39 Gedanken zu “„Männer reagieren auf Sexismus“ (aufKlo)

  1. Hate-Speech?
    Wie SCUM als Theaterstück?
    Wie vom Staatsfernsehen gesendet: „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“?
    Wie eine Volkspartei: „Wer die menschliche Gesellschaft will, der muss die männliche überwinden!“?

    Wenn sich so eine Hate-Speech gegen Frauen in gesellschaftlich etablierten Institutionen breit macht, und zudem sekundiert wird von Männerquoten und anderen Privilegien allein für Männer bis hin zu einer geringeren Lebenserwartung und höheren Suizidrate von Frauen, und und und, dann werde ich Feminist. Bis dahin werde ich der Ansicht sein, dass die eigentlichen Probleme woanders liegen, und „AufKlo“ und der Rest dieser steuerfinanzierten Saubande kann Oralverkehr mit meinem Allerwertesten ausüben.

  2. Was soll man dazu groß sagen?
    Haß ist ein Zeichen von (intellektueller) Ohnmacht. Es ist Schwäche.
    Das sind Postings schwacher Männer.
    Ja, die gibt es.
    Sind nicht viele.
    Sind nicht typisch.
    Ohnmacht und Schwäche wird man nicht abstellen, indem man vor rosarotem Hintergrund gutgemeinte Erziehungsversuche macht.
    Kindische Aktion.

    • „Das sind Postings schwacher Männer.“

      Wäre wieviele davon von Frauen sind. „Schlampe“ ist ein Wort das Frauen auch sehr häufig benuzten…

      • Ja, da hast Du wohl Recht, klar gibt´s das bei den Frauen auch.
        Ich finde aber, hier zu „kontern“ eine grundlegend falsche Reaktion.

        Erstens greift es die sexistische Grundannahme des Feminismus auf, in allem zwischen „Männern“ und „Frauen“ zu unterscheiden. Wenn man auf dieser Ebene antwortet, legitimiert, bestärkt man diese. Man begibt sich auf dieses Niveau. Natürlich gibt es Haß – Schwäche – hier wie dort. Das ist, da wie dort, keine Eigenschaft des jeweiligen Geschlechts, sondern die von Individuen.

        Der (jetzige und federführende) Feminismus wertet vor allem das MÄNNLICHE ab. Es ist ein Kulturkampf, dem sowohl INTELLEKTUELL, KULTURELL und POLITISCH entgegenzutreten ist. (Einmal ganz abgesehen von den grotesken realpolitischen Ungerechtigkeiten durch „Gender-Mainstreaming“, Staatsfeminismus, etc.)
        Haß – Schwäche – von Frauen hat derzeit im Feminismus eine Ideologie, in der sie unterkommen können, die sie bestärkt, die ihre Schwäche stark macht und politisch einflußreich. Es ist eine Ideologie für schwache (und berechnende) Frauen. Viele Schwache, die ihren Haß, ihre Frustration politisch bündeln können, sind eine Gefahr für die Gesellschaft. (Ich denke hier gibt es erstaunliche verborgene Analogien zum Faschismus: die ideale Ideologie für schwache Männer. )

        Um nicht mißverstanden zu werden: ich werte „Schwäche“ nicht ab, sie hat meine Empathie. Bin selbst oft genug nicht „stark“. Sie ist nur dort problematisch, wo sie als Haß externalisiert wird. Oder sich politisch organisiert.

        Ich glaube, den Männern und dem Männlichen ist weitaus mehr gedient, wenn man diese falschen und hinterhältigen Zuweisungen zum Männlichen gelassen und unberührt von sich weist.
        Wenn man sie eben nicht verteidigt oder relativiert.
        Weil sie nichts mit einem (darf ich sagen: mit uns?) zu tun haben, nichts mit der Essenz, der Qualität und dem Wesen des Männlichen.
        (Das sich in vielen Varianten, Ausprägungen, Gestalten, Gedanken, Taten zeigen kann – auch sensiblen, auch zarten, auch empathischen. Aber nicht nur.)

        Gruß
        Kostya

        • Feministen reden immer nur vom Sexismus in einer Form mit Männern als Täter und Frauen als Opfer und selbst wenn sie schon 10 Mal am Stück nur über genau diese Form geredet haben, werden sie immer noch behaupten das JETZT ENDLICH MAL über Sexismus gegenüber Frauen geredet werden muss und Männer sind dann nächstes Mal dran, wo dann aber natürlich auch wieder JETZT ENDLICH MAL über Sexismus gegenüber Frauen geredet werden muss.
          Aber du hast Recht. Man begibt sich auf deren Niveau. Wenn man über Gewalt gegen Männer redet und das diese viel häufiger und schwerer auftritt, dann haben Feministinnen ganz schnell ihr Handbuch-Argument parat „aber die Täter sind auch Männer“ und damit ist das Problem dann gelöst, bleibt ja alles in der ‚Familie‘ oder alle Männer müssen sich nur einfach ändern und alles löst sich in Luft auf.

          Komischerweise richten sich diese Verhaltensänderungen immer nur an Männer und das obwohl mehr als die Hälfte des ‚frauenfeindlichen‘ online Harrasment von Frauen kommt, muss sich hier dann anscheinend die Gesellschaft ändern und nicht nur die Frauen.

          • Meine Antwort hier wäre: natürlich gibt es Sexismus, es gibt ihn in männlicher und weiblicher Ausprägung. Feministinnen sprechen immer im Namen der „Frauen“. Das muß man durchbrechen, „dekonstruieren“. Muß sichtbar machen, daß sie dazu kein Recht haben. Das schwächt den Feminismus am meisten.

            (Das weiß er auch: jene Frauen, die sich gegen Feminismus aussprechen, werden mehr gehaßt als die „Männer“. Die „Männer“ braucht man ja als Feindbild. Die abweichenden Frauen aber unterhöhlen die Grundthese des Feminismus.)

            Wenn man die Mann-Frau Polarität des Feminismus (Beleidigungen abwehrend) aufnimmt, bestärkt man den Feminismus. Man füttert ihn. Weil man seine sexistische Grundthese – es ginge um Machtkämpfe zwischen den „Geschlechtern“ – bestätigt. Wenn man sich dazu nicht provozieren läßt, schwächt man ihn an seiner ideologischen Wurzel.

      • Kostya, nochmal, es interessiert die Feministen nicht, dass sie Heuchler sind.
        Der Ansatz ist komplett falsch gewählt, die sagen nicht etwas um eine Debatte zu haben, sondern um ihre Ziele zu erreichen. Dabei ist es Ihnen egal wie das PR-technisch aussieht.

        Regeln sind nur sinnvoll wenn sich beide Parteien dran halten. Du weißt schon, weil sonst eine Partei einen Vorteil hat?

        Moralische Überlegenheit ist komplett nutzlos wenn du nur auf dem Rückzug bist.
        Im Krieg und in der Politik stellt sich nicht die Frage OB du dir die Hände schmutzig machst, sondern wie weit du bereit bist zu gehen.

        Nochmal: Wenn sich die andere Seite nicht an die Regeln hält, dann sind diese aufgehoben! Regeln exakt dafür da: Ein Rahmenwerk für Auseinandersetzungen zu schaffen. Wenn sich einer nicht dran hält ist das Rahmenwerk nutzlos. (Nein die Feministen werden nicht für Regelverletzungen bestraft, also bitte erspare mir den Ansatz)

    • Es sagt schon viel über dich aus, dass du diejenigen, die zumindest etwas tun, für schwach hälst.
      Und du wunderst dich, dass man dir Feminismus unterstellt?
      Für mich sieht das nämlich auch wie Entryism aus.

      • Schlußwort. Ich beziehe mich auf die primitiven Postings in dem Clip, der zur Diskussion gestellt wurde.
        Ja, diese Primitivität ist Schwäche. Nein, sie ist nicht typisch für Männer, also muß man sie weder relativieren (durch dieselbe Idiotie auf der „anderen“ Seite) noch verteidigen („als Reaktion ist das ja verständlich“). Nein, ich verurteile oder verhöhne Schwäche nicht, ich konstatiere sie. Ja, ich finde heutiger Feminismus gehört eingedämmt und zurückgedrängt, politisch, kulturell und intellektuell. Nein, das Aufgreifen und Übernehmen von dessen banalem Denken und primitiven Methoden hilft nicht bei der Eindämmung, im Gegenteil es bestärkt ihn.

        Näheres hier:

        („Sunzis berühmter Satz, dass es am besten sei, die Strategie des Feindes zu vereiteln, am zweitbesten, die Bündnisse des Feindes aufzubrechen, erst an dritter Stelle folgen kämpfen und siegen.“)

        • Wie sich zeigt sind gegenüber dem Feminismus Lösungsansatz 1 und 2 gescheitert. Es bleibt also nur ihn zu bekämpfen. Dazu muss man 2 Grundirrtümer erkennen:
          1. Es gibt fast keine Frau die NICHT feministisch eingestellt ist, egal was sie behauptet. Nie darauf achten was sie sagt, nur was sie tut, Grundregel bei Frauen.
          2. Es gibt keine Menschen, es gibt nur Männer und Frauen.

  3. Pingback: Männer reagieren auf Sexismus bei @auf_klo – Lollipops for equality

  4. Ich glaube, den Männern und dem Männlichen ist weitaus mehr gedient, wenn man diese falschen und hinterhältigen Zuweisungen zum Männlichen gelassen und unberührt von sich weist.
    Wenn man sie eben nicht verteidigt oder relativiert.

    Du bist Feministin oder?
    Wieso sollten Männer immer noch die Klappe halten, wenn sie verleumdet, denunziert, durch Verallgemeinerung abgewertet werden? Nein, wir haben schon viel zu lange so eine „sexistische Kackscheiße“ stillschweigend hingenommen.

    Und inwiefern relativiert oder gar verteidigt man dämliche Sprüche von Männern, nur weil man erwähnt, dass es auch, teilweise sogar hauptsächlich, die Frauen sind, die selber ihren Verbalauswurf über andere Frauen auslassen?
    Das ist die selbe dämliche feministisch-ideologische (Un-)Logik wie die Annahme, man würde einen Menschen nur auf sein Äußeres reduzieren, weil man feststellt und ggf. öffentlich bekennt, dass ein Mensch (dem eigenen, persönlichen Empfinden nach) jung und schön aussieht.

    • Diskussion ist mir jetzt zu kompliziert, sorry. Hab eigentlich alles gesagt, so halbwegs zumindest.
      Eines nur: nein, ich bin nicht Feministin. Ich halte den heutigen Feminismus für eines der Grundübel unserer Gesellschaft. Meine Überlegungen gehen gegen den Feminismus – wie man ihn effektiv bekämpft. Nennen wir es Diskussionsbeiträge. Natürlich kann ich mich täuschen. Natürlich verlangt meine Haltung ziemlich viel Souveränität ab. Und natürlich verurteile ich niemanden, der diese Souveränität nicht haben kann oder nicht haben will.

      • Das hört sich eher anders an. Das „sei doch einfach gelassen“ hat uns dieses Chaos erst beschert, warum propagierst du es weiter?

        Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil, was bedeutet dass man den Feministen mit der genau gleichen Schärfe entgegentreten muss. Den PR-Krieg haben sie schon lange verloren, ändern ihr verhalten aber trotzdem nicht. Daher kann man eigentlich nur mit unmittelbarem Zwang etwas erreichen. (Wie diese auch immer aussehen mag, ich bin ja dafür Feministen mit ihren eigenen Waffen zu schlagen und zu entmachten)

  5. Diese energische junge Frau veranschaulicht auf das Deutlichste, daß es Frauen im Allgemeinen und FeministInnen im Besonderen überhaupt nicht nötig haben, herabwürdigende Phrasen in öffentliche Toiletten zu schmieren:

  6. P.S. zu weiter oben: Feministinnen sprechen NICHT für die Frauen, sie sprechen für Feministinnen. Sie sind auch nicht typisch Frau, sie sind typisch Feministin. Wenn man ihrem „die Männer“ mit einem „aber die Frauen“ antwortet, dann akzeptiert man ihr falsches und anmaßendes Narrativ. Und wer generell gegen die „Frauen“ ist, bestätigt den „Kampf der Geschlechter“. Wer den Kampf der Geschlechter bestätigt macht den Feminismus zu einer notwendigen Ideologie. Eine notwendige Ideologie ist stark. Eine dumme Ideologie – die ein Zerrbild von Wirklichkeit und Realität schafft – ist schwach. Man tritt dem Feminismus dann substantiell entgegen, wenn man sichtbar macht, daß er eine dumme und schwache Ideologie ist.

    • Ok, erstmal muss ich einräumen, dass ich den Fehler mache, mir die Dichotomie von Männern und Frauen als verfeindete Gruppen aufdrücken zu lassen.
      Ich verstehe was Du meinst, wie aber sieht deiner Meinung nach eine gute Antwort darauf aus?
      Ich verstehe aber auch die andere Seite, nämlich dass das feministische Agitieren nicht länger hinnehmbar ist. Die ziehen ihr Ding durch, egal ob man ihnen Kontra gibt oder nicht.

      • Ich bin sehr sehr skeptisch, wenn eine Frau ruft „Hört doch nicht auf die Feministinnen, wir haben euch ganz doll lieb!“

        Denn: gynozentrisch sind nicht nur Feministinnen, sondern alle Frauen. Feminismus übertreibt es nur so sehr, dass immer mehr Männer das mitkriegen.

        Wieviele Hände braucht man, um die Frauen abzuzählen, die gegen die Verschärfung des Sexualstrafrechts sind? Zwei? Drei?

        Frauen wehren sich (mit einiger Berechtigung) gegen den Eindruck des Männerhasses. Sobald sie gegen die allgegenwärtige Frauenbevorzugung konkret auf die Straße gehen, glaube ich dann auch das mit dem Liebhaben.

        • Ich denke, am Geliebt-Werden sollte man sich erfreuen, sollte es genießen und erwidern, wo es auf Resonanz trifft.
          Davon ist aber meine Haltung zum Feminismus nicht beeinflußbar.

          Und nein, nicht alle Frauen sind gynozentrisch. Nur die geistig oberflächlichen und sinnlich langweiligen.

          • „Und nein, nicht alle Frauen sind gynozentrisch“

            Entweder weißt du nicht, was das Wort bedeutet oder du hältst 90% aller Frauen für oberflächlich und langweilig.

            …und mich hält frau für misogyn 😀

      • Man muß ihnen Kontra geben. Aber nicht auf ihr Narrativ re-agieren oder ein-gehen, sondern dieses bloß-legen.
        Dann wird es als das sichtbar, was es ist: falsch. Und deshalb schwach.

        MGTOW etwa bekämpft den Feminismus nicht mehr, er zieht Konsequenzen. Die ich auch verstehen kann, nicht ablehne. Und wenn es ein besseres Leben ist – ohne Bitterkeit – dann ist es individuell eine gute Entscheidung. Aber dennoch räumen sie das Feld, scheint mir. (Was jedermans gutes Recht ist.)

        Ich will das Feld nicht räumen. Und bin mir meiner Sache gewiß (auch durch Blogs wie diesen hier). Und habe Geduld. Auch deshalb, weil ich diese „Geschlechterkämpfe“ für eine große Frage und Problematik halte: hier wird entschieden, welchen Weg unsere soziale, politische und geistige Kulur geht. Das ist keine Frage von „nächstes Jahr endlich siegen“. Das braucht den langen Atem.

        Danke für Eure Kommentare, spannend.

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