Zufriedenheit mit dem Job nach Beförderungen bei Männern und Frauen

Frauen scheinen nach einer Beförderung eher unzufriedener zu sein als vorher:

Aus dem dort zitierten Arit

I also wanted to see whether the effect of promotions to upper management was different from that of promotions to lower-level management, so I ran the analysis again. I found that for men promoted to both lower- and upper-management positions, the effect of promotion on job satisfaction is positive. It remains positive and significant beyond the promotion year.

The results for women were markedly different: Women promoted to lower management do not see a positive change in their job satisfaction; rather, their job satisfaction remains relatively flat during the promotion period and in the post-promotion period. In contrast, women promoted to upper-management see a significant decrease in satisfaction after the first year.

(…)

The disenchantment of women with their managerial job experience has troubling implications for organizations. To the extent that women’s satisfaction with their jobs deteriorates after managerial promotions — while the job satisfaction of their male peers increases — women are less likely to further consider top managerial jobs, thus reducing the pool of female talent for upper management. Moreover, because prospective job candidates form ideas about their fit with a job based on interactions and comparison with demographically similar groups, if women aspiring to a managerial career perceive that managerial promotions lead to lower job satisfaction they are less likely to apply for any managerial position.

Mir würden verschiedenste Gründe einfallen:

  • Status ist für Männer attraktiv, für Frauen erhöht es die Attraktivität nicht
  • Höhere Jobs verlangen üblicherweise einen höheren zeitlichen Einsatz und sind üblicherweise mit einer Reduzierung des Privatlebens verbunden. Vielleicht trifft dies Frauen häufiger, auch weil sie in anderen Studien weniger Arbeitsstunden und weniger stressiges Umfeld wichtiger finden als Männer, die dagegen auf Status und Anerkennung aus sind.

Die Grafik zu letzerem aus dieser Studie:

 

Arbeitsstunden Bereitschaft idealer Job

Arbeitsstunden Bereitschaft idealer Job

Interessen und Arbeitsbereiche

Interessen und Arbeitsbereiche

 

Die dortigen Differenzen passen eigentlich sehr gut dazu, dass Frauen unzufriedener und Männer zufriedener sind. Männer können mehr von dem, was sie wollen, in einem Führungsjob  umsetzen.

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17 Gedanken zu “Zufriedenheit mit dem Job nach Beförderungen bei Männern und Frauen

  1. • Status ist für Männer attraktiv, für Frauen erhöht es die Attraktivität nicht

    Viele Männer haben Angst vor höhergestellten Frauen im Privatleben. Sie werden mit höherem Status als weniger attraktiv angesehen, bzw. hauptsächlich in ihrer Rolle als Führungskraft angesehen und brauchen nicht beschützt zu werden. Das gilt weniger für selbstunsichere Männer als für Männer mit hohem Ego. Der Dateonomic-gab ist traurige Wirklichkeit für viele Frauen.

    Frauen planen für eine Familie mit Kindern, auch wenns sein muss ohne Mann. Das ist eher schwierig in Führungspositionen, es sei denn frau gibt die Erziehung der Kinder an das Personal ab und ist eine Fremde im eigenen Haus.

    Männer mit Status brauchen nur zuzugreifen. Und vor allem in Dateonomic-gap-zeiten ist der höchste Status ein Freibrief.

    Wie im Schuh des Manitou werden die modernen westlichen Frauen wohl denken: „Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden“. Das gilt insbesonders für unsere freie Gesellschaft. Je höher der Freiheitsgrad, und zwangsläufig die Eigenverantwortung, je unzufriedener die Frauen (im Durchschnitt). Das ist jedenfalls mein Eindruck.

    • „Viele Männer haben Angst vor höhergestellten Frauen im Privatleben.“

      Ist das ein Zitat, oder Deine Meinung?

      Persönlich denke ich, dass die männliche Zurückhaltung weniger mit Angst zu tun hat, als mit der Einschätzung, nicht dem Erwartungspool der Frauen zu entsprechen und deshalb bei erster Gelegenheit gegen ein passenderes Modell ausgetauscht zu werden.
      Und da keiner gern als Mangelwesen entsorgt wird, hält man sich besser gleich von Frauen aus der höheren Liga fern.

  2. Soviel zu der gläsernen Decke und strukturellen Diskriminierungen. Es läuft immer wieder darauf hinaus, dass Männer sich den Arsch aufreißen , um an die Weibchen heranzukommen, während die Weibchen umworben werden wollen, ohne sich groß anzustrengen.

    • Du denkst also 1 Stunde morgens vor dem Spiegel + 1 Stunde vor der Kleidergalerie sei keine Anstrengung? Dann noch die Frisurkosten und Schönheitsop’s, geht alles zusätzlich schön ins Geld. Hinzu kommen noch die Gerichtskosten für Falschbeschuldigungen und und und …… also wirklich 😉

      • Dann noch die Frisurkosten und Schönheitsop’s, geht alles zusätzlich schön ins Geld. Hinzu kommen noch die Gerichtskosten für Falschbeschuldigungen und und und

        Die meistens von den Männern bezahlt werden… 😉

  3. Wieviele Beweise braucht ihr Maskuärsche denn noch, bis ihr einseht, dass Männer Frauen das Leben zur Hölle machen, vor allem Frauen, die sich gegen das Patriarchat auflehnen und auch Erfolg haben wollen?

    Diese Statistik belegt eindeutig, dass Frauen erst dann eine Chance auf ein erfülltes Arbeitsleben haben, wenn keine Männer mehr da sind, die sie von oben unterdrücken. Wir brauchen eine 100% Frauenquote auf allen Managementebenen, damit Frauen endlich gleichberechtigt Freude an der Arbeit haben können.

  4. Ganz klar Peter-Prinzip (nicht meins, das hier):
    https://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip

    Und weil deren fachliche Kompetenz oftmals fragwürdiger ist als bei Männern, sind die deswegen viel häufiger davon betroffen.
    Is ja auch kein Wunder, denen wird doch dauernd eingetrichtert, sie könnten alles schon. So wie Rey, die sich in 30 Sekunden alle Tricks selber beigebracht hat.
    Im Reallife wird ihnen dann nach der nächsten Beförderung klat, dass sie doch nur aufgeblasene Sirenen sind … und sind entsprechend mies drauf dann.

    • Ich hab neulich den Anfang von Wonderwoman gesehen und nicht schlecht gestaunt: Diana hat (am Anfang des Filmes ungeklärte) Gaben und muss trotzdem zehn Jahre knallhartes Training über absolvieren, bevor ihre Mutter meint, sie sei nicht mehr absolut, vollkommen und überhaupt zu inkompetent, ihren Weg zu gehen.

      Wie sind die Frauen im Publikum damit bloß klar gekommen?

      Eine Frau, die sich anstrengen muss, bevor die Handlung überhaupt richtig los geht!!!

    • Das Peter Prinzip kann aber nur dann passieren, wenn es keine Auslese gibt. Sprich, das betrifft doch vor allem die Bullshit-Jobs ohne ernsthaften Wettbewerb bzw. Qualitätssicherung

  5. Die meisten Frauen sind schlau genug, eben nicht ihre Seele an irgendein mieses Unternehmen zu verkaufen und achten darauf, dass die schönen und wichtigen Dinge des Lebens nicht zu kurz kommen.
    Die das doch machen, sind dann – wenig überraschend – schnell unzufrieden.

    • Nanana, vor allem Frauen reden oft über Macht und Patriarchat. Sie hätten sehr wohl gern mehr Macht, aber nicht mehr Verantwortung. Das hört man in jeder Talkshow. Was für Männer ein interessanter Gedankenaustausch ist, bedeutet für Frauen eine ständige Infragestellung ihrer Kompetenz, Mansplaining oderweissderTeufelwas … Ich nenne es die Rechtfertigungsspirale. Wer schon einmal liiert war mit einer Frau, weiss sicher was ich damit beschreibe. Irgendwann hält der Mann einfach die Fresse und wird dann als unsensibel bezeichnet und unfähig sich mitzuteilen.

      Aber Fresse halten klappt halt am besten. Alles andere führt in die Rechtfertigungsspirale, bzw. den Tod. 😉

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