Menstruation und nur Treffen, wenn man Sex haben kann

Gerade tobte ein Shitstorm auf Twitter, wegen eines Tweets indem jemand meinte, dass Menstruationstassen wie Dickpics sind, niemand wolle sie sehen. Das wurde sofort als Angriff auf Frauen an sich verstanden und dementsprechend aufgegriffen. Da ich aber zu der Problematik bereits einen Artikel geschrieben habe soll es hier nur um etwas anderes gehen, was ich in einem Artikel anlässlich des Shitstorms gefunden habe:

Letztes Jahr habe ich jemanden gedated, bei dem ich zum ersten Mal übernachten wollte, als ich meine Tage hatte. Natürlich sind die wieder ganz plötzlich gekommen. Kacke! Wir kennen uns ja noch nicht so lange, was MACHE ich denn jetzt? Couragiert durch meine No-Bullshit-Politik aus dem Jahr 2016 habe ich dann gesagt „Äh du, ich hab meine Tage, darf ich trotzdem kommen?“ Und ehrlich Freunde, ich hätte komplett okay gefunden, wenn er nein gesagt hätte. Ehrlich gesagt habe ich das sogar erwartet. Schließlich konnte ich nicht performen. Meine Ladyparts waren ihm in dem Moment nicht zugänglich, also was soll er mit mir? Was hat er gesagt? „Hä, spinnst du? Klar!“ und er hat nicht mal erwartet, dass ich mich „um ihn kümmere“, wie man so schön sagt. Das war das erste Mal (ich war 29!) dass mir irgendwie der Gedanke kam, dass dieses ganze Tabuisieren der Menstruation eine Lächerlichkeit sondergleichen ist.

Ich glaube, dass das so eine Vorstellung ist, die fast nur Frauen haben. Wenn man eine Frau „datet“, also nicht einfach nur Sex mit ihr haben will, dann dürfte das eine recht normale Sache aus Sicht der allermeisten Männer sein. Dann verbringt man eben so Zeit mit ihr, vielleicht macht man etwas rum, aber ansonsten ist es eben etwas was nicht weiter erwähnenswert ist. Klar, wenn es ein reines Sexdate wäre und man ansonsten kein Interesse an ihr hat, dann wäre es vielleicht etwas anderes (wobei viele Männer es dann vielleicht schlicht als Investition in das nächste Sexdate sehen würden).

Aussagen wie „ich habe aber meine Tage“ habe ich auch schon von Freundinnen in Fernbeziehungen gehört, wobei das da ja noch weniger ein Problem ist (und es genug Praktiken gibt, die auch ohne Kontakt mit Menstruationsblut schön sind, wenn man das vermeiden will). Ich habe es immer eher als schlichten Hinweis gesehen, eine Art von „erwarte aber nicht zu viel Sex und sei dann enttäuscht“

Das oben klingt für mich eher nach schlechten Selbstbewußtsein. Sich selbst nur so wenig Wert zuzumessen, dass ein potentieller Verehrer keinen Spass hat, wenn man keinen Sex hat, finde ich etwas traurig. Auch ihre Freude darüber, dass sie ihm nicht anderweitig befriedigen sollte, geht in diese Richtung. Ich glaube Frauen reduzieren sich da häufiger in solchen Punkten auf Sex als Männer das machen. Aber vielleicht ist diese Furcht schlicht etwas typisches für viele Frauen, weil es ihnen unangenehmer ist als den Männern (zumindest in dieser abstrakten Form, bei der man eh nichts von den Tagen mitbekommt)

Wie wäre da eure Einstellung?

 

 

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159 Gedanken zu “Menstruation und nur Treffen, wenn man Sex haben kann

  1. Find ich großartig, wie du meinen Artikel dazu benutzt, mein Selbstbewusstsein und meine Einstellung zu Sex und Männern zu bewerten.
    Ich habe echt keine Lust mich weiter zu erklären, bin aber sehr gespannt ob noch weitere konstruktive Kommentare wie „einen Tampon steckt man sich doch nicht in den Po“ kommen.

    • Wie kommt es denn, dass du dachtest du musst „performen“ können sonst wäre er nicht interessiert?
      In den meisten datingscenarien hat man ja treffen ohne Sex und Perioden sind Männern um 29 ja auch nicht fremd.
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mann da sagt „oh du hast deine Tage, na dann lass es uns auf einen anderen Tag verschieben (da bist du dann wenigstens zu was gut und ich verschwende meine zeit nicht)“
      Er würde dann ja zwangsläufig wie ein Arschloch klingen, dennoch billigst du ihm das anscheinend zu und es wäre für dich okay gewesen.

      Was wäre denn das Gegenstück? Ein Mann sagt zu einer Frau „wir können uns treffen, aber ich kann dich wenn wir ausgehn nicht einladen, ich hatte ein paar u unvorhergesehene Ausgaben“ und es okay findet, wegen sie sich dann nicht so mit ihm treffen will, sondern es auf den Eingang seiner nächsten Gehaltszahlung verschiebt?

      • Sie hat doch schon geschrieben: sie hat keine Lust sich noch weiter zu erklären.

        Ist es eigentlich das erste Mal jetzt, dass jemand (Fremdes), auf den Du Bezug nimmst, sich hier meldet um Unmut über die Art der Behandlung kundzutun?

        • „auf den Du Bezug nimmst, sich hier meldet um Unmut über die Art der Behandlung kundzutun“

          Das Internet ist schon hart, da schreibt man was öffentlich und schon kann es passieren, dass jemand sich drüber auslässt und das auch noch anders, als man sich das wünscht!1!!

          Immerhin war „urtchen“ (zumindest hier im Forum) klug genug, nicht unter Klarnamen zu agieren. Eine Seltenheit in der Gesichtsbuch–Zwitscher-Generation.

          Sie muss sich auch nicht „erklären“, wenn sie keine Lust hat. Man debattiert miteinander, um voneinander zu lernen und sich zu verstehen. Zumindest Männer tun das deswegen. Wenn sie sich missverstanden fühlt, könnte sie das also geraderücken.

    • „bin aber sehr gespannt ob noch weitere konstruktive Kommentare wie „einen Tampon steckt man sich doch nicht in den Po“ kommen.“

      Und da sag nochmal einer Feministinnen verstehen keinen Spass!

      Zu einfach… ^^

      • „bin aber sehr gespannt ob noch weitere konstruktive Kommentare wie „einen Tampon steckt man sich doch nicht in den Po“ kommen.“

        Kein Plobrem,ey!
        Im heutigen High-tech-Zeitalter kommt Wasser aus Wand, irgendein Schlaukopf hat Waschlappen erfunden und es gibt sogar Seifen die verschiedene Duftrichtungen haben…..

        Im Ernst, warum basteln die Femis erst jahrelang ein Menstabu, das vorher nicht existent war ( ist mir erst durch das Internet – also ab ca. 2008 – bekannt geworden ) und jammern dann herum, wenn sie sich in den daraus quasi zwangsläufig folgenden Persönlichkeitsproblemen aalen?

  2. Natürlich ist das den allermeisten Männern völlig gleichgültig. Menstruation ist schließlich keine soziale Konstruktion, sondern etwas natürliches.

    Wäre schön, wenn Frauen auch andere natürliche Phänomene als solche verstehen könnten.

    • „Wäre schön, wenn Frauen auch andere natürliche Phänomene als solche verstehen könnten.“

      Die Autorin betont den Unterschied zwischen Bildern von Menstruationstassen und Bildern von Penissen mit dem Hinweis darauf, dass erstere die natürlichste Sache der Welt zeigen.

      Deine Hoffnung wird sich nicht erfüllen.

  3. Am Ende des verlinkten Artikels steht

    Disclaimer: Ich meine mit meinem Text alle Menschen mit Menstruationshontergrund. Es liegt mir fern, menstruierende Männer auszuschließen — bitte fühlt euch mit eingeschlossen. Wir sitzen alle im selben Boot. Es wäre schade, wenn meine Botschaft untergeht, weil ich nicht die korrekte Form der Ansprache gewählt habe.

    Schöne Neue Welt feministischer Prägung. Wer wünscht sich da nicht, dass diese Haltung alle Lebensbereiche bis in den letzten Winkel durchdringt?

          • Eine große Sauerei entsteht eigentlich ja nur, sobald Ejakulat die im Kanal befindlichen Reste verdünnt und dieses Gemisch dann wieder rausläuft. Ich habe jedenfalls die Beobachtung gemacht, dass die Blutung selbst stoppt bei Erregung (natürlich sind Finger, Schwanz oder Gummi in jedem Fall rot-gefärbt).

          • Nach meiner Erfahrung verstärkt sich die Blutung eher.

            Bei Erregung wird Oxytocin freigesetzt, was die Abblutung der Gebärmutterschleimhaut zusätzlich begünstigt.
            Was meinst du, warum frisch entbundene Mütter sonst gleich im Kreißsaal ihren Säugling anlegen sollen? Weil das nicht nur den Milchfluss, sondern über die Kontraktion der Gebärmutter auch den Wochenfluss anregt.

          • Der Geruch ist doch eigentlich das Unangenehmere… aber auch noch nicht an Tag 1 oder 2, wo das Blut noch hellrot ist. Für mich auch der Grund, weshalb ich mich dann nicht lecken lassen mag. Obwohl es ja durchaus sein könnte, dass Männernasen da unempfindlicher sind?

          • Ich merke beim Geruch da keinen Unterschied.
            Bei den ersten zwei oder drei Tagen ist einfach die Menge zuviel. Danach kann man vorsichtig wieder anfangen, und hoffen, dass Kleidung oder Bettwäsche verschont bleiben.

          • „Sauerei“
            Ist doch die Absicht. Außerdem kann man es ja sein Problem sein lassen. Oder man geht einfach duschen. Ist auch schön

          • „Bei den ersten zwei oder drei Tagen ist einfach die Menge zuviel. Danach kann man vorsichtig wieder anfangen, und hoffen, dass Kleidung oder Bettwäsche verschont bleiben.“

            Das ist auch das einzige Problem, das ich sehe – aus Erfahrung.
            Geruchsprobleme sind mir jetzt auch nicht bewusst, kann allerdings sein, dass ich bei Erregung da etwas eingeschränkt bin 😉

          • @derdiebuchstabenzaehlt

            Alle Frauen denken so wie ich *g*

            Liegt daran, dass Frauen sich gern gegenseitig bestätigen, selbst wenn sie mal unterschiedlicher Meinung sind.

            Vielleicht sollte man die „Kein wahrer Schotte“-Aussage in „Keine echte Frau“ ummünzen 🙂

          • Sieht halt nicht so toll aus, wenn der Penis blutig ist.

            Passt aber, schließlich ist der Penis das Schwert Excalibur der patriarchalen Unterdrückung, warum sollte er dann nicht auch blutig sein?

          • Was für ein lustiger Unterstrang hier!
            Ich muß zum ersten Male dem „;“ teilweise etwas Recht geben:
            „Der Geruch ist doch eigentlich das Unangenehmere…“
            Das kommt durchaus vor. Ist mir zwar noch mit keiner Dame passiert, mit der ich Lust auf Sex hatte ( also „gut riechen“ konnte ), aber es gibt weibliche Wesen, da lasse ich angelegentlich schon mal ein paar Leute an der Supermarktkasse vor.
            Womit die These:
            „Obwohl es ja durchaus sein könnte, dass Männernasen da unempfindlicher sind?“
            …zumindest im Bezug auf mich eindeutig widerlegt ist.

            @ Anne:
            „Ja, das Problem sind die Blutflecken, die sich aus manchen Stoffen nur schwer wieder entfernen lassen.“
            Über Nacht in Kaltwasser einweichen, NICHT heiß waschen ( sind vermutlich relativ langkettige Eiweiße drin ).
            Und um das gute gechinzte Satinbettlaken zu schonen, gibt es Handtücher, bei umfangreicheren Aktivitäten Badelaken……

          • Noch besser lösen sich die Blutflecken, wenn man ins Einweichwasser eine Handvoll Kochsalz (NaCl) gibt. (Nee, ich gebe keine Haushaltstipps – das ist Chemie).

            Ubi voluptas ibi via.
            Trotzdem kann man ein paar Tage pro Monat schon mal aussetzen. Mein Mann behauptet ja sogar, dass ihm diese „Erholungspause“ gut täte.

        • Sagt mal, was sprecht ihr hier offen über Menstruation? Hat man euch nicht gesagt, dass das tabu ist?
          (gemäß der EU-wenches-and-mead-Richtlinie in Deutschland durch die Patriarchatsinbesitznahmeverordnung, kurz PIV, umgesetzt)
          😉

    • @Adrian:
      „Wieso können Frauen kein Sex haben, wenn sie menstruieren?“

      Können Frauen schon, manche stört es aber. Ich hatte schon öfter auch Sex während meiner Tage. In den meisten Fällen hat das weder ihn noch mich gestört. Am besten geht es in der Dusche oder Wanne, dann erledigt sich die Sauerei von alleine 😉
      Ich habe aber auch nur an einem Tag tatsächlich so unangenehme Schmerzen, dass ich keinen Sex haben wollen würde, den Rest der Zeit eben nicht. Bei anderen Frauen sieht das ja wiederum ganz anders aus.

      • „Ich habe aber auch nur an einem Tag tatsächlich so unangenehme Schmerzen, dass ich keinen Sex haben wollen würde, …“

        Komisch. Frauen sind doch extrem heterogen.
        Meine Ex wollte – wenn überhaupt – bevorzugt Sex zu Beginn der Regel, weil ich ihre Schmerzen weggevögelt hatte.

        Und die hatte offensichtlich furchtbare Regelschmerzen.

    • Sie können keinen Sex haben – häufig, nicht immer -, weil Menstruation mit Unwohlsein einhergeht.

      Blut spielt dabei praktisch keine Rolle. Einige Leute stört das Blut, andere nicht. Das Problem ist das Unwohlsein.

      Bei Unwohlsein kommt keine Stimmung auf, keine Lust. Darum können viele Frauen während der Menstruation bestenfalls ihren „mentrual activism“ beflügeln, aber nicht ihre Libido.

    • ja wollen eben nicht, wollen vielleicht Männern gegenüber immer als was besonders reines gelten, mich stört es nicht.
      Hab schon als Kind im Streit mit den Schwestern solche vollgesogenen Wattebuschen in die Fresse geschmissen bekommen, das härtet ab.

  4. Viele Frauen wollen den sie datenden Männern unbedingt gefallen und vermuten, das Sex ihnen eben auf jeden Fall gefällt. Wenn sie selbst eigentlich nicht unbedingt Sex wollen, setzen sie dann Gerüchte in die Welt, dass der Sex scheiße war, oder dass er sogar erzwungen war. „Nein“ zu sagen wäre auf jeden Fall die bessere Alternative. Aber daher kommt mMn das Bedürfnis der Originalautorin, sich für ihre Menstruation zu entschuldigen. Ich habe schon ziemlich dämliche Erzählungen von „betroffenen“ Frauen gehört :/

  5. Das oben klingt für mich eher nach schlechten Selbstbewußtsein.

    Das hat IMHO überhaupt nichts mit Selbstbewusstsein zu tun.
    Ich habe mich (früher) normalerweise auch nicht mit Männern getroffen, wenn ich nicht voll einsetzbar war (z.B. auch bei deutlicher Erkältung).
    Das wäre zum einen Zeitverschwendung gewesen (wenn eh kein unbeschwerter Sex möglich ist), zum anderen ist mir während der Menstruation nicht nach irgendwelchen Aktivitäten – auch nicht ins Kino, zum Essen oder sonst wohin gehen.
    Da möchte ich vor allem meine Ruhe haben, und mich möglichst nicht mit anderen auseinandersetzen müssen.

        • Klar, aber wenn sie bei ihm übernachten will und das ein großes Ereignis ist dann scheinen sie ja auf eine Beziehung hinaus zu wollen oder lese ich das falsch? Da kann man da ja auch vorher einen Abend weggehen oder einen Film schauen.
          Sie wird ja auch in einer potentiellen Beziehung ihre Tage bekommen und da auch nicht in die Menstruationshütte gehen.

          Theoretisch wäre eine Absage wegen der Tage so ziemlich der beste Indikator, dass er keine Beziehung will, sondern nur Sex.

          • Theoretisch wäre eine Absage wegen der Tage so ziemlich der beste Indikator, dass er keine Beziehung will, sondern nur Sex.

            So ist es. Das ist aber nicht schlimm, denn es will ja auch nicht jede Frau gleich eine Beziehung mit einem Mann, nur weil sie mit ihm Sex möchte.

          • Spontan käme mir auch der Gedanke, dass das ein Shittest „Sex oder Beziehung“ ist.

            Wenn ich an der Frau wegen mehr als nur Sex interessiert bin, habe ich kein Problem damit, sie zu daten, wenn sie ihre Tage hat, weil sie ihre Tage auch irgendwann in Zukunft hat, wenn wir eine feste Beziehung haben. Einfach was Essen, Kino und reden ist ja auch nicht schlecht. Und mal gaaanz allg. gedacht, wenn sie zwar nicht ihre Tage hat, aber während des Dates trotzdem denkt: „Irgendwie komme ich nicht in Stimmung.“ und es deshalb keinen Sex gibt, dann ist das halt so. Sie muss sich ja nicht rechtfertigen.
            Und wenn ich nur an Sex mit ihr interessiert bin, date ich mich trotzdem mit ihr, damit es nicht so aussieht, als wäre ich nur an Sex mit ihr interessiert. Ja, in der Liebe und im Krieg und so…
            Und wenn SIE nur an Sex interessiert ist, aber an genau DEM Wochenende keinen Sex und auch sonst nichts haben will, dann kann sie das sagen und wir verabreden uns eine Woche später.
            Das gleiche gilt, wenn eine(r) von uns krank ist, einen anderen wichtigen Termin hat, der Hund gestorben ist oder was sonst so dazwischen kommen kann.

  6. „Das oben klingt für mich eher nach schlechten Selbstbewußtsein. Sich selbst nur so wenig Wert zuzumessen, dass ein potentieller Verehrer keinen Spass hat, wenn man keinen Sex hat, finde ich etwas traurig.“ – tss…hier wird doch andauernd festgestellt, dass Männer meist lediglich SPASS haben wollen, d.h. also Frauen zum Sex brauchen. Mehr nicht. Dank Pornos und Blogs wie hier z.B. „lernen“ die Weiber dann, dass sie so gut wie nur dafür da sind. Was ist daran traurig, wenn es der Realität entspricht? Die meisten Weiber sind nur für Sex da. Das sieht die Tante da also ganz richtig. „Ich glaube Frauen reduzieren sich da häufiger in solchen Punkten auf Sex als Männer das machen.“ Nein. Es ist Tatsache, dass Männer das so gut wie immer tutn und die Frauen gleich in 1-10 „fickbar“ einsortieren. Mittlwerweile wissen das auch alle Frauen und denken halt dann auch auf der Sex-Ebene mit.

    • Natürlich ist „fickbarkeit“ wichtig bei einer Frau, mit man (auch) schlafen will.
      Das bedeutet aber nicht, dass einen nur Sex interessiert.
      Hier wird auch keineswegs, jedenfalls nicht von mir, vertreten, dass Frauen nur für den Sex gut sind. Aus welchen Artikeln schließt du das?

    • Ist das jetzt auch Deine Erfahrung in der realen Welt, also jenseits von Porno und gebloggten Filterblasen?

      Meine nicht. Die Interaktionen zwischen Mann und Frau sind da schon etwas vielseitiger wie nur Geschlechtsverkehr.

      Bei frischen Beziehungen/Bekanntschaften z.B ist es der Faktor „Neu daher aufregend und interessant“. Bei länger bestehenden dominiert dann ein Wohlfühlfaktor durch die reine Präsenz und das gemeinsamen Erleben bei gemeinsamen Aktionen.

      Insofern wäre es schon ein Zeichen mangelhaften Selbstwertgefühls wenn sie denkt, nur ein Fick würde ihre Präsenz bei ihm rechtfertigen. Tatsächlich aber denke ich, dass dies nur eine vorgeschobene Storyline war (eine Art des delegierens von Schuld und Verantwortung) der Autorin war, um tatsächlich ein rein persönliches Unbehagen an dieser komischen, unangenehmen und von Frau nicht kontrollierbaren Sache „Regelblutung“ zu thematisieren.

      DAMIT haben nämlich tatsächlich viele Frauen ein Problem.

      • Ich habe auch langjährige Freundschaften zu Männern. Wenn man sich seit der Kindheit oder aus der Schulzeit kennt und einen deshalb viel gemeinsame Geschichte verbindet oder man sich in der Universität und im Beruf kennenlernt hat man mEn auch genug Nährstoff für eine Bindung und der Rahmen bietet dann auch genügend andere Themen an. Hört man dann noch zum Beispiel die selbe Musik, liest im selben Genre Bücher, sieht ähnliche Serien oder hat sonst ein gemeinsames Hobby, dann geht man vermutlich ohnehin auch auf ähnliche Veranstaltungen und kann sich entsprechend auch direkt dazu verabreden. Da es tatsächlich auch Menschen in glücklichen Beziehungen gibt, muss man mEn dann nur noch der Partnerin über länger deutlich machen, dass man nicht dazwischen Grätschen will indem man diese häufig miteinlädt. Dann ist auch der Frieden gewahrt.

      • Sehe ich genau so.

        Wenn ich mit Kumpels oder mit Kollegen über Frauen rede – auch über ihre derzeitigen oder ihre verflossenen -, bin ich immer wieder erstaunt, welche geringe Rolle Sex dabei spielt.

        Dann sag‘ ich manchmal: „Ja, und was ist denn nun – ich meine *richtig*, also im Bett und so …?“ Dann winken die ab und sagen nur: „Das war ja wieder mal klar – Du mit Deinen dreckigen Phantasie, Du denkst auch immer nur an das Eine …!“

        Fast wie wenn man mit Eunuchen redet.

  7. Vaginismusbedingt kamen und kommen für mich ohnehin nur Binden in Frage. Wobei während der Menstruation der Vaginalgang zwangsläufig geöffneter sein muss damit das Blut abfließen kann und dieses wiederum ähnlich eines Gleitgels oder Vaginalsekrets das Einführen von zB einem Tampon sogar erleichtern müsste. Würde ich mich dieses Problems annehmen wollen würde ich zumindest am Anfang ausschließlich während meiner Periode „üben“. Ich kann aber schon verstehen, wenn man Sex während der Periode ablehnt, entweder weil man starke Beschwerden während der Tage hat und deshalb nicht in Stimmung ist oder weil man es schlicht als eklig empfindet. Technisch betrachtet mögen es wohl auch einige Männer weniger, weil der Reibungswiderstand bei starker Blutung gering ist, das ist aber bei einer sehr feuchten Frau ebenfalls so.

    Prinzipiell würde ich sagen man kann über alles sprechen. Natürlich ist aber das Thema nicht überall und in jedem Rahmen angebracht. Von daher würde ich mich auch nicht über Bilder von Menstruationstassen, Blut oÄ beschweren, ich habe jedoch auch noch keine Probleme mit „Digpics“ gehabt. Mir werden zB auf Twitter solche Bilder gar nicht angezeigt, sondern nur so ein Hinweis, dass dort „sensibles Material“ sein könnte. Wer dann weiterklickt, der will es ja nicht anders, oder? Wen ein solcher Mechanismus auch für Menschen die kein Blut sehen können/wollen ebenfalls angewendet wird finde ich das völlig in Ordnung.

  8. Christian, DU hast wahrscheinlich schon alles gesagt.
    Und man kann immer Nein sagen.
    Und „Nein“ zum Sex heißt doch nicht „Nein“ zur Beziehung.

        • Vielleicht wohnt die Person nicht in der Nähe, es lohnt sich nicht nur für einen Tag zu bleiben und dann ist es billiger als sich ein Hotel zu nehmen.

        • @breakpoint

          Weil man eine Beziehung startet und das ein wichtiger Schritt in dieser ist. Man verbringt mehr Zeit mit dem anderen, es zeigt Vertrauen und Nähe, es ist etwas anderes als ein Treffen einfach so.
          Aber auch schlicht weil man sich mag und gerne Zeit miteinander verbringt.
          Mir kommt der Wunsch fast zu normal vor als dass ich in wirklich begründen müsste.
          Was spricht für dich denn dagegen bei jemanden zu übernachten, auch wenn du die Nacht keinen Sex haben willst?

          • Eine Beziehung zu starten, ohne vorher auszuprobieren, wie’s mit dem Sex harmoniert, halte ich für ziemlich unvernünftig.
            Im Vorfeld verbringt man schon gerne Zeit miteinander, klar. Trotzdem muss man doch nicht gleich – getrennt voneinander – dort übernachten.

            Was spricht für dich denn dagegen bei jemanden zu übernachten, auch wenn du die Nacht keinen Sex haben willst?

            In ungewohnter Umgebung schlafe ich schlecht, und will auch keine falschen Hoffnungen wecken.
            Wenn ich schon privat irgendwo in einer fremden Wohnung übernachte, dann gehe ich davon aus, dass es zu Sex kommen kann. Wenn ich das nicht will, dann sehe ich auch keinen Grund. dort zu schlafen, und lasse es eben bleiben.

  9. Christian hat da einen super Punkt.

    Probleme mit ihrer Menstruation haben nur die Menstruierenden. Ich kenne keinen einzigen Nicht-Menstruator, der daraus eine grosse Sache machen würde. Wie soll das realistisch aussehen? „Während Deiner Periode schläfst Du unreines Stück bitte im Wohnzimmer!“?
    Das hat hier in Deutschland zuletzt jemand um 1895 gesagt.

    Die Behauptung, Menstruation wäre pangesellschaftlich tabuisiert oder führe zur Stigmatisierung der Menstruierenden ist pure Projektion eines kleinen Teiles dieser Gesellschaft.

        • Und sie lieben es, schuldbefreit ihren Selbsthass, Neid und Missgunst an anderen Frauen ausleben zu können.

          Wenn es das Patriarchat nicht schon gäbe, würden es Frauen sofort erfinden…

      • Deshalb ist der „heimische Gartenzaun“ ja so wichtig. Was interessieren mich die Probleme nepalesischer Mädchen? Oder irgendwelcher anderer unterentwickelter oder schlicht anderer Kulturen? Müssen die selbst mit klar kommen.

        • Kann man so sehen. Muss man aber nicht 🙂

          Traditionell interessieren sich Europäer seit Langem für das Dahinter des eigenen Gartenzauns. Diese intensive Neugierde, Entdeckergeist und Sendungsbewusstsein hat uns in eine sehr privilegierte und komfortable Lage gebracht.

          Kann also so falsch nicht sein, über den eigenen Gartenzaun zu schauen 😉

          • Ich habe nur dann ein Problem, wenn irgendwelche Feministinnen kulturelle Unterschiede leugnen und dann aber pauschal auf alle Männer einprügeln, weil Frauen ja weltweit brutal von denen unterdrückt würden.

            Ich habe auch ein Problem damit, angebliche Probleme in Afghanistan, Irak, Afrika etc. lösen zu sollen (sei es durch Kriege oder politisch korrekten Konsum), wo wir doch nichtmal unsere eigenen gelöst bekommen und i.d.R. gar keinen Schimmer von der Situation vor Ort, bzw. der Kultur haben.

            Ich gebe zu, da bin ich mittlerweile ein bisschen überempfindlich. Die Welt ist einfach ein bisschen zu groß.

          • „Die Welt ist einfach ein bisschen zu groß.“

            Eigentlich ist sie das gar nicht. Sogar im Gegenteil mittlerweile ein bisschen eng geworden…

  10. Das meinte ich. Es gibt überhaupt keinen „deutsch sozialisierten“ nach 1975 geborenen Mann, der irgendein grundsätzliches oder moralisches Problem mit Menstruation hat.
    Zeigen sollte man diese Tassen vielleicht dem örtlichen Stammesführer in Nordnigeria oder jeder muslimischen Oma, aber westliche Männer sind einfach das falsche Publikum.

    • „Es gibt überhaupt keinen „deutsch sozialisierten“ nach 1975 geborenen Mann, der irgendein grundsätzliches oder moralisches Problem mit Menstruation hat.“

      Naja, es scheint zumindest welche zu geben, die „Menstruation“ als Abstinenzgrund leichtherzig akzeptieren, eher vielleicht noch als ein „keine Lust“.

      Ich war auch immer dankbar, wenn mein jeweiliger Partner mir auf den Einwand hin versicherte, dass ihm das überhaupt Nichts ausmachte. Ein „ok, dann eben nicht“ wäre an der Stelle dagegen relativ fatal gewesen…

        • Überlege dir, wie du auf Zurückweisungen reagieren würdest. Jeder empfindet das als Schlag vor den Kopf, zumal die Frau meistens nicht von selbst kommt, sondern die Initiative vom Mann erwartet.

          Ich mache das nur noch, wenn ich fast sicher bin, sie will auch. Wenn sie mich ablehnt, bin ich nämlich meist einige Tage richtig neben der Spur und wütend auf sie. Kontrollieren kann ich das nicht, nur das Risiko dafür minimieren.

          Ein Mann könnte fast jeden Tag, manche sogar mehrmals, zumindest in jungen Jahren. Eine Frau hat (wenn die Beziehung nicht mehr neu ist) oft nur während des Eisprungs ein bisschen Lust und das oft auch nicht sehr offensiv. Noch schlimmer ist es bei chemischer Verhütung.

          Da prallen Welten an Vorstellung und Bedarf zusammen. Einer der Gründe, warum Männer sich dann mit Pornos den Druck wegnehmen, anders ist es nämlich schlicht nicht zu ertragen, aber das passt dir dann ja auch wieder nicht. Oder habe ich deinen anderen Kommentar da falsch verstanden?

          • Du hast doch Frau und Kinder. Warum reicht der Sex nicht? Hast Du mal offen mit ihr geredet? Viele Frauen wünschen sich ja auch intime und sexuelle Nähe und Zuneigung. Besser als Porno ist das doch, oder nicht? Warum ist Deutschland Pornozuschauerland Nr.1? „Da prallen Welten an Vorstellung und Bedarf zusammen.“ Wie zum Henker schaffen es denn andere Länder und andere Pärchen, dass es doch gut klappt? – Auch mit und trotz Menstruation (um beim Thema zu bleiben)

          • @thenonabona

            „Du hast doch Frau und Kinder. Warum reicht der Sex nicht?“

            Darauf gibt es eine simple biologische Antwort, sie baumelt unten am Pimmel dran und sorgt für ordentlich Testosteronnachschub. Mehr als nötig, mehr als wünschenswert. Aber das Thema hatten wir doch schon öfter:
            https://allesevolution.wordpress.com/2017/06/16/testosteron-libido-und-der-male-gaze/
            https://allesevolution.wordpress.com/2012/02/12/testosteron-und-seine-wirkung-auf-den-sexualtrieb/

            In meiner Leidenszeit als Single hätte ich sogar Triebhemmer genommen, nur um mich zu entlasten, bin aber an keine rangekommen.

            „Hast Du mal offen mit ihr geredet? Viele Frauen wünschen sich ja auch intime und sexuelle Nähe und Zuneigung.“

            Oh, sie auch, nur eben sehr sehr viel seltener. Durch Kinder, fehlenden Platz und fehlende Zeit wird das alles nochmal erschwert.

            „Besser als Porno ist das doch, oder nicht?“

            Dem würde wohl kaum ein Mann widersprechen.

            „Warum ist Deutschland Pornozuschauerland Nr.1?“

            Keine Ahnung, falls das überhaupt stimmt. Ich vermute einen Zusammenhang mit dem Grad der Zivilisation, dem Grad der Gleichberechtigung und der Rücksichtnahme gegenüber Frauen und den Anforderungen des „funktionieren müssen“. Pornos dienen m.E. in erster Linie männlicher Triebabfuhr und machen dadurch letztlich Männer umgänglicher und friedfertiger, sprich: zivilisierter.

            „Wie zum Henker schaffen es denn andere Länder“

            „Eure Frauen sind euch ein Saatfeld. So kommt zu eurem Saatfeld, wann und wie ihr wollt. “
            http://islam.de/13827.php?sura=2
            Vers 223

            „und andere Pärchen, dass es doch gut klappt?“

            Was heißt „andere Pärchen“, bei uns klappt es gut.

            Ein Mann sein, bedeutet so gut wie immer: ein relativ unbefriedigendes Sexualleben zu haben (Schwule ausgenommen). Eine gute Beziehung zu führen, bedeutet für einen Mann im Westen: sich damit abzufinden, zu wichsen oder in den Puff zu gehen.

          • „Wenn sie mich ablehnt, bin ich nämlich meist einige Tage richtig neben der Spur und wütend auf sie.“

            Alptraum! Game-technisch betrachtet auch die falscheste Reaktion überhaupt.

            „Einer der Gründe, warum Männer sich dann mit Pornos den Druck wegnehmen, anders ist es nämlich schlicht nicht zu ertragen“

            Und ob es das ist. Pornos gibt es ja auch noch gar nicht so lange.

        • „ein „keine Lust“ ist für Männer das ganz miese Böse der Frauen“

          Und wenn die Frau Lust hat, aber der Mann nicht, fragt die Frau ob er schwul ist.

      • Ich war auch immer dankbar, wenn mein jeweiliger Partner mir auf den Einwand hin versicherte, dass ihm das überhaupt Nichts ausmachte.

        Irgendwie habe ich andere Vorstellungen von einer ehrlichen Beziehung. Wenn ich Sex mit meiner Frau haben will, dann ist das wichtig für mich. Würde ich dann sagen, dass es mir Nichts ausmacht, wäre dies schlicht eine Lüge. Keine gute Voraussetzung für eine erfolgreiche Beziehung.

        • … dass ihm das Blut überhaupt nichts ausmachte war natürlich gemeint.
          Ich persönlich kenns auch nur so, ein Mann mit diesbezüglichem Sauberkeitsfimmel wäre mir (aus gewachsener Perspektive) suspekt. Wer weiß schon, was für so jemanden dann außerdem noch problematisch wäre? Wie soll man sich denn da entspannen?

    • „Es gibt überhaupt keinen „deutsch sozialisierten“ nach 1975 geborenen Mann, der irgendein grundsätzliches oder moralisches Problem mit Menstruation hat.“
      Doch! (Pro-)feministische Allies. Und die gab es vorher nicht. Insofern ist diese Problemik eher neuerer Natur. Es gab zwar schon immer Menschen beiderlei Geschlecht, die sich bei der Begriffsfindung arg geniert haben ( und die wird es auch immer geben ), aber inhaltlich wird erst in den letzten Jahrzehnten in nennenswertem Maße herumtabuisiert. Btw.: Ich bin Baujahr 58.

    • Also mindestens eine fehlt dann im Schrank und ist woanders. Aus naheliegenden Gründen dürfte es in der Regel die Henkellose sein…

  11. „dass mir irgendwie der Gedanke kam, dass dieses ganze Tabuisieren der Menstruation eine Lächerlichkeit sondergleichen ist“

    Das ist wieder das klassische dichotome Denken. Wenn es nicht tabuisiert ist, muss ich es dann gleich bei jeder Gelegenheit feiern? Mitnichten.

    Körperausscheidungen haben einen gewissen Ekelfaktor, der bei geistig gesunden Menschen dazu führt, die nicht ständig zu erwähnen oder allen zu zeigen. Menstruation war (zumindest in der Neuzeit) niemals tabuisiert, es kann aber der Eindruck entstehen, weil verständlicherweise nicht ständig drüber geredet wird.

    Was mich viel mehr schockiert: das seltsame Verhältnis zu und die seltsame Einschätzung von Männern und das mit 29 Jahren! Hatte die Frau keinen Vater? Kennt sie kein normales Familienleben? Oder hat sie in erster Linie Fi*k-Dates (was ich ungewöhnlich fände). Kein Wunder, dass die Deutschen aussterben. Man lernt seine eigene Erziehung echt erst schätzen, wenn man sieht, wie komisch andere drauf sind.

    • die Deutschen sterben aus, weil sie keine Kinder zeugen, weil sie schwul sind oder Pornosüchtig kein Interesse an realem Sex haben können etc.pp. dazu sind die meisten kinderunfreundlich und lieber single, da muss man das Gehalt/Wohnung etc. nicht teilen und kann in Ruhe sich bei Porno einen abwixxen. Wenn mal echt Sex, dann im Puff professionell. Wofür gibt es noch Frauen? Warum gibt die Natur mehr Frauen als Männer? Das bissl Blut mal im Monat ist das kleinste Problem. Männer ficken auch liebend gern in den Arsch…da regt sich keiner auf.

      • >>> Warum gibt die Natur mehr Frauen als Männer?

        Vielleicht verstehe ich den Satz auch falsch. Aber die Natur gibt eigentlich mehr Jungen als Mädchen. Bei der Geburt werden ca. 51% Jungen und 49% Mädchen geboren. Dass es später trotzdem mehr Frauen als Männer gibt, liegt daran, dass Frauen aufgrund geringeren Leistungsdrucks und stärkerer Voll-Rund-um-Pamperung eine höhere Lebenserwartung haben und Männer verheizt werden (z.B. in Kriegen).

        • Nicht so ganz. Die verkürzte Lebenserwartung liegt vor allem an den ersten drei Lebensjahren und an den Jahren zwischen 12 und 25, dort sterben männliche Kinder und Jugendliche deutlich häufiger als weibliche. Insofern hat der männliche Lebensstil und -leistungsdruck kaum etwas damit zu tun. Es sind eher biologische und soziobiologische Faktoren zu suchen.

          • Also, wenn ich die folgende Webseite richtig deute, dann starben in Deutschland im Jahr 2010 ca. 35.000 Männer und 16.000 Frauen im Alter von 15-24.

            http://www.paradisi.de/Freizeit_und_Erholung/Gesellschaft/Lebenserwartung/News/57143.php

            Der nicht unerheblicher dieser Toten soll zudem im Straßenverkehr erfolgen, was vermutlich auch am größeren Risikoverhalten von Männern mit liegen könnte, weil für Männer sich das Eingehen eines höheren Risikos und das Demonstrieren von Stärke auf dem Partnermarkt bezahlt macht (der eher ängstliche und vorsichtige Mann ist halt bei Frauen wenig begehrt), während umgekehrt Frauen für ihre Attraktivität auf dem Partnermarkt keine Veranlassung für riskanteres Verhalten haben, da vorsichtigere Frauen ihren Marktwert damit nicht zertrümmern.

            In Deutschland etwa kamen im Jahr 2013 angeblich 349.820 Jungen und 332.249 Mädchen zur Welt.

            http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/schwangerschaft-mal-jungen-in-der-mehrzahl-mal-maedchen-a-1026341.html

            Wenn jetzt im Jahr in Deutschland ca. 19.000 mehr 14-25 jährige Jungen als Mädchen sterben, dann ist damit dann der Geburtenüberschuss der Jungen ungefähr ausgeglichen worden, so dass fortan in der Alterklasse ungefähr gleich viele Männer und Frauen existieren würden.

            Wirklich echte biologische Gründe (wozu ich zumindest nicht unterschiedliche Verhalten aufgrund unterschiedlicher Partnerwahlkriterien zähle) dürften doch eine eher untergeordnete Rolle spielen. Es wird ja berichtet, dass Menschen mit ähnlichen Lebensprofilen (wie Mönche und Nonnen) ungefähr die gleiche Lebenserwartung haben, so dass es zumindest nicht völlig ausgeschlossen erscheint, dass bei ähnlichen Lebensanforderungen Männer und Frauen ungefähr gleich lange leben würden.

      • Hmmm, deine Sichtweise erscheint mir auch ein bisschen extrem.

        „weil sie keine Kinder zeugen“

        Das ist offensichtlich 🙂
        Jetzt zum warum:

        „weil sie schwul sind“

        Schwule gab es immer, ihr Anteil dürfte kaum nennenswert gestiegen sein (hat jemand zufällig eine Statistik dazu griffbereit?)

        „oder Pornosüchtig“

        Das bin ich auch, ein lauer Abklatsch der Wirklichkeit, um sich von dem permanenten Druck zu befreien. Ich habe trotzdem Frau und Kinder.

        „dazu sind die meisten kinderunfreundlich“

        Das ist nicht mein Eindruck, es gibt aber sicher kinderliebere Völker. Andererseits, die als kinderlieb geltenden Italiener haben ähnlich niedrige Geburtenraten. Das scheint nicht das Problem zu sein.

        „lieber single“

        Das m.E. auch nicht, aber sie scheinen Verantwortung und feste Bindung zu meiden.

        „dann im Puff professionell“

        Das ersetzt aber ja keine Beziehung, man ist ja eben nicht nur wegen der Bumserei zusammen.

        „Warum gibt die Natur mehr Frauen als Männer?“

        Gibt sie nicht, es werden mehr Männer als Frauen geboren, auch weil ihre Sterberate (zumindest früher) höher war. Dass mehr Frauen leben, liegt nur daran, dass sie älter als Männer werden. Den Überhang hast du lediglich bei Frauen über 50 (oder so, im hohen Alter halt).

      • Ich habe jetzt schon mehrere Jahre alle Korraussetzungen für Kinder und vermutlich schon während des Studiums (min. während des Studiums meiner Freundin) welche gezeugt, wenn die rechtliche Lage besser wäre. Momentan scheue ich den Schritt.

      • Warum sollte man als Mann auch noch Kinder haben wollen, wenn die Frau sie einem jederzeit nach Lust und Laune wieder wegnehmen kann? Das macht irgendwie keinen Sinn.

      • „Warum gibt die Natur mehr Frauen als Männer?“
        Weil die Natur halt tierisch gerecht ist, nä?
        Mir wäre es aber eigentlich immer lieber gewesen, wenn sie in dem Fall eine Frauenquote von locker 80% eingeführt hätte ( von wg. der Auswahl und so… ).

  12. Was ich urtchens Text entnehme: Wer keine Bilder von Menstruationstassen sehen will, der
    – will die weibliche Periode zum Tabuthema machen
    – kommt nicht damit klar, dass Frauen nicht 24/7 für seine sexuellen Wünsche zur Verfügung stehen
    – will Frauen das Recht nehmen, sich über die Vorteile der Menstruationstasse zu freuen
    – sieht Frauen nur als Objekt der Begierde, das alles, was in anderer Augen evtl. nicht sexy ist, totzuschweigen hat
    – befürwortet, dass Männer an Straßenecken urinieren
    – akzeptiert nicht, dass Frauen nicht da sind, um Männern zu gefallen

    Hm, meiner Ansicht nach eine etwas, nun ja, exzessive Interpretation. Man könnte tatsächlich glatt auf den Gedanken kommen, dass vielmehr die Autorin selbst ein Problem mit der Menstruation und dem allgemeinen Frauenbild hat. Aber das wäre natürlich frauenfeindlich und deshalb per definitionem falsch.

  13. Ich würde die Äquivalente eher so sehen:
    Unbenutzte Menstruationstasse = Rolle Klopapier (sprich: ein Hygieneartikel)
    Benutzte/blutige Tasse = Sperma(fleck)
    Dickpic = Vulva-Pic

    Zu der Geschichte mit dem Date: Kommt halt darauf an, wie man das als Frau für sich definiert und nach außen kommuniziert. Mich selbst stört es bspw. nicht, aber wenn es den anderen stört – okay. Ob man Umgang mit so jemandem pflegen möchte, muss jede Frau für sich entscheiden. (So wie Männer entscheiden müssen, ob sie Umgang mit Frauen pflegen, die nicht schlucken. Um mal bei etwas Vergleichbarem zu bleiben.)
    Ihr Bohei um die Sache kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Klar, man sollte es der Fairness halber ansprechen, wenn es zu Intimitäten kommt. Aber so ohne Anlass? Find ich bisschen übertrieben. Außerdem gibt es Soft-Tampons, die das Ganze in Kombi mit Kondomen (eh obligatorisch) zu ner ziemlich sauberen Angelegenheit machen. Man kann eben alles kompliziert machen …

    • Ist Penetration mit Soft-Tampon nicht auch vom Gefühl her irgendwie arg blöd?
      Die Vorstellung find ich außerdem so unpraktisch wie wenn man einen Einlauf vor Anal machte.
      Das ist so Kram für „Profis“, mein ich. Als Privatperson kann ich keine Notwendigkeit dafür erkennen.

          • Das ist meine Antwort. Andere finden Popodusche und Softtampons hilfreich. Du halt nicht. Weiß nicht, was da ja jetzt das Problem ist. Du bist alt genug, um wissen, was du für ein Sexleben führen willst.

          • Der Aufwand, sich 3 Sek. nen Tampon einzuführen, damit das Blut nicht überall landet? Ich jedenfalls bekomme Blut weder aus Bettwäsche noch aus Handtüchern raus …

          • Die Frage war aber doch, ob man die nicht spürt (wenn man nicht gerade mit einem unterdurchschnittlich langen Schwanz verkehrt)?

          • Ok, wenn Du meinst. Ganz vielleicht wage ich dann auch mal einen Testlauf (irgendwann nächstes Jahr wenns wieder soweit ist). Saugt der denn beim Einführen alle Rest auf, oder müsste man da noch irgendwie anders nachhelfen, damits wirklich ne saubere Sache wird? Und stimmt es, dass man bei Nutzung Gleitgel-Bedarf hat?

      • Das war aber eindeutig als rhetorische Frage erkennbar.
        Während Aurelie den angesprochen Komplex sachlich beantwortet hat.
        Ich stehe übrigens auch nicht darauf, bei Analverkehr in Kacke zu wühlen…..

        • Es war keine rhetorische Frage.
          Man _muss_ die ja spüren, eigentlich.
          Ich würde bestimmt. Ich hab auch das Gefühl des „Fadens“ der Spirale um meinen Gebärmutterhals nicht ausblenden können, bspw.

          Die ersten Google-Ergebnisse, die ich klickte, bezogen sich nun leider darauf, dass ER sie spüren würde bzw. das man so viel Gleitgel bräuchte (noch so ein no-go für mich), weil die Dinger einen austrockneten…

          Also da ist Blut irgendwo rauszuwaschen doch der einfacherere und angenehmere task.

          „Ich stehe übrigens auch nicht darauf, bei Analverkehr in Kacke zu wühlen“

          Wenn man seinen Körper kennt, weiß man doch, wann es easy ginge und wann eher nicht. Sobald sich ein Finger zum falschen Zeitpunkt auf den Weg machen will, gibt man dann halt laut.
          Where is the fuckin‘ problem?

          • Männer wollen so gut wie alle anal, also in enger Kacke wühlen, sind dann selber dazu meist aber homophob oder lassen selber keinen an ihren Allerwertesten. und Blut finden sie einfach „unrein“.

          • @“;“:
            Übrigens, da Dich das Thema ja ziemlich zu faszinieren scheint und um mal wieder etwas kulturelle Entspannung anzuregen, hier die Story des berühmtesten Enema-Banditen der good old US of A:

          • Frank Zappa find ich so doof wie Einläufe^^ (hatte auch erst einen in meinem Leben – unfreiwillig. Das war Standardprozedere in dem Krankenhaus, wo unsere Große zur Welt kam)

            @thenonabona

            Bei Anal kommste normal nicht/eigentlich nie mit Kacke in Berührung. Wohl stimmt es, dass die meisten Männer das ausprobieren wollen, m.E.n. auch bei sich selbst. Zu Menstruationsblut stehen sie wohl noch deutlich gespaltener, wie angedeutet erscheint es mir schon auch bedenklich, wenn „Oralverkehr bei dem sie kotzt“ und Pissspiele offenbar deutlich mehr Liebhaber finden als etwas so natürliches wie Sex während der Tage.

  14. Übrigens: das Stichwort „deepthroat puke“ hat mehr als 60.000 Treffer auf der von mir bevorzugten Pornoseite (kein youporn/pornhub), die vielen Unterkategorien zu „piss“ sind unüberschaubar (mehrere hunderttausend files insgesamt?) – scat gibt es ja nicht, weil das eine der Sachen ist, von denen das Internet ziemlich gesäubert wurde -, aber „Menstruation“ kommt nicht bloß gerad einmal auf weniger als 200 Beispiele, noch dazu finden sich darunter welche, in denen die Frauen einen Tampon tragen oder es sich „eigentlich“ angeblich um eine Entjungferungsszene handele.

    Houston, wir haben da ein Problem.

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