85 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 135 (25.10.2017)

  1. Ich kanns nicht lassen. Ich weise Feminazis auf Fakten hin, die ihnen nicht passen. Wie z.B. dass Frauen auch schon mal Nein sagen, aber Ja meinen. Dafür werde ich selbst als Vergewaltiger beschimpft oder als so einer, der Vergewaltigungskultur „ganz toll“ findet:

    Ich frage mich, ob die nur dumm oder bösartig sind.

    • Dumm und Bösartig selbstverständlich.
      Ansonsten: Willkommen im Club, Üppsi!
      Letztes Jahr irgendwann hatte eine Feministin auf Diaspora einen Text einer RadFemseite gepostet, in dem sich eine völlig bescheuerte in ziemlichem Femighettodeutsch darüber ausließ wie toll es sei, in einem vollen Zappelschuppen, mitten in der Nacht jemandem, von dem sie sich im Promillerausch ( oder schlimmerem ) irgendwie „am Arsch berührt“ fühlte, sofort und ohne irgendeine Reflektionsform voll einen auf die Zwölf zu kloppen und wie superbefreiend sich das anfühle, wenn dann sofort eine Horde beknackter Allies hinzuspränge, um den vermeintlichen „Sexualtäter“ zusammenzutreten.
      Ich kritisierte natürlich, daß das so keineswegs in Ordnung wäre, zumal die Geschichte vom Aufbau her schon reichlich unglaubwürdig zusammengeschreibselt war ( sie behauptete „allen Ernstes“, vorher hätte sie immer Stuhlreihen auf der Tanzfläche aufgestellt und dort eine Diskussionsveranstaltng abgehalten und ähnlichen Blödsinn mehr ). Kurz: was da nun „irgendwie Satire“, was Wunschtraum, was U.u. von irgendwem möglw. erlebtes sein solte, war nicht erkennbar.

      Die Reaktion war wohl klar, näch?
      Sofort sprangen ein halbes Dutzend Allies dazu, überzeugten die Dame, daß ich sofort geblockt werden müsse und ließen sich danach lang und breit über den Nazi, Vergewaltigungsbefürworter, Frauenhasser, WHOM etc. aus, der ja wohl unbedingt ein paar Erziehungsschellen brauchen würde …..

      Die können nicht anders ….

      • halbes Dutzend Allies … ach ja ….

        an sich sind diese sich als Helden oder Ritter fühlenden Idioten das viel größer Problem als die durchgeknallten Frauen selbst, von denen sie instrumentalisiert werden und bei nächster Gelegenheit vielleicht selber zum Opfer weiblichen Männerhasses werden.

        Mancher lacht halt gerne über lila Pudel und ist selber ein Rottweiler, Hauptsache er beherrscht das Kommando : Fass ! egal Hund bleibt Hund, Würde und Selbstachtung hat keiner von Beiden, ob Pudel oder Rottweiler.

        Nebenbei ich halte die Geschichte auch für potentiell erfunden.

    • Feministen denken sich das etwa so: Sie sagt nein und er hält ihr ein Messer an die Kehle und vergewaltigt sie.
      Etwas rationalere Menschen sehen das etwa so: Ein anfängliches Nein – es muss nicht mal der gleiche Tag und Anlass sein – ändert sich irgendwann zu einem Ja, weil er sich nicht entmutigen liess und sie seine Beharrlichkeit als echtes Interesse deutet.
      Da gibt es noch so ein dämliches feministisches Dogma: Vergewaltigung hat nie mit Sex zu tun sondern nur mit Macht. Wenn das jemand sagt weiss ich sofort: Es ist ein Feminist, der einfach nachplappert, was ihm in den Medien so vorgekaut wird.

  2. Thomas Fischer hat wieder mal einen grandiosen Artikel geschrieben:
    „Ich auch! Ich auch!
    Tausende Opfer von Missbrauch und Erniedrigung melden sich öffentlich zu Wort. Ein großer Tabubruch? Oder eine neue Hysterie?
    Von Thomas Fischer
    http://www.zeit.de/gesellschaft/2017-10/metoo-sexismus-opfer-soziale-medien-hysterie?utm_content=zeitde_redpost_zon_link_sf&utm_campaign=ref&utm_source=facebook_zonaudev_int&utm_term=facebook_zonaudev_int&utm_medium=sm&wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost_zon.link.sf

    • Vor etwa einem Jahr ist das sogenannte „Fünfzigste Strafrechtsreformgesetz“ in Kraft getreten, durch das eine weitere Revolution des Sexualstrafrechts zu ihrem endlich guten Ende gebracht wurde. Seitdem ist es strafbar, eine andere Person in einer Weise zu berühren, die „nicht erheblich“ ist. Auch ist es seither strafbar, in einer Gruppe anwesend zu sein, in der irgendeine andere Person eine nochmals andere Person berührt – auch wenn man davon weder etwas weiß noch es will.

      Wir hatten damals gehört, dass zuvor jährlich Hunderttausende von traumatisierenden Taten straflos blieben, weil furchtbare Lücken im Gesetz klafften. Nun warten wir seit einem Jahr, dass diese Taten angezeigt und verfolgt werden. Soweit man erkennen kann, herrscht bisher aber ziemliche Ebbe.

      Zeit also für einen neuen Empörungsschub

    • Hier kommt er richtig in Fahrt:

      Ich bekenne aber folgende tatsächliche Opfer-Erfahrungen: Ich wurde in meinem Leben von mehreren Dutzend Frauen begrapscht, geküsst, bedrängt, mit aufdringlichen Briefen, E-Mails, Fotos, Einladungen, Lobhudeleien und sonstigen Nachstellungen traktiert, die mir sehr unangenehm waren. Mir wurden Zungen in den Mund, Brüste in die Hände und Hüften an den Unterleib gedrängt, die ich weder erwartet noch erhofft hatte. Manche waren mir willkommen, die meisten eklig. Denn ich bin ein körperlich distanzierter Mensch. Ich habe zahlreiche sexuelle Anbahnungen verhindern oder abbrechen müssen, weil meine Abneigung gegen den bloßen Geruch der betreffenden Person stärker war als all ihre Beteuerungen der Hingebung.

      Ich bin in meinem Leben von Frauen zu sexuell motivierten Handlungen und Duldungen gezwungen, erpresst, genötigt worden. Man hat mich eingesperrt, mir mit Strafanzeigen gedroht, mich in aufdringlicher Weise berührt, abgeleckt, sich mir in aufreizenden Posen und Outfits präsentiert, angeboten, aufgedrängt. In meiner Jugend wurde ich bei einigen Gelegenheiten auch von Männern bedrängt, sogar mit Gewalt oder unter Überschreitung selbstverständlicher Grenzen. Ich habe all dies überstanden, beklage mich nicht und finde im Rückblick manche Peinlichkeiten durchaus lustig. Das Erstaunliche war, dass die Anzahl solcher Erlebnisse sich proportional zum Fortschreiten von Alter, Gewicht und – vor allem – von beruflichem Erfolg entwickelte: Mit Abstand die wenigsten attraktiven Frauen näherten sich mir sehnsuchtsvoll, als ich jung, schön, arm und unbekannt war.

      Ich auch, Herr Fischer! Sogar als ich jung, schön, arm und unbekannt war. Es ist wichtig diese Dinge zu sagen. Wir können uns nicht von frigiden und auch sonst gestörten Feministinnen die Maßstäbe definieren lassen.

    • Oder eine neue Hysterie?

      eher das, die Historie ist voll von Berichten über Ausbrüche weiblicher Massenhysterien, es liegt ihnen wohl in den Genen. Sieht man ja schon im Wortstamm des Begriffes, von altgriechisch ὑστέρα hystéra, deutsch ‚Gebärmutter.

      Also keine Panik, das beruhigt sich schon wieder alles, spätestens, wenn sie wieder gefickt werden wollen, oder was haben wollen, was man gegen Sex leichter bekommt als gegen Geld oder persönliche Anstrengung. Nur Weinstein, den alten Lustmolch hat es halt arg gebeutelt, eben das Risiko jedes Lustmolches.

    • Täter-Sein
      Ich selbst andererseits habe mich in den vergangenen 50 Jahren ebenfalls gelegentlich aufgedrängt. Ich kann mich an zwei oder drei sogenannte Zungenküsse erinnern, die mir im Nachhinein ernsthaft peinlich sind. Alle alkoholisiert oder cannabinoisiert und schon länger her – aber trotzdem nicht in Ordnung. Hierarchie oder Macht spielten allerdings niemals eine Rolle, glaube/hoffe ich.

      Fischer will jetzt auch den Shitstorm.

  3. Kit Harington is having second thoughts after complaining about sexism against men.

    The “Game of Thrones” star told The Guardian that he regrets telling Sunday Times Magazine last year that “there’s a sexism that happens towards men.” The comments to the Times were in the context of the actor saying he has felt demeaned when asked to take off his shirt.

    “I was wrong there, though,” he said to The Guardian. “Sexism against men is not something I should have really said. I think what I meant was, being objectified. At that time, I did feel objectified, and now I’ve learned how to control that.

    https://www.yahoo.com/entertainment/kit-harington-says-wrong-complain-sexism-against-men-173502240.html

    Er kontrolliert das einfach jetzt. Könnte man das nicht auch Frauen vorschlagen?

    • „Der Star des „Game of Thrones“ erzählte The Guardian, dass er es bedauere, dem Sunday Times Magazine im letzten Jahr gesagt zu haben, dass „es einen Sexismus gegenüber Männern gibt““

      Danke, das reicht!
      Hirnfreie Allywurscht.

      • erinnert mich immer an die Inquisition: Schwöre ab Deinem Unglauben und Bekenne Dich wieder zum wahren Glauben: Männer sind böse und doof Frauen ´gut und schlau, dann wird dir der Scheiterhaufen erlassen.

        Wie sagte Doch dieser Witzbold Clooney (oder Clowny ?) keine Ahnung wie der sich schreibt, er könne da manches nicht Glauben, weil es sein positives Bild von manchen Kolleginnen kaputt macht, echt postfaktisch, habe ich irgendwo im Radio gehört, die Medien sind ja voll von der metoo -Hysterie, werden wir wohl noch ein paar Tage ertragen müssen.
        Andererseits was soll er schon sagen, will ja bestimmt nicht auf dem Bettvorleger schlafen müssen.

        • „erinnert mich immer an die Inquisition: Schwöre ab Deinem Unglauben und Bekenne Dich wieder zum wahren Glauben“

          Ich würde eher sagen: wie die Selbstbezichtigung und die öffentliche Selbst-Kritik unter Stalin und unter Mao.

          Kommt aber letztlich auf dasselbe hinaus.

          • ja danke, der Vergleich ist noch viel treffender,

            vielleicht auch Gelegenheit noch mal auf dieses Video hinzuweisen:

  4. Neues von deutschen Unis:

    „Die Goethe Universität in Frankfurt hat einen geplanten Vortrag des umstrittenen Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, abgesagt. Vorher hatte sich Widerstand dagegen formiert. Wendt zeigt sich verärgert.
    […]
    Dass eine solche Meinung an einer Universität von vornherein als „nicht erwünscht“ gelte, fände er „gruselig“: „Wenn man an deutschen Universitäten nur noch darüber diskutieren darf, ob man links, halb links oder ganz links ist, dann gibt es keinen Dialog mehr.““

    https://www.welt.de/vermischtes/article170054433/Das-Opfer-ist-die-Meinungsfreiheit.html

    • Soviel zum Thema:

      „Immer daran denken: Das ist die USA und nicht Deutschland. Auch wenn sich die Pseudo-Linke hier noch so sehr bemüht, als copy&paste-Geschwader zu agieren, es gibt hier weder die gesellschaftlichen, noch die politischen Voraussetzungen, dass sich dieser Wahn bei uns in diesem Umfang durchsetzen wird.“

      Siehe oben.

    • hatte mal Zeit und Kurz in den Artikel reingeschaut

      „Machtgesten sind an Hochschulen noch immer keine Seltenheit.“
      Das kenne ich selbst zur genüge: provozierendes zur Schau stellen von Arsch oder Busen, abfällige Bemerkungen über Nerds ,…. die Liste ließe sich fortsetzen, kennt jeder Mann zu genüge.
      Im Übrigen sind es ja oft gar keine Machtgesten, sondern das kaschieren von Gefühlen von Ohnmacht oder eher Unsicherheit angesichts der geballten sexuellen Präsenz von Weiblichkeit.

      Interessant ist aber an dem Artikel etwas anderes, die Demagogie, vielen fällt es vielleicht nicht auf, man ist ja schon fast an diese perfiden Manipulationstechniken gewöhnt, die heute journalistischer Standard sind.
      Es steht also im Artikel der als DJ fungierende Junge rastete aus nach dem die Erzählerin und ihre Freundin bei ihm ein Lied bestellt hatten.
      Merkt man was ? Ohne die Information WELCHES Lied, und im Weiteren ohne den Gesamtrahmen der Situation, kann man gar nicht einschätzen warum er sich so aufgeregt hat. Aber genau diese Information wird weggelassen, dem unbedarften Leser soll also der Eindruck eines völlig grundlosen Ausrastens gegenüber, wie sollte es anders sein, völlig unschuldigen Frauen vermittelt werden. Wirklich toll gemacht, Goebbels wäre echt stolz, hätte es auch nicht besser hingekriegt.

      Ich fabuliere jetzt, man spricht ihn an als er gerade genervt ist, will ein Lied, das er hasst und von dem man weiß, das er weiß, das sie wissen, daß er es hasst, es ist Vieles denkbar.

      • „Im Übrigen sind es ja oft gar keine Machtgesten, sondern das kaschieren von Gefühlen von Ohnmacht oder eher Unsicherheit angesichts der geballten sexuellen Präsenz von Weiblichkeit.“

        Guter Punkt

    • Danke für den Hinweis und für das Engagement in den dortigen Kommentaren.

      „Was Frauen über Sexismus an der Uni berichten“
      Schade, daß Männer nicht über Sexismus an der Uni berichten dürfen, z.B. über die einseitige Interessenvertretung durch Frauenbeauftragte. Das wäre sozusagen auch gleich der erste Sexismus gegen Männer an praktisch allen Unis.

      „Es passiert überall“, sagen Frauen an deutschen Hochschulen.
      Genauer gesagt sagen das 5 ausgesuchte Frauen, keineswegs alle Frauen an deutschen Hochschulen, wie hier wieder mal unterschwellig behauptet, um den Skandal hinzubekommen.

      Bericht Nr. 1 betrifft einen Vorfall außerhalb des regulären Unibetriebs, ist also kein Beleg für die These.
      Bericht Nr. 2 (Veronika) stammt von einer erheblich radikalisierten Studentin, deren Daseinszwecke in der Suche nach Sexismus besteht und die ich nicht für repräsentativ halte (ASTA-Mitglieder sind meist sehr spezielle Menschen, diplomatisch formuliert).
      Bericht Nr. 3 (Claudia Weber) beklagt, nicht oft genug den Vorsitz von Kommissionen angedient zu bekommen. Wie wäre es damit, selber aktiv zu kandidieren? Sie rät, sich nicht in die Rolle der Protokollschreiberin drängen zu lassen. Guter Tip, gilt auch für Männer. Was hat das mit Sexismus zu tun?
      Bericht Nr. 4 (Lena) beschreibt einen Punkt, den ich auch für problematrisch halte, übertriebene Hilfstellung für Frauen in stark männlich dominierten Fächern. Das mag ja in den meisten Fällen gut gemeint sein, nervt die betroffenen Frauen aber fürchterlich (das ginge mir mit vertauschten Rollen genauso), ferner ist jede Hilfestellung immer implizit eine Aussage, daß derjenige Hilfe braucht und es nicht alleine schafft. Da sollte man als Mann sein Helfersyndrom zurückhalten. Das ganze fällt aber wiederum nicht oder allenfalls sehr indirekt unter den Begriff Sexismus.
      Bericht Nr. 5 (Mechthild Koreuber): s. Nr. 2, in gesteigerter Form.

      Zusammengenommen auch nicht entfernt eine plausible Begründung für die These „überall an deutschen Hochschulen seien Frauen Opfer von Sexismus“.

      Unabhängig davon: Mich würde tatsächlich interessieren, wie weit dieses gesteigerte Opferstatusgefühl bei den weiblichen Studenten verbreitet ist und wieviele der männlichen Studenten mehr oder weniger MGTOWs sind, weil sie das ständige Gejammere und die Pauschalverdächtigung von Männern leid sind.

  5. Vor einiger Zeit hat mal jemand eine satirische Geschichte gepostet, vom Eindringen einer neuen Freundin in eine Männergruppe, die dann ihre männerabende nicht mehr so durchführen konnten („macht ihr noch lange?“)

    Hat jemand die Quelle? War das von Max Goldt?

    • „Eine Mitarbeiterin habe erklärt, dass sie 2016 von einem Mitarbeiter des Parlamentes vergewaltigt worden sei, ohne dass dies zu strafrechtlichen Konsequenzen geführt habe. Betroffene schwiegen – aus Scham, Sorge vor einem Karriereknick oder sonstigen negativen Konsequenzen. Allerdings räumt der Online-Dienst ein: „Keiner der Fälle ist unabhängig untersucht und bestätigt worden.“
      Gibt es eine Mauer des Schweigens im Europaparlament? Wie gravierend sind die Missstände?“

      Wenn man die Debatte um Hexenprozesse in Deutschland im 17. Jahrhundert beobachtet, dann finden sich praktisch identische Argumente.
      Es gab Anschuldigungen, keine Beweise, ja, oft nicht einmal Belege und verurteilt wurde mit der Begründung, dass es sich bei der Hexerei um ein besonderes, verborgenes Verbrechen handele, weshalb die – schon damals durchaus vorhandenen – rechtsstaatlichen Grundsätze außer Kraft gesetzt werden dürften.
      Während des 30-jährigen Krieges erreichte der Hexenwahn fast hysterische Ausmaße, bis sich um 1648 die ersten Fürsten trauten, dem Wahn einfach durch Verbot der Prozesse ein Ende zu bereiten.

      Wir befinden uns in der Phase des Wahns.
      Und die Justiz versagt heute wie damals.

    • Interessanter Text. Der Autor schreibt im 2. Absatz:

      „Die Frage, die ich mir schon seit Längerem stelle, ist folgende: Kann ich als Mann nachvollziehen, wie sich eine Frau fühlt, wenn sie sexistisch diskriminiert wird? Kann ich jene Kränkung und Angst nachempfinden, wenn sich ein großer, starker Mann einer schwächeren Frau gewaltvoll nähert? Kann ich die verbale Verletzung einer Frau empathisch nachvollziehen?“

      Der Autor bemerkt aber nicht, daß diese Fragen völlig irrelevant sind, wenn man das diskutieren will, was er sich vorgenommen hat: Sexismus (1. Satz des Artikels: „Dies ist die dritte Version eines Textes über Sexismus, …“).

      Um Sexismus, Diskriminierung usw. zu diskutieren, muß man nicht nachvollziehen können, wie sich irgendwelche Leute in irgendwelchen Situationen fühlen. Um die Todesstrafe zu diskutieren, muß ich nicht nachvollziehen können, wie es ist, hingerichtet zu werden. Um das Rauchen diskutieren zu können, muß ich nicht nachvollziehen können, wie es ist zu rauchen, oder einen Raucher-Husten zu haben.

      Woher kommt nur diese verrückte Idee, man habe nur dann ein Recht, über das-und-das zu reden, wenn man die Gefühle genau jener Leute spürt oder zumindest nachempfinden kann, die von dem-und-dem angeblich betroffen sind?

      Das scheint mir ein fundamentaler Irrtum zu sein. Wissen, Überlegung, Argumentation haben nichts mit Gefühl zu tun – rein gar nichts.

      • Jochen Schmidt,

        „Wissen, Überlegung, Argumentation haben nichts mit Gefühl zu tun – rein gar nichts.“

        Stimmt. Und daher kann es auch nie einen echten Diskurs geben. Es fehlt einfach die gemeinsame Sprache. Aber um einen echten Diskurs geht es ja auch gar nicht. Sondern darum, dass Frauen ihre Gefühle in den öffentlichen Raum tragen und diesen als Echokammer verstehen. Wenn da jetzt jemand kommt und das Echo stört oder gar ruiniert…voll der Spielverderber.

        Der schönste Satz in dem ZON Artikel ist m.E:

        „Sie machte mir klar, dass ich als Mann immer über eine Selbstsicherheit, über ein Identitätsprivileg verfügen würde, das ich niemals zu reflektieren und abzulegen imstande wäre.“

        Sie hat recht. Wobei reflektieren kann mann durchaus darüber. ist sogar empfehlenswert, weil es einen gewissen Wohlfühlfaktor beeinhaltet.

        Nur, warum um alles in der Welt sollte mann dies ablegen wollen? Aber nett, dass frau diesem wahrlich idiotischem Vorhaben gleich einen Riegel vorschiebt. „Kannst Du nicht, selbst wenn Du dies wolltest“ Ah sehr gut. Praktisch wenn einem etwas fest angewachsen ist 😉

        Und der größte Irrtum des Autors in dem Artikel ist:

        „Es wäre förderlicher, Männer wie Frauen im Vertrauen darauf zu bestärken, dass die Utopie des einen Menschengeschlechts umsetzbar ist…“

        Wer sagt, dass dies überhaupt eine utopische Zielvorstellung auch nur einer signifikanten Minderheit ist?

        Viel interessanter als das Getexte über weibliche Egomaninnen und Narzistinnen und ihre Nutzung des massenmedialen Raums als Echokammer ihrer Gefühle wäre tatsächlich ein Diskurs über diesen „utopischen“ (oder dystopischen?) Denkansatz. Wollen „wir“ das denn?

        Aber das wäre zu kompliziert und würde als Text auch nur irgendwo vergammeln. Er hätte auf jeden Fall in ZON keine enormen Klickquoten und 1217+ Leserkommentare innerhalb von 24 Stunden. Und am Ende zählt eben genau dies 😉

  6. Gestern Abend lief auf ARD ‚Panorama‘.
    Zwei Themen waren sehr interessant.
    Im einen ging die Moderatorin mit der Justiz und den Medien zum Fall Kachelmann hart ins Gericht (die Staatsanwaltschaft(!) musste sich gerichtlich bereit erklären, unwahre Behauptungen über Kachelmann nicht weiter zu verbreiten, ansonsten droht ein gepfeffertes Zwangsgeld) und im anderen um das Jammern der Printmedien (hier besonders der SPIEGEL) über finstere Mächte bei den Öffentlich Rechtlichen.

    Sendung wird um 5:00 Uhr wiederholt.

      • Ich sehe zwei qualitativ gleichwertige Pyjamas und gehe davon aus, dass manche Kinder den linken und andere den rechten besser finden werden.

        WO IST DAS PROBLEM?

        Wenn nun links Goofy und rechts Donald zu sehen wären… Würden die Bratzen sich dann darüber aufregen, dass Mädchen („ROSA!! Feminismus ist übrigens dabei, Rollenklischees abzuschaffen“) schnatternde Enten sind, die man beim besten Willen kaum verstehen kann?

        • „WO IST DAS PROBLEM?“

          Dass die Jungs in den Augen der Designerinnen (waren bestimmt Frauen) keine Wahl haben und weder Herz haben dürfen noch ihren Vater als Vorbild wahrnehmen?

          Vergiss nicht, in unserem Kulturkreis ist es völlig unkritisch wenn Mädchen Jungssachen tragen, aber umgekehrt ist es eine Katastrophe. Also kann die eifrige Mama ihre Tochter mit der Jungs-Klamotte problemlos „empowern“. Die Jungs sind dagegen festgenagelt

          Ist allerdings eine sehr abstrakte Diskussion, die den Kiddies voll am Hintern vorbeigeht. Wohlstandsfundierte künstliche Aufregung halt…

    • Vielleicht haben die ja schon vorher was geahnt. Im Artikel heißt es:

      „Sie überlebten demnach dank ihres Meerwasserfilters und eines Jahresvorrats an Haferflocken, Nudeln und Reis.“

      Na zumindestens haben sie nicht die Hunde gegessen.

  7. Tja, vielleicht hätte man die Damen vorab mal von den jüngsten Erfindungen der Nautik berichten sollen, die da wären: Kompass und Sextant.
    Eigentlich müsste sogar das Handy-Navi auf dem Pazifik funktionieren.
    Unter Umständen hätte sogar eines der Geräte, verbunden mit einem Schulatlas gereicht, die Verirrten auf den richtigen Weg zu führen – oder an irgendeine andere Küste.

  8. Pikantes von Fefe
    http://blog.fefe.de/

    Die Netzfeministin Laura Dornheim, Listenplatz bei den berliner Grünen, ist Pressesprechering bei (TÄTERÄTÄÄÄÄÄÄ!) Adblock-Plus.
    Geradezu prädestiniert für Netzneutralität so ein Job.

    • Die Frau wird niemals Einsicht zeigen, das sie es war die sich falsch verhalten hat und auch niemals vergessen und verzeihen das man das auch genauso ausgesprochen hat.

  9. Ein Artikel beim SpOn hinter der Paywall. Zitat des lesbaren Textes:

    „Vor ein paar Tagen las ich in der Zeitung einen Kommentar von Shermin Langhoff, das ist die Intendantin des Berliner Maxim-Gorki-Theaters. Es ging um Sexismus. Langhoff schrieb unter anderem: „Frauen sind nicht sicher, nicht im Theater, nicht im Film, nicht an anderen Arbeitsplätzen, nicht auf der Straße und nicht einmal zu Hause.“ Später hörte ich noch ein Interview mit Stefanie Lohaus, sie ist Mitherausgeberin des feministischen „Missy Magazins“. Lohaus sagte, „sowohl dumme Sprüche und Belästigungen als auch sexualisierte Gewalt“ seien Teil einer „Vergewaltigungskultur“.

    Es sind nur zwei Sätze aus der sehr satzreichen deutschen Sexismus-Debatte, aber sie sind irgendwie exemplarisch für die Tonlage, in der diese Debatte geführt wird. Beim ersten Zitat dachte ich spontan: Frau Langhoff spricht über Afghanistan. Beim zweiten: Ein dummer Spruch ist Teil einer Vergewaltigungskultur? Ernsthaft? Welche Vergewaltigungskultur überhaupt?

    Ich bin ein Mann, und mir fehlt der Erfahrungshorizont, was sexuelle Belästigung angeht. Es gibt eine bestimmte Art von schmierigen Witzen, von penetrantem Anbaggern und Begrapschen bis hin zu tätlichen Übergriffen, die fast jede Frau irgendwann erleiden muss, Männer fast nie. Trotzdem fordern nun überall Frauen: Männer, sagt doch auch mal was! Mischt euch ein! Okay, womit soll ich anfangen? Vielleicht mit dem zarten Hinweis, dass die allermeisten Männer keine Sexisten und Frauenbelästiger sind. Das klingt banal, aber ich habe diesen Satz nirgendwo gelesen, er ist irgendwie durchgerutscht in der großen Sexismus-Aufregung.“

    http://www.spiegel.de/spiegel/der-inflationaere-sexismus-vorwurf-nervt-und-schadet-a-1175083.html

    Haben die jetzt generell kein Diskussions-Forum mehr bei Bezahlartikeln oder wird das erst nach Zahlung freigeschaltet?

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