81 Gedanken zu “Selbermach Mittwoch 131 (27.09.2017)

  1. Von wegen Jamaika Koalition, das suggeriert ja es würde um 3 Parteien gehen. Da die Einheit von CDU und CSU aber gerade schwer gestört ist, muss diesmal eine Viererkoalition geschmiedet werden.
    Viererkoalition gab’s laut Wiki nur einmal in D, 1954 in Bayern.
    Das seh ich noch nicht wie eine CSU, die sich nun dringend rechts profilieren muss, mit den Grünen unter einen Hut gebracht wird.

    • Das seh ich noch nicht wie eine CSU, die sich nun dringend rechts profilieren muss, mit den Grünen unter einen Hut gebracht wird.

      Das sehe ich auch als das Hauptproblem. Die CSU hat eine schwere Schlappe einstecken müssen und viele Wähler an die AfD verloren. Sie sprechen schon von der offenen rechten Flanke (“ Jetzt die AfD am rechten Flügel durch Gauland. Gaulands Zuspiel zu Seehofer wird abgewehrt – und Petry, immer wieder Petry, die rechte Läuferin der AfD am Ball. Sie hat den Ball – verloren diesmal, gegen Gauland. Gauland nach innen geflankt. Kopfball – abgewehrt. Aus dem Hintergrund müsste Merkel schießen – Merkel schießt – Tooooor! Tooooor! Tooooor! Tooooor!“)

      Die Grünen, eine Art FDP mit Umweltschutz und die wahre FDP hingegen sind sehr, sehr flexibel.

    • Ach komm. Als ob Horschtl beißen würde….Der darf, wie sonst auch immer, ein bißchen kläffen und bekommt dann von Frauchen ein Leckerli hingeworfen, damit er sich hinlegt, tot stellt und nach einer Minute Pfötchen gibt. Das Kunststückchen kann er schon ganz gut, vielleicht macht er jetzt nach den Wahlen noch eine zusätzliche Rolle…..

  2. Eine Jamaika-Koalition wird nichts ändern, wenn sie überhaupt zustande kommt. Sie wird höchstens dazu führen, daß der nächste Konkurrent der CDU, entweder die Grünen oder die FDP marginalisiert wird. Die Positionen bzw. die Erwartungshaltungen der/an die Grünen oder die FDP sind einfach zu unterschiedlich. Ich hoffe, daß es die Grünen sein werden, die sich im Angesicht der Macht zerreißen.

  3. „Tricksereien innerhalb der Polizei, Verschleierungen, Intransparenz, begrenzte Aussagegenehmigungen für Zeugen – was Öffentlichkeit und Parlamente seit fünf Jahren im Mordkomplex NSU erleben, scheint sich nun zu wiederholen. …

    Mit dem Namen „Anis Amri“ ist der Terroranschlag vom 19. Dezember 2016 in Berlin verbunden. Mit einem LKW raste der Attentäter in die Menschenmenge des Weihnachtsmarktes auf dem Breitscheidplatz. Insgesamt starben zwölf Unschuldige, Dutzende wurden zum Teil schwer verletzt. Bisher versuchen zwei parlamentarische Untersuchungsausschüsse das Behördenhandeln im Fall Amri zu durchleuchten, einer in Nordrhein-Westfalen (NRW) und der in Berlin.

    In der Hauptstadt stößt man von einer Manipulation auf die andere.“

    https://www.heise.de/tp/features/Vertuschung-2-0-Im-Fall-Amri-erlebt-man-dieselben-Methoden-wie-beim-NSU-Skandal-3839391.html

    • Leszek,

      ja, war witzig 😀

      Vor allem wenn man sich den Spruch
      „Sozialismus ist Liberalismus ohne Kapitalismus.“ ausgesprochen mit einem nasalen, hohen Männerstimme mit sächsischem Akzent vorstellt…

  4. „Die FDP will das Wechselmodell per Zwang bei allen Trennungen, andere Parteien plädieren mehr für eine Einzelfallbetrachtung. In Frankreich konnte das Wechselmodell per Zwang durch eine Intervention von Kinderärzten und Kinderpsychologen vor einigen Jahren verhindert werden. …

    Als Familienministerin Barley vor einigen Wochen zum ersten Zukunftsgespräch einlud, schlugen die Wellen hoch, lud sie doch vor allem Väterrechtler und Stiefmütter (!) ein, allerdings niemanden von den Mütterinitiativen – trotz entsprechender Anfragen. Nach der Kritik an ihrer parteilichen Zusammenarbeit mit den Väterrechtlern beeilte sich Barley in einem Interview, zu erklären, dass das „Wechselmodell“ per Zwang mit ihr nicht zu machen sei, relativierte diese Aussage aber in den vergangenen Wochen immer wieder.

    Nun stand am vergangenen Mittwoch das zweite Zukunftsgespräch an und diesmal waren, wenn auch auf den letzten Drücker, Mütterinitiativen eingeladen, wenn diese auch nur zwei Tage Zeit hatten, sich einen Babysitter und ein überteuertes Bahnticket zu besorgen. Der Termin war wichtig, für viele Alleinerziehende ist die Frage, wer wie das Familienministerium nach der Wahl gestaltet, wahlentscheidend. Die FDP als möglicher Juniorpartner der CDU macht bereits seit Wochen klar, dass sie das Wechselmodell per Zwang wollen und ihr Klientel unter den Vätern sehen.

    Zu diesem 2. Zukunftsgespräch im Familienministerium fanden sich ein: Zwei VertreterInnen von „Mein Papa kommt“, ein Vertreter vom „Bundesforum Männer“, zwei Vertreter vom „Väterzentrum Berlin“, drei Vertreter vom „Väteraufbruch für Kinder““

    http://www.huffingtonpost.de/mira-sigel/mutter-erziehung-gericht_b_18081070.html

    Ein Artikel, der in Sachen „Panik schüren“ an die hier sattsam bekannten Schilderungen heranreicht – nur halt von der anderen Seite aus betrachtet.

  5. Ich schätze mal, dass die Wirren der sog. Jamaikaverhandlungen der unsäglichen Dämonenfratze im Kanzleramt den notwendigen Spielraum gibt um ‚geschäftsführend im Amt‘ Deutschland noch schnell vollständig an die EU auszuliefern damit die Sowjetähnliche Diktatur auf europäischem Boden noch schnell verwirklicht werden kann. Wertvolle Neubürger in hellen Scharen inbegriffen.

  6. Für Freunde von Genderpolitik in neuen Serien hier mein Review was neu dazugekommen ist:

    American Horror Story – Staffel 7
    Schauplatz diesmal ganz Amerika, die Wahl von Dämon Trump löst eine Horrorclown-o-kalypse aus, welche das in der Hauptrolle spielende, von der Wahl schwerst traumatisierte lesbische Ehepaar + weichgespülter Knabe terrorisiert (mit dabei meine Lieblingslesbe Sarah Paulson).
    Als besonderer Knüller wird irgendwann Lena Dunham als Gaststar auftreten (mir gruselts jetzt schon *schauder*).

    The Orville
    Star Strek Parodie die in den ersten zwei Folgen auch genau das lieferte was man von so einer Parodie erwartet. Dann aber, in Episode 3, schlagen sie voll zu, die Gender-Ideologen.
    Nicht ein einziger Witz in der ganzen Folge, dafür ein an den Haaren herbeigezogenes Konstrukt einer Spezies mit nur Männern, die Eier legen, und wo ab und zu dann doch ein Weibchen dem Ei entschlüpft, das dann sofort umoperiert wird zum Männchen, wegen der Akzeptanz, und dann in epischer Breite mit Gerichtsverhandlung debattiert wird ob das ok ist oder nicht … wie es ausging kann ich aber nicht sagen, da es so unerträglich wurde, ich musste abschalten (ich wollte doch einfach nur was zum lachen, und dann sowas).

    Star Trek Discovery
    Zur Parodie gleich noch das Original dazu, bei dem ich zuvor schlimmstes befürchtete. Da gab’s im Vorfeld ja bizarre Debatten über die asiatische Käptin im Schiff mit asiatischem Namen, und wo dann die Kritik aufkam das wäre rassistisch wegen zuviel Asia.
    Und war dann doch angenehm überrascht dass es weit weniger schlimm wurde als erwartet, unerwartete Drehbuchtwists machen das ganze sogar recht unterhaltsam.
    Jedoch: Menschliche Männer treten nur als Statisten auf, die „männliche“ Hauptrolle spielt ein Reptiloider … take this WHM!
    Dass bei der Spock-WoC als Mensch-Vulkanier-Mischling einfach die Spitzohren weggelassen wurden, ist dann aber doch schwerer Stilbruch!
    Und was die Asiatin angeht, nun ja, wie soll ich es sagen, als schon verwelkende Blume (Janeway wirkte jung dagegen) wird sie nicht so der Reisser sein. Mit dem alten Capaldi als Doktor Who hat ja auch nicht funktioniert (und soll mir jetzt keiner mit Old-Shaming kommen, bin selber alt, ich darf das).

    • Mh, also Star Trek: Discovery hab ich schon gesehen. Die „Reptiloiden“ sind die neuen Klingonen, die Mensch-Vulkanier-Mischung ist gar keine Mischung, sondern von einem Vulkanier (Sarek) adoptierter Mensch und die „alte Asiatin“ (Michelle Yeoh, aus „Tiger & Dragon“ vielleicht noch bekannt) spielt nur in der Pilot-Doppelfolge mit…

      Also alles in allem: Selber sehen macht schlau.

    • Ich glaube, damit wird es ganz allmählich Zeit für die Frage:
      welche Änderungen genau verlangt insbesondere ihr von islamischen Ländern, bevor ihr sie als „überwundene Patriarchate“ o.ä. ansehen würdet?

      • Überwundene Patriarchate?
        Willst Du uns jetzt mit einer Fangfrage das Geständnis der Existenz eines angeblichen Patriarchats abluchsen?
        Und falls es da so etwas gibt, was soll das uns interessieren?

      • Also ich frage mich eher, wieviele Frauen dort jetzt tierisch angepisst sind, weil Ihnen der GöGa deswegen den philippinischen Chauffeur streicht und sie jetzt selber zur Shopping-Mall fahren müssen…und ob die angepisste Frauen nicht sogar eine Mehrheit (der dort heimischen frauen) stellen…

      • Die islamischen Staaten sind nur für oberflächliche Femanzen wie dich Patriarchate. In Wahrheit sind es die Frauen welche die Familie als Keimzelle und somit den gesamten Staat über ihre Männer kontrollieren. Unterhalte dich mal mit ein paar konservativen Araberinnen, vielleicht lernst du was.
        Das lustige (oder traurige) ist immer, dass Westler immer nur die Oberfläche betrachten und dann auf etwas schließen ohne sich die gesamten zwischenmenschlichen Beziehungen anzusehen. Im Zeitalter von Twitter und Facebook vielleicht verständlich aber trotzdem nicht sehr intelligent, vor allem da dies auch schon oft beschrieben wurde.

          • Sie müsste für Dich auch insofern ein akzeptabler Kandidat sein, da sie z.B. die Beschneidung von Jungs ebenfalls für verwerflich hält.

          • „Das Buch ist aber wirklich hervorragend“

            Um aus der Masse feministischer Literatur hervor zu ragen, reicht ein einziger korrekt dargestellter Umstand.
            Das ergibt noch keinen Grund, das Buch zu lesen.

          • @Semikolon: Du liest meinen Vorschlag „Plädoyer für eine linke Männerpoliitk“, veröffentlichst eine Rezension und ich mache dasselbe mit deinem Buchvorschlag. Deal?

          • http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-11/integration-tuerkische-macho

            Irgendwo gabs noch mal einen anderen, sehr guten Zeitartikel über das Thema. Darin wird beschreiben, dass die Frau die totale Kontrolle über die Familie und den Mann hat. Ich kenne das aus dem arabischen Teil meiner Familie, dass auch da die Frau die Herrin im Haus ist. Der Mann hat oftmals gar nix zu sagen und nur das Geld ranzubringen, weswegen die meisten Männer auch sehr unzufrieden sind, dies aber kaum zeigen weil Schwäche als unmännlich gilt. Der Schwächebegriff wurde aber von Frauen geprägt und das verstehen die meisten nicht. Selbstreflektion ist bei Orientalen dieser Tage eher selten zu finden.

          • „Lies mal lieber Ayaan Hirsi Alis „Mein Leben, meine Freiheit“.“

            Ayaan Hirsi Ali finde ich auch lesenswert, (allerdings habe ich andere Schriften von ihr gelesen und kann das genannte Buch nicht beurteilen).

            „(…) da sie z.B. die Beschneidung von Jungs ebenfalls für verwerflich hält.“

            Das ist richtig.

            Zur Diskussion der Rolle der Frau innerhalb der islamischen Familie:

            Nach meinen Kenntnissen hat die Frau in der konservativ-islamischen Familie dann einen hohen Status innerhalb der Familie, wenn und solange sie sich den orthodox-konservativen Werten und Normen fügt.
            Tut sie dies nicht, hat sie allerdings im Schnitt mit mehr Repression durch Verwandtschaft und Umfeld zu rechnen als ein heterosexueller Mann, der sich nicht in die ihm zugewiesene traditionell-islamische Rolle fügt. (Auch dieser hat aber mit Repression zu rechnen.)

            Auch die Erziehung von Mädchen ist im orthodoxen Islam im Schnitt autoritärer als die von Jungen (u.a. da die „Familienehre“ wesentlich von deren sexueller Enthaltsamkeit vor der Ehe abhängt), wobei die Mädchen allerdings häufig gerade von den konservativen Müttern besonders autoritär erzogen werden.
            Für schwule Männer ist die Situation nach meinen Kenntnissen allerdings häufig noch schwieriger als für heterosexuelle Frauen, falls ihre Homosexualität bekannt wird.

            Das kulturspezifische Muster gegenüber der Frau im orthodoxen Islam wäre also demnach: starke Repression (von klein auf) bei Abweichungen von der traditionell-islamischen Geschlechterrolle, ein hoher Status innerhalb der Familie als verheiratete Frau nur bei Einhaltung der traditionell-islamischen Rolle.

          • Ich hab deinen Vorschlag sogar im Bücherregal stehen – glaube aber, ich hatte irgendwo zwischendrin das Interesse verloren, weil es mir (die ich Maskus ja schon lange verfolge) irgendwo zu repetitiv war (ähnlich bewertete ich auch das Buch von Ralf Bönt). Kucklick erschien mir bislang als interessantestes/hochwertigste Machwerk Eurer bubble.

            Der Titel von Hirsi Ali gehört nun allerdings einer völlig anderen Gattung an, handelt es sich doch um ihre Biographie.

            Hast Du denn überhaupt schon mal so etwas von einer Frau gelesen?

          • Nach meinen Kenntnissen hat die Frau in der konservativ-islamischen Familie dann einen hohen Status innerhalb der Familie, wenn und solange sie sich den orthodox-konservativen Werten und Normen fügt.

            @Leszek: Was meinst Du mit „hohen Status“? Dass die Frau das Sagen hat, wie es PuS nahe legt?

          • @ uepsilonniks

            „Was meinst Du mit „hohen Status“? Dass die Frau das Sagen hat, wie es PuS nahe legt?“

            Die islamische Mutter ist innerhalb der konservativ-islamischen Familie – insoweit sie sich den autoritären orthodox-konservativ-islamischen Werten und Normen und den vorgegebenen Geschlechterrollenvorstellungen anpasst – m.W. jedenfalls innerhalb von Familie, Verwandtschaft und des sonstigen Umfeldes anerkannt und sie kann ihre Ansichten – die allerdings nicht von den orthodox-konservativ-islamischen Werten und Normen abweichen dürfen – in die Familie einbringen.

            Weicht die Frau in ihrem Verhalten zu stark von den orthodox-konservativ-islamischen Werten und Normen ab, gilt es „offiziell“ allerdings als Aufgabe des Mannes sie zu zwingen diese einzuhalten, dabei ist ihm unter bestimmten Umständen gemäß islamischer Theologie auch erlaubt die Frau zu schlagen.

            Innerhalb der „offiziellen konservativ-islamischen Familienhierarchie“ steht der Mann an erster Stelle, dann seine Frau, dann die Söhne, zuletzt die Töchter. Inwieweit dieses Muster in der Praxis auch eingehalten wird, dürfte im Einzelfall allerdings natürlich auch von den jeweiligen persönlichkeitspsychologischen Merkmalen der Individuen abhängig sein.

            Zu der Frage, wie die „Machtverhältnisse“ innerhalb der konservativ-islamischen Familie in der Praxis in der Regel genau verteilt sind, gibt es m.W. leider bislang keine Studie. (Außerdem wären hierbei natürlich auch eventuelle Unterschiede hinsichtlich verschiedener islamischer kultureller Kontexte zu berücksichtigen.)
            Von den mir bekannten Studien enthält die m.E. ausgezeichnete qualitative Studie der Ethnologin und Islamwissenschaftlerin Susanne Schröter zu konservativen Muslimen in Moscheegemeinden in Deutschland „Gott näher als der eigenen Halsschlagader. Fromme Muslime in Deutschland“

            https://www.bol.de/shop/home/suchartikel/gott_naeher_als_der_eigenen_halsschlagader/susanne_schroeter/EAN9783593505428/ID44339066.html?retn=blsel%3Aq1&suchId=52de72d8-6399-442f-830c-686cdaa24700

            in einigen Interviews auch Hinweise auf familiäre Verhältnisse. Das müsste ich mir allerdings unter dieser Fragestellung bei Gelegenheit nochmal durchlesen.

            Basis für die qualitative Untersuchung war ein dreijähriges Forschungsprojekt in mehreren Moscheegemeinden in Wiesbaden mittels teilnehmender Beobachtung, Einzelgesprächen und Gruppengesprächen.

            Ein Interview mit der Autorin, in dem aber nicht die islamische Familie als Thema im Vordergrund steht, findet sich hier:

            http://www.fnp.de/nachrichten/politik/Fromme-Muslime-kapseln-sich-ab;art673,2038799

            Kritisch zur Rolle islamischer Mütter äußert sich die Ex-Femen-Aktivistin Zana Ramadani, die selbst in einer islamischen Familie aufgewachsen ist, in ihrem Buch: „Die verschleierte Gefahr. Die Macht der muslimischen Mütter und der Toleranzwahn der Deutschen“

            https://www.bol.de/shop/home/empfehlungsartikel/die_verschleierte_gefahr/zana_ramadani/EAN9783958900776/ID47839267.html?retn=bldv%3Adevi

            Zana Ramadani geht in dem Buch u.a. darauf ein, dass islamische Mütter nicht nur Opfer sind, sondern oft auch Täterinnen, da sie aufgrund ihrer zentralen Rolle in der Erziehung die Töchter unterdrückten (oft auch mit Gewalt) und die Söhne verhätschelten, so dass es beiden Geschlechtern oft nicht gelinge reife Persönlichkeiten auszubilden. In dieser Hinsicht beschreibt sie islamische Mütter als dominant. Trotzdem stehe der Mann in letzter Instanz in der familiären Hierarchie oft über der Frau.
            (Das Buch ist sehr interessant, enthält aber auch Passagen, die aus links-maskulistischer Perspektive kritikwürdig sind.)

            Der konservativ-islamische Mann ist verpflichtet Frau und Kinder zu versorgen. (Falls er zu wenig Geld verdient, ist es nach meiner Erfahrung allerdings auch bei konservativen Muslimen in Deutschland nicht selten, dass dann auch die Frau irgendeine Arbeit annimmt.)

            Mit Nachteilen der orthodox-konservativ-islamischen Sozialisation und Geschlechterrolle für Männer befasst sich übrigens die Soziologin Necla Kelek in dem Buch „Die verlorenen Söhne. Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes“:

            https://www.bol.de/shop/home/suchartikel/die_verlorenen_soehne/necla_kelek/EAN9783462304596/ID29023140.html

      • 5 „Antworten“, bestehend aus Gegenfragen und diversen unhaltbaren Behauptungen.

        Was für ein Problem seht Ihr denn dann überhaupt mit überwiegend muslimischen Staaten/männlichen Staatsangehörigen? Inwiefern könnte – für Euch – deren anerzogenes Frauenbild z.B. u.U. ein Integrationshindernis darstellen?

        • „Was für ein Problem seht Ihr denn dann überhaupt mit überwiegend muslimischen Staaten/männlichen Staatsangehörigen? Inwiefern könnte – für Euch – deren anerzogenes Frauenbild z.B. u.U. ein Integrationshindernis darstellen?“

          Du denkst das anerzogene Frauenbild wäre das Problem?

          Für mich nicht. Ich kann meine Frau behandeln, wie ich will. Ich würde sie nicht anders behandeln, wenn wir in einer muslimischen Gesellschaft wären, ABER: sie und meine Tochter hätten vermutlich wesentlich weniger Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben.

          Aber auch das kann man noch irgendwie planen. Wo kein Kläger da kein Richter. Was ich überhaupt nicht ertragen könnte: 5 x beten pro Tag, Allah huldigen, Koranverse auswendig lernen, Todesstrafe gegen Häretiker, Atheisten, Konvertiten und Andersdenkende, Prüderie, Porno- und Alkoholverbot, Halal-Essen, Schächtung, Beschneidung und lauter so Schwachsinn. Das hat mit Frauen nur am Rande zu tun. Die ganze Religion ist große Schei**e!

          • „Todesstrafe gegen Häretiker, Atheisten, Konvertiten und Andersdenkende“ hört sich für mich eher wie eine Forderung aus dem konservativen Lager an.
            „Prüderie“ Auch hier: konservatives Lager
            „Porno- und Alkoholverbo“ konservatives Lager

            Also eigentlich haben, wie schon einmal gesagt, die nicht-muslimischen und die muslimischen Konservativen viel mehr gemein also sie andauernd behaupten. Konservative Muslime wählen auch meist konservative Parteien. Linke und Progressive werden genauso von beiden gehasst. Sind wir ehrlich – du und der konservative Muslim in Saudi Arabien, ihr beide halt deutlich mehr gemeinsam als du mit dem biodeutschen Linken der bei dir um die Ecke wohnt.
            Ich frage mich warum die Konservativen damit immer so ein Problem haben das zuzugeben. Scheint vermutlich auch evolutionär begründet zu sein. Möglicherweise ist es ein Problem mit dem Alleinvertretungsanspruch, so wie damals bei der UdSSR und der VR China die sich auch nicht riechen konnten oder wie bei den Sunniten und Schiiten. Vielleicht macht Christian darüber ja auch mal einen Artikel.

          • @ PfefferundSalz

            „Sind wir ehrlich – du und der konservative Muslim in Saudi Arabien, ihr beide halt deutlich mehr gemeinsam als du mit dem biodeutschen Linken der bei dir um die Ecke wohnt.“

            Ich glaube, da tust du Androsch Kubi etwas Unrecht.
            Sowie ich seine politische Weltsicht bislang verstanden habe, vertritt er eine Mischung aus konservativen und neurechten Aspekten (die ich meist ablehne) einerseits und linken Aspekten (bei denen ich ihm häufiger zustimme) andererseits.
            Aber ein prinzipieller Gegner der kulturellen Moderne scheint mir Androsch Kubi nicht zu sein.
            (Falls ich ihn politisch falsch eingeschätzt habe, kann er dies natürlich gerne korrigieren.)

          • @Pfefferund Salz

            „Todesstrafe gegen Häretiker, Atheisten, Konvertiten und Andersdenkende“ hört sich für mich eher wie eine Forderung aus dem konservativen Lager an.“

            Nur weil deinesgleichen jegliche Bodenhaftung verlorengegangen ist und ihr euch an einem eingebildeten Nazi-Feindbild aufgeilt. Nichtmal im Mittelalter gab es das hier. Aber lies mal den Koran oder frag Islamkonvertiten, die sich nur noch mit Polizeischutz an die Öffentlichkeit getrauen. Nicht so oft Lügenmedien konsumieren! Man verblödet dadurch!

            „„Prüderie“ Auch hier: konservatives Lager“

            Bin ich konservativ? Willst du mich damit treffen? Ich habe mich mal für links gehalten, nach 2015 hat man mich allerdings so oft rechtsradikal genannt, dass ich fast glaube, ich bin das tatsächlich. Als konservativ habe ich mich nie empfunden, aber das ist wahrscheinlich auch nur so eine Schublade, in der man seine Wichsvorurteile zusammenfasst, damit man sich mit konkreten Positionen nicht befassen muss.

            „Porno- und Alkoholverbo“ konservatives Lager“

            Uhh, ja, bestimmt! Deshalb fordern das ja auch Feministinnen. Aber ich will eingestehen, dass die religiösen Kreise in der AfD sowas durchaus gut finden. Es ist ein Kreuz mit den Schei**-Parteien!

            „Also eigentlich haben, wie schon einmal gesagt, die nicht-muslimischen und die muslimischen Konservativen viel mehr gemein also sie andauernd behaupten. “

            Toll! Na dann! Scharia und Friedensgerichte, JETZT!

            Spinn dich ruhig weiter aus, du belegst damit nur deine Unwissenheit.

          • @Androsch Kubi
            „Nichtmal im Mittelalter gab es das hier.“
            Erst mal stimmt das natürlich nicht, falls dir der Begriff der Katharer nichts sagt kannst du danach ja gerne googlen auch wenn das nichts zu dem Thema tut.
            Was zum Thema etwas tut ist die Todesstrafe gegen Andersdenkende und die ist von Konservativen schon des öfteren gefordert worden. DU warst es doch der die AfD als nicht-Nazi Partei bezeichnen wollte.
            http://www.focus.de/politik/deutschland/holger-arppe-afd-politiker-traeumt-von-apartheid-staat-und-fallbeil-fuer-rotgruenes-geschmeiss_id_7538862.html
            Und jetzt erzähl nicht, dass das eine Ausnahme ist.

            „Aber lies mal den Koran oder frag Islamkonvertiten, die sich nur noch mit Polizeischutz an die Öffentlichkeit getrauen.“
            Lustig, denn ich war mal Muslim bis ich von dem Blödsinn die Nase voll hatte aber Polizeischutz hab ich nie bekommen und auch nie gebraucht. Komisch, ich hab aus der Sache nie ein Geheimnis gemacht und lebe immer noch. Hab ich da was falsch gemacht?

            „Nicht so oft Lügenmedien konsumieren! Man verblödet dadurch!“
            Vielleicht sollte man generell nicht so viele Medien konsumieren sondern mal mehr Geschichtsbücher lesen. Das bringt einen deutlich besseren Überblick als das Tagesgeschehen.

            „Bin ich konservativ?“ Das weiß ich nicht, aber deine Aussagen wirken so. Wenn du aber sagst, dass du es nicht bist, dann werde ich mir das merken.
            „Ich habe mich mal für links gehalten, nach 2015 hat man mich allerdings so oft rechtsradikal genannt, dass ich fast glaube, ich bin das tatsächlich.“ Hast du dich mal gefragt warum das so war?

            „Uhh, ja, bestimmt! Deshalb fordern das ja auch Feministinnen. Aber ich will eingestehen, dass die religiösen Kreise in der AfD sowas durchaus gut finden. Es ist ein Kreuz mit den Schei**-Parteien!“
            Ich rede nicht nur von Deutschland, ich rede von Konservativen weltweit. ich wusste nicht, dass die Afd da so was auch gut findet aber wundern tut es mich nicht.

            „Toll! Na dann! Scharia und Friedensgerichte, JETZT!“
            Du willst es nicht verstehen oder? Konservative Nicht-Muslime und konservative Muslime teilen genau die gleichen Werte. Abgesehen von ihren regional verschiedenen Riten haben sie die gleiche Weltsicht. Deswegen ist auch der angebliche Gegensatz nur aufgebauscht. Tausch den Namen der Religion aus und schon hast du einen CSUler.

            @Leszek
            „Ich glaube, da tust du Androsch Kubi etwas Unrecht.“
            Das mag sein und das tut mir auch leid denn ich kenne ihn nicht, nur sind mir bestimmte Aussagen einfach zu undifferenziert. Das Forum ist zur Diskussion da und wenn wir das nicht tun weil wir Angst haben jemand anderen zu triggern, dann sind wir nicht besser als die Feministen. Außerdem hab ich ein Problem mit Radikalen gleich welcher Farbe – egal ob extreme Muslime oder extreme Muslimhasser – ich mag beide nicht.

      • Pfff. Ich verlange gar nichts. die sollen tun, zu was sie Lust haben.

        Erfahrungsgemäß sind es die Frauen, die in Glaubensfragen am penetrantesten sind. Aber vielleicht ist das bei Arabern ja anders, manchmal glaube ich, dass die genetisch irgendwie religiöser gepolt sind. Wäre evolutionär auch kein Wunder, da jeder der widerspricht, einen Kopf kürzer gemacht wird. Einige Jahrhunderte Selektion reichen bei Tieren aus, um eigene Rasse zu erzeugen, bei Menschen vermutlich auch…

  7. Zwei schöne Fundstücke von Fefe, die gerade in Kombination ihre volle Wirkung entfalten:

    1. The Dying Art of Disagreement – darüber, dass es in den USA keine gute Kultur des „einer anderen Meinung sein“ mehr gibt, obwohl gerade das eine wichtige Quelle für Fortschritt und Zivilisation ist, und dass man sich mit anderen Meinungen befassen muss.

    2. Die Zeit fragt, warum die Leute AfD gewählt haben. Die Kommentare am besten auf Leserempfehlungen filter. Über 100 Seiten kann man kaum komplett durchlesen, aber aus den ersten 2-3 bekommt man schon einige erhellende Einblicke. Wie gesagt: Die Meinungen muss man nicht teilen und für mich ist das eine völlig andere Weltsicht. Es ist aber wichtig, die Motive dieser Leute nachzuvollziehen, wenn man sein eigenes Handeln optimieren möchte, um vernünftig mit ihnen umzugehen und zusammenzuleben. (Sie werden eben nicht einfach so verschwinden. Und „vernünftig mit jemandem umgehen“ heißt nicht, dass ich den anderen toll finde. Auch einem mutmaßlichen Mörder das Recht auf einen Anwalt zuzugestehen ist ein vernünftiger Umgang.)

    • Zitat: „Es ist aber wichtig, die Motive dieser Leute nachzuvollziehen“

      Die sind eigentlich ganz einfach und werden u.a. hier gut dargelegt:
      https://www.heise.de/tp/features/Wer-ueber-den-Kapitalismus-nicht-reden-will-soll-ueber-die-AfD-schweigen-3845201.html

      Die Einführung des Hartz-Terrors und Niedriglöhne mit fehlendem Geld zu begründen und dann später plötzlich Milliarden für Banken und Migranten übrig zu haben, dass sich da die Ausgequetschten gnadenlos verarscht fühlen … was gibt’s denn da schwer zu verstehen oder „Motive dieser Leute nachzuvollziehen“?

      Das sind nicht „Motive dieser Leute“, das wären die Motive von JEDEM wenn man so übel belogen und beklaut wird.

      • „Die Einführung des Hartz-Terrors und Niedriglöhne mit fehlendem Geld zu begründen und dann später plötzlich Milliarden für Banken und Migranten übrig zu haben, dass sich da die Ausgequetschten gnadenlos verarscht fühlen … was gibt’s denn da schwer zu verstehen oder „Motive dieser Leute nachzuvollziehen“?“

        Du geilst dich an deiner Projektion auf.

        Habe ich AfD gewählt, weil ich H4 richtig und gut finde und Banken retten will? NEIN! Sondern weil alle anderen Parteien jegliche Logik und Verantwortlichkeit vermissen lassen, die Linke dekliniert das anhand la Fontaines Kritik zur Einwanderung gerade wieder durch.

        Vielleicht zu deiner Info: die AfD wurde als ANTI-Euro-Partei gegründet, die sich primär gegen die Banken- und Eurorettung aussprach.

    • Für mich immer seltsam, wenn sich Männer überhaupt groß mit Frauen unterhalten. Ich verstehe es wenn es um die Balz geht oder auch um beruflichen Kontext aber sonst? Die meisten Frauen sind langweilig wie nix anderes. Passiv, ohne Hobbies und irre passiv – kann mir nicht vorstellen, dass so etwas für einen Mann interessant ist, steckt vermutlich ein unausgesprochenes Begehren hinter.

  8. New Canadian research says high-school girls are, on average, doing as well as boys in STEM — plus they’re outperforming boys in almost every other sphere.

    A large study by David Card and Abigail Payne has found that girls and boys in Grade 12 end up roughly equally prepared to go into science, technology, engineering and mathematics programs.

    But girls also excel in the languages, humanities and other subjects, while boys do not.

    „The conventional wisdom is that the gender gap is about women and the forces — discrimination, sexism, parenting, aptitudes and choices — that make women less likely to study in STEM fields,“ says Alex Tabarrok, a high-profile Canadian-American economist who has reviewed the study.

    Canadian-American economist Alex Tabarrok notes that men are generally doing well only in so called STEM subjects, while women are doing well in STEM and other fields. But the real reason more males complete STEM degrees, says Tabarrok, of George Mason University, is that, to put it too bluntly, „the only men who are good enough to get into university are men who are good at STEM. Women are good enough to go into non-STEM and STEM fields.“

    http://genderama.blogspot.de/2017/09/mannerrechtler-fordern-mannerrechtler.html

    Feministin folgert hieraus das Frauen diskriminiert werden und man noch mehr Frauenförderung braucht.

    Solange Mädchen nicht in jedem Fach besser sind wie Jungen, werden Frauen in der Bildung diskriminiert. Klingt bescheuert und ist es auch.

  9. Das Nachrichtenmaganzin „Brigitte“, bekannt durch knallharten investigativen Journalismus, berichtet aktuell über einen Riesen-Skandal:

    http://www.brigitte.de/familie/mitfuehlen/biene-maja–skandal-um-zeichentrick-penis-10965184.html

    Über diese Headline geht dann fast schon ein anderer, gerade für diesen Blog sehr interessanter Artikel aus der Brigitte unter:

    http://www.brigitte.de/aktuell/gesellschaft/neue-brigitte-studie-zeigt–gleichberechtigung-ist-gewollt-wie-nie—10964204.html

    Die Angleichung der Lebensentwürfe von Mann* und Frau* (sorry für diese Binarität, bin gerade zu faul um alle Geschlechter hier einzusortieren) dürfte inzwischen hierzulande den Zenit erreicht haben. Finanzielle Unabhängigkeit steht bei Frau mittlerweile im gleichen Rang wie bei Mann, Kinder rangieren weit abgeschlagen auf dem Wunschzettel der Frau von heute…

    Viel statistisches Zahlenfutter bietet die Pressemappe zur Brigitte-Studie unter
    https://www.brigitte.de/blob/10964964/fcf6cb1705cc370d0987d10d7b4131e7/studie-data.zip

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