Selbermach Samstag 259 (14.10.2017)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen.

256 Gedanken zu “Selbermach Samstag 259 (14.10.2017)

      • Was genau werfen sie ihm vor? Dass er ein Schwein ist, dass er jungen Frauen Rollen angeboten hat gegen sexuelle Dienste und beim Karrierestart behilflich sein würde? Das ist zwar schleimig und verachtenswert aber nicht in dem Sinne strafbar, vermute ich.
        Sie wurden ja nicht dazu gezwungen oder gibt es auch Vergewaltigungsvorwüfe? Ich möchte den Mann nicht verteidigen, aber ist die Geschichte mit dem Casting auf dem Produzentensofa nicht so alt wie Hollywood selbst?

        • Ja, es gibt Vergewaltigungsvorwürfe. Und ich stimme dir ja zu, dass die Geschichte sehr alt ist, aber das entschuldigt ja nicht Fehlverhalten. Am Ende des Tages wird das nur eine offizielle Ermittlung klären können. Wobei es nach so langer Zeit fraglich ist, ob da noch was bei herumkommt.

        • Ohne Urheberrecht an den Filmen verdienen die Studios nichts mehr. Sie hätten also einen Anreiz, Personen wie Weinstein von Entscheidungsprozessen (und damit der Macht über Schauspieler und andere Beteiligte) fernzuhalten.

          • Den Zusammenhang versteh ich nicht.
            Solange es Menschen gibt, die Sex wollen, wird Sex auch Bestandteil von Transaktionen sein. Selbst wenn ein Film von einer Hippie-Kommune produziert wird, die diesen kostenlos ins Internet stellt.

          • Die allermeisten Transaktionen kommen gut ohne sexuellen Handlungen aus. Warum sollte das bei der Rollenvergabe in Hollywood anders sein?

          • Das Urheberrecht existiert ja weiterhin. Nur wenn sich herausstellt, dass bei einem bestimmter Film die Casting-Couch zum Einsatz kam, verliert das Studio die Rechte am Film.

          • „Wie genau muss ich mir eine Filmindustrie ohne Urheberrecht vorstellen.“

            Ganz einfach: Studios geben weiterhin absurde Summen für die Produktion von Filmen aus, machen aber nicht nur dann Verluste, wenn keiner den Film sehen will, sondern auch dann, wenn die Assistentin des Beleuchtungsassistenten behauptet, der Assistent des Regieassistenten habe einen Kuss von ihr haben wollen. Die Behauptung reicht, um das Copyright zu entziehen.

    • Schöner Kommentar im Heise-Forum:

      Kann man irgendwo das Gerichtsurteil einsehen?

      Das heisst die Verurteilung von Herren Weinstein wg. Vergewaltigung?….
      Oder ist das wieder mal so ein „Listen and Believe“ Ding.

      Hat eine Vergewaltigung stattgefunden, hätte sie zeitnah zur Anzeige gebracht werden müssen.(Polizei, Rape Kit Untersuchung…etc.)
      Denn je später die Anzeige stattfindet, desto weniger Beweise(Sperma, Wunden etc.)
      kann man am möglichen Opfer festellen.

      Wurde die Anzeige nicht gemacht um eine(die) eigene Karriere nicht zu gefährden…. ist es noch schlimmer. Dann macht sich das Opfer zum Mittäter an Fällen die dann mit anderen stattfinden.

      Aber viel Zeit später Vorwürfe über die Medien zu verbreiten, ohne die Justiz einzuschalten ist ein Unding.

      1. Die Beschuldigunug ist unwahr: Karriere des angeblichen Täters zerstört
      2. Die Beschuldigung ist wahr: Karriere des angeblichen Täters zerstört, aber es gibt keine Verurteilung und Strafe durch die Justiz.

      Folgen:

      Jeder kann ohne Beweise zu erbringen, das Leben anderer Leute zerstören, solange man genügend prominent ist und einen MedienMob hinter sich bringen kann.

      Mein Fazit

      Hat eine Vergw. stattgefunden ist Rose McGowan durch ihre Nichtanzeige einer Straftat Mittäterin an möglichen Folgetaten Weinsteins.

      Hat sie nicht stattgefunden ist sie ein genauso wiederliches Stück Mensch wie Emma Sulkowicz oder die „Journalistin“ die mit ihren erfunden Geschichten einer ganzen Gruppe geschadet hat.

      https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Missbrauchsdebatte-um-Weinstein-Kritik-an-Twitter-als-WomenBoycottTwitter/Kann-man-irgendwo-das-Gerichtsurteil-einsehen/posting-31196911/show/

  1. „Long Run Determinants of European Violence, A.D. 500 – 1900“
    https://www2.warwick.ac.uk/fac/soc/economics/research/centres/cage/events/11-07-17-cage_summer_school_2017/details/thomas_keywood_university_of_warwick_draft_keywood_and_baten.pdf
    „In order to assess potential determinants of interpersonal violence across Europe over the very long run, we make use of a new indicator – regicide, the killing of kings. We find evidence for Eisner’s (2011) hypothesis that the proportion of killed rulers closely approximates the prevalence of homicide within kingdoms, allowing us to study earlier periods for which homicide records are not available. Using linear probability models with time and country fixed-effects, we find evidence for Elias’ (1939) ’civilising process’, for Eastern Europe’s ’Second Serfdom’ and that climate, elite human capital and urbanisation are all negatively associated with regicide rates.“

  2. Unsere Mitkommentatorin Miria – originellerweise nach Eigenaussage gleichzeitig sex-positive liberale Feministin und identitäre Ethnopluralistin – erklärt uns in ihrem aktuellen Artikel u.a. warum Unterdrückung, Ausbeutung, Diskriminierung und jegliche Form von Menschenrechtsverletzungen eine gute Sache sein können, wenn sie nur Bestandteil irgendeiner Kultur sind und warum wir uns an der ethnopluralistisch verstandenen „kulturellen Vielfalt“ erfreuen sollten:

    Diskussion zum Ethnopluralismus

    http://nur-miria.blogspot.de/2017/10/diskussion-zum-ethnopluralismus.html

    Eine Diskussion zum Ethnopluralismus, eine Ideologie der Neuen Rechten, hatten wir auf „Alles Evolution“ übrigens kürzlich auch, nachzulesen in diesem Strang:

    https://allesevolution.wordpress.com/2017/09/16/selbermach-samstag-255-16-09-2017/

    Da gibt´s dann auch Kritik zum Ethnopluralismus, u.a. von mir.

    • @Leszek, Du Petze, nu hast Du ihre schöne pluralistische Filterblase einfach gesprengt. Sonst hätte es vielleicht gar keiner gemerkt.
      Die ersten Absätze finde ich völlig okay, würde ich glatt unterschreiben ( so rein theoretisch betrachtet, oder aus der Sicht: „die Mauer muß wieder her, aber doppelt so hoch!“ ).
      Ab:
      „Jede eigene Kultur der unterschiedlichen Länder ist schützenswert, wir haben eine so wundervolle kulturelle Vielfalt auf der Welt, die ich gerne erhalten möchte. Ich möchte die Kultur und die Einstellung eines jeden Landes gleichermaßen respektieren.“
      …dreht sie dann allerdings völlig frei. Blendet z.B. den lieben Dschingis Khan vollständig aus.
      Ein paar Zeilen später habe ich dann das Interesse verloren.

        • Klar kann man das so sehen, daß sie ein Recht auf ihren Wunsch hat auch Berserkerkulturen ( bspw. die des Vlad Dracul o. des IS ) zu erhalten. Der Wunsch eben solche Kulturen nicht seine Umgebung niedermetzeln zu lassen, hat aber mindestens das gleiche Recht, meine ich.

          • Ethnopluralismus ist tendentiell isolationistisch. Niemand will den IS schützen, aber eben auch niemand bekämpfen (wir haben wahrlich genug mit uns selbst zu tun!).

            Ethnopluralismus ist das Eingeständnis, nicht alles zu wissen, nicht alles zu beurteilen und sich nicht überall einzumischen. Eine weise Sichtweise, dass man das als „rechts“ einstuft, ist mir übrigens unbegreiflich.

            Der IS ist auf dem Mist des Islam gewachsen, kräftig gedüngt vom amerikanischen Imperium, welches überall seine schmutzigen Finger drin hat. Ich halte es für ein Gebot der Vernunft, sich da rauszuhalten. Ich kann mir auch gar nicht so richtig erklären, warum Europäer dort kämpfen sollen, während deren kampfbereites männliches Jungvolk hier in der sozialen Hängematte faulenzt, nicht? Irgendwie ist da was gewaltig schief.

          • @Androsch Kubi:
            „Ethnopluralismus ist das Eingeständnis, nicht alles zu wissen, nicht alles zu beurteilen und sich nicht überall einzumischen. Eine weise Sichtweise, dass man das als „rechts“ einstuft, ist mir übrigens unbegreiflich.“

            Genau das!
            Vielen Dank, dass du hier so gut die Stellung hältst, du scheinst verstanden zu haben, worum es mir geht.

            Habe bis gerade gar nicht mitbekommen, dass mein Artikel hier so umfangreich diskutiert wird.

          • @Fiete:
            „Der Wunsch eben solche Kulturen nicht seine Umgebung niedermetzeln zu lassen, hat aber mindestens das gleiche Recht, meine ich.“

            Richtig. Und der Wunsch ist auch ganz im Sinne des Ethnopluralismus: da die Achtung aller Kulturen eben jeglichem Ausbreitungsbestreben widerspricht.

        • Ja, sie hat dann Recht, wenn man davon ausgeht, das es in Ordnung ist, wenn Menschen gesteinigt werden sollen, weil sie Ehebruch begangen haben, oder schwul sind. Oder dass man ihnen Klitoris und Vorhaut abschneiden darf, weil das nun mal ihre Kultur ist.

          • Es ist vor allem nicht unsere Aufgabe dort was zu ändern, sondern deren. Es geht bei Ethnopluralismus eben nicht darum, einen Zustand zu fixieren, sondern im Kern geht es um ganz normale Volkssouveränität:
            https://de.wikipedia.org/wiki/Volkssouver%C3%A4nit%C3%A4t

            Dass man bereits um solche Selbstverständlichkeiten feilschen muss, schockiert mich. Bis vor kurzem kannte ich den Begriff „Ethnopluralismus“ noch gar nicht, er erhielt wohl erst seit der Einwanderungswelle einen Schub, da man ein Wort benötigt, um dem moralisch begründeten Verfassungsbruch von Merkel, Teil der Eine-Welt-Ideologie, eine ideologische Erzählung entgegenzusetzen.

            Da ihr auch der Gehirnwäsche erlegen seit, zitiere ich sogar noch aus dem Wikiartikel:
            „Das Prinzip der Volkssouveränität bestimmt das Volk zum souveränen Träger der Staatsgewalt. Die Verfassung als politisch-rechtliche Grundlage eines Staates beruht danach auf der verfassungsgebenden Gewalt des Volkes. “

            Ja, da steht „Volk“ voll NAZI!1!!

            In Deutschland gilt sogar:
            „Die Volkssouveränität im Sinne deutschen Verfassungsrechts ist Bestandteil des Demokratieprinzips und gehört als solcher zu den verfassungsrechtlichen Staatsformmerkmalen der Bundesrepublik Deutschland. Der Grundsatz der Volkssouveränität ist in Art. 20 Abs. 2 Grundgesetz (GG) geregelt.“

            Bist du unfähig zu erkennen, wohin deine Argumentation führt? Wer die ganze Welt nach seinem Gusto gestalten will, kommt um schweinische Geostrategie, blutige Kriege und ordentlich Doppelmoral nicht herum. Die USA beweisen uns das doch seit Jahrzehnten.

            Was Merkel uns zu beweisen versucht, ist das inverse Prinzip der Weltenrettung, wenn wir nicht im Ausland unsere Prinzipien durchdrücken können, dann holen wir halt alle Opfer her. Beide Wege sind fatale Irrwege, schon deshalb, weil sie Kulturen leugnen, Quantitäten missachten und die Volkssouveränität in beiden Fällen mit Füßen treten (einmal die eigene, einmal die fremde).

          • Ich leugne keine Kulturen. Ganz im Gegenteil. Ich halte Kulturen für unterschiedlich, und vieles an Kulturen schädlich und eben nicht schützenswertt.

          • Also, wenn Hitler nur in D. KZs gebaut und jeden, der ihm nicht passt umgebracht hätte, wäre das okay, solange „der Souverain“ sich nicht offen dagegen aufzulehnen getraut hätte, @ Androsch?

            Du kommst hier mit Nullargumenten ( „alle gehirngewaschen, sülz“ ), ohne den Standpunkt, den Du vertrittst genauer zu erklären.
            Frage:
            Wenn eine ach so tolle Kultur nunmal äußerst brutal vorgeht und dabei die Expansion „über alles“ anstrebt, was macht der brave Ethnopluralist dann?
            Sie „schützen und bewahren“ ?

          • „Es geht bei Ethnopluralismus eben nicht darum, einen Zustand zu fixieren, sondern im Kern geht es um ganz normale Volkssouveränität“

            Nein, darum geht es gerade nicht. Der Ethnopluralismus steht der Volkssouveränität sogar entgegen, wenn er autoritäre Kulturen und Herrschaftsordnungen für besonders schützenswert erklärt.

            „Bist du unfähig zu erkennen, wohin deine Argumentation führt? Wer die ganze Welt nach seinem Gusto gestalten will, kommt um schweinische Geostrategie, blutige Kriege und ordentlich Doppelmoral nicht herum. Die USA beweisen uns das doch seit Jahrzehnten.“

            Also zwischen „Ich finde Hinrichtungen von Schwulen doof, auch wenn sie Bestandteil der traditionellen Kultur sind“ und „Wir erobern die Welt und gestalten sie nach unseren Vorstellungen um“ besteht doch noch ein gewaltiger Unterschied.

          • Oder dass man ihnen Klitoris und Vorhaut abschneiden darf, weil das nun mal ihre Kultur ist.

            Vorhaut? Hat hier einer Vorhaut gesagt?

          • „Nein, darum geht es gerade nicht. Der Ethnopluralismus steht der Volkssouveränität sogar entgegen, wenn er autoritäre Kulturen und Herrschaftsordnungen für besonders schützenswert erklärt.“

            Kulturrelativistischer Ethnopluralismus hat genau wie kulturrelativistischer Multikulturalismus negative Konsequenzen für die Menschen.

            So wie letzteres dazu führt, dass Migranten in modernen Gesellschaften in Parallelgesellschaften eingeschlossen bleiben, aus denen sie nicht herauskommen können, so führt ersteres dazu, dass Menschen, die aufgrund der Sozialisationsbedingungen in prämodernen Kulturen nicht die Möglichkeit hatten, ihre kognitiven, emotionalen, moralischen und/oder psychodynamischen Fähigkeiten zu entwickeln, um kritisch über Bestehendes hinaus zu denken und Werte, Normen und Praktiken vor dem Hintergrund rationaler und allgemein-menschlicher Prinzipien zu beurteilen in vormodernen entwicklungspsychologischen und psychodynamischen Strukturen und Mentalitäten eingeschlossen bleiben und die vormodernen Kulturen, in denen sie leben, nicht verändern können, eben weil sie nie die Möglichkeit hatten zu lernen über diese hinaus zu denken.

            Wie es der Soziologe Georg W. Oesterdiekhoff formuliert:

            „Die vormodernen politischen Systeme resultieren in direkter Weise aus den (…) (präformalen) Konzepten von Gesetz und Autorität, die modernen Demokratien emergieren aus der Evolution der formalen Operationen. Denn erst auf dieser anthropologischen Stufe ist ein Verständnis von Menschenrechten, Humanismus, Freiheit, Toleranz, Bürgerrechten und politischer Partizipation möglich. Nach Auffassung der Kinder und der alten Kulturen liegt die Gestaltung der gesellschaftlichen Ordnung und der Gesetze, unter denen ein Volk zu leben zu hat, nicht in den Händen der Menschen (in den Händen der betroffenen Akteure). Die Gesetze haben vielmehr einen überirdischen und transzendenten Ursprung, sie sind ewig und unabänderlich. Gesetze, staatliche Ordnung und Herrschaft sind von Gott gemacht. Die Menschen haben nicht über sie zu debattieren und sie zu ändern, (…).“

            (aus: Georg W. Oesterdiekhoff – Die Entwicklung der Menschheit von der Kindheitsphase zur Erwachsenenreife, Springer, 2013, S. 415)

            Eine echte „Selbstbestimmung der Völker“ gibt es im Kontext der mit den vormodernen Gesellschaften zusammenhängenden entwicklungspsychologischen Strukturen also noch nicht. Echte Selbstbestimmung wird erst mit dem Erreichen der Stufe des formal-operationalen abstrakten Denkens möglich.

          • @Fiete:
            „Wenn eine ach so tolle Kultur nunmal äußerst brutal vorgeht und dabei die Expansion „über alles“ anstrebt, was macht der brave Ethnopluralist dann?
            Sie „schützen und bewahren“ ?“

            „Expansion über alles“ widerspricht dem Ethnopluralismus und sollte daher bekämpft werden!
            Das zu schützen wäre demnach Unsinn.

          • Was ist mit dem Schützen kultureller Errungenschaften wie z.B. Witwenverbrennung, Kastensystem, Steinigung, Schwulenverfolgung, Burka Lotusfüßen, Genitalbeschneidung?

          • „„Expansion über alles“ widerspricht dem Ethnopluralismus und sollte daher bekämpft werden!“
            @ Miria:
            Ja was nu?
            Ist jede Kultur wunderbar und unbedingt schützenswert, oder nicht?
            Entscheide Dich mal.

    • @Keszek

      „Unsere Mitkommentatorin Miria – originellerweise nach Eigenaussage gleichzeitig sex-positive liberale Feministin und identitäre Ethnopluralistin – erklärt uns in ihrem aktuellen Artikel u.a. warum Unterdrückung, Ausbeutung, Diskriminierung und jegliche Form von Menschenrechtsverletzungen eine gute Sache sein können, wenn sie nur Bestandteil irgendeiner Kultur sind“

      Du bist sicher so freundlich, deine üble Verleumdung, des überaus sachlichen Artikels zu belegen?

      • @ Androsch Kubi

        „Du bist sicher so freundlich, deine üble Verleumdung, des überaus sachlichen Artikels zu belegen?“

        Du bist sicherlich so freundlich, zu belegen, wo es in meinem Kommentar eine „üble Verleumdung“ geben soll.

        Der Ethnopluralismus stellt eine kulturrelativistische Ideologie dar und lehnt die Idee universeller Menschenrechte ab.
        Miria weiß dies und bejaht dies offensichtlich, ihr Artikel enthält auch keine Formulierung, in der sie sich für irgendwelche universellen Menschenrechte ausspricht oder deutlich macht, dass sie bestimmte menschenrechtswidrige Werte, Normen und Praktiken, die im kultur-anthropologischen Sinne Bestandteil irgendeiner Kultur sind, für kritikwürdig hält bzw. ihre Beseitigung für erstrebenswert hält.

        Stattdessen heißt es in ihrem Artikel z.B.:

        „Jede eigene Kultur der unterschiedlichen Länder ist schützenswert, wir haben eine so wundervolle kulturelle Vielfalt auf der Welt, die ich gerne erhalten möchte. Ich möchte die Kultur und die Einstellung eines jeden Landes gleichermaßen respektieren.“

        und

        „Als Fazit möchte ich nochmal kurz zusammenfassen, warum ich das Konzept des Ethnopluralismus als positiv empfinde und gerade kulturelle Vielfalt darin verwirklicht sehe: Jede Kultur/jedes Volk sollte gestärkt und geschützt werden. Man richtet sich gegen Kolonialisierung und Universalismus, da jede Kultur ihre eigenen Eigenarten hat und die westliche Welt nicht das Recht haben sollte, darüber zu richten. Durch die Stärkung der eigenen Identität überall entsteht eine wunderbare Vielfalt der Kulturen!“

        Mehr als ein Plädoyer für Kulturrelativismus und für die Ablehnung kritischer Beurteilungen anderer Kulturen lässt sich da schwerlich herauslesen.
        Dies impliziert: Auch kulturelle Werte, Normen und Praktiken, die aus menschenrechtlicher Perspektive begründet als Unterdrückung, Ausbeutung, Diskriminierung und Menschenrechtsverletzung bezeichnet werden können, wären demnach also „schützenswert“, Teil einer „wundervollen kulturellen Vielfalt“, sollen „gleichermaßen respektiert werden“, sollen „geschützt“ werden und zwar „gegen Universalismus“ und die „westliche Welt sollte nicht das Recht haben darüber zu richten“.

        Miria geht es um Kulturen/Völker, die typischen soziozentrischen Kollektivsubjekte neurechter Ideologie, ob hingegen die konkreten individuellen Menschen in anderen Kulturen Opfer menschenrechtswidriger Werte, Normen und Praktiken sind – das ist ihr egal. Typisch Ethnopluralismus eben.

        • „Der Ethnopluralismus stellt eine kulturrelativistische Ideologie dar und lehnt die Idee universeller Menschenrechte ab.“

          Tut er das?

          Mal ganz davon abgesehen, dass Menschenrechte keine „Rechte“ sind, solange man sie nirgends einklagen kann. Sie sind bestenfalls moralischer Leitfaden. Einer der UNS einleuchtet, den islamischen Ländern aber bereits nicht mehr, weshalb die flux eigene erklären:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Kairoer_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte_im_Islam

          Was den ganzen Popanz um dieses goldene Kalb, abendländischer Kultur, zur Karikatur macht.

          Ich hätte dich für schlauer gehalten.

          Wir sind alle nur höherentwickelte Tiere, alles was wir haben, alle Rechte, alle Pflichten, alle Moral, schaffen WIR. Es sind nichts als philosophische Phantastereien, die aus historischer Erfahrung und Mentalität entstehen. Und nur WIR können sie für UNS durchsetzen. Wenn wir versuchen, sie für andere auch durchzusetzen, spricht man auch von „Imperialismus“, „Kolonialismus“ und „Expansionismus“. Alles Sachen die du sicher ablehnst.

          Oder lass es mich kürzer formulieren: weil der Ethnopluralismus anderen Ländern nicht reinredet, sie nicht verurteilt, sanktioniert, bevormundet, überfällt etc. bedeutet noch lange nicht, dass er eigene Wertvorstellungen (Menschenrechte) ablehnt. Er lehnt es nur ab, sie anderen aufzunötigen.

          Kommst du so weit mit?

          Dein ad hominem gegen Miria, die offensichtlich sehr viel näher an der Realität lebt, als du, werter Schriftgelehrter, war ein unwürdiger Tiefschlag.

          • @ Androsch Kubi

            „Tut er das?“

            Ja.
            Abgelehnt werden im Kontext der neurechten Ideologie des Ethnopluralismus vor allem Liberalismus, Egalitarismus (wobei es diesbezüglich Unterschiede gibt, was darunter genau verstanden wird), moralischer Universalismus und auch ganz explizit die Idee universeller Menschenrechte.
            Der Ethnopluralismus positioniert sich ausdrücklich gegen die Idee universeller Menschenrechte und das kann auch jeder leicht nachprüfen.

            „Mal ganz davon abgesehen, dass Menschenrechte keine „Rechte“ sind, solange man sie nirgends einklagen kann.“

            Solange man sie nicht einklagen kann, handelt es sich nicht um Rechte im juristischen Sinne, sondern um eine rechtsethische Konzeption, (was aber natürlich kein Argument gegen die Menschenrechte darstellt).

            „Sie sind bestenfalls moralischer Leitfaden.“

            Auch das kann manchmal schon einen gewissen wünschenswerten moralischen Druck erzeugen und sich positiv auswirken.

            „Einer der UNS einleuchtet, den islamischen Ländern aber bereits nicht mehr, weshalb die flux eigene erklären:“

            Ist mir bekannt, im Kontext des orthodoxen Islams stehen Menschenrechte unter Scharia-Vorbehalt.

            „Was den ganzen Popanz um dieses goldene Kalb, abendländischer Kultur, zur Karikatur macht.“

            Nö, hier geht es eben darum, ob man eine weltweite Durchsetzung der Menschenrechte für wünschenswert und unterstützenswert hält oder nicht.
            Ich sage zu dieser Frage ja, Ethnopluralisten sagen dazu nein. Das sind eben verschiedene sozialphilosophische und ethische Positionierungen.

            „Wir sind alle nur höherentwickelte Tiere, alles was wir haben, alle Rechte, alle Pflichten, alle Moral, schaffen WIR. Es sind nichts als philosophische Phantastereien, die aus historischer Erfahrung und Mentalität entstehen.“

            Aufklärung, Menschenrechte und Demokratie sind in der Perspektive der Kulturvergleichenden Entwicklungspsychologie keineswegs willkürliche Schöpfungen oder „philosophische Phantastereien“, die irgendwie „aus historischer Erfahrung und Mentalität entstehen“. Sie sind gemäß der empirischen Forschungsbefunde (die zahlreich vorliegen) Resultate der Aktivierung bestimmter entwicklungspsychologischer kognitiver und moralischer Strukturen (formal-operationale kognitive Stufe nach Jean Piaget und postkonventionelle Moralstufe nach Lawrence Kohlberg).

            Diese entwicklungspsychologischen Potentiale existieren in allen Menschengruppen, können aber nur unter bestimmten Erziehungs-, Sozialisations- und Bildungsbedingungen aktiviert werden. Werden sie aufgrund eines Mangels an Alphabetisierung und Bildung nicht oder nur in geringem Maße aktiviert, besitzen Menschen nicht oder in zu geringem Maße die kognitive Fähigkeit zum abstrakten Denken und somit in zu geringem Maße die Fähigkeit sich von den kulturellen Werten, Normen und Praktiken, mit denen sie aufgewachsen sind gedanklich zu distanzieren, sie quasi „von außen zu betrachten“ und sie im Lichte rationaler Reflektion einer Kritik zu unterziehen.

            Dies ist in der Perspektive der Forschungsbefunde der Kulturvergleichenden Entwicklungspsychologie der wesentliche Grund, warum Menschen in vormodernen Gesellschaften mit fehlender oder geringer Alphabetisierung und moderner Bildung autoritäre und menschenrechtswidrige Werte, Normen und Praktiken akzeptieren. Die Menschen hatten aufgrund dieser vormodernen Sozialisationsbedingungen, denen sie von klein auf ausgesetzt waren, nicht die Möglichkeit, jene kognitiven Fähigkeiten, die es ihnen ermöglichen würden, die eigene Kultur rational zu kritisieren und aus aufklärerischer Perspektive zum Positiven zu verändern, überhaupt ausreichend zu entwickeln.

            Der kulturrelativistische Ethnopluralismus trägt nur dazu bei Menschen unter solchen Bedingungen in den tieferen entwicklungspsychologischen Strukturen und damit einhergehenden vormodernen Mentalitäten festzuhalten.

            Ein weiterer psychologischer Faktor, der eine kulturelle Modernisierung in vormodernen Kulturen erschweren kann, sind die Einwirkungen autoritärer Erziehungsformen auf die Persönlichkeit. Diese können u.U. auch dann noch eine kulturelle Modernisierung verzögern, wenn Alphabetisierung und Bildung bereits zu einer signifikanten Aktivierung der Fähigkeit zum formal-operationalen, abstrakten Denken in Teilen der Bevölkerung geführt haben. Die kognitiven Fähigkeiten, die nötig sind, um sich gedanklich von den kulturellen Werten, Normen und Praktiken der eigenen Kultur zu distanzieren und diese einer kritischen Reflektion zu unterziehen, sind in diesem Fall bei einem Teil der Bevölkerung zwar an sich vorhanden, die Menschen werden aber von klein auf darauf dressiert diese kognitiven Fähigkeiten nicht in diesem Sinne, also nicht zur kritischen Reflektion über Kultur und Gesellschaft, zu benutzen. Wahrscheinlich ist dieses Hinauszögern einer kulturellen Modernisierung mittels autoritärer Erziehungsformen bei schon vorhandener Aktivierung der höheren kognitiven entwicklungspsychologischen Strukturen in einer Gesellschaft aber nur begrenzte Zeit möglich.

            Damit eine Bevölkerung sich modernisieren kann, damit sie aufklärerisch-menschenrechtliche Einstellungen entwickeln kann, müssen bestimmte entwicklungspsychologische und psychodynamische Voraussetzungen erfüllt sein. Eine Anerkennung von Aufklärung, Menschenrechten und Demokratie in großen Teilen einer Bevölkerung ist nur möglich, wenn diese psychologischen Voraussetzungen in ausreichendem Maße gegeben sind, ansonsten bleibt eine Kultur vormodern.

            „Und nur WIR können sie für UNS durchsetzen. Wenn wir versuchen, sie für andere auch durchzusetzen, spricht man auch von „Imperialismus“, „Kolonialismus“ und „Expansionismus“. Alles Sachen die du sicher ablehnst.“

            Kommt drauf an, was man unter diesen Begriffen genau versteht. Wenn man das darunter versteht, was z.B. der von mir geschätzte Kritiker des westlichen Imperialismus Noam Chomsky darunter versteht, dann lehne ich diese Sachen entschieden ab, wenn man hingegen das darunter versteht, was Ethnopluralisten damit meinen, nämlich dass jegliche Förderung von Menschenrechten in prämodernen Kulturen „Kulturimperialismus“ und abzulehnen sei, dann ist dies NICHT meine Ansicht.

          • Ein bisschen genauer solltest Du da schon sein, Leszek. Ethnopluralisten lehnen den Universalitätsanspruch der Menschenrechte ab. Das ist nicht ganz dasselbe wie „lehnen universale Menschenrechte ab“.

            Und wenn Du das konkret auflöst „hier bei uns sollen Menschenrechte gelten, aber was der Rest der Welt macht ist deren Sache“, dann würde man für die Haltung wahrscheinlich sehr viel Zustimmung einsammeln können.

          • @ Androsch Kubi

            Es gibt übrigens erstaunlicherweise einen Artikel in der neurechten Zeitschrift Sezession, in dem die Theorie eines jener Autoren in den Sozialwissenschaften/Geisteswissenshaften, die eine entwicklungspsychologisch fundierte Theorie kultureller Evolution vertreten und auf den auch ich mich unter anderem beziehe, nämlich die des (ganz und gar nicht neurechten) Soziologen Georg W. Oesterdiekhoff kurz dargestellt wird:

            Entwicklungspsychologie als Schlüssel

            https://sezession.de/4934/

            Ich habe mich gewundert, dass dieser Artikel in der Sezession veröffentlicht wurde, denn die neurechte politische Weltsicht dieser Zeitschrift wäre gemäß der entwicklungspsychologischen Modelle, auf die Oesterdiekhoff sich bezieht, eindeutig den niedrigeren Moralstufen zuzuordnen und die von Oesterdiekhoff vertretene entwicklungspsychologisch fundierte Theorie stellt außerdem ein starkes Argument gegen die neurechte Irrlehre des kulturrelativistischen Ethnopluralismus dar.

            Der Autor des Artikels versucht Oesterdiekhoffs Theorie am Ende des Artikels als Argument gegen ungesteuerte Einwanderung zu verwenden. Ich lehne ungesteuerte Einwanderung zwar auch ab – wenn auch aus anderen Gründen als die Neue Rechte – allerdings wäre hier m.E. ergänzend anzumerken, dass für eine Beurteilung von Integrationsproblemen von Migrantengruppen aus vormodernen Kulturen in modernen Gesellschaften in entwicklungspsychologischer Perspektive auch die Folgegenerationen berücksichtigt werden müssten, da sich nur anhand dieser beurteilen lässt, wie die jeweiligen Sozialisationseinflüsse von Familie einerseits und modernem Bildungssystem andererseits sich in entwicklungspsychologischer Hinsicht auswirken und welche dieser Einflüsse bei welcher Migrantengruppe im Schnitt jeweils stärker ausfallen, also inwieweit sich durch ein modernes Bildungssystem prämoderne familiäre Sozialisationseinflüsse jeweils ausgleichen lassen.

            Der Artikel kommt des Weiteren leider nicht ohne einen Absatz aus, in dem eine Rassentheorie vergleichend thematisiert wird, wobei der Autor aber zum Glück klarstellt, dass die entwicklungspsychologisch fundierte Theorie kultureller Evolution gerade NICHT rassentheoretisch, sondern milieutheoretisch argumentiert. (Zitat: „Ohne Zweifel ist Oesterdiekhoffs Theorie das zur Zeit schärfste Schwert im Lager der Milieutheoretiker – auch wenn die meisten von ihnen das noch nicht begriffen haben.“) Der Soziologe Georg W. Oesterdiekhoff ist ein Gegner und Kritiker von Rassentheorien.

            Ansonsten ist der Artikel überwiegend o.k., die Kritik an gewissen Übertreibungen bei Oesterdiekhoff hinsichtlich seiner Beurteilung von vormodernen Kulturen als präformal in einem anderen Absatz des Artikels (fängt an mit dem Satz: „Eine Schwäche von Oesterdiekhoffs Theorie stellt meiner Ansicht nach die allzu summarische Zusammenfassung aller vormodernen Kulturen als präformal dar.“) ist m.E. berechtigt.

            Andere bekanntere Autoren in den Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften, die eine entwicklungspsychologisch fundierte Theorie kultureller Evolution vertreten, sind neben Georg W. Oesterdiekhoff übrigens Jürgen Habermas, Karl Otto Apel, Christopher Hallpike, Günther Dux und Ken Wilber.

          • @ Androsch Kubi

            „Oder lass es mich kürzer formulieren: weil der Ethnopluralismus anderen Ländern nicht reinredet, sie nicht verurteilt, sanktioniert, bevormundet, überfällt etc. bedeutet noch lange nicht, dass er eigene Wertvorstellungen (Menschenrechte) ablehnt. Er lehnt es nur ab, sie anderen aufzunötigen. Kommst du so weit mit?“

            Das Verhältnis von Ethnopluralismus und Menschenrechten sieht m.E. folgendermaßen aus:

            1. Der neurechte Ethnopluralismus lehnt ein spezifisch liberalistisches Freiheitsverständnis allgemein ab und zwar für alle Kulturen. Der häufig zitierte Slogan: „An Liberalismus gehen die Völker zugrunde“ ist diesbezüglich exemplarisch.

            2. Es gibt je nach Interpretation Varianten des Ethnopluralismus, die hinsichtlich des Kulturrelativismus etwas gemäßigter und solche, die extrem ausfallen.

            Alain de Benoist vertritt z.B. insofern eine etwas gemäßigtere Variante als dass er nach Eigenaussage politische Unterdrückung bzw. Diktaturen auch in nicht-westlichen Kulturen ablehnt und er es bejahen würde diesbezüglich „interne Kritik anzuregen“. Andere Ethnopluralisten würden eine solche Auffassung als „kulturimperialistisch“ ablehnen.
            Phänomene wie Steinigung und Genitalverstümmelung sollen hingegen auch nach de Benoist als Teil der „kulturellen Eigenart“ anderer Völker/Kulturen akzeptiert werden. Auch die Förderung von Alphabetisierung in vormodernen Kulturen hat de Benoist schonmal kritisiert.

            3. Der Ethnopluralismus in seinen extremen Varianten akzeptiert alle (nicht von außen beeinflussten) internen Verhältnisse und Entwicklungen in einer anderen Kultur (mit Ausnahme der Entwicklung eines liberalistischen Freiheitsverständnisses) als nicht-kritikwürdig, egal ob es sich um Verhältnisse oder Entwicklungen handelt, die aus menschenrechtlicher Perspektive wünschenswert sind oder nicht. Dies stellt also (abgesehen von der durchaus universalistisch ausgerichteten Ablehnung eines liberalistischen Freiheitverständnisses) einen völligen Kulturrelativismus dar.

            „Dein ad hominem gegen Miria, die offensichtlich sehr viel näher an der Realität lebt, als du,“

            Hast du dich schon einmal mit Menschen aus vormodernen Kulturen, die unter autoritären, menschenrechtswidrigen Werten, Normen und Praktiken bewusst stark gelitten haben, unterhalten? Oder Schriften von Menschen gelesen, die dergleichen erlebt haben? Das solltest du vielleicht mal tun, dann wird dir hoffentlich schnell bewusst werden, wie wenig Mirias Idealisierung solcher Verhältnisse als „wunderbare Vielfalt der Kulturen“ mit der Realität zu tun hat.

            „werter Schriftgelehrter, war ein unwürdiger Tiefschlag.“

            Das sehe ich anders:

            1. handelt es sich bei meinem Kommentar m.E. um eine zutreffende und berechtigte kritische Anmerkung.

            2. ist Mirias selbst nicht gerade zimperlich, wenn es darum geht Andersdenkende zu kritisieren. Ich habe schon mehrfach extreme Reaktionen von ihr zu hören bekommen, trotz sachlicher Formulierungen meinerseits.

            3. sollte sich Miria m.E. besser darüber freuen, dass ich ihren Text hier verlinkt habe und dass sie hier so viele Rückmeldungen dazu bekommen hat.

            4. beklagt sich Miria auf Twitter, wo sie z.T. ihre Zeit damit verbringt Linke mit ihren Ansichten zu ärgern, ja darüber, dass sie dort oft geblockt würde oder zu wenig Gegenargumente zu hören bekäme, hier kriegt sie jetzt Gegenargumente, falls ihr das auch nicht gefällt, ist das ja nicht meine Schuld.

            5. bin ich der Ansicht, dass wer reale und konkrete Leiden von Menschen in vormodernen Kulturen bzw. deren Ursachen als Teil der „wunderbaren Vielfalt der Kulturen“ schönreden und jeder Kritik entziehen möchte, eben auch damit klarkommen muss, dass es hierzu auch andere Meinungen gibt.

      • Ach, und nochwas, Androsch Kubi.
        Im Gegensatz zu Miria ist dir doch bewusst, dass Neurechte/Identitäre/ Ethnopluralisten mit „Liberalismus“ oder „sex-positivem Feminismus“ mal so gar nichts anfangen können, oder?

        Der Liberalismus ist DAS zentrale Feindbild der Neuen Rechten:

        Arthur Moeller van den Bruck: „An Liberalismus gehen die Völker zugrunde.“

        Alain de Benoist: „Es besteht kein Zweifel für mich, daß der Liberalismus der Hauptfeind ist.“

        Armin Mohler: „Der Linke bringt Methoden und Härte mit, die wir brauchen können. Der Liberale schleppt Bazillen und seine Unbelehrbarkeit mit ein.“

        Und die neurechten Vorstellungen zu Geschlechterrollen und Sexualität unterscheiden sich nicht von denen anderer rechts-autoritärer Strömungen.
        Wenn wir mal die (in meinen Augen) Schreckensvorstellung imaginieren, dass neurechte Kräfte zu dominierendem gesellschaftlichen Einfluss gelangen würden, würden sie sicherlich versuchen starre traditionelle Geschlechterrollen und sexualrepressive Einstellungen als Leitbilder durchzusetzen. Mit Mirias „liberalem, sex-positiven Feminismus“ wäre es dann natürlich vorbei. Im orthodox-konservativen Scharia-Islam – den findet Miria übrigens auch gut – wäre es damit natürlich auch vorbei. Neue Rechte und orthodoxer Islam – diese sollte man als freiheitsbejahender Mensch beide besser nicht unterstützen.

        Es ist zwar völlig nutzlos, zu versuchen Miria verständlich zu machen, dass liberaler, sex-positiver Feminismus einerseits und neurechter Ethnopluralismus oder orthodoxer Islam andererseits, nicht kompatibel sind, aber du weißt das schon, oder? 🙂

        • Leszek,

          ich denke, Du liest Mirias Text viel zu dogmatisch und buchstabenbezogen. Wenn ich ihn lese und interpretiere, dann spricht sie sich wohl eher gegen etwas aus, was man manchmal „westlichen Imperialismus“ genannt hat. Also die globale Dominanz unsereres Wertesystems.

          Und sie versteht den Ethnopluralismus wohl auch eher im klassisch-naiven Multikulti-Sinne als fröhlich-buntes Stadtteilfest mit vielen verschiedenen Klamottenarten, Essensgerüchen, exotischer Musik und lustigen Tanzeinlagen.

          Im übrigen bin ich mir nicht sicher, ob man Miria als „liberale sex-positive Feministin“ kartieren kann. Oder ob es nicht eher einfach nur eine pragmatische Sichtweise von ihr unter aktuell bei ihr gegebenen Rahmenbedingungen und ihrer aktuellen Lebenseinstellung und Lebensplanung ist…

          • @ Peter: ich vermute ja, Du hast insofern Recht, daß sie es tatsächlich irgendwie so ähnlich gemeint haben wird, wie Du es wohlwollend hineininterpretierst.
            Dann hat sie sich aber in ihrer Rhetorik so heillos verrannt, daß man schon quasi rot=grün voraussetzen muß.

          • „Also die globale Dominanz unsereres Wertesystems.“

            Das westliche Wertesystem hat leider keine globale Dominanz. Und selbst im Westen steht es wieder unter Beschuss.

            „Und sie versteht den Ethnopluralismus wohl auch eher im klassisch-naiven Multikulti-Sinne als fröhlich-buntes Stadtteilfest mit vielen verschiedenen Klamottenarten, Essensgerüchen, exotischer Musik und lustigen Tanzeinlagen“

            Dann ist sie halt ignorant, naiv oder beides.

          • @ Peter Müller

            „ich denke, Du liest Mirias Text viel zu dogmatisch und buchstabenbezogen.“

            Finde ich nicht, ich gehe vielmehr von Mirias geäußertem Anspruch sich mit dem Thema beschäftigt zu haben aus und weise auf gewisse Implikationen der ethnopluralistischen Perspektive hin, die bei all den schönen Worten über die „wunderbare Vielfalt der Kulturen“ etwas in den Hintergrund geraten.

            „Wenn ich ihn lese und interpretiere, dann spricht sie sich wohl eher gegen etwas aus, was man manchmal „westlichen Imperialismus“ genannt hat.“

            Echter Kolonialismus und Imperialismus als Herrschafts- und Ausbeutungsformen lassen sich auch und gerade von einem menschenrechtlichen Standpunkt aus kritisieren.
            Ich verweise hierzu z.B. auf das (von mir schon häufiger verlinkte) Buch von Noam Chomsky – Wirtschaft und Gewalt. Vom Kolonialismus zur neuen Weltordnung bezüglich des westlichen Imperialismus:

            https://www.bol.de/shop/home/suchartikel/wirtschaft_und_gewalt/noam_chomsky/EAN9783866745209/ID42827145.html

            (Es gibt übrigens auch nicht-westlichen Imperialismus.)

            Das ethnopluralistische Verständnis von Imperialismus geht allerdings weit über das hinaus, was humanistisch orientierte Antiimperialisten wie Noam Chomsky darunter verstehen, in ethnopluralistischer Sichtweise wird jegliche Förderung der Menschenrechte in nicht-westlichen Kulturen als „Kulturimperialismus“ betrachtet und abgelehnt.

            „Also die globale Dominanz unsereres Wertesystems.“

            Ob eine „globale Dominanz“ bestimmter Werte kritikwürdig ist oder nicht, hängt davon ab, um welche Werte es sich handelt.

            Übrigens streben auch die Ethnopluralisten eine „globale Dominaz von Werten“ an, nämlich ihr spezifisches Modell von „Rechten von Völkern“, die den Rechten von menschlichen Individuen absolut übergeordnet seien.

            Auch die Ethnopluralisten bejahen universelle Rechte, nur sollen in ihrer Perspektive Völker/Kulturen, verstanden als „Organismen“ und Kollektivsubjekte Träger dieser universellen Rechte sein, nicht Menschen als Individuen. Da in dieser Sichtweise die „Rechte der Völker“ den Rechten der Individuen absolut übergeordnet sind, werden universelle Menschenrechte abgelehnt. Aber universelle Rechte für Völker verstanden als Kollektivsubjekte werden bejaht. Auch der Ethnopluralismus kommt also nicht ohne eine bestimmte Form von Universalismus aus.

            „Und sie versteht den Ethnopluralismus wohl auch eher im klassisch-naiven Multikulti-Sinne als fröhlich-buntes Stadtteilfest mit vielen verschiedenen Klamottenarten, Essensgerüchen, exotischer Musik und lustigen Tanzeinlagen.“

            Du vermutest also, Miria habe nicht ganz verstanden, dass ein konsequent ethnopluralistisches Plädoyer für die „wunderbare Vielfalt der Kulturen“ auch die Bejahung von Diktaturen, extremer klassenbedingter Ausbeutung, starren repressiven Geschlechterrollen, sexueller Repression, Diskriminierung von Minderheiten, autoritärer und gewaltsamer Erziehung, Genitalverstümmelung und andere brutalen Initiationsriten, Ehrenmorden, brutalem Strafrecht, Folter usw. impliziert. Also ich vermute, das hat Miria schon verstanden, es ist ihr nur nicht so wichtig.

            „Im übrigen bin ich mir nicht sicher, ob man Miria als „liberale sex-positive Feministin“ kartieren kann.“

            „Liberale sex-positive Feministin“ ist eine explizite Selbstverortung in geschlechterpolitischer Hinsicht von Miria und „identitär“ und „ethnopluralistisch“ ist eine aktuelle Selbstverortung im Rahmen allgemeiner politischer Perspektiven von Miria. Ich lege Wert auf präzise Strömungsdifferenzierungen und Zuordnungen und habe hier nichts unterstellt.

            „Oder ob es nicht eher einfach nur eine pragmatische Sichtweise von ihr unter aktuell bei ihr gegebenen Rahmenbedingungen und ihrer aktuellen Lebenseinstellung und Lebensplanung ist…“

            Es macht ein bißchen den Eindruck als würdest du Mirias weltanschauliche Positionierungen etwas zu wenig Ernst nehmen. Ich finde hingegen, wer sich explizit pro neurechten Ethnopluralismus oder pro liberalen sex-positiven Feminismus positioniert, kann ruhig auch mit den Inhalten der entsprechenden Auffassungen konfrontiert werden.

          • „Echter Kolonialismus und Imperialismus als Herrschafts- und Ausbeutungsformen lassen sich auch und gerade von einem menschenrechtlichen Standpunkt aus kritisieren.“

            Kolonialismus und Imperialismus lassen sich von einem menschenrechtlichen Standpunkt auch ganz gut begründen.

          • @ JC Denton

            „Kolonialismus und Imperialismus lassen sich von einem menschenrechtlichen Standpunkt auch ganz gut begründen.“

            Ich bin ja, wie du weißt, Anhänger entwicklungspsychologisch fundierter Theorien kultureller Evolution und bejahe unter anderem eine Unterstützung der kulturellen Evolution in vormodernen Kulturen hin zu Aufklärung, Menschenrechten und Demokratie durch Förderung von Alphabetisierung und Bildung. Durch die Zunahme von Alphabetisierung und Bildung können die höheren kognitiven und moralischen Stufen (im Sinne der entwicklungspsychologischen Modelle von Piaget und Kohlberg) aktiviert werden und es kommt in langfristiger Perspektive m.E. automatisch zu kulturellen Modernisierungsprozessen und zu Ideen universeller Menschenrechte.

            Kolonialismus und Imperialismus (in dem Sinne, wie Noam Chomsky diese Begriffe verwendet) waren/sind hingegen ja tatsächlich vor allem Herrschafts- und Ausbeutungsinstrumente gegenüber Menschen in anderen Kulturen und der legitimatorische Bezug auf menschenrechtliche Argumentationsmuster dient in solchen Fällen vor allem der Verschleierung kolonialistischer/imperialistischer Herrschafts- und Profitinteressen.

            Und selbst wenn wir uns einen Kolonialismus imaginieren würden, dem es tatsächlich nur und ausschließlich um die Förderung von kulturellen Modernisierungsprozessen in einer vormodernen Kultur ginge (wir abstrahieren an dieser Stelle mal von der Frage wie realistisch ein solcher Kolonialismus angesichts der menschlichen Neigung zum Machtmißbrauch ist) hätte dies m.E. den großen Nachteil, dass pädagogische Gegenteileffekte bei großen Teilen der Bevölkerung dadurch begünstigt würden.
            Pragmatisch betrachtet scheint mir dies keine besonders wirksame Strategie zu sein.

          • „Also ich vermute, das hat Miria schon verstanden, es ist ihr nur nicht so wichtig.“

            Anders formuliert: Es ist ihr völlig egal, solange es nicht in ihren unmittelbaren Wahrnehmungshorizont eindringt. Solange es abstrakt bleibt ist es faktisch ausblendbar.

            „Liberale sex-positive Feministin“ ist eine explizite Selbstverortung in geschlechterpolitischer Hinsicht von Miria“

            Immer den starken (dominanten) Ich-Bezug bei solchen Selbstverortungen mitdenken. Eigentlich gibt es nur den „Mein-Feminismus-Feminismus“, da jede Frau sich die Elemente aus der Grabbelkiste heraussucht, die ihr gerade gefallen und konfektionsgrößenmäßig passen.

            „Das westliche Wertesystem hat leider keine globale Dominanz. Und selbst im Westen steht es wieder unter Beschuss.“

            Es gibt da widersprüchliche Tendenzen. Vieles hängt ja von den Rahmenbedingungen ab. Das Wertesystem insgesamt ist ja kein monolithisch starres Gebilde.

          • @ Leszek

            Da ja die vormodernen Kulturen (wie du ja sicher weißt) nun auch nicht gerade optimal sind: Wäre ein gewisses Maß an Ausbeutung und Machtmissbrauch durch die Kolonialmacht nicht tolerierbar, wenn es der Modernisierung dient, so ganz pragmatisch betrachtet?

        • „Der Liberalismus ist DAS zentrale Feindbild der Neuen Rechten“

          Die „neue Rechte“ ist eine diffuse Bewegung, genau wie die Linke. Sie ist nur dadurch überhaupt in den Fokus gerückt, weil die (immerhin mehrheitlich gelebten!) traditionellen Rollen und Vorstellungen unter unglaublichen, unfairen und undemokratischen Dauerbeschuss durch Weltverbesserer und Ideologen aller Art stehen, die durch permanente Abgrenzungen dem neurechten Lager auch noch immer weiter Leute zutreiben.

          Je mehr (und je panischer und unfairer, siehe aktuell die Verwüstungen auf der Buchmesse, oder die Facebook-, Twitter- und youtube-Zensur) die jetzigen Ideologen versuchen, ihre Ideen mit aller Gewalt am Leben zu erhalten und durchzusetzen, desto heftiger wird die Gegenbewegung ausfallen. So war es immer.

          Ich will das nicht, aber ich werde ja selbst oft genug angefeindet und wurde schon bei x Foren ausgesperrt.

          Und lass es mich so ausdrücken: ich habe nichts gegen Homosexuelle, ich habe auch nichts gegen Ausländer die sich ordentlich benehmen und hier arbeiten, ich lebe selbst kein traditionelles Rollenbild, bin tendenziell Atheist und überzeugter Direktdemokrat, aber im Zweifel sind mir selbst die kruderen rechten Vorstellungen näher, als der Eine-Welt-Glaube, Pornos vom ÖR mit sexueller Frühindoktrination, Parallelkulturen im eigenen Land, bei aufgezwungener Einheitssprache (mit Spinner-Sternchen). Freihandel und Kapitalfreizügigkeit in einer Welt aufgelöster und gespaltener Völker. Und genau für diese Tendenz scheint mir der aktuelle „Liberalismus“ zu stehen…

          Vielleicht sehe ich das falsch, aber dann bin ich zumindest nicht der einzige.

        • @ JC Denton

          „Da ja die vormodernen Kulturen (wie du ja sicher weißt) nun auch nicht gerade optimal sind: Wäre ein gewisses Maß an Ausbeutung und Machtmissbrauch durch die Kolonialmacht nicht tolerierbar, wenn es der Modernisierung dient, so ganz pragmatisch betrachtet?“

          Ich denke, wenn es um die Wahl der besten Strategie zur Förderung kultureller Modernisierungsprozesse in vormodernen Kulturen geht, dann sollten wir die pragmatische Dimension (Was funktioniert?) stets mit einer verantwortungsethischen Dimension (Wie lassen sich potentielle unbeabsichtigte negative Folgewirkungen, Leid und Opfer so weit wie möglich vermeiden?) koppeln.

          Die beste Strategie wäre demnach m.E. stets diejenige, die 1. gemäß unserem Stand an Wissen und Information bezüglich des jeweiligen soziokulturellen Kontextes wahrscheinlich funktioniert UND 2. dabei die angestrebten Ziele mit dem möglichst geringsten Maß an unbeabsichtigten negativen Folgewirkungen, Leid und Opfern zu erreichen versucht.

          Ich denke im Allgemeinen ist die Förderung von Alphabetisierung und Bildung und die Kooperation mit bereits existierenden menschenrechtlichen Gruppen in den jeweiligen Ländern die beste Strategie.

          Wenn es um Extremfälle geht, z.B. um die Verhinderung von Völkermorden oder um ein autoritäres Regime, das die eigene Bevölkerung verhungern lässt, sind m.E. auch militärische Interventionen zu rechtfertigen, wenn keine andere Möglichkeit besteht, die Sache schnell und wirksam zu beenden und wenn eine militärische Intervention so durchgeführt wird, dass Opfer in der Zivilbevölkerung, so weit wie möglich, vermieden werden.

          Ich halte es des Weiteren unter Umständen auch für legitim die Herrschaftseliten autoritärer Regime unter Druck zu setzen die Menschenrechte stärker einzuhalten, falls es diesbezüglich Druckmittel gibt, die wahrscheinlich funktionieren und diese keine negativen Folgewirkungen für die normale Bevölkerung nach sich ziehen.

          Die jeweils angemessene Strategie richtet sich also natürlich nach dem jeweiligen kontextuellen Problem bzw. der spezifischen Zielsetzung, aber wir sollten dabei m.E. stets eine pragmatische und eine verantwortungsethische Dimension eng miteinander verknüpften, also: Was funktioniert UND produziert gleichzeitig den geringsten Anteil an unbeabsichtigten negativen Folgewirkungen, Leid und Opfern.

          • @ Leszek

            Da hast du dich mal wieder erfolgreich um die Beantwortung der eigentlichen Frage gedrückt. 😉

            „Ich halte es des Weiteren unter Umständen auch für legitim die Herrschaftseliten autoritärer Regime unter Druck zu setzen die Menschenrechte stärker einzuhalten, falls es diesbezüglich Druckmittel gibt, die wahrscheinlich funktionieren und diese keine negativen Folgewirkungen für die normale Bevölkerung nach sich ziehen.“

            Hältst du es u. U. auch für legitim, die Herrschaftseliten autoritärer Regime zu unterstützen, wenn sie die Modernisierung gegen eine unwillige Bevölkerung durchsetzen?

      • @Androsch:
        „Du bist sicher so freundlich, deine üble Verleumdung, des überaus sachlichen Artikels zu belegen?“

        Danke. Aber eine Diskussion mit Leszek ist sinnlos. Hatte ich schon so weit, dass er faschistische Methoden befürwortet, wenn diese nur von links kommen…

    • Ich erwarte von jeder Ethnopluralistin und jedem Ethnopluralisten, dass er und sie in ihrem tiefsten Herzen respektieren, dass ich als ethnischer Deutscher/Schweizer/Österreicher nun mal Rassist und Sexist bin!

      • Sieh es so: der Ethnopluralismus ist der SafeSpace für ein Volk (oder wer das lieber mag, für die Bürger eines Landes, bzw. die Bevölkerung), innerhalb dieses Rahmens ist alles Verhandlungssache.

        Die jetzige Politik, im amerikanischen auch gern „liberal“ genannt, ist der Versuch, den eigenen SafeSpace auf die ganze Welt auszudehnen. So wie auch all die seltsamen Minderheiten versuchen, der ganzen Gesellschaft ihre Minderheiten-SafeSpace-Regeln aufzuzwingen (siehe gegenderte Sprache), man ist schließlich moralisch überlegen und weiß es besser. Bekanntermaßen führt das zu absurden Widersprüchen, neuen Ungerechtigkeiten und viel bösen Blut. Und es wird, gegen eine (statt mit einer) Mehrheit, keinen dauerhaften Bestand haben können.

          • Ich fasse mal sinnvoll verkürzend zusammen:
            Wer jede Kultur ausnahmslos schützen und erhalten will, muß konsequenterweise auch inkauf nehmen, daß diese, von ihm geschützte und erhaltene dem eigenen Dogma diametral widerspricht. Alles andere wäre ein Widerspruch in sich.
            Und dazu fällt mir nur der Slogan ein, den ich mal den sciencefilern anlässlich einer T-Shirt-Aktion vorschlug ( wurde übrigens angenommen und kann dort bestellt werden ):

            Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht!

    • Heftige Rechtsauffassung, die die Autorin da propagiert:
      Unwichtiges Erlebnis vor Jahrzehnten erfolgreich abgelehnt, jetzt plötzlich als nachträglich gefühlte „Belästigung“ empfunden = auf jeden Fall kriminell = Verbrechen

      Weil: „Unrecht ist Unrecht. Das Opfer eines Einbruchs wird schließlich auch als Opfer anerkannt – unabhängig davon, ob es zur Polizei geht.“
      Ach ja? Und warum bekommen Leute, die anderen so einen Einbruch nach Jahren plötzlich und unbewiesen vorwerfen ein Verfahren wg. übler Nachrede an den Hals gehängt?

      „Nicht erst die Vorwürfe, die sich jetzt gegen Harvey Weinstein auftürmen, deuten darauf hin, dass das sexuelle Ausnutzen einer Machtposition immer noch gang und gäbe ist. “
      Ich sehe da eher das mediale Ausnutzen einer Machtposition durch J.Foster, G.Paltrow & Co.

      „Fast alle Frauen haben irgendwann im Leben einmal ähnliche Erfahrungen gemacht.“
      Genug des hasserfüllten Unfugs. Lektüre abgebrochen. Selbst die Aufkreischfanatiker reden üblicherweise von ungefähr jeder fünften Frau und beziehen das sogar auf gefühlte böse Blicke, nicht auf „Verbrechen“.

  3. Zwei interessante Artikel aus SdW:

    Eine Debattenbeitrag zur Frage wie wissenschaftlich Gender-Studies sind. Ist im Grunde nur ein einführender Artikel, der in der Kürze nicht allzutief das Thema durchdringt:
    http://www.spektrum.de/news/wie-wissenschaftlich-ist-die-gender-forschung/1511235

    Vielleicht noch ein Tick interessanter 😉 ist ein Bericht über neue Forschungserkenntnisse über den weiblichen Orgasmus:
    http://www.spektrum.de/news/was-sich-im-hirn-abspielt/1511451
    Der letzte Absatz streift ein wenig an einem Tabuthema: Der weibliche Orgasmus in der letzten Phase des Gebärens.

    • „»Bürofee« ist keine Diskriminierung für Männer“
      Selbstverständlich nicht, auch nicht gegen sie. Sondern eine korrekte Ansprache der langjährigen Sekretärin, wenn sie unaufgefordert die Kekse zum Kaffee reicht.

    • Super! Wann bringen die endlich mal die gleichen Leistungen?
      Der Angriff auf die Leistungsgesellschaft ist nicht mehr zu übersehen. An nahezu jeder Front, versuchen Linke alles gleich zu machen. Angefangen bei der Bildung und jetzt auch bei der Bezahlung.

      • @Hendrik

        Das hat erstens mit der politischen Orientierung „links“ nichts zu tun, sondern mit moralischer Erpressung von Männern durch Frauen.

        Links im radikalen Sinne wäre es, wenn die Forderung durchgesetzt würde, alle Facharbeiter erhalten genauso viel Gehalt wie eine Lehrerin oder alle Lehrerinnen so viel wie ein Facharbeiter.
        Warum keine einzige linke Partei eine solche Forderung vertritt ist naheliegend: Die meisten akademisch beschäftigten Frauen im öffentlichen Dienst sind Lehrerinnen.
        Und die wiederum tummeln sich im linken Parteispektrum.

        Wenn es an den *eigenen* Geldbeutel geht oder ihre *eigene Leistung* vergleichend gemessen wird mit der von irgendwelchen Männern, dann werden ihnen die Gründe schon einfallen, warum es eine leistungsgerechte Bezahlung gibt.

        Und jetzt bitte genau lesen:

        Zweitens ist das eine völlig *konservative* Orientierung, die sich der Tatsache verdankt, dass egal, was Frauen in einer Ehe zum Familieneinkommen beitragen, ihnen gebührt prinzipiell die Hälfte.
        Die Vorstellungen weiblicher Gerechtigkeit beruhen immer auf die Gerechtigkeit der VERTEILUNG (Ausgaben), nicht auf der Gerechtigkeit der ERARBEITUNG (Einkommen), weil sie das seit und in der sowie durch die bürgerlichen Ehe so gewöhnt sind.
        Ich sage es immer wieder: Dieses weibliche Bewusstsein ist dermaßen geprägt von dieser historischen Erfahrung, dass es zum default einer Weltsicht wird.

        Dass die norwegische Nationalmannschaft der Frauen dem nationalen Fußballverband sehr wahrscheinlich mehr Geld kostet, als dieser einbringt – und damit ohnehin durch Männer subventioniert wird – spielt keinerlei Rolle.
        Verstehst du das Muster dieser Denkweise?
        Was sie *erarbeitet* haben *für* den Verband ist völlig egal.
        Für diese Seite des Einkommens sind sie nicht zuständig – in der Ehe ja auch nicht.
        Hauptsache das Geld für ex post gerecht verteilt auf beide Geschlechter (Ausgaben) und natürlich meinen sie damit die Erarbeitung dieser Mittel durch die Nationalmannschaft der Männer (Einkommen).

        Diese, spezifisch weibliche Vorstellung von *Ergebnisgleichheit* hat mit der Existenz einer Linken nichts zu tun, sie ist abgrundtief bürgerlich.

        • Beim Tennis ist es dasselbe in Grün. Die Spiele der Männer dauernd fast doppelt so lang und generieren ein Vielfaches an Werbeeinnahmen (Faktor irgendwo bei 10). Aber solche Fakten sind nicht mit den weiblichen Neidkomplex Gerechtigkeitsgefühl vereinbar…

          • @mitm

            Wir sollten hier den *Grund* angeben, *warum* sie doppelt so lange dauern.
            Weil Männer auf drei Gewinnsätze spielen und Frauen nur auf zwei – bei Frauen ist in der Regel nach drei Sätzen Schluss, bei Männern nach fünf.
            Und das wiederum hat mit der *realistischen* Einschätzung zu tun, *wie lange* die beiden Geschlechter in der Lage sind, athletische Höchstleistungen zu vollbringen.
            Wenn Frauen-Tennis nach identischen Maßstäben verlaufen, also genau so lange dauern würde, könnte man mit Muskelkrämpfen zusammenbrechende Frauen im Dutzend beobachten.

            Dass die sich überhaupt *trauen*, solche Forderungen zu stellen ist wirklich spektakulär!

          • @crumar

            Dazu passt mM genauso, dass laut Lastenhandhabungsverordnung für Gelegentliches Lasten-Heben am Arbeitsplatz das Maximum für Frauen 15 kg beträgt bei Männer aber 55 kg. Ich habe noch nie gehört, dass sich Frauen über diese Regelung beschwert haben. Aber sie erwarten natürlich ganz selbstverständlich die gleiche Bezahlung, obwohl sie weniger leisten.

    • Aber eigentlich gut. Das sollte Hollywood sich auch gleich angewöhnen und junge Schauspielerinnen, die 1-2 bekannte Filme mitgespielt haben, das gleiche bezahlen wie Schauspielern die schon 25+ Jahre erfolgreich im Geschäft sind und durch ihren Namen schon alleine Zuschauer anlocken.

    • Das Kind soll wohl aus Feenstaub gezeugt werden, wenn ich ihren Text richtig interpretiere.
      Aber mal ernsthaft, eine Frau die Männer als eine kostenlose Samenbank betrachtet, sollte wirklich Single bleiben. Für einen Mann sind solche Frauen die sicherste Methode, sich das Leben zu ruinieren.
      So gesehen finde ich ihre Einstellung auf einen männlichen Partner zu verzichten, sehr vernünftig.

      • „So gesehen finde ich ihre Einstellung auf einen männlichen Partner zu verzichten, sehr vernünftig.“

        Auf die Kohle des Erzeugers verzichten wird sie aber wahrscheinlich nicht.
        In D kann sie dabei sogar unter Schluchzen darauf verweisen, dass sie das gar nicht kann, weil das Gesetz sie zur Abzocke zwingt.

        „Eine feinsäuberlich ausgewählte Rasselbande von Familie sein Zuhause nennen, die ich mit Bedacht aussuche – “

        Oha, eine Egozentrikerin.
        Vielleicht sollte sie es doch mit einem Hund versuchen. Menschen haben die schlechte Eigenschaft, selbst Mitgestalter ihres Lebens sein zu wollen. Und damit scheint unsere Wunsch-Mutti ein Problem zu haben.

          • „Sie muss kein Geld nehmen.“

            Ich weiß.
            Aber welche Frau ist schon so selbstdiszipliniert, die verführerisch vor ihr baumelnde Möhre „mind. 18 Jahre lang 300€/Monat, ohne jede Gegenleistung“ wirklich abzulehnen?

            So viel verdient eine Journalistin nicht, dass sie sich nicht korrumpieren lässt.

    • „Seit zehn Jahren kämpft das Väterzentrum dafür, dass Männer ihre Vaterrolle wahrnehmen. Das Jubiläum wird gefeiert – mit Müttern und Kindern.“
      Brüllll! Das ist SPITZE!

    • Ich war mit meinem Sohn auf zwei Wochenendtrips des Väterzentrums. Da war der Grundkonsens, dass Väter ihre Rolle nicht wahnehmen können, wegen…

      …der Mütter und des „Patriarchats“, das sich ständig überschlägt, um den Mann in der Gesellschaft zu pampern.

      Dort habe ich Geschichten von Borderlinefrauen und Scheidungskriegen gehört, es war insgesamt sehr erschütternd. Über mich selbst spreche ich an diesers Stelle nicht mehr.

      Im Gegensatz zu Mütterverbänden sind Väterverbände aber am Dialog mit der Mutter interessiert. Ein Kind hat zwei Elternteile.

    • „Wenn das ein Film wäre, wäre das lustig, sofort bekäme die Protagonistin in ihrer Erbärmlichkeit einen heroischen Glanz.“
      Was bitte ist an Kindesmißbrauch lustig, heroisch oder gar glanzvoll?

  4. Punkt für dich, Patriarchat

    https://www.taz.de/!5451353/

    Männer sind weniger empathisch als Frauen. Deswegen ging ihnen das mit den Flüchtlingen nicht so nahe, und deswegen finden sie Rassismus auch nicht so schlimm.

    Männer trauen sich eher, ihrer Wut Ausdruck zu verleihen. Sie sind zu radikaleren Schritten bereit, weil sie das so gelernt haben: Anders als Frauen wurde ihnen nie Mäßigung und Gefälligkeit abverlangt. Im Gegenteil, ein Junge, der versucht zu harmonisieren, zu vermitteln, Kompromisse zu suchen: Weichei.

    Wählt frau sich also den Frust von der Seele und riskiert damit, den Altherrenkegelklub ihres Gatten ins Parlament zu hieven? Für Männer hingegen gibt’s nichts zu verlieren: Endlich wieder Herrenwitze reißen, weil die Gutmenschen zurückgedrängt sind – und nebenbei sitzen jetzt auch weniger Frauen im Parlament. Punkt für dich, Patriarchat!

  5. Vor kurzem gab es eine Studie, wonach Frauen großzügiger sind als Männer, z.B. hier:
    http://mannhaft-ebmeier.blogspot.de/2017/10/alles-nur-sozial-konstruiert.html

    Spontane Gedanken dazu:
    -Frauen kommen sogut wie nie ihrer Unterhaltspflicht nach, wenn sie dazu verurteilt wurden.
    – Frauen verlassen ihre Männer, wenn sie weniger als sie selbst verdienen.
    – Frauen heiraten nie nach unten, achten also darauf, dass der Geldstrom stets von ihm zu ihr fließt.
    – Frauen daten Männer nicht mehr, wenn dieser sie ihren Teil der Rechnung zahlen lässt, sie also nicht einlädt.
    Also: Frauen sind großzügig damit, das Geld auszugeben, dass sie nicht selbst erarbeitet haben.

    • Wieder mal ein schönes Beispiel für das bourgoise, um nicht zu sagen dekadente Selbstverständnis unserer heutigen Feminstinnen. Wer in einer sozial schlechter gestellten Klasse lebt, für den (oder die) stellen sich solche Probleme gar nicht erst.

      • „Anscheinend müssen Männer immer unter Vagina-Aufsicht stehen, sonst werden Frauen unterdrückt.“

        So ist es. So wird es immer sein.

      • Men Sheds, find ich super die Idee. Aber dass die Selbstmorde daran liegen sollen, dass sich Männer nicht zu Frauen mit Y-Chromosom unmodeln lassen ist schon wieder bezeichnend. Dabei sind es doch grad ihre Hobbys die so oft sinnstiftend für viele Männer sind.

        Ich bin aber sogar der Meinung dass die Hobbys von Männern interessanter sind als die vieler Frauen. Wieviele davon allein ihre gesamte Freizeit mit dieser beknackten Scheiße im TV verschwenden. Da hatte der Film FreeRainer schon irgendwie recht.
        Der Kreativitätsteil des Hirns sollte sich T2-like als Watschenaugust manifestieren und einen windelweich zu prügeln, damit der Rest vom Hirn der die Entscheidungen trifft, versteht was Sache ist.

        Andererseits wie viele Frauen würden es wohl gern sehen, wenn ihr Mann der Ölwechsel am Motorrad (natürlich mit einem untergelegten Tischtuch, wir sind keine Barebaren) im Wohnzimmer machen oder seine Tischkreissäge auf den Couchtisch packen würde.

        • „Andererseits wie viele Frauen würden es wohl gern sehen, wenn ihr Mann der Ölwechsel am Motorrad (natürlich mit einem untergelegten Tischtuch, wir sind keine Barebaren) im Wohnzimmer machen oder seine Tischkreissäge auf den Couchtisch packen würde.“

          Wenn Männer die vorgeschlagene Suizidpräventationstherapie angehen würden, hätten sie überhaupt kein Interesse mehr, mit Motoren und Kreissägen zu hantieren und würden stattdessen Halbzeit arbeiten, auf einen Lebenspartner warten, der sie stressfrei versorgt und in der Zwischenzeit über die doofen Nachbarn lästern.

          Problem gelöst: Keine Kreissägen auf dem Wohnzimmertisch.

    • Die zugrundeliegende Studie ist diese (leider nicht frei zugänglich):
      http://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/1097184X17730386
      Privileging the Bromance
      A Critical Appraisal of Romantic and Bromantic Relationships
      Stefan Robinson, Adam White, Eric Anderson
      Nur 30 Personen, außerdem vermutlich in einem Milieu, wo viele als Student in Wohngemeinschaften leben, also insofern nicht repräsentativ für die breite Masse sind.

      Plausibel ist die Hypothese, daß mehr Akzeptanz von Homosexualität es wahrscheinlicher macht, Männer statt Frauen als emotionale Bezugsperson zu haben. Erst recht in dem feministisch geprägten Umfeld in Universitäten, wo jede Menge Chef-Anklägerinnen alles Männlichen herumlaufen.

      Faktisch sind die Bromantiker auch MGTOWs, nur eben gut getarnte 😉

    • Der neueste Schneeflöckchenaufstand.
      Und mit der App http://www.keinekleinigkeit.de/app.php kann man online Belästigungen melden – ungeprüft, kommentarlos, einfach so (habe ich gerade 30 mal gemacht).
      Ich frage mich, wo die ihre Steuergelder abziehen.
      Völlig belanglos, unwissenschaftlich und unseriös – so sind sie, die Schneeflöckchen.

      • Auf der verlinkten Seite: „So können wir zusammen die Dunkelziffer ins Licht rücken.“

        Wie Du sagst: „ungeprüft … einfach so … unwissenschaftlich und unseriös …“

      • Gestern noch mal 100 Vorfälle gemeldet – womit ich zu der Zeit für 20! Prozent der Meldungen verantwortlich war.
        Jetzt, So 10:42 Uhr, sind es 756.779 Meldungen!

        Bin mal gespannt, was da für ein Gewitter aus den üblichen Quellen auf uns herabbrechen wird.

        • Hat heute einer in Berlin das Donnergrollen mitbekommen?
          Bei der Kleinigkeit haben sich überraschenderweise 755.000 mit einem lisen PLOP! aus der Zählerliste verabschiedet.
          Stand jetzt: 16.10. 20:29 Uhr: 1.493

          Sie haben tatsächlich einen fähigen Informatiker gefunden, der das neumelden nach einfachem Reload unterbunden hat.

          • @Andreas

            Es ist eh eine unglaublich schlechte Seite.
            Was soll das erreichen?
            Wer ist in seinem Leben überhaupt noch nie blöd angeschaut worden oder blöd angemacht worden?
            Was sollen solche Zahlen aussagen bei 80.000.000 Leuten?

          • Update:

            Stand jetzt (19.10) 21:18
            9.283

            Wobei sie behaupten, dass diese Vorfälle in den letzten 7 Tagen gemeldet worden wären.
            Wobei man an meinen Einträg vom 15. und 16. sieht, dass da der Zähler genullt worden sein muss.

            Auch wenn das eine höhere Rate impliziert, weckt es doch Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Seite.

    • Ich habe in dem Video nicht eine Frau gesehen, mit der ich länger als 3 Sekunden zu tun haben wollte. Und auch keine, der ich glauben würde, dass sie weiß, wie man „Algorithmus“ schreibt.

      Ich vermute, es ist kein Rätsel, warum die alle ein Douchebag Problem haben.

  6. Die Schweizer Sozialdemokratie macht sich unwählbar:

    SP wird konsequent feministisch

    Die SP Schweiz will sich explizit feministisch ausrichten. Die Partei verabschiedete an ihrer DV nach langer Diskussion das «Manifest für eine konsequente feministische Sozialdemokratie».

    Feministische Themen müssten ins Zentrum der Partei rücken, forderte Natascha Wey, Co-Präsidentin der SP-Frauen. Männer in der SP müssten mehr über feministische Themen sprechen.

    https://bazonline.ch/21547751

    • «Männer und Nieten»-Vergleich

      Politisch und gesellschaftspolitisch sei es ein Skandal, dass die Frauen weniger verdienen, hatte Bundesrätin Simonetta Sommaruga als Einstimmung auf das Thema gesagt. Dies drücke eine Haltung aus, dass die Frauen weniger wert seien als die Männer. Das Gleichstellungsgesetz gebe es seit 20 Jahren und bisher sei wenig geschehen.

      Deshalb habe der Bundesrat Massnahmen ergriffen. Die Firmen müssten künftig die Löhne offenlegen und gegebenenfalls erklären, warum von zehn Geschäftsleitungsmitgliedern nicht zehn Frauen sind. «In der Tombola hat es fast nur Nieten, in den Chefetagen fast nur Männer», sagte Sommaruga.

      Sexisten an die Macht!

    • 4 von 5 is nen bissel hoch.. aber ja, Frauen scheinen zu erwarten MINDESTENS die Hälfte von allem zu bekommen, egal wieviel sie selbst investiert haben. Notfalls gleicht Sex ja alles auf…

    • „bonobo society is far from peaceful and bonobos are far from gentle“
      … and far from matriarchal
      … and far from hypersexual

      Du bist so ein Sexisten-Ferkel 😛

    • ah so wenn es einen Polizisten trifft dann wird ein False Rape Claim verfolgt… gut ich wüsste dann ein paar Kerle denen man ein paar gestörte schicken könnte.

  7. The Young Turks benutzen einen fehlgeschlagenen Bombenanschlag eines Menschen mit heller Hautfarbe um mal wieder alle Weißen schlecht zu machen. Bloß war das kein Weißer, sondern ein amerikanischer Ureinwohner. Es ist wirklich unglaublich wie rassistisch sie sind, was für Doppelstandards sie haben und wie sehr sie bereit sind zu lügen.

  8. Sehr schönes Beispiel von John Cleese zur PC Krankheit:
    Welches waren die most funny und welches waren die most offensive scenes in Ein Fisch namens Wanda?

  9. (Ziemlich) Nackte Männer in der Werbung. Die Autorin wirft mit den feministischen Worthülsen um sich, aber insgesamt scheint sie der nackte Mann nicht zu stören. Trotzdem ist das betreffende Unternehmen böse, böse, böse, denn es hat in der Vergangenheit schrecklich objektifizierte Frauen gezeigt. Und die junge Protestorganisation Pinkstinks war da auch dagegen!

    http://ze.tt/ist-es-sexistisch-mit-nackten-maennerhintern-fuer-frauenmode-zu-werben/?utm_campaign=ref&utm_content=zett_zon_teaser_teaser_x&utm_medium=fix&utm_source=zon_zettaudev_int&wt_zmc=fix.int.zettaudev.zon.ref.zett.zon_teaser.teaser.x

    • „insgesamt scheint sie der nackte Mann nicht zu stören.“

      Exakt. Wenn sie auch nur ansatzweise die Argumente ernst nehmen würde, mit denen pinkstinks sonst gegen nackte Haut in der Werbung wettert, müßte sie diese Bilder aus inhaltlichen Gründen strikt ablehnen. Stattdessen redet sie nur über Charaktermängel der Urheber aus feministischer Sicht und stellt es in der Überschrift als offene Frage hin, ob diese Bilder vielleicht irgendwie sexistisch sind.

      Ich selber finde die Bilder ja richtig lustig, weniger wegen der beworbenen Ware, mehr deswegen, weil man offenbar ein relevantes Segment der weiblichen Kundschaft damit ködern bzw. mit dieser Vision begeistern kann.

      Wieso fällt mir jetzt gerade das Frauenstatut der Grünen ein? Ja genau, man kann dieses Bild sehr gut als Illustration brauchen, wie sich die Grünen ihre moderne, progressive Form von Geschlechterapartheit visuell vorstellen…

      Vielleicht sehen wir hier ja das mentale Selbstportrait, oder zumindest den Tagtraum davon, einer grünen Karrierefrau (bis auf die Hautfarbe natürlich, aber die ist ein anderes Thema).

  10. Es ist mal wieder so weit: Das Internet spuckt eine neue feministische Liste aus mit Vorschlägen, was Männer alles tun könnten, um vom Status „Monster“ zum Status „Mensch in Probezeit, aber mach dir nicht zu viel Hoffnung“ aufzurücken.

    View at Medium.com

    Gewundert habe ich mich bei Punkt 20: „Befriend Children“

    Soll das ein Trainigsprogramm sein, um mit dem mentalen Niveau der Autorin klar zu kommen? Oder ist es praktisch, wenn jeder Mann die Pädophilenpistole zwischen den Schulterblättern spürt?

    • „Support women’s healthcare. Support women’s preventative healthcare. Support medical trials that include (or even prioritize) women.“

      So wie Frauen das für Männer tun?

      „Whenever you are in a group composed of only men (whether it’s social, work, church, or whatever) ask yourself why there are no women present.“

      Ach und Frauen fragen sich auf ihren ganzen Frauenbundtreffen immer warum da kein Mann ist?

      „Talk less. In all spaces. At all times. At a lower volume.“

      Lächerlich.Bedenke dass das von einer Frau kommt!

      Teilweise sind da Sachen bei, bei denen Männer eine deutlich aufgeschlossenere Auffassung haben wie die Frauen, z.B. zum Thema Abtreibung.

      „Jerk off without porn for a while. EDIT: This really should be “Pay for your porn.” In particular, seek out (and pay for) porn that’s made by women, queer people, and people of color, and that’s produced ethically. Consume sexual culture as thoughtfully as you would consume any culture. (Thanks to Jillian and others for helping me reframe this.)“

      LOL, das läuft zum großen Teil auf „give your money to women“ hinaus, mit der Begründung „weil es Frauen sind“.

      Gute Zusammenfassung:

      “Give me everything for free, pay me extra for not working, and don’t make me pay taxes. Subordinate all your needs, desires and life dreams to mine. Prioritise me over yourself all the time; my needs are your needs, my health is more important than yours. Create a world where I can be shameless, selfish and entitled with no consequences, I demand never to be made to feel bad about anything. Feel guilty and ashamed all your life about everything you do, you are not allowed to exist without women in your personal space. Remember to ask why there are not enough women in male spaces, but also remember not to talk so much or too loudly. Feel bad when walking around outside that there aren’t enough buildings named after women (if there are then they are the wrong kind of women). Have non-sexual relationships with women because no men before you have ever done that. Watch rom-coms, read trashy romance novels and masturbate. Program yourself to find overweight and unhealthy women attractive. Uncritically accept far-left theories and talking points. Go up to random children and ‘befriend’ them.”
      This is sound advice.

    • Mann würde es der Autorin ja wünschen, dass dies einfach nur ihre höchsteigene Masturbations-Phantasie ist die sie einhändig und stöhnend in das iPad getippt hat.

      Die andere Variante wäre, dass dieser „good dude, as far as I know“ als Hardcore-Maso eine Domina-Phantasie der besonderen Art von ihr schnorren wollte und sie ihm den Gefallen getan hat „…Then I felt kind of bad. He was looking for things to do. Most of them are pretty obvious but maybe he needed the weight of a woman pointing those things out to him…)

      Ich meine, es gibt ja Jungs, die darauf stehen wenn Frauen mit Stöckeln auf ihnen rumtrampeln. Dann gibt es bestimmt auch welche, die auf weiblichen Textporno abfahren….

      Aber vermutlich war es nur eine lustlose und letztlich für alle unbefriedigende Übung in womansplaining, Die von Frauen risiokolos in den öffentlichen Raum geblasen werden können.

      Eher blamiert sich eine Frau durch die Wahl eines falschen Halstuchs zur Handtasche denn durch geschriebene Texte.

  11. „Wir suchen Betroffene, die sexuelle Übergriffe am Arbeitsplatz erlebt haben #Aufschrei #metoo für einen Beitrag für die dw @dw_wirtschaft“

    Sicherlich für eine für die deutsche Bevölkerung repräsentative Stichprobe…

  12. Grauenhafte Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft:

    https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article169635560/Deutsche-Wirtschaft-zweigeteilt.html
    Frauen in Chefpositionen Deutsche Wirtschaft zweigeteilt Stand: 14.10.2017

    „Unternehmen aus der zweiten und dritten Börsenliga in Deutschland hinken bei der Berufung von Frauen in die Topetage hinterher.“ !!!

    „«Das Zögern der kleineren und mittleren Firmen ist beunruhigend. Die Schere geht immer weiter auseinander», sagte Wiebke Ankersen, Geschäftsführerin der Allbright-Stiftung.“

    „So sind beispielsweise beim Internet- und Telekommunikationskonzern United Internet und bei der Start-up-Schmiede Rocket Internet Vorstand und Aufsichtsrat den Angaben zufolge ausschließlich mit Männern besetzt.“

    Das menschliche Leid, daß diese partiarchalen personellen Fehlentscheidungen verursachen, erkennt selbst ein Blinder an der Kursentwicklung: seit 2009 hat sich United Internet bloß um den lumpigen Faktor 10 verbessert:

    https://kurse.boerse.ard.de/ard/46/chartNG.gfn?instrumentId=96639&average=38~linear&average=200~linear&chartType=8&time=100000&timeAggregation=daily&width=518&height=288&subProperty=7

    Mit Frauen an der Spitze wäre das nicht passiert 11elf!

    (Bei Rocket Internet lief es schlechter, aber daß es mit Frauen besser gegangen wäre, ist eine gewagte These.)

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