Der Mann als Beschützer: Vergewaltigung, Freund ruft Polizei

Ein Fall geht schon seit einiger Zeit durch die Presse:

B. und seine Freundin Denise W. campieren auf den Wiesen nahe der Sieg, als sie kurz nach Mitternacht plötzlich eine Stimme hören. Ein Mann schlitzt mit einer kurz zuvor geklauten 80 Zentimeter langen Astsäge das Zelt auf. Es kommt zum Wortgefecht, in Panik bietet ihm das Pärchen Bargeld und eine Bluetooth-Box an. Dennoch habe er nicht ablassen wollen.

„Come out bitch. I want to fuck you“, soll er gesagt haben. Daraufhin habe sich das Pärchen kurz beraten. Denise W. habe schließlich alleine die Entscheidung getroffen, das Zelt zu verlassen. In Todesangst habe sich die 23 Jahre alte Studentin aus Freiburg den Befehlen des Angreifers gefügt, sich aufs Gras gelegt und die Tat über sich ergehen lassen.

Als der Täter bemerkte, dass B. aus dem Zelt heraus über sein Handy flüsternd mit der Polizei sprach, sei er kurz ausgeflippt. Dennoch habe Denise W. die Nerven behalten, dem Täter beruhigend über die Wange gestrichen, ihn an sich herangezogen und ihn angefleht, er solle es zu Ende bringen und anschließend einfach verschwinden.

Laut Vernehmungsbeamten überlegte B. kurz, ob er mit seinem Schweizer Taschenmesser seiner Freundin zur Hilfe eilen soll. Er entschied sich, im Zelt zu bleiben und die Polizei zu rufen. „Sie haben alles richtig gemacht“, beruhigte ihn der Beamte, der ihn wenige Stunden nach der Tat auf der Wache vernahm. B. sei anzumerken gewesen, wie der moralische Konflikt in ihm gearbeitet habe.

In den sozialen Medien war man mit B. nach Bekanntwerden des Falls wenig zimperlich umgegangen. Als Weichling wurde der Student beschimpft. Was er denn für ein Mann sei? Der Polizist versicherte Montag vor Gericht, dass ein Eingreifen zu nicht kalkulierbaren Konsequenzen hätte führen können.

Was hätte der Freund machen sollen?

Ist es fair ihn als Weichling zu bezeichnen?

122 Gedanken zu “Der Mann als Beschützer: Vergewaltigung, Freund ruft Polizei

      • Unfug!
        Das Ding war frisch geklaut, also scharf und so ein Ding kann sehr schwer zu schließende weil gezackte Wunden reißen.
        Ich weiß gegen ihr Hattori Hanzo das durch Stahl wie durch Butter geht hätte er keine Chance gehabt, aber der Normaldeutsche stammt eben nicht in direkter Linie von Myamoto Musashi und Brünhilde ab und sollte nicht den Helden spielen.

          • eine Machete* mag wesentlich besser geeignet sein, jemanden umzubringen, aber dennoch kann ein entschlossener Angreifer mit einer solchen Säge schwere Verletzungen zufügen und es besteht bei einem Hieb gegen den Hals auch die Möglichkeit die Aorta zu treffen. Mal abgesehen davon, dass auch die Freundin bei einem Kampf hätte verletzt werden können, das war eine klare und vernünftige Risikoabwägung mit dem Ergebnis das nicht zu riskieren.
            Und solange Sie nicht belegen können, dass ein normaler Mensch eine echte Chance hätte, aus einem solchen Kampf ohne schwere Verletzungen rauszukommen bleibe ich daher bei „Unfug!“.

            *Macheten scheinen Sie zu faszinieren …

          • Wenn ich dich verprügel habe ich auch gute Chance dir lebensgefährliche Verletzungen zuzufügen. Ein Tritt mit dem Fuß gegen den Kopf kann auch schon tödlich sein.
            „Mal abgesehen davon, dass auch die Freundin bei einem Kampf hätte verletzt werden können, das war eine klare und vernünftige Risikoabwägung mit dem Ergebnis das nicht zu riskieren.“
            Es war schlicht Feigheit und das Fehlen eines Planes. Wenn man keine Plan hat ist es besser es nicht zu versuchen, da stimme ich ja mit dir überein.

            „Und solange Sie nicht belegen können, dass ein normaler Mensch eine echte Chance hätte, aus einem solchen Kampf ohne schwere Verletzungen rauszukommen bleibe ich daher bei „Unfug!“.“
            Kommt darauf an, was du mit normalen Mensch meinst. Ein übergewichtiges Kellerkind wohl eher nicht. Ein normalgewachsener und halbwegs. trainierten erwachsender Mann sehr wohl

            „*Macheten scheinen Sie zu faszinieren …“
            Nope. Ist aber eigentlich das Werkzeug der Wahl der Muslime, wenn es darum geht Ungläubige zu bearbeiten.

  1. Um so einen Angreifer überwältigen zu können, muss man sehr genau wissen, wie das geht, und das trainiert haben. Sonst kommen Menschen zu Schaden. Kann man es nicht, lässt man es. Zumindest wird das Frauen immer geraten, wenn sie angegriffen oder beraubt werden. Wieso der Rat nicht auch für Männer gelten sollte erschließt sich mir nicht. Ich finde, der Mann hat daher alles richtig gemacht.

    • „Zumindest wird das Frauen immer geraten, wenn sie angegriffen oder beraubt werden“
      Es ist eben ein sehr schlechter Rat. Gerade bei Sexualdelikten. Es ist belegt, dass wenn das Opfer in der Anfangsphase massiven Widerstand leistet, der Täter in der Regel ablässt. Bei Raub ist es etwas anders. Aber auch hier ist den Weisungen folge zu leisten keine Garantie für das Überleben. Wann immer möglich, sollte man abhauen.
      „Wieso der Rat nicht auch für Männer gelten sollte erschließt sich mir nicht.“
      Die durchschnittliche Frau ist körperlich deutlich schwächer als der durchschnittliche Mann. Ohne eine Waffe sind ihre Chancen das Gegenüber zu überwältigen also deutlich geringer. Widerstand ist für einen Mann schlicht einfach. Allerdings habe ich ja auch bereits darauf verwiesen, dass auch eine Frau durchaus Widerstand leisten sollte.

      • @henrik
        Hast du irgendeine Ahnung von SV? Bist du Lehrer? Hast du mehrere Jahre SV Erfahrung? Hast du an der Tür gearbeitet? Machst du Kampfsport?
        Offenbar nein, denn das was du schreibst, ist absoluter Bullshit. das Wehren bezieht sich nur auf Frauen, wenn diese alleine sind, der Mann läuft hiebei Gefahr, massiv verletzt zu werden. Denn, auch für einen Mann ist es eben nicht einfach, einen Angreifer zu überwältigen, schon gar nicht, wenn dieser eine Waffe hat.

        • „Offenbar nein, denn das was du schreibst, ist absoluter Bullshit.“
          Wenn es denn so viel Bullshit ist sollte es doch einfach zu widerlegen sein. Da du aber nur meine Person angreifst, scheint dies nicht der Fall zu sein.

          „Denn, auch für einen Mann ist es eben nicht einfach, einen Angreifer zu überwältigen, schon gar nicht, wenn dieser eine Waffe hat.“
          Wer spricht denn generell von überwältigen? Die Polizei muss Leute überwältigen, ich muss nur verhindern, dass er mein Handy/Geldbeutel bekommt.

          • @henrik
            Ich habe dich gefragt, was deine Erfahrung im Bereich bewaffneter Nahkampf ist. Offenbar keine, also ist es Bullshit was du schreibst.

            In dem Fall der Vergewaltigung hätte der Mann den Vergewaltiger überwältigen müssen, und das ist auch für einen Mann nicht so einfach, weil, reine Körperkraft ist nicht entscheidend. Auch sich „einfach“ zu wehren, ist nicht so einfach, auch für einen Mann, weil auch hier die reine Körperkraft nicht der ausschlag gebende Faktor ist. Dazu gehört noch mehr, Technik, Training, abgebrühtheit, Killerinstinkt…..

  2. Er hätte aber den Preis für die Vergewaltigung so hoch machen können, daß der Angreifer vielleicht davon abgesehen hätte.

    Allerdings ist es schwer die Situation zu beurteilen, die besten Kapitäne stehen immer auf dem Steg 😉

  3. Ob der Täter angeschoben wird? Vermutlich nicht. Wir brauchen ja sämtliche Fachkräfte…

    Natürlich hat der Freud alles richtig gemacht. Das wahre Leben ist kein Actionfilm.

      • Was hat das mit politischer Verfolgung zu tun? KLingt für mich mindestens nach einem Totschläger und falls das eine Schutzbehauptung ist ein Mörder.

        • In Deutschland wird auch Taliban-Kriegern Asyl gewährt, weil ihnen in Ihrer Heimat die strafrechtliche Verfolgung nebst Todesstrafe droht.
          Abgesehen davon brauchen wir Fachkräfte für Multikulturalismus, damit Deutschland endlich vielfältig wird 🙂

      • dann ist er nicht politisch verfolgt, sondern privat von Verwandschaft. Das ist kein Asylgrund hier. Ghana ist kein asylberechtigtes Land, also hat er eine Duldung (Aussetzung der Abschiebung) bis er seinen Pass vorzeigt oder zur Botschaft persönlich von der Polizei hinkutschiert wird. Dann muss er in den Flieger einsteigen.

    • „Natürlich hat der Freud alles richtig gemacht. Das wahre Leben ist kein Actionfilm.“
      Sorry, aber hier machst du dir jetzt doch etwas einfach. Wie reden hier von keinen Angreifer mit einer Pistole, einer scharfen Machete oder einen Sturmgewehr. Nein, der Angreifer hatte eine blöde Astsäge. Auch als nicht Actionstar kann man hier durchaus die Vergewaltigung unterbinden. Dafür muss man auch nicht zwanzig Jahre Kampfsport machen, oder beim KSK gewesen sein.

        • Du bist ja ein wahres Argumentationsmonster.
          „Ich kann dich nicht widerlegen, also haue ich dir auf die Fresse“
          Nein, danke. Ich schlage nicht gerne auf Kinder ein 😉

          • @henrik
            Mit dir kann man nicht argumentieren, da du null Ahnung vom Kämpfen hast, du hast null Ahnung von Schwertern, was du weiter unten beweist. Du reist hier die klappe auf, hast aber noch nicht einmal Sparring gemacht, weist also nicht, wie es in einem Kampf zugeht. Desweiteren ist mein Sparring ein wenig anders, so vollkontakt mit Stock und so.

            Also, Kollege, willst du vielleicht noch mal die ein oder andere Aussage von dir Überdenken?? So ziemlich alle? Oder willst du wenigstens mal kundtun, was deine Erfahrungen im Bereich bewaffneter Nahkampf sind? Oder Sparring? Suchs dir aus.

            by the way zu den Schwertern: Warum sollten diese Sägezähne haben? Diese brechen ab, es ist schwerer zu schmieden. Desweiteren sind sie gegen Mittelalterliche rüstungen sinnlos, dort waren auch Schwerter eine Mischung aus Schnitt und hiebwaffe, keine reine Schnittwaffe, wie spätere Säbel oder nichteuropäische Waffen.

  4. Ich hatte vor ein paar Monaten ein Erlebnis, das meine Meinung zu der Frage Polizei ja/nein erheblich verfeinert hat. Ein Migrant unbekannter Herkunft hatte eine alte psychisch gestörte Frau abgezockt. Er hatte ihr ein Zimmer in seiner schäbigen Mietswohnung vermietet, sie ihre Sachen hineinbringen lassen und sie dann ausgesperrt. Das ganze passierte in einer Ecke der Stadt, wo quasi nur Migranten leben, die kannten den auch. Ich telefonierte zunächst mit dem und drohte mit Polizei etc, wenn er die Türe nicht aufmachen würde. Das interessierte den nicht, er sei in Stuttgart und erst in Stunden wieder da. Mir wurde klar, dass ich verarscht wurde. Dann bin ich hoch gegangen, habe die Türe eingetreten und die Sachen rausgeholt. Das war überhaupt gar kein Problem, die Türe war ziemlich altersschwach. Interessant waren die Reaktionen der Leute in dem Umfeld. Die hatten mit allem gerechnet, nur nicht damit, dass ein Bio-Mitteleuropäer einfach handelt und die nötige Gewalt anwendet.

    Wenn ich mir jetzt den Fall hier ansehe, wo der Täter mit einer Astsäge droht, was eine ziemlich ungeeignete Nahkampfwaffe ist, dann bekomme ich den Eindruck, dass auch der Täter hier gar nicht wirklich mit Gewalt gedroht hat, sondern sich nur darauf verlassen hat, dass diese Biodeutschen beim leisesten Gedanken an Gewalt so hilflos und überfordert sind, dass schon die symbolische Andeutung ausreicht um quasi alles zu bekommen. Wenn man dann aber nicht ohne Polizei hilflos ist, sondern bereit ist sich zu wehren, dann hat so ein Täter plötzlich keinen Plan mehr und wird selbst hilflos.

    • Der Täter war gar nicht lang genug in Deutschland, um sich da so ein Bild der „Biodeutschen“ machen zu können. Außerdem hat er auch in der Untersuchungshaft versucht einen Brand zu legen und schien bis zu seiner Ankunft in Deutschland bereits eine Serie von Verbrechen hinter sich gelassen zu haben. Er gibt selbst an, sein Heimatland verlassen zu haben, weil er dort einen Verwandten erschlagen habe. Das muss jedoch nicht stimmen, manche Flüchtlinge gestehen hier fälschlicherweise Verbrechen, da dies, wenn diese in ihrer Heimat mit Todesstrafe bedroht sind, damit privilegiert wird, dass sie nicht abgeschoben werden.

      • Gerade weil sie aus einer Kultur kommen, wo gewalthaltige Konfrontationen regelmäßiger vorkommen, begreifen die ziemlich schnell, wie die meisten Biodeutschen einzuschätzen sind. Gewalthaltige Konfrontationen bestehen zu einem großen Teil aus Psychologie, es geht darum den anderen möglichst so einzuschüchtern, dass tatsächliche Gewalt gar nicht nötig ist (die ist nämlich für alle Beteiligte gefährlich). Es geht um beiderseitige Risikoabschätzung und umgekehrt das Signalisieren von Gefahr. Dabei ist die Einschätzung wie weit der andere gehen würde und welche Möglichkeiten er dabei hat, sehr wesentlich.
        Und die meisten Biodeutschen können halt nicht verbergen, keine Risiken eingehen zu wollen und nur hilfesuchend nach der Bürokratie zu rufen. Sich dagegen durchzusetzen ist geradezu paradiesisch einfach.

        • Stimmt. Bei den Biodeutschen würde ich allerdings die Unterschicht ausnehmen, und die Möglichkeit, bei Bedarf Brüder und Cousins mobilisieren zu können, hilft bei einer Auseinandersetzung natürlich ungemein. Die Polizei ist da nur ein schlechter Ersatz.

    • Wenn ich mir jetzt den Fall hier ansehe, wo der Täter mit einer Astsäge droht, was eine ziemlich ungeeignete Nahkampfwaffe ist, dann bekomme ich den Eindruck, dass auch der Täter hier gar nicht wirklich mit Gewalt gedroht hat,

      Du kannst das im Zweifel ja mal mit jemandem „ausdiskutieren“. Bin gespannt, wie gut sich die blutigen Wunden an Händen, Armen, Beinen oder sonst wo am Körper machen.
      Um einen Menschen zu verletzen und Schmerzen zuzufügen, braucht man keine Nahkampfwaffe.
      Aber tritt du ruhig weiter Türen ein, die schlagen wenigstens nicht zurück. 😉

    • Der letzte Absatz trifft es ziemlich genau. Eine Astsäge ist kein Holzbeil, womit man mal einfach Gliedmaßen abtrennen kann oder zumindest verstümmelt. Eine Astsäge ist, große Überraschung, zum Sägen gebaut. Damit schneidet man nicht so einfach durch Haut.

          • @ Henrik:
            „Wenn man die Haut fest auf einen Scheid drückt und den Druck aufrecht erhält. Wie soll der Vergewaltiger dies in der Situation schaffen? “
            Du hast offenbar irgendein Problem mit Deiner Vorstellungskraft. Nein, man braucht keinen „Scheid“ ( was meinst Du, einen Holzscheit? ). Es reicht, einem das Ding quer übers Gesicht zu ziehen, dann können Schönheitschirurgen ein interessantes Forschungsobjekt aus Dir machen. Hast Du je mit sowas gearbeitet? Ich schon!

          • Übers Gesicht ziehen?
            Wie soll das denn funktionieren?
            „Hey, bleibe mal schnell stehen, damit ich mich durch dein Gesicht sägen kann“

            Säge schneiden nicht gut, da sie gezackt sind. Mit einer Machete (wenn sie scharf ist) kann ich sauber durch ihre Haut schneiden oder stechen. Mit einer Säge geht das nicht. Sicher, man kann oberflächliche Verletzungen zufügen, aber nichts ernstes.

          • Es hat seinen Grund warum nahezu alle Schwerter glatte Klingen haben. Es ist viel besser zum Hieben und Stechen. Eine Säge ist für eine ganz andere Verwendung gebaut.

          • „Übers Gesicht ziehen?
            Wie soll das denn funktionieren?
            „Hey, bleibe mal schnell stehen, damit ich mich durch dein Gesicht sägen kann““

            Langsam drehst Du ab, Henrik. Hör mal mit der Schnappatmung auf und komme wieder zu Verstand.
            Meinst Du, wenn Du mit ’ner Machte drohst, bleibt das Opfer freiwillig stehen?

            „Sicher, man kann oberflächliche Verletzungen zufügen, aber nichts ernstes. “

            Das halbe Gesicht gehäutet auf bis zu über 5mm Tiefe ist nicht ernst? Diverse OPs sind Dir sicher.
            Gib es zu, Du hast nur das „Ironie off“ vergessen.
            Ein Treffer am Hals fetzt Dir die Schlagader auf, da hast Du dann noch max. 3 Minuten für ein letztes Vaterunser.

            Ich liebe ja verbissene Trotzspekulationen, besonders wenn sie dermaßen weltfremd sind.

            Nur zur Info, falls noch wer noch nie ’ne Säge gesehen hat: Bei Astsägen kommen stark geschränkte Zähne von ungefähr 6 -8 mm Höhe zum Einsatz, die etwa diese Form haben ( etwas steiler und wesentlich stärker geschränkt, etwa 2-3mm Schränkungsdifferenz, wobei keine „echte Schränkung“ vorliegt , sondern i.d.R. eine angefräste/geschliffene )

            Und da Astsägen auf Zug arbeiten, ziehen sich sich auch bei unkontrolliertem Gebrauch als „Schlagwaffe“, von allein auf volle Tiefe.

            ( ‚Nem alten Maschinenbauer was erzählen über Zerspanungswerkzeuge …. lächerlich! )

    • Das gilt nicht nur im Falle „Biodeutscher“ vs. „irgendwie Nafri o.so“.
      Ich wurde im Okt 2003 von drei dissozialen Elementen ( 2 Kampfzicken – eine davon über 100 Kg – und deren Lover ) von drei Seiten ( Links-rechts-hinten ) verprügelt und von vorn von einem LKW langsam rückwärts durch meine eigene Einfahrt geschoben. Derweil telefonierte ich zweimal mit der Polizei und bat dringend um Hilfe ( der Lärm war dabei gewiss unüberhörbar ). Nachdem es mir dann zu bunt wurde und ich mich entschloss meinen extremen Pazifismus zu überwinden, flüchteten die Täter zu einem bereitstehenden Audi 80 und versuchten mich damit zu überfahren, wogegen nur noch ein halsbrecherischer Sprung über deren Kühlerhaube in den Graben half. Die Polizei traf eine knappe Stunde später ( Weg ungefähr 7- max. 10 Minuten ) ein und witzelte herum, ob man denn jetzt wohl die Mordkommission hinzuziehen müsse. ….
      Überflüssig zu erwähnen, daß das Ermittlungsverfahren vor Aufnahme näherer Ermittlungen schon wieder eingestellt wurde, weil es ja „offenbar zu gegenseitigen Tätlichkeiten“ gekommen war …..
      Merke: Verlasse Dich ausschließlich auf Dich selbst und hau ab, wenn Du kannst ( konnte ich nicht, da die Täter vorher auf meine Exe losgegangen waren, die mit der ehemaligen Tocher im 8. Monat schwanger war und direkte Wiederholungsgefahr bestand ), oder hau sie weg! Alles andere ist suizidal….

    • jep, sehe ich genauso. Die lernen hier recht schnell, dass die meisten Bio-Mitteleuropäer ängstlich und ruhig sind und alles (Geld, Musikbox, alles bis hin zur eigenen Frau!!!) widerstandslos und freiwillig hergeben. Die Polizei regelt dann hier alles… und die gelben Briefe der Staatsanwaltschaft kommen im Heim nicht an, oder direkt in den Papierkorb.
      Sorry aber wenn mein Mann mich in der Nacht aufm Campingplatz freiwillig und ohne Widerstand einem Migranten zum Ficken (wer weiß wo und wie) überlässt, dann wehre ich mich selbst und hau ab. Von den beiden Idioten!

    • Natürlich kann ein Mann in einer solchen Situation nichts richtig machen. Das ist genau so wie bei häuslicher Gewalt (gegen Männer).
      Und natürlich hat er sehr wohl alles richtig gemacht, Respekt gebührt auch der Frau.
      Das vorrangige Ziel muss sein, gesund und vor allen Dingen lebend aus so einer Situation herauszukommen. Heldentaten sind was fürs Kino – und wer meint, er könne einem Angreifer einfach mal so seine Pistole, sein Messer oder aber eben seine Säge abnehmen, der ist ein Träumer.
      Das sehen übrigens nicht ohne guten Grund auch seriöse Kampfsport-Trainer so.

  5. Schlimme Situation für das Paar. Leute die ihre Fressen in irgendwelchen Netzwerken über andere aufreißen, tun das weil sie aus sicheren Abstand ihr Maulheldentum zelebrieren wollen, um sich toll zu fühlen. Was ganz schlimm war, dass der Beamte (laut Medienberichten) in der Telefonzentrale den Mann gar nicht ernst genommen hat – das muss man sich mal vorstellen, du bist in einer solchen beschissenen Situation, rufst die Polizei an, und der Idiot von einem Polizisten fängt an mit dir zu diskutieren, anstatt gezielt zu fragen was und wo und sofort alle verfügbaren Streifenwagen los zu schicken.

  6. Was ja auch noch dazu kommt, weil ja immer so laut nach Zivilcourage geschrien wird, wenn der den Vergewaltiger jetzt mit seinen Taschenmesser verletzt hätte, dann sitzt du ganz schnell selbst auf der Anklagebank. Du sollst zwar mutig und heldenhaft sein, aber darfst den Angreifenden kein Aua machen!

      • Quellen, bitte.
        Mir geht das „Den Migranten darf man nix tun, nicht mal in Notwehr“ Rumgeraune auf den Sack!
        Hic Rhodos, Hic Salta:
        Quellen und Belege, bitte.
        Methode Sarrazin is nich. (Wenn man keine Daten hat, dann lügt man sich welche zusammen… pardon, man „schöpft Daten“ auf Neusprech)

        • Wo bitte sind Deine Belege für die sogen. Methode Sarrazin? Ist das oben ein Beispiel der Methode Mike?

          „Handelte der Polizist tatsächlich aus Notwehr?“

          „Der Bürgerschaftsabgeordnete der Linken, Martin Dolzer, will nun aber nach eigenen Recherchen in St. Georg einen ganz anderen Ablauf ermittelt haben. In der „taz“ spricht er von „lebensgefährlichem Fehlverhalten der Polizei“ und von „einem rassistisch motivierten Hinrichtungsversuch“. “

          https://www.welt.de/regionales/hamburg/article161911850/Handelte-der-Polizist-tatsaechlich-aus-Notwehr.html

          • Du fantasierst irgendwelche „Massenhaften Belege“ herbei, und wenn man diese in Frage stellt, kommt sofort der Gegenangriff.
            Das ist genau die Methode von Sportsfreund Sarrazin und genossen.

            Wo sind deine Belege!
            Nicht ablenken!
            (Und nein, Phantasien linker Bürgerschaftsabgeordneter zählen nicht wirklich… Gerichtsbeschlüse hätte ich da schon gerne gesehen)

        • Also, wenn ich mich recht erinnere, dürfen Straftäter nach Deutschland einreisen und werden auch geduldet wenn’s sie hier Straftaten begangen haben.

          Ansonsten interpretiere meinen Kommentar als zynische Polemik.

    • Was schreibst du da für einen Blödsinn?
      § 32 StGB umfasst auch die Nothilfe. Aber dann hat man natürlich keine bequeme Ausrede für die eigene Untätigkeit mehr.

    • @ Ralf:
      “ dann sitzt du ganz schnell selbst auf der Anklagebank. “
      Korrekt erkannt. Je nach Stuhlgang und Kaffeepause des Richterdarstellers gehst D in den Knast, oder nicht.

  7. Die beiden gingen ja davon aus, dass der Täter bereit gewesen wäre sie umzubringen. Viel Zeit zur Beratung gab es nicht. Die Frau hätte nicht schneller laufen können als der Täter und daran kann ihr Freund auch nichts andern, deshalb gab es keine Fluchtmöglichkeit. Außerdem hätte der Täter ja auch noch weitere Waffen dabei haben können. So stellt sich der Polizeianruf als einzig sinnvolle Maßnahme da, um weitestgehend unbeschadet (also lebend) davon zu kommen. Skandalös war ja vielmehr die Polizistin die den Anruf für einen Scherz hielt und damit die Veranlassung des Rettungseinsatzes verzögert hat. Diese Polizistin wurde abgemahnt und intern versetzt.

  8. Bei näherer Überlegung kommt mir eine Astsäge zwar nicht wie eine besonders gute Waffe vor, aber grundsätzlich:

    Ich bezweifle sehr, dass irgendeiner dieser Weicheirufer selbst schon in der Situation war, und das deshalb nur anhand seiner eigenen Fantasie beurteilt, wo ER natürlich todesmutig alles tun würde seine Würde zu verteidigen.

  9. Ich verurteile den Mann nicht dafür, auch wenn meine Emotionen mir sagen, dass ich auf das miese Drecksschwein losgegangen wäre. Ob ich in RL aber den Mut dafür aufgebracht hätte, ist eine andere Frage, mal unabhängig davon, dass das die Situation nur noch schlimmer gemacht hätte, wie es ja auch die Polizei sagt.

    Warren Farrell fragt in „Mythos Männermacht“ wieviel eigentlich ein Bodyguard verdient, der sein Leben riskiert, um andere zu schützen. Man erwartet von einem Mann in Begleitung einer Frau, dass er sie ganz selbstverständlich beschützt und dabei sein Leben riskiert (habe ich selbst schon erlebt). Ein weiterer Punkt, in welcher die Rollenverteilung im pöhsen Patriarchat zum Nachteil der Männer gereicht…

    • @ Uppsi:
      „Ich verurteile den Mann nicht dafür, auch wenn meine Emotionen mir sagen, dass ich auf das miese Drecksschwein losgegangen wäre. Ob ich in RL aber den Mut dafür aufgebracht hätte, ist eine andere Frage, mal unabhängig davon, dass das die Situation nur noch schlimmer gemacht hätte, wie es ja auch die Polizei sagt.“

      Endlich mal ’ne halbwegs nüchterne Reflektion. Die mehr o. weniger hysterierenden Spekulationen sinnlos.

  10. Zumindest in Deutschland kann man in so einer Situation nur verlieren.
    Entweder man wird Opfer des Verbrechens, oder man wehrt sich bzw. greift ein, dann ist man hierzulande ganz schnell selbst der Angeklagte.
    Eine ganze Reihe von Urteilen erweckt den Eindruck, dass die deutsche Justiz sehr empfindlich reagiert, wenn jemand sich selbst hilft anstatt (manchmal vergeblich) zu hoffen, dass der Staat das macht. Vielleicht sind das nur Einzelfallentscheidungen fehlgeleiteter Richter, aber der Eindruck ist da und die Aussicht, selbst als Täter zu gelten und vorbestraft zu sein, ist für viele anschließend abschreckender, als selbst Opfer zu werden.
    Das spielt natürlich den Tätern in die Hände, weil sie so sicher sein können, dass keine Gegenwehr zu erwarten ist.
    Meiner Meinung nach müsste man in solchen Fällen konsequent Gegenwehr leisten, ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit oder mögliche juristische Konsequenzen. Das würde auf die Angreifer auf lange Sicht viel abschreckender wirken ans jede Strafandrohung.

    • Eine ganze Reihe von Urteilen erweckt den Eindruck, dass die deutsche Justiz sehr empfindlich reagiert, wenn jemand sich selbst hilft anstatt (manchmal vergeblich) zu hoffen, dass der Staat das macht.

      Fällt dir doch bestimmt nicht schwer, ein oder zwei dieser zahlreichen Urteile mal zu verlinken oder?
      Eine Anklage ist übrigens kein Schuldspruch – und natürlich haben auch Täter nach wie vor (Menschen-)Rechte. Es ist also u.U. legitim, zu prüfen, ob eine bestimmte Reaktion (bspw. wegen Notwehr) gerechtfertigt war.

      • http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.prozess-nach-heftiger-schlaegerei-in-ludwigsburg-umstrittenes-nothilfe-urteil-ist-rechtskraeftig.19854510-7bed-4e16-b88d-1f51983e6632.html

        Das ist so ziemlich der einzige zweifelhafte Fall.

        Nach dem was zum Thema Notwehr/Nothilfe so alles in den diversen Intermetkanälen kursiert war das schon überraschend wie wenig das rumkugeln erbracht hat.
        Übrigens: bei Kopervereltzung oder Tötungen in Folge von Notwehr wird prinzipiell die Staatsanwaltschaft aktiv. Ob es dann zur Anklage kommt, bleibt naturgemäß offen.
        Aber schon intressant, wie ein derartiges Internetgerücht sich zur subjektiven Wahrheit mausern kann.

          • Doch. Allerdings stellt sie dann gerne ganz schnell wieder ein.
            Irgendwer muss die Notwehr ja feststellen, nicht wahr.

          • Mal ernsthaft:
            1. Eine Astsäge kann ganz üble Wunden reissen, wie jeder bestätigen kann, der sich schon mal an so einem Ding verletzt hat. (Autsch)
            2. Die beiden Opfer haben zusammengearbeitet. Er (da nicht in unmittelbarem Zugriff des Täters) alamierte die Polizei, was ja wie beschrieben durchaus mit Risiken verbunden war, und sie hielt ihn dann davon ab, auf ihn loszugehen und die Hilferufe zu unterbrechen. Finde ich persönlich sehr bemerkenswert.

            Fazit: Die meisten, die sich jetzt das Maul zerreisen und über alles mögliche klugscheissern, waren wohl noch nie in so einer Situation. Ein Schweizer Taschemesser ist alles andere als eine geeignete Nahkampfwaffe. Und insbesondere wenn der Mann die Waffe nicht ordentlich erkannte und anscheinend davon ausging, dass der Täter ein Haumesser bei sich trug (Nacht, dunkel und so, gelle)
            jemanden, der eine Machete trägt, mit einem Schweizer Taschenmesser anzugehen, läuft für mich unter „ziemlich riskant“

            Also: Alles richtig gemacht. Kritik am Verhalten ist völlig daneben.

            Und der Täter bewirbt sich anscheinend gerade für 10 Jahre Knast

          • „Doch.“
            Nö!
            Ein Anruf bei der Gegenseite und die „Feststellung“, daß es wohl zu gegenseitigen Tätlichkeiten gekommen wäre, ist für mich keine erwähnenswerte „Aktivität“. Der StA arbeitet auf Anweisung seines Dienstvorgesetzten, oder eben nicht, Punkt. In welche Richtung er ggf. arbeitet folgt den selben Prinzipien. Ein grundsätzliches Ermitteln in alle Richtungen ist Wunschtraum, nichts weiter.
            „Irgendwer muss die Notwehr ja feststellen, nicht wahr.“
            Nö! Warum? Kein Fall, keine Notwehr, so einfach geht das.

            „Fazit: Die meisten, die sich jetzt das Maul zerreisen und über alles mögliche klugscheissern, waren wohl noch nie in so einer Situation.“
            Exakt das trifft auf jeden hier zu. Ausnahmslos!

            „Also: Alles richtig gemacht. Kritik am Verhalten ist völlig daneben.“
            Satz 1: Reine Spekulation ohne Substanz ( s.o. )
            Satz 2: Eben! Das betrifft auch jede „positive“ Kritik.

      • Es ist also u.U. legitim, zu prüfen, ob eine bestimmte Reaktion (bspw. wegen Notwehr) gerechtfertigt war.

        Genau da sitzt der Gockel im Maisfeld. Wenn mir jemand androht mich umzubringen oder schwer zu verstümmeln sehe ich es als legitim an demjenigen ggf. den Schädel einzuschlagen. Ein Richter könnte aber zu der Ansicht kommen, dass es auch gereicht hätte dem Angreifer ins Auge zu spucken um ihm die Waffe zu entwenden.

        • Und wann hab ich als Zivilist gelernt jemanden mit Schlägen gegen irgendwelche imaginären Nervenpunkte auszuschalten? Wann habe ich gelernt die Drohung des Schwarzen Ritters auch wirklich durchzuführen: ICH SPUCK DIR INS AUGE UND BLENDE DICH!

          Meine Finessen im unbewaffneten Nahkampf bestehen darin jemanden im Besten Fall zu Boden zu ringen und zu hoffen dass seine Waffe entweder nicht losgeht oder IN ihn geht. I ain’t no Chuck Norris.

    • Meiner Meinung nach müsste man in solchen Fällen konsequent Gegenwehr leisten, ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit oder mögliche juristische Konsequenzen.

      Ja, im Prinzip schon. Es gibt dabei allerdings einige juristische Dinge, die man beachten kann. So erwartet die Rechtsprechung z.B., dass wenn man selbst bei Notwehr zu Gewalt greifen will, man das zunächst androhen muss. Das gilt insbesondere, wenn man eine Waffe (wie ein Messer) einsetzen will.

      Das ist im Kampf ein Problem, weil das Überraschungsmoment ein Vorteil ist, den man eventuell brauchen kann. Aber aus juristischer Sicht sollte man es wenn möglich vermeiden.

      • Das anzukündigen ist blanker Selbstmord. Ich bin ein sehr erfahrener Kampfsportler und kann zu sowas nicht raten. Dann lieber wegrennen.

      • „Ja, im Prinzip schon. Es gibt dabei allerdings einige juristische Dinge, die man beachten kann. So erwartet die Rechtsprechung z.B., dass wenn man selbst bei Notwehr zu Gewalt greifen will, man das zunächst androhen muss. Das gilt insbesondere, wenn man eine Waffe (wie ein Messer) einsetzen will.“
        Das ist falsch! Man muss körperliche Gewalt nicht grundsätzlich androhen.
        1. Die Abstufung greift nach herrschender Meinung nur bei Schusswaffen. Einige in der Rechtsprechung vertreten auch die Ansicht, es greife bei lebensgefährlichen Waffen. Dies macht meiner Meinung nach auch Sinn, es ist eben nicht das gleiche ob ich dir eine scheure oder ob ich auf dich schieße.
        2. Ein gegenwärtiger Angriff ist bereits dann vorhanden, wenn die Schädigung eines Rechtsgutes (Beispiel: Eigentum, körperliche Unversehrheit,…) unmittelbar droht bzw. bevorsteht. Wenn jemand mit gezogener Pistole auf einen zukommt, muss man nicht erst warten bis er schießt.
        3. Die Abstufung nach Punkt 1 greift nur, wenn es meine Chance auf Gegenwehr nicht verringert. Kein Opfer muss das Risiko einer schlechteren Gegenwehr tragen, nur um den Täter zu schützen. Das ist ein Mythos.

        Ferner sollte man auch den guten alten § 33 StGB als Entschuldigungsgrund nicht vergessen.

      • @ Ih:
        „So erwartet die Rechtsprechung z.B., dass wenn man selbst bei Notwehr zu Gewalt greifen will, man das zunächst androhen muss.“
        Womit das Thema umfassend geklärt ist. Scheiß auf die Richterdarsteller, dann gehste halt in’n Bau. Is besser als sich umbringen zu lassen.

      • In dem Bewusstsein, dass das hier wahrscheinlich niemand mehr lesen wird, bitte sehr:

        http://www.spiegel.de/panorama/justiz/streitfall-notwehr-ich-habe-noch-nie-so-viel-angst-gehabt-a-659320.html

        Ein zweites ist mir auch noch in Erinnerung (ebenfalls München, soweit ich weiß derselbe Richter), das finde ich jedoch nicht mehr.

        Unabhängig davon wurde mir von mehreren Personen, die beruflich mit Selbstverteidigung zu tun haben (darunter ein Rechtsanwalt) versichert, dass es im Fall einer Situation, in der Weglaufen keine Option ist und man gezwungen ist, sich zu verteidigen (z.B. Überfall im eigenen Heim), man dies im eigenen Interesse so tun sollte, dass der Angreifer hinterher nicht mehr in der Lage ist, eine Aussage zu machen. Darauf zu vertrauen, dass das Gericht schon auf Notwehr erkennen würde, sei in jedem Fall blauäugig. Ob ich selbst so handeln würde, weiß ich nicht, jedenfalls gaben die betreffenden Personen an, dass sie es in einer solchen Situation tun würden.

        • “ Darauf zu vertrauen, dass das Gericht schon auf Notwehr erkennen würde, sei in jedem Fall blauäugig. “
          Das Gericht wird natürlich nur auf Notwehr erkennen, wenn es auch Notwehr war. Notwehr umfasst gerade keine Racheaktionen.

          Der von ihnen verlinkte Fall ist schlicht Dummheit des Agierenden. Kein normaler Mensch sollte so agieren. Sie können nicht weil sie dumm angemacht werden, Leute zu töten versuchen.

    • Ich habe, selbst und auch im persönlichen Umfeld leider die Erfahrung machen müssen, das Notwehr in der Rechtspraxis viel zu eng ausgelegt wird.
      Manchmal grenzt da die Rechtspraxis schon recht arg an Täterschutz.

    • Meiner Meinung nach müsste man in solchen Fällen konsequent Gegenwehr leisten,

      Völlige Zustimmung, aber aber nur sofern mit „man“ nicht Mann gemeint ist.
      Eine Frau sollte schon bereit sein, mit Hand anzulegen, ansonsten ist es nicht wirklich eine Gemeinschaft.
      Natürlich sehe ich ein, daß die durchschnittliche Frau mehr Angst vor bleibenden Gesichtsschäden hat, als der durchschnittliche Mann.

  11. Umgekehrt wäre er der Frau doch egal gewesen. Aber das ist ja was anderes. FRauen lieben eben anders. Also gar nicht, sie reden aber davon.

        • Zustimmung, viele Männer erkennen das erst, wenn es zu spät ist und fallen dann aus allen Wolken. Allerdings eine Einschränkung, es trifft nicht auf ALLE Frauen zu , gibt Ausnahmen.
          Im Allgemeinen ist es aber so, und trifft nicht nur auf die Partnerin zu, sondern auch auf andere Verwandtschaftsverhältnisse. Wir sehen wie schnell und selbstverständlich z.B. im arabischen Raum Mütter ihre Söhne opfern.
          Das ganze Thema allgemein kann man wohl so formulieren.
          In der Gesellschaft haben Frauen im wesentlichen die Deutungshoheit was richtig und falsch ist, was männlich ist etc. und Männer machen sich diese weibliche Sicht zu eigen und passen sich an. “ männlich ist was Frauen nützt.“

  12. Der Mann hat auch meines Erachtens nach alles richtig gemacht und der Frau gebührt für ihre stählernen Nerven.
    Wir kennen keinen der Beteiligten, vielleicht HÄTTE er den Angreifer überwältigen können. Aber selbst, wenn dem so war, schien er ja nicht davon auszugehen und dann ist allein das ein ausreichender Risikofaktor, es zu lassen, damit die Situation nicht noch mehr eskaliert.

    Wäre ich er, würde das auch ewig an mir nagen, ich habe also absolutes Mitgefühl mit beiden Opfern und wünsche dem Täter die Beulenpest an den Sack, aber ich sehe auch nicht, wie die Lage hätte anders gelöst werden können.
    Leute, die jetzt die Klappe aufreißen, was er angeblich für ein Weichei sei, weil er nicht für vage, unsichere Erfolgsaussichten (und anscheinend ja auch gegen den Willen seiner Freundin) sein Leben riskiert hat, dürfen auch gern was von besagter Beulenpest abhaben.

    Dennoch scheint mir die „Wenn man sich wehrt ist man gleich der Nazi“-Haltung vieler hier auch etwas überzogen. Ja, bei häuslicher Gewalt von Frauen gibt es das Problem, aber da ist ein (bewaffneter) männlicher Angreifer doch eine andere Sache. Dass die Staatsanwaltschaft auch bei Notwehr ermittelt, ist für den Betroffenen natürlich belastend, aber unumgänglich, wenn wir das Gewaltmonopol des Staates wahren wollen. Ein Schuldspruch ist ja doch etwas völlig anderes.

    • Genau! Hut ab vor Frau W.
      Sie hat schlimmes Übel über sich ergehen lassen, um ihren Freund zu schützen.
      Wenn die Nummer sauber bewiesen wird, soll er ruhig zur Höchststrafe verdonnert werden. Das sagt der Beamte in mir.
      Der Bruder/Vater/Ehemann in mir sagt: seht zu , dass das Schwein verknackt wird. Und dann sperrt ihn in den gleichen Knast wie die NSU-Mittäter. Der Rest erledigt sich dann von selbst…

  13. wegen sowas geht man nicht ohne Schusswaffe zelten. Da Schusswaffen beim Zelten in D leider pfui sind, gehe ich halt nicht zelten.

    Ich kann daher zu der konkreten Situation leider nichts sagen.

  14. Gegen einen mit einer gezackten Säge bewaffneten Angreifer sich mit puren Händen zu verteidigen ist m.E. nur dann eine Option, wenn es keine weiteren mehr gibt. Andere Ratschläge halte ich für fahrlässig.
    Schwerter und Messer haben typischerweise keine Zacken, weil diese Nachteile im bringen. Einerseits im Kampf, weil Zacken an der Kleidung hängen bleiben können, schwerer aus Wunde herauszuziehen sind – quasi wie ein Wespenstachel im Fleisch hängenbleiben kann -, andererseits bei der Wartung, weil sie abbrechen können, schwerer zu reinigen sind usw.
    Das ändert aber nichts daran, dass eine gezackte Säge sehr schwere Schnittverletzungen herbeiführen kann. Die Zacken ziehen sich je nach Schliff quasi selbst in das Fleisch, weil es – anders als Holz – weich ist.
    Die Diskussion zur Gefährlichkeit von Messer, Machete o.ä. flammt ja immer wieder auf, wenn von Polizisten ein „nur“ damit bewaffneter Angreifer niedergeschossen wurde. Ein so bewaffneter Angreifer ist ein unkalkulierbares Risiko. Das Risiko, tödliche Schnittverletzungen zu erleiden, ist auch bei ungeübten Angreifern hoch. Und selbst leichte Schnittverletzungen führen oft zum Schock usw. usf. wodurch man innerhalb kurzer Zeit wehrlos wird. Grundlos gibt es den Tueller-Drill nicht.

  15. Jap. Weichei. Wortgefecht und Geld anbieten, ich glaub‘ es hackt.

    In so einer Situation sagt man zu seiner Freundin ‚lauf so schnell Du kannst‘ und stellt sich dem Angreifer entgegen.

    Jap, ich würde mich lieber körperlich schwer verletzen lassen, als mitanzusehen wie meine Freundin vergewaltigt wird, das würde ich seelisch nicht verpacken, dann lieber körperlichr Schmerzen …

  16. Ich meine dass laut schreien und richtig Drama machen das beste wäre, ein Angreifer lässt dann in der Regel ab wenn er sieht dass er nicht ohne größeren Aufwand bekommt was er will. Allerdings glaube ich, eine Astsäge ist in der Dunkelheit auch schwer als solche zu erkennen. Immerhin war es Nacht und es hätte genausogut eine Machete, ein langes Messer oder sonstwas sein können. Trotzdem – widerstandslos aufgeben – keine Ahnung ob ich das würde.

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