grundsatzreferenten Hans Tietmeyer, den Staatssekretär Klaus von Dohnanyi, den Abteilungsleiter Schlecht und andere Berater des Bundeswirtschaftsministers Karl Schiller traf. Allen war damals schon das monetäre Denken eigen.

            Die monetäre Betrachtungsweise vernebelt tatsächlich das Denken, auch wenn ich Müller sonst nicht zustimme.

            Ich sehe die Globalisierung auch kritisch, vor allem wegen der Schwierigkeiten, die Wirtschaft politisch zu regulieren (im Sinne des Allgemeinwohls). Dazu braucht man globale Abkommen. Ein gewisser Protektionismus mag da ganz richtig sein – auch um den Wohlstandstransfer nach Asien etwas zu dämpfen.

            Siehe Dirk Müller („Mr. Dax“):
            https://www.cashkurs.com/beitrag/erklaerung-zur-freihandelszone-auszug-aus-crashkurs-das-buch-dirk-mueller

            Wir müssen uns bewusst werden, dass der Aufstieg der Menschen in Asien einhergeht mit einem Rückgang des Wohlstands im Westen. Hauptursache dafür ist die Globalisierung. Ohne offene Grenzen wäre durchaus ein Prozess möglich, bei dem beide Seiten profitieren.

            Aber man muss eben behutsam sein. Es hat auch seine Nachteile, wenn wir schlecht ineffiziente Fließbandarbeit (harte eintönige Arbeit) wieder mehr selbst machen müssen.

    • Das Problem liegt darin, dass der Reichtum von den arbeitenden Menschen geschaffen wird und die Reichen ihn sich mit kriminellen Mitteln aneignen. Es findet also eine Umverteilung von unten nach oben statt. Prof. Mausfeld hat diese Zusammenhänge sehr präzise analysiert: http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/171022-Mausfeld_Transkript_Landau_NDS.pdf
      Diese kriminellen Machenschaften sind der Grund für die meisten Probleme, die wir heute haben. Der Feminismus wird von diesen 1% unterstützt und finanziert (Soros), weil er ihnen ins Konzept passt die Solidarität der 99% zu verhindern.

    • Das ist der falsche Denkansatz bzw. die Frage ist schon falsch gestellt.

      „Wenn die reichstren 1% einen großen Teil der Firmen besitzen, die billige Produkte für weniger bemittelte Menschen herstellen, wo ist das Problem?“

      Ein Zirkelschluss, denn warum sind die „weniger Bemittelten“ denn weniger bemittelt? Oder um es mit Brecht zu sagen:

      „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an,
      und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“

      Das ist natürlich eine grobe Verkürzung, aber mit einem gehörigen Anteil Wahrheit drin.

      Wenn du die Zusammenhänge verstehen willst, kommst du aber nicht umhin, dich mit unserem Geldsystem (FIAT-Money, Verschuldung und Wachstumszwang) zu beschäftigen.

      Noch viel wichtiger ist aber, die Hintergründe der (Macht)politik zu erforschen, sozusagen die rote Pille des politischen Erwachens zu schlucken. Warum haben wir z.B. keine echte Demokratie? Warum wird nur eine bestimmte ökonomische Theorie gelehrt (die nachweislich größtenteils falsch ist). Warum gibt es Kriege um Rohstoffe? Warum gibt es Steueroasen? Warum werden Kapitaleinkommen weniger stark besteuert als Arbeitseinkommen? Warum werden Banken gerettet? Warum werden die Nationen vorsätzlich zerstört? Warum gibt es Arbeitslosigkeit, während gleichzeitig noch nicht alle Menschen versorgt sind (ja, das ist ein Widerspruch), warum werden die Universitäten zersetzt und mit Spinnern überflutet? Warum lügen die Medien? usw. usf.

      Du klingst, als wärest du noch ganz am Anfang des Erkenntnisprozesses… am Ende wirst du wissen, warum es ein Problem ist, wenn ganz Wenige das Schicksal der Welt lenken können, während man den Rest am Nasenring führt…

  4. Die Metoo-Kampagne steuert auf ihren Höhepunkt zu: ein regelrechtes Bombardement von Artikeln z.B. auf ZEIT Online. Erinnert mich an den Verlauf der Aufschrei-Kampagne, obwohl man heute nach 4 Jahren das meiste vergessen hat.

    Ich habe einmal angefangen, eine Liste feministischer Kampagnen wie Aufschrei, metoo usw. zusammenzustellen, um eine Basis für Vergleiche zu haben. Ich bin noch nicht richtig fertig, die meisten Kampagnen fanden in den USA statt und man kennt bzw. versteht die Hintergründe nicht immer richtig. Die Themen und Methoden der Kampagnen sind immer wieder gleich.

    Ich habe zunächst nur ein paar Grundlegende Daten zu den Kampagnen erfaßt. Wenn ich es zeitlich schaffe, stelle ich noch ein paar Links zu jeder Kampagne zusammen, die den Anlaß, das (offizielle) Kampagnenziel und den Verlauf beschreibt. Die Liste steht hier:
    Feministische Twitter-Kampagnen.

    • Aus diesem Anlass möchte ich heute eine (leicht angepasste) Kurzgeschichte von Robert Gernhardt zitieren:

      Erlebnis in einem Biergarten
      aus: Die Blusen des Böhmen. Geschichten, Bilder, Geschichten in Bildern und Bilder aus der Geschichte, 1977

      Es war in einem Münchner Biergarten, da trat ein Fremder an den Tisch eines der dort Sitzenden, den wir einmal Balser nennen wollen, lupfte höflich seinen Hut und bat um eine Unterschrift. Es ginge da um einen Aufruf des Inhalts, daß Schweden nicht türkisch werden dürfe, wenn der Herr bitte hier unterschreiben würde.

      “Aber wieso soll Schweden denn türkisch werden?” fragte Herr Balser erstaunt.

      “Das soll’s ja gerade nicht werden. Daher mein Aufruf. Wenn Sie also Ihre Unterschrift…”

      “Sie verstehen mich nicht ganz. Gibt es denn irgendwelche Anzeichen dafür, daß Schweden türkisch werden könnte?”

      “Wenn hier jemand jemanden nicht versteht, dann sind ja wohl Sie es”, antwortete der Fremde, nun schon eine Spur lauter. “In meinem Aufruf steht nicht, daß Schweden nicht türkisch werden kann, sondern daß es nicht türkisch werden darf. Und ich hoffe doch sehr, daß auch Sie dieser Meinung sind…”

      “Ich?”

      “Oder wollen Sie, daß Schweden türkisch wird? Wollen Sie, daß die türkische Flotte Schweden heimsucht? Daß über Stockholm der Halbmond weht? Daß die wackeren Fischer auf Gotland in Zukunft Allah huldigen müssen? Soll das alles geschehn? Ja oder nein?”

      “Nein”, sagte Herr Balser, “natürlich nicht, aber…” “Na, dann sind wir ja einer Meinung! Wenn Sie jetzt also hier Ihren Namen…”

      “Aber — und jetzt lassen Sie mich gefälligst ausreden — aber wie kommen Sie eigentlich darauf, daß die türkische Flotte Schweden heimsuchen könnte? Erklären Sie mir das doch mal bitte!”

      “Die Flotte?” Für einen Moment schwieg der Fremde verdutzt, doch dann hellte sich sein Gesicht auf. “Ach so! Die habe ich doch nur erwähnt, um zu verdeutlichen, wie es aussehen könnte — könnte, nicht müßte –, wenn Schweden türkisch wird. Denn der Türke kann natürlich auch mit seiner Landstreitmacht anrücken. Via Russland. Finnland und dann über Lappland… Aber…”

      “Aber?”

      “Aber ob der Russe das gestattet? Ziemlich unwahrscheinlich — oder?”

      “Sehr unwahrscheinlich”, bestätigte Herr Balser. “Aber noch unwahrscheinlicher erscheint es mir, daß auch nur irgendein Türke auch nur die geringste Absicht hat, Schweden zu besetzen. Und daher…”

      Doch er kam nicht dazu, diesen Satz zu vollenden. “D’accord!” rief der Fremde mit Nachdruck. “Völlig d’accord! Die Türken — ich bitt’ Sie! Was sollen die denn in Schweden? Wo sie es doch so schön warm in der Türkei haben! Halten Sie da mal die eisigen Fjorde dagegen, da sieht man doch sofort…”

      “Mein Herr!”

      “Ja?” fragte der Fremde.

      “Mein Herr, wenn Sie selber zugeben, daß die Türken nicht die Absicht…”

      “Nicht die geringste Absicht!”

      “…nicht die geringste Absicht haben, Schweden zu besetzen — was soll dann Ihr Aufruf?”

      Der Fremde lächelte. “Ich dachte, das sei nun endlich klar geworden. Sie haben selbst zugegeben, daß Schweden nicht türkisch werden darf. Die Schweden denken sicher ebenso. Die Türken sind, wie wir übereinstimmend feststellten, derselben Meinung, das heißt, daß jeder, aber auch jeder, der seine fünf Sinne beisammen hat, meinen Aufruf unterstützen muß. Wenn Sie also bitte Ihren Georg Wilhelm auf diese gestrichelte Linie…”

      “Nein.”

      “Nein? Dann wollen Sie also, daß unser germanisches Brudervolk unter der Willkür asiatischer Steppenbewohner…”

      “Nein!”

      “Na bestens! Bitte, hier ist mein Kugelschreiber, ja… da, auf die gestrichelte Linie… danke schön, Herr… Herr Balser!”

      Und mit einem freundlichen Kopfnicken verabschiedete sich der Fremde, um sogleich an einem Nebentisch auf ein älteres Ehepaar einzureden.

      “Schweden”, hörte Herr Balser noch und “Der Türke” …

      Das war 1977 noch ohne Frosch im Hals als komische Stilübung lesbar.

    • Geile Idee, mal sehen wie weit sie kommen. Nicht, dass das nach hinten losgeht und am Ende haben sie tatsächlich die Flagge. Im Prinzip ist es ja ein Griff in die Zukunft, um den Trägen und Naiven klar zu machen, was kommen könnte bzw. höchstwahrscheinlich wird.

    • 🙂

      Aber was genau rechnet die linke Funktion jetzt eigentlich? Der Funktionsname legt irgendwas mit Quadratwurzel nahe, aber spontan durchschaue ich das nicht.

      Von der Kommentierung her, finde ich rechts auch besser, habe mich oft genug mit unkommentiertem Code rumschlagen dürfen (manchmal sogar eigenem *räusper*), da lernt man schwatzhafte Entwickler irgendwann schätzen, kann einem Tage an reverse engineering ersparen.

      • wenn ich schon den 2. Kommentarblock bei ihr sehe… Den Mist darf sich jeder durchlesen der später noch mal reinschaut. Und wer in Code rumfummelt und nicht weiß was ein Int ist… ist gefährlich.
        Den linken Programmierer würde ich über den Tisch ziehen und fragen ob er weiß dass Code entweder selbsterklärend sein soll oder kommentiert. Am besten beides!

        • Der rechte Code ist ziemlicher Unsinn. Wozu braucht man eine Funktion, die die größere von zwei Zahlen ermittelt, wenn ein Einzeiler dazu ausreicht?

          Witzig auch die Redundanz im elseif-Zweig:
          (a>b && b<a)

          Immerhin sollte sie tatsächlich tun, was beabsichtigt ist.

          Ich hatte das erst für einen Fake gehalten, aber die Frau gibts ja wirklich:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Karlie_Kloss
          und, Zitat:
          „Karlie Kloss lobt Programmieren als kreative und vielfältige Tätigkeit und fördert unter der Bezeichnung „Kode with Klossy“ Programmierkurse und entsprechende Stipendien für Mädchen und Frauen.[6][7] Hierfür wurde sie 2017 mit dem „Phenom Award“ im Rahmen der neunten Auflage der Shorty Awards in New York geehrt.“

          Für ein Model keine schlechte Leistung, wahrscheinlich ist das Lehrcode, um die Mädchen bei der Stange zu halten. Da muss halt ein bisschen dünnes Geschwätz rein.

          Peinlich ist hingegen, dass sie selbst den Vergleich auf Twitter posted, um Männer runterzumachen. Peinlich auch die meisten Kommentare.

          Aber ich schätze eine Frau (wenn sie nicht gerade Model ist) kommt auch irgendwann über Anfängerniveau hinaus und über eine Erhöhung des Frauenanteils in der Informatik, sind die meisten Entwickler sicher nicht traurig 😉

          Außerdem lernen die Damen dabei strikt kausales und logisches Denken. Die Frage ist eher, ob sie bei so einem Job glücklich werden.

          • „Immerhin sollte sie tatsächlich tun, was beabsichtigt ist.“

            Ich korrigiere mich, wenn die größere Zahl 5 ist, bekommt man sozusagen den Errorcode zurück. Die Funktion ist damit nicht sinnvoll einsetzbar. Sinnvoller wäre, den kleinsten Integer zurückzugeben, da der niemals auf natürliche Weise die größere Zahl sein kann.

      • Schön und gut, aber das zweite ist kein reeller Code aus dem Alltag, sondern scheint aus einem Lehrbuch o.Ä. zu stammen, das sieht man den Kommentaren im Code. Die richten sich nicht an Programmierkollegen, sondern an Auszubildende oder Anfänger.
        Der Vergleich hinkt auch, weil anscheinend beide Codes nicht dasselbe Thema bzw.Problem addressieren.
        Also kann man nicht folgern, „Jungs programmieren Problem X so, Mädchen programmieren Problem X aber SO.“
        Der Ausgangstweet ist entweder ein Joke oder ein Fake, und die Weibsel, die kommentieren haben vermutlich einfach nicht die geringste Ahnung von IRGENDEINER Programmiersprache.
        Und weil es eben eine Nullaussage ist, fragt QMT nach.
        Ich meine, wenn der linke Code wenigstens wie ein Penis und der rechte wie eine Vagina aussähe, wäre es wenigsten minimalst lustig, aber wenn Frauen ohne Ahnung sich mit Frauen ohne Ahnung bei twitter treffen, um irgendwie zu meinen, man sollte jetzt besser keine Flugzeuge fliegen, weil Jungs irgendwie sowieso immerbeta sind, naja…
        Was juckt es den Laternenmast, wenn Alice Schwarzer sich dran scheuert!!

  5. Frauen sind einfach niemals zufrieden! ;-P

  6. Sexismus oder Kompliment? Arschloch oder Faulheit!

    Julian Dörr hat wieder einmal zugeschlagen! Er mausert sich langsam zu meinem „Lieblingsfeindbild“, an dem ich mich wohl noch einige Male abarbeiten werde. Dieses Mal hat er in der SZ einen Videokommentar veröffentlich mit dem Titel „Sexismus oder Kompliment? Liebe Männer, eure Unsicherheit ist eine Ausrede.“ Ärgerlich an solchen Kommentaren wie der von Dörr ist der paternalistische Duktus, der mir immer wieder auf den Zeiger geht! Nachfolgend eine Auseinandersetzung mit seinem Kommentar der hierfür von mir transkribiert wurde.
    https://man-tau.com/2017/11/15/sexismus-kompliment-sexuelle-belaestigung-julian-doerr/

    • Der Artikel von Julian Dörr ist ein schöner Beweis dafür, dass „plappern um anderen zu gefallen“ kein Alleinstellungsmerkmal der Eierstockträgerinnen ist 😉

    • Besten Dank für Deinen Artikel!

      Du schreibst dort u.a.: „Wo haben wir eigentlich den Sexismus, wenn ein Mann einen Mann oder eine Frau eine andere Frau sexuell belästigt? Hier sehe ich den Sexismus schon mal überhaupt nicht, aber vielleicht kann mir der ja noch jemand erklären.“

      Ich bin mir nicht sicher, ob ich’s richtig verstanden habe, aber ich wäre vorsichtig mit der These, Sexismus gegenüber Personen desselben Geschlechts könne es nicht geben. Natürlich ist Sexismus von Mann zu Mann bzw. von Frau zu Frau möglich – auch im Fall der sexuellen Belästigung.

      Ich würde sogar sagen: Das größte Problem beim Sexismus gegenüber Männern ist der Sexismus *von Männern* gegenüber Männern. Ein trauriges Beispiel hierfür sind die vielen Massenmorde an Männern in etlichen Bürgerkriegen, z. B. damals in Srebrenica.

      • Ich finde das bedenkenswert.
        Es kann durchaus sein, das Angehörige von Geschlecht A ein sexistisches Narrativ über A im Auftrag von Geschlecht B (oder eher Geschlecht-B-Ideologie) durchsetzen. Wenn es Überlebensvorteile bringt.
        Dörr ist ja selbst ein Beispiel als männerfeindlicher Sexist.
        Und der Feminismus handelt ja selbst so, wenn er Kritikerinnen als Verräterinnen abkanzelt, die das „sexistische Prinzip patriarchaler toxischer Männlichkeit “ angeblich verleugnen.

      • „Ein trauriges Beispiel hierfür sind die vielen Massenmorde an Männern in etlichen Bürgerkriegen, z. B. damals in Srebrenica.“

        War das Sexismus?
        Oder vielleicht doch eher ein archaisches Programm, wonach Sexualkonkurrenten vernichtet werden, um sich dessen Frauen zu bemächtigen?
        Jedenfalls ist der Genozid an Männer keine neue Erfindung und in verschiedenen Kulturen bekannt, so dass seine Tradition nicht auf eine Kultur zurückzuführen wäre.

        • „Oder vielleicht doch eher ein archaisches Programm, wonach Sexualkonkurrenten vernichtet werden, um sich dessen Frauen zu bemächtigen?“

          Das Eine schließt das Andere nicht aus. Sofern wir Benatars Definition von Sexismus verwenden („the wrongful discrimination against a person or group of persons on the basis of her / his / their sex“), ist auch „ein archaisches Programm, wonach Sexualkonkurrenten vernichtet werden, um sich dessen Frauen zu bemächtigen“ ein klarer Fall von Sexismus.

          Bei den besagten Massenmorden geht es in der Regel nicht um die Beseitigung von männlichen Sexualkonkurrenten. Diese Fälle sind mittlerweile recht gut untersucht – siehe hierzu die Texte von R. Charli Carpenter und Adam Jones.

  7. Kopftuch Barbie

    https://www.welt.de/debatte/article170658556/Ich-bin-jetzt-auch-eine-islamfeindliche-Hetzerin-Danke.html

    Also ich finde die Erwachsenen, die über Steinigung, häusliche Gewalt usw. bei Kinderspielzeugen reden fortschrittlich.

    Ich meine Matell vertreibt ja auch die weisse blonde Barbie mit Molotow cocktail und Springerstiefeln.

    Und wenn sie ihren Kindern Hensel und Gretel erzählen, dann beschreiben sie anschaulich, wie die Hexe im Ofen brennt, den Geruch von verbrannten Fleisch, ihre Schreie, …

    Sie erzählen ihren Kindern über all von Mord und Gewalt überall, weil es natürlich zum kindlichen Spiel dazugehört. Weil es in der Phantasie von Kindern nicht um das nachspielen von Inhalten geht, die sie im Alltag erleben. Es geht darin um Politik, um Identität und Weltanschauung – besonders in Alter der Zielgruppe. Super!

  8. Bei Novo Argumente gibt es den Artikel Männer brauchen keine Männerrechtler. Ich nehme an, dass die meisten hier der Aussage des Titels nicht zustimmen.

    Der Artikel fängt an mit

    Männerrechtsaktivisten beschwören einen Geschlechterkampf und inszenieren Männer pauschal als Opfer. Tatsächlich benachteiligten Männern aus der Arbeiterschicht hilft das nicht weiter.

    Ein Zitat vom Ende des Artikels:

    Der ultimative blinde Fleck sowohl der Männerrechtsbewegung als auch des Feminismus ist die Klassenfrage. Diese Blindheit ermöglicht es Frauen, die eine Eliteuniversität besuchen, Jungs aus der Arbeiterschicht als „privilegiert“ zu bezeichnen. Die Tatsache bleibt: Es sind nicht einfach „Männer und Jungs“ deren Lebenschancen durch ihre Geburtsumstände beschränkt sind, sondern Männer und Jungs der Arbeiterklasse.

    Mir scheint, der Autor nimmt „Maskulinismus“ (sic) als Spiegelbild des Feminismus wahr in dem Sinne dass man das Geschlecht als den Hauptwiderspruch ansieht. Dass Männer und Jungs der Arbeiterklasse nicht zu den Privilegierten gehören und dass die Klasse oder Schicht eine entscheidende Rolle spielt ist doch schon lange Stand der Diskussion hier.

    Novo-Artikel finden normalerweise bei mir mehr Zustimmung.

    • Ja, der Artikel wirkt etwas flach. Und bedient letztlich alte Klischees: Männer sollen/dürfen keine Nabelschau betreiben, sondern müssen sich gefälligst um das große Ganze kümmern. (Also primär um die Frauen)

      Hat irgendwie was witziges, wenn der Autor die „Männerfrage“ kurzerhand zu einem Nebenwiderspruch erklärt. Er scheint in M-L-Rhetorik geschult zu sein 😉

    • Männerrechtsaktivisten beschwören einen Geschlechterkampf und inszenieren Männer pauschal als Opfer.

      Das ist die falsche Vorstellung, dass Maskulismus einfach das Spiegelbild des Feminismus sein müsse.

      Mir scheint, der Autor nimmt „Maskulinismus“ (sic) als Spiegelbild des Feminismus wahr in dem Sinne dass man das Geschlecht als den Hauptwiderspruch ansieht.

      Ja genau. Das war auch mein erster Gedanke. Ich vermute, der Artikelschreiber hat sich gar nicht mit Männerrechtlern befasst, sondern hat sich das so in seiner Vorstellung zusammen gedröselt.

  9. Schön an diesem MeToo-Zeug, es kommen noch alle möglichen unterdrückten Schweinereien ans Licht, etwa von Bill Clinton:
    http://www.epochtimes.de/politik/welt/ich-wurde-von-bill-clinton-vergewaltigt-juanita-broaddrick-wirft-clinton-unterstuetzerin-heuchelei-vor-a2267682.html

    Am schönsten:
    „Mit Blick auf Hillary Clinton sagte Juanita Broaddrick laut „Dailywire“: „Ich fühlte, sie wusste davon [von der Vergewaltigung]. Es war in ihrem Blick zu sehen. Der Zorn in ihren Augen und auf ihrem Gesicht. Ich hatte solche Angst zu dieser Zeit, jemanden zu erzählen, was mir passiert ist.”

    Hillary Clinton habe sie auch im Wahlkampf 2016 bedroht. „Sie drohte mir während einer Spendenkampagne,” so Broaddrick. „Ich werde diese Begegnung mit ihr nie im Leben vergessen. Auch wenn die Leute zu mir sagten: ‚Hillary hat das nicht so gemeint.’”

    Der sexsüchtige Pädophile Bill Clinton, auch ein Vergewaltiger, wusste ich noch gar nicht. Gedeckt von seiner machtgeilen, psychopathischen Ehefrau.

    Die Clinton-Lolita-Express-Flüge (25 Stück) zur Epstein-Insel sind ja auch belegt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Jeffrey_Epstein#Werdegang

    Und jede Wette: das ist alles nur die Spitze vom Eisberg.

    Wenn ich mich erinnere, wie beliebt Clinton damals bei den (deutschen) Medien war, der gute Demokrat…

      • Jetzt sind also die Kinder schuld am schlechten Zustand der Welt?
        Weil sie schlecht für die Erde sind? Wir m7ssen ernsthaft die Welt „vor den Kindern retten“?
        Was für perverse Psychopathen!
        Und „we must start havin fewer of them“ ?
        Sehr doppeldeutig. Eigentlich müsste es heißen „must start MAKING fewer of them“.
        So kann es auch heißen „anfangen, weniger zu haben“.
        Könnte man auch als Aufforderung zum Kindermord !esen.
        Ist es dann also gut für die Welt, wenn mehr Kinder sterben?
        Anstatt erwachsene Arschlöcher z.B.Feministinnen, von denen viele sowieso Kinder als Hindernis ihrer Selbstverwirklichung deklarieren? Besonders, nachdem sie welche hatten?
        Eigentlich wäre das schon einen Shitstorm wert.
        Vielleicht sollten wir „weniger Feministinnen haben“?

      • Ja, Irrsinn. Aber alles andere als neu. Ich habe einen älteren Kollegen, der mir allen ernstes erzählte, er hätte keine Kinder gewollt, wegen der Überbevölkerung. Muss irgendwann in den 70igern gewesen sein und hing sicher mit diesem Hype zusammen:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums

        Klar, das ist total sinnvoll, dass weiße Hochgebildete keine Kinder bekommen. Dafür wird das Land jetzt mit fruchtbaren POCs geflutet, die sich einen feuchten Dreck darum scheren, dass Überbevölkerung Probleme machen könnte. So weit denken die gar nicht und vermutlich wäre es ihnen egal.

        Aber das kommt halt bei der „alle sind gleich“ Ideologie raus, wenn jeder austauschbar ist, Kultur- und Entwicklungsstand konsequent geleugnet werden, spielt es keine Rolle, wer die Kinder bekommt…

  10. Schöner Anreißer in der NZZ:

    „Die persönliche Freiheit ist der schwedischen Gesellschaft teuer, ebenso das Prinzip der Gleichstellung. Was aber, wenn sich daraus plötzlich ein Konflikt ergibt?“

    HUCH!

    Damit konnte nun _wirklich_ keiner rechnen, dass Gleichstellungszwang und persönliche Freiheit Konfliktpotential haben!

    Gemeint ist hier aber gar nicht die Geschlechtergleichstellung, die ist ja unproblematisch, sondern das Vermeiden intrasexueller Konkurrenz durch Schuluniformen.

    https://www.nzz.ch/international/schwedens-problem-mit-der-freiheit-zur-gleichheit-ld.1329078

  11. Genderama verlinkt auf einen aufgeregten Artikel einer Frau über die MakeUp Removal App (MakeApp).

    Then there’s just the whole damn point of MakeApp: anyone who pays a dollar to look at a woman (or man, although MakeApp leaves that demographic out of its branding) without her makeup on is just a f*cking creep.

    Ich schau dann immer gern, was diese Frau sonst so schreibt…

    …witzig…

  12. Auf Twitter – bevor er mich geblockt hat – beklagt sich ein Mann darüber, dass Frauen ständig „sexualisiert“ werden und zu Sexobjekten degradiert werden – wie sähe eine intelligente Antwort darauf aus?

    (und folgende)


    .. Wenn sich Männer nun entschließen diesem grundlegend sexistischem Weltbild zu folgen ..in dem Frauen zu Sexobjekten degradiert werden, begehen sie selbst ebenfalls einen Akt des Sexismus und schlimmer noch, verbreiten diesen weiter. Sie werden dabei jedoch von niemandem als von sich selbst (und anderen Sexist*Innen) in diese Rolle gedrängt. Dementsprechend sind …

    • Frauen WERDEN sexualisiert?
      Die Grundstruktur dieser Erzählung folgt einem altbackenen Frauenbild. Die Frau ist in dieser Erzählung das passive Objekt, der Mann das handelnde Subjekt. Die Frau wird sexualisiert, der Mann sexualisiert die Frau. Der Erzähler selbst folgt einem Wahrnehmungsmuster, das er zu kritisieren vorgibt. Die Frau ist das vom aktiven Mann zu „behandelnde Objekt“, sei es, dass sie sexualisiert würde oder sei es, dass sie davor geschützt werden sollte. In solchen Erzählungen taucht die Frau nie als Handelnde auf. Sie bleibt passiv, ohne Verantwortung. Im Grunde ist es eine Infantilisierung der Frau. ein allgegenwärtiges Muster im Feminismus.

    • Wobei sie ja in der heteronormativen Realität tatsächlich von Männern sexualisiert werden. Bei Frauen ist die intraweibliche Konkurrenz (ohne Trophäe, also eher ein permanentes Buhlen um gegenseitige Anerkennung) der Haupttreiber für das wie sie sich geben. Das hat i.d.R. keine sexuelle Komponente. Nur wenige frauen sind so gestrickt, dass sie aktive Autoerotik betreiben können. Also salopp geschrieben sich durch die gierigen Blicke der Männer tagsüber abends zu geileren Orgasmen rubbeln können.

      Sehr viel öfters ist es ein weibliches Rat-race um nicht Letzte zu werden: der innere Zwang der Frau zu aktivem Handeln um sich nicht schlecht zu fühlen.

      Wenn wir in einem Gedankenexperiment alle Heteromänner zu Homosexuellen machen, würden sich die Frauen nicht von sich aus ändern, sondern nur gezwungenermaßen dort wo es die Schnittstellen zum Mann gibt.

  13. Interessantes zur Tinder-Dating-Kultur in der WELT:

    „Eine britische Universität wollte wissen, was Männer im Jahr 2017 glücklich macht. Was sie motiviert und positiv stimmt. Dabei haben die Wissenschaftler auch überraschende Erkenntnisse über das Datingverhalten gewonnen.
    […]
    Für Daubney sind Männer wie Ippolito und Barnett Beispiele dafür, dass Geschlechterrollen im Wandel sind. Männer ziehen sich vom Online-Dating zurück, weil sie zunehmend frustriert sind und keine echte emotionale Bindung dort finden. Sie möchten lieber ernsthaft daten. Auf Augenhöhe.“

    https://www.welt.de/kmpkt/article170591940/Darum-wollen-Maenner-nicht-mehr-online-daten.html

    • „Die Leute sind bei Tinder nur wegen Sex. Ich war auf 200 Dates und ich habe dabei zu 99 Prozent Erfolg. Sex zu bekommen, ist zu einfach. Das wird langweilig. Tinder nimmt alles Schöne vom Flirten, es macht keinen Spaß mehr.”

      Dann gehört wohl jemand zu den Top 5% auf der Plattform….

    • Was Gunda nicht schreibt: Ippolito und Barnett finden keine Frauen auf Augenhöhe.

      Mit großer Staunensgeste: „Männer sind ja gar nicht so schlimm!“

      Warum klappt es denn dann so selten? Wer ist denn dann so schlimm?

  14. Ich habe mir ja, teils unter schweren Schmerzen, diese Diskussionssendung im WDR angeschaut. Birgit Kelle war besser als befürchtet, der Playboy-Textchef Wolff schlimmer als nutzlos[1], und Frau Doktor Schmiedel liebe ich ja schon seit langem heiß und innig:

    B20

    [1] Ich meine, der war vermutlich als Vertreter der Männerseite eingeladen. Und dann sowas (sinngemäß):

    Erste Frage ins Publikum: „Ist ein Kompliment nun nett oder Belästigung?“
    Gästin: „Wenn ich den Mann mag, ist es nett. Wenn er mir unsympathisch ist, soll er die Klappe halten.“

    kurz danach:
    Frage an Wolff: „Sind Männer verunsichert?“
    Wolff: „Ach, Quatsch. Wenn Männer nicht wissen, wo die Grenze ist, dann sind sie gestört.“

    Wir lernen: Männer, die nicht Gedanken lesen können, sind gestört.

    • So, zu dem beschriebenen PISA-Schock habe ich jetzt auch noch eins gemacht. Dann ist aber auch Schluß, versprochen:

      YouTube

      Gut, am Timing muß ich wohl noch ein Bißchen arbeiten…
      (Vielleicht fehlt auch nur der richtige Beat. „Unsympathisch. Gestört.“ hat schon was.)

      B20

        • Sehr interessant,vor allem, dass Frauen vor Allem in der Risikobewertung AUßERHALB von Flirt-oder Beziehungsverhalten, also wo es zum Beispiel um Risikobewertung von alltäglichen Gefahren(jetzt nicht auf Männer bezogene), wie Arbeitsplatz oder Sport, mehr zu „false positives“ neigen, also sich weitaus mehr von allen möglichen, potentiell, aber nicht tatsächlich riskanten Umständen bedroht sehen, wenn es um Dinge oder Situationen geht, mit denen sie umgehen, also Maschinen, Wetterlagen oder sonst gefahrenträchtige Lebenslagen, und Männer genau umgekehrt, tatsächliche Risiken eher vernachlässigen.
          Er sagt, Frauen haben deswegen generell ein hôheres Angststressniveau.
          Stützt meine These, dass die Kindererziehung nur durch Frauen zumindest bei Mädchen der hergebrachten Rollenverteilung nicht entgegenwirkt, weil die Frauen den Kindern permanent falsche Gefahrensignale mitteilen, und besonders die Mädchen zu einer ängstlichen Grundhaltung erziehen.
          Wobei man sagen muss, sobald man in bestimmten Lebensbereichen oder mit bestimmten Dingen Erfahrungen hat, kann man auch Gefahren realistischer abschätzen. Daher Männe oft eher „trial and error“, Frauen eher „don’t try at all“.
          Deswegen wird die durchschnittliche Erzieherin, die z.B. weder ein Handwerk erlernt noch regelmäßig Sport betrieben hat, bei Mädchen niemals den Teufelskreis der typisch weiblichen Berufswahl durchbrechen können.
          Denn Risikobewertung zum Beispiel beim Umgang mit Werkzeugen, oder Maschinen, erfordert eine gewisse Schulung, ob durch Ausbildung oder Selbsterfahrung, die wiederum Erwerb von technischem Wissen und Prinzipien wie Logik, Kausalität, geschärfte Sensibilität für den betreffenden Gegenstand (z.B.Gewicht, Scharfheit, Geschwindigkeit von Werkzeug, Maschine ode Sportgerät) erfordert.
          Und von Barbie-Ponyhof, Geschnatter, Facebook und Schminke aus der Pubertät direkt in den Erzieherinnenbetrieb, wo sollen da diese Fähigkeiten und Fertigkeiten herkommen?

  15. „The reason for this existential collapse is that the relativist west has so heavily bought into the belief that reality is merely what we decide it to be. Ours has become a culture of radical subjectivity in which there is no such thing as objective truth. Everything is instead a matter of opinion and individual perception.

    Feelings trump facts every time. No-one’s lifestyle is to be considered wrong or inferior to anyone else’s. No judgment is to be permitted, except for the judgment that judgmentalism is wrong. What is right for me is what is right. What I declare something to be is what it is. I feel, therefore I am.“

    http://www.melaniephillips.com/the-deconstruction-of-humanity/

    Der Gender-Feminismus ist fundamental sexualfeindlich:

    „….. And so sexual identity has to be denied altogether and transformed into gender.“

    Und hier kommt wieder die krasse Menschenfeindlichkeit raus, wie schon im Thema „Mensch als Klimaschädling“ von weiter oben im SM-M-138

    „But sexual identity is human identity. We are not androgynous, nor do we reproduce by parthenogenesis. The human race is created by the fusion of male and female. Sexual difference is at the very core of what makes us human beings. Denying the role of complementarity and difference in the human race throws its ability to procreate and raise its offspring safely, and thus its very survival, into doubt.“

    Diesbezüglich ziehen alle „progressiven“ Politanliegen an einem Strang und delegitimieren die Menschheit, durch Spalten. Heute in Mann und Frau, gestern noch zwischen Nationen. Dabei werden die Gegensätze aufgebauscht und hysterisch oder fanatisch herbeifabuliert.

    Sexualfeindlichkeit dürfte wohl als gängiges Standard Mittel jeder repressiven Politik für Jeden zu erkennen sein. Welch ein Treppenwitz der Geschichte, dass diese neue Prüderie und Lebensfeindlichkeit jetzt von den sexuell vermeintlich Emanzipierten kommt!

  16. Kein arabischer Rassismus auf deutschem Boden!

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article170698005/Kein-arabischer-Rassismus-auf-deutschem-Boden.html

    „Ein Frankfurter Gericht akzeptiert, dass Kuwait Airways einen israelischen Staatsbürger nicht transportiert. ….“

    Die intersektionalen Antisemitinnen und Rassistinnen wissen: es kann keinen arabischen Rassismus geben! Da diese Araber ja unterdrückt sind und das angeblich entscheidene Merkmal für Rassismus (oder Sexismus) fehlen würde: MACHT.

    Wie bescheuert muss man sein, um nicht gleich zu erkennen, was für eine bekloppte Ausrede das ist, die tatsächlichen Rassismus und den arabischen Antisemitismus und auch den westlichen Männerhass der Feminstinnen, rechtfertigt und sogar noch gutheisst!

  17. Why IsTwitter Endorsing Anti-Semitic, Homophobic Hate-Monger Louis Farrakhan?

    Yesterday, the company issued new guidelines and took steps against Richard Spencer and other bigots. The Nation of Islam leader, who repeatedly calls Jews “Satanic,” should be next.
    By Liel Leibovitz

    http://www.tabletmag.com/scroll/249753/why-istwitter-endorsing-anti-semitic-homophobic-hate-monger-louis-farrakhan

    Genauso müssten alle Feministinnen („other bigots“) gekickt werden. Aber natürlich ist Twitter parteiisch und strikt links-progressiv und in dieser Welt gibt es keinen Antisemitismus. der irgendwas mit der Linken, dem Islam oder Schwarzen zu tun haben könnte ….

    • haha

    • Auch hier… wie dieser weiße, wahrs. Heteromann einer abgeht als er vor der Kamera behaupten dass das weiße, Heteromänner-Patriarchat alles versaut haben.

    • Kann man das nicht „Familismus“ nennen?

      Der Leitgedanke ist ja, dass die Familie über alles gestellt wird, hier über eine biologische Vaterschaft, zugunsten eines sozialen Konstrukts.

      • „Der Leitgedanke ist ja, dass die Familie über alles gestellt wird, hier über eine biologische Vaterschaft, zugunsten eines sozialen Konstrukts.“

        Soweit ich die Zusammenfassung richtig verstanden habe, bestand zwischen leiblichen Vater und Kind keine familiäre Bindung. Der eheliche Vater ist nach deutschem Gesetz immer automatisch der rechtliche Vater, wenn die Vaterschaft nicht angefochten wird.
        Im betrachteten Fall hat der Ehemann der Mutter die Vaterschaft anerkannt (also wohl nicht angefochten) und die Vaterfunktion eingenommen.
        Und wenn man es aus der Sicht des Kindes betrachtet, dann ist er der Vater, dessen Rolle der Staat zu schützen verpflichtet ist.

        Ich kann hier kein Problem erkennen.

        • Mit der Masche nimmt der totalitäre Staat seinen Sklaven die Kinder weg.

          Auf der anderen Seite ist es auch tragisch und der Fall bzw das Urteil mag durchaus der Realität angemessen sein. Aber es bleibt die Verweigerung des elementaren Menschenrechts auf die eigenen *biologischen* Eltern.

          Und ja, das ist ganz meine Ansicht.

          Das Konstrukt Familie, wie es hier praktiziert wird, passt nur in eine unfreiheitliche und autoritäre Gesellschaft und kann niemals emanzipatorisch, liberal oder politisch links sein.

          Vater zu sein ist ein rein biologischer Umstand und dies zu missachten oder nicht zur Grundlage zu machen, missachtet *den Menschen als solchen*.

          Man wundert sich natürlich nicht so sehr um die Menschenfeindlichkeit hier, sie grassiert heute geradezu.

          Wie universell sie auftritt – ist das nicht ein „Problem“, welches Aufmerksamkeit verdient?!

  18. „Die Erklärungen der Menschenrechte der Aufklärung galten explizit nur für weiße Männer (=Menschen)…“ Stephanie Lohhaus, eine dieser Oberfemis

    Das ist falsch, insbesondere das „explizit“.

    Es ist eine Verleugnung der gesamten Moderne, diese Behauptung. Und zutiefst REAKTIONÄR. Ein Markenzeichen von rechts, diese Verleugnungen.

  19. Gerade Glotze eingeschaltet, Frauensender sixx:
    Talk Talk mit Sonya Kraus.
    Ausschnitt Richterin Barbara Salesch(ist wohl paar Jahre her).
    Soft-Pornosternchen vor Gericht.
    Soft-Pornosternchen: „Ich musste doch Geld verdienen, um meinen Schulabschluss nachholen zu können.“
    Salesch: „Ja, aber das ist wohl nicht weiter zu empfehlen, oder?!“
    Soft-Pornosternchen: „Ja klar, in der Branche wird man ja nur wie ein Stück Fleisch betrachtet, was bei einem im Inneren vorgeht, interessiert da ja gar nicht.“

    Ich bin etwas verwirrt.
    Ob auf dem Bau, beim Möbel packen, beim Autos überführen, immer nur ging es um mein Fleisch, nie hat mich da wer gefragt, was bei mir im Inneren vorgeht.
    OMG !!! Hab ich damals etwa die ganze Zeit in der Soft-Pornobranche gearbeitet, ohne es zu merken? Bin ich vielleicht sogar vom sozialen Geschlecht her eine Frau?

  20. „Religion is a culture of faith; science is a culture of doubt.“ Richard Feynman

    Also, was die Religion angeht, so trifft das! Aber nicht für die Wissenschaft, die wohl sehr ungenügend als „Kultur des Zweifelns“ bezeichnet werden kann – da fehlt einfach was! Also ergänzen wir:

    … science is a culture of doubt *and assertiveness*. Denn zur Wissenschaft gehört doch auch, dass man sich bei der Arbeit felsenfest auf Hypothesen verlässt und diese mit Bestimmtheit ergreifen darf. Bis halt die Zweifel sich melden.

    Besser wäre es natürlich schon, Wissenschaft als „culture of confirmation“ zu bezeichen (wie der erste Antworter im thread). Man kann „doubt“ aber beibehalten, wenn man das ergänzt ….

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