„Jede Frau wurde schon einmal belästigt“ – Ich vermute mal jeder Mann auch

Im Rahmen von #MeToo gab es häufiger Aussagen wie „Jede Frau wurde schon mal belästigt“ oder „jede Frau hatte schon mal ungewollt eine Hand auf ihrem Hintern“.

Und damit soll dann belegt sein, dass alle Frauen unter Belästigungen leiden. Dabei kommen aus meiner Sicht verschiedene Punkte zu kurz:

1. Es wäre dann immer noch relativ selten

Eine Hand auf den Hintern bei 100.000den von Sozialkontakten bedeutet erst einmal nichts. Wenn eine Frau 35 Jahre alt ist (und danach dürften die unerwünschten Berührungen an Öffentlichen Orten noch seltener werden) dann war sie unzähliche Male aus, hat sehr viele Leute getroffen, wurde von 99% davon anständig behandelt und es hat ihr einer mal an den Hintern gegriffen. Das ist keine Rape Culture, dass sind die Unannehmlichkeiten des Lebens.

2. Jedem ist schon einmal etwas unangenehmes passiert.

Männer werden ebenfalls ihre Erlebnisse gehabt haben, teilweise auch mit sexueller Belästigung, teilweise dann eben anderer Art. Es wird sie vielleicht eher mal jemand bedroht haben oder sie waren in einer Situation wo es unprovoziert zu tätlicher Gewalt zu kommen drohte. Sie waren eher mal in einer Situation, wo sie angeschrien wurden oder sie derjenige waren, der im Zweifelsfall beschützen musste. Wir würden dennoch nicht von einer Violence Culture reden.

Ich meine ich hatte schon einmal einen Artikel dazu, kann ihn aber gerade nicht finden, in dem es darum geht, dass der Feminismus die Sonderstellung weiblicher Sexualität als etwas, bei dem auch der kleinste Übergriff etwas absolut schlimmes ist, ausbaut, während viele Frauen nach meiner Erfahrung ein ganz anderes Verhältnis dazu haben, und sich bewußt sind, dass es Grauzonen gibt, in denen Hürden erst eine sexuelle Spannung aufbauen, in der eine Hand auf dem Arsch etwas ist, was einen nicht lange beschäftigt oder in denen ihnen ein etwas zu forsches Verhalten lieber ist als ein zu vorsichtiges.  Wer langweilig ist und sich nicht traut, der landet eher in der Friendzone, und das Konsensprinzip, gar das enthusiatistische Konsensprinzip würden viele Frauen vielleicht eher als Beschneidung ihrer Kommunikation und ihrer Möglichkeit ihn zu testen ansehen. 

Man könnte auch andere Geschlechterverhalten im Flirtbereich dazu nehmen: Würden wir es als Belästigung anprangern, wenn eine Frau einen Drink oder ein Essen schnorrt ohne wirklich an dem Mann interessiert zu sein oder andere Formen des „Flirtens um etwas zu erlangen“, dann wäre die Belästigungsschwelle bei Männern natürlich auch hoch.

Es wäre interessant mal allgemein die typischen Unannehmlichkeiten aufzustellen, die Männern und Frauen oder Menschen allgemein passieren, die sich in diesem Bereich bewegen. Also Ereignisse, die einen ärgern, die einen aber üblicherweise auch nicht um den Schlaf bringen und die man dann auch schnell als Unannehmlichkeit aber kein großes Ding abtut.

Was würdet ihr dazu zählen?

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101 Gedanken zu “„Jede Frau wurde schon einmal belästigt“ – Ich vermute mal jeder Mann auch

  1. „sie waren in einer Situation wo es unprovoziert zu tätlicher Gewalt zu kommen drohte“

    Nicht unprovoziert.
    In einer Situation, in der es die weibliche Begleitung darauf anlegt, dass man sich mit jemand anderem prügelt.
    Das ist etwa 20 mal schlimmer als eine Hand auf dem Hintern.

  2. Typische Unannehmlichkeiten bzw. häufige Belästigungen:
    * Hund kläfft mich an oder springt an mir hoch.
    * Zigarettenrauch verpestet mir die Luft.
    * Insekten umschwirren mich, oder stechen mich gar.
    * Seniorin labert mich voll.
    * Hausierer oder unerwünschte Telefonanrufe

    Das stört mich alles viel mehr, als eine Hand am Hintern.

      • Ist zum Glück schon lange nicht mehr vorgekommen, weil ich kaum noch im Home Office arbeite.
        Aber früher hat mich das öfter unsäglich genervt: Da bin ich gerade debuggend im Flow, als es an der Tür klingelt und draußen steht ein Staubsaugervertreter. 👿

        • Siehst du, dann hast auch du schon sexuelle Belästigung erlebt.
          Es war ja ein Vertreter und keine Vertreterin.
          Willkommen in der sisterhood! 🙂

          • Ganz egal ob Staubsauger, Zeitschriftenabonnement oder Versicherung – es scheint nur männliche Vertreter zu geben. Hab‘ auch noch nie mitgekriegt, dass dafür eine Frauenquote gefordert wurde.

            Angerufen haben mich aber schon Frauen, und die sind meist schwieriger loszuwerden als Männer. Eine wurde sogar mal ausfallend, weil ich nicht auf ihre Offerten einging.

          • „Ganz egal ob Staubsauger, Zeitschriftenabonnement oder Versicherung – es scheint nur männliche Vertreter zu geben.“

            Als ich einst noch studierte, klingelte es an der Tür unserer kleinen WG-Wohnung und als ich öffnete, standen mir zwei junge Frauen gegenüber, die mich sogleich mit der Frage: „Haben Sie sich schon mal Gedanken über den Tod gemacht“ in die Defensive zu drängen suchten. Mir war sofort klar, dass ich zwei Zeuginnen Jehovas vor mir hatte und mit einem kurzen Blick auf meinen selbstgekochten Grünkohl verneinte ich die Frage entschieden.
            Nun hätte das Gespräch zu Ende sein können, aber die eine sah recht nett aus und ich hatte gerade meine albernen 5 Minuten, also öffnete ich die Tür ganz, als sie sich erboten, mich über die üblen Konsequenzen meiner Gedankenlosigkeit aufzuklären.
            Während ich mich also wieder meinem Kohl zuwandte (ich hatte den beiden natürlich Tee angeboten), fingen die beiden – gut gelaunt, ober der leichten Beute – an, mich über die entsprechenden Bibelstellen zu unterrichten.
            Leider hatte ich mich damals gerade relativ intensiv mit christlicher Theologie beschäftigt, weshalb ich mich – zu meinem eigenen Erstaunen – als bibelfester erwies, als meine beiden Ausbilderinnen.
            Der Dialog dauerte an die zwei Stunden, in denen in mir der Wunsch wuchs, die eine der beiden meinerseits zur Beute zu machen und meine Kommilitonin das Geschehen mit wortloser Belustigung verfolgte.
            Am Ende hatten wir einen recht unterhaltsamen frühen Nachmittag und ich lud die beiden (mir war bewusst, dass ich sie vorerst nur als Doppelpack kriegen würde) ausdrücklich dazu ein, mich in den kommenden Wochen weiter zu unterweisen – aber sie kamen nie wieder 😦

            Wer hat jetzt wen belästigt?
            Ich mein, die haben angefangen, aber ich hatte in summa vermutlich mehr Spaß als sie 🙂

          • @ Carnofis:
            „Nun hätte das Gespräch zu Ende sein können, aber die eine sah recht nett aus“
            Das is’n Trick! Wenn die zu zwei Mädels antanzen, is immer ’ne hübsche dabei.

            „weshalb ich mich – zu meinem eigenen Erstaunen – als bibelfester erwies, als meine beiden Ausbilderinnen.“
            Ich war denen immer in der Auslegung und Herleitung über, nach der Methode: absolute Souveränität bei völliger Ahnungslosigkeit.

            „Der Dialog dauerte an die zwei Stunden“
            Hab ich bei den Damenmannschaften nicht geschafft, max. gut ’ne Stunde.
            Bei der Männerriege aber dafür auch schon mal zweieinhalb und mehr ….

            “ aber sie kamen nie wieder 😦“
            Is gans normal, die Mädels kommen nie wieder, ein paar von den Männern kamen bei mir jahrelang, wurden dann aber versetzt, einer mußte sogar „freiwillig“ für lange Zeit nach Niederselters zur Fronarbeit, hatte wohl zu viele Argumente aus seiner Notizbibel mit Fragezeichen versehen, von mir dazukommentierte andere Stellen angestrichen und dann vermutlich bei der Könichreichsversammlung zu schlaue Fragen gestellt, nehm ich an.
            Schade eigentlich, der wurde immer lockerer, hatte schon überlegt, ob ich dem mal ’ne Spochtzigaredde andrehe, oder so …:-)

    • „Typische Unannehmlichkeiten bzw. häufige Belästigungen:
      * Hund kläfft mich an oder springt an mir hoch.“

      Das muss dann wohl an Dir liegen. Ändere doch einfach Deine Ausstrahlung, damit diese so feinsinnigen Lebewesen Dich sympathischer finden und Dir normal begegnen können.

      • Ich habe einen Hund und wenn ich den nicht zurückhalte, springt der den Leuten an den Beinen hoch, vor Freude.

        Wenn ich dir mal begegne lass ich ihn vorher durch eine Schlammpfütze laufen und dir dann deine Hose anspringend verschönern … 🙂

          • Ich sagte doch, daß ich ihn zurückhalte? Kannst Du lesen und verstehen?

            Bei dir würde ich, wie gesagt, eine Ausnahme machen. Ich weiß nur nicht ob er mitspielen würde … er mag nämlich keine Feministinnen … Rüde eben.

          • Unsere Bitch springt durchaus auch wiederholt vor Freude in die Luft – wann immer man eins der Zauberworte („spazieren“ oder „Bällchen“ oder so) ihr gegenüber äußert (oder wenn ich nach Hause komme). Aber irgendwen (Fremdes) anzuspringen geht doch wohl gar nicht, egal aus welchem Grund. Wobei es schwieriger ist, das in der Ausprägung „negative Ausnahmereaktion auf Einzelne“ abzutrainieren. Was regelmäßig und vorhersehbar passiert, muss einfach ein Erziehungsfehler Deinerseits sein.

          • „Was regelmäßig und vorhersehbar passiert, muss einfach ein Erziehungsfehler Deinerseits sein.“

            Warum? Kann doch sein, daß ich ihn übernommen habe?

            Du als Expertin in allen Dingen, wirst sicher einen Jack Russell Terrier von deinen Vorstellungen überzeugen können. Alles klar, mach mal …

          • Bin dabei 🙂
            Hab unsere (Jack Russell/Dalmatiner-Mix) nämlich auch (mit 5 Jahren) übernommen. Der Hund sei nicht mehr wiederzuerkennen sagen diejenigen, die sie unter ihrer Vorbesitzerin kennenlernten. Nicht jede Macke haben wir bislang beseitigen können (sie hört nicht zwangsläufig auf zu Kläffen wann immer ich das will, mag von der Tendenz her größere Hunde nicht… auf manche Männer mit Mütze reagiert sie manchmal auch noch übel), aber das wird schon noch.

          • (Ich weiß: andere Rasse und so, ist auch noch nicht perfekt. Aber allein der Anspruch! Unserer bezweifel ich noch beibringen zu können, auf Befehl zu Bellen. Aber ehrlich gesagt ists mir halt auch wichtiger, dass sie damit auf Kommando aufhören kann)

          • „Der Hund sei nicht mehr wiederzuerkennen sagen diejenigen, die sie unter ihrer Vorbesitzerin kennenlernten.“
            Matriarchale Unterdrückung der Minderheitenpersönlichkeit, gans klar, Du bist nicht intersekte, eher Omma-Feministin.

        • Nein, nicht unbedingt vor Freude. Es kann auch gut möglich sein, dass er einfach nur schlecht erzogen ist und pöbelt.
          Ich finde aber, dass das eher zu vernachlässigen ist, als ungewollt eine fremde Hand am Arsch zu spüren.

          • „Ich finde aber, dass das eher zu vernachlässigen ist, als ungewollt eine fremde Hand am Arsch zu spüren.“

            Ich bin einigermaßen sicher bei breakpoint fehlt bloß die persönliche Erfahrung um das beurteilen zu können. Menschen, die ungewolltes Anquatschen tatsächlich per se (unabhängig vom Inhalt des Geäußerten) schlimmer finden als ungewolltes Antatschten, haben sie jedenfalls nicht mehr alle.

        • Hab gestern noch dieses feine Beispiel gefunden für das, was eine engagierte Halterin dem Arbeitstier Jack Russell so Alles beibringen kann (das im Welpenalter mit dem Training begonnen wird ist für solche Leistungen sicher Grundbedingung):

          • Ich bin ja nicht so der Fan von Kleinhunden, aber bei Jack Russells mach ich echt ne Ausnahme.
            Hab sie selbst schon kennengelernt.
            Aber man muss sich auf sie einlassen, sonst ist man von deren Temperament schnell überfordert.

          • Unsere musst Du Dir beinahe doppelt so groß und schwer vorstellen wie ein normaler Jack, sie liegt da ziemlich genau in der Mitte zwischen ihren Elternteilen, ist also kein kurzbeiniger Kleinhund mehr (ihr Trick, den sie sich selbstständig beigebracht hat in dem knappen Jahr mit uns: springend Türklinken betätigen). Den Dalmatiner-Anteil bemerkt man abgesehen davon aber erst auf den zweiten Blick, besonders hinsichtlich des Körperfells (leider haart sie auch wie ein Dalmatiner – rekordverdächtig also -, nach und nach wird schwarz nun aus unserer Garderobe verbannt…) und des Temperaments (sie wirkt nicht so „nervös“ wie viele dieser Terrier). Hab irgendwo gelesen, dass diese Kombi einen der besten Wachhunde überhaupt abgibt, was durchaus als Beschreibung zu ihr passen würde. Ich glaube fast, eines Tages werden wir sie mal verpaaren und dann ein oder zwei der Welpen behalten, ich weiß nur noch nicht wann und mit welcher Rasse. Glücklicherweise sind Hündinnen ja prinzipiell lebenslang fruchtbar, wir haben also noch recht viel Zeit für diese Entscheidung.

          • Also Du fürchtest Dich vor absolut jedem Vierbeiner, oder erst ab einer bestimmten Größe?
            Wie deutlich spürst Du denn Dein Unbehagen, was hast Du zur Desensibilisierung bereits unternommen oder wärst Du bereit für die Erhöhung Deines subjektive Sicherheitsgefühls zu leisten? Oder möchtest Du einfach nur ungestört bis an Dein Lebensende Hunde allgemein verbal verteufeln?

          • „Wie deutlich spürst Du denn Dein Unbehagen, was hast Du zur Desensibilisierung bereits unternommen oder wärst Du bereit für die Erhöhung Deines subjektive Sicherheitsgefühls zu leisten? Oder möchtest Du einfach nur ungestört bis an Dein Lebensende Hunde allgemein verbal verteufeln?“

            Bitte fragt das Mal Anne Wizorek und Jessica Valenti! LOL

        • Semikolon = Lucia?
          allesevolution.wordpress.com/2014/08/05/ich-werde-uber-meinen-besten-freund-nie-sagen-dass-er-kein-vergewaltiger-sein-kann/#comment-137043

      • >>> Das muss dann wohl an Dir liegen. Ändere doch
        >>> einfach Deine Ausstrahlung, damit diese so
        >>> feinsinnigen Lebewesen Dich sympathischer
        >>> finden und Dir normal begegnen können.

        Das sage ich den plärrenden Frauen, die sich sexuell belästigt fühlen oder angeblich vergewaltigt wurden auch immer.

  3. Wie wär’s damit:

    Ich sitze in der S-Bahn und lese. Ein Typ steigt ein und setzt sich mir gegenüber. Er grinst mich an, macht eine Faust etwa auf der Höhe seiner Schlüsselbeine und reckt seinen Daumen zwischen Zeige- und Mittelfinger.

    Ich lese weiter. Er grinst mich weiter an und reckt seinen Daumen. Irgendwann sage ich zu ihm: „Probleme mit der Unterwäsche …?“ Darauf er: „Komm doch einfach mit.“

    Na, was soll ich sagen – an der nächsten Haltestelle bin ich ausgestiegen.

    Auch wenn das Ganze jetzt nicht soo supter witzig gewesen ist – vielleicht war dies das beste Kompliment, das ich in meinem ganzen Leben erhalten habe …?

    • Mich hat mal auf einer Disco ein Herr vom anderen Ufer zu einem Quickie überreden versucht…. Hat eine Riesenszene gemacht mit Schmollmund und treuherzigem Augenaufschlag. Als ich höflich abgelehnt habe, hat er sich zwischen mich und die Tür gestellt und quasi gebettelt. Sah ich damals wirklich als Bestätigung für mein Ego. Aber damals war ich dermaßen von mir überzeugt und gechillt. Heute würde ich es vielleicht auch als Belästigung empfinden.

      • ich werde auch relativ oft vom anderen Ufer angesprochen.

        Muss wohl was an mir haben, was mich „schwul“ wirken lässt, weis nur nicht was.
        Manche sagen ich hätte eine eher lebhafte Mimik, nicht so Panzerface wie viele der armen emotional kastrierten Heteros, die dem Zwang unterliegen immer männlich seriös wirken zu müssen, oder im Proll Bereich hart wirken zu müssen.

  4. Heutige Frauen sind im Schnitt einfach unglaublich privilegiert, verwöhnt und geschützt. Deshalb reagieren sie so empfindlich auf Kleinigkeiten. Sie wissen wenig von den unzähligen Mühseligkeiten des Lebens.

  5. Dazu zwei Dinge:
    1) das zu vorsichtig sein. Frage mich keiner warum, aber das mit dem consens habe ich so in etwa immer gemacht. D.h. von mir kam nichts ohne Aufforderung. Meine erste Freundin hat sich auch einfach bei mir auf den Schoß gesetzt beim Reden. Da war ich sehr froh. Ich versuche aber mittlerweile, etwas erfolglos daran zu arbeiten.
    2) „Würden wir es als Belästigung anprangern, wenn eine Frau einen Drink oder ein Essen schnorrt ohne wirklich an dem Mann interessiert zu sein ..“ das habe ich immer in Zusammenhang gesetzt mit Belästigung. Z.B. dass Frauen Interesse heucheln um was zu bekommen und die Belästigung kommt dann, weil der Mann mehr will. Ich habe es immer so gesehen, die meisten Belästigungsfälle kommen daher.

    • Belästigung ist im Prinzip nichts anderes als ein Mann, der vorstößt, aber nicht den Standards der Frau genügt. Doch, das ist die moderne Definition.
      Wenn man die sexuelle Dynamik von Menschen betrachtet, dann ist dieses ständige „Belästigung“-Geschreie absolutes Gift. Denn ein Mann kann unmöglich vorher wissen, ob er den Standards genügt.

      In der Konsequenz werden viele Frauen schlichtweg alleine bleiben. Die wenigsten trauen sich den ersten Schritt zu machen (verständlicherweise, sie sind nicht darauf ausgelegt), und für Männer wird es kriminalisiert.

      Männer können ohne Frau. Frauen aber nicht ohne Männer. Feminismus ist eigentlich langsamer weiblicher Selbstmord.

      • Also ich kann nicht ohne Frau, mein Eindruck ist eher, dass Frauen alleine glücklicher sein können, als Männer alleine.

        Aber vielleicht bin ich da komisch, ein MGTOW könnte ich nie werden, eher würde ich mich vorher wohl umbringen.

        • Sehe ich anders. Wenn man gerade sieht, wie es bei anderen Primaten zugeht, wo zig Gorillamännchen in Gruppen alleine leben etc, ist es naturgemäß anders. Das Problem ist eher, wie unsere Gesellschaft ist. solche Männergruppen sind ab spätestens dreißig nicht mehr vorhanden. Frauen isolieren Männer während Beziehungen und viele finden dann nach einer oder zwei Beziehungen sozial nie mehr Anschluss und vereinsamen.

          Daher sind Männer dann auf Frauen angewiesen.

          • @Truth

            Mein Vorwurf an männliche Freunde und andere Männer ist ganz einfach: *Ihr lasst das mit euch machen.*
            „Frauen isolieren Männer während Beziehungen“ – die Versuche gibt es durchaus, Mann kann sich aber erfolgreich dagegen wehren.

            Da ist keine „Gesellschaft“ schuld, das machen Männer ganz alleine, (Männer-) Freundschaften nicht zu pflegen und nach Beziehungsende kommt der große Kater.
            Habe ich schon oft genug erlebt.
            Und bei manchen, die sich als nicht lernfähig erwiesen haben, gab es bei nächsten Versuch der Kontaktaufnahme nach jahrelangem Schweigen auch mal den Stinkefinger.

            Als meine Beziehungspartnerin immer mehr in meine Freizeitgestaltung (Sport) eingriff, habe ich einfach eine rote Linie gezogen.
            Ich bin mit meinen Kumpels eine Woche im Jahr in den Urlaub gefahren und PUNKT
            Davon habe ich mich auch durch anhaltende Nöhlerei und emotionale Erpressung nicht abbringen lassen. Die freie Verfügbarkeit über mein Leben ist kein Liebesbeweis, sondern es ist eine Geste der Unterwerfung, die da gefordert wird.

            Wer mit 30 Jahren in der Retrospektive noch nicht gelernt hat, dass „Beziehung“ etwas vorübergehendes ist und nur gute Freunde und Freundinnen bleiben, sollte sein Leben so schnell wie möglich der Realität anpassen.

            „Daher sind Männer dann auf Frauen angewiesen.“
            Nope, Junkies sind auch auf Heroin „angewiesen“, aber kein Junkie glorifiziert „daher“ Heroin.
            Viele Männer sind *Beziehungsjunkies*, weil sie schlecht mit sich und für sich alleine zurecht kommen und weil eine Beziehung diese Unfähigkeit überdeckt.
            Die soziale Isolierung, in die Männer dann treiben lässt sie sich noch stärker an die Partnerin binden, die dann tatsächlich „alternativlos“ ist.

            Auch das habe ich oft genug erlebt: Männer, die nicht mehr in der Lage waren, eine Pro- und Contra-Liste für ihre Beziehung zu erstellen. Die die mieseste Behandlung akzeptierten, einfach, weil sie sich daran gewöhnt hatten.
            Die waren in ihrer so „glücklichen“ Beziehung als (männliche) Individuen gar nicht mehr präsent mit eigenen Interessen und Bedürfnissen.
            Ich kann mir durchaus in einer Frauenperspektive vorstellen, dass solche Männer nicht gerade attraktiv sind – nicht zentral wegen der mangelnden „Männlichkeit“, sondern weil sie als *Individuen* überhaupt nicht greifbar sind. Mit wem soll ich mich zu einer „gemeinsamen Position“ durchringen, wenn das Gegenüber der berühmte Pudding an der Wand ist?!

            Ich wollte als MGTOW hier wirklich nicht missionieren, aber eine Portion MGTOW-Anschauung gibt es jetzt am Abend für alle, so! 🙂

          • Daher sind Männer dann auf Frauen angewiesen.“
            Nope, Junkies sind auch auf Heroin „angewiesen“, aber kein Junkie glorifiziert „daher“ Heroin.
            Eig war das gemeint: „Die soziale Isolierung, in die Männer dann treiben lässt sie sich noch stärker an die Partnerin binden, die dann tatsächlich „alternativlos“ ist.“
            Das war mit angewiesen gemeint.
            „Mein Vorwurf an männliche Freunde und andere Männer ist ganz einfach: *Ihr lasst das mit euch machen.*“
            Joa kann man sich jalt aussuchen, ob man es mitmacht. Ich mache es nicht mit, weswegen ich mich von Frauen fernhalte. In einer Beziehung ist es halt normal. Muss da immer an meinen Vorgesetzten denken, der meinte, ich wäre Single, weil ich Frauen gegenüber eine Meinung habe und mir nicht alles gefallen lasse.

          • @Truth

            „In einer Beziehung ist es halt normal. Muss da immer an meinen Vorgesetzten denken, der meinte, ich wäre Single, weil ich Frauen gegenüber eine Meinung habe und mir nicht alles gefallen lasse.“

            Was ist denn dann „normal“?!
            Ist *devot* das neue „normal“?

          • „Viele Männer sind *Beziehungsjunkies*, weil sie schlecht mit sich und für sich alleine zurecht kommen und weil eine Beziehung diese Unfähigkeit überdeckt.“

            Das scheint mir bei den Damen eher noch öfter vorzukommen. Irgendwo habe ich mal die Bezeichnung „weiblicher Klammergriff“ oder so ähnlich dafür gelesen ( vermutlich WGvdL, oder so ).
            W.h.: Geben eine längst abgeschriebene Beziehung erst dann auf, wenn die nächste erfolgreich eingestielt ist.
            Hatte zwei Exen, die immer so gefahren sind ( und bin selbst auch voll drauf reingefallen, Asche auf mein greises Haupt ).

      • Feminismus ist eigentlich langsamer weiblicher Selbstmord.

        Nein nicht wirklich glaube ich. Es wird immer genug Männer geben, die sich nicht abschrecken lassen, die Anderen haben halt schlicht den gesellschaftlichen Shit Test nicht bestanden. Natürlich ist es insgesamt für die ganze Gesellschaft und Kultur gesehen destruktiv. Aber Frauen können das nicht erkennen. Ihr Gehirn ist nicht sehr gut dafür ausgelegt eigenes Verhalten kritisch reflexiv zu betrachten,. Ihre Stärke in der Selbstkritik liegt vor Allem in der kritischen Prüfung des rein äußeren Erscheinungsbildes.

  6. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass so wenig Männer Belästigung erlebt haben, auch von Frauen. Ich hatte die erste mit 10, Täterinnen waren die 2 Jahre ältere, fette Nachbarstochter und ihre Freundin. Ich wurde in Discos und Clubs auch anbaggern, wenn ich keine Lust hatte. Bei mir war es auch keine Hand am Hintern aber ein Kniff, der, weil die Tussi bisschen Koordinierungsprobleme hatte, ziemlich weh tat. Dass eine druffe Tussi mir die Zunge in den Hals steckte, habe ich ja auch schon einmal erzählt. Und dass zwei besoffene Frauen in der Bahn mir gegenüber sitzend sich darüber unterhielten, ob „der da“ es geil finden würde, wenn sie mich an der nächsten Haltestelle rausziehen, verprügeln und vergewaltigen würden, hatte ich auch schon mal erwähnt.

    Ok, das anbaggern und Teenager, die dabei unbeholfen sind oder Mist bauen, egal. Die anderen Fälle würde ich aber durchaus als Belästigung bezeichnen. „Lächle doch mal!“ oder ähnliches, was auch auf #metoo aufgeführt wurde, habe ich ebenfalls schon gehört.

    Ich halte mich jetzt auch nicht für so besonders, dass mir sowas öfter passiert als anderen Männern. Warum also hört man darüber so wenig,während Frauen alle zwei Meter Belästigungen zu erleiden scheinen?

    • Die übelste Belästigung war mal ein Kniff in den Arsch. Einmal von einer Klassenkollegin (eine der besser aussehenden), einmal in der Disko (wobei ich nicht sicher weiß, ob das in dem Gedränge wirklich eine Frau war).

      Viel mehr genervt, hat mich eine Klassenkameradin in der dritten oder vierten Klasse, die immer mit mir zusammen Kehrdienst machen wollte und mich abknutschen. Zu einer Zeit als ich Frauen noch eklig fand 🙂
      Na ja, frühreife Kinderspielchen halt.

      Zählt man noch die ganzen Fälle unter Sexismus, in denen man(n) für zu blöd zum Wäsche waschen und kochen gehalten wird, wirds dann gleich wieder überabzählbar.

      An mehr erinnere ich nicht. Im Nachhinein betrachtet, gab es noch eine Menge Aufdringlichkeiten von weniger attraktiven Weibspersonen, aber das war alles ohne anfassen und einfach nur so lästig, vieles ist mir auch erst im Nachhinein aufgegangen (ich war reichlich Spätentwickler).

      • „vieles ist mir auch erst im Nachhinein aufgegangen (ich war reichlich Spätentwickler).“

        Mir ist auch erst mit dem Lesen der Tweets unter #aufschrei und #metoo aufgefallen, dass ich selber schon Opfer wurde und zwar von Frauen, also „Opfer“ in Anbetracht der Dinge, was unter den Hashtags so als schlimme sexuelle Belästigung beschrieben wird.

    • Weil Männer es meist als das abtun, was es letztendlich auch häufig ist.
      Eine Nichtigkeit, die man zwar auch zu einem „meetoo“-Skandal aufblasen kann, die es aber eigentlich die Mühe nicht wert ist.

      Und nicht zuletzt sind Männer ja sowieso immer nur auf das Eine fixiert und mögen es ja, wenn sie von einer Frau ungefragt angebaggert und begrabbelt werden.

      • „Und nicht zuletzt sind Männer ja sowieso immer nur auf das Eine fixiert und mögen es ja, wenn sie von einer Frau ungefragt angebaggert und begrabbelt werden.“

        Naja, von selbst aktiv werden in der Regel ja nur die Frauen, die sonst als Ladenhüter stehen bleiben. Die anderen ziehen die Männer an, wie ne Straßenlaterne die Motten. Und die können sich ganz entspannt aus dem Schwarm der Angebote die attraktivsten aussuchen.
        Ich wurde mehrmals auf zwei Betriebsfeiern von einer Kollegin wortlos auf die Tanzfläche geschleift, die männlicher aussah, als ich. Und von der mochte ich eigentlich nicht angebaggert oder begrabbelt werden.

        Aber selbst das verbuche ich als Phänomen des Partnersuchverhaltens von Menschen und nicht als sexistische Nötigung, oder was auch immer.

        Rückblickend gab es auch in meinem Leben einige Fälle ungewollter „Angebote“ von Frauen. Und ich muss sagen, sie sind dann genauso linkisch, wie Männer.

        • „Naja, von selbst aktiv werden in der Regel ja nur die Frauen, die sonst als Ladenhüter stehen bleiben.“
          Nö! Ich fand meine Mädels eigentlich immer irgendwie recht attraktiv, und die sind alle selbst aktiv geworden ( zumindest fällt mir gerade keine Ausnahme ein, können also nicht viele gewesen sein ). Bin nämlich nicht nur krüsch, sondern auch faul 🙂

  7. Ja, mir hat mal eine bisexuelle Person auf twitter eine Einladung zum Sex geschickt. Wäre nicht weiter schlimm gewesen, wenn er mich nach ABlehnung nicht blöd angemacht hätte.

  8. @mindph:
    Es geht hier bei #metoo nicht unbedingt um reale Geschehnisse, Vieles ist ja aufgebauscht, um Gruppenzugehörigkeit anzuzeigen. Es gibt natürlich Sachen, die wirklich belästigend sein können.
    Für mich ist die Grenze, wo Zwang stattfindet, und verbale Abwehr nicht akzeptiert wird.
    Entscheidend ist, dass es bei #metoo vielen Strateginnen und „Opfern“ nicht um eine tragfàhige Definition von Belästigung, oder um strafbare Handlungen wie Nötigung geht, sondern um WEIBLICHE DEFINITIONSMACHT.
    Und die derzeitige Kampagne, das sieht man an der Spannweite, was alles inkriminiert werden soll als Belästigung, zielt darauf ab, dass ALLES Belästigung und damit sexistisch und damit verdammenswert und zukünftig strafbewehrt sein soll, was Frauen so EMPFINDEN!
    Der Maßstab für Diskriminierung von Frauen sollen ihre GEFÜHLE sein, und nicht abgegrenzte, objektivierbare Handlungen.
    Dieser Vorwurf von Diskriminierung soll jederzeit und ohne jeglichen Kontext oder realen Bezug zur Handlung des Mann erhoben und anerkannt werden.
    Die Konsequenzen sollen unabsehbar sein, von Shitstorm, Mobbing, Schadensersatz, Jobverlust, Haftstrafe bis Lynchjustiz.
    Frau(en) soll(en) jederzeit gegenüber Männern Definitionsmacht haben, bis in
    die Rechtsphilosophie, den Vorrang weiblicher, und NUR WEIBLICHER ! Gefühle vor allgemein anerkannten Rechtsprinzipien und Grundrechten hinein.
    Deshalb geht die Debatte um Balzverhalten usw. eigentlich am Kern völlig vorbei.
    Welcher Mann meint, es gehe hier nur darum, dass er ein einigermaßen ziviles Balzverhalten nicht mehr an den Tag legen können soll, der unterschätzt die Dimension.
    Es geht um Definitionsmacht in allen Lebenslagen, und wo Frau etwas nicht passt, stehen in allen Instanzen, von der Gleichstellungsbeauftragten bis zur Verfassungsrichterin, Feministinnen bereit, die sich heutzutage nur leider noch zu oft an solche männlich ausgedachten „Privilegien“ wie Grundrechte, Beweispflichten, Unschuldsvermutung usw. halten müssen.
    Außerdem „beweist“ die massenhafte „Belästigung“, dass unbedingt noch mehr Gelder für Genderforschung und Feminismusbeauftragte bereitgestelltwerden müssen.

    • Was mich an der Sache am meisten stört ist halt, dass diese Profilierung auf Kosten eines ganzen Geschlechts passiert, welches als notgeiles, gemeingefährliches Subjekt dargestellt wird.

      • „Was mich an der Sache am meisten stört ist halt, dass diese Profilierung auf Kosten eines ganzen Geschlechts passiert, welches als notgeiles, gemeingefährliches Subjekt dargestellt wird.“

        Das ist zu kurz gesehen.
        Diese Profilierung findet nicht nur auf Kosten der Männer, sondern auch – und ganz besonders – auf Kosten der weit überwiegenden Mehrheit der Frauen statt.
        Nicht Männer, sondern Frauen sind das rückständige Geschlecht, ohne Plan B.
        Wir können relativ gut unser Partnersuchverhalten ändern, indem wir uns von Frauen fernhalten, bzw. Kontakte nach feministischer Vorgabe anbahnen (Disco: „Guten Tag. Entschuldigen Sie, wenn ich Sie anspreche. Ich möchte vorab betonen, dass ich Sie nicht beleidigen möchte, wenn ich Ihnen bekenne, dass Sie eine sehr hübsche Frau sind. Könnten Sie sich vorstellen, mit mir zu tanzen?“).
        Ich fürchte, dass Frauen hier Schwierigkeiten haben würden, sich auf die neue Art der Kommunikation einzustellen. Männer dagegen sind das Körbesammeln gewohnt.

        Hinzu kommt, dass Frauen immer noch ganz selbstverständlich – ganz wie die Uroma in der Höhle – von ihrem Partner erwarten, beschützt und finanziert zu werden. Diese Sicherheit bröckelt schon seit einem Jahrzehnt immer weiter weg.

        Am Ende werden beide Geschlechter unglücklicher sein, aber Frauen werden WEIT mehr verloren haben, als Männer.

        • Das ist wohl so, dass die meisten Frauen noch den Bärenjäger haben wollen. Aber in Mitleidenschaft wird das männliche Geschlecht gezogen. Es reicht heute schon einen Telefonanruf, um sein Leben zur Hölle zu machen „all she has to do is picking up the phone and he’s done“ – Erin Pizzey

          Mit „Nein heißt nein“ im Gesetz, kann auch kein Mann mehr seine Unschuld beweisen, denn wie willst du beweisen, dass sie nicht nein gesagt hat, ohne den ganzen Geschlechtsverkehr (sofern er überhaupt stattgefunden hat) auf Video aufzuzeichnen? Das war schon vorher schwierig[1] jetzt noch viel mehr. Und wir erinnern uns, dieses Gesetz wurde als Antwort von #aufschrei und #teamginalisa durchgepeitscht. Und im Lichte von #metoo tobt gerade ein Aufstand, der Opfer und angebliche Opfer von vor 30 Jahren an die Öffentlichkeit spült, wo überhaupt keiner mehr sagen kann was richtig oder was falsch ist.

          [1] http://www.bz-berlin.de/tatort/menschen-vor-gericht/sexvideo-enttarnt-vergewaltigungsopfer-als-luegnerin

    • @wer denken kann ist klar im vorteil

      100% Zustimmung – es geht um die Durchsetzung eines radikalen, weiblichen Subjektivismus zum Zwecke der (unbegrenzten) Machtausübung.

      Wo ich dir widersprechen muss:
      „Die Konsequenzen sollen unabsehbar sein, von Shitstorm, Mobbing, Schadensersatz, Jobverlust, Haftstrafe bis Lynchjustiz.“

      Nope, die *mediale* Akklamation einer *Beschuldigung* ist bereits der *Schuldspruch*.
      Das sind *absehbare* Konsequenzen.
      Der weibliche „hive mind“ + (soziale) Medien sind Legislative, Judikative und Exekutive in einem.

      Dass man sich nicht als an „männlich ausgedachten „Privilegien“ wie Grundrechte, Beweispflichten, Unschuldsvermutung usw. halten“ muss liegt daran, dass jede Form von Objektivität, Rationalität und Vernunft als „männlich“, bzw. männlichen Interessen dienend denunziert worden ist.
      D.h. alle Erfolge der *Aufklärung* – und worum es hier sehr entschieden geht ist m.E. GEGEN-Aufklärung und der Einstieg in einen blanken Irrationalismus.

      • „D.h. alle Erfolge der *Aufklärung* – und worum es hier sehr entschieden geht ist m.E. GEGEN-Aufklärung und der Einstieg in einen blanken Irrationalismus.“

        Wenn es mal wieder donnert, dann ist das kein Gewitter, sondern Decartes, Spinoza, Leibniz, Kant und all die anderen Kämpfer für Aufklärung und Rationalität hämmern ihre himmlischen Schädel an die Weltesche.

    • richtig. Vielleicht ist es ja etwas enttäuschend, aber die durchschnittliche Frau sieht, im Mann ein Werkzeug, ein Werkzeug zur sexuellen Befriedigung, zur Erzeugung von Kindern, zur Unterhaltung, zum Schutz vor Unbilden des Lebens etc..
      Und bei einem Werkzeug ist natürlich essentiell, das man es unter Kontrolle hat, das es erwartungsgemäß funktioniert .

      (was ja nicht zwangsläufig heißt, daß es lammfromm ist, die Erwartung kann auch sein, schmeiß mich aufs Bett, reiß mir die Sachen runter und nimm mich brutal, es kommt immer auf die Erwartung an)

  9. Ich finde es falsch bei dieser Opferolympiade anzutreten. Die Mädels sind einfach besser im Jammern. Männliches Leiden interessiert sie nicht, macht sie eher glücklich. Diese Meeto Kampagne läuft darauf hinaus die absolute Definitionshoheit über Sexualität zu erhalten – männerfreier Sex sozusagen. Es ist marktradikales Marketing, die Frauen treiben den Preis für Sex hoch, bis ihn sich nur noch die Reichen leisten können. Dann wird der Markt reagieren.

    • „Die Mädels sind einfach besser im Jammern. Männliches Leiden interessiert sie nicht, macht sie eher glücklich.“

      Und immer im Hinterkopf behalten, dass wir es mit einer kleinen Randgruppe von Sitzengebliebenen, Traumatisierten und Lesben zu tun haben.
      90% der Mädels werden von dem aggressiven Feminismus ebenso abgestoßen, wie wir.

      • „90% der Mädels werden von dem aggressiven Feminismus ebenso abgestoßen, wie wir.“

        Glaub ich nicht.

        Denn 90% der 90% sind immer stramm gynozentrisch. Was immer der Feminismus ihnen an Vorteilen bringt,nehmen sie gern mit. Bis sie iregndwann kapieren, dass der Schaden größer ist als der Nutzen.

        • Glaub ich nicht.

          ich auch nicht. 90% sind aber nicht so doof oder besser so schlau und instinktsicher das sie nicht so plump agieren.
          Mit der etwas verlangsamten Fähigkeit zur Folgeabschätzung magst Du vielleicht recht haben.

        • „Denn 90% der 90% sind immer stramm gynozentrisch.“

          Das ist ein biologisches Muster, ein paar Jahrtausende älter, als der Feminismus.

          „Was immer der Feminismus ihnen an Vorteilen bringt,nehmen sie gern mit. Bis sie iregndwann kapieren, dass der Schaden größer ist als der Nutzen.“

          Meinst Du, bei Männern wäre das anders?
          Guck Dir einfach das Familienrecht an. Seit bald zwei kompletten Generationen werden Männer rechtlich und gesellschaftlich über den Tisch gezogen – und wo ist der Widerstand?

    • Es ist marktradikales Marketing, die Frauen treiben den Preis für Sex hoch, bis ihn sich nur noch die Reichen leisten können.

      Ich denke, dass ist nur teilweise richtig. Der Preis für Sex ist in den vergangenen 50 Jahren extrem gesunken. Vermutlich profitieren die statushohen Männer davon deutlich mehr als die statusniedrigen. Ich habe mal irgendwo gelesen, die Unterscheidung von Frauen in Bezug auf die Männerwelt heute wäre „Jammerlappen“ gegen „Ausnutzer“. Die einen bekommen also keine Anerkennung mehr, die anderen nur bis zum nächsten Morgen, wenn sie zwar immer noch attraktiv und statushoch sind, aber kein Interesse mehr zeigen. Eine positive männliche Alternative scheint gar nicht mehr gedacht zu werden. Das liegt nicht nur an den Frauen, sondern sicher auch an den Männern.

  10. Ja Leute, das ist jetzt McCarthy-Ära reloaded!
    Nur mit Männern statt Kommunisten.
    Und wie damals nehmen sie erstmal Hollywood auseinander („Hollywood Ten“).
    Und das fängt grade erst an, das wird noch schlimmer, und dauert womöglich Jahre. Besser auf Tauchstation gehen, MGTOW und so …

    • „Und wie damals nehmen sie erstmal Hollywood auseinander“

      Das hat mit Hollywood nur sekundär zu tun.

      Wir beobachten einfach das Phänomen, dass feige Heckenschützen Prominente abschießen.
      99% der #MeToo-Bekenntnisse betreffen den anonymen Nachbarn, Onkel, Kollegen, …
      Aber so richtig ins Gespräch kommt man am besten, wenn man Prominente zur Strecke bringt.

      Keine Sau würde sich an einen Lee Harvey Oswald erinnern, wenn der Typ nicht den US-Präsidenten Kennedy ermordet hätte. So ist er auch prominent geworden.
      Das gleiche Bedürfnis nach Prominenz unterstellt man – wohl nicht zu Unrecht – den inzwischen zahlreichen Massenmördern, die mit ihrem bedeutungslosen Leben nicht zurecht kommen.
      Es ist also mehr ne Frage, wo man besonders viele sehr bekannte Persönlichkeiten findet, weniger eine der Thematik.

      • „99% der #MeToo-Bekenntnisse betreffen den anonymen Nachbarn, Onkel, Kollegen, …“

        Vielleicht weißt Du da ja mehr als ich, aber: belassen die metoo-Bekenntnisse etwa nicht – so wie auch der #aufschrei damals – zu 99 % die Belästiger anonym, treffen also genau genommen überhaupt niemanden persönlich?

    • Im Unterschied zu McCarthy geht das diesmal aber nicht von der Regierung aus, an die gerade absichtlich ein politisch Unkorrekter gewählt wurde. Der Geifer läuft den linksliberalen Bluthunden ja auch reichlich aus den Lefzen 🙂

      Solange Trump nicht abgeknallt wird (was einen Bürgerkrieg auslösen könnte, seine Beliebtheit unter Anhängern ist ungeschlagen hoch), können die Linksfaschisten zumindest nicht ganz ungestört durchstarten.

      Aber ich bin durchaus froh, derzeit nicht in den USA zu leben, bei uns ist es immerhin (noch) marginal besser.

  11. Dazu kann ich tatsächlich auch etwas beitragen.
    Das ist übrigens inzwischen auch schon über 20 Jahre her, passt also gut in die #metoo Zeitschiene. 🙂 🙂 🙂
    Das war noch in der 90er Jahren des letzten Jahrtausends. 😉
    Da habe ich eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker gemacht.
    In der Werkstatt waren nur Männer, aber nicht, weil das „böse Patriachat“ keine Frauen zugelassen hätte, sondern weil Frauen im allgemeinen an solchen Berufen kein Interesse hatten und ja auch heute noch nicht haben. Deshalb ja auch nur Quoten für Vorstände, da ist es nicht so schmutzig und Laut. 😉
    In der Werkstatt war es sehr rustikal. Da kam es auch vor, dass die Männer sich gegenseitig an den Sack gefasst haben, nur so aus Blödsinn.
    Ja und was soll ich sagen, ich als damals 17 Jähriger Azubi bin auch nicht verschont geblieben.
    Toll fand ich das jetzt auch nicht, vor Allem, weil ich keine homoerotischen Neigungen habe. 🙂
    Aber so war das ja auch garnicht gemeint und ich habe auch keinen Schaden davongetragen. 🙂
    Letzten Endes war es dann doch zu unwichtig, um überhaupt Jemandem davon etwas zu erzählen.
    Abgehakt und vergessen.
    Aus der Zeit aber noch etwas anderes interessantes, was zu diesem unsäglichen „Nein heißt Nein“ Gesetz passt.
    Als ich mit meiner damaligen, ebenfalls 17 Jährigen Freundin das erste Mal zusammen im Bett war.
    Aus damaliger Schüchternheit heraus, habe ich dann tatsächlich gefragt, ob wir miteinander Schlafen wollen. Obwohl wir zu dem Zeitpunkt schon beim Petting waren. 🙂 🙂
    Nach der Frage war die Stimmung so ungefähr 20 Grad unter dem Gefrierpunkt und Ihre Antwort war dann wirklich Nein.
    Zwei tage später hat sie Schluss gemacht und war dann mit einem 40 Jährigen Busfahrer zusammen, denn der wusste, was Er wollte. Aber was ich mir danach noch von Ihren Freundinnen anhören konnte……
    Soviel dazu, die konsequente Umsetzung des „Nein heißt Nein“ Gesetzes führt höchstens zu gar keinem Sex mehr.
    Aber bei dem, was Feministinnen so Alles von sich geben, kann das ja durchaus gewollt sein.

    • @ Andi:
      Sieh an, sieh an, ein Metallzerkrümler… wußte ich doch, daß die nicht ausgestorben sind, seit ich da keine Lust mehr zu hab.

      „In der Werkstatt waren nur Männer, aber nicht, weil das „böse Patriachat“ keine Frauen zugelassen hätte, sondern weil Frauen im allgemeinen an solchen Berufen kein Interesse hatten und ja auch heute noch nicht haben.“
      Muß wohl so. Wir hatten zwei Mädels inner Ausbildungswerkstatt, beide hübsch und talentiert. Und nein, die hatten es keineswegs schwerer als die Jungs, im Gegentum. Aber nach vier Tagen ( plus-minus-eins ) waren se plötzlich nich mehr da. Wird wohl an verölten Latzhosen und schwatten Fingern gelegen haben ( und dann noch zum Feierabend die Maschine mit ollen Lumpen putzen, gittigitt ) …

  12. Ich überlege grade, warum Frauen so gern auf diese Beschwerdewellen aufspringen.

    Wir vertreten ja hier die Grundthese, dass Frauen wählerischer sind, weil sie die höheren Fortpflanzungskosten haben. Die Abwehr von Männern, die nicht 100%ig passen, ist deshalb sehr gut nachvollziehbar.

    Aber ich glaube, es gibt da noch einen anderen Punkt. Es könnte auch mit Hypergamie zusammenhängen. Wenn Frauen einen guten Versorger abkriegen wollen, müssen sie ihm ja signalisieren, dass es sich auch für ihn lohnt. Sie müssen nach außen hin demonstrieren, dass sie nicht jeden ranlassen.

    Hatte ja hier was da geschrieben:
    https://allesevolution.wordpress.com/2017/11/08/worueber-maenner-und-frauen-bezueglich-des-anderen-geschlechts-reden/#comment-318356

    Mich würde daher interessieren, ob sich Frauen vor allem dann öffentlich über männliche Übergriffe beschweren, wenn Außenstehenden bekannt war, dass es da eine Liaison gab. Die Beschwerde hätte dann den Zweck, sich wieder in eine Art jungfräulichen Zustand zurückzubegeben. Nach dem Motto: „Es ging ja alles von ihm aus, ich wollte es eigentlich nicht.“ Damit signalisiert die Frau anderen potentiellen Partnern ihre sittsamen, keuschen Charakter.

    Und weil Frauen das Bedürfnis haben, Keuschheit und Sittsamkeit nach außen hin zu demonstrieren, werden sie IMMER das Gefühl haben, sie müssten sich unterordnen. Darum bringt es auch nichts, wenn man Frauen sagt, sie hätten heute alle Freiheit der Welt.

    • „Ich überlege grade, warum Frauen so gern auf diese Beschwerdewellen aufspringen.“

      Weil man sich das was sich über lange Zeiträume aufgestaut hat an Erlebnissen irgendwann mal von der Seele reden will.

      „Und weil Frauen das Bedürfnis haben, Keuschheit und Sittsamkeit nach außen hin zu demonstrieren, werden sie IMMER das Gefühl haben, sie müssten sich unterordnen.“

      Ganz ehrlich: würdest Du Deine Tochter dazu ermuntern ansatzlos zuzuschlagen sobald sie betatscht wird? (Unsere Kleine „trainiert“ seit Jahren das Weglaufen vor einer Horde sie verfolgender Jungs. Fürs Leben lernen…)

      • „Unsere Kleine „trainiert“ seit Jahren das Weglaufen vor einer Horde sie verfolgender Jungs. Fürs Leben lernen…“

        Bringst du ihr das bei?

        • Das hat sich zu Kindergartenzeiten noch einfach so ergeben. Bei mir hat sie sich nur irgendwann angefangen darüber zu beschweren, dass sie ständig die Füße in die Hand nehmen müsse, da es ständig irgendwelche Jungs gäbe, die sie gemeinschaftlich festhalten/“einsperren“ wollten (und zwar – ich denk mir das nicht aus! – „weil ich so hübsch bin“).

      • „Weil man sich das was sich über lange Zeiträume aufgestaut hat an Erlebnissen irgendwann mal von der Seele reden will.“

        Nö, Frauen beschweren sich generell häufiger als Männer über solche Dinge. Kennt man ja auch aus dem Freundeskreis, wo Frauen immer über die „Arschlochmänner“ rumheulen, und dann doch wieder mit dem in’s Bett steigen.

        Denn aufgrund deiner Erbanlagen
        Willst du Männer, die Bären jagen
        Sich mit anderen um dich schlagen
        Und bei der Paarung niemals versagen

    • „Nach dem Motto: „Es ging ja alles von ihm aus, ich wollte es eigentlich nicht.“ Damit signalisiert die Frau anderen potentiellen Partnern ihre sittsamen, keuschen Charakter.“

      Hatte ich mal so ein Erlebniss, da hatte eine Tussi einen Kumpel in ihr Auto gepackt und 50km durch ein fremdes Land zu sich nach Hause kutschiert. Wir waren dort auf einer Veranstaltung und er war druff und besoffen. Sie aber nicht, sie war nüchtern genug, um Auto zu fahren. Jedenfalls bekam ich einen Anruf von seiner Nummer. Sie war dran und erzählte mir ich müsse ihn, also meinen Kumpel, sofort abholen weil sie ihn jetzt rausschmeißen wird, da er übergriffig wurde. Ich konnte aber auch nicht mehr fahren, schon gar nicht mit unserem Mietwagen durch ein fremdes Land und auf der Veranstaltung war sonst auch niemand, der in ein Auto steigen konnte. Ich konnte es nicht fassen, was macht der Typ, fährt mit einer Tussi nach Hause und wird dann übergriffig? Wie bescheuert kann man sein? Als ich also so rumfragte, um eine Lösung zu finden wie wir ihn da jetzt weg kriegen, kam heraus dass die Tussi mit noch nem anderen Typen befreundet war, der eine „Afterhour“ bei sich zu Hause veranstaltete und sie dazu eingeladen hatte. Also kam die auf die Idee, meinem Kumpel einen sexuellen Übergriff anzuhängen und rauszuschmeißen. Mir blieb nichts anderes übrig, als ein Taxi dort hin zu bestellen, welches er dann mit seiner Gage bezahlen musste.

      Wahrscheinlich war dieser andere Typ gerade viel interessanter für diese Schlampe und ihr war scheiß egal, was aus meinem Kumpel, den sie gerade noch zu sich nach Hause mitgenommen hatte, wird. Sie war nüchtern, er war nicht zurechnungsfähig, auf der Straße in einem fremden Land… egal.

    • Was ich ja nicht verstehe ist, warum Frauen einem Mann so gern intime Geschichten über Ex-Partner, ihre Beta-Orbiter und so weiter erzählen (und dabei ordentlich ablästern). Ich würden ein Teufel tun, meine Freundin ständig mit Frauengeschichten vollzulabern.

      • „Was ich ja nicht verstehe ist, warum Frauen einem Mann so gern intime Geschichten über Ex-Partner, ihre Beta-Orbiter und so weiter erzählen (und dabei ordentlich ablästern).“

        Um begehrenswert zu erscheinen? Ich vermeide solche Geschichten auch immer, eine meiner Tabuzonen.

  13. „Also Ereignisse, die einen ärgern, die einen aber üblicherweise auch nicht um den Schlaf bringen“
    das Standard „Mann oder Memme“ Ding, iiiiih fang das schnell fliegende Viech ein (Lizzards sind übrigens noch schlimmer.. ), die Ohrfeige einer Frau die natürlich unerwidert blieb..
    Sonst hmm.. ich hatte auch schon das ein oder andere unmoralische Angebot („ich würde ja alles tun für einen Job blinkblink), oder ne koreanische CEO, die mir dann nen halben Abend erzählte wie toll meine blauen Augen sind und dann auch wissen wollte, ob es stimmt was man über weiße Männer sagt.. ich würde aber lügen, würde ich sagen, dass mich das ärgerte. Das mit der Koreanerin war zwar nervig, weil ich eigentlich viel lieber beim Dinner den Vertrag fertig verhandelt hätte, und ihr daneben sitzender Mann immer missmutiger dreinblickte.. aber war für mich und die anderen dann doch eher lustig (sie hat sich am nächsten Tag auch brav entschuldigt).
    Was ich an Gewalt erfahren hab.. hmm.. als Jugendlicher Mal böse auf’s Maul bekommen, weil ich ne Freundin von wem angebaggert habe und mich abfällig über ihn geäußert hab, zweimal weil ich meinte irgendwo dazwischen gehen zu müssen. dann mal überfallen und ausgeraubt… nicht wirklich geschlechterspezifisch.

  14. Was Du hier übersiehst, ist die massive Ungleichverteilung der Gewalttaten nach Geschlecht. Sexuelle Belästigung findet meist von Männern an Frauen statt. Männer erleiden auch Gewalt, aber eben hauptsächlich durch Männer. Dass Männer eine andere körperliche Konstitution haben und für Frauen dafür auch eine ganz andere Gefahr darstellen als umgekehrt, brauche ich Dir wohl nicht extra zu sagen. Wenn ein Mann eine Frau belästigt, dann muss sie damit rechnen, dass der Mann es dabei nicht belassen wird, sondern er gerade erst angefangen hat, es sei denn er wird unterbrochen/gestört.
    Darüber hinaus übersiehst Du den unterschiedlichen Charakter von sexueller und körperlicher Gewalt. Sexuelle Gewalt wird hauptsächlich aus Gründen der Machtausübung und Erniedrigung ausgeführt, während körperliche Gewalt oft eher auf ein „Rangmessen“ hinausläuft. Will sagen: 2 Männer, die sich prügeln, nehmen sich „ernst“. Sexuelle Belästigung und Gewalt läuft eher darauf hinaus Frauen zu demonstrieren, dass sie sich nirgends sicher fühlen können – weder in der Öffentlichkeit, noch unter Freunden, Familie oder ggü dem Partner.
    Männer sind für die allermeisten Straf- und Gewalttaten verantwortlich und sie sind auch meistens Opfer. Im Bereich Sexualstraftaten sind die meisten Opfer jedoch weiblich, die Taten werden meist von Männern begangen. Was würden Du und die meisten Männer wohl sagen, wenn es umgekehrt wäre? Männer als regelmäßiges Opfer von hauptsächlich Frauen?
    Würde es sich bei Männern um eine bestimmte Nationalität handeln, würden wir da ein ganz anderes Problembewusstsein entwickeln, stattdessen wird Gewalt von Männern an Männern und Frauen offenbar für relativ normal gehalten, besonders diskutiert wird es eher nicht.
    Im Bereich häusliche Gewalt zeigt sich die Differenz nochmal besonders:
    „Bei den Tötungsdelikten in Deutschland wies das Bundeskriminalamt (BKA) für das Jahr 2011 49,2 Prozent (154 von 313) aller getöteten Frauen als Opfer ihres aktuellen oder ehemaligen Partners aus.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4usliche_Gewalt#Weibliche_Opfer
    Wie sieht es hingegen bei den Männern aus?
    „Bei den Tötungsdelikten in Deutschland weist das Bundeskriminalamt (BKA) für das Jahr 2011 6,9 Prozent (24 von 349) aller getöteten Männer als Opfer einer aktuellen oder früheren Partnerin aus.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4usliche_Gewalt#Weibliche_Opfer
    Zusammengefasst: 50 % aller getöteten Frauen wurden Opfer ihres Partners oder Ex-Partners, während das umgekehrt „nur“ für 7 % aller Männer gilt.
    Das ist für mich nur der deutlichste Ausdruck dieser „Ungleichverteilung“.
    Insofern vergleichst Du hier Äpfel mit Birnen, dein Post ist relativierend. Der Geschlechtsdimorphismus und das Verhalten vieler Männer macht sexuelle Belästigung für Frauen weder harmlos, noch ist es das Selbe wie körperliche Gewalt. Ich will damit nicht sagen, dass körperliche Gewalt weniger schlimm ist. mE unterschätzt Du aber das für Frauen erlebte Ausmaß an Bedrohung. Ich hab umgekehrt auch noch nie gehört, dass Männer bestimmte Vorsichtsmaßnahmen treffen, wenn ein Handwerker zu ihnen nach Hause kommt, wenn es dunkel ist, wenn sie eine fremde Frau daten etc. pp.

    • 50 % aller getöteten Frauen wurden Opfer ihres Partners oder Ex-Partners

      Frauen sind eben sehr instinktsicher, was die richtige Partnerwahl betrifft …..

    • @Ina:
      Als wäre dein Beitrag ein Blaupause. Lucas Schoppe hat bereits vor gut 2 Wochen folgenden Beitrag zur Sexismus-Debatte geschrieben, in dem er 5 Thesen aufstellt warum die Debatte Gewalt eher befördert als verhindert:
      https://man-tau.com/2017/10/28/sexismus-debatte-gewalt/

      Man kann die einzelnen Thesen anhand deines Beitrages abhaken.

      1. Wer Frauen und Männer gegeneinander ausspielt, betreibt Täterschutz
      Check. Dein Beitrag ist eine einzige Dichotomie Mann-Frau.

      2. Die Debatte missbraucht die Rede von „politischen Strukturen“
      Check. Du schreibst „Darüber hinaus übersiehst Du den unterschiedlichen Charakter von sexueller und körperlicher Gewalt. Sexuelle Gewalt wird hauptsächlich aus Gründen der Machtausübung und Erniedrigung ausgeführt“

      3. Die Debatte verwischt gezielt den Unterschied zwischen Gewalt und Unannehmlichkeiten
      Check. Schon im ersten Absatz fängt es zunächst mit „sexueller Belästigung“ an, im weiteren geht es dann aber um sexuelle Gewalt, dann wieder Belästigung… Als wäre alles eins, Differenzierung: Keine. Besonders lustig, weil du selbst den Vorwurf erhebst es würden „Äpfel mit Birnen verglichen“. Kann man sich gar nicht ausdenken sowas… 😀

      4. Die Debatte verwischt gezielt den Unterschied zwischen sexueller Belästigung und Sexismus
      Check. Sexismus hat eben nicht zwingend mit Sex oder sexueller Gewalt zu tun und in deinem Beitrag geht es NUR um letzteres.

      5. Wer die Definition von Gewalt allein der Empfindung von Opfern überlässt, kaschiert viele Gewalttaten
      Das ist der einzige Punkt zu dem sich in deinem Beitrag nichts konkretes finden lässt. Aber so wie ich dich einschätze unterstelle ich dir einfach mal dass du den Grundsatz „Nein heißt nein“ vertrittst. Insofern: Check.

      Insgesamt ein eher trauriges Bild.

  15. Also, ähh, insgesamt so, eigentlich war da nich viel..
    Hätte zwar bestimmt für ein Dutzend #ichauchichauchichauch gereicht, aber entweder war eindeutig, daß es ein nettes Flirtspielchen sein sollte, war also nett und meist auch lustig ( manchmal wurde das regelrecht zum Ritus ), oder es war klar, daß da sowieso wat im Busch ist, tja, dann ergab sich eh was, also auch kein Grund zur Beschwerde ….

    Aber zwei Dinger sind mir doch noch eingefallen. Das erste war ’n verweifelter Besoffener, der wild onanierend im Dunkeln durch’n Stadtpark eierte und ausgerechnet über’n Kumpel und mich stolperte. Da waren wir so wat 12-13, oder so. Okay, war nervig, gab ’ne Absage, Sache erledigt.

    Das zweite ( ungefähr gleiche Zeit, irgendwann letztes Jahrtausend ) war ’ne eigentlich recht hübsche, die aber wohl irgendwelche falschen Botenstoffe im pubertären Blut hatte. Die meinte wohl mit mir anbandeln zu können, indem se mir in’n Magen tritt. Fand ich doof, gab ’ne Abmahnung, dann noch eine, dann noch eine und dann ’ne schnelle Kette inne kurzen Rippen, dann sackte se anner Wandtafel unserer Klasse zusammen. War denn auch erledigt.
    Merke: Pazifisten greifen niemanden an, aber … nix mir annere Backe und so …
    Aber schlecht geschlafen, nö, wüßte ich nich.

  16. Pingback: Sexuelle Belästigung, häusliche Gewalt und Ungleichverteilung nach Geschlecht | Alles Evolution

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