7 Gedanken zu “Luise Pusch: Das Deutsche als Männersprache

  1. Interessanterweise gibt es mehr weibliche Wörter als männliche. Laut Duden sind rund die Hälfte (46%) aller Wörter weiblich, ein Drittel (34%) männlich und nur 20% sächlich.

    Außerdem wird der weibliche Artikel die bzw. die weibliche Form von Adjektiven auch im Plural verwendet.

    Es gibt auch generische weibliche Formen in der deutschen Sprache. Bei Katzen sind die Kater üblicherweise mitgemeint. Ein Brautpaar besteht aus Braut und Bräutigam. Wittenrente bekommen auch Wittwer.

    Zusätzlich gibt es auch viele rein weibliche Berufs- , Amts- oder Tätigkeitsbezeichnungen. Z.B. ist die Elektrofachkraft fast immer ein Mann. Ich habe auch nie gehört, dass diese sich dadurch diskriminiert fühlen.

    • Nach gut einer Minute: „… eine ebenfalls sehr wichtige Forscherin und Propagandistin auch auf dem Gebiet ist…“

      Forscherin und Propagandistin schließen sich gegenseitig aus. Die eine ist neutral, die andere parteiisch.

      Dass es im Deutschen soviele weibliche Substantive gibt, dürfte mindestens zT daran liegen, dass fast alle speziellen Endungen weiblich sind:
      -heit
      -keit
      -ion
      -tät
      -enz
      -ie
      -ik
      -sis
      -ur
      -schaft
      -ei
      -in
      -ung

  2. ACHTUNG! AUCH IN DEN KOMPOSITA HERRSCHT DAS SPRACHPATRIARCHAT! HANDLUNGSBEDARF!

    Beispiele für die hinterhältige, schwer durchschaubare Weise, wie in der von Männern gemachten Sprache Frauen zum Verschwinden gebracht werden:

    BürgERkrieg
    SammlERstück
    ZeugENschaft
    BäckERei

    Auch hier muß etwas geschehen, sonst wird die Unsichtbarmachungvon Frauen durch Sprache nur oberflächlich beseitigt.
    Vorschläge:

    Bürger*inn_enkrieg
    Samml*er_instück
    Zeug*inn_enschaft
    Bäck*er_inei

    „Es gibt noch viel zu tun!“ (Alice Schwarzer)

  3. Danke für den Link. Ich habe das Video voll durchgeschaut. Die Frau – habe sie Recht oder Unrecht – ist immerhin ehrlich. (Zum Vergleich, Alice Schwarzer ist das nicht.) Sie gibt einen menschlichen Einblick in die Szene, der mir als Mann naturgemäß verwehrt ist.

    Kenne deinen Gegenüber. Danach schätze ein, ob es dein Feind ist, oder ob Kooperation eine Option ist.

    Noch kein Urteil. Ich muss einige Nächte drüber schlafen.

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