Prostitution aus Sicht eines Freiers (Gastartikel)

Es folgt ein Gastartikel von „Freier“

Prostituierte sind eine Form von Sucht oder ein Hobby geworden, es hatte irgendwann im Studium angefangen, ich hatte einen längeren Aufenthalt in der Nähe von einem Rotlichtviertel, ging durch ein Laufhaus, einfach um es mal anzuschauen, und hatte dann das erste Mal Sex mit einer Prostituierten, wobei ich kein Ahnung hatte, wie das alles abläuft. Also Sex hatte ich natürlich vorher gehabt, aber eben nicht gegen Geld, also war ich echt nervös, einfach weil es mir so merkwürdig vorkam mit einer fremden Sex zu haben und ich nicht wusste wie es abläuft, sie sagte was ich wollte, ich frage, was man denn machen könnte, sie sage Ölmassagen, blasen, Verkehr, so das übliche eben, weil ich so nervös war sagte ich, dass wir gerne mit eine Massage anfangen könnte und wollte mich auf den Bauch legen, sie lachte und meinte, dass eine Ölmassage meinen Penis betrifft, aber sie könnte trotzdem etwas massieren. Von da an lief es recht normal, etwas massieren, etwas blasen,etwas Sex und die Sache war gelaufen.

Für mich war es dann eine recht einmalige Sache gewesen, ich hatte es mal ausprobiert, es war auch nicht unbedingt schlecht gewesen, aber ich nutze lange Zeit keine Angebote mehr. Ich studierte zu Ende, ich hatte Beziehungen, ich heiratete eine bezaubernde Frau, wir bekamen zwei ebenso bezaubernde Kinder und unser Sexleben ging den Bach herunter. Wir verstehen uns super, wir sind ein gutes Team, wir tragen beide unseren Teil bei, aber wir haben kaum noch Sex. Es ist es auch nicht so, dass wir nicht ab und zu Sex haben oder sie sich ab und zu um mich „kümmert“, aber von der Intensität ist unser Sexleben einfach stark zurückgegangen und ich habe mich, nachdem einige Versuche, es wieder etwas zu beleben,  gescheitert sind, damit abgefunden.

Dazu beigetragen hat, dass ich eben meinen Bedarf zu einem gewissen Teil über Prostitution abdecke, wahrscheinlich habe ich inzwischen mit etwa hundert Prostituierten Sex gehabt, wenn mich jemand fragen sollte, mit wie viele Frauen ich Sex hatte, würde ich hingegen 8 Frauen angeben und die Prostituierten verschweigen, sie sind ja mit Geld erlangt und daher auch keine Ausdruck dessen, was die Frage eigentlich sagen soll. Ich schätze ich habe auch etwa 6000 € dafür ausgegeben, aber es sind bei ca 10 Jahren auch nur 600 € pro Jahr, die meine Frau sicherlich auch mehr für Mode ausgibt als ich und ich verdiene ganz gut und gönne mir sonst nichts.

Prostitution gibt es in verschiedenen Stufen, relativ billig mit geringer Qualität und teurer mit hoher Qualität.

1. Straßenstrich

Der Straßenstrich dürfte die billigste Form der Prostitution sein, die ich aber noch nie genutzt habe. Sie hat den Vorteil, dass die Frauen keine Kosten für das Anmieten oder Werbung haben und zumindest früher wahrscheinlich auch spontan entscheiden konnten, ob sie an dem Tag arbeiten oder wie lange, ohne das sie die Kosten einplanen müssen, dafür ist man dem Wetter ausgesetzt und hat ein erhöhtes Risiko, wenn man mit einem Fremden wegfährt.

2. Laufhäuser

Laufhäuser sind eine Stufe höher, aber üblicherweise niedrige Qualität. Einfacher Sex, also blasen mit Kondom und Sex kostet dort etwa 30 Euro, viele Extras darüber hinaus werden häufig auch nicht angeboten, beispielsweise werden dort die wenigsten Damen küssen. Laufhäuser sind anonym für alle, für die Kunden und für die Prostituierten, viele Damen wollen dort kurzzeitig arbeiten und dann wieder verschwinden, die hinterlassen dabei auch keine Fotos im Netz, was in anderen Örtlichkeiten häufig erforderlich ist,  die Kunden streifen durch die Flure, suchen sich eine passende Frau aus und man sieht den Freier mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder und er wird auch nicht darauf achten, ob man wiederkommt. Einen Ruf aufbauen ist damit weder dem Laufhaus möglich noch für die meisten dort arbeitenden Damen interessant, sie wollen einfach nur schnell Geld machen. Demnach sind die Damen, die hauptsächlich Geld verdienen wollen, auch nicht unbedingt zu großen Kundenbindungen oder Kundegefälligkeiten bereit und man wird hier am ehsten abgezockt. Das betrifft Sachen wie mit einem niedrige Preis die Freier in die Zimmer locken und dann für alles zusätzliches Geld zu verlangen. Beispielsweise dafür, dass sie den BH auszieht, dass man ihre Brüste anfassen darf, dass man mehr als eine Position verwenden darf etc. Der Trick ist meist, dass sie erst den niedrigen Lohn einstreichen, man liegt auf dem Bett, sie fängt an, mit der Hand den Penis zu stimulieren und wenn man dann beispielsweise sagt, dass sie den BH ausziehen soll oder man ihre Brüste anfassen will, dann verhandelt sie mit dem Penis in der Hand nach, was eine hocheffektive Strategie ist, weil man dann eben anders denkt. Oder der Versuch eine „Falle zu schieben“, bei dem man den Penis nicht in die Scheide einführt, sondern zwischen die Schenkel, oder der Versuch, ihn schlicht vorher mit wildem Masturbieren zum Abspritzen zu bringen (wenn man kommt ist der Termin in dem Bereich zu Ende, egal wie viel Zeit man vereinbart hat, es ist nicht Sache der Prostituierten darauf zu achten, dass man nicht kommt) oder Sachen wie „Klar mache ich Anal“, man zahlt, macht etwas rum mit dem normalen Kram, spricht dann an, dass man jetzt so weit wäre und sie sagt so etwas wie „Okay, dann hole ich mal den Dildo“, stellt es dann als Missverständnis da, erklärt, dass sie nur aktives Anal macht und wird das Geld auf keinen Fall zurückgeben (und im Zimmer ist irgendwo ein Alarmknopf für den Fall das man das nicht einsieht). Allenfalls kommen andere Extras in Betracht, die man sonst wohl nicht gewählt hätte. Man gewöhnt sich also eine klare Sprache an.

Ein klassischer Besuch verläuft so, dass man durch das Laufhaus geht bis man eine passende Prostiutierte gefunden hat, man kommt rein, redet kurz ab, was gemacht wird, es wird gezahlt, sie legt ein Handtuch über das Bett auf das man sich legt, sie bläst etwas, geht es zu Sex über. Normalerweise wird man gefragt, welche Position man will, ich lasse sie meist nach oben, hier kommt es aber auch schnell vor, dass sie mitteilt, dass es ihr zu anstrengend ist und sie lieber auf dem Rücken liegt. Die meisten Laufhausprostitutierten gucken einem beim Sex nicht in die Augen, es gibt auch hier noch diverse Tricks wie die Beine nur so weit öffnen, dass man nicht zu tief eindringen kann, mitunter das man gerade mal so reinkommt. Auch das hängt sehr von der jeweiligen Frau ab. Dauert es zu lange, dann wird häufig in Doggystyle gewechselt, da Männer in dieser Stellung am schnellsten kommen und die Prostituierte zieht häufig noch mit einer Hand etwas die Haut nahe dem Schritt nach oben, was die Scheide enger macht. Führt das nicht zum Erfolg, dann wird auf Handbetrieb gewechselt und wer dann nicht innerhalb der Zeit kommt, der muss eben nachzahlen.

Das schöne an gerade einem großen Laufhaus, zB Frankfurt am Bahnhofsviertel, ist, aus meiner Sicht das Aussuchen der Prostituierten, einfach weil eine große Auswahl vorhanden ist. Man geht durch die Gänge und mitunter liegen die Prostituierten gelangweilt auf ihrem Bett, meist sitzen sie aber vor oder in den Türen und sprechen einen an oder versuchen einen in das Zimmer zu locken, so dass man 3 oder vier Frauen hat, die einen intensiv mit Blicken locken und sobald man vorbei ist den nächsten auf diese Weise ins Visier nehmen, aber die eigenartige Atmosphäre, eine Art Suche nach der Richtigen, ist interessant. Zudem ist es natürlich billig. Der Sex selbst ist häufig schlecht, aber als das, was man in den Kreisen einen „Optikfick“ nennt (sie sieht geil aus, auch wenn ihr Service eher schlecht ist) kann es sich trotzdem lohnen, zum schnellen Triebabbau ohne viel Aufwand und auch sonst hat man zumindest Sex gehabt.

3. Terminwohnungen und Bordelle

Ein Großteil der Prostitution spielt sich ansonsten in „Terminwohnungen“ ab. Hier werden Wohnungen an Prostituierte vermietet, die dann dort selbstständig ihrem Geschäft nachgehen. Das gibt es in allen Varianten und Güteklassen und auch der Service schwankt sehr.

Ein wesentlicher Unterschied ist, dass die Terminswohnungen etwas mehr Vorbereitung erlauben als die Laufhäuser. Insbesondere kann man sich über Portale wie ladies.de informieren, wer in der eigenen Stadt gerade arbeitet. Zudem gibt es Foren, in denen sich die Freier über die Prostituierten austauschen, etwa das Forum von ladies.de selbst oder aber verschiedene regionale Foren.

Auf Ladies.de haben die Frauen ein Profil, das üblicherweise angibt, wo sie zu erreichen sind, es sind Bilder vorhanden, es werden Daten zu Alter, Körpergröße, Gewicht, Kleidergröße, BH-Größe, angegeben, dann aufgelistet, welchen Service sie anbietet und dann folgt noch ein kurzer Begleittext, in dem sie schreibt, dass sie den besten Service der Welt macht und man danach der glücklichste Mensch der Welt ist, zudem ist meist entweder die Nummer des Bordells angegeben oder, wenn es reine Terminwohnungen sind, die Handynummer der Prostituierten.

Die Prostituierten mieten sich üblicherweise in den Wohnungen ein, meist für ca eine Woche und ziehen dann in die nächste Stadt weiter. Wenn man sich informieren will, ob sich ein Besuch lohnt, dann bietet es sich an die verlinkten Bilder in dem Profil durch die Googlesuche  (auf das Bild klicken und „bei Google suchen“ anklicken) zu jagen und auf diese Weise andere Berichte über sie zu finden. Findet man unter dem Bild nichts, dann sind die Handynummer oder der Begleittext (den sich die Prostituierte nicht jedesmal neu ausdenkt) oft hilfreich, oft findet man, gerade wenn die Betreffende schon ein paar Jahre arbeitet dann entsprechende Berichte.

Damit man sich ein Bild machen kann habe ich gute und schlechte Berichte gesucht und füge sie nun hier ein:

Eine dringende Warnung:

Lexxy ist eine deutsche Wanderhure, die ihre sog. „Dienste“ in diversen Hotels deutscher Großstädte anbietet und aus Leidenschaft notgeile Männer verarscht, nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes. Sie lockt ihre Opfer mit bombastischen Versprechen über eine Guiding Line, einem ausgeklügelten System, bei der sie die absolute omnipotente Kontrolle behält, in irgendein Hotelzimmer, das meist in Bahnhofsnähe ist. Allerdings muss ich sagen, wer so doof ist, sich darauf einzulassen, ist selbst Schuld.

Der Werbetext von ihr ist auch nicht richtig, denn sie ist keine Studentin und von Sex oder gar Analverkehr kann man bei ihr nur träumen.

Der Kontakt läuft ausschließlich vorest über E-Mails ab. Man bekommt dann ein paar verlogene Standarttemplates zugeschickt mit den dööfsten und rührseeligsten Behauptungen, dass sie Kinder dabei hätte und sie daher keine Handynummer rausgeben dürfte, oder ihr Mann arbeite bei der Polizei und ähnlichen Blödsinn… Man wird zudem noch durch bombastische Sexversprechen angespitzt. Dann schlägt sie ein Treffpunkt vor und bittet um die Handynummer. Hier ist zu raten, bloß nicht darauf einlassen!!!

Sie weist einen dann an, zu einem bestimmten Treffpunkt zu kommen, um dort auf weitere Anweisungen per Handy zu warten. Wer noch so naiv ist und das macht…, ey, sorry! Auf Anfragen, sie soll ihre Nummer zuerst herausgeben, kommen rhetorische Standartmails, die übrigens alle vor Rechtschreibfehlern wimmeln, die gebe es später, sie müsse sich erst sicher sein, sie hätte schon so viel Schreckliches erlebt. Zur Vorinformation: Die gibt sie nie raus und ruft immer inkognito an!

Ich habe mich mal auf Neugier drauf eingelassen und eine alte Mailadresse und eine uralte Prepaidsimcard herausgekramt und bin zu dem vereinbarten Treffpunkt hin. Der Preis sollte 145,00 €/h sein mit allem Service, den das Herz begehrt. Ich sollte mich wie ein Blödmann mitten auf den Bahnhofsvorplatz stellen und auf weitere Anweisungen warten. AUA!

Das habe ich natürlich nicht gemacht und im Starbucks gewartet. Der Anruf kam zur vereinbarten Zeit auf mein Handy und ich wurde angewiesen, zum Intercity-Hotel am Bahnhof zu gehen und in der Lobby auf den nächsten Anruf zu warten. Aber „pssst“ niemand dürfe mich sehen. Ich habe mich etwas doofi gestellt und das hat ihr gleich gefallen. Ich sagte ihr, dass ich mich schon ganz doll freue. Ich glaube, sie kann nur noch mit dummen Männern, eine Begegnung auf Augenhöhe oder Kontrolle abgeben, gehen gar nicht bei ihr.

Natürlich bin ich nicht in die Lobby gegangen, sondern in die nächste Ecke an der Rezeption, wo auch schon der nächste Anruf kam. Sie nannte mir wie klein Doofi die Zimmernummer und hatte wahnsinnigen Stress ich müsste ganz schnell kommen und dürfte bloß nicht auffallen. Warum wohl…

Als ich die Zimmernummer hörte, bin ich natürlich gleich zur Rezeption. Weil ich innerhalb der nächsten Minute nicht bei ihr war, kam nun ein Anruf mit unterdrückter Nummer nach dem anderen. Jedenfalls habe ich dem netten Portier erstmal verklickert, was in seinem Hotel so alles getrieben wird mit einem kurzen Hinweis der Anzeige auf meinem Smartphone. Am nächsten Tag hätte sie wohl ausgecheckt und ist in ein anderes Bremer Hotel abgestiegen und hat da wahrscheinlich ahnungslose Männer erleichtert. Insgesamt bin ich danach noch mit 10 Anrufen belästigt worden, bis ich die Ingognito Nummer gesperrt habe und die Simkarte wieder in die Schublade legte. Leider bekomme ich nun ein halbes Jahr später immer noch Mails von ihr mit gefährlichen SPAM-Links. Daher meine Warnung: bloß nicht kontaktieren!

Hier kann jemand nur noch als Kontrollfreak mit einem ausgeklügelten System existieren und Männer anlocken, um diese dann zu entwerten. Deshalb: ihr bloß keine Kontrolle geben, denn es wird nicht seriös enden. Ich habe sie mal in Hamm erlebt. Da war es genau das gleiche Spiel. Auf dem Hotelzimmer gibt’s keinen Service mehr und gemacht wird nur noch, was sie sagt. Ich habe dann klugerweise vor Bezahlung noch abgebrochen. Die Templates, die sie verschickt, gehen warscheinlich alle systematisch hunderfach raus, bis ein paar Ahnungslose anbeißen. Daher wird’s Zeit, so einer Praktik mal den Riegel vorzuschieben.

Eine eher schlechte Leistung:

heute dort geklingelt und die Treppe hoch. Tür wurde mir von Jasmin im Bademantel und Puschen geöffnet – WTF. Sie ist absolut skinny mit A-Cups, wenn überhaupt:). Sie hat einen braune Hautfarbe, ein schönes Gesicht und ansprechendes Lachen -> Optikfick!
Da die Bilder zu der Dame passten, habe ich die 1/2h zu 60EUR gebucht.
Vorher geklärt, dass sie keine ZK macht, schade.

Es war auch eine Kollegin da, daher wurde kurz ein Dreier angefragt (Up-Selling), habe ich aber abgelehnt. Waschung im Bad war ok, es gab sogar ausreichend saubere Handtücher!

Auf der Matte zeigte sich dann die Kehrseite der Optik-Medaillie, schlechter Service. Kein schmusen oder irgendein Anzeichen von Spaß ihrerseits (von Geilheit will ich gar nicht sprechen!) Franz mit intensivem Handeinsatz, fast schon hektisch. Beim GVwurde darauf geachtet, dass Er auch ja nicht zu tief eindringt. Folgerichtig kam es zu leichten Standschwierigkeiten, denen aber durch einem Stellungswechsel behoben wurden. Und am Ende war es dann mit ein wenig Kopfkino vollbracht – sehr selten bei mir, wenn die Optik so gut ist.

Wünsche oder Anmerkungen für Verbesserungen wurde immer mit „nix verstehe“ kommentiert – das war meineserachtens glatt gelogen und nur Masche.

Also macht was draus.

Und eine gute Kritik:

Eigentlich ist über Carina alles gesagt oder geschrieben aber ich mache es jetzt trotzdem nochmal.

Da ich schon öfter bei Carina war hab ich erwartet das meine Begeisterung oder ihre Performance langsam nachlassen würden, beides ist noch lange nicht in Sicht.
Als sie das Zimmer betrat hatte ich mal wieder den Wow-Effekt sie hatte sehr schöne Dessous an die auf ihr gebräunten Haut super zu Geltung kamen. Ihren schönen Körper unter der Dusche zu berühren ist schon ein Erlebnis für sich. Für mich sind Küsse sehr wichtig , ich weiß nicht ob Carina sich jetzt auf mich eingestellt hat oder es daran liegt das wir uns jetzt besser kennen sie küsst absolut perfekt für mich.
Ihr französisch macht mich Wahnsinn, sodass ich dabei schon kommen könnte, aber ich wollte noch mehr, was ich natürlich auch bekommen hab .
Wir haben uns dann wie immer noch nett unterhalten und ich hätte es auch ausklingen lassen , aber nicht mit Carina sie hat dann von sich aus nochmal losgelegt und da ist sie echt unermüdlich und will die Sache nochmal zum Happy Ending bringen.
Fazit: WH immer 100 %
Empfehlung : Wer hier im Forum das nicht weiß, ist selber schuld.

Hat man zwei bis drei Berichte über eine der Damen gelesen, dann hat man ein ganz gutes Bild.

Wie man sieht bekommt man schon sehr genaue Vorstellungen, auf was man sich einlässt und da hat das Internet eine große Verbesserung im Vergleich zu früher gebracht, wo man sich allenfalls auf den Ruf des Hauses verlassen konnte.

Findet man gar nichts über sie, dann kann man in einer ganz fremden Gegend nach Berichten von der gleichen Adresse schauen. Sind die auch alle schlecht, dann wird es mehr zum Risiko, sind sie alle gut, dann wird das Risiko kleiner.

Natürlich wissen das auch die Damen oder die Betreiber der Lokation und so werden auch immer wieder gerne sehr positive Gefälligkeitsberichte eingestellt oder natürlich der Name, die Nummer und die Fotos gewechselt, damit die negative Besprechung nicht mehr gefunden werden kann. Häufig kommt aber auch hier in den Foren ein Hinweis darauf, dass sie nun unter anderem Namen auftritt.

Die Wohnungen verfügen üblicherweise entweder über bestimmte Zimmer und dazu meist noch Gemeinschaftsräume für die Prostituierten. Es gibt die Variante, wo alle eigene Klingeln haben, so dass man direkt die Prostituierte anklingelt, die einen interessiert, die häufigere Variante ist aber, dass man in die Wohnung kommt und einen dann entweder eine der Prostituierten oder eine Hausdame (die dort als Empfang arbeitet und nicht als Prostituierte) begrüsst. Das wäre dann eher das klassische Bordell. Man wird meist in eines der Zimmer gebracht und dann stellen sich entweder alle Frauen auf einmal oder die Frauen nacheinander vor (meist die letztere Variante, was auch etwas übersichtlicher ist). Dann wird man gefragt, mit welcher man was machen möchte und diese kommt dann zurück.

Meist wäscht man sich dann noch oder duscht sogar zusammen und dann kommt es eben auf das Niveau an. In einem Haus niedriger Qualität läuft es etwa so wie im Laufhaus, in einem Haus höherer Qualität geht sie wesentlich mehr auf einen ein, hat weniger Berührungshemmungen, ist mehr darauf ausgelegt, dass man ein gutes Erlebnis hat und zufrieden wieder geht. Ab zumindest mittleren Niveau bekommt man auch danach um die Zeit voll zu machen üblicherweise eine Massage, wenn man einen hinreichend langen Zeitraum gebucht hat, dann gibt es eben eine zweite Runde.

Die Empfangsdame ist üblicher ein Garant für eine gewisse Qualität. Denn dann hat der Betreiber üblicherweise auch ein langfristiges Interesse daran, dass sein Haus einen guten Ruf hat und dort ein guter Service geleistet wird. Natürlich können die Betreiber den Damen nicht reinreden, da diese ja selbstständig arbeiten, aber in den besseren Häusern gibt es eben eine Nachbesprechung, die Hausdame fragt also, ob alles okay war oder ob etwas nicht gepasst hat und man behält wahrscheinlich auch die Kritiken im Internet im Auge. Passt es bei einer Dame nicht, dann trennt man sich eben von ihr. Eine gute Hausdame in einem gehobenen Haus weiß genau, wo die Stärken und Schwächen ihrer Damen liegen und kann einem Tipps geben, welche am besten zu einem passt.

Natürlich wird aber auch hier bei den Profilen im Netz einiges gefälscht, auf die Alterangaben kann man eigentlich immer etwas raufrechnen, wenn sie jung aussehen, dann bleiben Frauen über Jahre 18 und ändern dann, wenn es langsam geschäftsschädigend wird auf 20 (bei einem Alter von 28) erhöht. Wie bei Frauen auch sonst habe die 29 ebenfalls eine hohe Beharrungskraft und danach sind 34 häufig das höchste der Gefühle und bedeuten eher 40, ebenso werden  die Kleidergrößen auch gern großzügig ausgelegt und Bilder teilen das Schicksal der Alterangabe und bleiben auch auf dem damaligen Stand, wenn sie aktualisiert werden müssen, dann darf sich zunächst ein Photoshopkünstler an ihnen austoben.

Auch hier gilt natürlich: Um so schlechter das Haus an sich um so weniger sehen die Bilder den Damen noch ähnlich.

Hat man ein sehr gutes Haus, dann kann der Sex wirklich gut sein. Zum einen hat man eine junge hübsche Frau mit sportlichen Körper und hübschen Gesicht, zum anderen ist das Ganze eben vollständig auf den Kunden ausgerichtet. Und das ist eine interessante Erfahrung: Man kann sich einfach entspannen und die Frau machen lassen. Und viele haben es dort eben auch richtig drauf, weil sie Profis sind. Von den 10 technisch besten Blowjobs, die ich bekommen habe, waren ca. 9 von Prostituierten. Deepthroat, genau die richtige Saugstärke an der richtigen Stelle zur richtigen Zeit, und ohne das man darüber nachdenken muss, dass man jetzt egoistisch ist und sich auch mal um sie kümmern sollte.  Und auch alle anderen Praktiken, die man mag, kann man hier ausprobieren. Vom Analsex bis zum Dreier, es gibt keine Erfahrung für die es nicht auch eine Dame gibt, die sie anbietet, zumal die Wahrscheinlichkeit, dass man im „normalen Leben“ an einen Dreier kommt, jedenfalls für mich nicht hoch war und nunmehr auch Null wäre, so hat man ihn mit zwei sportlichen ca. 23 jährigen, die beide hingebungsvoll so tun als könnten sie sich nichts Schöneres vorstellen.

Ich bin nicht ganz sicher, wie die Regelungen bei den Preisen sind. Bei den reinen Terminswohnungen wird eine Miete gezahlt, bei den Bordellen mit Hausdame wird evtl auch jedes Mal mit einem Gast ein Zimmer für den Sex gemietet, so dass das Bordell an jeder Nummer verdient und ein Interesse daran hat, dass viele Besucher kommen. So hatte ich es jedenfalls mal gehört. Das sei wohl auch ein Grund, warum Dreier für die Damen durchaus interessant sind: Die Damen teilen sich die Zimmermiete, verdienen also mehr.

Vielleicht noch ein paar Worte zum Pauschalclub, auch wenn es ihn inzwischen nicht mehr gibt, weil er über das Prostitutionsschutzgesetz verboten worden ist. Das Prinzip in dem Club, in dem ich war, war sehr simpel. Man zahlte am Eingang einen bestimmten Betrag, zog sich dann einen Bademantel an und ging in den Gemeinschaftsraum. Dort traf man auf die Prostituierten und wenn neben einer ein Platz frei war, dann konnte man sich dahinsetzen und hatte sie damit reserviert. Man unterhielt sich etwas mit ihr, bis sie einen fragte, ob man aufs Zimmer wollte, wenn das (natürlich) der Fall war, dann ging sie zu einer Kraft an der Theke, erhielt dort einen Schlüssel für ein Zimmer und entweder einen Strich auf einer Liste oder eine Münze oder so etwas und man ging auf das besagte Zimmer, hatte dort Sex, wobei der Aufenthalt auf den Zimmern zur Limitiertung der Besuche etwa zwanzig Minuten oder halbe Stunde dauern musste (man unterhielt sich nach dem Akt dann eben noch etwas) und dann ging man wieder nach unten, nahm sich was vom Buffett, schaute etwas Fernsehen, unterhielt sich mit anderen Gästen oder ging in eine Sauna etc bis man dann wieder Lust hatte und genug Erholungszeit für den Penis verstrichen war.  Dazwischen gab es noch spezielle Aktionen, etwa einen Gangbang auf einer „Spielwiese“ oder eine Lesbenshow oder was auch immer. Es waren dort so etwa 8 Prostituierte und durchgängig etwa 25 oder dreißig Freier, die Damen waren also üblicherweise gut beschäftigt (gerade weil einige der Frauer eben auch nur ein 3 Stunden Ticket statt eines Tagestickets gekauft hatten).  Ich glaube, das war aber auch das, was den Club für die Frauen interessant machte: In einem Laufhaus oder einem Bordell hätten sie evtl lange Wartezeiten gehabt und wenn sie Pech hatten, dann haben sie nichts verdient. Hier waren sie mit hoher Wahrscheinlichkeit gut beschäftigt und haben insofern gut verdient. Denn die Damen waren auch dort keine Angestellten, sondern selbständig tätig, sie wurden nur nicht von den Freiern pro Nummer gezahlt, sondern von dem Betreiber. Üblicherweise war bei den 8 Damen eine sehr hübsche, ein paar mittlere und 2, die etwas dicker und nicht so attraktiv waren. Wenn eine der Hübschen nach einer Nummer oder nach einer Zeit im Sozialraum für die Prostituierten, der von den Freiern nicht betreten werden konnte, wieder in den Gemeinschaftsraum kam, dann war der Platz neben ihr sofort belegt und es gab verschiedene Ansätze wie man sie dazu brachte, dass sie sich neben einen setzt oder andere hindert sie zu besetzen. Die Unattraktiveren waren durchaus auch mal eine Zeit unbesetzt und versuchten jeden Mann, der den Gemeinschaftszahl betrat zu sich zu lotsen, was nicht immer gelang, denn die Männer mussten sich eben die Male, die sie in der Zeit, die sie da waren, leisten konnten, einteilen und überlegen, ob sie in der Zeit dann lieber mit anderen schlafen wollten, wenn sie es schafften, aber sie waren trotzdem recht gut beschäftigt, so dass das Modell für sie auch noch interessanter war als in anderen Bereichen, da es sichere Kunden brachte , auch bei nicht perfekten Körpern. Ich weiß nicht, was die jeweiligen Frauen pro Nummer bekommen haben, aber da sie sonst keine Umkosten hatten, gleichzeitig aber sichere Kunden dürfte es sich für viele gelohnt haben. Die Atmosphäre kam mir dabei eher weniger wie in einem Kaufhof vor, sondern es war persönlicher, weil man sich zwangsläufig mehr unterhielt, es weniger Geschäft abzuwickeln gab und eben auch Rückzugsräume vorhanden waren.

Bei meinen Berührungen mit Prostitution hatte ich eigentlich durchgängig das Gefühl, dass die Damen das freiwillig machen, liegt auch daran, dass ich eher „bessere“ Häuser besucht habe.

Siehe auch:

95 Gedanken zu “Prostitution aus Sicht eines Freiers (Gastartikel)

  1. Ich gebe zu, ich habe früher auch mal darüber nachgedacht, zu einer Professionellen zu gehen, einfach, um auch mal zu erfahren, wie sich Sex eigentlich anfühlt.
    Nach diesem Bericht bin ich froh, davon Abstand genommen zu haben.

  2. Die Damen knutschen doch auch in billigen Laufhäusern. Nummern werden auch oft getauscht.
    Finde das aber im Nachhinein nicht mehr gut. Mit 18-19 will man aber Sex haben. Ist halt so.

  3. Bisschen schwierig zu lesen, und auch zu lang. Bisschen Redaktion wäre hier gut gewesen.

    Ansonsten: Wie immer gilt, Geiz ist nicht geil. Ich habe auch mal mit dem Gedanken gespielt – als meine Frau sehr mit dem Kind beschäftigt war – mich in die geübten und leidenschaftlichen Hände einer Professionellen zu begeben, aber Übung und Leidenschaft wäre wohl nicht in meinem Budget gewesen.
    Und für einmal Abspritzen mehrere Hundert Euros zu latzen? Im Vergleich zum PornHamster sind das keine Relationen.

  4. Bei meinen Berührungen mit Prostitution hatte ich eigentlich durchgängig das Gefühl, dass die Damen das freiwillig machen, liegt auch daran, dass ich eher „bessere“ Häuser besucht habe.

    Wie erklärst du dir die Abwehrreaktionen wie Falle-Sschieben, Verweigerung von Küssen usw.?

    • Wie bei der Handwerkerin die da nicht streicht wo man es nicht so genau sieht, oder nur das billigste Material verwendet obwohl sie weiß, dass das schnell kaputt gehen wird?
      Die wird ja auch nicht mit Prügelandrohung zur Arbeit gezwungen …

    • Freiwillig wohl im Sinne von „Man wird nicht hingeprügelt“. Dass der eine Dienstleister mehr fürs Geld bietet als der andere ist wohl in sämtlichen Branchen so.
      Über die Notwendigkeit für Geld Dinge zu machen die man nicht will, oder die einem keinen Spaß machen kann man sich streiten. Jeden Tag 3h Putzen zu gehen um 450€ im Monat zu verdienen ist wahrscheinlich nicht für jede das wahre.
      Die Kurse pro Stunde dürften grad in den besseren Adressen (nicht: 10min, dann fertig, 30€ im Voraus) wohl höher liegen als 8,50€ pro Stunde.

      Das horizontale Gewerbe scheint durch den Versuch die Diskretion zu bewahren den Vorteil für die Dienstleisterinnen zu haben dass man relativ einfach Dinge versprechen kann die man nicht einhalten muss. Woanders könnte man das Betrug nennen. Aber über die Moralität von Prostitution diskutiere ich in diesen Neo-viktorianischen Zeiten nicht mehr.

      Den Aspekt mit den „Freier“-Foren fand ich da interessant, man tauscht sich aus und scheint auch vor eben diesen Betrügerinnen zu warnen (Stichwort Falle-Schieben).

      Ich kann mir auch vorstellen dass eine Frau Grenzen setzt wie intim sie mit einem Kunden wird. Vielleicht ist das Austauschen von Zärtlichkeiten wie der ausgiebigen Knutscherei oder allgemein der Austausch von Zärtlichkeiten die Grenze. Küssen zu intim… die eigentliche sexuelle Handlung als Funktionserfüllung nicht.

      Für mich klingt der Gang vom Freier zur Prostituieren eher ausgleichend (ich will nicht sagen therapeutisch).
      Ohne den regelmäßigen Sex fehlt wohl etwas im Leben, evtl. gibt es keinen Partner, man findet keinen oder möchte keinen (Stichwort MGTOW). Der Körper macht einem aber einen Strich durch die Rechnung und klopft permanent gegen das Rückenmark „DU BIST GEIL, MACH WAS. DU BIST GEIL, MACH WAS. DU BIST GEIL, MACH WAS“. Vielleicht braucht auch Mann ab und zu die Nähe mit dem begehrten Geschlecht. Irgendwann muss die Bestätigung kommen.

      Wie man wie die hier vorhandene Ehefrau auf Sex verzichten kann verstehe ich überhaupt nicht. Wie man da nicht durchdreht, keine Ahnung.

    • Eure Antworten gehen an de Frage vorbei. Sie könnte ja einen Aufschlag fürs Küssen verlangen. So wie ich den Text verstanden habe, wird jede Einzelheit ausgehandelt. Wobei es sich teilweise ja nicht mal um „Leistungen“ handeln, sondern eher um ein „Gewähren“. Zum Beispiel beim GV: das Eindringen zu verhindern, erfordert ja sogar eine zusätzliche Aktivität der Prostituierten. Warum macht sie sich die Mühe? Weil sie sich ekelt?

    • Die Abwehrreaktionen mögen Ekel zeigen. Sie zeigen aber auch, dass sie die Prostituierten hier einiges herausnehmen können. Der Kloputzer, der das Klo verdeckt lässt, wird höchstwahrscheinlich gekündigt, der muss also seinen Ekel überwinden. Prostituierte dagegen können offenbar darauf bauen, dass sie immer Freier bekommen, egal wie sie sich verhalten.

  5. Das ist wirklich abstoßend. Aber es wundert einen nach diesem Bericht auch nicht, was sich Männer doch noch alles einbilden können, dass es Frauen angeblich doch mögen würden. Warum sollten Frauen denn diese ganzen Halbabwehrtechniken anwenden, wenn sie das soll toll finden?

    In meinem Leben habe ich bisher jeden Kontakt zu Männer abgebrochen, die zugaben Freier zu sein. Klar das fördert Unehrlichkeit etc., aber ich habe persönlich dann doch noch genug Freunde als das ich mir das wählerischsein erlauben kann. Ich könnte es ehrlich emotional nicht verkraften solch sexbessene Menschen in meiner Sphäre zu haben.

    • Du bist schon ein zartes Gänseblümchen, aber Sphäre ist ja nur anderer Begriff für Filterblase,

      Ich geh mal davon aus das du damit nicht nur Männer meinst die es auf eine Beziehung mit dir abgesehen haben.
      Ich hoffe aber dass du auch den Kontakt zu Frauen abbrichst die Sex mit Männern haben die sie mit materiellen Dingen versorgen, für Dates bezahlen lassen usw. Oder die den Sex in der Beziehung ausknipsen und dann einfach erwarten dass der Partner mitspielt. Weil Sex hat ja überhaupt nichts mit Beziehung zu tun. Check mal deine Doppelmoral.

      Der Mann in dem Beispiel las sich jetzt so als im Altersbereich zwischen 30 und 40. Erwartest du ernsthaft von jemanden der Spass am Sex hat darauf zu verzichten bis er wieder in die Kiste springt?
      Den Aufschrei wg. Nötigung möchte ich hören wenn er versucht seine Frau zu überreden ihre Unlust mit Therapie (evtl. unterstützt durch Psychopharmaka zu lösen).

      Was die Einbildung der Freier angeht, dem Großteil geht es wahrscheinlich nicht um Einbildung, sondern darum Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Und die sind bei Männern anders als bei Frauen.

    • „Das ist wirklich abstoßend.“

      Du hast ja so Recht. Ist wirklich schlimm !!!

      „In meinem Leben habe ich bisher jeden Kontakt zu Männer abgebrochen, …“

      Bitte konsequent sein! Du solltest *jeden* Kontakt zu Männern abbrechen. Am Besten gar nicht erst damit anfangen. Männer sind nichts für Dich! Auch nicht Deine angeblichen „Freunde“.

      „Ich könnte es ehrlich emotional nicht verkraften solch sexbessene Menschen …“

      Du sagst es doch selbst. Also bitte keine Männer mehr. Sieh das doch endlich mal ein !!!

    • Der Beruf Zahnarzt ist dann wohl auch abstoßend?

      „In meinem Leben habe ich bisher jeden Kontakt zu Männer abgebrochen, die zugaben Freier zu sein.“

      „zugaben“ – Für dich sind diese Leute doch von Anfang an unten durch. Da ist es ja klar das dir der Text nicht gefällt und die Mühe dich in die Situation dieser Männer hineinzuversetzen willst du dir wahrscheinlich nicht machen. Dein persönlicher Sexualtrieb sollte Maßstab für alle sein…

    • @Alice
      Das ist wirklich abstoßend. Aber es wundert einen nach diesem Bericht auch nicht, was sich Männer doch noch alles einbilden können, dass es Frauen angeblich doch mögen würden. Warum sollten Frauen denn diese ganzen Halbabwehrtechniken anwenden, wenn sie das soll toll finden?

      Das ist nur ein Teil der Prostituierten, und offenbar nur auf die Billigvariante begrenzt. Freier sagt auch nicht, dass diese Sorte von Prostituierten Spaß an der Sache haben. Welche Männer sich hier etwas „einbilden“, müsstest du mal erläutern.

      Dein Urteil scheint mir auch sehr pauschal. Gibt es da keine Zwischentöne? Wie beurteilst du Frauen, die Seitensprünge machen. Wie beurteilst du einen Mann, der nur selten mal in den Puff geht, da er keine Freundin hat. Findest du es besser, wenn ein Mann nicht zu Prostituierten geht, sondern seine Frau mit einer heimlichen Geliebte betrügt? Was findest du es, wenn ein Mann sich selbst befriedigt und sich dafür kostenlos Pornographie runterläd? (Im Puff bezahlt er immerhin. Und wie beurteilst du Prostituierte? Sind die nicht auch total widerlich?)

    • Da selbst Männer untereinander davon meist nichts wissen, kannst du ja nicht mit vielen gebrochen haben. Aber soziale Ausgrenzung ist ja so ein Frauending.

      Nur weil jemand Freier ist, ist er übrigens nicht „sexbesessen“, zumindest nicht mehr als diejenigen, die sich täglich einen runterholen. Ich kann verstehen, dass Männer sowas machen, ich hatte Zeiten, da war ich so allein, dass ich über Monate keinerlei Körperkontakte hatte, da bringt einen schon eine Umarmung aus dem Gleichgewicht. Aber eine Frau kann sich sowas vermutlich nicht vorstellen, ihr seid halt anders.

      „Warum sollten Frauen denn diese ganzen Halbabwehrtechniken anwenden, wenn sie das soll toll finden?“

      Machen ja vermutlich nicht alle. Ich schätze, Männer die öfter solche Dienste in Anspruch nehmen, haben auch bevorzugte Frauen, die ihnen nicht das Gefühl geben, ein sexbesessener Widerling zu sein.

  6. „ich heiratete eine bezaubernde Frau, wir bekamen zwei ebenso bezaubernde Kinder und unser Sexleben ging den Bach herunter. Wir verstehen uns super, wir sind ein gutes Team, wir tragen beide unseren Teil bei, aber wir haben kaum noch Sex. Es ist es auch nicht so, dass wir nicht ab und zu Sex haben oder sie sich ab und zu um mich „kümmert“, aber von der Intensität ist unser Sexleben einfach stark zurückgegangen und ich habe mich, nachdem einige Versuche, es wieder etwas zu beleben, gescheitert sind, damit abgefunden.

    Dazu beigetragen hat, dass ich eben meinen Bedarf zu einem gewissen Teil über Prostitution abdecke, wahrscheinlich habe ich inzwischen mit etwa hundert Prostituierten Sex gehabt“

    Und wie oft hast Du Dich testen lassen in all den Jahren? Vermutlich gar nicht?
    Wissen tut Deine Frau wahrscheinlich nix von Deinem Treiben, sonst wär sie womöglich nicht mehr an Deiner Seite? Würdest Du ihr das denn verzeihen können, wenn sie während Eurer Beziehung mit hundert oder mehr Männern Sex gehabt hätte und plante, dieses „Hobby“ beizubehalten?

    Ich hab mir nicht den ganzen Text durchgelesen, ich will mir nicht die Laune verderben.

    Diesem Menschenschlag, dem der Gastautor wohl angehört, gönne ich aufrichtig Alles erdenkliche Schlechte. Ich habe in solchen Fällen vollstes Verständnis dafür, wenn er finanziell lebenslang bluten muss, ihm das Sorgerecht für seine Kinder genommen sowie auch der Umgang verweigert wird.
    Scheißegal ob er Jungs oder Mädchen oder beides gezeugt hat: sie verdienen es vor seinem Charakter geschützt zu werden.

    • Die erste Frage wäre wohl, ob die Frau Bescheid weiß. Und steht Semikolönchen nicht selbst auf offene Beziehungen? Ich meine da mal was gelesen zu haben, allerdings vergeht mir bei ihren Offenbarungen auch recht schnell der Appetit, bin da schon lang nicht mehr auf dem Stand.

      • Für Semikolon ist es selbstverständlich, dass eine Ehefrau einseitig beschließen kann, dass ihr Mann in seinem Leben nie wieder Sex haben wird.
        Wer diese Sorte menschlicher Abfall ist, muss seine schlechte Natur auf andere projizieren, das wäre anders ja nicht auszuhalten.

        • Interessant auch, was sie auf eine gemeinsame Stufe stellt:

          die sexuelle Selbstbestimmung des Mannes

          finanziell lebenslang bluten, Sorgerecht für seine Kinder genommen sowie auch der Umgang verweigert

          Mit welcher Begründung sollte man dem Mann vorschreiben können, mit welchen Menschen er zu welchen Zwecken er sich privat trifft und wo er sein Taschengeld lässt?

          Und gilt das gleiche auch für Frauen, die ihre Männer betrügen? Finanziell lebenslang bluten, Sorgerechtsentzug usw.?

          • Er verletzt nun aber auch ihre sexuelle Selbstbestimmung, so er sein Vorgehen vor ihr verheimlicht.
            Er lässt ihr damit ja nichtmal die Entscheidung, ob sie unter den Umständen noch u.a. sexuellen Kontakt zu ihm wünscht, bereit ist, z.B. die körperlichen Risiken von Prostitutionskontakten mitzutragen.

      • Ich war mit Anfang 20 eine Fernbeziehung eingegangen, die als offene angelegt war.
        Wegen Liebe und so blieb sie dann faktisch aber über Jahre monogam. Dann kam durch dummen Zufall raus, dass ein ganz am Anfang in den ersten Wochen von ihm auch damals erwähntes Date doch im Bett gelandet war. Geärgert hat mich daran vorallem: 1. dass ich es wusste!!! und er mich angelogen hatte; 2. dass nicht verhütet wurde. Hab ihn dann gleich zum Test verdonnert. Grundsätzlich war für mich damit klar, dass ich nun die eine oder andere Begegnung nachholen würde. Letztlich führte das zu u.a. Dreiern (in beiden möglichen Konstellationen) mit ihm gemeinsam, wie auch ein paar Nebenbeziehungen (bei mir). War aber furchtbar kompliziert, das Ganze.
        Dann traf ich meinen Mann, wusste: der ist es!; verabschiedete mich intim und offen von den Anderen und lebe seither monogam.

        Klar hat man mal Bock auf fremde Haut und neue Erlebnisse, aber hey: man sollte fair und realistisch bleiben. Und solche Impulse haben auch keinen Bestand.

          • Ich meinte die durchaus verletzten Gefühle dieser Männer, denn es lief natürlich offen (wie in „offene Beziehung“ halt). Einer von ihnen bspw. war seit langer Zeit der beste Freund meines Langzeitpartners. Nachdem ich mich von Allen getrennt hatte, endete schlagartig auch diese Freundschaft, was mich als ich davon erfuhr durchaus betrübte. Einmal gab es – nach Jahren – nämlich einen Anlass bei ihm (dem ehemaligen besten Freund) nochmal anzuklingeln. Er hat sich da durchaus gefreut, viel gelacht, die Vertrautheit stellte sich augenblicklich wieder ein. Am Ende des Gesprächs meinte er aber, ich solle mich so bald nicht wieder bei ihm melden, das brächte ihn zu sehr durcheinander oder so. Schade, denn so häufig im Leben trifft man ja nicht auf Menschen, mit denen es so gut passt.

    • In einer Hinsicht würde ich Semikolon durchaus Recht geben: Wenn eine verheiratete Person heimlich Prostituierte aufsucht, dann wirft ein solches Verhalten moralische Probleme auf.

      Mit der Heirat geht normalerweise so eine Art Einzigkeits-Versprechen einher, und wenn eine verheirate Person heimlich Prostituierte frequentiert, dann wird dieses Versprechen gebrochen.

      Ich denke schon, daß hier ein moralisches Problem vorliegt. Das sagt aber noch nichts darüber aus, wie man jetzt in dieser Streit-Frage entscheidet. Denn die Situation ist natürlich komplex.

      Bspw. gehören zu einer Ehe sogen. eheliche Pflichten. Einige dieser Pflichten sind im vorliegenden Fall offenbar verletzt worden. Darüber hinaus geht es nicht allein um die Ehe, sondern eben auch um das Wohl und die Entwicklung der beiden Kinder: Diese brauchen Vater und Mutter, und zwar in einer halbwegs friedlichen, um nicht zu sagen: harmonischen Beziehung.

      Kurz: Hier müssen ganz verschiedene Aspekte abgewogen und miteinander in Einklang gebracht werden. Das Ergebnis einer solchen umfassenden Betrachtung könnte u. U. sogar darin bestehen, daß der unter Anklage stehende Ehe-Partner nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht hat, Prostituierte für sich in Anspruch zu nehmen.

      Wir haben hier ein weites Feld, und es ist alles andere als klar, welcher moralische Pfad dort eingeschlagen werden sollte …

      • Wäre Porno-Nutzung für dich auch ein moralisches Problem bzw. Verstoß gegen das Einzigkeits-Versprechen?

        Ich finde es übrigens ziemlich abwegig, den Gastautor hier auf moralischer Ebene zu kritisieren. Von mir aus kann es gern mehr solcher Artikel geben.

        • „Ich finde es übrigens ziemlich abwegig, den Gastautor hier auf moralischer Ebene zu kritisieren. Von mir aus kann es gern mehr solcher Artikel geben.“

          Sehe ich ganz genau so. Darum habe ich oben geschrieben:

          „Genialer Beitrag oben! Danke für die Arbeit!“
          https://allesevolution.wordpress.com/2017/11/04/prostitution-aus-sicht-eines-freiers-gastartikel-2/#comment-317859

          Ich würde diese Äußerung jetzt nicht unbedingt als „kritisieren“ bezeichnen.

          Auch in meinem letzten Beitrag habe ich den Gastautor nicht kritisiert. Ich habe lediglich geschrieben, daß ein bestimmtes Verhalten „moralische Probleme“ aufwirft. Und dies ist wirklich keine Kritik.

          Denk‘ nur mal daran, wieviele unserer alltäglichen Handlungen „moralische Probleme“ aufwerfen: Ich esse z. B. gerne Fleisch (bedenklich wegen Massentierhaltung und Verseuchung des Grundwassers), ich fahre mit einem Diesel-Auto zur Arbeit (Luftverschmutzung), ich lüge immer wieder meine Mutter an, weil sie sich schnell in Angstzustände hineinsteigert, und und und. Eigentlich bin ich so ein richtiger Schuft.

          Allgemein denke ich: Es ist eines der Probleme des heutigen Menschen, daß es praktisch keine unschuldigen Handlungen mehr gibt. Nahezu alles ist fragwürdig, nahezu alles ist „moralisch bedenklich“. Daher auch die vielen Moral-Apostel in unserer Welt. Unschuldig war gestern, wir alle machen uns die Hände schmutzig: jeden Tag, jede Stunde.

          Aber zurück zu meinem letzten Beitrag, da habe ich gegen Ende geschrieben: „Das Ergebnis einer solchen umfassenden Betrachtung könnte u. U. sogar darin bestehen, daß der unter Anklage stehende Ehe-Partner nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht hat, Prostituierte für sich in Anspruch zu nehmen.“

          Auch diese Äußerung würde ich jetzt nicht unbedingt als „kritisieren“ bezeichnen. Ich hab‘ mich wirklich bemüht, neutral und sachlich eine offene Frage anzusprechen. Und ich habe betont, daß diese Frage wirklich noch offen ist:

          „Wir haben hier ein weites Feld, und es ist alles andere als klar, welcher moralische Pfad dort eingeschlagen werden sollte …“

          Ist das jetzt so schlimm?

          • @ FS

            Ich stimme ihr gar nicht zu. Aber mir scheint, daß zwischen den Zeilen ihres polemischen Beitrags das von mir beschriebene Problem mitschwingt. Vielleicht ist auch diese selbstgerechte Empörung, die sich in ihrem Beitrag manifestiert, auf genau diese Vorstellung zurückzuführen: daß mit der Eheschließung eine Art Einzigkeits-Versprechen einhergeht, und daß im vorliegenden Fall dieses Versprechen aufgehoben oder gar gebrochen worden ist.

            Wenn man so will: Ich habe Semikolons Beitrag wohlwollend interpretiert und einfach mal so getan, als würde hier ein durchaus relevanter Aspekt des Hauptbeitrages angesprochen werden. Expressis verbis findet sich hiervon in Semikolons Beitrag rein gar nichts!

            Ich habe dies auch getan, um dem Vorwurf vorzubeugen, bei allem, was Semikolon schreibt, würden wir hier im Forum widersprechen und abwiegeln. So bißchen in Richtung: Ergebnis-offene Diskussion, keine Voreingenommenheit von unserer Seite. Weniger freundlich formuliert: vorauseilender Gehorsam von meiner Seite.

            Zu Deiner Frage im vorherigen Beitrag:

            „Wäre Porno-Nutzung für dich auch ein moralisches Problem bzw. Verstoß gegen das Einzigkeits-Versprechen?“

            Ja, wäre es. Aber eben auch hier: Es kommt auf die Gesamt-Situation an, und natürlich, wie sich der Ehepartner dazu stellt.

            Z. B. habe ich einen ehemaligen Schulfreund, lange verheiratet, bei dem beginnt mit Pornos der Beischlaf. Die Ehepartner sind sexuell nicht mehr so rege, und die Frau hat von sich aus vorgeschlagen: einmal im Monat soll er Pornos gucken, dann kommt sie dazu und sie lassen sich’s gut gehen. Und siehe da: es funktioniert – was will man mehr?

          • daß mit der Eheschließung eine Art Einzigkeits-Versprechen einhergeht

            Ich würde das nicht auf die Ehe eingrenzen. Es gibt schließlich sowas wie Eifersucht, ganz unabhängig von irgendwelchen Versprechen (von denen wir hier eh nichts wissen). Für die meisten ist es kein tolles Gefühl, zu erfahren, dass sich der Partner woanders umschaut. Aber in dem Fall ist eine Prostituierte vielleicht noch besser als eine Geliebte.

            Solche moralischen Bedenken gelten für Prostitution ganz allgemein. Wenn aber jemand detailliert über seine persönlichen Erfahrungen schreibt, finde ich solche allgemeingültigen Anmerkungen irgendwie unangebracht. Es geht ja hier nicht um die Frage: Prostitution – ja oder nein. Treue – ja oder nein. Es geht hier darum, wie es in diesem Gewerbe aussieht. Es geht nicht um das Verhalten des Freiers, sondern um das Verhalten der Prostituierten.

          • @ FS

            „Es geht nicht um das Verhalten des Freiers, sondern um das Verhalten der Prostituierten.“

            Ja, einverstanden. Da habe ich das nicht auf die Reihe gekriegt. Sorry!

          • „Aber in dem Fall ist eine Prostituierte vielleicht noch besser als eine Geliebte.“

            Wer zu einer Prostituierten geht, beweist damit, dass ihm andere Menschen egal sind, und guter Sex auch.

            Wirklich verliebt ist man hingegen nur selten im Leben, und dann hat die gesuchte Nähe immerhin einen gewissen Zwangscharakter, für den auch ein Partner Verständnis entwickeln kann (was nicht bedeutet, dass das nicht schmerzte) – dem man sich als verantwortungsvoller Erwachsener zwar auch entziehen kann, aber nur mit erheblich größeren Anstrengungen.

          • Wirklich verliebt ist man hingegen nur selten im Leben, und dann hat die gesuchte Nähe immerhin einen gewissen Zwangscharakter, für den auch ein Partner Verständnis entwickeln kann

            Das sehen die meisten aber anders, insbesondere die meisten Frauen. Eine Geliebte wäre ein größeres Problem als Sex mit Prostituierten.

      • „Das Ergebnis einer solchen umfassenden Betrachtung könnte u. U. sogar darin bestehen, daß der unter Anklage stehende Ehe-Partner nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht hat, Prostituierte für sich in Anspruch zu nehmen.“

        Das schreibst Du doch nicht, weil Du das glaubst, sondern weil Du provozieren willst.

        Er hätte nur eine Pflicht gehabt (jetzt, nach so langer Zeit, kann man da wohl auch Nichts mehr gutmachen oder hinbiegen): in die Partnerschaft mit seiner Frau zu investieren.

        Wenn eine sexuelle Beziehung einschläft, liegt das selten bis nie nur an einer der Parteien, ziemlich wahrscheinlich wird er seinerseits jegliche Werbung um sie eingestellt haben.

          • Nein.

            Und von dem, was mir aus der Freierforschung bekannt ist, ist frau eigentlich nur einigermaßen sicher davor, sich so einen Lappen an Land zu ziehen, wenn er nicht bereits als junger Mann mal ein Bordell aufgesucht hat. Es scheint im Schnitt eine Art Altersgrenze zu geben, nach dessen Überschreiten mann quasi als geimpft gegen diese Form der Versuchung gelten kann, oder andersrum: einmal Freier, immer Freier.

          • Nein.

            Und von dem, was mir aus der Freierforschung bekannt ist, ist frau eigentlich nur einigermaßen sicher davor, sich so einen Lappen an Land zu ziehen, wenn er nicht bereits als junger Mann mal ein Bordell aufgesucht hat. Es scheint im Schnitt eine Art Altersgrenze zu geben, nach dessen Überschreiten mann quasi als geimpft gegen diese Form der Versuchung gelten kann, oder andersrum: einmal Freier, immer Freier.

        • Hier nur allgemein als Info: In der angewandten Ethik wird folgende Überlegung ernsthaft diskutiert:

          Ein Ehepaar hat zwei kleine Kinder, aber nach ein paar Jahren Familie funktioniert die Ehe nicht mehr, die Eheleute streiten meist nur noch. So, jetzt gibt es die Möglichkeit, mittels Medikamenten die Konflikte zwischen den Eheleuten beizulegen. Diese Konflikte werden nicht etwa gelöst, sondern die Partner werden einfach entsprechend sediert. Mit diesen Pillen können die Eheleute normal leben und vor allem ihre Kinder groß ziehen – aber sie streiten nicht mehr (und lieben sich natürlich auch nicht).

          Jetzt wird in der angewandten Ethik sehr stark die Position vertreten: Diese Eltern sind moralisch verpflichtet, diese Pillen zu nehmen, damit ihre Kinder von einem harmonischen Familienleben profitieren. Scheiß drauf, wie die Ehepartner zueinander stehen und wie es ihnen dabei geht – Hauptsache, die Kinder können sich gut entwickeln. Also Pillen schlucken!

          In genau demselben vertrete ich: Wenn es für die Kinder vorteilhaft ist, daß Papa fremdgeht (z. B. weil anderenfalls die ganze Familie kaputt gehen würde), dann hat die liebe Mama das zu akzeptieren. Umgekehrt natürlich genau so: Wenn es für die Kinder vorteilhaft ist, daß Mama fremdgeht (weil anderenfalls … usw.), dann hat der gute Papa das zu akzeptieren.

          • Und wenn die Kinder zu laut toben kriegen sie Ritalin
            Und wenn jemand ungebremster Zuwanderung kritisch gegenübersteht kriegt er per Infusor Oxytocin
            usw.
            Gruselig, diese Sorte angewandte Ethik …

      • „dann wirft ein solches Verhalten moralische Probleme auf.“

        Das hängt letztlich von den beiden Partnern ab, es gibt wohl viele Frauen, die ein solches Verhalten ihres Mannes kennen (lässt sich in Familie vermutlich auch schwer verheimlichen) und es erdulden oder sogar froh sind, dass sie selbst ihre Ruhe haben.

        Semikolons Meinung zum Charakter des Mannes teile ich nicht, dass ist die typisch verschobene weibliche Perspektive. Ein Mann ist für mich dann ein guter Mann, wenn er sich um seine Familie und Frau kümmert, ein guter Vater ist und versucht mit der Frau klarzukommen. Das halte ich für viel wichtiger. Ihn wegen des (legalen) Abreagierens seines Triebes zu verurteilen, ihn gar von seinen Kindern absondern zu wollen, ist hingegen nachgerade brutal, brutal gegenüber dem Mann und brutal gegenüber seinen Kindern. Es nützt niemandem, nichtmal dem gekränkten Ego der frigiden Frau.

        • Die Frau ist nicht frigide.
          Und seine Familie hat er bereits zerstört durch sein egoistisches Verhalten – auch wenn sich das noch nicht vollends manifestiert hat.

          Ich hab auch schon überlegt: was könnte man so einer Unperson denn noch raten? Jede Variante ist Mist. Wenn sich jemand schon so tief in die Scheiße geritten hat, bleibt als sozialverträglichste Problemlösung nur mehr sein baldiges Ableben.

          • „Wenn sich jemand schon so tief in die Scheiße geritten hat, bleibt als sozialverträglichste Problemlösung nur mehr sein baldiges Ableben.“

            Die gute alte mutterkultfeministische/-fetischistische Forderung nach dem sozialverträglichen Ableben von Männern, sobald die ihren „Erzeugerauftrag“ erfüllt haben.
            Nu guck, lange nicht gehabt.
            A. Heiliger, E. Schwab, Chr. Bergmann & Co wären hellauf begeistert.

          • @Semikolon:

            „Die Frau ist nicht frigide.“

            Da hast du recht, es ist halt eine Frau, da ist frigides Verhalten normal.

            „Und seine Familie hat er bereits zerstört durch sein egoistisches Verhalten – auch wenn sich das noch nicht vollends manifestiert hat.“

            Wieso sollte das so sein? Genauso könnte man der Frau Egoismus vorwerfen, weil sie dem Mann verbieten möchte, sich abzureagieren. Ich würde meiner Frau erlauben, sich eine Sexdienstleistung zu holen, wenn ich ihr quantitativ nicht beikommen könnte. Was ist schon dabei? Hast du nicht immer was von Modernismus geschwafelt? Und ausgerechnet bei der sexuellen Revolution steigst du aus? Dreierbeziehung mit zwei Männern ist noch OK, aber wehe der Mann ist sexuell unzufrieden?

            Es ruiniert eine Beziehung viel leichter, wenn einer immer gefrustet ist. Leider ist der Häufigkeitswunsch so verteilt, wie er es nunmal ist.

            „Ich hab auch schon überlegt: was könnte man so einer Unperson denn noch raten? Jede Variante ist Mist. Wenn sich jemand schon so tief in die Scheiße geritten hat, bleibt als sozialverträglichste Problemlösung nur mehr sein baldiges Ableben.“

            Deine Sichtweise ist total verschoben, du kannst nicht zwischen wichtig und unwichtig unterscheiden, fällst auf jeden feministischen Propagandamüll (Huschke Mau) rein und nimmst dich und deine weibischen Gefühle viel zu ernst.

            Typisch verzogen-verwöhnte westdeutsche Frau, die keinen Widerspruch kennt. Aber das wird sich bald ändern, Özoguz hat ja schon angekündigt, dass wir „das Zusammenleben täglich neu aushandeln [..] müssen“. Schluss mit Gewiss- und Sicherheiten! Ich freu mich drauf, bin ich doch ein Mann. Verhandeln ist toll, wenn man 1,90m groß und muskulös ist und zudem noch rechnen und schreiben kann und eine Waffe halten.

          • Unperson? 1984??? Cool!!! Das Buch / der Film in dem Frigidität als staatliches Ideal für die Frau gepredigt wurde!

        • … dass ist die typisch verschobene weibliche Perspektive. Ein Mann ist für mich dann ein guter Mann, wenn er sich um seine Familie und Frau kümmert, ein guter Vater ist und versucht mit der Frau klarzukommen. Das halte ich für viel wichtiger.

          Dass die Perspektiven zwischen Mann und Frau hier in der Regel verschoben sind, sehe ich auch so. Für den Mann zählen da eher die „Facts on the Ground“, nämlich dass die Familie versorgt ist, dazu zählt für mich dann u.U. auch, dass er sein Bedürfnis in den Puff zu gehen der Frau zuliebe unterdrückt. Für die Frau zählt da eher der emotionale Hintergrund, und da ist allein schon sein Bedürfnis genug, um ihn als sexbesessenes Monster zu sehen, dem die Kinder weggenommen gehören und das möglichst frühzeitig ableben sollte. Dass das sozialverträglich passieren darf, ist ein Zeichen der Gnade.

          Es nützt niemandem, nichtmal dem gekränkten Ego der frigiden Frau.

          Den Satz verstehe ich jetzt nicht. Um was sonst soll es denn dabei gehen?

          • „dazu zählt für mich dann u.U. auch, dass er sein Bedürfnis in den Puff zu gehen der Frau zuliebe unterdrückt“

            Wenn er das schafft und damit leben kann. Dauerhaft sexuell gefrustet zu sein, zehrt, ich sauf nicht umsonst. Natürlich soll er sowas dann auch, der Frau zuliebe, sein lassen. Ein zahmer, zahlender Trottel halt, der seine persönlichen Bedürfnisse, selbstverständlich mit einem Lächeln im Gesicht, den spinnerten, egoistischen Ansichten seines Weibes unterordnet. Ein Mann, der seine Natur verleugnet und selbst zum Weib wird und dann sucht sich die Frau am Ende doch einen anderen, weil „irgendwie die Luft raus ist“…

            Falls es Männer gibt, die das können: Respekt. Ich lass mir von meiner Frau nichts vorschreiben und so lange ich gut zu allen bin und ihre Versorgung sicherstelle, lässt sie mir auch klaglos meine Freiheiten, auch wenn die bei mir nur den abendlichen Alkoholkonsum und gelegentliches Wichsen beinhalten.

            „Um was sonst soll es denn dabei gehen?“

            Natürlich geht es um das gekränkte Ego. Aber das bleibt, trotz der Rache, gekränkt. Eine Frau will gefälligst wie eine Prinzessin geliebt und auf Händen getragen werden, Gegenleistungen (früher gesellschaftlicher Konsens) soll man nicht erwarten dürfen.

    • „Ich habe in solchen Fällen vollstes Verständnis dafür, wenn er finanziell lebenslang bluten muss, ihm das Sorgerecht für seine Kinder genommen sowie auch der Umgang verweigert wird.
      Scheißegal ob er Jungs oder Mädchen oder beides gezeugt hat: sie verdienen es vor seinem Charakter geschützt zu werden.“

      Sieh da, sieh da! Für ihre neoviktorianische Rache geht das Satzzeichen auch schon mal über ein paar Kinderleichen …..

      • Das gilt für Semikolon natürlich auch für Frauen. Wenn die fremd oder zu Prostituierten gehen und sich nicht testen lassen, dann sollen diese Frauen lebenslang dafür bluten, soll ihnen die Kinder und das Sorgerecht genommen und der Umgang verweigert werden 😉

        Was ; wohl macht wenn sie dem Karma mal begegnet?

  7. Ich finde das ist ein extrem spannendes, aber auch sehr schwieriges Thema! Gerade in Sachen Moral unglaublich vielschichtig! Mir fehlen hier die Gewissheiten, wie sie auf Seiten der Frauen typischerweise ähnliche Semikolons Hysterie existieren und auf Seiten der Männer teils im klischeehaften Thailand-Urlauber.
    In meiner eigenen Bewertung pendle ich auch häufig hin und her.
    Ich möchte hier auf Ilan Stephani verweisen (und gleich vorausschicken, dass ich viele Ihrer Aussagen auch ausdrücklich nicht unterschreibe, da ist auch viel Unsinn dabei) http://www.sueddeutsche.de/leben/ilan-stephani-ich-habe-im-puff-keinen-mann-erlebt-der-sich-wie-ein-gewinner-gefuehlt-hat-1.3716599
    „Die sexuelle Not des Mann ist ein echtes Problem unserer Gesellschaft.
    Was meinen Sie damit?
    Auf jeden Fall nicht den Boah-ich-muss-jetzt-Druck. Über weibliches sexuelles Elend auf dieser Welt – Vergewaltigungen, ewiges Lächeln und Mitspielen – darüber reden wir. Über die taubstumme männliche Sexualität sprechen wir nicht. Selbst Männer wissen nicht, was sie verpassen.“

    Den klischeehaften selbstbewussten Puffgänger gibt es zwar, in der Regel überwiegt aber die Scham. Und auch natürlich das Gefühl ein Verlierer zu sein, solche Dienste in Anspruch nehmen zu müssen. Nicht ohne Grund trauen sich die meisten nur betrunken und/oder spät nachts und/oder unter großem Druck hin. Der Vergleich hinkt, aber ich sehe es ein wenig so wie die Zugtoilette in einem Zug voller Oktoberfest-Besucher: Wenn ich es irgendwie einrichten gehen kann gehe ich da nicht hin, aber irgendwann hat man das Gefühl keine Wahl mehr zu haben. Ein Punkt den meines Erachtens Frauen nicht nachvollziehen können. Der Ratschlag, „hol dir halt einen runter“ ist dann doch ziemlich lächerlich. Ich weiß nicht wie man diesen Druck für Frauen „übersetzen“ könnte – evtl. wie wenn Sie wochenlang mit keiner Person reden können.

    Extrem interessanter Gedankenansatz:
    http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/ex-prostituierte-ilan-stephani-ueber-die-arbeit-als-hure-und-ihr-buch-lieb-und-teuer-aid-1.7163936
    „Männer sind durch das Abspritzen sediert. Viele wissen nicht, was wirkliche Befriedigung ist. Wer das nicht weiß, hält ein künstliches Beruhigen für Befriedigung.“

    Als Mann wird dir immer suggeriert, es dreht sich alles um Sex und irgendwann attribuierst du jegliche fehlende Zufriedenheit auf fehlenden Sex. Diese kurzzeitige Sedierung finde ich extrem treffend beschrieben. Ich merke immer wieder, dass mir ONS oder auch Pay-Sex nicht wirklich genau das geben kann was ich brauche. Aber meistens ist es näherungsweise noch das Beste, was ich kriegen kann.

    • Ganz konkret für meine Person sieht das dann beispielsweise so aus, dass ich seit acht Monaten wirklich hart kämpfe, in kein Puff zu gehen. Ich ekle mich vor den Spelunken, fühle mich dort tierisch unwohl, auch die Frauen sind optisch und charakterlich nicht gerade erste Sahne. Das Krankheitsrisiko sehe ich auch, es kostet Geld, der Gedanke meine Eltern oder nur ein entfernter Bekannter könnten mich sehen bringt mich um. Ich halte die ganze Industrie für verabscheuungswürdig, das Problem Zwangsprostitution lässt sich nicht wegleugnen. Eigentlich bin ich jemand der versucht, die Welt ein Stück besser zu machen – da ist ein Puffbesuch natürlich lächerlich! Schon auf dem Weg hin geht es mir schlecht, teils bin ich da Trance-artig unterwegs und habe wahrscheinlich ein Drittel der Damen amneseartig ausgeblendet. Sobald ich meine Ladung verschossen habe setzt Panik und Reue wieder ein und ich will fluchtartig aus dem Raum. Hinterher im Auto kommt mir Selbstekel, Verzweiflung – ich hab auch schon geweint. Und trotz allem würde ich keine 100 Euro wetten, dass ich schon das letzte Mal in meinem Leben in einem Puff war… wenn ich ehrlich bin, dann halte ich das sogar für höchst unwahrscheinlich.

    • „dass mir ONS oder auch Pay-Sex nicht wirklich genau das geben kann was ich brauche“

      Das wirst du als Heteromann auch sehr wahrscheinlich nie bekommen, selbst wenn du ein Adonis wärest.

      Aber ich verstehe was du meinst, m.E. ist es das abgrundtiefe Gefühl der Einsamkeit. Ich kann sehr lange ohne Sex leben, wenn ich in einer Beziehung bin. Ich bin dann zwar nicht zufrieden oder gar glücklich, aber es ist keine so existentielle Situation, wie als Single, das ist für viele Männer wie ein Fleischwolf.

      Ich vermute das hängt irgendwie mit den Ausdünstungen, Pheromonen usw. zusammen, dem menschlichen Bedürfnis einfach mal Haut zu spüren. Frauen fordern das sehr viel selbstverständlicher ein und bekommen es auch leichter. Männer sind sich dieses Bedürfnisses oft nicht ansatzweise bewusst (anders als mit den sexuellen Bedürfnissen, genau umgekehrt zu Frauen).

      Was dir helfen könnte: such dir in deiner Freizeit Hobbys, bei denen du auch unter Frauen bist (falls du das ertragen kannst), geh aber ohne Hintergedanken an die Sache ran, versuche dir platonischen Hautkontakt zu verschaffen (die Umarmung unter Freunden etc.). Mir hat das in meiner einsamen Zeit sehr geholfen. Der Mensch braucht das…

    • Es ist gut, dass über solches männliches Leiden mal geredet wird. Es muss eigentlich nicht sein, dass sich jeder da alleine durchkämpft.

      Ich habe auch kein Allheilmittel zur Hand, aber ich will hierzu doch sagen, dass ich eine derartige männliche Bedürftigkeit weder für zwangsläufig, noch für normal halte. Mir scheint es sich um eine recht spezifische psychische Situation zu handeln, die sich psychologisch kurieren lässt. Ich schätze, hinter so was stehen nicht richtig aufgelöste Bindungen. Frauen arbeiten recht zielgenau darauf hin, bei Männern sexuelle Abhängigkeiten zu erzeugen. Und den meisten Männern fehlt das Verständnis für die tiefen Aspekte und Wirkungen ihrer Gefühle. Guter Sex ist eine verdammt potente Droge, die eine entsprechende Sucht erzeugt. Und in dem Moment, wo eine Frau die Befriedigung entzieht, verliert man die Kontrolle darüber. Und zwar nicht nur über den Sex selbst, sondern vor allem auch über die eigene Begierde, die dann Amok läuft. Ich würde raten wollen, diese Kontrolle zurückzugewinnen.

      • Trifft es ganz gut ja! Nach meiner letzten Trennung habe ich Sex nur als zweitmeistes vermisst – am meisten fehlte es mir sich abends im Bett umzudrehen und an jemanden heranzukuscheln. True Story! Aber erzähl das mal jemand im Fußballverein 😀

  8. Eine Sache habe ich nicht verstanden.
    Warum sollten Prostituierte in Laufhäusern oder auf der Straße kein Interesse an Kundenbindung haben? Das macht für mich nur Sinn, wenn die nur selten an einem Ort bleiben, also z.B. nur alle 14 Tage im Laufhaus sind. Ansonsten werden die durchaus eine Stammkundschaft haben.

    • Jede Frau nimmt Geld dafür, dass Mann sich mit ihr einlassen darf. Bei den meisten ist der Preis aber weitaus höher als das, was Huren verlangen.

      • Deshalb bekämpfen Frauen wie Semikolon ja auch Prostitution mit allen manipulativen Mitteln… intrasexuelle Konkurrenz oder so.

        Gleichzeitig setzen sie sich dafür ein, dass Horden an fremden jungen Männern ins Land kommen, wo jeder mit einem Funken Verstand sofort erkennt, wohin das führen MUSS: mehr Gewalt und mehr Prostitution. Was hat ein mittelloser Heteromann schon groß zu verlieren, wenn sein Fortpflanzungstrieb dauerhaft ins Leere geht? Nichts.

    • Ich glaube nicht, daß „dieser (gesamte) Blog (nicht bloß der eine Eintrag)“ besonders „authentisch“ ist. Hierfür gibt es zwei Gründe:

      Einige Beiträge sind widersprüchlich. Die Dame schreibt z. B.

      „Es ist fast durch die Bank schnell und meist leicht verdientes Geld und meine Gäste sind im Grunde alle okay. Selten, dass es mal eine unliebsame Ausnahme gibt …“

      Aber dann schreibt sie auch:

      „… aber ich kann mich nicht erinnern, mein Geld jemals schwerer verdient zu haben als mit diesem Job… (und Frauen die das behaupten, dass es leicht verdientes Geld sei, sich von fremden Typen in ihre Körperöffnungen ficken zu lassen, haben imho ein verdammt GROSSES psychologisches Problem …“

      Also wie nun – schwer verdientes Geld oder meist leicht verdientes Geld? Naja, voll authentisch eben.

      Der zweite Grund: Vokabular und Orthographie aller Beiträge.

      Keine Frau, die „ziemlich jeden Scheißjob in meinem Leben schon gemacht [hat], in ganz jungen Jahren sogar für 3,50 Mark für die Stunde! Da war alles dabei, von Pflegeheim, Küche, Fabrik, Spielothek, Gastro, Einzelhandel… auch Akkordarbeit am Fließband, Frühschicht, morgens um drei oder vier Aufstehen, usw.“ schreibt Beiträge, die 1. orthographisch fast durchgehend korrekt sind, und die 2. ein solch gehobenes Vokabular („bildungssprachlich“) aufweisen.

      Jaja, voll authentisch. Mit 1er-Abitur für 3,50 Mark gearbeitet und jetzt in einem Dreckloch als Prostituierte – aber korrekte Orthographie und einwandfreie Syntax, das muß schon sein: frau will sich ja gepflegt artikulieren.

      Ich finde das alles andere als „authentisch“ – ich finde es einfach nur verlogen.

      • Sie postet bspw. (sporadisch) Fotos davon, wie es in den Terminwohnungen und Laufhäusern, durch die sie über die Jahre tourte (und in denen sie währenddessen natürlich auch lebte), bei Tag und in den Ecken aussah. Sowas hab ich sonst noch nirgendwo in den Weiten des www gesehen.
        Authentisch ist auch, wie repetitiv ihre alltäglichen struggles so sind – und wie zerrissen sie ist.
        Gibs Dir einfach.

        • Interessanter Blog, aber so richtig Mitleid mit dem Mädel kommt da nicht auf. Auch durchaus klischeehaft, dass sie erst jetzt mit Ende 30 raus will aus dem Gewerbe (weil es finanziell nicht mehr so läuft). Scheint auch von ihrem hohen Ross nicht herunterzukommen: Wenn sie in dem Alter auf reine Terminkunden ohne Spontanbesuche beharrt, dann muss sie entweder Stammkunden haben oder extrem hübsch geblieben sein.
          Traurige Einblicke aber auch auf Seiten meiner Geschlechtsgenossen. Denke über die „ohne Gummi-Fraktion“ muss man gar nicht diskutieren – warum zahlt man freiwillig mehr um dieses exorbitante Risiko einzugehen?

          • Interessanter (und trauriger) ist der Link hier:
            http://kritischeperspektive.com/kp/2016-34-der-freier/

            Das hat mich doch ziemlich betroffen gemacht. Ekelhaft, was wir gegenseitig mit uns machen – Männer und Frauen haben sich wahrscheinlich einfach gegenseitig „verdient“. Wir sind halt doch nur bessere Tiere, die mit den Schwächsten (gleich welches Geschlecht) machen was sie wollen…

          • Das ist jetzt gemein. Da setzt Du gegen einen kleinen Tagebuchblog ein derartig epochales Machwerk.
            Man wünscht diesem Text Millionen Zugriffe, so wahr und lehrreich ist er.
            Nur an einer Stelle möchte ich korrigierend eingreifen: m.W.n. sind Freier tatsächlich eine Minderheit irgendwo im Bereich von 16 % der (erwachsenen) Männer. Selbstverständlich ist das noch deutlich zu viel an menschlichem Abschaum, aber die Anzahl reichte dann doch nicht aus um sie zur männlichen Norm zu erklären, finde ich.

            Ja, ich habe Dich Abschaum genannt – obwohl Du auf dieser Seite gerad derjenige Freier mit dem größten Grad an Reflektiertheit bist, für den vielleicht sogar noch Hoffnung besteht. Ich hoffe sehr, Du wirst diesen verlinkten Beitrag wieder hervorholen, sobald Du Dich schwach und „in Versuchung geführt“ fühlst. Ausreden haste wohl keine mehr.

          • @Marcio:

            Das hat Huschke Mau geschrieben, die ich für einen feministischen Fake halte, um Prostitution auf der Gefühlsebene anzugreifen.

            Wenn du ihre Artikel liest, geht es in erster Linie darum, Freier als perverse, brutale Halbmenschen zu beschreiben, die Zwangsprostituierte einreiten (du bist selber ein Freier, du solltest es besser wissen). Der ganze Artikel spielt auf dieser Ebene, selbstverständlich ist nichts prüfbar und Prostitution wird implizit als gewalttätige Zwangsprostitution (am besten noch mit pädophilen Anteilen) gleichgesetzt. Ein manipulativer Trick.

            Schuld sind natürlich nicht die Frauen, nichtmal die Menschenhändler, die Politik, die keine Standards zu setzen vermag und die Grenzen nicht kontrolliert, die Exekutive die nicht sichert, NEIN, Schuld sollen die armen Schweine sein, die Geld dafür ausgeben, auch mal Sex zu haben.

            Es geht um eine Kriminalisierung der Freier, wie sie etwa in Schweden durchgeboxt wurde. Denn das macht jeden Mann, der einer Frau einen Drink spendiert, zum potentiellen Freier und das wird dann natürlich automatisch mit Gewalttäter gleichgesetzt und macht die Männer erpressbar. Und darauf laufen aktuell ja alle feministischen Anstrengungen hinaus, von „Nein heißt Nein“, bis zum Sexismusvorwurf bei Komplimenten. Der Mann muss total rechtlos werden („das Patriarchat gebrochen“), wenn die Frau kreischt, wird dem Mann das Leben ruiniert.

            Deshalb ist das Fazit am Ende ihrer Artikel auch immer:
            „Freier zahlen für das Nichtvorhandensein der Würde, des Ichs und des Willens einer Frau, und die Frage ist, warum wir eigentlich eine Institution brauchen, die ihnen derartiges ermöglicht.“

            Sie spricht Prostituierten pauschal die Würde und einen freien Willen ab. Würde ein Mann das machen, man würde ihn steinigen, aber um Frauen als Daueropfer darzustellen, ist natürlich alles recht. Die üblichen Doppelstandards.

            Und es ist, wie üblich, vollkommen unlogisch. Ein Markt verschwindet nicht, wenn man ihn verbietet. Wenn Frauen nicht mehr freiwillig und legal dem Geschäft nachgehen können, wird kriminelle Prostitution zunehmen. Prostitution durch Zuhälter, die die Frauen mit Gewalt unter Kontrolle halten, denn alles andere wäre ja mit einem hohen Risiko für die Freier verbunden und würde das Geschäft ruinieren.

            Keine Frage: wenn es ein Problem mit Zwang und Gewalt gibt, muss gehandelt werden, aber ganz sicher nicht, indem man das Kind mit dem Bade ausschüttet. Lass dich nicht für blöd verkaufen!

    • Ein unglaubwürdiger Jammer- und Opferblog.

      „Frühschicht, morgens um drei oder vier Aufstehen, usw. aber ich kann mich nicht erinnern, mein Geld jemals schwerer verdient zu haben als mit diesem Job…“

      Warum macht sie ihn dann? Aber ach, Logik…

      Na deswegen:
      „Mein aktuelles Thema ist der Ausstieg aus diesem Gewerbe, den ich anstrebe, der sich jedoch aus monetären Gründen nicht so einfach gestaltet, wie man sich das vielleicht vorstellt…“

      Sie hat noch keinen Mann gefunden, der ihr ihr gewohntes Leben durchfinanziert. Ein Gejammere, bei dem ein Heteromann nur milde lächeln kann.

      Falls der Blog insgesamt nicht nur Fake ist. Euresgleichen hassen Prostitution ja, weil es eure (ohnehin zu starke) Verhandlungsposition schwächt, wenn Frauen sich für Geld verfügbar machen.

  9. Problematisch ist es eben, wenn ein Partner mehr Sex erwartet, als er in einer Beziehung bekommen kann.
    Oder wenn die gamma-Männchen eben niemals Sex haben, weil auch die hässlichsten Schabracken sich für Brad Pitt-worthy halten.
    Dauerwichsen ist zwar finanziell kein Aufwand, aber ab und an braucht man schon die körperliche Zuwendung. Scheisse, wenn es dann niemanden gibt oder die eigentlichen Partner sich entziehen.

    Dafür gibt es (u.a.) Prostitution. Oder Geliebte. Bei beiden Optionen rufen die meisten Ehefrauen sofort den Anwalt an.
    Also bleibt nur, den eigenen Anspruch an die Sexfrequenz und damit an die Lebensqualität runterschrauben oder abends „länger im Büro bleiben.“ Mit allem Aufwand und allen Risiken.

    Der Welt wäre viel geholfen, wenn Frauen nicht so verdammt monogam wären. Und damit letztlich die totale Kontrolle über das Sexleben des Partners für sich beanspruchen.

    • „Bei beiden Optionen rufen die meisten Ehefrauen sofort den Anwalt an.“
      Das Satzzeichern hätte massive Probleme ggf. das lange Messer in der Schublade zu lassen ….

      „Der Welt wäre viel geholfen, wenn Frauen nicht so verdammt monogam wären.“
      Sind sie nicht, lediglich heimlicher, subtiler und darin etwas geschickter.

    • „Der Welt wäre viel geholfen, wenn Frauen nicht so verdammt monogam wären. Und damit letztlich die totale Kontrolle über das Sexleben des Partners für sich beanspruchen.“

      Das ist umgedreht nicht anders und mit Familie würde ständiges fremdfi*ken auch nicht gutgehen. Das Problem ist, dass Frauen in Beziehungen so schnell frigide werden, bzw. dass es ihnen meist schlicht nicht wichtig ist.

    • Und das ist die Stelle an der ich sage:
      Lernt PU, Jungs.
      Haltet die Kommunikation aufrecht und vergesst das „Spielen“ nicht.

      Es gibt hier wohl Männer, die finden es wenig verwerflich, fremde Frauen mit augenscheinlich in mehrfacher Hinsicht unangebrachten „Komplimenten“ zu deren Äußerem zu bedenken, gleichzeitig aber „verlogen“, die eigene Partnerin zu komplimentieren. Und dann beschweren sie sich außerdem darüber, wenn diese nach einer Weile ihren Körper in seltener-werdenden Intervallen etc. zur Verfügung stellen mag. Gleichzeitig erfüllt genau das wiederum ihre Erwartungen…
      Sick.

      • Reicht es eigentlich nicht, wenn er Versorger, Vater, Animateur Handwerker etc. ist? Warum muss eine Frau für Sex immer eine Art Gegenleistung (gleichsam wie eine Prostitutituierte) fordern? Warum muss er sich immer wieder zum Affen dafür machen? Reicht nicht Sex gegen Sex? Er hat Sex, sie hat Sex – beide glücklich?
        Btw. Wie stehst du eigentlich zur Selbstbefriedigung während der Beziehung/Ehe? Darf er das?

        • Das ist es, was mich an Semikolons Post so deprimiert. Die immer vorhandene mehr oder weniger unterschwellige Forderung nach einer Gegenleistung.

          Entweder vorab ihr Ego aufpolieren zu müssen, sie „erobern“ (i.e. ihren erklärten Willen umdrehen/missachten) zu müssen, ich kenne auch die Variante hinterher als Fußabtreter dienen zu dürfen, etc. Am liebsten dann das Ganze noch schön unterschwellig und undefiniert.

          So beschissen wie die Prostitution ist, wenigsten geht es dabei in der Regel offen und ehrlich zu, die Gegenleistungen sind klar definiert und beide Seiten wissen wo sie dran sind.

          Dass beim Heterosex etwas auf Gegenseitigkeit basiert (beide Seiten haben einfach Spass aneinander und miteinander) ist schlicht die Ausnahme.

        • Es gilt die alte Indianerweisheit: Wer ficken will, muss freundlich sein.
          Manchmal auch ein bisschen frech. Verspielt halt. Und outcome independent sowieso.
          Wie muss man eigentlich drauf sein, wenn einem das ausgerechnet bei seinem Langzeit-Partner schwerfällt?

          „Wie stehst du eigentlich zur Selbstbefriedigung während der Beziehung/Ehe? Darf er das?“
          Was für eine lächerliche Frage. Sagen wirs so: er hat natürlich die gleichen Rechte wie ich.

          • „Es gilt die alte Indianerweisheit: Wer ficken will, muss freundlich sein.“

            Oder weiblich

            „Manchmal auch ein bisschen frech. Verspielt halt. Und outcome independent sowieso.
            Wie muss man eigentlich drauf sein, wenn einem das ausgerechnet bei seinem Langzeit-Partner schwerfällt?“

            Was wären denn deine Tipps dafür, dass „Feuer“ in der Beziehung aufrecht zu erhalten?

          • „Sagen wirs so: er hat natürlich die gleichen Rechte wie ich.“

            MaW: Wenn die Frau sich nur selten einen runterholt, darf der Mann das auch nicht so oft. Und wenn die Frau keine visuellen Hilfsmittel benutzt, darf er das auch nicht.

          • „Oder weiblich“

            Als ob eine Frau, so sie Sex initiiert, nicht auch freundlich und aufmerksam wäre.

            Tipps? Mmh. Andeutungen machen in Situationen, die nicht direkt geeignet wären um zur Sache zu kommen, z.B.. Ab und an (ohne Kinder in der Nähe) dann auch mal weitergehen als gemäß öffentlicher Ordnung erlaubt wäre. Rollenspiele sind prinzipiell auch immer gut – obwohl ich zugeben muss, dass weder er noch ich da so begabt sind, das konsequent bis zum Ende durchzuhalten. Man mag es vielleicht nicht glauben, aber wir haben im Zuge dessen sogar bereits die Rollen Hure/Freier angenommen (ohne den Bezahl-Part allerdings, weil wir das total unsexy finden^^). Richtig süß, wie verlegen er da wurde, so ganz anders als sonst.

          • Innerlich kalkuliere ich mit im Schnitt jeweils wenigstens einmal am Tag (finds aber besser, wenn er auf mich zukommt stattdessen – obwohl ich das andersrum auch längst nicht immer mache).
            Und ich bin zugegeben froh darüber, wie es um seinen Pornokonsum bestellt ist. Halte ich nicht für selbstverständlich.

          • „Wie muss man eigentlich drauf sein, wenn einem das ausgerechnet bei seinem Langzeit-Partner schwerfällt?“

            Keine Ahnung, führe keine Beziehungen.

            Naja, was heißt lächerlich. Du lehnst Prostitution ab, sprichst dich gegen Pornographie aus, wenn ich mich recht erinnere bist du gegen Potenzmittel. Ferner findest du, dass ein Großteil der Männer chemisch kastriert werden soll. Von daher fand ich die Frage legitim 🙂

          • „Die Libido eines Mannes bekommt man mit Dread Game nicht auf Touren, ganz im Gegenteil, das ist klar.“

            Verlustangst ist nicht abhängig vom Geschlecht. Im Einzelfall und kurzfristig kann sie luststeigernd wirken, auf eine verzweifelte Weise, aber für die Langzeitstrategie empfiehlt sie sich als Methode für niemanden.

            „Du lehnst Prostitution ab,“

            Ich würde reflexhaft ergänzen: gewerbliche, u.a., weil so die Prostituierten selbst das kleinste Stück vom Kuchen abkriegen (gerechnet wird in D. mit der Phantasiezahl eines jährlichen Umsatzes von 14 Milliarden. Zum Vergleich: die gesamte Branche der dekorativen Kosmetik verbucht trotz Rekordsteigerungsraten in den letzten Jahren immernoch bloß knappe 3 Milliarden Umsatz per anno)

            Primär kritisiere ich das System Prostitution, das z.B. auch darin besteht, dass (i.d.R.) Frauen Männer nur in bestimmten, klar-umrissenenen Örtlichkeiten ihre Dienste anbieten dürfen unter Bußandrohung bei Zuwiderhandlung. Ich habe mittlerweile den Text oben (doch) durchgelesen. Wie die „Warnung vor Lexxy“ ausgeht (Versteht jemand das dortig Geschilderte eigentlich? Womit sollte diese Wanderhure denn Geld verdienen/ihre Kosten auch nur ansatzweise decken, wenn sie schlussendlich niemanden/kaum jemanden trifft?), also das Anschwärzen bei der Rezeption, wäre so gar nicht möglich, wenn nicht seit jeher der Staat Männer für so schützenswerte Pflänzchen hielte, die z.B. nicht „Nein“ sagen könnten bzw. für die es schlimm belästigend wäre, das eventuell tun zu müssen (müssten sie ja noch nichtmal. Sie könnten ja auch einfach kommentarlos weitergehen, wenn sie angesprochen würden…).

            „sprichst dich gegen Pornographie aus“

            Ich bin bei aller berechtigten Kritik nicht für ein (ausgedehntes) Verbot, fände es aber auch nicht schlimm sondern im Gegenteil aus gesamtgesellschaftlicher Sicht und speziell bezogen auf die Geschlechterproblematik äußerst positiv, wenn die einschlägigen Portale dichtgemacht würden. Geld würde ich – wie die Meisten wahrscheinlich – sicher keins ausgeben um welche sehen zu können.

            „wenn ich mich recht erinnere bist du gegen Potenzmittel.“

            Das stimmt wohl im Allgemeinen.

            „Ferner findest du, dass ein Großteil der Männer chemisch kastriert werden soll.“

            Was ich gesagt habe oder zumindest meinte, war, dass es _sinniger_ wäre, wenn sich Männer statt wie heute Frauen chemisch kastrieren ließen in größerer Anzahl. Und ich bin für Gleichberechtigung. Wenn es tatsächlich tolerabel sein sollte, dass bereits unaufgeklärte, pubertäre Mädchen selbst ohne elterliches Wissen und Einverständnis auf Kosten der Allgemeinheit (und dann auch noch mehrheitlich) hormonell behandelt werden, dann müsste dasselbe auch für Jungs gelten. Und für Männer, die bereits als Sexualstraftäter in Erscheinung getreten sind, sollten entsprechend libidosenkende Medikamente als Therapieansatz nicht so kategorisch persönliches Einverständnis voraussetzen.

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