Mächtige Männer, Sex und Harvey Weinstein

Gerade führen immer mehr Frauen an, dass Harvey Weinstein, einer der großen Filmproduzenten von Hollywood, sie belästigt haben soll bzw. die Vergabe von Rollen in einem Film von sexuellen Gefälligkeiten abhängig gemacht haben soll bzw angedroht haben soll, dass man in Hollywood nie wieder einen Fuß auf den Boden bekommt, wenn man sich nicht darauf einlässt.

Ob es stimmt oder nicht sollen andere klären. Der Fall, dass ein mächtiger Mann gegen sexuelle Gefälligkeiten Förderungen verspricht oder Förderungen davon abhängig macht, ist denke ich für jeden gut vorstellbar und erscheint auch nicht unrealistisch

Die Gründe scheinen mir auch nicht so schwer zu entschlüsseln zu sein:

  • Wie immer: Eggs are expensive, Sperm is cheap: Männer haben ein hohes Interesse an casual Sex mit jungen schönen Frauen
  • Schauspielerinnen die Jung und schön sind gibt es wie Sand am Meer und eine Rolle in einem großen Hollywoodfilm ist insofern häufig leicht zu besetzen., kann aber ein unglaublicher Karrierestarter sein
  • Demnach entsteht ein höheres Interesse an der Besetzung einer Rolle für viele aufstrebende Schauspielerinnen während der Produzent nur eine von ihnen braucht und die Auswahl groß ist: Damit entsteht ein Markt, eine Option für ein Zusatzgeschäft.
  • Eine umfassende Marktmacht des jeweiligen kann es noch attraktiver machen, eine solches Geschäft vorzuschlagen: Wenn die Macht desjenigen so groß ist, dass man ihm keine Probleme machen möchte, dann kann man mit geringeren Risiko solche „Zusatzgeschäfte“ vorschlagen. Sie wird dann im Zweifelsfall nur ablehnen, aber nichts erzählen, weil sie es sich nicht verderben will
  • Weinstein soll gerne in einem Bademantel geschlüpft sein und um eine Massage gebeten haben, wenn das nicht zog, dann eine Schultermassage. Oder er ging Duschen um einen Vorwand zu haben, sich auszuziehen.
    All das sind im Endeffekt Überleitungen, die den Bruch abmildern: Statt sich direkt zu überlegen, ob sie sexuelle Handlungen wollen, können sie erst einmal etwas kleineres machen und man kann dann immer einen Schritt weiter gehen. Es verringert auch zusätzlich die Kosten, man kann anführen, dass man ja nur eine Massage wollte, nur kurz geduscht hat, ja immerhin einen Bademantel anhatte.
    Es dient damit der Risikoverminderung und der Schaffung von Gelegenheiten
  • Frauen, die sich darauf einlassen, haben ebenfalls kein Interesse daran, dass es publik wird, schon gar nicht, wenn sie weit nach oben gekommen sind. Frauen, die nicht angesprochen worden sind haben auch kein Interesse daran, sich mit ihm anzulegen, wenn sie in seinen Filmen mitspielen wollen oder er sie zu Persona non grata machen kann. Sie können auch schlicht auf die Personen herabsehen, die sexuelle Gefälligkeiten getauscht haben und davon ausgehen, dass diese selbst schuld sind
  • Beide Geschlechter sind sich vollauf bewußt, dass der Markt existiert und Mitglieder beider Geschlechter nutzen ihn auch. Es gibt Frauen, die sexuelle Gefälligkeiten anbieten um nach oben zu kommen, es gibt Männer, die auf diese Weise Rollen etc vergeben. Beides wird schlicht nicht zu vermeiden sein, solange der Markt besteht.  Denn Sex ist in der Hinsicht eine „Währung“
  • Männer wie (vielleicht) Weinstein sind reich genug um sich auch reiche Escorts leisten zu können. Es geht ihnen nicht schlicht um Sex mit schönen Frauen. Vielleicht geht es um Macht, vielleicht geht es um das Gefühl, dass diese Frauen ihn nicht abweisen und die Bestätigung mit bestimmten Stars etwas gehabt zu haben. Vielleicht macht es schlicht das Spiel für ihn interessanter und er will sehen, bei welchen es klappt und bei welchen nicht. Vielleicht sind ihm Escorts auch zu sehr aufs Geld fixiert und zu langweilig.

 

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122 Gedanken zu “Mächtige Männer, Sex und Harvey Weinstein

    • Ja natürlich; der Aspekt, dass sich hier Frauen große Vorteile verschafft haben, wird überhaupt nicht thematisiert.

      Eben im Autoradio: Anne Wizorek: http://www.deutschlandfunk.de/fall-weinstein-es-geht-um-eine-machtdemonstration.1939.de.html?drn:news_id=803037

      „Oftmals werde Frauen nicht geglaubt oder sogar eine Mitschuld gegeben, wenn sie von Übergriffen berichteten. „Das ist ein Risiko, das alle im Hinterkopf haben.“ Denn das könne starke Einschnitte für die eigene Karriere bedeuten. Wizorek forderte, den Betroffenen zu vermitteln, dass sie selbst keine Schuld haben und sich Hilfe suchen dürfen.“

      • Es werden auch viele Frauen sich unter Druck gesetzt gefühlt haben und unter Druck gesetzt worden sein. Viele werden sich belästigt gefühlt haben und das Gefühl gehabt haben allein und wehrlos zu sein angesichts eines sehr mächtigen Mannes.
        Wenn es so wahr, dann war er schlicht ein Schwein.
        Was nichts daran ändert, dass der Markt vorhanden ist.

        Es wäre interessant, wenn man da mal hinter die Kulissen schauen könnte. Wieviel wird angeboten, von welcher Seite etc

        Wahrscheinlich sollte schlicht die Regel sein, sich nie allein zu treffen.
        Und das von beiden Seiten

        • „Was nichts daran ändert, dass der Markt vorhanden ist.“

          Das ist der Punkt, oder?

          Die älteste Währung der Welt darf angeboten, ja aufgedrängt, aber auf keinen Fall angenommen oder gar – Himmel hilf – gefordert werden.

          • @christian,

            „Sie darf auch nicht angeboten werden,“

            Kannst du dich an einen Fall (in den letzten 50 Jahren) erinnern, in dem das Leben einer Frau durch einen weltweiten Shitstorm ruiniert wurde, weil sie sich durch Sex Vorteile verschafft hatte?

            Passiert das nie oder ist „Sexmonster“ ein rein männlicher Titel?

            Feministinnen, SJW und Medien haben kein Problem damit, dass einer Frau aus ihrer Sexualität Vorteile erwachsen. -> Das Anbieten ist erlaubt.

          • „Kannst du dich an einen Fall (in den letzten 50 Jahren) erinnern, in dem das Leben einer Frau durch einen weltweiten Shitstorm ruiniert wurde, weil sie sich durch Sex Vorteile verschafft hatte?“

            Kennst du eine aus den letzten 20 Jahren, bei der ganz klar ist, dass sie über die Besetzungscouchs gegangen ist? Ich nicht.

          • „Kennst du eine aus den letzten 20 Jahren, bei der ganz klar ist, dass sie über die Besetzungscouchs gegangen ist?“

            Kannst du dir vorstellen, dass ein Mann in unserer Gesellschaft Browniepunkte gewinnnen könnte, indem er eine Frau darin bloßstellt, sich bei ihm hochgeschlafen zu haben?

            Ich auch nicht, also wird so eine Bloßstellung in dieser Richtung auch nicht passieren. Dein Gegenargument ist also keins.

            „Wir haben keinen Beleg dafür! Wir und niemand sonst allerdings hat je und wird je eine Messung anstellen.“

            Ich hab vorgestern La Traviata gesehen. Vor 150 Jahren war es so, dass eine, die Sex für Macht verkauft, auf dem sozialen Abstellgleis stand. Heute wäre das der Platz für jenen, der versucht, sie anzuklagen.

          • „Kannst du dir vorstellen, dass ein Mann in unserer Gesellschaft Browniepunkte gewinnnen könnte, indem er eine Frau darin bloßstellt, sich bei ihm hochgeschlafen zu haben?“

            1. Du behauptest, dass es Frauen nicht schadet.
            2. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass jemand anführt, dass er mit allen möglichen Stars geschlafen hat
            3. Ich kann mir auch konkurrentinnen, Sekretärinnen, Ex-Ehefrauen vorstellen, die andere Frauen auf die Weise abwerten würden, wenn es recht offen praktiziert werden würde

          • 1. Ich behaupte, dass das Risiko für eine Frau, die versucht per Sex zu ihrem Ziel zu kommen, sehr viel geringer ist als das Risiko für den Mann, der einer Frau klar macht, dass er ihr nur gegen Sex hilft.

            2. Ich kann mir das nur in ganz speziellen Kontexten vorstellen.

            3. Wie gut, dass der Ruf des Mannes davon abhängt, das nicht offen zu praktizieren, so dass das kaum passiert.

          • Hatte nicht Madonna sogar damit kokettiert? Und was ist eigentlich bei Weinsteins Frau und ihrem Modelabel anders?

            Only_me hat hier einen guten Punkt. Das ist typischer Gynozentrismus. Warum sollte es verwerflich sein, wenn ein Mann für Sex Vorteile gewährt?

          • @lh
            „Und was ist eigentlich bei Weinsteins Frau und ihrem Modelabel anders?“

            In der Tat. Da sieht es sehr danach aus, dass sie stark profitiert hat. Da wird sie natürlich aber sagen, dass es Liebe war und ein Mann natürlich seine Frau unterstützt

          • „„Kannst du dich an einen Fall (in den letzten 50 Jahren) erinnern, in dem das Leben einer Frau durch einen weltweiten Shitstorm ruiniert wurde, weil sie sich durch Sex Vorteile verschafft hatte?“
            Jup. Sehr prominent gar. Was löste nochmal Gamergate aus? Genau sowas.

          • Du meinst, das Indiz dafür, dass ihr Leben ruiniert war, vestand darin, dass sie hinterher vor der Uno sprechen musste?
            Willst du mich veräppeln?

        • „Wenn es so wahr, dann war er schlicht ein Schwein.“

          Aber sicher doch, weil …

          „Viele werden sich belästigt gefühlt haben und das Gefühl gehabt haben allein und wehrlos zu sein angesichts eines sehr mächtigen Mannes.“

          😆

          Wenn ich mich eingeschüchtert fühle, weil eine Frau einen geilen Körper hat, ist SIE dann eine Sau? Weil ich mich so fühle … 🙂

          • @ddbz

            Findest du das echt so schwer vorstellbar?
            Ein junge hübsche Schauspielerin, hofft auf ihre erste große Rolle, ist aufgeregt vor ihrem ersten Gespräch mit einem der wichtigsten Produzenten in Hollywood, und der kommt im Bademantel an, fragt, ob sie ihn massieren kann, deutet an, dass die Rolle noch nicht sicher ist, deutet an, dass er mächtig ist und sie, wenn sie sich nicht gut mit ihm stellt nie wieder einen Fuß auf die erde bekommt?

            Ist ja auch nicht anderes als wenn du einen netten laden aufmachst und der Großhändler kommt vorbei und sagt, dass du ja einen wunderschönen Laden hättest, aber wenn er nicht monatlich 1.000 Euro bekommt, dann kann so ein Laden auch schnell mal aus Versehen abbrennen.

          • @ C

            Manche Geschäftsbereiche sollte man sich vorher ansehen, bevor man versucht dort einen „netten laden“ zu eröffnen …

            Und wenn es sich, wie bei Weinstein, um einen männlichen Feministen handelt, sollte man erst recht fragen, was soll das, was verspricht der sich davon? Warum verrät der sein eigenes Geschlecht?

            Er war ein „Fasadenfeminist“, wie die Süddeutsche, die ich auch nicht mag und wo ich mich auch frage, was soll deren Feminismus, was will die damit wirklich erreichen, ihn nennt und das konnte eigentlich jeder sehen (auch jede).

            Wer heute Feminist ist, ist entweder doof, was beim Weinstein offensichtlich ausscheidet, oder verfolgt einen ganz egoistischen Zweck.

            An solchen Männern steht ganz groß „Vorsicht Falle“ und wer das nicht sieht ist, meiner Meinung nach, selbst schuld.

          • „Manche Geschäftsbereiche sollte man sich vorher ansehen, bevor man versucht dort einen „netten laden“ zu eröffnen …“

            Das ist dein Standpunkt dazu? Die mafia ist unschuldig, man muss ja keinen Laden in ihrem Bereich aufmachen?

          • @Christian

            Wenn ich einen Laden aufmache und danach erpresst werde, trifft mich natürlich keine Schuld, sondern die Schutzgelderpresser.
            Wenn ich aber direkt zum Paten gehe, um mit ihm Geschäfte zu machen, sollte ich mich doch nicht wundern, wenn er auch eine Gefälligkeit „erbittet“.
            Niemand muss Rollen von jemandem annehmen, der ihn in ein Hotelzimmer bittet und plötzlich im Bademantel auftaucht. Da kann man gehen und eine andere Rolle annehmen, oder man bleibt und trägt die selbst gewählten Konsequenzen.
            Das Verhalten dieser „Damen“ nennt man im Handel übrigens Kaufreue.

          • „Niemand muss Rollen von jemandem annehmen, der ihn in ein Hotelzimmer bittet und plötzlich im Bademantel auftaucht. Da kann man gehen und eine andere Rolle annehmen, oder man bleibt und trägt die selbst gewählten Konsequenzen.
            Das Verhalten dieser „Damen“ nennt man im Handel übrigens Kaufreue.“

            Selbst wenn man die Avanchen zurückweist kann es eine scheißsituation sein oder?
            Kannst du echt nicht nachvollziehen, dass sich leute da unter Druck gesetzt fühlen? Das scheint mir mit recht wenig Empathie bereits gut verständlich

            Was würdest du denn sagen, wenn das jemand mit dir macht? Würdest du das ganz neutral sehen, wenn eine alte unattraktive Frau oder meinetwegen ein homosexueller Sex verlangt, damit du ein normales, aber für dich sehr bedeutsames Geschäft abwickeln kannst?
            Wie würde sich das auf deine nächsten Verhandlungen auswirken?

          • Es soll ja sogar Fälle gegeben haben, wo Frauen den Produzenten, Regisseur usw… geheiratet haben, bis sie im Filmhimmel angekommen waren. Dann noch eine gut bezahlte Scheidung und die Welt ist in Ordnung.

            Aber jetzt ernsthaft zum Thema: Ja in solchen Kreisen soll das vorkommen und noch viel schlimmeres bei sehr jungen Schaupieler(inne(n)). Nehmen die Eltern das in Kauf?

          • ja natürlich ist sie eine Sau, maßen, wenn sie ihn provokant in Szene setzt, es ist aber gesellschaftlich akzeptiert.

          • @ Christian

            „Was würdest du denn sagen, wenn das jemand mit dir macht? Würdest du das ganz neutral sehen, wenn eine alte unattraktive Frau oder meinetwegen ein homosexueller Sex verlangt, damit du ein normales, aber für dich sehr bedeutsames Geschäft abwickeln kannst?
            Wie würde sich das auf deine nächsten Verhandlungen auswirken?“

            Eins vorweg: Ich gehe davon aus, dass in diesem Falle keine Vergewaltigungen vorliegen, sondern das „unmoralische“ Angebot, Job gegen Sex.
            Ich würde es so halten wie bei jeder wichtigen Entscheidung. Was bin ich bereit zu geben, um mein Ziel zu erreichen? Selbstverständlich muss ich einkalkulieren, dass die negative Seite (Reue, Scham,…) die positive überwiegt. Ich käme aber nicht auf die Idee, die Schuld beim Anbietenden zu suchen, wenn ich eine Entscheidung getroffen habe. Letztendlich gilt hier, wie überall: Keine Nachfrage – kein Angebot.

          • „Ich käme aber nicht auf die Idee, die Schuld beim Anbietenden zu suchen, wenn ich eine Entscheidung getroffen habe. Letztendlich gilt hier, wie überall: Keine Nachfrage – kein Angebot.“

            Du würdest die Schuld nicht beim Anbietenden sehen, wenn ein Geschäftsdeal von sexuellen Gefälligkeiten abhängig gemacht wird? Würdest du es nicht als unfair ansehen, als Ausnutzen von Macht oder als Zeichen einer korrupten Welt? Es ist ja auch nichts anderes als der Deal „wenn sie für die Gesellschaft, die ich vertrete, arbeiten wollen, dann müssen sie auch mein Gartenhaus umsonst bauen“

          • „Würdest du es nicht als unfair ansehen, als Ausnutzen von Macht oder als Zeichen einer korrupten Welt?“

            Sicher würde ich das. Und dann würde ich gehen. Es gibt nämlich Alternativen, die nicht von der Gunst eines Arschloches abhängig sind. Wie lange es die noch gibt, wenn die Menschen nicht die Eier haben, auch mal „Nein!“ zu sagen, ist allerdings ungewiss.

          • @frank

            „Es gibt nämlich Alternativen, die nicht von der Gunst eines Arschloches abhängig sind“

            Und wenn du feststellst, dass die Dame in vielen Bereichen ihre Finger drin hat und dich dort überall schlecht redet oder das da auch ähnliche Typen vorhanden sind?

          • Dann muss ich feststellen, dass schon viel zu Viele darauf eingegangen sind…
            Finde ich jetzt aber auch ein wenig zu stark konstruiert.
            Ich glaube, wir sind uns darüber einig, dass das Verhalten verwerflich ist. Ich bin aber der Meinung, dass man diesen Sumpf durch das „richtige“ Gegenverhalten trockenlegen kann. Nenn‘ mich blauäugig, aber ich würde lieber Teller spülen, als dass ich etwas gegen meine Überzeugung tun würde.

          • „Ich bin aber der Meinung, dass man diesen Sumpf durch das „richtige“ Gegenverhalten trockenlegen kann“

            1. das ist doch vollkommen unabhängig davon, ob man sich unwohl oder belästigt fühlt
            2. dein eigenes Verhalten kann den Sumpf nicht trocken legen. Selbst wenn nur ein ganz kleiner Teil darauf eingeht kann es sich ja lohnen, solange es ansonsten still bleibt

        • „Wahrscheinlich sollte schlicht die Regel sein, sich nie allein zu treffen.
          Und das von beiden Seiten“.
          Das führt dann zu einem flotten Dreier oder einer Orgie. Sex ist unvermeidbar!

        • Das Schauspielfach bevorzugt – wie der Rest der Welt – selbstverständlich (weiße) Männer: es gibt 1. mehr Rollen für sie, 2. mit größerem Sprechanteil und 3. (viel häufiger) bis hinein ins Greisenalter.
          Aber wehe, man thematisiert das…

          • Und ich mein: wir wissen ja damit endets noch nicht. Die Produzenten, die Regisseure, die Juroren… viel zu viele Schwänze überall. Das Beste, was man da machen kann, ist wirklich: einfach nix mehr davon ansehen. Tut auch gar nicht weh, I promise.

          • Blödsinn. Das trifft höchstens auf Hollywood zu und ist dort gerechtfertigt, weil Weiße (noch) eine Mehrheit sind und darüber hinaus am zahlungskräftigsten. Entsprechend macht man Filme für sie. Nichtdestotrotz scheut man sich nicht, die, für Leute wie dich, mit Quotenstellen für alle möglichen und unmöglichen Minderheiten zu verderben und unrealistische, aber natürlich politisch korrekte erzieherische Rollen für die vorzusehen.

            Indische, afrikanische, türkische, japanische, chinesische etc. pp. Filme, dürften mehrheitlich alle so gut wie keine „weißen Männer“ beinhalten. Aber jede Wette: du kennst keinen einzigen solchen Film, die ein- oder andere Bollywood-Schmonzette vielleicht ausgenommen. Selbst anspruchsvolle Frauenfilme dürfte es geben. Aber Hauptsache wir haben uns wieder mal empört und herumgejammert.

            Nutz doch deine Schwangerschaft, schnapp dir eine Kamera und mach einen Film über Frauen! Auch Filmschnitt ist heutzutage keine Magie mehr, kannst du auf jedem PC machen.

          • @Semikolon

            Nehmen wir mal zwei weiße Männer, wie Matt Damon und Ben Affleck, geboren 1970 bzw. 72.
            In der Tat zwei erfolgreiche und beschäftigte Schauspieler.

            Und so haben sie ihren Ruhm begründet: „Gemeinsam schrieben sie das Drehbuch zu Good Will Hunting und versuchten lange Zeit vergeblich, es an ein Studio zu verkaufen. Sie schlugen hierfür einige lukrative Angebote aus, da die potentiellen Käufer nicht daran interessiert waren, sowohl Damon als auch Affleck mit Hauptrollen zu versehen. Erst nach Damons Hauptrolle in Francis Ford Coppolas Der Regenmacher fand sich mit Miramax ein Käufer für das Drehbuch, und das Studio sicherte sich 1997 die Rechte. In dem Film von Gus Van Sant spielte neben Affleck und Damon auch Robin Williams eine der Hauptrollen. Der Film wurde ein großer Erfolg und brachte den beiden Autoren u. a. einen Oscar und einen Golden Globe Award ein.“

            Etwas zu den Vorarbeiten: „Als Damon noch in Harvard studierte, schrieben sie aus seinem 40seitigen Entwurf ab 1992 ein komplettes Drehbuch über einen Hilfsarbeiter mit Potential zu einem mathematischen Genie.“
            Jetzt die Preisfrage: Welches befreundete weibliche Schauspieler-Paar kennst du, das gemeinsam ein Drehbuch schreibt, fünf Jahre Zeit investiert, um dieses zu vermarkten und trotz lukrativer Angebote darauf besteht, auch noch die Hauptrollen gemeinsam zu spielen?

            Und am Rande: Als sie angefangen haben, an diesem Drehbuch zu schreiben, waren beide am absoluten Beginn ihrer Karrieren und 20 respektive 22 Jahre alt.
            Bitte nenne mir nun eine vergleichbare weibliche Darstellerin (und bitte nicht Lena Dunham).

            Zum Charakter dieser Darsteller am Beispiel von Ben Affleck:
            „Eine Reihe seiner Filme erwiesen sich dabei auch als kommerzielle Misserfolge, etwa Phantoms, Wild Christmas, Jersey Girl oder Paycheck – Die Abrechnung. Häufig wurde ihm dabei der Vorwurf gemacht, ihm fehle es an Talent und Charisma. Siebenmal (!!!) wurde er für die Goldene Himbeere für die schlechteste schauspielerische Leistung nominiert, 2004 erhielt er diesen Anti-Oscar für Daredevil und Paycheck – Die Abrechnung sowie Liebe mit Risiko – Gigli.
            Im Film Die Hollywood-Verschwörung (2006), der die Untersuchungen rund um den Tod des Schauspielers George Reeves thematisiert, spielt Affleck die Hauptrolle des Reeves, für die er als bester Darsteller beim Filmfestival in Venedig 2006 mit der Coppa Volpi ausgezeichnet wurde. 2013 erhielt er den Golden Globe Award in der Kategorie Beste Regie für den Film Argo, der ihm auch einen Oscar als Koproduzent für den Besten Film einbrachte.“

            Das nenne ich eine a. gigantische Frustrationstoleranz und die sollte man tatsächlich besitzen, wenn sieben mal als schlechtester Schauspieler nominiert wird. Und man sollte sich b. klar machen, er war in diesem Film (Argo) gleichzeitig Regisseur, Ko-Produzent und Hauptdarsteller.
            Auch hier bist du eingeladen, eine vergleichbare *Leistung* einer Schauspielerin im Alter von 41 zu finden. Denn wenn man gemein ist, handelt es sich um eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (für sich selbst).

            Deine Aussage: „Das Schauspielfach bevorzugt“ erfindet die ominöse Größe „Schauspielfach“ und schreibt dieser eine eigenständige Nachfrage zu, während sich die beiden beschriebenen weißen Schauspieler auf der Basis eigener Arbeit um ein „Angebot“ an dieses „Schauspielfach“ *bemühten* (s. „die Bemühung“ und „die Mühe“) und – siehe da! – es klappte.

            M.E. wirst du eine vergleichbare LEISTUNG „in weiblich“ nicht finden und das ist im meinen Augen auch der Grund, warum unter „Gleichberechtigung“ feministisch „Gleichstellung“ verstanden werden soll.
            Denn die *Ergebnisgleichheit* macht viel mehr Spaß, wenn man seinen Arsch NICHT bewegen, die Arbeit NICHT investieren muss, um einen vergleichbaren Erfolg zu haben.
            Sondern ihn auf einem Silbertablett serviert bekommt.

          • @Adrian,

            „2. Habe ich noch nie einen Film ohne Frauen gesehen.“

            Hunt for Red October. Ganz am Anfang taucht für 3 Sekunden seine Frau auf, aber das hätte man genau so auch weglassen können.
            Den Rest des Films: Nur Männer.

      • Ob es stimmt oder nicht sollen andere klären. Der Fall, dass ein mächtiger Mann gegen sexuelle Gefälligkeiten Förderungen verspricht oder Förderungen davon abhängig macht, ist denke ich für jeden gut vorstellbar und erscheint auch nicht unrealistisch

        Und dagegen ist auch nichts einzuwenden. Frauen lassen sich schließlich aus freiem Willen darauf ein.

        Es werden auch viele Frauen sich unter Druck gesetzt gefühlt haben und unter Druck gesetzt worden sein. Viele werden sich belästigt gefühlt haben und das Gefühl gehabt haben allein und wehrlos zu sein angesichts eines sehr mächtigen Mannes.

        Sie wussten aber alle, wo der Maurer das Loch gelassen hat. Aber dann ist die gute Filmrolle natürlich für sie nicht mehr zu haben. Ja, manchmal muss man im Leben eben Entscheidungen treffen. Und manchmal sind sie bzw. die Konsequenzen nicht einfach und angenehm.
        Das ist bei Männern so, wieso sollte das bei Frauen anders sein. Ach Mist – hatte ich ja vergessen. 😉

        „Oftmals werde Frauen nicht geglaubt oder sogar eine Mitschuld gegeben, wenn sie von Übergriffen berichteten.

        Warum auch nicht? Hatte ich in irgendeinem Blog auch schon mal gelesen – und ich stimme absolut zu. Es ist gar nicht unüblich, Menschen eine Mitschuld zu geben.
        Wer sich während der Autofahrt nach der brennenden Kippe bückt, sein Handy benutzt usw. und aufgrund dessen einen Unfall baut, bekommt regelmäßig eine Mitschuld.

        Warum sollte das bei Frauen, die vergewaltigt werden, anders sein? Wer sich besonders aufreizend anzieht, muss zumindest damit rechnen, dass das entsprechend auf Männer wirkt. Und es sollte mittlerweile bekannt sein, dass eine kleine Minderheit der Männer sich dann nicht um gesellschaftliche und/oder rechtliche Konventionen schert, sondern übergriffig wird.

        Nicht falsch verstehen! Eine Vergewaltigung (Straftat allgemein) ist niemals zu RECHTFERTIGEN!
        Aber man sollte eben den Unterschied zwischen einem Grund bzw. einer Erklärung und einer Rechtfertigung verstehen. Wer sich auf dünnes Eis begibt, muss halt damit rechnen, dass die Füße nass werden. Insofern tragen natürlich immer Täter und Täterin die Hauptlast der Verantwortung. Generell zu sagen, insbesondere Frau (weil die ja sonst als Engel gelten) hätte nicht ggf. einen Auslöser bzw. Reiz gesetzt, halte ich aber auch für grundfalsch.

        • @ Mario

          Bis zu dem Emoji bin ich ganz bei Dir. Womit ich gar nicht klar komme, ist, jemanden der optisch Reize setzt, eine Mitschuld zu geben, wenn sich der Gereizte nicht im Griff hat. Ich möchte in keiner Welt leben, in der Frauen sich nicht sexy anziehen können, oder schöne Autos auf den Straßen fahren können, weil andere meinen, sich alles nehmen zu können, was sie gerade haben wollen und sie durch deine Mitschuldthese auch noch „entschuldigt“ werden. Das es diese Menschen gibt, ist unbestritten. Ihre alleinige Schuld für mich aber auch.

    • Adrian das stimmt. Aber das ist ja mneistens so. Sobald der Mann nicht mehr gebraucht wird, wird er zerstört.
      Ist ja auch in der Schule meistens so. Die Mädchen machen 1-2 Mal im Jahr beim Sport mit und da verrutscht die Hand bei der Hilfestellung. Die hatten dann seltsamerweise immer eine 1.

    • Ich denke wir sehen hier gerade Cosby 2.0. In der Mitte gibt es anscheinend eine bekannte feministische Anwältin, die solche “ feministische sozialen Exekutionskommandos“ häufiger anführt.

      Das Weinstein „sleazy as fuck“ ist lässt sich kaum bestreiten, und das Hollywood allgemein widerwärtig ist, wenn man einmal hinter die Fassade schaut, ist auch kaum bestreitbar.

      Dass sich die verschmähten Schauspielerinnen hier allerdings als Opfer darstellen ist schon dreist. Immer schon mitmachen, aber sobald man wittert dass man da noch etwas vom Kuchen abbekommen könnte, dann ist man auf einmal ganz böse vergewullewuzt worden.

      Im übrigen auch wieder mal ein schönes Beispiel warum man nicht mit Feministen paktiert: Sobald sie dich nicht mehr brauchen gibts n Messer in den Rücken. Weinstein ist wahrscheinlich zu cucked um sich effektiv zu wehren.

    • ja alleine die Tatsache, das Männer von Frauen wegen ihrer Sexualität ruiniert, sozial, gesellschaftlich zerstört werden können, Frauen von Männern aber kaum, egal was sie tun zeigt welches Hirngespinst das angebliche Patriarchat ist, die angebliche Unterdrückung der Frau.
      Wir erleben im Gegenteil in der westlichen Kultur einen Gipfelpunkt der sexuell geprägten Machtentfaltung der Frau über den Mann, wenn auch ein Gipfelpunkt immer auch das Ende einer Entwicklung sein kann.

  1. Die Existenz von so etwas wie einer Besetzungscouch ist nichts Neues. Interessanter an dem Fall finde ich:
    1. Es kommen nebenbei auch Nachrichten über männliche Schauspieler hoch, die erzählen, sexuell belästigt worden zu sein.
    2. Weinstein wurde anscheinend lange geschont – von Presse und Staatsanwaltschaft!
    3. „Hollywood = links“, deswegen hauen die Rechten in den USA jetzt umso härter drauf und fragen, wie man das nur verschweigen / dulden konnte. Aus der Kategorie „Bekloppte Ideen der Linken fallen auf sie selbst zurück“, hier: mediales schmutzige Wäsche waschen und den Verdächtigten wie einen Verurteilten behandeln.

    • zu Punkt 3 gibt es einen recht interessanten Artikel von Don Alphonso.
      http://blogs.faz.net/deus/2017/10/11/wie-der-weinstein-skandal-trump-an-der-macht-haelt-4673/

      Und ich muss sagen, da empfinde ich sogar Schadenfreude, wenn es das politisch korrekte und anderen Menschen Lebensweisen aufdrückende Lager erwischt, die sich hinter Hillary versammelt hatten.

      Gleichwhl halte ich es auch nicht für ausgeschlossen, dass ziemlich viele Frauen den Sex auch ganz bewusst nutzen, um sich hochzudienen bzw. dadurch Vorteile ganz bewusst verschaffen und Weinstein ist dann letztlich auch nur die abgründige Kehrseite abgründigen weiblichen Verhaltens. So soll es angeblich schon seit langem ein ziemlich offenes Geheimnis gewesen sein, dass Weinstein ein sexuelles Triebprblem hat.

      https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/agente-provocatrice/hollywood-kultur-des-verdraengens/

      Wenn Frauen dann gleichwohl bei Einladungen mit auf sein Zimmer gehen oder seine Nähe suchen, dann habe ich für das Geplärre hinterher wenig Verständnis. Da trifft sich dann halt der gleiche Menschenschlag.

      Einige der Darstellungen, über die sich jetzt empört wird, finde ich persönlich ziemlich belanglos. So plärrte Gwyneth Paltrow (gemäß Welt.de) darüber, dass sie als 22 Jährige eingeladen wurde, Weinstein in seinem Hotelzimmer zu besuchen. Weinstein wollte sie dann angeblich massieren und lud sie in sein Schlafzimmer ein. Sie lehnte ab und ging „wie betäubt“ und fürchtete um ihre Hauptrolle in „Emma“. Die Furcht und das Geplärre waren aber offenbar unberechtigt, denn sie behielt ihre Hauptrolle.

      https://www.welt.de/vermischtes/article169520386/Gwyneth-Paltrows-verstoerendes-Erlebnis-mit-Harvey-Weinstein.html

      Und weil Weinstein so ein schlimmer furchteinflößend Triebtäter ist, hat Gwyneth Paltrow ein paar Jahre später auch noch mindestens einen weiteren Film mit Weinstein (Shakespeare in Love) gedreht und auch nach ihrem Oscar mit Weinstein lächelnd auf der Bühne gestanden.

      https://www.welt.de/vermischtes/article169520386/Gwyneth-Paltrows-verstoerendes-Erlebnis-mit-Harvey-Weinstein.html

      Für mich klingt die Geschichte eher wie folgt: Ein blondes Dummerchen kann sich gar nicht vorstellen, was ein Mann vorhaben könnte, wenn er sie alleine auf sein Hotelzimmer einlädt. Sie konnte ja nicht ahnen, dass er in privaten Räumen Privates bzw. keine geschäftlichen Fachgespräche führt. Nachdem sie dann offenbar ziemlich unproblematisch einfach Nein sagen konnte, hatte es auch keine Auswirkungen auf ihre Hauptrolle, im Gegenteil sie bekam sogar später noch eine weitere Rolle.

      Eine wirklich empörende Geschichte! Ein Mann versucht Annäherungsversuche, sie sagt Nein und das wars. So oder so ähnlich kommen sich Männer und Frauen gewöhnlich näher, weil Männern auch gar nichts anderes übrig bleibt, weil Frauen gewöhnlich die ersten Schritte erwarten. Und, wenn eine Frau alleine mit aufs Hotelzimmer kommt, sollte man es zumindest für möglich halten dürfen, das der Gegenüber einem Annäherungsversuch nicht völlig ablehnend gegenüber steht.

      • „Sie lehnte ab und ging „wie betäubt“ und fürchtete um ihre Hauptrolle in „Emma“. Die Furcht und das Geplärre waren aber offenbar unberechtigt, denn sie behielt ihre Hauptrolle“

        Gwyneth Paltrow ist auch nicht ohne:
        Paltrow wurde als Tochter des Regisseurs und Fernsehproduzenten Bruce Paltrow und der Schauspielerin Blythe Danner geboren.Steven Spielberg ist ihr Patenonkel.

        Das er sich dennoch traute, sie auf die Weise anzumachen wäre schon interessant. Sie konnte sich dennoch mulmig gefühlt haben und das würde ich verstehen. Vielleicht wurde das Verhältnis dann schlicht geklärt und dann muss man vor der Kamera natürlich lächeln. Vielleicht hat sie deswegen auch gleich noch einen Film als „widergutmachung“ bekommen, nachdem er gemerkt hat, mit wem er es zu tun hatte

    • „Es kommen nebenbei auch Nachrichten über männliche Schauspieler hoch, die erzählen, sexuell belästigt worden zu sein.“

      Wer denn z.B.? (Wahrscheinlich kenn ich die eh nicht, aber egal)

        • Ja, diesen (mir Unbekannten) hatte ich auch gefunden:

          Dann gibt’s noch das ewig-alte Beispiel Corey Feldmann (nicht, dass der mir sonst von irgendwoher bekannt wäre…).

          Und über James Dean meinte witzigerweise einer seiner letzten/der letzte Biograph zu wissen, dass er sich Rollen erschlafen habe in dem er pro-aktiv Sex mit Produzenten etc. initiiert habe.
          Das speziell halte ich allerdings (gefühlsmäßig) eher für Verleumdung.

      • Da Männer in sexueller Hinsicht Augentiere sind, also stark auf optische Reize reagieren, werden in Ländern ohne Burka-Zwang praktisch alle Männer mehr oder weniger ständig sexuell belästigt.

  2. Interessant ist ja auch die Frage, warum die sich alle erst jetzt melden, wo der Stein ins Rollen gekommen ist? Wizorek meint, das gesellschaftliche Klima habe sich verändert und es fiele Frauen heute leichter, mit sowas an die Öffentlchkeit zu gehen.

    Diese Klimaänderung dürfte doch aber schon 20 bis 30 Jahre zurück liegen, oder?

      • Oder es ist wie in Schweden, wo schon ein Blick als Vergewaltigung gelten kann. Kürzlich las ich was zu dem Thema „Grundlagen einer Opferkultur“… 😉

      • Oder es ist, wie im Fall Cosby, organisiert. Bitte mal tiefer nachbohren, da gibt es Gruppen die an solchen öffentlichen Exektionen verdienen.

        Es gilt immer: Wenn keine Anzeige vorliegt lügt Sie. Punkt. Nicht juristische Mobverfahren deuten immer auf ein Unrecht hin.

    • @El Mocho

      Ich denke, weil die großen Erfolge von Miramax einfach schon länger zurückliegen, nämlich in den 90ern lagen. Es gibt also keinen Grund mehr, sich von schweigen etwas zu versprechen.
      Man sollte auch sehen, wer sich öffentlich äußert – nämlich mit bspw. Paltrow und Jolie Frauen, deren beste Zeiten als Schauspielerinnen ebenfalls längst vorbei sind.

      Es war vorherzusehen, Feministinnen würden den Versuch unternehmen, die systematischen Belästigungen in eine Reihe von Einzelfällen auflösen, denn nur so lässt sich die Legende verkaufen, die Frauen hätten die Klappe gehalten aus Angst vor Repressionen.
      Während die unangenehme Wahrheit ist, es ist der Eintausch von Sex gegen Karriereoptionen – also Geld – und Macht.
      Die eine Geschichte handelt von Nötigung, die andere hingegen von Korruption, Karrierismus und Opportunismus (Prostitution ist nur ein kleiner Teil).
      Ich neige dazu, das gesamte System Hollywood – inklusive der Schauspielerinnen und der Medien – aus der letzteren Warte zu betrachten.

      Warum ein solcher Mogul es gerne mit bekannten Schauspielerinnen treibt ist m.E. einfach zu erklären: Es schmeichelt seinen narzisstischen Ego.
      Natürlich kann er für 10.000 USD die Nacht einen Escort-Service bekommen, der hübscher als bspw. Paltrow selbst in ihren besten Jahren ist und besser im Bett.
      Das ist aber nicht der springende Punkt, denn *diese* Frau wird nicht von Millionen Männern begehrt.
      ER hingegen treibt es mit einer Frau, die Millionen Männer weltweit begehren und das ist der push für das Ego.

      Zurück zum Feminismus: Es ist absehbar, dass nun weitere Fälle auftauchen werden und der Wahrheitsgehalt der Vorwürfe ist irrelevant.
      Sondern die Durchsetzung des medialen, öffentlichen Tribunals als Mechanismus.
      Also: „Schuldig auf Anschuldigung“ und generell ein Klima der gesellschaftlichen Vorverurteilung.
      Diesen *Mechanismus* selbst würde ich an unserer Stelle im Auge behalten, denn das ist das Vehikel der Mainstreammedien, um verloren gegangene Macht wieder zurück zu gewinnen.

      Wir werden die aberwitzigsten feministischen „Folgerungen“ vernehmen, wonach diese sexuellen Belästigungen Folgen einer allgemeinen „gender inequality“ sind, etc. kurz alles, was im Machtkampf um Gelder und Posten benutzt werden kann. Es wird „logisch“ sein, dass selbst unbekannte Jungschauspielrinnen das gleiche Honorar bekommen wie die 40-jährigen, bekannten Kollegen.
      Quotierte Gremien, quotierte Preise mit dem extra spin der Berücksichtigung von Minderheiten oder sonstige Mitgliederx des victim stack usw. usf.

      Der gesammelte Wahnsinn der Durchsetzung weiblich-feministischer Forderungen nach Ergebnisgleichheit wird natürlich Fahrt aufnehmen, sich weiter radikalisieren und selbst demontieren. Politisch können die Republikaner einfach mit einer Tüte Popcorn in der Hand abwarten und/oder den Wahnsinn befeuern und natürlich gewinnen.

      Es hat eine kurze Phase nach der verlorenen Wahl gegeben, in der ein Anschein von Selbstkritik durchschimmerte und ich die Hoffnung hatte, die US-Liberalen/“Linken“ würden selbst erkennen, welchen Irrsinn sie verzapft haben. Aber das war wohl trügerisch.

      • @Nachtrag und Fehlerkorrektur

        An mir ist komplett vorbeigegangen, dass die Weinstein Brüder Miramax bereits 2005 verlassen hatten und eine eigene Firma gründeten.

      • „Während die unangenehme Wahrheit ist, es ist der Eintausch von Sex gegen Karriereoptionen – also Geld – und Macht.“

        Ich denke, darauf kann man die ganzen „Fälle“ eindampfen.

        Neulich gab es eine interessante Doku über Priscilla Presley. Danach wurde sie schon 1959 mit 14 Jahren von der Mutter in Bad Nauheim in die Nähe des Popstars bugsiert und präsentiert. Die junge Beaulieu scheint von Anfang an das Familien-Projekt „Priscilla Presley“ gewesen zu sein – erfolgreich, wie wir wissen.

        Ich frage mich aber auch gerade, warum dasselbe Verhalten bei Hugh Hefner ein gelangweiltes Gähnen hervorruft, das jetzt über Weinstein wie ein Jahrhundertgewitter hereinbricht.

        • Ich denke nicht, dass man den Versuch (einer Familie) allein, möglichst früh eine „gute Partie“ für ihren (insbesondere den weiblichen) Nachwuchs auszumachen, verurteilen kann und sollte.

          Bei uns ist das aus der Mode gekommen, (Langzeit-)Trend im Westen sind zweifellos unverbindlich-startende, häufig mehr auf Affekten beruhende Techtelmechtel, bei denen man erstmal schaut „wie es so passt“ (anstatt die Beziehung als gegeben anzunehmen und schlicht beidseits dafür zu arbeiten, dass es möglichst gut hinhaut), aber arrangierte Ehen werden weltweit so schnell nicht aussterben.

          Wer weiß, vielleicht erleben sie sogar in unseren Breitengraden nochmal ihr Comeback?
          Ausschließen lässt sich da eigentlich gar nichts.

          • „Ich denke nicht, dass man den Versuch (einer Familie) allein, möglichst früh eine „gute Partie“ für ihren (insbesondere den weiblichen) Nachwuchs auszumachen, verurteilen kann und sollte.“

            Ach so?
            Erklär mir mal, warum das keine Doppelmoral ist, wenn Eltern ein KIND mit einem (10 Jahre älteren) Mann verkuppeln und allein in ein fernes Land schicken, sexuelle Avancen an eine erwachsene, geistig gesunde Frau aber schon.

            Dass das in grauer Vorzeit mal in unseren Breiten Usus war, kann wohl kaum als Argument reichen. Dann wären so ziemlich alle anderen Kritikpunkte des Feminismus auch hinfällig. Sie beziehen sie ja gern gerade auf soziale Verhältnisse in weit zurückliegender Vergangenheit.

          • „Ich denke nicht, dass man den Versuch (einer Familie) allein, möglichst früh eine „gute Partie“ für ihren (insbesondere den weiblichen) Nachwuchs auszumachen, verurteilen kann und sollte.“
            Die eigene Tochter mit 14 Jahren dem nächstbesten Prinzen feil zu bieten wie anno dazumal ist also völlig in Ordnung.
            Gut zu wissen.

          • Nicht fürn Fick (das wäre i.d.T. fürchterlich), sondern als mögliches Heiratsmaterial natürlich.

            Solange erwartet wurde, dass zumindest weibliche Menschen bestenfalls jungfräulich in die Ehe gingen und eine 16-jährige Braut auch noch keinen #aufschrei provozieren konnte, war das an sich ein ziemlich guter Plan, der vielleicht sogar von besonderem Verantwortungsbewusstsein zeugen konnte.

            Ersteres haben wir gesellschaftlich betrachtet vor einiger Zeit rigoros überwunden, letztlich zugunsten einer normativen Unverbindlichkeit (man belächelt junge Paare hierzulande ja wenn die sich „verloben“ – was sie unverdrossen gar nicht so selten weiterhin „informell“ tun -, da man es neuerdings sogar gut und richtig findet, wenn die erste Liebe nicht allzulange hält), Letzteres ist erst ganz vor kurzem so richtig als nunmehr für unsere Moderne unpassende Tradition aufgefallen und offiziell abgeschafft worden (nachdem wir uns mit einer größeren Anzahl Menschen konfrontiert sahen, die die westliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte – chemische Kastration pubertärer Mädchen ohne Einverständnis der Eltern und auf Kosten der Allgemeinheit z.B. – nicht mitgemacht haben).

            Ein ca. Mitte 20-jähriger Partner ist aus der Perspektive eines jungen Mädchens übrigens tatsächlich weit überwiegend mehr Traum als Alptraum (mit zunehmendem Alter schwindet der Wunsch-Abstand i.d.R. stark). Schwerer verständlich, bisweilen sogar ekelhaft wird die Sache erst, wenn es nicht um ein Jahrzehnt, sondern um zwei, drei oder noch mehr Jahrzehnte Altersunterschied geht (und wenn sie nicht sagen dürfte: „der“ bzw. „der nicht“).

            Größtes Problem an den (behaupteten) „sexuellen Avancen“ des fetten Spackos hingegen (selbst wenn sie nicht vom Strafrecht abgedeckt würden): so ein Verhalten wird als erkennbar klar unprofessionell abgewertet (inzwischen sogar eindeutiger noch als Mitte des letzten Jahrhunderts).

          • @marenleinchen

            „Weinsteins Verhalten ist seit Jahren ein offenes Geheimnis.“
            „Es gibt dutzende Gerüchte“

            Das Problem, das ich mit Feministinnen habe, liegt in diesen beiden Sätzen.

            *Entweder* gibt es *Gerüchte* über ein Verhalten, dann sind das eben unbewiesene Behauptungen.
            *Oder* es gibt es gibt *reale Kenntnisse* über ein *reales Verhalten* und dies ist beweisbar.
            Ein Gerücht kann durchaus mit der Absicht gestreut werden, die Reputation eines Menschen zu beschädigen und es gibt keinen Grund, den Wahrheitsgehalt solcher Gerüchte automatisch höher zu gewichten, nur weil Frauen diese Gerüchte streuen.

            Der Ansatz „listen and believe“ beim Vorwurf der Vergewaltigung ist in den letzten Jahren medial spektakulär an die Wand gefahren worden – von nämlichen Feministinnen. Darf ich dir noch einmal das Schicksal von „Rolling Stone“, „Matratzenmädchen“ und „Team Gina-Lisa“ in Erinnerung rufen?
            Die aufgeworfenen Behauptungen haben sich im Nachhinein als unwahr und Lügen entpuppt.

            Das Eingangs von dir bemühte „offene Geheimnis“ hat ein ähnliches Problem.
            Entweder es ist ein geteiltes „Geheimnis“, gemeint ist ein explizites Verschweigen eines gewussten Fehlverhaltens oder das Fehlverhalten ist offen und weithin bekannt.
            Auch hier ist die Frage, ist *beweisbar* bekannt oder wird nur gemutmaßt, gemunkelt bzw. verdächtigt.

            Dass Paltrow und Jolie u.a. Frauen sich nach 20 Jahren hinstellen und mit dem „offenen Geheimnis“ hausieren gehen, dass sie nämlich tatsächlich sexuell belästigt worden sind, wirft ein ungünstiges Licht auf deren Charaktere. Sie *wussten* nämlich haargenau, sie sind *beweisbar* keine Einzelfälle.
            Nur haben sie – für sich – entschieden, es bei dem „offenen Geheimnis“ zu belassen.

            Gibt es im Nachhinein faktische *Straftaten*, die ans Licht kommen – nämlich sexuelle Nötigung und Vergewaltigung – dann haben sie durch ihr Schweigen zur Vertuschung dieser Straftaten beigetragen.
            Für den Triumphalismus, mit denen sie *jetzt* an die Öffentlichkeit gehen besteht keinerlei Anlass.

          • „Gibt es im Nachhinein faktische *Straftaten*, die ans Licht kommen – nämlich sexuelle Nötigung und Vergewaltigung – dann haben sie durch ihr Schweigen zur Vertuschung dieser Straftaten beigetragen.
            Für den Triumphalismus, mit denen sie *jetzt* an die Öffentlichkeit gehen besteht keinerlei Anlass.“

            Nehmen wir mal an, dass de Angaben stimmen, was ich für sehr wahrscheinlich halte, er selbst bestreitet ja anscheinend auch nicht wirklich, sondern geht darauf, dass er sich bessern muss und es eine art krankheit ist:

            Was hätten denn Paltrow und Jolie machen sollen? Und was meinst du warum sie es erst jetzt machen?

          • „Was hätten denn Paltrow und Jolie machen sollen?

            Zur Polizei gehen? Anzeige erstatten?

            „Und was meinst du warum sie es erst jetzt machen?“

            Weil das eine gute Gelegenheit ist, ohne Anstrengung in die Presse zu gelangen und vielleicht ein paar Millionen mehr zu kassieren.

          • @Christian

            „Nehmen wir mal an, dass de Angaben stimmen, was ich für sehr wahrscheinlich halte, er selbst bestreitet ja anscheinend auch nicht wirklich, sondern geht darauf, dass er sich bessern muss und es eine art krankheit ist:“

            Nach allem, was ich über ihn gelesen habe, hat er generell pathologische Persönlichkeitszüge – so falsch liegt er mit seiner Einschätzung also nicht. 😉
            Die primäre Frage ist aber für mich: Hat es Fälle von sexueller Belästigung gegeben ODER reden wir hier wirklich über die Straftatbestände sexuelle Nötigung und Vergewaltigung?
            Die feministische Strategie ist – wie immer – alles kräftig miteinander zu verrühren.
            Es gab *einen* Vergewaltigungsvorwurf und ich möchte erst einmal lesen, ob an diesem etwas dran ist.

            „Was hätten denn Paltrow und Jolie machen sollen? Und was meinst du warum sie es erst jetzt machen?“
            Spätestens in dem Augenblick, wo ihnen klar geworden ist, sie sind keine situativen Einzelfälle, sondern hinter der sexuellen Belästigung steht ein System, hätten sie sich mit den betroffenen Frauen (die Gerüchte gab es ja) treffen und gemeinsam in die Öffentlichkeit gehen können.
            Das ist praktische Solidarität und hätte vor 20 Jahren schon geklappt.
            Auch damals gab es keine Sympathien für notorische Grabscher, die ihre Machtposition ausnutzen.
            Erst recht nicht für das Einfordern „sexueller Gefälligkeiten“ aus dieser Position heraus.

            Was Adrian zu ihren Motiven schreibt: „Weil das eine gute Gelegenheit ist, ohne Anstrengung in die Presse zu gelangen und vielleicht ein paar Millionen mehr zu kassieren.“ sehe ich ganz ähnlich.

            Ich finde es vor allem sagenhaft, dass nicht kritisiert wird, sie haben jahrzehntelang die Klappe gehalten und damit einer kompletten Frauengeneration *nach ihnen* diese Erfahrungen von sexueller Belästigung ergo nicht erspart. Was sie hätten *verhindern können*.
            D.h. hier können wir von einer breiten Schicht von „Mitwissern“ und „Mitwisserinnen“ ausgehen und denen scheint nicht klar zu sein, was das über ihre Persönlichkeit aussagt.

          • „denen scheint nicht klar zu sein, was das über ihre Persönlichkeit aussagt.“

            Nicht nur „denen“.
            Es gibt bt fast niemanden, der sich über deren Persönlichkeit Gedanken mach.
            Dazu muss die rote Pille bereits sehr gut verdaut sein.

          • @only_me

            „Es gibt bt fast niemanden, der sich über deren Persönlichkeit Gedanken mach.
            Dazu muss die rote Pille bereits sehr gut verdaut sein.“

            Sie war aber auch lecker! Erst ein bisschen Pudelgeschnetzeltes, zwei, drei Bier und dann die rote Pille hinterher; es war bei mir im Grunde so wie in „Matrix“. Bis auf die Tatsache, dass mir kein cooler schwarzer dude die Pille reichte. Es war auch keine Frau in hautengem schwarzen Leder anwesend, was ich sehr bedauerte. So weit ich mich richtig erinnere, gab es in „Matrix“ auch kein Pudelgeschnetzeltes und kein Bier (außer diesem Regiefehler ein sehr guter Film), aber sonst – wie gesagt – komplett identisches Szenario. 🙂

            Noch mal zurück zum Thema! Damit hier nicht der Eindruck der Frauenfeindlichkeit entsteht, das gleiche Entsetzen packte mich, als Milo Y. im Interview mit Joe Rogan von Partys bei offensichtlich schwulen Filmmogulen berichtete und von den anwesenden sehr, sehr jungen Jungen dort.
            Er kritisierte den Umstand und er *wusste*, es ist illegal und unmoralisch, was da passiert.
            Aber getan hat er nichts und er nannte weder Ross noch Reiter, er hat niemanden konfrontiert, niemanden angezeigt.

            Das ist identisch in der Umgangsweise mit dem „offenen Geheimnis“ der sexuellen Belästigung junger Schauspielerinnen: Es – insgeheim missbilligend – zum Anlass zu nehmen NICHTS zu tun. Für mich existiert ein schmaler Grad zwischen Mit*wisser*schaft und Mit*täter*schaft und auf jeden Fall existiert eine individuelle Verantwortung auch für das bewusste *unterlassen* einer Handlung.

            Milo wurde jedoch für seinen Umgang mit diesem „offenen Geheimnis“ massiv kritisiert, Paltrow und Jolie hingegen für ihren „Mut“ gelobt. Dabei lagen zwischen dem, was Milo beobachtete und zur Sprache brachte *keine* 20 Jahre.
            Der geschlechterbedingte Unterschied drückt sich in dem wohlwollenden Sexismus aus, die beiden *Frauen* noch nicht einmal damit zu konfrontieren, wie verantwortungslos sie mit dem Leben ihrer „Schwestern“ und Kolleginnen umgegangen sind.
            Wie viele Frauen sind *nach ihnen* sexuell belästigt worden?!
            Sie hatten Jahre genug Zeit, eine Handvoll von Frauen zu finden, denen es genauso ergangen ist und hätten das Arschloch stoppen können.

            Das hätte alles nicht passieren müssen, hätten sie wenigstens die (existierenden) Gerüchte zum Anlass genommen, nach anderen Frauen zu suchen, denen es ähnlich ergangen ist.
            Ich verlange – wie oben bereits gesagt – nicht von ihnen als *einzelne Frau*, sich der dürftigen Beweislage von Geschehnissen auszusetzen, die sich zwischen zwei Personen abgespielt haben, sondern sie hätten sich solidarisch wehren können.

            Die zur Schau gestellte „individuelle Hilflosigkeit“ ist jedoch *Produkt einer individuellen Entscheidung* und keine akzeptable Entschuldigung.
            Diese elende mediale Doppelmoral kotzt mich an, der selbst für die dümmsten, opportunistischsten, verantwortungslosesten Entscheidungen von Frauen einen Ausredenkalender bereit hält.
            Wonach Frauen eben nach *ganz anderen*, milderen Maßstäben gemessen werden müssen als Männer, weil man ihnen insgeheim weder Mut, noch kollektives Handeln, noch Widerstand, noch Verantwortung für eigenes Handeln zutraut.

            So sexistisch, wie die Feministinnen und Pro-Feministen in diesen Medien implizit sind, ist das gesamte Forum hier explizit nicht.

  3. Weinstein ist aber auch hässlich wie die Nacht. Er ist intelligent genug, um das zu wissen. Vielleicht ist da der Kick, es mit echten Superschnitten zu treiben, höher als mit Escorts.

    Ich gehe übrigens jede Wette ein, daß Weinstein erst dann „Erfolg“ bei Frauen hatte, als er Macht und Geld auf sich vereinigen konnte.

    • @kendra

      Ich hatte kurz überlegt ihn als Kandidat für „Status macht attraktiv“ zu nehmen:

      https://en.wikipedia.org/wiki/Georgina_Chapman

      Chapman met future business partner Keren Craig while they were students at Chelsea College of Art and Design.[5] Chapman graduated from Wimbledon School of Art in 2001 and began her career as a costume designer.[citation needed] After graduation, Chapman appeared in various television shows and films.

      In 2004, she and Craig launched Marchesa, named after socialite Marchesa Luisa Casati.[5] Investors include Giuseppe Cipriani and Steve Witkoff.[6] In 2006, the label was named one of the CFDA/Vogue Fashion Fund’s top 10 finalists.[7]

      According to the 2015 Sunday Times Rich List, Chapman has a net worth of £15 million.[8]

      Since 2012, Chapman has been a judge on the first five seasons of Project Runway: All Stars.[9]

      Chapman started dating film producer Harvey Weinstein in December 2004 after she left her first husband. They married on 15 December 2007 in Connecticut, US. The couple split their time between a West Village townhouse, a seafront home in Westport, Connecticut, and a mansion in Los Angeles. Chapman gave birth to the couple’s first child, daughter India Pearl, on 30 August 2010.[10][11] On 11 April 2013, they had a son, Dashiell Max Robert.[12] On 10 October 2017, Chapman announced she was leaving Weinstein after numerous reports by actresses of alleged sexual harassment and sexual assault.[13][14][15]

      https://en.wikipedia.org/wiki/Project_Runway_All_Stars
      In May, 2016, Lifetime renewed Project Runway All Stars for two more seasons (six and seven) in a deal with The Weinstein Company.[1]

      http://www.lifeandstylemag.com/posts/how-did-georgina-chapman-and-harvey-weinstein-meet-143898

      But how did the 41-year-old Marchesa fashion mogul even meet her much-older partner? Despite their previous power-couple status, the duo’s relationship began without a lot of fanfare. The 65-year-old approached Georgina at a party in 2004, she explained to Vogue. The brunette beauty was a young model just starting her fashion line at the time, but wasn’t in the least bit starstruck.
      http://www.lifeandstylemag.com/posts/how-did-georgina-chapman-and-harvey-weinstein-meet-143898

      • http://www.hollywoodreporter.com/news/harvey-weinstein-puts-marchesa-fashion-brand-tough-spot-1046926

        Harvey Weinstein has been a front-row fixture at wife Georgina Chapman’s Marchesa fashion shows for nearly a decade and used his Hollywood connections early in the label’s history to help place Marchesa gowns on A-list stars such as Sandra Bullock, Penelope Cruz, Renee Zellweger, Anne Hathaway, Kate Hudson and Jennifer Lopez.

        But now, fashion insiders are wondering how Marchesa, whose evening and bridal wear is often described as fairytale-like, can survive the nightmare association with the producer, who was fired by The Weinstein Co. board Sunday following allegations first published in The New York Times that he has been sexually harassing women for decades, including actress Ashley Judd, who was quoted in the story.

        „No star is ever going to want to wear the brand again,“ said a New York fashion publicist who did not want to be named.

        Weinstein has been a central figure in bridging the Hollywood and fashion worlds. The Weinstein Co. has bankrolled many fashion-related projects and sumptuous costume films, from Robert Altman send-up of the industry, Pret-a-Porter (1994), to the Madonna-directed WE (2011) about style icon the Duchess of Windsor.

        The Weinstein Co. has produced Project Runway since its inception in 2004, helping to lift the curtain on the traditionally elitist fashion world and bring it into people’s living rooms. Chapman has made occasional appearances as a judge on the show and has been a regular judge on the Project Runway All Stars spinoff. Weinstein’s name is being removed as executive producer of Project Runway when the Lifetime series airs its next episode Wednesday.

        The Weinstein Co. has collaborated with Chopard on co-hosted awards show parties and events, including having the fine jeweler place product in such Weinstein films as 2010’s

        Weinstein is cozy with Vogue’s Wintour, having co-hosted both fashion and Democratic political fundraising events with her over the years, and he and Chapman are regular guests at her annual Metropolitan Museum of Art Costume Institute galas. Neither Wintour’s office nor representatives for Chopard responded to requests for comment about the allegations.

        „When I wasn’t doing so well, Anna would throw a party and put me next to Bernard Arnault,“ Weinstein told The Wall Street Journal in 2011, referring to the powerful Louis Vuitton Moet Hennessy CEO, adding that several business deals came out of the introduction. In a 2007 T Magazine story, he revealed that the French billionaire was an investor in The Weinstein Co. and possibly the failed attempt in 2007 to revive celeb-loved brand Halston with Sarah Jessica Parker, Jimmy Choo founder Tamara Mellon and stylist Rachel Zoe as advisers. (Weinstein exited the company in 2011; in 2014, he licensed with an option to buy the name of the American couturier Charles James, but has yet to do anything with it.)

        With Marchesa, Weinstein seemed to have the magic touch, at least at the beginning. Although Chapman and Craig had relatively little experience as designers, their fledgling fashion label became a major red-carpet player in its first three years, dressing a who’s who of Hollywood with Weinstein’s help, including Lopez and Miller for the 2007 Golden Globes and Lopez for the 2007 Oscars. Around the same time, Chapman also made a number of appearances as a film actress, including in several films that Weinstein produced, such as 2005’s Derailed and 2007’s The Nanny Diaries.

        „He was the mastermind behind Marchesa — orchestrating deals and using his influence in terms of the celebrity connections for her on behalf of the brand,“ says an L.A. fashion publicist, adding that her understanding of their marriage was that „they both benefited from the relationship, but she certainly knew about his bad behavior.“

        Another publicist remembers showing Miller, who had just starred in the Weinstein-produced 2006 film Factory Girl, a gown by another designer that she liked, only to be told by her camp that because the star was sitting with Weinstein and Chapman at the Golden Globes, „he would be very upset if she didn’t wear Marchesa.“ The same longtime L.A. based publicist also related that Felicity Huffman was told by Weinstein that he wouldn’t put any money behind promoting her 2005 film Transamerica unless she wore Marchesa on the red carpet.

        In recent years, as more big-name luxury brands have gotten into the red-carpet dressing game, offering lucrative contracts to stars to wear their gowns, Marchesa has not been as visible. Although Octavia Spencer did wear a custom Marchesa gown to the 2017 Oscars, other red-carpet dressing placements have been more lackluster (Olivia Culpo at the 2017 Oscars in a gown made in collaboration with Stella Artois out of melted-down beer glass), or „C-list,“ as one fashion watcher remarked, compared to the boom years when Marchesa would dress multiple A-list nominees on one night. There was work that needed to be done to try to restore the sheen to the business — and that was even before the Weinstein story hit.

  4. Vieles ist eine Frage des Sichtwinkels.

    Perspektive A: Wie viele Frauen hat er gefickt gegen das Engagement?

    Perspektive B: Wie viele Schlampen haben ihn gefickt nur um des Engagemens willen?

    Treffen Sie Ihre Wahl.

    • Ein guter Punkt.
      Es geht um Rollen in Hollywood. Das macht man (frau) nicht, um die Welt zu verbessern, sondern um angehimmelt zu werden
      Wie ich schon in der Diskussion um „Heidis Mädels“ gesagt habe: wer in den Hollywood Hills wohnen will, muss eben auch bereit sein, unangenehme Dinge zu erdulden.

      • @Maren: Ich stimme dir zu. Herr Weinstein ist ein mutmaßlicher Verbrecher. Andere Menschen zum Sex zwingen ist Vergewaltigung, egal in welchem Kontext.
        Ich wollte nur ausdrücken, dass ich kein Mitleid mit denen habe, die sich auf eine Nummer eingelassen haben. Große Gewinnaussichten erfordern großen Einsatz bzw. hohes Risiko.

    • Die haben ihn nicht gefickt sondern sich ficken lassen. denn nicht mal bei der „Sache“ müssen Frauen irgendeinen Einsatz zeigen außer Bereitstellung ihres Körpers, recht bequemes Leben. In der Tat, Perspektivwechsel kann erhellend sein.

  5. Hm, das streift das Thema nur am Rande, aber erklärt das nicht auch auch, woher die allgemeinen Vorbehalte gegen Prostitution kommen.
    Sex ist so einfach viel zu günstig für viel zu unwürdige Männer zu bekommen. Da muss schon ein Hollywoodkarriere bei rausspringen, bzw. eine Lebenslange Versorgung. So ein Laufhaus im Industriegebiet, kann wohl nicht ganz so hohe Stundenlöhne bieten.

    Im Endeffekt macht das Thema Besetzungscouch Schauspielschulen zu Pimps für einen sehr elitären Kreis von Medienfunktionären … wie z. B. Silvio Berlusconi

  6. https://en.wikipedia.org/wiki/Harvey_Weinstein#Activism

    „Weinstein has been active on issues such as poverty, AIDS, juvenile diabetes, and multiple sclerosis research. He serves on the Board of the Robin Hood Foundation, a New York City-based non-profit that targets poverty, and co-chaired one of its annual benefits.[27] He is critical of the lack of gun control laws and universal health care in the United States.[28] Weinstein is a longtime supporter and contributor to the Democratic Party including the campaigns of President Barack Obama and presidential candidates Hillary Clinton, and John Kerry.[29] He supported Hillary Clinton’s 2008 presidential campaign,[30] and in 2012, he hosted an election fundraiser for President Obama at his home in Westport, Connecticut.“

    Ist also ein Guter, anders als Trump (oder Brüderle oder Klaus Kinski, dem seine Tochter Jahre nach seinem Tod Missbrauchsvorwürfe machte). Wird interessant sein, zu sehen, wie die Medien das aus dem Blickwinkel verdrängen. Es wird ähnlich laufen wie beim Kölner Sylvester: Wenn die guten bei Sauereien ertappt werden, muss man den Focus aus ALLE Männer richten. Sie mögen als Migranten oder Linke gut sein, als Männer sind sie natürlich Schweine. Wizorek läuft schon ganz klar in diese Richtung.

    • Ein Guter ist er garantiert nicht, der ganze Kampf hier ist eigentlich eine feministische Version der Nacht der langen Messer. Wird nicht mehr gebraucht, also wird er exektuiert.

    • Hihi, Akif ist auch mal wieder in Höchstform.

      Er repräsentiert für mich das, was „Das kleine A*schloch“ von Moers in den 90igern war: eine humoristische Planierraupe gegen die PC-Unkultur.

      • „Ogundu, du knallst Anja ins Arschloch, während ich mich in ihrer Fotze gütlich tue. Dabei kann sich Ali schön einen Lutschen lassen.“

        Dieser Satz ist jetzt schon eine Legende und Meisterwerk literarischer Kunst! 🙂 Quasi das Optimum und Referenzwerk, was danach in der Menschheitsgeschichte wohl nie wieder von anderen erreicht können werden wird! Und wir sind Zeitzeugen!

          • Das macht ihn aus. Der Reiz des Tabubruches zur Persiflage es aktuellen Wahnsinns.

            Aber ich gebe zu: das ist eine Geschmacksfrage und nicht mehrheitsfähig. Ich liebe das, weil ich die Verlogenheit der Welt so wenig ertragen kann, dass solche Artikel für mich wie eine erfrischende Dusche sind.

        • Musstest du nicht lachen? Diese absurden Gedankenspiele zu den realsatirischen Forderungen irgendwelcher linksradikaler Spinner? Ich finde er bringt das ganz gut auf den Punkt.

          Ich finde das köstlich, aber ich mochte auch das kleine Ar*chloch (überhaupt mag ich Moers) gerade die Übertreibung, wie in seinem Klassiker:

  7. Gerade am Fall Weinstein ist gut zu erkennen, dass die weibliche Hypergamie nicht auf Geld und Macht als Abstraktum abstellt. Der mächtige und reiche Mann ist nur insofern interessant und sexy, soweit er die Fähigkeit (Verhalten) zeigt, seinen Reichtum und seine Macht zu verteidigen und zu erweitern. Als Weinsteins Kompetenzen auf diesem Gebiet in Frage gestellt waren, sind massenweise die „Opfer“ vor den Vorhang getreten und seine eigene Frau ist abgesprungen. Hat vielleicht auch damit was zu tun, dass Weinstein nie „natural alpha“ war. All die Schilderungen weisen darauf hin, dass er sich immer schon eine bisschen „creepy“, also für Frauen seltsam verhalten hat.

    In einem seiner Vorträge bringt Jordan Peterson die weibliche Hypergamie mit der Bemerkung auf den Punkt, dass Frauen das Potenzial von Männern, sich durchsetzen zu können, sexy finden, also nicht reich und mächtig an sich, sondern die Eignung, reich und mächtig zu werden. Er argumentiert, dass die äußeren Umstände wechseln können, dieser Charakterzug beim Mann aber kaum. Worin nun die Fähigkeiten zur Durchsetzung bestehen, diese Analyse müsste wertfrei durchgeführt werden und ist deshalb für viele ernüchternd, denn Skrupellosigkeit, Täuschung, Verrat, unmittelbare Gewaltanwendung usw. gehören ebenso zu diesen Fähigkeiten. Manche Damen lassen sich mehr davon beeindrucken, andere weniger, aber die moralische Bewertung eines solchen Verhaltens steht dabei niemals im Vordergrund. Es geht immer nur darum, wieweit der Mann fähig ist, so viele Ressourcen wie möglich zu sichern, gleich auf welche Art und Weise. Das ist zu beachten, wenn Peterson von einer male hierarchy of the best spricht.

  8. Escorts wären für ihn immerhin der sicherste und einfachste Weg gewesen, um an Sex mit schönen jungen Frauen zu kommen. Seine Selbstüberschätzung hat ihn nun Job und Familie gekostet.

      • Naja es wäre immernoch Sex für eine Gegeleistung gewesen (egal ob Geld oder eine Rolle), denn keine der Damen hätte bloss seinetwegen mit ihm geschlafen.
        Die Selbstüberschätzung war übrigens auf die Damen bezogen, beruflich hat er wohl einiges richtig gemacht.

        • „Naja es wäre immernoch Sex für eine Gegeleistung gewesen (egal ob Geld oder eine Rolle), denn keine der Damen hätte bloss seinetwegen mit ihm geschlafen.“

          Ja, aber da hat er sie dazu gebracht, es ist spannend, ob sie sich darauf einlässt, es ist eine Bestätigung seiner Macht. Es sind auch keine Frauen, die eh mit jedem schlafen, der ihnen Geld gibt. Und er hat die Bestätigung, dass er mit vielen von ihnen was hatte.
          Das kann ein Push für das Ego sein.
          insbesondere, wenn man merkt, dass einen sonst diese Frauen für sexuell uninteressant halten.

          „Die Selbstüberschätzung war übrigens auf die Damen bezogen, beruflich hat er wohl einiges richtig gemacht.“

          Ich vermute es ist eher ein Charakterzug, er wird ein sehr großes Ego haben. Und das eben in Bezug auf den Beruf und in Bezug auf seine Fähigkeiten Skandale unter den Tisch zu kehren (wenn die Gerüchte stimmen)

  9. Zwei Artikel zu Weinstein, die m.E. einen interessanten Kontrast zeigen

    Andrea Köhler schreibt in der nzz

    Das Schweigen der Frauen

    Es ist ein jahrtausendealtes Geschäft, missbrauchte Frauen einzuschüchtern und unter Druck zu setzen. Der Fall Harvey Weinstein wirft einmal mehr die Frage auf, wieso das bis heute gelingt.

    Steve Sailer schreibt:

    In the New York Times, Tina Brown, who quit as editor of the New Yorker in the late 1990s to edit a start-up glossy magazine backed by Harvey Weinstein called Talk, explains a little about how The Narrative cake is baked:

    When I founded Talk magazine in 1998 with Miramax, the movie company Harvey founded with his brother Bob, I also took over the running of their fledgling book company with Jonathan Burnham as editor in chief. Strange contracts pre-dating us would suddenly surface, book deals with no deadline attached authored by attractive or nearly famous women, one I recall was by the stewardess on a private plane. It was startling — and professionally mortifying — to discover how many hacks writing gossip columns or entertainment coverage were on the Miramax payroll with a “consultancy” or a “development deal”

    It’s interesting to speculate what percentage of tendentious liberal media projects exist mainly to pay off insiders who know too much. On top of that, what percentage of the projects that never come fully to fruition but for which somebody got paid are, basically, bribes/rewards for staying on Team Liberal despite learning about your teammates?

  10. Ich fand den Kommentar von Liana K. gut.

    * Täter gäbe es von beiden Geschlechtern
    * In Holywood gibt so viele Gerüchte, dass es schwer ist, fundierte Anschuldigungen von Tratsch zu unterscheiden
    * Wer sich nicht an die Etikette hält ist raus
    * Gesellschaft findet in Kasten statt und man sollte sich nicht nach oben orientieren
    * Schauspieler ist einer der wenigen Berufen, in denen Du ohne Ausbildung reich werden kannst – auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist
    * Weinstein war früher mächtig, weil er Blockbuster produzierte und die Kontakte hatte – ihn anzupinkeln wäre Kariereende – so kommen diese Anschuldigungen erst, als er am straucheln ist – Quasi er nutzt dem Aufstieg von anderen – der angeschlagene Silberrücken wird von den jüngeren verjagt.
    * Zwischen Missbrauch und beiderseitigem Nutzen zu unterscheiden ist schwer (aka Rolle für Sex – wer darf mit wem, wann eine Beziehung eingehen) Beziehungen sind auch oft gepflegte PR.
    * Hollywood hat ein Heer an Rechtsanwälten, die für ein positives Image aller Beteiligten sorgen.

    Da ist es schwer ein sauberes Bild zu bekommen.

  11. Pingback: Wie man feministisch richtig weitere Weinsteins verhindert (und warum das nicht klappt) | Alles Evolution

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