Kinderwunsch bei Männern

Adrian kommentierte:

Mich würde mal interessieren, wieviele Männer tatsächlich Kinder wollen.
In Umfragen wird zwar immer so getan als könnten junge Leute es nicht erwarten Familien zu gründen, aber in meinem Umfeld (mehr Heteros als Homos) reden eigentlich nur Frauen von Familie und Kindern. Den Männern ist das egal und sie machen auch keine Anstalten, eine Beziehung darauf auszurichten.
Kinder sind halt ein Hobby. Man(n) braucht sie nicht.

Ich glaube, dass Frauen notgedrungen Kinder eher planen müssen als vielleicht gerade studierte Männer, weil sie schlicht weniger Zeit haben und ihnen das eher bewußt ist.

Aber auch abseits davon scheinen mir Kinder eine konkretere Vorstellung bei vielen Frauen zu sein, die sie auch häufig näher sehen.

Natürlich ist in dem Bereich auch nichts absolut: Es sind eher Unterschiede in der Ausprägung und auch Männer wollen häufig Kinder. Gerade wenn sie geheiratet haben und soweit in der Partnerschaft und im Leben angekommen sind. Und natürlich lieben auch Männer ihre Kinder, wenn sie sie haben und haben Freude an ihnen.

Das die meisten Frauen ein anderes Verhältnis zu Kindern haben sieht man allerdings häufig, wenn Babies oder Kinder in der Nähe von Frauen auftauchen. Etwa wenn die Kollegin in Elternzeit mit ihrem Baby im Büro vorbeischaut und die Frauen sich jauchzend um sie scharren. Nicht umsonst gelten Schwangerschaften ja auch als ansteckend.  Männer scheinen mir da eher neutraler zu sein.

Was sagt ihr?

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88 Gedanken zu “Kinderwunsch bei Männern

  1. Der Kinderwunsch kommt bei Männern später, wenn tiefere Sinnsuche einsetzt, und in Frage gestellt wird ob Malochen für Status und immer anspruchsvollere Frauen wirklich alles gewesen sein soll.
    Ein weiterer Grund warum junge Frauen und mittelalte Männer so gut zusammenpassen: Beide wollen Kinder, die junge Frau weil sie muss, der mittelalte Mann weil er will.
    Wenn Adrian mal mittelalt wird, sieht er das dann bestimmt auch bei seinen männlichen Hetero-Freunden.

  2. Das ist genau so verschieden wie bei Frauen.
    Ich habe viele Männer kennen gelernt, die unbedingt Kinder wollten, manchmal sogar mehr als ihre Frauen. Es sind die besseren, die seriöseren.
    Aber dass jede Frau herum juchzt, wenn sie ein Baby sieht, ist auch ein Vorurteil. Oft ist das auch nur eine soziale Pflicht, denn soooo schön sind Babies nun auch wieder nicht.
    Klar ist das Verhältnis zu Kindern zwischen Männern und Frauen unterschiedlich. Bei Frauen ist es eher eine Art Symbiose – oder soll ich sagen, Fortsetzung des liebevollen, naturgegebenen parasitären Verhältnisses, das bereits in der Gebärmutter bestand?
    Männer hingegen sind offenbar ungeheuer stolz auf die Frucht ihrer Lenden. Gegen diese Schöpfung kommt die komplizierteste Maschine und der höchste Wolkenkratzer nicht an.
    Beides ist vollkommen gut und in Ordnung.

  3. Kinder im Schisseralter sind nervig. Plärren, kacken, pinkeln, das häufig zu jeder Uhrzeit. Schisser und auch dann ältere Kinder kosten viel Zeit und Geld, gehen auf die Nerven und die Gesundheit. Auch wenn es schöne Zeiten und Momente es mit ihnen gibt – die Nachteile überwiegen. Wer trotzdem welche will, folgt Instinkt, Hormonen und Trieben. Rational ist das nicht!

    • Natürlich ist das rational. Wer kümmert sich denn mal im Alter um dich? Direkt oder indirekt?
      Das war schon immer das Rational für Kinder, seit hundertausenden von Jahren.

      Das ändert sich auch in Zeiten der allgemeinen Rentenversicherung nicht, denn am Ende des Tages muss die Arbeitsleistung immernoch erbracht werden.

        • Das ist völliger Blödsinn. Wenn du kein tyrannischer Vater bist und deine Kinder nicht wie Dreck behandelst werden sie später für dich da sein. Nicht 24/7 aber selbst ein Besuch in der Woche ist im Alter Gold wert. Du willst nicht der alte einsame Sack im Altersheim sein.

      • „Das ändert sich auch in Zeiten der allgemeinen Rentenversicherung nicht, denn am Ende des Tages muss die Arbeitsleistung immernoch erbracht werden“

        Du kannst auch das Geld, welches du ohne Kinder sparst, in eine private Altervorsorge stecken und hoffen das andere Kinder produzieren. Das eigene Kind ist nach der Betrachtung für die Rentenversicherung ja unerheblich

        • Private (kapitalgedeckte) Altersvorsorge ist aber unnötig teuer und außerdem risikobehaftet.
          Unnötig teuer, weil immer jemand dabei ist, der mitverdienen will. Risikobehaftet, weil schlimmstenfalls Totalverlust droht.
          Der kleine Norbert hatte schon ganz recht. Die Rente ist sischa. Und zwar nur die staatliche Rente.
          Denn in unserem System wird es immer jemanden geben, der das Geld erwirtschaftet.
          „Schlimmstenfalls“ Maschinen… Wobei ich es eigentlich gar nicht so schlimm finde, wenn Maschinen die komplette Arbeit erledigen würden. Allerdings fehlt es dann bspw. an Anerkenung, was für die meisten Menschen ein nicht ganz unwichtiger Punkt ist. Und natürlich muss das erwirtschaftete Geld dann so verteilt werden, dass alle Menschen (im Staat) damit ein menschenwürdiges Leben führen können.

          Nur das du gegen die private Altersversorgung einen garantierten Anspruch in Geld hast.

          Nützt dir aber nichts, wenn du ihn nicht durchsetzen kannst.

        • Die allgemeine Rentenversicherung wird die nächsten 30 JAhre nicht überleben. Außerdem was hilft die Geld, wenn dich im Alter keiner besucht?
          So manche Leute werden noch ihr böses Erwachen haben.

      • Für das Argument ‚wer kümmert sich im Alter um dich?‘ gibt es eine ganz fiese Gegenfrage:

        „Und, wie gut klappt das bei deinen Eltern?“

        Ca. 90% aller Leute denen ich das entgegnet habe werden dann ganz schnell sehr still oder fangen an zu rationalisieren.

        Ernsthaft: In globalisierten Zeiten drauf zu hoffen das die Kinder sich um einen kümmern werden ist verantwortungslos. Wie soll das funktionieren wenn sie hunderte von Kilometern entfernt wohnen, wenn nicht gar auf einem anderen Kontinent? Kinderlose haben sogar einen Vorteil: Sie können nicht der Illusion verfallen daß der Nachwuchs sich schon um einen kümmern wird und müssen selbst sich um Alternativen kümmern.

    • Rational ist es nicht, stimmt. Aber zu den wesentlichen Fragen des Lebens reicht Rationalität nicht hin. Diese aber bestimmen, im grundlegenden Hintergrund, das Leben fundamental.
      Wesentliche Fragen, nicht rational beantwortbar: die Tatsache unserer Sterblichkeit, der Umgang mit dem real wirksamen Bösen, die Frage nach dem Sinn des Lebens.

      Diese Fragen kann man mit dem Verstand nicht sinnvoll beantworten. Diese Fragen beantwortet man durch die Art und Weise, wie man lebt.

      Kinder zu haben ist rational betrachtet Unsinn.
      Kinder zu haben ist existentiell betrachtet Sinn.

      • Man (ich) kann sich (mich) rational dem Kinderwunsch verschließen, aber trotzdem emotional und lebendig sein. Im Glauben, in der Spiritualität, in der Neugier auf das Leben und das Neue, im Kontakt und in der Verbindung zu anderen Menschen, auch zur Partnerin (vermutlich ist das alles das, was Du mit „existentiell“ meinst). Das gelingt auch mit Kindern, aber das hat eben – rational betrachtet – sehr viele Nachteile.

        • Es ist ja der Staat, der versprochen hat die Versorgung im Alter zu übernehmen. Damit hat er Kinder für diesen Zweck entwertet. Ja, regelrecht „entwertet“!
          Du kannst rational sein und auf das staatliche Versprechen bauen, du kannst aber genauso skeptisch sein und diesem Versprechen misstrauen, was ja ebenfalls rational ist. Am Ende des Tages wird man dann sehen.

      • „die Tatsache unserer Sterblichkeit, der Umgang mit dem real wirksamen Bösen, die Frage nach dem Sinn des Lebens“

        Das höre ich oft, wenn es um das Pro für Kinder geht. Mich beschäftigen diese Fragen überhaupt nicht, bzw ich kenne die Antworten:

        Sterblichkeit: Jedes Lebewesen stirbt. Meine Existenz ist für den Gang der Welt vollkommen belanglos.

        Sinn des Lebens: Gibt es objektiv nicht. Die Naturwissenschaft zeigt das sehr deutlich.
        Sinn kann nie individuell gefunden werden. Und für mich ist diese Suche belanglos. Ich betrachte sie als Zeitverschwendung und versuche statt dessen, zu leben, wie ich möchte.

        „der Umgang mit dem real wirksamen Bösen,“

        Kein Kommentar, da ich die These nicht verstehe.

          • Weil das Individuum subjektiv ist. Es kann den Sinn seines Lebens nur durch seine subjektive Interessen und die Erfüllung seiner Wünsche finden.

          • Das würde voraussetzen, dass jeder einen Sinn im Leben sieht bzw. einen hat. Zudem müsste man unterstellen, dass nie zwei Leute den gleichen Sinn im Leben haben. Ich halte dies nicht für sehr wahrscheinlich.

          • Du hast natürlich recht. Du musst einige Leute abziehen. Ich zum Beispiel finde die Frage nach dem Sinn des Lebens blödsinnig und stelle sie mir daher gar nicht erst.

          • Das hängt stark davon ab, was du mit „Sinn des Lebens“ verbindest. Für mich gibt es erstmal nur einen Lebensplan, wo ich eben hin will. „Sinn des Lebens“ ist für viele eine Einladung zu irrationaler Träumerei.

          • „Korrektur: Sinn kann NUR individuell gefunden werden.“

            Ah, ich ließ schon die Fingergelenke knacken und wollte gerade in die Tasten zum Protest hauen. 😉

            Es gibt keinen Sinn DES Lebens, sondern nur einen Sinn IM Leben. Und den muss jeder für sich bestimmen.
            Ich habe zwei Kinder großgezogen (oder – dank unserer asozialen Justiz – weitgehend nur die ersten vier Jahre) und bereue keine Minute, die ich mit ihnen verbracht habe.
            Es gab anstrengende Tage, aber auch wunderschöne, schöner, als alle anderen mit Erwachsenen.
            Kinder fordern einen heraus, die Welt neu zu sehen und zu überdenken, laden den Papa zu spannenden Reisen in magische Wirklichkeiten ein.

            Was wäre meine Alternative gewesen? Morgens aufstehen, frühstücken, zur Arbeit gehen, abends zurückkehren, vielleicht was zu Essen kochen, vor die Glotze setzen, Zähne putzen und ab in die Federn.
            Und das vom 17. bis zum 67. Lebensjahr.
            Geld verdienen, sparen, Urlaub machen, ne Frau lieben, ne Frau verlieren, nächste Frau lieben, nächste Frau verlieren, …, dazwischen das große Nichts.

            Nee, die Zeit mit den Zwergen ist begrenzt, aber wenn man sie intensiv nutzt, kann man davon sein ganzes Leben zehren.
            Und wenn man nicht der letzte Arsch war, kriegt man irgendwann vielleicht ein oder zwei liebe Schwiegertöchter und ein paar Enkel …

            Prima beschrieb das Peter Fox in „Haus am See“

          • „Kinder fordern einen heraus, die Welt neu zu sehen und zu überdenken, laden den Papa zu spannenden Reisen in magische Wirklichkeiten ein.“

            Dazu brauche ich keine Kinder ☺

          • „Was wäre meine Alternative gewesen?“

            Alles andere? Für sich leben? Die Welt entdecken (und zwar nicht mit der absurden Interpretation von Kindern)? Wissen sammeln? In sich ruhen?

          • „Nee, die Zeit mit den Zwergen ist begrenzt, aber wenn man sie intensiv nutzt, kann man davon sein ganzes Leben zehren.
            Und wenn man nicht der letzte Arsch war, kriegt man irgendwann vielleicht ein oder zwei liebe Schwiegertöchter und ein paar Enkel …“

            Jeder, wie er mag. Mich reizt das nicht.

          • „Alles andere?“

            Das ist mir zu unkonkret.
            Dieses „Alles andere“ war irgendwann eben nur noch das oben Beschriebene.
            Ein Dahinvegetieren, das mich als Mensch kaum mehr von einem Pantoffeltier unterscheiden ließ.

            „Für sich leben?“

            Hab ich. War irgendwann todlangweilig.

            „Die Welt entdecken (und zwar nicht mit der absurden Interpretation von Kindern)?“

            Während meines Studiums lebte ich mit einer Kommilitonin in einer WG und ich liebte es, mit ihr auch absurde Interpretationen der Welt zu diskutieren. Das war eine sehr inspirative Zeit. Als das reine Berufsleben anfing, lernte ich, dass meine Altersgenossen mehr dahinvegetierten, als zu leben. Sie waren „erwachsen“ im übelsten Sinne.

            „Wissen sammeln?“

            Noch mehr? Mich interessiert seit meiner Jugendzeit alles, was die Welt zusammenhält, manchmal nervt mich das schon selbst.
            Und gerade kleine Kinder bürsten gegen den Strich und stellen Faktenwissen in Frage.

            „In sich ruhen?“

            Wäre schön, wenn ich das könnte. Aber die Hoffnung hab ich längst aufgegeben. Die einzige Fähigkeit, die ich wirklich vermisse.

          • Siehste, das sind halt Deine subjektiven Erfahrungen. Ich habe andere. Ich habe keinen großen Bezug zu Kindern, bin gerne alleine, brauche niemanden um mich.
            Ick kann tagelang in meiner Wohnung sitzen, ohne herauszukommen, umgeben alleine von Büchern, Grafikdesign und sozialen Medien.

        • Deine Haltung zum Leben würde ich nennen: atheistischen Hedonismus.
          Übrigens ganz nahe verwandt dem neoliberalen Menschenbild: homo oeconomicus.

          Ich nehme an, Du bist noch so jung, daß das Alter sich noch nicht konkret sichtbar macht, hast keine großen Sorgen um Deine Gesundheit, keine um Dein materielles Einkommen, wenig Verantwortung für andere übernommen, bist noch nicht denkend an die Ränder und Abgründe des Rationalismus gelangt, etc.
          Kurz gesagt: bist in sehr privilegierter und materiell wie intellektuell in bequemer Lage.

          Da funktioniert diese Lebenshaltung natürlich sehr gut.
          Nichts dagegen! Jeder soll auf seine Art durch´s Leben gehen.
          (Wenn es mir nicht aggressiv als die eigentliche Erkenntnis verkauft wird – was bei Dir ja nicht der Fall ist.)

          • „Ich nehme an, Du bist noch so jung“

            35

            „hast keine großen Sorgen um Deine Gesundheit

            Das ist richtig.

            „keine um Dein materielles Einkommen“

            Mehr oder weniger.

            „wenig Verantwortung für andere übernommen“

            Dafür gibt es auch keine Notwendigkeit. Man kann so etwas imgewissen Grad steuern.

            „bist noch nicht denkend an die Ränder und Abgründe des Rationalismus gelangt, etc.“

            Welche sollten das sein?

            „Da funktioniert diese Lebenshaltung natürlich sehr gut“

            Bist Du denn der Meinung, wenn ich religiös wäre, asketisch und scharf auf Kinder, wäre mein Leben besser?

          • „Bist Du denn der Meinung, wenn ich religiös wäre, asketisch und scharf auf Kinder, wäre mein Leben besser?“

            Aber nein! Ich sag ja, ein jeder soll sich das Narrativ bilden, mit dem er gut fährt. Ich nehme an, Dein Leben ist gut. Also hast Du für Dich recht. Wie sollte ich mir anmaßen, wissen zu können, was für Dich richtig ist? Ich könnte es nicht einmal dann wissen, wenn wir gute Freunde wären. Nur Du kannst das wissen.

            Ich habe nur ein paar Voraussetzungen erwähnt, die dieses Narrativ („hedonistischer Atheismus“) braucht. Und Du hast sie mir, Punkt für Punkt, bestätigt. Und ich habe erwähnt, daß diese Voraussetzungen einen recht angenehmen, privilegierten Zustand bezeichnen. Den ich Dir gönne!
            (Mir geht´s auch nicht schlecht…)

          • „Ich habe nur ein paar Voraussetzungen erwähnt, die dieses Narrativ („hedonistischer Atheismus“) braucht. Und Du hast sie mir, Punkt für Punkt, bestätigt.“

            Nun ja, ich arbeite 8 Stunden am Tag, auch an Wochenende, habe ne Einzimmerwohnung, keinen Partner und weniger Sex als ich möchte.Ob das nun hedonistisch ist, mögen andere entscheiden.

          • PS.: Wenn aber diese Voraussetzungen sich ändern, wird der rationale Hedonismus allerdings rasch brüchig. Die Realität des Lebens und das Narrativ des Lebens sind dann nicht mehr kohärent. Die Folge: Brüchigkeit in der Authentizität, ein schwaches „Ich“, Angst um die Identität, etc.
            Die Folge: Das Gefühl von Schwäche, Projektion dieser Schwäche nach außen, Ressentiment, Wut, auch Depression, Einsamkeit, etc.
            (Gut zu studieren bei zahlreichen Feministinnen.)

            Selig jene, die, bei veränderten Voraussetzungen dazu imstande sind ihr Narrativ zu überdenken. Und es zu ändern. Aber für Dich gibt es dazu natürlich derzeit keinerlei Anlaß. Genieße es!

          • „Die Realität des Lebens und das Narrativ des Lebens sind dann nicht mehr kohärent.“

            Das würde voraussetzen, dass du meine Narrative des Lebens kennt.

          • „Ob das nun hedonistisch ist, mögen andere entscheiden.“

            Hedonistisch ist vielleicht nicht Deine Lebensrealität, aber Dein Lebensbild – was ja verschiedene Dinge sind. Hatte ich zumindest das Gefühl. Täusche ich mich?
            Wobei: Ich werte ja Hedonismus nicht ab. Insofern wäre es kein sozusagen bösartiges Mißverstehen meinerseits, durchaus ein freundliches.

          • Adrian, natürlich kenne ich Deine Narrative nicht wahnsinnig gut. Trotzdem hab ich Dir auf ein Posting hier geantwortet. Nimm´s mir nicht krumm. Ich hab Dich weder angegriffen, noch hab ich Deine Meinung, Dein Weltbild – das sich ja in all unseren Postings indirekt abbildet – attackiert, verächtlich gemacht oder als falsch bezeichnet. Ich hab halt was dazu gesagt, nimm das bitte nicht auf falsche Weise persönlich, so war es nicht gemeint.

          • Ich nehme es nicht persönlich. Es interessiert mich bloß. Ich glaube schon, dass narrativr das Leben prägen. Meine Narrative sind

            Mein Leben gehört mir.
            Es gibt keinen Sinn des Lebens.
            Wir alle müssen sterben.
            Meine Existenz ist für die Welt irrelevant.

          • #Adrian
            „Mein Leben gehört mir.“
            Zustimmung.
            „Es gibt keinen Sinn des Lebens.“
            Naja, lassen wir das. Vielleicht nicht, vielleicht schon.
            „Wir alle müssen sterben.“
            Klar.
            „Meine Existenz ist für die Welt irrelevant.“
            Da irrst Du Dich.

            Genauer wäre es zu sagen: „Welche Relevanz meine Existenz habe, kann ich nicht WISSEN.“
            Du kannst es nämlich deshalb nicht wissen, weil Du – niemand – genügend Feedback zu Deiner WIRKUNG bekommst.

            Einfaches, etwas plumpes Beispiel.
            Du bemerkst, daß eine Kassiererin im Supermarkt erschöpft und überlastet ist. Die Kundschaft ungeduldig, die Stimmung nervös.
            Du reagierst, indem Du ein freundliches Wort an sie richtest.
            Sie freut dieser kleine, menschliche Interaktion eines Fremden.
            Und eine Freundin fällt ihr ein, von der sie schon länger nichts gehört hat.
            Sie ruft diese Freundin an. Die Freundin war kurz davor, Selbstmord zu begehen. Der Anruf, das Treffen ihrer Freundin verhindert das.
            Deine kleine Freundlichkeit hat einen Selbstmord verhindert.
            Deine Existenz war relevant.

            Wir sind deshalb relevant für die Welt, weil wir, ob wir wollen oder nicht, unablässig in ihr wirken und bewirken. Wir können gar nicht irrelevant für die Welt sein, selbst wenn wir das wollten.
            Wir können diese Relevanz nicht wissen, weil die Welt nicht rational, sondern komplex und teilweise chaotisch strukturiert ist.

          • „Mein Leben gehört mir.
            Es gibt keinen Sinn des Lebens.
            Wir alle müssen sterben.
            Meine Existenz ist für die Welt irrelevant.“

            Das ist doch ’ne astreine Basis.
            Habe ich mal sehr ähnlich gesehen und ging mir prima damit.
            Wenn man dazu noch etwas hat, was man in Momenten der Ruhe genießen kann – und da ist vieles möglich – wat willse mehr?

          • „Mein Leben gehört mir.
            Es gibt keinen Sinn des Lebens.
            Wir alle müssen sterben.
            Meine Existenz ist für die Welt irrelevant.“

            Alles richtig, wäre mir aber doch ein bisschen zu dünn für ein ganzes Leben.
            Wie ich schon oben schrieb, darf man nicht den Sinn DES Lebens suchen, sondern muss dem eigenen Leben einen Sinn geben.

            Ich hatte mir das Ziel gesetzt, mindestens einen Menschen glücklich zu machen. Und da kamen mir die Kids gerade recht 😉
            Und – ohne mir selbst auf die Schulter klopfen zu wollen – das ist mir ziemlich gut gelungen.

            In summa denke ich, dass ich mehr Lebensglück bekommen habe, als ich in die Kinder investierte.
            Und das ist doch entscheidend, da bin ich ganz hedonistisch 😉

    • Rationalität gibt es nicht, die Ziele setzen IMMER die Gefühle. Der Mensch ist kein Vernunftwesen.

      Bei dir sind es halt überwiegend negative Gefühle gegenüber Kindern und daher praktizierst du ein Vermeidungsverhalten, bei anderen sind es eher positive. Ich würde niemals auf Kinder verzichten, ein Leben ohne Kinder und Familie wäre für mich sinnlose Zeitverschwendung (egal wie hoch die Mühen sind). Ich hänge nicht so sehr an Luxus und bin mir bewusst, dass ich irgendwann ins Gras beißen werde und (außer meinem Nachwuchs) nichts von mir übrigbleiben wird.

    • Ich bin Vater aus Selbstverwirklichung.
      Andere verwirklichen sich halt mit anderen Dingen (dickes Auto, Reisen, den Everest erklimmen). Wer keinen Bock auf Kinder hat, solls eben lassen und dann sich auch konsequent sterilisieren lassen (oder zumindest immer Gummis benutzen).
      Und der ganze Stress (Weinen, Windeln, Wehwehchen)? Wie sagte schon Dr. Bob Kelso in Scrubs: Nichts, wofür es sich zu leben lohnt, bekommt man geschenkt!

      • „Wie sagte schon Dr. Bob Kelso in Scrubs …“

        Eine wunderbare Serie, so herrlich unkorrekt im feministischen Sinne.
        Hab ich vor ein paar Wochen erst durch meinen Sohn kennengelernt.

  4. Ich denke, viele Männer haben Kinderwunsch.
    Sie wollen aber auch bestimmen, wann sie Kinder haben. Frauen wollen aber allein entscheiden.
    Habe mich mal mit einem aus dem Sportverein unterhalten. Der wusste, dass die Freundin ihm die Kinder untergeschoben hatte, ist aber trotzdem geblieben.
    Ich denke, daher können Männer sich nicht so freuen wie Frauen.

    • Kinder unterschieben ist riskant für die Frau, zuweilen auch reichlich dumm, denn mit gemeinsamer Absprache, kann man u.U. viel mehr erreichen und die Sache harmonischer angehen. Außerdem belastet es die Beziehung.

      Ein Problem entsteht für die Frau nur dann, wenn sie das Gefühl hat, der Mann schiebt es immer weiter hinaus und will eigentlich gar nicht. Die ehrliche Methode wäre dann ein offenes Gespräch, vielleicht auch Druck. Ist sie dafür zu feige, kann sie mit „unterschieben“ versuchen, ob seine Trägheit und Anpassungsfähigkeit groß genug für ein Kind ist. Wenn nicht, dann ist er weg.

      „Frauen wollen aber allein entscheiden.“

      Habe ich nie beobachtet, klingt auch nicht plausibel. Warum sollten Frauen pauschal so denken? M.E. tun sie das nur, wenn die Vorstellungen extrem voneinander abweichen. An Stelle der Frau, würde ich mich dann aber eher nach einem anderen umsehen oder nochmal neu verhandeln.

      „Ich denke, daher können Männer sich nicht so freuen wie Frauen.“

      Männer brauchen idR etwas länger (und überhaupt den Willen) um eine Beziehung zum Kind aufzubauen. Sie haben es ja nicht in sich getragen und auch nicht die Hormonwellen erlebt, wie die Frau. Es gibt aber auch Frauen, die nicht im Glück versinken (auch wenn sie es vielleicht spielen, weil sie glauben, es wird erwartet). Das ist individuell sehr verschieden.

  5. Sehr grob gesagt, ohne damit Individuen zu meinen, läßt es sich, denke ich, auf folgende Formel bringen:
    Die Frau will Kinder also auch einen Mann.
    Der Mann will eine Frau also auch Kinder.
    Und paßt ja eigentlich gut zusammen, ergänzt sich.
    Das Ergebnis ist: Familie.
    Gute und simple Basis, auf der sich Gesellschaft weiter organisieren, differenzieren, entwickeln könnte.
    Familie natürlich nicht eng oder ideologisch definiert gemeint. Kann in vielen Spielarten gelebt werden.

    Deren Hauptgegner sind, ineinander merkwürdig verwoben, der Neoliberalismus und der Feminismus.
    Der Neoliberalismus bekämpft und zerstört jedes soziale System, das nicht auf Geschäftsinteressen gründet. Es steht der totalen Profitisierung von Mensch und Gesellschaft im Wege.
    Hausarbeit und Kindererziehung in Familien als „unbezahlte Arbeit“ zu bezeichnen, ist nicht nur im Interesse des Feminismus – der in „Familie“ einen ideologischen Gegner sieht – sondern auch im Interesse des heutigen Kapitalismus: nur dort, wo Arbeit „bezahlt“ wird, ist sie von kreditfinanziertem Geld abhängig, bringt Zinsen und Steuern, vermehrt den wachsenden Reichtum der wenigen.

  6. Ich bin schwul, aber der Kinderwunsch ist da und eigentlich der härteste Schlag, der mir die sexuelle Orientierung zufügt. Klar, theoretisch ließe sich was machen, aber eigene sind halt schon was anderes. Ansonsten ist es toll, einen Mann als Partner zu haben, so unkompliziert im Vergleich zu allem, was ich von Heteros mitbekomme.

    Ich finde Kinder generell rational, wobei unsere heutige Gesellschaft durch ihre Männerfeindlichkeit es teilweise irrational macht.

    • Ich sehe das so:
      Wer auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen kann, sollte auch keine haben.
      Man kann nicht alles im Leben haben.
      Wenn der Preis für Kinder das Zusammenleben mit einer Frau sind, verzichte ich dankend.

      • „Wer auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen kann, sollte auch keine haben.“
        Absolut richtig. Ein „Recht auf Kinder“ ist unsinnig und gibt es auch nicht.
        Sich KInder zuzulegen, weil man damit sein Ego aufpumpen möchte, halte ich für Kinderschänderei.

      • „Wenn der Preis für Kinder das Zusammenleben mit einer Frau sind, verzichte ich dankend.“

        Och, das ist selbst unter Heteros mittlerweile eher die Ausnahme.
        Rein statistisch bist Du eh nach spätestens 5 Jahren entsorgt 😉

    • Das ist ein Problem, das aber auch gar nicht so wenige Hetero Männer haben. Es ist für einen Mann der Kinder will aber keine Frau dafür erobern kann doch recht schwierig. Umgekehrt ist es für Frauen wohl meist kein Problem. Ich kenne nicht wenige, die sich ein Kind haben machen lassen, der Erzeuger dann aber wieder seiner Wege geschickt wurde oder gegangen ist. Nicht zu vergessen Samenbanken.

  7. Ich denke, die Linie bzgl. der Kinder verläuft nicht zwischen Mann und Frau sondern zwischen Graden der Fixierung auf das Individuum. Wer sich als Teil einer Gruppe begreift wird – so meine These – eher auch einen Sinn in der Aufzucht von Kindern erkennen.

    Das Gefühl eines Vaters, dem eigenen Kind beim Gelingen von etwas Schwierigem zuzusehen, ist unbeschreiblich. Es ist nicht nur Stolz, es verleiht der eigenen Existenz einen größeren Rahmen. Umgedreht sind die möglichen Tiefen durch ein Unglück der Kinder natürlich auch potenziert.

    Aber es ist schwierig solche Sachen auf rationaler Ebene zu transportieren und erst recht, wenn der Gegenüber die Kinderfrage als Bilanzierungsvorgang begreift.

  8. Ist nicht durchgehend meine Erfahrung. Ich habe schon Frauen getroffen, die betonten keine Kinder zu wollen (vielleicht wollten sie mich nur beeindrucken), das hatte sich dann ab dem Moment für mich erledigt.

    Meine jetzige Frau war nicht sehr kinderaffin und wusste nicht, ob sie welche will, kommt aber jetzt gut mit ihnen klar und bereut es auch nicht.

    Meine allererste Freundin wollte so zeitig wie möglich ein Kind (sie war gerade 17 oder 18 und ich um die 20), aber da schob ich das auf ihre Minderwertigkeitskomplexe (die wollte halt auch mal was machen, was sie vermeintlich kann), da hatte ich kein gutes Gefühlt dabei (sie hat mittlerweile welche, aber nicht von mir 🙂

    Insgesamt eher durchwachsen, auch was das generelle Interesse an Kindern angeht, aber klar, bei Frauen trotzdem häufiger und oft schon im Kindesalter stärker ausgeprägt, kann man schon beobachten. Aber es gibt durchaus auch eine nennenswerte Überschneidung bei den Geschlechtern.

    Ich schätze das hängt auch davon ab, wie man das selbst erlebt hat, welches Verhältnis man zu „Familie“ hat. Ich habe Familie immer als starke Bindung erlebt und hatte viele jüngere Geschwister, etwas in der Art strebt man als Erwachsener dann natürlich auch an. Ein Einzelkind, vielleicht von Scheidungseltern oder in Kiga-Dauerunterbringung sieht vermutlich viel weniger, was ihm fehlt, da greift dann das biologische Programm stärker (und das ist bei Frauen ausgeprägter).

  9. Ich wollte Kinder haben seit ich 18 war.
    Vater zu sein sollte für mich aber mehr sein, als nur das Geld ranschaffen. Ich wollte meinen Teil zur Pflege und Erziehung beitragen. Schon zu Schulzeiten (vor über 20 Jahren) habe ich dafür plädiert, ein Modell einzuführen, welches Eltern ermöglicht, 50% zu arbeiten und 50% Eltern zu sein.
    Bevor ich Kinder in die Welt setzen wollte, brauchte ich noch eine halbwegs gesicherte Existenz (Ausbildung, Job, usw.).
    Der meiner Meinung nach leichteste Teil, erwies sich als der schwerste: eine Frau zu finden, die dabei mitmacht (wohlgemerkt, die auch 50% arbeitet).
    Ich habe mehrfach Glück gehabt: ne Frau mit sehr ähnlichen Vorstellungen von Familie gefunden und einen Job im öffentlichen Dienst mit Verbeamtung ergattert.
    Interessanterweise gibt es in meinem privaten Umfeld mehrerer Männer, die so ähnlich denken wie ich. Männer, die zumindest formal gute Partien wären aber Ladenhüter sind.

    • Ich gratuliere dir! Du scheinst wirklich viel Glück zu haben! Auch ich würde mir so ein Leben wünschen und bin bis dato ebenfalls ein Ladenhüter.

  10. Ich sprech mal für mich: zunächst ein entschiedenes „nicht für mich“, habe dann aber doch zwo Jungs ko-produziert.

    Als sie da waren, war ich mit denen voll auf die Strunz. Zuerst Kinderwagen, dann am Händchen, dann auf dem Dorffest, als die beiden ihr erstes Fahr- und Dreirad fuhren. Später hat eine Frau mir gesagt, ich sei total überfordert gewesen, aber trotzdem gut drauf.

    Mir haben sie was gegeben, vielleicht mehr als ich ihnen. – Heute sind sie erwachsen. Letztes Jahr haben sie meine Küche aufgebaut.

    Falls ich morgen tot umfalle, kann ich konstatieren: hat sich aber gelohnt. (Wie oben angedeutet, nur für mich gesprochen.)

  11. Es ist einige Jahre her, aber ich erinnere mich an einen Artikel über die geringe Geburtenrate in Deutschland.
    In diesem Artikel wurde unter anderen erwähnt, dass sich 90% aller deutschen Frauen Kinder wünschten, aber „nur“ 75% aller deutschen Männer.
    Der Artikel schloss damit, dass, wenn man die Geburtenrate in Deutschland erhöhen möchte, man sich insbesondere drauf konzentrieren muss, Männer das Kinder kriegen wieder attraktiv zu machen.

    • „Der Artikel schloss damit, dass, wenn man die Geburtenrate in Deutschland erhöhen möchte, man sich insbesondere drauf konzentrieren muss, Männer das Kinder kriegen wieder attraktiv zu machen.“

      Ach, das hab ich schon vor über 10 Jahren gesagt – trotzdem werden Männer in den Medien weiter verteufelt und nur Frauen gefördert.

      Ich kenne andere Zahlen, wonach Frauen im Schnitt 1,78 Kinder wollen, Männer irgendwas bei 1,34.
      Und die Geburtenrate orientiert sich weit mehr an dem Kinderwunsch der Männer, denn an dem der Frauen.
      Hatte das als Leserbrief an den SPIEGEL geschickt, als es dort einen Artikel über den gesunkenen Kinderwunsch der Frauen ging.
      Der Redakteur kannte meine Zahlen nicht und rief mich extra an, um sich nach der Quelle zu erkundigen.
      Einen Tag später rief er erneut an und bedauerte, dass mein Kommentar leider nicht gedruckt würde, weil seine Chefin(!) entschieden hatte, gar keine Kommentare zu dem Thema aufzunehmen.
      In der darauffolgenden Woche gab es dann doch einige Leserbriefe, die aber alle einem feministischen Tenor folgten.
      So schafft man sich seine eigene Wirklichkeit.

  12. Ich liebe Kinder und zwar auf völlig instinktiver Ebene. So wie ich einen Ball treten und Brüste greifen will, so will ich kleine Kinder knuddeln: Ohne jede Überlegung einfach aus der Emotion heraus. Der größte emotionale Schmerz meines Lebens ist es wohl mit Mitte 30 noch kein Vater zu sein. Aber natürlich möchte ich nicht der Bezahl-Papa sein, sondern am Leben meiner Kinder teilhaben. Hausmann? Ich würde das sofort machen! Sinnleere Meetings gegen Zeit mit deinem Nachwuchs einzutauschen, das wäre für mich keine wirklich schwere Entscheidung.
    Was ich aber emotional niemals aushalten würde: Meine Kinder lediglich alle 14 Tage zwei Stunden bei Kino und McDonalds zu sehen. Bestenfalls würde mich das zum Alkoholiker, schlimmstenfalls zum Amokläufer machen. Mit ein Grund, warum ich Dauersingle bin. Ich habe schlichtweg noch keine Frau gefunden, der ich das entsprechende Vertrauen gegenüberbringe.

    Allerdings bin ich mit diesem heftigen Kinderwunsch unter männlichen Bekannten vergleichsweise allein. Es gibt gefühlt drei Gruppen: Männer mit deutlichem aber moderatem Kinderwunsch (i.d.R. solide Familienväter die ihre „Mama“ wiedergeheiratet haben), Männer die dem neutral gegenüberstehen („Meine Frau wollte halt Kinder“) oder sogar negativ – und trotzdem teilweise Väter sind. Wobei ich nie im Leben verstehen werde, wie man so dermaßen passiv sein kann und einer lebenslangen Verpflichtung zustimmen kann nur „weil die Frau das halt gerne haben möchte“.

    • „Was ich aber emotional niemals aushalten würde: Meine Kinder lediglich alle 14 Tage zwei Stunden bei Kino und McDonalds zu sehen.“
      Damit würdest Du in D. noch zu den üblichen Glückskeksen gehören. Gerätst Du an eine psychopathische Feministen-/Mutterkultlerbande in Jugendamt, Gericht etc, siehst Du Dein Kind nie wieder. Die haben Scheinbefriedigung daran Kinder und Väter zu vernichten.

  13. Ich kann nur für die vielen männlichen Kollegen sprechen, mit denen ich in diversen Projekten zusammengearbeitet habe. Und da muß ich erstaunt feststellen: Die meisten waren Vater – und zwar mit Leidenschaft.

    Ich bin immer wieder erstaunt, wie stark sich diese Typen für ihre Kinder engagieren, mit welcher Begeisterung.

    Häufig trotz negativer Erfahrungen. Ich hatte z. B. einen Kollegen, dessen Tochter war 15. Sie hat praktisch nicht mehr mit ihren Eltern geredet, weil – die waren ihr einfach peinlich. Über die Mutter kann ich nichts sagen, aber der Vater war einfach nur cool – jedenfalls auf der Arbeit. Tja, die Tochter hat das wohl anders gesehen.

    Ein anderer Kollege hatte Kummer, weil seine Tochter, gerade mal 12, unbedingt aufs Internat wollte – Hauptsache weg von ihren Eltern. Was der Typ sich für einen Kopp gemacht hat: was er und seine Frau wohl falsch gemacht hätten, wie sie der Tochter ein befriedigendes Elternhaus bieten könnten, usw.

    Das hat mich am meisten verblüfft, und auch gerührt: Daß diese Väter auch dann für ihre Kinder arbeiten, wenn diese Kinder sie ablehnen oder zurückstoßen, oder sonstwie Schwierigkeiten machen (z.B. immer wieder die Schule schwänzen). Ja, das muß wohl echte Liebe sein.

    Ja, und dann natürlich die andere Sache: Häufig dieses schlechte Gewissen bei den Vätern, weil zu lange auf Arbeit, zu wenig bei der Familie. Der Spagat zwischen den Anforderungen der Arbeitswelt – täglich – und den Verpflichtung gegenüber den lieben Kleinen. Eigentlich sehr traurig.

  14. Ich wollte immer Kinder aber „nicht jetzt“. Der Entschluss, dass es jetzt sein muss, kam für mich dann daher, dass meine Partnerin zu alt zu werden drohte. Aus Gründen der Fairness ihr gegenüber musste ich also entscheiden, ob ich mit ihr Kinder haben will (dann sofort) oder nicht, und dementsprechend die Beziehung beenden, damit sie noch eine Chance hat mit jemand anderem glücklich zu werden.

    Ansonsten hätte ich auch noch 10 Jahre gewartet.

  15. Ich wollte Kinder und habe mit meiner Frau ganz einvernehmlich zwei gezeugt. Es ist das mit großem Abstand größte, schwierigste, verrückteste und teuerste Projekt meines Lebens. Im Gegensatz zu allen Ratgebern u.ä. sind Kinder nämlich genauso individuell wie Erwachsene und Papa sein gleicht einer Wanderung auf einem schmalen Grat im Nebel. Absturzgefahr jederzeit inbegriffen. Insbesondere die Tochter hat uns während der Pubertät zeitweise schier in den Wahnsinn getrieben (Mutter/Tochter konnten ca. 3 Jahre überhaupt nicht miteinander reden) und die Baby/Kleinkindzeit war brutal anstrengend. Aber jetzt sind sie an der Schwelle zur Welt der Erwachsenen und was sich dort entfaltet, ist so unglaublich wundervoll, dass es nicht zu Beschreiben ist. Klar, ein Absturz kann jederzeit erfolgen (falsche Freunde, Drogen, Krankheit, Unfall etc.), aber ich ernte jetzt als Papa so viel Liebe und Respekt von meinem Kindern. Kaum zu Glauben eigentlich und ein großes Glück.

  16. Es ist eine Altersfrage, eine Frage des Umfelds, der Ursprungsfamilie, des Jobs und der Reife. Also nicht so einfach.

    Ich für meinen Teil habe viel zu spät gemerkt, dass Kinder und Familie etwas ganz Wunderbares sind. Ich habe zwar eine Tochter und freue mich jeden Tag darüber, aber ich hätte gern viel mehr Kinder gehabt.

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