Selbermach Samstag 258 (07.10.2017)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, der ist dazu herzlich eingeladen.

199 Gedanken zu “Selbermach Samstag 258 (07.10.2017)

  1. Auf YouTube: ein langes Gespräch von meinen beiden derzeitigen Lieblingsdenkern zu Thema „Geschlechter“.
    Er konservativ, Verfechter von Familie, von Verantwortung, leicht melancholischer, dennoch brillanter philosophischer Kopf.
    Sie links, lesbisch, sprühend vor Energie, Vertritt Lust und Sex und das Leben als (auch intellektuelles) Abenteuer.
    Jordan Peterson und Camille Paglia sprechen über Feminismus und – sind sich einig. Schön und klug.

    Erinnert mich an einen Satz von Ernst Jünger (dessen Tagebücher ich, obwohl „links“, gerne lese):
    „Die Unterhaltung ist heute nur möglich zwischen Menschen, die eine Idee vom Ganzen haben; dann freilich können sie an sehr entfernten Punkten stehen.“

    • Zwei lesenswerte Artikel zu Peterson und seiner Orientierung an Jung von Peter Wright

      he approaches his material via Classical Jungianism which is basically Jung and his immediate followers’ theories, much of which is formulaic, theoretically lame and debunked – though some of it good too. Unfortunately Peterson champions some of the lame stuff – eg. the writings of Erich Neumann, whose theories and writings (The Great Mother, and Origins and History of Consciousness,) have been thoroughly demolished by later, more rigorous Jungian thinkers.

      und

      For example Peterson buys Neumann’s incredibly gynocentric thesis The Great Mother in which he posits that mothers and women are an overarching archetype subsuming all the other archetypes, and in that book he takes every scrap of mythological material he finds and interprets it as mother – the Great Mother.

      https://gynocentrism.com/2017/08/19/a-brief-critique-of-jordan-petersons-use-of-jungian-sources/

      https://gynocentrism.com/2017/10/01/more-on-jordan-peterson/

      Dass Peterson kein ausgewogenes Verhältnis zu Männern und Frauen hat, fällt öfters auf.

      Zum Beispiel gibt es zu seiner Beschimpfung von MGTOW als „pathetic weasels“ kein Frauenbeschimpfungspendant.
      Und das zieht sich durch alle Vorlesungen. Anforderungen an Männer sind (seines Erachtens) klar: Die Heldenrolle. Aber Frauen? Ja, nuuun, die haben das echt schwer, weiß auch nicht, äh.

      • Es gibt ein Interview mit Peterson, wo er gefragt wurde, ob er etwas, was er gesagt hat, bereut.
        Nach kurzem Nachdenken hat er, als einziges, diesen Satz, diese Abwertung von MGTOW genannt.
        Er hat das also selbst zurückgenommen. (Link kann ich jetzt keinen bieten.)

        Auch ist sein grundsätzliche Blick auf „Mann“ und „Frau“ sicher diskutierbar. Ebenso wie seine politische Haltung.

        Aber ich sehe in Menschen/Denkern/Aktivisten hauptsächlich das, was klug ist oder nützlich. Was, wie auch immer, positive Kraft hat. Und da bietet Peterson immens viel – auch wenn man nicht in allem zustimmt.

        • Schau dir mal die Bibelvorlesung zum Thema „Vertreibung aus dem Paradies“ an und vergleiche sein Urteil von Adam mit seinem Urteil von Eva: Adam ist ein Wicht, weil er die Schuld nicht voll auf sich nimmt und Eva… naja, das war immerhin der Teufel, mit dem sie da zu tun hatte, das ist nicht so einfach, das kann man ihr nicht recht vorwerfen.

          Dass er sich für seinen MGTOW Ausbruch entschuldigt hat, sagt auch nur, dass er das nicht hätte laut sagen wollen.
          Die „Weasel“ stehen aber in keinem Widerspruch zu dem Anspruch, den er an Männer hat.

          So sehr ich ihn schätze: Seine Vorstellungen, wie Männer zu leben hätten, passen nicht ohne Quetschen in die momentane Zeit.

    • Ich bin ebenfalls bekennender Fan von beiden. Von Paglia ist gerade ein langes Interview an einer eher ungewöhnlichen Stelle erschienen:

      http://www.hollywoodreporter.com/news/camille-paglia-hugh-hefners-legacy-trumps-masculinity-feminisms-sex-phobia-1044769
      Camille Paglia on Hugh Hefner’s Legacy, Trump’s Masculinity and Feminism’s Sex Phobia
      6:45 AM PDT 10/2/2017 by Jeanie Pyun

      Wenn man ihre Standpunkte kennt, enthält es nicht viel neues, andernfalls ist es eine guter Einstieg darin. Interessant ist bzw, mir bisher unbekannt war ihre sehr positive Meinung zum Playboy, für jemand mit dem Label Feminst eher ungewöhnlich. Es zeigt aber gerade, daß viele Sachen zwei Seiten haben und daß Paglia nicht nur selektiv, wie die ansonsten dominierenden Dauer-Aufschrei-Feministinnen, die Schattenseiten sieht.

    • Zwei Leute, bei denen man sich schwer vorstellen kann, dass irgendwer sie fürs Sprechen bezahlen mag (er klingt wie schwer erkältet und sie nervt mit ihrem ständigen „ok“). Mehr als ein Drittel hab ich durchgestanden, ohne größeren Erkenntnisgewinn leider. Einzig, dass Paglia sich als Transgender identifiziert fand ich jetzt interessant.

    • Ich hatte hier ja vor einiger Zeit ein Youtube-Video mit einem expliziten Gewaltaufruf gegen Andersdenkende von dem rechten PC-Kritiker Jordan Peterson verlinkt – Jordan Peterson ist m.E. auch ansonsten übrigens ein widerlicher Lügner, Hetzer und Demagoge, wie man selten einen zweiten findet. Ich habe ca. 20 Youtube-Videos von Peterson gesehen, selten habe ich einen derart unsympathischen Egomanen erlebt.

      Das Video mit dem Gewaltaufruf findet sich verlinkt in meinem Kommentar vom 3. September 2017 um 12:23 relativ unten in diesem Strang:

      https://allesevolution.wordpress.com/2017/08/31/alt-right-ist-zu-dumm-fuer-sex/

      Falls es für jemanden nicht auf Anhieb vollständig ersichtlich sein sollte, warum die Aussage von Peterson stark kritikwürdig ist, dann stelle er sich einfach mal vor ein fanatischer, politisch korrekter, linker Universitätsprofessor hätte bei einer öffentlichen Rede ausdrücklich gesagt, man solle Liberalen oder Konservativen, die den Liberalismus oder Konservatismus gegen pauschale Vorwürfe verteidigen, „auf die Fresse schlagen, so dass sie bewusstlos umkippen“.

      Die Leichenberge, die legitimiert durch bestimmte Varianten des Liberalismus und Konservatismus in der Geschichte produziert wurden, sind sicherlich nicht geringer als die, die legitimiert durch bestimmte Varianten des Marxismus produziert wurden.

      Schon die durch den Kapitalismus produzierten Leichenberge dürften deutlich größer sein.

      Zur Verbrechensgeschichte des Kapitalismus hatte ich ja bereits mehrfach auf folgende Bücher hingewiesen, (die Reihenfolge gibt keine Wertung an):

      1. Domenico Losurdo – Freiheit als Privileg. Eine Gegengeschichte des Liberalismus

      http://www.bol.de/shop/home/suchartikel/freiheit_als_privileg/domenico_losurdo/EAN9783894384319/ID18884669.html?jumpId=9175341&suchId=e28017af-d674-40d5-a9f4-c78e8f3f02ca

      Hier eine kurze Rezension zu dem erstgenannten Buch beim Humanistischen Pressedienst:

      http://hpd.de/node/13383

      2. Robert Kurz – Schwarzbuch Kapitalismus. Ein Abgesang auf die Marktwirtschaft

      Glücklicherweise kann dieses Buch vollständig im Netz gelesen werden:

      http://www.exit-online.org/pdf/schwarzbuch.pdf

      3. Noam Chomsky – Wirtschaft und Gewalt. Vom Kolonialismus zur neuen Weltordnung

      http://www.bol.de/shop/home/suche/?sq=noam+chomsky+wirtschaft+&sswg=ANY&timestamp=1472407304704

      Man denke auch z.B. an alle Soldaten, die legitimiert durch konservative Werte wie „Gott und Vaterland“ in Kriegen niedergemetzelt oder verstümmelt wurden, man denke auch an die Art und Weise wie Konservative in der Geschichte häufig den Fortschritt hin zu mehr Aufklärung, Menschenrechten und Demokratie blockiert und verzögert haben und an alle Opfer, die dies direkt oder indirekt mitverursacht hat.
      Die Leichenberge (und andere Menschenrechtsverletzungen), die legitimiert durch bestimmte liberale, konservativen und marxistische Ideologie-Aspekte produziert wurden, sind groß und kein Vertreter einer dieser drei Hauptströmungen des politischen Denkens kann ernsthaft die anderen beiden pauschal als „die Bösen“ und die eigene Richtung pauschal als „die einzig gute“ darstellen.

      Ein linker politisch korrekter Widerling (analog zu dem rechten Widerling Jordan Peterson), der einen entsprechenden Gewaltaufruf gegen Liberale und Konservative tätigen würde, könnte sich dabei als Scheinlegitimation für seinen Gewaltaufruf also genauso auf die Verbrechensgeschichte bestimmter Varianten des Liberalismus und Konservatismus beziehen, wie Peterson sich auf die Verbrechensgeschichte bestimmter Varianten des Marxismus beziehen kann.

      Der Mißbrauch bestimmter liberaler oder konservativer oder marxistischer Ideologie-Aspekte zur Legitimation zahlreicher Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen in der Menschheitsgeschichte ändert aber nichts daran, dass Liberalismus, Konservatismus und Marxismus als drei der Hauptströmungen der Politischen Philosophie in ihren positiven – demokratisch-menschenrechtlichen – Varianten alle drei auch viel Gutes für die Menschheit geleistet und bewirkt haben. Nicht nur ihre Schattenseiten, auch ihre positiven Seiten sind groß.

      Meiner Ansicht nach haben Liberale eine Wertepräferenz für den Wert Freiheit, Konservative eine Wertepräferenz für den Wert Sicherheit und Linke (einschließlich Marxisten) eine Wertepräferenz für den Wert Gerechtigkeit, auf Ebene von Unterströmungen und erst Recht von Individuen kann es natürlich zu zahlreichen Mischformen zwischen diesen drei Wertepräferenzen kommen.

      Jede einigermaßen humane und funktionale Gesellschaft muss zu einem konstruktiven Gleichgewicht zwischen diesen drei Wertepräferenzen gelangen. Hierbei mag es verschiedene Möglichkeiten geben, aber jede humane und funktionale Gesellschaft braucht alle drei.

      Der Mißbrauch bestimmter liberaler oder konservativer oder marxistischer Ideologie-Aspekte zur Legitimation von Verbrechen ändert des Weiteren auch nichts an den Leistungen der liberalen, marxistischen und konservativen Klassiker der Philosophie, Soziologie, Politikwissenschaft etc., bei denen in der Regel stets interessante Teilwahrheiten zu finden sind.

      Ich selbst bin weder Liberaler, noch Konservativer, noch Marxist – ich verstehe mich in politischer Hinsicht primär als libertärer Sozialist in sozial-anarchistischer Tradition – aber es ist für jeden Menschen, der ernsthaft geisteswissenschaftlich arbeitet doch selbstverständlich, dass sich eine Lösung für ein bestimmtes Problem – sei es ein politisches oder philosophisches, ein soziologisches, persönliches, ethisches oder psychologisches Problem usw. – oder zumindest ein Gedanke, der uns einer Lösung näher bringt, potentiell bei Philosoph X oder Soziologe Y gefunden werden kann, die zufällig einer ganz anderen Denkschule angehören als der gerade von uns präferierten Denkschule.

      Wir sollten daher m.E. alle Klassiker in den Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften – egal ob liberal, links oder konservativ, egal ob religiös, atheistisch, oder agnostisch – achten und ihr Werk bewahren, denn ansonsten gingen uns viele Teilwahrheiten verloren, die wir irgendwann vielleicht brauchen.

      Und des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass die meisten heutigen Liberalen, Konservativen und Marxisten zumindest in Deutschland demokratisch-menschenrechtliche Einstellungen haben und es falsch wäre z.B. Liberalen pauschal vorzuwerfen, sie seien neoliberale Sozialdarwinisten und Markt-Totalitaristen oder z.B. Konservativen pauschal vorzuwerfen, sie seien Faschisten oder neurechte Ethnopluralisten oder z.B. Marxisten pauschal vorzuwerfen, sie seien autoritäre Leninisten, Stalinisten oder Maoisten. Sicherlich gibt es auch die letztgenannten negativen Varianten – und sicherlich ist diesbezüglich Kritik sehr angebracht – aber man darf die Mehrheit der Anhänger einer bestimmten Hauptströmung des politischen Denkens nicht pauschal nach diesen negativen Varianten beurteilen. Jede Hauptströmung des politischen Denkens besteht aus zahlreichen Unterströmungen, die sich mehr oder weniger stark voneinander unterscheiden können. Nur eine Beurteilung auf Grundlage präziser Strömungsdifferenzierungen kann fair und gerecht sein. Schwarz-Weiß-Denken a la Jordan Peterson ist das letzte, was die Welt braucht.

      Und des Weiteren: Die Meinungsfreiheit muss auch für Anhänger jener, oben vergleichend erwähnten, m.E. extrem schädlichen Strömungen gelten: auch einem tatsächlich überzeugten neoliberalen Sozialdarwinisten und Markt-Totalitaristen oder neurechten Ethnopluralisten oder Faschisten oder autoritären Leninisten, Stalinisten oder Maoisten darf man nicht einfach „in die Fresse schlagen, so dass er bewusstlos umkippt“, nur weil dieser eine bescheuerte Meinung vertritt.
      Ein solches Verhalten widerspräche der Menschenwürde, der Meinungsfreiheit und würde – wenn solches Verhalten um sich greifen würde – zu zivilisatorischem Zerfall führen.

      Wie es mein Genosse Noam Chomsky treffend aus libertär-sozialistischer Perspektive auf den Punkt brachte:

      „Wenn man an die Redefreiheit glaubt, dann ist das eine Redefreiheit für Meinungen, die einem nicht gefallen. Goebbels war auch für die Redefreiheit – bei Ansichten, die ihm passten. Stimmt´s? Stalin genauso. Wenn Sie also für Redefreiheit eintreten, dann bedeutet das die Freiheit, eine Meinung zu äußern, die Sie widerlich finden. Andernfalls wären Sie überhaupt nicht für Redefreiheit. Zur Redefreiheit kann man nur zwei Haltungen einnehmen, und jeder trifft seine Wahl.“

      und:

      „When confrontation shifts to the arena of violence, it’s the toughest and most brutal who wins.”

      Es gibt an der Aussage des Hasspredigers Jordan Peterson – meiner Vermutung nach handelt es sich bei Peterson übrigens um einen malignen Narzissten – daher nichts zu relativieren und schönzureden.

        • @DDBZ

          Weil er bei seiner eigenen Definition des „kulturellen Marxismus“ (sic!) ab 2:39 und folgend bereits eine Definition von „Klasse“ einführt, die mit dem Klassenbegriff des Marxismus NICHTS zu tun hat.
          Sondern mit Begriffen des Intersektionalismus / intersektionalem Feminismus.
          Danach habe ich dann aufgehört zu schauen.

          Ob du nur im Besitz deiner Arbeitskraft oder im Besitz von Kapital oder Grundeigentum bist, ist bestimmend im und für den Marxismus, welcher (gesellschaftlichen) Klasse du angehörst.
          Dein Geschlecht, deine Hautfarbe, deine sexuelle Orientierung spielen dabei KEINERLEI Rolle.
          Man sieht hier schon, die beiden Begriffe haben in ihrer Definition in den jeweiligen theoretischen Kontexten keine Gemeinsamkeiten.
          D.h. an genau dieser Stelle hätte ihm klar sein müssen, an seiner Definition von „kulturellem Marxismus“ gibt es einen Haken, nämlich der Klassenbegriff des „kulturellen Marxismus“ hat mit dem Klassenbegriff des Marxismus nichts zu tun.
          Womit er demnach einen „Kulturmarxismus“ *ohne* Marxismus *als* Marxismus definiert.

          VA macht dann und deshalb eine lustige Volte: Weil der intersektionale Feminismus aber so TUT, als WÄREN Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, sexuelle Orientierung eine Klasse, *handelt* es sich *eigentlich* um eine Klasse/Klassen im marxistischen Sinne.
          Nope.
          Geschlecht, Hautfarbe, sexuelle Orientierung sind a. individuelle Merkmale, aber nicht bestimmend für den marxistischen Begriff der Klasse und selbst als soziale Schicht macht m.E. bspw. „schwul“ keinerlei Sinn. Und b. hat seine Vorgehensweise den lustigen Effekt, dass damit der *intersektionale Feminismus* bestimmt, was *wirklich* marxistisch ist und nicht Marxisten.
          Also: Unmarxistisch = marxistisch.
          Ironisch, oder?!

          Mir ist schon klar, dass er die „Alt-Left“ kritisieren will, aber der importierte Begriff des „cultural marxism“ hat nun einmal den Haken, etwas als Marxismus auszugeben, was nicht marxistisch ist.
          Das sind Poststrukturalisten/Postmodernisten und mit denen hatte der Marxismus noch nie etwas am Hut.

          • Das wurde hier schon x-mal erklärt. Hängen geblieben ist nichts davon. Es ist offenbar ein dringendes Bedürfnis der Rechten, insbesondere in den USA, alles als kulturmarxistisch und/oder liberal zu etikettieren, was irgendwie als falsch empfunden wird. Die hirnlose Verwendung der Begriffe führt unter anderem dazu, dass ein „Denker“ der „Heritage Foundation“, Jonah Goldberg (noch so ein Schmock!) von „Liberal Fascism“ schwadroniert. Ich habe mich einmal in satirischer Absicht als liberalen Faschisten bezeichnet, aber nichts ist absurd genug, als dass es nicht von der Wirklichkeit eingeholt würde.

            Ich weiss, die US-Reps meinen mit Liberals meist die Partei der Demokraten und deren Anhänger. Das macht es nicht wirklich besser. Das ist Parteiengezänk auf tiefstem Niveau. Aber nichts ist zu albern als dass es nicht importiert würde.

          • „Hängen geblieben ist nichts davon. “

            Ich stimme dem Schlomo (feiner Mann das), zu. Marxisten sind Popcornwerber und erst recht die Kulturmarxisten!

            Schön finde ich wie Marxist.I.nnen verzweifelt versuchen sich vom Feminismus zu reinigen … obwohl es sich unter denen um eine völlig vernachlässigbare Minderheit handelt.

          • @Pjotr @DDBZ

            Das hier ist m.E. der springende Punkt: „Ich weiss, die US-Reps meinen mit Liberals meist die Partei der Demokraten und deren Anhänger. Das macht es nicht wirklich besser. Das ist Parteiengezänk auf tiefstem Niveau. Aber nichts ist zu albern als dass es nicht importiert würde.“

            Was heißt das denn eigentlich?
            Es gibt den den USA Dank Mehrheitswahlrecht nur ZWEI verschissene Parteien, das IST das GESAMTE „politische Spektrum“, das sie haben.
            Dann haben sie in Gestalt des Präsidenten einen gewählten Quasi-Monarchen und seit Jahrzehnten bekommt niemand Politik der Demokraten, der Demokraten gewählt hat.

            Natürlich sind die Demokraten die liberals, leftist usw. und die andere Seite sind die Reps, Rechten usw.
            So what? Was sagt das denn INHALTLICH aus? Bist du eher rechts von der Mitte wählst du Republikaner, links von der Mitte Demokraten. Mehr Auswahl gibt es aber auch nicht.
            Und wir säßen hier und würden uns ERBITTERT über die Vorzüge und Nachteile von Merkel und Schulz fetzen, weil das der Kern der politischen Botschaft ist: Bist du FÜR oder GEGEN Merkel?! Und wer nicht für Merkel ist, MUSS für Schulz sein!
            Das ist das politische Niveau, das wir importieren, macht euch das bitte klar!

            Ich finde es immer wieder grotesk, dass mir dieses US-Modell als „demokratisch“ präsentiert wird und noch grotesker, dass idiotische, sinnlose Begriffe importiert werden und wir hier Kämpfe ausfechten, die von HIRNTOTEN stammen.

          • @crumar

            Vieles am amerikanischen Wahlsystem ist ohne jeden Zweifel grotesk. Einiges davon ist historisch bedingt. Aber man sollte die Betrachtung des Wahlsystems der USA nicht nur auf die Präsidentenwahl beschränken. So werden Richter, Staatsanwälte oder auch leitende Polizeibeamte (Sheriff) von der Bevölkerung gewählt. Das finde ich wesentlich demokratischer als in Deutschland.

            Bei der Präsidentenwahl darf man auch die Vorwahlen nicht vergessen. Hier dürfen auch Bürger, die nicht Mitglied der Republikaner oder Demokraten sind mitwählen. Andererseits können sich auch Kandidaten zur Vorwahl aufstellen, die ebenfalls nicht Parteimitglied sind. Bernie Sanders ist dafür ein Beispiel auf Seiten der Demokraten. Laut Wikipedia ließ sich Trump 2001 als Demokrat registrieren. 2015 gab er dann seine Kandidatur als US-Präsident für die Republikanische Partei bekannt. Er war bzgl. der Republikaner ein Aussenseiter.

            So etwas ist bei uns völlig undenkbar. Merkel stand von Seiten der Union eh schon fest und Schulz wurde von der SPD-Führung aus dem Hut gezaubert, ohne irgendeine echte Möglichkeit der Diskussion zumindestens der Parteibasis. Am Ende stand Merkel als Bundeskanzlerin schon Monate vor der Wahl fest, trotz absehbar historischer Verluste aller an der Regierung beteiligter Parteien. Irgendwie ist mein Verständnis von Demokratie doch was anderes.

          • @Kibo

            Wo wir einer Meinung sind: „So werden Richter, Staatsanwälte oder auch leitende Polizeibeamte (Sheriff) von der Bevölkerung gewählt. Das finde ich wesentlich demokratischer als in Deutschland.“
            Auf kommunaler Ebene vorbildlich.

            Weiter: „Bei der Präsidentenwahl darf man auch die Vorwahlen nicht vergessen. Hier dürfen auch Bürger, die nicht Mitglied der Republikaner oder Demokraten sind mitwählen. Andererseits können sich auch Kandidaten zur Vorwahl aufstellen, die ebenfalls nicht Parteimitglied sind. Bernie Sanders ist dafür ein Beispiel auf Seiten der Demokraten.“

            Und da begann doch schon der Betrug. Sanders hätte gegen Trump gewonnen, die Vorwahlen hingegen haben die Demokraten so frisiert, dass Sanders aus dem Rennen flog. Dass Clinton nicht gewinnen würde können war mir klar, als ich die Tour von Milo Y. verfolgte – das auf der Identitätspolitik basierende faktenfreie moralisieren ist ein Rezept für das politische Scheitern. Trump „war bzgl. der Republikaner ein Aussenseiter.“ ist korrekt, nichtsdestotrotz haben ihn die gleichen Medien (Fernsehshow) aufgebaut, die ihn nachher schärfstens kritisierten.
            D.h. vom Prinzip her demokratisch, in der Praxis jedoch nicht.

            „Am Ende stand Merkel als Bundeskanzlerin schon Monate vor der Wahl fest, trotz absehbar historischer Verluste aller an der Regierung beteiligter Parteien. Irgendwie ist mein Verständnis von Demokratie doch was anderes.“ Kritik kann ich nachvollziehen, nichtsdestotrotz sind *sechs* Parteien im Bundestag vertreten und nicht nur zwei. Die Koalition wird aus *drei* Parteien gebildet werden und das prägt eine Mentalität, wonach eben NICHT „the winner takes it all“.
            Man muss Kompromisse schließen.
            Das US-System krankt an der systemischen UNFÄHIGKEIT, solche konsensuellen Denkweisen zu reproduzieren, weil sie nicht notwendig sind.

            Wenn ich hingegen allein das label „links“ für die US-Demokraten verteilt sehe, dreht sich mir der Magen um. Was machen die GENAU, dieses label zu rechtfertigen?
            Sie haben eine idiotische Politik der „Genderisierung“ und „Rassifizierung“ aller sozialen Konflikte oder Problemlagen, basierend auf der *absurden* Idee, dass „Rasse=Klasse“ oder „Geschlecht=Klasse“.
            Ich stimme einer der Aussagen aus dem Rubin-Report (s.u.) zu; demnächst werfen sie die „asians“ aus der oppressed minority list. Nicht, weil die keine Minderheit mehr sind, sondern weil sie die ideologische Voreingenommenheit STÖREN, wonach es Minderheiten automatisch schlecht gehen muss in der herbeifabulierten „white supremacy“.

            Es ist idiotisch, eine objektive Realität zu erfinden, zu KONSTRUIEREN, die sich der eigenen Ideologie gefälligst unterzuordnen hat und das ist *nicht links*, sondern geisteskrank.
            Ich hab keine Lust, dass wir solchen Schwachsinn importieren.

          • @crumar

            „nichtsdestotrotz sind *sechs* Parteien im Bundestag vertreten“

            Wenn wir eines von den Feministen lernen können, dann dass ihnen die Parteien egal sind bzw. nur Mittel zum Zweck. Hier bei AE war das Interview mit Elke Ferner im „Vorwärts“ ein Thema. Die SPD hat das schlechteste Wahlergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik erhalten. Ich hätte erwartet, dass Elke Ferner im Interview sich Gedanken macht, wie wieder mehr Wähler von der SPD überzeugt werden können oder was in der Vergangenheit falsch gelaufen ist. Tatsächlich macht sie sich aber nur Gedanken wie der Frauenanteil der Abgeordneten *konkurrierender* Parteien bzw. Fraktionen erhöht werden kann. Dafür möchte sie u.a. das Wahlrecht verändern. Offensichtlich ist einfach nur wichtig, dass 50% und mehr Frauen im Parlament sitzen. Welcher Partei diese angehören oder welche Politik diese vertreten ist Nebensache. Und wenn die SPD dabei weiter Wähler verliert, für Elke Ferner spielt das keine Rolle.

          • Nicht nur in Deutschland ist das Elend groß, sondern auch in Liechtenstein.

            https://www.nzz.ch/schweiz/liechtenstein-nach-den-parlamentswahlen-frauenquote-steht-wieder-im-raum-ld.148410

            Das fiese Wahlvolk will einfach nicht die tollen Frauen wählen, voll diskriminierend. Streichen sie einfach von der Liste. Da muss man halt das Wahlrecht ändern, Frauenquote oder Staatsgelder für Parteien mit vielen Frauen auf der Wahlliste, schlägt ein UNO-Bericht vor.

            Wenn das tumbe Wahlvolk nicht pariert, muss eben andere Seiten aufziehen.

            Auch in der Schweiz siehts übel aus. Bundesrätinnen werden nur gewählt, wenn keine Männer antreten. Frechheit. Doch Feministinnen wissen Rat: Einfach nur noch Frauen antreten lassen.

            https://www.nzz.ch/schweiz/und-ewig-droht-die-frauenfrage-ld.1317436

  2. Und noch etwas auf Youtube, auch lang. Mich hat es erfrischt und gestärkt.
    Wenn ich mich zuviel dem bösartigen Unsinn des heutigen Feminismus aussetze, macht mich das zuletzt selbst ein wenig düster, mißlaunig und negativ. Wie soll man in solcher Stimmung jemanden überzeugen?
    Schwarze Frau („Red Bill Black“) zu Gast im Rubin Report.

  3. iOS 11.1 bringt neue Emojis für mehr Diversität und Geschlechtsneutralität

    https://heise.de/-3851303

    Mit dem ersten großen Update für iOS 11 will Apple mehrere Hundert neue Emojis auf iPhone und iPad bringen. Die Palette reiche von der Frau mit Kopftuch, über die stillende Mutter bis hin zu mythischen Kreaturen und geschlechtsneutralen Charakteren.

    • Um Himmels Willen! Gesellschaftlicher Selbstmord auf die schnelle Tour. Bei Gesundheit, den Royals und dem Fernsehprogramm bleibt der Schaden wenigstens überschaubar.

    • Aus dem Artikel: „Der britische Journalismus sei «zu 55 Prozent männlich und zu 99 Prozent weiss», hatte «Women in Journalism» schon in 2012 festgestellt.“

      Da fiel mir wieder unser Bundestag ein.
      Rassismus pur.
      Ich glaub, da ist überhaupt kein PoC vertreten.
      Skandal!

      • Ich habe den Eindruck, die Forderung nach Frauenquoten, mehr Frauen in allen möglichen Bereichen der Gesellschaft (selbstverständlich nur sofern diese Bereiche angenehm und attraktiv, auch lukrativ sind) ist in weiten Kreisen zu einer Art Pawlowschen Reflex geworden, der völlig sinnentleert abgespult wird, und in der Verblödungsgesellschaft auch noch Zustimmung findet.

    • Irgendwie beunruhigend, das der feministische Wahn auch schon in außerwestlichen Ländern wuchert.
      Dabei sollte doch jedem mit zumindest Resten von verstand klar sein, daß, wenn man die Gewalt in der Gesellschaft bekämpfen will zunächst mal die Ursachen bekämpft werden müssen. Ich überlasse es jetzt mal jedem über diese Ursachen selbst nachzudenken. Ist eigentlich nicht schwer.
      (Falls man nicht zu denen gehört, die den Aufbruch unzähliger chancenloser junger Männer aus der dritten Welt als Indiz für eine Benachteiligung von Frauen sieht.)
      Klar haben diese Männer idiotische Vorstellungen vom schnellen Reichtum ohne viel Arbeit, aber wir sehen bei genauer Betrachtung , diese Vorstellung ist für Frauen durchaus eine anerkannte Option.

  4. Zu wenig Frauen

    http://www.fr.de/politik/meinung/leitartikel/leitartikel-zu-wenig-frauen-a-1359740,0#artpager-1359740-0

    Ja, Frauen sind weniger aktiv in Parteien – und zwar in allen. Am größten ist die Differenz in der CSU und AfD, am geringsten bei den Grünen. Ja, und Frauen interessieren sich auch weniger für institutionalisierte Politik als Männer. Eher engagieren sie sich bei Initiativen oder Demos.

    Grüne, Linke und SPD machen es vor. Alle Parteien sollten verpflichtende Quoten für die Listen einführen. Vorbild könnte auch ein Paritätsgesetz wie in Frankreich sein, um gleichberechtigte Partizipation von Frauen und Männern zu sichern.

  5. Der linke Macho

    https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/der-linke-macho/story/15634067

    Von dem Moment an, in dem sich ein Mann für den Beitritt zu einer linken Partei entscheidet, Grüne oder SP. Denn er gehört nicht zum förderungswürdigen Geschlecht, zur geschützten Gattung.

    Der linke Mann hat von Anfang an ein Problem. Er wird irgendwann als Ladykiller dastehen, wenn er eine Funktion erhält, die eine Mitbewerberin ebenfalls anstrebte. Oder, fast noch wahrscheinlicher: Er bekommt das Amt nicht, weil die Frauenfrage ihm einen Strich durch die Rechnung macht. Bürgerliche Männer haben das Problem nicht. Sie politisieren in archaisch funktionierenden Parteien, wo Frauen rar sind und es nur an die Spitze schaffen, wenn sie absolute Topqualitäten haben. Anders bei linken Parteien, welche die Hälfte ihrer Ämter an Frauen vergeben, was oft heisst: im Zweifel für die Frau.

    Der linke Mann muss nicht nur Frauen fördern, er muss es auch gern tun, denn schliesslich ist er gemäss Parteibuch Feminist.

    • „Sie politisieren in archaisch funktionierenden Parteien, wo Frauen rar sind und es nur an die Spitze schaffen, wenn sie absolute Topqualitäten haben.“

      Archaisch … kek! Klar, in den konservativen Parteien befindet man sich noch vor der Erfindung des Feuers und es regiert das Faustrecht.

      Hierzulande haben abseits der AFD sämtliche Parteien innerparteiliche Geschlechterquoten.

    • irgendwie tragisch, daß sich die Linke, ich subsumiere da mal alles rot-grün bunte drunter, sich für die Hälfte der Menschheit eigentlich fast unwählbar gemacht hat, denn aus ihr stammen ja durchaus gute Ideen und Ansätze.

  6. Frauen in Führungsjobs – Warten auf die Bürgermeisterinnen

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.frauen-in-fuehrungsjobs-warten-auf-die-buergermeisterinnen.411c6e16-4a47-4bc3-972b-30cc453075d6.html

    Sieben Oberbürger- und 76 Bürgermeisterinnen haben derzeit in den 1101 baden-württembergischen Gemeinden das Sagen. Das klingt stattlich, macht aber nur 7,5 Prozent aus. Und die sind meilenweit entfernt vom Frauenanteil in der Bevölkerung – ein demokratisches Armutszeugnis.

    • Hihi. Das erinnert mich an das Buch „Deutschlantis“ von Bernd Zeller.

      In einer seiner Zeichnungen sieht man einen älteren dicken Mann im Halbdunkel stehen, der einer abendlichen Spaziergängerin nachruft: „um diese Zeit sollten Frauen nicht mehr herumlaufen, da könnte was dem politischen Gegner in die Hände spielen“.

    • Der Text ist mehr als schlecht: Die Autorin scheint ein Problem mit kostenlosen Selbstverteidigungskursen zu haben, wenn sie von den Falschen angeboten werden. Es werden grundverschiedene Gruppierungen wie AfD, Identitäre und NSU in einem Atemzug genannt, was man nur unter wirklich schlechtem Populismus verbuchen kann und viel anderer Unsinn…

      Vielleicht beschäftige ich mich mal detaillierter damit auf meinem Blog. Jemand, der sich für Feminismus aber gegen kostenlose Selbstverteidigungskurse ausspricht, ist durchaus interessant 😉

      • „Vielleicht beschäftige ich mich mal detaillierter damit auf meinem Blog. Jemand, der sich für Feminismus aber gegen kostenlose Selbstverteidigungskurse ausspricht, ist durchaus interessant “

        Eher gestört. Schade um die Zeit, diejenigen, die es betreffen würde, lesen es sowieso nicht, der Rest ist schon überzeugt.

    • Das ist ganz normales archaisches Männerhandeln und Denken, stammt aus der Steinzeit. Ist aber im Grunde das gleiche wie der Linke Feminismus, Es ist der “ falschen Frauenkult“ wie F. Karinthy es einmal bezeichnet hat.

      Angeblich gab es im römischen Reich einen Sklaven der beauftragt war bei Triumphzügen dem Imperator einen Lorbeerkranz über den Kopf zu halte. Seine Aufgabe war auch dem Imperator zuzuflüstern „bedenke, daß Du kein Gott bist“ . Ich weis nicht ob das stimmt, aber schöne Geschichte. So einen Dienst hätten auch viele Femis nötig.

    • „und wie kann man sie dazu animieren“

      Gar nicht. Wer geht schon freiwillig zum Arzt, außer Frauen?

      Wenn ich ernsthaft krank bin, merke ich das schon. Und sterben muss man eh irgendwann mal.

      • Ne, merkst du nicht unbedingt. Zu hoher Augendruck zum Beispiel kann zu irreparablen Augenschäden, ohne dass du etwas merkst. Auch andere Krankheiten merkst evt. nicht.

    • Mann ist ja schnell bei Frauen als Weichei angesehen, hat das verinnerlicht.
      Frauen achten aber dafür auf die Gesundheit ihrer Männer, genauer gesagt auf deren Funktionsfähigkeit, besonders wenn Ersatz schwierig wird.

    • Immer diese Übertreibungen. Wenn wir zurückschlagen, würde das ganz anders aussehen. Wir versuchen das Land zu retten und das verübelt uns der seit Jahrzehnten individualistisch gehirngewaschene Westdeutsche 🙂

  7. AfD – Beschwörung rechter Männer-Sehnsüchte

    http://www.fr.de/politik/bundestagswahl/afd-beschwoerung-rechter-maenner-sehnsuechte-a-1357638

    Frauen sind nicht die besseren Menschen. Aber manchmal ist es eben doch ein Vorteil, wenn das Gehirn nicht von Testosteron vernebelt wird. Oder von markig-männlicher Wut.

    Beides hat zum Wahlerfolg der AfD erheblich beigetragen. Fast jeder sechste Mann hat für die Rechtsradikalen gestimmt. Hätten nur Frauen gewählt, wären die Grünen drittstärkste Kraft im Bundestag geworden.

  8. Leerstelle Heilsbringerin

    https://www.woz.ch/-80e9

    Ob Jeremy Corbyn, Pablo Iglesias oder Alexis Tsipras: Wo progressive linke Politik gemacht wird, stehen stets Männer an der Spitze. Eine Intervention.

    Unter den Heilsbringern der Neuen Linken ist weit und breit keine Frau in Sicht.
    Erfolgreiche Frauenförderung scheinen hingegen die Rechtsnationalisten zu betreiben.

    Womöglich bleibt neben den «brocialists» – einer Wortschöpfung aus «bro» wie Bruder und «socialists» – der Neuen Linken auch deshalb kein Platz für Hoffnungsträgerinnen, weil in der Sehnsucht nach einem starken Sozialstaat die Frauenfrage schnell wieder zum Nebenwiderspruch wird.

    Frauen aktiv zu fördern, hiesse auch, dass ein paar Männer zur Seite treten müssten.

  9. «Ich glaube an die Redefreiheit und an Brüste»

    https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/ich-glaube-an-die-redefreiheit-und-an-brueste/story/20603965

    «Was hast du gerade gesagt, du glaubst an den 1. Zusatzartikel und B-Doppel-O-B-S?» Travis fuhr mit seinen Ausführungen fort, aber Baldwin blieb wie erstarrt. Noch einmal fragte sie: «Ich möchte nur sicherstellen, dass ich dich richtig hörte: B-O-O-Z-E oder B-O-O-B-S? Weil als Frau…», wollte sie fortfahren als Travis erwiderte: «Ich sagte boobs».

  10. „Why nation-states are good“
    https://aeon.co/essays/capitalists-need-the-nation-state-more-than-it-needs-them
    „The populist revolt of our day reflects the deep rift that has opened between the worldview of the global intellectual and professional elites, and that of ordinary citizens. These two groups now live in parallel social worlds and orient themselves using different cognitive maps. Yet the intellectual consensus that brought us to this chasm remains intact. Proposed remedies among mainstream thought leaders rarely go beyond an invocation of the problem of inequality, and a bit more focus on compensating the losers.
    But the problem lies deeper, in elites’ attachment to a globalist mindset that underplays and weakens the nation-state. Without a shift, we might find not only our open global economy, but also our liberal, democratic order swept away by the backlash wrought by the blind spots and excesses of this mindset.“

    • „Das Schlimme ist, es klingt so bestechend logisch und vernünftig, was er sagt.“

      Das ist reiner Sexismus.

      Das Traurige daran ist, daß Heinsohn eigentlich alle Materialien beisammen hat, um die Konstellation (Überschuss junger Männer usw.) sinnvoll zu analysieren. Macht er aber nicht. Warum auch? Sexismus gegen Männer kommt eben einfach besser …

      • „Sexismus gegen Männer kommt eben einfach besser …“

        Ist das Sexismus, was er beschreibt?

        Von Männern wird weltweit erwartet, dass sie ihre Kinder UND Frauen ernähren können.
        Die hübschesten Frauen sind den erfolgreichsten Männern vorbehalten.
        Wenn in einer Gesellschaft mehr junge Männer aufwachsen, als sattmachende Jobs vorhanden sind, dann entwickelt sich eine gewaltige Sprengkraft.
        Wer nichts zu verlieren hat, hat nur was zu gewinnen, wenn er aktiv wird – in welcher Weise auch immer.

        • „Ist das Sexismus, was er beschreibt?“

          Ganz sicher, denn das Geschlechtliche wird zum Dreh- und Angelpunkt seiner Story, die unironisch als „Weltformel der Geschichte“ bezeichnet wird.

          Sexismus nützt also ungemein den Islam hier in Schutz zu nehmen — denn der wird ja entlastet („bleiben die islamischen Länder auch ohne Islam noch einige Zeit brandgefährlich“).

          Das ist von 2006, da musste noch grundlegender Einsatz für diese tolle Religion erfolgen!

          • „Sexismus nützt also ungemein den Islam hier in Schutz zu nehmen …“

            Es ist immer wieder putzig, wie eifrig Du versuchst, alles irgendwie in einen Kampf des Islams gegen den Rest der Welt umzudeuten.

            Leider hilft es nicht wirklich weiter.

  11. Ich will hier ja nicht mansplainen oder sie bei irgendwas manterrupten und ich will auch gar nicht erst erwähnen das ich manspreade, während ich das hier schreibe, aber das hat ganz sicher nichts damit zu tun das Feministinnen schlechtes Verhalten nach Männern benennen. Ganz sicher!

      • Wenn du alle Feministen die mansplaining dazu benutzen um Männern das Wort zu verbieten radikale Feministen nennen willst, dann haben wir in der öffentlichen Wahrnehmung nur radikale Feministen.

        • @Matze: Kommt vermutlich darauf an, was du als „öffentliche Wahrnehmung“ definierst. Im Netz findet man genug Feministen, die damit nichts zu tun haben – und auch in der Wirklichkeit kannte ich auf der Uni einige…
          Wenn du damit allerdings nur die Menschen meinst, die irgendwo in Talkshows sitzen oder Artikel für Zeitungen schreiben, ist es leider so, dass dort in erster Linie radikale zu finden sind.

          Und schließlich habe ich genau das, die Bezeichnung negativer Handlungen/Eigenschaften als „männlich“ ja kritisiert – und das als Feministin!

          • Die in der Politik oder den Universitätslehrstühlen sitzen scheinen auch dazu zu gehören. Im Grunde alle die irgendwie Einfluss haben.

  12. In SdW gibt es einen Übersichtsartikel zum aktuellen Diskurs „Kommen auch Männer in die Wechseljahre?“

    http://www.spektrum.de/news/gibt-es-die-maennlichen-wechseljahre/1506781

    Wobei es im wesentlichen ein Diskurs über Begrifflichkeiten ist. Denn der harte funktionale Übergang der Menopause bei den Frauen (Eisprung oder kein Eisprung) findet sich beim Mann so nicht. Es könnte sich eher um ein Gender-Thema handeln: Kopieren Männer die äusseren Begleiterscheinungen der weiblichen Menopause um an dem Frauenbonus in unserem Kulturkreis zu partizipieren?

  13. „I would love to hear what other mums make their hubbies for lunch and snacks throughout the work day,“ she posted on Tuesday. „We are getting over sandwiches.“

    You would think she’d asked for a hemlock recipe, judging by the torrent of scolding which erupted.

    She was nothing but a „slave“ and a „1950s housewife“. She was „weird“ and no one in their right mind or a „pink fit“ would do something so demeaning as make their husband lunch. Let alone snacks.

    (…) „Stuff that, hubby is a grown man. I already do his laundry and keep his children alive.

    (…) „He’s lucky if I decide to make dinner some nights“.

    „I was married for twenty years and my favourite packed lunch for my husband was called a Get it Yourself with a side order of I’m not your mother.“

    (…) Leader of the attack pack was Polly Dunning, daughter of professional feminist Jane Caro, and mother of a toddler about whom she infamously wrote last year, recounting her horror at finding out she was pregnant with a boy: „I felt sick at the thought of something male growing inside me.

    (…) On Wednesday, Maddie, 22, switched off comments, but not before page administrators deleted the nastiest.

    „I’m actually so devastated about some of these comments,“ wrote Maddie. She and her husband are saving up to buy their first home and, „he works in an extremely physically demanding job, he does housework, he cooks dinner every second night… He gets up in the middle of the night with our Bub. He is a champion. The least I can do is make him a bloody sandwich. I love my man, he deserves to eat lunch and we can’t afford to eat out.“

    http://genderama.blogspot.de/2017/10/bayerische-staatszeitung-fordert-neue.html

    Wie hält die wohl seine Kinder am Leben? Mit Luft und Liebe?

    Wahre Liebe! Wenn sie etwas für ihn macht muss er das mehrfach zurückbezahlen, während wahrscheinlich alles was er für sie macht als selbstverständlich angenommen wird.

    Man muss die Männer echt mal fragen was denen eingefallen ist, solche Kotzbrocken von Frauen zu heiraten und sogar zu schwängern?

  14. Heute: Wie treibe ich Weiße in die eigene Identitätspolitk:

    Würde sich dieser Hass gegen irgendeine anderen Hautfarbe wenden, würden die Medien über eine Epidemie von Rassismus im Netz berichten. Solange es aber gegen Weiße geht – weiter so.

  15. http://www.danisch.de/blog/2017/10/08/das-maennerdrama-der-frauen-die-sich-fuer-intelligent-halten/

    Es hat auch damit zu tun, dass die Erwartungshaltung immer noch die des Luxusweibchens ist: Berge von Abschlüssen wollen sie haben, aber dann einen Mann, der soweit über ihnen ist, dass es wieder gerechtfertigt erscheint, wenn sie nicht arbeiten, sondern nur untätige oder luxustätige Gattin sind. Nicht auszuhalten, wenn sie die Besserverdienende wären und der Mann dann zuhause bleibt und sich ein schönes Leben macht.

    Und das mit den 1.68 kann ich auch bestätigen: Das allerwichtigste ist Körpergröße. Für die meisten Frauen ist es ungemein wichtig, zu „ihm“ hinaufschauen und sich an die starke Brust anlehnen zu können. Und zwar auch auf 12cm-Absätzen (bei ihr, nicht bei ihm).

    [..]

    Dr. Elle Boag glaubt nicht, dass das Klischee eines ignoranten und dummen Mannes die große Liebe verhindert. Diese tröstende Erklärung würde den Frauen auch kaum etwas nützen. Sie glaubt, dass ihr Stolz auf das Erreichte und die eigene Brillanz den Frauen zum Verhängnis wird. “Heute empfinden Frauen sogar ihr eigenes aggressives Verhalten als eine Form von Empowerment. Dieses Verhalten ist so alltäglich geworden, dass sie es nicht einmal als beschämend ansehen.”

    Sie benehmen sich scheiße und sehen das auch noch als toll an.

    Good luck! ^^

  16. Merke: Männer verdienen im gleichen Beruf mehr wie Frauen -> es gibt einen Gender Pay Gap
    Merke auch: Frauen verdienen im gleichen Beruf mehr wie Männer -> es gibt keinen Gender Pay Gap

    Selbst Leute die an den Gender Pay Gap glauben müssen hier doch misstrauisch werden.

  17. LOL

    Einen Text mit noch mehr Shaming habe ich, glaube ich, noch nicht gesehen:

    Durchschnittlich 12,6 Prozent der wählenden Bevölkerung Deutschlands möchte u.a. mir, einer Schwarzen Deutschen – für sie ist schon dieses Begriffspaar ein Widerspruch in sich –, ihre Rechte entziehen. Als emotional angemessene Reaktion geht es mir richtig scheiße, wie übrigens auch im letzten Jahr, als Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt wurde. Mir ist zum Weinen zumute, ich möchte mein Bett nicht verlassen, nicht arbeiten, sondern abschalten, in einem Marathon von Serien versinken oder wahlweise an einem weit entfernten Strand unter Palmen Honigmangos essen. Hier sein und funktionieren müssen, das erschöpft und überfordert mich gerade total.

    [..]

    Ich bin sauer auf einen großen Teil der weißen Menschen in meinen Leben, die den Ernst der Lage nicht begreifen wollen. Nach der ersten Fassungslosigkeit am Sonntag können sie direkt am Montag zur Tagesordnung übergehen und in eine neue Woche starten. Klar, hier und da werden auch sie sich sicherlich noch das ein oder andere Mal über den Ausgang der Wahl unterhalten. Sie werden die unterschiedlichen Koalitionen diskutieren und wie sie es in den letzten Jahren gelernt haben, brav festhalten, dass die AfD eine rassistische Partei ist. Das war’s.

    https://missy-magazine.de/blog/2017/09/29/white-people-its-time-to-step-up-your-game/

    Ja, ihr widerlichen Weißen, wie könnt ihr bloß zur Arbeit gehen? Ihr müsstet euer ganzes Leben jetzt deswegen umkrempeln! Aber…

    Nein, neu ist das alles nicht – Deutschland hat ein tief sitzendes Rassismusproblem und die AfD gibt diesem Problem momentan ein Gesicht.

    [..]

    Allerspätestens seit Sonntag also lässt sich das Märchen von einem Deutschland, das sich zur Bewältigung seiner Vergangenheit kritisch und verantwortungsvoll mit ebendieser beschäftigt, nicht mehr aufrechterhalten. Allerspätestens seit Sonntag sollte offensichtlich sein, dass rechts in Deutschland nicht außen, sondern die Mitte der Gesellschaft bildet.

    Jupp, 12,5% ist die Mitte der Gesellschaft.

    Aber nun zurück zum eigentlichen Thema, meiner krassen Wut. Seit den ersten Hochrechnungen am vergangenen Wahlabend warte ich nun vergeblich auf Anrufe von weißen Familienmitgliedern und Freund*innen, in denen sie mir ihr Beileid und ihre Sorge um mich aussprechen, in denen sie mich fragen, wie sie mich unterstützen können. Bisher ist da ziemlich wenig passiert – im Gegenteil: Ich habe SMS-Nachrichten zum Verlauf eines Dates erhalten, Urlaubsgrüße und Bilder von diversen Speisen. Ernsthaft?! Ihr ignoriert die Auswirkungen dieser Situation und erwartet eine Antwort auf Banalitäten? Nö.

    Auf Food-Märkten Jollof Rice und Plantain essen, Freund*innen – die die AfD gewählt haben – auf Facebook bitten, sich selbstständig aus der Freund*innenliste zu entfernen, „so bunt ist Deutschland – Hautfarben“-Stifte kaufen, „Moonlight“ im Freiluftkino gucken, aussortierte Klamotten in Unterkünfte für Geflüchtete geben, TED-Talks von Chimamanda Ngozi Adichie zitieren, Conscious Rap hören, „Refugees Welcome“-T-Shirts tragen, Vielfaltsprojekttage an Schulen planen, zu Poetry-Veranstaltungen gehen – es reicht nicht aus! Es ist an der Zeit, dass ihr euren Arsch bewegt und zwar deutlich mehr als bisher!

    WAS FÜR EIN OPFER!!!! WIR MÜSSEN IHR HELFEN DAMIT SIE IM BETT LIEGEN BLEIBEN KANN!!!!

    • Wenn sie im Bett liegen bleibt, ist der Schaden für uns geringer, als wenn sie aufsteht:

      „Josephine Apraku ist Afrikawissenschaftlerin und Lehrbeauftragte an der Alice Salomon Hochschule Berlin und am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG) der Humboldt-Universität zu Berlin Zusammen mit Jule Bönkost leitet sie das Institut für diskriminierungsfreie Bildung.“
      https://missy-magazine.de/blog/2017/09/29/white-people-its-time-to-step-up-your-game/

      Eines dieser (von uns hoch subventionierten) hoch nützlichen, produktiven Gesellschaftsmitglieder, Punkt für Punkt:

      – Afrikawissenschaftlerin [als Schwarze, da bekommt sie dann vermutlich die Flüge zur Familie bezahlt]

      – Lehrbeauftragte an der Alice Salomon Hochschule Berlin [eine feministische Sozial-Fachhochschule]:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Alice_Salomon_Hochschule_Berlin

      – und am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG) der Humboldt-Universität
      [ja, das durfte nicht fehlen, wann ändern die endlich den Namen? der arme Humboldt!]

      Berlin ist offenbar bereits eine Parallelgesellschaft (sind die nicht dauerpleite? aber für solche haben sie Geld?), so wie die arme Frau durch die Realität getriggert wurde. Aber diese ganzen Rassismusanwürfe gegen diejenigen, die sie, eine oberlehrerhafte Schwafeltante, durchfüttern, sind eine Frechheit, deuten jedoch an, was uns in Zukunft erwartet. Ein Blick in die USA reicht.

      • Wenn Disziplinien zusammen arbeiten, heißt das ja „interdisziplinär“.

        Ist „transdisziplinär“ dann, dass man so arbeiten, dass das nichts mit irgendwelchen Disziplinen zu tun hat? Sprich: „unwissenschaftlich“?

      • „Zusammen mit Jule Bönkost leitet sie das Institut für diskriminierungsfreie Bildung.“

        Auf http://diskriminierungsfreie-bildung.de/ habe ich anfangs kein Impressum gefunden, tatsächlich ist eines da, und zwar versteckt unter dem grauen Rand rechts. Sollte eigentlich für eine Abmahnung reichen.

        Die versteckte Impressum-Seite http://diskriminierungsfreie-bildung.de/impressum/ macht folgende Angaben gemäß § 5 TMG:
        IDB | Institut für diskriminierungskritische Bildung
        Inh. Apraku und Dr. Bönkost GbR
        Malplaquetstr. 13a
        13347 Berlin

        GbR = Gesellschaft bürgerlichen Rechts (Deutschland), das ist die
        einfachste Form der Personengesellschaft. Der Gesamtpersonalbestand dieses Instituts besteht vermutlich aus der Leitung, andernfalls wären vermutlich auf der Seite weitere Personen angegeben.
        M.a.W. ein sogenannter Scheinriese.

        Durch die zahllosen Gendersterne des Institut für diskriminierungskritische Bildung fühle ich mich übrigens ziemlich diskriminiert – ich bin nur mal nicht trans- oder sonstwiesexuell und leide schrecklich darunter, kein eigenes Sonderzeichen für mein Geschlecht in jedem Substantiv zu sehen und so unsichtbar gemacht zu werden…

  18. Des Ende des feministischen Elends ist annähernd abschätzbar:

    „CDU und CSU haben sich auf eine Obergrenze in der Migrationspolitik geeinigt. Jährlich sollen 200.000 Menschen aus humanitären Gründen in Deutschland aufgenommen werden. Der Begriff „Obergrenze“ werde jedoch wahrscheinlich abgeschafft und es soll auch keine Zurückweisungen an der deutschen Grenze geben.“
    http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/cdu-und-csu-einigen-sich-bei-migrationspolitik-maximal-200-000-migranten-jaehrlich-aufnehmen-a2235712.html

    Zusammen mit:
    http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Familiennachzug-Aigner-erwartet-bis-zu-sieben-Millionen-Fluechtlinge-id35704362.html

    Kann man den Zeitpunkt, an dem das deutsche Sozialsystem aufhört zu existieren, etwa abschätzen:
    zwischen 2 und 20 Jahren, selbst wenn die EZB weiter wie verrückt Geld druckt.

    Und damit ist absehbar auch der Feminismus am Ende. Wir landen wieder in der „Mann-arbeitet-Frau-ist-abhängig“ Situation, die 99% der menschlichen Existenz prägte. Nicht, dass ich das gut fände, aber darauf läuft es hinaus, beklatscht (und am Ende bejammert) von verblödeten Salonlinken, denen ihr LGBT-Gesülze im Hals stecken bleiben wird.

    Na gut, man weiß es nie genau, wer weiß, was denen da oben noch an Schweinereien einfällt, aber ich gehe davon aus, dass die Abschaffung der Sozialsysteme fester Meilenstein ist und nicht allzu lange herausgezögert wird.

    • Der Youtube Kanal YourMovieSucks ist nur selten begeistert von einem Film. Sehr kritischer Kritiker.
      Blade Runner nennt er „Possibly the best sequel of all time“

      Er findet den Bechdel Test vermutlich nicht wichtig 😉

      • Hab grad das Buch von Philip K. Dick gelesen. Es unterscheidet sich deutlich vom 1. Bladerunner.
        Im Buch kommen Angst und Resignation der „Andys“ deutlicher rüber, als im Film.
        Der Film ist an vielen Stellen gerafft und aus dramaturgischen Gründen anders aufgebaut (das Buch hat kein Happy-End mit Rachel irgendwo im Norden), gehört trotzdem zu den Filmen, die ich nie ausleihe, aus Angst, ihn nicht wieder zu bekommen.
        Ich erinnere mich noch gut, wie ich ihn zum ersten Mal guckte und – symbolisch – mich wohlig mit Popcorn zurücklehnte, um dem Kampf des Guten gegen das Böse beizuwohnen.
        Und um am Ende festzustellen, dass ich auf der falschen, bösen Seite stand.
        Eine einschneidende Erfahrung, die mich vorsichtiger bei der Bewertung menschlichen Verhaltens werden ließ.

    • Ma che ‘vvuò?
      “Aber was sagst Du eigentlich?” – Daumen und Finger werden zusammengeführt und zeigen nach oben. Das Handgelenk schwingt mehrere Male Richtung Schulter. Diese Geste richtet sich an Personen, die viel reden, ohne sich verständlich zu machen.

      Oder auch

      “Was willst Du?” – Oftmals ist dies mehr als eine Frage, weil sie mit einer versteckten Drohung verbunden wird. Sie wird fast wie eine Herausforderung an eine andere Person gerichtet, die den Gestikulierenden provokativ anstarrt.

      http://www.portanapoli.de/kultur/gesten-neapel-italien

    • Ich war kürzlich in Myanmar.
      Beiersdorf ist fett im Markt, seit sie so gut wie jedes Produkt mit dem Versprechen verkaufen, es würde die Haut heller machen.

      Unvorstellbar für USA Egozentriker

    • Hautaufhellungsmittel sind in Ländern mit sehr gemischter Bevölkerung üblich, z.B. in Brasilien (ähnlich Mittel zur Glättung krausen Haars). Die Schwarzen sind am meisten der Meinung, dass helle Haut schöner ist als dunkle.

      • Ja, siehe Michael Jackson, der verbleichte auch zunehmend.

        Die Blassen wollen dunkler werden, die Dunklen blasser 🙂

        Danisch erwähnte mal, dass ihm im Südafrika die Schwarzen gar nicht so recht glauben wollten, dass er sich gegen die Sonne schützen muss (sie selbst verbrennen sich ja nicht), die dachten der macht das, um weiß zu bleiben, weil er schwarz hässlich findet.

  19. What those initial Mother Jones numbers showed, though, was that white people weren’t overrepresented among mass shooters. The media outlet had found that roughly 70 percent of the shooters in mass killings were white—certainly a majority. But according to Census Bureau estimates for 2012, whites accounted for 73.9 percent of all Americans. (Keep in mind that the definition of whiteness is both vague and forever changing. In the 2010 census, the “white” category includes those whose families originate in Europe, the Middle East, and North Africa. Mother Jones, for its part, categorizes one Moroccan immigrant killer as “white”; leaves the race field blank for a Turkish immigrant; and describes several shooters of Pakistani, Palestinian, Afghan and Kuwaiti extraction as “other.”)

  20. „Ich schaffe es nicht, was auf die Seite zu legen“
    Was kann sich eine Erzieherin leisten? Florentine, 31, verdient 1.590 Euro netto. 230 Euro gibt sie monatlich für Sprit und Reparaturen an ihrem Bus aus.

    http://www.zeit.de/arbeit/2017-09/erzieherin-wohngruppe-jugendliche-gehaltsprotokoll

    Mein Job

    Beruf: Erzieherin in einer Wohngruppe für Jugendliche in Berlin

    Ausbildung: Erzieherin am Rudolf Steiner Institut für Sozialpädagogik in Kassel

    Wöchentliche Arbeitszeit: 30 Stunden.

    Was könnte man da nur machen?

    • „Witze mit sexuellem Bezug oder zweideutige Kommentare hören Männer sogar häufiger als Frauen: 47 Prozent im Vergleich zu 39 Prozent hatten das erlebt.“

      „“Es gibt ja diese Vorstellung, dass alles, was sexuell besetzt ist, für Männer positiv sein muss“, sagt sie. Deswegen seien Männer manchmal hilfloser als Frauen.“

      „Besonders oft trifft sexuelle Belästigung Männer, die nicht den Standardvorstellungen von Männlichkeit entsprechen – also sich weiblich konnotiert benehmen oder so aussehen. …..“

      Aus welcher Perspektive fragt sich nur noch: „Standardvorstellungen von Männlichkeit“

  21. Don Alphonso neigt ja zu einer gewissen Langatmigkeit, aber dann kommt hin und wieder ein Satz so auf den Punkt wie ein 12cm Pfennigabsatz.

    Diesen z.B. mochte ich sehr:

    Manche haben ein Faible für Plüschohren, die ich privat – wir sind hier ja unter uns, nicht wahr – deutlich kleidsamer als Tätowierungen und Piercings und blaue Haare finde.

  22. …oder aber Leute die etwas gegen massive Immigration… aber das würde ja nicht so schon ins Weltbild passen.

    Können Feministen eigentlich auch nicht lügen?

    • „Vor zwei Jahren rief der US-amerikanische Antifeminist, Männerrechtsaktivist und Pick-Up-Artist Roosh V. …“

      Der erste Satz ist schon falsch

    • „Können Feministen eigentlich auch nicht lügen?“

      Zum „Lügen“ gehört, dass du selbst von der Unwahrheit deiner Aussage überzeugt bist.
      Ich gehe davon aus, dass Feministinnen absolut jeden einzelnen Satz für wahr halten, den sie sagen.

      Die Frage ist also eher, ob Feministinnen in der Lage sind, in mehr als zwei Kategorien zu denken.

      Punkt 2 in der Borderline-Diagnostik ist:

      Ein Muster instabiler und intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.

      Es gibt Gut und es gibt Böse.

      Verschiedene Wörter für „Böse“ („Antifeminist“, „Männerrechtsaktivist“, „Pick-Up-Artist“, „Rechtsextremer“, „Mann“) verweisen auf akademische Details und sind im Wesentlichen synonym.

      • „Ich gehe davon aus, dass Feministinnen absolut jeden einzelnen Satz für wahr halten, den sie sagen.“

        Für zweckvoll halten sie das und verleugnen die Existenz von „wahr“ und „falsch“.

        Wem eingeredet worden ist, dass Wahrheit ohnehin nur Gewalt ist, der fragt eben nicht mehr nach wahr und falsch.

  23. Ein Artikel im Tagesspiegel über eine Studie zu Großzügigkeit:

    „Das Gehirn von Frauen reagiert stärker auf Großzügigkeit als das von Männern. Das schreibt eine Forschergruppe um Alexander Soutschek von der Universität Zürich im Fachblatt „Nature Human Behaviour“.“

    „Soutschek warnt jedoch vor falschen Schlüssen. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern müssten keinesfalls angeboren oder evolutionär bedingt sein. Stattdessen könnte kulturelles Lernen der entscheidende Faktor sein, denn auch das Lernen ist eng mit dem Dopaminsystem verknüpft. Während Mädchen oft von klein auf für soziales Verhalten stärker gelobt werden als für egoistisches, ist bei Jungen häufig das Gegenteil der Fall. Bis zum Erwachsenenalter verfestigen sich diese kulturellen Normen dann weiter. „Der Geschlechterunterschied, den wir in unseren Studien beobachtet haben, lässt sich am besten durch die unterschiedlichen kulturellen Erwartungen an Männer und Frauen erklären“, fasst Soutschek zusammen.“

    http://www.tagesspiegel.de/wissen/gehirnforschung-die-frau-die-gibt/20432120.html#kommentare

    Die Studie gibt es im Überblick hier:

    https://www.nature.com/articles/s41562-017-0226-y

    • Wenn sich Forscher nicht trauen, ihre Ergebnisse interpretationsfrei in den Raum zu stellen.

      Soutschek müsste zeigen, daß die Personen, die er untersucht hat, tatsächlich unterschiedliche Lernefahrungen gemacht hat.
      Ansonsten zeige man mir man heute noch Eltern, die ihre Jungs für egoistische Verhaltensweisen loben, Es sei denn, Soutschek hat nur 80jährige untersucht.

  24. „Können Feministen eigentlich auch nicht lügen?“

    I love the way you lie, Michael Kimmel

    [..]

    His essential argument is, “women’s violence toward male partners certainly does exist, but it tends to be very different from that of men toward their female partners: It is far less injurious and less likely to be motivated by attempts to dominate or terrorize their partners.”

    His concern for women’s violence against men is not that the men and boys can be and are victims. Indeed, he dismisses such violence as merely women defending themselves against male abusers. His concern is purely on how “acknowledging” — if one can call it that — women’s violence against men could help prevent violence against women.

    This is precisely the attitude Kimmel displays in his interview with Jaye. He simply lies about the men’s rights movement, lies about their concerns, and lies about their methods. He also ignores men’s experiences, giving the false impression that men essentially have no legitimate fears or concerns.

    Yet like many feminists, Kimmel is incapable of maintaining the lie for very long because he wants to convince men that they should side with feminists. As such, he inadvertently undermines his own argument, particularly the feminist argument about male power.

    https://toysoldier.wordpress.com/2017/10/08/i-love-the-way-you-lie-michael-kimmel/

  25. Ein Artikel mit vielen guten Fragen zum bedingungslosen Grundeinkommen.
    http://quillette.com/2017/10/09/universal-basic-income-threat-tyranny/

    In such a world where working people are a minority, it seems quite possible that not only they will be able to take away the political rights of the non-workers, they might even have to. If the non-workers not only live without working, but also get to set the rules for the working people, we would truly have to be utopian fantasists to imagine a good relationship between the two groups, certainly in the long run. More resources are not going to be enough to compensate people for working – they will also need a privileged political status. And that is definitely something we need to prepare for and think about.

  26. Gleichstellung in MV bleibt Frauensache

    Das Gericht in Greifswald begründete: „Da Frauen im öffentlichen Dienst und vor allem in Führungspositionen immer noch strukturell benachteiligt seien, sei es wichtig, diese Position mit einer Frau zu besetzen.“

    Sobald es um Frauen geht, vernebelt sich der Verstand der Justiz. Ich hätte zu gern die Roben mal nach belastbaren Belegen für diese „strukturellen Benachteiligungen“ gefragt.
    Aber da wäre wohl nur ein „kann man überall sehen“ gekommen.

    http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Gleichstellung-in-MV-bleibt-Frauensache,gleichstellungsgesetz102.html

    (in den „Weiteren Informationen kündigt der NDR schon gleich weitere Verfassungsbeschwerden für den 30.11.2017 an 😉 )

  27. Telepathie?

    Mir fiel eben das Gladbecker Geiseldrama von 1988 ein, bei dem mehrere Menschen aus politischen Gründen sterben mussten.
    Und ich überlegte, was wohl aus den Geiselgangstern geworden ist.
    Einer der Gangster hieß Dieter Degowski und ich gurgelte mal nach seinem Verbleib.

    Da fand ich diese Meldung: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/gladbeck-geiselgangster-dieter-degowski-kommt-nach-gerichtsbeschluss-frei-a-1172287.html

    Die Meldung ist eine Stunde alt 🙂

    Jetzt probier ich es mal mit den Lottozahlen 😮

  28. Frauen finden es wirklich wirklich kacke, wenn sie so behandelt werden wie Männer.

    Amy Horton, um die 30, „A former actress who has always loved the art of the written word“ findet keinen Mann, der sie auf Händen tragen will. Alle, die sie gut findet, gehen ihr lieber aus dem Weg.

    I thought, okay, I’ll go on dates and see if there’s any chemistry. I’ll be open to different kinds of men—can’t know what works unless I try. That might be a good way to approach dates if I got any. I seriously can’t find a guy who will follow through long enough to even ask me out. It’s legitimately depressing.

    Auf der gleichen Site schreibt Tessa Newell

    Admittedly, I REALLY hate to lose. I once tore up a mini golf score card on a date because I lost by two points. (I don’t blame that guy for peacing out, to be honest.) Part of my drive is a neurosis of being “the best” or at least being the best that I can be, and that’s been referenced as a reason for breaking things off with me more than once.

    o tempora o mores

    • „because I lost“

      Auch ein modernes Problem beim daten –
      Verliert mann (Lässt man die Frau gewinn) – Ist mein ein Loser und damit uninteressant
      Gewinnt mann .- Ist die frau beleidigt

    • „Part of my drive is a neurosis of being “the best” or at least being the best that I can be“

      So ein Date (vielleicht nicht das erste, aber das zweite dann) scheint mir ein guter Weg zu sein, um solche Neuröschen schnell zu identifizieren und auszusortieren.

      Babe, don’t call me, I’ll call you 🙂

    • „Part of my drive is a neurosis of being “the best” or at least being the best“

      Eine Frau, die sich beim Minigolf Mühe gibt, schmeisst kein Mann so von der Bettkante. Wahrscheinlich ist sie einfach vollkommen uneinsichtig und alles andere als selbstreflektiert 😦

  29. Schon jemand mal gehört das man durch das Lesen von einzelnen, kurzen, idiotischen Aussage instant dümmer werden kann. Ich mache mir da gerade Sorgen…

  30. Von sowas kommen dann die Projektionen der „Rape Culture“? Die „Hollywoodgrössen“ wissen es alle und keiner sagt was, obwohl dies der allgemeine „Kreuzzug“ ist, auf dem man als „Feminist“ ist!?!

  31. Pingback: Crumar zu Kulturmarxismus | uepsilonniks

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